URKUNDEN UND AKTEN
DER
DD
ISU5 STADT STRASSBURG
HERAUSGEGEBEN
MIT UNTERSTÜTZUNG DER LANDES- UND DER STADTVERWALTUNG.
ERSTE ABTHEILUNG
URKUNDENBUCH DER STADT STRASSBURG.
STRASSBURG
UNIVERSITÄTS-BUCHDRUCKEREI VON J. H. ED. HEITZ (HEITZ & MÜNDEL)
1899.
ÜRKUNDENBÜCH
DER
STADT STRASSBURG.
SECHSTER BAND
POLITISCHE URKUNDEN VON 1381-1400
BEARBEITET
VON
JOHANNES FRITZ.
u°-
M
ff1
STRASSBURG
VERLAG VON KARL J. TRÜBNER
1899.
VORWORT.
?<??• vorliegende VI. Band des Straßburger Urkundenbuches umfaßt die Jahre
381 bis 1400 einschließlich und erreicht damit die vorläufig für die Herausgabe
der Straßburger Urkunden gesteckte Grenze. Daß nur 20 Jahre diesem Bande vor-
behalten wurden, rechtfertigt sich durch die reiche Fülle des Stoffes. Ueber tdOO
Nummern zählt der Band, und doch ist damit eine absolute Vollständigkeit weder
erreicht noch beabsichtigt. Manches mußte ausgeschieden werden oder konnte nur in
den Fußnoten Erwähnung finden. Auch auf die rein kirchliche Angelegenheiten
betreffenden Stücke, die in früheren Bänden aufgenommen sind, ist angesichts der
Fülle des politischen Materials verzichtet.
Die Sammlung und Sichtung des Materials hat zwar noch zu der Zeit statt-
gefunden, als die Bestände des Stadt- Archivs zum großen Teil ungeordnet und unter
die Benutzung recht erschwerenden Umständen in den alten unzulänglichen Archiv-
räumen des Stadthauses aufbewahrt waren. Doch hat seit der verdienstlichen Neu-
ordnung des Archivs eine Nachlese und besonders bezüglich der jetzt in Schränken
aufbewahrten Pergamenturkunden eine genaue Nachprüfimg der Bestände stalt-
gefunden, so daß für diesen Teil Vollständigkeit in Anspruch genommen werden
darf. Solcher Pergamenturkunden enthält dieser Band allein aus dem Stadt- Archive
über 200.
Bei dieser Gelegenheit mag daran erinnert werden, daß weit mehr noch als
der V. Band der vorliegende VI. Band den Charakter eines eigentlichen Urkunden-
buches verlieren mußte durch das ganz bedeutende Ueberwiegen der politischen Corres-
pondenzen, Berichte, Gesandteninstruktionen, Entwürfe, Abrechnungen, Ordnungen,
Listen u. dergl. über die Urkunden. Aber schon flüchtige Durc/isichl xcird er-
kennen lassen, daß bei aller Achtung vor den wirklichen, uns als Originale oder
Copien überlieferten Urkunden, denen manche Urkundenbücher allein Aufnahme ge-
währen, diese tausend kleinen und im Einzelnen oft recht unbedeutenden Nieder-
VI VORWORT.
schlage Slraßburger Vergangenheit, wie sie außer in den großen Beständen von
Briefen oft auf losen Papierzetteln, mehrfach benutzten Conceptblättem, Rückseiten
älterer Urkunden u. dergl. erhalten sind, in ihrer Gesamtheit einen größeren Wert
beanspruchen dürfen als jene.
Denn in eine politisch so bewegte Zeit, wie es die Jahre von 1380—1400 für
Straßburg waren, gestatten erst sie den vollen Einblick. Und manches, was dem
Politiker geringfügig scheint, wird dem Kulturhistoriker , dem Nationalökonomen oder
dem Rechtshistoriker willkommen sein. Letzteren mache ich aufmerksam auf das am
Ende des Bandes abgedruckte Achtbüchlein aus den Jahren 1380 — 1400, jene verweise
ich auf die teilweise schon bearbeiteten Münzsachen, die mancherlei das Gewerbe,
den Handel, den Verkehr und die Zölle betreffenden Correspondenzen, Beschlüsse und
Verordnungen. Für Kriegs- und Lokalgeschichte sind die zahlreichen Aufrüstungs-
Ordnungen und Söldnerlisten von Wert. Daß sie meist in extenso gedruckt sind,
dürfte manchem überflüssig dünken, schien aber durch die keine Excerpte zulassende
Eigenart des Stoffes geboten.
Von den großen wellgeschichtlichen Begebenheiten dieser 20 Jahre, die sich in
dem engen Rahmen städtischer Geschichte wiederspiegeln, seien nur hervorgehoben .■ das
päbstliche Schisma, die Absetzung König Wenzels und die Neuwahl eines Königs.
Näher als diese Dinge, denen gegenüber die städtische Politik naturgemäß eine mehr
abwartende, passive sein mußte, stehen unserer Stadt Straßburg alle die Ereignisse,
welche mit der Gründung und Wirksamkeit der großen Slädtebünde zusammenhängen.
Am 20 März 1381 schließt Slraßburg mit Mainz, Worms, Speyer,
Frankfurt, Hagenau und Weißenburg einen Bund auf 3 Jahre, und bereits am 17 Juni
desselben Jahres tritt dieser Bund in ein enges Verhältnis zu dem schwäbischen
Städtebunde. Kurze Zeit darauf erfolgte der Anschluß der Schweizer Städte.
Damit ist der Grund gelegt zu einer außerordentlich regen, bedeutungsvollen
und fol genschweren politischen Aktion, an der wir unsere Stadt, die schon als die
natürliche Führerin der kleinen elsässischen Städte und als Mittelpunkt eines bereits
ausgedehnten und stets wachsenden Außenbürgerwesens eine einflußreiche Rolle spielt,
stets an hervorragender Stelle teilnehmen sehen. Doch hinderte diese Zugehörigkeit
zu den beiden Bündnissen Straßburg weder an vorteilhaften Sonderbündnissen mit
Städten und Fürsten noch an der gebotenen Zurückhaltung und vermittelnden Stellung
in dem großen schwäbisch-bairischen Fürsten- und Städtekrieg. So hat auch die in
Schwaben im Jahre 1388 hereinbrechende Katastrophe Straßburg nicht unmittelbar in
einen Krieg verstricht, sondern erst ein zufälliges Ereignis, die Gefangennahme eines
englischen Ritlers durch den Straßburger Außenbürger Bruno von Rappoltstein,
gab dem König und den zum Teil früher mit der mächtigen Stadt verbündeten
Fürsten, zu denen auch der eigne Bischof Friedrich von Blankenheim gehörte,
Veranlassung, einen Schlag gegen die längst gehaßte Stadt zu führen durch .- Reichs-
acht und Krieg. Reiches Material über die schwere nun folgende Zeit liegt in
unserm Bande vor.
Nach dieser ernsten Krise war es der Kampf um das erledigte Bistum, der
lange die Gemüter bewegt und uns wiederum eine Fülle interessanten Materials
*
VORWORT. VII
hinterlassen hat. Hinzu kommen zu all den hier berührten größeren politischen
Angelegenheiten sowohl zur Zeit der Slädtebünde als nach dem Jahr 1389 die vielen
Fehden und Kleinkriege, in denen Straßburg entweder die kriegführende oder in-
folge bundesmäßiger Mahnung hülfebringende Macht ist.
Auch manche einzelne führende oder besonders thälige Persönlichkeiten, die
meist den bekannten Geschlechtern angehören, in ihrem Wirken und ihrer Bedeutung
u erkennen, gestattet die große Menge von Briefen, Gesandtschaflsberichten und dergl.
Selbstverständlich ist nicht Alles, was dieser Band bietet, neu und unge-
druckt. In anderem Zusammenhang hat manches schon in den Reichstagsakten
Beachtung, Erwähnung oder Abdruck erfahren. Anderes wieder, was sich auf
das Verhältnis Slraßburgs zu Bruno von Rappoltstein bezieht, hat das Rappollsleiner
Urkundenbuch bereits gebracht, während für die Beziehung der Stadt zu dem stets
mit ihr im regen Verkehr stehenden Markgrafen Bernhard von Baden die Re-
gesten der Markgrafen von Baden reiche Ausbeule im hiesigen Archiv gehallen hatten.
Die Art und Bedeutung des Gegenstandes hat über die Art der nochmaligen Wieder-
gabe in unserm Bande entschieden.
Das Register ist im Allgemeinen nach den in den früheren Bänden befolgten
Grundsätzen angelegt, nur ist im Interesse der Deutlichkeit von der Angabe der
Zeilenzahl abgesehen. Bei der Bearbeitung dis Artikels Slraßburg hat das Register
des unlängst erschienenen Ergänzungsbandes als Muster gedient.
Von austoärtigen Archiven wurden für diesen Band das Frankfurter, Karls-
ruher, Stuttgarter, Ulmer, Baseler, Schletlstädter zum Teil mit gutem Erfolg besucht.
Den verehrten Vorständen derselben sei für ihr liebenswürdiges dienstbereites Ent-
gegenkommen an dieser Stelle herzlich Dank gesagt. Auch dem Archiv zu Ascha/fen-
burg verdankt dieser Band durch die Freundlichkeil des Herrn Archivar Dr.
Morneweg eine Anzahl wertvoller Beiträge.
Zu besonderem Danke ist der Bearbeiter den Vorständen des hiesigen Stadt-
archivs Herrn Dr. Winckelmann und des hiesigen Bezirks-Archivs Herrn Profes-
sor Dr. Wiegand verpflichtet, letzterem noch besonders für manchen wertvollen Rat und
gütige Mitarbeit beim Lesen von Korrekturen. Gleichen Dank schuldet er auch den
Herren Dr. J. Bernays vom hiesigen Stadtarchiv und Dr. Hans Witte. Nicht
minder sei des stets bereiten Entgegenkommens und der geduldigen Mitwirkung
der Universitäts-Druckerei von Heitz & Mündel an der oft nur langsam vor-
rückenden Arbeit des durch Berufspflichten in Anspruch genommenen Herausgebers
gedacht.
Straßburg, im August 1899.
JOHANNES FRITZ.
INHALTSVERZEICHNIS.
Seife
Politische Urkunden 1—848
Bericlitigungen zu S. 1—848 849
Nachtrag 851-866
Register 867-923
POLITISCHE URKUNDEN.
VI.
1. GöntzS Bocke der meiste? und der rat vitn Strazburg vorkünden öffentlich:
das umbe alle die vigenlschuft kriege und slöszo, so /.wisclient dem edeln jungherrcn
Johanse von Ochsenstein, keller der nierren stift zu Strazburg, und den sinen ul
ein sile und uns und den unsern uf die ander site gewesen sint . . . . , wir frünt-
» liehe und gentzliche gesünet .... sint. geben an dem ersten samestdage vor
sant Erhartsdage in dem jare 1381. 1381 Januar 6.
Str. St. A. Abt. IV, 72. cop. eh.
2. Johans von Ohsenstein keller der merren stift zu Strazburg schliesst eine
Sühne uül der Stadt Strassburg von der geschulte und der getftl wegen, die ich und
io die niinen getan habent an Heintzen, der da ist Claus Mülsteins burgers zii Straz-
burg gedingeter kneht gegeben an dem ersten samestdage vor sant Erhartz-
dage des heiligen bischofes in dem jare 1381. 1381 Januar B.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 165/166 nr. 65. or. mb. lit. put. c. sig. pend. delaps.
3. Johans von Ohsenstein dechan der merren stift zu Strazburg thut kund, dass
15 er um alle Feindschaft und Kriege mit der Stadt Straszburg gesühnt sei und mit
nammen von der geschulte und getät wegen, die Johans von Ohsenstein keller der
vorgenanten stift, unser vetter, und die sinen getan hant an Heintzen, der da ist Claus
Mülsteins bargers zu Strazburg gedingeter kneht . . . und ouch dar zu mit nammen an
der stat, den lüten und den unsern zu Berse, in weihen weg daz allesament geschehen
20 si. gegeben an dem ersten samestdage vor sant Erhartzdag des heiligen bischofes
1381 1381 Januar ß.
Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. c. sig. dd.
4. Strassburg an Sarburg: antwortet auf erhobene Beschwerde, dass Claus von
Grostein jede Teilnahme und Mitwissenschaft an der Gefangennahme des Sarburger
-'s Bürgers Claus von Langocha ableugne, die höchstens auf seinen Dienstherren Conrad
von Lichtenberg zurückzuführen sei. Den jetzt nicht anwesenden jungen Herrn von
Grostein wolle man später auch verhören und dann weiter berichten. datum feria
seeunda proxiina ante diem beali Erhardi episcopi. [1381] Januar 7.
Str. St. A. ÄA 2Ü34. cop. eh. eoaev.
2 1381
5- Schwörbrief des Ammanmeister s Walter Wassicher. 1381 Januar 10.
Ich Walther Wassicher ammanmeister zii Strasburg Vergüte und künde menglichem
mit disem briefe, alse der erber fromme man, herr Heinrich Arge, der dise nehsteD
vergangen nüne jare ammanmeister gewesen ist, dazselbe ammanmeistertüme von
krangheit wegen sines libes mütwillekliehe ufgegeben het und ich darumbe an sinre r»
stat gekosen gesetzet und gemachet bin zu ammanmeister, daz ich ein ammanmeister
sin und bliben sol dis jar us, daz ni'i zu nehste komet, daz ich darumbe vor meiste?
und rate zii Strazburg gesworn habe offenliche an den heiligen alles daz stete zu
habende, zu haltende und zu vollef urende dis selbe jare us, daz nü zii nehste komet,
daz her Johans Zorn dem man sprichet Lappe, her Heinrich von Mulnheim rittere, n
her Giintze Bocke und her Johans Schilt, die vier meistere, von derselben irre meister-
schal't wegen gesworn hant, alse daz der versigelte brief bewiset, der darüber gemachet
und mit iren und hern Heinrich Argen anhangenden insigeln versigelt ist, durch den
dirre min brief mit minem ingesigel versigelt gestoszen und gezogen ist, daszselbe
ouch der vorgenante herr Heinrich Arge gehalten haben solte das eine jar us, das 15
nü zu nehst komet, were es obe er dasselbe jar ammanmeister bliben were äne alle
geverde. und des zii einem Urkunde, so habe ich min eygen ingesigel an disen selben
minen brief gehencket. der wart gegeben an dem ersten dunrestdage nach sant
Erhartes tage dez heiligen bischofes in dem jare, do man zalte von gotz gebürte 1381.
Str. St. A. AA. 61. anhätigend an dem großen ScInvOrbrief von 1371. . 20
6. Schultheiss und Rat von Sarburg stellen ein Vidimus aus für eine Beschei-
nigung der vier Schöffen und Geschwornen des Gerichts zu Tränheim, dass der
Sarburger Bürger Claus von Langocha, der auf Befehl des jüngeren Claus von Grostein
auf Niedeck gefangen gehalten wurde, von den Vögten des Schlosses im Auftrage
ihres Herren entlassen sei unter der Bedingung 14 Tage nach Weihnacht lüü Gulden s»
zu zahlen oder ins Gefängnis zurückzukehren. Hetzil, Kirchherr zu Tränheim, besiegelt
den Brief. Sarburg beglaubigt ihn. samestag vor St. Sebastianesdage also man
zalte . . . im Metzer bistüm drüzenhundert und achtzig jor1. 1381 Januar in.
Str. St. A. AA 2034. or. eh. lit. pat. c. sig. impr. del.
7. Gyso Kalzmann au Meister und Rat: berichtet, daß er die Absolution. 30
erwirkt habe. Rom [1381] Januar 24.
Servicio fideli ac perpetuo cum recornmendacione premisso venerahdi domini mei
noverint, quod in causa vestra fideliter laboravi et ante adventum Byponis sentenciam
1 Diese Metger Jalwesrechnung ist auf 1381 zu reduzieren- — Zu dieser Angelegenheit gehören aus
AA 2Ü35 noch : 1) Ein Brief Sarburgs an Straßburg mit dem Ersuchen für ihres Bürger's Freilassung
zu sorgen, nachdem derselbe von Claus v. Grostein ledig gesprochen sei. 1381 Februar 4. — • 3) Die
Sarburger wollen dem gefangenen Straßburger Burhel Gralap für 14 Tage Ziel geben, wenn dem noch
immer gefangenen Claus v. L. die gleiche Frist bewilligt wird, und sind zu einer Tagleistung während
derselben bereit. 1381 Februar 13. — 3) Brief Sarburgs fast gleichen Inhalts. 1381 März 20. — Vgl.
hierzu Bd. V nr. 1399 u. 1400.
1381 3
super absolucione pro vobis oblinui, cum nun modicis laboribus <-i ex|>ensi>. proul
de hoc ei cutis restria aegociia nee non da reeeptia ei exposiüa vastro aecreaario
magistro Heinrico de Haseln plenissime soiipsi, qui pleniaa roa eciam iuionnabii de
(ininihiis. quare hie isla noii repeto causa breritatia. ot inetrumenl dicte nnanhsri
i onis vol)is transiiiiiio per preeentem neenon etiam copiam coBBcoiaeiosia obtaotfl HO
W'aiiiicro Waasicber et aliis, prout ultimo In ecriptia demaadaatia. at laboravi in
omnibus baue et ftdetiter, meaa eciam propriaa paeuniaa in negoeiis vaatrie toma
mutuando. in primia cardinaleno promotorem et expeasas nuncü voeül Rypouie,
quem ex co rettnui, ut Bingula videret, audirel <i referret, quam etiam alias anno
io preterito in estate bene aeptem aeptimanie retinal, ui laborea auper vestra eomisalooe
videret qU08 liabui. de singulis reeeptis et exposilis in causa vestra, ul prcdicilur,
niagisler Heinricua vpa infonnabil, de uiutuatis vero in negocio dieli Waltheii V.
sicher tarn äictul magister Heinricua quam etiam Rypo qui debitum recogaovit
corani pulilico nolario vos informabunt. bene et fideliler laboravi. non dubilo quin
lr> ero graciose a vobis ConsolatUS pro labore. (;t super hoc ine gracie veslre raoOBB-
inendo humiliter michi tamquam servitori vestro semper preeipiena. valcie in Christo
et slaluin universitatis vestre conservet altissimus. scriptum Home in vigilia leeti
conversionis beati Pauli aposloli. item seitote, quod cum difficultate relinui Hypouciii
pro nunc in curia ad vidcnduni facta vestra et ad solicilandum ea, tue OOOquestaa
ao l'uit michi, quod de aeptem Beptimanis, ajuibua alias ipsum retinui, sibi sit niiuiuie
satis factum de labore. unde ipsum vobis tideliter recommendo, quia pauper esl et
vir vester lidelissiinus servitor legalis et circumspectus et de presenti bene lidclilcr
facta vestra sollicitavit. '
Vester fidelis servitor
h Gyso Katzmann in omnibus.
[In cersu\ Vcncrahilibiis |>rudenliliiis viris magistris universitatis Ar<ientinensis
dominis suis graciosissimis.
Str. St. A. AA 1407 or. eh. Ut. el. c. sig. in v. imirr. nur die Adresse wn seiner eigenen Hand.
U. Gerichtspricileg König Wenzels für Straßburg. Nürnberg issi Januar '49.
:m
Wir Wentzlaw von goles gnaden romischer kunig zu allen Zeiten merer das
reiche an kunig zu Beheim embieten dem edeln EludohTen graven zu Sultz lantrichtarr
und den schöpfen des lanlgerichtes zu Hotwyl unsern und des heiligen reichs lieben
getrewen vmser hulde und alles gut. wann die burgermeister, der rat und die burger
gemeinlichen der stat zu Strasburg unser und des heiligen reiches lieben getrewen
85 von uns und dein heiligen reiche also gefreyet sint, das man sie für unser kuniglich
hoffgerichte nicht laden sal noch für dhein ander lantgerichte oder gerichte und wir
sie hey denselben freyheiten und gnaden behalten, meinen doch also, das die vor-
1 Erst im April 1380 wurde Giso beauftragt, auch Walther Wassichcrs Sache tu betreiben. Vgl.
Bd. V nr. 1377 u. 1394.
4 1381
genanten der burgermeister rat und burger der stat zu Strasburg nyemant in derselben
slat- zu Strasburg das recht versagen sullen, sunder yederman eyns unverczogenlichcn
rehtes helllen nach seyner clage. wir wollen auch, were es Bache, das yemand dheinen
echter in der egenanten slat zu Slrazburg mit dem rechten anspreche, das dein zuhaut
die vorgenanten burgermeister rate und burger der stat zu Strasburg rechtes hellten i
sullen und das yn das gen nyemande keinen schaden bringen sal. were aber das
sie dem cleger oder clegern nicht rechtes hulflen und recht versagten, so mag der
cleger dieselbe von Strasburg vor dem reiche dorumb beclagen oder wo yin das
allerfugelichest ist, da ym recht von yn widerf'aren mag. auch wollen wir, were es
sache, das die vorgenanten burgermeister, rate und bürgere gemeinlich der egenanten i»
stal zu Strasburg geladen weren oder wurden und sie dar nicht keinen und sich nicht
veiantwerten, das yn denn dieselbe ladunge gen uns und dem reiche keinen schaden
bringen sal in dheineweis. und gebieten dorumb dem obgenanten lantrichter und
den schöpfen desselben lantgerichtes zu Rotwil bey iren truwen ernstlich und vestechch
bey unsern und des reichs hulden, das sie die vorgenanten von Strasburg furbas in 15
ire lantgerichte nicht laden oder heyschen sullen von yemants wegen von was sachen
ouch das were. wer auch das sie bisher geladen oder gerechtet weren von yrem
lantgerichte, so sullen sie alle clage und acht, die wider die ofTtgenanten von Stras-
burg weren geschehen, zu haut on alle Widerrede abtun also, das yn suliche clage
urteil und acht keinen schaden brengen. und wo sie des nicht enteten und ungehor- ..„
s;iin weren unsern geboten, so musten wir unsere vorgenanten lantgerichte von yn
an suliche stette legen, da man unsern geboten dorumbe gehorsam were. mit urkund
dicz brieves versigelt mit unser kuniglichen majestat ingesigle. der geben ist zu
Nuremberg nach crists geburte dreyczenhundert jar dornach in dem eynundachczigistcin
jare am nehsten dinstag vor unser frawen tag der liechtmesse unserer reiche des 25
beheimschen in dem achczehendem und des romischen in dem funfften jaren.
[In verso] Wilhelmus Kortelangen. De mandato domini regis domino ducc
Teschinensi referente Conradiis cpis-
copus Lubicensis.
Str. St. A. AA. 3 nr. 14. or. mb. c. sig. pend. delaps. (schwarz u. gelbe Schnur.) 30
Ebenda AA. 65 Briefbuch A fol. 12.
liegest bei Pelzel Wenzel I, 102.
Erwälmt D. li. A. 11, 286.
9 Eberlin von Mülheim an Straßburg: berichtet über die bevorstehende Ver-
sö'hnung des Bischofs ton Mainz und des PfaJzgrafen Ruprecht, soirie über den 35
Besuch des Reichstages zu Nürnberg . Xiimberg [1381 Januar 29j'il],
Min dinest noch uwern willen bevor lieben herren. ich los uch wissen, das uf
den nehsten zistäg vor unser fröwen dag der liehtmes herzöge Rübreht und der
bischöf von Menze versünet werdent und ist der kunig und sin rat lange domit unibe
gangen und heil uns daz gesümet, daz wir uch nut enbüten kundent,wan der kunig und
1381
sin n'il wollen! weiter den beeren noch den steten kein ustriig Ken unczc daz der
vorgenante krieg rersfinel wart, and sinl au erst in die kaazeMge von awet siehe
wegen and och von des gemein leiden wegen, d;iz wir truwent, daz uns ein gut
einde wirt. wisenl öch, daz den herzogen von Sasen und herzöge Pridericfa von
.-> Peigern herte rede mittenander haut gehebel and ist der kunig und aler sin rftl donrite
beknnberi gewesen, duz sinnet uns. trisenl Ben, daz vil rremeder tele zu NArenberg
sint von disen goselsehefteri und haut die von Menze, von Wuruie.-c. von Spüre, von
Frankenfuri und och wir uns mitenander undei-rot und menent nail herzöge Ruprebl
danan zfl rarende, wisent, daz bi dem künige ist gewesen ßer herzogen von Peigern
in und der herzöge von Sasen und <\vv junge von Wirtenberg und der kardenol der
bischof von Misen, bischöf von Wirzeburg und der bischof von Bobenberg und Mi-
vil ander heren und von den awebisohen steten och boten und sflri nie, obe nun
den bischof von Misen und von Menze, von Naz&we mittenander vcrrihlen m&gen
waz wir furbaz enpfindent, daz wele wir uch selber sagen.
ir' Eberlin von Mülheim ritter.
Str. St. A. AA. 118. or. eh. I. cl.
Vgl. für die Datierung D. B. A. 1, nr. 172. Aussöhnung zwischen Bischof Adolf von
Spcier uiul Pfalzgraf Buprecht.
tu. König Wenzel stellt alle bisher von ihm aufgehobenen Rechte uml /■
so heilen der Stadt Straßburg wieder her. Nürnberg 1381 Ttmvmr 31.
Wir Wenczlaw von gotea gnaden romischer kunig zu allen Zeilen merer des reiehs
und kunig zu Beheim bekennen und tun kunt nfleniieh mit diesem hrievc allen den,
die yn scheut oder horent lesen, als wir zu andern Zeiten alle Freiheiten und gnaden
der stat zu Strasburg, die sie von uns und unsern vorfam an dem reiche römischen
n keysern und kunigen gehabt hat, widerruft und yr die genomen hatten durch des
willen, das sie Hart mann Roten von Basel, der in unserer und des reiehs acht ist,
olTonberlich hyelden, des hat sie uns demutielichen gebeten, das wir uns gen yr
geruchten gnedielich zu bedenken und yr yre freiheyt und gnade, die wir durch
derselben sachen willen widerruft! hatten, geruchten widergeben, des haben wir ange-
lt sehen yre fleissigc und redliche bete und auch stete getrewe und nuteze diensle. die
sie uns und dem reiche offte nuczlichen getan haben und noch tun sullen und mugen
in kunfl'tigen zeiten, und haben yr alle yre freiheit und gnaden mit gutem rate und
wolbedahtem mute und rechter wissen widergegeben und geben yr die wider von
kuniglicher mechte volkomenheit mit craffte diez brieves, das sie die haben und der
H gebrächen snlle glycherweyse, als sie die vormals von uns und des reiehs wegen
und andern unsern vorl'arn an dem reiche romischen keysern und kunigen von alders
her gehabt habe, und sulle auch dobey bleyben genczlichen vor allermeniclichen
ungehindert, mit Urkunde diez brieves versigelt mit unserer kuniglichen majeslat
ingesigele. der geben ist Nuremberg nach crists geburte dreyczenhundert jar dor-
iH nach in eynundachczigisteni jare am liebsten donerstag vor unser frawen tage der
6 1381
liechtmesse unserer reiche des beheimischen in dem achczehenden und des römischen
in dem funfften jaren.
[In verso] Wilhelmus Kortelangen. De mandato domini regis domino duce The-
schinensi referente Conradus episeopus
Lubicensis.
Str. St. A. AA. U. 3. nr. 15. or. mb. c. sig. pend.
Ebenda Briefbuch A. fol. 29 ».
Abdruck Als. dipl. II, S. 280, nach dem Brießuch A.
liegest D. B. A. S. 286 Not. 1
11. König Wenzel erneuert den von seinem Vater und ihm gemeinschaftlich am 10
5 Mai 1378 (ÜB. V.nr. 1319) errichteten Landfrieden am Oberrhein mil den namentlich
aufgezählten Reichsständen (darunter: Strassburg und der Bischof Friedrich von
Strassburg) bis zum 25 Dec. 1383 mit dem Vorbehalt des Widerrufs und zweimonatlicher
Sicherung desselben auch nach dem Widerruf. Nürnberg 1381 Januar Hl.
Str. St. A G. ü. P. lad. 45(46 nr. 70. or. mb. c. sig. pend. i6
Gedruckt : D. B. A. I, 285 nr. 165.
Begest: Koch Witte, Beg. d. Pfalzgr. 4372.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1337.
12. König Wenzel an Strassburg: heizzen euch, daz ir dy drey grozze, dy der
erwurdige Lambreht byschoff ze Bamberg ... uff dem Ryne zu Selse einnymet und "
uffhebet, dyselben grozze er dem edeln Wilhelm von Börne unsenn dyner und liben
getrewen eingeben hat, denselben Wilhelm lazzet ze Newenburg an dem zolle ein-
nemen und uffheben in allin den rechten, als er dy ze Selse ufgehaben hat und
eingenomen. geben ze Nuremberg unser reiche des behemischen in dem 1H und
des romischen in dem 5 jare. Nürnberg 1381 [Januar] Felrruar.]. »
Str. St. A. AA 107. or. eh.
l:J. König Wenzel erlaubt der Stadt Straßlmrg ihren ton Karl IV gestalteten
Rheinzoll bei Neuenburg nach Straßburg zu verlegen. Nürnberg 1381 Februar 2.
Wir Wentzlaw von gotes gnaden romischer kunig zu allen Zeiten merer des reiclis
und kunig zi'i Beheim bekennen und tön kunt offenlichen mit disem brieve allen den, so
die yn sehent oder horent lesen, das wir haben angesehen stete getrewe und ouch
nutze dienste, die uns und dem reiche die burgermeister rate und burger gemeinlichen
der stat zu Strasburg unser und des reichs lieben getrewen offte getan haben und
noch furbas tun sullen und mugen in kunfftigen czeiten, und haben yn dorumbe
genedielichen erlewbet und gegunet erlewben und gunnen yn mit craffte diez brieves,
das sie sullen und mugen den czoll, den yn ettwenn der allerdurchluchtigiste furste
und herre, herr Karl seliges gedechtnusses romischer keyser zu allen zeiten merer des
1
1381
reiches and kunig zu ISeheini, unser lieber herre um! rater, crlewbel hatte ufrzunciiicn
und uffezuheben zu Nuvemberg, als sie den noch uffheben, mugen legen bey die ital
zfi Strasburg und den da uffheben und nemen in aller der masse und nreyse, als die
brieve Inten, die sie von dein egenanlen unserni lieben herren und valer darüber
» haben, nutz an unsern wideruffen. mit arkund die/, brieves versigelt mit unserer
königlichen majestal ingesigele, der geben ist zu Nuremberg nach crists geburte
dreyczenhundeii jar dornaefa in dem ein und achezigisten jaro an unserer frawen tage
der liehlmesse Unserer reiche des heheimischen in dem achc/.eliendem und des römischen
in dem l'unll'ten jaren.
U Entnommen dem notariell. Vidimus des kain. Notars in Straßburg Johanne* von Eßlingen
nun Constanz vom 12. August 1413. Str. St. A. AA. 8 nr. 16. or. mb. e. sig. pend.
Ebenda AA. 06 Briefbuch A fol. 18.
Erwähnt B. B. A. I, 286, not. 1.
14. König Wenzel gebietet der Stadt Straßburg dem Reichsbunde für Papst
t5 Urban VI treu zu bleiben und dessen Erlasse gegen alle Anhänger des Gegenpapstes
öffentlich verlesen ZU lassen. Nürnberg 1381 Februar 4.
Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen Zeiten merei des
reiche und kunig zu Behebt) embieten dem amanmaister,* den burgermaislern, reten
und den bürgern gemeynlich zu Strasburg unsern und de/, reiches liehen getruwen
2o unser gnade und alles gut. liehen getruwen, wand wir nu langest mit des reiche und
andern crislenhchen f'ursten uberkomen sint genczlich, daz ein iglieher mensche unsern
heiigen vatter, pabst Urbanum den sehsten, vor aynen waren pabst halten sol, alz
er auch ist in der warheite, und iczunl Heimholt von Gemunde, der sich nennet ein
ol'licial zu Strasburg und auch etteliche ander böse leute in uwer slad den widerpal»!
25 von Avion viii' aynen pabsl haltend wider unser und des reiches Fürsten orclenunge,
darumbe sie aller pfeflicher ere und wirdikaite und aller irre pf'hrunden von dem
egenanten unserm heiligen vatter Urbano beraubt sint. darumb gebietend wir uch
pei unsern und des reiches hulden und manend euch der buntnisz und trewen, so
ir uns und dem heiigen reiche schuldig sint, da/, ir alle brief'e und gebot, di der
so vorgenante unser heiiger vatter pabst L'rbanus wider semlich ungläubige kclczer
geben hat odir noch gebunde wirt, und sunderlich, die er .lobanse von liebelnhehn
wider den egnanlen Reinbolden gehen hat, in uwer stad lassen! lesen und vorkunden
alz da/, notdorfftig und gewonlich ist, und nyeman darumbe bessern noch zu
rede stoeent. wann unser meininge nicht enist noch enwellent, da/, uwer freiheit
35 noch gebot domitte geletczel werde, sunder daz uwer stad von Beinlichen ketesern
gereinigel werde, lunl in dissen sachen also, daz wir ez alle/.it gnedilieli gein euch
bedenckent, unde alse ir unser und dez reiches swere Ungnade wellenl vormeiden.
geben zu Nornberg an dem neheslen mantage nach unser l'rauwcn tage lichtwie
q) Vorl. amamaister.
VI.
8 1381
unserr reiche dez bemisehen in «lern achtzenden und des römischen in dein Fünften
jaron.
Per dominum ducem Tescbingensem Conradus.
Str. St. A. AA 107. or. mb. lit. pat. c. sig. in v. impr.
Gedruckt: Als. dipl. II. X»79 (mit dem falschen Datum 1380 Februar 5.) Weizsäcker, b
B. B. A. I, 283 nr. 163.
15. König Wenzel beschwert sich, daß Straßhirg Johann ton Ochsenslein, den
Domprobst des Gegenpapstes, anerkenne, und gebietet ton diesem abzulassen zu
Gunsten des allein rechtmäßigen Domprobsles Hugo ton Rappollslein.
Nürnberg 1.381 Februar 4. ,0
Wir Wenczlaw von gotes gnaden empiten dem amanmaister," burgermaistern,
reten und burgern gemainlich zu Strasburg, unsern und des reiches lieben getreuwen
alles gud. lieben getreuwen, alz der cdele unser lieber andechtiger Hug von
Rapolczstein, tumprobst des Stiftes zu Strasburg nä lanst von dem capittel desselben
stiftes erweit und von dem erwerdigen in gotte vatter und herren dem eardinal von 15
Rafenn bestetigit ist und wir euch auch vormalz zwirrunt darumbe vorscriben habend
und ernstlich gemanid, daz ir den egnanten Hugen pei derselben tumprobstigenb und
iren zugehorungen schirmen, schuezen und hanthaben soltend: do habend wir vor-
nomen, daz in Johanns von Ohssenstein techan des vorgnanten stiftes irre und sume
an der vorgnanten tumprobstien und sie ym mit aigener gewalt furhabe und die 20
zinse und gulte und gerichte, di darezu gehörend, zu ym zihe und inneme in sine
gewalt, und hab doch dehain recht darezu, wanne alz er selber spricht, daz ym di
tumprobstie von dem widerpabst von Avion vorliehen sie, und daz hab er dicke und
vil vor euch in uwenn rate öffentlich sich bekant und gesprochen und spreche es
noch alletage ; darezu so habent ir erkant in uwern rate, daz der egnante techan schulle 25
pleiben pei allem dem, daz er in hendes had von der tumprobstien gütere, solange
wencz der vorgnante Hüg yms mit dem rechten angewynne, daz uns doch umbillich
nymp, daz ir daz pei euch gestaten : wann ir wol wissend, wi wir mitsampt den
kurfursten und andern cristenlichen dursten czu Ffranckfurt uberkomen sint, und ir
uns und dem reiche darvon vorbunden sint, und auch wie der egnante Hug erweit so
und bestetiget ist. darumbe so manend wir euch anderwerbe der selben gelubde und
buntnisze und gebietend euch pei unsern und dez reiches hulden, daz ir on alle
Widerrede und vorezog daz urteil, daz ir in derselben sachen also geben und gesprochen
habend, abelasend, und den egnanten Hugen vor aynen woren tumprobst nemend und
haltend zu gleicher weise sam wir, und ym alle nueze, zinse, gülte, velle, gerichte, 35
buchere und alles daz, daz czu der tumprobstien zu Straszburg geboret, nichts vorusz-
nomen, so verre daz under uwerm gepiet gelegen ist, ingebend und antwurtend und
auch schaffend, daz der egnanten techan und andere uwer purgere daz selbe auch
a) Vorl. amamaister.
b) Vorl. tumprostigen.
1381 |
tagend on alle Widerrede; woil aber derselbe tcchan dez nicht tun, so manend und
gebietend wir euch gleich, Bam davor geseriben stau, das ir alle «ine guten-, shasc
iiikI gulie,- die er in uwere gepieten had, ufcziehenl von des reich» wegen in nw<
gewall und sie mir/, an uns dem Bgnanten tecban noch Dieman von seinen wegen
b lesend wolgen. tunl hie/u, also ir unser und des reiches swor angenajl]de wellend vor-
I meiden. geben cm Nürnberg, an dem nettesten montage noch unser Brauwea tage
lichtwie unserr reiche dez bemischen in dem achtexenden, und des romischen in
dem fünften jaren.
Per dominum diieem Teschingensem Conradoi
Str. St. A. AA. 107 nr. 24. or. mb. lü. pat.
Gedr. 1). B. A. I, 284. u. Bapp. Urkb II nr. 190.
1(>. Lamprecht Bischof zu Bamberg ( — t374 Bisehof von Straßburg) an Stn
hurt;: iimh dv drev grozze, dy wir bisher gehabt und eingenomen haben uff dem
Heyne an dem e/.olle ze Selse und do wir unserm bruder Wilhelm von liürne geben
haben eiuxenemen und ufl'zehebendc (cgi. nr. M) und wenne ir uns von besunder
l'runtschal'l gegünnel habt, da/, der vorgenante unser bruder dy obgenanten drey
grozze an dem zolle ze Newembürg sol und mag ufheben und einnemen von onsern
wegen, als wir im dy vormals verschriben unb eingeben haben, so bekennen wir mit
disem offen bril'e, daz wir noch nymand von unsern wegen derselben drey grozze ze
Selse ffirbaz niht mer nffheben sullen noch enwoHen. und dez ze urkünd gehen
wir disen brifl versigelt mit unserm insigcl und geben ze Vorcheim nach crists geburt
1381 am mantag nach dem süntag Invocavit. Fort/iheim 1381 März 4.
Str. St. A. AA. 1406. or. mb. c. sig. impr. del.
17. Meister und Rat von Straßburg an ihre Boten zu Speier: senden Instruk-
tionen für die Verhandlungen zur Gründung des Rheinischen Slädlebimdes.1
>[l.i81 März 12.]
Wir Johans Zorn, dem man sprichcl Lappe, der meister und der rat von Stras-
burg embieten unsern erbern hotten, die ietzent von unsern wegen zu Spire sint. was
wir IruiilsehaH und gutes vermügent. lieben ('runde, alse ir hern Götzen von Grostein
30 zu uns gesendet liant von der verbüntnüsze wegen mit den nydern stetten und uns
zu machende, also hant wir demselben hern Götzen von Grostein unser meinunge
1 Vgl. sacldich hierzu Quidde, der rheinische Städtebund von 1381. (Westd. Ztschr. II, 327 Text
u. Anmk. 4.) wo ein von Weizsäcker, D. B. A. III, nr. 122 (Abdruck) ins Jahr 1400 Februar 21 gesetztes
Schreiben des Herzog l'rzemislaw an Strassburg für diese Zeit der Vorbereitung des rheinischen Städte-
bundes im Jahre 1381 in Anspruch genommen wird. Dasselbe lautet :
Von uns Przemislaen herezoge, Petir von Wartenberg und Conrad Kreyger, des rom. kunigs
ratgeber. — lieben frunt. wisset, das wir ewer gebeitet haben gestir zu Mencze den ganezen tag.
und wundert uns, das ir nicht zu uns konien seit, und bieten euch von unsers herren des römischen
kunigs wegen, das ir keyne newekeit machet und euch mit nymande vorbindet, wann unser herre
*0 der kunig meynet noch ewer rate zu bestellen, das ir fride und gemacht werdet haben. geben zu
Mcncz am snnabende noch Valent.ini. [1400 Februar 21]
10 1381
darumbe wol zu verstände gegeben, alse er üeli ouch das wo! gesagen kau. dez wir
truwent und kündent üeh da bi, das wir sideibar von der selben verbüntnusze wegen
zii rät worden sint und. uns ouch nutzlieh dunckel sin, das man zu den Stacken, die
wir hern Götzen von Grostein bevolhcn haut, überkome und in die verbüntnusze
briefe schribe, das man nach den drien jaren, alse die selbe verbüntnusze weren sol .,
und uzgande wirt, enander von der kryege wegen, die sich dazwischent erheben!,
nit me noch vürbaz beholffen sin sulle von derselben verbüntnusze wegen danne ein
.jar oder zum langesten zwei jare. und süllent ouch ir daran vestekliclien heben und
hüben untze uf das leste und nutze, daz ir sehent obe er dar an entstehen wolte. und
ist es danne, daz es dar an entslahen wil, so süllent ir es danne umbe daz selbe stücke «
abelsuzen und siillent es darumbe lüs/.en giil sin und süllent die seilte verbüntnusze
läszen dargün und sie uf'nemen zu glicher wise, alse ir und ouch darnach herr Götze
von Grostein von uns gescheiden sint. datum f'eria tertia proxima ante dominicam
Oculi.
Aufschrift: Unsern erbern bullen die ietzent von unsern wegen in Spire sinl. u
Str. St. A. G. ü. P. lad. 168. or. mb. lit. d.
18. Die Städte: Straßburg, Mainz, Worms, Speier, Frankfurt, Hagenau,
Weißenburg verbunden sich auf 3 Jahre ' . Speier 1381 März HO.
In gottes namen amen : wir die retde und die bürgere gemeinlichen der sielde
Mentze, Strasburg, Wormss, Spii-e, Franekentüit, Hagenowe und Wissenburg dunt *>
kunt allen den die diesen brief sehent und horent lesen, daz wir dem heiligen rom-
schen ryche zu eren und durch kunlliche notdurft, nutz, fryden und frommen des
landes unsere stetde und bürgere gemeinlichen uns zu samen hant gemachet und ver-
bunden mit den eyden, die wir daruinh getan haben, von dem dage, ab dirre brief]
geben ist, biz wyhnahten, die Qehste komment und von denselben wyhenahteii über 20
drü gantze jar, die dar nach aller nehste koment ane underlass mit sogetaner beschei-
denheit, iürworten und verbuntnissen, als hie nach geschriben stat, daz wir enander
getruwelichen geraten und beholffen sollen und wollen sin zu allen den criegen, die
wir in den vorgenanten ziiten gewinnen oder uns anefallent, von wem daz geschee
ane alle geverde. und ist beretd und über eine kommen, were ez daz deheine slat 30
under uns geschediget oder geleydiget wurde, in den vorgenanten ziiten von ieman,
wer der were, und daz der rat der selben stat oder daz merre teyl in dem selben
rate sich uff den eit erkentent, daz die geschediget vverent wider dem rehten, und
daz man yn unrehte dete, daz sol die selbe angegriffen stat den andern stetdcn ver-
kundigen und sie dar umbe ermanen, daz sie ire ufl die oder uff den die sie anegriffen 35
1 Vergl. Königshofen (Hegel 11, 836). Der rynesche bunt. Dis entsossent sich etliche stette am
Ryne und trfigent ane mit den von Strosburg, Ehenheim, Sletzstat, Hagenouwe, Wissenburg,
Spire, Wurmesze, Mentze, Frankenfurt und andern stetten, das sü sich zösamene verbundent, den vor-
genanten gesellscheften (St. Georg-, St. Wilhelm-, Panter-, Löwen-Gesellschaft) zu widerstonde. und
das hies der rynesche bunt. — Schlettstadt und Oberehenheim haben sich erst nachträglich angeschlossen
am 31 October.
1381 11
iiml geschediget hant beholffen -sin und sollenl dar nach zu Munt die selben gemaneten
stetde der »tat, die also geschediget und anegriffeo ist, befaobten sin anverzogenlichea
uIT den «'vi, das in der schade und der anegriff gekerel verde gtteher wise, als in
den andern slcllden der Bnegriff und der schade selbe (.'escheen wert', wer cz auch,
Kdaz ieman die von Hagenowe oder die von Wissenburg sunder oder sament in der
ziit diser verbuntnisse .schadiget oder anegritte oder sie leidigete, und daz sie in iren
beyden reten der selben zweyer Stetde und mit dem inerren teile in den selben reten
sich uff den eil erkentent, da? sie geschediget und anegriii'en waren wider dem rablen,
und daz man in unrehte dete, da/, sollent sie milenander den andern stetilen verkun-
10 digen und sie dar umbe ermanen, daz sie in uir die oder den, die sie anegrifTen und
n geschediget haut, beholffen sin. und sollent darnach zusamt dieselben gemaneten stetde
in also beholffen sin unverzogenlichen uff den eil, daz in der schade und i\cv Bnegriff
gekerel werde gücherwise, als rorgeschriben stet ane alle geverde. were oaen daz
ieman der vorgenanlen stetde deheinre schaden dete in der vorgenanlen ziit dirre
15 verbüntnisse, den sol man in den vorgenanten stehlen keinen veilen koulT gaben, und
queme auch einer oder nie in der vorgenanlen stetde dehein, der ein der vorjte-
nanlen stetde sdiedigete und anagriffen hetde, den sol die stat anegrifTen, da er in
kuinmet in alle die wise, als ir der schade oder anegriff selbe gescheen were dar
nach, so ez ir verkündet wirt von der stat, die geschediget und anegrifTen ist an«
m alle geverde. geschee auch, daz ieman er si herre, ritter oder kneht oder wer er ist,
der der vorgenanten stetde einer schaden dete in den vorjienanten ziiten und vmc
vciholscheltel wurde von der stat, die er geschediget und anegrifTen hetde, daz er
daz wider dete, wider dete er danne nit unverzogenlichen, uf den und uf die sol man
behulffen sin als vor und her nach geschriben stat. doch so mag iegliche der andern
25 stetde, wanne sie ermant wirt, ire ere gegen dem oder den, die die stat geschedigel
haut, bewaren mit widersagen, und wer dieselben anegriffe enthaltet hnaet oder hofet
oder yn retel oder helfet mit Worten oder mit werken, uf den und uf die sollent
wir die vorgenanten stetde beholfen sin uf den eil in alle die wise, als uf den, der
den schaden getan hetde und uf alle die, so die stat erkennet, der der schade gescheen
ho ist, zu den sie rehl haben ane alle geverde- wanne auch eine stad der vorgonanten
Isteide die andern wirt manen, daz sie ir zu helfen kommen als vorgeschritten stet,
der zu sollenl lihen und senden die von Meintze 100 gleven, die von Strasburg 100
gleven, die von Wormsse 05 gleven, die von Spire 05 gleven, die von Frankenf'urd
05 gleven, die von Hagenowe 10 gleven und die von Wissenburg 8 gleven wol erzu-
Igeter lute mit plerden, harnesch, hüben und beingewanden. und mogent auch die von
Meintze, die von Wormsse, die von Spire und die von Frankenfurd ie zu 20 gleven
10 einspennige gewapent geben und senden für 5 gleven, ob sie wollent nach marg-
zal inynrc oder nie: ouch sollent die von Strasburg ie 20 uleven, iegliche gleve mit
3 pherden haben für 2b gleven nach margzal, als sie danne gemanet werdent, doch
also daz iegbehe gleve einen gewafTeten kneht oder einen mit einem armbroste haben
sollenl. des selben glichen mogent die andern stetde auch haben, ob sie wollent.
auch mogent die von Strasburg, ob sie wollent, ie zwene einspennige gewafTent geben
l'ur eine j;leven in der forme und inasse. als die von Meintze und die andern stetde
12 1381
dünt ane alle geverde. were auch daz eine stat die andern stetde manete umb Ire
dienere, die stat, die also gemanet hat, die sol ire summe der gleven, dar umbe sie
danne die andern stetde gemanet hat, dry tage fachin haben für dem ziile, als sie
die andern stetde gemanet hat, ane alle geverde. ez mag auch ein iegliche der vor-
genanten stetde ob sie wil manen die andern stetde umb ire dienere lutzel oder vil &
gleven untz an die summe der gleven als vorgeschriben stet, ez ist auch betet, daz
man itzunt zu stunt haben sol und degelichen han 104 gleven. dar zu sollent geben
die von Meintze 25 gleven, die von Strasburg 25 gleven, die von Wormsse 16 gleven,
die von Spire 16 gleven, die von Frankenfurd 16 gleven, die von Hagenowe 4 gleven
und die von Wissenburg 2 gleven nach der masse als da vorgeschriben stat. und i»
wer ez auch, daz von deheinre stat l'urbas gemanet wurde untz an die grosse summe
über die 104 gleven oder umbe mynre, welche danne also ermanet werdent, die
sollent danne ir volk haben in 14 dagen nach der manunge an den stetden, da sie
danne hin gemanet werdent ane alle geverde. und waz gleven der stat nach ire
manung also gesendet wirt, da wirt die stat die also gemanet hat ieglieher gleven 15
für abegang, kosten und schaden geben zu dem tage und zu der nacht ein firteil eins
guldin, von dem dage, so sie ussritent ane zu zelen untz uf die zit, biz sie wider
heim komment ane alle geverde. mohte aber der vorgenanten stetde etzliche, so sie
gemanet wurdent, der vorgenanten zal der gleven aldar nit geschicken von ehaftigen
sachen, so sol und mag die stat, die also ermanet wurde, die gleven gewinnen uf 20
iren kosten dort bi der stat, die die manunge getan hat. oder aber die selbe stat, die die
manunge hat getan, mag sie bi in gewinnen uf der stetde kosten, die also gemant
wurde, in alsolicher bescheidenheit, als ob ez sie selbe ane ginge ane geverde glicher
wise als sie, die hetdent dar geschicket, und den selben kosten mit namen den soll
sol die gemante stat gelten und geben bi dem eide in dem nehsten mande dar nach, 25
so daz an sie von der stat, die den solt dar geben und geluhen hat, gefordert wirt
ane geverde. weliche stat auch also uf die andern, die sie gemant hat, gleven gewunne,
die sol sie gewinnen einen manet und wer ez, daz man ir darnach me bedürfte, so
sollent sie ie einen mand dienen umb daz selbe gelt, als lange man ir danne bedarff.
wer ez auch daz deheine stat beduhte, daz ez notdürftig were, daz man me Volkes so
bedurffte, wanne der grosse summe, als da vorgeschriben stat, die mag die andern
stetde verbotscheften und in dage dar umbe machen, und wez die stetde danne ein-
helleclichen uberkoment, daz sol man forderlichen dön und ane verzug ane alle
geverde. wer ez auch, daz eine stat der vorgenanten stetde not ane ginge und die
andern stetde manete umbe eine zal gleven über die halbe summe der grossen summe 35
gleven und ire die gleven geschicket wurdent und dar nach der andern gemaneten
stete eine oder me not ane ginge, daz sie der gleven auch bedurften und daz die
stat, die zum ersten gemanet hat, liessen wissen und in kunt dete uf iren eit, so sol
die stat, die zum ersten gemanet hat, daz teil der gleven, die ir geschicket sint, über
daz halbeteil der grossen summe der stat oder steden zu hulffe schicken ane alle m
hindernisse und mogent die stat oder stedte, die also not ane get, die andern stetde
umb die ubergen summe gleven, die sie der stat, die zum ersten gemanet hat, nit
gesant hant, manen und sollent sie in auch die gleven ane furzug schicken, und
1381 AS
eliche etat der dienere bedorff und die andern stetde and) Ire dienere m mannt, die
tat sol den seihen dienern allen einen houbtinan geben, dem die dienere auch sollen!
gehorsam und gefolgel sin zu rtten, ane 16 griffen und m lande niiiemniiifliilnii,
waz sie der hnuhlman heisset ane alle geverde. auch ist beret. da/. deheine «tat
i' unsere der vorgeiianlen stete uf die andern spiee noch keinrelei andern rat BOOi
hülfe geben noch dun sol noch uf die andern dienen sol in deheine wise ane alle
geverde. und were ez, daz ieman der vorgenanten stetde deheine schedigete oder spise,
hülfe «»der andern ral wolle schicken den, die uf sie sogeten oder sie Bchedigen wol-
len, daz sollent die andern stetde weren und wenden uf den eit, als ferre sie konnent
"oder mogent ane geverde und sollen! auch die anegrill'en ir lip und ir gut, die den
Ktetden schaden getan betden oder sie Bchedigen wolten. were ez auch, daz deheine
lal under uns in die andern der vorgenanten stetde eine oder me riteh wolten, ire
iende darosa zu Bchedigen, daz sol man ir wol gönnen and ir auch dar zu geraten
und beholffen sin ane alle geverde. waz erieges auch in der vorgenanten zit uf
u erstünde, die wile dise verbuntnisse weret und von einer der vorgenanten stetde
angefangen oder begriffen wurde, der stet sol man beholfen sin, als lange untz hiz
der krieg versunet wurt. und sol sich auch keine stat ane die andern stetde friden
noch sünen in deheine wise ane der andern stetde willen, die in diesem bünde sint
ane alle geverde. wen; auch, daz deheine stat der vorgenanten stetde deheinen: herren
'■ ler iemant anders dienen wolle, waz der stat in dem dinste oder von des dinstes
wegen geschee, dar zu sollent die andern stetde nit beholffen sin, sie tun ez dan
gerne ane alle geverde. man sol auch deheinen herren oder stat in diese verbuntnisse
entphawen, die vorgenanten stetde sint ez danne einhellcclichen über ein komen und
gel ru wen, daz ez nutze und gut si. were aber, daz deheine furste, herre oder stat
• oder wer der were in diesen bunt queme, dem oder den sol man beraten und beholffen
sin zii glicher wise als uns den vorgenanten stetden und in der masse, als da vor-
geschoben stat. und daz wir auch deste fritlichen mit ein gesin mögen, so han wir
ubirkomen daz deheine stat under uns den vorgenanten stetden noch dehein burger
oder busgerin dirre vorgenanten stetde deheine stat noch burger oder burgerin under
30 uns anogriffen sol, noch bekümmern ane gerillte, wanne hat ieman under uns den
vorgenanten stetden burger oder burgerin mit dem andern iht zu schaffen oder sie
ane zu sprechen in welichen weg daz were. daz sollent sie tun mit gerihte. geschee
auch deheine anegriffe under uns den vorgenanten stetden ane gerihte, den sol die
stat, der burger oder burgerin den angriff getan haut, soliche halten, daz sie wider
■ dünt, daz sie ane gerihte getan haut ane geverde. und wir die vorgenanten stetde
han auch alle mit enander uz genummen den aller durchluhtigesten fursten und'herren
herren Wentzelauwe romsehen künig zii allen ziiten nierer dez heiligen romschen
riehes und kfinig zu Heheini unsern lieben gnedigen herren und daz heilige romsche
rieh, so nemen wir die von Meintze, die von Wonnase und die von Spire uss die
111 verbuntnisse. die wir von alter und ein hiz her gehabet hau: so nemen wir die von
IMcnlze sonderlichen uz unsern herren den künig von Heheim und die crone von
Reheim, den bischoff und daz eapitel von Meintze dez meren stifftes : so nemen wir
die von Strasburg uz den hochgebornen fursten hern Wentzelauw von Geheim, hertzoge
U 1381
zu l'rafant und zu Lutzeinburg und dar zu den erwnrdigen herren den bischoff von
Strasburg, der itzunt ist oder her nach wirt, dar zu den gemeinen lantfriden in Elsaz
und die besage, die wir han mit den herren von Bitsche und mit juncherre Heinrich
von Krenckingen ; so nemen wir die von Wormsse uz den erwurdigen herren unsern
herren den bischof von Wormsse ; so nemen wir die von Spire uss daz bisthum, nach
dem als die begriffen sint oder als die brife besagent, die dar über gemachet sint
ane alle geverde. diese vorgeschriben verbuntnisse globen wir uff die eyde, die wir
in ieglicher der vorgenanten stetde dar umbe gesworn und getan habend, getruwe-
lichen stete und veste zu halten, und wan ein rat ussget in den vorgenanten stetden,
daz ieder alte rat dem nüwen rate in den eit sol geben diese verbuntnisse und diesen
brief stete und veste zu haltenne untz zu der vorgenanten ziit und in aller der wise
als da vorgeschriben stet ane alle geverde. aller dirre vorgeschriben dinge zu einem
warem Urkunde, daz sie von uns den vorgenanten stetden stete und veste gehalten
werden, so han wir unsere stetde ingesigel an diesen brief gehangen. geben zu
Spire, da man zalte von Cristus geburte drutzehenhundert und eins und ahtzig jar an
der mittewochen vor unser frauwen clibeltag den man nennet annunciacio in der
fasten.
Hagenau St. A. E.E. 29. or. mb. lit. pat. c. 7 sig. pend. (hiernach gedruckt.)
Str. St. A. G. ü. P. lad. 44/45. or. mb. lit. pat. c. 7 sig. pend. part. mutil.
Ebenda lad. 48/49 » fasc. 2. zwei cop. chart. coaev., deren eine unvollständig ist.
Gedruckt : Lehmann, Chronic. Spir. pg. 743.
Vischer. liegest II nr. 156. — Erwähnt : D. R. A. II 274, Anmerk. 1.
Vergl. Hegel. (Königshof cn) II, 836. — Lünig R. A. XIII part. sp. cont. IV., 1, 30.
Gedr Boos, Urkb. v. Worms II nr. 787 nach dem Orig. in Speyer.
Erwähnt Schaab, Gesch. d. rh. Städtebundes II, S. 266 nr. 202.
Regest : Scriba, Hessische Regest, nr. 3316.
Vgl. Quidde. Westd. Ztschr. II, 370 ff. die ersten Entwürfe zu diesem Städtebündmss
19- Die Städte des Rheinischen Bundes (damals Straßbur g, Mainz, Worms,
Speier, Frankfurt, Hagenau, Weißenburg) verabreden die Anerkennung Papst Ur-
bans VI. [Speier 1.381 nach März 20.] H>
Weizsäcker, D. R. A. III, 274 not. 1. nach einer Notiz : Wencker, Excerpta II, 535 lj.
20. Die Städte Mainz, Straßburg, Worms u. a. verpflichten sich zur gegen-
seitigen Hülfeleistung auch gegen die in ihrem Bunde vom 20. März Aus genommen •<: % ,
falls von diesen eine der Städte angegriffen würde. Speier 13S1 März 21.
Wir die rete und burger gemeinliche der slette Mentze, Strazburg, Worms, Spire, < ■
Franckenfurt, Hagenowe und Wiszemburg erkennen und tünt kunt offenlichen mit
disem briefe also: als wir uns dem heiligen riche zu eren, dem lande und uns zu
nutze und zu frommen verbunden und eynmüdig wurden sin nach der briefe sage,
die wir enander dar über under unsrer stette ingesigeln versigelt gegeben haut, in
demselben verbünde und einmütekeit unser ieglicher der vorgenanten stette besun-
der uzgenomen hant nach lute und uzwisunge der vorgenanten briefe, des versprechent
1381 ir,
wir uns in disem briete und globenl in guten truwcn und bi den eiden, die wir in
dem rorgenanten verbünde enander getan hant : also were es stäche, daz der ir eyner
oder me, die wir in Hein vorgenanten verbünde und einmulikeil uzgcnomen hant, wider
unsrer der vorgenanten stette denbeine, die sie uszgcnomen hant, detent oder mit uns
kriegende oder zweiende wurden, in «reihen weg daz were, und der rat oder rete
oder daz merreleil under in, die die selben also kriegelenl oder schadigetent, erkantenl
uff iren eyt, daz in von dein oder den. die sie ufgenomen hallt, unrecht geschehe, BÖ
mögen! sie die anderen stelle inanen, und sollen t danne wir die anderen stette wider
die selben enander getruweliehen geraten und beholfl'en sin in aller <\rv maszen, alse
10 der oder die in dein verbände nit uzgenonien weren und nach des vorgenanten Ver-
bundes houptbriefes sage, die dar über von uns gegeben und besigell sint. were es
oiieli das ienian wer der were uns die vorgenanlen stelle sainentlichen und besunder
von diseni vorgenanten verbünde; enlrennen oder dar an nötigen wolte, in weihen
weg daz were, so sollen und wellen wir dar wider enander getruweliehen uff den eit
i geraten und bebollVen sin ;ine alle gewerde, des zu warem Urkunde und vester stete-
keil hant wir die vorgenanten stette unsere stette ingcsigele an disen brief tun bencken.
geben zu Spire do man zalte nach Cristus gebürte drützehenhundert und eins und
abi/.ig jare an dem dunrestdage vor unsren frowen clibeltage den man nennet an-
nunciatio in der rasten.
Str. St. Ä. G. ü. P. lad. 48/49 a. fasc. 2. 2 cop. chart. coaev., deren eine auf der Rück-
seite der Copie der llaupturkunde steht, wahrend die andere einen besondern Streifen.
Papier einnimmt.
Ebenda, conc. mb. mit Siegelbandschnittcn, toegen Schreibfehler nicht vollzogen.
Ebenda, lad. 44/45. conc. chart.
Gedr. Boos, Wormser Urkb. II, nr. 788.
Gedr. Quiddc, Westd. Ztschr. II, 371 nrfS nach einem Concept des Frankf. Stadt-Arch.
21. Der Kardinal Pileus [von Ravenna] gestattet mit päpstlicher Autorität die
Abhaltung jährlicher Collecten zu Gunsten des Straßburger Münsterbaus.
Frankfurt 1381 April 26.
p Pelius miseracione divina tit. s. Praxedis presbyter cardinalis ad infrascripta
apostolica auetoritate suffultti dilectis nobis in Christo perpetuis provisoribus fabrice
eeelesie Arg. salulem in domino. devocionis vestre sinceritas promeretur, ut votis
vestris quanluin commode possumus favorabiliter annuamus. auetoritate apostolica qua
fungimur, ut quolibet anno infra f'estum beati Jacob) apostoli et crastinum commemo- •'"'
35 racionis animarum et per totam qüadragesimam et quindenam ipsam quadragesimam
sequentem quibus asseritur de antiqua consuetudine ad petendum elimosinas pro
fabrica diele eeelesie Arg. ad singulas eeelesias civitatis et dyecesis Arg. eartule mitti
solenl et einporii in eisdein eeelesiis dictis teinporibus durantibus quocumque
tempore interdicto exeomunicatis tarnen et interdictis et hiis qui oecasionem inter-
« diclo dederiiil exclusis divina ibidem celebrari possint, vobis tenore presencium indul-
gennis. iiulli ergo oinnino hoinini liceat baue paginam noslri indulti infringere vel ei
ausu leinerann ci.nl raire. si quis autem hoc atteniptare presumpserit. indignacionem
VI. 3
16 1381
omnipotentis dei et bealorum Petri et Pauli apostolorum ejus se noverit incursurum.
datum Franckenfordie Maguntinensis dyocesis (i kfd. maji pontificatus sanctissimi in
Christo patris et domini nostri Urbani divina providencia pape VI anno tercio.
Str. St. Frauenhaus-Arch. Donationsh. II, 214.
22. Pyleus tit. s. Praxedis presbyter cardinalis, cupiens ecelesiam Arg. per sub- »
vencionem Christi fidelium reparari et sustentari, Omnibus vere penitentibus et eonfessis,
qui predictam ecelesiam in festivitatibus domini Jesu Christi videlicet nativitatis, cir-
cumcisionis, epiphanie, resurreccionis, ascensionis, penthecostes, triiritatis et corporis
Christi ac singulis festivitatibus beate Marie virginis, sanctorum apostolorum ae quatuor
doctorum necnon in festo et die dedicacionis ipsius ecclesie visitaverint et ad fabri- »o
cam ecclesie manus porrexerint adjustrices, unum annum de injunctis eis
penitenciis relaxat. datum Frankefordie Maguntinensis dyocesis G kal. maji
pontificatus Urbani pape VI anno 3. Frankfurt 1381 April 26.
Str. Frauenhaus-Arch. Donationsbuch II, 214.
23. König Wenzel macht der Stadt Straßburg Mitteilung von der vollzogenen ^
Heirat seiner Schicesler Margaretha mit dem Schwestersohn des Burggrafen von
Nürnberg. Prag 1381 Mai 2r>.
Fideles dilecti, nuptias inter illustres Johannem primogenitum illustris burggra-
vii Nurembergensis sororium et Margaretham sororem nostram carissimos celebratas
fidelitati vestre per latorem presentium pro singulari gaudio duximus nuntiandas. ->o
datum Präge die sancti Urbani regnorum nostrorum boem. anno decimo octavo
roman. vero quinto.
Str. St. A. AA. 114 nr. 1. or. eh. I. cl. mit Adresse, Ueberschrift und Kanzleivermerk.
24. Der Erzbischof von Cöln an Strassburg : bittet bei dem Herzog Leopold von
Oesterreich dahin zu wirken, dass er die nach Rom bestimmten Boten des Erzbischofs
von Trier, welche er «dem widercardinale von Ageifolien der zu Friburg ligel zu
lieve» gefangen habe, frei lasse. datum Colonie die martis 1 mensis junii.
Köln [1381] Juni 4.
Str. St. A. AA. 109. or. eh. lit. cl.
25. Slraßburg an den Erzbischof von Trier C'uno von Falhenstein wegen der 30
Gefangenschaft seiner nach Rom bestimmten Bolen. [1381 Juni 14.]
Dem erwirdigen in got vatter und herren Cünen von gotz gnaden ertzbischof
zu Triere embieten wir Johans Schilt der meister und der rat von Strazburg unsern
willigen dienst, gnediger herre, alse uns mit uwerm briefe embotten hant, daz
uwere erbern pfaffen und botschaft gehindert und ufgehalten sient in dez hocherbor- «
1381 17
nen fürsten hertzog Lüpoltz von östcrrich sloszen und landen und mit Darum
meister Rölman von Köbelentz, Heu Graf Otte von Thierstein tetzent gefangen haben
sülle, also kundent wir uwern gnoden, was (ich oder den uwern von iemanne zA wider-
triesze widerfert, das uns daz in gantzen truwen leil ist. aber die vorgerianten berren, der
> hertzog von österlich und grafe Otte von Thierstein and ire Bachen sinl uns un-
kundig und wiszeni wir oncli timbe ire sachen nh und hanl onch wir damit nil zu
tönde. bo oa.nl auch wir mit in init/.ii zii schattende und sinl uns ouch ire sachen
frömede, wände sie grosze herren sinl und daz wir darumbe von disen sachen
mitzii an sie gewerben kunnent und es ouch anverfenglicb were und wir nutzit
it mit in zö tönde hant und bitten! wir awere gnäde, daz ir dis ouch also von uns
gnedigkliche ufnemen wellent, also wir ouch uwern gnaden duz sonderlichen wo! ge-
truwenl durch iemer unsers dienstes willen. datuni feria sexta proxima ante
»iem sanetortun Vi ti et Modesti.
St. St. A. AA. 118. or. mb. lit. cl.
2(i. Die Stadt Pfedersheim tritt mit Einwilligang ihres Herrn. Philipp, Herrn zu Fal-
kenstein und Münzenberg, dem Bunde der rheinischen Städte Mainz. Strassburg
u. s. w. bei und verpflichtet sich zu der grossen Summe Glefen mit 3 Glefen, zu
der kleinen mit 1 Glcfe zu dienen. geben zu Spiro 1381 uf sant Yitzdage.
Speier 1381 Juni 15.
!0 Speier, Stadt. Arch. or. mb.
Gedr. Boos, Wormscr Urkb. II nr. 792. — Schaab, Xh. Städtebd. II, 267.
liegest Vischer, nr. 158. Scriba, nr. 3318.
27. Die rheinischen Städte schliessen auf 3 Jahre ein Bündnis mit den
schwäbischen Städten. Sjteier 13S1 Juni 17.
Wir die rele und bürgere gemeinliehen der sletde Meintze. Straszburg, Worms,
25 Spir, Franckenfart, Hagenowe, Wiszenburg und Phedersheim erkennen offenlichen
und dunt knnt mit disem briete allen den. die in scheut oder borenl lesen, daz wir
uns dem heiligen romschen riebe zu eren, uns und dem lande zu nutze und zu Ironien
verbunden hau und eynmutig wurden sin mit den ersamen, wisen luten disen hienaoh
geschriben des heiligen romschen richs sletden mit namen Augstburg, Ohne, Costentz,
m Eszlingen, Rutelingen, Rotwile, Wyle, Überlingen, Memyngen, Biberach, Rafensburg,
Lindowe, Sanct Gallen, Phullendorff, Kempten, Kouffburen, Lutkirch, Vsnv. Wangen.
Buchorn, Gemünde, Halle, Heilpronne, Wimphen, Winsberg, Nbrdelingen, Dinckelsbohel,
Rotenburg tfff der Duber, Giengen. Bopphingen, Älün, Wilo in Durgowe und Buchowe
von hüte disem dage als dirre brieff geben ist biz wibnahlen die nebst koment und
|* von denselben wihnahten über dru gantze jar. die darnach aller nehslc koinende sint,
in getruwelichen geraten und beholffen ZÖ sin in der forme und masze. als hernach
geschriben stat mit namen. also wer cz sache, daz sie samentlichen oder besunder
oder die iren von ieinan wer der were in dirre zyt dis blindes gcM-hediget oder an-
griffen wurden, in welchen weg daz were. oder mit mahl uff sie ziehen wollen und
18 1381
die stat oder stetde, die also geschediget oder angriffen weren oder uff die also geso-
gen weren, in iren reten oder mit dem meren teile in denselben iren steten uff den
eyt erkentent, daz in unrelit geseheen were oder geschee und daz die vorgenanten
stetde samentliehen mit yn oder mit dem meren teile under in uns duz verkundigeten
und ermanetent umb hilf«- gein Spir in den rat, so sollen wir in getruwelichen geraten
und beholffen sin mit hunderl gleven wol erzugeter lote ane gewerde, die poch naeli
ire verkundigunge in den liebsten virtzehen tagen von huse usz ritden sollen und
oueb furderliehen vollenritden sollen an die stat, die sie uns dann benennent und
verkundent ane alle geverde. ez were dann, daz sie uns umb mynre gleven maneten,
die sollen wir in ouch senden in derselben forme, doch also daz sie ire gleven dry 10
tage furhin haben an der stat. da hin sie uns gemant haut, und sollen in mit densel-
ben unsern gleven getruwelichen geraten und beholffen sin wider aller menglich, die
sie also angriffen und geschediget hetden, als vorgeschriben steet und die in denselben
angriffen darzu geraten und beholffen hetden oder weren als lange biz in der schade
und angriff abgeleiget und gekeret wirf, und sollen wir diz dun uff unser eigen kost u
schaden und verlost als dicke des not geschiht ane alle geverde, also daz sie doch
denselben unsern gleven in iren stetden, so in dar ynne geburet zu ligen, herberge
und stallunge geben sollen also, daz sie iren eigen kosten darynne haben und oueb
bestellen, daz sie in iren stetden redelichen veilen kouff vinden umb iren phenning
ane geverde, und ouch aber also, wann wir von den vorgenanten stedten ermanet 20
werden in zu helffen, als vorgeschriben steet, daz wir uns dann gegen denselben,
wider die wir den stetden helffen sollen, mit widersagen beworen mögen, wer ez
aber sache, daz ieman sie oder die iren angriffe und beschedigete by uns oder
umb uns, ez wem kouffleute, kouffmanschatz oder in welch andere wise daz
were, so sollen wir zu stunt, so wir des ynnen und gewar' werden, darzu ernstlichen «
griffen und dun samentliehen oder besunder, daz daz widertan und gekeret werde
glicherwise, als uns daz selber widerfarn und bescheen were ane alle geverde. were
ez ouch daz ieman sie samentliehen oder besunder oder die iren angriffe oder uff sie
ziehen oder dienen wolte oder hilfe. spise oder andern rat darzu dete oder gebe oder
sie husete, hüte oder hofete, die by uns oder umb uns geseszen weren, daz wir den m
oder dieselben darumb ouch angriffen oder beschedigen sollen an übe und an gute, so
balde wir des ynnen und gewar werden, ez sy uns von den egenanten stetden
samentliehen oder besunder verkündet oder nit, ouch zu glicher wise. als uns daz selbe
widerfarn und bescheen were ane gewerde, were ez ouch sach, daz die vorgenanten
stetde beduhte, daz ez in notdürftig were. daz sie nie Volkes und hulffe von uns u
bedorfften dann der summe als vorgeschriben sleet, daz mögen sie uns in den rat
gein Spir verkundigen und uns darumb dage bescheiden an eine stat, die sie getruwen,
die uns aller gelegenlichste sy und uff einen bequemelichen dag, den wir erreichen
und erlangen mögen, uff denselben dag wir ouch unsere frunde mehteclichen schicken
und senden sollen zu in, und waz dann sie und wir einbelliclichen überkommen mit *o
hilfe furbasz darzu zu dunde, daz sollen wir ane verzog und sonderlichen dun ane
alle gewerde, ouch ensollen wir noch keiner der unsern nieman, der die vorgenanten
stetde oder die iren geschediget hetde oder angriffe, keinerlei veilen kouff. spise. gezug.
138i 19
li;i t iFi-sch mich keincrley andern iüI geben QOCh dun In dcheine wise ane alle geverde.
were ez euch, das wir von den vorgeturnten stetden gemanet wurden in unser
gleven zu bilffe zu schicken, als vorgeschriben Bteet, und in die gesendet beteten, als
oueli vorgeschriben Bteet, und da/, dann derselben stetde eine oder me not anginge,
wie dann die seiden slelde sanieiilliclien oder nul dem tneren teile erkenlent. da/, e/
notdürftig were einer stal zu bilffe zu komen oder mer stetden zu zu teilen, de»
sollen unsere gleven und volg gehorsam sin. und welcher slat oder stetden onset
volg also geschicket oder zu geteilel werden, die sollen dem teile einen houhhman
geben, da/, in zu geschickel ist und dem oueh daz selbe teil gehorsam sol sin anzu-
griffen und zu schedigen an alle geverde. und wann ouch wir umh bilffe von vn den
vorgeturnten stetden ermattet worden, ec da/, wir sie umh hulll'e ermanel hetden. -.,
sollen wir in doch mit unsere liulffe oh uns darnach wol not anginge zu helle
komen, als vorgeschrieben steet, also daz die erste manunge mit namen für
solle, und were ez, daz sie mit demselben unserm volke und gleven, so wir in. die
also geschickel beiden, iht slosze. vesten oder stelde oder gefangen gewinnen, mit
denselben sloszen und gefangen mögen die vorgenanten stetde wol leben und dun,
wie sie wollen und daz ander sich deilen nach margzal, als dann iegeliche stat ander
in darumb uff dem velde gewesen ist ane alle unsere und der unsern Widerrede und
bindernisze. doch so sollent sie Vorsorgen, so sie beste mögen ane geverde, daz uns
m oiler den unsern von der vorgenanten slosz gevangen oder name wegen dheine schade;
Inoch vientschafft darnach idferstande. und were ei ouch daz der vorgenanlen stetde
eine oder me oder die iren ihre viende usz und in unsere slelde samentlichen oder
besonder schedigen suchen oder angriffen weiten, des sollen wir in wol gönnen und
in darzu geraten und beholffen sin und sollen in ouch zu allen iren noten disz bondes
alle unsere slosz uffen sin, sich darin und darusz zu beholffen ane alle geverde. were
ez ouch, da/, die vorgenanten stetde oder die iren dheinen herren oder ieman anders
dieneten, die zu disem bände nit geborten, waz in von des dienst wegen geschee
oiler anginge, darzu sollen wir in nit beholffen sin, wir dun ez dann gerne, doch
also, daz dieselben stetde noch die iren nieman dienen, daz wider disen bunt Bj
ane alle geverde. ouch ensollen wir uns mit nieman uinb dheine sache, die sich von
dis Verbundes wegen verlouffen beide oder bescheen were. I'rvden noch sunen in dheine
wise ane der vorgenanten stetde willen und wis/.en ane gewerde, ouch enwil man
nieman in disen bunt entpbah" i. die vorgenanlen stetde und wir sin ez dann für
einhelleeklichen uberkomen. waz crieg ouch in dirre zyt dis Verbundes und von disz
Verbundes wegen ullerstendc und von einer der vorgenanten stetde oder me ange-
fangen were. dar/u sollen wir in beholffen sin, als vorgeschriben steet und nach disz
Verbundes uszgange ein jar. daz nehsle glicherwise. als in disem verbünde ane alle
gewerde, und wir die vorgenanten stetde nemen usz alle mitenander in diser verbünde
den aller durhluhtigesten forsten und bern, hern W'entzlaw romschen kunig zu allen
zylen merer des heiligen ronischen riches und kunig zu Beheim unsern gnedigen
herren und da/, heilige ronische rieh, darzu so nemen wir die von Meintze. die von
Wormsz und die von Spir usz die verbuntnisze. die wir von alter underein bizher
gehabel haut, darzu so nemen wir die von Meintze sonderlichen usz unsern herren
20 1381
den kunig von Beheim und die crone von Beheim, den bisschofT und daz cappittel von
Meintze des merren stifTtes. darzu so nemen wir die von Straszburg usz den
hochgebornen fursten hern Wentzlaw zu Beheim, hertzoge zu Brafant und zu Lutzein*
bürg und darzu den erwurdigen herren den bisschofT von Straszburg, der ietzunl ist
oder hernoch wirt, darczu den gemeynen lantfryden in Elsasz und ob der furbasz erstrecket 5
und erlengert wirt und die ursage, die wir ban mit den herren von Bitsche und mit
jungherrn Heinrich von Krenckingen. so nemen wir die von Worms usz unsern herren
den bisschofl' von Worrasz. so nemen wir die von Spir usz daz bistum zu Spir an
eins bisschoffs stat biz uff die zyt biz daz wir einen bischoff gewinnen, den wir für
einen bisschofT han ane gewerde, item so nemen wir die von Franckenfuri usz den 10
abbet von Volde und sine stifft, den lantfout in der Wetreibe, der ietzunl ist oder
zu zyten wirt, die von Frydeberg, von Wesphlar und die von Geilnhusen und den
fryden und verbunt in der Wetreibe als verre der begriffen ist ane gewerde, und wir
die von Hagenowe und Wizzenburg nement usz einen lantfout, der dann zu der zyt
des riches lantfout ist in Elsasz, darzu den gemeinen lantfryden in Elsasz und den 15
bunt, den wir han mit des riches stetden in Elsasz. und darzu so nemen wir die von
Wiszenburg sunderlichen usz unsern herren den abbel von Wiszenburg. und sollen
ouch alle verbuntnusze, die wir mit den getan haben, die wir usz genomen han. als
vorgeschriben steet, in iren crefften verüben, die wile die bunde werent als sie jetzunt
begriffen sint. und sollen ouch furbasz keinen bunt machen, ez werde dann diserbunl -"
Cur uszgenommen. were ez aber, daz der dheiner, die unser iegeliche der vorgenanlen
stetde besunder uszgenommen hat, mit den vorgenanten stetden einer oder mer criegen
oder zwerende wurden, so sollen wir die andern stetde, die den oder die sie also
criegeten nit uszgenomen haht, den vorgenanten stetden oder stat doch gein denselben
beholffen sin nach disz Verbundes sage ane alle geverde. alle dise vorgeschriben 25
stucke und artickele samentlich und besunder dises vorgenanten Verbundes han wir
die vorgenanten stetde gelobet by guten truwn und darnach zu den heiligen gesworn
stete veste und unverbrochenlich zu halten, zu leisten und zu vollenfuren ane alle
argliste und geverde nach diszs brieff sage, und des zu warem Urkunde und vester
stetikeit, so han wir unsere stetde ingesigele dun hencken an disen brieff. gebin zu 30
Spir nach gotz geburte drutzehenhundert jar darnach in dem ein und achtzigsten jar
des liebsten mantags für sant Johans dag des douffors als er geborn wart genant
zu latine nativitas Johannis Baptiste.
Nachschrift .- darzu so nemen wir die von Pedersheym uz den edlen unsern
lieben gnedigen herren herrn Philippus herrn zu Falckenstein unde zu Muntzeberg 35
den erwurdigen unsern lieben gnedigen herren, herrn Cunen von Falkenstein ertzbi-
schof zu Tryre.
Str. St. A. G. ü. P. 49. B. conc. Papierrolle.
Ebenda. Concept der Gegenurkunde der schwäbischen Städte.
Frankf St. A. Beichssachen nr. 72. 40
Gedr. Boos, Wormser. Urkb. II nr. 793. — Lehmann, Chron Spir. 746. — Lünig, B.
A. XIII, 33. — Datt, de pace publica. — Schaab, Bh. Stdtbd. II, 268.
Begest Scriba, nr. 3319, Vischer, II. 140 nr. 160.
Vgl. Quidde, Westd. Ztschr. II, 341.
1381 21
28. Der rheinischen und schwäbischen tilädte Zubrief über die einander zu
leistende Hülfe gegen die im Hauptbrief aus genommenen Fürsten, Grafen und Herren.
Speier 1X81 Juni 17.
Wir die rete und alle bürgere gemeinlichen der stetde Meintze, Straszburg,
'■' Worms. Spir, Franckenfurt, Hagenowe, Wiszenburg und Phedersheim bekennen uns
und verjehen offenlichen mii disem briefe allen den, die in anesehenl oder borenl
lesen, als wir uns mit den stetden Auspurg, Ulme, Costenz, Kszlingen, Rutelingen,
Rotwile, Wile, Überlingen, Memmingen, Biberacb, Rafensburg, Lyndowe, Sani Gallen,
Phuilendorff, Kempten, Kouffburen, Lutkirch, Vsny. Wangen. Buchorn, Gemunde, Halle,
i» rleilpronne, Wimphen, Winsperg, Nordelingen, Dinckelsbohel, Rotenburg u(T der
Duber, Giengen, Bopphiugcn, Alnn, Wile in Durgowe und Buchowe dem heiligen
»romseben richezueren, dem lande und uns zu nutze und zu Ironien verbunden haben,
and eynmutig wurden sin nach der briefe sage, die wir enander daruber under unsere
Btetde ingesigeUi versigcli and gegeben han, verspreebeu wir besunderlicb in disem
i5 briefe und globen in guten truwen by den eyden, die wir an dem vorgenanten ver-
hunde getan haben: wer ez Sache, daz ieman wer der were die vorgenanten stetde
samentlieh oder besunder von dem verbünde, den sie und wir milenander haben,
entronnen und daran notigen wolte in welchen weg daz were, do sollen und wollen
wir in dawider getruwelichen uff die eyde geraten und behollfen sin ane alle gewerde
•» wann aber in dem vorgenanten verbünde und eymutekeide die vorgenanten stetde
alle gemeinlich mitenander uszgenomen haben nach tute uszwisunge des houbthrief
des Verbundes, den wir von in haben, so verbinden und versprechen wir uns des
oueli in disem briefe uff die eide also: wer ez sache daz der bertzogen, graten oder
henen dheiner mit nanien hertzoge Rupreht der elter, herlzoge Rupreht der junger,
" bertzoge Rupreht der jüngste, bertzoge Steffan, hertzoge Fridericb oder hertzoge Hans,
alle phaltzgrafen by Rine und bertzogen in Bayern, hertzoge Lupolt von Osterich,
her Bernhart und her Rudolf marggrafen zu Baden, grafe Rudolff von Hochberg, grafe
Rudollf von Monfort, herre zu Veitkirch, grafe Heinrieh von San! Gans genant von
Vadotz, grafe Ludewig und grafe Fryderich von Otingen, grafe Gonrat von Montfort
30 herre zu Bregentz oder der abbel von Mornhart dheiner ir einer oder me, die sie in
dem vorgenanten verbünde und eymutekeide uszgenomen haben und als die mit oamen
hie an diesem brile benennet sinl. wider der vorgenanlen stetde dheine deten oder
mit denselben stetden criegendc oder zwiende wurden in welchen weg daz were und
daz der rat oder rete oder daz mereteil under in die dieselben also criegeten oder
35 beschedigeten erkenten uff ire eyde, daz in von dem oder den. die sie uszgenomen
baut und als die hie für an disem briefe nemelich beschriben und benennet staut,
unrebl geschee. so mögen die vorgenanten stetde samentlieh mit yn oder der merre-
teil under yn uns wol manen und sollen wir in dann wider dieselben getruwelieh
geraten und behollfen sin in aller der masze, als ob der oder die in dem verbünde
<o uit uszgenomen weren und nach des vorgenanlen Verbundes houbtbriefe sage, den
sie von uns darüber hanl ane alle geverde. mit Urkunde dis« briefes, daran wir
unsere stetde eigen ingesigel bau dun hencken, der geben ist zu Spire nach Cräty
Igeburte drutzehenhundert jar darnach in dem eine und ahtzigstem jare des liebsten
22 1381
mentages für sant Johans dag des douffers als er geborn wart genant zu Latin«
nalivitas Johannis baptiste.
Str. St. A. G. ü. P. 49. B. cop. eh. coaev.
Frankfurt, Stadt-A. Copialb XII.
Frankfurt, Stadt-A V nr. 128. 5
Karlsruhe. G. L. A. cop. saee. 16.
Ungenügender Abdruck bei Schaab, Rhein. Städteblind, II. nr. 206. Datt, de pace publica.
Letzter Abdruck der Gegenurkunde der schwäbischen Städte : Wormser Urkb. II, 519.
Reg der Mrkgr v. Bad. nr. 1343 u. 1344.
29. Speier an Straßburg : bittet für sich soicie für Main: und Worms, welche 10
drei sich dem Bündnis mit den Fürsten nicht angeschlossen haben, einen Platz
offen zu halten in der bevorstehenden Vereinigung zwischen Straßburg, den elsässischen
Städten, dem Bischof und dem Landvogt. [1381 Juni 10.]
Unsern willigen dienst bevor, ersamen lieben frunde. .als ir nuwelingens von der
von Mencze, Wonnsz und unsern wegen wol vernomen habent solichen begrieff eynr '*
vereynunge, als die fursten uns dryn stetden angemüt hattent mit yn anzugende, dez
lassin wir uwer wisheit wissin, das wir stetde hienyden in soliebe vereynunge nit
getreden sint, wann wir unsere bequemliekkeit darynne löczel erkantent, und han
auch darumb den fursten in gütder masze abgesaget. du ist uns in heymliehkeit
furkomen, wie ir mit unserm herren von Strazburg, deme lantfaugte und auch des 2a
richs stetden zu Eisassen iczunt in tedingen soltent sint uch miteynander
umbe bessers friden willen zu vereynigen. were deme also, so bilden wir uwer
besunder fruntschafft, ob sich soliche vereynunge by uch in den landen zu ende
troffen hette oder noch unvolendet were in reden und in tedingen, das ir dann unsn
drier stetde hienyden darynne auch gedencken und uns des eyne stat in dieselbe s»
vereynunge zu körnende, ob wir des zu rade worden, behalten wollent und das ir uns
dann des begriffes solicher vereynunge eyne abesehrifft liessint versteen und wissin,
so sich das zum schirsten gebüren mohte, so wolten wir ez furbaz an uwer und
unser frunde von Mencze und Wormsz auch in heymliehkeit bringen, off das ir unser
drier stetde meynunge samentlich oder besunder, wie sich das dann schickete, darumb so
ouch zum furderlichsten wider vernemen mohtent, wann wir gerne darzu dienen
und helffen woltent, das man zu besserm friden des landes und der löte mohte kommen,
wie man das in eyme glichen zum allerbequemlichsten erfinden mohte. und her uff
wollent uns uwere fruntlich entwurt wider beschriben lassin wissin. datum feria
4 post diem Viti et Modesti. 35
Burgermeistcre und rat zu Spire.
Str. St. A. AA 118. or. eh. I cl.
30. Die in Biberach versammelten schwäbischen Städte berichten an [Slraßburg]
über bekannt gewordene Werbung und Sammlung feindlichen Krieg stolhs v.ml
erinnern an die erforderlichen Falles zu leistende Buudeshülfe.
Biberach 1381 Juli 19.
Furs(icht)igen wisen besundern lieben frunde und eytgenossen. willigen dienst
uwer wisheit alle ziit bereit für an. lieben frunde. wir haben vernomen, wie daz
1381 &9
ie gesellschaften bü uch und muh ach enund Rines und in der Wetreybe gros/.
gewerbe und samenunge haben, dasselbe duni ouch sie bii uns und amb uns. na
haben wir unsere kuntschafl stetez daruff, ob der deheiner die bii uns und amb uns
geseszen sinl über uch oder unsere eytgenoszen an dem Rine oder da umb dienen
• oder ziehen wollen, so haben wir uns gentzlich darzu gerabt, daz zu understeende
und die zu beschedigen, als ouch daz die buntbriefe eigentlich wisent. darumb glou-
hen und getruwen wir uwer wisheil des ouch hesunderlich wol. were oh ir erlurent,
daz soliche dienste und zöge aber uns giengen, daz ir die dann ouch angriffent, als
ir uns verbünden ßint und oh andere stetde unsere eytgenoszen von ueh zerritten
i» weren da/, ir den da/, dann unverzogenlich verkiindent, so haben wir daran deheinen
zwifel wir wollen unsere nachgeburen in solicher tnasze strafen, da/ sie uch und ans des
furbasz gerne überheben. geben zu Bibracfa von unser aller geheisznisz wegen
»und er der von Bybrach ingesigel an frytage für Jacob anno 81.
Gemeyne stetde des bundes in Swaben
als wir zu Bybrach sin.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 b. fasc. Vll or. eh. lit. el c. sig. in v. impr del
31. Aufzeichnung über Beschlüsse der Xlädleboten : [1X81.]
1) Den Bundesartikel: Und so! sieh ouch keine stat ane die andern stetde fry-
deu noch sunen in deheine wise ane der stetde willen, die in diesem bände sint
20 an alle geverde . hallen die Städteboten für bedenklich und sind der Ansieht, dass
jede Stadl auch nach geschehener Mahnung um Hundeshülfe sich mit ihren
Widersachern aussöhnen dürfe, vorausgesetzt, dass die um Hülfe angerufenen Städte
ju die Sühne einbegriffen und etwaige denselben schon entstandene Unkosten ge-
deckt würden.
u 2) Sollen die Städteboten zu Hause Rücksprache nehmen: ob iegliclie stat in den
bunt emphahen möge ihre umbsesze, die in gelegen sin, ez sin graven, herren, stetde,
knehle oder wer sie sin und sodann mit Vollmacht hierüber versehen sich am
Montag Abend vor St. Sixtus Tag | /. August] zu Speier einfinden.
.'}) Desgleichen sollen sie Vollmacht haben a) zur Verlängerung des Mundes mit
;t" den schwäbischen Städten, b) wegen Tannenbergs1.
4) Sollen die Holen wegen des von Eigenstem am Dienstag vor dem Frauentag
in der Ernte [12. August] zu Mainz sein.
IStr. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 K fasc. XI. cop. v. conc. eh.
32. Ratsentscheid über das Ansuchen der Wollschlag erknechte an die Tuch-
macher- und Wollschlägermeisler, daß es ihnen nicht mehr verboten, sondern gestaltet
sei. für ihren und ihrer Familie Bedarf Tuch aller Art herzustellen.
13S1 September 6.
Allen den sie kunl, die disen brief sehen! oder gehörent lesen, das Midehart
von ISerse. Vischer llenselin, Agnese Henselin und Uower Henselin wolleslaher
1 Vgl. Janssen, Frank. Reichsk. I. note zu nr. 5. Vrgl. Hefner, die Burg Tannenberg.
VI. 4
24 1381
knehte zu Strazburg von iren und der wolleslaher knelite wegen allersament
und gemeinliche zu Strazburg koinent vur meister und rat zu Strazburg, da
her Heinrich von Mülnheim meister was, und vor in ansprächent Johansen
von Zeinhein. Bischof Heintzen, Johann Claus, Ludewig zum Turne und
Berner Cöntzelin die fünf manne der tüchere und der meistere wolleslaher anl- =
werckes zu Strazburg von iren und des selben antwerckes wegen gemeinliche der
tüchere und der wolleslaher meistere zu Strazburg, daz die selben fünf manne in
weretent und nit gestatten woltent in selber und iren f'rowen und iren kinden tftche
zu machende, daz sie selber tragen und doch nit verkoufTen woltent über daz das
menglich und iederman in der stat ime selber und iren f'rowen und iren kinden 10
tüche machtent, das sie selber tragen und doch nit verkoufTen woltent. und dar umbe
so meindent ouch sie, daz die selben fünf manne und ir antwereke in das ouch nit
weren soltent, wände sie alse gut reht dar zu hettent alse andere lüte und es ouch
in von alter har nit geweret were also zu machende, da verentwurtoten es die vor-
genannten Johans von Zeinheim, Bischof Heintze, Johao Claus. Ludewig zürn Turne '»
und Berner Cöntzelin, die fünf manne, von iren und des vorgenanten antwerckes
wegen gemeinliche der tüchere und der meistere wollesslaher antwerckes zu Straz-
burg und spriiehent : in und dem selben irem antwereke were nit gefüglich, daz die
wolleslaher knehte in selber, iren frowen noch iren kinden tüche machen soltent, wände
sie den selben wolleslaher knehten, iren frowen und iren kinden gebent ir wolle zu sla- 20
hende und zu spinnende und es in zu bereitende, und wände sie in daz ire also
under ire banden gebent und es in also befülhent, soltent danne die wolleslaher
knehte ouch tüche machen in und den iren, so möhte eine gewerde under die
ander kommen, das in gros schade da mit geschehe, und dar umbe so meindent
ouch sie, daz sie in, iren frowen noch iren kinden keine tüche machen soltent. doch «•
also woltent die wolleslaher knehte, die zu Strasburg seszehaft werent, der vattere
meistere an tücher antwerg zu Strazburg gewesen sint, oder die, die der
selber meistere an tücher antwerg kinde zu der e genomen hettent. ir antwerke
kouffen, daz möhtent sie tön ieglichen mit vier Pfenningen, und wehe es danne also
koufte, der möchte alse wol tüche machen alse ir einre. und dar über so sollte ouch *>
der selben wolleslaher knehte deheinre kein tüche ime selber, iren frowen noch
iren kinden machen anders, danne alse da vor ist bescheiden, nach klage und nach
entwurte und nach dem, alse die vorgenanten meister und rate die sache zu beiden
siten verhortent, so sint die vorgenanten meister und rat zu Strazburg mit rehter
urteile an offem gerillte überein komen und sprächen! es ouch zu rehte. daz denhein 35
wolleslaher kneht zu Strazburg sol ime selber, iren f'rowen noch iren kinden noch
ouch zu verkouffende denheine tüche machen, doch also und mit dem underscheide,
webe wolleslaher kneht zu Strasburg seshaff ist und des vatter ein meister an
tücher antwerg zu Strazburg gewesen ist oder der eins meistere an tücher antwerg
zu Strazburg dohter zu der e genomen het, wil der vorgenante tüchere und der 40
wolleslaher antwerg zu Strazburg kouffen, daz mag ieglicher under den selben wolleslaher
knehten wol kouffen mit vier Strazburger pfennigen. und welre der selben wolleslaher
knehte das selbe antwerg also und in die selbe wise geköffet, der mag ouch dar
1381 25
mich daz selbe antwerg der tftchere und der wolleslahere zu Strazbarg alse wol
triben und t&che machen alse die andern meistere des selben antwerckes der tflcbere
und der wolleslahere zu Strazburg. welre wolleslaher knehl aber frdmde were und
des vidier noch <\c\-. des dohter er zö der e genomen nette, nil ein tneister an
-' der tücher antwerg zu Strazburg gewesen ist, und daz selbe antwerg der tftchere
köffen wil. der mag es wol kouffen nmbe den eynung, alse daz seihe antwerg
es unize Imr braht und gehalten hei und anders nil Sne alle geverde. und sider
wir Johans Meszerer der junge, Jacob Zubeler, Pritsche Beildecke und Schöne
Heintze, bürgere und schöffele zö Strazburg, hie bi waren! und sahen! und hor-
10 leni. daz die vorgenanten tneister und rat zö Strazburg erteiltenl in alle die wiae
alse da voxgesehribgn stat, wunde ouch wir da zii male in dem rate warent, so
hanl wir zu einem Urkunde unsere ingesigele durch bete willen in schoffels wise
an disen brief gehencket, der wart gegeben an dem ersten fritdage n;ieli sani
Egidien dage in dem jare do man zalte von gotz geborte drätzehenhunderl jare
i5 ahtzig und ein jare.
Str. St. A. Q. U. P. lad. 10. or. mb. lit. pat. c, 4 sig. pend.
Gedruckt : Schmoller, Straßb. Tucher und Weberzunft, nr. 13.
33. König \\ enzel an Strassburg mahnt um Hülle tür C.olmar gegen Herzog Leopold
von Oesterreich: von wegen solcher sache und geschieht als herezoge Leupoll von
20 Österreich unser und des reiehs stat Colmar angriffen hat, das uns und das reich
antriffej und angehet gemeynlichen, ist unsere ganeze meynunge und manen auch
euch hev den trewen und eyden, als ir uns und dem reiche vorhunden seyt, das ir
den egenanten von Colmar vestielichen und getrewlichen beholffen seyn sullel mit
leihe und mil gute und dennoch euch dorCZU schicket und stellet, das tr uns ZU
25 hullTe komel mil aller ewere macht von derselben suchen wegen und hey uns seyt
hey Hagenauv off send Michilstag der schierste kunfftig ist und lasset des mit ftp«. t9.
nichte. gehen zii Oppenheym am nehesten freytag noch unser frawentage als
sie geboren wart unser reiche do behemischen in dem 1!) und des romischen in dem
(i jare.
Oppenlwim 1381 September 13.
so Str. St. Ä. AA. 107 nr. 20.
Gedruckt Sclwpflin. Als dipl. II, 280.
Vgl. Strubel II, 403.
34. Herzog Stephan (III) von Baiern an Straßb itrg : httet ihn zur Ergreifung
eines mit vielen kostbaren Pfändern aus München entwichenen Juden, namens Isaak
m behiijlich :i( sein. München 1381 September 15.
Stephan von gotes gnaden pfallentzgraf bey
Kein und hertzog in Beyren etc.
Dnsern grus und alles gut zuvor, lieb besunder. wir tun ew zu wizzen. daz
uns ein jud, haizzt Ysak, ist heimlich enpfaren VOD unserer slal zu München, «ler hat
26 1381
uns, unserer gemaheln1 und unserem brüeder, und den unseren unser und ire kleinat
und pfant heilich und heimlich hingefüret und wir ensullen im nicht/ weder gelten
noch widergeben, dy kleinet und pfant wir ew geschritten senden an der cedel,* die
in dem briet' verslozzen ist. demselben Juden haben wir nachgesendet und nachge-
vorscht allenthalben und bey dem Rein ab und uf. und allzeit ward er gewarnet. 5
daz er von ainer stat in die andern entwaicb, daz wir in nicht bestellen mochten .
und sunderlich, da wir in erforschten zu Rotenburg, so ist er gewichen zu ew in
ewer stat. nu ist uns gesagt, er hah auch vormalen von ewr stat klainat also hin
gefuret. bitten wir ewr wishait gor lleizzig, als wir ew dez auch gentzlich gelawhen
und getrawen, daz ir uns denselben Juden Ysak bestellt und behalten wellet, daz 1»
er nicht geweichen mag, so wellen wir im gern hin nachchomen mit dem rechten,
mit Juden und mit kristen, und hintz im wisen und bringen, wie wir süllen, daz
er uns und den unsern Juden und kristen ir gut und kleinet heilich und heimlich
hingefüret hat. gebin zu München in oetava nativitatis Marie anno 81.
[In verso] Den ersamen weisen läuten . . den burgermaistern und . . dem rat i:,
gemainlich der stat zu Strazburg, unser lieben besundern.
* [Der einliegende Zettel] Dis sint die kleynat, die Ysak der Jude heimlich
hingefüret hat :
Des ersten mines herren hertzog Stephans gemaheln einen groszen silberin hafen
der übergüldet ist. 20
It. minem herren hertzog Hansen2 einen groszen silberin köpf, hat i) mark
silbers.
lt. meister Jacob 3em Juden, mines herren artzat, ein übergoldet gürtel
von 10 mareken silbers; it. einen silberin becher, eine silberin schalen und ein
silberin köpfelin. 25
It. Hansen dem Jagermeister3 zwene silberin übergüldet gürtel, einen groszen
bi 14 marken und einen kleinen.
It. Kristan dem Frowenberger einen silberin kandel, ein pant umbe ein bein
und etliche frowen cleynat.
It. dem schencken von Geirn ein silberin keten übergoldet, dise vorgeschriben 30
cleynat stanl dem Juden nihtz, weder von minem herren noch von den andren
vorgenanten.
It. so sind danne das die pfant und cleynat, die dem Juden staut von dem
hienachgeschriben umb gelt, als harnach geschriben stet, die doch wo! dristunt
also gilt sint, also man wol versten mag. und die hette man gern gelöset, werent 35
sie hie gewesen, so het sie der Jude hingefüret ane der schuldener wiszen
heimlichen.
1 Thaddaea, Tochter des Herzogs Barnabas Visconti von Mailand, gest. 38. Sept. 1381, also kurze
Zeit nach Absendung dieses Briefes.
2 Johann, Bruder Stephans III. ig
3 Ein undatierter Brief von Hans dem Jägermeister, Kammermeister des Herzogs an Strassburg,
worin derselbe zwei silberne, vergoldete Gürtel, die bei dem Münchener Goldschmied Caspar in Arbeit
waren, als gestohlen reklamiert, liegt var. (G. U. P. lad. 174. fasc. 15.)
1381 27
lt. lies ersten der Z&rgadmerii] ein halber silberin köpf , stet 10 s. Regensparger
Pfennige; it. ein besingen riem mit silberin spangen, Btel '■', b. R. d. ;it. ein beslagen
nepffelin and ein Bwartz paternoster mit 11 silberin knöpfen und mit einem silberin
hiilicl. stel allez 3 s. R. d.;it ein galdin rink, stel 80 R. d.; it. ein BÜberin gespeng,
i ein silberin knöpf aber ein silbergeschar stet 60 H. d. summa 20 b. R.
lt. Hansen dem imppeler ein silberin ketten, die hat s2 glide; it. ein silberin
uberguldel gürtel. hat 22 sebiben und dy ringken und r> kleine spengelin; it. aber
einen Silber gürtel, hat 15 Spangen und den gurt; it. 5 gut silheiin schalen: it.
drie silheiin übergoldet napf uf föszen; it. einen silberin hafen ; it. 2 zwiäach silberin
u köpf zu vier stucken.
It. iU'v hol'nieislerin einen slair, einen sehapel und 12 löl silhers. stet alle/. 3
Hüb. Reg! d.
lt. Wappen dem goltsmide ein silheiin schal, siat 5 s. |{. d. : it. ein beslagen
de^cn. stal 1 lib. R. d. : it. ein messor und 2. schilt, staut 1 üb. R. : it. ein silheiin
15 senkel und bücbstaben und pugkeln une pfeiler und daz gesper und die fermel, stal
§ alles 13 s.l!.: it. ringken und senket und zwo verbildet spangen und die Spangen,
die darzö gehörent, da/, slat ain mark 1 lib. H. d.
It. Heinrich dem diener einen gemengten l'rowen manlel mit einre vehen kürsen
und mit guldin porten, stat 3 lib. R. d. : it. ein grawer winterrock mit einre
m fuhsein kflrsen, stat 1 lib.- R. d. dy plant mag er bestaten und betewrn mit sinem
eyd iinihe 50 guldin, und darumbe hei er gen Pappenheim gesendet hoplgüt und
schaden: do wolte ims die judin niht zu losen geben.
II. der Haidinn 2 nicke und 2 slair, staut 2 lib. R. d.
Item dem Yettinger 2 gute mahel vingerlin.
25 Item Hansen dem saller ein silberin vergoldet schal, slat 1 lib. R. d.
Mise vorgenanten kleynol bat der Jude Ysak hingefuret, da/, man zu dem malen
geschrjben hat. und noch vil merer eleynoter, die nicht da verschriben sinl. wände
nicht inangliche umbe die hotschart wais.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 174 fasc. 15. or. eh. lit. cl.
30 Gedr : Breßlau. Aus Strafsb. Judenakten. {Ztsehr. f. Gesch. d. Juden, 1891.)
35. Stislaw ton der Witenmüle bekennt, dass er auf 10 Jahre Ii arger der
Sladt Straßburg geworden. issi Septemlxr 18.
Ich Slislawe von der Witenmüle, riller vergihe und erkenne mich öfTcnlioh mit
disem briete, da/, ich ull'e die nehsto mitwochs vor saut Matheustage des heiligen
35 zwollbollen kam vür meistere und rat zu Stra/burg. da her Heinrieh von .Mfilnheim
meisler wa/. und empfing vor in min burgreht und swür och mit ufgehebeter haut
and mit gelerten Worten liplich zu den heiligen meistere und rate zu Stra/.burg. die
danne /.i'i zilen sint. getruwe und holt zii sinde und sie vor irme schaden zii wen-
dende und zii warnende und «'ich allen iren geholten gehorsam zu sinde von der
« vorgenanten mitwochen über /.eben gantze jare. und wart mir onch von dem ege-
28 1381
nanten hera Heinrich von Mülnheim, dem meister alles daz mit worten bescheiden
und öch gegeben in den eil zu hallende, waz andere edellüte, die ire bürgere sint,
nach irre stette reht und gewonheit gegen in halten und vollefflren söllent. darzfi
wart mir och von dem egenanten meislere und rate uszgedinget und bescheiden:
were es daz ich deheynen krieg zu in broht hotte untze uffe die vorgeschoben mit-
wochen und sunderlich mit namen von des krieges wegen, den ich da hette mit
Görgen von Bach, daz sie mir darzü alles weder geraten noch beholll'en söllent sin
in denheynen weg ane alle geverde. und dirre vorgeschrihen dinge zu eyme waren
slellen Urkunde so habe ich der obgenanle Styslawe von der YVitemnule. ritter, min
ingesigel gehenckel an disen brief. der wart geben an der mitwochen, als vorgeschriben »o
stat, in dem jare do man zalte von gottes gebürte drüzehenhundert ahtzig und
ein jare.
Str St. A. G. ü. P. lad. 271. nr. 16. or. mb. c. sig. peiul. del.
Ebenda Vidimus dieser Urkunde vom 21. October 1391 ausgestellt von dem städtisclten
Notar Wernher Spateinger.
Gedruckt bei Wencker, de ußburg. S. 124.
36. Entwurf eines königlichen Landfriedens am Rhein, sowie für die weiteren
Teilbezirhe : Franken, Baiern, Schwaben u. s. w. Grundlage für den Landfrieden
vom 0. März 1382. [Frankfurt 1381. Ende September.]
Str. St. A G. U. P. lad. 48/49 b. fasc. 3. cop. eh. coaev. auf 11 gehefteten Blättern. M
Gedr : B. B. A. I. nr. ISO aus dem Würzburg. A. K. Mainz Aschaff. Ingroß. B. 11 f.
313 " cop. eh. coaev. unter Benutzung von Wencker, apparat. 230, wo nur Bruchstucke
mitgeteilt sind unter dem falschen Datum 1379.
Regest Boos, Wormser Urkb, II nr. 797^
Die Straßburger Vorlage, sonst der Würzburger fast wörtlich gleichlautend, entbehrt die 25
Schluß-§§ 24—27 incl . welche die Abgrenzung der Landfriedensbezirke enthalten, und
hat zwischen § 15 und § 16 folgenden Passus mehr:
1) Es isl zii wiszin, daz unser lieire von Tiieie zii dem gemeinen f'riden dienen
wil indewendig der Nae biz uff die Are mit fönffezig cleven und obwendig der Nahe
biz gein Spire mit funffe und zwenezig cleven vort, so wil er dienen in der vorge- so
nanten wise zwolff mile1 von Binge umme und umme.
2) Min herre von Mencze wil dienen den stetin Mencze. Wormsze, Spire und
Straspurg und furbaz von yeclicher stat sehs mile umme und umme. so sollen die
nliengenanten stede und ir yecliche besündern myme herren von Mencze berwider
umme dienen, also wiil der styfft zu Spire begriffen hat und auch sehs mile umme ss
yeclichen sloz dez styfftes zu Spire. item sollen die siede mime herren von Mencze
dienen, also wiit der styfft zu Mencze hie zu lande begriffen hat und mit namen
furbaz von den slozin : Schurberg, Bischofsheim, Mildenberg, Aschaffinburg, Staden,
Honeheim, Sobernheim und Lonstein auch sehs müle umme und umme und waz da
zusehen gelegin ist. 40
3) Mine herren die hertzogen wollent senden ir folg umme sache dez friden biz
i Vgl. Janssen, F. B.-K. I. nr. 81.
1381 20
gein Strasburg w\ fftnff mile «in amme und amme und da herwider abe den
sieden, die in dein friden sin) biz gein Mencze und l'riiuckcnfuil und den wederau-
wisehen sieden und uine vccbche stat, d;i iz nol gedacht fftnff Odile darummc land
niii oamen fflnffczig mit cleYen und daz dieselbin siede auch mynen berren den ber-
t COgen dienen yeklielie stat mit ir zal gewapenter lüde also vil und mit nainen fecliche
siai fftnffczig mit cleven in iren landen, die zuschin Straspurg und den steilen ege-
nauien da herabe und da umme gelegen sin, und fftnff mile amme und amme Key-
seislulern und fftnff mile umme und umme Strouberg und fftnff mile umme and
umme Sletnsberg, WO dez nol wurde limine saelie lies friden und eynunge
"> 37. Die drei Pfalzgrafen RuprecHl der ältere, der .jüngere und der jüngste und
die Erzbischöfe Adolf von .Mainz und Friedrich von Köln verlanden sieh inil den
Bischöfen Friedlich von Strassburg und Dietrich von Metz, sowie mit 7 Grafen und
1 Herren und mit den Städten .Mainz. Strassburg, Worms, Speier, Prankfurt, lla-
genau, Weissenburg, Pfeddersheim und den elsässischen Studien auf 12 Jahne gegen
u die Herren von Bitsch als Slrassenräuher. 1381 October 1.
Reg. Boos, Wormser Urkb. II nr. 798. — Reg. Seriba nr. 3330.
38. Mainz an Straßburg : Verhandlungen des Königs mit den Städlebünden
und Stellungnahme derselben zu dem Bunde zwischen dem König v,nl den Fürsten.
[1381 Oktober S \']
so Dnsern dienst zuvor lieben und citgenoszen. als uwere und der andern stelle
frunde unsere eitgenoszen, die zft unserm bonde gebörent und auch die onserm ofi-
welingen zö Frankfurt gewesl sin hy dein allerdiirehluelitigisten fursten und lierren
hern Weiuzlauw römischen kunige zu allen zyten merer des riches und kunig zii
Beheim unserm lieben gnedigen berren und den kurfursten, fursten und andern berren
* und wie die selben unsere frunde von dannen gesdieiden sin. haut sie uns eigentlich
und wol erzalii and uns auch bracht abegeschrifft eyner eynunge1. die unser gneiliger
herre t\vv römische kunig vit (sie) den kurfursten begriffen habe, die wir auch gehoril
haben lesen und wol verstanden hau und sin darubir in unserm rate geseszen und
uns daroff entsonnen und sin eynmftteclich in unserm rate abirkommen, daz wir by dem
"■" bonde. den ir die anderen slelde vit den swebschen stellen und auch wir vil eyn gemach)
und uns zu eynander verbunden bau nach lule der briefe. die dar ubir begriffen sint,
bliben wollen mal uns auch SOÜche abeschrifl der eynunge nil zu synne isl. wan wir
besorgen, wo wir soliche evnunge angingen, daz ez uns unser beschcidenbeil rurte.
were ez abir. daz ir und der andern stelle frunde, die zudem bonde gehörnt off dem
* dage. als wir alle zft Spire sin sollen, ichl hessers zu rate wurden, da truwen wir,
az unsere frunde daroff gelimplich antworten sollen, auch lieben frunde bitten wir
i Ist u-ohl der unter nr. 180 D. R. A. I abgedruckte Landfriedensentwurf von Ende September
(vgl. oben nr. 36).
30 1381
uch fliszeelich, daz ir uwern frunden, die ir ofl' den dag gein Spire schicken wordent,
bevelhon und heiszen weflent, daz sie mil unsern (runden von Spiro zu dorn hoehgo-
born forsten und herren herczogen Ruprecht dem eitern, palczgravo by Rine und
herczog in Beyern riden wollent yn zu bittende von sache wegen, als unsere ('runde
uwern ('runden wol saßen sollen, und in dirre masze haben wir den anderen unsern
(runden und eitgenoszen, die zu unserin bonde gehorent geschriben, daz sie sich
hernach wiszen zi'i richten', geben off den nesten dinstag nach Remigii. und laazenl
disz ratz wise by uch verüben.
Burgermeistere und rait zii Mencze.
Str. St. A AA. 118. or. eh. I. cl. c. sig. magno in v. impr.
39. König Wenzel an Mainz. Worms, Speier und Strassburg : lädt ein nach
Nürnberg auf den 28. October, um auf Grund des Frankfurter Abschieds Antwort
zu geben wegen ihres Reitritts zum gemeinen Frieden. geben zu Xurenberg an
sant Dionisii tage unser riebe des beliem. in dem 11). des römischen in dem (i jare.
Nürnberg 1381 Oktober U. u
Str. St. A. AA. 108. cop. eh. coaev. mit Versendungsschnitten
Gedruckt: D. R A. I. 326 nr. 183.
Regest. Boos, Wormser Urkb. nr. 799.
40. Straßburtj und genannte rheinische Städte bekunden, daß sie sich mit
Regensburg verbündet betrachten, weil diese Stadt neuerdings dem schwäbischen v
Bunde beigetreten ist. 1381 October 18.
Wir die rote und alle bürgere gemeinliehen der stetde Meinlz, Strass-
burg. Worms. Spir, Frankenfort, Hagenow, Wiszenburg, Phedersheim, Slitzsta)
und Obern-Ehenheim bekennen und verjehen pffenlich mit dem briefe allen den,
die in ansehent oder liorent lesen, als wir uns mit den erbern wisen des heiligen u
romsehen richs stetden gemeiidich in dem bunde zu Swaben verbunden und ver-
einet haben anenander getruwelich beraten und beholfl'en zu sin nach der verbunt-
briefe lute und sage, die oueh darüber besigelt und geben sint, und wann sich
die erbern wisen, die bürgere und rat gemeinlich der stat zu Regenspurg nu
nuwelich zu den vorbenannten stedten des bundes in Swaben verbunden habent, 3«
darumb so versprechen und globen wir uff die eide, die wir zu den vorgenanten
stetden gesworn haben, daz wir den egenanten bürgern der stat zu Regenspurg
getruwelich sollen und wollen beraten und beholfl'en sin und in allez dez sin
behalt und verbunden, als oueb wir nach des verbuntbrieCes lute und sage, wenn
oder als dicke sich daz geburet oder des notdurfHig werde zu glicherwise und 36
in allem dem rehten, als ouch wir uns zu den vorgenanten stetden verschriben
und verbunden haben und als ob sie mit nämlichen Worten by denselben stet-
den in dem vorgenanten verbuntbriefe begriffen und verschriben stunden ane alle
argeliste und ane alle geverde mit Urkunde disz briefes, den wir in darüber be-
sigelt geben mit unsere der vorgenanten stetde Wormsz und Spir angehencketen *»
1381 31
ingesigeln, die duz von unser aller beiszen wegen getan haut, das ist gescheen
nach Cristi geburte drutzehenhundert jare und in dem ein und ahtzigestcm jare
an dem liebsten liyluge nach S. (lallen tag.
Str. St A. (i. U. P. 49, B. cop. eh. coaev.
Die Gegenurkunde liegenburgs, in der sich diese Stadt zur Stellung von 18 Glefen ver-
pflichtet, St. A. Speier. BT. 685. or. mb. c. 2 »ig. pend. laes.
Gedr. : Boos, Wormser Urkb. II nr. 800. — Schaab, rh. Sdtebd. II, nr. 208. mit unrich-
tigem Datum. — liegest : Vischer nr. 169.
41. Rat und Bürger von München an Siraliburg .- berichten von der Flucht
io des Juden Isaah und vermuten, daß sich derselbe in Siraliburg aufhalte, wo man
ihn zur Herausgabe der Pfänder zwingen möge. [1381 Ende Octoher.J
Unser \v i 11 i <• dienst wizzt vor. lieben herren. wir laszen ew wizzen, daz vor
uns gewesen sind in imserin rat elllich unser milhurger und hurgeriiinund haben
uns lurgeben und geclagt, daz ein jud genanl Ysaeh manigerlay plant von in
15 gehabt hab, als ir wol ervindet an der abgeschrift, die in disem brief verslozzen ist. nu
ist ez als verr chomen, daz derselb Ysaeh heimleicb von binne gevaren ist, und do daz
»cschah, do erfuren unser burger, daz er zu l'appenhaym waz. und ir ettlicfa
under in sanlen zu im ir boten und gell und wolten ire pfant gern geloset haben
unih daz gelt, daz sie im ze derselben zeit schuldig waren, dez mocht in von dem
so Juden nicht widervaren. und dieselben habent auch vor uns geweiset, daz das
ein warhail ist. ez sind auch ettlich under in, die von seiner llucht oder auf-
pruch alsbald nicht westen, und do die ihre plant geloset wolten haben, do waz
der jud von binne. DU haben wir ervaren, daz der jud bi ew sei zu Strazburg,
und bilen euer Weisheit mit allein vleizz, daz ir mit dem egenanten Juden
« schallet, waz er von unsern burgern innehab in pf'andcs weiz, daz er das schick
her gein München oder doch gein Auspurg und jedem mann sein pfant ze losen
gebe ii ml» daz gelt; das er ihm do schuldig waz. und daz das l'urderlich geschehe,
daz unser burger iinclaglialt werden, lieben herren, mer lazzen wir ew wizzen,
daz eine iinsrcr burgerinn, Casparen dez goltsmides saugen witub, vor uns ge-
m sagt bat, und wolt auch darüber gesworen haben, daz er etwas innehiet von irem
will säligen und voii ir, daz sein plant nicht war, aber sie wolt nob mocht im
als verr landes mit dem rehten nicht aachchomen. dartzu versehen wir uns, wie
dein hochgeboren f'urslcn unserm herren tiertZOg Stephan auch durch im sein un-
gutlich geschehn von wegen ettlicher elainot, die der jud auch bin gefurel hab,
35 die unsrer genedigen frawen seiner gemaheln saugen gewesen sind, und die we-
ilcr er noch sein vorgenante gemahel nie verclniinerl noch versetzt haben
Von uns . . dem rat und . . den
burgern gemeinlich zu München
Str. St. A. G. U. P. lad. 174. fasc. 15 or. eh lit. cl. undatiert.
Ebeiula ein von Isaak selbst auf gestelltes Verzeichnis der Pfänder, das dem unter nr. 34.
ahgedriu l.tin ziemlich gleich ist.
VI. 5
32 1381
42. Die jüdische Gemeinde von München an die Juden in Straßburg • teilt nn/
Wunsch des Herzogs Stephan (III) mit, daß ein jüdischer Mann, namens Isah ha —
Zarfali, der auch ihre Gemeinde schwer geschädigt habe, unter Mit na /nur aller
Pfänder von München /tüchtig geworden und sich wahrscheinlich nach dem Rhein
gewandt habe. Milnclien [1381 Ende October],
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unpn napbi naaan m f"M maab iraba nb? 'sa^pianai 'rrntaa ir^W)Bi 'Tnixai
trenn oa» wib« nicya azn irrb n-naa nbapa '-nan anrrn y>BN *vapa aaaiarn
niayan nbap naiaa mn: -nasa liaina itnn tb '-naTan *r by ^cbpa nms utoäVi «
naiiD rrnio '^en ab pa «bis na-ar n:is rby mayia ayaai tnaa«» "pbpy i"nn »"»
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us-wn ma iTa-isn na« 'wia ynsi 'ist 'mm m«b hnii Dism aiasa -panaa rrm
■nasn a^by 'na-inaa 'aaibria ffli na>a nana npyx rrrti 'nana in« "iibn wxsn bai
nana 'jaoai '"normi '-"Bina wn nbsaa 'ma 'aiax vn Vnana pbia n,ani25 'ann *bTXn «
'mst-iibna aay '■'Emiaa vn Viama rxp ">a '"wn ■»byaioi -isna hnth nya a*saii ly«a
nm im» obT3 rfm iai is^emn a->i2:nb '"^iwi '"«jm« i:n ^ni iar npb ban '131072 ■jmNT
'"•b^isn insb i3,b3 T>ai D^^nstflit Tya '"«mna bB3ffi 12b nbj:\c iy ij^rya 'iyiaia rroaw
iDaa üb na?o msanb ibais Nbia 'r-iorn 'rpmm 'rnsapa yasya i"nab -ir-ix unbia iroi
yiann aaia yinyaa anpa misi rt^n »a 13b o-bianb "i"na bar s<b 'rmb»»»i 'r-nonai 2S
a^biy i:b sno «bia nn« '"Vin 'ya ba -üb ion\o ^c lab irr isaio iab yy ba nosiaan
D^byiiai naa yncia nnsi 'maa t^ns p^by bsb rsa inst: 12b abir xbia nnsi '-^roiiia im"1
n^an ^a onamn ':-myi i3"ny nrbya aiiEBnis nab m -iiasa noyaai -na-1 na 12a nabn
la^sn im« 12a 'sia: byc «bia i«"n wn nti im« ^b ynnir na yi-irb ■pa^'ix ans i:b las
maianaa niayi bys aa yi::b (!) lamnra nbyia a-ia rwo *xn Dab tn 'a '■,:,,:'y naaa 3°
inTisiaiaa nay T'bim qanic %:ana \ttrw rroaa DTm« latr ban i:b ans nTi Diynn
b^bnba nan yaia irbya ny:b "na iia-1 b^aiEani niay »-iNia a-i yin oaiyia aya -nayic
INC na 'niiö"1 'iNiab mpn c ^biN 'ntn ^byan tirr» -paonb lab by naim '«no"< bt« na -ip-'bi
'a:ia '^ys 'maiaa '^N-ipmi 'ronnan v-nsai 'icn 'c*a na-ia
la-ia-n b"i:"t qov '"ö Vmsv 3r'
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-ibn prir-1 ia nisa <°
lb"s"T p->aa-na pns^
S<r. -S<. A. G. U. P. 174 nr . 15, or. eh. umdatiert
Gedruckt und behandelt von Breßlmi : Zeitschrift für die Geschichte der Juden. Jahrg. 1891.
(Ebenda Ueberseteung * von Prof Landaver.)
1381 33
* Uebersetzung.
Wir die Unterzeichneten thun zu wissen den freigebigen lieiclien, den Gelehrten Israels, die die Finsterniß
erleuchten, den rühmlichst Genannten unter den Einwohnern Straßburgs — Bekannten und Unbekannten
— und Allen, die dieses unser Schreiben zu Gesicht bekommen, daß der Herzog dringend nach uns gc-
5 schickt und uns gebeten hat, ihm (diese) unsere Zeilen zu schreiben, icic jener Mann Isak ha-Zarfati
gegen ihn und uns gehandelt <Ihr wißt wühl j sagte er — ] daß ich tetllimm gegen Euch verfaltren
in der Calamilat, in der Ihr um seinetwillen wäret, denn ich hatte geglaubt, daß Ihr ihn bei seinem
Verfahren unterstützt habt, bis ich zur Einsicht kam, daß er allein stand in seinem Frevel*. [So sagte
ilcr llt ijog], Ihr aber wißt, wie ein Jude für den andern verantwortlich ist, darum sind wir in
10 dem Netz verstrickt und darüber sind wir unglücklich und betrübt. Und was hat uns der Mann ange-
than! Fr wohnte unter uns, war wie einer von uns, in Handel und Wandel und im Tragen der
Slaalslast, in Freude und in Leid. Als wir nun in liuhc und Frieden lebten, faßten wir den
Entsclduß, eine Sgnagoge zu bauen und ein Hekdesch zu erwerben. Wir thalen uns zusammen
und machten uns in aller Form verbimllich, drei Jahre hintereinander die Hälfte des Zehnten
'■' her zu geben und allmonatlich in einer Büclusc durch Schatzmeister einkassieren zu lassen, so wie
das in einer von llabbi Jäklin aus Fger aufgenommenen Urkunde niedergelegt ist. Kaum war ein
Jahr voll zu Ende gegangen, so gab jener uns keinen Pfennig mehr, weder für die SefuUzmeister noch
auch für seine anderen schuldigen Abgaben, wies die, welclte sie einzutreiben hatten, barsch zurück, «set'w
Thun war im Finstern», <I)er Mensch sieht den Menschen, Gott aber etc.» 1'lOlzlich hieß es, der Mann
•in ist geflohen mit all dem Hab und Gut, das er aus dem Lande (als l'J'and) Itattc Da gab es ein Jam-
mern in der Stadt, man murrte und war gegen uns aufgebracht. Die Gläubiger aus dem Lande, deren
Jlcsitz er mitgenommen, sagten : 'Der Jude hat nicht Treu und Glauben u. l, w.», schimpften und schmtihten
und wir schwebten damals in großer Gefahr, von selten des Fürsten und der Gläubiger. Manche von
uns waren Teilliaber bei seinen Leilu/cschäflen, er aber hatte alle jene Vfäiuler mit sich genommen, und
tt wir Itatten denen, die uns schmähten, nichts entgegen halten können. Drei Wochen war der Mann unsern
Augen entrückt, bis wir in Frfahrung brachten, er sei in Fappenlmm. Wir machten unsern christlich' n
Mitbürgern sofort davon Mitteilung und schickten gleich unsern Widersacher zu liabbi Mänlin mit
unserer Vollmacht (unter Angabe aW der) Noth und unermeßlichen Verluste, die uns durch ihn ent-
standen, aber unsere Verluste und unsere Forderungen konnte llabbi Mänlin nicht ersetzen, denn an
M jenem Orte war die Gerichtsbarkeit in ihrer (der Christen) Gewalt. Darum legten wir die Haiul auf
den Mund, da uns alles entgeht : 1. er bezahlte länger als zwei Jaiire keine Abgaben, 2. er löste nicht
ein, was er Gott gelobt, 3. er brach ein bei uns, Füchse fielen über uns in Hede und Tluit, wie Ihr ja
wißt, daß der Herzog unsern Schmuck und unsere Haut uns abgezogen, indem er fortwährend uns sagte:
tJhr müßt zahlen, was jener Jude mir Schlimmes gethan.» Also wißt, daß jener Mann nicht recht gigm
■ uns gehandelt in eicler Hinsicht, ja reißt, daß er ein halbes Jahr, bevor ihm der Gedanke gekommen,
sich an uns zu vergreifen, schon Schlimmes geplant hat, das hat uns dies Alles gebracht und wir hon n
von vielen Nichljudcn, daß er ihre Pfänder mitgenommen, geringen und liohen Wertes. So hat der Mann
gehandelt. Wir aber wollen jeden Schein der Entweihung seines heiligen Namens vermeiden, ihn vielmehr
zu Ehren bringen, so sprecluit dem Manne zu Herzen, daß er Rücksicht nehme auf die Glaubiger tviel-
N leicht gibt es Hoffnung für den Ucbcrrest von Israel» und Ihr crludtet dadurch Segen von Gott und von
den Bewohnern Münchens, die sich hiemit namentlich unterzeichnen :
Samuel Sohn von Josef dem Alten
Salomo Sohn des Märtyrers Juda
Samuel Sohn des Josef lui-CoJien
Abram Sohn von Hua" ( — Jehuda)
Josef Sohn von Samuel ha-Coltcn
Moses Sohn von Isak lui-Leci
Isak Sohn von Benjamin.
43. Der Rat von Main/, an Frankfurt: liillijit die kürzlich in Speier getroffene
Verabredung der Städteboten bezüglich eines gemeinsamen Zuges gegen alle Schädiger
der Släclle: gemäss der weheren Verabredung, dass jede Stadt alle ihre Feinde den
anderen lJundcsstüdien bekannt machen »olle, werden Peter von Schweinheim und
34 1381
Diether von Crampurg genannt und ein Verzeichnis aller ihrer Helfer beigefügt.
datum ipso die Symonis et lüde. [1891] October 2a.
Aus Frankf. St. A. Reg. b. Janssen II, nr. 5.
44. Worms bittet tSlraßburg im Hinweis auf den Beschluß des letzten Städte-
tages zu 6'peier ihren Feinden Heinrich von Beckingen, Contzeman Veder, Georg '■>
Fetzer und Genossen ebenfalls Fehde anzusagen. 1381 October 30.
Unsern dienst bevor lieben frunde und eitgenoszen. als uwere der andern stelle
und ouch unsere frunde, die zu dem bunde geboren! it/.unt bii ein zA Spir gewest
sint und mit ein geratslacht baut umb einen gemeinen zog äff alle die, die die siele
besunder oder samenthafl't anegegrillen oder geschedigel baut und in unrecht getan ■
habcnt, und die selben, uf die die stete crkanl liant, die sollen! sie den sielen beschriben
geben, umb daz sich die stete mit widersagen gein in bevvaren mögen, baut uns unsere
[frunde], die wir do seibist zu Spir itzunt gehabt hau davon obc gelegenheill eigent-
liche und [....] erzalt und darumb laszen wir uwer erber wisheid wiszen, daz
uns daz wole gefeilet und wollen auch dobii verhüben, auch lieben frunde laszen wir u
uch wiszen, daz Heinrich von Beckingen unser fint ist mit etwie viln sinen belfern,
so ist Contzeman Veder von Spir auch unser fynt mit etwie vielen sinen heifern, die
wir uch senden beschriben in eyme zedel ' verloszem in diesem unserm briefe. auch
hat Georie Fetzer Heinrich von Beckingen unsern fynd enthalden und hüset und enl-
heldet in noch uf syme Mise [ . . . . ], daruff unsere bürgere sint gelürl gefangen, »
geblochet, geschetzet und daz wie (?) auch dar [ . . . ] ist wurden in den dingen,
daz wir nüssnit mit ime zuschalten hatten und hat uns [....] unrecht daran
getan, als wir uns des uf unsere eide in unserm rate erkant haben, auch haben wir
geseszen in unserm rade und han uns uf unsere eide erkant, daz uns der vorgenante
Heinrich von Beckingen und auch Contzeman Veder obgenant unreell! dun! und k
widerrecht kriegent. darumb inanen wir uch mil diesem unserm brife und meinen
und begern an uch, daz ir dem vorgeschoben Heinrich von Beckingen und sinen
heifern und auch Georien Petzer \\ idersagent, als man von Spir gescheiden ist als ir
wole wiszend. datum feria quarta ante festnm omnium sanetorum anno 81.
und schribent diz den von Obernehenheim uhd den von Sletzstad. datum ut supra. h
Bürgermeistere und rat zu Worms.
[In verso] Erbern wisen und forsichtigen luten dem meistere und dem rate
zu Straszbürg unsern lieben frunden und eitgenoszen.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 b. fasc. VII. or. eh. Ut. fli c. sig. in v. impr. du.
45. Schlettstadt und Oberehnheim verbünden sich mit den acht rheinischen 35
Städten: Mainz, Strassburg, Worms, Speier, Frankfurt, Hagenau, Weissenburg,
Der Zettel fehlt in dem Briefe.
1381 35
Pfedcrsheim und dadurch auch mit den schwäbischen Städten. l)ie Hülfe Schlettstadts
zur grossen Summe soll 8, zur kleinen 1 Glcfen, die Uberehnhehn- 1 bezüglich 'S
(Hefen betragen. i:tsi <>cu>inir :ti.
St. A. Speier. nr. 007. er. mb. c. sig. pend. del.
• Gedruckt l Iloos, Wormser llrkb, II nr. 802.
Gedruckt: Schaab II nr. 909. nach dem Org. in Speier.
liegest : Vtscher, Forsch. II, nr. 170.
4(i. Herzog Stephan {III) dankt Straßburg für die Festnahme des Juden Isaah
und, bittet die Herausgabe der entwendeten Sachen and die Bestrafung zu veranlassen.
10 MÜHc/ien 1381 (JvUtber 31.
Stephan von gots gnaden pfallentzgraf
bei Hein und hertzog in Hairn etc.
Unsern gunstlichen grflz und allez gut bevor, lieben besundern. ewren brief
über daz und wir ew verschriben beten von Ysak des Juden wegen haben wir
i5 wol vernomen und danken ew, daz ir den also bestellt habet, und wann unsern
armen lauten als verr ist, zu ew hin auf dem Juden und iren claynaten und
pfänden nach zu chomen, so biten wir ewr lieb, als ew auch unser getrewen dy
huiger von München verschriben und gepeten haben, daz ir schaden wellend mit . .
dem Juden, daz er die klaynat und pland, dy er heilich und haimlich hin gefüeret
u hat, antwurtte her zu uns in ein nahen, gein Auspurg oder in ein ander dez
reichs stat, dy unser arm laut erlangen mögen, oder doch gein Fappenhayn, da
wir in dez ersten erforscht, beten und uns dannan tlühtig ward, und daz er den
unsern irew clayiial, di im nicht stund, widergeb, welhi im aber zu pfand sind,
daz er die zu losen gel) umb als vil geltz, als si im zu den Zeiten schuldig waren,
2i, da er in daz ir enpfürt hat. wann ewr weishait wol versten kau, daz den unsern
und auch uns ungütlichen geschach, solt seit der zeit her schaden auf si gegangen
sein, und si irew plant gern gelöst bieten, mühten si die erlanget haben, auch
biten wir ewr weishait mil allem fleizz, daz ir uns den Juden haizzt wider geben
einen silbreinen halen, der unsrer lieben frawn und gemaheln sidig gewesen ist
3l) und einen zwillachen silhreinen grozzen köpf, der unsere briider hertzog .lohannsen
ist, dy derselb jud uns auch verstolen hingelüeret hat, und wir noch unser gcuiahcl
noch brüder im dieselben claynat nye versetzet haben, und war uns der jud als
Ferr niht, so wolden wir und dy unsern im gern mit dem realen darumb nach
kommen, wie wir solden. wir getrawen aber wol ewrr liebin und weishait, ir
35 straffe! und bezzerl den Juden selber darumb, daz er uns und ew ein sölich mis-
setat wol gebezzerl hab, und daz wir erchennen mügen, daz ew laid sei, daz er
als grözlich wider uns getan hat. geben zu München an aller heiligen abend
anno domini 1381.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 174. fasc. 15. or. eh. lit. cl.'
10 Gedr. lirelUau, Ztschr. f. d. Gesch. d. Juden. Jahrg. 1891.
1 Ebenda: Her sog Stephan an Strassburg beglaubigt seinen Schenken Berthold als Gesandten in
Sachen des Juden Isaak. geben zu München an aller heiligen abend anno öl. (Octuber 31.)
36 1381
47. Aufzeichnung über eine Städtebotenverhaudl/ing mit den Vertretern von
Worms. SpMcr [13S1 Ende October].
[1] Man soll einen gemeinen Zug unternehmen gegen alle, welche die Städte
einzeln oder zusammen geschädigt haben. Jede Stadl soll ihre Feinde dein Bunde
namhaft machen. — [2] .lede Stadt soll soviel Gleven zu dem Hunde stellen, als s
sie früher den schwäbischen Städten zu schicken hatte. Der Sammelort soll Worms
sein. — [3] Sollen die schwäbischen Städten gemahnt werden, mit "218 Glefen und
den bei ihnen weilenden 100 rheinischen Glefen nach Worms ZU kommen.
| -1| Den schwäbischen Städten soll die Liste derjenigen mitgeteilt, werden, welchen sie
Widersagebriefe zu senden haben. Diese sind von Montag nach Allerheiligen u
(November A) zu datiren.
Barunter steht. {Verhandelt) mit den von Worms von hern Trüschels wegen.1
Sir St. A. G ü. P. 48/49 >'. fasc. XI. conc ch (Zettel.)
4M. Cuntze Bocke, der Meister und der Rat von Slraßburg thun huud, daß
Jeder, der gegen die schwäbischen tilädte diene, auch ihr Feind sei. 15
1381 November it.
Allen herren, dienstlüten, rittern und cdelknehten, den dirre unser offen briet
gezöget wirt, embieteii wir Cüntze Bocke der meister und der rat von Strasburg
unsern dienst und waz wir gutes vermügent. und laut üch wissen, daz die stette
Mentze, Franckenfurt, Spire, Worms, Phedersheim, Hagenowe, Sletzstat, Obern «o
Lhenhcim, Wiszeuburg und ouch darzi'i die swebesi lien sielte, die den bunt mit-
einander hallcnl, und ouch wir ziisamen verbunden sint. und darumbe und ouch
wände uns vürkomen ist, daz die selben swebesehen sielte zu velde gezogen sint
uf den edeln herren grate Eberharten von Wirtenberg den allen, Hei fitzen von
Dorrenbuch, Uenselin von Gronheim, Eherhart Leschen, uf den Speien und ul u
andere ire vigende, so künden) wir üch in truwen, daz ir uf die selben swebe-
schen stette unser eilgenoszen nil dienenl noch helll'ent umbe daz, das wir nit
gegen üch tun müszent, alse ire und unser verbüntnüsze bewisel, were es, obe ir
uf sie diendent oder iemanne behulfl'en gegen in werent. dis verkünden! wir üch
umbe daz selbe vorhin zii versehende und daz ir üch da bi merkent, daz uns nil <•
lieb were, soltent ir von uwers dienstes wegen in schaden von derselben stette
und unserre verbüntnüsze wegen komen. datum sabbato proximo ante diem
saneti Martini episcopi anno domini 1381.
Str. St. A. G. U. P. lad. 168. fasc. 2. or. mb. lit. pat. c. sig. impr. del.
49. König Wenzel an Strassburg sendet dem Bischof Conrad von Lübeck 'unsere 3a
meynunge von wegen des gemeynen friedes mit euch zu reden genczlichen under-
1 Vrgl. für die Datierung nr. 53, Urk. der Stadt Worms vom 23. December 1381.
1381 37
vreysel and bittet ihm rollet Vertrauen zu schenken. geben zu Präge m sun-
lage für send Elysabethen unser reiche des behemischen in dem l'.t des römischen
in dem 8 jaro. Prttf) l.'iSl November 17.
Sir St. A. AA 107 nr. 35. or. eh. lit. cl.
Gedr. i. Auszug. D. R. A. 1. pg. 328 not 1.
50. Graf Ulrich von Würtemherg schreibt an Speier und den dortigen Städte-
tag, um sich dagegen zu verwahren, daß er als ein Feind der rheinischen und
schwäbischen Städte gelte. Stuttgart 13H1 Deeeinber R.
Wir giiive Eberhart von Wyrtenherg embieten den erbern wisen Intel dem hw^
o germei&ter und dem rate gemeinlichen ze Spyi und allen andern des rieh« stetdea,
als sie itzfinl zu Spir by enander siid, unsern grus und alle/ güi. uns ist geseit,
ir wollenl uff uns ziehen von der swebischen stetde wegen, lassen wir uch wiszen,
da/ wir nyl wiszen, da/ wir iilzil mit den zu schallen habenl, denn daz sie
iinserni hei reu von Oslerrieh, des diener wir syn, etwievil unrcdelicher stucke ab
r. uns clagel hanl, die er uns versehriheu gesanl hat. nfi slat unser, herren von
Osterrich und der stetde piml geneynander, waz sie an unsers herren von Oslerrieh
dienere zu sprechen hanl, da solleul sie evnen gemeynen man nemen uszer unsers
henen von Oslerrieh ral und daz hanl sie getan, und daruff so wollen wir und
unsere dienere gern zu dem rehten komen nach des pundes sage;, wan sie daz-
i seihe gevorderl hant. darumbe so getruwen wir uch wol, daz ir darnber ruht uff
uns ziehenl mrli nieman uff uns lihenl widerrehtz, wan wir ungern ufT ueh ziehen
noch nyeman uff uch lihen wollen widerrehtz. uwer versehriheu antworte lant
uns wider wiszen. gelten ze Sluggarthen an sanl Nielaus ahent anno 81.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 b. fasc. VII. cop. ehart. mit Verseiulungsfalten.
51. Die schwähisehen liundesslädle auf dem Städtetage zu Dinkelshühl an die
rheinischen Bundesstaate: sie halten die geforderten Glefen nicht schicken können,
weil die Gesellschaft von St. Georg den Frieden, welchen sie wegen des Königs
Wenzel und der Herzöge von Haiern und ( testerreich mit derselben aufgerichtet,
wieder ahgesagl hülle und zugleich viele Mitglieder der Löwengesellschall mit Sl.
Wilhelm ihre Feinde geworden seien. Sie wollten aher nach beendigtem Kriege
iie vertragsmässigen ( Helen schicken und bälen um Förderung ihrer Sachen. Din-
kelshühl Mittwoch vor S. Lucien. ZMalMbMUU [lHSl] December 11.
Aus. d. Frankf. Stadt A. — Reg b. Janssen I nr. 9.
52 Herzog Johann von Lothringen an Strasshurg : teilt mit, dass er dei (iesell-
16 schall mit dem Löwen, infolge der Briefe, die die Stadt Strassbtug an diese geschickt,
geraten habe, nach Gelübden und Eiden zu verfahren uml dass er Bettel ah Hauptmann
38 1381
dieser Gesellschaft darnach verfahren wolle, besonders seines Schwagers des Grafen
Eberhard von Wirteinberg wegen. datum feria quinla posl concept. Marie anno 1381,
13S1 December 12.
Aus dem Frankf. St. A. — Reg. bei Janssen I nr. C.
53. Die Stadt Worms Ihut kund, dass sie eine Sühne vermittelt habe zwischen
den Strassburgern, unsern eitgenoszen allen iren bürgern und allen iren helllcin
dienern und den yren, uzgenomen junghere .lohanse hern zu Liechtenberg, und ztwischen
dem strengen frommen ritter hern Trüscheln von Wachinheim allen sinen erben
etc. umb allen schaden missehellunge und anspräche und mit Damen umbe des vor-
genanten hern Trüschels teil der vesten Rotenburg und aller zfigehorde.
Trüschel gelobt die Sühne zu halten und hat den Ral zu Worms gebeten,
das Stadtsiegel anzuhängen.
gegebin an dem ersten mentage nach sant Thomanstage des heiligen /.well
hotten in dem jare do man zalte . . . drutzehenhunderl jare achtzig und ein jare
13S1 Deeemher 23.
Str. St. A. G. U P. lad. 166. nv. 57. or. mb. lit. pat. c 2 sig. pcnd. quorum 1 (Worms.)
mut.
Diese Urkd. fehlt bei Boos, Worms. TJrkb.
54. Notarielles Proloholl über die Aussagen Hügelin Schonp's über die Ermor-
dung des Johann Erbe durch Johann Weiszorn zu Illkirch. 20
St.rassburfj 13S1 December 23.
In gotz namen amen, allen den, die disen brief ansehent oder horent lesen,
si kunt geton, das in dem jore do man zalte von Cristus gebürte drutzehenhunderl
ahtzig und ein jor in der vierdeu Judicien und in dem vierden jore des babes-
tümes des aller heiligesten vatter und herren hern . . Urban . . habest der sehate n
an dem drü und zwentzigesten tage des monotz, den man nennet ze latin december.
in gegenwurtikeit mins offen schribers und der gezöge, die hie undenan geschriben
stont, die dar zu sunderliehe gebetten und berüffet wurden!, in dem crützegang zu
dem Wilhelmere in Krutenowe ze Straszburg, do kam jungher Hügelin Schöp ein
edelknecht von Straszburg, unde swor einen gestallten eil zu den heiigen, daz er 10
do by wer gesin, do her Johans der Wiszorn, ein ritter von Straszburg, selbeander
eins obendes, als man ze naht geszen hette bi lieht und als men anderwerben
nach naht imbes zeren wolte, koment in das dorf ze IUekirche in Girstingers stöbe
des wurtes, do her Johans Erbe selge, ein ritter von Straszburg, inne saz, als der
selbe her Johans Erbe do ze naht geszen helle und zeren wolte mit den andern 33
gesellen, die öch da saszent unde mit den so der Wiszorn zu der Stuben intrat,
do erkante jungherre Hügelin den Wiszorn not, do stach der Wiszorn in hern
Johans Erben, und do der Wiszorn also stach in hern Johans Erben, das do her
Johans Erbe schrie unde sprach : was zistü mich, ich sicher dir doch, unde daz
do der Wiszorn spreche zu hern Johans Erben : sicherstü denne, daz do her Johans ««
III
1381 :ni
Erbe antworte; Ich sicher., unde do der Wisaorn na der etabea trat, da erfcaole
jungher Hdgelin ersten, das es der Wiaaorn was. der selbe jonglier Hagelia dar
sprach öch bi dam aide, den er gesworo do hello, das er nüi wol wüste
vor wor, ehe die /.wen hünderste Buche, die der Wiaaora hern .lohans Erben
i gap, ehe sii geschehen! vor oder aach dar Sicherheit. <i«><h so .sprach jungher
llügelin, das er horte do zomol von hern .lohuns Erben, da/, der selbe her Johaat
Erbe spreche: mir isi vi 1 lieber der Wiazorn habe mir dis geton, wenn da/, ich
es yme geton helle. hie hy als do jungher llugelin gesworn nnde geseil hiil, worenl
die erben br&der Hellsehe, ein prieater und conventbr&der das closters zu dem
Wilhelmer vorgen. und jungher Reinboll Hüllet der alte, ein edelknecht zu Strasz-
burg, in gezügesz wiszo darzü gebettet) Bunderlinge unde berüfft.
Und ich Walram von dem Bosch, Ludiger bystum, wonende ze Straszburg ron
keyserlieher gewall ein offener sehriber by den dingen, alz da vor von junglierre
llugelin obgen. verschriben stobt,* gewesen gesehen und gehört habe mit den erbern
i gezogen, die obengeschriben sint. darombe so hab ich nun gewonlich zeichen vor an
disen brief gosetzet ze geziignisse der selben dingen, die obenan von junghern
llugelin egenant geschriben stont.
Str. St. A. V. C. 0. B. 28 ni\ 30. or. mb. Vit. pat. mit dem Handzeichen des Schreiber».
55. König Wenzel an Straßbürg: dankt für die Befreiung des Qregorius von
20 Wandersieben aus der Gefangenschaft Bischof Friedrichs von Straßburg und bittet
nun auch dafür zu, sorgen, daß ihn der Bischof der abgenommenen Eide entlasse.
Prag 1381 December 27.
Wir Wenezlaw von gotes gnaden römischer kunig czu allen czeiten merer des
reiches und kunig czu l'eheiin einbieten unsern lieben und bisundern getreuwen den
25 meistern, ammeistere und dem rate czu Straszburg unsere gnade und alles gut. lieben
und bisundern getreuwen, also Friderich, bischoff czu Straszburg, bie uch in der
slal czu Straszburg unsern lieben andechtigen Gregorium von Wandisleibin, amen
lieben andechtigen Wolf'arles von Grenl'els, bischolfes czu Hasil, in geistlichen
sachen vicariiun, in unserre bolsehaft und dinste f'revelich gevangen und in
,io eysen geslossen hat, daran er unsere kunigliche wirdikeil geuneret und gesmcliel
Phal, also er auch an andern sachen me getan hat, also wir ym des doch nicht
gelreuwet bette», hat uns derselbe (iregorius unser diener gerümet, daz ir czu
eren der heiligen kirchen und unser kuniglicher wirdikeit uch in den sachen czü-
inale togenllichen bevviset habit und yu ausdergevengnis.se ledig und loes gemai hei
habit, daran ir uns eyne suU In; behegelikeit getan habit, die wir kegen üeh und
die uwern gnedicklich hedencken wollen, darober ist uns vorkommen, daz derselbe
(iregorius unser diener von derselben gevengnisse wegen dein byscholl'e und dem (sie)
seinen evdr getan habe und hrieve ober sich gehen habe, doruiuh begern wir von uch,
sind dem mal daz uns die unere und smaehheil an unseini diener lue nch in der
slal czu Straszburg an unserm dinste derbotten ist, daz ir den bisschof under-
wiset und mit ym auch ernstlich von unsern wegen redet, daz er Gregorium
VI. 6
40 1381
unsern diener ledig und loez sage und alle eyde und brieve vor sich und alle
die synen abe tue und yn der ledig sage, also wir ym auch in unsern brieven
vorschrieben haben, wan wisset, daz wir ym und den synen in allen sachen, die
sie czu ym ezu sprechene haben czu dem rechten stellen und halten wollen,
und bewiset uch in dissem sachen, also wir och bisundern wol getreuwen. daz
wolle wir kegen ucli gncdicklich bedenken. geben czu Präge an sand Johannistage
des ewangelisten unser reiche des behemischen in dem 19 und des romischen in
dem fi jaren.
Per dorn, eancellarium Martinas scolasticus.
Str. St. A. AA. 107. nr. 17. or. mh. lit. pat. c. sig. in v. impr.
56. Aufzeichnung über die Preise von Wildpret und Geflügel im Jahre 1381. to
Vogeler und gremper. 1381.
Zu dem ersten so söllent sü geben den besten antvogel umbe 10 den. — it.
eine glute und eine deind zu 4 den. — it. die rotbeinlein zu 3 den. — eine
wildegans umb 14 den., einen vasanlhan umb 10 den., ein vasanthün umb 4
den., ein rot velthün umb !) den., ein gro velthün umb 7 den., ein 15
hasen mit dem balge umb 18 den., ein hasenvleisch umb 16 den., den
besten kappen umb 1 sol., eine alte henne um 10 den., it. eine junge hürige
henne umb 8 den. — item eine zame gemeste gans, die do bereit ist, die sol man
geben von ostern untze sante Michels tage umb 16 den. die beste und von
sante Michelstage uncze vastnaht umb 1 sol., it. ein zame ente umb 8 den. 2"
Hegel, Königshof. Gedr. II, 1011. aus dem [nicht mehr vorhandenen] «Heimlich Buch»
fol. 44 '•.
57. Meister und Rat von Strassburg an den Riller Johann von Thann .- ver-
wenden sich für Frau von Ochsenstein, ihre Bürgerin. [1381.]*
Wir Johans Schilt der meister und der rat von Strazburg embieten dem er- 25
bern ritter hern Johansen von Than als lieb und gut. alse ir uns enboten hant
von jungfrowe Menen wegen von Ohsenstein unserre burgerine, da süllent ir wissen,
daz wir sie darumbe vür uns besantent. und sprichet, daz ir hern Rudolf seligen
von Ohsenstein iren brüder von dez schaden wegen, den er üch und uwern
lüten zu Burlebach getan solte haben, gebütent vür die nüne dez lantfriden gegen so
Spire. und het vor uns erberlich mit biderben lüten erzüget, die vor uns darumbe
swürent an den heiligen, daz der vorgenante herr Rudolf vor den nünen mit
urteile ledig wart geseit von der vorgenanten getete und uwerre anspräche wegen,
nii bittent üch darumbe ernstlich, daz ir uwere vorderunge gegen der egenanten
unserre burgerin ablassent und ir noch iren lüten keinen schaden tönt und tru- 35
went, daz ir uns noch ir harübcr keinen schaden tiint und ?üch hie mit lassent
1 Johans Schilt war Meister 1369, 1372-1381.
1382 41
begnügen, und laut uns bar tunbe owere antworte wider wissen,'- daz wir uns
darnach künnenl gerillten.
Str. St. A. AA. 118. or. mb. ohne Siegelspuren.
511. Meisler und Rat von 6'lraßburg bezeuge», dem bisherigen städtischen Aml-
s mann Burekart Meyger bei seinem Ausscheiden ihre volle Zufriedenheit.
I13SH Januar 4.
Wir C.iinlze Hock eet. kündent menglichem mit disem briefe, alse Murekarl Meyger
von Erstheim unser burger lange zii und vil jare unser und der vorgehabten anserre
stette amptman gewesen ist und er aber nü dazselbe arnpt von sines libes noldurlt
o wegen ufgegeben het, daz also derselbe Burckarl Meyger uns redaliche und ge-
truweliche verrechenl und gentzliche völletfln hei von allem dem gftte, wie daz
genant ist, daz er von unsern und uuserre stelle wegen ingeuomen und uzgegehcn
het, in weihen weg daz sie, nutze uf disen hütigen dag, alse die date diz briel'es
beseit. und sagen! öch wir mit disem briefe vür uns und alle unsere näehkonien
■> der vorgenanten anserre stette zii Strazburg ledig und quit gentzliche den vor-
geturnten Burekart Meyger und alle sine erben von alles dezseihen gutes wegen,
wie daz genant ist, daz er von unsern und unserre stette wegen ingenomen und
uzgegeben het, in weihen weg daz sie, untze ul' disen seihen hütigen dag, alse
die date diz briel'es beseit, und daz wir noch alle unsere nachkomen der vorge-
!o nanleu unserre stette zu Strazburg darumbe nieiner anspräche noch vorderunge an
denselben Burekart Meyger und an alle sine erben gehaben süllent mit gerillte,
noch Sine gerillte in denheinen weg an alle geverde. und dez zu einem Urkunde,
so ist unserre stette ingesigel an disen briet gehencket. der wart gegeben an dem
ersten samestdage vor sant Erhartz dage dez heiligen bischofea in dem jare etc.
.. ahlzig und zwei jare.
-Str. St. A. Stdtord. Bd. 21. fol. 186 ". eonc.
59. Ralsbeschluß über die Wiederwahl der Meister und Ammeis ter nach drei-
jährigem Zwischenraum und Festsetzung ihrer Einkünfte. 13S2 Januar 6.
Unser herren meister und rat, sehdllel und ainman siut ühereinkouien, das
'" nach dem jare, so einre ein meisler oder ainmamncister gewesen ist und abe ist
gegangen, er in drien gantzen jaren darnach nil anderwarbe noch e zii meister
noch zii ammanmeister gekosen noch gemachet sol werden in alle geverde a. und
das man oueh ieglichem uuder den vier meistern, die iegliehs jares zii meistern
»ckost und gemachet werdent, sol gehen von unserre stette wegen das vierteil jares
■■■ us, so ieglicher meister rilltet, und nil vürbuz alle wochen ein pfunt Strazburgcr
Pfennige zii störe zii sinem kosten zii den lünl pfunden, die man iegliehem meister
a) an alle geverde übergeschrieben, danno an dem vierden jare ausgestrichen, «eil oieit : er in drien
gantzen jareu darnach eingefügt ist.
42 1382
jare.s von des ratet wegen git. und sol man einem ieglichen ammanmeister, der
ein ammanmeister gemache* und gekosel wirt, geben alle wochcir' dazselbe jai
uz von der stette wegen ein pfände Strazburger pfennige ouch zfl sinem kosten
zu stäre und och zfi den fünf pfunden, die man ime jares v^n^des ratea wegen
git b und sullent öch darzü alle jare den meistern und den amnianii'i'iistern ire gefelle '■>
öch werden, alse sie in untze har gefallen und worden sint ;in alle neverde. und
sol öch der nuwe rat alle jare darnach, so er gekosen ist, sweren uf der pfalUea
an dem nehsten sunnendage nach saut Krhartz tage und sol man öch in den
nehslen ante Ingen mich demselben sunnendage, alse der rat uf der pf'allzen gc-
sworn het, vor dem munster sweren.' actum leria seeunda proxima aide diem <o
saneti Erhardi episcopi anno domini 1382.
Str. St. A. Stadtord. Bd. 21 fol. 186. frotokoU-Concept mit vielen Streichungen und Ver-
besserungen.
60. Swartz Götze von Grostein der meister und der rat von Straszburg wider-
sagen Henne Strasse von Cleberg durch der von Kranckcnf'urt unserre eitgenoszen K
willen. datum feria tertia proxima ante diem scti Anthonii confessoria anno 1382.
13S2 Januar 14.
Frankf. St. A. Reichssach. Art. 127 c. or. mb. I. pat. c sig. in v. del.
Ebenda Absagen an Claus von liciklilnlieim und Johann Thymen von Langenauwe.
61. Straßburg an Speier: giebl seine volle Zustimmung zu dem auf dem letzten 20
Tage zu Oppenheim vorgeschlagenen und verhandelten Bündnis der Städte mit den
Fürsten und will zum Abschluß desselben Boten mit ganzer Vollmacht auf einen
neuen Oppenheimer Tag senden. • 1382 Januar 29,
Den erbern bescheiden unsern sundern guten frumlen, dem burgermeisler und
dem rate zu Spire entbieten wir Swartz Götze von Grostein der meister und der ia
rat von Strasburg unsern dienst, lieben fründe, alse uwere der andern stette unserre
eitgenoszen und ouch unsere erbern hotten zu tage gewesen sint zu Oppenheim
und geretde haut von einre verhüllt nusze wegen mit den forsten und herren, der
erben hotten ouch uf dem seihen tage warent uf zu nemmende und zu machende,
also haut uns die seihen unsere erbern holten wol geseit, wie man von demselben 30
tage gescheiden ist und daz ieglicher stette erbern hotten eine nottel und hezeiche-
nunge der meinungen, alse man alda darumbe von enander gescheiden ist, irre stat
widerumbe brähl haben, sich darumbe zii hedenckende und das man dar umbe
widerumbe zii tage sin sol zu Oppenheim uf den nehsten sunnentag vor dem
a) Gestrichen : [und auch nit me und sol mau öch alle jare darnach, so ein nuwer rat gekosen ist, K
sweren vor dem munster an sant Erhartz tage dez lieiligen bischofes und nit vor noch
nach, danne alle jare eben an dem selben sant Erbartz tage an alle geverde.] b) G est siehe,: .
alle [jare von dem ungelte] der stette wegen [hundert plunde und vier piünde]. c) Ge-
strichen : [were es aber das derselbe sant Erhartes tag uf einen sunnentag gefiele, so sol man
an den nehsten sunuentage uacli demselben suunentage, uf den sant Erhartes tag gcvallen ist, ,(,,
vor dem munster sweren ane alle geverde].
1382 43
sasmentage Letare zu mJUtTfnfitrn, der nü zu uehsie kostet, und darumbe so **•#.
kuixlini wir ach, das wir ober die salbe aottel and beseieherraage gesessea -mi und
/ü rate sini wurden, das uns dieselbe notiii und beaeiche&aoge woi gevellet und
uns oueh wol zu sinne ist, den bunl mit den liirslen und herren in dJatolbe wise
5 uf zu neinende, und das wir oueh darumhc unsere erliern holten mit vollem gcwaltc
uf den vorgenanten liebsten ussoeadag vor atftterlasten ul dem tage zu oppen-
heiin liiilien wellenl, es zii vollendende und oiieh Rädere stucke mit lieh und ilen
sadara ansern ertgenossBB zii besorgende, die dannc m der selben verbantnaaae
iiutzelieh und notdürftig sint. und darumhc so verkünden! oueh ir ilis also vürbaz
io uwein und iiiisern citgenoszen i\v.\\ von Mentze, Worms und Kraiiekenliirl und
mil iiamen dar zii den sweliesehen sletten, die uwer und unsere eilgenoszcii sint.
und senden! ir den swebesehen statten dar mit eine abegesehrili der seihen nolleln.
die nwere erbera holten ü < - h von dem vorgenanten tage zii Oppenheim brobl haut.
und verkundenl in, (laz sie ire srbern holten oueh mil vollem gewalte dar muhe
5 haben! uf dem tage zu Oppenheim uf dail nehslen siinnenlag vor millerfaslcri. da/,
duneket uns nützlich und gut sin. datiini leria quarla proxima ante diem
fest] piiriliealionis heale virginis Marie anno elc. 82.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 b. fasc. VII. conc. des an Speier abgesandten Briefes.
(iü. Bischof Friedrich von iSlraßbnrg trifft mit dem Burggrafen ein Ueberein-
:" hemme» bezüglich des Zolles. 1382 Februar 21.
Wir Priderieb von gols gnaden hisehof zu Straszburg tun kunt mil disein brief
allen den, die in ansehen! oder hören! lesen nu oder hienaeh, das wir mit willen
wissen unil gchelle der erwurdigen herren des dechans um! des eapilels der hohen
still zu Strassburg einbelüguch abaNaakeraaa sint mit unsera burggrav bata Joaaasaa
m von Mulnheim, eim ritter zu Straszburg, von des zolles wagen, der da höret zu dem
burggraven anipt. den ein zoller, den ein burggrave zu Straszburg satte, gesameot
helle von siiien Weges all jor in dise wise, also hienaeh geschriben stat. das ist
also das der seih dein zoll hinanlur me hüben sol hy dem grossen zoll, den wir
hanl in der slatl zu Straszburg, und sollen! wir und unser nachkomen dem hurg-
,„ graven kern JobajSBSa von Mulnheim, oder were den zu male burggrave ist, gehen
alle jar zu jeder fronvasten fünf plunt Straszburger pfennig ull' den sambslag in
dar fronvaslen, das isl zu dem jar zwenlzig plunt und soll das ein yeglieh zoller.
der dan isl oder wart, geloben hy siner Iruwen an eins eides slall 00 allen ver-
zog und on all hindernusz zu gebende und sollen! wir und unser noehkotnen oueh
x. eynen vedliehen zoller, der den zoller isl oder wurl. solieh haben, das er es
gelobe zu gehende und es oueh halte, und wer es. das es mit gesrhee und ml ge-
halten wurde, so mag der vorgen. burggrale. oder wer dan zu mole burggrave ist.
den zol nemen und lihen, wem er wil on unser und mengeliehs widderrede und
irruag on alle geverde. es ist oueh betet, das der vorgen. herr .lohannsz von
*o Mulnheim, der burggrave, oder were den burggrave isl, sol Waben by allen rechten
44 1382
und gewonheit, die eyn yeglich burggrave hette und gehebet hette von allen den
Zünften und antwercken, die under eynem burggraven gehorent von unsern wegen,
wie die genant sint. eyn yeglich burggrave sol auch bliben by dem gelute zolle,
also es harkommen ist. er sol auch bliben by dem eymer und by dem zolle
von den oleye luten. er sol auch bliben sust by allen andern rechten, die er von 5
uns und von unsere stil't hct, und also es harkominen ist von allen antwercken
uszgenommen des cleynen zolles, also dovor geschriben stot, den ein underzoller
sament und gesament het, also es harkomen ist. und aller dirre vorgeschriben
ding zu urkunt haut wir der vorgenant Friderich bischofl' zu Straszbuig unser
eygen ingesigel geton hencken an disen brief und wir Johanns von üchsenstein 10
dechan und das capitel der egenanten stil't zu Straszburg bckenuent uns, das alle
vorgeschriben ding mit unserm guten willen, gunst und gehelle gescheen sint. und
des zu urkunt haut wir des egenanten capitels ingesigel zu unsers egen. herrn
von Straszburg ingesigel gehenckt an disen brief. der wart gegeben an dem
nechsten fritag vor sanct Mathis tag des heiligen zwelfbotten in dem jor do man 11
zall von gots gepurt dryzehenhundert achtzig und zwei jar. dirre briet sint dry
gelich und blibet der eine by uns Friderichc bischof zu Slraszburg und der ander
by dem capitel und der drite by dem burggraven da vorgenant.
Str. liez. A. G. 3464. Kopialbuch. Die Iticlttigkeit der Abschrift wird durch einen Notar
beglaubigt; nach dessen Beischrift fehlt das Kapitelsiegel. 20
63. Bürgermeister und Rat vo-n Mainz an Strasburg in Angelegenheilen der
Bundesabrechnung . [13S2 (?) März 3.]
Lieben frunde und eitgenoszen. als uwere und andere uwcre und unsere eit-
genoszen der stette frunde des bundes an dem Ryne, die zu nehste zu Spire bi
enander gewesen sint, uwern und unsern eitgenoszen den von Worms und üch aa
uns befolhen hant, daz die von Worms ire frunde zu uns gen Mentze schicken
solten und dieselben ire frunde mit unsern fründen, die wir darzü schicken solten,
zu den Juden, umbe die sie ahtehundert und fünftzehenden halben güldin zu
schaden genomen habent von der vier gros wegen ires zolles dez ersten jares
zu Manheim, und das dieselben der von Worms frunde und ouch die unsern mit *>
den Juden rechenetent und züsamen slügent hüplgüt und schaden an eine, und
was danne jeder stat unsers bundes darzü nach margzal gebürte zu gebende, daz
soltent wir in ieglicher stat verschriben ir anzal daran zu gebende, dar umbe
laszent wir üch wiszen, das üwere und unsere eitgenoszen der von Worms frunde
uf hüt darumbe bi uns gewesen sint und habent unsere frunde mit in mit den «
Juden umbe die vorgenante schulde und schaden gerechenet und züsamen geslagen,
daz der summen ist eilf ehthe hundert güldin und 26 güldin, daran ieglicher
stat unsers bundes an dem Ryne, uzgescheiden die von Worms und die von
Spire, an der groszen summen der glefen ieglicher glefen drie güldin und 7 sol.
alter heller gebürt zu gebende, darumbe lieben frunde so bestellent, daz ir von 40
eglicher glefen der groszen sumen drie güldin und 7 sol. alter heller bi uns in
1382 45
unser st;ii tii den Sonnentag Letare, so du nehste koment schickem und um 4t.
Bendent, uf das man die joden davon bezale und der sachs zu ende komme, weihe
shii daz aber nii dete, was schaden dar after den andern steilen davon entstände,
den wurde die si.ii den andern sielten abelegen, also auch die briefe baltent, die
r> vormals darüber gegeben sint. ouch lieben fründe stet uns noch ciwie viel geltet
us/.e von der zweier rechenunge wegen, die zö Spire geschehen sini, also die
rechten briefe baltent, die zh Spire darüber gegeben sint. bittent wir üch fliszek-
liche, daz ir dieselben rechenbriefe ansehent und ach daruf ensinnent, und was ir
il.irvon noch schuldig sinf zu gebende, das ir uns daz uf den vorgonanlen sun-
Inendag Letare gen Menlze schicken vellent, uf daz wir dest gerner tun wcllenl,
waz üch dienstlich und lieb ist. datum feria seeunda post Beminiscere.
Burgermeister und rate zu Menlze
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 •>. fasc. XI. cop. chart. coaev.
64. Ungenannter schreib! an ungenannte Stadt, dass die in Wesel versam-
15 melten Bischöfe von Köln, Trier, Mainz, Strasshurg, die Herzöge von Lothringen
und von Baiern, der Markgraf von Baden, die Grafen von Sponbeim, Katzenellen-
bogen und Johann von Nassau siiniintlich wider den Bund der Beiehsslädle seien.
Dal um Wesel 1382. Wesel 1382 [nach Mars 7].
lieg. d. Markgr. v. Baden, nr. 1351.
211 D. B. A. 1, 336. anm. 2.
Koch-Wille, Reg. d. Pfalzgr. 4437.
65. Landfrieden König Wenzels mit den drei geistlichen Kurfürsten und den beiden
Pfalzgrafen Ruprecht dem älteren und dem jüngeren, mitbestimmt für die weiter-
auischen Städte: Wetzlar, Friedberg, Gelnhausen, sowie für die elsässischen Städte:
Colmar, Mülhausen, Kaisersberg, Münster, Rosheim, Türkheim, Sulz auf 5 Jahre
bis 1387 Juni 24. geben 1382 off den suntag als man singet Oculi .. . regn. boh.
19 rom. 6. 1382 MHrz U.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48(49 « . fasc. 8.
Gedruckt: Weizäckcr D. B. A. I, 337 nr. 191.
66. Ilagenau an die schwäbischen Bundesstädte: malmt auf Grand ihres Bun-
des denen von Strasshurg beraten und behollfen zu sein gegen Dietrich vom
lluse, Probst zu Lulterbach, Johann und Härtung vom Huse, welche beiden den
Strassburger Bärger Uelin von Herne schwer geschädigt haben, undauf Freitag nach
Ostern die «grosse zal glefen» zu schicken. datum feria sexta proxima post Aprmi.
dominicam Letare anno 82. 1382 März 21.
Str. St. A. AA. 118. cop. eh. coaeo.
67. Swartz Götze von Grostein der Meister und der Bat von Strasshurg an
Prankfurt : mahnt auf Grund ihres Bündnisses um Hülfe gegen Dietrich von) Hose,
Probst zu Lautenbach, dessen Knechte den Strassburger Bürger Uelin von Berne
46 1382
gefangen genommen haben. Die bündnissmässige Zahl Glefen soll am Freitag nach
Ostern (April 11) in Strassburg sein. datum sabbalo proximo pos4 dominicam Lelarc
anno 82. 1382 März 22.
Frank/. St. A. Copialb. VII a. fol. 24 nr. 59. cop. coaev.
Ebenda : Van gleicliem Datum gemeinsame Malmung Strasburgs in derselben Angelegenheit
an Mainz, Worms, Speier, Frankfurt, Ilagenau, Weißenburg, Pfeddersftcim mit der Bitte,
auch die schwäbiseheti Bundesstädte zu mahnen.
(58. Frankfurt mahnt die schwäbischen Städte auf Grund ihres ISündnisscs.
der Stadt Strassburg mit der grossen Summe (liefen gegen den Frohst von
Lautenbach beizustehen und ihre Hülfe zu Freitag nach Ostern (April 11.) gen Strass-
burg zu senden. datum feria quarta post annunciationis Marie anno 1382.
1382 März 26.
Frankf. St. A. Copialb. VII il 24. cop coaev.
69. Graf Heinrich zu Lützelstein an Strassburg: bittet um Glefen wegen der
Fehde zwischen der Stadt Mainz und Hannemann vom Huse von Isenheim. a
1382 [März].
Str. St. A. Regest nach einem alten Inventar des aufgelösten Bestandes *an der Sauh
Original nicht aufgefutulen.
70. Strasburg schließt mit den Herren vom Hus einen Sühuevertrag , /iav/>l-
sächlich wegen der Burg Willen/t eim. Breisavh 1382 April 15. 20
Von der stosse und missehelle wegen, so gewesen ist zwüschend den wisen
und bescheiden dem meyster dem rat und den burgern gemeinlicli der stat ze
Strasburg und allen ihren helfern und dienern und allen den, die zu inne gehö-
rend, einsit und her Dietrich vom Hus, probst ze Lutenbach, Heintzen sinez knehtez
genant Ritter, her Hans Ulin vom Hus, Hartunge und Heinrichz, sinr sunen, her a,
Claus von dem Hus und her Hansen von dem Hus von Ysenhein und allen iren
helfern und dienern und allen den, die zu in gehörend, andersit. die selben stosse
her dan rörend von der obgenanten wegen her Dietriches vom Hus und Ritters
sins knehtz, do von Wittenhein gewunnen wart, do ist menglichem ze wissend,
daz si beide sit der selben stosse und missehelle mit einander früntlich und gut- h
lieh gar und gentzlichen versflnt, geriht und gesliht sint ein luter gantzer siin und
rihtigung umb alle die stüke, spenne und stosse, wie die genant sint, so si bede
sit mit ein ander zu schaffen gehept hant uffen disen hüttigen tag, alz dirre brief
gegeben ist, es si von angriffe, gevangnüsse, Schätzung, brandez und nome wegen
und sunderlingen von der vesti wegen Wittenhein, so her Hans Ulin vom Hus t;.
an gewunnen ist und umb allen den kosten und schaden, so sü bede sit dovon
gehept hant, der selben stosse und missehelle sü bedesit versünt und geriht sint
luterlich und ewenclich.
1382 47
linde Parteien gelobe,, bei ihren Eiden die Sühne zu hallen. Es siegeln auf
ihre Viltcn Walther von der Dick, berre ze Spechaberg; Rudolf von Hohenstem,
vii/.iiini von Straszburg; Martin Malterer, Landvogt ze Eisatz und ze BriagAw da
bertzog Lapoltz von Osterich; burgermeister und rat ze Brisach. gegeben ze
> Brisach an dem nechsten zinstag nach usgender osterwochen in dem jor . . . 1382.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166 nr. 69. nr. 58 or. mb. lit. jhU. c. 4 sig. pend.
Dorsualvermerk von nr. 58: Als den vom Huse die vestin Wittenhcim angewonnen und
die sache gerihtet ist a. 1382.
71. llug Dntschman der Moistor und dnr Bat zu Strassburg an Speier: teilen mit,
in da.ss sie sich durch Vermiltcliing der Räte Herzog Leopolds von Ocslcrrcich mit l)ie-
trich vom llnsc, l'rohsl zu Lautenbacb, völlig versöhnt haben und danken für die
somit überflüssig gewordene Hülfeleistung, um die sie gemahnt hatten. dalum
sabbato proximo post qnasimodo geniti anno 1382. 1382 April 19.
Frankf. St. A. Copialb. VII *. 27 eop. eh. eoaev.
»72. Gedenkbrief für einen in Speier abzuhaltenden Slädtebotentag:
1) die von Strazburg liant uzgeben von des bundes wegen ;'>:'>."> guldin
und sollent her Peter Dernen bezalen.
2) gedenkenl ze redende von dem zolle alse von der von Mentze wegen.
3) da.ss Ottemann von Ochsenstein sein Entsehädigungsverspreehen dem Schult-
n heissen von Oppenheim erfülle.
4) dass der Bund verlängert werde, damit viele Herren, Ritter u. s. w. demselben
beitreten.
5) gedenckent an die von Wartenberg und an den von Hohenloch.
k6) dass Sigmund von Sponhein abgesagt werde.
7) dass der Speierer Tag abgehalten werde von Dienstag früh in den «pfingstiur-
tagen» bis Mittwoch Abend.
8) gedenkent an Tannenberg von dez gezoges wegen der tag sol sin am samstag
nach dem ptirigslag (Mai 30.)
!>) ob sieh die Städteboten des Streites zwischen den Städten Speier, Worms
so und Frankfurt annehmen sollen.
10) dass die Städteboten Vollmacht hätten für die Massregeln, welche zu er-
greifen wären : wenn die Kurfürsten den bunt mit den stetten nüt ufneinmen woltent.
[1382 ? April/Mai]
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 l>. fasc. XI. conc. chart (loser Zettel).
«8 Ti. Bericht der Straßburger Feldhauptleute ans dem Lager vor Ühatillon an
dm Stellmeister fing Dv.tschmann über den Stand der Belagerung mit der Bitte
UM Verstärkung } 1382 Mai 14.
Unscrn dienst bevor berre der meister. wir laszent uch wiszen, daz wir die
vesim berantenl an mendage zu naht ombe den ersten alof mit einre und *■*«*
«ii ' Vgl. Hegel, Kimigshof. II, 807, wo unter der Ueberschrift : <Schetelo wart gewonnen» htrs
Ursprung und Verlauf des Kriegszuges erzählt und die Zerstörung der Burg auf
48 1382
driszig glefen und fündent ouch Schetelan die vestin ungewarnet und daz laut mitten-
ander und koment ouch vür die vestin an ziostage, da es dagete mit dem huffen
Mai 43. mitnander und hant ouch die vestin belegen und beseszen. und nach vesper ziit uff
den selben dag, da kam der grefe von Lützelslein zu uns mit zwein und driszig
spieszen und hant von dem brüschtal wol anderhalb hundert erber lüte. und kam der '■<
gezüg und aller unser cost uff die mittewoche nach vespern und slahent unsern
Mai u. gezug uff und bereytent in, daz wir an fritage frage wöllent an die vestin mit
dem gezugc und ouch mit eime stürme, wie daz geratet, daz enwiszent wir nit, wanne
Mai iß. es eine herliche gute vestin ist. und müszent sü dag und naht behüten an vier
enden mit zwein hundert mannen, wanne sü ouch vier porten het. und wiszent ">
ouch, daz unser vigende alle dage uff dem velde sint zu rosze und zu füsze und
gerne in die vestin werent und hant die weide gefeilet umbe Schetelan, daz wir
truwent, daz sü nit darin rnögent komen. und wiszent, daz uns dag noch naht niemer
harneseh abe unserme halse komet. und wiszent, schichte uns der bysehoff von
Strazburg fünftzig spiesze und der lantvoget ouch fünftzig und die von Wiszenburg, «
von Hagenowe, von Sletzstat und von Ehenheim driszig spieze, so truwetent wir wol
mit der gotz helffe die vestin zu gewinnen in vierzehen dagen und mit uwerer helffe.
Mai 47- 18. und schickent uns daz volk untz samstag oder untz sunendag nu zu nehste
dar umbe laszent üch ernst sin, wanne es üch und dem lande lit umbe alle uwer
selde und ere, daz uns daz volk har in komet. wir laszent üch ouch wiszen, daz «
uns unser herre von Blanckenberg git win und brot und alle cost umbe unser gel
dügentliche und die von Sarburg und daz laut gerwe. und darumbe lieber herre, sit
laszent üch ernst sin, daz wir da mogent bliben strites halb, wanne wir nit dannen
koment, ir heiszent es uns danne. uwer verschriben entwürfen laszent uns wider
wiszen. geben an dem nomen obende zu mitternaht.
Von uns Walther Wahszicher, Johans Böckelin houbtman und Cün-
rat Armbrüster.
[In verso.] Herrn Hug Dütscheman,
stettemeister zu Strassburg.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. fasc. 1. cop. c/t eoaev.
Gedr. : Ebrard, Straßburgs Fehde mit Jean de Vergy. S 4.
Pfingsten (Mai 25) datiert wird. — Unter den Bundesgenossen Straßburgs sind auch
dort die Markgrafen von Baden genannt Vrgl. Reg. d. Markgr. v. Bad nr 1359,
lieber die Person Jean de Vergy vergleiche die von Hegel zum Teil nach Acten des
Metzer Archivs gegebenen Notizen. S. 808 Anmerkg Jean de Vergy ist Jean III. mit 35
dem Beinamen la laffre (dicUfi Unterlippe). Er folgte minderjährig 1353 seinem Vater
Heinrich II. als Herr von Fouvens, Champlite, Blamont etc. und Seneschall von
Burgund. Jean f 1418 war Marschall und Gouverneur von Burgund, vgl. Duchesne.
hist. de la maison de Vergy. (Paris 1625), wo jedoch nichts über die Fehden mit
Straßburg gesagt ist.
!.
I
1382 49
74. Hans von Welels/c p/m verzichtet für sich, und seine Nachkommen auf alle
Entschädigungsansprüche, die er wegen der Zerstörung von Burg und Dorf Wü-
tenkeim an die Slraßbiirger erkeben könne. CMS Mai 14.
Ich Hans von Wetelsheim ein edelknechl tun kunt menglichem mit disem brief,
als die wisen bescheidenen der meister, <lcr rai, und die borgere gemeinlieh der st;ii
zu Strasburg und ir helfer und diener Wittenhefan die ?esti gewannen und daz
dorff dabei verbrant hant, daran und damiite hu mich an etzlicfaen minen armen
Iul.cn daselbs geschediget hant, da vergüte ich, das ich mich für mich und alle
mine erben und nachkomen und für mine armen litte gegen den obgenanten von
Strasburg und gegen allen den iren beifern und dienern gemeinlich oder ir icklichcu
besunder, die des kriegea gewesen sint, und gegen allen iren nachkomen alter rehten
vorderunge und anspräche, so ich oder mine erben und nachkomen und mine
armen lüte im oder hernach hant oder haben mochten an si alle gemeinlieh oder
ir einen besunder oder ine von der getote des invalds, des blandes und der naiiic
wegen, wie daz beschehen ist, damitte ich oder mine armen lüte da geschediget
»int, Kar und gentzlich verzihe und begibe iemerme eweklich, das ich noch mine
rben und nachkomen noch mini! armen lüte noch ieman anders von minen, miner erben
und miner armen lüte wegen die obgenanten von Strasburg noch nienian von
iren wegen darumbe niemanne angesprochen, bekümbern, gevangen, angrifTeri
noch in keinen weg weder heimlich noch öffenlich gendtigen söllent. und
daruf so söllent ouch si und alle ir heitere; und dienere von mir und allen
minen erben und ouch von minen armen Inten, für die ouch ich dise ding ver-
tröst und versperith hinnanthin iemer eweklick quil, lidig und losz (sin), sid nu ich mich
gegen inen haruinbe aller rechten vorderunge und anspräche versigen, begeben und
darumbe quit, lidig und los/, geseit habe, das ich offenüeh vergihe an diesem brief.
und darumbe so verheiszen und geloben üch für mich und alle mine erben
und nachkomen und ouch für mine armen lüte, die da geschediget sint, alle dise
vor und naehgeschriben ding war und stete ze haltende, ze habende, gar und gentz-
lich ze vollefürende und hie wider niemer ze tünde, noch schaden getan werden
bi dem eide, so ich minen herren getan habe von ininer leben wegen ane alle
geverde. bar über ze einem waren Urkunde so habe ich der vorgenaiil Hans von
Wetelsheim, ein edelknechl, min eigen ingesigel gehenckl an disen brief. der neben
si au dem neonaten mitwuchen vor dem nffartage des jares do man zalte von
rysti gebürte tusent drühundert achtzig und zwei jar.
Str. St. A. G. U. P. lad. 54/58. or. mb. lit. pat. c. 1 sig. pend.
Oleichlautende Sühn- Urkunden mit den betreffenden, meist gut erhaltenen Siegeln finden
sich von :
1. Herman und Heinrich von Regisheim genannt Stusse, or. c. 2 sig. pend.
2. Wilhelm, Heintzeman und Herman Waldener. or. c. 3 sig pend.
8, Eppe und Friderich von Hadstat, Sühne Cftntzens, und Friderich, Alexius und Peter-
iiiaiin von Hadstat, Söhne Eppens. or. c. 5 sig. pend. quor. 1 del.
4. Franz und Ulli Störe, or. c. 2 sig. peiul.
5, Peter von Eptingen. or. c. 1 sig. peiul.
(5. Kraft von Ongersheim. or. c. 1 sig. pend.
7. Hcintzraan, Wilhelm und Cftnrat von Uungerstein. or. c. 3 sig pend. quor. 2 delaps.
50 1382
8. Walher von Ongersheim. or. c. 1 sig. pend. delaps.
9. Hetzel Nibelnng, ein edelkneht, und Cläre von Mörsperg, des erstem Schwester ;
letztere siegelt nicht, sondern erklärt ihres Bruders Siegel für sich verbindlich, or.
c. 1 sig. delaps.
75. Hug Dütschman der Meister und der Rat von Strassburg an Frankfurt : mahnen
um die vertragsmässig grösste Summe Glefen ' zum Sonntag über 1-1 Tage nach
Zabern {Juni 1.) gegen Jean de Vergy, dessen Burg Chatillon man zu brechen be-
schlossen habe. dattim sabbato proximo post diem festi ascensionis anno 1382.
1382 Mai 17.
Frankfurt. St. Ä. Copialb. VII ". fol. 26 nr. 66. cop. coaev.
Vgl. Ebrard: Strasburgs Felide mit Jean de Vergy. S. 6. dort auch erwähnt : ein gleich-
lautender Mahnbrief an Eßlingen und die schwäbisclien Städte von gleichem Datum.
76 Frankfurt an die schwäbischen Städte : mahnt für Strassburg um vertragsmäßige
Hülfeleistung gegen Jean de Vergy. datum feria quinta ante Urbani anno 1382,
1382 Mai 22. is
Frankfurt. St. A. Copialb. VII » 26 b nr. 67. cop. coaev.
77. Bug Diitschmannder Meister und der Rat von Straßburg an den Landvogt
Martin Malterer wegen der von Härtung vom Iluse gefangenen Juden.
1382 Mai 23.
Wir Hug Tütschman der meister und der rat von Strazburg embieten dem ta
erbern frönen ritter hern Martin Malterer, dem lantvogte, was wir gutes vermügent.
alse ir uns widerumbe geschriben liant von der Juden wegen, die Härtung vom
Huse gefangen het, also wiszent, daz uns unser fründe, die uf dem tage zu Brisach
warent, uns geseit haut, daz es von der Juden wegen alda verteigdinget wart, daz
man die Juden und ir gut gen Brisach unsern erbern botten in ire hant ent- a
wurten sol und daz ir sie ioch von Brisach geleyten soltent, obe sie sin be-
dörftent, alse ir ouch daz selber wol wiszent, dez wir gelruwcnt. und dar umbe
so bittent wir ücli mit ernste, daz ir schaffen wellent, daz die selben Juden und
Mai 27. ir gut an zinstdage, der nü zu nehste komet, zu Brisach sint, so wellent sie un-
sere erbern botten alda einplanen und wellent uwern ernst dar zu tun iemer durch u
unsern dienst und daz es ouch dest vürderliche geschehe, wände uns geseit ist,
daz man si herte halte und daz sie mit henden und füszen in stocke geslagen
sint. üwer entwürfe embietent uns wider. datum feria sexta proxima ante diem
festi pentecostes anno etc. 82.
[In verso] Dem erbern fronten ritter hern Martin Malterer, dem lantvogte. 3ä
Str. St. A. G. 0. P. lad. 174. or. mb. I. cl.
i Dies Hülfsvolk der «meisten summe der glefen>, bestehend aus 65 Glefen wurde laut Frankfurter
Bechnungsbücher wirklich geschickt, konnte aber schon bei Weißenburg umkehren, da inzwisclien die
Burg Chatillon erstürmt war. vgl Ebrard, S. 7-
1382 51
711- Körnt; Wenzel an Strassburg": gebietet Bevollmächtigte zum Reichstag Ott li
Oppenheim auf den Z'i Juni zu ihm zu schicken. Nuremberg um neehsten dtnstag
nach der heiligen driveltikeittage reg. boh. ü). rom. 0. \,<, ,,/,. ,,, t899 Jmmt :t.
Str. St. A. AA 107 nr. 19. w. eh. Vit. cl.
Gedruckt: D. U. A. 1. nr. 188.
79. Bericht der Ülraßburger Boten com Slädletage zu Bingen an den Uni .Uni/u
und die rheinischen Städte sind bereit, Hülfe gegen Herrn von Vergy zu senden ;
es dankt ihnen gut, mich die schwäbischen Städte, um ff Ulfe anzugehen; in Slraü-
burg soll man für gute Au /nähme und Verpflegung des Zuges sorgen . der A »uig
I» will nach Frankfurt kommen. (1882 Juni ii.]
Unsero Eruntlicheo diensl bevor, wir laut neh wissen, daz wir uff dise mit- iwn.
woche zu aahl gein Meintze kernen sint und alle stedte an dorn Rine und onch
die swebschen stetde und daz der dag zu Bingen für sich gat. und als ir uns
verechriben hant von her Johansen wegen von Versie, uwern brieff lian wir wo!
& verstanden und laut awere wisheit wissen, daz wir den selben brieff1 an frytage Jmt«.
zu prime zyt drogent für der rinschen stetde botden und datent yn denselben brieff
I lesen und batent sie damit.de, daz sie Ire meisten summen ire 'gleven furderlichen
zu uch gein Straszburg wolteid schicken, wenn ez were umb des landes nutz und
ere zu Elsasz und spraehent, wer ez joch, daz der von Versie Dil enqueme, so
h mohte ez lihte geschehen, daz man lihte etwaz anders schaffe, daz doch in und
uch und dem lande nutzlich und erlich were. des entwurtent uns die von Meint«
mit vollem rate und s|iraclient : ir were keiner in allem irem rate, wenn den ez
billicli diihte und wollen! ir volck mit der grossen summen an zinslage zu naht zu •/■»■■ /n
Wormsze haben, und entwurtent uns die andern stetde und spraehent, sie woltenl
h ir briefe furderlichen schicken zu iren frunden und getruwetent, sie detent dazselbe,
»daz ire liunde von Meinlze getan hetdent. und sehicketen wir unsere briefe mit den
iren mit linserm botden an tri tage zu mittemtage zu den slelden und batent sie Junis.
des selben, daz wir sie und die von Meintze gebeten hetdent und versehen! uns und
wiszent anders nit, wann daz die von Meintze, die von Wormsz, die von Spire und
i" die von Franckenfurt mit den meisten summen ire gleven an dunrstage zu naht jum u
zu Wiszenburg ligenl und an frytage zu naht oder an samsztage frühe by ach zu
Straszburg sint. ouch rietent uns die stetde, daz wir die swebschen stetde ouch
I bilden soltent, daz sie iren frunden furderlichen verschriebent, daz sie mit der
groszen summen ire gleven zu uch zugent und gabenl in des briefes, den ir uns
3> -santenl, eine abgeschrift. die entwurtent uns, sie woltent ez gerne iren frunden ver-
schriben. da duncket uns nutze und gut sin, wie daz ir versorgen t, wie daz ir sie
beherbergen! und bestellen^ das in futer, bouwe und andere koste ein phenwerl umb
I einen phennig werde, wenn ez oueb in andern stetden dahin ullliin also bestellel ist
ouch wiszent, daz uns die von Meintze geseit habent, daz man für aht tagen umb
1 Dieser Brief ist nicht erhalten.
52 1382
sie geworben habe dem von Versie zu dienste. und darumb, so hant die stetde alle
den herren, rittern und knehten verschriben, daz nieman wider unsern biint diene.
daz selbe besorgent ouch ir. ouch lan wir uch wissen, daz unser herre der kunig
Mai $8. gein Nurenberg quam uff die mitwoche nach dem phingesttage und sol kommen gein
Franckenfurt oder gein Oppenheim, und sollent wir iht furbaszer dun, daz laut uns 5
forderlichen mit disem botden wiszcn. und emphinden wir dann iht, daz lan wir ach
ouch wiszen. besigelt mit Elharts ingesigel feria sexta post corporis Christi hora
vesperae.
Von uns uwern botden,
die ietzent zu Meintze sinl. i»
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 1. or. eh. lit. cl mit Siegelspuren.
Vgl. Ebrard, Straßburgs Fehde mit Jean de Vergy. S. 9.
80. Die rheinischen Städte Mainz, Strassburg, Worms, Speier, Frankfurt, Ilagenau
Weissenburg, Schlettstadl, Oberehenheim und Fiedeisheim erneuern und erstrecken
ihren am 20. März 1381 für 3 Jahre abgeschlossenen Bund auf 10 Jahre bis zum u
24. Juni 1392. fritag nach Banifacientag a. 1382. Mains 1382 Juni c.
Str. St A. G. U. P. lad. 45/46 nr. 72. or. mb. lit. pat. c. 10 sig. pend. part. mutil.
Ebenda lad. 48/49. 2 cop. charl. eoaev. u. 1 cop. aus späterer Zeit.
Frankf. St. A. Reichssachen nr. 74. 75.
Neueste Drucke: Boos, Wormser Urkb. 11 nr. 815. — Quidde, Westd. Ztsehr. 11, 355. ■«
Aeltere Drucke: iMnig, lt. A. part. spec. cont. IV, 1 S. 1435. — Dumont, codex dipl. 11
1. 172. — Schaab, II nr. 201.
liegest : Scluipflin, Als. dipl. 11, 281. — Scriba, nr. 3324 — Visclter, 11, nr. 175.
81. Die oben genannten rheinischen Städte schliessen unter Bezug auf ihr Bündnis
einen Nebenvertrag betreffend die Ausdehnung der Hülfsvcrpflichtung. K
Mainz 1382 Juni 6'.
liegest nach dem Abdruck bei Boos, Wormser Urkb. II nr. 816.
Gedr. auch bei Quidde, Westd. Ztsehr. II, 377 nr. 6. nach gleichzeitiger Copic des Frankf.
St. A.
l\2. Die Strassburger Gesandten unter dem Siegel von Hans Elhart «unsers dieners» *,
an Frankfurt : teilen die ihnen kundgewordene Not der Strassburger durch Jean de
Juni io. Vergy mit und bitten ihre grosse Summe Glefen zu nechsten Dienstag nach Worms zu
senden, wohin auch Mainz und andre ihre Leute schicken wollen, . . . wan ez umb des
landes zu Klsaz nuz ist. datum feria sexta post corporis Christi. [1382 Juni 6.J
Frankf. St. A. Copialb. VII a. 26. nr. 69. cop. coaev. »
83. Meisler und Rat benachrichtigen die Straßburger Gesandten in Speier von
dem Anmärsche des Herrn von Vergy und beauftragen sie von den Städten schleu-
nige Hülfe zu fordern. 1382 Juni 7.
Wir Hug Tütschmann der meister und der rat von Strazburg embielen un-
sern erbern botten, die ietzent von unsern wegen gen Spire gel'areh sint, waz wir •
1382 53
frantschefl und gutes vermägent lieben frande wir kändenl (ich, daz ans botaebafi
komen ist, daz der von Verse in daz lant zu Elsas ziehen welle und t>i bne habe
ahtehundert rittere und knehte, fünfhundert reysiger lüte und tusent januwer schätzen
und dar ambe so bant wir von unserre maüunge aregen, die wir vormals getan het-
'■> tent, gebetten unsere eitgenoszen die Bwebescheq stette und oocfa die ryneechen statte,
daz sie ire meiste smnme der glefen in der gegen bi onserre Btat zu Strazbnrg ha-
bent, daz sie da sient vürderliehe und iine alles verziehen und uns da mit lieholfen
sint, wände unser hcrre der bischof von Strasburg, herr Ulrich von Vinslingen der
lantvogl und andere herren und des riehes sielte in Elsas of inorne den suiniendag •/«».« ».—».
10 und an mentdage ire samenunge bi Benefeli haut, und dar ambe so lAnl ir ach ernst
sin mit der ryneschcn stelle erbern hotten zu redende, daz sie ir volkc und glefen
Ine alles verziehen zu uns sendent. da mit tünt ir uns eine sunderbfir l'rünlsehafl.
dal um sabbato proximo posl diem f'esti corporis Christi a. d. 1382.
[In verso] Unsern erbern holten, die ietzent von unsern wegen gen Spire gefaren
sint.
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. 1. or. mb. lit. cl. c sig. in v. impr. del.
Vgl. Ebrard S. 10.
114. llug Dutschmann der Meister und der Rat von Sirassburg an ihre Gesand-
ten : die icztunl gein Spir gefaren sint, daz uff dise hutige mitweche (Juni 11) uff
M somplete zit unser herre der bisehoff zu uns gein Straszburg komen ist und uns ge-
eeit het, daz her ,lohan von Versie ' mit zwölf hundert gleven oben in daz lant zu
Klsaz ziehen wolle . . . darumbe sullent ir die rinschen stedte unsere eilgenossen
getruwelichen bilden und mit in reden, daz sie iren zog mit der meisten summen ire
gleven laszent volgen und uns die gleven ane allez verziehen sendent . . . dalum
feria quarta post diem f'esti corporis. ms'i Juni 11.
Frcmkf. St. A. Copialb. VII". 26 b. Cop. coaev.
85. Esslingen an Strassburg: teilt mit, dass der König den von Ulm einen Brief
gesandt, dass alle Fürsten, Herren und Städte zu Sonntag vor .lohannis (22. Juni)
1 Hier möge der einzige fratizösisclte Brief Jean de Vergy's mitgeteilt werden, da seine Datierung
und Einreihung schwierig ist : Chiers amis come autre fois vons ay je escript coment Dicchcmcn le
salier de Strabour mavoit conrrut et botez feu et fait de grans domages a fait ancor au chascun
jonr et de present a pris bestes, meuble, gens tuez, pris a prison etien ancoies, si vous pri (?) et reqnier
ancores de rechicz, quc li dit Diechemant vonilliez tenir a tel qni ne me convingne (?) de clerter de
vous, car je ne voulroie rien avoir a faire a vous, si en vous ne tien, si vous pri que vous en vouillez
faire ensin come vous sc'avez qui so espartien a si vous en piaist a savoir. li porteur de ces lettres
vous en enfourmerait bien se savoir en volez la veritey. notre seignenr soit garde de vous. escript
le samedi apres la notre dame rae (?) host.
Jehanz de Vergey sineur de Fouvens.
| In verso] Au nies chiers et bons amis le mestres et au conseil de la ville de Strabour.
Sir. St. A. G. V. P. lad. 22. fasc. 1. or. c/t. lit. si. c. tig. in v. impr. del.
54 1382
zu ihm nach Oppenheim kommen sollen. Auch wollen sie schaffen, dass die schwä-
bischen Städte ihre bundesgemässen Glefen der Stadt zur Hülfe schicken. dalum
feria quarta ante diem beati Viti. 1382 Juni 11.
Wencker, Excerpta II, 485 " (Verbrannt i. J. 1870).
Gedr. im Auszug D. B. A I. p. 335 not. 1.
116. Hur Diitschmann der Meister und der Rat von Strassburg an Mainz, Worms.
Speier, Frankfurt, Pfedersheim : haben durch ihren heimkehrenden Gesandten rühmen
hören . . . uwers kombers und kosten, den ir also gar willecliche und ane allez ver-
ziehen durch unsern willen gehobet hant mit uwern gleven und den uwern uns in
helffe zu senden . . . und danken bestens für die damals unnötig gewordene Hülfe ... w
und kundent wir uch da by, daz uns furkomen und geseit ist, daz her .lohan von
Versie, des da gewesen ist die vesten Schehtelon, die wir gewunnen und gerwe zur-
brochen hant, eine groze samenunge het und meynet damitde zu körnende und in
daz laut zu Elsaz zu ziehende . . . Sie möchten desshalb ihre «meiste summe der
glefen»,' zum Johannistag {24. Juni) in die Umgegend von Strassburg schicken ; denn »
diesmal sei es des Rates ganze Meinung : . . . daz derselbe gezog vollegan solle und
daz wir denselben gezog nit meinent zu widerbietende, wände die sachen ernst sind,
datum feria tertia proxima post diem sanetorum Viti et Modesti anno 1382.
1382 Juni 17.
Frankf. St. A. Copialb. VII » 27. nr. 76. 20
87. Herzog Philipp von Burgund antwortet dem Bischof, dem Landvogl, der
Stadt Straßburg und ihren Verbündeten, dass er den Feindselig heilen Johanns
von Vergy gegen sie, an denen sich vielleicht auch einige seiner Verwandten und
Untergebenen beteiligten, nicht allein völlig fern stehe, sondern bereits einen
Sühneversuch gemacht haben würde, wenn ein solcher nicht völlig aussichtslos sei. *>
Melun [1382] Juni 23.
Philippus regis Francorum lilius dux Rurgondie venerabili patri in Christo epis-
copo Argentino, Ulrico domino de Vinstinga vicario generali imperii in Alsacia do-
minisque Alsacie, civitati Argent. nee non civitalibus et opidis imperialibus supra Renum
amicieiam cum salute. venerabilis pater et amici peramabiles. noverint prudencie 30
vestre, vestras per presentium vehitorem hac die 23. iunii nos reeepisse litteras men-
cionem facientes, qualiter dominus Johannes de Vergeio dominus de Foutvant per se
et gentes suas de Castro de Chastellon vobis et communi patrie Alsacie movit et
intulit de facto quamplures iniuras multaque dampna et gravamina in vestris preli-
batis litteris annotatas, propter quod communis patria Alsacie dictum castrum obse- *
dendo illud ceperunt et fecerunt demoliri, quodque ex necessitate prout scripta vestra
1 Aus den Frankfurter Bechnungsbüchern ergiebt sich, daß Frankfurt toiederum Hülfe abgesandt
hat. Mainz, das zufällig an demselben Tage in eigener Sache die Hülfe des Bundes gegen Ebcrliart von
Eppenstein angerufen hatte, erklärte sich sofort bereit, die eigene Mahnung hinauszuschieben und seine
Glefen sclwn zum 22. Juni zu schicken. Vgl. Ebrard, S. 12. *»
1382
aubiungebanl adhuo oporteal vos eundum He Vergeyo ultcrius peneqni \uqae ad illa-
iiiiiiin liiiiiisinoiii satisfactioneai oondignain insuper nostran QMgnföeentiani depmant»,
ne i | > ^ ; i magnificencia nostra ei subditi ipsius in huiusmodi proaecucione satiffaclionu
et iniuriarum vos habeamua impedire. super quo pradeaciia \<;st ris respondemua quod
licet pro concordie inter vos et ipsuna amplectanda anteqaam predicta forenl hinc-
indc perpetrata libenter manua porrexiseemus adtntricea et adhuc (aceremni amon
partia utriuaque, si crederemua in aliqao proficere. vorumptamon Dostre intencionü
nun exiatit, eundem de Vergeyo in buiuamodi facto confovere, seituri qood si aliqoi
aubditi nostri nexu sanguinis vel aliter astricti eidem iuTamen contra vos ministra-
iini seil ministrent bec de oostra voluntate minime pMcestisae aut proeedera,
scriptunj Meleduni die 25 mensis iunii prelibati.
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. 1. or. eh. lit. cl c. sig. in v. impr. del.
!!!{. König Wenzel an Stnissluirg: bittot mit ganozom ernste und fleisse, das ir
unverezogenlichen euwer frunde usa euwerm rate czu uns gen Frankenfurt .-endet
durch etlicher Sachen willen, die wir mit yn zu reden haben. Frankenfurt uff dem
Mewen an sanl .lohans abend des lewfers reg. boh. 20. reg. rom. 0.
Frankfurt [1382] Juni 23.
Str. St. A. AA 107 or. eh. lit. pat. e. sig. i. v. impr.
Gedruckt : D. B. A. I. Bd. nr. 189.
89 . Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel ton Ulm) an Straßburg .■
I bitten um Entschuldigung, dass man augenblicklich nur so geringe Bundeshfil fe
auf ihre Mahnung gegen Jean de Vergy habe senden können. Ulm 1382 Juni 24.
Fursiehtigen wisen besundern guten frund und lieben aidgenoszen unser frunt-
lieb willig dienst wissent alle zit von uns berait vor an. lieben frund und eidgenos-
zen, als wir iueh ietzo etwievil unsers volks schiken und senden, sol iuwer fur-
siehlig wiszhait wiszen, daz wir unsern herren von Baigern uff diz zit unser volk
oiK h aögesehikt haben und da mit dienen von irer manunge wegen umbe die krieg,
die sie haben mit dem bischoff von Saltzburg. darumb bitten wir iuwer fruntlich
liebiu mit ganlzein ernst und lliszeelieh, daz ir daz von uns ze übel noch für arge
von uns nit ufl'nioment, daz wir iueh uff diz zit so ciain volk züschiken und senden.
»so haben wir doch ietzo bestellet und uff dem stukk angeleit, daz wir iueh zomal
und unverzngcnlich mer volk und hilft" züschiken und senden wellen, daz wir ge-
Iruwen, daz ir daz zu gut und für dank von uns habent und uffniement, wie doch
daz isl, daz wir unserm herren von l'aigern aim mächtig volk zügeschikt und gesent
haben, wan wa mit wir iueh ze liebiu oder ze dienst gesin mohten, dez wollen wir
allezil willig sin. geben ze Ulm von unser aller haissentz wegen under der von
Ulm insigel an sant Johans tag ze sünwonden anno 1382.
Von uns gemainen stellen dez richs in dem hund ze
Swäben, alz wir uff diz zit ze Ulm bi einander sien.
8
56 1382
[In verso] Den gar fursichtigen und wisen unsern besundern lieben ('runden und
aidgenoszen, dem burgeruiaister und dem rät gemeinlicben der stat ze Straszburg.
Str. St. A G. D. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. ehart. lit cl. c. sig. in v. impr. del. —
Vgl. Ebrard, S. 12.
90. Straßbnrg und die rheinischen Städte verbünden sich auf 10 Jahre mit ft
Graf Ruprecht von Nassau und dessen Mündel Emicho von Nassau.
Mainz 1382 Juni 24.
Wir die burgermeistere, die rete und die bürgere gemeinlich der steüe Mentze,
Straszburg, Wormsz, Spire, Frankinfurd, Hagenowe, Wiszenbnrg, Sletzstat, Ehenlieim
und Pedernsheim bekennen offinlich an disem briefe, daz wir uns mit wolbedach- w
tem mute und güdem rate zu den edeln Herren graven Ruprecht und graven Emichen
graven zu Nassauwe verbunden han und verbinden uns zu in an disem briefe von
dem dage an, als dirre brieff geben ist, übir zehen ganze jar, die darnach ane
underlasz nach einander volgende sint. und darumb han wir uns versprochen und
globit und versprechen uns und globen in guten truwen mit disem briefe off die i*
eide, die wir dar übir getan han, daz wir demselbzu edeln herren graven Ruprecht
graven zu Nassauwe sollen und wollen geraten und beholffen sin wider alle die, die
in kriegent anegriffent leidigent oder schedigent wider dem rechten in aller der masze,
als hernach geschriben stet : zum ersten, wanne wir die vorgeschriben stette von
demselben edeln herren graven Ruprecht grave zu Nassauwe gemanet werden zu »>
Mentze in den rat ime zu helffen wider die, off die er sich mit vieren sinre rete off
ir eide erkennent, daz ime unrecht geschehe, so sollen und wollen wir bynnen viert-
zehen dagen darnach, nachdem als uns die manünge verkündet wirt, ime senden
und ünverzogenlich schicken fünfftzig mit gleven wöl erzüget und wol bereit ane
geverde an die stat, do wir hin gemanet werden und ime do mite getrüwelich zu a
helffen, als lange er unser bedarff off unser der vorgeschriben stette eigen kost,
schaden und verlust ane allis geverde, doch also, daz wir uns gein den mit- wider-
sagen bewaren mögen, und soln auch wir die vorgenanten stette dem vorgenanten
edeln herren mit disen ünsern fünfftzig gleven nit verrer schuldig sin zu dienende
oder zu schickende dann binnen sehs mylen weges umb und umb desselben edeln 30
herren slozze uzgenommen •Schillingesfürste darüz und darin wir uns auch nit be-
helffen mögen, ez ensy dan dez vorgenanten edeln herren wille, so soln wir auch
nit schuldig sin ime darzü dienen in keine wise, wir dun ez dan auch gerne,
auch soln und wollen wir den vorgenanten edeln herren und die sinen in ünsern
stetten und gebieten enthalden üz und inlazzen und sich darüz und darin behclffen H
zu allen sinen nöden wider alle sine fiende oder die in leidigent, schedigent oder
angriffent, off die er sich erkennet und gemanet hat, als vorgeschriben stet und sü
auch do inne schüren und schirmen gliche den unsern ane geverde. und sol in
auch do inne schüren und schirmen gliche den unsern ane geverde. und soln in
auch do inne redelichen feilen kauff umb ir phenninge geben ane geverde. was krieges
auch in der vorgeschriben ziit off erstünde, die wile diser verbuntnysze weret
1382 57
und von dem vorgonanten edeln hcrren oder von uns der vorgeschriben stelle einrc
oder nie anegefangsn und begriffen worde, do soll er uns und wir bae bchoiiion
.sin unl/, biz der krieg versunet wirt. wo dan wir der vorgenanten stelle eine
oder me heubllude des krieges weren, und der vorgenantc edel lierre unser helfler,
b do mögen wir uns wol friden und sünen doch also, daz wir in do inne versorgen
gliche als uns selber, wo wir aber sin helflere weren, do ensoln wir uns nit friden
noch süricu ane sinen willen und wiszen in keine wise ane allis geverde. wen auch
wir die vorgenanten sielte furter me in unsern hont nemen, cz sin fürsten, graven,
lierren, rittere, stette oder knechte, daz mögen wir tun und sal das auch dez vorge-
1» nanten edeln herren wille sin. und in diser bonlnisze nemen wir die obgenaiilen
Stette üz alle bonde und alle die, die wir gemeinlieh und sünderlich in ünserm boade
üzgonomen hau und auch den bont, den wir mit unsern gijden Erfinden und eitge-
nos/.en, den swebschen stetten dez gemoynen bondes in Swaben haben nach lule
der briefe, die wir beydersite ander einander darüber besigelt geben haben, auch
ir> ist gerel, daz jungher Einiche grave zu Nassauwe, dez fürmonder der vorgeschriben
edel herre grave Ruprecht ist, mit allen sinen vesten, sloszen, landen und loten, die
er ytzüiil hat oder nach an in komen mugent, glich demselben edeln herren graven
Huprecht in disem buntnysze sin sol. doch also, daz derselbe jungher Emychc uns
die vorgenanten stette umb deheine hülffe oder gleven nit manen ensol noch enmag
m in keine wise, dan der vorgeschriben grave Ruprecht mag uns manen in der masze,
als (do) für geschriben stet, alle dise furgeschriben punte und artikele sementlich
und besunder diz vorgeschriben Verbundes hau wir die vorgenanten stette globt in
guten truwen und darnach zu den heiigen gesworn stete veste und unverbrüchclieh
zii halten und zu vollenfürcn nach dises briefes sage ane alle geverde. und dez zi'i ur-
u künde und vester stelikeil, so han wir alle unser iugesigele an disen brieff gehangen
der geben ist zu Menlze oll' sanl Johans dag des deull'ers, als er geborn wart nach
Cristi geburte drützehenhündert jare und zwey und achtzig jare.
Str. St. A. G U. P. lad. 48/49 a fa8c. 2 nr. 19. conc. eh.
Ebenda. Die Gegenurkunde des Grafen liupreclU und seines Mündet von gleichem Datum
3» lieg Janssen, Frankf Reichscarr. I nr 13.
Dl. ülraßburg fordert alle adeligen Aussenbürger auf sich zu einem Zuge
gegen Zubern geiea/fuel in Straßburg einzustellen. J3S2 Juni 20.
Wir Hug Tülsehinann der meisler uml der rat von Strasburg embieten allen
unsern uzhurgern, die edellüle sinl, sie sienl in unserre stette beszerunge oder nit
■ zii den dirre unser botte komet, als lieb und gut. wir inanent üch alle und iegliehen
linder üch besunder uwers eides, den ir meisler und rat zii .Strazliurg getan haut,
da/, ir mit uwern glelen und liereilscliellen wol uzgeriistet bi uns zii Strazburg sint
und die under üch, die in unserre stette beszerunge sinl, in unsern vorstellen sint
an samcsldage, der mi zu nelisle koinel, zu naht und an dem sunnendage darnach /„„■»«.»»
i» trüge mit dem vorgenanten unserm meisler und mit den unsern varent gen ZabeiD
und an die sielte dahin, danne derselbe unser meisler varende wirl. und läszent
58 1382
üch daran nützit suraen, wände die sache ernste ist. datum feria quinta proxima
post diem nativitatis sancti Johannis baptiste anno dorn. 1382.
Str. St. A. G. U. P. lad. 271 nr. ö. or. mb. lit pat. c. sig invers. impr. del.
Gedr. Wencker, disquisit de ussburg. pg. OS. — Vgl. Ebrard, S. 13. — Vgl. Königsh
(Hegel) S. 807/8.
92. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: dankt für die Warnung vor
einem Einfall und teilt mit, dass das welsche Volk sich bereits auf dem Rückzuge
befinde. geben zu Ruffach dez frytages nach sanl Johansdagc baptiste.
Kuffwh [1382^ Juni 27.]
Str. St. A. AA 1411. or. eh. I. cl.
93. Bericht der Straßburger Gesandten vom Reichstag zu Frankfurt über ihre
Audienz bei König Wenzel am 29. Juni und ihre Beschwerdeführung gegen Jeane
de Vergy. Frankfurt [1382] Juni 29.
Unsern dienst und was wir eren vermügent byvor lieben herren. wir lossent üch
Juni 28. wissen, das wir uf den samstag sant Peter und sant Paulus obent gen Franckenfurl it
körnen sint, wir und unsre eitgenossen der rineschen stette botten und haut den
künig do funden. und ist der forsten noch keinre by imine, doch so ist er ir wart-
tende uf disen hütygen sunnentag, also diser brief geben ist. und sint och wir und
Juni 29. der rineschen stette botten uf disen selben sunnentag vor sinen gnoden gewesen
und hant imme vürkündet und geseyt des von Versey geschult und getat und ,„
sünderlingen von des huses wegen, wie wir das gebrochen habent von semmeliefaes
grossen schaden wegen, der dar uf und drin geschehen ist, und wie das sich danach
ein gros volg zusammen gehebt, het und wie das der meinunge sy das lant zu schc-
digende und menglichem, der do tusch sprichet. dar uf so haut wir imme öcli gcsevi
wie das unser herre von Straszburg, des riches lantvögt und ander herren und stette u
und sünderlingen unser stat von Straszburg mengelichem verkündet und angerüHrt
hant ie, die in die nehsten gewesen sint, dem volg zu widerstonde und mit in zu
strittende, des ouch dasselbe volg begerende ist. und hant imme ouch verkündet, wie
das unser herren und stette geristet und bereit sint und mit gutem willen ulfe disen
jun,3o. nehsten mentag gegen demselben volg zühen wellent und den stryt mit in underston m
wellent. und daruf, so han wir dem künge vürkündet, das er und die fursten ge-
dehttent, wie men semmelichem volgke widerstünde, das dem riche noch den landen
kein schade von in geschehe und hant ouch geseit, das die meinunge sy. das volg,
die Walhe, ein ander höbet müssent han wanne den von Versey. darumbe so han wir
zu dem künge gesprochen, ie e men das understünde und in werte, ie besser es dem «
rieh und den landen were, sit das der hertzoge von Ansiel öch ein sundern gezog
het. daruf het uns der künig und sin rot der von Colnitz und sin hovemeister und
ander erber ritter, die do by ime stundent, geentwurttet: das es billich sy, das men
' Das Jahr 1384 ist wohl ausgescIUossen weil S. Johann auf den Freitag selbst fällt.
1382 M
sieh des wol bede&cke deme zu widerstünde, das er beb vürderlichen mit der fursten
ro( sä roll vvil werden, des wir och guten willen an mime .selieiil. was wir vürbas
erfarenl, das laut wir uch unverzügenlüohen wissen, das seilte tünt ir uns öch. von
uwern boiten, die hv dem künyge sint. geben zu Franckenfurt ofden oehstesun-
s tag Retry et Pauwely.1
[In verso] Den wisen dem meisler und dem rat der slat zi't Straszburg.
Str. St. A. 0. U. P. lad. 22 fasc 1. or eh. lit cl. neben der Siegelspur: Walter Leiters-
burg ingesigcl.
!(1. Graf Symon von Sponbein-Vianden erklärt, dass er dem Hunde der rheini-
Ki selieu Städte auf K) Jahre beigetreten sei und alle darausfolgenden Pflichten erfüllen
wolle. Kr dient mit 15 Glefen. daium Franckenfurd l'AH'l uff den nesten mandag
nach sani Magredentage der heiigen junkfrauwen. Frankfurt 1882 Juli 14.
Str. St. A. G. ü. P lad. 48/4!) c fasc. 7. nr 20. cop. ehart. coaev.
Klunda. Gegenurkunde der rheinischen Städte mit der Verpflichtung zu Gl) Glefen.
,5 Gedr. Schaab nr. 213, nach or. d. Mainz St Ar. mit dem irrigen Datum Juli 20.
Auszug bei (Juidde, Westd.'Ztschr. 1884 S. 381. — Heg. Janssen I nr. 14.
95. König Wenzel widerruft die dem Johannes von Ochsenstein auf Grund fal-
scher Angaben verliehene königliche Bestätigung als Dompropsf von Sirassburg und
befiehlt dem Meister und Rat zu Strassburg alle Einkünfte der Propstei einstweilen
n in eine gemeine Hand zu legen; zugleich teilt er mit, dass er auf den 1. Sept. Hugo
von Rappoltstein und Johannes von Ochsenstein zur Entscheidung ihres Streites an
seinen Hof geladen habe. geben zu Nureinberg an dem liebsten dinslage für sant
Laurenrztage unser reiche des behmischen in dem 20 und des römischen in dem
7 .|ar Nürnberg 1382 August 5.
n Str. St. A. AA 107 nr. 83. or, mb lit pat.
Gedruckt . AlbreM, liappolt. Vrkb. 11 nr. 213 — Heg. D. lt. A. I, 357 not. 8.
!)(i. liurckardl von Wiltenhcim erklärt, dass er in Sachen Hannemanns von
Willeiiheiin mit der Stadt Strassburg völlig gesühnt sei. gegeben an der ersten
mittewochen nach sant Laurenzen dage des heiligen marterers 1382.
so 1382 August 13.
Str. St. A. G. U. P. lad. 106 nr. Ol. or. mb. lit pat c. sig. pend.
\)1. Die Ritter Wilhelm und Conrad Störe erklären, dass nach Beilegung der
Fehde zwischen Strassburg und ihrem Verwandten Hannemann von Willenheim, auch
sie mit der Stadt genl/Jiche gesünet verrihtet und geslihlel siid. gegeben an der
u ersten mittewochen nach sant Laurenliendage dez heiligen marterers 1382.
K1382 August 13.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166 nr. 60. or. mb lit. pat. c 2 sig. pend.
1 Vgl. Ebrard, Straßburgs Fehde mit J. de Vergy S. 13, der diese Datierung wühlt statt Juli 6
des Sonntag nach Peter u Paul. — Vgl. Konigsltof. (Hegel IX, 808).
60 1382
98. Bischof Friedrich von Straßburg an Straßburg ; sendet die Abschrift eines
vom Landvogt Ulrich von Finstingen an den bischöflichen Schultheißen von Zubern
gesandten Briefes betreffend den mit Jean de Vergy abgeschlossenen Waffenstillstand .
[1382 August 30.]
F. Episcopus Argentinensis. c
Unsern grüs bevor, lieben getruwen. wir sendent ücb abgescbrift eines briefes,
den her Ulrich von Vynstingen unserm schultheissen von Zubern gesant het, der von
Worten zu Worten stet, alz hienoch geschriben stet :
Minen grüs bevor, lieber frünt, ich Ion dich wissen, dass min herre von Brabanl '
einen friden beret hat zwüschent myme herren von Strassburg, dem lande mittenander u>
zu Eylsaz und dem von Verschey. und hat myn herre gesprochen für min herren von
Strassburg, das lant von Elsaz, die von Hohenstein, von Oberkirehe, von Lüczeln-
burg, und wer darzü höret, und hat der herre von Verschy globet in mins herren
haut den friden zu halten, daz wellest myme herrn von Strassburg enbieten, und laz
es ouch die von Hohenstein, von Oberkirche und die andern, die darzü hörcnt wissen, 's
Aug. st. -der friden sol weren von sunnendage nehstkoment über vier wochen. got sy mil dir.
Sepwr.i8. geben des samestages nehst noch sant Iiartholomeusdag.
Ulrich herre zu Vinstingen, lantvoget in Elsaz mime guten fründe Egenolf dem
schultheissen zu Zabern.
Str. St. A. V. C. G. IV. or. eh. 2«
Gedruckt: Hegel, Königshof. II, 1047. - Vrgl. Ebrard, S. 13.
99. Ulm macht im Namen der übrigen schwäbischen Städte Mitteilung über
den nächsten abzuhaltenden Städte tag (zu Speier). Ulm 1382 September 9.
Fursichtigen wisen besundern guten frunde und eitgenoszin. unser fruntlich, willig
dienst wissent alle ziit von uns bereyd vor an. lieben frunde. als unser guter frunt ...
und botde Conrad Zoph von Wympffen nuwlich by uch gewesen ist, mit dein tr ge-
red haut, das uch wol gefiel, das wir uch eynen andern tag verkuntent geh Spire
septbr. 2». von der erlengerunge wegen unser vereynunge vor sant Michelstage und auch daroff
komen mit vollem gewalt. dasselbe woltent ir ouch dun. lassin wir uwer fruntschafft
wissin, das wir itzunt mit den kriegen, die gewesen sint zwusschen den fursten und so
herren von Osterrich und von Beyern als bekombert sin gewesen, wie wir das zu
guten dingen brechten, als auch das von den gnaden gottes beschehen ist und das
wir nit wol vor darzukomen mochten, nu gefellet uns wol und bitden uch auch do mit
ernst, das ir uwer und unser eitgenossen von den rinsschen stetden zu uch bescheident
und vordem wollent off sant Michels dage zu nacht by uch zu sien in uwer stad mil 3;>
vollem gewalt von derselben sache wegen, so haben wir geordnet, das unser frunde
und botden by uch off die selbe ziit auch sin sollent,sich der sache mit uch, obe gm
wil, zu vereynen. und lant uns darumbe uwer verschriben antwurte wider wissin bi
dem botden, ob ir das also tun mogent oder nyt off den vorgenanten tag, das wir
Herzog Werne! von Luxemburg und Brabant 1356 — 1383. 40
1382 <H
unsem (runden, die zu tu-li rylden sollenl, das also wissin zu vei künden gcbin
ZU Ulm von unser aller hcissentz wegen an zinslago nach unser vrouwen dag nat i vilalis
anno domini 82.
Von uns gcmeynen stetden des hundes ze Swalieu
als wir ze Ulm by einander gewesen sien.
Str. St A. 0. U. lad. 48/41) '» faso. VII. or. od. eop. cliart. coaev. mit V er »endungxf alten
aber ohne Adresse und Siegelspuren.
100. Die Siadi Speier verkündigt, dass sie mit königlicher Zustimmung einen
lilieinzoll für alle aul und abwärts gehenden VVaarcn aufgerichtet habe. Derselbe
m soll beginnen am l(i September. datuin feria <i proxima ante lestum exallalionis
s. crucis anno 11582. WM Beptemhai 12.
Str. St. A. Abt. IV, 72. cop. eh. coaev.
Vgl. einige auf diesen Zoll bezügliche Correspondenzen anderer rheinischer Städte und
Fürsten unter sich und mit Speier bei Janssen, Frankf. lleichskorr. I, nr. 21, 22, 23,
iä 24, 25, 26, 27.
101. Strassburg und Heinrieb von Gerspach nebst seinem Anhang BChliesseo
Frieden auf 4 Wochen und dazu einen Tag . . . darumbe, das sie il volke und die
Iren an demselben tage widerumbe zu der restin Aswilre gesenden mngent . . . In-
zwischen darf jedoch nichts an der Besetzung, Befestigung, Versorgung, u. dgl. in der
» Burg geändert werden. actum dominica in qua erat dies exaltationis sete crucis
anno 1382. i:tS2 September 14.
Str. St. A IV. lad. 28. org. eh.
102. Die SladI Wetzlar tritt dem Bunde der rheinischen Städte : Mainz, Strass-
burg u. 8. w. bei und verspricht zur grossen Summe mit 10, zur kleinen mit 3 Gie-
rt Ten zu dienen (weiin sich ihre Lage bessere auch mit grösserer Anzahl) und gelobt
auch das Bündnis mH den schwäbischen Bundesstädten zu halten und letzteren mit
3 (liefen zu dienen. j;ts2 September 24.
Lünig, pari. spec. IV, 1439. — Reg. Vischer nr. 181. — Janssen 1, not. zu nr. 18.
U)'.\. Bischof Friedrich von Strassburg legt dem Kapittel von St. Thomas zu
Strassburg Abgaben auf, weil er dringend der Unterstützung bedürfe: ad relevandiun
necessilates ecelesie noslre, ad quas ultra debitorum per noslros in eadem ecclesia pre-
deeessores contraclorum onera permaxima, ob grandes expensas, quas pro
expugnatione castri Schettelon1 et repulsione liurgundorum ab ob-
sidione eastri et oppidi Scherbebelies* et ab oppressione et depredatione
35 ' Chatülon, das Schloss Jean de Vergy's.
■ Qerbeville.
BS 1382
ecclesiarum, mohasteriorum ect. nuper cum exercitu potenti fccisse dinoscimur tot
datum in castro nostro Dabichenstein VI kal. octobris sub nostro sigillo presentibus
appenso anno 1382. Dacfatein 1382 September 26.
Arch. des Thomastifts
Gedr. Ch. Schmidt, hist. du chapitre de S. Thomas nr. 83. — Vgl. KönigsJtofen (Hegel) »
II 809.
104. Ich Julians Hacker von Landesperg ein edelkneht, hern Claus seligen sun,
vergüte und künde menglichem mit disem briefe, das von der geschulte wegen, alse
Johans Gaffeler der iunge, der min schultheisze zu Liftgolfesheia) waz, und die andern,
die irne des hulffent, mit namn.en Clevvelin Coler, Clewelin Smit, Hannemann Kir- w
warte, Störkelin Snider von Strasburg, Johans Snidcr von Waszenberg, Sleckezepffelin
Reinbolt, Andres der bergkneht, Ulrich sin geselle, Gygat von Hübendorf, Schandeney
der Walche und Claus Meszersmit von Urbeis der von Strazburg bürgere, die sie in
minem dorffe zii Lyngolfcsheim sitzende haut, von minen wegen viegent, angriffen!
und in daz ire nament und sie schadigetent und ouch die nome förtenl in die stat ''
zu nydern Ehenheim und ouch dar umbe die von Strazburg mit irem volke und den
iren uzzogetent und vür nidern Ehenheim woltent gefaren sin. und von alles dez
kumbers, kosten und schaden wegen, so mir, minen lüten und den minen oder iemanne
anders von minen wegen davon uferstanden und besehenen ist, in weihen weg daz
sie, ich gentzliche gesünet, verrihtet und geslihtet bin mit den erbern bescheiden dein w
meiste]-, dem rate und den burgern etc. Dasselbe erklären auch die Obengenannten.
Es verbürgen sich und besiegeln diese Sühne: her Härtung von Landesberg und her
Hanneman von Landesberg rittere. gegeben an dem eisten samestdage nach sant
Michaelsdage dez heiligen ertzengels do man zalte 1382. 1SS2 Oktober 4.
Str. St. A. G. 0. P. lad. 168. or. mb. lit. pat. c. 3 sig. pend. quorum 2 da.
(6
105 Johans Hacker von Landesberg ein edelknecht, herrn Claus seligen sun
verpflichtet sich zugleich für seine unmündigen Brüder Heinrich und Claus und alle
Seinigen . . . keine scheflerye in dem dorffe und banne zu Liftgolfesheim zu haben,
es sie danne mit urteile urlobe willen und wiszende meister und rates zii Strazburg...
Sie wollen von der Sache wegen, darum die von Strazburg vor Niederelinheim ge- 3"
zogen sind, den zu Lingolsfesheim sitzenden Strassburger Bürgern nicht zuwider sein,
sondern sie halten wie andere Herren Strassburger Bürger halten. Halten sie ihren
Schwur nicht, so mögen Meister und Rat ihnen und ihren Leuten Leib und Gul
nehmen, wo sie es finden. gegeben an dem ersten samestdage nach sant Michaels
tage dez heiligen ertzengels etc. do man zalte 1382. 1882 October 4. »
G. U. P. lad. 168 nr. 2. or. mb lit. pat. c. 3 sig. pend.
106. Heinrich Verwer und Theoderich Faber von Ehenheim an Straßburg :
berichten über die Lage Papst Urbans VI. und die politischen Verhältnisse Italiens.
Born 1382 October 11.
Gnedigen herren. unsern gewilligen dienst bereit alle zit. als ir uwern botten <o
Wogedenhals gein Rome gesant habent zu erfarende, wie es umbe unsern heiligen
1382 63
vatter den habest stände, <1<> nach umbe künig Karlen von Sicilien, darzü hertzog
Otleu von Brunswig und oucb, wie sieh der hertzog von Andegoye halte oder waz
sins werbens si oder mit weite mäht er in dem lande sige. gnedigen herren, do
wisse uwer l'ursichlikeit, daz der vorgenante uwer botte uns gar eyginlich fürgelcit
» het und haut wir ouch umbe dise stücke «nd umbe alle ander mer geforschet M
wir besten kundont : des ersten wissent, daz es umbe den vorgnanten unsern beu-
gen ratter den bähest gar wol stat und daz er gar wenig ahtet umbe den vorgnan-
ten hertzogen von Andegoye, oueh meynet derselb hertzog mit wider den habest zu
lünde und isl in anderer meynung mit kommen, denne daz kunigrieh zu gewin-
i» sende, daz der vorgnante künig Karle mit gotte und mit rehte in handes het und
meynet sin derselbe hertzog ein rehter erbe zu sinde. nu het unser heiiger vatter
(\w habest wider denselben hertzogen von Andegoye procediert und in verkündet
ein iinkrislenman und daz er und alle sine helffer süllent beroubt sin aller irrer
herseliall und hei daz i rntze wider sü gebrediget. do nach so wissent, daz derselbe
'» hertzog von Andegoye mit sime volke ist kommen bitz in das küuigrich und lit
wol ein lagofurl von Neapols und het 25 tusent pfert böse und gut. und ist daz
merre teil sins Volkes müniche und pfaffen und frowen. doch sosprichet men für die
«rarheit, daz er habe 6 tusent stritberer man. der vorgnante künig Karle hat 5 tu-
send spiesse und het domitte sine vesten und sin lant gar wol bestellet und lit zu
*> Neapols inne und meynet mit mit ime ze striten, wenn er zu lützel Volkes het.
doch so het er also geordenyert, daz der vorgnante hertzog hnogers verderben
müs, sol er kein (enge in dem lande ligen. darzü, so ist derselbe künig Karle alle
tage wallende grosses Volkes von dem künige von Ungarn, die ime kürtzlich ane
zwil'el zu helll'e kommen sullent, also daz es dem vorgnanten hertzogen von Ande-
M goye übel usz wir! gande zu jungest, als men meynet. hertzog Otte von Brunswich
ist tot und seyt men nüt, ob er rehles oder unrehtes todes tot sige. und die künigin
die isl lange tot. ouch wisse uwer bescheidenheit, daz der vorgnante unser heiiger
valier durch merre Sicherheit het versohlet einen capitanean, heisset Johannes Ma-
gill, mit tusent spiessen und mit vil schützen für vier monad. und hant die von
»o Florencie voii des bahestes wegen ime bezalt vorhin 40 tusent guldin. und daz volk
sol zii Home unverzogenlich inziehen und do ston und warte tiin bitz sich ÜB ding
verloufVet, off daz, ob der vorgnante herzog an dem wider umbeziehende dem babe-t
dehein widcnlricsz lim wolte, daz men ime widerstünde, gnedigen herren wissent,
daz wir nu zinnal ander mer nüt wissent. und was wir l'ürbaz me befundent oder
eilarenl, da/, wellen wir üeh allewegent verschriben mit den ersten sichern hotten,
die wir viuilent. gebietent uns alle zit als den uwern. datum Home 11 die
niensis octohris anno S"J.
Henricus Verwer et Theodericus
Faber de Ehenhein, vestri servitores.
\//i verso] Den erwirdigen wisen und bescheiden . . . meister und rat zu Strasburg
unsern gnedigen liehen herren.
Str. St. Ä. AA 208. or. eh. I. cl.
VI. 9
438 t
Juni 17,
64 1382
107. Straßburg und die übrigen rheinischen Städte erneuern und verlängern
das am 17 Juni 1381 auf 3 Jahre abgeschlossene Bündnis mit den schwäbischen
Städten auf 9 Jahre. [1382 October 15.]
In gottes namen. wir die rete und die bürgere gemeinlichen der stette : Mentze,
Straszburg, Wormesze, Spire, Franckenfurt, Hagenowe, Wissenburg, Wetshlar, 5
Sletzstat, Ehenheim und Phederszheim bekennen öffenlichen nnd tun kunt mit disem
briefe allen den, die in sehent oder hörent lesen : also wir dem heiligen rSmschen
riche zu eren und durch küntliche notdurfft, nutz, friden und frommen des landes und
unserre stette uns vorziten mit den ersamen wisen lüten, den reten und burgern ge-
meinlichen der stad Regenszpurg und ouch des heiligen r5meschen richs stetten Augs- io
purg, Ulme, Costentz, Esselingen, Rütelingen, Rotwile, Wile, Überlingen, Memmingen,
Biberach, Rafensburg, Lindowe, Sant-Gallen, Phullendorff, Kempten, Koufbüren, Lüt-
kirch, Isny, Wangen, Buchhorn, Gemünde, Halle, Heilpurne, Wümphen, Nordelingen,
Dinckelsbühel, Rotenburg uff der Tuber, Winsperg, Aalün, Boffingen, Giengen, Wile
in Turgowe und Buchowe verbunden haben, zusammen gemachet und einmütig wor- 15
den sint mit den eiden, die wir darüber geton habent nach lute der verbuntbriefe,
die darüber gemachet und begriffen sint. dieselbe verbüntnisse aneging des neusten
mantages vor sante Johanstag des touffers, als er geboren wart, genant zu Latine
nativitatis Johannis Baptistae des jares do man zalte nach Cristi gebürte drüzehen
hundert jar und in dem einundahtzigesten jare und weren solte von demselben men- *>
tage bitz uff wihenahten nehst darnoch kümmende und von denselben wihenahten über
drü gantze jar aller nehst darnoch volgende. des sint wir darüber gesessen mit guter
betrahtunge und haben mit wolbedahtem mi'ite, gutem rate und mit vereinetem willen
demselben römischen riehen zu eren und dadurch küntlich 'notdurfft friden frommen
und nutz der lande und unserre stette die vorgenanten verbüntnisse mit den egenanten »
stetten von nuwes erlenget und gestreeket und uns zu in verbunden und gemachet
mit den eiden, die wir darumbe getan haben von hüte dem tage an, als dirre brieff
geben ist, bitze uff wihenahten, die nehste kompt, und von denselben wihenahten
über nun gantze jar die darnoch aller nehst noch einander kommende sint one under-
losz in getruweliche beroten und und beholffen zu sin in der forme und masse als K
hernach geschriben stat: mit namen also were es sache, das sü samentlich oder be-
sunder oder die iren von yeman, wer der were, in zit dis Verbundes geschediget
oder angegriffen würdent, in welichen weg das were, oder mit mäht uff sü ziehen
woltent, und die stette oder stat, die also geschediget oder angegriffen werent oder
uff die also gezogen were, in iren reten oder mit dem merenteile in denselben iren 3b
reten uff den eit erkanten, das in unreht geschehen were oder beschehe und uns daz
verkuntent und ermanetent umbe hilffe gein Spire in den rat, so sollen wir in den-
selben stetten oder stat getruwelich beroten und beholffen sin mit hundert und vier
glefen wolerzügeter lüte one geverde, die ouch nach ire verkündigunge in den nehsten
viertzehen tagen von huse uszriten süllent und ouch förderliche volleriten süllent an
die stette, die sü uns danne benennent und verkündent one alle geverde ; es were
dann, das sü uns umbe mynre glefen maneten, die süllen wir in dan ouch sen-
1382 65
den in derselben forme, doch also, das dieselben stette oder stat linder in, die
uns also zugesprochen und umbe hilffe gemanct hettent, mit den andern vorge-
nanten stetten schaffen und versorgen süllent, das sü ire glefen vorhin haben an
der stal, doliiii sü uns gemanet hant, und ouch zii den Bachen beholffen sin one
;, allo geverde. und BUÜent ouch in also mit denselben unsern glefen getruwelichen
beroteu und beholffen sin wider aller mengelich, die sü also angegriffen oder ge-
schediget hettent, als vorgeschriben stat oder die in denselben angriffern darzü ge-
roten und geholffen hettent oder weren also lange bitze in der schade und angriff
abgeleit und widerkeret wort one alle geverde. und sullent ouch wir dis tun uff
10 unser eigin koste, schaden und Verlust also dicke des not beschult one alle geverde
also, das sü doch denselben unsern glefen in iren stetten, so in darynne gebürte
zii ligen, herberge und slalluiige geben süllent also, das sü ir eigin koste darynne
haben und ouch bestellen, das sü in iren stetten redelichen veilen kouff und» ir
Pfennige finden one alle geverde. und ouch aber also, wann wir von den vorge-
,5 nanten stetten ir einer oder nie erniant werden in zu helffen, als vorgeschriben
stat, das wir uns danne gein denselben wider, die wir den stetten helffen sullent,
mit widersagen bewaren mügen. wer es aber sache, das ieman dyrre vorgenanten
stette gemeinliche oder besunder ir eine oder me oder die iren anegriffe oder be-
schedigete by uns oder umbe uns, es weren koufilüte, kouflinan.schatz oder in
20 welicher hande wise das were, so süllen wir zu stunt, so wir des innen oder
gewar werden, darzü ernstlichen griffen und tun sammentlich oder besunder, das
daz widerkert und widerton werde zu gliche, als obe uns dasselbe widerfaren und
besehenen were one alle geverde. wer es ouch, das ieman sü sammentlich oder
bisunder oder die iren angriffe oder uff sü ziehen oder dienen wolte oder hülffe,
H spise oder andern rat darzü dete oder gebe oder sü husete oder hofete, die by
uns oder umbe uns gesessen werent, das wir den oder dieselben darumbe ouch
angriffen und beschedigen süllent an lip und gut, so balde wir des innen oder ge-
war werdent, es sie uns von den vorgenanten stetten sammentlich oder besunder
verkündet oder niht ouch zu glicher wise, als uns dazselbe widerfaren und be-
3ii Beheben were one alle geverde. wer es ouch sache, das die vorgenanten stette
beduhte, das es in notdürftig were, das sü mer volkes oder hilffe von uns be-
durl'lent dann der summe als vorgeschriben stat, das mügent sü uns wol in den
rat zii Spire verkünden und uns darumbe tage bescheiden an eine stat, die >ü
getruwent, die uns allen gelegenlichest sie und uff einen bequemliehen tag, den
S5 wir erreichen und erlangen mügent. uff demselben tage wir unser fründe nieh-
teclichen schicken und senden süllent zii in und wes dan wir und sü einhel-
licliche überkommen mit hülffe fürbas darzü ' ze tünde, das sullen wir one verzog
- und förderlichen tun one alle geverde. ouch sollen wir noch keiner der unsern
nieman, der die vorgenanten stette oder die iren beschediget hette oder ane-
40 gegriffen, keinerley veilen kouff, spise, gezüg, harnsch noch keinerleye andern rat
geben noch tun in deheine wise one alle geverde. wer es ouch, das wir
von den vorgenanten stetten gemanet würden in unser glefen zu hilffe zu schi-
chen, als vorgeschriben stat, und in die gesendet hettent, als ouch vorgeschriben
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stat, und das selben stette dann eine oder mer not anegienge, wie sich danne die-
selben vorgeschriben stette sammentlich oder mit dem merren teile erkantent, das es
notdürftig were einer stat zu hilffe ze kummen oder mer stetten zu zu teilen, das
süllent unser glefen gehorsam sin und welicher stat oder stetten unser volg also
geschicket oder zügeteilet werdent, die sullent dem teile einen houbtmann geben, r,
das in zügeschicket ist und dem ouch dazselbe teil gehorsam sin sol an zu griffen
und zu schedigen one alle geverde. und wann auch wir umbe hülffe von den vor-
genanten stetten ermanet werdent e, das wir sü umbe hilffe gemanet hettent, so sül-
len wir in doch mit unsere hülffe, obe uns darnoch wol not anginge, zu hilffe
kommen, als vorgeschriben stat, also das mit namen die erste manunge vor gen sol. ,„
und wer es danne, das sü mit demselben unserme volke und glefen, so wir an die
also zu geschicket hettent, iht slosse, vesten, stette oder gefangen gewünnen, mit
denselben slossen und gefangen mügent die vorgeschriben stette leben und tön, wie
sü wellent, und das under sich teilen nach margzal, als dann Jegliche stat ander in
darumbe uff dem velde gewesen ist one alle unser und der unsern Widerrede und »
hündernisse. doch sullent die versorgen, so sü beste mügent one alle geverde, das
uns noch den unsern von den vorgenanten slossen, gefangen oder nomen wege de-
hein schade noch vigentschaft darumbe uff erstände one alle geverde. wer es ouch.
das der vorgenanten stette eine oder me oder die iren ire figende usz und in unsere
stette samentlich oder besunder schedigen, suchen oder angriffen wolltent, das süllen m
wir in wol günnen und ouch in darzü beraten und beholffen. und sullen ouch in zu
allen iren nöten dis Verbundes alle unsere slosz offen sin sich darin und daruszziibe-
helffen one alle geverde. wer es ouch, das die vorgenanten stette oder die iren de-
heinen herren oder ieman anders dienten, die zu disem bunde niht gehortent, was
in danne von desselben dienstes wegen beschehe oder anginge, darzö sullent wir u
in niht beholffen sin, wir tünd es dann gerne, doch also, daz dieselben vorge-
nanten stette noch die iren samentlich noch besunder nieman dienen, das wider
disen bund sie one alle geverde. ouch sollen wir vorgeschriben stette uns mit nie-
man umbe deheine sache, die sich von des Verbundes wegen verlouffen hette oder
beschehen weren, friden noch sünen in deheine wise one alle geverde, es sy dann, 30
das egenante stette alle mit uns in derselben rahtunge vergriffen und verfangen
werdent. ouch sol man nieman in disen verbunt enpfohen, die vorgeschriben stette und
wir sind es dann vor einhelliclich überkommen, was krieges ouch in dirre zit dis Ver-
bundes und von dis Verbundes wegen uff erstünde, von einer oder mer der vorge-
nanten stette angefangen were, darzü süllent wir in beholffen sin, als vorgeschriben 35
stat und nach dis Verbundes uszgang ein jar das nehest glicher wise als in disem
verbünde one alle geverde.
Wir die vorgenanten stette nemen usz in disem verbünde den aller durchluh"
tigesten fürsten und herren, herren Wentzelawe römischer künig zu allen ziten merer
des richs und künig zu Beheim unsern gnedigen herren und das heilige römische rieh. «
darzu nemen wir usz die edeln herren, herrn Symont graven zu Sponheim und zu
Vianden und herrn Rüpreht graven zu Nassowe und lantfougt in der Wetteröwe.
darzü nemen wir die von Mentze, die von Wormsze und die von Spire usz die ver-
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büntnisse, die wir von aller und bilze har gehabet han. darzu so ncnifn wir dte
von Mentze sonderlichen usz unsern herren den künig von Meheim und die crone
von Beheim, den bischoff and du cappittel von Mentze des merren stifftes. dar/.ü
so Denen wir die von Strassbuxg usz den bochgebon fümten berrn Weotalawe
von Behesm bertzoge sa Brabant and sä Lutzeinburg und darzu den erwurdigeii
herren, den bischoff von Straszburg, der do ietzunt ist oder harnoeh wurl, darzü
den gemeinen lantfriden in Kilsaz und obe der fürbaz erstrecket und erlengert wurt
und die ursage, die wir han mit den herren von Bitsehe und mit juncherr Heinrieh
von Krenckingen. so nemen wir die von Wonnzze usz unsern herren den bischoff
in von Wurmsze, so nemen wir die von Spire usz das bislüni zu Spire an eins bi-
»schofes alal bilze uir die zit, das wir einen bischoff gewynnen, den wir für einen
bischof hau one geverde. so nemen wir die von Franckenfurt usz den apt von
Volde und sinen stift, den lantl'ougt in der Wederowe, der ielzunl ist oder zu
zilcn wart, die von Frideberg, vor Wetshlat und die von (icilnhuscn und den friden
u und verbünd in der Welteroue. als l'erre der begriffen ist one geverde. und wir die
Hagenowe und Wissenburg nemen usz einen lanlfoujil, der «lau zi'i der zit des
richs tantfongl ist in Elisas, darzu den gemeinen lantfriden in Kilsas und den bund,
den wir han mit den richstetten in Kilsas. und darzu so nemen wir die von Wi.—
senlniii» sonderlichen usz unsern herren den apt von Wissenburg, so nemen wir
•e die von Wetshlar usz den lantfougt in der Wederowe, der yetzund ist oder zu
zilen wirdel, unser guten ('runde und citgcnossen die von Frankefurt, von Fride-
berg und von Geilnhusen, die edeln herren grafen .lohan grofen zu Nassowe,
gral'e Otten und grafen Johan, grafen zu Solms und die geselleschaft mit den hör-
nern, als lange daz büntnisse weret, das wir mit in han. darzü nemen wir die
von Slel/slal und von Khenheiin usz einen lantfougt, der dann zu der zit des
richs lantfougt ist in Kilsasz und den bund, den wir han mit des richs sletten in
Kilsas. so nemen wir die von Phedorsheiin usz den edeln unsern gnedigen herren,
berrn Phihppus herren zu Falkenstein und zu Minlzenberg und den erwürdigen
unsern gnedigen lieben herren, herrn Cünen von Falkenstein crtzbischoflf zu Triere.
do lind stillent ouch alle verbüntnisse, die wir mit den getan haben, die wir uszge-
noininen han, als Vorgeschriben stal in iren creften verhüben die wile die bünde
werent, als sü jetzunt begriffen sint. und süllent ouch fürter me keinen bund ma-
chen, es werde dann vor dieser bund uszgcnoinmen. wer aber, das der deheiner.
die unser iegliche der vorgenanten stette sonder uszgenomineu hat, mit der vorge-
H6 nanteu sielte einer oder nie kriegende und zweigende wurdent. so süllenl wir die
andern stelle, die den oder die sie also criegetent nit uszgenommen haut, denselben
sielten oder stat gein denselben beholflen *in noch dis Verbundes sage one alle geverde.
alle diese vorgeschriben stücke und arlikele saninientlich und besunder dis vorgenanten
Verbundes haben wir vorgeschriben gelobet by truwen eit.
Str. St. A. G. D P. lad. 48/49. fasc. 2 nr. 18. cop. ch coaev. ohne Datierung, doch hat
die auf derselben Papierrolle stehende Gegenurkunde der schwäbischen SUUUe das Da-
tum : .... der geben ist den nehsten mitwochen nach sante Dronisii tage do man
zalte nach Cristi gebürte 1382 jare. — Die Gegenurkutule der schwäbischen Städte
ist gedruckt bei Schaab, Gesch. des Mhein. Städtebunds. II nr. 216 und Boos. Wormstr
68 1382
Urkb. II nr 820 hier mit dem Datum: October 8 da die Vorlage mitwoch vor (die
Straßburger und Mainzer nach) sante Dyonisü hat. — Reg Scriba nr. 3339. — Reg.
Vischer II nr. 183.
1011. Die rheinischen Bundesstädte Mainz, Strassburg u. d. a. versprechen den
schwäbischen Städten Regensburg, Augsburg u. d. a., dass sie, wenn sie die Städte i
in der Wetterau, Friedberg, Gelnhausen oder die Reichsstädte im Elsass in ihren
Bund nähmen, statt der im Hauptbriefe bestimmten 104 Glefen 130 Glefen stellen
und jene neueintretenden Städte auch zu dem Bund mit den schwäbischen Städten
und der entsprechenden Glefenzahl verpflichten würden. Es siegeln Worms und Speier.
[1382 October IS.] io
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 cop. eh. coaev ohne Datum — Ebenda die Gegenurk. d
schwäbischen Städte.
Gedr. Schaab II, nr. 221. — Reg. Vischer, nr. 184. - Vrgl. Quidde, Westd. Ztschr. 382/3,
109. Regensburg, Augsburg, Ulm u. d. a. schwäbischen Städte versprechen den
Städten Mainz, Strassburg u. d. a. rheinischen Bundesstädten, dass sie ihnen, falls »
sie die Städte Nürnberg, Windsheim und Weissenburg in ihren Bund aufnähmen, zu
den 218 Glefen des Hauptbriefes weitere 22, also zusammen 240 stellen wollen. Es
siegeln Ulm und Esslingen. [1382 October 1.1.]
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 b. cop. eh. coaev ohne Datum.
Abdruck: Schaab II nr. 222. ■>„
Reg Vischer, d. schwäb. Stdteb. nr. 185. — Vgl. Quidde, Westd. Ztschr 382.
110. Die schwäbischen Bundesstädte Regensburg, Augsburg, Ulm u. d. a. ver-
sprechen den rheinischen Bundesstädten Mainz, Strassburg u. d. a., dass, falls einer
der im Hauptbriefe Ausgenommenen sie bedränge, sie ihnen Hülfe gegen denselben
leisten wollen, gleich als ob jener Angreifende nicht ausgenommen wäre. Es siegeln 25
alle Städte. [1382 October 15.]
Str. St. A. G. U. P. 48/49. eop. eh. coaev. ohne Datum.
Gedr. Schaab II nr. 223. — Reg. Vischer nr. 186.
111. Schenk Eberhard, Herr zu Erpach, tritt dem rheinischen Städtebunde von
jetzt bis Weihnachten und von da auf 9 Jahre bei und verspricht auf Mahnung mit 3()
5 Glefen zu dienen. gegeben sunnendag vor Simon et Judas 1382.
1382 October 26.
Aus dem Frankf. St. A. Reg. bei Janssen I nr 19.
Ebenda die Gegenurk. d. rheinischen Städte, die mit 20 Glefen dienen wollen.
112. Die rheinischen Bundesstädte Mainz, Strassburg u. d. a. nehmen unter den 35
üblichen Bestimmungen die Stadt Gelnhausen in ihren Bund auf. Auf Mahnung stellt
Gelnhausen den rheinischen Städten zur grossen und kleinen Summe 6 bezüglich 2,
den schwäbischen Städten 2 Glefen. 1382 November 7.
Nach or. d. Maine. St. A. gedr. Lünig, D. R. A. part. spee. ant. N, 1440. — Schaab
II, nr. 217. Ebenda Gegenurkunde der Stadt Gelnhausen nr. 2X8. — Reg. Vischer nr.187-
1382 ,-,,
113. Die rheinischen Bundesstädte Mainz, Strassburg u. d. a. nehmen die Stadt
Friedberg unter den üblichen Bestimmungen in ihren Bund auf. Friedberg stellt den
rheinischen Städten auf Mahnung 8 bezüglich 2 Glefen, den schwäbischen 2 Glefen.
1382 November lli.
Nach or. im Mainzer St, A. gedr. Lünig, part. sp. ant IV, 1440. — Schaab 11 tir 219
Ebenda Gegenurkunde Friedbergs nr. 220. — Reg. Vischer nr. 188. — Reg. Janssen
I not. zu nr. 18.
114. Krau Yliane von Than, ihr Sohn Hans von Than und ihr Bruder Diether
Kemerer von Worms treten dem rheinischen Städtebunde bei bis Weihnachten über
10 9 Jahre und versprechen auf Mahnung mit 4 Glefen zu dienen. datum Worms
»1382 oif den nehisten fritag vor sant Katherinendage. Worms 1382 November 21.
Str. St. A G. U. P. lad. 48/19 c. faSc. 3. 2 cop. eh. coaev.
Gedr. Schaab, rh. Stdtb. II nr. 224 mit falschem Datum.
Reg. Boos, Wormser Urkb. nr. 824. — Quidde, Westd. Ztschr. II, 386 nr. 18. — Janssen
I nr. 20. Regest, der Gegenurkunde mit der Verpflichtung zu 20 Glefen.
115. Die Stadt Straßburg und der Bischof Friedrich versöhnen sich mit
Ottemann von Ochsenstein.1 1382 September 2.
Wir Oertelin Mansze der meister und der rat von Strazburg kündent meng-
lichem mit disem briefe, daz die miszehelle, so gewesen ist zwischent unserm gne-
« digen herren bischof Friederiche zu Strazburg uf ein site und zu der andern siten
dem edeln jungherre Ottemanne herren zi'i Ohsenstein uzgetragen, gerihtet
und geslihtet ist also, das jungherre Otteman von Ohsenstein alle die ge-
fangen ledig sol lüszen, die er dem vorgenanten unserm herren dem bischofe
abegefangen het und daz ouch dieselben gefangen ledig süllent sin und daz er
ouch mit namen widerkeren sol, waz vorhanden ist. und waz dez übrigen
ist, daz da bristet, das sol unser herre der bischof unserm rate zö Strazburg ge-
schriben geben und mag es jungherre Ottemann verentwurten und mag es danne
unser rat mit gütlichkeit übertragen, kan es aber unser rat zwischent in beiden
nit übertragen, so sol unser rat nach vorderunge und entwurte ein reht darumbe
•»<> sprechen, und sol dazselbe sprechen besehenen bi disem unserm rate, der jetzent
Bist, und waz jungherre Ottemanne also gesprochen wirt, da süllent wir ime ein
bescheiden zil umbe geben, und wirt unser herre der bischofe in demselben zile
von jungherre Ottemanne nit unklagehaft gemachet, so sol der vorgenante jung-
herre Ottemann in den nehsten ahte tagen darnach sich entwurten mit sin selbes
»> übe in unser stat zu Strazbnrg und sol meiner tlartis komen, dem vorgenanten
unserm herren dem bischofe sie danne vor genüg beschehen, also davor geschriben
1 lieber die Fehde mit dem von Ochsenstein sagt Königshof en (Hegel II, 800) do men zalte 1888
jor, do zogelent die von Strosburg für Ochsenstein die bürg und gewunnent sü und besttlletent
sü mit tüten, donoch dnrte die von Strosburg der koste und zerbrochent die bürg. — donoch wart
die bürg wieder gebuwen.
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stat. und alle die vorgeschriben stücke het der vorgenante jungherre Ottemann
mit ufgehepter hant gesworn an den heiligen ez zu haltende und zii vollefürende
ane alle geverde. und der vorgenanten dinge zii einem Urkunde, so ist nnserre
stette ingesigel zii rucken uf disen brief getrucket. der wart gegeben an dem
ersten zinstage vor sant Nycolaus tage dez heiligen bischofes in dem jare do man '■<
zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und zwei jare. und sint dirre
briefe drie gliche : der einre bi dem vorgenanten unserm herren dem bischofe,
der ander bi jungherre Ottemanne von Ohsenstein und der dritte bi uns den
vorgenanten meister und rate zii Strazburg blibent.
Str. St A. AA. 1412 or. mb. lit. pat. c. sig. impr. del. l"
116. Meister und Rat von Straßburg entscheiden in einem Streite der Schuh-
macher, Schuhsüter und Gerber über Zunftangeltgenheiten. [1382 December 18.]
Allen den sie kunt, die disen brief sehent oder gehörent lesen, daz herr Jo-
hans von Mülnheim burggrüfe zu Strazburg kam vür meister und rat zii Strazburg,
da Ortelin Mansze meister waz, und vor in ansprach Johans Roten ,der schühemacher ant- •*
werk zu Strasburg innern meister Cuntzen Sygebotten, Cfintzen B. heim und Uliin von
Zürich von iren und dez selben antwerckes wegen gemeinliche der schühemachere zu
Strazburg, das etwie vil antwercke zu Strazburg under einen burggrafen gehortent, also
gehörten! ouch die schiichsütere und die gerwere under in und were ouch von alter
har also har komen, daz die schuchsüter alle jare einen meister haben soltent über *o
beide antwerke und die gerwere, daz ander jar ouch also und küsent ouch die bei-
de antwercke von ie dem antwercke viere und darzü von ie dem antwercke einen
husgenoszen. und wenne die selben zehene also gekosen werdent und ouch <\cv
meister, den selben meister sol ouch ein burggrüfe setzen, so süllent dar nach der
meister und die selben zehene vor einem burggrafen in sinem huse sweren reht 23
gerihte zii haltende dem armen alse dem riehen und einem burggrafen und den
antwereken ire rehte zu behabende, alse ez von alter harkomen were und hielten
ouch daz zii rehte, wo ein bidermann harkome und der ein unversprochen man were.
kerne er ioch in sinem hemmede, gebe er ein pfunt pfenuinge, dem solte man sinen
eynung setzen, dar gegen sich ouch die schühemacher und ir antwercke sattent und "
es nit also halten und tun woltent. da verentwurtetent es die vorgen. Johans Rote,
Cüntze Sygebotte, Cöntze Beheim und Uliin von Zürich von iren und des vorgenan-
ten antwerckes wegen gemeinliche der schumachere zu. Strazburg und sprächent :
sie retdent wider alle die vorges. stücke nützit, danne alleine, daz sie meindent
durch ihres antwerckes nutzes willen, wer hinnanfürder iren eynunge empfahen *
wolte, der solte vorhin haben einen gantzen oder aber einen halben harnasch vor
und e, danne man ime sinen eynung satte, nach klage und nach entwurte und nfleh
dem alse die vorgen. meister und rate daz zii beiden siten verhortent, so sint die
vorgen. meister und rat zu Strazburg mit rehter urteile an offem gerihte übereinko-
men und hant es ouch erteilt, daz die vorgen. personen und daz antwercke gemein- 41
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hohe der Bchäsütere zu Strasburg binnen fftrder gehorsam süDenl sin meistere SO ha-
bende und geswörnen und husgenoszen und onch zä (finde, zu swerettde und zu
rihtende, alse cz von alter har koincii ist. und duz oucn n ytinan, der iren cynung
koidl'cn wil, nii gebunden so! sin weder gantzen noch halben harnascfa vorhin zu
s habend«' ftne alle geyerde. aber wenne einem sin cynung gesetzet nrort, würde er
danne darnach alsc riche, daz er einen gantzen oder einen halben harnaach haben
solte, und daz der schöhemacher antwereke erkantent, daz sie den haben sottest, den
mügent sie gebieten einen gantzen oder einen halben harnaach zu habende, alse
danne des selben antwerekes reht und gewonheit ist Ine alle geverde. und siderwir
i» Julians Zorn von Hulach, Wetze! Marsilis, Thoinan von Endingen rittere, Johans Bunian,
Gfinrat Midier ein allainmanmeister, Claus von Heiligenstein, Peter von Winterlure, Jo-
hans Bocke hern Cünzen sun, Ulrich Hocke hern Ulrichs sun, Hanseman Peyger, Hug von
Wangen und (Haus Rynowe bürgere! und schöffele zu Strasburg hie bi wannt und
Bahenl und hortent, daz die vorgen. meister and rat zu Strasburg erteilten! in alle
die wise, alse da vorgeschriben stat, wände oueb wir da zu male in dem rate
warent, so haut wir zu einem Urkunde unsere ingesigele durch bete willen in
gchoffels wise an diesen Brief gehencket. der wart gegeben an dem ersten dun-
restage vor sani Thomans dage des heiligen zwetfbotten in dem jare da man salte
von getz geborte drützehenhundert jare ahlzig und zwei jare.
Freiburg St. A. or. mb. lit. pat. c. 12 sig. pend quorum 3, 4, 5, 7, 8, 9, 10 del.
117. Vorschlag der Städteboten, daß auf den KriegxzUgen Rats freunde jeder
einzelnen Stadt bei ihrer betreffenden Mannschaft zugegen sein sollen, um gütliche
Forderungen entgegenzunehmen, die Hauptleute zu controllieren und Recht zu sprechen.
[1382.]
Der stetde boten sint einhelleelich uberkomen, ob es iren relen wo! gefettet :
wann man inil der grossen summe dienet, so soll iedie stat irer Grunde zwene usz
irem rate bit irem houbtman und volcke schicken; dienete man aber mit der mynren
summe, so sol iedie stat einen usz irem rate oder, ob sie wollent, bit irem volcke
schicken, und ist diss darum!» geseheen : ob ieman in solichen reisen etwas gutlich
n an die stehle fordern wurde, daz dann der stetde frunde, die dann u(T dem vclde
weren, sich darufi" entsinnen mögen, waz in gefuglich sy offzuneinen oder zu laszin.
daz der siedle houbtlute doch nit macht hetten zu tunde.
Ouch sal jeder houbtman mrl sinem volcke der stedte frunden, von der wegen
er ussf'ert, gehorsam sin und warten und nieman keinen überlast noch unfug tun und
l'rydlich underein leben, were ez ouch. daz ieman welcher stete diener das wcicn.
dhein überlast gesehee, der sal das in keiner wise selber rechen, sunder er sal daz
an der stetde Irunde. von der wegen er ufT dem velde ist. bringen und sollent dann
derselben stedte Irunde mit der andern stetde frunden das verhalten und zu ende
füllen, und ist diss daruinb geseheen, daz das volck de(st) frydelicher mit ein gele-
40 bin möge.
10
VI.
72 1383
Oueh sin wir überkommen, daz man nieman schedigen sal, wo man feilen kauff
umb phennige vinde, dann die viende.
Aus dem Frankf. St. A. gedr. Janssen, I nr. 28.
118. Sigmund von Schönecke schliesst Frieden mit der Stadt Strassburg. 1382.
Str. St. A. Regest nach einem alten Inventar des aufgelösten Bestandes *an der Saul*. &
Original verloren.
119. Strassburg an die Stadt Kaysersberg : bittet dem Johann Riche, der ihr Feind sei
keinerlei Vorschub zu leisten. 1382.
Str. St. A. Regest nach einem alten Inventar des aufgelüsten Bestandes tan der SauU
Orig. verloren.
10
120. Bestätigung und Erneuerung der Ratsentscheidung ton 1355 über den
Kohlenterkauf der Schmiede und Goldschmiede. 138,3 Januar 5.
Allen den sii kunt, die disen brieff sehent oder gehörent lesen, das Claus
Richter, dem man sprichet Dütscheman, der hüter kam für meister und rat v.h
Sträszburg, do Orttellin Mansse meister waz, und sprach: den brieff,' durch den dirre brieff 15
gezögen ist, hettent schöffele zu Sträszburg mitireh insigeln versigelt, die selben schöffele
alle dot und verfaren werent unsze an herren Heinczeman Weczel ritter, der ouch selber vor
meister und rate zii Sträszburg sprach und seite, daz er denselben brieff mit sinem inge-
sigel versigelt hette. und dar umb so vorderte ouch der vorgenant Claus Richter,
dem man sprichet Dütscheman, der hüter an die selben meister und rät, das sie w
ime erteilen soltent, das er denselben brieff ernuweren und fürbasser bestettigeo
möhte mit andern schöffeln zu Sträszburg. und dar umb und ouch nach dein, alz
die vorgen. meister und rät das verhörtent und ouch derselbe brieff von wortte
zu wortte vor in gelesen wart und ouch dar zu der vorgen. herre Heinczeman
Weczel vor in seite, daz er denselben brieff, durch den dirre brieff also gezogen as
ist, in schöffels wise versigelt hette, und das es ouch umb die selben sachen und umb
alles das, das dar ane geschriben stünde, zö denselben zitten also an demselben
brieffe, geschriben stät ergangen und gescheen were in alle die wise, also an demsel-
ben brieffe, durch den dirre brieff gezogen ist, geschriben stot, so sint die selben meister
und rät zu Sträszburg mit rehter urteile übereine komen und sprochent es ouch «o
zu rehte, daz der selbe brieffe, durch den dirre brieffe gezogen ist, mit allen den
stucken, puncten und artickelen und mit allem dem, so dar ane geschriben stät,
stete sol sin und in allen sinen krefften bliben in alle die wise, alz obe die schöffele
allesamment noch lebetent, die in versigelt hant und also der selbe brieff geschriben stät
und versigelt ist an alle geverde. und sider wir Swarcz Göcze von Grostein, Thoman »
von Endingen rittere, Hug Dütscheman, Johanns Messerer der ammeister, Johanns
1 Biese Urkunde vom ersten fritage vor sant Adolffstag 1355 August 28 ist gedruckt im V. Bde.
unter nr. 351.
II
1383 73
von Wintertür zürn Engel, Peter von Wintertür, Claus Berer, Hesseman Hesse,
Hansemai) Peyger, Hug von Wangen, Claus Müntpligart, Cüncz der wergmeister
und Cüncz Geispolczheim, bürgen; und schöffele zu Süäszburg hie bii warent und
sabenl und horteilt, daz die vorgen. meister und rät zu Sträszburg erteiltent in
aDe die wi.se, also da vorgeschriben etat, wann ouch wir da zemäl in dem rite
warent, so hant wir zu einem Urkunde unsere ingcsigele durch bette willen in
s< liolTcls wise an disen briell gehencket Her wart gegeben an dem ersten mentag
vor saut Erhartz tage des heiligen bischofes in dem jore do man zalte von gottes
gebürtle drüczehenhundert jore aehttzig und drü jore.
Str. St. A. AA 44 p. 22. cop. eh. (Sammclband <die Münzer und Hausgenossen belangend.»)
Hiernach gedr. bei Meyer, die Slraßb. Goldschmiedezunft. S. 10
121. König Wenzel an Strassburg: begehrt, dass man Bevollmächtigte zu ihm
nach Nürnberg auf den 22. Februar sende wegen der Hülfe zum liomzugund wegen
des Städtebundes u. a. m. und beglaubigt Hinczig Pflug, den Ueberbringer des Brie-
:, les, eu weiterer mündlicher Mittheilung. geben czu Prag am suntag nach dem oburste
reg. boh. 20 reg. Born. 7. prag 13S3 Januar 11.
Str. St. A. AA 107 nr. 21. or. eh. I. cl.
Gedr. B. B. A. 1. nr. 204.
22. Bischof Friedrieh von Strassburg an Thiebald von Neunburg: teilt mit,
m dass im Elsass die Bede gehe, er beherberge in seinem Schloss Ellekarl und an-
derswo den Herrn Jean de Vergy1 den ärgsten Feind Strassburgs und des ganzen
Landes, mit dem man in schwerem Krieg liege und fragt an, ob das wahr sei.
geben des samestages vor unser frowen dag der liehtmessen. [1383 (t) Jatmar 81*]
Str. St. A. AA 1409. or. eh. I. cl.
25 123. Ratsverordnung betreffend die städtischen Boten und ihre Reisen zu Städle-
bundslat/rn . / t382.J
Unsre herren meister und rat sint übereinkommen und hant es ouch erteilt mit
urteil, das man eime yeglichen botten, der von unsre stette wegen ritet mit nie
denne dru pferde verzinsen sol. und sol man yme ouch von sinen pferden zu dem
so dage zwo untze jpfenninge geben und nut me. dieselben botten sollent ouch an einre
varl die gaulze varl usse nieman lassen by in essent in iren herbergen essen, und
sol man in ouch kein houwe noch kein futer geben, unser botten sollent ouch
nieman lassen zu in in die herbergen varen, dar su denne varent, denne su alleinc
ire knehte und die dienere, die zu in gehörent. wenne ouch unser botten ritent
B5 von des gemeinen bundes wegen, so sollent su in unser stette kosten ryten zu
1 Nach König shofen (Hegel 11, 808) war Jean de V. 1382 geflohen.
74 1383
glicher wise, als ob su in unser stette kosten alleine rylcn sollent. und sol man
denne ieglichem botten ufT den gemeinen bunt rechen vier guldin. und sol man
uns die von dem gemeinen bunde geben und bezalen. und sollent uns ouch die
bliben von des kosten wegen, den wir mit unsern botten also gehebet hanl.
Unsere boten sollent ouch ufT einre ieglichen vait, su were lange oder kurtze, 5
oit me bringen in deschen, messern, hüten noch in allen andern solichen dingen
unde nut unser stette gut kouflen danne eime meister, der danne rytet unde un-
serm ammanmeister, der danne ist, danne gegen eim guldin und darüber nut ane
alle geverde in deheinen weg.
Man sol ouch von unser stette gut unsern botton noch unsern dienern, die wile su ufle 10
dagen sint und dar und dannan varent, nutzit gelten noch bezalen, es sient stege-
reyffe, settel, zoume oder andre soliche ding ane geheisse des, der denne dieselbe
vart seckeler ist. doch sol man in bezalen die ysen ire pferde zu beschlahende und
nut anders ane alle geverde.
Wenne ouch unser botten uffe tagen sint, und man an den herbergen rechen sol, 15
so sol der seckeler, der ouch ein antwerckeman sin sol, als ouch bitzher gewesen
ist, zu dem allermynesten einem botten von den botten, die denne by ime sint, by
ime by der rechenungen haben, und anders sol er nut rechen, wand es me denne
einre allewegent wissen sol.
Von der wurtzen wegen, die man ufle dage füret, sol Hugelin Susze mit des 20
ammanmeisters rate kouflen spisewurtze und sol die dun stossen, und sol ouch er
die wurtze kouflen, es sü spisewurtze oder tresenier, wo er truwet, wo man su
ime aller nebest git unde nut umbe einen alleine.
Item ein iegliche koch, der mit unserre stette botten ritet, sol sweren an den
heiligen, das er von der stette gut noch wurtze nieman nutschit gebe noch sende, 25
noch nieman lade und der stette gut getruweliche bewar, das ime zugehöret zu be-
warende, es sie in unser stat oder ussewendig der statt, und wenne er harwider von
den tagen vert, so sol der koche, e danne er abe dem pferide sitzet, den wotsag
mit der wurtze Hugelin Suszen in sin hus entwinden mit allem dem, das ime
noch noch dem hundersten bruchende, das er unsern botten zu spisen verbruchet 30
und in gegeben het, uberbliben ist. darzu sol man von des koches pfert ouch nit
me zu dem tage geben dennen einen Schilling pfenninge.
Str. St. A. Schilter, jus statutarium civitatis Argent. fol 278 — 282. (Manuscr.)
124. Bertholt Schenke ein Edelknecht schwört der Stadt Strassburg für seine
Gefangennahme und den durch den Angriff der Strasshurger erlittenen SchadenUrfeb.de. 35
Sollte er wieder mit der Stadt zu schaffen haben, so giebt und nimmt er Recht vor
Meister und Rat. Sein Teil an der Veste Limpberg steht den Strassburgern offen
ausgenommen gegen Graf Egon von Friburg seinen Lehnsherrn .... were es
ouch, daz minen teil an der vorgen. vestin, den ich umbe Dietherich von Hohenstein
gekouft habe, ieman wider kouflen wolte, so sol ich die pfenninge, die von demselben 40
widerkouffe koment und die da blibent über die pfenninge, die den bürgern von Straz-
1383 75
bürg davon werden süllent, legen an die münsze /.i'i Strasburg, und sol i«li otich die-
selben aberigen pfenninge ayemer dannen genommen noch sie widerumbe bewenden
noch ungelegen, die wile ich gelebe, es sie danne mit uriobe wissende und willen
meister and rateszö Strasburg die danne ünt . . . Kr stellt als Bärgen, welche den
Brief milbesiegeln : lluns Sehencken von Ebenheim, Hans Schencken von Bisehol
beim, Ludemao Schencken sinen brftder, Hans von LJtenheim zu Rosheim, Goezen
Landolf von Ehenheim und Egenolf von Stätzheim edelknehte. geben an dem ersten
mentdage nach dem sunnendage alse mau sang in der heiligen kirchen in den vasten
Beminiscere 1:583. 1383 Februar IG.
Str. St. A. Q. ü. P. lad. 198 nr. C. or. mb. lit. pat. c. 7 sig. pend.
125- Johann von Lichtenberg erhält und beschwört das Straßburger Bürgerrecht
auf 10 Jahre. 1383 Februar '21.
Wir Johans berre zu Lichtenberg verjehent und erkennent uns offenlich mit
disem briefe, daz wir uff den neusten satnstag nach sant Valentins dag in dem jare
15 da man zalte von gottes gebürte drützchenhundert achtzig und diu jare koment vür
meistere und rat zu Strazburg, da her Lyenhart Zorn genant Bchultheisse meister
waz, und empfingen! vor in unser bürgrehl und schwürent ouch mit ufgehebeter hant
und mit gelerten wollen liplich zu den heiigen meistere und rate zu Strazburg, die
danne zu ziten sint mit allen unsern vesten und darzü allen iren gebotten gehorsam zu
•o Binde von der date dis briefes über zehen gantze jare. und wart uns ouch von dem
egenanten hern Lyenhart Zorn genant schultheisze dem meister allez daz mit Worten
uzbescheiden und ouch in den eit gegeben zu hallende, waz andere herren, rittere,
kneble, und die sie vür edellüle baut, nach irre stette reht und gewonheit gegen in
halten und voilefüren sollent ane alle geverde. und dirre vorgeschriben dinge zu eime
.'5 wuicn stellen Urkunde, so habent wir der obgenante .lohans berre zu Lichtemberg
unser ingesigel getan hencken an disen brieff. der geben wart an dem samstage
und in dem jare als da vorgeschriben stat.
Str St. A Q. ü. P. lad. 271. u. or. mb. lit. pat. c. 1 sig. pend.
Ebenda Vidimus v. 21. Oetober 1302.
so Gedr. Wencker, de ußburg. 125.
121i. Bürgermeister und Rat der Stadt Rreisach machen einen Vergleich zwischen
Strassburg und Basel, zwischen welchen Städten Slössc entstanden sind von der
Ansprache wegen, welche Graf Walraf von Tierstein der ältere an die von Strassburg
/,u haben meinte wegen des Brandschadens und Plünderung, die ihm Basel angethan.
datiiin mentag vor s. Gregorii tage 1383. 1383 März 9.
Basel, Staats-Arch. Urk. nr. 18. or. eh. c. sig. delaps.
Im Str. St. A. nur als liegest in einem alten Inventar der aufgelösten Abteilung «a» der
Saul*.
76 1383
127. Meisler und Rat entscheiden in dem Streite der Wollschläger und Weber,
daß die Unterkäufer beiden gemeinschaftlich sein sollen. 1383 März 11.
Wir Lyenhart Zorn genant schultheisze der meister und der rat von Strazburg
tünt kunt allen den, die disen brief sehent oder gehörent lesen: daz von der weber
und dez selben ires antwerckes wegen gemeinliche zii Strazburg vor uns gevordert s
wart, sider daz die wolleslahere zu Strazburg und ir antwercke und 5ch vil andere
antwercke underköflere hettent, dar umbe so werent öch sie und ir antwercke not-
durftig, daz man in ouch underköflere an irem antwercke gebe, wände sie groszen
bresten hettent an wollen und tüchen und an andern dingen, der sie zu irem ant-
wercke zu köflende und zii verköflende notdurftig werent. dargegen aber von dez io
antwerckes wegen gemeinliche der wolleslahere zii Strazburg vor uns geretde und
geentwurtet wart und sprächent : es were wol ahtzig jare, daz ein Übertrag zwischent
den selben beiden antwercken gemachet und beschehen were und were ouch zii den
selben ziten uzgetragen, wie sich die wolleslahere und die webere gegen enander
halten soltent und werent öch briefe dar über gemachet und were ouch da zu male u
gemachet, daz die wolleslahere und ir antwercke dritzehen underköffer under in haben
soltent und soltent ouch die webere keinen underköffer under in haben, wände ire
underköflere swürent menglichem gehorsam zii sinde zii den dingen, die zii irem
underküffe gehortent. nach klage und nach entwürfe und nach dem, alse wir die sache
zii beiden siten verhört hant, so sint wir die vorgen. meister und rat zu Strazburg ao
mit rehter urteile an offem gerihte überein komen und hant ez ouch erteilt, daz daz
vorgenante antwercke der wolleslahere zu Strazburg süllent zu dem minnesten alle-
wegent zwelfe underköflere under irem antwercke haben und nit minre und die
webere keinen, und süllent ouch die selben underköflere, die sie ietzent hant und
die har nach ir underköflere werdent, sweren an den heiligen menglichem gehorsam 25
zu sinde. die selben underköflere süllent ouch den webern und ieglichem under in
gehorsam sin tüche zu wisende, vürderliche zu köflende und zii verköflende und zu
glicher wise alse den wolleslahern äne geverde. wenne ouch wolle hie ist zii ver-
kettende, daz süllent die underköflere alse vürderliche den webern und irem antwercke
verkünden alse den wolleslahern und irem antwercke. und ist es danne, daz die 30
webere oder denheiner under in teil an sölicher wollen köffen wil, daz sol man in
geben zu köffende nach der marekzal zii glicher wise alse den wolleslahern. wenne
ez ouch geschult, daz ieman von den wolleslahern oder von den webern zu köffen
komment, es sie an tüchen oder an wollen, welre danne under in zu beiden siten
dar nach ouch zu sölichen köffen komment, da sol man den selben, der darnach also 35
dar zu komen ist, ouch läszen an dem selben köffe stän und in dar an nach margzal
läszen köffen, obe er wil äne alle geverde. und der vorgen. dinge zu einem Urkunde
so ist unserre stette ingesigel an disen brief gehencket. der wart gegeben an der
ersten mittewochen nach dem sunnendage alse man sang in der heiligen kirchen in
der vasten Judica in dem jare do man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare
ahtzig und drü jare. (Es folgt der Hat), und sint dirre briefe zwene gliche : der
1383 77
einre bi den vorgen. den wolleslahern und irem antwen ke und der ander bi den
webern und irem antwereke blibent.
Str. St. A. G. U. P. lad. 10 nr. 4. or. mb. Ut. pat. c. »ig. pend. del.
Oedr. Schmoller, Straßb. Tucher- u. Weberzunft S. 12. nr. 14.
5 128. Die Sftraßburger Gesandten zum Städtetage in Würzburg. Götze von Gi<>-
stein und Walter Wasicher senden Bericht an Meister und Rat und begehren
Antwort nach Franhfnrl. Würzburg [I38.i AprU 21.)
Unscrn dinst bevor, lieben herren. wiszent, daz die stetde alle sament quament
an sondag gein Wyrczburg und fündent da herezog Ruprecht den alten und herezog *p*i '»•
o Ruprecht den jungen, den byschofle von Mencze, den byschoff von Wyrczburg, den
burggraven von Nurenberg und grave Eberhart von Wyrtenberg und der herren von
Beyern, der niarggraven von Myssen rete und wartent dez koniges rat, die soDent
kommen off dysen dienstag. auch lan wir ach wiszen, daz die von Mencze und die^r««.
von Frankenfort ir erbern botden zu yren ersten botden und zu uns den stetden
» gesant bant. und banl uns gesaget, wye daz der lantgrave von Hessen den Hin abe
gefaren were und da er herwyder off gen Mencze quam, daz er da mit in rette, daz
er gern zu uns in den bunt queme. und habent sych alse ferre underret, daz er meynet
zu blyben by der verbuntnüsze, als grave Symont von Spanheim verbunden ist, dez /"*,
wir uch auch eine abeschrifft sins buntbrielTes sendent. doch so] der lantgrave nuwent
W mit zehen gieren dyenen, da grave Symont mit funfl'zehen dyenet. auch werden! die
artikel, die in dyrre abeschrift geschriben stant, stände in dez lantgraven briefl'e. als
sie hie begriffen sint und sint daroffdez lantgraven rete zu uns komen gen Wvrcz-
burg mit der von Mencze und der von Frankenfort holden die sache da zu folie-
enden, und ist der stetde botden aller meynunge, daz es sie dünke dem bunde nfleze
« und gül sin, wann man groszer vyntschafTt mit yme aberhaben sy und forchent
auch die stetde, sy ez, daz er nit zu in in den bi'mt komme, daz der lantgrave zu
den forsten in yren bönt komme, und hant sich die botden von den stetden mit
Bynen reten underret, syt daz wir nit meebtig s i n I die sachen oft" zu nemen ane och
und auch wann dez riches stetde zu Elsasze nit hie by uns sint und unsere bunt
so wyset, daz man nyeman entphahen enmag, ez sy dann ir aller Wille, so hant sie in
dag gemacht gen Frankenfort, wan wir zu Wyrczburg oft" gebrechen, und dar umb
so nit enlaszent, was UWers willen und meynunge sy, ir lant ez uns wissen voiilcr-
liche gen Erankenfort mit uwerm botden, der unser da beyt unez wir (content auch
diinket uns gut, daz wir dez ryches sletden, die zu dem bi'inde gehorent vorderliihe
1 botschafft di'int, daz sie auch yeman zu Frankenfort habent oder aber uns gewalt
gebenl mit den sachen zu dunde, als uwere meynunge ist in den sachen. wissen!
auch, das die nydern stetde alle meynent : sy ez. das er in den bont komme, ge-
wonnen wir danne wol krieg mit den, die er uz genomen het, so werent sie doch sin
und aller Biner ryttere und knehte in Byrne lande entladen, daz sie nit wyder den
ünt getorsten dön. auch sendent uns dyse abeschrifft alle, die wir uch senden mit
78 1383
uwerm botden wyder herabe gen Frankenfort, besigelt mit Walter Waszichers ingesigel.
datum Wyrczburg tertia feria post dominicam Cantate.
Götze von Grawenstein und
Walter Wasziger.
[Nachschrift]. Auch wiszent, daz die von Wormsze und von Spire ez auch yren 5
frunden heim verschriben hant. die lant sie auch ir meynunge gen Frankfurt wiszen.
[In versd]. Den vorsichtigen, wysen dem meyster und dem rate zu Straszburg
presentetur littera.
Str. St. A. G. (J. P. lad. 48149 B. or. eh. lit. cl. xo
129. Die schwäbischen Bundesstaate entscheiden zu Ettlingen den Streit zwischen
Mainz, Straßburg, Frankfurt, Ungenau und ihren Bundesgenossen einerseits und
Worms und Speier anderseits über den von letzteren aufgerichteten neuen Zoll.
Esslingen 1383 April 22.
Wir die stette gemainlich, die den band mit ainander haltend in Swaben und 15
als wir uff.diszitze Esslingen bi ainander gewesen sien, bekennen offenlieh mit disem
brief und tugen kunt allen den, die in ansehent oder hörent lesen umb die zwaiung
und stösse, so die fursichtigen und wisen unser besu.ider lieb frunde und aidgenossen
die stette Mentze, Straszburg, Frankenfurt, Hagenowe und die andern, die zu in
gehörent, an ainem tail und die zwo stett Worms und Spyr an dem andern taile 2«
mit ainander gehebt hant von der zolle wegen, so die selben zwo stett Worms und
Spire nüwelichs uffgeworffen und gemachet hant. und von der selben sach zwaiung
und stösse wegen wir unser erber botten von Swaben zu in santen gen Mentze ze
versuchen, ob wir die sach zwischan in früntlich mit mynne möchten han nidergeleit
und zerfuret, das aber unser botten dozemal niht erlangen noch erfolgen mocht. und »»
wan sich der vorgenanten stetde Mentze, Strausburg, Frankenfurt, Hagenöwe und
der andern, die zu in gehörent, und och der zwaiyer stett Worms und Spyre erbern
botten des veraynten, das si der sach von der zolle wegen uff uns stette des bunds
in Swaben gern komen wölten zu dem rechten und och des gentzlich uff uns beliben
wölten also, das die vorgenanten stett Mentze, Strassburg, Frankenfurt, Hagenowe m
und die andern, die zu in gehörent, fürziehen sölten bundbrief und ander brief, fiir-
wort und wes si zu dem rechten getrüweten ze geniessen, so sölten die zwo stett
Worms und Spyre ir clag verantwurten mit bundbriefen oder andern briefen für-
worten oder wez si zu dem rechten notdürfftig weren. und denne sölten wir nach ir
baider brief, fürworten, red und widerede sprechen, waz uns recht dneht. des aber «
sich unser erber botten niht annemen wölten, denne in sölicher beschaidenhait, das
si in gunden die sach wider hinder sich an uns ze bringen und was wir dar umb
tun wölten, das sölten wir den vorgenanten stetten verkünden gen Nörenberg uf den
tag, der gewesen ist in der vasten, als unser herre der küng und ander fürsten, her-
ren und stette ietzo ze nechst da gewesen sind, und wer es och, das wir uns der
sach also annemen und zu dem rechten verfallen wölten, als och wir das tätten, so
1383 79
sollen die fftTfOlMHi bcm statte ze baider syte der sach gentztlich bi uns belibeu. und
du wir uns der sach also engenomen und Verheugen und och das gen Nürenberg ver-
k unten in aller der wise, als dus ze Menlze bereit ward, do lutbarten unser erber
holten die sach und anlausze aber vor den voigenanlcii vmi Mentze, von Strauss-
thurg, von Frankenfurl, von llagcnawe und der andern, die zu in gehon-nl und OBO
vor den von Worms und von Spyre erbern hotten und wie der anlausze ze Menlze
ii IT uns slelle berett were, der sach waren och sie alle aint nichtig, und ward och
mit namen iner berett und in von iinseru erbern hotten versprochen und verhaissee,
das wir in der sach uff den lag, den wir heschaidcn wurden ainen usslrag gebefl'
'o das wir in das niht lenger Verzügen, do versprachen och si ze baider site bi dem
K anlausze ze belibeu aber nachdem, do si den anlausse bekanten und och den ver-
sprachen bi uns ze belibeu. da retten dar nach der von Worms und von Spyre erbern
hotten, man soll in die clag verschriben geben, das verantworten aber der von Mentze,
von Straussburg, von Krankenfurt und von Hagenöwe und der andern, die zu in
i5 gehören! erben botten, das sie das nicht tun wölten, wan es also in dem anlausze
mil rede und mit tcdingen niht herkomen were noch weder vergriffen noch berett were.
und ull' du do verkunten unser erber botten der vorgenanten stette erbern botten einen
tag gen Ksslingen uff den sunnentag dry wochan nach dem heiligen tag ze Östren, der ze *p*i '»•
ihm hst vergangen ist, das sie dahin kamen ze baider site mit vollem gewalt, so wölten wir
2» in der sach mit dem .rechten ainen usstrajr machen und geben, und also kamen
och wir vorgenante slett uff denselben tag gen Ksslingen. do sauten och dieselben
stett Mentze, Straussburg, Frankenfurt, Hagenöwe von iren und der andern stett
wegen, die zu in gehörent und och die zwo stett Worms und Spyre ir erbern
holten och dar uff den selben tag und da stünden der stett Mentze. Straussburg,
2S Frankenfurt, Hagenöwe erbern botten von iren und der andern stett wegen, die zu
in gehörent für uns und täten ir rede, als och der anlausze uff uns komen waz
und sprachen : si benügti wol und stünden och dar umb da mit vollem gewalt von
ir aller wegen, das wir mit dem rehten zwischan in uszsprechen, als och der an-
lausze tili' uns komen were. das verkunten wir do der von Worms und von Spyre
30 erbern botten und besauten die für uns, ob si der sach und clag also antwürten
wölten, als och si des uff uns komen weren. die sprachen: si weren des nit mäch-
tig und weren och also von iren fründen und raten nit geschaiden, denne waz
das were, das die stett zu in sprechen wölten, das sölt man in verschriben geben
von wort ze wort, das wölten si denne bringen an ir fründ und rät, die möchten
35 denne die sach verantwurten mit iren erbern hotten oder mit irer geschrift. das ver-
anlwurlen aber der von Menlze, von Straussburg, von Frankenfurt und von Hage-
nöwe erbern botten von ir aller wegen, der anlausze were also uff uns stett besche-
chen, das si ze baider site mit vollem gewalt für uns kommen sölten und wer
och in dem anlausze niht bereit wurden, das si in ir clag verschriben geben sol-
id ten, als och das alles aigenlich vorgeschriben stat. danne so wisten si selb wol, des
dez anlausze umb nihtzit anders uff uns stetl beschechen were denne von der zolle
wegen, und also stünden och si da und benügti si wol, das wir darunib mit dem
rechten uszsprechen als och der anlausze uff uns beschechen were. nauch dem allen
VI. 11
80 1383
do erfüren wir an unsern erbern botten, die wir zu in gen Mentze und gen Nuren-
berg gesent hetten, wie der anlausze berett were und besanten do alle botten der
vorgenanten stett für uns. und die waren och da ainträchtig des anlausze in aller
der wise, so vorgeschriben stät. und erfand och sich da aigenlich, das nit berett
waz, das man den von Worms und Spir die clag verschriben geben sölt. wol »
hetten si gesprochen nach dem anlausze, do sie den gentzlich versprochen hetten,
man sölt in die sach verschriben geben, das verantwurten aber der stett Mentze,
Straussburg, Frankenfurt, Hagenöwe und der andern erbern botten : sie wölten das
nit tun, wan das in dem anlausze niht berett were, als och da vor besehaiden ist.
und uff das sprachen wir aber baiden vorgenanten tailen zö, das sie denne ir clag 10
fürtrügen und beretten mit rede und antwurt, als si des uff uns komen weren, so
wölten wir mit dem rechten zwischan in uszsprechen nach dem, als der anlausz uff
uns beschechen were. das verantwurten do der von Mentze, von Straussburg, von
Frankenfurt und von Hagenöwe erbern botten von ir aller wegen : das wölten si
gern tun und sie stünden och also da und weren och darumb ussgesant und hetten 15
. och des vollen gewalt bi uns ze beliben. da widersprachen aber der von Worms und
von Spyr erbern botten, als och vor : si weren anders niht mähtig denne, was man
zu in clagen wölt, das man in das verschriben gebe, das wölten si haim bringen an
ir fründe, die sölten denne die sach verantwurten. dar nach santen wir aber unser
erbern botten gen Worms und gen Spir in zu sagen den anlausze und och si dar ^
uff ze bitten, das sie iren erbern fründen, die da ze Esslingen weren, vollen gewalt
geben der clag ze antwurten oder mer ir fründ mit gewalt zu in santen, das wir der
sach usstrag geben möchten nach dem, als der anlausze uff uns beschechen were.
und erbätten och der von Mentze,von Straussburg von Frankenfurt und von Hagenöweerbern
botten, das die der sach durch unsern willen die wile bi uns ze Esslingen erwarteten, als och *
si das tätten. und do unser erber botten von den zwain stetten Worms und Spir herwider
umb zu uns gen Esslingen kamen, die antwurten und Seiten uns, das si anders nit erlangen
noch erfinden möchten denne in der wise, als ir erbern botten vor gerett hetten. do sprachen
uns aber der vorgenanten stette Mentze, Straussburg, Frankenfurt und Hagenöwe
erbern botten von ir aller wegen als häfteclich zu, wan in dem anlausz mit namen 3«
berett und in von uns verhaissen were, das wir in uff dem tag ainen usstrag geben
sölten, das wir denne mit dem rechten dar umb uszsprechen, wan die von Worms
und von Spyr der sach ussgän und bi dem anlausze niht beliben wölten in der
wise, als der berett und vertedinget were. do bekannten wir uns, wan dieselben
zwo stett Worms und Spir der clag nit antwurten wölten, als der anläsze besche-
chen were und den och si versprochen hetten, als vorgeschriben stät, das wir denne
von eren niht überwerden möhten, wir müsten dar umb sprechen, als och wir ge-
tan haben und sprachen also: das die vorgenanten zwo stette Worms
und Spir die egenanten zolle ni de r n n d s ti lle s ü llen 1 äs s en li gen
und niht nemen als lang und bis uff die zit, das si dar umb für 40
uns zu dem rechten koment in aller der wise, als der an la usze u ff
uns berett ist. und wenne das bescheche, das si also für uns zu dem rechten
komen wölten, das süllen si uns verkünden, so sullen wir in denne aber ze baider
"
1383 81
site tag beschaiden an gelegen stett und da mügen denne die von Ment/.f. von
Straussburg, von Frankenfurt, von Hagenöwe und die andern, die zu in gehörent
ir daj; vor uns erzellon und mügen ziehen bundbrief oder ander brief, fürwort oder
wcs si zu dem rechten getruwen zii geniessen, das selb mügen die von Worms und
i von Spir verantwurten mit bundbrieffen oder andern brieten, fürworlen oder wes si
da wider zii dem rechten notdürftig sind, so sullen und wellen wir denne nach ir
baider clag brieten fürworten rede und Widerrede sprechen, waz uns recht dunkt,
und wenne och diu sach also zu dem rechten komet, so sol das niderlegen der zolle,
als wir ietzo gesprochen haben, entwederm tail der vorgenanten stette an iren rech-
ii len weder ze schaden noch ze fromen kamen in dehain wise äne alle geverde. und
des allez ze warem urkund so hant die von Esslingen von unser aller haissentz we-
gen ir stat gemains insigel ofTenlich gehenkt in diesen brief. der geben ist ze
Esslingen an sant Jörigen aubent do man zalt von Cristz gebürt druzehenhundert
jar und darnach in dem dry und ahtzigostem jaure.
15 [In versa] Wie die stette, die im bände zu Swoben sint, durch ir botten die
stette Mentz, Strasburg, Frankfurt, Hagenöwe und ander stette, so zii inen gehörent,
übertragen habent mit den von Wormiss und von Spire der zolle halb.
Str. St. A. G. D. P. lad. 45/46 u. nr. 73. <yr. mb. lit. pat. c. sig. civit. Eßling. pend.
Auszug: Boos, Wormser UM. II nr. 832. — Heg. Janssen. Fr. B. K. I. nr. 29. —
;:o Erwähnt D. B. A I, 366.
130. Werner von Berenvels Bürgermeister und der Hat von Basel an Strass-
burg : bekennen, dass sie jährlich zu zahlen haben . . . den erbern swestern des
huses zem thurne in der stat Straszburg gelegen zwelf phunt Straszburger geltes
zi uses, die sie von uns kouft hant umbe 144 41. ... und dass an diesem Capital
m nichts geändert werden soll, obwohl man übereingekommen die 12 it. fernerhin auf
10 4L herabzumindern. geben ... da man zalte . e . 1383 an dem nechsten
dornstage nach dem heiligen phingstage. Basel 1383 Mai 14.
Str. St. A. A4 1799. or. mb. I cl.
131. Heinrich Herr zu Blankenbnrg schließt mit der Stadt Straßburg einen
so Vergleich xcegen der Perlen, die als Pfand filr eine Forderung beschlagnahmt waren.
1383 Mai 30.
Wir Heinrich herr zu Blanckenburg bekennent und kundent menglichem mit
disem briefe, daz von aller der missehelle und ansprachen wegen, so wir von
unsern und unserre brüder und swestern wegen gegen den erbern bescheiden dem
ss meister, dem rate und den burgern der stat zu Strazburg und den iren untze
n f disen hüttigen dag gehebt hant von den berlin wegen, die her Thiebalt von
Blanckemberg selige unser herre und vatter seliger gedehtnusze gen Straszburg
gesendet hette bi sinen lebetagen zu verwurkende und die von Straszburg und
die iren die selben berlin angelanget hettent von solicher schulden wegen, alse
40 der von Strazburg bürgere meindent, die in frowe Ennelin Völtschin schuldig sin
82 13&3
solfe und von alles dez kosten und schaden wegen, so wir und die unsern davon
gehebt und gelitten hant in weihen weg das sie, wir von unsern allen unserre
geswistergide und der unsern wegen gentzliche gesünet verrihtet und geslihtet sint
mit den vorgen. dem meister, dem rate und den burgern gemeine und besünder
der stat zö Strasburg und allen den iren. und geloben! och wir mit craft dis B
briefes und bi guten triiwen vür uns alle unsere geswistergide und alle die unseren
die selbe sfine und rihtünge geneme und stete zu habende ewecliche gegen den vorgen.
dem meister dem rate und den burgern gemeine und bisünder der stat zu Straz-
burg und allen den iren und das wir unsere geswistergide noch alle die unseren
noch nyeman von unsern noch von iren wegen niemer anspräche noch vorderlinge ■
darumbe an sie gehaben süllent noch wellent in denheinen weg ane alle geverde.
wände uns von derselben berlin sachen und ansprachen wegen gentzliche volletän
ist und sie uns der selben berlin drissig lote und zwei lote gegeben hant und die
uns och von in worden sint äne alle geverde. und der vorgen. dinge zu einem
Urkunde so ist unser dez vorgen. Heinriches ingesigel von unsern und der vor- 15
genanten unserre geswistergide wegen an disen brief gehencket. der wart gegeben
an dem ersten samestdage nach sant Urbans dage des heiligen babestes in dein
jare da man zalte von Götz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und drü jare.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166 nr. 62. or. mb. lit. pat. e. sig. pend.
132. Sattlerordnung. !S83 Juni m. M
Dis noch geschriben stick und bunten sollent alle satteller in der stat Stras-
burg halten : item was burren boum har kumen in die stat Strasburg, die sol man
deillen. und wer an boumen ein deil begert und do ist, so man in berieft, so sol
man im ein deil geben, es sig Iitzel oder fil.
Item was horfiltz har kumen in dis stat Strasburg, die sol man deillen, es 25
sig Iitzel oder fil.
Item es sol ouch keiner keim nit machen, der eim andern schuldig ist, wen
er es im verbittet mit dem houpkanen.
Item was ouch har kumpt, das unser anckwert brucht und deilbar ist, das
über 10 sol. den. kost, das sol man deillen, es sig bisa Stegreif (oder) oder werck 30
oder leder oder gurtten oder kumpt heltzer oder geyssel steb oder eineherleig,
das wir brachen.
Item man sol ouch keinen sattel schwertzen uf blos holtz.
Item wer ouch vor der pfaltzen wil feil haben, der sol ouch uf die selb zit
sust uf kein andern merekt farren: er sol ouch in sim hus nit us heincken, als 35
lang er vor der pfaltzen stat.
Item es sol ouch keiner me den uf einen merekt uf einen . . .b us der stat
Strasburg farren. es sol ouch einner nit me denne ein Stellung haben, war man
a) Vielleicht bes oder vis tu lesen. b) Lücke, vielleicht: mal.
1383 83
ouch zu incrckl farl, do sol man l(is werflen imili die .-tet. im;ih -ol ouch nit t
losen, es h.'ii) denne 8 geslagen.|
Hein wer disser stick eis verbricht, der sol besseren uiiseim anckwcrt ."> -o|.
den. und sol ie einer den arideren vielen und lir bringe! by der forderen besrung.
und geschah des 1 1 (' zislag noch saut Veilla/ dag im 88 jar.
(Item die nies isl us gedingt, do darf einer ml deillen . V . und liltz, die -<,|
man alle zit deillen.)1
Str. St. A. Q. U. P. lad. 12 nr. 24. cone. eh.
133. Austellitngsurkunde für den Dombanmaisler Michel von Freiburg.
Stiasaburg 1383 Juni 18.
Kz ist zi'i Wissende, das meisler Michel von Driburg der wcrgmeisler UmW
frowen werekes zu Slrazbttrg gesworn hei an den heiligen demselben unserre
frowen wereke gelruwe und holt zii sinde und oucli alle dinge, die zu dem seihen
wereke gehörcnl, getruweliche zu tünde und uszerihtende also in danne hi .-inem
is eide beduncket, das es dem selben wereke und dem buwe aller nutzelicbesl und
beste sie. wo ouch er in dez selben werekes lone wtirket, wo das ist, da sullen
er noch sine undertanen nützit iemanne howen noch machen, es sie danne mit
urlobe, wissende und geheissin unserre frowen werekes schaffener, der danne ist,
Ine alle geverde. derselbe meister Michel noch sine undertanen süllent ouch nie-
n manne nulzit geben noch lihen, daz demselben wereke zii gehöret noch nutzit
machen, wo oder au weihen stetten daz sie, ez sie danne ouch mit urlobe, wiszende,
willen und geheisze unserre frowen werekes schaffener, der danne ist, ane alle
geverde. er sol ouch keinen redelichen buwe machen noch understan zu machende ane
urldp, wiszende und geheisse des schaffeners und der pflegere desselben unserre
ii frowen werekes, die danne sint, ane alle geverde. und alles daz, daz da vorge-
schriben stat, daz sol allewegent ein ieglicher werckmeister unserre frowen werekes
sweren an den heiligen zii haltende, so er zii derselben unserre frowen wereke
zu werckmeister genomen und empfangen wurt ane alle geverde. actum feria
quinta proxima anle diem nalivilatis saneti .lohannis Baptist« anno domini 1383.
,u Str. St. A. Stadtord. Bd. 29 fol. 2.
Gedruckt : Hegel, Königshofen II, 1016.
134. Ulm an Strasburg: csrhi/ndel ei neu 'Tag zu Eßlingen zur Beilegung des
schädlichen Streites der rheinischen Städte über den ton Worms und Speier aufge-
richteten Rheinzoll. Ulm [1383 Juni 25.]
H Fursichligen wisen besundern guten frund und eidgenöszen. unser fruntlich
willig dienst alte zit bereit voran lieben frunde. umbe sölich stösse, so ir und
• Dieser letzte Artikel ist mit anderer Tinte hinzugeschrieben.
1383
Juli 13.
84 1383
ander stett an dem Rine juwer und unser aidgenöszen an ainem tail und unser
und juwer frund und aidgenöszen die von4jWorms und von Spire an dem andern
tail mit ainander hant von der zolle wegen, so dieselben zwo stett uflhebent und
nement und der sach ouch irge baider site uff die stett ze Swaben ze dem rechten
komen sind und darumbe ouch die stat ettlich sprüche gelän hant und als sich 6
diu sach nu bisher verloffen hat, so verkünden wir juch von derselben sach
wegen ainen tag gen Eszlingen uff die nechsten mittwochen ze nacht vor sant
Maryen Magdalyenen tag daselbs ze sind, da ouch gemain stett unsers bunds ze
Swaben hin koment und sich darinne mit gantzem willen arbaiten wellen, ob si
die sach zwischan juch nidergelegen und verrichten mugen mit minne oder mit 10
dem rechten, wan si dar inne weder kost noch arbait noch kainerlai ander sach
nit verdrieszen wil alz billich ist. darumb so bitten wir juwer fruntschafft mit
allem ernst und fliszeclich und manen iuch darumb, als ir der sach uff gemain
stett komen sind, daz ir juwere bottschafft von juwerm rat uff den vorgenanten
tag gen Esslingen schicken wellent und der dez mächteclicher juwern vollen ge- I5
walt durch aller stett willen geben und enpfelhen wellent baides z i der minne
und ouch zu dem rechten umbe daz, daz diu sach uff dem tag dez baz zerrinnen
und nidergeleit werden müge und daz ir fürsetzent, alz juwer wiszhait daz vil baz
bedenken kan, daz alle fursten und herren oder wer den stetten nit gütz gän mit
kainen sachen alz vast erfröwet noch gesterket werden mügen alz mit dem, ob j,0
zwayung und brüche zwischan den stetten uff stünden, daz doch juwer fürsichtikait
versorgen sol, daz des nit bescheche. waz ouch denne die stett dez bunds ze Swaben
darzü getün oder gedienen künnen oder mugen, wie diu sach werde nidergeleit, dez
sind sy willig, lieben frund wir haben juch disen tag ouch darumb uff diz zit dahin
verkünt, daz ir derselben juwer bottschafft, ob iuch daz gevellig ist wol enpfelhen 25
mügent, daz die von dem tag volleriten gen Rötenburg und dannan hin gen Nüren-
berg, wan unser herre der küng uns verschriben und enbotten hett, daz er ye mit
sin selbs libe uff den tag gen Nürenberg komen welle und daz ouch gemain stett
dez bunds ouch dahin komen, daz hab er allen fursten und herren ouch verkünt.
dez geliehen hänt ouch die stett des bunds in Swaben ir frunde und botten ouch so
enpfolhen und also usz gesent von dem tag ze Esslingen ze volleriten gen Rötenburg
und gen Nürenberg. geben an donrstag nach Johanns baptiste.
Von uns den von Ulme.
[In verso] Den gar fürsichtigen und wisen unsern besundern lieben frunden und
aidgenöszen dem burgermaister und dem rät gemainlich ze Sträszburg.
H
Str. St. A. AA. 118. or. eh. I. cl. c. s. i. v.
135. König Wenzel an Strassburg: gebietet, dass man den Stadtschreiber zu
Hagenau Johans von Kentzingen und etliche Pfaffen, welche in das Johanniter-Ordens-
haus zu Hagenau eingefallen sind und . . . dorynn genommen haben körn, fleische, pfen-
nig, bucher etc, wie ihm der Ordensmeister Conrad von Rrunsperg selbst geklagt
4,,
1383 85
habe, anhalte dem Orden allen Schaden zu kehren. geben zu Petlern montages
noch sct. Johanstage. reg. boh. 21. reg. rom. 8. Betlarn 1383 Juni 29.
Str. St. A AA 107 nr. 22. or. eh. I. cl.
136- Straßburg fordert die rheinischen Bundesstädte auf zum Kriegszug gegen
Worms und Speier, die trotz des Schiedsspruches der schwäbischen Städte fortfahren
ihren Rheinzoll zu erheben. 1383 Juli 23.
Unsern Banden guten frunden und eitgenoszen den burgermeistern und den reten
der stette Mencze, Franckinfurt, Hagenawe, Wiszinburg, Wepflar, Friedeberg, Geiln-
huszen und Phedersheim entbieden wir Johans von Mulnheim, dem man sprichit von
i" Richinberg, der meister und der rat von Strasburg unsern fruntlichen willigen dienst.
liebin frunde, also ir wol wissint, daz wir die stete an dem Rine, die zusamen vir-
nbunden sint zu einem teile und andersite die stete Worms und Spire die stoesze und
Sachen, alse dieselben zw[ien] stete zolle uff dem Rine noment, glaszin hand an unsere
eitgenoszin, die burgermeister und die rete der stete dez gemeynen bundes zu Swaben,
'5 ein recht dariunb zu sprechende und sie auch darynne gesprochin hand,' daz die-
selbin zwo stete Worms und Spire dieselben ire zolle nider und stille sullent laszin
ligin und sie nit sollent nemen biz off die zyt, daz sie darumb für den gemeynen
bunt zu Swaben zu dem rechten komment in aller der wise alse die anlasz uff sie
kommen und beredt ist, als auch daz ire virsigelten sprochbrieffe besagent, die wir
w zu beiten syten von in hand. also hand sie dazselbe ir sprechin uberfaren und nit
ghaltin und hand sieder demselben iren sprechende dieselben zolle nit deste mynner
uff dem Ryne genommen, dan sie hand dieselben zolle siederher von unsern bürgern
und von menglichen alle czyt gnomen und hand uns und die unsern damit zu groszem
unlidelichem schaden bracht, und darumb so hand wir einhellecliche in unserm rate
25 uff unsern eit irkant, daz die burgermeistere, die rete und die gemeynden der zweier
stete Worms und Spire und alle die iren uns, unsern burgern und den unsern da-
midde unreht dunt und getan hant und daz wir uch billiche darumb manen sollent
und mugent. und darumb so manent wir uch allesamen mit dieszem brieffe von der
virbuntnisze wegen, so ir und wir mit einander hand uwer eide, daz ir uns und den
*• unsern uff die vorgenanten die burgermeistere und die rete und die gemeynde der
vorgenanten zweier stete Worms und Spire und uff alle ire helffer, diener und
die iren und uff alle die, die yn ratent oder helffent und mit namen uff dieselben
zwo s'ete Worms und Spire und uff alle die zugehorden, die dazu gehorent, ge-
raten und beholffen sind uff ir aller übe unde gute unez an die stunde, daz sie
uns und den unsern, von den sie die zolle also genomen hand, widerkerent alles
daz, daz sie za zolle also von in genomen hant und uns und unsere burger
davon genczlich tinklagehaft gemachent. und daz ir ouch schaffent, daz von dem
zinstage der nu zu neiste koment ubir virezehin dage uwer meiste somme der Aut%at t.
■ 1383 April 23.
86 1383
gleffen, also das uwer und unser virbuntnisze bewiset by den unsern zu Wiszin-
burg der stat sint und uns und den unsern damit behulffen sint, alsz davor be-
scheiden, und dirrer manunge zu Urkunde so ist unserre stede eingesigel zu rucken
uff dieszem brieff gedrucket. datum feria quinta proxima ante diem beati Jacobi
apostoli a. domini 1383. 5
Aus Frankf. Stdt -Areh Copialbuch VII a 59.
Gedruckt Janssen, Reichsk. I nr. 30.
Gedr. Boos, Wormser Urkb. II nr. 836.
137. Die schwäbischen Bundesstädte sprechen sich als Schiedsrichter in dem
Streit zwischen den Städten Mainz, Strassburg, Frankfurt, Hagenau einerseits und w
Speier anderseits wegen des von letzterer Stadt aufgerichteten Rheinzolles dahin
aus, dass der Zoll während der Dauer des Bundes nicht solle erhoben werden
und dass dafür die anderen Städte die Summe von 200t) Gulden an Speier zahlen
sollen. gegeben zu Bottenburg am s. Jacobstage 1383.
Rottenburff 1383 Juli 25. 15
Gedr. Schaab, II. 293 [mit falschem Datum) nach dem Orig. im St Ar. von Botenburg.
Reg Janssen, Frankf. Reichsk I nr. 31.
138. Der Bat von Worms und Speier an Frankfurt: berichten, dass Strass-
burg widerrechtlich wegen des Zolles, den sie vom Reiche haben, gegen sie auf-
gerufen, da der Streit auf dem von den schwäbischen Bundesstädten als Schieds- 20
riehtern anberaumten Tage nicht zu Ende gekommen sei; bitten um Förderung
ihrer Sache gegen Strassburg. feria 3 post s. Jacobi 1383. 1383 Juli 28.
Regest nach Janssen. Frankf. Reichskorr I nr. 32. — Reg Boos, Wormser Urkb. II nr. S39.
139 Johans von Mulnheim gen. von Bichemberg, der Meister und der Bat
von Strassburg an Mainz, Frankfurt, Hagenau und Weissenburg : danken für freund- 25
lieh geleistete Hülfe und teilen mit, dass sie den Herrn Heinrich und Conrad
Peyger von Boparten und ihrem Anhang widersagt haben : umb das sie unsere viende
in iren gebieten enthaldin hant und die unsern daruz und darin geschadiget sint.
datum feria quarta post Laurentii anno 1383. 1383 August 12.
Frankf. St. Ar. Copialb. VII» 60 b nr. 206. cop. coaev. 30
140. Johans von Mulnheim der Meister und der Bat von Strassburg an Mainz, Speier,
Frankfurt, Hagenau, Weissenburg, Sehlettstadt, Ober-Ehenheim, Wetzlar, Gelnhausen,
Pfedersheim : teilen mit, dass Werner von Horemberg ' ihrem Bürger Herrn Heinrich
1 Vergl. hiereu Hegel, Königshofen II, 791. Die ander (erste 1368) reyse für Hornberg. — Do raen
zalte 1383 jor. do zogetent die von Strosburg und jancher Heiniich von Lore nf die herren von Ho rn- 35
berg und gewnnnent das stettelin Hornberg und verbrantent es gerwe und zerbrochent ouch den
vorgeschriben nuwen turn und verbrantent und verheigetent die dörfer der herren von Horberg und
zogent für die zwo bürge genant Horberg und logent dovor uf eine wuche. do was es also kalt, das
men dennen zoch herheim. und wolte noch dem winter wider der gezogen sin : do wart es dozwü-
schent gerihtet. dise reyse geschach juncher Heinrich von Lore zft helfe, wan er burger was und ouch 4U
das sü eime botten von Strosburg unzuht dotent.
n
1383 87
von (ieroltzeck und Lahr . . . wol uff anderhalp hundert pherde genommen . .. und
Stxasflbürger Boten, die dosswegen zu ihm geschickt waren, gemisshandclt und ge-
schmäht habe. Desshalb Bollen sie ihm alle ihre Widersagebriefe senden. datum
feria quarta poat diem scü Bartholomei anno 1883. i&M Augtut xc.
Frankf. St. A. Copialb. VII a 61 nr. 208. cop. coaev.
Hl. Albrecht von Schiinau und Friedrich Stahel schließen nach Einnahme ihrer
Bnrg Kagenfels durch die Städte Straßburg, Schletlsladt und Oberehenheim mit
diesen eine Sühne. 1383 August 28.
Wir Albreht von Schönnowe und Friderich Stahel von Westhofen edelknehte
o veriehent beide und kündent menglichem mit disem briefe: alse Heintzemann
Wöppelinger sine dienere und die sinen uf unserre vesten Kagenfeils gehuset und
enthalten sint gewesen und sie öch dar uf gefangen gefürt und geleit hettent der
stette von Brisach und anderre stette bürgere und die erbern bescheiden die meistere,
die rete und die gemeinden der stette Strazburg, Sletzstat und Obern-Ehenheim
i5 und die iren durch iren und dez landes und der lüte gemeinliche nutzes willen zu
Klsaz und anderswo darumbe vür die selbe unser vesten zogetent und öch die
selbe unser vesten Kagenfeils und die zügehörde gewunnen hant und sie öch hant
der vorgenanten stette Brisach und anderre stette bürgere dar uffe gefangen funden
ligende, daz also von derselben sachen und geschihte wegen und von allez dez
so kumbers, kosten und schaden wegen, so uns und den unsern oder iemanne von
(unsern wegen da von geschehen und widerfaren ist, in weihen weg daz sie, wir
früntliehe und gentzliche gesunet verrihtet und geslihtet sint mit den selben den
meistern, den reten und den gemeinden der vorgen. stette Strazburg, Sletzstat und
Obern-Ehenheim und allen den iren. und globent öch wir vür uns alle unsere
äs erben, dienere, belfere und vür alle die unsern die selbe süne und rihtunge ewek-
liche stete und veste zu haltende und zu habende und da wider nyemer zö tünde noch
schaffen getan werden mit gerihte noch äne gerihte noch in denheinen weg äne alle
geverde. dar zu so sol öch die vorgen. unser vesten Kagenfeils mit aller zügehörde der
vorgenanten der meistere, der rete und der gemeinden der vorgen. stette Strazburg,
so Sletzstat und Obern-Ehenheim aller irre helffere, dienere und der iren offen hus sin
ewekliche, daz sie sich dar inne und öch dar in und dar uz behelfen und in selber
daz beste und daz nutzeste uf iren kosten getün mügent, wenne und wie dicke sie
oder weihe stat under in wellent wider menglichen, uzgenomen alleine wider daz
ionische rych, von dem wir sie zu lehen hant äne alle geverde. und wände wir
(6 die vorgen. Albreht von Schönnowe und Friderich Stahel von Westhofen geswürn
haut mit ufgehepten henden lipliche zu den heiligen vür uns alle unsere erben
und nachkomen allez daz, daz da vorgeschriben stät, getruweliche zö haltende zu
ünde und au vollefürende, so hant wir dez zu einem waren Urkunde beidesam-
ent unsere ingesigele an disen brief gehencket. der wart gegeben an dem
VI. 12
88 1383
ersten fritdage nach sant Bartholomeus dage dez heiligen zwolfbotten in dem jare
da man zalte von gotzgebürte drützehenhundert ahtzig und drü jare.
[In verso] Über die vesten Kagenfcils. 1389 August 98.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 160. u. or. mb. lit. pat. e. 2 sig. pend.
142. Graf Johann von Nassau tritt dem rheinischen Städtebunde von jetzt an »
bis auf S. Johann d. Täufer und von da auf 8 Jahre bei und verspricht auf
Malmung zu dienen mit 8 Glefen. geben zu Mentze 1383 samstag vor unser
frouwentag als sie geboren wart. Mainz 1383 September ~>.
Reg. Janssen, Frankf. R.-K. nr. 33 nach dem Or. im Frankf. St. Ar. Ebenda die Gegen-
urkunde der rhein. Städte von gleicliem Datum mit der Hilfsverpflichtung von 40 10
Glefen.
143. Strassburg an Frankfurt: als wir uch hant gemanet uff die von Horem-
berg, also bedurffet ir uns zu diesser male uwere glefen uns da mit uff sie zu
helffene nit, senden und widdirbietent ez uch auch . . ., da sie in Unterhandlung
mit den von Hornberg getreten seien. datum feria seeunda proxima post diem ^
seti Egidii confessoris anno 1383. 1383 September 7.
Frankf. St. Ar. Copialb. VII *. 62. cop. eoaev.
144. Cünrat Peyger und Heinrich Peyger von Hopart, Brüder, schliessen nach
allerlei Misshelligkeiten eine Sühne mit der Stadt Strassburg und versprechen
während der nächsten 8 Jahre auch nichts gegen die solange mit Strassburg vor- »
bündeten Städte und Herren zu unternehmen und ihre Stadt und Burg Homburg '
den Strassburgern in allen Kriegen und Fehden ausser etwa gegen den Bischof
und das Domstift von Metz offen stehen zu lassen. Für sich allein verpflichtet sich
Heinrich Peyger: yn zu dyenen mit fünf glefen und mit der bereitschaft, die darzu
gehöret in minen kosten und uff minen schaden und verlust viertzehen gantze »•
tage, war sie wellent iegliches jares zu eynen male alle die wile, daz ich gelebe
(auf vorausgehende achtägige Mahnung) in allen kriegen giensite dez gebyrges der
steigen oder der virst.
Mit den Brüdern siegeln : Bischof Friedrich von Strassburg, Domprobst Johann
von Ochsenstein, Graf Johann von Salm, Graf Heinrich zu Lützelstein, Boemumi m
von Ettendorf, Herr zu Hohenfels und Johann von Huldingen, Herr zu Benserdorf.
1 Vgl. Hegel, Königsh. II, 809. Ein reyse gein Homburg [in Lothr. zw. Metz u. Sarbrücken;
Metzer Kirchcnlehen] die Symunt von Schönecke enthieltent. Die Straßburger zielten vor die Burg
und zwingen die Inhaber Gonrat und Heinrich lieier von Bopart zur Capitulation. weil diese der Stadt
erbitterten Feind Symunt von Schönecke, dessen man trotz des Kopfgeldes von 2000 Gulden nicht hatte
habhaft werden können, in ihrer Burg beschützt hatten. Symunt wird später von den Straßburgem zu
Lienstadt (Luneville) erschlagen.
0
1383
geben an unserre frowen oben de der jungern den man echribet zu latine nativi-
tatia da man sähe 1883. 1383 Heptember 7.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166. u. or. mb. lit. pal. e 8 sig quor. 2 (Joh. v. Ochsenstein,
Joh. v. Salm) delaps.
143. Styslawe von der Witcnmüle bekennt, dass er: mitwocbe vor sant Matheus f^pibr. u.
tage des heiligen zwelfbotten kam rar meutere und rat zu Strazburg, da her Hein-
rich von Mfilnheim meistere waz, und das Strassburger Bürgerrecht auf 10 Jahre
erhalten und beschworen habe. 1389 fljrtoMftw 16.
Str. St. A. G. U. lad. 271. fasc. 16. or. mb. lit. pat. c. sig p. delaps.
Vgl. Wencker collect, jur. publ. 124.
14(i. Markgraf Bernhard (I) von Baden an Strassburg: uns ist von unserm
jnedigen berren dem romschen kunig etwas empfohlen von der Juden wegen in
■twiewil landen zu handeln und u.szzurihten. Qu haben wir vernommen, das ir
den judeneyt gar eygentlic^hen verschrieben habent. bitden wir uch mit ganczem
s vlisz, das ir uns denselben eyt by disem hotten verzeichent schicken wollent zu
dötsche und hebraysche. hettend ir yne aber nit in hebrayscher spräche, so schik-
kend uns ine doch zu dutsche. datum Pfortzheim feria sexta post exaltatio-
nein s. Crucis. Pforzheim [13S3\? September IS].
Str. St. A. AA. 103. nr. 46. or. eh. lit. cl.
147. Judenordnung vom Jahre 1383. ' 1383 September 25.
Art. 1. Unserre herren meister und rat, schöffel und amman zu Strasburg sinl
aberein komen, das alle jaden, Jüdin und ire kinde, die in unserre stat zu Strazbnrg
sesliaft sint, in dirre unserre stette friden und schirme sin und bliben siillent und
das man sie liantliaben boI, alse andere unsere bürgere und was in geschult, ob sie
mit stabende, stuszende, wunden, dotslagen oder mit andern dingen, in «reihen wen
daz sie, daz siillent meister und rat in rihten und tun zu glicher wise und in den
ehlen, alse ob es einem anderm unserm burger geschehen were. und süllent ouch
sie muhe alle anfügen, so sie tiint vor meister und rate zu Strazburg zu rehte
tan oder an den stetten, dahin sie danne meister und rat in unserre stat wisent.
nd siillent ouch sie liden und halten, was meister und rat zu Strazburg oder
dieselben, dahin man sie danne in unserre stat wiset, erteilen!, und wohin man
sie danne in unserre stat wiset, dahin sol man in zwene botten oder me von
dem rate geben, der sie danne von in gewiset het durch das, daz sie dest e da
uz gerilitet werden! und besehent, daz in reht geschehe.
I
1 Vgl. Band V. die Judcnordimng vom 14. Mai 1375.
90 1383
Art. 2. Alle die Juden und Jüdin, die hie inne seshaft sint oder harnäch harin
koment, sullent nieman, der zu unserre stat gehöret, keinrehande gut, gähe, miete,
schencke noch mietewan geben noch lihen heimeliche noch ofTenliche noch globen,
entheiszen noch vürlegen noch in keinen weg mit sölichen dingen nützit tön noch
nieman von iren wegen, also daz einem oder iemanne von sinen wegen doch s
wurde, in weihen weg daz were, äne alle geverde. und wo es geschehe, so sol
der oder daz, dem es worden ist, geben zehen pfunde Strazburger pfenninge und
der Jude oder die Jüdin, die es getan het, ouch zehen pfunde beszern. und sol die
schencke oder die miete, waz der ist, meister und rate werden und gefallen sin.
und süllent es meister und rate rügen, rihten und rehtvertigen, so ez in vürkomet. ">
were ez ouch, daz die Juden oder Jüdin iemannes rate bedörftent, den mügent
sie wol dar umbe geben, daz bescheidenlich ist also doch, daz in nieman raten
sol, daz wider unser stat ist äne alle geverde.
Art. 3. Es sol ouch kein Jude, der in unserre stat seshaft ist, von keinem
Juden, der nit bi uns seshaft ist, gut in sine gemeinschaft nemmen noch von i,
keinem uz geseszen Juden haben in keinen weg, da er ime denheinen gewinne
oder ützit von gebe, äne alle geverde. und wer daz brichet, der beszert hundert
güldin, alse dicke er es brichet.
Art. 4. Es sol ouch schultheissen und vogte von in vallen von sölichen bes-
serungen, waz in von andern unsern burgern von unfügen wurt und alse an unserre 20
stette buch stät. und süllent ouch die Juden und Jüdin, die zu in gehörent gegen
schultheiszen und vogte sin und bliben in allen den rehten, alse sie gegen in
warent zu den ziten, da sie vor drissig jaren hie inne seshaft warent, äne alle
geverde. doch also das die Juden und Jüdin nit rihten süllent und ouch kein urteil
süllent sprechen über denheinen cristan möntschen noch über sin gut von den- a
heinren sachen wegen ane alle geverde. und süllent hinanfürder ein schultheisze
und zwene cristan manne zu gerihte sitzen in der Juden schule oder da man von
Juden sachen wegen rihtet und süllent urteil sprechen, obe die Juden da gerihte
haben wellent: und were ez, daz die zwene cristan manne enthullent an irre urteile,
so sol es der schultheisze einem under in beiden volgen. und sol ouch daz danne 3u
vürgang haben und süllent ouch dieselben zwene manne und der sehultheisse
sweren an den heiligen alle jare, daz sie noch nieman von iren wegen von des
gerihtes wegen und daz dar zu gehöret ungeverlich keine miete noch mietewon
nement in denheinen weg äne alle geverde. und welre daz under in verbreche,
daz süllent meister und rat rihten und rehtvertigen bi dem eyde, wie es in vür- 35
komet. und ist es, daz die drie also in irre schulen rihtende werdent, so süllent
die Juden den zweien, die bi dem schultheiszen da zi'i gerihte sitzent, ieglichem
jares fünf pfunde pfenninge geben.
Art. 5. Sie mügent ouch von allen unsern ingeseszen burgern alle wochen
zu wücher nemmen von plunder, rocken, menteln, briefen, da sie uf lihent, und 40
von anderen sölichen dingen von ieglichem pfunde einen pfenning und nit nie, doch
also von sehs Schillingen und darunder einen helbeling und von sehs Schillingen
untze an zehen Schillinge einen pfenning und von zehen Schillingen untz an ein
1383 9i
pfunt drio helbeling und von einem pfunde einen pfenning. und darüber ouch von
ieglichem [)funde einen pfenning, wie vil. es darüber ist, und ouch nit me.
Art. 0. Sye süllent ouch von keinem wücher nemmen noch rechenen, es sie
danne vor ein gantz jar nach der leben ungen us äne alle geverde. und wer daz
5 brichet, der beszert driszig güldin.
Art. 7. Sü süllent ouch keinem unserm burger versagen pfenninge uffe pfände
Bzü lihende umbe so vil wüchers äne geverde, also da vor ist bescheiden umbe das,
daz sie meindent einem lantmanne lieber zu lihende danne einem burger dar umbe,
ilaz er in me wüchers gebe danne ein burger tut äne alle geverde. und wer daz
io brichet, der beszert zwei pfunde.
Art. <S'. Doch süllent sie nyemanne ul' denheinen harnasche liehen, wer das
brichet, der beszert zwei pfunde.
Art. 9. Sie süllent auch uf keine gemeinde in dorffern lihen in keinen weg.
wer das brichet, der bessert zehen pfunde.
|^H Art. 10. Und süllent ouch sie allen den lüten, den sie uffe pfände lihent, welre-
hande die pfände sint, ire pfände, dar uffe sie in geluhen hant, äne alles Widerrede
geben wider zu lösende bi derselben tage zit, so es ein möntsche an sie gevordert
het sine pfände von in zu lösende uzgenomen an iren virtagen äne geverde. wer
das brichet, der bessert zwei pfunde.
Art. 11. Sie süllent ouch keinen Juden noch Jüdin zu in harin nemmen noch
zu in noch in unser stat läszen komen heimeliche noch offenliche in niderlas wise
äne wiszende und willen meister und rates, die danne sint. und sol ouch ein ieglieh
Jude, in des hus einre in niderlas wise komet, über die gedingeten Juden in den
nehsten drien tagen dar nach, so er daz erfaren het, meister und rate rügen äne
H alle geverde. wer das brichet, der beszert fünf pfunde.
Art. 12. Wo sie ouch me wüchers nemment von unsern ingesessen burgern,
danne da von geschriben stät, sweret danne der Jude oder die judin, daz sie nit
wustent, daz sie unsere bürgere werent, von den sie me genomen hettent, da süllent
sie ledig sin und süllent ouch den übrigen wücher, den sie genomen hant, jenen
:w wider geben, woltent sie aber das nit sweren, so süllent sie beszern fünf pfunde,
also dicke so sie es tünt und süllent jenen den übrigen wücher wider geben äne
geverde.
IArt. 13. Sie süllent ouch nach allen verstolen pfänden stellen, die under sie
koinent und sie tun under in ernstlichen suchen und den ban darnach tftn, so man
es an sie vordert. und wo man sie vindet und küntliehe machet, daz sie verstolen
sint, so süllent sie sie widergeben umbe so vil houptgiites, alse sie dar uf geluhen
hant. werent es aber kelche, meszebüchere, altergewete oder blutige pfände, die
süllent sie vergeben widergeben äne geverde. wo sie es aber verswigent und nit har
viir detent und dar nach befunden wurdenl, daz sie hinder in gewesen werent, da
Isol der selbe Jude oder Jüdin fünft/ig guldin beszern.
Art. 14. Wenne sie ouch pfände, dar uf sie unsern ingeseszen burgern geluhen
hant, ein gantz jar inne gehabent und daz sie nit von in gelöset sint, so mügen
sie söliche pfände dar nach wol verköffen. also wenne der Jude oder Jüdin nach dem
92 1383
jare die pfände verkouffen wollent, so süllent sie es vorhin dem verkünden, des daz
pfände ist, alse verre sie mügent zfi huse und zu hofe ane geverde. und süllent ouch
sie die pfände, welrehande sie sint, in unserre stat offenliche und an offem merckete
verkouffen und niergent anderswo in keinen weg. und süllent sie ouch viertzehon
tage an dem merckete läszen ligen, e man sie verkoufft äne geverde. wer daz brichet, 5
der beszert zwentzig pfunde.
Arl. 15. Weihes jares ouch meister und rat zu Strazburg wellent, so mügent
sie einen ieglichen Juden und Jüdin zu rede setzen und sie rehtvertigen umbe
iegliches der vorgen. stücke und umbe alle andere ire miszetät und welre Jude oder
Jüdin der selben stücke denheines verbreche oder sus büswirdig funden wurde, 10
das er üt anders miszetän hette, der oder die süllent es beszern alse da vorge-
schriben stät. doch süllent sie allewegent dar zu umbe alle unfügen, die sie tönt,
wie dicke daz beschult, vor meister und rate zu Strazburg zu rehte stän oder an
den stetten, dahin sie danne meister und rat in unserre stat wisent. und süllent
öch sie halten und liden, waz da erteilt wurt äne alle geverde. Iä
Arl. 16. Were ouch daz sie denhein gut fundent in irem kirchhofe oder in irre
schulen, da süllent sie uns und unserre stat geben daz halbe söliches gutes, und
süllent sie daz ander halbe teil behaben. waz sie aber gutes findent in den hüsern
da sie seshaft inne werent oder in einem anderm huse oder anderswo in unserre
stette burgban, da sie uf wisent, dar an sol uns und unserre stat daz halbe teil w
werden und in an dem andern halben teil daz halbe teil bliben und daz übrige
vierteil dem, dez daz eigen ist, da es danne fünden wirt, äne geverde. und süllent
ouch solich gut suchen mit wiszende meister und rates zu Strazburg. wer das briche
der beszert hundert guldin.
Arl. 17. Man wil in ouch der Juden kirchhof lihenund geben also, daz ieglicher 25
huswurt und husfrowe mit iren wiben und umberäten kinden alleine, die hie seshaft
sint oder wellent sin und har koment, gebent alle jare da von ein pfund Strazburger
Pfenninge zu zinse.
Art. 18. Sie süllent ouch umbe alle die schulde, die in unsere bürgere schuldig
werdent, in weihen weg daz sie, kein ander geriht nemmen danne in unserre stat *>
zu Strazburg und ouch keine schulde noch keine anspräche keinem herren noch nie-
mannne anders uz der hant und von in geben noch empfelhan äne urlöp meister
und rates zu Strazburg, die danne sint, da von wir oder unser stat in schaden oder
kumber komen möhtent. es sie die wile, sie bi uns seshaft sint oder dar nach, so
sie oder denheiner oder denheine Jüdin under in von uns gezügent und sol in oder 35
irem botten ouch meister und rat darumbe vürderliche äne geverde rihten, so sie
ez an sie gevordernt. und süllent ouch der selbe Jude und Jüdin oder ire botten in
unserre stat getröstet sin alle die wile, daz sie also zu gerillte in unserre stat gänt
äne die, die in unserre stette beszerungen sint. und wer daz breche, so sol sine
schulde und sine briefe, die er darüber hat, abe sin und keine kraft me haben und
sol dar zu hundert pfunde pfenninge beszern. und disen hindersten nehsten artickel
hant alle Juden und Jüdin zu derselben penen gesworn, also ein Jude sweret, stete
zu haltende und zu habende äne alle geverde. und sol dirre unbesigelte brief mit
1383 98
allem dem, «In/, dar an geaobriben siäi, stete sin und bliben von dem Baal Martin»
tage, so man zulende wirt von gotz gehörte clruzehenhundert jare ahtzig und vier
jare die Bebe jare gantz us, die danne BÄeh dem selben aaat Martins dage aller
nrhsle nachenander koment und sullenl onch die seihen sehs jare an dem selben
5 saut Martins tage angiin und anfallen zu zalende äne alle geverde. datum et
actum feria sexta proxima ante diem sancti Michalielis areliangeli anno domini 1383.
Str. St. A. G. U. P. lad. 174 u. w. mb.
Ebenda nr. 12. conc. chart. ohne Datum mit einigen Abweichungen.
Gedr. Hegel : Künigsh. II S. 980.
|^J IUI. Slraßburger Gesandte ",/ ihn- S/m// über Besuch und Verhandlungen auf
Bdem Nürnberger Reichstag. Nürnberg 1383 nach Sej>tember ii>.
Tag zu Nürenberg. uf sant Michals tag und darnach kamen die herren und die
städte dahin, als vier herzogen von Peigern, der herzog von Oesterich, der bischof
von Mentze, der von Wurtzeburg, von Babenburg, von Aiehstette und von Ouges-
15 bürg, viere marggrafen von Missen, der burggraf von Nürenberg, zwene von Wurten-
berg und vil andere grafen und herren. und ist der kunig nit do noch nieman von
»siiicn wegen, und wartet man sin, doch weisz nieman, uf wellen tag er kome. do so
haut die herren dazu geschicket herzog RuprechJ und herzog Steffan von Peygern,
den herzogen von Oesterich und den bischof von Mentze; so hant die stette unser
ao viere ouch darzu geschicket; und tedingent alle tage und suchent, obe man die
saclien übertragen künne umb dass, so der kunig kernet, dass man deste neher den
saclicn si zu übertragende ect. ouch ist der lantgraf von Hessen darkommen, und
der hat genuinen des burggraf eil dochter von Nürnberg zu der e.
H. Götze von (irostein und Walther Wassicher der stadt Straszburg holden au
8& ire ober n.
Gedr. D. B. A. I, 417 i aus Wencker, excerpt. II, 491K
14J). Retsverordnungen über Schenkungen und Legale an Klöster.
1383 September 30.
Unsere herren meister und rat scheffele und amman sint übereinkomen von der
•lo closter wegen, die nit eigen noch erbe haben sollent: wer es da daz yeman, wer der
were, den selben clostern keinrehande gut gebe oder mähte, es were in selegeretes
oder in giftes wise, es wer pfenniggelt, korngelt, wingelt, hüsere, höfe, ackere, matten
oder andere ligende guter, dieselben guter sollent die vorgenanten closter desselben
ehsten erben, der in danne daz vorgenant sele gerete oder gift geben oder gemäht
et, geben zu kouffende und sollent ouch sie darumbe nemen, als denne daz
fenniggelt oder die vorgeschriben guter geltend, mit namen daz halbe gelt und nit
1 Vgl. dort über die Datierung und Namen der aufgezälUten Fürsten, die Anmkgen.
94 1383
me, und als denne die guter geschetzet werdent ane geverde. und sollent sie in
ouch des gehorsam sin ze tftnde in drien, in vieren oder in fünf jaren ane alle Wider-
rede, usgenommen, daz die closter zu iren kirchen oder zu iren herbergen in dem
lande zu gottesdienste bruchen wellent.
Actum sub domino Johanne de Mülnheim magistro nuncupato Richemberg. anno s
domini 1383 feria quarta proxima post festum sancti Michaelis archangeli.
Aus dem cHeimlich Buch», fol. 49 ». (verbrannt 1870 mit der Stadibibliothek.)
Gedr. : Hegel : Königsh. II, 973 Beilage.
150. Bruno, Herr zu der Hohen Rappoltstein, beurkundet, dass er vor Meister
und Rat von Strassburg das Bürgerrecht auf 10 Jahre empfangen habe. geben ">
an dem fritage nach sant Michelstage des heiligen ertzengels in dem jore 1383.
1383 October 2.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 271 nr. 22. 1 or. mb. Vidimus vom 21. October 1392. 2 cop. in
einem Papierlieft aus dem Ende des 14. Jahrh.
Gedr. Weneker, de ussb. 168 n. 1. — Bapp. Urkb. II nr. 22G nach 1.
II
151. Uebereinhommen von Meister und Rat mit dem städtischen Münzmeister
Johann von Orostein auf 6 Jahre. 1383 October 2.
Wir Johanns von Mülnheim dem man sprichet von Richemberg der meister und
der rat von Strasburg tönt kunt allen den, die diesen brieff sehent oder gehören
lesen, dass wir über ein sint kommen mit Johanse von Grostein unserm münsmeister 20
hern Götzen sün (weiter wie Bd. V nr. 1245 vom 20. März 1376 bis) es sij danne
ee gezeichent und sint die geswornen, die darüber gesetzet sint und darüber gesworn
hant : Claus Richter dem man sprichet Dütschman, der hüter, Thoman Lentzelin,
Hug Dütscheman, Kleinhenselin von Wintertüre, Claus Rerer, Claus Bock, Klein-
henselin Pfaffenlap, Ulrich Bock, Ulrich Bockes sün, Claus Brünlin, Hanneman von 2i
Wintertür, Lauwelin Merswin und Walther von Wintertüre der jungen, (weiter wie
Bd. V. nr. 842 vom 30. October 1369 bis, teile oder gemeine hant) wenne so
daz selbe silber in daz bistum zu Strasburg kommen ist, wenne daz geschieht, so
sollent sie es donoch in unser stat bringen, (weiter wie 1376) und sol dirre brief
weren hynnant untz zu sant Martins tage des heiligen bischoffs, der nü zu nehst 30
kommet, und von dannant über sehs gantze jore, die darnoeh aller nehste noch
einander komment, one underlosz on alle geverde also und mit der gedinge, wer
es das yeman dehein dinge verbreche, die an disem briefe dovor und hienoch
geschriben stont, wanne das geschee alle die wile, das die ziile des briefes werent,
der sol es bessern, also das an disem selben briefe geschriben stät, nnd sol im w
dovor nit schirmen, obe er es by einem andern rät, dann der in zu rede setzet,
geton hette on alle geverde. wo ouch meister und rat oder der vorgen. geswornen
einem oder me fürkome. (weiter wie 1369). gegeben an dem ersten fritage noch
sanet Michelstag dez heiligen ertzengels in dem jore do man zalte von gotz
gebürte drützehenhundert jore ahtzig und drü jore. (Folgt der Rat).
Str. St. A. Briefb. A. f. 260 b.
1383 95
152. Meister und Bat von Strasburg nehmen auf dir Dimer von 6 Jahren
wieder 9 Juden und Judenfamilien, welche Unlerlhanen der Herren von Oetlingen
waren, in ihre Stadt auf. 1888 October tu.
Wir Joliiins von Stille <\l'v meiste* und der rat von Strasburg tönt kunt allen
i den, die disen brief sehent oder gehörent lesen, daz wir von unsern der gemeinde
mitenander und unserre sielte wegen zu Strassburg die nöne Juden, die hienach
geschriben staut mit nammen : Symont Elyatz buh, Joseph Rosen, Mennelin von
Ulme, Löwen sin bruder, Moyses von Bretheim, Abraham, der hinkenden Belin
man, Löwen von Wesel, Isack von Mollesheim und Mathis von Brisach und alle
i» andere Juden und jödin, die bi uns in unserre stat zu Strazburg sint an dem
sant Martinstage, so man zalende wurt von gotz geburte drutzehenliunderl jare
achtzig und vier jare oder darnach zi'i uns zu Strazburg koment in den seh.s
jaren, die Dach demselben sant Martinsdage alleneheste nachenander koment,
begnadel haut und in ouch die gnade hant getan, daz wir sie und andere Juden
und judin, die also in den vorgenanten sehs jaren zu uns in unser stat zu
Strazburg koment zu uns genomen hant und ouch danne vürbaz in dieselbe unserre
stiil wellent die vorgenanten sechs jare uz, die do angan sullent zu zalende an
dem sant Martinsdage so man zalende wurt v. g. geburt 1384 und weren sullent
von demselben sant Martinsdage, der dann komet, sehs gantze jare, die danne
h allernehste nachenander koment also und mit der gedinge, daz alle die Juden und
judin, die danne bi uns sint oder in den vorgenanten sehs jaren zu uns in
Unser stat koment die nesten dru jare us, die danne an dem vorgenanten sant
Martinsdage anfallen sullent uns dienen und geben sullent, alse sie mit uns öber-
komen sint und gedinget hant uns dieselben sehs jare zi'i gebende oder alse die,
die danne darnach in demselben zile harin zu uns koment mit uns uberkomende
und dringende werdent. und welre under in von uns ziehen wolte nach den drien
jaren, die nach dem vorgenanten sant Martinsdage allernehste koment, der oder
die sullent jeglicher under denselben Juden oder Jüdin das nehste jar nach den-
selben drien jaren, wo sie sint uns ein jar nachdienen und also vil geben, alse
er oder sie und ieglicher under in uns ein jar geben sullent in denselben drien
aren an alle geverde. welre derselben Juden oder jödin in denselben nehsten
drien jaren mit meister und rat zö Strazburg, die danne sint, sehe, daz er von
uns komen und uz unserre stal ziehen wolte, der oder die sullent die drö jare
die nehsten nach denselben drien jaren allernehste koment, uns aber dienen und
geben alse vil, als sie mit uns uberkomen sint und gedinget hant uns die vorge-
nanten sehs jare zii dienende und zu gebende oder alse sie danne und darnach
harin zu uns koment mit uns uberkomende und dingende wurdent also, daz wir
und unserre aachkomen, diewile sie bi uns seshaft sint, beschirmen und befriden
sullent und in beliolllen sin glich und in aller der maszen, alse andere unserre
stelle bürgere und sie ouch also bandhaben und sie in der maszen halten, alse
der unbesigeH brief bewiset, den man von iren wegen alle jare vor dem mönster
sweret, stete zö handhabende an alle geverde. derselbe brief ouch von worte zö
VI. 13
mi
Nov. II.
96 1383
worte und glich alsus geschriben hat: Unser herren meister und rat, Bchöffel und
amman sind übereinkomen, daz alle Juden und judin und ire kinde, die in unserre
stat zu Strazburg seshaft sint, in dirre unserre stat friden und schirme sin und
bliben sullent, und daz wir sie handhaben sullent alse andere unserre bürgere.
und waz in geschäht, es sie mit dotslegen, wunden slahende, stossende oder mit *
andern dingen in weihen weg daz sie, daz sie daz sullent meister und rat dirre stette in
rihten und in tun zu glicher wise und in den rehten, alse obe ez einem andern
unsere) burger geschehen were. und sullent ouch sie umbe alle unfugen, so sie
tönt, vor meister und rat dirre stette zu rehte stan oder an den stetten, daliin
sie danne meister und rate in unserre stat wisent und sullent ouch sie lidcn w
und halten, was meister und rat oder dieselben, dahin man sie danne in unserre
stat wiset, darumbe erteilent und wohin man sie danne in unserre stat also wiset,
dahin sol man in zwene botten oder me von dem rate geben, der sie danne von
in gewiset het durch daz, das dest e da uz gerihtet werdent und besehen!, daz
in reht geschehe, und sullent ouch sie und ieglicher huswirt und husfrowe mit iren u
wiben und unberaten kinden alleine, die under in und andern Juden und judin
in unserre stat seshaft sint und sin wellent alle jare, diewile sie bi uns also
seshaft und wonende sint, uns und unserre stat geben von der Juden kirchhof
bi unserre stat gelegen, den sie ouch diewile nutzen und nieszen sullent und ire
wonunge darinne haben, ein pfunt Strazburger pfenninge zu zinse. sie sullent 20
ouch die vorgenanten sehs jare uz die herren von Oettingen irre zehen mareke
silbers und unsern herren den bischof von Strazburg sinre zwelf mareke silbers
oder alse man mit ime darumbe uberein koment daz rihten und darumbe und
über die satzunge, die wir und unserre stat ober Juden und judin beschriben und
gemachet hant und ouch alse sie in unserre stette buche und anderswo beschriben 25
stant, sullent wir noch nieman von unserre stette wegen sie weder trengen noch
nötigen in den vorbenempten sehs jaren denheinre hande gut zu gebende noch
zu dienende in denheinen weg ane alle geverde. doch also, waz Juden oder judin
über die vorgenanten nune Juden und judin, die danne in unserre stat sint und
die mit uns uberkomen sint, und die zu in gehörent zu uns in unserre stat so
koment oder komen wellent, daz wir mit den uberkomen mugent, wie uns duncket,
daz es uns und unserre stat allernutzlichest sie. und sol ouch daz an dise
satzunge nit gan ane alle geverde. und daz dis gantz vest und stete bleibe die
vorgeschriben sehs jare uz und alse da vorgeschriben stat, darumbe so baut wir
zu einem Urkunde derselben dinge unserre stette gros ingesigel an disen brief 3:>
gehencket. der wTart gegeben an dem ersten mentage nach sant Dyonisientage in
dem jare, do man zalte von gotz geburte drutzehenhundert jare abtzig und dru
jare. haran warent wir Lyenhart Zorn genant Schultheisze, Claus Rihter dem man
sprichet Tutschman, her Johans von Mülnheim genant von Rychemberg, und her
Johans von Stille, die vier meistere, her Johans Cantzeler der ammanmeister. 40
[Folgt der ganze Rat\.
Nach Schilter, Königshofen S. 1056-59.
Gedr. auch bei Lünig, part. spec. cont. IV. S. 741/45.
Reg. Als. dipl 11, 283. — Vergl. Hegel, Königshofen S. 979.
1383 97
153. Mri.slcr, Kai und die Gemeinde von Slraßlmrg hillen den Papst um die Gestal-
tung kirchlicher Colleclen zu Gunsten des Münsterbaufonds, stragsburg 1383 Octoberl3.
Clemenüssime pater cum huniillima devocione pedum oscula beatorum. cum
bona ad fabricam ecclesie Argentinensis speetancia per varios istis modernis tem-
5 poribus damnosos eventus et presertim per malas societates Vasconum et Brito-
num, qui terram illam per incendia et rapinaa diversis viribus invaserunt intolcia-
biliter sunt diminuta, quod oportebit eandem ecclesiam in laudabilibus et consuetis
divinis offieiis ac edifieiis in eadem ecclesia tarn sumptuose ineeptis et sicut dudum
ordinatum fuerat prosequendis inevitabiliter destitui, nisi s. v. provideat de remedio
'• salubri. ideirco pater beatissime e. v. s., quem dominus orbi preposuit universo
Bdevotissime supplicamur, quatenua pro eadem ecclesia Argentinensi gratiam facientes,
ut quolibet anno infra festuin beati .lacobi apostoli et crastinum commemoracionis noÜ^s
aoimarum et per totam quadragesimam quibus de antiqua consuetudine ad peten-
(liini elemosinas pro fabrica dicte ecclesie Argentinensis nuncii et cartule mitli
15 solent ad singulas ecclesias civitatis et dyocesis Argentinensis in eisdem ecclesiis
dictis temporibus durantibus diebus dominicis et festivis quocumque tempore inter-
dicto exeomunicatis tarnen et interdictis exclusis divina ibidem celebrari possint
dignemini nunc (?) concedere videlicet supplicacionem nostram presentibus inter-
clnsam, in qua he» plenius narrantur vestiis Banctia manibus consignando. almam
'" personam vestram sub suo saneto regimine conservet altissimus feliciter et longeve.
scriptum Argentine die 13 mensis octobris anno etc. 83.
Devoti filii magislri, consules ac tota comunitas Argentinensis.
[In verso]. Sanclissimo in Christo patri et domino nostro domino Urbano
divina providencia sacrosanete Romane ac universalis ecclesie summo ponlifici,
domino nostro metuendissimo.
Str. St. A. V. D. G. .63 Bd. 46. cop. eh. coaev.
154. König Wenzel gebietet fünfzehn Stadien des Elsass [darunter St ras s bürg]
und der Schweiz, dem Bischof Iiner von Basel Hülfe zu leisten und ihm die Heirlis-
sehlösser zu offnen. der geben wart am nechsten mentage nach sant Gallen
tage unser reiche des beh. in d. 21 des rom. in d. 8 jaron. [Mimberg] October 10.
DO
Basel. St. A. Reichsabscheide. eop. eh. coaev.
155. Die Herren von ffornberg erklären, daß sie durch Vermittln. %g ma Meister
und Rat der Stadt Freiburg völlig gesühnt seien mit der Stadt Slraßburg und
sä Herrn Heinrich von Geroldseck. 1383 November 13.
Wir Brun der elter, Heinrich, Hans, Ulrich, Wernher und Brun der junge von
Hornberg tünl kund allen den, die disen brief sehent oder hörent lesen, umh
den krieg, die slosse und niissehelli, die wir daher gehehl haut mit dem edeln
Ü8 1383
Heinrichen von Geroltzegg, herren ze Lar, und mit den fromen, wiseo . . dem,
meister . . dem rate . . den burgern und der gemeinde der stette ze Strazborg,
da veriehent wir, das wir des selben krieges, stösse und missehelli gar und
gentzlich komen sint uf die wisen . . den burgermeister und . . den rate der
stette ze Friburg also mit der bescheidenheit, was die selben von Friburg dar 5
umb erkennent und sprechent nach der minne oder nach dem rehten, das globent
wir fär uns und unser erben und nachkomen stete ze habende, ze vollefürendc
und ze tünde getrüwelich und ungevarlich und dieselben von Friburg nit ze
straffende, was sü her umb nach der minne oder nach dem rehten erkennent und
sprechent. und her uf so hant wir für uns und alle von Hornberg und für alle i"
unser erben und nachkomen und für alle unser helffer und diener und für alle
die unsern und für alle die, die desselben krieges mit uns wider die vorgenannten
Heinrichen von Geroltzegg und die von Strazburg warent und uns wider sü zii-
geleit hant mit denselben Heinrich von Geroltzegg und den von Strazburg allen
iren helffern und dienern und allen den iren und allen den, die desselben krieges ir,
mit inen wider uns warent und inen wider uns zügeleit hant von der selben stösse
misshelli und krieges wegen und von aller angriffe, kosten, getäte, geschulte und
schaden wegen, die dar umb beschehen und ufgestanden sint, ein gantz gute und
luter sftne genomen. und sint die ingegangen und globent ouch die ewiglich getrü-
welich und ungevarlich ze haltende und da wider niemer ze körnende noch ze 2»
tünde noch schaffen getan mit worten noch mit werken slehtlich ane alle geverdr.
her über zu einem offen waren Urkunde so hant wir, Brun, Heinrich, Hans, Ulrich
Wernher und Brun von Hornberg vorgenant unsere ingesigel gehenket an diaen
brief. dis beschach und wart dirre brief gegeben an dem liebsten frilag nach
sant Martins tag da man zalt von gots geburt tusent drühundert ahtzig und drü jar. 25
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166 nr. 64. or. Mb. lit. pat. c. 6 sig. pend.
156. Pfalzgraf Ruprecht I kauft Burg und Dorf Neuenburg von Heinrich von
Lichtenberg und seiner Frau Adelheid von Veldenz mit Zustimmung und Vergünsti-
gung der Stadt Strassburg als Pfandinhaberin und verspricht derselben die Aus-
zahlung der Pfandsumme von 6000 tt. strassburger Pfennigen. 3»
Heidelberg 1,383 November 20.
Karlsruhe. Kopialb. 465, 53.
Hegest. Koch und Wille, Pfalzgr. Hegest nr. 4516.
157. Pfalzgraf Ruprecht verspricht, daß er bei dem soeben gehäuften Orte
Neunburg niemals einen höheren Zoll von den Slraßburgern verlangen wolle, als 35
bisher erhoben wurde. Heidelberg 1383 November 24.
Wir Ruprecht der eilter von gottes gnoden pfaltzgrave by Rine des heiligen
römischen richs oberster druchsesse und herczog in Beyern bekennen und tön kunt
offenbar mit diesem briefe, als wir Nuwenburg die vestin bürg und stat uff dem
1383
•H»
Mine gelegen von Heinrich berre sfl Lichtenberg an uns gekauffei haben und de«
eins teils us» der ßtal von Strasburg banden und gewalt, den er das versetzet bette,
auch an uns gelöset haben, driuue sich dieselbe stal fräntlieh gegen uns bewiset
haben und wann ouch dieselbe stal von Strasburg uns dick fruntlicb gewesen sinl
I fürbas tön mögent, darumb haben wir derselben stal ouch dise bienoch
geschriben früntschaft geton und versprechen in mit crafft die briefea für uns.
unser erben und nachkummen, das wir und unser erben und nochkuniinen zu
Nuwenburg von der oigenanten stal von Strasburg und iren uochkumen borgen]
zu Strasburg den allen gewöhnlichen soll one geverde nemen sollen! und wöBent,
der liv den herren von Lichtenberg bitz off disen bötigen tag zu Nuwenburg uff
(lein lüne genommen ist und sä do by lossen Milien und sü ouch förbssser
darüber mit höher zollen oder trengen. und des zö Urkunde und rester stetikeil
gebenl wir für uns. unser erben und nochkummen >U>\- obgenanten stal zö Stras-
burg disen brieff versigelt mit unsenn anhangendem ingesigel. und wir Röprehl
i\f\- jünger und Röprehl der jüngesl desselben bertzog Röprehl des Jüngern sun . . .
schliessen sich unter Hintufügung Urea Siegels den obigen Versprechwagen an.
geben zu Heidelberg uff sanl Catherinen abenl in dem jore nochCristus geburt 1383.
Str. St. A. AA. 60. Briefbuch B fol. 41/42.
Karlsruhe, Copialb. 4(i5, 44.
Beg. Koch u. Wille, lieg. nr. 6713.
I5ii. Der Ral von Frankfurt an die rheinischen Bundestädte: die schwäbischen
Bundesstädte als Schiedsrichter in dem Streite um den von Worms und Speier
aufgerichteten Rheinzoll haben gemeldet, dasfl Worms den Zoll nur gegen eine
Entschädigungssunune aufheben wolle. Frankfurt rät diese Summe der Teidigung
gemäss zu zahlen, damit der Streit aufhöre. dominica ante festum S. Andree.
[1383] Xewmtoi iu.
Frankf. St. Arch.
Reg. Janssen, Frankf. Beichskorr. I, nr. 34. — Beg. : Boos. Wormser Urkb. II, nr. 840.
159. Philipp von Falkinslein, Herr von Minlzinberg erklärt: dass er dem
rheinischen Städtebunde auf 8 Jahre beigetreten sei und alle daraus folgenden
Bundespflichten erfüllen und mit (> liieren auf .Mahnung dienen wolle. dalum
zu Franckefurd 1383 uff den samstag Cur sanl Nycolay tage.
Frankfurt 1383 Decemter 5.
Sir. St. A. G. D. P. lad. 48|49 c. fasc. 7 nr. 24. cop. eh. coaev.
Frankf. Arch. Gegenurkunde tler rheinischen Städte, die ihm mit 30 Glefen dienen wollen.
Beg. Janssen, Frank. B-B. I nr. 35.
Kit). Markgraf Bernhard und Rudolf von Baden an Strassburg: zeihen den
Bans Rintschuch böslicher Lüge . der gesagt habe, dass der Abt von Seil .-einen
100 1383
Bruder ermordet hätte, und bitten die Stadt, dem Abte in seinem Vorgeben gegen
genannten behülflich zu sein. geben zu Baden an S. Niclaustage.
Baden [1888 Deceinber (iL
Str. St. A. AA. 103. or. eh.
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1309. 6
161. Meister und Bat von Strasburg stellen den jüdischen Arzt, Meister
(Jutleben an auf G Jahre mit einer Besoldung von 300 Gulden und der Erlaubnis,
Geld auf Zinsen auszuleihen. actum sub domino Johanne de Stille magistro feria
proxima post diem seti Nicolai. 1888 Dccember 7.
Nach der Notiz von Hegel, Königshof. S. 985 entnommen aus den sogen. Anneden von 10
Brandt i. d. Seminarbibliothek Suppl. XXI, doch irrthümlich mit der Jahreszahl 1384,
denn Joh. Stille war nicht 1384 Meister, sondern von Januar 1383 bis Januar 1384.
162. Ralsverordnung betreffend ßen Metzger des Bruderhofs zu Strasburg. 1888.
Unser herren meister und rat sint mit rehter urteile ubereinkomen, das ein
iegelich schaffener im bruderhof sweren sol, das er alle jare, so der nuwe rat '»
angat, den metziger in bruderkuchen, der danne der tumherren zu der hohenstifte
metziger ist, bringe vur meister und rat, die danne zu ziten sint, und das er
swere zu den heiligen, das er dasselbe jare nit nie hemmele uffe unsere stette
almende tribe danne zwey hundert, und sol das alle jare sin von mittelvasten
untze zu unszere frowentage der erren, den man schribet assumptio und nit 20
langer, und sol man ouch dieselben zweyhundert hemele niergen anderswo v< t-
howen danne in bruderkuchen, noch nieman, wer der ist, deheynen hanmiel davon
zu kouffende nit geben, und was hemmele ouch von der vorgenanten summen
zweyhundert in bruderkuchen also abestochen und geszen werdent, die mag man
wol allewegent ersollen untze an zweyhundert und nit me. und wer es ouch, das 2.1
hemmel an der vorgeschriben summen uberblibent, die nit in bruderkuchen ver-
howen noch gessen wurdent, ir wer lutzel oder vil, die sol der vorgenanlc metziger
in bruderkuchen unsern ingesessen metzigern und burgern zu kouffende geben und
nyeman anders bi dem vorgeschriben sime eyde. und wo er ouch anders tete,
das sollent meister und rat, die danne zu ziten sint, zu ime rihten und reht- »«
vertigen uffe den eit nach den schulden, als es danne ergangen ist und sol ouch
dis alle jare ein rat dem andern in den eit geben. actum sub domino Nycolao
dicto Bihter nuneupato Tutscheman magistro anno domini millesimo 83.
Str. St. A. Schilter, jus statutarium civitatis Argcntoratensis fol. 275. (Manuscript.)
16-5- Ratsverordnung gegen allerlei Wahlumtriebe und IVaklbeeinf/ussung durch 35
Mitglieder des Rates. [1383.]
Unser herren meister und rat, schöffel und amman sint uberein komen, wer
der ist, der mit iemanne, der in dem rate sitzed von sin selbes wegen oder von
1384
1(H
iernan anders wegen von meistere, von eins ammanmeister oder von iemans wegen
in den lat zii körnende, daz iemao zii denselben dingen also gefurdert oder gchin-
lerl werden solte oder der solche rede von derselben dinge wegen iemanne zii lit-lnr oder
SO leide zu einem ratherren retde, daz die rede also tut zfl einem ralherren, es sie
frowe oder man, tflt ez iemanne dieselbe rede zu liebe, daz iernan darzfl gefär-
lerl solte werden, so sol ez fünf pfande pfenninge beszern, tut ez aber iemanne
solielie rede zii leide nnd durch daz, daz iernan gehindert weiden solle zfl den
rorgenanten dingen zii körnende, daz sol beszern zehen pfände Strazburger pfen-
Ünge. und sol ein icglich ratlierre, mil dein es also geredet wurt, dazselbc rflgeo
li siiiein eide [die constafeler noch die ant werginte siillent och nit ziisainnien gan
in keinen slellen noch sieh niitenander underreden von meistere, ainniaineislere
ider von denheins wegen in den rat zii kommende, und wer das hiniianlürder
it, der beszert 10 libr. und siillent daz die ralherren rflgen noch horsagcn uiul
,\ie ez in viirkomet]1 und Siillent es oueh meisler und ral bi irem rate und e
ir' danne sie abe gänt, bi irem eide rihten und rehtvertigen, wenne es in also gerflget
iinl, und der beszerunge nit varen liiszen i'ine alle geverde. und sol man oucfa
lisen artickel alle jare dem rate vorlesen zii dcrselhen zit, so man einen nuwen
ral welen wil. und wellte zit in dem jare iernan also von der vorgenanlen
linge wegen zii einem ratherren redet, so sol man ez beszern, alse da vorgeschribeo
jtflt. wände es sol allewegcnl durch daz gantze jar verbotten sin bi der vorge-
nanlen pene ane alle geverde. und sol dieser artickel einen ieglichen ammaii ister,
der danne aminanmeislcr isl, niitzil angan, danne er mag wol damit tun, daz
t Iruwel, daz der slal iine und menglichem daz beste und daz nütziste sie äne
die geverde.
Str. St. A. Stdtordn. Bd. XXIX fo! i». undatiert, doch mit Btuktn Mn 1383 auf dem-
selben Blatt.
164. rrzemyslav 1. Herzog zu Teschen des heil. röm. Reiches in deutschen Lan-
len Vicarius an die rheinischen Bundesstädte: teilt mit, das der Graf von Sl. I'aul-
;'olk sammele in Krankreich und anderswo, um in das Land Lützelburg einzufallen
md es an sich zu reissen, welches doch (nach Herzog Wentelt Tode 1383 Deeem-
)cr 7) dem König Wenzel verfallen sei. Mahnt im Namen des Königs alle rheini-
schen Städte sich zu rösten, um dem Grafen zu widerstehen. geben se Lützel-
uirg an dem jarstage. Lütttetbmrp 1984 Januar l.
Beg. bei Janssen, I nr. 36 — Wencker, App. 2Jü—.'}Jii
1 Ist aus der Nachschrift an der im Text bezeichneten Stelle eingefügt.
2 Graf Walram von Luxemburg und St. l'aul (herrc zu Scmpo, vgl. unten den Brief Straßburgs
i/dt 84) der ältere Bruder des Bischof Peter von Metz. — Vgl. Kbrard, Fehde mit Jean de Vergy,
14.
102 1384
165. Ralsentscheidnu g über die Verkaufslände der Fischer am Fischmarkt.
1384 Januar ~>.
Wir Johans von Stille der meister und der rät von Strasburg lünt kirnt allen
den, die disen brieff sehent oder gehörent lesen, das wir von unsera und der stette
und der gemeinde wegen zu Strasburg zu rede, satztent die vischere gemeinlich zii a
Strasburg von iren und desselben irs antwercks wegen, das sie sich underzügent und
underzogen hettent des vischmarckts gelegen in unsere stat by sant Martins ober
das, das derselbe vischmarckt von oben untz unden us mit allem begriffe unser
stette gemeine almende were. do verantworteten es die vischere von iren und des-
selben irs antwercks wegen gemeinlichen und sprechen! : sie und ir fordern hettent io
stette gehept uff dem vischmerckt und hettent die in eigens wise inne gehepl and
genossen, wand in ehtwe und vierzigk stette aldo gegeben werent für sollicb stelle,
die sie vormals gehept hettent an den stellen, do yelzonl unser pfaltzen stat,1 wän-
de sie ouch darumb unser stette armbroster alle jure sehs pfunl pfennige und
einen salmen gebent und den burnen darzü machetent one unser stetle schaden. 15
und darumb und ouch nochdem alse wir dieselbe sache und ouch die kuntschaffl
von unsern und iren wegen verhört hant, so sint wir die vorgenanten meister und
riil zu Strasburg mit rehter urteil an offem gerihte übereinkommen und sprochenl
es ouch zii reht uff unsern eyt, das der vorgenante vischmerckt unser stett alhnende
ewekliche sol sin und bliben. und sollent die vischere die ehtwe und vierzig stette w
daruff zwüschent den öbern und den nideren margsteinen, die wir dohin gesetzet
hant, nützen und niessen mit kouffende und verkouffende. also welre vischer der-
selben hovestette eine hat oder der stirbet one knaben, welre vischer danne der
erste ist zu irem vischermeister zii kommende und die hovestatl an ime fordert,
dem sol er sie ouch setzen umb vier pfennige one alles höher steygen und one wi- »
derrede dohin als dohar, also das sie unser stette armbroster jerlich sollent dovon
geben sehs pfunt Sträsburger pfennige und einen salmen und den burnen darby
machen mit irem costen und schaden also, das sie noch nieman anders keinerhande
gebuwe noch tache uff dieselben stette sollent setzen noch machen, und was uszwen-
dig der markstein ist, es sy obewendig oder nebent zii gegen dem wege und ouch m
nidewendig der selben margsteinen, das sol unser stette almende sin und bliben
und sollent ouch wir und unser statt domitt tun und loszen noch allem unserm
willen und sollent die vischere kein recht darzü habent. und sollent ouch die
vischere von dem margsteine, der da stät an sant Martins mure vor unser pfaltz
Stegen weder neben derselben unser pfaltzen stegen noch under derselben siegen 30
ante an unser pfaltzen innre doselbs kein reht haben zu stonde noch i.tzit do veyl
zu haben, dann es sol unser stett almende lideklich sin und bliben one alle geverde.
und des zu eym Urkunde, so ist unser stette ingesigel an disen brieff gehencket.
der wart gegeben an dem nesten zinstage vor sant Erhartstag des heiligen byschofes
—
1 Die Pfalz stand auf dem heutigen Guttcnhergplatz und war erbaut 1322, cf: Hegel: Closcner 1, 132. ,lu
1384
an <l<'in jore do man zalte von gotts gebürl drüzehen hundert jore ahtzig und vier
jore. [Et folf/l der ganze Ral.\
Str. St. A. AA. 67. Briefbucli 0. fol 90/81.
l(J(). Bischof Friedrich von Strassburg tritt dem Landfrieden vom 11. März
83 bei. 1384 Januar 27.
B. R. A. I. nr. 214. Regest nach einem Regest des Karlsr. G. L. A. Pfalz. Kop. B 44, 179 ".
167. Bischof Friedrich von Strassburg teilt der Stadt mit: glaubwürdige Leute hätten
ihm gemeldet : daz sich der von Versey mcchteclichin hoüffe und solle die hoüfTunge
Bin all' diesen neisten fritag oder samestag zu Lussey, daz ist zwelf mile oder uff „JT'ao.
die masze von Rufach und ist ir meynunge gentzlichln, daz si obin dorch daz sünt-
gaw in daz lant von Elsasz inwollen, du sint wir zu rate worden, daz wir uns ete-
licher maszin dar widderssetzen wollen, herume so bitten wir uch ernstlichin und
Biszeclicbin, daz ir üch und uns zu helfe komment und uns senden wollent 50 oder
60 glefen wol gewopent und ertzugeter lute und daz die sin uff dissen neisten mit-
wochin bie uns zu Rufach, daz ist der mittwochin nach unser frawen tage purifica- *"«*•■.*.
tionis. und wollent uns herane nit laszin, want wir uns auch bewerbin mit an-
deren unsern frunden, daz wir truwen, daz daz beste sie. auch wissent, als wir nü
von uch schieden, daz wir den von Nuwenburg verschribin solten, daz hant wir ge-
tan und wolte er den brieff nit empfahen und senten uns den brieff besloszin wider
und sprach, er verstünde dez briefes nit, were er welsch oder latin, so verstünde
er in wole. denselben brieff1 wir uch in dissim brieffe senden, da ane ir syne
meynunge wol merken mogent. wollent in dissin sachen uwer bestes tun und wollent
uns uwir meynunge unverzogelich davone widder laszin wissen, und erfaren wir
eheine mere, die loszin wir uch allewege wissen. gebin zu Rufach dez mitwochin
or unser frawen tag purificationis. Rufach [1384 Januar 27].
Str. St. A. AA. 1409. or. ch lit. cl.
Hill. Bischof Friedrich an Tiebalt von Nuwenburg : fragt an, ob es wahr sei
iass er, obwohl ihm verwandt und bekannt, seinen und der Stadt Strassburg Feind,
den Herrn von Vergy unterstütze und auf seiner Rurg Ellekurt und anderswo her-
serge. geben des samestages vor unser frowen dag der liehtmessen.
[1384 Januar 30].
Str. St. A. AA. 1409. nr 7. or. ch. lit. cl. c. s. »'.
1(><). Die Stadt Selz im Elsass erklärt, dass sie dem Bunde der rheinischen
■^lädte : Mainz, Strassbuiir, etc. und damit auch dem schwäbischen Runde beigetre-
1 Dieser Brief ist nicht erhalten.
VI.
14
104 1384
treten sei. Sie verpflichtet sich ihren Verbündeten zur Ueberfahrt über den Rhein
bei ihrer Stadt stets zu Diensten zu sein und für sie zu Pferd und zu Fuss auszu-
ziehen, doch so, dass man denselben Abend Selz wieder errreichen könne. geben
. . . 1384 off den nehsten donrestag nach unser vrowen tage der liehtmesze.
Ein Zubrief1 vom gleichen Datum verpflichtet Selz zu denselben Ausnahmen 5
wie die übrigen Städte. 1384 Februar 4.
Druck bei Schaab, rhein. Stdteb. II nr. 228.
Heg. Vischer, schiväb. Stdteb. nr. 206.
170. Bischof Friedrich von Strassburg antwortet auf Anfrage der Stadt: von
der samenonge wegen, dye sin sal zu sant Niclas zu Port und zi'i Eschero, dovone 10
hant wir nut virnommen. geben zi'i Zabern dez fritages nach unser frowen dag
der liechtmeszen. Zabern [1384 Februar <$].
Str. St- A. AA. 1410. or. eh. lit. cl.
171. Ausführliche Aufzeichnung der Beschlüsse einer Städteversammlung zu
Speier. Speier [1384 Februar 6—8]. is
Als der stetde frunde off diese zyt zu Spire byeinander gewesen sint, dez hant
sie beretd und uberkomen also : wer ez, daz eyne stad under ynn denselben stetten
mit ander stette eyne oder me zuschicken hette, so sollent sie zusamen rieten
und derselben ire sachen gutlich uberkomen. mochte aber das nit gutlich gesin, so
sollent sie die sache übertragen mit irn luden und überluden, und werez, daz sie 2n
darüber eyns gemein mannes nit uberkomen mogent, so sollent sie die gemeine lute,
die sie zu beyder syte dar bitten, die ouch des bondes 2 sollent sin für dem gemeine
bonde nemen. und wer in derselbe gemeyn bont oder daz eyns teyl der styme von
den stetten, als hernach geschriben steet, also zu gemeynem obermanne gyt, ez sy
von denselben genanten oder andere, die dez bondes sint, den sollent sie also nemen. 25
und sollent die ratlude und oberlute die sachen also uztragen, so sie furderlichst
mogent ane geverde. und sol ouch die stad, uzzer der die ratlude oder der gemein
mann gnomen und geweit worden, darzühalten, daz sie sich der sache an-
nemen; ez were danne, daz ir deheiner reht zusprechende verheissin hette vor data
diz artikelz ungeverlichen, so solte man andere darzü kiesen die sache uzzutragen. 30
doch sol yedie stat by iren rehten fryheyden und guten gewonheiden bliben, alz sie
herkomen ist. und dez ouch yglich stat besigelt brieffe hat ane geverde. und umbe
semlich erkentnisse, do habent die von Meintze, von Straszburg, Wormsz, Spire und
Franckenford yr iglichen derselben stetde eyne styme, die von Frydeberg, Wetslar
und Geylnhusen, die dry stetde, semelich ouch eyne styme, die von Hagenouw, m
Wissenburg und Selz ouch eine styme und die von Slitzstad und Ehenheim ouch
1 Str. St. Ä. G. ü. P. lad. 48/49. eop. eh. coaev.
2 In die Lücke eihgesetzt aus der Münchener Vorlage.
1384 105
eyne styme in den vorgeschriben sachen mit namen den oberman zu kiesen und nit
anders, auch isl beretd, werez daz yeman in unsern bond wolte, wer der were, den
rnogcnl die sfetdc in den bont nemen in semlieb stymen der stedte, als davor ge-
sebriben steet. und dirre arliekele so] slcen hienan biz sant, .lobanstag baptisten zu «M
5 nelisle und darnach über ein gantz jare. und ist dieser vorgeschriben artickele über- J
K komen off den nelisten samsztag nach unsere vrouwen tag der liehtmesse anno domini 1384. Febr.t.
Auch ist. eins tages gewehen1 mit den fursten und mit den stetten oll"
dem Ryne und in Swaben. und sollent die swebeschen stetde den dag bereden und ynn
dann die ryncsclien sletle lassiu wissin, mit namen die von Spire, die denselben tag
io farbaz den andern stetten verkünden sollent. so sollen wir zu demselben tag komen
mit vollem gewalt. und ist der gewalt also : eyner (sie) vereynunge zu mächen zwi-
schen den fursten und uns den stetten, doch also, daz aller der stetde bonde in iren
crefften sin und bliben sollent.
Auch ist beretd, daz alle stette off dem Ryne off diesen allernehsten sontag vor Febr. u.
15 der phaffen fastnaht bestellen und besorgen sollent offenheh mit armen und riehen
»in den stetten, daz yeder man gespannen und gewarnet sitze, ez sy mit harnasch,
mit. pherden, mit dienern, mit spise und koste und mit nan.en : das nyman keyne
armbrost, phile, bulwer, buhssen yeman lyhe, geben noch verkouffen solle, anders
dann unsern eitgenossen und iren burgern oder andern gezug, der darzü gehöret,
äo uinli das, wanne wir uns versehent und uns auch senilich botschafft ist komen, daz
Inian an uns wil, so ist ez notdorfftig, daz wir sunderlich darzü tun und daz man
sehe, daz wir uns darzü stellen und rihlen, daz man uns nit blosse solle fynden.
Ouch ist beretd, das die stetde off dem Ryne und yn Swaben alle jar zwurnat
zusamen sullenl kumen : ein male gein Eszelingen off sant Georientag, also das alle Aprum,
stetde off dem Ryne und in Swabin ire frunde do seihest haben sollent, und zugli-
cher wyse, so sollent die vorgenanten stette alle ire botten haben zu Spire off sant
Marlinsdag zu dem andern male. Nmbr.n.
Item von der munsze wegen, ez sin guldin oder phennyge, wie man daz besor-
gen sol, danunbe so sollent die von Straszburg, Wonne, Spire und Franckenford ir
Byglich slad einen botten haben zu lUoinlxe an dem dinslag vor der phaffen fastnaht. Fein-.is.
Auch ist rede gewesen von unsein frunden von den swebischen stetten und
meyneiiL wie sie und wir zu rade sollent werden von dez eitern marggraven wegen
von Maden- yme jerlieh eyn somme gelles zu geben, daz er uns mit sinen slos/.en
EU allen unsern nöten verbunden und gewärtig were.
3!> Auch ist beretd von dez slosses Luterburg wegen, wie man daz umbe eyn gut .
veiphendel, das v/. in dez I les banden und gewalt alleine stunde mit allen sinen
zugehorden, dorll'ern, reuten, wall und weyden also lang biz daz ez wider gelöset
wurde.
IUnd sollent der slelde frunde mit vollem gewall umbe die vorgenanten arliekele,
der sie sich an yren reten zu erl'arende baben, zu dem vorgenanten tag komen, den
1 bedeutet : erwähnt.
s Markgraf Bernhard I.
106 1384
die swebischen stette uns den rynischen stetten zu nehste verkündende werdent, alz
vor erludet ist.
Str. St. A. AA. 110. conc. od. cop eh. coaev.
Gedr. Quidde. d. sehwäb. Stdteb. S. 171. nach der Münchner Vorlage mit Hinzuziehung
der Straßburger. — Auszug. Boas, Wormser Urkb. 11 nr. 842.
172. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: wissent, daz uns hüte uff
dissen tag abir bodeschafft ist kommen, daz (die Walen) uff disse nacht züschin Ma-
semünster und Than liegen wollent und konnent uch nit wol eigentlich verschribin,
wie starg daz sie sin . . . bitten uch als wir uch . . getruwent, daz ir uns uwern volk
unverzoglichin schicken wollent, want wir nit anders wissen, dass daz sie in daz lant w
von Elsaszin wollen. gebin zii Riifach dez mentages zii vesperzyt nach der
lichtmesse. Hufach [1384 Februar 8],
Str. St. A. AA. 1410. or. eh. I. cl.
173. Vertrag der rheinischen Städte über den Wormser Rheinzoll bei Mannheim :
Die Bürgermeister und Räte der rheinischen Bundesstädte : Mainz, Strassburg, w
Frankfurt, Hagenau, Weissenburg, Schietstadt, Oberehenheim, Friedberg, Gelnhausen
und Pfedersheim schliessen einen Vertrag über den aufgehobenen, lange streitigen
Rheinzoll bei Mannheim und verpflichten sich für sich und ihre Nachkommen alle
Jahre, so lange der rheinische Bund währt, an die Stadt Worms als Entgelt für je-
nen, zum Vorteil und für die Dauer des rheinischen Bundes aufgehobenen Bheinzoll "
soviel Geld Wormser Wehrung zu bezahlen . . . alsovil gelts, als viere grosze alle jar
jerlichen zu Menheim an dem zolle getan megent . . . mynrer hundert gülden. Hinzu-
kommt, noch eine besondere Zahlung der Nachbarstadt Spei er. Diese erste und so-
dann alle weiteren Zahlungen dieser Entschädigungssumme haben immer zu geschehen
am Jahrestage dieser Abmachung, dem 11. Februar 1384. Bleibt die Zahlung von 8S
einer oder mehreren Städten länger aus als einen Monat nach erfolgter schriftlicher
oder mündlicher Mahnung, so hat Worms das Recht, sich auf jede nur mögliche
Weise in Resitz der ausstehenden Summe zu setzen. Versagen andere Städte dazu
die vertragsmässige Hülfe, so können sie allein gerichtlich oder durch Gewalt und
Pfändung sich an dem Kaufmannsgut schadlos halten bis die Höhe der rückständi- 30
gen Forderung erreicht ist . . . und wanne die von Worms daz selbe gelt also zii
schaden genommen hant, als vorgeschriben stet, so sollent sie doch uns stette
vorgenant und die unsern darnach in dem nehsten mande nit angriffen von der
sache wegen und mogent uns doch darnach nach demselbin mande uns und die
unsern angriffen vor heuptgut und schaden in aller der masze, als vorgeschriben 85
stet ane geverde. auch ist geret in dem lesten jor, als unser bunt uz sol gen,
werez danne, daz daz nit ein jor were, als man in daz gelt reichen sol, myn-
rer hundert gülden und der von Spir antzale, als vorgeschriben steet, waz danne
do ime gefallen ist von den vorgeschriben vier groszen, daz sollen wir ir in auch be-
zalen noch marezal in ire stat zu Worms in aller der masze, als vorgeschriben 40
^
1384 107
stet ane geverde. und dez alles zu warem Urkunde geben wir die vorgenanten
sielte vor uns und alle unsere nachkommen den vorgeschriben unsern eitgenossen,
dem rate und burgern gemeinlichen der stat zu Worms und allen iren nachkom-
men disen brieff besigelt mit unsere aller stete angehenden ingesigel. datum des
zu Urkunde, so han ich Johan Kemerer ritter, hofemeister, myn ingesigel gedrüeket
zii ende dirre geschrift an dise notile von bede wegen der erbern lute der botten
von Mcntze, von Frankinford, von Spire und von Swaben, als die itzunt zi'i Worms
sint gewest uff den nehsten dürnstag vor Valentini anno 1384.
Worms 1384 Februar 11.
Str. St. Ä. G. U. V. lad. 48/49 K fagC III. cop. eh. coaev.
lieg. Boos, Wormser Urkb. 11 nr. 843. Ebenda nr. 844. Urkundliclie Verpflichtung der
rhein. Städte zur Zahlung zu festgesetzten Entschädigungssumme an Worms. 1384
Febr. 13. — Heg. Janssen, 1 nr. 38. — Auszug bei Quidde, schwäb. Städtebund S.
177 not. 5.
15 Vgl. für den sachlichen Zusammenhang Quidde, S. 175 nr. 2. Ulm an Rotenburg Febr. 27
174. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: dankt für die warnende
Mitteilung . . . daz 400 glefen oben her in daz lant zi'i Elsaz ziehen wellen . . . ,
wovon er bisher nichts gehört hätte. geben zu Benfeit des donrstages vor sante
Veitinstage. Benfeld [1384 Februar 11].
Str. St. A AA 1411. or. ch . cl.
175. Ulm an Speier zur weiteren Benachrichtigung der andern rheinischen
Städte: in Ulm solle ein Städtetag sein am 13. März; es gingen, wie zwei bei-
liegende Kundschaftsbriefe Botenburgs auswiesen, Gerüchte von einem Bündnis der
Fürsten wider die Städte, diesem solle man mit mutiger Gegenrüstung begegnen.
H gebin am Samstag vor sant Mathisdag a. d. 1384. 1384 Februar 20.
I Abdruck Janssen, Frankf. R.-R. I nr. 39.
176. Die Stadt Freiburg entscheidet den Streit zwischen der Stadt Straßburg
und Heinrich von Geroltzech einerseits und den Herren von Hornberg anderseits.
Freiburg 1384 März 4.
Wir der burgermeister und der rat ze Friburg in Brisgow tünt kunt allen, den
die disen brief sehent oder hörent lesen von des krieges wegen, der ufgestanden
was zwüschent dem edeln herren jungher Heinrichen von Geroltzegk, herren ze
Lar, den fürsihtigen wisen, dem meister dem rate, den burgern und der gemeinde
der stette ze Strazburg zu einem teil und den fromen edeln her Heinrichen, her
Hansen, her Ulrichen, her Wernhern, rittern, Brunen dem eitern und Brunen dem
jungem von Hornberg zu dem andern teil, dar umb die selben bede teil einen
salz uf uns getan hant, also das wir sü bede teil dar umb verhören und darnach
darum!» sprechen söllent nach der minne oder nach dem rehten und ouch dar uf
108 1384
sii bede teil für sich und für alle die iren mitenander ein txan l^ luter süne geno-
men hant nach wisung der briefe, die sii bedesite gegen enander und ouch uns
dar über gegeben hant. derselben sachen wir uns von ir beder teil und ouch des
landes nutzes und notdurft wegen angenomen und sü gegen enander veihurt haut,
da vcriehent wir der burgermeister und der rat ze Friburg vorgenant, das wir »
herumb nach der minne gesprochen haben und sprechent ouch mit disem gegen-
wertigen briefe, das glich schade gen schaden, getäte gen getäten ab sin sollen l
und das deweder teil dem andern dar umb nit schuldig noch gebunden sin sol ze
geltende noch uf zerihtende slehtlich ane alle geverde. her über zi'i einen Urkunde
so ist der vorgenant stette ze Friburg gemein ingsigel das minr gehenket an di- 10
sen brief. dirr spruch beschach und wart dirr brief gegeben ze Friburg vor
offem rate in der ratstuben an dem fritag vor dem sunnentag, so man in der
kilhen singet Reminiscere des jares da man zalte von gots geburt tusend drühun-
dert ahtzig und vier jare.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166 nr. 65. or. mb. Ut. pat. c. sig. pend. 15
177. Mainz an Slraßburg .• sendet die Abschrift eines vom 17. März datierten
Briefes der zu Giengen versammelten schwäbischen Städte. [Mainz] 1384 März 88,
Fursichtigen und wisen lieben besundern frunde und eitgenoszen. unser frünt-
lich willig dienst wissint alle ziit von uns voran, lieben frunde und eitgenoszen.
wir verkünden uwer fursihtikeit, daz uns kuntschafft komen ist, daz unser herre 20
März ?o. der kunyg und ander fursten und herren itze off an sontag Letare gein Nuwenbürg
(? Nurenberg) zusamen koment sint. nu ist mit unserme herren hertzog Fryderich
von Beyern geretd, daz der zu uns ryten wil villichte uff an zinstag ald uff an
MirMit\». niitwochen nach Letare und daz wir da gedenken, ob man ichtzig gutes in den
sachen gereden möge, do von so lassint nit, ir verkundent daz andern uwern und h
unsern frunden und eitgenossen an dem Ryne, daz sie deste gewegner sint mit ir
botschafft, umbe daz, ob wir die sache zu tagen brehten, daz daz dester forderlicher
volgienge, wan die zyt dez saches zwuschen fursten, herren und stetten hinnan bi::
April t3. off sant Georientag kurtze ist. wie wir die sache dan erfinden, dez wollen wir ach
dan unverzogenlich verkünden, doch vor allen dingen, so gevellet uns wol, daz ir 30
zu diesen sachen richtent mit gezug, mit koste und mit allem dem, daz zu dem
kriege gehört, daz selbe haben wir ouch getan und verkundent ouch daz andern
uwern und ouch unsern frunden und auch eitgenossin an dem Ryne. wan nach
aller kuntschafft, die wir noch erfarn und gehört haben, so duncket uns, daz uns
krieg mer gegenwärtig sy denne fryde. geben zu Gyengen von unser aller heys- 35
sentz wegen under der von Giengen ingesigel an donrestag vor Letare anno 1384.
Von uns gemeynen stetten
alz wir ze Gyengen sin.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B fasc VII. cop. chart. coaev. (mit Versendungsschnitten.)
1384 109
I7IS. Bischof rViedrich von Slrassburg an die Stadt: laut urli wissen, daz IM
holschafi ki'iincn ist, <l;is der nafftng« von LlUlifM eine grosse sament'mge habe
und welle in Kilsas ziehen . .. geben z(i Benvclt uf mitlwuche zu naht noch halb-
faslen. JtenfeM [1.'iH4 März 24].
Sir. St. A. AA. l-llu. or, eh. I. d
I?!). Die zu Qiengen versammelten schwäbischen Slädtrl/olen berichten [unter
dem Siegel von Ulm] an Speier und die andern rlirinisclien Bundesstädte.
Clienyen JS84 März 28.
Fursiohtigcn wisen besundern lieben frunde und eitgenossen. unsern fruntlieh
io willig dinst wissint alle ziit von uns bereil voran, lieben frunt und eitgenossen. alz
unsere frunde und erbern hotten by ueh und andern uwern und unsern frunden
Bund eitgenossen rn"i nebst od' dem Ryne gewesen sint, die bant uns eigentlich wol
erzelet und geseit, wie sie von ueh gescheiden sin und von der und ouch ander
sache wegen, so sin wir itze etwie langeziit by einander gelegen zu Giengen, und
>5 was uns war kuntschatrt komen, das unser herre der kunig und ouch die Fürsten
Ige in Nmenberg zueinander solten komen sin off den sontag Letare in der vasten, »"rtto.
der nehsl TesgangM ist. dez ist aber nit beschehen und ist nieman do gewesen,
dann hertzog Friderich von Beyern, der burggrave von Nuremberg und der andern
fursten rete. und als sie do von einander gescheiden sint, do hat unser herre hertzog
Friderich von Beyern und ouch dez von Osterich rate mit namen, der bischoff von
Augsburg und her Hans von Elnbach wider an uns braht, daz sie sich von der
fursten wegen eins tages mit einander vereynet haben gein Wurtzburg uff den son- Apnm.
tag SS uszgcender osterwochen und baden uns, das beider ir und ouch wir off
denselben tag zu yn keinen oder aber in ein genehe do by gein Bodenburg oder
»5 gein Windszheim. dez haben aber wir verantwurt, das die sache beide von unserin
herreu von Osterich und auch von unserme herren von Beyern in solicher masze
vormalz an uns komen were, das die fursten und herren nit anders begerten dan,
daz wir gein yn zutagen kernen gein Heidelberg oder gein Pforzheim, das haben
ouch wir ueh zu versteende geben und off das, so wollen ouch wir gerne uff die
so selbe zyt komen gein Spire in uwer stat und do beide von uwern und unsern
wegen, wo die fursten gein Heydelberg koment, ein botschall'l zu yn •KOMM zu
versuchen, wie die sache gutlich vereynet mege werden, uff das hant uns der selben
lurslen und herren rete geantwürt, daz sie dez nit mehlig sin, doch so wollen sie
daz an ire herren in solicher masze bryngen, das daz furbaz allen fursten und
35 herren verkunt werde, und nach allen sachen, die sich dozemol zwuschen uns
verhelfen, haben wir uns vereynet, daz wir von gemeinem unserm bonde zu ueh
gein Spire in uwer stat komen wollen off den sontag zu naht nach dem heyHgeu April n.
lag zu oslern zunehste zugedenken, wie beide ir und ouch wir uns mit den
urslen und herren vereynen mobten, doch uzgnonien unserme bonde unschedelich.
o das nit gesin mohte aber zu rade zu werden miteinander, wie wir uns wider
iesen loffen und sachen also setzeten, do mit wir diesen krieg mit ern eroberten.
410 1384
darumbe bitten wir uwer fruntschafft mit allem ernste und flizz, das ir diz uwern
und unsern frunden und eitgenossen an dem Rine verkünden wollent und die da-
rumbe bittent und manent mit vollem gewalt zu ueh und uns zu koment gein
Spire in uwer stat uff den vorgenanten tag beyde von der sache und ouch von
andern artikel wegen, die ir vormals einander bezeichet geben hant. sunderlich ä
verkundent yn allen do mit von unsers herren wegen dez marggraven von Baden,
daz sie ouch dohin komen mit gewalt denselben herren zubestellen, wann wir wol
etwaz do von geredt haben, wo ir von uwerme teile alz derselbe herre uch und
uns gelegen ist und ouch grosz werben an denselben herren geschieht den halb-
teil derselben koste bezalent, daz wir uns versehen, daz das unsern halb ouch In
dannan gang, doch in allen Sachen und für allen dingen gefeilet uns wol nach
allen den löffen, die wir noch verhört haben, daz ir uch mit allen Sachen zu dem
criege richtent, wann wir das ouch getan haben, wann wir uns merer kriegs dan
frydes noch zu diesen ziiten versehen, were dan, daz die sache zufriden kerne,
so hofften wir, daz wir von der sterekerunge wegen solicher tayding keine, die ,s
uns nit dorffte ruwen. geben zu Giengen von unser aller heissens wegen under
der von Ulm insigel an mantag nach dem sontag Judica anno domini etc. 84.
Von uns gemeinen stetden, die den bont zu Swaben
miteinander haltent, alz wir uff diese ziit zu Giengen
byeinander gewesen sin. 20
Str. St. A G U. P. lad. 48/49 b. fasc. VII. cop eh. coaev.
180. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: schickt . . . einen welschen
brief und eine tützsche abegeschrift . . . ladet ein zu einer Beratung in Benfeit uff
nehsten zinstag und meint, das dieselben Walhen sich vaste bestellent. geben zu
Dachenstein uff den osterabent.' Dachstein [1384 April 9], 25
Str. St. A. AA. 1410. or. eh. I cl.
181. Bischof Friedrich an Strassburg: hat von der Absendung der 18 Glefen
« zu lantwere wider den von Versey » vernommen und bittet dieselben zum nächsten
April n. Sonntag nach Rufach zu beordern, von wo sie der Vogt zusammen mit den bischöf-
lichen Reisigen nach Sulz führen werde. . . wand ez uns und die unsern daz beste 30
duncket sin, daz sü do ligent. datum Benfeit feria sexta post festum Pasche.
Benfeld [1384 April 15].
Str. St. A. AA. 1409. nr. 14. or. eh.
182. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: erklärt sich einverstanden
mit der Abhaltung einer Beratung über die Aussöhnung mit Jean de Vergy und will ss
1 Nach Königshofen (Hegel II S. 809) begann zwischen Ostern und Pfingsten 1384 der Krieg mit
Jean de Vergy aufs neue. — Vgl. Ebrard. Fehde mit Jean de Vergy S. 12.
1384
\\\
gerne seinen Vogt Rudolf von Andcla hcaiiltragen. . . umb einen friden oder nmb
dage inil dein von Vergey zu werben. geben zu Benfeit des fritages in der oster-
w heben. Benfeld [1384 April 15].
Str. St. A. AA. 1411. or. eh. I. cl.
181t. Bruno, Herr zu der Hohen Rappoltstein, beurkundet, dass er auf 13 Jahre
des Herzogs Leopold III von Oesterreieh Diener geworden ist und verpflichtet sich ihm
und seinen Erben zu dienen, ausgenommen gegen die Herren, deren Mann er ist, und
gegen die Shell Strassburg. geben uf sant Marcustage des heil, evang. 1384.
1384 April 25.
Colmar liz A E. 613. or. mh. c. 3 sig. pend.
Gedr. Kapp. Urkb. 11 nr. 233.
184. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt wegen des angesetzten Tages
zwischen dein Grafen von Sarwerden und Rudolf von Ochsenstein : do wissent ir wol,
d;is wir zu disein mole nit darzii vcr.ston enmiigent von des volckes wegen der ge-
selleschiifle, die in das laut ziehen wellent, alz man meynet, das uns not dut, das wir
uns gegen in Btellent woltent. . . . Später will er gerne zu dem Tage behülflich sein.
geben xi'i Daehenstein des dunrestages vor dem sündage Cantate.
Dachstein [1384 Mal 5].
Str. St. A. AA 1411. or. eh. I. cl.
185. Die Stadt Weil an Strassburg über die Verhandlungen der Städteboten
mit den Räten des Markgrafen zu Durlach wegen des Heitritts desselben zum
sehwähisch-rhein. Slädtebund : Der Markgraf verlangt 20,000 Gulden für die Dauer
der Einigung und die Lösung eines Schlosses um 3000 Gulden, welche dann von den
20,000 Gulden abgezogen würden. Strassburg soll allen Städten am Rheine zureden,
dass der Sache auf dem bevorstehenden Tage zu Speier ein Austrag gemacht werde,
weil den Markgrafen die lange Verhandlung sonst verdriessen könnte. Auch hat der-
selbe durch seine Räte gefordert, dass ihm die Seinen während der Einung nicht in
die Städte abgezogen werden,... wann er sich geuczlich meynet zu den stetten zu ziehen
und keinen schirm zu suchen. Weil 1384 Mai 6.
Str. St. A. AA. 85. cop. coaev.
liegest d. Markgr. v. Bad. nr. 1574.
||{(i. Bischof Friedrich TOD Strassburg an die Stadt: will gerne behülflich sein
zu einem Tage mit dem Grafen von Sarwerden und Rudolf von Ochsenstein und
meldet, dass ihm der Herzog von Lothringen und Ulrich von Finstingen geschrie-
ben, . . . daz der herre von Vergey mit 800 glefen zu dem folke kummen sy, daz vor
do lag und euch ander captenien darzii kummen sint, daz sü wol uf dusent gle-
VI.
15
412 1384
fen hant und vil anders folkez. geben zu Dachenstein des zinstages nach
Cantate. Dachstein [1384 Mai lt>]J
Str. St. A. AA. 1411. or. eh. 1. el.
187. Die Strassburger Boten, Johans von Stille ritter und Kuntze Müller be-
richten von Mainz aus an ihre Stadt : wissent also wir zu Mentze sint bi den stet- 5
ten, daz wir do zu keime stücke reden woltent, man trüge uns danne uz den zol
zu Hoste mit den von Franckenfurt, do seitent uns die von Mentze, daz ' ir bi-
schof es beietzet den zol zu legende zu Hoste2 durch der stette aller wille und hant
sich fürsprochen die von Wurmesze und die von Spire, daz sü uns wellent us
sprechen zu Spire nu an zinstage, die3 von Franckenfurt sigent do oder nüt. wissent w
ouch, daz wir überkomen sint, daz man sol botten schicken zu demme hertzogen
von Hennin Ströfen wegen und von Gorgen wegen von Entzberg. öch ist der
herren keinre gegen Mentze komen und hant ir ein teil doch ir botschaft do ge-
hebet, ouch hant die von Mentze geret von Herman Bös wegen, daz man ein ursage
einen monot mäht, so truwetent sü, sü woltent dar zu reden, daz alle ding gerihtent 15
würdent. do sprochent wir : wir hant sin keine mäht zu dünde. uwern willen lont uns
wissen gegen Spire, ob ir wellent. ouch wissent, daz alle stette des bundes uf
demme Bine gemanet sint eides und eren uf denselben zistag gegen Spire zu
körnende. Mainz [1384 Mitte Mai].
Str. St. A. G ü. P. lad. 215 nr. 1. or. eh. I. cl. 20
188. Claus Bocke der Meister und der Bat von Strassburg kaufen von Frau
Adelheit, hern Johans Löselins seligen wituwen für zwentzig pfunde Strazburger
Pfenninge eine almende, die do gelegen ist nidenan zu Wasenecke uswendig unserre
stat zu Strazburg, hindenan an hern Johans Löselins seligen garten daselbest,
dem man sprichet zu Mülnecke, und die selbe almende ietzent ist ein gertelin un- 25
denan mit einem spitze, alse verre der selbe spitze ietzent gät, und mit der breite,
alse daz selbe gertelin zu disen ziten zu beidensiten zwischent den zweien graben,
die ouch zu beidensiten daran sint, begriffen ist. an dem ersten fritdage vor
sant Urbans dage dez heiligen bäbestes 1384. (Es folgt der Rat.) 1384 Mai 20.
Str. St. A. G. D. P. lad. 8. u. or. mb. lit. pat. c. sig pend. del. M
189. Straßburger Gesandte an ihre Stadt: berichten von einem Städtetag 4 zu
Speier an ihre Stadt. Sj>eier [1384] Mai 23.
Unsern dienst zuvor, lieben herren, wir laszen uch wiszen, daz wir nit anders
1 Vgl. Ebrard, Fehde mit Jean de Vergy S. 14. — Vgl. Königshofen (Hegel II, 809).
2 Diese im Zusammenhang mit der Heidelberger Stallung erfolgte Zollverlcihung an Mainz ist da- u
tiert vom 28. Juli 1384. (D. B A. I nr. 343 u. 248)
3 Vgl. für die Datierung dieses Stückes die Briefe vom Mai 23 und 25. Die hier genannten Straß-
burger Boten wären dann auch die Absender jener Berichte.
1 Dieser Städtetag wird von Quidde S. 52 angesetzt in die Zeit zwischen 15. Mai und 2. Juni.
1384
m
II
wissen, wanne daz unsere friinde von den stetden off dysen mandag zu nacht by Matts.
uns zi'i Spiro sint unde meynen wir, daz sye off den dinstag zu nacht zu Weyszen- ««iw.
bürg sollent lygen unde off die mytwoche zft nacht zu Hagenaüwe unde dünket uns Haiti.
gut sin, daz ir uwere bötschaft off mytwoche by in zu Hagenowe habent, die in
sagen uwere nieynunge unde war ir mit in wollent. auch laszen wir uch wiszen,
daz wir unde andere botden von beyden bünden zu Heidelberg gewesen sint by
»hertzoge Rüpreht, hertzoge Adolffe und hertzoge Fryderich. unde haben uns davon
Huie manicher bände stücke underretdet, die wir uch nü zu mal nit verchriben
künden, unde enkonnent keyne sicher mere befynden, wo der konig sy oder wanne
10 er komme, auch laszen wir uch wiszen, daz wir mit hertzoge Ruprecht unde hertzoge
»Fryderich geret han von der Walhen wegen, daz sie dar zu gedenken und raden, waz
zu den sachen zu tunde sy. so hant sie gar dügentliche zu allen sachen geret, als
wir uch wol sagende werdent. unde sonderlichen so hat hertzog Ruprecht geret :
weren alle stete sin offene vyende, nochtan so wolt er zu den sachen dün unde
15 belffen, wie daz böse folk verdryben worden unde daz daz lant ungeschediget ver-
Blybe. darumb nit enlant, ir dünt uns alle dage botschafft, wye ez stände und waz
der sache sy, umb daz die stetde unde auch wir uns wiszen dar nach zu rychten.
gegeben zu Spire off dysen mandag frühe nach unsers herren offart dag. besigelt
mit Walter Leyterlins ingesigele.
20 Von uns uwern botden.
25
[In verso.] Den wyesen bescheydenen, dem meyster unde rate zd Straszbürg
presentetur litera.
Str. St. A. 118 or. eh. I. cl.
Gedr. Quidde, d. schwäb. Stdteb. S. 194 nr. 6. vergl. dort über die Datierung S. 70.
Beg. Koch und Wille, Pfalzgräfl Reg. nr. 0714.
1190. Claus Bock der Meister und der Rat von Strassburg an Mainz, Worms,
Speier, Frankfurt, Hagenau, Weissenburg, Wetzlar, Friedeberg, Gelnhausen und
Pfedersheim : als wir uch gemant hant ' uff hern Johan von Verse und uff daz
Volke, daz mit yme zuhet, also künden wir uch, daz wir unser volke gegen dem-
io seibin folke zu lantwere geleit hettent. und darumbe so ist uns gewar botschaffl
komon, daz dazselbe fremde folk hinder sich und darvon getzogen ist. doch so ist
uns domidde gesaget, daz der herre von Sempö8 mit eyme groszen mechtigen
folke zft yn komen wolle . . . und dass es möglich sei, dass beide später zusam-
men angriffen. Vorläufig aber können sie die erbetene Hülfe entbehren und wider-
st bieten dcsshalb vorläufig ihre frühere Mahnung. datum feria tertia post diem
festi ascensionis domini anno 1384.
Frankfurt. St. A. Copialb. VII a. fol. 71 nr. 245. eop coaev.
l,'iS4 Mai 24.
' Diese Mahnung geschah am 15. Mai 1384, vgl. Ebrard. Fehde mit Jean de Vergy S. 14.
8 Dieser herre von Sempo ist Graf Walram von Luxemburg und St. Paul, derselbe hatte schon
das ganze Jahr über die benachbarten Gegenden mit seinem Volke unsicher gemacht, vgl. oben den
Brief des Herzogs von 'Peseten vom 1. Januar 1384. S. Ebrard. S. 14.
\U 1334
191. Bericht der Slraßburger Bolen vom Städtelag zu Speier.
[Speier 1384] Mai 25.
Unsern dinst bevor, lieben herren. als wir zu Heydelberg gewesen rät, du
hant uns unsers herren dez kunyges rat und herztog Rupreht erbeten, daz wir sollent
Maas, bliben biz an donrestag nehstkompt, so wollent sie schaffen, daz sie und wir die stetde 5
uff dem Ryne und in Swaben zusamen koment. und ist ire meynunge, daz sie den
fryden vier wochen lenger gestrecket woltent haben oder eine ursage. do meynden
wir, wir woltent uns mehtigen umbe eine jar und nit kurtzer. und wissint, daz der
Juni it. künig mit namen nit enkompt und meynet zu komen zu sant .lolians dag simgihtigen
und hette semlich sachen underhanden, alz wir uch eine abeschrifft ' eins brieffes io
sendent, der den swebischen stetten geschicket ist. ouch wissint, daz der hertzog
von Tesschin uff diesen vergangen zinstag gein Heydelberg komen ist, und kompt uff
Maat, diesen vorgenanten donrestag hertzog Lupolt und der bischof von Meintze und der
von Wirtenberg ouch gein Heydelberg, als man uns sicher seit, und meinent die
bede bonde ouch dartzü komen und truwent mit gottes hulffe, daz es eine gute ende lb
nemen solle, ouch wissint, daz wir her Götze von Graenstein und ouch andere botten
von dem Ryne gein Franckenfurt geschicket habent von dez zolles wegen zu Hoeste
ouch wissint, daz wir viel rede under einander haben und als wir uch wol sagen
werden, so wir zu uch komen. ouch wissint, daz wir lieber doheyme weren, dann
hie. besigelt mit Waltherlins ingesigel uwers dieners. datum feria quarta hora 20
vesperarum ante festum penthecostes.
Von uns uwern botten, die itzünt von uwernwegen zu
Spire sint.
[In verso] Den wisen und bescheiden unsern herren, dem meister und dem rat
zu Straszburg.
n
Str. St. A. AA 118. or. eh. I cl.
Gedr. Quulde, d. Schwab. Städtebund. S. 71172 u S. 1$6 nr. 7.
Reg. Koch u. Wille, Pfalzgräfl. Regest nr 6715.
192. Notiz aus dem Frankfurter Rechenmeisterbuch des Jahres 1381.
1384 Mai 28. 30
Sabbato ])osl Urbani: 100 guldin, 34 guldin 6 sol. 3 heller unsern (runden
unde dienern zu nachtgelde von drein nachten, alse uns die von Sträspurg gemanet
hant mit der grossen summen uf hern Johan von Verse und sine gesellschafft.
Aus Frank/. St. A. Rechenmeisterbücher not. eh. coaev. fol. 70.
Gedr. bei Quidde, d. Schwab. Stdtcbd. nr. 13 als Art. 7. 33
193. Meister und Rat von Straßburg entbieten alle Außenbiirger zum Kriegs-
dienst und Hülfeleistung. 1384 Mai 29.
Wir Claus Bocke der meister und der rat von Strazburg embietent allen
1 Diese Abschrift liegt nicht mehr bei. Der betreffende Brief ist abgedruckt bei Jatissen, Frankf.
Reichscorr. I nr. 43 und behandelt von Quidde, Schwab. Stdteb. S. 62—69.
1384
t und
«5
BjbarfC», die do edellüte sin
conunenlürcn, meistern und meislerin, die oueh unsere bürgere sint, zu den derbolle
kämet, der Ach disen brief zöget, »äs wir Ertetacheft und gutes vermügcni. wir ma-
nent ueli alle und iegliche under ueli hesunder anderwarbe und aber uwers eides,
den ir meisler und rate zu Slrazburg gesworn haut, da/, ieglieher und iegliche under
i'ieh inil alse vil glefen und bercilseliel'leii, alse üch das der botte, der üch disen briet
zöget, vom munde sagende wirt, uns diene oder aber die glefen bi uns zu Slrazburg
mbe an dem samestdag fruge, der nü zi'i neuste komel, und uns damit gebot—
sint and OUfib tünl, also wir in daz danne beleihende werdent. datum die f'esti
penthecostes a. d. 1384.
Str. St A. G U. P. lad. 271 nr. 5. or. mb IU. pat c sig. in v. impr. del.
I!)l. Aufzeichnungen [vom Stadietage zu Speier.]
[1384 Ende Mal],
Gedenkent, das ieglieher lail beliben sol bi siner stiller, geruweter, nützlicher
?ewer, [Correctnr : von irre gütere wegen] als si das bis uf disen hutigen taginne-
gehept, genossen und besessen hant, es si lehen, aigen oder pfand äne geverde.
Und sol ouch kain tail dem andern das entwerren, irren noch hindern äne recht
in dehain wisfl ane geverde.
Gescheche es aber, da got vor sie, das sol derselb, der das getan hat, ze stund
widerkere, und sol die partie, in welher derselb ist, denselben darzü. halten unverzo-
genlich, das das bekert werde.
Wölte denne derselb das aber nit keren, so Bullen die andern partien alle vor
lierren und vor stetten samentlich und besunderlich unverzogenlich darzü tun und
helfen mit der mäht an die oder den, die das getan betten, das si genzlichen wider-
kerent, was also geächeehen were, äne geverde. wenne das denne bekert wirt, dücht
denne denselben, der das getan hett, das er icht daran ze sprechent hett, das sol er
astragen mit dem rechten.
Ouch sol kain tail des andern tails burger oder burgerin, gebur oder geburin ze
pfaalburger haben noch enphahen. doch mag ietwedra tail des andern tails In t cnpfa-
liiii bi ainlitzigen personen ze ingesessen burgern. doch, ob si iemans aigen weren
oder lehen oder pfand weren, der mag sie besetzen in des ersten jars trist, als es
von aller herkomen ist, und sol man si davor nit schirmen.
Weren es ouch naehgend vogtlüd und das man das bewisen ni(M)t mit der hofjun-
gern, die in den hol' gehören!, da er ingehört oder mit sinen neclisleii (runden in
jarsfrist, nachdem als er burger wirt, der (den) sol man ze haider site ouch nit
schirmen.
Würde ouch ieman burger, von wederm lail das were. die iren herren oder ir
henen ampllülen oder andern von iren wegen versworen oder verbürget hetten. da sol
man si vor och nit schirmen, were aber, das si lognoten der aide oder der burgsehaft,
mag si denne der, der dem oder den ziisprichet, es sie der herre ritter oder kneeht
oder ir ampllül von iren wegen, bewisen mit lantgeiielit/.liriefen oder mil brieten, daran
116 1384
zwaiger biederber manne pinsigel, haften oder laien, anhangen!, die wäpens genoss
sind, oder ains herren ritter oder knechtzamptman mit zwein erbern mannen zu
in, die des zu den hailigen sweren sullen : und damit süllen si bewiset sin.
Were och, das dehain phafT burger wurde, in wederm tail das were, die gotz-
gaban von weltlichen luten hetten, die sol entwedra tail nit schirmen noch ze burger 5
enphahen vor demselben sinem lehenherren.
Ouch were, das ain burger usser ainer stat in ainer ander stat burger wurde,
der sol sich in dieselben stat hüslich und heeblich ziehen, und was in anzal stwran,
zins oder frevlinan begriffen hett in der stat, da er usgefaren ist, das sol er usrich-
ten, mag man in des bewisen, mit geswornen raten oder richten) der stat, da er us- 10
gefaren ist.
Str. St. A. ÄA. 132. conc eh.
Gedr. Quidde, der schioäb. Stdtebd. S. f204 nr 9. — Ebenda noch einige derartige Auf-
zeichnungen aus andern Archiven ; auch die oben abgedruckte ist der Sprache nach
keine Straßburger, sondern wohl eine schwäbische Aufzeichnung. i5
195. Straßburger Gesandlenauf Zeichnung für einen Städletag zu Speier.
[1384 MaiiJuni.]
Wo zwene mitenander zu tünde hant, die in unserm bunde sint, [überge-
schrieben: oder sus zwene, die nit in unserm bunde sint] welre danne under in die
sache uf unsern bunt kommen wil, da sol man dem andern uf den selben nit be- 20
holfen sin.
Item daz man uf der entwurte blibe, daz wir die Juden behaben wellent die zil
uz, alse sie briefe von uns hant ez were danne, daz etliche mütwillekliche von uns
kommen woltent, die süllent uns noch dienen, alse die selben briefe wisent.
Item wil die pfafheit zu Worms der sachen komen uf den bunt, so sol man die 25
von Worms underwisen, daz sie ez uf nemment, wil ez aber die pfafheit nit uf den
bunt kommen, so sol man den von Worms sagen, daz sie uns die nammen und die
sie enthaltent allesamment gescriben gebent.
Item die botten süllent vollen gewalt haben von der vier groszen und dez Zolles
wegen zu Manneheim. 30
Item von der zweier grafen wegen ist uzgetragen.
Item man sol reden, daz man uns die 1400 güldin widergebe oder uns den zol
lasze zu Höhste, untz daz wir sie da ingenement, alse ez öch geretde ist oder uns
aber reht dar umbe vor dem gemeinen bunde tünt. woltent die von Franckenfurt
dez allez nit tun, so woltent wir gedencken, wie uns unser gelt werde, und wellent 35
nit me zu tage, da die von Franckenfurt sint. [ausgestrichen ist: item der ander teil
müget 700 güldin dar vür werden, daz man sie nemme].
Item von Gerien von Entzberg uzsagendes wegen süllent wir tun, waz die
andern stette tünt.
Item von Schencke Eberhartz wegen sol man den botten gewalt geben, sider ez *o
der von Franckenstein uf den bunt kommen wil, und öch von Schencke Eberhart
1334
117
mü der von Fi-mk kcnfurt wegen ob ez zu gütlichen dingen braht werden
mi'ige mit den von Franckenfurt also ist ez, daz die von Franekenfurt von unserre
1400 güldin wegen lant bescheidenheit widerfarn. [Hier ansgestr: item von der von
Zürich und der waltstetle wegen, die sol man nit in den bunt nemmen ; item der
i ander teil, sider si den bunt geswürn hant, daz man sie danne öch da bi lasze
bliben ; item dritteil, daz unser hotten süllent erfarn, waz der rineschen stette mei-
nunge dar umbe sie und uns daz widerrumbe sehribent und wir uns danne da
nül dar nach rihten ; item dez brücke zolles wegen zu Germersheim sol man den
von Mentzc scriben, daz sie Heinrich zum junger und die andern, die da bi warent,
in uf den dag sendent].
Item von dez von Sulms wegen, da ist ein fride. item daz man eine reche-
unge von dez bundes wegen tu.
Item von [ausgestr .- Heinel Stoffen] Lowensteins wegen.
Item von dez anlaszes wegen zwischent den von Mentze und Worms und
Spire.
Item von der von Nördelingen wegen.
Item von der münszen wegen, do sol man drie und zwentzig grot goldes dar
uf slahen und ein grot spisen.
Item von der von Zürich und der waltstette wegen daz sol man erfaren,
2o waz der stette meinunge sie, und daz süllent uns unser botten verschriben.
Hein von der sylberin münszen wegen, do duhte uns gut, wie daz herre und
tette gedencken söllent, daz man sü also gut mache, also sü von alter her gewesen
st vor 30 joren oder me. und wo man sü krencker slüge, daz man sü do mit
eme.
Item von dez ungeltz wegen . . .
bruckegelts wegen zu Germersheim . . . uf Marcus dag zu Germersheim oder ApHiiz.
h Lamslieim. [ohne Datum].
Str. St. A. G. O. P. lad. 168 nr. 11. eone. eh.
196. Oesandleninslruction für einen StMtetag zu Speier. [1384.]
Dise stücke söllent unserre botten reden mit den andern botten, die gen Spire
;& sammene komment :
Zum ersten von grofe Rüprehtz wegen von Naszfiwe, daz sich der unredeliche
gegen dem bunde gehalten het und dem von Sulmisze und andern gegen dem
bunde beholffen gewesen ist und gegen ime uf tagen usz tragen, obe man ime
a.i fürbasz beholffen sin solle oder nit.
Item von unserre glefen wegen, die wir zu Wetzpflor ligende hant, sol man
tuch zu Spire mit den botten reden, daz man die glefen wider heim losze varen.
oltent aber die botten, daz nüt dün, so sol man unser glefen doch heiszen her
Leim varen.
Sü süllent ouch do reden von des kosten wegen, den unser botten zu zweyen
lolen gehebet hant, die do getedinget hant zwüschent dem hertzogen"von Osterich
•118 1384
und den waltstetten ; dez selben kosten ist sehste halphundert güldin one güldin und
fünf pfunde pfenninge und eine unlzc.
Item von der 1400 güldin wegen, die uns von der von Frankfurt werden
söllent.
{Nach einer Lücke auf der Rückseite desselben Bialles] :
Item Germersheim daneben dem hertzogen und Wecker von Bitsche mit dem
lantvogte.
Item die fünfe süllent den buntbrief vür sieh nemmen von unserre und der
von Worms manunge wegen und öch von dez hertzogen wegen.
Item daz unsere botten dar uffe süllent bliben, alse der swebesehen stette botten 10
ire manunge hant abegeseit.
Item daz man botten sol in daz her senden die vestin zu besehende und das
volk zu ordenende.
Item daz unsere botten uf dem dage zu Oppenheim sagent, daz wir unser an-
zal werene gehorsam gewesen unser anzal zu der von Worms gelt zu gebende, l5
und daz man öch da an den seber erfare, waz der zol zA Mauneheiin gölten habe.
Item unser botten süllent da öch reden von grafe R&prehtz wegen von
Naszowe.
Item daz unser botten uf dem dage redent, waz die andern stette tönt von
botten uf der fürsten dag zu sendende, daz daz öch unser guter wille ist. 20
Item man sol die von Hersfelden nit in" den bunt nemmen.'
[Grosse Lücke].
Item den von Kirckel sol man in unser stat trösten vier tage nach unserre
gewonheit und vür anfallen vür menglichen.
[Für sich auf der Rückseite des andern Blattes] :
Zum eisten als die von Wormsz solich gelt wegen, als yn die stetde von yres
zolles wegen sollint gebin, ander den Juden haut gnonien.
Item als die von Mentze grave Ruprecht einen dag bescheiden.
Item von der manunge wegen, als die swebischen stetde die rinschen stetde ge-
mant hant. 80
Item von Moisze von Bretheim 2 des Juden wegen.
Item als unser herre der hertzoge mit der von Spiro frunden geretd hat, dag
mit den fursten zu leisten, dar umb man die von Spire ein entwurte soll lassin
wissen.
Item als der von Franckenfurt frunde geretd hant von der von Herszfelden !
wTegen, das ein richs stad ist, in den bunt zu nemende.
Item als die swebeschen stetde verschriben und gebetden sint irre manunge
junns. ein offslag zugeben biz off sant Johans dag baptisten.
Str. St. A. G D. P. lad. 168 nr. fasc. 11. conc. chart.
1 Vergleiche die Urkunde vom 12. October 1383.
* Vgl. dazu den Brief Wenzels an Slraßburg vom 10 October 13S4.
1384
Hfl
1!)7. Aufzeichnungen com Städtetage zu Speier. [1884 M tri/ Juni.]
Von grofe Johana von Naszöwe und der andern Herren wegen, die zu uns ver-
I den sin! und wir gemant band, SÖllent unserre holten reden us/, der abe^eschrift,
die in dirre laden ist, also wir den von Menlzc geschriben hant, unde sollent der
andern statte botten rede dar umbe verhören unde daz her wider bringen möhtent
oder sii zu bringen, daz man mit den selben herren usz den banden kerne, daz
wer uns liep.
Item von der von Wormcsze Zolles wegen . . beduncket uns mit, daz wir in
denheinen wacher geben sollent, sider wir unser anzal in allewegen gehotten hahent.
wolle sü aber domitte nül benagen, so beduncket uns, daz wir in ouch domitte den
vollen tönt, daz wir in dieselbe saehe bietent wider äffe ire eytgenos/.en zft
körnende.
Hein von der von Basel wegen.
[Nach einer Lüche auf demselben Blall] :
Hein wellent die von Menlze ire botten zu irem byschofe senden von des Zol-
les und unserre viertzehen hundert güldin wegen, so sollent unserre botten gewalt
h.in ouch do hin zu rytende in des gemeinen bundes koste, ouch süllent sü reden,
daz wir mit nie unserre botten uff tage senden wollen, uns sient denne vor die
selben giildin uszgerihtet.
Unserre botten sollent mit den stetten reden von Hennin Ströfen wegen, den
der bertzoge enthaltet unde von Jerygen wegen von Entzeberg, den der marggrafe
enthaltet, wellent do die von Spire botten zürn hertzogen schicken von Ströffen
wegen, so sollent unsere botten ouch mitte ryten.
Item von Herman Boszes wegen sollent sü reden mit dem von Spanheim ;
kan uns nüt ein langer fryde werden, daz man danne gedencke, wie daz man
dar zu [tu].
Ilem von des geltes wegen, daz die von Wormesze und die von Spire Ströffen
gent, sollen! sie heflekliehe mit in reden.
Item von unsers kosten wegen, den wir mit unsern botten hant, die wir daz lant
uff hant geschicket, daz uns den der gemeine bunt bezale.
Hein unserre botten sollent ouch zii Mentze oder z5 Spire vordem eine abege-
schrift, waz wir stette gebunden soltent sin grave Johan von Sponheim ze tönde
und süllent uns die bringen, wände wir die nüt enhant.
Wir hant ouch dise herren allesament gemanet vür Lowenstein zu körnende
und waz die dato der selben manungen an dem ersten samestdage nach sant Ur- n«> **
bans dage: zftm ersten grafe Rüpreht von Naszowe ; item graf Jöhan von Naszowe:
item grafe Symont von Sponheim; item frowe Ilyan von Tan; Dietherich Camerer
von Worms und Johana von Tan, item Schenck Eberhart von Erpach.
[Ganz unten auf der Seile] ;
Hein lieben herren gedenckent an Stephans dez schribers sun, der öch Ste-
phan heiszet.
Str. St. A. Q. U. P. lad. 168 nr. II. or. conc. eh.
VI.
16
120 1384
198. Auszug aus einer Aufzeichnung vom Städtelage zu Speier- Heidelberg.
[1384 Juni 2.]
[Art. 3.] Auch sullent die botden an ire rete brengen : umbe alle stucke, die
sie anlangende werdent, das da die minnesten stiemen den meisten volgen, und
das die von Mencze und von Strasburg dri stime haben, die von Wormesz, s
Spire und Franckefurt auch dri stimen, die von Hagenauwe und Wissenburg eine
stime, die von Sliczstad und Ehenheim eine stieme, die von Frideberg, Wetflar
und Geilnhusen auch eine stieme.
[Art. 4.] Auch ist der beiden meinunge : wer ez, daz die von Strazburg oder
des riches stetde umbe sie in der gegen mit iemant iet zfi schickende gewunnen <o
in der art, daz denne die mit eine sich darin arbeiten, daz die sache zu tagen
kerne und fruntlich oder rehtlich hingeiaht werde, ob man möge, e danne deheine
derselben stetde sich erkente und manunge dete ; mohte es aber also nit hingeiaht
werden, das danne iegeliche stad ire erkentnisse und manunge dun möge nach usz-
wisunge des bundes ; und das die von Mencze, Wormesz, Spire und Phedersheim 15
desselbenglichen, ob es darzü kerne, auch dun, und die von Franckefurt, Friede-
berg, Wetflar und Geilnhusen dem, als vor ertüt ist, auch nachgen sollent, ob ez
dazu kerne.
[Art. 7.] Auch umb den tag als uf hüte den dornstag zwuschen den Waltstetten
und beiden bünden darumb sollent uns die Swaben lassen wissen, wie man von 20
demselben tage scheiden wirt.
Nach Vorlage aus dem Münchener Beichsarchiv gedr. Quidde, der schwäb.-rhein Stdteb.
S. 212.
199. Metz an Straßburg : bestätigt den Empfang eines Briefes und berichtet
von Truppenansammlungen in der Metzer Gegend. Metz [1384] Juni 2. 25
Honorabilibus viris sapientibus et omni honore dignis domino Nicoiao dicto
Bocke ' magistro et consulibus civitatis Arg. magister, scabinus et tresdecim jurati
civitatis Metensis nostram amicabilem salutem. bene vidimus ea, que nobis scrip-
sistis. unde placeat vobis scire, quod gentes societatis sunt ad tres leucas prope civi-
tatem nostram et possunt habere circa sexcentas lanceas et totidem bonos bellatores. 30
et comes sancti Pauli et episcopus Metensis eius frater recesserunt de nostra civi-
Junn. täte prima die huius presentis mensis junii et possunt habere centum lanceas et se
traxerunt versus societatem. et dicitur, quod veniunt post prenominatum comitem sancti
Pauli et episcopum Metensem de regno Francie multe societates gentium armorum
militum et scutiferorum et nescimus bene eorum intentionem, nisi quod aliqui dicunt, ■
quod intendunt ire versus Alsaciam. et nosmet timemus nos et extra, quia nobismet
iam intulerunt multa dampna. altissimus vos conservet. scriptum Metis die secunda
dicti mensis junii.
Str. St. A. AA. 81. lit. eh. el.
1 Vgl. den Brief Claus Bock's an Mainz vom 24. Mai 1384.
1384
121
800. Di»' Städte Mainz, Sl nisslnirR u. s. w. bekennen, dass sie Bischof und Stadt
zu Basel, die in den Hund der Städte Regensburg, Augsburg u. s. w. getreten sind,'
als ihre Kidgenossen behandeln werden, da diese Städte gelobt haben, ihnen in Folge
deren Aufnahme mit 14 Glefen mehr als bisher behülflich zu sein. Es siegeln die
Städte Worms und Speier. (das Datum fehlt.) /.;s / jUni 1 oder 2.]
Nach dem Regest bei Visclter, Schwab. Städlebund aus dem Basler St. A. — Reg. Boos,
Worms. Urkb. II, 850.
201. Bisehof Friedrieh von Strassburg an die Stadt: uns ist botschaft kommen,
da/, ein grosz volck lige umb Gorse by Metze von Walhen. was ir meynunge sy, das
wissen wir nit. wissent ir üt aber dovon, daz lont uns wissen. . . . geben zu Benefelt
des sündags vor unsers herren liehnams dag. Benfeld [1384 Juni 5].
Str. St. A. AA. 1410. or. eh. I. cl.
202. Bischof Friedrieh von Strassburg an die Stadt teilt mit: daz wir den grefen
von Salweiden gar ernestlichen. . . verbotschaftet hant und hat er uns wider ver-
schiihen, daz er ainen friden halten welle unlz sant Miehahels tag riehst kommende und
hat uns gebetten, daz wir vor yn und die synen vür den friden sprechen. (Bittet um
liiichdusserung.) geben zu Zabern dez fritagez noch unsers herren fronlichnams tag.
Zubern [1384:"- Juni lO].
Str. St A. AA. 1410. or. eh. I. cl.
203. Bisehof Friedrich von Strassburg an die Stadt: lant uch wiszen, daz uns
botschafft als hüte frü ist kummen, wie daz der von Fersches \Vergy\ mit funff hun-
dert pherden welle daz Bruschdail her yn in diz lant. und ist ir meynunge, als uns
geseit ist, über die von Groszstein, und istz, daz ir ut darzu dun wellent, daz lant
uns unverzogenlieh wizzen. scriptum Benfeit feria 2 post .luhannis et Pauli.
Benfeld [1384 (?) Juni 27).
Str St. A. AA. 1410. or. eh. Ut. cl.
204. Die Straßburger Gesandten an ihre Stadt: berichten von der Städteter-
sammlurig zu Speier. Speier [1384 gegen Ende Juni].
Die botten ausz Spire: dasz die von Nurenberg bi inen sint und mit namen in
iren bont komen sint. sie wissen nit eigentlich, obe desz kuniges fursten mit namen :
der marggraf von Merhern, der herzog von Teschin, der herzog von Bryge und der
lantgraf von Lichtenberg koment oder nit und dasz herzog Ruprecht gar gnädiglieh
und fruntlich zu allen Bachen redet, die botten seind vom konig komen und haben
' Dieser Beitritt ist laut Urkumle des Basl. St. A. erfolgt am 1. Juni 1384. (Vischer nr. 311.)
8 Vgl. zur Datierung den Brief Kg. Wenzels vom 39. Augutt 1384.
133 1384
dem herzog alles erzelet. die schwäbischen und rinischen städt schicken ire hotten
auch zu im., seind der Stadt hotten im nammen des bunts uf dem Rhein bei dem
kunig gewesen, wie es zu Franckfurt und Maintze bescheiden war.
Aus Wenckers excerpt II, 491 (Sir. St. Bibliothek mit der dort gegebenen ungenauen Schrei-
bung.) Gedr. D. B. A I. nr. 240. vgl. dort die sachlichen Notizen. ä
Beg. Koch und Wille, pfalzgräfl. Beg nr. 4543. — Vgl. Quidde, Slädtcbund S. 104. ff.
205. König Wenzel an die rheinischen Städte : fordert auf ihre Boten nach Speier
zu schicken, damit er sie bei seiner Ankunft dort versammelt finde. datum Nuren-
berg feria sexta post Petri et Pauli apostolorum anno domini 1384.
Nürnberg 1884 Juli 1. <o
Str. St. A. AA. 107. cop. eh. coaev. mit Versenduiigsschnitten.
Gedruckt DB A. I nr. 241.
206. König Wenzel befiehlt den rheinischen Städten ihre Bundesstaat Worms
anzuweisen, sich jefflicher Feindschaft gegen ihren Bischof Eckard zu enthalten.
Beraun 1384 Juli 5. 15
Wir Wenczlaw von gots gnaden romischer kunig zu allen Zeiten merer des
reichs und kunig zu Beheim empieten den burgermeistern, reten und burgern der
stette: Mencze, Strassburg, Speire, Frankenford und allen andern romischen stetten,
die zu yn gehorent unsern und des reichs lieben getruwen unser gnade und alles
gut. lieben getruwen. wir haben vormals dem burgemeister, reten und der gemeinde *«
zu Worms geboten und geschriben bei verlust aller irer rechte und freiheit, das sie
den erwirdigen Eckard, bischoff zu Worms, unsern fursten und seine pfaffheit do-
selbest unsere lieben andechtigen umbeschediget sollen lassen, sie hetten es denn
vor uns mit dem rechte vor uzgetragen. darüber dieselben bürgere zu Worms, die
egenanten bischoff und pfaffheit, als vor uns komen ist, angriffen und beschediget 2i
haben und darüber auch die rete bürgere und stat zu Worms vor unser hoffgerichte
geladen sey. und wenn ir wol wissent, das nyemand dem andern gewalt one recht
tun sol und ouch das in solicher einungen, die wir nehest zu Heidelperg czwischen
unsern und des reichs fursten und den gemeinen stetten gemacht haben, gelobt,
gesworn und verbrieft ist, das yederman, geistlich und werltlich bey freiheid und •<•
rechten beliben sol ungehindert als^das von alter herkomen ist. dovon ermanen wir
euch alle und ewer igliche besundern der egenanten eynunge und gebieten euch
auch ernstlichen bey unsern und des reichs holden, das ir die vorgenanten burge-
meistere, rete und bürgere zu Worms weiset unde ernstlichen darzu häklet, das sie
one verezog und Widerrede den vorgenanten dem bischoffe und seiner pfaffheit 35
werltlich und geistlich solichen frevel, schaden und irresall abetun und widerkeren
und sie auch bey iren alten rechten und fryheiten, als die von alterherkomen sein
und von unsern vorfarn an dem reiche und uns brieffe darüber haben furbas bey
yn wonen und getruwelich bliben lassen und also in den Sachen bescheidenlichen
gefarent und tun, das wir mit des reichs rechten darzu nicht furbas yn durch recht 40
1384
l'j:s
lenumen aoruen sein, bis wir buch der egenanten stat zu Womit ronderbchen do-
ruber geschriben haben. gehen zu Herne des dinstagefl nach -ante Peten und
Pauls tage unser reiche des beheimischen in dem 2'A und des römischen in dem
!) juren.
Per dominum Jodocum marchionem
Moravie Wlama de Witcmul.
Str. St. A AA. 107. or. mb. I. put. c. sig. impr. in vers.
207. Wetzlar' an Sirassburg: bittet auf dem bevorstehenden Speirer Tage
cräftig dafür einzutreten, dass ihnen Bundeshülfe gegen die von Söhne gesandt
rerde, da sie sieh in grosser, nicht länger allein abzuwehrender Bedrängnis befänden.
Auch möchten sie ihren [Baujmeister Bürgelin nach Wetzlar schicken, damit er
Schloss Braunfels besichtigen und den Städtenboten zu Speier Vorschläge machen
cönne. datum ... in crastino Udalrici episcopi. fi:i.s4 Juli] ß.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 C fasc. 1. or. eh. I. d. e. sig. i. v. impr. del.
211!!. Bischof Friedrieb von Strassburg an die Stadt: teilt warnend mit: daz
terre Dieboll von der Ni'iwenburg und andere Wale in daz laut zu Klsasz ziehen
vvellenl uf den zinslag noch sanle Margareden dag und grosse houll'unge sie und die j„u i».
tigenl by Espinal uff der Musein . . . geben zu Zahern des inendages vor sanete
Margreden tage. [Zubern 1X84 Juli 11.]
Str. St A. AA. 1410. or eh. I. d.
20!). Notiz aas dem Frankfurter Rechenmeisterbuch des Jahres 1384.
1884 Juli Hi.
Sabbato posl divisionem apostolorum; item K) gülden 5 groeze
lonczen Verer [oder Berer] und) grüne und wies doch zii kugeln, alse man gein
'ilsaszen reisen wolde, den gesellen.
Aus dem Frankfurt St. A. Rechenmeisterbücher not. eh. eoaev. fol 54''.
(inlr. Qttidde, </. schwäb, siatcb. als Art 11.
210. Bischof Friderieh an Sirassburg: laut ach wissen, daz uns ernestlielien
botschafl kommen ist, wie daz der von Vyrsey eine holl'unge habe uf zwey hundert
jleven bynander. und ligent die umb Dunyfer und wellent uns und och und da/.
1 Vergl. tu dieser Mahnung die bei Quidde, d. schw. Stdteb abgedruckte Xnti: uns den Frankfurter
Rechenbüchern S. 918. ort. 12: Sabbato post Marie Magdalena [1384 Juli 23]: IJM/i gülden virze-
reten Heilman von Spire und Johan Kranich «ein Weczflar mit 24 pherden drie dage von des ge-
l ei neu bandet wegen, alse die von Mencze ire frunde midde schichten, die von Weczttar zft
bidden, alse sie gemanet hatten, die manunge nfzrtslahen.
124 1384
lant schedigen ... Er selbst und seine Freunde werden sieh daraufhin rüsten und
bitten Strassburg desgleichen zu thun. geben zu Zabern uf mitwuehe in der
naht vor sanct Arbegastes dage. [Zabem 13841 Juli 20.]
Str. St. A. AA. 1409. or. eh. I. d.
211. König Wenzel bestätigt die zwischen den rheinischen und schwäbischen s
Städten einerseits und den Fürsten und Herren anderseits abgeschlossene Heidel-
berger Stallung. geben zu Heydlberg nach Crists gepurt 1384 an sand Jacobs tage
unser reiche des beheim. in dem 22 und des rom. in dem 9 jaren.
Heidelberg 1384 Juli 25.
Str St. A. 0. ö. P. lad. 48/49 fasc. 1. cop. eh. coaev. (beschädigt.) io
Gedr. D. B. A I, nr. 244 Ebenda Aufzählung der übrigen Druckorte
212. Heidelberger Stallung : Die Städte Mainz, Strassburg und Frankfurt für
sich und alle andern Städte des rheinischen Bundes und Augsburg, Nürnberg und
Ulm für sich und alle andern Städte des schwäbischen Bundes bekennen, dass
König Wenzel zwischen ihnen einerseits und den Fürsten und Herren : Erzbischof ■*
Adolf von Mainz, Erzbischof Friedrich von Köln, Pfalzgraf Ruprecht demalten, Herzog
Leopold von Oesterreich, Burggraf Friedrich zu Nürnberg, dem Herzog Wenzel von
Sachsen, dem Landgrafen von Nassau, den Markgrafen von Meissen, den Herzögen
von Baiern, dem Grafen Eberhard von Württemberg, den Bischöfen von Strassburg,
Bamberg, Würzburg, Regensburg, Augsburg und vielen andern geistlichen und weit- 20
liehen Fürsten und Herren, die sich zu dem Könige vereinigt haben, anderseits
eine Stallung gemacht habe von jetzt bis Pfingsten und von da über 3 Jahre, durch
welche alle Teilnehmer verpflichtet sind, sich einander gegen Raub, Mord, Brand
und unrechtes Widersagen zu schützen und zu helfen. der geben ist zu Haidel-
berg des nechsten zinstags nach sant Jacobstag . . do man zalt . . 1384. &
Seidelberg 1384 Juli 26.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 a. cop. eh. coaev. (lange Papierrolle) : A. Ausfertigung der
Städte. B. Ausfertig, der Fürsten.
Aeltere Drucke: Schaab II, 231. unvollständig. — Lünig, part. spee eont. IV, 1, 35. —
Weneker, appar. 246. (unvollst.) — Vollständiger Abdruck unter Heranziehung der or. 30
u. cop. anderer Archive : D. B. A. I. 438 nr. 246
Beg. : Vischer, nr. 219. — Janssen, Frank. Beiehsk In r. 44. - Scriba, Hessische Beg. nr.
3345. — Mossmann, Cartulaire de Mulhouse I, nr. 334
213. König Wenzel giebt den rheinischen Städten [ohne Aufzählung derselben]
einen Main-Zoll von 4 alten Turnosen für jedes Fuder Wein und andere Kaufmann- 35
schaft, bis die 6000 Gulden dadurch bezahlt sind, welche sie ihm beim Abschluss der
Für dies Jahr entscheidet, daß 1384 der Tag vor St. Arbogast ein Mittwoch ist.
1384
Heidelberger Stallung für das Reich gelieben haben.
c.iisics geborte 1384 des donrestages nach S. Jacob.
125
gebin zu Wonnszc Bach
Worms j:tS4 .hil, M,
Aus Fruuhf. St. A Boch des Bundes f. 78 nr. 2C8. cop. eh. coaep.
0*dr. 1) H. A. 1 pg 440. nr 248.
liegest Janssen lt. K. I, 77 nr. 45.
214. Aufzeichnungen für einen StMletag zu (Speier). [1384 Sommer.]
Wir die bwgermeistere und der rat der stat etc. lan dich 061er von Entzberg, Oeorge von
Enlzbcrgund Malitolff von Meinsheim wissin, daz uns der horhgeborn furste und lierre
hertzog Ruprecht etc. geinant hat von der eynunge und verbuntnissc wegen, soder aller-
durchluhtigestc her Wentzlauw romscher konig, unser gnediger herre zwuschen für-
ten, herren und uns stetten gemacht hat, daz ir ynn und die sinen geschediget
babent mit roup und mit brande, und daz daz geschehen sii gein Entzberg uz und
ynn. und dar umbe so wollin wir uwer und uwere helffere und der vesten zu
Entzberg vyende sin und dez obgenanten hertzog Ruprecht helffere und wollin ouch in
iä dez selben hertzog Ruprecht fryden und unfryden sin und wollen uns dez mit die-
Isem brieff gegen uch bewart han etc.
Gedencket obe der hertzog uns die stetde für Entzberg furbaz manendc wurde
und daz wir drye scheideman darezü geben müsten. darezu sollint die von Strasz-
burg und die andern obern stetde eynen geben die von Mentze, Wormse und
30 Spire ouch eynen und die von Francken und die andern wedereybeschen stetde
Iouch einen scheideman geben, als daz die botten uberkomen hant.
Item gedenckent an die rete zu bryngen, wie man mit den herren, die jun-
eher Johan von Soburg gesessin sint, als sie daz begernd eynmütig solle werden,
daz sie uns und den von Wetslar wider denselben juncher Johansen beholffen
sien. gedenckent, als die von Frydeberg uns und die anderr stete bittende sinl
ynn 3000 guldin zu lijhende.
Item von der geschichte wegen, die zu Nordelingen an den Juden geschehen
st, wie daz solich uffleuffe und geschichte in unsern stetden versorget werdent.
Item daz iglich stad ir anzal dez geltes an den 0000 guldin von dez Zolles
egen zu Hoeste gein Mentz solle schicken hie zwuschen und unser vrouwen tag stpibr. t.
ativitatis.
Str. St. A. G. U. P. lad. 1G8. conc. chart. coaev.
215. Basel an Str assbar g: enbüten wir Herman von Ramstein ritter, bur-
burgermeister und der rat der stat Basel unser guten früntschaft und willige dienst
::.-, allezit bereit und lassent üwer guten früntschaft wissen, das für uns bracht und
,umcn ist, wie das der erwirdige herre, lierr Jobans von (Vhsenstein, tömprobst
ler stift ze Strasburg und in Elsas, unsre herren von Ostrieh, lantvogt, üwer
rarger, eine grosse Bamminge werbe und die uf disen nechsten mentag ze Vol- Augmit.
Loltzheim bi Brisach haben solle, mit der er den erwirdigen in got vatter und
126 1384
unsern herren Ymer von Ramstein, bisehof von Basel und das bystiime, die doch
zu uch und andern stetten und uns in den bände gehörent, nimmer anzegrif-
fende mit gewalt und ze schedigende . . . Desshalb bitten sie den Herrn von Ochsenstein
zu besenden und ihn zur Einstellung seiner feindlichen Massnahmen zu veranlas-
sen, datum feria 0 post Jacobi apostoli anno 1384. 1384 Juli 2U. 5
Str. St. A. AA. 1410. or. mb. I. cl. (stark lädiert, schlecht zu lesen.)
216. Ruprecht der Aeltore, Pfalzgraf bei Rhein an Strassburg: sendet diewile
ir die nehsten gelegen sind» mit Begleitzettel vom :!0. Juli folgende Mahnung an
die rheinischen Bundesstädte, ihm sofort zu schicken: fünfzig mit spieszen wo]
erzöget lüte, daz sü sind für Entzberg von dunrestage nehst kompt über viert- io
Aug. y«. zehen tage, daz ist uf den dunrestag nach unser frowentag assumptionis nehst
kompt, uns daz hus helffent zu besitzend, wann wir du stete in Swaben, der wir
ouch wol darzü bedörffend ouch also ernianel haben, und wellen uwers Volkes
also warten, und land uns des mit antwurte wider wiszen. datum Heidelberg
feria sexta post Jacobi anno 84. Heidelberg 1384 Juli •><>. is
Str. St. A. G. ü P. lad. 48/49 B. cop. eh. coaev.
217- Esslingen an Straßburg .• sendet Abschrift eines Briefes des Pfakgrafen
und erinnert an den letzten Städteabschied. 1384 August l.
Unser dienste und waz wir eren vermögen voran, lieben frund und eytgenos-
zen. wir senden uch ein abgeschrift besloszen in diesem hriefe dez briefes, den uns »
unser herre der hertzog geseilt hat. nu weisz uwer wiszheit wol, wie unser und
ander stette botschaft von Swaben von uch und den andern stetten von Swaben
gescheiden sint: wer, daz manunge ofTstünde oder geschehe von unserm herren
dem bischoff von Meintz, von unserm herren dem bischoff von Straszburg oder
von unserm herren dem hertzogen von Heidelberg, daz ir und die andern stette -'■'>
von dem Ryne uns darynne verdreten soltent und uwers volkes als vil darzü
schicken soltent, alz uns stetten zu Swaben gebürt nach der eynunge und stallunge
sage zu dem volke, daz uch stetten an dem Ryne darzü gebürt. darumb so bitden
wir uwer ersamen wiszheit mit allem flisz und ernst, daz ir darzü uwer bestes
kerent, daz daz von üch und den andern stetten an dem Ryne, unsern eytgenos- 30
zen, vollegange und daz daz nit gesümet werde unser halbe, da dunt ir uns und
allen stetten besunder frunlschaft an. und lant uns herumb uwer verschriben ant-
wurt wider wiszen hy diesem botden. datum feria seeunda post festum seti
Jacobi.
Von uns dem burgermeister 35
und dem rat zu Esselingen.
Str. St. A. AA. 118. or. ch l. cl. (ohne Aufschrift.)
1384
127
2Iii. König Wenzel au Strassburg: beglaubigt seine Räte Jobann von Krigchiu-
gen und Heinrich von Schedcr zu mündlichem Auftrag. f'cria 5 posi Laurentü.
[1984 August II.]
Sir. St. A. a. d. Saul I. VIII nr. 9H. or. ch l. i. c. sig.
Im Auszug gedr. 1). lt. A. I. 454 not. 5.
II
21!). Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: bat durch seinen Oheim
von Sarbrücken erfahren, . . . dazeine grosse hoff&nge sy bint gewesen oder die naht,
die kuinl, zu Ollerburg uf 800 gleven. do wisset och noch zu richten, wenne öch
ienian weis, was su wellent. geben zu Zabern uf zistag noch des heiligen ern-
o les (läge. Zabern [1SS4 (?) August Ui}.
Str. St. A. AA. 1411. or. ch. 1. cl.
220. König Wenzel an Strassburg: uwere briefe, als ir uns gesaut habt, haben
,ir wol verstanden und lassen ach wissen, das wir dem edeln grafen Heinriche von
Sarwerdo unsere ernstliche briefe gesant haben, das er uch und dem von Ohssenstein
imbe Bolichen schaden, als er uch getan het, gliche tii und die gefangenen lidig und
los lasse und von uch das rebte neme und in daran genügen lasse, als wir uns
jetruwen. geben zu Bastenache des mentages vor sant Gilgen tage unser riche
les beheim. in dem 22 und des romischen in dem !) jaren.
Bastenach l.'iS4 August 29.
Str. St. A. AA. 107 nr. 81. org ch.
„ ,
all. und den Herren von Enzberg und ihren Helfern, welche dem Pfalzgrafen die Hurg
Enzberg zur Niederlegung übergeben haben, eine Sühne, in welche auch einbegriffen
sind die rheinischen und schwäbischen Bundesstädte. Enzberg 1384 September l.'.
Str. St. A. G. D. P. lad. 1R8/169. cop. coaev.
lieg. Koch Wille, lieg. d. Pfalzgr. nr. 4558. —
Fester, Reg. d. Markgr. v. Baden nr. 1389.
222. Nürnberg billel Slraßburg ebenfalls Werkleute auf die Burg Hornberg
ZU senden. Nürnberg 1.384 September IB.
Unser frewntlich willig dienst wisset voran, lieben freunde, wir biten euch, daz
ir ewer werklewl mit der von Hotwil werklewten sebiket gen Hornberg, daz die und
ander werklewl besehen, ob man die vesten Hornberg bezimem müg mit einem hawse
and daz darzü mit ewer hilfe und ander stet hilfe getan werde, daz uns gemainen
jteten niilz und gut sey und daz sie also uff der egenanten vesten besezzen werden.
geben zu Niiremberg unter der von Nuremberg insigel von unser aller heisse
i wegen feria ."> proxinia posl exaltatioitem sanete crucis anno St.
VI. «
-128 1384
Von uns gemeinen steten dez pundes zu Swaben, als wir jetzo zu Nüremberg
beyeinander sin.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 '>. läse. VII. or. mb. lit. cl c. sig. % v. impr. dcl und
Adresse.
223. Nürnberg ersucht Straßburg mit Zustimmung der versammelten sc/iwäb- -r>
ischen Städte um Freilassung des gefangenen Juden Ismahel.
Nürnberff 13S4 September Iß,
Unser frewntlich dienst wisset alle zeit bereit voran, besundern lieben frewnde
und eydgenossen. ez sind ewer und unsere freunde und eidgenossen,1 die von
Auchsburg in clagsweyse für uns komen und hant uns in guter Htasse in manungs- '»
weyse zu gesprochen, wie daz ir in einen iren burger Ismahel den Juden gefangen
habent, als wir daz vormals müntliehen und auch mit unser erbern botschaft etwi-
dike an euch bracht haben und daz ir denselben Juden noch in swerer und herter
venknusse habent und den ir maint zu schätzen über daz, daz euch dieselben euer
und unser eydgenossen von Auchsburg denselben iren Juden allewegen gern zu einem ir>
gleichen freu ntlichen rechten gesteh heten und noch gern tun wollen, daz aber weder
in noch uns bizher von euch noch nie erfolgen noch erlangen müht, daz uns un-
frewentlichen an euch dünket. dorumb so biten wir euer frewntschaft gar mit ern-
stem fleizz und ymmer durch unser dienst willen, daz ir derselben euer und unser
eydgenossen von Auchsburg mitburger ledig lasset und daz sein widerkeren und n
widertün. doran erzeigt ir uns solch besunder fre\\ nschaft und lieb, der wir euch zu
gut nimer vergessen wollen und auch in sinnlichen und in vil merern Sachen dez gerner
tun, was wir wissen, daz euer Weisheit von uns gevellig und lieb ist. und getrawen
euch wol, daz ir uns des nicht verzeihent und uns alle euch als lieb wollent lassen
sein: als solch mutüng, die ir da maint zu haben, wanne beschech dez nicht, dez wir 25
euer Weisheit nicht getrawen, so besorgen wir, daz uns dieselben euer und unser
eydgenossen von Auchsburg als heftielichen zusprechen und manen würden, dez wir
nicht wol über werden mohten, wir musten andern ewern und unsern eydgenossen
an dem Rein zu sprechen und daz solch infeie dovon ersten möhten, die niht
füglichen würden, dez aber wir euer fürsichtikeit sunderlichen wol gelauben und so
getrawen, daz ir daz darzü nicht komen lasset, und begern dorümb euer frewntlich
verschribne antwürte wider wissen bey disem boten. geben zu Nüremberg unter
der von Nüremberg insigel von unser aller heisse wegen feria 5 proxima post exal-
tationem sanete crucis anno 84.
Von gemeinen stetten dez pündes zu Swoben, als wir jetzo zu Nüremberg bey 35
einander sein.
[In terso\ Den fürsichtigen und weysen den burgern dez rats der stat zu Stras-
burg unsern guten freunden und eydgenossen.
1 Dieser Satz ist bis eidgenossen aus Versehen in Original zweimal geschrieben.
1384
129
Str. St. A. G. U. P. lad. 48(49 ■> fasc. VII. or. mb. lit. cl c. sig. i. v. impr riet. — Ibid. Die
i. elsässcr Mundart umschriebene Copie des Schreibens, durch welches die schwäbischen
Sliiilte aufgefordert werden von Straßburg die Auslieferung der Juden zu verlangen.
Nürnberg 1384. Sept. IS.
224. Jacob Medetrost aus Mainz an Philipps Hans, Altammanmeister in Straß-
burg .- teilt mit, daß die Juden dem Rat zum Dank für seine wohlwollende öesin-
ung 3000 Gulden gegeben haben. [1384 September 27.]
Mine willigen dinsl zuvor, lieber her Philips, als ir mir geschriben hant, daz
( li fürkommcii und geseit sij, daz die jaden zu Meatze durch iren mütwillen der
io slal zu Mentze ein erbere schencke getan haben und in ein mechtig gut gegeben
sollen haben, han ich wol verstanden und lassen uwer erberkeit wissen, daz der
rat zii Mentze ir erbern fründe nuwelingen uz inne rate gein Ulme in Swaben und
in vil andere stede da selbig gesaal hatten von solichir ufllniifTe und geschichte
wegen, als zii Nordelingen und in etzlichen andern steden zi'i Swaben an den Juden
'5 geschehen sint, daz beste zu werben von dez ratz wegen zu Mentze. die selben ir
frftnde wol in die funfflo wuche flz gewesen sint off der stede koste zu Mentze
Hund iiiiib der früntsehafft willen, so quamen off einen dag etzliche Juden von der
gemeynen judescheit wegen zu Mentze in den rat und brachten in eime seckelin
an dez ratz wissen dru düsent gülden und schanckten die dem rate ane alle bete
M iiiiib ilcz willen, daz sich der rat mit ir vorgenanten botschafft gein Swaben als
fr&ntlichen bewisel hatten, und wen' ez, daz vch yeman sagete, daz der schen-
ünge me werc danne die vorgenanten diu düscnl gülden, dez sollent ir nit
lenben, wan dez geltz ouch nit me enist. geben ander myme ingesigel an
ein dinstage vor Michaelis.
Jacob Medetrost burger zu Mentze.
\In. verso] Dem- erbern manne, hern Philips Hans,1 allen ainnianineister zu
Iraszburg.
Str. St. A. G. U. P. lad. 174 nr. 3. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del.
225. Rottweil bittet Straßburg seine Werkleute gleichzeitig mit den ihrigen zur
lesichtigung der Burg Ilornberg zu senden. 13S4 fliyilw»lui vs.
Unser willig dienst sie vor. liehen fründ und aidgenossen. wir senden iucli
ainen brief l>i disein hollen, den iueh uwer und unser guten fründ geniain sielte
des pundes gesent luinl, und bitten iueh mit f'rüntlichen trüwen, das ir üwern ernst
und (ürderung darzü keren wellen nach lul und sag des vorgenanten briefz und das
ir iuwer werklüle BCfaiken wellenl gen W'oll'ach in die stat uf den ahten den tag oetbr.t.
Sani Michels, wan wir unser werklAte uf denselben tag öch da haben wellen, und
laz die ze haider sile ze Hornberg besehen wellent, ob man Hornberg die vesti be-
1 J'/iili/ips Bims ist Allmeister t980.
130 1384
zimmern mug, das es iuch und uns und gemainen stetten des punds tröstlich und
nutzlich sye. das wir umb üwer früntschaft eweclich in merren sachen gedienen
welln. iuwer fn'intlich antwurt länd uns wider wissen bi disem botten. datum in
vigilia Michahelis archangeli anno 84.
Von uns dem
rate ze Rötwil.
[In verso] Unsern besundern guten fründen und aidgenössen, dem meister und
dem rät ze Strassburg.
Str. St. A. G U. P. lad. 48/49 *> fasc. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. in vers. impr.
226. König Wenzel gebietet den Slraßburgern nach Kräften für die Befreiung io
gefangener englischer Johanniter Ritter zu sorgen. Luxemburg 1384 October 1.
Wir Wenczlaw von gotes gnaden romischer kunig zu allen zeiten merer des
reichs und kunig zu Beheim embieten dem burgermeister, rate und burgern gemein-
lich der stat zu Strassburg unsern und des reichs lieben getrewen unser gnade und
alles gute, lieben getrewen. wir haben vernomen, wie das Johannes von Kirckle uiT 15
unser und des reichs freyen Strassen etlich crewezer von Engilland sand Johannes
orden, unsere lieben andechtigen, gevangen habe und sie nicht meinet ledig zu lassen,
ubir das wir doruber unser ernstlich brief gesant haben, und wann wir nicht leiden
wollen, noch sollen, das yemand also frevelichen uff des reichs Strassen unredlichen
an recht und wider einung, als wir nehst zu Heidelberg czwischen den herren und 20
steten gemachet haben, solle gevangen und nidergelegt werden, dovon so gebieten
wir ewern trewen und manen ouch euch bey sulichen trewen, als ir uns und dem
reiche verbunden seit und ouch bey sulcher einung, als wir nehst zu Heidelberg
geseezt und ubereinkomen sein mit den fursten, herren und stetten, das ir' von un-
sern und des reichs wegen schaffet und bestellet und ouch mit ernste und allem ?•■>
ewern vermögen dorzu tut mit sulichen wegen, als des not sein und sich das eischen
wirdet, das die egenanten crewezer genczlich und an schaden ledig und loze werden,
als wir euch des sunderlich gelawben und getrawen. des sunabendes noch sand
Michels tage unser reiche des beheimschen in dem 22 und des römischen in dem
9 jaren. 30
Per dominum Bambergensem episc. cancellarium
Martinus scolasticus.
Str. St. A. AA. 107 nr. 32. or. eh. pat. c. s. i. v.
227- König Wenzel an Strassburg : . . . wir haben vernomen, wie das Johans von
Kirckle etliche crewezer von Engilland sand Johans orden uf des reichs Strassen 35
an rechte gevangen hab; nu haben wir im bey unserm boten ernstlich brief ge-
sant, das er sie ledige lassen sol. nu haben wir demselben unserm boten be-
volhen, das er euch dieselbe entwort bringen sol. dovon so begern wir von
III
1384 131
ewern trewea und wollen ernstlich ron euch gehabt haben, 'Ins a dieselbe ant-
wort, so sie im euch komet uftuh wollet und rindet ir dorynn und rernemel ei-
gentlich, das dieselben creuczer der egen. Jobao an schaden ledig lest und lassen
wil, so isl uns das liebe, so aber ir anders verneinen wurdet, das er .-ie nicht
ledig lassen wolde, so gebieten wir eueli ernstlich, das ir denn ernstlich von un-
sern wegen dorzu tun sollet, als wir euch in andern unsern briefen doraber
schreiben. geben zu Luczemburg des sunnahend noch sand Michelstag rag.
boh. X2 rom. !). Luxemburg 1394 October 1.
Str. St. A. AA. 107 nr. 39. org lit. eh. cl.
228. Werner Sturm berichtet dem Straßbwger Rat über seine Gesandtschaft an
die r kein abwärts gelegenen Bundesstaate. Mainz 1894 Oetobor 4.
? Minen dienst bevor, lieben herren. also ir mich den Hin abe zfi den stellen
gesant habent, do waz ich an sunendage trüge in dem rate zu Spire. die seitent "<""• *•
mir, wie daz die von Mentzc üch verschriben hettent umbe einen dag zii ko-
u mende gen Spire uff disen neusten sunendag von denselben sachen von Wepphelor oabr. ».
zii redende, do künde ich in nüt von gesagen, wanne ich mit darumbe wüste, unde
gobent mir iren erbern botten Johann Diel mit mir zii varende. und waren! am inen- .
dage in dem rate zö Wurms und uff zinstdag zii Mentze in irm rate und rinde an "• *•
unsern liunden von Spire und zii Wurmse, das die by uwern meinunwe(I) blihent
h mit sunderheit, daz sä daz nahtgell haben wellen! und wo bü nüt diener geniig
»habent, do meinen sü, das die von Wepphelor die gewonnent, also der bunt stot,
also öch uwer meinunge ist. und Kunde mir kein holte gefolgen von Wurms, wenne
sii einen ernesllichen dag hettent mit irm bysebofe ufT disen billigen zinstdag. doch *•**■
hanl so Hans Diel und mir entpholhen zii anlwurttende von des nahtgelles wegen
2f> a(l)so do vor geschriben stot. öch wissent, daz die von Mentze die reitemeister uns
zii geben haut, und sint an mittewiiehe zu naht zii Franckenfurt, und daruf ist den
von Wepphelor öch verschriben, daz die och do sint. och meinenl die von Mentze, oahr.s.
daz sii es frömede hei, das men daz nahlgell fordert von den von Wepphelor. sil
vor von nieman genommen isl und des hundes ere an disen sachen lit. und habent
m uns geseit, daz ir wergmeister gesehen habe, daz es in rierzehen dage ein ende
habe und kündent uns mit gesagen, daz wir der inanunge ufslag habent darumbe
tw ich, daz ich uff disen sunendag alle mer by uwern hotten zii Spire welle haben, ottbr. $.
wenne ich lorhe (sie), daz kein langer ufzog in dirre manunge si, wenne den von
Menlz gar ernesl darzii ist. gehen zii Menlze an dem nehsten zinstdage noch
sanl Michelesdage anno 84. versigclt under Hans Dieln ingesigele bresten halb des
minen.
Wernher Sturm
der eltei .
[In rcrso\ An minen herren ineisler und rat zii Strasburg.
Str. St. A. Q U. P. lad. 48/49 B fasc. VII. w. eh. lit. cl. c. sig in. v. impr. del
132 1384
229- Bischof Friedrich von Strasburg an die Stadt meldet: 1) die Aussöhnung
des von Geldern mit dem König von Frankreich, 2) daz der hertzoge von Lothringen,
des hertzogen son von Bar, der von Güssey, der grefe von St. Paul und der von Vcr-
sey sich abe von dem conige getzogen sint wol mit 4000 glefen und lagent uff dissen
ocibr.to. vergangen dürnstag uff der Müsel bie Vianden und umb Echtirnach. . . . Bittet Boten 5
zu ihm zu senden zu ernstlicher Besprechung. geben zu Dachenstein des suntagos
nach sant Lucas dage. Dachstein [1384 f October 23].
Str. St. A. AA. 1411. or. eh. I. cl
230. König Wenzel an Strassburg : bittet . . . das ir dem erwirdigen Walfliarten,
bischof von Basel, unserm cappelan und üben andechtigen, dem wir die lehen und 10
wertlichkeit seiner kirchen geliehen haben. . . . zu der selben seiner kirchen. . . getrew-
lich geholfen und geraten seit. . . . geben zu Luczemburg des suntags vor sand Si-
monis und Judastage. reg. boh. 22 regn. rom. 9. Luxemburg 1384 October 23.
Str. St. A. AA. 107. nr. 28. org. eh. Ut. cl.
231. Die zu Straßburg versammelten Städteboten ersuchen alle Teilhaber der ir>
Burg Spitzberg dem Riller ton Entzberg keine Aufnahme zu gewähren.
Strassburg [1384] October 28.
Wir der stette botten dez bundes an dem Byne, alse wir uf disen hütigen dag
zu Strasburg bienander gewesen sint, embieten allen den, die do teile und genteine
haut an der vestin Spitzenberg, waz wir götes vernnigent. uns ist vürkomen und geseit, to
daz ir Gerye von Entzberg husen und enthalten wellent uf uwere vestin Spitzenberg
gegen dem hocherbornen forsten hertzog Rüprehte dem eitern von Peygern. wände nü die
stete unsers bundes dezselben herren hertzog Rftprehtz helffere sint von der eynungen
wegen, die er und die stette mitenander hant und sie mit ime in dem selben kriege sint
gegen Geryen von Entzberg, so bittent wir och mit ernste, daz ir denselben Geryen, 25
sine helffere und die sinen nit enthaltent, husent, noch hofent uf uwere vestin Spitzen-
berg gegen dem vorgenanten herren, dem hertzogen und den andern herren und
stetten, die zu der eynungen gehörent, iemer durch unsern willen, uwer entwurte
embieten uns wider versigelt von unser aller heiszens wegen mit der stette zu
Strazburg ingesigel. datum die sanetorum Symonis et Jude apostolorum. "
\in verso] Allen den, die do teile und gemeine hant an der vestin Spitzenberg.
Str. St. A AA. 118. or. mb. I. cl.
Ebenda : ein Schreiben gleichen Inhalts an alle Teilhaber der Burg Kcppenbaeh (bei Em-
mendingen.)
232. Genannte Straßburger Gesandle berichten an ihre Stadt von einem vor dem u
Erzbischof von Trier zu Koblenz statt findenden Sühntage.
[1384 nach October 16.]
Unser dienest zufor her. wissent, daz wir uf santte Gallen dag zu naht koment gen
ociobr. i6. Kobelentze mit des bischofes von Ifentze, des hertzogen von IVigern, von Mentze, Wurmes
1384 |8S
od Spiro botten und gingen! af sunendag noch frfigeme inbise sfl unserme berren von
rierezö Kobelenze in der dützenberren klooter und köntten ime, daz wir do werent mit
cii forgenanüen hotten und unsers dages warllent, also er in tot sinen gnoden bercl hei.
0 zöte er uns ein brief, den ime bei Kinicli vonic Steine gesehrihcn liette, und sinnt der
;ir gnedikliche und forhtlichen daran gescbriben, wie in der herzöge von Luttringen
herziehen woltte in (sie) und sebedigen zu dem Steine und anderswo, und wer uf den
Sg körnen und moste von not hunder sieh und da/ er ander dage beschicdc. du
ölte er gerne uf körnen, do Julie wir: gnediger herre du dages so sture zu farade,
BZ kinnel uns noch den sielten mit wol, wanne es sorkklichen stal uff den Strossen.
d do antwurt er uns und sprach: iuch (!) welle ime enbietten mit unsere götten botschaft,
da/, er 1 1 i'i t enlosze, er köme für uns gen Bochbartten von noh hüte über ante dage
und den dag leiste in aller der müssen also Cor berct ist. dette er daz nut, so woltte
er in für sinen mog nül nie für ant wurllen. und hell ime da/ l'ürschriben also
atrenchlichen, da/ wir es wol zö dancke Dement und daruf baut uns die hotten alle
ii gerotten, da/ wir des dages wartten sölent. und duncket uns öch selber gut noch
dem erneste, den wir an dem berren sehent. umbe Henselin Föltzin daz nimet men-
lieh unbillieh, da/ er also us gcnomen ist, daz er sieb wider zö dem Steine antwurlten
so! oder wer in Stopffes manel. und liel der probst und llerburt von Heckesbeim,
unser berren rot von Triere, gerotten, daz er sieh wider antwurtle uf disen nehsten
M Bunendag, also och der dag sinde wurt vor unserme berren von Triere, daz er denne
zi'i dem Steine si zu naht umbe daz, daz in Stopfes nut fürbasser gemanen möge,
wanne wir not anders furnomen habent von unserme herren von Triere und von
ime rotte, wanne habe Stopffes nut reht zö uns, daz uns denne her Emich von
teine unser gelangen sol wider geben lidig und los. keine öch StopfTes mit zu dage
ihI ginge uns des us, so duncket su daz selbe, wil öch her Hurekart von Mühlheim
ich antwurlten, daz dühte uns gar nutze umbe da/., daz wir sü alle do bi einander
undent, obe uns gelunge uf dem dage, daz man danne nut müste ein sunders haben.
il besigelt mit .lob. Kurnagels ingesigel.
Von uns Claus von Weslbus, Joh. von Mühlheim ritter, Wernber Sturm und .loh.
urnagel.
| /// verso] Untern berren dem meister. und dem rate zu Strasburg.
Str. St Ä. AA. 118. or, eh. I. rt.
233. Bericht der Slraßburger aus dem Lager vor Keppcnbach. [1SS4.]1
Liutott von Mulnheim und ander uwer friunt, die ietzent. vor Kcppenbaeh von
uweiu ligenl an Strassburg: . . . wisent, daz wir do zö stunl unser hotten zu dez
trtzogen rete schiktent, /i'i den öch tor von denselben Bachen. \Lamd/Htde*-A%f-
ichtung] geret ist. die baut uns l'ruintliche geantwurtet und sprechen!, da/ keine
i Wahrseheinlich 1384 vgl D. Ii A I. p</. 425.
134 1384
botschaft zu dem hertzogen komen Bige von den sachen, danne also iuch der Bogk
und der Kranich for hant geseit. doch were uicli uit von den sachen zu sine, do
sehen! sui gerne, daz man in daz zi'i verstonde gebe und sprechent domitte, daz
sui zi'i den saclien nuit antworten welent. one uwern rat . . . man hat uns furhroht,
wie daz ein samenunge zu Nasbach oder darumhe sin sol . . . enpfindent ir uit, do
beschult dez herzogen rate . . . wisent ouch, daz der hertzoge bi uns in unserme
leger gewesen ist und uns fruintlich empfangen hat und uns sine fische geschencket
hat. gebietent uns alle zit. [ohne Daliemng\
Str. St. A. AA 118. org. eh. I cl.
234. Herzog Rupreclil der ältere an Meister und Rat von Strassburg : teilt mit, 10
dass der reiche Symoud, der Jude, sein Jude geworden ist und das Bürgerrecht aufsagt.
Kr bittet dessen Weib und Kindern bis künftigen sant Jacobstag sicheres Geleite zu
geben. Heidelberg in crastino omnium sanetorum anno 84.
Heidelberg 1384 November 2.
Str. St. A AA. 105. 7»«. ch cl. »
Reg. Koeh und Wille, pfalzgr. Reg nr. 4567.
235. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt : aus einem beigefügteil
[verlornen] Briefe des Herzogs von Lothringen . . . sollent ir wol sehen, wie sich
Jacob von Vienstingen gegen uns und ach bewart het. auch het uns der botte ge-
seit, das er den hertzogen Belis habe ingelassen mit 400 pherden. und herane mogent 20
ir wol merken, was der sachen ist. auch wissent ir wol, wie der nachgebur ist,
den er uns geben het. . . . Bittet Gesandte zu einer Beratung über weitere Massnahmen
zu senden, geben zu Dabichstein uff den menlag nach allerheiligen dage,
Dachstein [13S4 l November 7],
Str. St A. AA. 1410. or. eh l. cl. f*
236. Wernher Sturm der elter an seine Stadt Strassburg: berichtet, dasz der
No<br.6. kunig uf sontag vergangen zu Metze solte sin gewesen, nun weisz man nicht, ob er
dahien kommen wird, sagt der herzog von Teschin, dasz der kuaig annoch willens
si gen Kobelentze. und hat daruf gesehicket grafe Johann von Spanheim gen Ko-
belentze, die herren und stette zu bittende, die do ligent, dasz si sin beiten so
sollent; dann der könig kürzlich noch disem nehsten sonntag dar welle, sullent
also die hotten dahien vertagen. datum Lutzeinburg dinstag ante Martini.
Luxe mbii rtj [1384 November 8].
Aus Wenckeri excerpt. II, 479 (Verbrannt 1870). gedr. D. R. A. I, nr 251.
13S6 Juli 21 sehließt Jacob von Finstingen Sühne mit Bischof und Stadt Straßburg
1384
136
237. König Wenzel an Strassburg: begehrt, dass man unverzüglich bövoflmleli-
tigte Ratsmitglieder zu ihm nach Koblenz entsende. geben zu Itetcze am iliustag
nach sant Martinstage unser reiche des behem. in dem 22 des römisches in dem
!» jare. Metz 1884 November Iß.
Str. St. A. AA. 107. or, eh. lit. cl.
Gedruckt : D. B. A. I. nr. 252.
238. Bericht zweier gebannter Straßburger au» dem Feldlager vor Burg Salms
an den Slraßburger Gesandten in Mainz Götze von Groslein. (Beilage zu dem fol-
gern! e» I' riefe.) Lager vor Sohne [1884 November 17].
Unserm guten (runde herrn Götzen von Grostein ritter. wissenl also wir
ligenl vor Sulms, das do nii gezäges ist, also domitte men nöttigen oder gewunnen
sol billicb undwere ("ich in wachten unbestöllel nahl und tag weren(I). wir wissenl
ich, das den vmi Menlze und den von Franckenfuri drye tcrlschen gcniunmen sint,
und hanl su uf die vestin getragen und geschacb «Ins by sehentem dage. wissen!
ich, das uf dise nehsten vergangen rnittwoche öcb by sehentem tage su harns nottr «.
lieffenl wo! ir sehssziehen und stiessent die katze an und brantent sü ; do worent
wir die nehsten und lieffent zö. und verlüsehentent sü. .öch wissent, das uns das
wasser also getrange düt, das wir uns vorsöhent, das wir rumen müssent und was
och der von Winesperg und ich Cuntze Müller (?) an diser vorgeschriben mittewo-
ihen zu Brunenfeyls bi dem graven von Sulms; und bittet er gros reht, also wir
üch wo! sagende werdent, so wir zö fieb kummen. und hant och einen tag berel
af den nehsten durnestag nach diser vorgeschriben mittewochen zu haltende uf "«*•• "■
dem leide, was do geret wirt, des wissen wir nit. och wissent von des naht-
rclli's wegen, was sü üch davon gelobet, das haltent sü nit, wanne, was
;ü sagent, das ist gelogen. Beb wissenl, das der harst von Brunenfels vür
uns liesseid loll'en üf disen dunreslag wol mit 80 pl'erden für unser gezelt und
lohten I sü vor wasser zu uns nit noch wir zu in und schickent disen brief für-
derlichen och gan Straszburg, wanne wir anders kein botschaft in künnent getün.
I wissenl och. das die von Wepflar die manunge von der grossen summe abe hau
gelassen, do es in die von Mentze und die von Frangkenfurl erlöbettent, also uns be-
dunckel. geben an dem nehsten dunrestage nach sant Martinstag.
Von uns Johans Oberkirche ritter und
Cuntze Müpier] [altjammanmeister zö Straszburg.
Str. St. A. G. U. P. lad 48/49«. fasc. 1. or. eh. Ut. cl. c. sig. i. v. impr. del.
Die Unterschrift stark lädiert, der zweite Name unleserlich, ergiebt sich aber aus dem
Text und dem Sehreiben vom 21. Nov.
239. Götze von Grostein zur Zeit als Gesandter in Mainz an Meister und Ratz
berichtet unter Beifügung eines an ihn ans dem Feldlager vor Solms gelang/m
triefes Über den Stand der Welzlar-Solniser Fehde. Mainz [1384 November 21].
Mynen dinst bevor, liehen herren. als ich uch nü nehst sehreip, wie daz
die von Mentze ir botschafft wollen! dün gen Wetflar von der manunge wegen, wand
VI.
18
136 1384
xovhr.19. sie nit gut duchte, daz wir hinüber rydent, die botschafft quam ofT samsdag zfl
nacht zu uns zwuschen Mentze und Frankenfort und bracht uns eyncn brieff, dämme
die von Wetflar yre manünge der grozen summe abe gelaszen hant. da rydcn wir
wyder gen Mentze und g\ nge ich und der von Wormsze und der von Spire erbere
botden vor den rat zii Mentze und rettent mit yn, daz sie yren f'riinden in daz b
sosze gen Solmsze verschriben wolltent, daz sie mit unsern frunden zu rade wor-
den, wie daz man offbreehe und die unsern dannen zygent, wann ez soliche wetder
were, daz nyeman nit geschafi'en künde oder mochte, oder aber woltent ez die von
Wetflar nit herlauben, daz sie dann daz nachtgelt mit uns fordern und auch Deinen
woltent, als zu Spire off dem dage beret were. daz waz der von Mentze meynunge '<•
nit. doch wiszent, daz wir, als ernstlichen mit in geret han, daz sie yre botden
mit uns den andern stetten gen Wetflar gesant hant und daz wir mit einander
besehen, waz da zu tiinde sy und wie man von dem felde kome, wann wiszent,
daz der von Wetflar sache faste an den von Mentze und an den von Frankenfort
liget, als ir auch wol sehent in Cintze Mullers briefle,1 den ich uch beschloszen l5
in dysem brieffe senden, auch enweiz ich nit anders wann so wir gen Solmsze
kommen, daz man dann forderlichen, so man erste mag, off blichet, wan daz waszer
und daz wetdir also grosz ist, daz uns nit endünket, daz man icht geschafi'en möge.
und darumb sint wir hinüber geryden umb daz wir daz folk mit gelimp von dem
felde bringen, ouch kome ich so ich erste mag. geben zii Mentze off mandag vor w
sant Katherins dage.
Götze von Grawenstein ritter.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 c. <yr. eh.
'.'40. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt : lan üch wissin. daz wir die
stette uff deine Ryne gemant habent und sendent üch denselben manebrieff (nr. 541),
die wile daz ir die nehsten gelegen sint. da begernt wir, daz ir daz f'übasscr !><•- ib
stellent und schaffent, als unser bunt stet. geben zii Dachenstein dez zinstages
vor sant Katherinen tag. anno 11384. Dachstein 13H4 Xovember 9*.
Str. St. A. AA. 1410. or. eh. I. cl.
241. Bischof Friedrich von Strassburg an die rheinischen Bundesstädte : teilt mit
dass die Markgrafen Hesso, Otto und Hans von Hochberg und ihre Anhänger ihn und :il)
das Stift trotz der Heidelberger Stallung mit Baub und Brand arg geschädigt haben
bei Höningen, Hochberg, Haslach und Keppenbach, und mahnt sie auf Grund der ....
gütlichen Stallungen, die wir mit üch stetten des bundes uff dem Byne und in Swaben
haben, daz ir uns unvertzögenlichen üwer folk danne sendent 50 mit spiessen wol
hertzügeter lüte, daz sy sint in unser stat zii Gengembach in 1-1 tagen nach der
manungen . . ., wanne wir die stette in Swaben ouch also hermant habin. und wol-
' Siehe nr. 238 den Brief vom 17. November 13S4.
1384
Ytf
Ich uwcrs folkes also warten, und l;ml uns de/, iiwer antworte wider wissen mit
lisem botten. geben ander unserm ingesigel des zinstages roo saut Katherinen
g anno domini 1H84. [Dac/uiteln] 1.(84 November 22.
Str. St. A. AA. 14011. or. eh. I. pat. c. s. impr. (Beilage zu dem unter nr. 240 abge-
ilriielli'ii lliirf dt$ Buchofs vom gleichen Datum.)
Frankf. St. A. Copialb. XV, 19. c.op. coaev.
Reg. d. Markgr. v. lind nr. h. 356 — Vgl. Ebrard, Annälierung K. Wenzels a. d.
siliirub. und rhein. Städtebund 1384. S. 11) not. 2.
Karlsr. G. L. A. or.
Heg. Fester, lieg. d. Markgr. v. B. nr. 1300.
242. König Wenzel ermächtigt den Markgrafen Bernhard (I) und Rudolf (VU) ron
io Baden, von den Städten Strassburg und Speier, falls diese das neue und ungewöhn-
liche Umgeld nicht abthun, den gleichen Zoll zo erheben, jcobiem] 1384 itecember o.
24:5. Bischof Friedrich an Strassburg: dank! fär die seinetwegen an die Mark-
ii grafen von Hochberg geschickte Gesandtschaft, hall es aber nicht für thunlich Frieden
ZU hallen ...derwile sn uns die iinsern rüplichcn wider rehl und bescheidenheit ge-
chetzel haut und schätzen wellen! in den dingen* das wir in aUewageat das rehl
fÖlleklichen gebotten hant. .. und erneuert desshalb mit Berufung auf den liundesver-
trag eine Bitte UM Hülfe... wanne der sielte IVunl lierulf konunenl... will er jierne einen
-" Sühnetag abhalten und vor und nach demselben einen 2 tägigen Waffenstillstand ge-
wahren, geben zu (ienjjenhaeh des dunreslages noch sant Niclaus dag.
Gcngeiibach [i:t84 December 8],
Str. St. A. AA. 1409. or. eh. lit. et.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. h. 357.
244. Die Boten der rheinischen Bundesstädte antworten von Speier aus dem
tischof von Strassburg auf seine Mahnung wider die Markgrafen von Hochberg:
lass sie derselben nicht folgen können, weil der Krieg schon vor ihrer Einung mit
lein Bischof begonnen habe. [Undatiert] [1884 nach December 8.]
Str. St. A. G. U. P. lad. 48|49. Fragment eines Gedenkzetteis.
/. '/. <l. Markgr. v. Beul, nr h. 358.
215. König Wenzel beglaubigt den Landvogl Vohnar von Wyckersheim, der nach
Hrassburg gesandt ist ..., unsers willen mit euch ze reden von etlicher schulde
fegen, darinne wir uns gesetzet haben. gehen ze Mentze am si'mtaj: nach sande
»ucientag des behemischen reichs im 82 des römischen im !• jare.
Mainz 1X84 Iteeeinber 18.
Str. St. A. AA. 107 nr. 38. or. eh. lit. ei.
138 1384
246. Johans Buman der Meister und der Rat von St rasa barg
an die rheinischen Bundesstädte: wir Uiszenl (ich wiszen, daz der edel
jung herre Emicho grafe zu Lyningen und Golde von Minefell sin amptman groszen
schaden getan hant dem erbern fromen ritter hern Heinriche von Fleckenstein dein
Jüngern, unserm burger, sinen lüten und den sinen mit brande, nome, mit gefengnüszc '
und mit andern schedelichen dingen, und dar umbe so hant wir einhellekliche in
unserm rate us unsern eit erkant, daz die vorgen. jungherre Emiche grafe zu Lyningen
und Golt von Minefeit sin amptman dem vorgen. unserm burger sinen lüten und den
sinen damit unreht tiint und getan hant und daz wir lieh dar umbe billiche manen
süllent und mügent. und darumbe so manent wir üch allesament mit disem briefe von ">
der verbüntnücze wegen, so ir und wir mitenander hant uwerre eyde, daz ir uns und
den unsern und dar zu dem vorgen. hern Heinriche von Fleckenstein dem Jüngern und
den sinen uf die vorgen. jungherre Emiche graten zu Lyningen und Golden sinen
amptman alle ire beidere helffere dienere und die iren und uf alle, die die in ratenl
oder helffent oder sie husent oder hofent und uf ir aller libe und gute geraten und n
beholffen sint untze an die stunde, daz wir und der vorgen. her Heinrich von Fiecken-
stein der jünger unser burger sine lüte und die sinen von in unklagehaft werdenl
gemachet und daz ir in ouch widersagent und uns die widersagebriefe senden! mit
disem unsern botten, so ir vürderlichest mügent. und dirre manunge zu Urkunde so
ist unserre stette ingesigel zu rucken uf disen briet gclrucket. datum feria sc- so
eunda proxima ante diem saneti Thome apostoli a. d. 1384. 1884 Deeember 19.
Str. St. A. G. U. P. lad. 178 nr, 1. or. mb. lit. pat. c. sig. in v. impr.
247. Speier an Straßburg (?) berichtet, daß König Wenzel einen Tag tu Mer-
gentheim wünsche, und bittet um Mittheilung an Üchletlstadt und Ober-Ehnhein i.
[1384] Deeember 22. 25
Unsern früntlichen dienst bevor, ersamen lieben fründe und eitgenoszen. cz sint
von unsers herren des küniges wegen bi uns gewesen der erwürdige her Sifiit von
Venygen, meister dütschs Ordens, der edele herre grave Jbhan, grafe zu Spanheim
der junge und Ulrich von Wolfesperg, pfleger zum Rotenberge und haut an uns ge-
worben von eins tages wegen, den unser herre der konig linsten, herren und stetten 10
(uu gesetzet hat uf den nehsten sontag nach dem heiligen obersten dage nehste kommel
zu Mergentheim zu leisten, alse die von N&remberg ouch darumbe gemeinen stetten
am Rine eygenliche verschriben hant nach uszwisunge ires briefes und der notteln
harinne in disem briefe versloszin, uf daz sich uwere wisheil darnach wisze zu
rihten und das den von Sletzstat und von Obern Ehenheim förderlichen zu verkünden. 35
ouch hant wir den von Mentze verschriben, das sie mit unserme herren dem ertz-
bischofe von Mentze usztragen und bestellen, wie er der stette fründe am Rine
obenan und niden mit geleite versorge und uf welche zit und an welche stat sie
1384 \M
byenander zfi bringende, and wta uns darumbe zA antworte wirt, daz lotzM wir
i'h-Ii danne förderlichen wiszen, datum crastioo beati Tbome apostoli.
Bürgermeisters and rat zfi Sjtire.
Str. St. A. ü. U. P. lad 48/490, fast ü. eop. chart. MMR
211!. Nürnberg, Ulm, Rotenburg geloben zugleich im Namen des schwäbischen
and des rheinischen Bundes den Pursten, die zu dem Tage zu Mergentheim, Sonntag
nach dem heHigSn obersten Tage [Sanvar 9. 1385.] reisen, sicheres Geleil und teilen
it, welche Fürsten anderseits jegliche Stadt geleiten werden, u. s. w.
[1384 Ende Deeember.J
(i. U. P. lad. 48/49 c fasc. ;). cop. eh. cuaev.
Gedruckt : 1). lt. A. II, 100 >tr. 48.
24!). Aufzeichnung von einem Städtetage des rheinischen und schwäbischen Jinades
m Speier. [1384 Ende Ihxember.]
Als der byschoff von Straszburg die stelde wider die marggreven von lloeh-
berge gemant hat, dez banl der stelle frunde, als die ietzo zu Spire gewesen Bin,
sincr erber botsehaft darufT geantwuitet, daz sie bedunckel onserme herren dem
byschoff von Straszburg von der selben siner manunge wegen nit schuldig sin zu
belffen, syt er mit den marggreven von Hochberg zu krieg sy komen und uzgeende
fride mit ym gehabt hat vor der zejt, ee die einunge zwuschen l'ursten und stetden
UZgerel wart, duhte aber darüber unsern herren den byschoff von Straszburg, das
yme die stetde von derselben einunge wegen schuldig werenl zi'i dem criege wider
die TOrgenanten marggreven zu hellVen : wez sie yme danue von rechtswegen darumbe
di'm soltent, das wollen! sie yme forderlichen diin, wanne sie dar meinen! ouch also
gegen den andern Fürsten und lierren der eynunge zu ballen, sie wurden ez danne
anders Hill dein fehlen underwisel.
Mein gedenckenl an UWer rete zu bringen, als unser herre der kunig unsern
erbern botden, als die ieczunl nehste von des bundes wegen zu Kobelencze by ym
gewesen sinl, aiigenniiil hat, sieb ZU den stetden bede an dem l\yne uml am-li in
Swaben zfi verbinden ynn gelruwebch byslendig geraten und bebollTen zu sin wider
allermenglich, ayeman azgenomen, die sie an iren fryheiten, rehten, guten gewonheiten
und an iren guten nötigen oder belrengeu wollenl, also da/ die slelde wider uinbe
unseiin lierren dem kling verbunden uerent zu hellVen wider alle die. die sieb wider
yn und daz romeselie riebe setzlenl.
Hein der von Colne wegen, als sie ir erber botsehaft by der unsern zu Kobelenez
M gehabt haut, in unsere der rynseben slelde bunlnüsse mit dienst oder susz ane dienst
zfi komen.
Hein in semlieber masze von der von Hetze wegen.
Item als der s\\ ebesehen slelde frunde rede gehabt banl von der zweyer .-leite
Herne und Solotern wegen in der swebeseben und in unsere der rynsehen steble
140 1384
buntnüsse zu enphahent, yn denselben zwein stetden mil hundert glevcn von beydcn
bunden zu dienende darzü der rynsche bände 20 mit gleven und der swebesch bunde
die uberigen 75 mit gleven, so daz not beschee uzribten soltent.
Item gedenckent, also bertzog Rupreht der elter den stetden verschriben hat, daz
ym Georij von Enezberg den saeze von der vesten Enczberg l wegen uffgesagt hat,
als die von Spire vormals derselben briefl" abschrift ieglieher statt Beschicket haut. . .
und von der vorgeschriben stucke wegen sollent der stetde botden gemeinlichen,
bede am Ryne und von Swaben, mit vollem gwalt gen Straszburg züsamenkomen
iun ufj (}en andern sontag in der fasten, so man singet Reminiseere nehste komet.
/ rhr. 26.)
Item gedenkent, daz den zwein graffen von Nassauw unsern buntgenoszcn tag
(ttti gein Mencze bescheiden ist off sant Pauls dage conversionis nehstkompt, daroff ouch
ygliche stad dez bondes haben sol ire frunde, ez worde dann von den von Mencze
widerboten, und uf demselben dage sol man ouch der rete meinunge furbringen von
der vorgenanten zweier stette Colne und Mecze wegen, und auch uff demselben tage
rechenunge zu tünde.
(um item von des dages wegen zu Raden uff den zwcnzigesten dag von der Johanser
Jan. 13.)
wegen uwere erbere hotten einen mit der von Hagenow hotten von des gemeinen bon-
des wegen zu schicken. '
Str. St. A. G. U. P. lad. 49 fasc. XI. cop. eh. coaev. Die beiden letzten Absätze scheinen
später von anderer Hund hinzugefügt zu sein.
Gedr. : Ebrard. Annäherungsversuche Kg. Wenzels a d. schioäb -rhein. Bund. S 19 nr. 1.
250. Herzog Przemyslav von Teschens an [Speier]. . . . wir haben den swebischen
stetten verschriben gein Ulm, daz sie die andern stette in Swabin vermanen und
Fehl, s.) verboten, das sie gein Spire komen des liebsten sontages nach unsere vrauwen
dage liehtmesse. also bitten wir uch ouch, das ir die nyderlendischen stette ouch a
vermanent unt verbotent, das sie ouch uff die vorgenante zit gein Spire komen mit
voller mäht, wann wir und der lantgrave 4 uff dieselbe zyt von unsers Herren dez
kuniges wegen ouch gein Spire wollen komen mit gantzer, voller mahl zit redende
von wegen der Juden, der muntze und anderre sache wegen, die wir uch dann wol
werden underwisen. geben zu Nurenberg dez liebsten sonabendes Dach wihe- »<>
nachten. Nürnberg [1384 Derember 81).
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 b. cop. eh. coaev
Gedr : Ebrard. der erste Annäherungsversuch König Wenzels an den Schwab. -rltein Städte-
bund. (1877.) S. 22. nr. 2.
1 Enzberg bei Maulbronn. Vgl. zur Sache Stalin, Wirt. Gesch. III, 338 not. 2
2 Dieser Tag fand laut einer Notiz über Straßburgs Guthaben an den gemeinen Bund (Str. St. A.
U. P. lad 49. cop. eh. coaev) statt am Antonienabend [1385 Januar 16] vgl. Ebrard, S. 21.
s Herzog Przemyslav I von Teschen 1358—1400 (f 1410).
* Johann I (der Alte) Landgraf von Leuchtenberg und Graf zu Hals 1375—1407 f.
1385 lil
251- Nürnberg an Speier: ahn- die Berufung eines Tages nach Speier zur ller-
hci fall nun/ einet Einigung der rheinischen Städle mit dem hierin eehr bereiten König
Wenzel. l.tsr, .lamutr 2.
Erben) und wiesen, unser willig fruntlieh diensl si uwcre wislieit zii aller zyt
voran bereid. lieben frunde und eilgenossen, wir lasain nwerwisheil «riesin: als ic/unt
unser, herre der Iranig von dem Rine her off reid and do quam der bochgeborn
linste und berre, der bercsoge zii Teeehin, der edel wolgeborn berre der buttgrave
/.um Luchtembergs trficl her Conrad von Kriege,' der hoOemeister her zu out in
unser stat. und die sagten uns in gehehneyme, wie daz sie mit etlichen uwern
i» frunden unsern eitgenosscn von den slctten u IV dem liine zii Cobeiencz und oucli
zii Mencze gereld hettent, das sie gerne sehen und OUCh ilarzu dienen und raten
wollenl, das unser herre der kunijg mit den sielten geeynet wurde also, das sie eyn
hesser gelruwen zi eynander hetten und gewunncn, dann sie bisher gehab! haben.
und sie verscheid sieh, ir wurdenl daruinh off dem Rine eyne inanunge tliuii und
wiirdent daz dann furbaz an unsern bund bringen und darnach iinsenue hcrren
dein kuiiigc eine entwurte gehen, darnach sint sie zu rade wunlen. das sie ueb
eynen brieff* gesaut haben, den wir ücb senden mit diesem briefTe, das ir alle stelle
uwers bondes uff dem Rine zii uch in uwer stad manen sollint ulf den nebslen
sontag nach unser vrouwen dag lichtmesse und haben mich daz glicherwise ge- ^'lrrS-
seliiihcn unsern eilgenossen, den von Ulm, das sie alle steüc in unserm bonde uff
den egenanlen sontag zu uch in uwer stad gein Spire ouch inanen. so meynet der
hiiczoge zu Tesschin und der lanlgrave mit vollem gewalt von unsers herren dez
kuniges wegen ouch zu uch zu komen mit uns zu redende von der vorgenanten saelie
wegen und ouch von der Juden wegen, wie man wege linde, das unser berre der
Iranig und die slelle. die die Juden hellent. derselben Juden genüssen. und wie man
rarqneme, das der schal/, in der crisicnheid von ynn als gar nyt emphreindet wurde
und als gar in ire band nyl blibe und ouch von den guldin und silberin müntzeu eyn
ende zii machen, davon haben! sie uns gebetten, das wir uch und den von Ihn ver-
sebriben : ob daz were, das ir eyne manunge hettent getan, ee daz uch dirre brieff wurde
geantwurt, die kurlzer oder lenger were, dann uff den egenanten sontag nach lichtim
daz b* dann die widerschribent und legent uff denselben sontag. auch ist not, als awere
wisheil wol versleel, daz ir in uwern relen eigenlicb heslellent, das solich saebe in
geheyme verliben und verewigen werden und ob daz were, daz ir eyne manunge
wurdenl uzsenden. daz ir dann mit uwcre wisheid in denselben inanebrieffen be-
•■ BOTgent, das solich sache in den stetten und reten, do ir dieselben manebrieffe hin-
seiidenl. ouch verswigen werde und in gcheyine blibe. daliun l'eria 2 post cir-
Icuincisionis domini anno . . . 8S.
Von uns dem rate der
slad zu Nurenberg.
1 Konrad von Krcigl; auf Landslrin, Oberhofmeister des Königs.
- Der Brief des 11er s. von Teschen vom 31. Decembcr 84 (oben nr. 250).
142 1385
Str. St. A. G. U. P. lad. 48f49 B. cop. eh. coaev. (Auf demselben Blatt mit dem Briefe
des Hers, von Tesc/ien)
Gedr. Ebrard, Annäherung Kg. Wenzels a. d. Städtebünde S. 23 nr. 3. — Vgl. I). li. A.
I. nr. 258.
252. Die zu Buchorn versammelten Städte des «Bundes um den Bodensee» &
an Strassburg: teilen mit, ... daz der bischof von Slraszburg, der von Con-
stenze, von Ueberlingen und von Bawenspurg burger mit gewall und ;in alles reht
gevangen hat : graff Albrechten von Werdenberg den eitern, herre ze Bludentaz,
Walthern von Hohenfelss und her Frantzen den Murer, korherrcu und burger ze
Constentze, . . .und bitten unter Beifügung von Abdruck und Brachreibung der Siegel •"
der beiden gleichnamigen und desshalb vielleicht verwechselten Grafen von Wei-
denberg auf Grund ihres Bündnisses um kräftige Verwendung für die Freilassung
der genannte^ Gefangenen. . . . versigell von unser aller haissentz wegen mit der stat
insigel ze Buchorn anno 1385 in die beati Hilarii. Buchorn 1383 Januar IM.
Str. St. A. G. U. P. lad 48/49 B. fasc. VII. or. eh. \i
25:{. Hannemann von Ramslein der Bürgermeister und der Rat von Hasel an
Strassburg: bitten auf Ansuchen der schwäbischen Städte um Verwendung heim
Bischof Friedrich von Strassburg für die Freilassung der von diesem gefangen ge-
haltenen Herren: Graf Albrecht von Werdenberg, Waller von Hohenfels, Franz Murer,
welche zu Ravensburg, Ueberlingen und Constanz Bürger sind, und schicken, da viel-
leicht eine Verwechselung der zwei Grafen Albrecht von Werdenberg vorliege, beider
Siegel in genauer Beschreibung und im Abdruck mit. datum ipso die Agnetis
anno 85. 1383 Januar it.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49. or. mb. lit. cl. e. sig. impr. del.
254. Herzog Przemyslav (I) von Teschen an Nürnberg : wir haben mit unserm "
herren dem kunige rede gehabt von wegen des lages zu Strassburg, als ir uns ver-
schriben habt, der hette gerne gesehen, daz er mohte kurzer sin worden, nü dez nit
mohte gesin, nü lest er ime daran begnügen, und meinent uns uf denselben tag
zu schicken, und ob wir nit uf denselben tag mögen kommen von ehaftiger sfiche
wegen, so wird der alte lantgravo mit voller gewalt an unser stat darkomen. ge- so
ben zu Pern dez nehsten donrestages nach sant Paulus tag conversionis.
Beraun [1385 Januar 20].
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49. cop. eh. coaev. (Auf demselben Blatt wie die Briefe vom
26. Januar u. 5. Februar.)
Gedr.: Ebrard, Annäherung Kg. Wenzels. S. 24 nr. 4. 35
1385 H3
255. Pfalzgraf Ruprechl ili bekennt, dass er einer Anzahl von Jaden von Strass-
burg, darunter auch Synion dem Heiehen [der am 2. Nov. 138 1 sein Jude geworden]
15 100 Gulden schulde und benennt die Bürgen. 1S9S Januar 27.
G. L. A. Karlsruhe, Copialb. 465.
lieg. Koch-Wille, Pfalzgr, Beg. nr. 4589.
256. Johann von Mülnheim Burggraf zu Strasburg und sieben genannte Ver-
treter der k'ii/'cr:iui/l :u Klriißbury schließen einen Vertrag über die bisher streitige
Besetzung des Meisterlums des Küferhandioerhs. 1385 Januar 30.
Ich Jobans von Mülnheim rytlcr burggrafe zu Strazburg uf eyne site und wir
Walther Schanlyt, Vbltze von Wivershehn, Cuntzelin Swemmer, Claus HartmAt, Jo-
li.iiis Brügeler, Jobans Langnefe und Jobans genant Vetterhans, schAffele an der kfiffer
anlwergk von unsern unserre nachkommen an dem antwergk der külTer und ouch
von dez antwerekes gemeinlichen wegen uf die andersite tönt kunt allen den, die
disen brief ansehent oder hörent lesen, daz von solicher myssehelle und zweyunge
» wegen, alse wir die vorgenanten küfler und ouch unser antwerck gemeynhehen nutz
bar gehebet habent umbe daz, daz uns ein burggrafe, der danne zu zyten burggrafe
waz zu Strazburg, dem selben unserme antwerck untz bar eynen meyster geben und
gesetzel hat, den er danne wolte und als dicke als er wolte, da von doch wir die
tüte an dein küffer antwerck grosze stösse und spenne und oueh bresten under
eyhander gehebet habent; da erkennent wir uns beyde site mit disem briefe mit
Dämmen : ich Jobans von Mülnheim ritter burggrafe zu Strazburg und wir die vor-
genanten schöffele von dein antwerck der küffer von unsers antwereks und unsern
wegen uf die ander site, daz wir darumbe frontlichen miteynander übertragen sint
von dez vorgenanten meystertöms wegen, wie wol mich den burggrafen die selbe
zweyunge und missehelle nyht angyeng, doch umbe fryden und cynhellikeit dez
antwerekes in alle wise, als hie nachgeschriben stat, wanne ouch mir dem vorge-
nanlen Johanseo von Mfilnhcim dein burggrafen und ininen nachkommen an dem
ambaht daz selbe ambahl gebessert wirt, wände mir oder eyme yeglichen burggrafen,
der danne zu zijlen isl, eyn pfunl Sliazlnirger pfenninge geltes und eyn mossen
f lang fuderig vasz ine wirt, danne nutz bar worden ist. und umbe daz, daz eyneni
burggrafen und synen nachkommen ire rehte, als hie nachgeschriben stat, deste baz
bevestent und bestätiget werden!, da isl zu wissende, daz die lüte an dem nnt-
wereke von den kflffern hynuant hyn vüibaz nie ewigkliclien eynen meyster under
yn selber, den sie dann wellen), alle jare kiesen und welen söllent und mögent, der
i;. eyn huszgenosz ist, und weihen sie also oder der merre teil under yn kiesent und
erwelent, den sollent die lute von dem antwereke eynem burggrafen zu Strazburg.
der danne zi'i ziten ist, antworten und söllent den burggrafen bitten, daz er yn den
selben zfi eynem meister setze: und BOl ouch der burggrafe daz tun. und der selbe
meister, den sie also oder der merre teil von dem antweiek erkosen und erweit
tn habent und dem der burggrafe daz meistert um gesetzet hat, als Vorbescheiden ist,
der sol dem burggrafen geben zu stunt eyn pfunt Straszburger pfennige genger und
VI. 18
144 1385
geber. und sol ouch der selbe meister sweren dem burggrafen syne rehte und dem
antwercke ouch syne rehte zu haltende, zu hanthabende und zu schirmende in
aller der maszen, als hie nachgeschriben und anderscheiden ist und alz ez von
alter harkommen und reht und gewonheit gewesen ist vor dem antwercke. und
sol ouch der meister sweren, reht gerihte zu haltende glich dem armen als dem 5
riehen, und sol ouch der selbe meister daz jare uz meister syn und nüt lenger.
und sint diz die rehte, die ein burggrafe hat und die ouch ein meyster jares
swerende wirt : zu dem ersten hat ein bnrggrafe daz reht von den kuffern der
sinen eynung gewynnet, der git sehstehalp Schillinge Strazburger pfeninge, dez
werdent eynem burggrafen fünf Schillinge und dem kuffermeister vier pfeninge 10
und der küffer schencken zwene pfeninge. wenne ouch ein gezog wirt, den söl-
lent sie niergent ziehen zu dem ersten, danne in eins burggrafen hof. und wer
den gezog verlüret, würt er wol vürbasser gezogen vür meister und rat zu Stras-
burg, der git ouch dem burggrafen fünf Schillinge, und wer zu spote kommet, so
ein gezog ist, als ez von alter harkommen ist, der wettet ouch sinen eynung uf, 15
daz ist ouch eynem burggrafen fünf Schillinge pfeninge, sol er den eynung wider
s»<.«T gewynnen. item zwüschent den zweien messen unserre frouwen der erren und
der Jüngern, so sol daz antwerck der küffer dem burggrafen alle die vasz, sie
sint nuwe oder alt gehebe bynden und machen, die er zu synen reben und zi'i
sinem gewehssede bedarf und anders nüt ;ine alle geverde. und sol der burggrafe dazu -°
geben reyffe und bant und allen gezüg und den, die da byndent, den sol er ouch
geben essen und trincken. und sol ouch der burggrafe den küffern, die iren eynung
habent, beholffen sin, als verre als er mag, wa sie angesprochen werdent von
bresten oder missewireken des wegen, daz daz antwerck angat, daz sie gewisei
werdent vür eynen burggrafen oder dez antwerekes gerihte. ouch sollest die 25
küffer niergent anders zu reht stan umbe missewireken dann vor eynem kuffer-
meister oder dem antwerck. item der kuffermeister het den zol von tennyn hörnen
die müsel und von zübern und von kübeln und von logein und von allen andern
stücken, die da tennyn sint, daz under eyme füder ist, ye von zwentzigen eins
und als ez harkommen ist. und hat eyn meister die rehte von eynem burggrafen. 30
und sol ouch ein meister alle reht haben, alz ez von alter harkommen ist. da
. von git der kuffermeister und von andern rehten, als ez harkommen ist, dem burg-
grafen alle jare zwüschent den zweien messen unserre frowen der erren und der
Jüngern vier lere nuwe fuder massen langk. und söllent ouch gehebe sin und drü
Nov. 10. pfunde Strazburger pfenninge genger und geber zii sant Martins naht und sinem ;;D
gesinde zu wihennahten fünf Schillinge Strazburger pfeninge. und git der kuffer-
meister dem becherermeister, den ein burggrafe setzet, one zwene achtzig tennyn
müsel bome. da von git ein becherer meister einem byschof alle wochen zwenlzig
becher und eynem burggrafen sehs becher. der kuffermeister git ouch yrem schencken
alle jare fünf und zwentzig böme, den man sprichet müsel. do von git der schenke 40
rein-, i. a\\e jare ejns burggrafen frowen zu der liehtmessen ein pfunt wahsses. item der
kuffermeister git ouch eynem burggrafen alle jare zu ostern zwene lambesbüche,
die gut sint. ez ensol ouch nieman, der sines eynunges nüt enhat, yndewendig
1385
! ',.-
so
dez burgbannes zu Strasburg keyn nuwe wenke winken noch machen, ez sij
eychin oder tennyn oder sus ander liüllzen wereke. daz die kfilTer anhört, wer
cy. aber darüber dele, dem nyinniet der küfTenneisler nnde dez burggrafen knelil
und die mit ynnne gant von dem antwercke daz wereke gerwe. und ist da/. WOTCke
eins burggrafen und daz geschirre nymmet der meisler und die huszgenoezen
und die mit yme gant und mögen! daz rertrincken hohe oder nohe, wie sie wei-
lent. were ez trach daz ein gczog würde, den gezog so| man zu dem ersten nier-
gent ziehen danne in eins burggrafen hof. doeli so mögent sie den gezog wol
ziehen von eins burggrafen bof vür meister und rat zu Strazburg, obe sie wellent,
doch also, daz eynem burggrafen syne rehte belialten sint, daz sint fünf Schillinge
Pfenninge, es werde gerihtet oder nüt. item die küffer söllent ouch yre gerihte halten
in eins küffermeislers hus oder an den stetten, da sie danne truwent, daz ez yn
nutze und gefaglich ist. item die erbern lote von den küflern, die daz antwercke
jares welent und erkiesent ire gerihte zu besitzende, die söllent alle jare, so der
meister sweret ouch vor eyncm burggrafen sweren rehte gerihte zu haltende glich
dem armen als dem rychen und dem burggrafen syne rehte und dem antwerck ouch
sin rehte Zu behallende und nüt zi'i verswigende, ez sij von eynungen oder he WO
rungen oder von andern sachen, als verre er mag ane geverde und ouch nüt varn
zii lassende, daz dem burggrafen zu gehöret, item die küfler söllent alle jare uf sant
llylnryenlag, daz ist der zwentzigsl tag nach wihennahten, eynen nuwen meister jnn. n.
kiesen und ouch die lüte kiesen und welen von dem antwercke, die alle huszgenos-
zen söllent sin, die daz gerihte besitzend und ouch sweren söllent, als da Vorbe-
scheiden ist. die offen gebot, die die küfler habent, die söllent sie haben an den
sielten, da sie gerihte habent. und ich Johans von Mülnheim ritter burggrafe zi'i
Strazburg vorgenant erkenne mich an disem briefe, daz die vorgeschoben dinge
mit mime guten willen gunst und gehelle also zwüschent uns beidesite Zugängen
und beschehen sint, wenne ez mir und eyme yeglichen burggrafen an dem burggra-
fen ambabt besser und nützer ist getan danne gelaszen umbe daz, daz eyme yegli-
chen burggrafen, der danne zu ziten burggrafe ist, nie würt und ouch eins burg-
grafen reht deste baz bevestent und bestetiget würt, als vorgeschriben stat. darumbe
so habe ich min ingesigel gehencket an disen brief und wir Walther Schanlit, Vollze von
Wiversheim, (ainlzelin Swemmer, Claus Hartmüt, .lohans Brügeler, Johans l.angnefe
und Johans genant VeUerhans schölTele an dem antwercke der küfler vorgenant ver-
jehenl und erkennent uns ouch an disem briefe, daz die vorgeschriben dinge ouch
mit anserme und dez antwerckes gemeinlichem gutem willen gunst und gehelle zu
gangen und beschehen sint. wände ouch daz antwercke, die ouch darumbe beruffet
und besendet sint und yn ouch diser brief von worte zu worte vorgelesen ist
und sie alle einhelleklichen in die vorgeschriben dinge gehollen habent. darumbe so
haben! wir von unsern und uuserre nachkommen an dem antwercke und ouch von
dez antwerckes wegen unsere ingesigele alse schöffele dezselben antwerckes ouch ge-
benckei an disen brief. der geben wart an dem nehsten mentage vor unserre
frowcn läge der liehtmessen in dem jare da man zalle von gotz gebürte drüczehen-
hunderl jare ahlzig und fünf jare. und sint dirrc briefe zwene gliche, der eynie
146 1385
by mir Johans von Mülnheim dem burggrafen und der ander by uns den vorgenan-
ten koffern und dem antwercke und unser beidersite nachkomen blibent.
Str. St. A. V. D. G. B. 112. or. mb. c. 8 sig. pend. quorum. 4 et 7 dcl. Die Urkunde ist
canzelliert.
257. Nürnberg an die zu Mainz versammelten rheinischen Städteboten : als
ir uns geschriben habt von des tages wegen, der zu Slraszburg solte sin gewesen
Fcbr.iß. uf den sontag Reminiscere, daz ir den erlenget habt und geleget habint gein Spiro
Min-z 7. uf den dinstag vor Letare von des wegen, daz der hochgehorn furste, der herzog
von Teschin eime uwerme frunde verschriben habe, daz er von siner Sachen und
»tan it. unmiisze wegen für mitfasten heruz nit komen möge, haben wir wol verstanden.
nü lassin wir uwer wiszheid wissen . . . : dass man sich doch entschlossen habe an dein
ursprünglichen Strassburger Tage vom 26. Februar, dem auch der König auf ge-
thane Botschaft nach anfänglichem Widerstreben zugestimmt habe, festzuhalten und
zu diesem alle rheinischen Städte einzuladen bitte. datum in vigilia puriiicalionis
Marie anno 85. 1385 Februar 1.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49. cop. eh. coaev. (Auf demselben Blatt mit dem Brief vom
26. Februar und vom 5. Februar.)
Gedr. Ebrard, Annälierung Kg. Wenzels S. 28 nr. 5.
258. Item Philippus, Hans und Walter Wassicher hant unser statt zu Strass-
burg 10 gantze jare verschworen nacht und tag eine mile ect. actum feria sex- n
ta post purificationis Marie anno 1385. 1385 Februar 3.
Aus Weneker's Auszug aus den Protocollen. ed. : Dacheux pg. 193 nr. 3225.
259. Mainz an [Speier?]: sendet die Abschrift eines Briefes der Stadt Nürn-
berg an die rheinischen Städteboten vom 1. Februar (nr. 257.) sowie eines Schrei-
bens des Herzog Przemyslav von Teschen an Nürnberg vom 26. Januar (»r, 254) *>
welche erst nach Auflösung des Mainzer Tages angekommen sind, und bittet auch
den andern rheinischen Städten vom Inhalte dieser Schreiben Kenntnis zu geben,
datum dominica post purificationem Marie. [1385 Februar 5.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 49. cop. eh. coaev.
Gedr. Ebrard, Annäherung Kg. Wenzels. S. 28. 30
260. Mainz an Frankfurt : berichtet, dass die Boten der rheinischen Bundes-
städte . . . und die unsern dez einmutig wordin sin, daz sie und die iren und wir
und die unsern uwern mareket nicht suchin wollen alsz lange, biz daz ir mit den
stedin unsers bundis eynmutig werdent, den zol zu bestellen, alsz daz von in an
uns gestalt ist . . . Mahnt desshalb zur endlichen Regelung Ratsfreunde mit ans- I
1385 147
reichender Vollmacht nach Mainz zu schicken. datum feria tercia post festum
pnriflcationis Marie. tusn Februar 7.
Nach liegest bei Janssen, Fran/cf. B.-K. I. nr. 47.
Ebenda : liegest v. !). Februar (ipso die Appollonie) : Frankfurt an Mainz, daß man den
Zollstreit mit Straßburg den schwäbisclien Städten zur Entscheidung vorlegen wolle.
261. Pfalzgraf Ruprecht I enthebt Simon Wecker der Bürgschaft für seine
Schuld an die Strassburger .luden.1 Hetdttberg i:isr, Mrwr //.
Str. St. Arch. Karlsruhe. Copialb. 465.
lieg. Koch-Wille, Pfalzgr. Beg. nr. 4592.
262« Graf Johann von Nassau an Mainz, Strassburg und alle übrigen rheini-
schen Städte: beklagt sich bitter, dass ihm trotz seiner längst ergangenen, dringen-
den Mahnung die vertragsmässige Bundeshülfe nicht gesandt worden sei ; bittet aufs
neue um schleunige Sendung und Antwort durch den Ueberbringer des Briefes,
datum feria sexta ante doniiuicani Invocavit. [1880 Februar 17.]
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B fasc. XI. cop. chart. eoaev.
263. Die namentlich aufgezählten rheinischen und schwäbischen Bundesstädte
Ischliessen einen Bund mit den verbündeten schweizerischen Städten: Zürich, Bern,
Solothurn, Zug und dem Amt von Zug auf 9 Jahre vom Georientag (23. April)
1385 bis zum Georientag 1394. Die Grenzen des dadurch in den Bund gezogenen
h schweizer Gebietes sind folgende:... do die Ar ersprynget, daz man nempt den
Grymslen und Aren abc für Hasle, für Berne, für Solotern hin und iemer nie abe
der Aren nach uns au die stat, do die Ar in den Byn gat und den Bin wider uff unez an
die stat, do die Thure in den Byn gat und die selbe Thur ümer mer daruff unez an die
slad, do sie ersprynget und von dem Ursprünge die riht durch Curwalchen uff uns
p an die veslcn Kingenberg und von derselben Bingenberg über enhalb dem Gothart
hin unez uff den Blauler und von dannan hin unez uff den Tösel und von dem
Tösel wider über den grifin Grimslen, do die Ar ersprynget. . . . Geschieht inner-
halb dieses Gebietes oder auch nur an einem Einwohner desselben irgend welches
Unrecht oder Gewalt, so können von den verbündeten Städten zunächst die vier
benachbarten : Basel, Constanz, Ulm, Bottweil und durch sie, wenn es nötig ist,
wieder die übrigen schwäbischen, nicht die niederrheinischen... Stadt« um
Hülfe ersucht werden.
. . . doch sollen wir die vorgenanten von Zürich, von Bern, von Soloturen, von
Zugg und daz ampt zu Zugg den vorgeschriben stetden allen umb enkün sache nit
:« t'urbasz beholffen sin dann inne wendig den vorgeseiten ziilen und krassen und
nit us serhalb, wir tugent ez dann gerne ane geverde. aber wir die vorgenanten
1 Vgl. für dieselbe Angelegenheit. Koch- Wille, Pfalzgr. Beg. : Bupr. I entläßt aus der gleichen Bürg-
schaft : 1) 5. März 1385 die Gemeinde von Bergzabern. 2) 8. März den Grafen Heinrich von Lützelstein.
148 1385
von Basel und die andern swebeschen stetde alle gemeinlich und unsere iegliche
sunderlich sullent bii unsern eyden gebunden sin den obgenanten von Zürich von
Bern. . . . etc. daselbes usswendig den vorgeseiten zilen zu helffen mit aller unsere
vermügent in unsern kreissen ungeverlich, als ob ez unsere eigenlich sache were
und innewendig und auch usswendig denselben kreissen sollen wir yn zu helffe 5
kommen, wo sie hinziehent, sie alle gemeinlich oder ir dehein stat sunderlich mit
zweynhundert spiessen zu rosze erber wol erzugeter löte, die wir yn uff unsern
phennig und genczlichen uff unsern kosten zu inen setzen sollent nach ir manungc
bii unsern eyden unverzogenlichen in den nehsten vierczehen tagen hundert spiesse
und darnach in den nehsten vierczehen dagen auch hundert spiesze, die wir danne 10
bii ynen sollent haben alz dicke sie wollent oder ynen daz notdurftig ist
die sie danne teylen, legen underschicken mogent in ir statt und in ir lender und
in ir vesten wie und wo inen das förderlich ist ane alle geverde und sol
auch ieglich statt die hilffe in ir selbs kosten han ane alle geverde. aber die hilffe
und der kost, so über die vorgeseiten zwey hundert spiesz löffet oder gen wirt, sol i:>
die nydern rin sehen stetde nit anegen noch ruren ane alle geverde. ez sol auch
ieglich stat den vorgeseiten spiessen behusunge geben, denen, so danne bij inen ligent
ane derselben spiesze kosten. . . Bei Gewalt und Angriffen auf die schweizer Städte
ausserhalb des oben umgrenzten Gebietes sollen die rheinischen und schwebi-
schen Städte, und zwar jedesmal die dem Thatort nächste, sofort und unaufge- 1
fordert Hülfe leisten. Gleicherweise sind innerhalb ihres Gebietes die schweize-
rischen Städte den rheinisch-schwäbischen Bundesstädten zu sofortiger Hülfe ver-
pflichtet, welche letztere alle ihre Gesuche um Hülfe an den Bat von Zürich zu
richten haben. Beide vertragschliessenden Parteien behalten sich vor ausser diesem
Bunde noch irgenwelche andere jenem nicht zuwiderlaufenden Verträge einzuge- 25
hen und garantieren sich gegenseitig den augenblicklichen Besitz- und Bechtsstand.
datum Constanz feria tertia post Invocavit. Constanz [1385 Februar '41.]
Str. St- A. G. U. P. lad. 48/49 h. fasc. III nr. 28. 2 cop. chart. coaev. auf 4 einst zu-
sammengehefteten stark lädierten klein-folio Blättern.
Ebenda das undatierte Fragment einer Copie der Urkunde, durch welche Luzern sein :j(l
Bündnis mit Zürich befestigt und sich für die Dauer des Bundes mit den rheinisch-
schwäbischen Städten zu der vertragsmässigen Hülfe verpflichtet.
Gedruckt (teilweise) : Lehmann : Chronicon Spirense p. 749, jedoch nach anderer Vorlage
mit dem Datum Zinstag vor Mathies Tag (Febr. 21. 1385).
Gedr. Lünig, D. B. A. p. spec. cont. IV, 1, 89. 35
Gedr. Eidgenössische Abschiede I, 2 p. 307 ff. nach dem Zur. Orig.
Beg. Vischer, schiväb. Stdteb. nr. 234. — Boos, Wormser Urkb. II nr. 859. — Scriba,
Hess. Beg. nr. 3354.
264. Die rheinischen Bundesstaate erklären, daß sie von den 200 Qlefen, welche
laut Vertrages den schweizerischen Städten im Fall der JVol ton beiden Bünden
zu senden sind, 50 Glefen stellen wollen. [1385 nach Februar 21.] 40
Wir die burgermeistere etc. der stetde Meintz, Straszburg etc., die den
bond uff dem Rine halten, bekennen und dun kunt offenliche mit diesem briefe allen
1385 I w
den, die yn anschcnt, horent oder lesent also, als die ersamen wisen unsere Heben
fronde and eitgenossen die bur^ermeistere etc. der stetde Regensbnrg, Basel .
die den lniiid zu Swaben und in Francken haldent, eyn verbuntnisse und ein ge-
truwe gesellschaff) von ir selbes und ouch von unsern wegen ufTgenommen gelobet
5 und zu den heyligen gesworn ban mit den ersamen frörnen und wisen luden, den
burgenneistern etc. der stedte Zürich, Berne, Soleiern, Lucerne, Zug und dem ampte
zu Zug yn mit sweyhundert gleen zfi yren noden zu dienende, als die bontbriefe
uzwisenl, die darüber gegeben und versigelt sint, soll man wissin, daz der verbünd
Unser guter vville wisse und verhengnisse ist mit solieben furworten und under-
iu scheiden, als hernach eygenlich volget geschriben mit Damen also, daz wir in guten
dm wen globel und zu den heyligen gesworn hant: wer ez sache, daz die vorge-
turnten unsere eitgenossen die stetde zu Swaben und in Francken von den ege-
nanten den von Zürich, von Berne etc. gemant wurden noch uzwisunge der vor-
genanten buntbrieffe und uns dan dieselben unsere eitgenossen furworten in den
i5 rat zu Spire und uff ire eyde ermaneten mit irme gewissen botten oder brieffen,
Idaz wir dan darnach, so unser iglicher stat daz von den von Spire verschriben
würde, in dein liebsten mande den vorgenanten von Zürich, Berne etc. mit funff-
zig gleen zu den anderhalb hundert gleen, die unsere eitgenossen von Swaben und
in Francken darzi'i schicken sollint, wol bereyd und wol erzuget zuhelfle komen
M sollen an die stad, do uns dieselben unser eitgenossen hin gemant hant, den vor-
I genanten von Zürich, von Berne etc. domitde zu dienende nach uzwisunge der vor-
genanten verbind brielfe. und sin yn ouch darüber ouch nit me schuldig zu dienen
dan mit den vorgenanten funffzig mit gleen nach uzwisunge der egenanten ver-
buntbriefe. werez ouch, daz iemant die vorgenanten von Zürich, von Berne etc.
oiler die iren ir lip oder gut [LScke] in der art und in unser gegen angriffe oder
beschedigete und wir dez gewar wurden, so sollen wir ynn in derselben unsere
gegen mit grossem ernste zu helffe komen, wiewol wir dez nit ermant wirtden,
als vor anderscheiden ist zu glicher wise, als unser iglich stad daz selber angienge.
und sollen daz dun by den eyden, die wir darüber, als vor erludet, gesworn ban.
* doch so ncnien wir in allen disen vorgenanten sachen uz daz heylige romsche
riebe und alle blinde, die wir vor diser bontnisse getan ban und darzü alle die,
die wir in denselben bontnissen uzgenomen han. dez zu urkund etc.
Darunter von anderer Hand folgende Notiz :
Es were auch uns stetten allesament, die zürn bunde gehörent notdurftig nütz-
lich und gut, daz man besorge, wenne man in eins herren oder stat helffe sig,
daz man daniie niemanne von derheinre anderre manunge wegen schuldig were zu
hehlende nutze an die stunde, daz man von dem velde und wider heime komen
ist, und da/, man ouch daz sonderliche ietzent besorge in der von Zürich und der
waltstette verbüntnüsze.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/491». conc. dturt. eoaev. ohne Datierung.
150 1385
265. Aufzeichnung von den gemeinschaftlichen Tagen der rheinischen und
schwäbischen Bundesstaate zu Mainz und Speier. [1385 zwischen 7. und 28. März.]
Gedechtnisze, als der stete erbern botten und fründe der bunde an dem Rine
und Swaben zu disen ziten zu Spire und zu Mentze under handen gehabt hant.
Zürn ersten, als der bischof von Strazburg gemant hat uf den Grafen von *
Hochberg.
Item als unser herre der kunig den lantgraven von Luchtenberg gen Spire ge-
schicket hette mit des bundes fründe zu redend von sache wegen, die in heime-
lichkeit verüben sol.
Item von des bischof und der pfaffheit wegen zu Wormsz und der stat da- '"
selbis umb zweiunge, als si miteinander hant, daran ein gutlich stallunge ist bis
Mai 4. uf sant Walpurgetag nehstekomend, und den tag allen und einen gutlichen tag
Nov. ii. zu Spire oder zu Germersheim, wie daz gefeilet zu leisten uf sant Martinstajj
nehstkomend.
Item von des tages wegen zwüschent grave Emichin und den von Flecken- »
Mm-. M. stein uf den dinstag nach Palmen zu Wormsz neste zu leisten.
Item der zol von Manheim het dis jares getan 1100 gülden und 14 1/2 gülden
minr 8 heller, als daz der zolschriber daselbis uf .sinen eid genomen und den er
• sime herren dem herzogen getan habe.
Item von der süne wegen, als grave Ruprecht und grave Johan, graven zu 2n
Nassöw, und graven Ruprecht und juncher Alff ' graven zu Nassöw und grave
Ruprecht und Johan von Aldendorff aller sachen mit einander gesuiiit sin.
Item von dez nuwen zolles wegen uf dem Meyne.
Item von Georien wegen von Entzeberg, der den satz ufgesagit hat.
Item von Schencke Eberhartz wegen und her Conratz von Franckenstein. 25
Item von desselben Schencken Eberhartz wegen und der von Franckenfurd
burger wegen.
Item von der von Zürich und von der Waltstetde.
Item von des bruckenzolles wegen zu Germerszheim.
Item von grave Johans von Solmsz und der von Wetflar wegen. 3"
Item die rechenunge, waz iedie stat von des bondes wegen usgeben hat, is
Noo.ii. ufgeslagen uf sant Martinsdag, so der stetde frunde zu Spire sin sollen.
Und gedenkend an die schriber zu Mentze.
Item gedenkend an die von Cölle und die von Metze.
Str. St. A. G. U. P. lad. 49. cop. eh. coaev.
Gedr. Ebrard, Annälierung Kg. Wenzels. S. 30 nr. 7. — Vgl. Quidde, d. schw.-rh. Städtcb.
S. 178 not. 1.
266. Speier an Strassburg : . . . als ir uns geschriben hant, wie das ir uwer
Man 11, erbern botten uff disen liebsten dinstag nach mittelfasten by uns zu Spire meynent
3.1
Adolf.
1385 l.-(1
m habende alsc von der sache« wegen aasen betreu des romschen konigis, daruff
l.i-in wir ewer wisheii widder wissin, das uns der selbe dag auch also wol gefeilet.
und wir hau das zii slnnl ansern (runden, den von Meaezfl l'urbasser verkündet mil
unserni briclle, das sie ir frunde auch off den vorg. dinstag hy uns wollen haben.
und wir verseilen uns, des sie das also tun. were aber, .las wir üt anders von yn
emphönden, das wollen wir lieh lassin wissin, so wir aller furderlichest mohtent
laliun feria ipiaila posl doniinicam Uculi.
Str. St. A. AA. 118. or. eh. I. cl.
[13HS März 8.]
267. Wenns an die rheinischen Bundesstaate: mahnt um Hülfe gegen in Mi-
111 sehol Eckhard und die Geistlichkeit von Worms und Neuhaus, die des Stadt Un-
reeht llmn. daliiin feria quarla ante Letare 1385. 1385 März 8.
Nach Reg. b. Janssen, Frankf. R.-K. 1 nr. 49.
Selz beizustehen zur Beilegung einer Streitigkeit mit dem badischen Eigenmann
,:' Hans lüiilseliiili.- daluin Baden dominico die, quo canlatur Letare anno 1885.
I Baden .1383 März 12.
Str. St. A. AA. 84. or. eh. 1. cl.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1393. vgl nr. 1369.
269. Die zu Speier versammelten rheinischen Städtebolen an Slraßburg unter
(/cm Siegel von Speier.- berichten von den günstigen Nürnberger Verhandlungen des
Ik'önigs mit den schwäbischen Städten und fordern mil der Bitte um schnelle Mit-
teilung an Schlettsladt und Oberehnheim zur Beschickung eines neuen Tages zu
Speier auf. [1385 März 15.]
Unsern dienst bevor. lieben frunde und eitgenossen. wir lant och wissen,
M daz uns gemeine stette dez bundes in Swaben, also die ietzent zu Nüremberg bi
unserm herrn dem kunig sint verschriben habent, daz sie von solicher ernstlicher
und treflicher läffe wegen, also sie vernomen habent, die sü und uns antreffende
Isint, ir botschaft darumbe zu uns gen Spir, do sie uns von allen stetten unsers
bundes bienander meindent, funden han, begeren zu schickende uns von söli-
ehen ernstlichen sachen und loffen zu underwisende und sich darumbe mit uns zu
anderredende, wände na der slette unsers. bundes frunde nit alle uf disem tage zu
Spiro gewesen sint, so habent wir durch unser aller stette notdurft willen nach soli-
ehen ernstlichen loffen uns und daz gemeine lant antreffende sache wir uns verse-
1 Wohl das geplante Bündnis des Königs mit den Städten, vgl. nr. 258.
8 Schott [1383] 6. Becember {ibid. AA. 103) klagen die Markgrafen Bernhard und Rudolf über den
bösen Buben, Hans Rintschuh, welcher den Abt von ScU 'böslich* verleumdet, ihm seinen Bruder ermordet
zu haben, und bitten dem Abt beizustehen, (vgl. über die Datierung dieses Briefes ohne Jahretangabe
1(<U i, Markgr. v. Bad. nr. 1369.)
VI. 20
152 1385
Man k. hent darumbe tag gen Spire gemachet wider bienander zu körnende uf den nehsten
dunrestdag zu obende vor dem Palmtag zu nehste und han ouch denselben tag den
swebischen stetten gen Nürenberg kunt getan, davon lieben fründe, so nit enloszent
ernstliche, ir habent ane allen vürzog uwere erbern botten mit uwern gewalt uf den
egenanten dunrestdag zu Spire und do söliche ernstliche löffe von den swebeschen •
stetten zu verhörende und danne darinne mit in unser aller und dez gemeinen landes
ere und nutze, alse verre wir genügent, wir zu wendende, alse uns daz eine gros
notdurft duncket sinde. ouch so befelhent denselben uwern fründen von sölicher
stucke wegen, alse die von Spire uch denselben uwern fründen von sölicher stucke
wegen, also die von Spire üch und andern unsern eitgenossen vormals verschriben 10
uf disem tage zu sinde och danne derselben stücke uf dem vorgenanten nehsten
tage ustrag zu gebende, und lieben fründe so nit enlaszent, ir verkündent ouch
das so bi tage so bi naht denen von Sletzstat und von Obern-Ehenheim, daz sie vür-
derliche und äne allen verzog ire fründe mit den uwern umbe der vorgeschriben
Sachen willen uf den vorgenanten dunrestag gen Spire schickent, wände wir die I5
andern stette unsers bundes daruf öch also verschriben habent. datum feria
quarta post Letare sub sigillo civitatis Spirensis ex jussu nostro.
Von uns der stette des bundes am Ryn
fründen alse wir ietzent zi'i Spire bi enander gewesen sint.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48j49. cop. eh. eoaev. 20
270. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Speier: berich-
ten, dass die Ritter Peter und Otto von Tunfeld, sowie Berthold von Ahenheim
auf offener Reichsstrasse Regensburger Kaufleute angegriffen, und ihre fünf Wagen
auf die Burg Siulberg geführt hätten und fordert Speier und alle übrigen rheini-
schen Städte auf, in der Woche nach Pfingsten, die vertragsmässige Anzahl Glefen 25
nach Heilbronn oder Wimpfen zu senden. datum des nehsten frytags nach sant
Georgen dag anno domini 1385. 1385 April 28.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 •>. fasc. VII. cop. eh. eoaev.
271. Bundesabrechnung der Städteboten zu Speier. 1385 Mai 1.
Als der stette fründe gemeinlichen ein rechenunge daten zu Spire uf sant 30
Waltpurg dage anno etc. 85, waz ieglich stat dez bundes bis dar von der lesten
rechenunge her uszgeben hatte, so hattent die von Spire usgegeben 523 güldin.
item die von Mentze 827 guldin. item die von Strazburg 307 güldin. item die
von Sletzstat 38 güldin. item die von Hagenöwe 13 guldin. item die von Wis-
zemburg 9 güldin. item die von Worms 169 güldin. item die von Franckenfurt ss
210 güldin. item die von Frideberg 12 güldin. an derselben rechenunge geburt
ie der stat zu gebende von ie der gleven, die sie zu dem bunde heltet 4 güldin.
darüber verlibet der gemeine bunt dannoch schuldig uf die nehste rechenunge 90
1385 153
guldin. und sint ouch die 100 guldin mit gerechent, die zu Wetflar an den Juden
stent.1 und ist ouch in der selben rechenunge uszgcsatzl der von Strazburg
kosten, die sie mit dem böptmanne für Kritzberg und ouch mit den puffern und «Ich
sniide zi'i Wetflar gehabt hant. und darzü der von Franckenfurl kost, als si hattent
bürg Solmsz zii brechen * und ouch den von Fridcberg uinbe ir werg zu demselben
besesze zu fürende.
Str. St A. G. U. P. lad. 48(49 B. cop eh. coaev.
272. Hermelin Streifte von Landenburg und Hans von Albe {Johann ton Bilsch)
an Meister und Mal. von Strassburg : bedauern derr von ihnen in ihrer Vorstadt
i« angesetzten Sühnetag mit Johann von Lichtenberg allerlei Fehde wegen nicht besuchen
zu können und bringen statt dessen einen Termin in Vorschlag zu Wörth vor Hein-
iich von Lichtenberg oder zu Heichshofen vor den Herrn von Ochsenstein, oder zu
Speier vor dem Rat; bitten am Entscheid und Sendung von Bevollmächtigten an den
bebreffenden Ort. geben uf samstdage nach des heiligen erützes dage alse ez fun-
i5 den wart anno 1385. 1385 Mai 6.
Str. St. A. Abt. IV. 72. or. eh. 1. cl.
Vgl. Lehmann, Gesch. v. Hanau-Lichtenberg I, 152.
273. Aufzeichnung über den Abschied des Städtebundstages zu Worms, Sonn-
tag nach Walpurgentag 1385: 1) Ansetzung eines Städtetages zu Mainz auf den 17. msuaii.
20 Juni. . . wegen der uszsprache zwüschen den graven von Nassouwe. — 2) Soll jede
Stadt innerhalb 14 Tage nach Speier melden, ob sie mit der Aufnahme des Mark-
grafen von Baden in den Bund durch die schwäbischen Städte einverstanden sei. —
3) Sollen auf dem Mainzer Tage selbst alle Städte ihre Ansicht äussern über die
geplante Aufnahme der Städte Metz und Cöln sowie der Grafen von Walheim (?) und
äs Hinecke. — 4) Sollen die am 1. Mai zu Speier festgesetzten Bundesbeiträge bezahlt
werden. — 5) Auch sullen alle stetde botten sich herfaren an yren frunden und
höbtlüten und der von Strazburg höbtman vor Entzberg umb ir pfiffer und iren
smyd zu Wetflar und umb die von Frankenfurd als sie die bürg Solmsze brachen.
— 6) Soll Frankfurt den Mainzer Tag beschicken wegen des Zolles zu Höchst. — 7)
30 Sollen alle Städte ihre Meinung sagen lassen. . . . von der von Mentze ridemeistern,
»als der einer an den andern in keiner botschaft von des bundes wegen riden wil,
waz das beste do inne fürzükeren sie, daz man groszen kosten verhalden möge. —
8) Soll jede Stadt in 14 Tagen sich nach Speier äussern über die Mahnung der Stadt
Worms gegen ihren Clerus. — 9) Ist das Resultat der am 1. Mai zu Speier abgehal-
35 tenen Bundesabrechnung : a) jede Stadt zahlt auf jede vertragsmässige Glefe 4
i Vgl. unten die Bundesrechnung vom 26. August 1386, die mit der obigen auf demselben Blatte
steht.
2 Vgl. nr. 273.
154 1385
Gulden. — b) verbleiben dann noch für die nächste Rechnung an Bundesschulden
90 Gulden und 100 Gulden, ... die zu Wetflar under den Juden stent. und ist och in
der rechenunge uszgesatzt der von Strazburg kosten, den si mit dem höptmanne
für Entzberg öch mit den pfiffern und dem smyde zu Wetflar gehabt hant und <Vh
der von Franckenfurd kost als si hattent bürg Solmsz zu brechen und öch mit den s
von Frideberg umb ir werck zu demselben besesze zu fürende und sol ie die stat ir
antzal an der vorgeschriben rechnung geben uf den liebsten tag als man wider zü-
samen kompt. — 10) Hat man beschlossen, dass jeder Angehörige eines Rates min-
destens 5 Pferde haben soll, wenn er in Bundesangelegenheiten reist und dazu 1
Gulden pro Tag Zehrungsgeld. Etwaiger Verlust an Pferden auf solcher Reise soll io
ihm von Bundeswegen ersetzt werden.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48(49 B. fasc. XI. eh. coaev.
274. Mainz an Strassburg und die übrigen rheinischen Städte : Johann und
Ruprecht von Nassau haben sich nach mündlicher Unterhandlung bereit erklärt,
den Termin ihrer Mahnung gegen Gerhart von Seibach und Heintzichen Lorbecher a
bis St. Johann Baptisten tag (Juni 24) hinauszuschieben. Die Städte werden dring-
lich ersucht zu diesem Tage jede ihren Anteil an der Gesammthülfe von 40 Gle-
fen nebst den Widersagebriefen nach Mainz zu entsenden. geben under unser
stette ingesigel uf den zinstag vor dem heiligen pfingestdage anno. . . 85.
1385 Mal 16. 2U
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. cop. eh. coaev.
275. König Bichard II. von England richtet an Meister und Bürger von Strass-
burg das Ansuchen, dass sie Bruno von der Hohen-Rappoltstein als ihren Bürger
anhalten, den von ihm gefangenen englischen Ritter Johannes Harleston frei zu
geben. datum sub privato sigillo nostro apud palatium nostrum Westmonasterü tt
24 die junii anno regni nostri nono. West,,, inster- Palast 1385 Juni 24.
Nach Wencker, de ussburg. 169 nr. 2. gedruckt: Bappolt. Urkb. II nr. 245. or. im Str.
St. A. nicht aufzufinden.
Vgl Hegel, KmigsJwf. II, 681.
276. Bruno, Herr zu der Hohen Bappoltstein, rechtfertigt sich (gegen Meister 30
und Rat von Strassburg?) wegen der Gefangennahme des englischen Ritters Jo-
hannes Harleston. [Ohne Datum.] [1385 nach Juni 24.]
Transseription (nach einem nicht mehr vorhandenen pergam. Zettel) in Colmar B. A. Ann.
Bapp. (E 1039) fol. 46. Barnach abgedruckt bei Wencker, de ußburgeris 178 und
daraus neuerdings im Bappolt. Urkb. nr. 246. 35
277. Markgraf Bernhart zu Baden an Meister und Bat von Strassburg : als
wir vormals unser botschaft zu fleh getan haben von Martin Malterers .wegen als
1385
186
von der ni'ime wef, Hie im EUchenberg getan hat, und ir «Im iin-ern gceulworl
hant, <laz er das weder von neb noch zu n«h getan habe und oweb swer langer
ml sy. . . laszen wir üch wiszen, duz uns fürkomen tat, duz liichcnberg zu. Slet-
slal barger sy, die ouch zii üwenn bunde gehören und den ir ouch für -i<-
s versigelt hani und die wyl Martin uns von unsere berren wegen von Österreich
zii rerentworl md zu versprechen stet, als ir wol wissest, und wir üch
(iik-Ii von des selben aasen horrec wegen ae ssaxtea haben, als ir an unsa brief
wol gesehen und gehört hanl. herumbe so bittest und manen wir üch von in
hciTon «regen von Osterricb ernstlich, duz ir ower erber ecdelich botschaft sa dsa
«von Sielstal tun wollent und solich mit in reden, daz Wellenberg von in undci-
wisel werde, duz er Martin sin schaden und die minie widerkerc nach der cyniingc
Bage, als zwischen unseiin herren von Oslerrich, üch und den andern sielten i-l
oder daz sie aber zii gelegen tagen schicken, und waz sie und Miehcnbcrg Mar-
lin von rechts wegen nach der einung sage tun sollen, daz sie im daz tun, wann
15 in daran wol begnügen sol. und wollent ouch üvvern ernst darzü tun, daz daz
also geschehe, als wir üch dez von unsers herren wegen von Osterreich sunder-
lieli wol getruwen. ouch haben wir verstanden, wie daz ein teil üwer hurgere
knehte hy der geschibt ouch gewesl syen dar umb Martin uf eini gelegen tag mit
ich t euch wol begnügen sol nach der eynunge sage. datum Eberstein sabbato
so posl Margaretbe virg. a. d. 1385. EfrsrsMn 188& Juli 22
Str. St. A. AA. 84 nr. 18. or. eh. lit. cl.
Heg. Fester, lieg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1398, wo das Stück jedoch auf den 15. Juli
datiert wird, obwohl nach der Margaretenfeier in der Straßburger JJiöcese {15. Juli)
doch der 22. Juli anzusetzen ist.
278. Graf Johann von Nassau an Mainz und die rheinischen Städte: bittet
abermals ihm Widersagebriefe gegen Robin und Johann von Micken und Sif'rid von
Seibach zu senden und der bei ihm weilenden Bundeshülf'e Anweisung zu Feind-
seligkeiten gegen diese Herren zu geben. — ... ouch lieben besundern fründe, so en-
hanl die von Strazburg noch kein ir dienere bi uns beschicket, bittent wir
N ach mil llisze, daz ir die underrihlen wellent, daz si uns hallent, wie unser
verbunlbriefe uzwisenl, daz wir von in nil schriben oder Bagen endiirllcn, daz
uns zii kurtz von in geschehe, und wcllenl üch her zii bewisen. als wir lieh ge-
Iruwenl. . . . datum ipso die bealoruni Sixli fclicissimi ei Agapiti martiruni.
[1996 ('.')] August C.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48(49 B. cop. chart. coaev.
279. Koni«; Wenzel an SUaeobaif : begebet, dass man auf Sonnlag nach Bar-
tholomäus Bevollmächtigte nach Speier schicke, wohin auch er unverzüglich seine Aug.n.
Holen : Hans Graf vmi Spunlieim. Seit'rid von Veningcn den Deutschordensmeister
null Volmer von Wickersheim, landTOgt im Elsas«, entsenden werde. . . . von we-
15G 1385
gen der Juden, der guidein muncze und ander saehen das reiche anrurend. Burg-
leins des montags vor Laurencii reg. boh. 23 reg. rom. 1Ü jaren.
Burglitz 1385 August 7.
Str. St. A. AA. 107 nr. 43. or. eh. I. cl. c. sig.
Gedr. D. B. A. I. nr. 283.
28Ü. Mainz an Strassburg teilt mit: dass Wetzlar und Frankfurt jetzt einen
Sühnevertrag mit Johann von Solms geschlossen haben und sendet, um möglichst
schnell Kenntnis zu erhalten, wie die übrigen rheinischen Städte sich zu derselben
stellen, Adolf Wisze Bürgermeister von Frankfurt und Jacob Medetrost Bürgermeister
von Mainz nach Strassburg, wo sich auch Abgesandte von Schlettstadt und Oberehn-
heim einfinden mögen. datum feria seeunda ante diem beati Laurentii.
[1383 August 8.]
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 C. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del.
281. Slraßburger Gesandteninstruction für einen Tag zw Speier. [1385 August.]
Unsere botten, die gen Spire 1 werdent varen, sollen gewalt han aldo zu redende
von unserre manunge wegen, die wir den forsten tun wellen. Überkomet men denne,
daz man dieselbe manunge sol loszen vollegon, so süllent es unser botten vollen
gewalt haben zu tünde.
Item dieselben botten süllent uff disem nehesten tage zu Spire reden, daz man
viere von dem gemeinen bunde gen Esselingen 2 sende und nüt von ie der stat be-
sunder botten do hinschicke, doch waz die andern stette do domitte tünt, des sollent
unser botten ouch gewalt haben zu tünde.
Item wir söllent den von Hagenöwe abegeschriften geben unserre manungen, die
wir den fürsten und den swebischen stetten tun wellent, und sol ouch irem botten
sagen, daz man uff dem tage zu Spire reden wolle von der botten wegen gen Esse-
lingen zu senden.
Wir söllent ouch diener von dem lande gewinnen umbe gelt.
So der von Sletzstat und von Ehenheim glefen har komment, söllent wir unser
zwentzig mit glefen gen Hagenöwe mit in senden und .sol man die legen an die
stette, do man ir denne notdürftig ist.
Unser botten sollent do in denan (?) uff dem tage verhören von der vereynunge
wegen des küniges und der stette 3 und söllent doch keynen gewalt haben ütschit
do von zu verendigende, wenn sü söllent es wider hinder sich ziehen.
1 Ein Tag zu Speier, der hier gemeint sein kann, findet statt Ende August 1385, vgl. oben Wenzels
Brief vom 7. August ; Speiers Brief vom 22. August. 35
2 Wohl der Eßlinger Tag im August.
3 Die hier erwähnten Bündnißverhandlungen zwischen dem König und den Städten weisen dies
Stück noch bestimmter in das Jahr 1385.
1385 157
Von der manunge wegen, alz die stette meinent, daz eine die ander nüt manen
Bolte, obe die forsten an hüben zu kriegen, darumbe sollent unser botten keinen
gewalt haben ütschit dovon zu verendigen, su mßgent wol do von boren und denne
daz wider hinter sich ziehen.
5 Von der eynunge wegen, alz bertzog Stephan mit ettelichen stetten gerett hat die
vürbnsz zfl machende, do mögent unser botten wol von hören reden und sollent doch
keinen gewalt darumbe haben.
| Von der briefe wegen, alz etteliehen fursten verschriben sint.]
Von den von Basel wegen sol man vür den rat tragen, ist es des rotes mey-
io nunge, so beduhte die gut sin, die bienander worent, daz man do by beliben sol, alz
t cheffei und amman überkoment sint.
Str. St. A. AA. 110. conc. oder cop. eh. coaev.
282. Bürgermeister und Rat von Speier an Strassburg: fordern auf zum Mitt-
och nach Bartholomäus (Aug. 31) Gesandte zu ihnen zu schicken und diese Auf-
i!> Forderung auch an Schlettstadt und Oberehnheim zu übermitteln, um: unserme herren
dem kiinig von derselben siner botschafft wegen einer antwurt von uns gemeinen
stetden zu ubirkomen und von der manunge wegen, als der bischoff von Würtzburg
uns die stetde gemant hat . . . und von des zolles wegen zu Hoeste, den zu bestel-
lende. . . datum feria seeunda proxima ante diem beati Bartholomei appostoli.
20 [1385 August 22.1
Str. St. A. AA. 118. or eh. I. el.
283. Die zu Ettlingen versammelten schwäbischen Bundesstudie unter dem Siegel
von Ettlingen an [Straßburg] : über das mit dem Markgrafen von Baden abzu-
schließende Bündnis, die Ansetzung eines Tages zu Speier und andere Bundesan-
25 gelegenheilen. Esslingen 1385 August 22.
Fursichtigen wisen besundern lieben frunde und eitgenossen unsern fruntlichen
willigen dienst wissent uns allezyt bereit voran, lieben frunde. wir verkünden uwere
wiszheit, das wir von der verbuntnusse und eynunge gen unserm herren dem marg-
grafen, als das vormals etwie dicke mit rede an uch und an ander stete uwerre und
m unserre eitgenossen an dem Ryne braht ist, mit derselben unsers herren des marggrafen
reten aber rede gehabt haben in sollichor masze, das wir hoffen, das nit brüch unserre
lialber mer daran were, ob uch und den andern uwem und unsern eitgenossen an
dem Ryne das ouch gefallen wolte. wer es aber, das ir und ouch die andern stete
an dem Ryne die verbuntnüzze nit vermeynten, so legen doch desselben unsers herren
Ides marggrafen rote uff sollichen wegen ob dieser buntnusse gen uns steten volle
gienge, das danne ir uns noch wir uch uff unsern herren den marggrafen nit manen
sollen, darzu lieben frunde, so haben wir etwie dicke an uch erfordert den brieff zu
«eben gen den Waltsletlen, ob den iht schad oder angriffe by uch besehenen, das ir das
wenden und darzü tun woltend, als ob das uwerre selbs sache were und uns besunder
158 1385
einen briefT zu gebene von der funffzig spiesz wegen, die ir uns an den zweyn hundert
spieszen, die wir den Waltstetten dienen suln, zu hilffe senden suln, wanne das zii
manunge queme, als ir uns das verheissen hant, das noch bisher verzogen ist. denne
von der briefT wegen ze fertigen und zu besigeln, die ir uns von der von Basel wegen
und die von Basel wider umbe einander geben suln, des abschritten by uwerm statt- s
schriber ligent, als das vormals auch usz geretd ist, so ist danne mer an uns ge-
worben, das grave Johans von Wertheim, grave Götze und grave Ludwig von Rynecke,
Schenk Cunrat der elter von Erpach, den man nempt Rauch, und Schenk Heinrich
von Erpach, herr Conrat von Byckenpach der elter, herr Dietherich und herr Conrat
von Bickenbach gebrudere sich gerne zu uns verbunden wolten. nü were uns gefel- w
liger, das sie sich beide zu uch und uns verbunden, darumb lieben frunde bitden
wir uwerr fruntschaft mit ernst vlizzentlich und iemer durch unsers diensts willen,
das ir gemeyne stette uwers bonds an dem Ryne uwer und unser eitgenossen zu
uch gen Spire züsamen manent uff die nehsten mitwochen ze naht vor unserre frou-
sepibr. e. wen tag nativitate ze nehste zu kommend mit vollem gewalt umbe alle vorgeschriben 15
stucke, so haben wir unser guten frunde und erbern botden ietzo geordnet zu uch
uff denselben dag zii kommend, das der sache da ende und usztrag geben weide
das wollen wir umbe uwerre wiszheit in allen saehen iemer gerne verdienen als wir
uch danne vormals gemant haben umbe die summe uwer gleen, der ir uns nach des
Verbunds sage schuldig sint, derselben manunge aber wir ufl'schlag geben haben bis «
uff des heiligen crutz dage exaltationis zu nehste. bitden und manen wir uch ernst-
sepibr. u. liehen nach unsers Verbunds sage, das ir uwer spiesz uff desselben heiligen crutz
dag zu nehste zu Mulnhusen haben und ouch das furderlichen allen andern stetten
an dem Ryne uwern und unsern eitgenossen ouch verkünden wollen, daz die ire
spiesz uff die selbe zyt ouch da haben, da tund ir uns besunder grosz liebi und 25
dienst an. geben zu Esselingen von unserre aller heissentz wegen under der von
Ezzelingen ingesigel an zinsztag vor Bartholomey anno 85.
Von uns gemeynen stetten des bonds in Swaben, als wir uff disz zyt zi'i Bsse-
lingen by einander gewesen sien.
Str. St. A- 0. U. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. lit. el. c. sig. in v. impr. del. (ohne 30
Aufschrift.)
284. Drei Malmbriefe des Grafen Johann von Nassau an Mainz und die rheinischen
Städte : 1 . Brief : Da Salentin und Gerlach von Isenburg seinen Feind Gerhart von
Seibach unterstützen, so bittet er auch diesem unverzüglich Absagebriefe zugehen zu
lassen. — 2. Brief fordert wegen Unterstützung desselben Herren Absagebriefe an bi
den Probst zu Achen Wilhelm zu Wide. — 3. Brief verlangt Absagebriefe wider
Johann von Sohns wegen räuberischen Ueberfalls auf offener Beichsstrasse. —
Datum der drei Briefe : feria tertia proxima ante festum nativitatis beate virginis
Marie anno 85. 1385 September 5.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. B. 46. 3 cop. cluirt. coaev. auf demselben Blatt.
1385 150
285. Av[:f'irlniuii<j ii/jrr ri,ir Beratung der Städteboten in Sachen Herzog Leo-
polds und der Waldstädte. [J38S.J
Ein teil bedachte gut sin und das es ouch unsrer stette erliche were, daz man
erbere hotten mache; von des hertzogen von Osterrich und der Waltstette wegen, die
zu in zii beidensiten varent und daz die zwisebin reden und versuchen, obe sie
siinc oder friden zwischenl in gemachen und vinden mügent und daz man doch oft
deste minre den von Spire verschribe und in abegeschriften der von Zürich und von
Rotwil briefe sende und sie bitte, daz sie den stetten einen kurtzen dag gen Spire
bescheiden von der selben Sachen wegen durch das, daz man alda mitenander uber-
i» kerne, waz den stellen dez bundes an dem Ryne miteinander dar zu sie zu tünde.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. cop. eh. coaev. auf der Rückseite der Copie des Mainzer
28G. Burckard von Mülnheim gen. Rechberg der Meister und der Rat von Strass-
burg an Worms, Speier, Frankfurt, Hagenau, Weissenburg, Schettstadt, Oberehu-
15 heim, Friedberg, Gelnhausen, Wetzlar, Pfederslicim : mahnen um die vertragsmässige
grösste Summe (liefen zu St. Gallus Tag (Octör. 16.) gegen Heinrich von Fleckenstein,
Emicho Grafen von Leiningen und seinen Helfer. datum vigilia seti Mathei anno
1385. 1385 September 20.
FranJcf. St. A. Copialb. VII ». 85 l>. nr. 294. eop. coaev.
2n 287- Burckard von Mülnheim gen. Rechberg der Meister und der Rat von Strassburg
Ian die rheinischen Sliidte (wie oben 20. Sept.): ersuchen dieselben dem Emicho von
Leiningen wegen ihres Bürgen Eberlin von Griffenstein ihre Widersagebriefe zu schicken
und ihre meiste Summe Glefen zu St. Gallus nach Weissenburg zu senden. datum
l'eria quiula proxima anle diem seti Michaelis anno 1385. 1385 Sejttember 28.
25 Frankf. St. A. Copialb. VII K 86 nr. 295.
2118. König Wenzel an Strassburg: bittet den Franz Nefe von Colmar, der nach
Mitteilung der Pfalzgrafen Stephan und Friedrich in Diensten des Reiches zu grossem
Schaden gekommen ist, 1 Jahre hintereinander den Rhein hinab je 30 Fuder Wein
zollfrei durch ihr Gebiet führen zu lassen. geben zu Präge 1385 an sand Michelstag
ao regn. hob. 23, regn. rom. 10. r,,nj 1385 Sejttember 29.
Str. St. A. AA. 107 nr. 34. or. eh. lit. cl.
289. Mainz an Frankfurt : teilt mit, dass ihr Reitmeister, welcher mit der von ihnen
und andern rheinischen und schwäbischen Städten erbetenen Hülfe gen Strassburg ge-
ritten war, zurückgekommen ist, weil der hetrelfende Streit mit Graf Emicho von Lei-
ningen inzwischen gesühnt sei. gebin uff den samstag vor Gallus. [1385 October 14.]
Frankf. St. A. Copialb. VII ■ fol. 86. cop. coaev.
vi. ai
160 1385
290. Freiburg im Breisgau an Strassburg : als wir getruwent, daz üch wol künde
und ze wissende sie, wie Heintzmann Wöpplinger unser guten fründe die von Basel,
von Brisach, von Nüwemburg, von Kentzingen und uns lange swerlich angegriffen
und geschediget het mit brande und mit nome . . und weil nun dieser Wöpplinger . .
nahe bi üch und umb üch iensite und dissite Bines wandelung und niderlass het . . ., a
so bitten sie ihn zum Schadenersatz anzuhalten oder eine Tagsatzung mit ihm zu
veranstalten. datum anno . . 85 feria sexta ante festum beatorum Symonis et
Jude appostolorum. 1385 October 27.
Str. St. A. AA. 2015. or. mb. I. cl.
291. Mainz an Strassburg: bittet Gesandte abzuordnen zu einer neuen Sühne- io
Verhandlung zwischen den Grafen Buprecht und Johann von Nassau, welche am
nächsten Freitag nach St. Andreastag (December 1.) zu Mainz von bundeswegen unter
Beihülfe des Grafen Symon von Sponheim stattfinden soll, und ersucht hiervon auch
die Bundesstädte Schlettstadt und Oberehnheim rechtzeitig in Kenntnis zu setzen.
datum dominica post Martini episcopi anno 85. 1385 November 21. iö
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del.
292. Bischof Friedrich von Straßburg schließt mit der Stadt Straßburg einen
Vertrag auf Lebens- und Amtszeit wegen der Außenbürger. 1385 November 16.
Wir Friderich von gotz gnaden bischof zu Straszburg verjehent und kündent
menglichem mit disem briefe, daz wir von aller der lüte wegen, die der stette zu 20
Strazburg uzburgere sint [iceiter wie Bd. V. Urk. nr. 1276 vom 20. Mai 1368 bis :
die bitze har ire bürgere gewesen sint a. a. g.] wo ouch einre der von Strazburg
bürgere eine unfüge in unsern gebieten und gerihten tut, komet der mit dem libe
darvon, so sol ouch alles sin gut fri und ledig sin und bliben. wir süllent ouch von
den von Strazburg nit me danne hundert pfunde Strazburger pfenninge nemmen die 25
vier wochen uz, alse ire messe alle jare in irre stat ist, die wile sie die selbe mesze
in irre stat haltent und haben wellent vür unsern zol, der uns in unserm zolhuse
zu Strazburg die selben vier wochen vallen und werden solte: und süllent wir sie
dar über nit trengen noch nötigen noch vordem uns me darvür zu gebende, wände
uns sol da mit dar vür begnügen äne alle geverde. unsere zollere, die in der stat 30
zu Strazburg uf den brücken und bi den turnen von unsern wegen zol nement, die
süllent von wine, von körne, von wagenen noch von denheinen andern dingen nit me
zolles nemmen danne, alse man von alterhar vor zwentzig und vor driszig jaren da-
selbes genomen het äne alle geverde. und über daz und die stücke [weiter mit geringfü-
gigen Aenderungen xoie die Urkunde vom 20. Mai 1368] also lange alse wir dervorgen. 35
bischof Friderich lebent und wir bischof zu Strassburg sint äne underlasze und ouch
nit vürbaz äne alle geverde. der wart gegeben an dem ersten dunrestdage nach
sant Martins dage dez heiligen bischoffes in dem jare u. s. w. 1385.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 271 nr. 14. or. mb. c. sig. pend. delaps. — Ibid. AA. 1412. cop. coaev.
Gedr. Wencker, de ussburg. S. 87. Lünig. Beichsarchiv p. spee. cont. I, 282. 40
1385 löi
293. Ilulmans von Nordhusen schwört der Stadt Strassburg Urfehde, dat. 2 kal.
decemb. 1386. /.;v-. > „,,. , .;>,.
Str. St. A. G. ü. P. lad 79. or. mb. c. sig. pend. (Mein.)
294. Ratsprotokoll: hern Hans Kantzeler wird die statt und das bistum auf
5 ewig verwisen ' nacht und tag und wo er darüber in denselben ziln ergriffen wurde
so sol man von ime rihten mit dein swerte. darzu so sol sich meister und rat alles
sins guts underziehen und zu iren banden nemen ; doch ist das er in disen nehsten
drien tagen sine besserunge swert zu haltende, so sol sinre frowen ir reht an irme
dritteil und wideow und ander ir gut behalten sin, tut er das nit, so sol sich meister
und rat alles irs guts underziehen untze an die stunt, dass er die besserunge swert
zu haltende. [1385 December 19.]
Aus Wencker's Auszügen aus. d. Ratsprotokollen cd. Dacheux S. 193 nr. 3225.
295. Wir Burekart von Müllnheim, dem man sprichet von Rechberg, der meister
und der rat von Strassburg hant erteilt urteil, dass Johann Cantzeler vor dem meister
i5 und dem rate der stete zu Fryburg sweren sol an dem heiligen, das er die wile er
gelebet niemer wider unser stat, unsre bürgere noch die unsern roten sol noch tun,
es sy u(T tagen oder uff stunden etc. actum feria tertia ante diem S. Thome apostoli.
1385 December 10.
Aus Wenckers Auszügen aus Batsprotok. ed. Daclieux S. 193 nr. 3225.
96. Ratsbeschluß über die Trinkstuben der Handwerker. [1385.]
Unsere herren meister und rot, schöffel und amman sint übereinkomen, daz
alle die, die zu den antwereken gehörent, zeren unde wurtschaft geben sollent uffe
der trinckestuben, die ime und sinem antwereke zu gehöret unde niergent anderswo
one alle geverde. und süllent ouch sie uffe keinre andern trinckestuben wurt sin noch
25 keine stiire daruffe geben noch zu keinen dingen, die daruff gehörent, noch nützit daruf
Bcbencken, es sient zinse, dischlachen, hantzweheln, kannen, pfannen, noch kein ge-
schirre, noch denhein ander dinge, wie man die genennen kan, one alle geverde. unde
wer daz verbrichet, der sol bessern jor und tag von nnserre stat und hundert marck
silbers. doch so mag ein iegelicher, der zu den antwerken gehöret, wol uffe ein ander
3„ trinckestube gon, die nit ire rehte gemeine trinckestube ist, und wurtschaft und
I zinse daruffe geben, also daz uf eine soliche dringstube drissig gesellen oderme von
sinem antwereke gant und wurtschaft daruffe gebeut und derunder nit, one alle geverde.
Aus dem «Heimlich Buch> fol 52 b der verbrannten Strassb. Stadtbibl. gedruckt bei Hegel:
Königsh. II, 1028.
1 Vgl. Königshofen. (Hegel, 782) Drige geweitige amnirister wnrdent vertriben zft Strosburg. —
1888 do worent drige geweitige manne zft Strosburg, genant: her Johans Kantzeler, her Philipps
Hans, Walther Wassicher etc. — Das Vertreibungsdekret stand nach Hegel in dem 1870 verbrannten
«Heimlich buch> fol. 50.
162 1386
297. Ulrich von Vinstingen bekennt, dass er mit Mennelin und Löwen gebrudern
von Ulme, Juden zu Straszburg, gerihtet und geslihtet ist von aller spenne stöene
und missehelle wegen. datum am zwölften abend anno 1386. 1386 Januar 5.
Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. mut.
298. Bürgermeister und Rat zu Speier an Strassburg betreffend die von Zürich
an den Bund geschehene Mahnung : haben die Eidgenossen ihrer Gegend zu einem
Tage in Speier aufgefordert und ersuchen auch Schlettstadt und Oberehnheim einzu-
laden und ihre eigenen Boten zugleich zu bevollmächtigen . . . des anlasse« wegen,
den uwer und unser eidgenossen die von Mentze und von Worms uff eyne und wir
uff die andersyt an uch und an die von Franckenfurt getan haben, .... einen uz-
trag daran zu geben nach dem, als ez veranlassit ist worden. datum sabbato post
diem conversionis scti Pauli. [13861 Januar 27].
Str. St. A. AA. 118. or. eh. I cl.
299. Graf Johannes von Salm, Herr Heinrich von Blankenberg und der Ritter
Berthold Zorn genannt Schultheiss der Meister von Strassburg schlichten die Streitig- 15
keiten zwischen Bruno von Rappoltstein und dem Grafen Heinrich von Saarwerden.
geben an dem nehsten sammestag nach unsrer frowen tag der liehtmesse 1386.
1380 Februar 3.
München Kgl. St.-A. or. mb. c. 19 sig. pend.
Abdruck Rappoltst. Urkb. II nr. 254. — Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. h. 367. 20
300. König Wenzel an iS'lraßötirg : mahnt, daß man die dortigen Juden tu der
altherkömmlichen Judentracht anhalte. Prag 1386 Februar 6.
Wenczlaw von gotes gnaden romischer kunig zu allen
zeiten merer des reichs und kunig zu Beheim.
Lieben getrewen. wir haben vernomen, wie das die Juden unser camerknechte, 25
in ewer und andern unsern und des reichs steten gesessen, mit wate, gewant und
andern unordenlichen sachen grosse hoffart und unpilde treiben den cristen und
cristenlichen glawben zu smacheit. nu ist unsere ganeze meinunge, das sie in sulcher
wate geen und pflegen sullen, nemlichen in stivallen und in judenhuten, als sie bey
alden czeiten und von alters gegangen haben also, das man bey den cristen einen m
Juden derkennen möge, als das billich ist. dovon gebieten wir ewern trewen ernstlich
und vestielich mit dyesem briefe, das ir in ewer stat bestellet und schaffet mit den-
selben unsern camerknechten und Juden, das sie sulcher alder wate pflegen mit stifal
und hüten und nicht anders, und keret hieezu ewern ernste und fleisse bey unsern
und des reichs hulden, als wir euch des glawben und getrawen. geben zu Präge 3i
1 Bas Jähr 1386 ergiebt sich daraus, daß der Bund mit den Schweizern, auf Grund dessen diese
Mahnung erfolgen konnte, erst im Februar 1385 geschlossen war. Vgl. oben die Bündnisurkunde.
1386 163
BD sand Dorolhooon tage unser reiche des behemischen in dem 213 und des romischen
in dem 10 jaren.
Per d. Benessin de Chusnik Martinus scholasticus.
[In verso] Den burgermeistern, rate und burgern gemeinlichen der stat zu Stras-
t purg unsern und des reichs liben getruwen.
Str. St. A. AA 107 nr. 41. or. eh. lit. cl.
Gedruckt : Hegel, Künigsliofen II, 985. — Vgl. ebenda S. 764 zum Jahr 1386.
301. Johann von Ochsenstein ßomprobst zu Straßburg und Heinrich Truchsess
von, Waldburg Landvogt an die Stadt Freiburg über den Stand des schweizer
Krieges. Baden 1386 Februar 6.
Willig dienst, vor lieben fründ. wissent, daz es uns mit gotfl gnaden in unserm
h krieg wo] gat und daz wir gereiset hant, es sint hat acht tag gewesen, da sint
wir die vyent ankörnen und habent ir mer denn viertzig und hundert erstochen
und sint. die gewesen von Lutzern, von Zug, von Switz und von Underwalden.
ir> und ist ouch derselben von Underwalden offen paner da gewesen, die wir von dem
veld bracht hant. ouch wissent, daz die von Straszburg, von Hasel, von Con-
slenz, von Ravenspurg und von Ueberlingen in tedingen rittend und redent die vast
darunder umb ein frid, den meinent wir nut ze geben, doch so ist an allen frid
uf hat ein tag durch ir bitte wegen genommen gen Wettingen in das kloster by
so Baden, und da wolten si gern besuochen, ob man ein friden da finden möcht
werden, wie wir da von dem tag scheident, lassen! wir uch aber wissen, und
als wir ouch Götzen Kolb herab zuo üch geseilt hatten von der schützen wegen,
da bitten wir üch als mit gantzem ernst, daz ir uns die unverzogenlichen senden
wellent, wan wir in von unsers herren wegen gar notdürftig sint. und ist ouch
»5 ein ding, das wir im besunder von üch rumen wellent. datum Baden die
Thorate 86.
Aus Schreiber, Urkb. der St. Freiburg. II, 1. 146.
302. .lohann von Ochsenstein Domprobst zu Sirnssburg und Heinrich Truchsess
zu Walburg Landvogt an die Stadt Freiburg: als ir wol wissent von des krieges
3o wegen, so ufgestanden ist zwischen unserm herren von Oesterrich und den sinen
und den von Latzern, von Zürich, von Zug und von andern waltstetten und iren
hellem, darin ir üch gar fromklich enthalten hant, und noch wol in allen andern
sachen tun söllent und mogent, des üch unser herre und wir iemer ze dank hant,
darunder aber die wisen und wolbescheiden, die von S t ras s bürg und ander
des richs stellen bollen ein guten getruwen frid beredt und gemacht hant untz
uff den nechsten künftigen sunnentag genant usgend pfingstwuehen, so schierest j„„i n.
kuml ane fürzug und den tag allen als die brief wol wisent, so darumb geben
sint, harumb so bitten wir ach mit ernst, bevelhent und schaffen! mit üch vesterk-
lich von unsers egenanten herren wegen, da/, ir den vorhegrill'en frid mit den vor-
164 1386
geschriben stetten und waltstetten und den iren haltent und volfurent und wissent?
Febr. it. daz der frid angan sol uf morn den dornstag ze nacht, ouch wirt man üch fürbasser
verkünden, in welicher masz und wie der frid beredt ist. geben ze Baden an
mitwochen vor sant Mathystag 86. Baden 1386 Februar 21.
Aus Schreiber, Urkb. d. St. Freiburg II, 1.
303. Die Städte Luzern, Zug und das Amt Zug, die Stadt Zürich und die drei
Länder Uri, Schwyz und Unterwaiden bekennen, dass durch ihre besonderen Freunde,
die Herren von Strassburg, Basel, Begensburg, Augsburg, Constanz, Ulm, Bott-
weil, Nördlingen, Bavensburg, Ueberlingen, Memmingen zwischen ihnen und dem mit
ihnen im Kriege liegenden Herzog Leopold von Oesterreich ein Waffenstillstand ge- io
schlössen sei bis auf den Sonntag zu ausgehender Pfingstwoche (17 Juni) Es siegeln
die ausstellenden Orte, ferner (für Strassburg) Eberhard von Mülnheim, Bitter von
Strassburg ; (für Basel) Christian zer Sunnen von Basel. 1380 Februar 22.
Nach dem Regest bei Visclier, der schwäb. Städtebund nr. 257.
304. .lohann von Ochsenstein Domprobst zu Strassburg und Heinrich Truchsess is
von Walburg an die Stadt Freiburg: berichten, dass ihre Sache gut vorangehe und
dass sie nahe bei Luzern angelangt seien und dass sie ... . noch nye keins tags
als groslich gebrent (hant) als gester, und daz die von Strassburg, von Basel,
von Constentz, von Bavensburg und von Ueberlingen noch teglichs in tedingen rittend,
aber daz wir verstanden, daz ez gefridet könne werden, des kunnen wir nüt wis- ?"
sen . . . datum in die sabbato post Mathye 86.
[i. <t. Nähe von Luzern] 1386 Miirz 3.
Nach dem Abdruck bei Schreiber, Urkb. d. St. Freiburg. I, 1.
305. Günrat Meinwart ritter, burgermeister und der rat der stat zu Friburg in
Brisgowe beurkunden, dass Johans Cantzeler gelobt hat nie gegen die Stadt Strass- «
bürg feindlich aufzutreten ; thäte er es dennoch, so soll er binnen drei Tagen nach
erfolgter Mahnung des Strassburger Bates Freiburg verlassen. geben an dem ersten
samestdage vor dem sunnendage, alse man singet Beminiscere 1386. 1386 März 17.
Str. St. A. G. D. P. lad. 198. or.
306. Basel an Straßburg: erbittet Auskunft über das Gerücht, daß wegen Ab- 30
sage der rheinischen Fürsten den Straßburgern der Besuch der Frankfurter Messe
verboten sei. 1386 März 19.
Unsern willigen dienst vor. lieben guten fründ und eydgenossen. uns ist etzwas
rede für komen, wie unser herren der hertzog von Heydelberg, der byschoff von
Mentze und ander fürsten und herren ünsern guten fründen dem rinischen bunde 35
1386 165
abgeseit haben und den meinen ze kriegende und das ir den üwern verholten
haben, <ias si uff dise messe gen Frankenfurt nüt kommen sollen von derselben
sache wegen, dfl biltcnt wir i'icli mit allem ernst und flisse, das ir uns fürder-
lichen bi disem botten lassent verschriben wissen, ob die sachen also sien und
' was ir davon wissent, umbe das wir uns och darnach gerichtet) können. dalum
feria secunda post Reminiscere anno_|86.
Johans Püliant von Eptingen ritter burgermeister und der rat der stat Basel.
[In versd]. Den fürsichtigen wisen dem meister und dem rat der stat Stras-
burg unsern guten fründen und eydgenossen.
o Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. mb. lit. el. c. sig. i. v. impr. del.
307. Mainz an Strassburg und die übrigen rheinischen Bundesstädte: hat dem
Wunsche der kürzlich zu Worms versammelten Städteboten gemäss den Grafen
Ruprecht von Nassau um Zurücknahme seiner Mahnung gegen Sifrit von Wesler-
burg ersucht. Da Ruprecht jedoch abwesend war, seine Amtleute aber keinerlei
« Vollmacht hatten, werden die Städte aufgefordert streng nach den Bundesbriefen
Hülfe zu schicken. datum feria quarta post dominicam Letare anno 1386.
1386 April 4.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. or. eh.
21)
308. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Constanz) an Strassburg:
bitten, einem Constanzer Bürger, dem Abt von Creutzlingen, der durch Beraubung
und Gefangennahme des hörigen Mannes Peter Wikwer von Herrn Johann Snewelin
ron Landegg schwer geschädigt ist, durch ernstliche, schriftliche Drohung zu seinem
locht zu verhelfen. geben .... an dem dinstag in den osteren anno 1386.
1386 April 24.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B.'fasc. VII. or. eh. lit. cl c. sig. »'. v. impr. del.
309. Johann Bock der Meister und der Rat von Strassburg an die rheini-
schen Städte : verkündigen, dass Johans Albe • ihrem Bürger Johann, Herrn zu
Lichtenberg argen Sehaden zugefügt habe; und mahnen um die meiste Summe
(ilefen, welche sich in Weissenburg einfinden sollen. datum feria sexta proxima
post diem sti Georii martiris anno 1386. 1386 April 27.
Frankf. St. A. Copialb. VII a 94 nr. 320. cop. coaev.
310. Zürich, Bern, Soloturn, Luzern und Zug an Frankfurt: teilen mit, dass
äur Beilegung ihrer Streitigkeiten mit Herzog Leopold von Oesterreich ihre Eidge-
1 Königshofen (Hegel II, 814). Die Eroberung der Burg Löwenstein, auf der sich Joh. Albe
(Johann von Bitsch) enthielt, tvar die Folge dieses Kriegszuges der Straßburger. — Vgl. das unten
(nr. 'MO) abgedruckte Rechenbuch über die Kosten der Belagerung von Löwenstein.
166 1386
nossen, die von Strassburg, von Mainz, von Speier, von Basel und die Reichs-
städte zu Schwaben und Franken wiederum einen Tag gen Zürich auf Sonntag
vor Pfingsten (3. Jnni) angesagt haben, und bitten dorthin auch ihre Boten zu
schicken. 13S6 Mai 1.
Regest b. Vischer, der Schwab. Städtebund nr. 259 nach Böhmer, cod. dipl. Moenofr, I, 703. '■•
311. Zürich bittet Straßhirg ihnen bei der Auswahl eines Kriegshaupliaanns,
dessen sie gegen Leopold von Oesterreich dringend bedürfen, behül flieh zu sein.
1386 Mai 4.
Fürsichtigen wisen guten fründ und lieben eidgenossen, unser williger dienst
sii üch von uns mit trüwen allzit vorgeschriben. lieben herren. als üch üwer '«
erbern guten botten wol erzellet hant die 16ff und misshellung, die sint zwischent
dem durlüchtigen fürsten herzog Ltipolt von Osterrich und den sinen und uns und
den, so zu uns gehSrent, darinne wir üwer und ander unser guten fründen hilf!' und
rates notdurftig siien, sunder das wir bedörftin eines vesten wisen mannos, der eich
unser underwund und unser houptman wer, des haben wir bedacht und siien ouch ir,
gewiset an her Johans von Oberkilch, an her Peter Türren und an her Erhard von
Wangen, ob uns der einer ze houptman werden möht, das wir mit dem wol besorget
weren. wen üch dieselben drii erber herren wol kunt sint und ir derselben gelegen-
heit wol wissent, darumb so bitten wir üwer guten früntschaft mit allem fliss und
ernst, das ir nach derselben driier einem stellen und zu üch besenden wellent, welcher 2»
üch under inen aller nützest dunk, das der zi'i uns kom und bi uns in disen Sachen
belib und sich unser underwind in sölicher masse, als vor ist bescheiden, wült aber
der driier keiner sich zii uns verpflichten, so tünd es durch unser ewigen dieusten
willen und gedenkent nach einem andern biderman, an den ir uns geraten mugent,
das wir doch besorget werden welichen ir uns dann zu fügent, mit dem wellen wir V
mit üwerm rat überein komen und im umb sinen dienst sovil tun, das wir getrüwen,
das er von uns nicht wan gutes red. lieben fründ, do tünd her inne, als wir üch wol
getrüwen und so ir fürderlichest mugent von uns das notdurftig ist, das ouch wir
mit üb und mit gut iemer gern tun wellen, das üch lieb und dienstber von uns ist.
datum quarta die maii anno <Sb\ üwer verschriben antwürt lassent uns wider 30
wissen bi disem botten.
Von uns dem burgermeister und
dem rat der statt Zürich.
[In verso] Erwirdigen wisen guten fründen und lieben eidgenossen dem meister
und dem rat der stat ze Strassburg. 35
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. nr. 134. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr.
312. Johans Bocke der Meister und der Rat mahnen alle Herren, Dienstleute,
Ritter und Edelknechte, die ihre Aussenbiirger sind: alse vil lüte mit glefen mit be-
reitscheften wol uzgerüstet und uf uwern kosten, alse üch der botte seit, der üch
1 386 167
disen unsern brief zöget uf dienslag zu nacht in die Stadt zu senden und . . . der Hat».
UH'chlc, die auch ihnen der Bote jetzt mitteilt gewärtig sein zu lassen. datum
feria sexla proxima post diem inveiitioiiis sancte crucis a. d. 1386. 1386 Mai*.
Str. St. A. G. ü. P. lad 211 nr. 5. or. mb. lit. pat. c. sig. in v. impr. del.
5 313. Ulm bittet Straßburg um abermalige Beschickung eines für den .?. Juni
K angesagten Tages zu Zürich und Baden, da der frühere erfolglos verlaufen sei.
1386 Mai 8.
Forsiehtigen wisen besundern lieben frwnden und aidgenossen unser frwntlich
willig dienst und waz wir eren und gütz vermugen, wissent von uns alle zijte bemtt
■o voran, liehen frwnde. als jetzo aber wwer erber botlschafl und guten frwnde u(T dem
Itag zc Zörich und ze Baden gewesen sind und die sich als gar unverdrossenlich mit
gantzem ernst und trwen in den sachen gearbeit hant, wie si daz ze gut möhten
brahl han, dez iueh gemain stete unsers bunds ymmer ze danken hant, und wan
die saehe im zemal niht gentzlich moht übertragen und ze gut braht werden, so hant
iueh dieselben wwer frwnde wol geseit, wie sich die löffe verhandelt hant und och
wie ain ander tag daran gemacht ist gen Zürich und gen Baden uff den sunnen-
lag vor dein hailigen phingst tag ze nebst, darumbe bitten wir wwer fürsichtig wis- *<»■/*.
hait von gemainen stett wegen unsers bunds, die uns daz ernstlich empholhen hant,
gar vlissiklich, daz ir iueh durch gemains anders nutze und ere willen und von aller
20 stett wegen sölicher kost und arbeit niht verdriessen lassen und die wwern botten
und guten frund, die vor by den tagen und tedingen gewesen sind, aber uff die tag
schikken und senden wellent, wan wir getrwen und och niht zwifel daran haben,
daz daz ze allem gut wol erschiessen werde, und erzaigent och daran gemainen steten
solich lieby, die si ymmer umb iueh verdienen süln. geben an dinstag nach dez
25 hailigen erütz tag inventionis anno 86.
Burgermaister und rate der stat ze Ulme.
[In verso] Den gar fürsichtigen wisen, unsern besundern lieben frwnden und
aidgenossen dem maister und dem rat der stat ze Strausburg. .
Str. St. A. G. 0. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del.
314. Speier an Strassburg mit der Bitte um Weitermeldung an Schlettstadt und
Oberehnheim : die kürzlich bei ihnen tagenden Städteboten haben die schwäbischen
Städte ersucht ihrer Mahnung gegen den Herzog von Oesterreich einen Aufschub zu
geben bis zum 24. Juni und darauf von Ulm eine Antwort erhalten, die sie abschrift-
lich zur Kenntnisnahme und Nachachtung nütsenden. ' Contzel von Dierstein haben
sie zur Zurücknahme seiner Widersage gegen Johann von Lichtenberg veranlasst.
datum feria seeunda post dominicam Cantate. [1386 Mai 21.]
Str. St. A. AA. 118. or. eh. I. cl.
1 Diese Antwort sagt, Ulm werde dcmnäclist Boten senden, welche über diese Mahnung und andere
Sachen verhandeln sollen.
VI. 22
168 1386
315. Eßlingen an Straßburg über einen angekündigten schwäbischen Städtetag
zu Konstanz. 1386 Mai 22.
Unser willig dienst bevor, lieben aidgenössen. alz ir gemainen stetten verschriben
hant, denselben brieff haben wir ufgebrochen und aigenlich wol verstanden und lassen
iuwer fürsiehtikeit wissen, daz gemain stett unsers bunds ze Swaben zesamen komen 6
Mai $9, gen Kostentz uff den nechsten aftermentag vor unsers herren ufertag, den wellen
ouch wir iuwern brieff fürbringen und verhören lassen und ouch usztragen und
schaffen, daz iuch dez min antwürt wirt, wan wir in allen sachen alle zit gerne
tätten und tun wolten, waz wir wissen, daz iuch lieb und dienst wäre. geben am
zinstag vor Urbani anno domini 86. »°
Burgermeister und rate zu Esselingen.
[In verso] Den gar fürsichtigen und wisen, dem meister und dem rät zu Sträss-
burg unsern besundern lieben aidgenössen.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B fasc. VII. or. eh. lit. cl. e. sig. i. v. impr. del.
316. Adelheit von Geroltzecke, frowe zu Wangen empfängt vor Meister Johans 15
Bock dem altern und dem Bäte das Bürgerrecht und schwört den Eid auf 10 Jahre
von St. Niclaustage an. geben uf sant Urbans obent 1386. 1386 Mai 24.
Str. St. A. G. D. P. lad. 272 nr 1. or. mb. lit. pat. c. sig. pend.
317. König Wenzel an Strassburg und was dazu gehört: begehrt, dass man Be-
vollmächtigte zu ihm nach Oppenheim1 auf den 25. Juli sende, wo er Friede und 20
Gnade in dem Beich bestellen will und beglaubigt Bischof Nikolaus von Konstanz
und Colman von Donerstein. geben zum Burgleins des freytags vor pfingsten reg.
boh. in dem 23, rom. 10 jaren. BütglUz 1386 Juni 8.
Str. St. A. AA. 107 nr. 33. or. eh. Ut. pat.
Gedruckt : J). B. A. 1 nr. 288. . 25
318. Herzog Lupolt von Oesterreich an den Bat von Strassburg: fordert auf
gemäss der Einung .... die unser herr der römische konig, wir und andere fursten
und herren mit uch habent, unverzüglich Hülfe zu schicken . . . umb daz grosze
unrecht, das uns und den unsern dy von Luczern, von Zugg und etliche ir eitgenoszen
dy Waltstede getan hand ubir dy fridden und brive, so wir und sy miteinander hetten. 30
geben ze Brugg an fritag vor sungihten anno dorn. 1386. Brugg 1386 Juni 22.
Aus dem Frankf. St. A. Beg. bei Janssen, Frankf. B. K. 7, nr. 57.
319. Johans Bocke der eltir der Meister und der Bat von Strassburg an Speier :
künden uch, daz der hochgeborn fürste hertzog Lupolt zu Osterich uns mit sinen
1 Der Beichstag kam nicht zu Stande, cf. Anmk. 3. U. B. A. I, 288. 85
10
1386 \m
briefien gemant hat uff dy von Luzern, von Zugg und ir helflere, als ir da» wol
schind an der inbesloszin abeschrift desselbin «ins brieffes. Desshalb möchten sie
doch alle rheinischen Bundesstädte auffordern ihre Boten zu Samstag über 8 Tage
(Juli 7) nach Speier zur Beratung zu .schicken. datum vigilia beatorum Petii et
Pauli, l.iso Juni %8.
Frankf. St. A. Copialb. XI. 20 i>. cop. eoaev.
Beg. bei Janssen, Frankf. B. K. 1, nr. 58.
320. Liste der in der Schlacht bei Sempach gefallenen Slraßburger.
11386 nach Juli it.]
Ilienach statt geschriben aller der namen, die zu Sempach erschlagen sind
worden von der herschafft tail, es syen edel oder unedel :
Her Hans von Ochsenstein (Domprobst zu Straßburg).
Diepolt von Kagnegg von Strasburg.
Fridrich von Glatt, baid von Strasburg,
[der (Cunz) von Mülheim] 1
Aus der Thurgauer Chronik, fol. 74 nach Liebenau, die Schlacht von Sempach. S. 126.
H321. Pfalzgraf Ruprecht an Strassburg : sendet und beglaubigt als Reichsvicar
an Stelle des gefangenen Königs Wenzel seinen Bevollmächtigten Hanneman von
Sickingen, um über die Beilegung des Krieges zwischen dem von Dyst und dem
20 von Ltttzelstein und ihren beiderseitigen Anhängern zu verhandeln.
I datum Alczei 6 feria post diem beate Margarethe virginis anno 1386.
Str. St. A. AA. 114. or. eh. lit. cl.
322. Jacob ton Fitistingen bekennt, daß er mit Bischof Friedrich und der
Stadt Straßburg völlig gesühnt sei. 1386 Juli 21.
Ich Jacob herre zu Vinstingen vergihe und künde menglichem mit disem
briefe, alse der erwirdige min gnediger herre, her Friderich bischof zu Strazburg
und die erbern bescheiden, der meister und der rat zu Strazburg anspräche und
vorderunge an mich hant von sölichs schaden wegen, der in und den iren geschehen
30 ist, alse sie meinent von mir und den minen und von den, die ich in minen vestin
und sloszen enthalten, gehuset und gehofet habe, daz also derselben sachen und
ouch umbe alle anspräche, die sie an mich haut und an mich hant gehebt untze uf
disen billigen dag ich ez komen bin und geläszen habe mütwillekliche uf gnäde äne
alle vürworte uf den vorgenanten minen herren bischof Frideriche und sinen rät
und uf meister und rat der stat zu Strazburg, also waz sie darumbe erkennent und
erteilent, daz ich daz halten und vollefüren sol bi minem eide, den ich darumbe gesworn
1 Dieser Name wird nicht in der Thurgauer, wohl aber in andern Listen (*. B. in der Stadtchronik
von Bern) aufgeführt. Liebenau, S. 153.
170 1386
habe an den heiligen doch uzgenomen alles dez brandes, so wir ietwedersite getan
hant oder vor unsern und der unsern wegen . geschehen ist untze uf disenselben
hüligen dag, alse die date dis briefes beseit, daz da uzgesetzet und uz gesloszen sol
sin äne alle geverde. und wände ich der vorgenante Jacob herre zi'i Vinstingen ge-
sworn habe an den heiligen zu haltende zu tünde und zu vollefürende, daz von mir 5
und von minen wegen do vorgeschriben stät, so habe ich dez zu einem Urkunde min
ingesigel an disen brief gehencket. der wart gegeben an sant Arbogastes dage dez
heiligen bischoves in dem jare do man zalte von gotz geborte drutzehenhundert jare
ahtzig und sehs jare.
Str. St. A. kk. 1413. or. mb. I. pat. c. sig. p. delaps. 10
Ebenda G. U. P. lad. 22. cop. coaev.
323. Graf Johann zu Sohns und sein Sohn Johann schliessen ein Bündnis mit
den Städten des rheinischen Städtebundes Strassburg, Mainz etc. auf 6 Jahre und ver-
pflichten sich denselben einzeln oder insgesammt 14 Tage nach geschehener Mahnung
6 Mann mit je zwei Pferden und einer Glefen zu Hülfe zu senden. geben den 15
nesten fritag nach sant Jacobs dag des heiigen apostelen 1386'. 1386 Juli 27.
Str. St. A. G. 0. P. lad. 48/49 C. fasc. 1. cop. eh. coaev.
Beg. bei Janssen, Frankf. B.-K. : I nr. 60.
324. Dietherich Burggräfe der Meister und der Bat von Strassburg an alle Herren,
Bitter, Dienstleute u. s. w. : wir bitten uch alle und ieglichen under uch besunder 20
fliszekliche und mit allem ernste, daz ir an dem samestage (August 4.) zu prime
zit, der nü zu nehste körnet, bi uns zu Strazburg sient. wir wellent von gar ernst-
lichen sachen mit üch reden, die üch selber und uns und daz lant und die lüte gemein-
liche angänt, alse ir ouch daz danne wol verhörende werdent. und länt uch dar an
nützit irren, wände ouch die selben sachen gar ernste sint. datum feria tertia 25
proxima post diem saneti Jacobi apostoli a. d. 1386. 1386 Juli 31.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 271 nr. 5. 2 or. mb. lit. pat. c. sig. in vers. impr. defic.
325. Walter von Ensisheim, Schaffner zu Benfeld an Meister und Bat zu Strass-
burg : bittet ihre Boten zu dem Tage mit Markgraf Hesso von Hochberg auf nächsten
Dienstag (7. Aug.) nach Herbolzheim bei Ettenheim zu schicken. datum crastino
vineula Petri. [1889] August 2-
Str. St. A. kk. 1411. or. chA
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 372. cf. : h. 373. h. 375.
1 Ein Schreiben gleichen Inhalts richtet der Bischof Friedrieh von Straßburg am 4. August von
Bufaeh aus an den Bat. (ibid. or. eh.) und am 15. December desselben Jahres schickt derselbe von Ben-
feld einen Brief des Markgrafen Hesso wegen einer Tagleistung, (ibid. kk. 1410. or. mb).
m
1386 171
:{26. Krzbischof Adolf von Mainz, die Pfalzgrafen Ruprecht der ältere, Friedrich
und liuprecht der jüngste, die Bischöfe Lamprecht von Hainberg und Gerhard von
Würzburg, Burggraf Friedrich von Nürnberg und Graf Eberhard von Wirtemberg an
die rheinischen Bundesstädte : sie hätten die rheinischen Slädte gemahnt, gemäss ihrer
i Einung dem nun verstorbenen (f bei Sempach) Herzog Lupolt von Oesterreich gegen
die Waldstättc Hülfe zu schicken... da die eynunge, die unser herre der konig zwu-
schen uns und uch gemacht hat, an yme ubbirfarn ist und noch degelichin geschieht
... in den termenyen und kreyszin, als unser eynunge rurt und begriffent hat, das
ist von dem Ilauwinsteyn an und daz gebirge vur sich virhin uneze an der herren
land von Heyern .... So sollen sie denn unverzüglich 50 mit Glefen nach Brugg
bei Rheinfclden zu Hülfe senden. datum Mergentheim an fritag nach s. Petr. ad.
vinc. 1386. Mergentheim lXSii August X.
Aus Frank f. St. A. lieg, bei Janssen, Fr. B. K. I nr. 61.
327._ Mahnung jles Grafen Johann von Nassau an Mainz und die übrigen rheini-
schen Städte : lassen üch wissen, daz Hennekin Hake, Conrat Stremme und Gotschalk
von Brucbusen . . . uns leidegent und schedigent wider rehte und wider alle beschei-
denheit. bitten und ermanen wir üch ernstlichen, daz ir uns wider sü und ir helffere
hclffen wollent und uns uwer entsagebriefTe an sü unverzogenlichen sendent und üwer
antzal glefen uns gein Sygen schicken wollet nach ussewisunge unsers buntbrieffes
2o Vier adlige Herren siegeln mit zur Beglaubigung. datum die dominica
ante festum assumptionis beate virginis Marie anno 138(3. tS9S August 12.
,$28. Aufzeichnung über die Bundesrechnung vom Speirer Tage. 13S6 August 25.
Also der stette unsers blindes an dem Ryne erbern botten bienander zu Spire
25 uff den nehesten samstag nach sante Bartholomeus tage gewesen sint anno 1386 und
do eine gantze rechenunge von unser stette aller wegen von aller vergangener schul-
den und kosten wegen geton hant, also sint wir die von Straszburg uff derselben
rechenunge schuldig hüben 700 güldin. des sint uns 2 0 güldin abegeslagen von unsers
kosten wegen und von rytegelte, den wir und unser stat gehebet hant. unde sullent
wir von derselben rechenunge und von aller stücke wegen dem bunde nüt me geben
enue 500 güldin. unde ist ouch in dieselbe rechenunge ouch begriffen und verrechent
die 500 güldin, die man dem grofen von Solmsz geben sol und 300 güldin von der von
Wbrmesze und ires byschofes krieges wegen und die 90 güldin, die man in der lesten
vernygen rechenungen schuldig bleip von des gemeinen bundes wegen, also daz alle-
aininet der bapiren zedel völleklicher bewiset, der uff derselben rechenungen ge-
achel wart, und blibent uns den von Straszburg über die vorgenanten reche-
nungen uszestende, daz noch nüt verrechent noch uns bezalt ist von des ryttes wegen,
also her Eberlin von Mülnheim und her Cüntze Müller in des gemeinen bundes kosten
eu Esselingen ritlent, daz doch wir verteil und uszgegeben hant und daz uns ouch
172 1386
von dem gemeinen bunde wider werden sol 74 güldin und 9 untzen denare. und ufT
disem tage zu Spire und by der rechenunge sint gewesen her Eberlin von Mülnheim
und her Cöntze Müller.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B fasc. XI. in einem langen Heft mit Pergamentumschlag
mit der gleichzeitigen Aufschrift : Der gemeine bunt. 5
329. Aufzeichnung über die Rechnung sablage der Städteboten zu Speier.
1386 August 25.
[A] Als der stette^fründe am Ryne rechenunge zu Spire getan hant dez nehsten
samstdages nach Bartholomeus dage anno 86, waz iegliche stat dez bundes bis darvon
der lesten vordrigen rechenung her uszgeben hat, so hattent die von Mentze uszgeben io
838 güldin. — item die von Strazburg 200 güldin. — item die von Franckenfurt
295 güldin. — item die von Spire 800 und 3 güldin. — item die von Sletzstat 21
güldin. — item die von Frideberg 6 güldin. — item die von Wiszemburg 4 güldin."
— item die von Geilnhusen 1 güldin.
So ist danne in dieselbe rechenunge geslagen und gerechent die 300 güldin, alse is
gemeine stette söllent geben zu vollerste, daz die von Wurms uszer banne und ahte
koment von der rahtunge wegen zwischent in und der pfafheit zu Wurmes und darzü
in dieselbe rechenunge geslagen die 500 b güldin, als ouch gemeine stette söllent geben
dem grafen von Soltnsze von dem ersten jare, als er den stetten verbuntlichen ist
worden, und danne die 90 güldin dar uf gerechent, alse der gemeine bunt in der 20
lesten vernigen rechenunge bis uf dise rechenunge schuldig bleip, so ist der vor-
geschriben rechenunge summen überal 3007 '/2 güldin. daran gebürt iegelicher stat
dez bundes zu gebende von ie der glefen der groszen sumen, die si zu dem
bunde heltet 7 güldin. und ist der glefen überal, alse die stette zum bunde hal-
tent 448. und wenne alse iegeliche stat ir anzal darzü git, so blibent daran übrig 25
128 '/i güldin, die gemeinen stetten zu gehörent.
Und hant ouch die von Wurms, von Hagenöwe, von Obernehenheim, und von
Phederszheim, ob sie ouch von dez bundes wegen iht uzgeben hant, uf dise zit
nit gerechent, wanne si sint bi diser rechenunge nit gewesen, und in doch ir
anzal als den andern stetten an der vorgeschriben rechenunge zu geben zu ge- 30
rechent ist worden."5
[Zusatz der Vorlage £.] Item die von Wormsz hant uff den nehsten tag dar-
nach zu Spir rechenunge getan also, daz sie von des gemeynen bundis wegen ouch
uszgeben hatten 240 güldin. und dazselbe gelt wart gerechent uff die nehste reche-
nunge als von ie der gleen 7 güldin geburte. daran uberig warent bliben 129 güldin, 35
die abegingent an derselben von Worms nachrechenunge, also daz man dannoch
an der von Wormsz uszgeben zu bezalende hatde 131 'Ig güldin, daran iegelichir stat
geburte zu geben von ie dru gleven einen güldin. dazselbe gelt man den von Mentze
solte schicken, und so iegliche stat ir anzal geben hetde, so blibent daran uberig 13'/*
a) Hier die Vorlage B. 13 güldin. b) Vorlage B. 400 güldin. c) Vorlage B. bis hier gleich- 40
lautend hat den hier eingeschobenen Zusatz.
II
v
1386 173
guldin 4 grosze dem gemeynen bunde. darumb .sollint ieglichir stetde frunde an iren
rechenbuchern daheime suchin und erfaren, ob sie ir anzal an der von Wormsz nach
rechenunge gelten habent odir nit und darumb bisz zu dem nehsten tage ein ant-
wurte zubringen.
[A.] Ouch ist in der vorgeschoben rechenung uszgesatzt und nit gerechent die hundert
guldin, die zii Wetslar an den Juden Stent und die 50 guldin zii Franckenfurt, die
dem wergmanne für bürg Solms (?) wurdent. so ist danne den von Mentze, Francken-
furt und den andern wedereibschen stetten in der vorgeschriben rechenunge oucli
Bzgesatzl ein ritd, als si dem graven von Solms an sinem flüre, an wyngarthen und
n einer müle schedigent von dez gemeinen blindes wegen, als si meinent und den
von Strasburg und Mentze sint ouch etliche stücke uszgesatzt, als die in irre
rechenunge gezeichent sint.
Item von der keszeler wegen gedenkent zu redende. — item als die von Mentze
nd von Franckenfurt grafe Johans von Solms einen gegenbrief daz gelt zu gebende
esigeln söllent.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 b fasc. XI. 2 eh. coaev. A. u. B.
330. Aufzeichnung der Forderungen der Stadt Straßburg an den Städtebund
aus den letzten Jahren. 13S0.
[A.] Dis hie nochgeschribene gelt ist der gemeine bunt der stette zu Straszburg
ao schuldig.
tllem der gemeine bunt sol der stat von Strazburg 13 '/2 hb. und 2 sol., verzerte
her Cüntze Müller zii Pfortzheim, do man vür Entzeberg lag und yme selber 30 sol.
von pferden und dem koche 10 sol. [diz ist uzgesetzet, wann ez vor verrechent ist.]1
1 1 «in der gemeine bunt sol der stat von Strazburg 90 lib. und 6 '/» lib. von herrn
25 Johans von Oberkirche kosten wegen, alz er houbtman waz, da man vor Entzeberg
lag von sime solde. [disz gelt ist nit me dann 80 guldin geleit.] 1 und drien pfiffern und
eime smit und eime koche und eime kneht, der ir wartete, und wagenlon und knehte,
die dez gezeltes wartetent, und in alle wege und umbe lichter zusamen 11 lib.
[B.] Item der gemeyne bunt sol der stat von Strazburg 90 lib. d. 7 lib. von dez
p kosten wegen, den her Johans von Oberkirche hette vor Entzberg, da er des gemeynen
blindes houbtman waz, vür sinen solt vür die pfiffer, smyde und andere koche und
knehte, alse ouch die botton von dem bünde überkoment, waz man yme geben solle,
und vür wagen Ion und den knechten, die dez gezeltes wartetent 11 lib.
[A.] Item der gemeine bunt sol der stat von Straszburg 16 lib. und 12 sol. den.,
die verreit her Götze von Grostein vür koste und vür ritegelt und in alle wege zu
der verte, do er und der schultheiss von Oppenheim zö Lützelnburg worent anno
domini 1384 und kam her heim an dunrestage vor sant Gallen tage, [diz ist ouch uz-
gesetzet, wan sie meynent, daz ez verrechent sy.] ! oe"!a.
1 Diese Notizen stehen in der Vorlage am Bande und sind wohl hinzugefügt nach dem Durchstreichen
der einzelnen Posten, welclus die Vorlage zeigt.
174 1386
[B.] Item etc. 70 güldin und 6 güldin 4 s. den. minre, die verzerte her Götze
von Grozstein, da der schultheisz von Oppenheim under zu dem künyge gein Lützeln-
bürg warent, da waz er vier tage zu Mentze alleyne nach dem da Henny (?), Güne
und Dietrich Syde (?) von yme rittent und vor den costen, da sie von dem kunyge wider
gein Mentze koment untz daz er wider gein Strazbürg kam und vür ritegelt und dez i
koches Ion und vür dez koches pfert.
[A] Item etc. 32 güldin, do her Götze von Grostein und die von Worms und
von Spire den zol uffe dem Möiin besattent, von zerunge untze gen Spire und her-
wider heim und ritegelte und von dem koche und pferde Ion und in alle weye. [das
sol in der vorderigge rechenunge verrechent syn.|' io
[B.] Item 32 güldin verzerte her Götze von Grozstein von Strazbürg untz gein
Spire und von Spire wider gein Strazbürg zu zweyen verten, alse er und der stelle
botten von des bündes wegen zu. zwein malen gefarn warent gein Franckenfürt, bede
vür cost, vür ritegelt und in allen weg.
[A.] Item etc. 7 lib. und 2 lib. und 8 s. von ritegelte gon Gengenbach, do wir w
zu dem byschofe von Straszburg hettent geschieket hern Eberlin und den Manszen
und den Mescerer den krieg zu rihtende zwüschent ime und den marggraven. und
söllent 10 lib., het Waltherlin verzert alles dis jor, do'er hin geritten waz. [ouch vor
verrechent.] •
[B.] Item etc. 9 lib. und 8 s. verzerte her Eberlin von Mülnheim, Ortelin Mansze 20
und der Messerer gein Gengenbach, da sie rittent umbe einen friden zwüschent dem
byschofe von Strazbürg und den marggraven von Hochberg, bede vür cost und vür
ritegelt.
[A.] Item etc. 40 güldin verreit her Eberlin von Mülnheim und Johans Lumbart
April ss. gen Spire und gen Mentze feria quarta post Glorii sub anno [13]85. 2ä
[B.\ fehlt.
[A.] Item etc. 54 güldin verzerte her Johans von Wickersheim und her Johans
juus. Messerer gen Basel. dominica die ante Udalrici episcopi sub anno [13]85 und 10 unc.
d. dem koche von pferden [den wolten sie nit rechen.]1
[B.] Item etc. 10 lib. het Walther der soldener dis gantze jar verzert, alse er 30
von dez bundes wegen wider und vür geschicket wart.
[A] Item etc. 6 güldin gebent wir Wernher Sturme an sant Thomanstage
Decbr. si. in dem [13]81 jore, do er und der von Grostein von dem künige kement umbe den
eynung brief, den sü brehtent. [das sol vormals verrechent sien als sie meynen.] '
Item man sol an die von Mentze vordem 50 güldin, die in geliehen sint von 35
Lowenstein.
Item zu kosten drye verte daz lant uff zu dem hertzogen seligen und zu den
Waltstetten 8 güldin und 1 1 güldin 7 lib. 8 s. und 4 den. und ist dis mit in die
hinderste summe geslagen. [daz wolten sie auch nit lan rechen.] ■
1 Diese Notizen stellen in der Vorlage am Rande und sind wold hinzugefügt nach dem Durchstreichen 40
der einzelnen Posten, welches die Vorlage zeigt.
1386 175
Item feria seeunda post ascensionem domini 4 s. gein Sletzstat und gein n<u /*.
Ehenheim.1
Item feria quarta post modum 4 s. gen Sletzstat und gein Ehenheim. *«*"'•
Item sabbato ante festum penthecostes 4 s. gein Sletzstat und gein Khenheim. Mann.
t Item etc. (> lil). and 2 B. und 35 s. zu ritegelte hern Claus Tütschman gen
Baden von der Johanser wegen an sant Anthonien obende in dem [13]85 jore. Janvarii.
[oueb vor verreebent.]2
[B.] Item etc. 7 lib. und 7 s. verzerte Claus Tütscheman gein Baden, da die
Jobanser und der von Kirkel den tag da hettent, vür cost und ritegelt.
io \A.] Item etc. 57 guldin verreit her Claus Berer und Claus Nelsheim in der
vnsLen zu dem hertzogen von Osterrich von der swebischen stette wegen und von
(der von Basel wegen sub anno [13]85. [ouch vor verreehent.]2
|/y.] Item etc. 54 guldin verzerte her Claus Berer und Claus Nellesheim zu
<lem bertzogen von Oesterich in der vasten und 15 s. zu ritegelt sub anno K5.
i» [A.] Item etc. 30 guldin und 5 üntze d. zii ritegelt Werlin Sturm und hern
> ('.nutze Müller gen Friburg feria quarta post dominicam Quasimodo sub anno [13]85. Aprtut.
[ouch vor verreehent.]2
[Ä] Item etc. 31 guldin verzerte her Wernher Sturm und her Cfintze Müller
gen Friburg in der osterwochen und 5 unc. zö. ritegelt sub anno [13]S5.
h [A.] Item etc. 54 guldin 9 unc. zii ritegelt hern Johans von Wickersheim und
Ihern Götze Wilhelme gein Basel feria quinta ante Philippi et Jacobi apostolorum April n.
anno [13]85.
Item etc. 3G guldin und 0 unc. d. zu ritegelte hern Johans von Wickers-
heim und hern Julians Messerer gen Basel feria sexta ante festum corporis Christi Maas.
*• sub anno [13|85. [das wolten sie nit rechen.]2
Iltem 4 s. gein Sletzstat feria sexta post festum corporis Christi. hmf*.
Item 4 s. gein Sletzstat und gein Ehenheim feria quarta post Adolfi. Augwiso.
Item 14 s. gen Sternecke gein Keppenbacb und gein Spitzenberg in vigilia ocibr. ti.
Symonis et Jude apostolorum.
so Item 2 s. gein Ehenheim in vigilia Thome apostoli. Decbr.io.
Sub anno 86.
Item 4 s. gein Sletzestat und gein Ehenheim.
Item Werlin Spatzingen 2 guldin von manunge und andern buntbriefen abe
ze schribende, die do wurdent den von Sletzstat und von Hagenau.
Item Colmar 3 lib. gein Basel von des gemeinen bundes wegen.
Item Diersberg 2 lib. gen Ulme ouch von des bundes wegen.
Item Sengelin 0 s. gein Sletzstat und gen Ehenheim.
1 Von hier an bis vor Summa mit einem langen Strich ausgestriclien, während vorher jeder
rosten einzeln durchstrichen war.
* Diese Notizen stehen in der Vorlage am Bande und sind wohl hinzugefügt nach dem Durchstreichen
der einzelnen Posten, welches die Vorlage zeigt.
VI. 98
176 1386
Mtirz 4e. Item 2 s. gen Ehenheim feria sexta post dominicam Invocavit.
April 3. Item 3 s. gen Sletzstat feria tertia post dominicam Letare.
April u. Item 2 s. gen Ehenheim feria quarta post dorn. Judica.
Item 12 s. zu drien malen gen Sletzstat.
Augu$tio. jtem ferja sexta post festum assumptionis beate Marie virginis 4 s. gen Sletz- 5
stat und gen Ehenheim.
Summa der güldin 300 und 11 güldin.
Summa der pfenninge 100 üb. 90 lib. 10 hb. und 4 dn. und 12 s. d.
dar zu.
[B auf der andern Seite des Blattes.] 10
Item der gemeyne bunt sol unsern herren * 6 güldin ; gab Werlin Stürm in
die kantzelige von eins briefes wegen.
Item' der gemeyne bunt sol 91 güldin von der pfiffer wegen unde der smide
wegen, die do worent zu Wetslar mit der stat Straszburg und mit her Peter
Durren ritter irem höbtmanne untz an die stunt daz die stette koment. unde hant is
ouch die pfiffer und der smit gewartet des gemeinen venlinsb von dem bunde
usz der herberge und wider dar in und uf dem velde und wo man ir bedorfte
unde zu mitternaht und in dem tage ie den höbtman zu holende, bitz daz sie
allewege zu dem fenlin koment.
Dis hab ich Peter Dürre geschriben geben unde ziehe öch daz uf Brant von 20
Bartenheim, der do fürte daz fenlin des gemeinen bundes, unde uf Hans von Beekingen,
der do waz höbtman von der Spire wegen, und uf Heinrich von Grynach der von
Franckfurt höbtman unde uf Koch der von Wurmesze höbtman.
[Summa total. 530 güldin die rechenunge ist zu Spire geschehen uff sant
Man. Walpurg dag.]2 «
Summa als gerechent ist 300 und 7 güldin, uzgnomen der zweier stucke von
des houbtmans koste wegen für Entzberg und der phiffer und smyden wegen zu
Wetslar, die zwen stucke nit gerechent sint. auch sollen wir gedencken des kosten
für Schehtelün.
Str. St. A. G. ü. P lad. 48/49 B. A. cone. Papierrolle. B. conc. Papierrolle. *>
331. Graf Johann von Nassau an die rheinischen Städte: wundert sich, dass man
die Stadt Strassburg noch nicht von seinem Anliegen in Kenntnis gesetzt und auf
ihre durch die Bundbriefe übernommenen Verpflichtungen aufmerksam gemacht hat,
.... want nü die von Straszburg ir sache nit bliben enwollent by den vier stetden :
Mentze, Wormsz, Spir und Franekefürt, so wollen wir der sachen bliben by den »5
stetden von dem bonde gemeine und wollen darumb unser fründe senden gein Mentze
a) übergeschrieben, ausgestr. Cfintze Rebestog. b) übergesehr. ausgestr. veldes.
1 Von hier an von anderer Hand geschrieben.
2 Dieser Satz ist durchstrichen.
I
1388 177
uff eyn tag von nü nehsten sontage über viertzehen tage ... Er bittet Mainz der ^vibr.u.
Städte Freunde alle auf diesen Tag zu laden, um der Sache ein Ende zu machen.
. . . und als ir uns auch geschriben haut umb ein verzig von beiden syten /.wuschen
uns und den von Straszburg, der bizher gewest sy, des engeren wir keines verzieges
von yn. han wir gebrochen, daz wollen wir richten na uwern erkennen uff dem vor-
geschoben dage. und wo uns dez gliches nit widerumb geschee, dez bilden wir
ucli zu denken und zu behalten, want wirs yn ye tun wollen. Er erwartet, dass
der rückkehrende Bote die verlangten Widersagen mitbringt .... auch wissent ir
wol, daz unser bontbrieffe haltent, wer ez daz ir zu felde leget und uns daby kein
folge dün ensollent, so weret ir uns doch schuldig uwer widersages brieffe zu senden
wider die wir gemant hetden. datum Sygen feria sexta ante festuin nativitatis
beate Marie virginis. Siegen [1386 September 71].
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. cop. eh. mit Versendungsschnitten.
332. Der Rat von Mainz an Strassburg (?) : Johann von Nassau hat auf Ersuchen
15 die Mahnung gegen Johann von Waltmanshusen zurückgenommen, hält aber um so
bestimmter die gegen Sifrid von Westerburg Herrn zu Schauwenburg aufrecht und
Mainz glaubt, dass man diesem Verlangen auf Grund der Bundbriefe entsprechen und
dazu auch die andern Bundesstädte anhalten müsse. Der betreffende Mahnbrief Rup-
rechts von Nassau [datum mitwoch vor sant Michels dagej ist in Abschrift beigefügt.
20 datum feria quinta ante diem seti Michahelis. [1386 September 27],
>Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. or. eh.
333. König Carl VI von Frankreich beurkundet, dass Bruno von Rappoltstein für
8000 Franken Gold sein Mann geworden ist und ihm helfen will gegen jedermann aus-
genommen gegen die Herzoge von Burgund, Lothringen und Oesterreich, gegen die
r., lüschöfe von Basel und Strassburg und gegen die Stadt Strassburg.
Arras 1386 Sejttember 28.
Paris or. mb. (französ.)
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 263.
334. Claus von Heiligenstein der Meister nnd der Rat von Strassburg an den
Ritter Johann von Kriechingen: uns hant geclaget unserre bürgere, die wir sitzende
haut zu Waszelnheün und anderswo, daz ir und die uwern sie grösliche geschadigt
hahent mit brande und mit name alse uns das geseit ist. Desshalb bitten sie ernst-
lich die Leute zu entschädigen. datum feria 4 proxima post seti Galli confessmis
anno 1386. I.:s6 October 17.
äs Str. St. A AA. 112. cop eh. coaev. — Ibid. vom 30. October erneuerte Aufforderung.
178 1386
335. Die in Ulm versammelten Boten der schwäbischen Bundesstädte an Strass-
burg : bitten dem Bürgermeister von Rottweil Conrad Haggen zur Erlangung eines
Erbteilszu Offenburg behülflich zu sein durch Verwendung beim Bischof von Stras-
burg, . . . wenne oder alzbald unser herre der bischoff zu iuch komme, daz der sach
endjund ustrag geben werde . . . geben von unser aller heissen wegen ze Ulme
under der von Ulme insigel an fritag nauch Galli confessoris anno [13]8Ö.
Ulm 1386 October 1<).
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B nr. 130. or. eh.
336. Aufzeichnung über eine amtlich vorgenommene Untersuchung des Wertes
der zu Freiburg, Breisach und Bergheim im Ober-Elsaß geschlagenen Heller. 10
1386 October 25.
Es ist zu wissende, daz die haller, die man sieht zu Bris ach, versuchet sint
in dem füre und zu der wagen an dem dunrestage vor sant Symon und Jude tage
anno 1386.
Als sü unsere herren erbern botten brochten usser der münsze, die darnoch '&
geschicket wurden von dem rot zu Strozburg :
Item do wugent 13 ß. derselben haller fier lot und dieselben 13 ß. haller wurden
ufgesat und wurden versucht und gebrant in dem füre, und wart nüt me silbers
usser den fier loten haller danne ein halp lot und ein halp quinsin silbers und 1 J/2
den. pfundiger pfennige swer. so
Und hant gerechnet, daz der vorgenanten haller nüt besser sint, wanne 5 haller
einz Strozburgers pfennigs wert.
Och hat man gerechent, daz die vorgenanten haller, wer derselben haller hat 15
lib., der mag kume ein marg gutes silber darus geburnen.
Es ist öch zu wissende umbe die haller, die man sieht zu Friburg, .die öch 25
versucht wurden und ufgesat uffe denselben tag, als vorstot, do wugent 13 ß. 4
haller fier lot. und dieselben 13 ß. 4 haller wurden versüht in dem füre und gebrant
und wart nüt me silbers usser den fier loten haller danne ein halp lot, ein halp
quinsin und 1 '/» pfundiger pfenning swer silbers. und hant gerechent, daz der selben
haller nüt besser sint und kume 5 haller eins Strozburgers wert. 3ü
Och hat man gerechent, daz die vorgenanten haller, wer der het 15 it. 5 ß.
haller, der mag kume ein gute marg silbers darus geburnen, wann sü lihter an dem
gewege sint.
Item es ist öch zu wissende umbe die haller, die man sieht zu Bercheim,
die öch versucht wurden, der wugent 13 ß. 4 haller fier lot und wurden dieselben ss
13 ß 4 haller öch ufgesat und versuchet in dem füre uf den selben tag, als vor stot
und wurt nüt me silbers usser den fier loten haller, danne ein halp lot 2 V2 den.
pfundiger pfennige swer.
Do hat man gerechent, das 5 Vi haller kume eins Strozburgers wert sy.
Und hant öch gerechent, daz die vorgenanten haller, wer der hat 18 it. 6 ß haller, 4u
1386 171»
laz der kiiinc ein BOrg gi'iles silberz darus geburne, wanne si'i kranckcr sinl an dem
■über 1 1 1 1< 1 öch libter danne die von Krisach.
Str. St. A. AA. Monnaie lad. 24 nr. 18. Papierzettel.
Erwähnt : Hanauer : Monnaie S. 106.
Vgl. Calw, Münz- und Geldgeschichte der Stadt Straßburg (1895) S. 49.
337. Amtliche Probe und Abschätzung der Baseler Dreilinge zu Strasburg.
1386 October 80.
Es ist zu wissende umbe die drigelinge, die man sol slahen zu Basel, wurden
versucht zu der wagen und in dem füre an zistage vor aller heiigen tage anno Kli.
lD Item do gierigen derselben drigelinge 1 t%2 den. uf ein fierdung. und die fier lot
wurden ufgesat in daz für und gobent nüt me gutes silber danne 1 '/g lot 21/, den.
pfundiger pfenning swer. und haut gerechent, daz drige drigelinge nüt volle eins
Slrozburgers wert sint. und hant gerechent, wer derselben drigelinge hat U t/. und
lü sol, der hat gnüg zu schaffende, obe er ein marg gutes silbers dar uz bürnen
a gemöge.
Str. St. A. AA Monnaie lad. 21 nr. 19. Papierzettel
Vgl. Cahn, Münz- und Geldgeschichte Straßburgs. S. 49.
3315. Ratsbeschlnß betreffend größere Freilegung des Münsters.
i:tSli Dccemher U.
2o Item was vor dem münster an dem holwege oder an weihen stellen das ist, ab-
gebrochen ist oder gemachet wirt, das sol ouch alle wege also bliben, und sol dirre
rat noch kein ander rat, der hernoch wirt, kein recht noch gewalt haben, es lossen
wider zu machende oder gelt darvür zu gebende, doch so sol man von unser stette
wegen ein gemein mess machen, wie breit iegelicher ein tach one uff sülen an sime
ns husc gegen unserre stette almende machen sol und darüber nit.
Item es sol ouch menglich vor sinen hüsern, do almenden gemachet sind, die
löcher verfüllen in disen nehesten ahte tagen, und sol ouch mengelich in denselben
tagen die lecher, die an dem münster hangent und vor dem münster und daran stont
aliebrechen. und davon tun und sie ouch nit me do haben by straff (von) 5 tt., und sol
:|" disse urteil alle jar ein rat dem andern in den eyt geben. actum et publicatum
domiuica proxima post diem sancti Nicolai episcopi anno 1386.
Wencker's Auszug aus den Protokollen, ed .: Dacheux, yg. 194.
33!). Bpeier an ShmiMihrg : Ba sind von des Königs wegen Sifrit von Venygen,
Graf Johann zu Sponbeim und [Brich von Wolfesganzen ' bei ilmen gewesen, um zu
:« einem Tage, den der König Fürsten und Herren zu Mergentheim auf nächsten Sonn-
lag nach dem heil. Oberstentag (6. Januar 87) gesetzt hat. zu werben. Auch die
1 Vgl 1385 August 7. dieselben als des Königs Boten
180 1386
von Nüremberg haben geschrieben ; ihr Brief und ihre Nottel liegt bei. . Speier hat an
Mainz gesehrieben, dass es mit dem Erzbischof ein Geleit verabrede. Bitte um Ant-
wort, datum crastino beati Thomae apost. [13S0?] December 22.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48J49 C. cop. eh. coaev.
340. Rechenbuch über die Belagerung* von Lö'wenstein'2 , angelegt von Hugelin 5
Süsse. 1386.
Dis ist der kosten, der do gangen ist uff die vestin Löwenstein, actum sub do-
mino Johanne Bock seniore magistro sub anno [13]86.
Item 10 sol. unser burger zu warnen zu underlant.
Item 30 lib. minus 4 unc. umb win, körn und habern ; kam gen Honburg uff die io
vestin by Löwestein.
Item 21 lib. den süben glefen, die zu Gerlingesdorf ligent; schihte ich in feria
Mais, quarta ante diem inventionis sanete crucis.
Item 36 '/2 nD- dem vorgenanten meister und den glefen, die mit ime worent
Aprü n. und den werglüten ; die fürent hinweg feria sexta ante diem inventionis sanete crucis. l->
Item fünf hundert gülden sint jungher .lohanse von Lichtenberg geluhen.
Mai 8. Item feria tertia post diem inventionis sanete crucis, do gab ich dem Böckelin
dem meister 140 güldin zii solde vür vier wochen und 30 lib. den söldenern, die
mit ime us rittent und 17 lib. den 17 glefen, die er her wider heim schihte von
zweier dage wegen irs soldes. 2»
Item sime koche 2 lib.
Item sime smide 1 lib.
Item dryen pfiffern 3 lib. und aber 3 lib.
Item 9 Steinmetzen und murern 21 lib. und 12 sol. ; der solt ging an feria seeunda
Mai 7. post diem inv. sete. crucis und daz was für solt drye wochen. 2ä
Item so hab ich geben dryen smiden und eim seiler 9 lib. und 12 sol.-; daz ist
ouch ir solt drye wochen alz den vorgenanten Steinmetzen und murern.
Item dem t und 9 zinbermeistern hab ich geben 23 lib. ; daz ist
ouch ir solt drye wochen alz den Steinmetzen und murern vorgenant.
Summa 140 güldin und 111 lib. und 4 sol. 30
1 Vgl. den Bericht bei Königshof. (Hegel II, 812113). Do men zalte 1386 jor, do hette juncher Jo-
hans von Lichtenberg einen grossen krieg mit zweigen edeln knehten genant Hennyn Strouffe (Hensel
Streiff von Landenberg) und Hans von Albe {Johann von Bitsch) und schedigetent zft beden siten
vaste ein ander, dise zwene edelknehte enthieltent sich uf einre vesten genant Löwenstein; daz
was eine gute bürg von gebuwe und böse von roubende. do bat juncher Johans von Liehtenberg die 30
von Strosburg, wan er ir burger was, das sü ime zu helfe kement wider sine vorgenanten viende.
also zogetent die von Strosburg us mit dem von Liehtenberg für Lowestein mit bühssen und werken
und stürmetent die bürg vaste und undergrftbent den berg und fels, do die bürg uffe stont, das sich
die innern entsqssent und gobent die bürg uf, do men uf 8 tage was dervor gelegen und lies men
sü enweg gon. do wart uf 14 tusent gülden verzert und gen grebern und werglüten verlonet. 40
2 Der bekanntere Name dieser in der Nähe von Weißenburg gelegenen Burg ist heute Lindenschmidt.
Vgl. über Lage und Zustand Mündel, Vogesen. — Vgl. [Fritz] die alten Territorien des Elsaß. S. 154. —
Vgl. Lehmann, Gesch. v. Hanau-Lichtenberg. I, 152.
1386 181
Item so hab ich geben meister Scngeün und eime sime houbtknehte 5 üb. 4 sol.
minre; daz ist ir solt drye wochen alz den vorgenanten, dedi eet. meister Sendelin
und sime süne, do sü her heim koment, 6 üb. minus 14 den. irs lones.
Item so hab ich geben Cünrat Armbroster und 21 schätzen zu ime 40 lib. und
' 18 sol. ; ditz ist ouch ir solt drye wochen alz den vorgenanten.
Item so habe ich demselben Cünrat Armbroster geben 12 sol. umbe senewen
garn zu armbrosten.
Item so hab ich geben 4 lib. den blüthersten und 2 sol. umbe ein baner.
Item so hab ich dem lonherren geben 50 lib. die wagenknehte und ire pferide
i" zu lifernde. actum feria secunda post diem inventionis sancte crucis. mmi.
Iltem feria quarta proxima post diem beate Sophie do gab ich dem lonherren um i*
iber 50 lib.
Item in die predicta do gab ich och den Steinmetzen, die do noch fürent, 25 üb. :
mpfing .leckelin von Hagenow.
Item in eodem die schiht ich öch mit dem lonherren den glefen die zu Honburg
igent 60 lib.
Summa 261 lib. 7 sol. minus 2 den.
Item 6 sol. gen Than und gen Madenberg zu manende.
Item 30 sol. gen Grützenach, gen Erpach und zu den von Nassöwe zu manende.
«" Item 2 lib. umb 20 secke.
Item 28 den. umb zwei sper, die baner us zu steckende.
Item 12 sol. hertzoge Rüpreht von Pegern zu manende.
Hein 5 sol gen Honburg dominica ante ascensionem domini. n«in.
Item feria tertia ante ascensionem domini 310 lib. dem lonherren und des selben ««.*».
r* dages 100 lib. dem Berer.
RItem 6 sol. umb zibollen und umb klobeloch.
Item 17 sol. 1 den. umb retiche.
tem feria tertia predicta 2 lib. den blüthersten und 1 üb. den phiffern und 3 sol. «<"' *»•
umb ein baner den blüthersten.
Item 8 sol. Rülman gen Honburg und do zu wartende.
Item in die ascensionis domini 5 sol. gen Honburg. iiam.
Summa: 400 lib. 19 lib. 14 sol.
Dis ist der koste in die küchin.
Item Heinze Pfister 2 lib. und 2 sol. umbe erweiszen und ander smelsete.
üs Item 13 sol. umbe ein schibe saltzes.
Mein 2 sester saltzes umbe 7 sol.
Item 2 lib. und 6 den. umbe schusseln, kare und umbe ander gesehirre, daz in
ie küchin gehöret und ouch umb 200 krusen und dovon zu tragende.
Item 3 '/, sol. umb hültzen kannen und umb rückörbe.
Item 15 sol. und 2 den. umbe essich.
Hihi 2 lib. minus 4 sol. umb smaltz, daz wag 1 zentener und 3 lib.
Item 51/« üb. und 6 sol. und 1 den. umb speck, der wag 21,. zentener und M
182 1386
lib. und umbe hammen, die wugent 60 lib. und ouch umbe bühszen, die wugent 56
lib. und do von zu tragende wart birtsche.
Item 7 sol. umbe oley.
Summa 14 lib. und 3 den.
Item 3 lib. und 2 sol. umbe meyevisehe Ciintz Forner. a
Item so vil wurtzen 3'/* lib. suszer wurtzen ; 2 lib. ingebers ; 2 lib. pfeffers; 1 lib.
safferans ; 6 lib. wiszes tresemers ; 1 lib. rotes tresemers ; 20 lib. ryses.
Item 3 striche ducher; koste alles zu sammene 21 lib. und 5 sol.
Item 6 guldin umb ein salmen.
Item 10 sol. on 2 den. umb messer und umbe schindeldeller. io
Item 6 lib. und 3 sol. umbe kese, ancken und umbe 20 hundert eyger Lienhart
Hönrer.
Item 2 ' '3 sol. unser herren kuchinwagen zu beschlahende.
Item 3 lib. 11 sol. umbe semelmel ; des ist 3 sester und umbe brot.
Item 1 sol. umb ein weidesag. 15
Item 1 lib. 71/,, sol. 1 den. umbe senf, zibollen, klobelöch und retieh und worent
der retiche 1200.
Summa 26 lib. 23. den. und 6 guldin.
Item 4 sol. umbe honig.
Item 21 sol. on 4 den. umb schandeln und schindelladen. 20
Item 3 lib. umbe secke.
Item 10 sol. umbe hantweheln und fürdücher.
Item 4. lib. minus 4 sol.; koste ein rot füder wines dem gesinde und 8 sol. umbe
zwei lere halbe füder.
Item 14 sol. umb 6 fesselin, do die wine in wurdent gelossen. 25
Item 3 lib. umb 20 quart. habern und 2'/j sol. zu tragende und zii messende.
Item 100 guldin herrn Götze Wilhelm umb kuwe in die reise.
Item 1 lib. 5 sol. Cünrat Armbroster umbe hanf und wahs zu armbrosten.
Item 8 lib. 5 sol. umbe ein wis fuder wines.
Item 7 lib. umbe ein rot fuder wines. 30
Item 6 sol. dem faszieher und 10 sol. 5 den. dem küffer und zu füllende.
Item 16 den. umb ein sip zu pulfer
Item 9 sol. gen Than und gen Madenberg anderwerbe zu manende.
Item 15 sol. gen Mentze den von Sponheim zu manende.
Summa 30 lib. 17 sol. minus 1 den. und 100 guldin. 35
Item 3 lib. minus 3 sol. umb swebel und umb zwei schencke liehter in die reise ;
wart Ellewibelin der appetekerin.
Item 2 lib. 3 sol. 2 den. umb zwo fleschen.
Item 7 lib. gab ich Martin des ammemeisters kneht; hattent die greber verzert,
die zum ersten an weg fürent. 40
Item 6 lib. minus 2 sol. Andres Klamman umb mitbeler zu fenlin und der von
zii molende und von secken zu molende.
1386
183
Juni H.
Juni II.
Hein 200 üb. schiht ich dem Baerer in die reise mit meister Johannese dem söl-
dener l'eria sexta ante l'estiim penthekosten.
Item 1 üb. von zweier phiffer pforde.
Item 10 sol. und 1 den. und) ein planne in die reise.
Item 2 üb. 4 sol. und 1 guldin Oetdelin Silberbürner; verzertent die hündersti n
grober.
Item 21j3 üb. 2 uncen umb exe und howen.
Summa 200 lib. 25 üb. 6 sol. minus 5 den. und 1 guldin.
Item 35 sol. umb schefte zö spiessen.
»11011 15 sol. 2 den. umb spies ysen.
Hein 3 sol. umb grüne was und bappire in die reise.
Item 217 lib. schiht ich dem lonherre in die reise mit Beimbolt Wetzet und mit
des lonheiTen kneht feria secunda proxima post diem festi penthecostes.
Item 13 sol. minus 4 den. den schützen umb federnpfil zu fidernde und umb
u garn zu gönnen.
BItem 10 sol. zweien wegen zu zerende, die unsern koste und spise fürtent und
pfale.
Hein 1 lib. 6 sol. minus 2 den. umb soherter zu banern und der von zu machende.
Item 15 sol. den naht rittern von 18 fesselin zu füllende.
|^H Hein 10 lib. 12 sol. und 4 den. l'eria quarta posl festum penthecosten in die ■'•"»'«•
reise gab ich umb spek, sweig kese, swebische kese, umb oley, umb erweissen, umb
Schüssel und kar, umb senf, umb sältz und umb matzen und umb schändet liehter
und umb scliindelteller und k(l)ein seile.
Summa 223 lib. 9 sol.
Item 200 lib. und 200 guld. schiht ich dem lonherren mit sime knehte und mit
Hans von Mulnheim feria secunda ante festum corporis Christi. Juni w.
Item 5 sol. Dietherich Kesseler dem bühssenschiesser zu zerende, do er an-
weg für.
Item 3 */2 s°l- von wegen zu beschlahende und essen zu machende, do men zu
hünderst noch unsern herren fuor. item 5 sol. eime botten, der dag und naht lief har
von Honburg und ein warnunge brohte von Mentze.
Item 12 lib. den blüthersten, do sü von der reise koment.
Item 6 guldin dem bühssenschiesser von Basel und 2 lib. minus 2 sol. die her-
beige abe zu tünde.
Hein Hense Beumelin von Küngeshofen 2 lib. für ein abegeritten pfert.
Item 00 guldin den 10 hündersten.
Item in die beatorutn Petri et Pauli appostolorum do gab ich dem lonherren Arndt*
100 lib. und 9 lib.
Hein 200 guldin gab ich meister Burgelin und sinen gesellen.
Hein 7 lib. und 8 den. gab ich Martin, daz die greber bi ime vorzertenl. do sü
von der reise koment.
Summa 100 guldin 10 guldin 300 lib. 12 sol. und 2 den.
VI.
24
184 . 1386
jum 30. Item crastino beatorum Peter et Pauli do gab ich dem lonherren 110 lib. und
200 guldin.
Item 6 lib. 2 uneen von der koche pferde in der reise nam des ammemeisters
kneht.
Item 25 guldin dem Berer de gratia. s
juii 7. Item 100 lib. gab ich dem lonherren feria sabbati post Udalrici.
Item 35 lib. von der lüte wegen zu Lowestein.
Item 1 lib. 4 sol. umb ysen und stahel zu howen und zu exen in die reise.
Item 30 lib. umb habern und umb win dem landvougte, kam in die reise wurdent
Bürckelin von Rotwilr. io
Item 10 guldin hern Stephan dem schriber de gratia.
Item 10 guldin Hügelin Süssen de gratia.
Item dem lonherren 20 guldin de gratia.
Item 36 sol. umb zwene Schillinge düchelysen in die reise ; wart Claus Schmit
von Butenheim. 15
Item 8 lib. und 2 sol. Cünrat Armbroster, die man ime schuldig bleip in der
reisen an sime solde.
Item 70 lib. und 34 sol. umb die kuter und umb die seile, die dar zu komment
und umb die seile zu den wercken; wurden meister Hug seiler.
Summa 370 lib. und 265 guldin 8 den. minre. 20
juim. Item 100 lib. gab ich dem lonherren uf sant Arbogastes dag.
Item 2 lib. und 28 den. eime brotbecker von Hagenowe, hiessent die brotherren.
Item 16 guldin dem Bocke dem meister für ein pfert, ging ime abe in der reisen.
Item 8 guldin dem lonherren vür ein pfert.
Item 8 sol. dem schultheissen von Eckeboltzheim sine herberge abe zu tunde. 25
Item 4 lib. und 4 sol. Volmar dem Würte zu Hagenowe umb brot, hies der
ammenmeister.
Item 20 guldin meister Sendelin de gratia.
Auguans. Item 200 guldin leh ich dem lonherren feria secunda post Laurencii martiri und
sol mir sü wider geben, so er daz gut verköffet zu sant Arbogastes brücke. 30
Item 9 lib. meister Johans dem scherer und den zweien knehten, die bi ime in
der reisen worent.
Item 4 lib. Wirich Püllers frowe für daz ir genummen wart zu Lowenstein.
Item 2 lib. Heintze Pfister, daz er in der reisen buch.
Summa 244 guldin und 121 lib. 14 sol. und 4 den. 85
Item 21 lib. umbe seil Claus zum Salmen in die reyse.
Item 3 lib. minus 18 den. Heintze Retenbach von Wissenberg umb tüchel ysen
in die reise.
Item 10 guldin aber meister Bürgelin umb daz er der stat gesworn hat zwei jor
gehorsam zu sinde, wenne men in manet. 40
Summa 14 lib. minus 18 den. und 10 gülden.
Item distributa 1200 guldin und 32 guldin.
1386 185
tcm 2000 lib. den. 300 lib. 24 lib. und 21 den. ane wagen und karriche Ion.1
Item 000 lib. und 70 lib. gab ich den lüten in Crutenowe für ir eygin und für
im schaden.
Item 200 guldin gab ich dem lonherren feria sabbati ante festum Martini zu n<*>. io.
s buwe, hies der rat.
Item 400 gukiin gab ich dem lonherren feria quarta post festum beati Martini \,„. u.
zürn buwe, hies der rat.
Item 200 guldin gab ich dem lonherren feria tertia ante Katherine virginis zum ,v«° m.
buwe, hies der rat.
Item 200 guldin dem lonherren feria tertia post Katherine virginis zum buwe, no«. n.
Bhies der rat.
Item 200 guldin dem lonherren feria tertia ante Nycolai episcopi zürn buwe, hies />«*»-. i.
der rat.
Item 200 guldin dem lonherren feria tertia ante Lucie virginis zum buwe, hies /;<•<*>-. //.
»der rat.
Item 200 guldin dem lonherren feria tertia ante Thome appostoli zürn buwe, hies
der rat
Item 200 guldin verköft ich feria quinta post festum assumptionis beate Marie, Augutit.
ieden guldin umb 1 1 sol. minus 2 den. summa 100 lib. und 8 lib. und 4 uncen.
tltem 200 guldin hab ich dem spittal geluhen.
Item 300 guldin verköfet ich feria secunda post festum assumptionis beate Marie Aiguttto.
virginis, ieden guldin umb 11 sol. minus 2 den. summa 150 lib. 13 lib.
Item 200 guldin gab ich dem lonherren zürn buwe in vigilia Mathei appostoli, s*t *o.
hies der ammemeister und der rat.
Item fünf hundert guldin schiht ich mit dem von Stille und herrn Cüntze Müller
Idem gemeinen bunde gen Mentze feria quinta ante Michehelis sub anno 13NU. a**.«
Item 400 guldin gab ich dem lonherren zürn buwe feria sexta ante Michehelis, hies
der rat.
Item 400 guldin gab ich dem lonherren zum buwe feria quinta ante Luce evange- oci. n.
8o liste, hies der rat.
Iltem 200 guldin gab ich dem lonherren feria sexta post Galli confessoris zöm oa.i».
buwe, hies der rat.
Item 200 guldin gab ich dem lonherren feria quarta ante Symonis et Jude appos- oa. u.
tolorum zum buwe hies, der rat.
85 Item 200 guldin verköft ich feria quinta post Udalrici, ieden guldin umb 11 sol. J«"*.
minus 1 den.
Summa 109 lib. und 2 uncen.
Item 200 guldin verköft ich feria sexta post Udalrici, ieden guldin umb 11 sol. **«
minus 1 den. summa 100 lib. und 2 uncen.
Item 200 guldin verköft ich an sant Arbogastes dag, ieden gülden umb 11 sol. Juusi.
minus 3 den. summa 107 '/, lib.
» Hier folgen 27 leere Seiten, dann die weiter abgedruckte Aufzeichnung anderer Ausgaben.
186 1386
juii 3t. Item 200 guldin verköft ich feria tertia post Jacobi apostoli, ieden guldin umbe
11 sol. minus 1 den. summa 100 Hb. 8 üb.
Juni 7. Item 200 guldin verköft ich feria quinta ante festum penteeostes, ieden guldin
umb. 11 sol. summa 110 lib.
Juni 18. Item 200 guldin und 20 guldin verköft ich feria secunda ante festum corporis 5
Christi, ieden guldin umb 11 sol. summa 100 lib. 10 lib. wurdent unsern herren.
juni 19. Item 800 guldin verköft ich feria tertia ante festum corporis Christi, ieden guldin
umb. 11 sol. minus 1 den. summa 400 lib. 47 lib. 11 sol. und 8 den.
jumio. Item 200 guldin verköft ich feria quarta ante festum corporis Christi, ieden guldin
umb 11 sol. minus 1 den. summa 100 lib. 9 lib. und 2 uncen. 10
juni 27. Item vierdelhalbhundert guldin verköft ich feria quarta post festum corporis
Christi, ieden guldin umb 11 sol. summa 192 lib. und 10 sol.
juni ss. Item 120 guldin verköft ich in vigila Petri et Pauli apostolorum, ieden guldin
umb 11 sol. summa 66 lib.
juni 00. Item 300 guldin verköft ich crastino beati Petri et Pauli apostolorum, ieden 15
guldin umb 11 sol. summa 165 lib.
Juni 2. Item 100 guldin verköft ich feria sabbati post festum ascensionis domini, ieden
gülden umb 11 sol. summa 55 lib.
j,mi 4. Item 600 gülden und 74 gülden verköft ich feria secunda post festum ascensionis
domini, ieden gülden umb 1 1 sol. summa 300 lib. 70 lib. und 36 sol ; wurdent unsern 20
herren.
Mais. Item 600 gülden verköft ich 14 dage noch ostern, ieden gülden umb 11 sol.
summa drühundert lib. und 30 lib.
Item do noch verköft ich 100 gülden, ieden gülden umb 11 sol. und 1 den. summa
55 lib. und 5 üncen. 2S
Item do noch verköft ich 400 gülden, ieden gülden umb 11 sol. und 2 den.
summa zweihundert lib. 23 lib. und 4 üncen.
Mai 28. Item 300 gülden verköft ich feria secunda ante ascensionem domini, ieden gülden
umb 1 1 sol. summa 150 lib. und 15 lib.
Mai 29. Item feria tertia ante ascensionem domini verköft ich 100 gülden, ieden gülden ™
umb 11 sol. summa 55 lib.
Item dem schaffener uf unser frowen hus hab ich geluhen 500 guldin usque ad
Nov. //. festum Martini. actum crastino ascensionis domini.
juni 1. Item 1 guldin gab ich den Juden zu verzerende des dages, do sü die schencke
beietzetent. 35
Item 11 guldin den herren, die do bi worent, do men die Juden schetzete.
Dis ist der koste vor Löwestein und in Crutenowe sub anno 86.
Str. St. A. G. U. P. lad. 22. schmales Papierlieft von 24 Blättern, von denen die ersten 7
und die letzten 3 beschrieben sind.
341. Ratsbeschluß betreffend das Frauenkaus. 1386. 40
Item es sol nieman keine stunde noch tage machen uff unsere frauen hüs, noch
1387 187
in unser frauen hof, noch kein gespreche do haben bey straff 80 sol., doch Ml dis
unsern rat und so wir von iinscrre stette wegen zu schaffen lianl, nützit ane gon.
'Register allerhand Urteilen 1380* aus Wencker's Auszug aus d. Protokollen, ed. : Dacheux
1891 pg. 194.
» 342. Ratsbeschluß betreffend die Einsetzung von drei Pflegern für die Jahres-
abrechnung des Dominikanerklosters. 13XH.
Unsere herren meister und der rat hant mit urteil erteilt, das man den predigem
und irme huse in unser slat gelegen1 drye pfleger geben sol, die mit namen alle
fronen vaslen bj iren reebenungen sin sollent, wenne ouch dieselben bruder gemein-
lu liehen <les erbeten hat. und darumbe so hant schöffel und anunun erkant, das die-
selbe urteil also stete sol sin und ewieliche hüben, also das dieselben bruder noch
ir nachkommen derselben ires huses guter nut kouffen, noch verkouffen, versetzen
noch verseren sollent in denhein weg, es si denne mit wissen und wille derselben
pfleger oder die denne an ire stat komrnent. und was su ouch also verbriefen^
is do sollent allewege die plleger mit namen in den briefen geschriben ston ; und wo
anders geschehe, denne als vor geschriben stat, das sol keine kraft noch mäht
haben ane alle geverde. actum anno 8ü.
Str. St. A Schilter, jus statutarium fol. 283.
343. .Johannes, Herzog zu Luxemburg und Görlitz und Markgraf zu Lausitz an
'" Sirassburg: fordert auf Ansuchen des englischen Königs und seiner Gemahlin die
Stadt auf, dass sie ihren Bürger Bruno von Kappoltstein2 anhalte, den von ihm
gefangenen englischen Ritter Johannes Harleston freizugeben. Luxemburg [1387] Jan.6.
Str. St. A. AA. 112 nr. 94. or. eh. lit. cl.
Gedruckt. Bappoltst. Urkb. II nr. 273. — Vgl. Albrecht, Bruno v. Bappolt. (Vortrag
ib 1892) S. 14.
344. Aufze ichnu ng übe r die Sühneverhandlungen mit Jean de
BVergy: Es ist zu wiszende, daz getedinget ist zwiischent mime herren von Strasz-
burg, der stat von Straszburg, den richstetten und demme grefen von Lützelslein,
und die des bundes sint, ire dienere, ire helffere und die zu in gehörent, uff einsite unde
to zwischen dem herren von Nuwenburg von des von Versey wegen herre von Fofansz,
sine helffere, dienere, und die zu ime verbunden sint, uff die andersite in dise wise,
alz her noch geschriben stot :
1. Schettelon wird an Vergy zurückgegeben. — 2. Schaden und Kosten sollen
sinn uff dein vorgen. mime herren von Straszburg und uff dem vorgen. herren von
35 Nuwenburg. unde sollent dar über sprechen mynne oder recht, wie daz in fuget, alz
1 An der Stelle des heutigen Prot. Gymnasiums.
* Bruno v. Kapp, war Bürger von Straßburg seit dem 2. October 1383.
188 1387
denne der vorgen. min herre von Straszburg und der obgen. herre von Nuwenburg
miteynander einhelleklichen überkoment. unde hant ouch die vorgen. herren macht
die sache zu verzihen one allen schaden, alz sü danne überkommende werdent eyn-
helliklich, alz vor berett ist. — 3. beide Parteien sollen sich fürder keinen Schaden
von des Krieges wegen zufügen. — 4. ouch ist berett, daz der fryde, der so benennet 5
JTebl3i7 waz mtz sante Hylarien tage, der ist erlengert untz uff den 15. tag noch der lieht-
mesze. item ist berett, daz min herre von Straszburg den herren von Nuwenburg
jan. 22. zwischen hie und sante Vincensius tage sol laszen wiszen, obe die dedinge, alz berett
ist, ein vürgang also habe, in aller der mosze sol ouch der von Nuwenburg min herren
von Straszburg loszen wiszen von jener site, obe die dedinge einen vürgang also io
haben solle, item alle gefangen, die zu bedensiten gefangen werent, den sol man zil
geben uff Sicherheit sicher wider zu antwurten ahte tage noch dem uszgonden fryden.
Ouch ist berett wer es, daz die dedinge also volleginge, dass der von Versey
Schettelon wider buwende würde, so sol er wol versichern und sicher machen mit
guten bürgen und ander Sicherheit, daz er noch die sinen und die zu ime verbunden ^
sint noch niemen anders keinen schaden noch unlust niemerme von der vorgen.
vesten Schettelon söllent getün noch schaffen geton werden dem vorgen. mime herren
von Straszburg, der stat Straszburg, den richstetten und dem grefen von Lützelstein
und die zu in verbunden sint und sünderliche den, die vor der vesten gewesen und
von deine kriege sint. [1387 Anfang Januar.] 20
Str. St. A. G. U. P. lad. 22. 1. cop. eh. coaev.
345. Diether Kemmerer der Bürgermeister und der Rat von Worms an Mainz,
Strassburg und die übrigen rheinischen Städte : bitten um Widersagebriefe und Hülfe
gegen Graf Emicho von Leiningen, weil derselbe Hansen von Than, Diether Kemme-
rers swester sun an sinen armen luten zu Hauenstein, zu Wernhersberg »
und anderswo . . . Unrecht gethan und sie gefangen habe. Die Absagebriefe soll der
Bote gleich mitbringen, die Diener mit den Glefen sollen über 14 Tage zu Thann
sein. datum a. d. 1387 sabbato post conversionem sancti Pauli. 1387 Januar 26.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. cop. eh. coaev.
346. Ratsbeschluß über Feilhalten ir ff endweicher Waaren auf städtischer AI- so
inende. 1387 Januar 27.
Unserre herren meister und rat sint übereinkomen, daz hinnanfürder nieman
nütschit veil haben sol uff unserre stette almenden, wo daz ist, die er nüt verzinset,
und wer daz darüber verbreche, der bessert 30 sol. darzu so wil man ime dieselben
sine gewerde nemen, die er dann veil het und sol die gewerde unserm spittal werden, ss
ouch wil man hüte darüber setzen. actum et pronunciatum dominica proxima
ante diem festi purificationis beate Marie virginis sub domino Johanne de Kagenecke
juniori anno 87.
Str. St. A. Stdtordn. Bd. 29 fol. 7.
1387
180
347. Graf Symont zu Sponhein und Vianden an Mainz: erneuert seiM Bitte
inen Tag zu Mainz anzusetzen zur Unterhandlung zwischen ihm und Strassburg und
nialinl Main/, um Zusendung der vertragsmässigen Glefen zum Freitag nach purific-if io
Mario (Februar 8.) dal um Crützenach tertia f'eria post diem conversiouis -h.
I Pauli anno octogesimo septimo. Kreuznach 1387 Januar 99.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 b. fasc. XI. cop. eh. eoaev.
348. Papst Urban VI bittet die Bürger von Strassburg sich bei Bruno von
lappoltstein für die Befreiung des von diesem gefangenen englischen Bitters Johannes
larleston und seiner Begleiter zu verwenden. datum Luce id. februarii pontificatu-
"> nostri anno nono. Lucca 1387 Februar 7.
Aus Wencker, de ußburg. 170 nr. 3 und darnach gedruckt im llappult.it. Urkb. 11, nr. 274.
349. Anne von Mülnheim hern Johans dohter von Mulnheim eins ritters, des
burggraven zu Straszburg empfängt von Meister Johans von Kagenecke und dem
Rate liürgerrecht zu Straszburg und schwört den Bürgereid vom Niclaustage an auf
15 10 Jahre. datum uffe den nehesten frytag nach sante Veltins 1387.
1387 Feh, aar Iß.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 272 nr. 1. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. del.
350. König Wenzel fordert Bruno von Bappoltstein auf, den Bitter Johannes
Harleston frei zu geben, gebenn zu Amberg am aschtag inn der vastenn reg. boh.
so 24, rom 11. Amberg 1387 Februar 20.
Colmar. Bez. Arch. cup.
Gedr. Wencker, de ußb. 183 p. 3.
Rappoltst. Urkb. II, nr. 276«.
351. Waltpurg von Lützelstein vrowe zu Geroltzecke am Wahsichen empfängt
ror Meister Johans von Kagenecke und dem Bäte das Bürgerrecht und schwört den
Cid auf 10 Jahre von Niclaustage an. an der nehesten mitewochen noch dem
sunnentag in der vasten alse man singet Beminiscere 1387. 1387 Miirz 6.
Str. St. A. Q. ü. P. lad. 272. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. del.
352. König Wenzel an Strassburg: teilt mit, dass er wegen einer Feuersbrunst
die Bürger von Rosheim für etliche Jahre befreiet habe . . . von Steuer und ungelt, die
so uns und dem reiche geburet, und bittet denselben auch für ihre hohen Geldschulden
an Strassburger Christen und Juden langen Aufschub zu gewähren. Heitinsfelde
des mitwochen nach sand Gregori tag. reg. boh. 23 reg. rom. 1 1 jaren.
Heidingafeld 1387 Mars 13.
Str. St. A. AA. 107 ur. 42. or. eh.
190 1387
353. Primislaw Herzog zu Teschen schickt an Bürgermeister und Rat der Stadt
Strassburg die Abschrift eines an Bruno von Rappoltstein gerichteten Schreibens in
Betreff des englischen Ritters Johannes Harleston und fordert die Stadt auf, den ge-
nannten Bruno als ihren Mitbürger anzuhalten, dass er dem Schreiben gemäss handle.
geben zu Luczemburg am mitwochen vor dem palmentage.
Luxemburg [1387 März 22.1
Str. St. A. AA. 112 nr. 102. or. mb. lit. cl.
Gedr. Rappoltst. Urkb. II, nr. 278.
354. Hermann Bosze ton Waldeck sühnt sich mit der Stadt Straßburg, Johann
ton Liechtenberg und andern. 1387 April 6.
in
Ich Herman Bosze von Waldecke edelkneht verjehe und erkenne mich offenlichen
an diesem gegenwurtigen brieffe also, als ich von Hansen wegen von Albe gegen dem
edeln jüngher Johan herren zu Lichtenberg der von Straszburg bürger und den iren
mit widersagen zu fientschafft bin komen, das ich dar umb mit in luterlichen und
gentzlichen gerächt und gesunet bin. und han auch die selbe fientschafft und das 15
widersagen für mich alle min helffer und diener abgetan und du das abe an diesem
brieff gegen den wisen und bescheiden meister und rat zu Straszburg vorgenant, gein
jungher Johans von Liechtenberg egenant, allen den iren und allen iren helffern, wer
die gewesen und wie die genant sint, und auch gegen vroü Fyen Pullerin, Wirch
Pullers seligen witewe und allen den iren ane alle argelist und geverde. und des zu w
warem Urkunde han ich myn eigen ingesigel gehencket an diesen brieff, der geben
wart do man zalte von gottes geburte drutzehenhundert syben und ahtzig jare an dem
heiligen osterabende.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166 nr. 66. or. mb. lit. pat. c. sig. pend.
355. Basel an Straßburg : hat gerüchtweise erfahren, daß die Bildung einer '«
Herren- und Ritler gesellschaß im Werke sei, und bittet Erkundigungen darüber ein-
zuziehen. 1387 April 13.
Williger dienst si üwer guter früntsehaft um uns alle zit vorgeschriben mit
gantzer stetkeit, lieben fründ. von des hofs wegen, der da kurtzlich sin sol zu nidren
Baden, als ir wol wissent, da ist uns fürkommen und geseit, wie sich da herren, ritter 30
und knechte sich meynent ze underreden umb ein geselleschaft und vereynung ze
tünde, da bittent wir üch mit gantzem ernst, wand ir die sint, die dem gelegen sint
und aller best kSnnent und vermögent heimlichen umbe die sachen erfaren, das ir
uff demselben hoff üwer botschaft und kuntschaft haben wellent ze erfarende, waz
da sölicher sachen oder ander, die die stette angan möchten getriben getan und ge- 3:>
worben werdent, und ob ir ützit da erfürent, das ir uns das ouch denne förderlich
wissen liessent durch unsers dienstes willen umbe das wir uns ouch denne dar nach
gerichten köndent. datum sabbato ante Quasimodogeneti anno 87.
Heinrich Ryche ritter burgermeister
und der rat der stat Basel. 40
1387
1IH
[In terto] Den fürsichtigen «rfeen ansern sundern guten fründen, dem meyster
and den rata der sini Strasburg.
SJr. St. A. Q. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. mb. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del.
356. Heinrich (lamerer edelkneht liern Heinrich Camerers snn schwört Urfehde von
der Sache wegen, . . . also als mich die wisen bescheiden meister und rat zfi Stras-
burg und der edel jnngherre Johans herre zu Liehtemberg ir burger und die iren vor
Löwenstcin viengent und mich in iren sleszen etwie lange zit gehebt hatden
Er verzichtel auf alle Ansprache gegen die genanten und gegen frowe l'liycn Püllerin,
Wiricli l'üllcrs seligen wituwe. Er siegelt und auf seine Bitten auch: her Syfrit von
10 Wildenstein, her Heinriche von Fleckenstein der jünger, her Symont von Castel, her
Johan von Wartenberg ritler and Heinrich von Herbotzheün ein edelkneht. geben
e; aftch dem heiligen ostertage, alse man singet in der heiligen kirchen Quasi-
liti 1387, 1387 April 14.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 17 nr. 1. or. mb. lit. pat. c. 6 sig. pend.
357. Johans Pfaffenlap der eitere der Meister und der Rat von Strazburg an die
rheinischen Bundesstädte: teilen mit, daz . . . der edel jungherre graf Emich zu Lei-
ningen groszen schaden getan hant dem erbern fromen ritter herrn Heinriche von
Fleckenslein dem jungern unserin hurger, sinen lüten und den sinen mit brande mit
nomen mit gefengnüsze und mit andern groszen und vil schedelicflen dingen mit
namen z(i Sultze und zu Hohenwilre . . . und mahnen um die vertragsmässige Hülfe
gegen diesen Grafen von Leiningen. (Dieselbe Mahnung isi auch an die schwäbischen
Städte ergangen.) datum feria seeunda proxima post dominicani Ouasimodogeniti
anno ... 87. 1387 April 15.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. cop. eh. coaev.
358. Johann von Nassau an die rheinischen Städte : laszen uch wissen, daz u\\ < n
dienere und frunt uns aber vaste entryden sinl ane unser wiszen, also als wir Doch
in unser kriege und friede sin mit den, da ir unser helffere wyder syt. und wand
uns ouch die zal lule von uch nil gent/.lich worden ist, darumbe wir uch vil geschriben
und gebeten haut . . ., so bittet er die Hülfe unverzüglich and zwar jest vollzählig
zurückzuschicken. datum dominica Misericordia domini. [1387 April 21.]
Str. St. A. G. D. P. lad. 48|49 B. fasc. XI. cop. eh. coaev.
359. Graf Symonl zu Sponheim an (Mainz): manen, daz ir uns schicken wellent
uwer zale lule nach innehalte der verbunlnüsze und ouch die von Strazburg und die
ander sletlc beschribcnl, da/, sie ouch irc zale uns schicken wellent. daz die sin zö
u Crutzenachen von nü dunrestage nehste komet über ahte dage, daz ist mit namen uf
Iden diinrestdng nach dem sunnendage .lubilale. und lünt bar zu, also wir uch besunder Man.
VI. 25
192 1387
geloben und getruwen und als ir woltent, daz wir uch deten. datum Crutznach
quarta feria post dominicam Misericordie domini. Kreuznach 1387 April 24.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. cop. eh. coaev.
360. Strassburg an die rheinischen Städte : bittet im Hinweis auf die bereits
ergangene Mahnung für Heinrich von Fleckenstein, die vertragsmässige «kleyne summe .=>
der glefen» zum Freitag über 14 Tage (Mai 16.) in die Stadt Weissenburg zu senden.
Auch soll jede Stadt ihre Boten mitschicken durch das, daz man sich danne
da underrede untereinander, was man mit den glefen schaffen oder wohin man sie
legen wolle. datum sabbato proximo post diem seti. Georii anno dorn. 87.
1387 April 17. w
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. cop. eh. coaev.
361. Gedächtniszettel für Straßhur ger Gesandte. [1387 April.]
Zum ersten als der von Mencze frunde den andern stetde fründen furgeleit hant
von unsers herren des kunig wegen, als er mit etlichen der von Mencze fründe zu
Wirczeburg1 geretd hat von einer eynunge mit den stetden am Rine. w
Item von dez dagis wegen, der zu Eszelingen sol sin uff mitwoche aht dage
Mai 8. nach Walpurgen.
Item zu befelhen den botden, die man uff den selben dag gein Eszelingen
schickenne wirt, daz sie mit der von Spire frunden an den graven von Wirten-
berg riden von der zinse und gülden wegen, die er den von Spire schuldig ist. 20
Item von der Juden wegen, als sie cristen ammen und gesinde haben. *
Item an Herman Boszen und Rudolff von Montfort, die der stetde helffere
wordent wider grave Emichen.
Str. St. A. AA. 110. Papierzettel
362. Johann von Nassau an Mainz teilt mit: daz (trotz seiner Mahnung) die 25
von Strazburg, Sletzstat, Ehenheim, Hagenowe, Frideberg, Geylnhusen keynen ir
diener noch keyn ir zal glefen bi uns ligende hant, danne die von Spire hand nyd
danne drye mit glefen, die von Worms zwene mit glefen ietzend bi uns ligende.
Dass hingegen Mainz und Frankfurt ihre richtige Anzahl Glefen gesandt haben und
dass . . . uns die uwern nit entrydent, als die andern uns entryden sind 3 erkennt er 30
mit Dank an und bittet beide die säumigen Städte an die Erfüllung ihrer Bundes-
pflichten zu erinnern. datum ipso die inventionis sanete crucis. [1387 Mai 3.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. cop. eh. coaev.
363. Verzeichnis der Ausgaben, welche die Stadt Frankfurt für Strassburg
gemacht hat. 13S7 Mai 8. 35
1) 200 guldin 7 sol., als sie uns gemand hatten vor dy vesten Scheehtelon.
1 Der königliche Fürstentag fand statt Anfang März 1387.
2 Vgl. Beschluß der Städtebünde vom 8. Sept. 87.
3 Vergleiche oben Johann's von Nassau Brief vom 21. April. (1387.)
1387
196
8) 600 guldin, als wir yn mit der groszen summe glefen dieneten, do der von
Verse in Klsas/. ziehen sohle und man sich strijdens vorsaeh.
3) Mino 1383: 15 mit gleven und zwein eynspennegen 'äi tage 212 gülden dm
ivon Straszburg und Obern-Ehenbeim zu dienen.
4) anno 1384: 134 gülden 0 sol. iinsern dienern mit der groszen summe glefen
von :; Dachten, als die von Straszburg off lieir Johanne von Verse gemaned hallen,
dye wendig wurden.
5) anno 1380 : 80 gülden den von Straszburg.
Item so han wir nu zu leste 10 mit gieren, dye zu Wiszinburg den obirsteden
Izu dinste in fruntschafft laggen zu naehlgelde 134 gülden.
[Ex libris cömputationia anno domini 1387 quarta feria proxima posl VValpurgis.]
3ü4. Ruprecht von Nassau an Mainz und die rheinischen Städte: wiederholl
dringlich seine schon vor Jahr und Tag ergangene Mahnung gegen Sifrid von
15 Westerburg und Schanenburg und erbittet die Widersagebriefe nach Sonnenberg
zum Sonntag nach Pfingsten (fu/ii 2). geben uf den dunrestag nach dez heiligen
CTUtzes dage alz ez funden wart anno 87. 1387 Mai it.
Str. St. A. G ü. P. lad. 48|49 B. fasc. XI. top. eh. coaev.
Mahnung vom 12. Mai.
Ebenda fast gleichlautende
20 365. Die zu Eßlingen versammelten Boten rheinischer Städte an Straßburg :
bitten um Vermittlung zwischen Ulrich von Württemberg und seinen Gläubigern.
Esslingen 1387 Mai 12.
Unser fruntlich willig dienst wissent allzit von uns berait voran, lieben herren
und fründe. von solicher schuld und gült wegen, die unser herre von Wirtenberg
«5 etlichen stetten iuwern und unsern aidgenossen dez bunds in Swauben schuldig
sind, davon wol gros zwaiung und brüch ufferstan mügent und möchten, nu haut
si wol etwaz rede mit in gehabt, damit die sach fruntlich mag nidergeleit werden.
darumbe lieben frwnd bitten wir iuwere fiirsichlikait gar mit ernst vlissig, da/, ir
unserm herren graff Ulrichen von Wirtenberg ainen gerumten zug von iuwern
burgern schallen von der schulde wegen, die er iuwern burgern schuldig ist und
darumbe er ietzo gemant ist in der wise, alz iueh Anahalm von Wile von gemainer
stette wegen iuwer und unser aidgenossen dez bondes in Swauben ouch bitten und
an iueh werbende wirt, wan so hoffen wir, daz sölich weg zwischen in erfunden
werden, daz aller stette frwnde und bürgere, baidir irs und unsers bunds irer schulde
dest furderlicher bezalt werden und daz ouch wir ze widersit dest basz ane krieg
und kosten beliben. ouch lieben friunde, als die von Basel in unser aidgenossen
der swebschen stette bund komen sind und daz vil und dik an uns all braucht ist,
wie die sach verschriben würde, daz si uns und wir in verbünden weren gelich als
ander die swebschen stette, also hant sye daz aber ernstlich an uns erfordert, dez
194 1387
hetten aber iuwer frwnde uff dis zit nicht macht, bitten wir iuch aber ernstlich
nauch dem, alz der vorgenant Anshalm von Wile an iuch aber werben) wirt von
der sach wegen, daz ir iuch darinne alz frwntlich bewisent, daz duz iistrag nemo.
da erzaigent ir uns sölich besunder lieb und dienst, die wir mit willen gern unib
iuch verdienen wellen. geben ze Esslingen von unser aller haisseatz wegen ander i
Golygen Walderhaimers von Miintz und Henslins Fritzen von Spiro ineigej an sun-
nentag vor dem uffert tag anno domin i 87.
Von uns der stette Miintz, Worms, Spiro, Frankenfurt, Hagenow, ScbletstaJ und
Fridberg Wunden und botten, als wir uff dis zit ze Esslingen bi ainandor syea.
[In verso] Den gar fürsichtigen wisen, dem maister und dein rate gemainlichon w
der stat ze Strausburg unsern besundern lieben frwnden und üdgenossen.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49. B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del.
366. Bischof Friedrich an Wilhelm ton Grand willcrs über die Sühne mit Johann
von Vergy. Rufm-h [1387 Mai J4].
Unsern fruntlichen grüs bevor, lieber frünt. als ir uns verschriben haut von is
der süne wegen der herren von Vergey, von Nüwemburg, sime sune und die zu in
gehörent und iren helffern uff einsit und uns, die stat von Stroszburg, des riehes
stette und dem grefen von Lutzelstein, ir helffer und die zu. in gehörent als Zschech-
telon wegen uff die ander sit, daz der krieg verrichtet sol sin also, daz man den
egenanten herren von Versey die egenante vesti Zschechtelon, als sü nu ist, mit w
dem, daz dozü gehört, sol lassen volgen ungeirret unser halbe und die uff unser
parte des krieges sint und mag öch die vesti wider buwen, ob er wil. do lont wir
uch wissen, daz wir der süne in der selben mosse einhelliclichen überkomen sint
also, daz man uff bedesite die hubtlüte des krieges iegelich für sich selber und für
sine helffere und diener desselben krieges, als es recht und gewönlich ist, spreche -•■
und versigele mit namen : wir Friderich byschoff ze Strazburg für uns und unser
diener und helffere; die stat von Strazburg für sich, ir diener und helffer: die rich-
stette für sich, ir diener und helffere und der grefe von Lutzelstein für sine diener
und helffere. und lant uns üwer antwurt wider wissen, ob sü die süne also halten
wellent. geben zii Rufach des zystages vor unsers herren uffart tage. 3I,
[Nachschrift.] Dis ist ein abeschrift des briefes, so hern Wilhelm von Grandwür
geschigket ist.
Str. St. A G. ü. P. lad. 22 fasc. 1. cop eh. coaev.
367. König Wenzel an Slraßburg : cerkündigt, daß er über die Juden von Col-
mar, Hchlettstadt und Uagenau seine Kammerhnechte und ebenso über die drei ge- 35
nannten ihm in dieser Sache nicht willfährigen Städte die Reichsacht verhängt habe
und von Straßburg Unterstützung bei Vollzug derselben erwarte.
Jliirf/litz 1387 Mai 18.
Wir Wenczlaw von gots gnaden romischer kunig haben vormals von
den Juden in unsern und des reichs steten zu Colmar, Sletzstat und zu Hagenow «c
1387
l'.C,
gesessen, unsere eamemknechten, eine summen geltes gefordert und gemutet, da.-
sie uns die noch irer anczal geben und berichten sollen, als uns die juden un-i-rr
und des reichs siele in Swaben geben und beczalel haben, im babi'ii sich dieselben
Juden wider Milche 00808 l'orderung und geböte rrevelicheii gc.-eczcl und wollen
:-, uns doran nichl gehorsam sein als sie billichcn sollen und allein wir sie doruinb
mil rechte und urleylc vor unsenn und des reichs hofgerichte in die achte
brach) haben, ydoch so hatten wir durch bele willen des edlen Sdislawen von der
Wevleninule laut vogfen y.u Insassen, unsers liben getreuen solche achte uf eine
genante czeite &f geschoben in solcher meynung, das die vorgen. Juden bynnen det
in unsere gehorsam koiueii und uns solches gelte gebet! und bee/alen sollen, doruinb
Hieb derselbe lantvogle Dietrich sein sone und Luc/.e und Hedel unsere diener, den
vir ilas von rechter wissen empfohlen haben, mit in von uiisern wegen ernstlielien
[eredel und sie mit uiisern briven geinanct haben, und wann sie in solchem frevel
klso beliben sind, das uns kein redlicli ende von in werden mochle, so haben vir
M sie vor demselben unserm hofgerichle in unser und des reichs abcrachlc mit reiht
lind urleylc gebracht, als das usvveisen des hofgeriehles hrile, die doruber geben
sind, ouch hatten wir geschriben den vorgen. steten C.ohnar, Sleczsladt und llage-
now und in geboten, das sie die vorgen. Juden dor/.u halden solten, das sie uns
solches gelle unverezogenlicheii richten und beczalten, die nicht allein das versaget
■m haben zu lunde, sunder sie in irer widervertikeit gesterket haben, dovou wir sie
oiicli in unsere und des reiche achte mit rechte und urteyle gebracht haben, und
haben geboten den vorgen. lanlvogten Dietrichen und Luezen, das sie dieselben
;ilicraehlc und achte verkündigen und offenbaren sollen, doruinb hegen wir an cw-
rcii Irewen ernstlichen und wollen, das ir denselben unsern dienern oder andern,
m die das von unsern wegen an eucli begern werden, wider die obgenanleii Juden
und siele zu verfolgen solcher aberachte und achte beygestendig geralen und be-
hoben sein sollet, wenn ir (U^ von i:: ermanel werdet und euch doran in solcher
nassen beweiset, das wir ewera ernste in den suchen eigentlichen erlinden mögen.
eben zum Bargleins des liebsten annähendes noch des heiligen ifiartstage «mott
eiche des beheniischen in dem 25t und des romisehen in dem 11 jaren.
I'er doininuin Kapplcruni inagistruin nionele
\\ lachiueo de Wcylenniiile.
Str. St. A. AA. 107 n. 37. or. eh. lit. cl.
368. Ordnung zwischen Schultmachermeistn-n und Schuhinncliertjesellen,
1397 M"i is.
Ks isl zu wiszende. daz dis sinl die allen reht, die die schübemacherineister zu
Stroszbnrg gehöbel hani von allers her:
Zftm ersten, daz men keime knehte kein brot sol geben noch yni mit sol essen
schicken für daz Ims. welre incisler dirre dinge beines verbreche, der bessert 5 sol.
dem anluerke. und sol es des anlwerckes meisler und daz gerillte rügen nach
4« hfirsage. es sol Ach ein iegelichcr meister sagen UM kneble, so er in dinget, gange
In \me über sinen willen massig einen dag, also mannen dag er müssig gange, daz
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er ym darumbe für leden tag einen Schilling den. abeslahen müsse, und wil ein iege-
licher meister, so mag er dem knehte, der ym massig über sinen willen get, die
Schillinge sparen und verswigen untze der kneht von yme wil, so mag er sü ym
denne rechenen und abeschlahen. und weres daz der meister dem knehte nüt abe-
schluge für ieden tag 1 sol. den., so er über sinen willen mussig were gegangen, so s
bessert der meister für den kneht dem gerihte für ieden tag 1 sol den. also manigen
tag, also manigen Schilling, ez sol öch ein iegelicher meister sime knehte yme be-
haben 5 sol. den. sines gedingeten lones untze zu sime zil. wer es daz der kneht
von sime meister lieffe in dem zil, so mag der meister die egenanten 5 sol. den.
yme behaben, ob er wil und sol kein des antwerckes meister noch daz gerihte dem lu
meister, von dem der kneht gelöffen si, heissen noch gebieten dem knehte die 5 sol.
den. wider zu gebende ; sü sollent des meisters sin, obe er wil one mengeliches
wider rede, und öch welre kneht also enweg löffet, der bessert dem antwerke 5 sol.
den. und sol mit sime meister überkomen. alle die wile er des nüt tut, so sol er
in dem burgbanne keime meister dienen noch keinen schnell machen, und öch welre 15
meister den kneht darüber satte oder ym zu wereke gebe, der bessert dem geriht
5 sol. den. und weres, daz der kneht mit dem meister, von dem er gelöffen wcic
über komen wolte, wolte denne der meister dem knehte zu herte sin mit dem über-
komen, so sol daz überkomen an dem gerihte ston. öch von welme meister sin kneht
also löffet, so sol der meister, von dem der kneht gelöffen ist, denselben kneht -m
rügen und nemen eime des antwerkes meister und dem gerihte. und welre meister daz
nüt tete, der bessert 5 sol. den., wo es dem meister und dem geriht für kerne, dise vorge-
schriben stücke und reht, wie men die verbreche und wo es dem meister unde dem
geriht für kumpt, so süllent sü es rügen noch hörsage by dem eyde, den sü dem antwerke
geton hant. und sol ein ieglicher des antwerckes meister und daz gerihte dise vorge- ■*
schriben stucke und reht eime yrme nochkomenden meister und gerihte in den eit
geben ez zu halten und zu rügen und zu rehtfertigen und die besserunge zu nemende
by dem eyde one alle geferde. und sol dise besserunge eime gerihte fallen und mügent
darmitte tun und lassen, also iren eren wol anstot unschedeliche irme eyde. dise
srorgeschriben dinge, stücke und reht sint geschehen mit des gantzen antwerckes h
willen und gehelle, wenne arm und rieh darzü berüffet wart, und daz men dise
slücke hanthaben und rehtfertigen sol in alle die wise, als es do vorgeschriben stot,
so ist zö worer gezügnisze unsers antwerckes ingesigel gehencket an disen brief. der
geben wart an dem neusten samestage noch dem none tage in dem jore do men von
gotles gebürt zalte drüzehen hundert jor ahtzig und süben jor. »
Str. St. A. G. D. P. Schuhmacherzunftordnungen, or. mb l. p. c. sig. pend.
Gedruckt: Motte XVII pg. 60.
Hegest: Fritz, der oberrheinische Gesellenausstand. Ob. B. Ztschr. N. F. VI, 132. —
Erwähnt: Schanz: Zur Geschichte d deut. Gesellenverbände, pg. 38.
369. Die verbündeten schwäbischen, fränkischen und bairischen Städte (unter
dem Siegel ton Eßlingen) an Straßburg : berichten, daß der Sühneversuch mit den
1387
1<»7
Herrn ton Württemberg gescheitert sei und daß sie deswegen schwerlich du ver-
tragsmäßige Bundes// Ulfe leisten kannten. Eaalingen i:iS7 Mai '47.
Unser willig dienst und waz wir {jütz vermögen wissen! allezil von uns bereit
voran, liehen frunde. ez ist iuwer crberiu bottschafift, diu nechsl l>i 1 1 1 1 - gewesen Ist,
i also von uns gesehaiden, daz wir iuch schritten und verkünden sollen, wie diu ~:i< -]i
und täding zwischen den von Wartenberg und unsen ende näme, alz wir die ietzo
TOr banden gehebt haben, und also lassen wir iuch wissen, daz die von Wurtcnberg
ir bollschaffl. eist an dem hailigen pfingstabent zu uns saniert, den berechneten wir um t&.
unser schuld in etlicher inasze und lellen unser rede, daruh" dieselben ir rat und
i" hotten antworten uns, daz sy ez gerne wider an ir herren bringen wollen und uns
denne danunh antwurtten. die sind uff hiui beider zu uns komen und können an ir
rede nit anders verstän, denne daz ez ane umbefüren ist und ist ouch diu saofa
genlzlieh zerschlagen, doch so manen wir ye darnach ze gedenken, wie wir und die
unsern hezalt werden, darumb lieben frwnd mügent ir daz iendert gefügen. so bitten
is wir iuch mit allem ernst und flisseclich, daz ir unser mit der summe der übrigen
Kpiesz schonent, so ir lengest mügent. daz wellen wir immer gern umb iuch in allen
ichen verdienen, wan Ir iuch selb wol verstau mügent, daz wir derselben spiess in
isen unsern Sachen gar wol bedürffent werden, aber doch, wenne ir der nit enbern
wellen! und uns daz verkündent, so wellen wir gern tun, alz wir iuch schuldig sien
'•" und alz wir hillieh süllen. geben ze Esslingen von unser aller haissenlz wegen au
dem mentage nach dem pfingstag ander der von Esslingen insigel anno 87.
Gemain stett dez bunds in Swaben, in Franken und in Bayern,
alz wir ietzo ze Esslingen bi ainander gewesen sien.
[In verso] Den gar fürsichtigen und wisen dem meister und dem rat zö. Strass-
burg unsern lieben aidgenossen.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49. B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. e. sig. i. v. imp. del.
!•
370. Graf Emicho von Leiningen verkündet, dass er zu einer Sühne mit Heinrich
von Fleckenstein, der Stadt Strassburg und Hagenau, mit denen er in offenem Kriege
elegen, bereit sei und sich dem Mehrheitsheschluss der Städteboten auf einem Ver-
la mittlungstage ZU Worms unterwerfen und bis dahin Bürgen stellen wolle. geben
Iuff die nehste mitwoche nach dem heiigen pfingcstage des jares 1387. 1387 Mai 29.
Frankf. St. A. Copialb. VII «• 109 nr. 363. cop. coaev.
371. Stislaw von der Witenmülen, Landvogt im Elsass, an Strassburg : also
hahenl her Brune von Bappoltzstein und ich einen tag gemäht und bescheiden gen
is Strasburg uf nö sunnentag, mentag oder zinstag nebst als von dva ritlers wegen von j„ni»-n.
Engellant, den her Brune gefangen hat. Bittet um sicheres Geleite für Bruno und
ine Leute nach Strassburg und hofft auf gütliche Beilegang. geben uf fritagnach
nsers herren lichnamen tag. [J3S7 Juni 7.1
Str. St. A. AA. 112 nr. 63. or. eh. I. cl.
Gedr. Rappoltst. Urkb. II, nr. 286.
Vgl. Albrecht, Bruno von EappolUtein (Vortrag, Colmar 1892) S. 14.
198 1387
372. Ratsbeschluß über das Verhalten zu den früheren Fehden der Außenbürger.
l.iS7 Juni 10.
Wen wir hinan furder zu burger emphohent, was den geschiht und uferstät von
aller der Sachen wegen, die sich vormals erhebt hant und einen anfang und Ursprung
hant gehabt vor und e, danne der oder dieselben unser burger warent, in welchen <■<
weg dass sie, darzu sullent wir denselben nit hehoKYen sin. und ouch den, die nutze
har unsere bürgere worden sint und soliche sachen zu uns hant braht, die vormals
sich erhebt und Ursprung gehebt hant, den sullent wir och zu sölichen iren sachen
weder geraten noch beholffen sin. und sol ouch nieman unsere bürgere denselben
bystendig noch beholffen sin vor unserm rate, das wir denselben zu sölichen iren 10
sachen beholffen soltent sin. und welre unsere bürgere das dete, der sol besten)
zehen pfunde pfenninge und sol nieistcr und rat dieselbe beszerunge bi dem eide
niemanne varen laszen und sullent es ouch bi dem eide rügen, rihten und rehtver-
tigen, wie es in vurkomet ane alle geverde. — actum feria seeunda ante Witi et
Modesti anno 1387. 15
Nach dem Abdruck bei Wen eher, de ußburg. S. 117 u. 118 aus dem nicht mehr vor-
handenen Artikel-Buch. F. pg. 27.
373. König Wenzel an die Stadt Strassburg: sie soll sofort Gesandte zu ihm nach
Würzburg oder Nürnberg schicken, wie er auch je an Mainz, Speier, Worms geschrieben
hat. geben zum Burgelins des mittewochens vor sante Vitus tag unser reiche des »
beb. in dem 4 des rom. in den 1 1 jaren. Bürglitz 1887 Juni 12.
Str. St. A. a d. Saul I B. nr. VII nr. 36. or. eh. 1. cl. c sig.
Gedr. B. R. A. 1, 560 nr. 310. vgl. dort üb die Datierung.
Beg. Boos, Wormser ürkb. II nr.ß88.
374. Notiz aus der Nürnberger Stadtrechnung mit der Angabe, dass ein Bote mit 25
Briefen nach Strassburg [wegen des Anschlusses der rheinischen Studie an das
Bündnis mit dem König] entsandt sei. 1387 Juni 12.
Nach Weizsäcker, D. R. A I, 551. not. 1.
375. Verbannung aus der Stadt. [13S7 Juni 20.]
Item Memmelot de Morschele der Jude, der Walich, der in dem minister funden 30
wart unde der umbe daz münster gestrichen wart, het dise stat by sime jüdischen
eyde eweklich versworen tag und naht eine mile, und wo man in in den zilen er-
griffet, so sol man in ertrencken. actum feria quinta ante diem .lohannis baptiste.
Aus dem .Heimlich Buch» fol. 5G « nach Hegel, Kötiigshof. II, 1022.
376. Verzeichnis der Judenabgaben zum Johannislermin. l.t.sT Juni 24.
De feste Johannis baptiste sub anno 87 de censibus :
Item für Giitelin dedit 3 guld.
I
1387 190
It. Lawelin, dm* wurl. dedit. 0 guld.
It. Elyol. von Avion dcdit 20 guld.
It. Jeckelin dedil loo guld. und sin dohterman Minolta 5 guld.
It. Abraham von Spire dcdit 15 guld.
It. Loser, Symundes dohterman ded. l1ji guld.
It. Malhis von Brisach dedit 12 */2 guld.
It. Salamon Mathis bruder 5 guld.
It. Joscp Hose ded. 70 guld.
It. Joseps brüder ded. 5 guld.
It. Salamons wittewe dedit 5 guld.
[It. her Claus Hock dedit 100 guld. von Symundes wegen, dedit etiam 50 guld.]1
[It. Abraham von Spire.]1
It. Kirse dcdit 60 guld.
It. Lowe von Wesel dedit 10 guld.
II. Swartz Eberlin dedit 5 guld.
It. Göselin von Mollesheim dedit 15 guld.
It. Lowe von Ulme dedit 40 guld.
It. Symund von Spire dedit 15 guld.
It. Menelin von Ulme dedit 90 guld.
It. Ysenlin von Bretheim dedit 20 guld.
It. der riebe Symund dedit 200 und 3 guld; dedit etiam 15 guld. für Finelin
sin dohterman.
Summa 727 guld.
sin
Str. St. A. G. D. P. lad. 174 nr. 13. conc. eh. (Zettel). Die ganze Aufzählung ist durch-
25 gestrichen.
1377- Graf Simon von Sponheim an Mainz: erklärt, dass er zwar vormals auf
dem Städtetage zu Speier zugegen gewesen sei, aber nichts davon erfahren habe,
dass Strasslmrg einen neuen Tag angesetzt. Erst in seiner Abwesenheit habe sein
Caplan von Mainz aus die Nachricht erhalten und sei selbst nach Mainz geeilt . . .
30 doch wie dem sie, so wollen wir noch hutestages gerne verlyben an uch, den von
Kränkeln rl, den von Spir und den von Wormsze odir an uch und der stetde eyne,
weliche ir zu ach nemen wullent von den dryn steten vorgeschriben, wie uch das
tbequenielieh ist zu besehen, hau wir uns an dieheynen Sachen nach unsere rede
und der von Straszburg Widerrede verkurtzet, darzu wulten wir tun und das abe-
legen als gelymplichen, das ir sehen soltent, daz uns mit allem gelimpe wole ge-
nügen solte. also haut sie sich gein uns auch verkortzett, das uns desselben gliche-
wis wiilcniinb von yn geschee. dalum anno domini 1387 sexta feria ante diem
sie. Margarete virginis. 1887 JtUi 12.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 b fasc. XI. eop. eh. coaev. mit Verschickungsschnitten und
4u Siegelspuren des großen Mainzer Stadtsiegels.
Ist in der Vorlage ausgestrichen.
VI. 26
200 1387
378. Bischof Friedrich von Straßburg an den Slraßburger Rat über Abhaltung
eines neuen Sühnetages mit Johann von Vergy. Benfeld [1387] Juli 14.
Unsern grösz bevor, lieben getruwen. als wir und uwer botten zu leste z&
juii i8. Zabern eins tagez überkoment von dez von Vergey wegen dez nehsten donrestag
vor sant Jacobs tage, daz ist uf donrestag nehst kummet und soltent unser '■•
iegliche do sin mit vollermaht, do wissent, daz uns die antwurt wider ist kumen
von dem von Nuwenburg und von hern Wilhelme von Grandewilr, daz si'i den tag
also uf disen nehsten donrestag leisten und die sache volleenden wellent zu Mase-
münster.1 do hant wir yn widerumbe versehriben von unser aller wegen, daz wir
denselben tag also leisten wellent. darnoch wissent i'ich zö rihtende und verkündent io
daz dez richez stetten. daz wir der Sachen ein ende machent, daz dunckt uns göt
sin. geben zu Benfeit dez sunnendags uf sant Margareten obent.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. or. eh. lit. ct.
379. Bischof Friedrich von Straßburg bittet den Grafen von Lützelstein um
Besiegelung der von ihm, Straßburg und den rheinischen Städten mit Johann von »
Vergy vereinbarten Sühnebriefe. Benfeld [1387] Juli 20.
F. episcopus argent. Unsern früntlichen gros bevor, lieber öheim. als wir von
einander schiedent zö Zabern8 von der sune wegen des von Vergey und des von
Nuwenburg und und des einen dag überkoment die s&ne zu follefurende des dun
juii in. restages vor sant Jacobes dage nehst vergangen gen Masemünster,8 do sint unser *«
frünt, die stat von Strasburg und des riches stette der süne überkomen, als die
sune vor ziten beret ist noch lute der abegeschrift, die wir uch hie mit sendent,
die man zu latine briefe darüber sol machen, die wir allesament und unser ieglicher
besunder besigeln sollent, als wir zu Zabern von einander schiedent. do bitten wir
uch, so dieselbe briefe noch lute diser abegeschrift, die wir uch hie mit sendent, zu 2i
latine gemäht werdent, das ir mit uns und den andern, als vorgeschriben stot, för-
derlichen besigelnt, daz kein ander unrat darin fallen müge, wan die süne slehtlichen
begriffen ist, als sü vor ziten beret ist. geben zu Benefelt des samestags vor
sant Jacobes dag.
[In verso] Dem edeln unserm lieben oheime, dem grafen von Lützelstein. 80
Str. St. A. G. U. P. lad. 22. faso. 1. cop. eh.
1 Dieser auf den 18. Juli angesetzte Tag ist wohl derselbe, den eine Notiz meint, welche sich unter
einem unvollständigen, dem späteren Vertrage vom Juli 29 oder August 14 fast gleichlautenden Entwürfe
findet : Item men ist eines dages überkomen, alle ding zu vollenden von des herren von Vergey
wegen zu Than oder zu Senheim und sol men do sin mit vollermaht. Vgl. auch Ebrard, Strasburgs
Fehde mit J. de V. S. 15.
2 Nach dem Briefe Friedrichs von Juli 14 hat der Zaberner Tag schon vor diesem Datum stattge-
funden.
3 Von Masmünster ist auch die Ausfertigung des Vertrages (August 14) datiert.
,
380. Friedensschluß mit Jean de Vergy. [Masmünstcr] 1387 Juli 2».
Nos Frydericus dei gratia episcopus Arg., Wetzelo Marsilis miles magister et con-
Hsules civitatis Arg., Tislaus de Witenmülcn presefl WH advocatus in Alsacia racione
imperii generalis, Heinricus comea de Parvapetra recognoscimus publice DOtamqoe
laciinus universis tenore presentium litterarum pro nobis et nostris successoribus adiuto-
ribu.s servitoribua subditis et ad nos pertinenlibus, quod ratione guerre, quam habuimus
Icum nobili domino, domino Johanne de Versey, domino in Fomans occasione seu
causa castri Schettelon nuncupali Metensis dyocesis pro nobis ac nostris successori-
bus adiutoribus, servitoribus et ad nos pertinentibus racione eiusdem guerre et om-
io nium que exinde contigerunt et emerserunt usque in diem hodiernum pro nobis
omnibus prenominatis et noslrum quolibet singulariter cum predicto domino Jo-
hanne de Versey domino in Fomans ac domino Theobaldo domino Novicastri lantgra-
io ad Palinan et domino Theobaldo fdio suo domino in Schettelot super fluvio
ubii et, in Schettel super Musella adiutoribus in guerra predicta domini Johannis
de Versey domini in Fomans prenominati et cum omnibus eorum adiutoribus ser-
itoribus subditis et ad eos pertinentibus et cum quolibet eorum singulariter ex parte
erre predicte totaliter et pure et de omnibus rapinis incendiis et homicidiis et
tiam ex parte castri Schettelon prius dicti et omnium pertinenciarum eius necnon
omnium eorum que contigerunt et emerserunt in predicta guerra et eius occasione
Iseu causa usque in diem hodiernum sumus bene pacati et hnaliter ac in toto con-
cordati sie etiam quod tenemur supra dicto domino Johanni de Versey dictum
castrum Schettelon [cum omnibus et singulis pertinentiis et appendieiis eiusdem cas-
tri de Chastoillon] ' prout nunc est permittere cedere sine impedimento ex parte nostri
et eorum, qui pro parte nostra fuerunt in guerra prelibata et idem dominus Johan-
25 nes de Versey predictum castrum reedificare poterit si volet seu dum ei videbitur
expedire. et renunclamus ac promittimus pro nobis ac omnibus nostris successoribus
adiutoribus, servitoribus, subditis et ad nos pertinentibus et pro quolibet nostrum
singulariter ratione dicte guerre, in perpetuum nichil exigere neque postulare a do-
mino Johanne de Versey domino in Fomans, domino Theobaldo domino Novicastri
30 antgravio ad Palman et domino Theobaldo filio suo domino in Schettelot super
flluvio Dubii et in Schettel super Musella, adiutoribus in supradieta guerra domini
Johannis de Versey supradicti nee eciam ab adiutoribus, servitoribus et subditis
eorundem seu pertinentibus ad eosdem neque etiam procurare, quod ratione seu
occasione dicte guerre aliquid ab eisdem exigatur seu quomodolibet postuletur
raude et dolo exclusis in omnibus suprascriptis. et in omnium et singulorum pre-
issorum testimonium nos Frydericus episcopus Arg. pro nobis et nostris nos-
trum sigillum nosque Wetzelo Marsilis magister et consules civitatis Arg. pro nobis
et nostris civitatis eiusdem sigillum; nos etiam Tislaus de Witenmülen preses seu
advocatus in Alsacia ratione imperii generalis pro nobis et eiusdem imperii civita-
tibus et opidis in Alsacia nostrum sigillum ; ac nos Heinricus comes de Parvapetra
pro nobis, nostris heredibus et aliis nostris etiam sigillum nostrum appendi feci-
1 Von anderer Hand übergeschrieben. Dieselbe Hand verändert Versey stets in Vergeyo.
202 1 387
mus litteras ad presentes. datum feria secunda proxima ante diom sancti Petri
ad vincula a. d. millesimo trecentesimo octogesimo septimo.1
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. I. or. mb. mit Siegeleinschnitten, doch nicht vollzogen. —
Ebenda, 1) cop. eh. coaev. — 2) deutsche Uebersetzung — 3) französische Uebersetzung.
381. Scha/fliausen an Slraßburg .• nimmt seinen Münzmeister Markus in Schulz b
gegen den laut gewordenen Verdacht minderwertiger Prägung. 1387 August 1.
Den wisen fiirsichtigen unseren besundren guten fründen . . dem burgermaistcr
. . und dem rät ze Strasburg enbieten wir der vögt und . . der rat ze Schafhusen
unsern willigen dienst berait in allen sacben und tünt üwer wissehait ze wissen,
das Markus der münezmaister, der üwer und unser burgerjst, für uns bracht bett, io
wie er in ettlichem zig si, das er öch der bösen haller geschlagen söl hau und daa
er sich darumb vor üch versprochen sölt han uff den nechsten mentag, der nu was
juii 23. vor sant Peterstag ze ingendem ögsten. der tag aber in ze kurcz was. von im wart
juii st. darumb erst enbotten uff die nechsten mitwochen, du nach dem egenanten mentag
kam. da sol üwer wissehait wissen, das unser gnediger herr selig herezog Lüpolt u
von Oesterrich mit andren herren und stetten, die ouch müncz hant, ainer müncz
uberain kament, wie man die schlahen und halten und sölt, das nun phunt baller
vier Schilling minrer ain vin mark silbers usser dem für tun sölt. und hattest öch
wir, darzü gesetzet alwegent zwei ünsers geswornen rates und ainen goltschmid, der
öch darumb gesworen hatt, die das gelt alwegent versüchtent an der wag und usser 20
dem für. und wenn man das gerecht fand, so hies man es erst münezen. die müncz
hielten wir, als bi der geseezt und ordenung gemachet und geordenett was, unez uff
die zit, das uns für kam, daz ander lüt die müncz swecher schlügint, denn^ als si
geordenett und geseezet was. und für das mal hortent wir und öch er, daz wir mit,
nie schlügent. und wissent, daz er sich in der sach recht und redlich gehalten hett z.">
und als es geseezet und geordenet was. da bittent wir üwer wissehait mit ganezem
ernst flisseklich, das ir denselben Markus üwern und ünsern burgern, unschuldig
habint und im öch in siner sach erschiessint und in fürderint, als wir üch das wol
getrüwent in den worten, daz wir in sölichen und in meren sachen iemer dest gerne*
tun wellent, daz üch und den üweren lieb und dienstlich ist. geben an sant so
Peterstag ze ingenden ögsten anno 87.
[In verso] Den wisen und fürsichtigen unseren besunderen guten fründen dem
burgermaister und dem rat ze Strassburg.
Str. St. A. AA. Münze, lad. 24 nr. 1. or. eh. I. cl.
Erwähnt bei Cahn, Münz- u. Geldgeschichte der Stadt Straßburg. (1895.) S. 50. 35
1 Das Datum ist teils ausgestrichen, teils unterstrichen und dafür von anderer Hand hingeschrieben :
et actum in villa Masemsvalle Basiliensis diocesis in vigilia assumptionis beate Marie virginis gloriose
(August 14). In der Kopie steht das ursprüngliche Datum, das korrigierte ist erst von viel späterer Hand
nachgetragen. — Das spätere Datum findet sich auch in der gleichzeitigen deutschen u. französischen
Uebersetzung. Der Tag zu Masmünster war auf den 18. Juli angesetzt. Vgl. dazu den Brief Bischof
Friedrichs vom 6. August 1387.
1387
2. Bischof Friedrich an die Stadt Straßburg: schickt den mit Jean de Vergy
zu Masmünster vereinbarten Siihnebrief zur Besiegelung. Rufach [13-87] Augu*t «.
I ii-ern grüs bevor lieben gclruweii. wir lont ucli wissen, das unser (runde sin!
koinen von dem dage zu Maseim'insler von der YValheii wcjri'ii und ist inen der snne
l gentzlichen überkomen und sol ane gon ufi unser l'r<">wen dag nebst kommet al- der A»a<uti3.
frid« usget, der do vür gemäht was. und sendent uch den briefT 3er süne mit un-
Bserm ingesigel besigelt und den briefT zu latinc, den ir gemäht hattent, r do ane sehen
ir wol, was die Walben zu und druber(?) geton baut, und ist nit me dan als ir
wol sehenl in dem selben brief'e Hebel lelon mit siner zügehorden und daz die date
io verwandell ist, wan es oueb also beret wart und ouch in der lützsehen notleln slont
geschriben. dar umb 80 wellent den briefT bcsigeln mit uns und wellent dem grefen
»von Lützelstein und dem lantvogete ouch enbieten und versebriben, daz sü den
selben sünebrieff ouch besigelnt. daz wellent wir ouch dün, daz wir der sachen zfi
einen ende koment, wan es lange genug gewert hat. ouch sendent wir uch die abe-
i5 gesehrilt zu laline des briefes, als men überkomen ist, den uns die Walhen wider-
niii l> sollenl geben hil nigeM, daz ir ach dar noch kiinnent gerillten, und wellent dia
sebatleu f'ürderliehcn geendet, daz kein unral dar in lallen müge, diewile men zu
einen ende kommen ist. daz duncket uns gut syn. geben zii Rüfach des zinstages-
ull' sant Hixtes dage.
2o Str. St. Ä. G. ü. P. lad. 22 faso. 1. or. eh. lit. cl.
383. Bischof Friedrich von Straßburg mahnt den Grafen Wilhelm von Lützel-
stein an die Besieghing des Sühnevertrags mit den Welschen. [1387 nach August 6.]
Unsern grüs bevor, lieber Öhem. als ir uns den sünebrief nüt besigelt hant
den wir uch und die von Straszburg gesaut baut, und ir meynent uch und uwem
■ belfern solle ein verziehunge besehen von eime künige von Franckrich, da wissen,
daz ir uns dez nie gedahten zu keyner zit und nemelich uff dem tage zu Zabern,
do wir und ir und die von Straszburg by in warent, da die notele gemäht wart
und uch benügete und ir uch versprochent, ginge ez also der, so woltent ir die
süne also ufT nemen. daz haben wir oueb getan in alle der maszen. als wir von
H Zabern schiedent und habent wir ouch vor die süne briefc gesprochen, da hiltent
wir uch, als ernstlichen wir yemer künent, daz ir die sache sichtlichen dar laut gan,
als ir uch versprochen hant, want ir wol wissen inugent. und wer uns noch lieber,
wir hettent zehen jor gekrieget den wir zu sollichem ungelimpfe kement. doch so
wellent wir alle unser bestes dar zu tön an die, da wir truwent, daz gut sige, den
die verziehunge besehe, da von lieber ohem so tünt ez durch unser und uwer selbes
willen und besigelt den brielV förderlichen, daz kein anrät dar ynfalle.
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. 1. cop. eh. coaev.
' Vgl. oben nr. 380 vom 89. Juli 87.
204 1 387
384. Graf Johann von Nassau an Strassburg: führt unter ausführlicher Dar-
legung Klage über den Erzbisehof von Köln, der ihm den geschlossenen und be-
schwornen vierjährigen Bund gebrochen und ihn auch sonst schwer geschädigt habe,
und warnt : uch und üwer stait gemeynlichen, daz ir uch hudet und gewarnt syt
vor yme und den synen, daz sy uch nit dun, als sy mir gedan hant. datum anno
1387 feria quarta ante diem scti. Laurencii martyris nostro sub sigillo.
1387 August 7.
Str. St. A. AA. 118. or. eh. 1. p.
385. König Wenzel an Strassburg : beglaubigt seinen Gesandten Hinczik Pflug,
Hauptmann zu Luxemburg. geben zu Nurenberg des sunabends nach unser frawen io
tag assumptionis reg. boh. 25 reg. rom. 12 jar. Nürnberg 1S87 August 17.
Str. St. A. AA. 107 nr. 45. or. eh. I. el.
386. Der ammanmeister, die rate und die burger gemeinlichen arme und reich
der stat zu Strazburg sullen antwurten [wegen des von Bruno von Rappoltstein ge-
fangenen englischen Ritlers Harlcston und auf Befehl König Wenzels] dem herrn
Heinrichen Weyszkle des hochgebornen fursten und herren Rischartes kunigs ze Engel-
lant und frawen Annen kunigin seiner elichen frawen diener uff den nehsten tag
Sept. 30. nach sant Michels tag, der schirst kumt. geben zu Nurenberg an mitwochen
vor sant Bartholomeus tag anno 1387. Nürnberg 1387 August 21.
Str. St. A. AA. 113. or. eh.
387 Abschied des rheinischen Städtebundtages zu Speier.
Speier 1387 September 1.
Gedächtnusz, als der städt frunde am Ryne mit namen von Strazburg herr Götze
von Grostein, herr Hanns von Stille rittere und herr Heinrich Lymer altarhmeister
von Mentze etc., zu Spire bi einander gewesen sint und umb dise hernach geschriben 25
Sept. i. artickele also gescheiden sint an sontag post Johannis tag decollationis anno 1387.
Item hat man mit der swebischen stetde botschaft genzlichen überkomen, das
sepi. 8. man in den stetden uf disen nehsten frowen tag nativitatis den Juden verbieten sol
keine cristine ammen noch magit, die in diene, zu haben bi einre pene hundert
gülden, die der Jude oder judin, die das uberfaren, als dicke sie das tedin, der statt, so
da sie geseszen werent, geben soltent, und sie derselben pene bi dem eide nit zu
überheben, und sol man auch der ammen oder magit die stat, da sie geseszen und
den Juden gedienet hette, ein jar verbieten.
Item sol man hinder sich bringen bisz uf den nehsten tag, daz die Juden in ju-
discher waid und nach judischen sitden giengen, als in zugehörit und in alter 35
gangen hat.
Item daz man das cristine gesinde : ammen und magde, das in dienete, under
ougen mit eime brande zeichente.
1387 m
Item daz alle kouflute nu(t) fi'irbasz me in die vastenmesse gein Franckenfurt
qwemen uf den sontag Oculi und dannen füren uf den sontag .Judica, und dasz bei
einre pene nicman darnach nicht kaufte noch verkaufte.
Item wegen juden-wechsel, die das gelt usz dem land machen, dasz das versor-
5 get werde.
Aus Wenckeri excerpta II, 364 <>. gedr. Weizsäcker, D. R. A. I, 581 nr. 317.
B388. Beschluß der schwäbischen und rheinischen Bundesstädte, den Juden das
Halten von christlichen Ammen und Dienstboten bei hoher Strafe zu verbieten.
1387 September 8—14.
|^^ Man sol wiszen, daz der swebischen stetde und rynschen stede frunde gentz-
»lich übirkommen sint, daz man in allen yren steden den Juden verbieden sal keyne
cristen ammen noch cristen maget zu haben, die yn dynen bij eyner pene von
hundert guldin, die der Jude oder judynnen, die daz ubirfuren, alsz dicke sie daz
teden, der stad, do sie geseszen weren, geben solten. und solte man sie derselbin
15 pene bie dem eyde nit überheben, und sol man auch der ammen oder der maget die
stad, do sie gesessin und den Juden gedynet hette, eyn jar verbyden. und dis ist
den Juden zu Franckenford von Hertwine Wieszen und Gifride von Holtzhusen bur-
germeistern in yrer schul verkündet, anno domini 1387 infra oetavam nativitatis
Marie virginis gloriose,
so Frankfurter St. A. Copialb. VII» fol. 110 nr. 364.
1389. B u nde sabrechn u ng z u Spei er. Die Städteboten sind : von Strass-
burg Johann von Stille Ritter, Johann Messerer Altammanmeister. — Mainz:
Georg Waldertheim, Peter Winsberg. Worms: Johann Dierolff, Brechtel Bonn. —
Frankfurt: Heinrich von Holtzhusen. — Friedberg: Heinrich von der Zit. —
28 Ehenheim: der Stadtschreiber. — Wetzlar: Hermann Holtzheimer. —
Gelnhausen: Thenne Kreinfelt. — Phedersheim: Fritzlin Schnider. Ausge-
geben haben seit der letzten Rechnung: Mainz: 000 Gulden einschliesslich der
!50 Gulden an den Grafen von Solms. — Strassburg: 86 Gulden. — Worms:
!5 Gulden. —Speier: 345 Gulden. — Frankfurt: 134 Gulden. Hage-
nau: 20 Gulden. — Friedberg 27 Gulden. — Gelnhausen 18 Gulden. —
\\ 'c i s senburg : 45 Gulden. — Ehnheim: 3 Gulden. In Summa 1503 Gulden.
Hierzu soll jede Stadt beisteuern von jeder Glefe der vertragsmässig grossen
Summen Glefen : 3 Gulden 3 '/t Groschen. Da nun die Gesammtzahl der Glefen
448 beträgt, so entsteht für die Bundeskasse ein Ueberschuss von 9 Gulden.
Ausserdem hat jede Stadt zu den 1000 Gulden der Wormser Zollablösungssumme
und den 128 Gulden «zu gesuche gangen > beizutragen von jeder vertrasgmässigen
Glefe: 5 Gulden 5 Groschen. Jede Stadt soll innerhalb von 3 Wochen ihre BetrSge
Dach Mainz einschicken. actum donrstag für Mathei ap. et evang.
1387 September 19.
Str. St. A. Q. U. P. lad. 48/49 B. conc. eh. mit den Abrechnungen anderer Jahrgänge
auf einer Papierrolle. Diese Rechnung von 1387 findet sich dort noch einmal
206 1387
mit Hinzufügung derjenigen Ausgaben der einzelnen Städte, welche nicht als Bundes-
ausgaben anerkannt und von der gemeinsamen Rechnung ausgeschlossen wurden. Straß-
burger Ausgaben sincTnicht darunter.
390. Strassburger Gesandte an ihre Stadt: berichten von der Vorberatung der
Mergentheimer Stallung (vom S. Nov. 1387) auf einem rheinischen Städtebundstage
zu Speier und von dem Aufbruch nach Mergentheim. datum uf sant Matheus
abend. [Mergentheim 1387] September 20.
Aus Str. St. Bibl. Wenckeri excerpta 2 fol. 364 b.
Gedruckt: D. B. A. I. nr. 318. — Vergl. dort Anmk. 7 über das Datum.
391. Ratsbeschlüsse über.- Weinverkauf, Schi /[verkauf und Kehricht.
1387 September 29.
Unserre herren meister und rot sint über ein komen, wer wine köffet in dirre
stat oder in dem burgbanne uffe merschetzen, es sy uff dem waszer, uff wegen oder
uff karrichen, der sol sie in sin kelre oder gewalt ziehen und sol sie nit wider umb
verköffen, die wine sint denne vor ahte tage in sime kelre oder in siner gewalt '
gelegen, wer daz verbreche, der bessert 5 Hb., alz dicke er daz dete.
Unsere herren meister und rot sint übereinkomen, daz nieman kein schiff uff
merschetzen köffen sol in dirre stat noch burgbanne, es sy danne vor ahte tage zu
offem merckete veilgehangen uff der Brüsche one geverde. und wer daz verbreche
der bessert 30 sol. 2
Es sol ouch nieman keine fegotte noch ander gererde schütten in die Brüsche,
in die burggraben noch anderswohin uff die almenden indewendig der pfele. wer d;iz
dete oder usz wesz husz oder hof daz beschehe, do bessert der wurt oder die würtin,
des danne der gewalt ist, 5 sol. und sol man daz ouch ryhten noch horsagen.
actum et pronunciatum ipsa die beati Michahelis anno etc. 87. 2
Str. St. A. Ordnungen nnd decreta tom. 20 f. 76.
392- Bischof Friedrich von Straßburg und Landvogt Styslaw von der Weiten-
mühle bezeugen der Stadt Straßburg das Vorhandensein des königlichen Oerichls-
privilegs vom Jahre 1381. 1387 Oktober 1.
Wir Friderich von gotz gnaden bischof zu Strazburg und Styslaw von der 3
Witenmülen ritter lantvogt zu Elsas bekennent und kündent menglichem mit disem
briefe, daz dez jares do man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und
1387 oci i. syben jare an dem ersten zinstdage nach sant Michels dage dez heiligen ertzengels
wir einen versigelten brief, der do versigelt ist mit dez allerdurhluchtigestem fürsten,
unsers gnedigen herren, herren Wentzlaws von gotz gnaden römischen küniges zu a
allen ziten merer dez riches und küniges zu Beheim anhangendem küniglichem maje-
stat ingesigel gesehen und von worte zu worte selber überlesen haut, derselbe brief
ouch an geschrift und an demselben küniglichen majestat ingesigel, do mit er ver-
sigelt ist, gantz gereht und .göt ist und an keinen dingen bresthäft ist. und alsus von
1387 207
wnrle zu worte geschriben stilt: Wir Wenczlaw von gotz gnaden römischer kunig etc.
etc. {folgt das Privileg von 1381 wie unter nr. 8], und wände wir denselben brief
selber also gesehen und überlesen hant, so hant wir die vorgcnanten Friderich bischof
zu Strazburg und Styslaw von der Witenmülen ritter lantvogt zu Elsas dez zu einn-
geziignüsze unsere ingesigele an disen brief gehencket. actum et datum ut supra.
Str. St. A. AA. lad. 3. nr. 17. or. mb. e. 2 sig. pcnd.
z
393. Bischof Friederich von Strassburg und Styslaw von der Wytenmüle be-
ii". ii der Stadt Strassburg (in derselben Form wie oben) das Vorhandensein des
öniglichen Privilegs vom 25. October 1379 (Bd. V nr. 13G5). 1387 October 1.
Str. St. A. AA. lad. 3. nr. 18. or. mb. c. 2 sig. pcnd., q. 1 delaps.
394. Schultheiss, Meister und Rat zu Dambach an Strassburg: raten um
Vermittclung angegangen in der Streitsache zwischen dem Strassburger Bürger Hans
von Albe und dem Grafen Werdenberg, Vogt auf der Burg Bernstein, der dem cisteren
wegen schuldiger Zinsen ... sin gut by uns mit gericht verbotten habe . . diesen anzu-
M weisen, sich gütlich mit dem Vogt oder dessen Amtleuten auseinander zu setzen.
datum Francisci anno domini 87. 1387 October 4.
Str. St. A. AA. 2012. or. eh. I. cl.
395. Pfalzgraf Ruprecht der ältere an die rheinischen Bundesstädte : mahnt sie
auf Grund ihrer Einigung gegen Bertram von Vilwile und Henne von Nordecke und
2» seine Helfer um 50 Glefen, die am Dienstag über 14 Tage in Eppenheim sein
sollen. datum Heidelberg sabbato post diem beati Remigii confessoris anno \dS7.
Heidelberg 1387 October ü.
Frankf. SU A. Oopialb. XV, 22. cop. coaev-
396. Wetzel Marsilis der Meister und Rat von Strassburg an Speier: ersucht
den Juden Kursman von Speier ihren Rürger, der mit ihrem Gesandten zugleich
nach Speier gekommen war und dort gefangen genommen wurde, ledig zu lassen.
datum feria proxima ante beati Dionysii anno 1387. ' 1387 October 8.
Frankf. St. A. Reichs-Act. nr. 168 b. Cop. eh. coaev.
397. Item Lawelin der wöber, der zu Byschofesheim geweszen waz und der
ouch geblendet wart, het ewekliche versworn dise stat über Ryn, und wo niiin
in hie dise site ergriffet, do er uns in unser gerihte gevolgen mag, so sol man
i Vgl. unten den Brief Speier's vom 16. Oct., und Straßburgs vom 21. Oet.
VI. 27
208 1387
in ertrencken, umbe daz er zu den Juden ging in unser stat und in sin eygin
kint veil bot und in daz zu kouffende wolte haben geben, daz sü es getötet hettent.
actum feria sexta ante diem scti Galli confessoris. 1387 Oetober 11.
Aus dem 'Heimlich Buch», fol. 57». gedr. Hegel, Königsh. II, 1023.
398. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt : beklagt sich über unge- s
rechte Zumutungen Graf Eberharts von Zweibrücken, welcher offenbar willens sei
ihn mit Krieg zu überziehen, und bittet unter Hinweis auf sein Bündnis mit der
Stadt . . . daz yr uns schickent 15 gleben gen Zabern in unser slos dez neisten dages
Novbr. 2. nach aller heiligen tage nehst kümpt in der massen, alz ir uns schuldich sint
von büntnisse und einunge wegen und wir uch sonderlich wol geleubent und ge- iU
truwent, want wir 10 gleben uff aller heiligen dage da vor haben wellent. ge-
bin zu Offenburg under unserm ingesigel des jares 1387 dez samstagz vor sant
Gallen dage. Offenbury 1387 Oetober 12.
Str. St. A. AA. 1409. or. eh. I. pat. c. sig. impr.
399. Speier an Strassburg : antwortet auf den Brief vom 8. Oetober, dass dem 15
luden Kürsman vor den Städteboten Becht werden solle, dass aber auch sie den
Speirer Juden Moises von Bretheim, . . . dem ir das sin abgenomen hant . . . frei und ledig
lassen müssten. datum ipsa die saneti Galli confessoris. [1387] Oetober 16.
Frankf. St. A. Reichs. Act. nr. 168 b. cop. eh. coaev.
400. Frankfurt an Strassburg und die anderen rheinischen Bundesstädte : ver- 20
fangt mit Berufung auf den Bundbrief Absagebriefe und Sendung der kleinen Summe
Novbr. 7. Glefen zu Donnerstag vor S. Martin gegen Friderich Holtzappel von Bunckel, Büle-
man dessen Sohn, Cüne von Budinhüsz und Bertram von Velvyl die «uf dez richs
strasze» Frankfurter Bürger überfallen oder ihnen sonst Schaden zugefügt haben.
datum anno 1387 quinta feria proxima post Gally. . '<*>
[Darunter Vermerk von anderer ffand]. Dirre manungen hant die von Francken-
Decbr. 3/. Jurt einen ufslag geben untze an den zinstdag nach dem wihennaht dage also daz in
keine andere manunge dar an schaden sol und sol man in danne dienen, daz sie
nit bedörffent anderwarbe dar umbe manen. 1387 Oetober 17.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. cop. eh. coaev. 30
401. Obrecht Mansse der Meister und Rat von Strassburg an Speier: verwahren sich
ernstlich gegen den Vorwurf vom 10. Oetober, dass sie dem Speirer Juden Moises
von Bretheim sein Gut genommen hätten und schlagen einen Tag vor zwischen Speier
und Strassburg, um dies zu erweisen. Schlügen sie aber diesen aus ... so wissint,
das wir herren und stedten von uch künden und sagen weltent, das ir uns an 3r>
unser ere geschriben hant und uns geziegen habent, des wir unschuldig sint.
datum feria seeunda proxima post diem saneti Galli confessoris anno 1387.
1387 Oetober 21.
Frankf. St. A. Reichs. Act. nr. 168 1>. cop- eh. coaev.
1387
209
402. < »brecht Mansse der Heister und der Rat von Strassburg an die zu Speier
versammelten rheinischen Städte: teilen mit, dass die von Speier . . . uns einen
heslichen brief1 geschriben, des wir uch eine abeschrift' sendent. und do wir den
brief gelosont, do lietde ez us fremde von in, ... so dass sie anfangs entschlossen
i waren garkeine Gesandte gen Speier zu schicken. datum feria seeunda proxima
post diem seti Galli confessoris 1387. 1387 October 21.
Frankf. St. A. Reichss. Act. nr. 168 b, cop. ch.'coaev.
403. Markgraf Rudolf von Baden an Meister und Rat von Strassburg: teilt mit,
dass er über acht Tage den Tag wegen des Claus von Bach mit der Stadt nicht leisten
o könne, weil er nach Mergentheim reiten müsse, wohin auch andere Fürsten und
Herren und auch wohl ihre Boten kommen würden. datum Baden zinstag nach
sct. Lucas. Baden [1387] October 22.
Str. St. A. AA 108. or. eh. I. cl.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1422.
10
80
404. Morgentheimer Stallung oder Landfriedensvertrag zwischen der Fürstenpartei
einerseits und dem schwäbischen Städtebunde anderseits, als Verlängerung der Hei-
delberger Stallung vom 26. Juli 1384. geben zu Mergentheim 1387 dez nehsten
dienstags nach aller heiligen tag. Mergentlieim 1387 November 5.
Str. St. A. G. O. P. lad. 48/49 C. fasc. 3. cop. auf 4 Blättern.
Gedruckt D. B. A. I, pg. 588 nr. 324.
K405. König Wenzel an Strassburg: .... wann unsere liben getrewen die burger
und ynwonere der stat zu Egre von unsern vorfaren an dem reiche romischen keysern
und kunigen also begnadet und gefreyet sein, das sye mit irer kaufmanschaft und
habe yn und uf allen des reichs Strassen czolfrey faren und wandern mugen, als
ü5 das in derselben unserr vorfaren und unserr majestat briven, die sye doruber haut
volkumenlichen ist begriffen, dorumb begeren wir an ewer trewe mit ganszem ernste,
das ir dieselben unser burger und ir diner mit irer kaufmanschaft und habe in ewerr
stat und gebite abe und czu czolfreye und an allerley hindernusse faren lasset und
euch doran gegen in in solcher masse beweiset, das sie bey sulcher irer freyheit
bleiben und sich des von euch in unser gegenwertikeit beloben mugen, das ist uns
von euch sunderlichen wol zu dancke. geben zu Präge des snnabendes vor sand
Merteins tag. reg boh. 25. rom. \2. Prag 1387 November O.
Str. St. A. AA. 107 n. 46. or. mb. lit. pat.
1 Wegen des Juden Moses von Bretheim. — Noch in einem Bericht über den Mainzer Städtetag
rom SO. Januar 1388 heißt es: beider Städte Gesandten sollen die Saclie wegen des Jiulen nochmal hinter
sich bringen u. Vollmacht für weitere Verhandlung Irischen. (Frankf. St. A. B.-S. 197 ".)
I nr. 3!)'J.
210 1387
406. Worms an Strassburg: man solle die in Mergentheim ausgebliebenen Ge-
sandten der Stadt auf den 23. Nov. zu einem rheinischen Städtetag nach Worms
schicken. [1387 November 10.]
Aus Straßb. Sem.-Bibl. Wenckeri excerpta 1, 111b.
Gedr. B, B. A. I. nr. 329. — Reg. Boos, Wams. ürkb. II, 891.
407. Strassburg an Mainz : betreffend den Wormser Tag des rheinischen Städte-
bundes auf 25. Nov. wegen Verlängerung der Heidelberger Stallung.
[ 1387 vor November 22.]
Aus Str. Sem.-Bibl Wenckeri excerpta 2, 491».
Gedr. D. B. A. I. nr. 330. vgl. dort Anmk. 1.
408. Strassburg an Mainz : hat ihre Boten . . . viler unmusse halben und son-
derlich wegen zweiunge mit denen von Spir . . nicht zu den wegen Verlängerung der
Heidelberger Stallung abgehaltenen Wormser Tage gesandt, erklärt sich aber mit der-
selben einverstanden. [1387 vor November 22.]
Aus Wenckeri excerpta II, 491*.
Gedr. D. B. A. I. 598 nr. 330.
409. Worms an Strassburg: die Städteboten wollen zu Worms einige Tage auf
die versagten Strassburger Gesandten warten, die man doch sofort schicken möge.
[1387 November 22.]
Aus Str. Sem.-Bibl. Wenckeri excerpta 1, l'Jl K
Gedr. D. B. A. I. nr. 331.
410. Ratsbeschluß über Almenden. 1387 November 23.
Unserre herren meister und rot scheffel und amman sint über einkommen, wenne
wir von unserre stette wegen ützit abegebrochen oder zu almenden gemachet haut,
es sy in unserre stat oder uszewendig unserre stat, darumbe sollent die, [gestrichen : u
von den man es gelehen oder geköft het denselben] den wir es abegebrochen oder
zu almenden gemachet haut den, umbe die sie es geköft oder zu erbe gelehent haut,
mit schuldig noch gebunden sin zu jehende oder zu lockende oder in ütschit
darumbe [zu] gebende oder zu tünde in denhein weg one alle geverde. actum
sabato proximo ante diem scte Katherine virginis anno domini 1387. 3»
Str. St. A. G. U. P. lad. 20 fasc. 7. or. eh.
411. Straßburg fordert die adligen Außenbürger zum Kriegsdienst auf.
1387 December 9.
Allen herren dienstlüten, rittern und knehten und allen edelnliiten unsern
burgern, zu den dirre unser botte komet, embietent wir Obrecht Mansze der a
meister und der rat von Strazburg unsern dienst und waz wir gutes vermügent.
1387 211
Iwir manenl uch alle und iegliehen ander üch besunder uwers eydes, den ir siebte
und rat zu Strasburg getan haut, daz ieglicher under üch mit uwer Belbei Üben
und mit al.se vil glel'en mit bereitscheften wol uzgerüstet, alse üch daz derselbe
unser botte, der ueli disen brief gezöget, vom munde wol sagende wurt, by m^
5 zii Strazborg sint an dem fritdage zu naht der nü ziinehste komet und daz ir oecbr.a.
und die uwern, die ir mit üch danne zu uns bringent und ie me der ist, ie
lieber ir uns tünt, varent an söliche stette mit den unsern. und so mit tßnt, alse
wir üch daz danne selber bi uns vom munde sagende werdent. und läszent ir
üch daran nützit irren, wände die sache gar ernste ist. daz wellent wir zu göte
1,1 gegen üch vergeszeu. datum feria secunda proxima post diem sancti Nycolai
episcopi anno domini 1387.
Str. St. A. G. U. P. lad. 271 fasc. 1. nr. 5. 2 or. mb. lit. pat. c. sig. in «r«. impr. del.
Vgl. Wencker de ußburg 116.
412. Verzeichnis der Judenabgabcn zu, Weihnacht. 1387 December 25.
De festo nativitatis domini sub anno 87 de censibus:
Item Menelin der Jude dedit 90 guld.
Item für Gütelin 3 guld.
Item Mathia von Brisach 12 '/8 guld.
Item Salamon Mathis brüder 5 guld.
Item Salamons wittewe 5 guld.
Item Läwelin der wurt 0 guld.
Item Elyot von Avion 20 guld.
Item Symunt dedit 200 güklin und 3 guld.
Item Finelin Symundes dohtermari 15 guld.
Hein Jeckelin der Jude dedit 100 guld.
Item sin dohterman Minelin 5 guld.
Hein Josep Rose 70 guld.
Hein Josepa brüder 5 guld.
Hein Kirse der Jude dedit 60 guld.
Hein Abraham von Spire dedit 15 guld.
Item Yselin von Brotheim dedit 20 guld.
Item Lowe von Wesel 10 guld.
Hein Syinund von Spiro 15 guld.
Hein Lowe von Ulme 40 guld.
Item Jöselin von Mollesheim 15 guld.
Hein Loser Symundes dochterman 7 l/» guld.
Item Moyses von Bretheim 50 guld.
Summa 772 guld.
Str. St. A. G. U. P. lad. 174 nr. 13. conc. eh. (Zettel). Die Aujzälüung ist durchgestrichen.
212 1387
413. Ratsbeschlüsse. [1387.] ^
Von der soldener wegen, welre do wil urlop haben, den sol man loszen ryten,
welre aber beliben wil, den sol man sin zil loszen usz beliben.
Von Weckerlins wegen meinet daz meisteteil, daz man in nüt usser vorhten
sol loszen a und daz man unsern dienern beleihen sol, daz sü noch ime stellent 5
und ouch noch Hanse von Albe.
Wen man hinnanfürder zu burger empfohet, waz dem geschult und uferstot
von aller der Sachen wegen, die sich vormoles erhebet hant, e danne er unser
burger wart, dar zu sol man ime nüt beholffen sin und sol ime ouch nieman be-
holffen noch bygestendig sin vor dem rote, daz wir ime darzii helffent. und sol io
man ouch dis also schöilel und amman vürlegen, so man süabesamment.
Str. St. A. Ordnungen tom. 21 f. 202. eone. eh.
414. Ratschlag über die Behandlung der wegen Armut ausgeschiedenen, spdler
wieder zu Bürgern angenommenen Außenbürger. [1387.]
Weihe unser uszburger ir burgreht von armute wegen hant geloszen uszgon 15
und wir die begnodet und widerumbe zu burger empfangen hant und das halbe
von in hant genommen und do dieselben dozwuschent, do sie uns nut diendent
zu den ahtzig mareken gedienet hant, die sullent ouch hinnanfürder darzu dienen,
also das men nut me uffe su lege, wenne zu den ahtzig mareken alleine zu
dienende, item der ander teil meinde, sider wir su also begnadet hant, so sullent 20
su nut zu denselben ahtzig mareken dienen, die nut mit hande noch mit munde
gelobet hant darzu zu dienende.
Nach dem Abdruck bei Wencker, de ußburg. S. 119. ohne Quellenangabe.
415. Ratsbeschlüsse. [1387/88.?]
Unserre herren meister und rot sint übereinkomen, daz mengelich sin eun- 25
stofeler meister und sin antwerckmeister gehorsam sin sol, wer daz verbrichet, der
bessert 10 lib.
Alle die, die an die porten und an die hüten gekosen sint, die sullent vür-
derlich an ire hüten gon, es sient cunstofeler oder von den antwereken, und ouch
dar an bliben. und wer daz verbrichet, der bessert 5 lib. 30
Wenne ouch ein meister mit eim venlin zühet, do sullent alle die, die ge-
ritten sint und die do riten sullent by eim meister by dem venlin bliben und
a) gestrichen gon.
1 Auf der Rückseite des Blattes steht außer einigen andern Bruchstücken und Sehreibübungen auch 35
ein Brieffragment mit der Datierung : der wart gegeben an donrestdage vor sant Gallen dage in dem
jare etc. ahtzig und sjben jaie. Die Schrift ist gleichseitig mit der der BatsbescMüsse.
1388 213
nüt von ime rilon. und wer daz verbrichet, der bessert 10 üb., die man by dem
eydfl nienian viiicn BOl loszcn.
Es snllenl oueh kein nacket man ooch frowe, sie sient geistlich oder \\ <rHi.li.
Ivur kein porte lullen noch gon noch by den porten DOOfa umb die porten slon.
wer daz dar über verbrichet, der bessert 30 sol.
Es .sol deheiii cunstofeler noch antwerckman nie riten dcnne mit zweien
pferden uszgenummea ein ritter, der sol mit drien pferden riten und nit me. und
die drei eygin pferde hanl in iren stellen, die mögen t oueh wol mit drin pferden
riten. und wer daz dar über verbreche, der bessert 10 üb. und wil man oueh hüte
i» dar über setzen.
Waz frömder lüte sie sient frowen oder man in unser stat sint und nüt
burger ble sint und oueh nüt ir wiszentliaften lehenherren hie inne hant, die
sällent unverzögenliche unser rehte stat rümen und mögent in unser vorstette
gon. und wer dar über by läge in unser rehten stat fünde, den wil man dar umbe
i» turnen und kestigen. wer aber by naht hie inne funden würde, den wil man ertrencken.
[Wiederholung des vierten Beschlusses mit dem Zusatz}: und wil man oueh daz
ragen und rihten und oueh hüte dar über setzen.
Ms sollent oueh die, die in unserme burgbanne sitzen!, antweders mit den eun-
stofcln oder den antwereken dienen in gehorsam sin in disen nehesten abte tagen.
2D und wele daz nit endetent, die bessernt jor und tag von unserre stat und git 10 üb.
und waz oueh denselben geschäht, den wellent wir weder geroten noch beholffen sin.
Es sol mengelich, der by uns ist in disen nehesten drien tagen, dem meister dem
ammanmeister oder dem rote verkünden und sagen, waz gutes iegeüches wisze, daz
unserre vigende ist, es sy welher bände gutes es welle, und wer daz nit endete, der
;5 sol jor und tag von diser stat bessern und git 20 üb. actum et pronunciatum domi-
nica post Remigii und wil man oueh dar noch erneslüch stellen.
Str. St. A. G. U. P. lad. 20 nr. 18. com. eh.
416. Graf Johann von Nassau an Mainz,' Strassburg und die übrigen rheinischen
Städte: bittet um Widersagebriefe und vertragsmässige Hülfe gegen Cünrat von Hat-
stein und seine Knechte: Henne von Arnoidesheim, den man nempt Babest, Herman
von Hatstein, Henne Düde von Arnoidesheim und Werner von Eppenstein, die unser
vient sint worden umbe Johans willen von Bicken ritters und hat üch wol uszge-
scheiden, als ir wol boren süllent-in sinem briefe, in dem er uns entsaget hat ....
datum anno . . 88 ipsa die eircumeisionis domini. 1388 Januar 1.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. or. eh.
417. Markgraf Rudolf von Baden an Strassburg: bittet die Freilassung des
Klosteramtmanns von Beuren (Bure) zu veranlassen, welchen ihr Bürger Nellesheim
wegen einer geringen Forderung von 1 it. Geld an das Kloster gefangen halte, oder
214 1388
einen Tag zu Lichtenau zu veranstalten. datum Baden sabbato ante Epiphaniam
anno . . 88. Baden 1388 Januar 4.
Str. St. A. AA. 84. or. eh.
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1433. vgl. dazu nr. 1447, 1450, 1451.
418. Graf Eberhard von Württemberg an Strassburg : beklagt sich über die 5
schwäbischen Städte, insbesondere über Esslingen, wegen Nichtbeachtung der im
Jahre 1387 zu Nürnberg und zu Mergentheim getroffenen Abreden.
[1.388 circa Januar 6.]
Aus Wenckeri exe. II, 490 '>.
Gedr. D. B. A. I, nr. 326. vgl. dort über die Datierung. 10
419- Rottweil an Straßburg: littet um Auskunft wegen des Gerüchtes, daß
Kriegsvolk aus Welschland heranziehe. 1388 Januar 6.
Williger früntlicher dienst sie üwer guten früntschaft alle zit von uns berait in
allen sachen. lieben besundern fründe und aidgenossen. alz üch villicht wol fürkomen
ist von des zoges wegen, so ietzent üwer und unser guten fründe gemain stette des is
bundes tun wellent, uff daz ist uns für komen, wie daz sich ain gros volck von
herren, rittern und knechten in waischen landen gesammet habe und die ietzent
gegen üch und gegen Elsäz dem lande usz her ziehen, bitten wir üwer guten frünt-
schaft mit ernst flizzig, daz ir uns verschriben lassent wissen bi disem botten, wie
es darumb sie und waz ir fremder mere und löuffe wissen mügent, daz wir uns dar- 20
nach wissent ze richtend, durch daz wir in allen sachen dester gerner tun wellent,
waz üwer guten früntschaft lieb und dienst ist. datum ipsa die Epiphanie domini
anno domini 1388.
Von uns dem
rat ze Rottwil. 2»
[In verso] Den frommen fürsichtigen wisen dem maister und dem rat der statt
ze Strasburg unsern guten fründen und aidgenossen.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. Ut. cl. c. sig. i. v. impr. del.
420. Entscheidung des Ammanmeisters und mehrerer AI tammanmeisler in einem
Streit der Küfer und Oanlener. 1388 Januar 8. 30
Wir Wilhelm Metziger der ammanmeister, GStze Wilhelm, Cüntze Müller, Cüntze
Geyspoltzheim, Glaus Meyger, .lohans Messerer und Heintzman Lymer die alten am-
manmeistere zu Strazburg tünt kunt allen den, die disen brief angesehent oder gc-
hörent lesen, daz vür uns koment Jeckelin Zubeler der alte, Walther Schanlit, Voltze
von Wifersheim, Conen Henselin, Paulus Claus, Swemmer Cüntzelin, Claus Hartmüt, ai
Johans Brügeler, Johans Langnefe, Vetterhans, Rülman von Offenheim und Fürsten
1 Dieselbe Angelegenheit betreffen die Briefe Bernhards an den Bat vom 1. Mai, 18. Juni, 24. Juni
(1388). ibid. AA. 183 u. 104.
1388 215
Peterman von yren und yres gemeinen antwerekes wegen der kuffere zfi Stroszburg
nni! sprochent : es were under yrem antwercke lange zit und vil jore reht und ge-
wnnlieil gewesen und bette daz also lange zit geweret, das daz nieman fürdehte und
were ouch daz noehütis tages under in reht und gewonheit, wo ein küfler oder ein
s gantener oder wer der were under in grösser vas mahtent, sü werent nuwe oder
alt, denne die do füderig und mossen lang werent, do bessert ie der küfler oder
gantener oder wer der were, der daz tete, vür ye daz vas sehs pf'enninge. die besse-
runge viele ouch yrem gemeinen antwercke. wider die reht und gewonheit so sattent
sich die gantener. do sehent die vorgen kuffere gerne, daz sie die gantenere bi yren
10 alten rehten und gewonheiten liessent beliben, do gegen es der grosse Martin der
gantener, Fritsche Murssel, Röselin von Achenheim, Jeckelin Machefröide, Henselin
Essichman, Walther von Ulme und Peter mit der Reiffbiegen von yren und der
gantenere aller wegen verentwurtetent und sprochent, ez were reht und gewöhnliche
gewesen also, daz daz ouch nieman vürdehte und were ouch nochütis tages reht
■s und gewönliche, daz ein iegelicher gantener wol möhte alte vas machen, sie werent
gros oder kleine, und werent dar umbe niemanne keine besserunge schuldig zu
Htnnde. doch wie dem were: woltent zwelfe der erbersten von den vorgen. küffern
sweren an den heiigen, daz die vorderunge, die sie geton hettent, yres antwerekes
reht und gewonheit were und also von alter her kommen were, so woltent sie es
2" ouch gerne also halten, also waz geltes under in gefiele, daz daz gelt in yre bühse
vii Hon solte und mit in der kuffere bühse. noch vorderunge und antwurte und noch
dem also wir der vorgen. Wilhelm Motzigor der ammanmeister und wir die alten
ammanmeistere vorgen. verhöret hant, so sprechent wir zu rehte : wellent zwelfe der
erbersten von den küffern vorgen. sweren an den heiigen, daz sie nit anders wissent
« denne, das die vorderunge, die sie do vor geton hant, yres antwerekes rehte und
P»owonheite sy und ouch von alterher also kommen sy, als da vorges. stot, tönt sie
die eide also, so söllent die egen. gantenere alle und yre nachkommen, wo ir einre
ein grösser vas mähte denne füderig und mossen lang, der sol sehs pfenninge bessern,
also hant Jeckelin Zubeler der alte [weiter die Namen wie oben] by iren eiden behebet,
30 wanne sie schöffel worent. so het es Fürsten Peterman an den heiligen gesworn, wenne
er kein schöffel waz und da sie es by iren eiden also behübent, als vorges. stot, do
gebülton wir den vorgen. gantenern die urteile stete zu habende, doch also mit der
gedinge, waz geltes also von den vorgen. gantenern gei'ellet, daz gelt sol men sunder
in eine gemeine bühse stossen und sol die selbe bühse der kuffere schaffener gehalten
:is und sol ouch die selbe bühse zwey "slos haben mit zwein slüsseln, und söllent die
kuffere einen slüssel haben und die gantenere den andern, und was geltes in die
selbe bühse gefellet, daz gelt sol man bruchen zu gemeinen kosten der beder antwercke,
es si zu reysen, zu gezelten oder anderswo zu, daz ire beder antwercke gemeine an-
triffet und nüt anders one aller slahte geverde. [Der gegenwärtige und die alten
i0 Amman m rwi ler siegeh]. geben an sant Erhartestage des heiligen byschoves 1388.
«Str. St. A. G. ü. P. lad. 12 nr. 5. or. mb. lit. pat. e. 7 sig. pend. quor. 3 u 7 del.
VI. 28
216 1388
421. Basel an Straßburg: meldet, daß Kriegsvolk gegen die schwäbischen
Bundesstädte gesammelt werde. 1388 Januar u.
Williger dienst bevor, besundern lieben frunde. wissent, daz uns in warheit
fürkommen ist und geseit, wie daz die fürsten und herren, die iuver und des
swebischen bundes viende sint, ein heimlich samung bestellet habent und da mit s
fürgesetzet ist, daz uf dem tage ze Mergentheim mit ein richtunge oder fride ge-
troffen würde, daz si denne mit der samunge angeleitet habent ze ziehende uf
die swebischen stette fürderlichen und in dem einen hufen irs volkes von in
schieben der, die man, ob si zu den kommen, mögent niderlegen, lieben frunde,
dem gedenkent nach und versorgent üch, als iuwer wisheit wol kan. und erfarn io
üch ouch umb die saehe, so getrüwent wir, daz ir die also erfindent. und lassent
uns ouch alle löuffe und mere wissen verschriben bi disem botten. datum anno
88 sabbato post Epiphaniae domini.
Jacob Ziboll burgermeister
und der rat der stat Basel. 15
[In verso\ Den fursichtigen wysen unsern besundern guten fründen dem bur-
germeister und dem rate der stat Straszburg.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. mb. lit. el. c. sig. i. vers. impr. del.
422. Bericht über den rheinischen Städtetag zu Mainz. — An-
wesend waren folgende Städteboten:
von Strassburg: der von Stille, Cünrat Molner ; von Worms: Johan
Künen, Sygel Macheris ; von Speier: Bechtolff Reinbode, Hans Dylen ; von Frank-
furt: Johan von Holtzhüsen, Adolf Wisze ; von Hagen au: Hans von Frideberg,
Heinrich von der Zyt; von Gelnhausen: Henne von Kreenfelt ; von Schiet t-
stadt: Klopsheimer. — Diese haben über nachstehende Artikel geratschlagt:
1 . Der Streit zwischen Strassburg und dem Grafen von Sponheim wegen
gegenseitiger Mahnung soll gütlich geschlichtet werden auf einem Tage zu Mainz
am Montag nach Judica (März 16).
2. Desgleichen soll dort der Streit zwischen den Grafen Ruprecht und Johann
von Nassau und der Stadt Strassburg zum Austrag gebracht werden.
3. Frankfurt will ebenfalls seine Mahnung gegen Graf Symon von Sponheim
und alle rheinischen Bundesstädte bis Ostern aufschieben.
4. Mainz will dasselbe thun.
5. Schenke Eberhart zu Erpach und Frankfurt wollen sich ebenfalls ver-
ständigen.
6. Sollen zu jenem Tage Strassburg und Speier ihre Boten bevollmächtigen,
um den zwischen ihnen bestehenden Streit wegen eines Speirer Juden * beizulegen.
7. Bezüglich des Bundes mit Graf Symon und Ruprecht von Nassau ist be-
schlossen, dass jede Bundesstadt das Recht habe, die Grafen um Hülfe zu mahnen.
n
1 Vgl. oben nr. 402. «
1388 217
8. Wenn eine Bundesstadt von irgend jemand angegriffen oder sonst geschädigt
wird, soll sie das der nächsten Stadt mitteilen und diese dann schriftlich von dem
Angreifer Genugthuung fordern. Erklärt dieser, dass er seine Suche vor die Entscheid-
ung des Hundes bringen wolle, so soll sich die angegriffene Stadt damit zufrieden
5 geben. Ueber diesen Artikel sollen die Städteboten zum Mainzer Tag am Sonntag
Judica (März 15) die Entscheidung ihrer Räte mitbringen.
9. Sollen die Städteboten ihren Räten mitteilen, dass die schwäbischen Städte
auf dem Mainzer Tage Antwort haben wollen wegen des kürzlich zu Mergentheim
verlängerten Bündnisses mit Fürsten und Herren und wegen Haseis und der Waldstädte.
io [1388 vor Januar 15.]
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. cop. eh. eoaev. (Papierrolle).
423. Bericht der Strassburger Gesandten : Johann von Kagenecke und Hans
Lumbart an Ihre Stadt über ihre Friedenssendung zu den sich bekriegenden Herzögen
von Haiern und schwäbischen Städten, welche wenig Erfolg gehabt hat.
Heidelberg 1388 Januar 25.
Aus Weneker^s Excerpten 2, 364 b. gedr. D. B. A. II, pg. 13 Anmerk. 5. — Reg. Koch
m. Witte, Tfalzgr. Reg. nr. 4747.
424. Aufzeichnungen über einen ütädtetagabschied von Speier.
1388 Februar 17.
20 Gedehtnisse, als der stetde fründe mit namen von Straszburg her Götze von
Grostein, Wernlyn Storm und Wilhelm der alter ammeister; von Mentze Georie
Waldertheimer und Jacob Medetrost ; von Worms Johan Becker und Sigelman ;
von Franckenford Heinrich von Holtzhusen und Johan von Widdel ; von Hage-
nnw e ritterHans; von Wiszemburg Heinrich von Reh tembach ; von Sletzstat
a» Clobsheim ; von Frideberg Heinrich von der Zijd ; von Geilnhusen Eberhard
vom Steynenhuse von Spire gescheiden sint des dinstages nach dem ersten son- «** n.
tage in der vasten anno 88.
Zum ersten als man der schwebischen stetde frunden geentwurt hat, als sie me
bilffe gefordert hant.
Item als her Bernhart der elter marggrave zu Baden sich zu den schwebischen
stetden verbunden hat, als ir botden uff disem tage in heimelichkeit der rinschen
stehle frunden gesagit hant, uff daz sich die stetde am Ryne ouch bedenckin mohten
sieh mit dem egenanten marggraven zu verbinden ez were mit hullfo umb hulffe
naeh dem, als er sich zu den swebischen stetden verbunden hat odir daz dieselben
■ swebischen stetde von sinen wegen und mit yme zu erkennen und die rinschen stetde
zu nianen hetden und daz sie hin widdirumb von des seibin marggraven wegen den
rinschen stetden mit einre hulffe, der man uberqueme, verbunden werent zu der
sumen, die sie yn furhin verschriben hant nach der bunt briefe sage odir abir, daz
sust die rinschen stetde und der egenante marggrave eyner fruntlichen eimnutekeit
ane hulffe uberquement nit widdercinander zu tünde doch daran unschedelich den
buntnissen, die man furhin hat.
218 1388
Item daz die von Mentze an grave Rupreht von Nassauwe odir an sine frunde
werben sollint, daz er ez mit den gleen und auch umb die widdersagis briefe, als er
in«™ in. gemanet hat, lasze steen bisz uff den nehsten tag gein Mcintze uff Judiea umb des
willin, daz grave Ailff von Dietsche und her Eckehart von Elkirhusen von der stetde
gefangen diener wegen destebasz zu tagen braht worden die gefangen ledig zu machin 5
und auch yn und den andern ire habe widdir zu kerende und daz ouch derselbe
grave Ailff und her Eckehart von grave Rupreht mit sime briefe für sich und sine
helffere uff soliche tage und widdir heim vertrostit und versichirt werden.
Ouch sollint die von Mentze grave Johan von Nassau von des gemeynen bundes
wegin verschriben uff vorgenanten tag Judiea gein Meintze zu kommen umbe ehafftiger, io
ernstlichir sache willin yn und die stetde des bundis antreffende und die man yme nit
wol verschriben möge.
Item sollent der stetde frunde uff demselben tage zu Meintze rechenunge tun,
waz iegliche stat sid der lesten rechenunge, die ouch zu slihten, von des gemeynen
bundis wegin verzerit und uszgebin hat. 15
Item uff denselben tag Judiea gein Meintze mit vollen gewalte zu kommen den
dienern zu Swaben einen gemeynen houbtman und ouch phiffer zu geben.
Item daz iegliche stat des bundis ir grosse summe der gleven volleclich und
darzu halb als vil dienere haben und bestellin solle.
Item als den von Spir und ouch den von Franckenfurt von iren heimelichen 20
fründen warnunge gescheen sint.
Item dasz man uszer den stetden weder harnesch, gezug, kost noch deheinreley
andern rat nieman volgen lasze, dann den, die zum bunde gehorent
Item daz die antwereknehte, dienstknehte und der phaffen dienere den retden
in den stetden swurent gehorsam, getruwe und holt zu sine und für schaden zu *>
warnen.
Item ob ez zu gemeynem criege queme, daz dann deheine stat die andern nit
manete also doch, wo eine stat not anginge, daz man der furderlich zu hulffe queme
nach gelegenheit der sache.
Item des Rynes ström offen zu halten und daz mit den fursten zu ubirtragen, 30
ob ez dann bequemeliche wurde.
Item an die von Wiszenburg und von Frideberg, als die hulffe begert hant, so
ez yn not geschee.
Umb dise vorgeschriben artickele uff den vorgenanten tag gein Meintze mit
mäht zu kommen und auch dan den dicke genanten anlasz von der von Spir wegin 35
gein den von Meintze und von Wormsz usz zusprechen umb die wingarthen zu
Hagen und Hergesheim (?)
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. eop. eh. coaev. (Papierrolle).
425. Bruno von Hoh-Rappoltstein verpflichtet sich der Stadt Strassburg gegenüber
zu Ostern des laufenden Jahres die alljährlich um diese Zeit fällige Gült von 200 Gulden -»o
sowie am 24. Juni die festgesetzte Abzahlungsrate des ihm von der Stadt Strassburg
1388 219
geliehenen Kapitals (von 1000 Gulden) im Betrage von 400 dulden zu bezahlen,
ferner alle Forderungen zu begleichen, welche das Kapitel von .lung-Sl. Peter in
Sirassburg und genannte Strassburger Bürger an ihn haben, und endlich der Hadt
Slrassburg und den Strassburger Privatgläubigern für die ihnen x.ii.-(<iicn<liii Gülten
und Schuldforderungen neue Hingen und Mitschuldner an Stelle der verstorbenen zu
geben. Für den Fall, dass er diesen Verpflichtungen bis zum 24. Juni des laufenden
Jahres nicht oder nur teilweise nachkomme, erklärt er, bis zur Ausgleichung sämmt-
licher Ansprüche! die Unterstadt Rappoltsweiler in die Gewalt und Verwaltung der
Stadt Strasaburg übergeben zu wollen. actum ... 13 kalend. marcii — 6 kalend
marcii anno 1388. Strasuburg 1888 Februar 17-24.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 271 nr. 22. or. mb. Vidimus vom 21. October 1392. Ibid. deutsche
Uebersetzung.
Vollständiger Druck Bapp. Urkb. II nr. 295. S. 250—257.
426. Bruchstück eines Briefes von Berthold Zorn an Straßburg über den Stand
15 der Dinge in Baiern. Regt „*/,„, v i:tss Februar 27.
I. . . . kuniges wegen den bischof leidig und den stetten die nome zu wider
keren .... daz nüt volgen .... liesseid sü des kuniges von Beheiin wider-
sagesbriefe. do lieben heren wissent, daz hertzog Friderich von Peygern vor eine
. . . . lit heisset Nuwenburg by Ingelstat und ist eis zeugers (?) wol mit 400glefen.
so wissent öeh, daz hertzoge Hüppreht und hertzoge Kieme von Peygern gewesen sint
zu dem Nuwen-merkete und sint nu zu Amberg und redent hie zwischent ernestlich, obe
Ksü es gerihten kundent. wissent öch, daz die briefe, die ir uns santtent, nüt worden sint
und öch die 200 und 00 gülden zu Ulme ligent,also uns der botte seit, und uns die öch mit
worden sint. wiszent öch, daz die von Regelsburg uns geluhen haut 400 ungerscherguldin,
25 wenne nieman die rineschen von uns wil nemen, so bitten wir uch lieben herrn durch
unsers dienstes willen, wenn ir sehent der von Regelsburg besigelter brief und minen
brief versigelt und ein worzeichen doby, also men üch sagende wirt, daz ir danne
die guldin bezalent und in gute ungersch guldin gebent, wenne wir es in gar hohe
versprochen haut also zi'i bezalende. lieben herren, wiszent öch, daz die von Regels-
so bürg meinent, daz sü gros gelt dürlfent und daz sü uns nüt me lihen wellent. und
ist ir meinunge, daz ir gedenkent, wie ir uns guldin geschiekent gen Nürenberg, so
liuwenl sü die wege zu lindende, wie es uns werde, lieben heren, do bitten wir üeh,
daz ir uns fürderliche gelt gon Nürenberg schickenl, wenne wir nüt lang des gelttes
enhern mügenl, wenne wir gar köstliche ligent, do wir ygenote ligent. geben zu
35 Hegelsburg am nehsten dunderstag noch saneti Mattis dag anno 1388.
Berhttolt Zorn.
[In verso]. . . . en und bescheiden ... rat von Strasburg.
G. ü. P lad. 48/49 B. or. eh. lit. cl.
Ebenda : Copien einiger Briefe zwischen den schwäbischen Städten, dem Erzbischof von
Salzburg, dem Herzog von Baiern und Borziboy von Swinar aus dem Januar u. Februar
1388.
220 1388
427. Mainz an Strassburg (unter Beilegung eines an sie gerichteten Frankfurter
Schreibens gleichen Inhalts) fragt an, ob es den Städten beliebe, einzeln oder ge-
meinsam den benachbarten Helfern Herzog Ruprechts des älteren und des jüngeren
Absagebriefe zu senden. datum feria quinta post Mathei apostoli anno 1388.
1388 Februar 27.
Str. St. A. G. D P. lad. 48/49 B faac. XI. cop. eh. coaev.
Ebenda die Copien von 3 Absagebriefen einer Anzahl den Herzögen anhängender Ritter.
428. Bericht der städtischen Gesandten an Straßburg vom Städtetag in Ulm.
Giengen 1388 Februar 20.
Unsern dienst zuvor lieben herren. wir laszin uch wiszin, als wir gein Ulme «
waren geriden zu besehin umb einen dag zwuschen den herren von Beiern und den
swebschen stetden, daz haben die stetde getan und gar ungerne und ist der tag
also uffgenomen. wer zu dem tage gehöret, der sol friden han beide uff der herren
syte und uff der stetde syt. und die herren sollint sin zum Steyne, so sint die stetde
zu Nuremberg. so ist unser herre der hertzoge zum Nuwenmarkete. des rad und die iä
botden von dem Ryne werdent da zwuschen riden, ob sie ez gitlichen mögen ver-
M/irz 3. rihten, und der tag sol sin uff den dinstag nach Oculi. und da zwischen hat nieman
keinen friden dann die zu dem tage ridende werdent. und brennen und hergen uff
beide syt faste, doch hant die stetde den meren schaden getan, auch wiszent lieben
herren, daz unser herre der konig den herren von Peigern widdersagit hat und die 20
fursten uff sie gemanet hat uff die eide, die sie dem riche getan hant. und daz biss-
tum von Saltzburg mit allem irme lande ziehen uff die herren von Beigern. daz ist
Febr. i7. gescheen uff den ersten mantag in der vasten. und können uch nustnit me ver-
schriben zu diser zyt. geben zu Gingen uff samsztag für Oculi und uff denselben
tag schieden wir von Ulme. 25
Von uns den botden.
Str. St. A. AA. 118. or. eh. I. cl. mit Aufschrift.
429. Johann Zorn von Bulach der Meister und der Rat von Strassburg raten den
unten genannten Herren, ihre Widersage gegen die schwäbischen Städte zurückzu-
nehmen, da Strassburg sonst vertragsmässig verpflichtet sei, gegen sie einzuschreiten : so
Georg von Nüwenecke, Ulrich von Truchtelfingen, Böckelin Menloch von Lijnstetten
der eitere, Heinrich Böckelin genant Pfetzman. datum sabbato proxima post diem
saneti Mathie anno domini 1388. 1388 Februar 29.
Str. St. A G. ü. P. lad. 48)49 B. fasc. XU cop. eh. coaev.\
1 Ebenda die Notiz, daß die gleiche Mahnung an den Herrn von Schauenburg und von Stauffenberg 35
ergehen soll. — Ebenda auch die Notiz: Man solle den Edelleuten und Außenbürgern mitteilen, daß sie
<gegen dieseme kriege> gerüstet hallen möchten, sowie auch mit den benachbarten Herren und Dienst-
leuten, die keine (Slraßburger) Bürger sind <reden und an in entpfinden, wie sü sich in disem kriege
halten wellent.»
1388 221
430. Die zu Ulm versammelten schwäbischen Städte an Strassburg: teilen mit,
ihre Fehde gegen die Fürsten von Haiern nehme zwar den glücklichsten und erfolg-
reichsten Fortgang, so dass viele Marktflecken, Dörfer und Weiler in bündig -ln-u
Bänden seien, aber die Städte Speier, Worms und Frankfurt betrieben im Verein mit
Herzog Ruprecht von Heidelberg die Aussöhnung mit den bairischen Herren und hüllen
zu dem Zweck einen Tag zu Nürnberg festgesetzt, zu dem sie denn auch Gesandte abge-
ordnet hätten. geben ze Ulme von unser aller haissentz wegen under der von
Ulme insigel an fritag vor dem sunnentag Letare anno domini 1388.
Ulm 1388 Mürz 6.
in Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. I. cl. c. sig. in vers. impr.
Reg. Koch u. Wille, Pfalzgr. Heg. nr. 6724.
431. Die zu Ulm versammelten Boten der schwäbischen Bundesstädte an Slraß-
bnrg: eine Einigung mit den bairischen Fürsten sei noch nicht erzielt ; einige könig-
liche Räte seien gefangen genommen. uim 1388 März 11.
Fürsichtigen wisen besundern, lieben fründ und aidgenossen unsern willigen
undertenigen dienst wissent alle zit von uns berait voran, besundern lieben fründ
und aitgenozzen. als ir uns bi dem iuwern botten umb etwas löuff und mär ver-
schieben hant, das haben wir wol verstanden und laussen iueh wissen, daz iuwer
und unser aidgenossen, die stette an dem Rine, etwas täding mit uns und den herren
von Paigern getroffen hetten, das wir mainteri und hofften, die sach war ze ainem
gutem ende komen. indem so hat hertzog Fridrichs vitztüm von Paigern da ze Sultz-
bach unsers herren des römischen künigs rate, die er herus gesent hat, gefangen, und
därumb, so ist nü unser mainung, das wir ie kain raehtung wellen vollegan lan,
unsers herren des romischen kunigs rate, und die mit in gevangen sind, werden vor
ledig und los aller Schätzung, und wie es nu gan werde, dez wissen wir noch nit
und künnen iueh ouch nit ander löuff verschriben. geben ze Ulme von unsers
haissentz wegen under der von Ulm insigel an mitwochen nach Letare anno 88.
Gemain stette dez bundes in Swauben,
als wir ietzo ze Ulme by ainander sein. .
[In verso] Den fürsichtigen wisen, unsern besundern lieben fründen und aidge-
nossen dem ammanmeister und dem rate gemainlichen der stat ze Strauszburg.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48)49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl c. sig. in v. impr. del.
432. Johann Zorn von Bulach der Meister und der Rat von Strassburg an Fri-
derich von Tigensheim Schultheiss zu Offenburg : erwarten, dass die Herren Jo-
3r> huns von Roszenstein, der Nuwenecker, Otteman und Winterbach von Schowenburg,
Friederich Bock und Mollenköpf ihre Widersage gegen die schwäbischen Städte
innerhalb von 8 Tagen zurücknehmen werden und erklären sich bereit, sodann den
schwäbischen Städten davon Mitteilung zu machen. datum feria quarta proxima post
dominicam Letare anno 88. 1388 März 11.
«o Str. St. A. Q. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. top. eh. coaev.
222 1388
433. Konstanz an Straßburg : hat endlich einen siebenjährigen Frieden zwischen
Oesterreich und den Waldstädlen zustande gebracht; allen Bundesstädten ist von dem
Grafen Rudolf von Hohenberg Fehde angesagt. Konstanz 1388 März 14.
Unser williger dienst und was wir trüwen und gutes vermugen sigin üch alzit
von uns berait voran, erwirdigen aydgnossen und besundern lieben fründ. wir tügin &
üch ze wissen, das unser der von Rotwil und gemainer stett umb den sew botten
nach vil und langen tädingen, die sy wol fünfthalb wochen zwüschent der herschaft
von Osterich und den Waltstetten getriben und gefürt hand, dieselben krieg und
Apra «. stöss bis ze sant Gerientag, der schierest kumt und dannanthin siben gantze jar ze
ainem guten getrüwen friden braht und bestelt habent: also, das wir getrüwen, das i»
derselb frid zwüschen in beliben und bestan soll, ouch sol üwer fürsichtigi wishait
wissen, das allen stetten, die den bund haltend, graf Rudolf von Hohenberg abge-
sait hat mit sinem brief, des wir ein abgeschrifft senden verschlossen in diesem
brief. darzü sol uwer guti früntschaft wissen, das wir zu der herschaft
von Osterich guten trost habent, und bitten üch mit ernst flizzig, wissind 15
ir dehaine mär und löff, die uns ze verschribend sigin, das ir uns di wissen las-
sind verschriben bi disen botten. geben ze Costenz an samstag vor dem sunnen-
tag Judica anno 88.
Burgermeister und rät ze Costentz.
[In verso] Den gar fürsichtigen erbern und wisen, dem ammanmeister, dem bur- 20
germeister und dem rät der statt ze Strassburg ünsern besundern guten fründen
und lieben aydgnossen.
Str St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. XII. or. eh. lit. el.
Ebenda : die in dem Briefe erwähnte Absehriß des Absagebriefes von Rudolf v. Hohenberg.
434. Bundesabrechnung zu Mainz. 1388 März 19. 25
Dis ist die rechenunge, die her Götze von Grostein und her Wilhelm brahtent
von Spire von des gemeinen bundes wegen feria quinta ante Palmarum sub anno 88.
Als der stette des bondes an dem Rine erber botten mit namen von S t r a s z -
bürg: her Götze von Grostein und Wilhelm der altammanmeister ; von Worms:
Hennelin Becker, Sygel Macharis ; von Spire : Johan Diele, Jeckelin Andela ; von so
Frankefurt: Gypel zürn Eber, Heinrich Holtzhusen ; von Hagenowe: ritter
Hans; von Wiszenburg: Heinrich von Retenbach ; von Frideberg: Heinrich
von der Ziit; von Geilnhusen: Eberhart vom Steinhuse und von Sletzstat:
Blopsheymer rechenunge zu Meintze tatent dez nehesten dunrstages vor dem Pal-
Mtirz ia. metage 1388, waz iegliche stat bisz dar syt der lesten vordem rechenunge, die zu 3»
Spire geschach, her von des gemeinen bondes wegen verzert und uz geben hette :
Meintze 113 guld. 7 sol. — Straszburg SMf, guld. — Worms 45 '/» guld. —
Spire 115 guld. — Spire 250 gülden dem von Sohns, alz er in eimjarzal verbunden
ist. — Frankefurt: 13 V2 guld. 6 sol.
Der summe liberal, daz die vorgenanten stette uzgeben hant . . . der ist 541 *>
guld. 1 sol. daran gebürt ieglicher stat des bondes zu geben von ieder gleven der
1388 223
grossen summe, die si'i zu dem bonde holtet 1 guldin und 2 '/» groszen. und i-t der
gieren liberal, als die stette zu dem bundo helfet 448; und wanne also iegliche stat
ir antzal darzü git, so belibet daran iiberig 8 sol, die gemeinen stetten zö gehorent.
[Et folgen dann eine Reihe kleinerer Ausgaben der einzelnen Stallte meistens für hotschaften,
6 welche als l'rivatausgaben erachtet und nicht mit in die Bundesrechnung aufgenommen, sondern «u»z-
gesetzt» sind.]
Dise vorgeschrihen uszgesetzeten stücke sollent die botten, die ietzunt ulT disem
tage zu Mentze gewesen sint, hinder sich in ire stette rete bringen, und sol rieh yeder
stette rot daruff bedencken und iron fründen, die sie zu dem nehesten dage
in schicken werden volle gwalt geben, obe man die vorgenanten uzgesetzeten stücke
mit einander gellen wollent oder nut.
Die von Mentze hant ouch den vorgenanten botten rechenunge geton von dem
gelte, daz sü ingenommen hattent von der nehesten vordem rechenunge zu Spire, und
ouch von des geltes wegen, daz den von Worms gehurt von der abelegunge wegen
i& dez zolles von zwein joren, und hattent über ir uzgeben, daz sie davon under die
»Juden zu Mentze gaben von der abelegunge wegen des vorgenanten zolles uberig 46
güldin. von demselben überigen gelte hant die von Mentze ufT disem selben tage
geben Hans Dielen von Spir 45 güldin 3 sol. heller, und sint die von Spire do mit
zi'imole bezalt, waz in werden solte und uzstant von der nehesten vordem rechen-
20 unge zu Spir.
BItem so hant die von Mentze ouch davon geben hern Götzen von Grostein 1 Hb.,
daz die von Straszburg zu vil uszgcben hettent.
Item an den 815 güldin, die den von Worms von der abelegunge wegen ires
zolles von dem vergangen jare bisz uff unser frouwen dag purificationis nehest ver- *'*••■».
25 gangen werden züllent, gebürte ieglicher stat zu gebende von ieglicher gleven der
I groszen somme, die sie zu dem bonde haltent 21/i guldin 1 groszen. und sint der
gleven, die darzü gehorent, 318 gleven. und süllent der stette frunde zu dem nehesten
dage gen Mentze solich gelt, als ieder gleven gebürt zu geben von diser vorgeschrihen
rechenunge und ouch von des zolles wegen zu Worms, mit in bringen, daz man
0 ouch uff demselben dage bezaln sol, uff daz kein judenschade daruff gen werde.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 t>. cop eh. eoaev. (Papierrolle.) Die obige gleiclizeitige Un-
terschrift steht auf der Rückseite der Rolle.
Kaufmanns guter aller Art aufgehoben habe, von denen man sage, daß sie Eigentum
I85 Straßburger Bürger seien. üotttveil 1.388 April 21.
Williger dienst berait mit früntlichen trüwen ste üch alle zit von uns bevor.
hesundern lieben fründe und aidgenossen. uns kom für uf gesteh wie daz der edel
herre graf Fridrich von Hohenzolr der elter etwiemengen lastkarren mit wolle und
mit anderm gut uf der Strasse ufgehept. habe, und lief etwas red darunder, wie daz
I daz selb gut etlichen des bundes stetten zügehorte. und do schickten wir ze stunde
unser erber botschaft zu demselben graf Fridrichen und satzten den ze rede, wem
VI. »
224 1388
er daz gut genomen hetti oder wen er mainte, da mit angriffen haben, an dem meht
unser botschaft nit me erlangen, wand daz er ir also antwürtet, daz daz selb gut
siner offenen vigenden gewesen were. und moht dieselb unser botschaft kain stallung
dem gut gewinnen, wand daz ers nu zemal angriffen wolt. und in den mären, ee unser
botschaft her haim körne, do kom uns etwas rede für, wie daz des selbtetigen gutes 5
etwie vil üch und üwern burgern zugehorte, wand uns nu sere und lait were, wa
üch oder dehainen der üwern dehain schade wider füre, daz wir gewenden künden
oder möhten, da werent wir alle zit willig zu, als billich ist. darumb lieben fründe
gedenkent der sache nach unverzogenlich, ob es dehainen der uwern anrüre, waz
darinne ze tünde sie. wand waz wir üch darinne geraten und gehelfen künnen und 10
mügent, darzü wellent wir alle zit willig sin. üwer verschriben antwürt länt uns
darumb wissen mit disem botten. datum Rotwil feria tertia ante festum beati
Georii junioris hora completorii anno 88.
Von uns dem
rat ze Rottwil. 15
[In verso] Dem ersamen wisen, dem maister und dem rate gemainlich der statt
ze Strasburg unsern sundern guten fründen und lieben aidgenossen.
Str. St. Ä. Q. ü. P. lad. 48(49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. in v. impr. del.
436. Aufzeichnung über die Verhandlungen auf dem rheinischen Städtelage zu
Mainz betreffend den Streit der Stadt Straßburg mit Simon von Sponheim und 20
Johann von Nassau. 1388 April SO.
Gedechtnische, als der stede frunde des bundis an dem Ryne, die off dem donrs-
Apriiso. tage off sct. Walpurgen abent in dem 88 jare zu Mentze bii einander gewest sin mit
namen von Straszburg: her Johans von Stille, Johann Meszerer; von
Wormesze: Hennelin Becker, Johann Dierolff . . . ; von Spire: Henselin Fritze »*
und Hans Diele; von Francken furd: Gypel zum Eber und Heinrich von Holtz-
husen ; von Hagenouwe: ritter Hans; von Frideberg: Heinrich von der Ziit ;
von Slitzstat: ßlopsheymer.
Zum ersten von soliche zweyunge und spenne, als bisher gewest ist zuschin
den edeln herren graffen Symon graffe zu Spanheim und Vianden und graffen Johan 30
graffen zu Nassau off eyne syte und den von Straszburg off die andere syte von
manunge wegen, als die von Straszburg dieselbin edeln herren off Johan von Albe
und syne helffere gemanet hattin und auch, als dieselbin edeln herren graffe Symon
graffe zu Spanheim und zu Vianden die von Straszburg und die andern stete des
bundis an dem Ryne von Johan Ulner (?) von Sponheim ritter, Jeckelin Bernbach 35
und ire helffere gemant hatte und auch, als graffe Johan von Nassowe die von Strasz-
burg und andere stete des bundis an deme Ryne off die von Bickere, von Eckebach
und andere, off die er sich erkant hat, gemanit hatte, waz sümenische da inne von
beyden partien oder von welicher partie sunderlich daz geschehin were, und waz da
von instanden ist bitz off diesen hutigen dag, daz ist allis von beyden syten eyn 40
luter sune und ewig verzig. und hant die vorgeschriben edeln herren graffe Symon
1388 gas
und graffe Johan ofT diesen hutigen dag oft* scte Walpurgen abent vor den vorgenanten Apriizo.
botten geyn den von Straszburg und allin steden des bundis an dem Ryne gemeynlich
und sunderlich umbe alle vorgeschoben sache, wie sich die bis off diesen hutigen
dag erlauffen haben, montlich und gentzeliche verzihen, so hant auch her Johan von
5 Stille ritter und her Johan Meszerer von Straszburg vor die meystere und den rad
von Straszburg und auch ander stete frunde dez bundis an dem Ryne, als die off
diese zijt zu Mentze by einander gewest sint vor ir rete auch in glicher wise geyn
dem vorgenanten edelin herren graffen Johan von Nassow umbe alle vorgenanten
sache montlich und gentzlich veraigen, so ist wort geret : wer iz, daz der vorgenante
i» edele herre graffe Symon graffe zu Sponheim und zu Vianden die von Straszburg
hernach nianende wurde off hern Johan Ulner vorgenant und syne helffere, die mane-
briefe sal er geyn Mentze schicken und dieselbe manebriefte sullent die von Mentze
by in bchaldin und die vorgenanten edeln herren graffen Symund hernach manende
off Johan von Albe und sine helffere. dicselbin manebriefte sullent sie auch den von
ia Mentze in iren rat schicken, und sullent auch die von Mentze dieselbin manebriefte
(bi in behaltin und den vorgenanten edeln herren graffen Symon die nit schickin. und
insullent auch soliche manunge und manebrieffe beyden partien unschedelichen sin
und darumbe von allermenlich unvirdacht sin und sich auch daran nit virkurtzit
habin an allis geverde und diese virzig und manunge also zu nemen, als vorgeschriben
■o stet, von graffe Symons wegin sullint die vorgeschriben herren Johan von Stille und
her Johan Meszerer in iren rad geyn Straszburg bringen, wan sye des nit mehlig
waren also off zu nemen. und waz irs ratis meynunge darum ist, daz sullint die von
Straszburg den von Mentze in den neusten sehs wochin virschriben. und ist des, daz
die von Straszburg diz auch also off nemcnt und daz den von Mentze also virschry-
25 hent. so sullint daz die von Mentze graffen Symon virkundin. und so hat die sache
also iren gang, wer iz aber, daz die von Straszburg diese sache also nit offnemen
so gülden die vorgenanten manungen von beyden syten sten als hude zu dage jeder
partien unverlustig irs rechtin.
So ist auch geret von der manunge wegin, als die von Straszburg graffen Johan
30 von Nassow gemanet hant, und als derselbe graffe Johan von Nassow die von Strasz-
Iburg auch wider im gemanit hat, daz sye des beyder syte zum rechtin an gemeyner
stete frunde des bundis an dem Ryne, als sye off den nehisten sundag nach sanct
Johans dag baptisten nehiste komit über achtage zu Mentze sin werden virlyben sin j«h s.
welich manunge, als sye eynander gemanet haut, Vorgang habin solle, und darum
35 sullint alle stette des bundis an dem Ryne ir erbern boden off den vorgeschriben sun-
dag zu Mentze habin solichcr Bachin ende zu geben.
Und wer iz, daz eyner, zweyer, drier oder me stette frunde ungeferlich off den
vorgenanten sundag geyn Mentze nit quemen, so sullint doch der andern stede frunde,
die dan da weren, solich recht uszprechin und dem ende gebin. und sullint auch aller
I*o stete dyner, die ietzunt bij graffe Johan zu Sygen ligent, vorter daselbis virlyben
ligen bis off den vorgeschriben sundag. und welicher stete gleve nit da weren, uz
gescheiden die von Straszburg, die sol bestellin, daz ir zal der gleven, die ir darzu
geboxt, unverzogenlich geyn Sygen geschieht werde und ouch daselbis verlyben bis off
226 1388
den vorgeschriben sundag nach sanct Johans dage des deuffers über achtage, und in-
sullint auch die von Franckenfurt noch keyn ander stad des bundis an dem Ryne
den vorgenanten graffen Johan da zuschin nit manen.
Item graffe Symon hat auch syner manunge, als er die stede off hern Johan
ülner von Sponheim gemant hatte, eynen offslag geben bit off den vorgeschriben 5
sundag.
Item so hant auch die von Mentze ir manunge, als sye graffen Symon von Span-
heim gemanit hattin, eynen offslag gebin bis off den vorgeschriben sundag in allir
der masze, als sye daz bisher gedan hant, unverlustig irs rechtin derselbin ir manunge.
Item als von graffe Ruprecht wegin von Nassowe ist befolin den von_Mentze 10
und von Franckenfurd mit yme zu reden, ob er soliche rachtunge mit den von
Straszburg und mit den andern stedin offnemen wolle in der masze, als graffe Symon
von Sponheim oder graff Johan von Nassowe getan, und sullint auch der von Strasz-
burg frunde vorgeschriben diz heym in iren rad bringen, und waz ire frunde nuy-
nunge darinne ist, daz sullint die von Straszburg furderlich geyn Mentze verschriben. 15
und waz die von Mentze und von Franckenfurt von graff Ruprecht in den sachin
erfindent, daz sullint sye den von Straszburg virschriben.
Item von der sache wegin Schenck Eberhart herre zu Erpach mit den von
Frankfurt off geslagin bis off den vorgeschriben sundag derselbin sache dan ende
in gebin. 20
Umb diese und auch um ander stucke, als der stede boden vormals in irre rete
bezeychint bracht hant, da sye zu Mentze zu dagin gewest sin und mit namen umbe
den artikel: «wer iz, ob ymant, wer der were, eyne stat des bundis, welich daz
were, schedigite oder angriffen wulde oder angriffe oder abir eyn stad des bundis
jeman krigen wulde etc.», sullint die vorgeschriben bottin in irre rete bringen und B
daz ieder rad synen frunden, die er off den vorgeschriben sundag geyn Mentze
schicken werden vol und gantze macht gebin der stucke zu ubirkomen und ende
zu gebin.
Gedenckent auch von dez Zolles wegen zu Hoeste, als man off disem vorgeschriben
dage davon gescheiden ist. 30
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 C. fasc. 2. cop. eh. coaev.
437. Markgraf Rudolf von Baden an Strassburg : bittet mit dem Bürger der Stadt
Claus Nellesheim zu reden, dass er das Frauenkloster Lichtenthai mit seiner Gült-
forderung unbekümmert lasse, oder zu einem Tage nach Lichtenau komme.
Baden [1388] Mai 1. «
Str. St. Ä. AA. 183. or. eh.
Heg. d. Markgr. v. B. nr. 1447.
438. Die zu Mainz versammelten Boten der rheinischen Städte außer Straßburg
an die Stadt Straßburg: fordern auf die an der Bundesrechnung rückständigen
Forderungen der Stadt Mainz baldigst zu begleichen. [1388] Mai 3. 40
Unsern dinst zuvor, lieben frunde und eitgenossen. als die von Mentze dicke und
1388 227
vil off (lagen und auch mit schrifTte gefordert haben, das yn etwie vil geltes von
vordem rechenungen, die zu Spir gescheen sin u/.stee, darumb wir durch richUickeil
ubir der Sachen geseszen sin, als das billich ist, und haben eyne rechenunge daromh
getan und die erfunden, als wir uch dieselbe rechenunge in disem unserrn briere
5 versloszen senilen.1 und darumb begern wir von uch fliszclichcn, das ir soUcfa gelt,
als uch in der vorgescliriben rechenunge bezeichent ist zu geben, bynnen disen
nesten virtzehentagn gein Meintze schicken wolent, off das die von Mentze solichs
geltes, als yn uzsteet, bezalt werden, off das die sachen zu ende komen. geben
nnder der sleltde von Meintze unserer eitgenossen ingesigel von unser aller geheisz
io off sontag vocem joeunditatis.
PVon uns der slelde und rete frunden des bondes an dem Rine als wir oIT di-e
ziit zu. Meintze by einander sin uzgescheiden der uwern.
[In verso] Erbern wisen lüten unsern besundern guten frunden und eitgenossen,
dem meister und dem ratte zu Straszburg.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. or. eh. lit. cl. c. sig. i v. impr. del. Der Brief ist mit
Bundesabrechnungen von 1885/86187 zusammengeheftet. Auf der Rückseite Reste des
großen Mainzer Stadtsiegels.
439. Die zu Ravensburg versammelten Boten der schwäbischen, fränkischen und
baltischen Bundesstädte an den Rat von Speier zur weiteren Mitteilung an die
andern Städte des rheinischen Bundes : Die Herzöge von Baiern haben die nach
langem Kriege mit ihnen zu Neumarkt abgeschlossene Sühne nicht gehalten, sondern
mit Raub, Brand und Mord sie aufs neue ohne Widersage mehr als früher in offe-
nem Kriege geschädigt. Desshalb bitten und mahnen sie dringend um Bundeshülfe
durch Entsendung der vertragsmässigen Anzahl Glefen nach Weil. geben zu Ra-
vensperg des samsztagis zu uzgender phingest wochin anno domini 88.
Ravensburg 1388 Mai 23.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 C. fasc. 6.'-* cop. eh. coaev.
440. Wir Fridcrich der elter grafe zu Zolre kundent menglichem mit disem briete,
das von sölicher sachen wegen, alse wir mit den erbern bescheiden dem mehrtet dem
so rate und den burgern der stat zu Strazburg gehebt hant und wir und die unsern
Ivor ziten ire bürgere angegriffen und in ir vihe und anders daz ire genomen hant3
und von alles dez kosten und schaden wegen, so wir und die unsern do von gehebt
1 Nach dieser Rechnung sind an der gesummten Bundesrechnung aus den Vorjahren noch rück-
ständig : 280 Gulden 10 sol -+- 272 Gulden 10 Grosclien = 500 Gulden. Außer dieser Summe bleiben
35 noch rückständig 39 Gulden. Die Städte sollen nach Maßgabe der seiner Zeit auf Grund der Glefen-
tahl gemachten Jahresanschläge innerhalb von 14 Tagen bezahlen. Die rückständige Schuld Straßburg»
beträgt 143 Gidden an den 257 Gulden der Rechnung vom 1. Mai 1385 und außerdem an der Wormser
Zollablösung 33 Gulden 2 Groschen.
• Ebenda : Die ausführliche Aufzeichnung aller Beschwerden, wclclie die Städte seit der Sühne gegen
40 die bairischen Herzöge zu erheben haben unter der Unterschrift : Diz sint der stettc klage, die yn von
den herren von Beyern und den yren syd der rahtunge zum Nuwenmarket wider faren und besehenen
sint. — Vgl Weizsäcker. D. R. A. II pg. 29 f. 9. Anm. 4.
3 Vgl. oben nr. 435.
228 1388
und gelitten hant u. s. w. wir gentzliche gesönet verrihteUund geslihtet sint. [Er ge-
lobt die Huhne zu halten] und dez zu einem Urkunde so ist unser dez vorgen. Fri-
derichs dez eitern gräfen zi'i Zolre ingesigel an disen brief gehencket. gegeben an
dem ersten fritdage nach sant Urbans dage dez heiligen babestes in dem jare do
man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und ahte jare.
1388 Mai 20.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166 in-, 67. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. mit der Umschrift :
comitis de Zolr junio[ris sigill].
441. Speier an die rheinischen Bundesstädte: sendet den Mahnbrief der zu Ra-
vensburg versammelten schwäbischen Städte vom 23. Mai wider die Herzöge von io
Baiern. datum sabbato poximo post festum Corporis Christi. [1388 Mai 30.]
Frank/. St. A. Copialb. XII. fol. 42 nr. 51.
442. Markgraf Rudolf von Baden an Strassburg: bittet die Erben des Strassburgers
Nellesheim zu Rede zu stellen, wesshalb sie auf dem auf heute angesetzten Lichte-
nauer Tage mit Kloster Lichtenthai nicht erschienen seien und sie zur Freilassung 15
des Amtmanns jenes Klosters zu veranlassen. datum Stadelhofen feria 5 ante
Joh. bapt. Stol/wfen [1388 Juni 18.J
Str. St. A. AA. 101. or. eh.
Ebenda Brief liudolfs vom 24. Juni in gleicher Sache.
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1450 u. 51. '•*<>
443. Die zu Ulm versammelten schwäbischen Städteboten (unter dem Siegel von
Ulm) an die Stadt Speier mit der Bitte um Mitteilung an die übrigen rheinischen
Bundesstädte: erzählen von den Uebergriffen und Angriffen der Herzöge von
Baiern . . . darumb so manen wir üch ernstlich und vesteclich uwer truwen, eren
und eides . . . das ir uns unverzogentlich mit üwere summe gleen widder. die ege- 25
nanten herren von Beiern und die iren beraten und beholffen sint und auch das
furderlich allen andern uwren und unsern eitgenossen am Rine verkundent und
manent, das sie das auch tun und das beide uwer und auch ir spisse zu (Worms?)
sint uff die ziit, als das uwer und unser verbuntnisse wiset und seit, da wollen wir
bestellen, das sie danne furbaz gefuret werden an die stelle, da wir der widder die 30
vorgenanten herren von Beiern notdurfftig sin . . . geben an dem nehsten samstage
vor sant Johans dage zu sünwenden anno 1388. 1388 Juni 20.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/19 B. cop. eh. coaev.
444. Allerlei Ratsbeschlüsse. 1388 Juni 21.
[1.] Unserre herren sint ubereinkomen, daz iederman dem andern rümen sol 35
zu ziehende in disen nehesten drien tagen, und wer daz verbrichet der bessert 30 sol.
[2.] Unserre herren meister und rot sint oueh ubereinkomen : daz nieman
hinnan vürderme uffe der owen in der stat, uffe den plönen, noch ussewendig noch
1U88 230
an keinen Bemlichen enden weder wurffelspil, karienspil noch kein ander tpil triben
noch tiin sol, noch ouch do nieman kein breit, kein wurfTel noch kein karten spil
darlihen, noch darlegen sol. und wer daz verbrichet der bessert ouch 30 sol.
[3.] Es sol ouch nieman kein vegotte ufTe unserre stette almende noch in anaerra
stelle burggraben noch in die Brüsche schütten noch werflen, DOOfa -ol ouch sunder-
liche nieman kein vegotte zu den rnwerin uszfüren noch dohin uszhin schütten,
wenne iederman sol sine vegotte ufTe die owe zu den pfelen füren und schütten
und mit hie dissilo den pf'elen [am Hand: die zu einigen darzü geslagen sint] loszen
legen, und wer daz verbrichet, der bessert ouch 30 sol, alz dicke daz beschehe. und
wil man ouch höte darüber setzen. actum et pronuntiatum dominica proxima
ante diem St. Johannis baptiste anno 88.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 20 fasc. 18. conc. eh. (Zettel.)
445. Ratsbeschluß über die an vornehme Gäste zu gewährenden Ehrengeschenke.
1388 Juni 23.
Unsere herren meister und rat sint uberein komen, das man hinnanvurder me
von unsre stette wegen eirne landesherren einen omen wines schencken sol ; einem
dienstman und süss eim edlnmanne sol man schencken einen halben omen alle ym-
bisse. item süss eime erbern manne einen halben omen. und sol man ouch iegelichem
zu icgelicher vart nuwet einmal schencken und nit alle ymbisse, ussgenommen den
stetten sullent wir alle ymbisse schencken, also vor geschriben stat. unde sol ouch
die schencken nieman tun, danne ein meister, der danne rihtet, unde ein aniinau-
meister und nieman anders, was ouch ein meister, der danne rihtet, und ein amman-
meister heissent schencken epten und zu liebe und zu leide, das ist zu lychen und
zu brutloften, das sol man ouch tun unde anders nit. unde sol ouch diese urteil alle
*5 jor ein rot dem andern in den eyt geben. actum feria tertia proxima ante diem
saneti Johannis baptiste anno 88.
Str. St. A. Schilter, statutarium fol. 285.
446. Bürgermeister und Rat von Freiburg an Strassburg: antworten auf ein
Schreiben und versprechen, sich nicht in die Streitigkeiten mischen zu wollen zwischen
den von Endingen und Johann von Schaftoltzhein und der Witwe Johann Erb's . . .
ist, daz die von Endingen den uwern ützit schuldig sient, das mögent die uwern
gewiinnen, als sü getruwent reht tun, das gat uns nüt an. datum feria quarta posl
Petri et Pauli anno 88. 1388 Juli l.
Str. St. A. AA. 1799. or. mb. I. ei.
447. Aufzeichnung über die Verhandhingen der rheinischen Städteboten M Main:.
Mainz 1388 Juli 9.
Gedeclitnisze der stede fründe dez blindes an dem Ryne, als sie uff dem donres-
tage nach sant Kilians tage yn dem 88 jare zu Mentze bii eynander gewest syn mit j*u».
230 1388
namen : (diese Namen sind meist unleserlich). 1 . betreffend die Richtung zwischen
Strassburg und Simon von Sponheim. — 2. betreffend die Richtung zwischen Strass-
burg und Johann von Nassau. — 3. betreffend Massregeln über die Ausführung der
von den schwäbischen Städten geforderten Bundeshülfe.
[4.] Item daz iecliche stad dez bundes an dem Ryne ir zal gleven, als ir geboret 5
von der manunge wegen der swebischen stede gein Swaben zu schicken zu Spire uff
juii ii. sant Jacobsabent haben sal nehst komet.
[5.] Item so sullent die von Mentze denselbing lewen allen eynen heubtman geben,
dem dieselbin gleven und diener alle von dem Rynschen bi'inde gehorsam syn sollen,
und sol der selbe heubtman phiffer haben off dez gemeinen bundes kost, als daz vor- io
mals zu Spir gezeichent worden ist.
[6.] Item daz iecliche stad dez bundes an dem Ryne ir grosze summe der. gleven
juii 23 bestelle, daz sie die vollecliche habe biz uff sant Jacobstag nehste komet und daz
auch iecliche stad darzu habe halb als viel diener und gleven der vorgenanten
groszen summen bestelle, daz sie die habe bynnent viertzehentagen nach demselbin is
sant Jacobs tage und sollent die boten daz in ire rete bringen, und waz ires rates
meinunge darumb ist, daz sal ieder raid gein Spir virschriben. und sollent die von
Spir daz furter allen steden virschriben. und wer ez daz eyne stad oder me diz nyt
tun wolte, so sullent die andern stede dez unverbunden syn.
[7.] Item daz man uz den steden weder harnasch, gezugk, kost noch die heinerley 20
andern raid nyman volgen lasze dan den, die zu dem bunde gehorent.
[8.] Item daz die hantwergkknechte, dienstknechte und der phaffen knechte den
reten in den steden sweren gehorsam getruwe und holt zu syne und für irem schaden
zu warnen.
[9.] Item ob ez zu kriege queme, daz dann keyne stad die ander nyt manete also 25
doch, wo eyn stad noid angynge, daz man der furderlichen zö helffe queme nach
gelegenheit der sache.
[10.] Item gedenckent auch umb eynen erberlichen gemeynen heubtman der stede
diener dez bundes an dem Ryne hie uze in diessem lande, so die uff dem felde sin
und mit eyander rident, daz sie der füre und (sie) dem auch gehorsam syn. so
[11.] Item sol auch iecliche stad unsers bundes ir erbern boden mit ir zal gleven,
juii u. die sie den swebischen steden schicken wirdet, uff sant Jacobsabent nehste komet zu
Spir syn, der dag zu Heidelberg gee fursich odir nyt. und waz iecliches rates mey-
nunge ist umb alle vorgeschriben stucke und umb waz anders notdorfft ist zu diessen
sachen gein Spire boten gen. und duncket diz allen botten, als die zu Mentze uff 85
diesse ziit gewest sint, nutze und gut sin.
[12.] Item gedenckent auch von dez zolles wegen zu Hoste.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. eone. eh.
448. Aufzeichnung über die Beilegung des Streites zwischen Straßburg und dem
Grafen Johann von Nassau. [1388 nach .Juli 9.] 40
Von des anlaszes wegen, als grafe Johan von Naszowe und die von Strazburg
1388.
April 30.
an der stette fründen des bundes an dem Rine, als die uf sant Walpurge obent
1388 231
in dem 88 jarc zu Menlze bienander warent, getan hant zum rehten, also waz der-
selben Btette fründe erkennen» zürn rehten, weliche manunge als die von Strazburg
grafen Johan von Nassowe gemanet hant uf Johan von Albe und sine helflere und
als grave Johan von Nassowe si ouch gemanet baut uf die von Bicken, von Seibach
Iö und etliche andere ire lielll'ere und dienere, also das sine tDaaebriefe uswiscnl, vor-
gang haben sülle, des hat grafe Johan von Nassowe für sieh, her GAtze von Grawe u-
etein, her Ortelin Mansze und her Wilhelm altammeister von Strasburg vor den
meiste? and den rat der stat zu Strazburg dieselbe sache und daz erkennen zürn
rehten an der stette fiünden dcz bundcs an dem Ryne, als die uf den dtmrestdag
i" nach sant Kilians dag in dem 88 jare zu Mentze bienander gewesen sint, genlzlich «.**
Igestalt. und baut oueh daruf von beidensiten gegen einander luterlieh und zümale
verzigen. und sullent ouch die manunge, die von beidensiten bitzher zwischent in
geschehen sint, als vorgeschriben stat, zümale abe sin und keine partie die ander
darumbe fürter me manen sol. weres aber, daz grafe Johan von Nassowe noit wurde
u uf ieman anders zu manen, danne uf die er bitzher gemanet bat, und oueh dezglichen
den von Strazburg not wurde uf ieman anders zu manen, danne uf Johan von Albe
und sine helffere, darumbe mügent sie von beidensiten einander manen nach Inte
der buutbriefe, die darüber gemäht sint. und sullent ouch dieselben buntbriefe in ire
mäht und kraft bliben. so hat ouch derselbe grafe Johan gen allen stetten des bundes
an dem Rine gentzlich verzigen uf die mynerunge der glefen, als ime bitz her von
den von Strazburg uz gestanden und nit geschicket sint und ouch uf mynerunge
der glefen, als ime von den von Strazburg furter geburt zu schicken, uf die er bitz
her gemanet hat ane alles geverde.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. cop. eh. coaev.
u 441). Pfalzgraf Ruprecht (I) an die rheinischen Städte: sie sollen die schwäbischen
Städte benachrichtigen, dass er dieselben zu dem auf 29 .luli zur Versöhnung zwi-
schen Fürsten und Städten angesetzten Würzburger Tage sicher geleiten lassen wolle.
Heidelberg 1388 Juli 11.
Str. St. A. AA. 112. cop: eh. coaev. mit Versendxingsschnitten.
Gedruckt D. B. A. II, 49 nr. 19.
SO
450. Beschisse der rheinischen Städteboten einen Sühnetag zwischen Fürsten und
Städten irgendwo am 16 August abzuhalten oder, falls dieser nicht zu Stande käme,
eine Versammlung der rheinischen Städte zum 29 Juli nach Speier zu berufen wegen
neuer Kriegsmassrqgeln. [1388 Juu 12-14.]
Aus Heidelb. Univ. Bibl. Urk. Schrank. 1. nr. 49. cop. eh. coaev. gedr. D. B. A. II, nr. 21.
451. Die Städte Straßburg und Saarburg schließen ein Bihidniß auf 10 Jahre.
1388 Juli 16.
Wir die rete und die bürgere gemeinliche der stette Strazburg und Sarburg tönt
kunl allen den, die disen brief sebent oder gehörent lesen, daz wir mitenainler uher-
VI. 80
232 1388
komen sint der hie nächgeschriben dinge, alse die hie nach bescheiden sint : das ist
also . . were es, daz ieman wer der were, der in dem bistüme zu Strazburg iet-
zent mit huse und mit sinre husere seshaft ist oder in dem hir nächgeschriben zile,
die wile dise selben zile werent, mit huse und sinre huseren darinne seshaft würde,
die von Sarburg oder ire bürgere hinnanfürder angriffe, kriegete oder schadigete 5
in dem bistüme zu Strazburg, welhem danne under den selben die von Sarburg
oder ire bürgere rehtes gehorsam wellent sin zu tünde von unserm rate zu Strazburg,
der danne ist, oder dohin sie danne die selben meister und rat zu Strazburg, die
danne sint, wisent, dezselben ouch die von Sarburg und ire bürgere gehorsam sin
süllent, und die selben, die sie danne also geschadiget hettent, daz nit von in ufnem- 10
men woltent und sieh do mit nit woltent läszen gegen in begnügen, gegen dem und
den süllent wir die von Strazburg den von Sarburg und iren burgern geraten und
beholffen sin in dem bistüme zu Strazburg und nit vürbaszer zu glicher wise, alse
obe es uns die von Strazburg und unsere bürgere selber angienge untze an die stunde,
daz den von Sarburg und iren burgern daz widertän wirt, daz in danne von densel- 15
ben also geschehen were und sie da von unklagehaft werdent gemachet, alse es
meister und rat z& Strazburg, die danne sint, danne erkennent, daz sie unklagehaft
gemachet sient und in da von volletän sie äne geverde. zu weihen kriegen auch die
von Sarburg uns den von Strazburg beholffen sint, es sie in dem bistüme zu Straz-
burg oder ienesite der steigen, mit dem oder mit den süllent wir die von Strazburg 20
keine süne noch rihtigunge nemmen, wir habent danne die von Sarburg und ire
bürgere ouch in die selbe süne und rihtigunge verteigdinget und genomen äne alle
geverde. in allen disen dingen nemment wir die von Strazburg us daz römische rieh
und unsern herren den bischof von Strazburg, der ietzent ist oder har nach wirt, und
den edeln herren gräfe Heinrich herren zu Lützelstein und ouch dar zu alle die, zu 25
den wir die von Strazburg ietzent verbunden sint. und obe wir unsere büntnüszen
mit den selben vürbaz erlengernde würdent, des ouch wir die von Strazburg gute
mähte süllent haben zu tünde. und umbe die groszen früntschaft und helffe, die die
vorgenanten die von Strazburg uns tünt und tun wellent die hie nächgeschriben zehen
jare us, so hant wir der rat die bürgere und die gemeinde der stat zu Sarburg uns so
verbunden, daz wir den von Strazburg und allen den iren die selbe stat Sarburg
uftün süllent. und sol ouch die selbe stat Sarburg dem meister, dem rate und den
burgern gemeine und besunder der stat zu Strazburg allen iren helffern dienern und
den iren, ez sie mit lützel oder mit vil lüten, offen und uf getan sin vürderliche und
äne alles verziehen, wenne und wiedicke sie wellent in den hie nächgeschriben zehen 35
jaren, es si bi tage oder bi naht, daz sie sich in der selben stat zu Sarburg dar in
und dar us behelffen mügent und dar in und dar uz gefaren, wenne und wiedicke
sie wellent wider menglichen uf iren kosten, den selben kosten und ouch veilen kof
wir die von Sarburg süllent schaffen den von Strazburg und allen den iren zu Sar-
burg gegeben werden umbe ire pfenninge nach bescheidenlichen dingen, dar zu süllent 40
ouch wir die von Sarburg unsere bürgere und alle die unsern den vorgenanten den
von Strazburg iren burgern und allen den iren getruweliche geraten und beholffen
sin zu allen der von Strazburg und irre bürgere kriegen, die sie hinnanfürder ge-
1388 233
winnont zu glicher wi.se, alse obe es uns die von Sarburg und unsere bürgere selber
angienge untze an die stunde, das söliche der von Strazburg und irre bürgere kriege
gentzlicbe gesunet werdent. und .sullent wir die von Harburg unsere bürgere und die
unsern daz tun wider menglichen uzgenomen gegen dem bischofe zu Metze, der iet-
5 zent ist oder bar D&cfa wirt, und dem stifte zu Metze, do sieselben höptlüte sint, und
ouch uzgenomen gegen dem hoherbornen fürsten und herren hertzoge Johanse zu Lotho-
ringen und marggriifen, die wile die zile werent, in den wir die von Sarburg gegen dem-
selben herren dem hertzogen zu Lotboringen nit ti'm sullent, das ist von hinnant
untze zu aller heiligen tage, der nü zu nehste komet, und von dem selben aller so"r.t
i» heiligen tage die zwei jare uz, die dar nach aller nehste nächenander koment, äne
Kalle geverde. aber nüch dem selben zile so sullent wir die von Sarburg unsere bür-
gere und alle die unsern den vorgenanten den von Strazburg iren burgern und allen
den iren gegen dem selben herren dem hertzogen von Lotboringen und allen den
sinen geraten und beholffen sin getrüweliche und ouch den von Strazburg und allen
15 den iren Sarburg die stat gegen in uftün zu glicher wise alse gegen andern lüten
und do mit den von Strazburg tun, alse do vor ist bescheiden, äne alle geverde.
wir die von Sarburg nemment ouch bar inne us den edeln herren hern Heinrich
herren zu Blanckemberg, mit dem wir ietzent ursagen hant, doch also gewünnent die
von Strazburg mit dem selben herren hern Heinriche herren zu Blanckemberg zu
20 schaffende, wenn sie uns daz danne verkündent, so sullent wir die von Sarburg
derihte dar nach dem selben herren hern Heinriche herren zu Blanckemberg die
selben unsere ursagen abesagen. und wenne so die zile der selben ursagen vergänt,
BO sullent wir und die unsern den von Strazburg und den iren gegen ime und den
sinen beholffen sin und in die stat Sarburg uftün zii glicher wise alse gegen andern
.23 lüten und alse do vor ist bescheiden äne alle geverde. wir die von Sarburg nemment
ouch har inne uz den edeln herren grafe Heinrich herren zu Lützelstein, wir globent
ouch zu beiden siten bi unsern eiden, das alle jare, die wile die hie nächgeschriben
zehen jare werent, der rat zu Strazburg, der alle jare da wirt, und die gemeinde
mitenander der stette zu Sarburg sullent sweren an den hailigen alles daz, daz an
so disem briefe geschriben stät, stete und veste zö haltende getrüweliche äne alle
geverde, und sullent die vorgeschriben dinge allesament zwischent uns den vorgenanten
zweien stetten Strazburg und Sarburg weren untze zu sant Jacobes dage dez hei- ■»■<««.
ligen zwelfbotten in der ernen, der nü zu nehste komet und von dem selben sant
Jacobes dage zehen gantze jare, die dar nach aller nehste nächenander koment äne
m underlas, äne alle geverde. und daz alle die vorgeschriben dinge zii beidensiten und
ouch alles daz, das an disem briefe geschriben stät, veste und stete blibent die vor-
genanten zehen jare us, so sint unsere der vorgenanten zweien stette Strazburg und
Sarburg ingesigele zu Urkunde an disen brief gehcncket. der wart gegeben an dem
ersten dunrestdage vor sant Marien Magdalenen dage in dem jare, do man zalte von
«o gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und ahte jare.
Str. St. Ä. G. D. P. lad. 45/46 nr. 74. or. mb. lit. pat. c. 2 sig. pend. — Ibid. com. ch-
Heg. Jahr. f. Lothr Gesch. li I, 170 Fritz, Saarburg u. Straßburg.
234 1388
452. Die zu Ulm versammelten Städteboten an die früher von ihnen um Hülfe
gemahnten rheinischen Städte : der mit den Augsburgern unternommene Zug gegen
die Herzöge von Baiern zum Entsatz von Kaufbeuren sei so glücklich verlaufen, dass
man vorläufig der erbetenen Kriegshülfe nicht bedürfe. Für künftigen E'all bittet man
um directe Sendung der Bundeshülfe nach Ulm. geben ze Ulme von unser aller
heissendes wegen under der von Ulme ingesigel an sant Marien Magdalenen tage
abende anno 88. Ulm 1388 Juli 21.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B fasc. VII. or. eh. I. cl. c. sig. i. v. imp. del.
453. Bischof Friedrich verkündet, daß'^er seinen Streit mit den Grafen von
Fürsleuberg durch den Rat von Straßburg schlichten lassen wolle. 1388 Juli 24. ia
Wir B'riederich von gotz gnaden bischof zu Strazburg kündent menglichem mit
disem briefe, daz die miszehelle und die stösze, die do gewesen sint von des sloszes
Haselähe wegen in Kintzigental und der zügehörde zwüschent uns und den edeln
grafe Heinriche von Fürstenberg und grafe Heinriche sinem eltesten sune, wir müt-
willekliche komen sint und geliiszen hant an die erbern bescheiden, den meister und 's
den rat der stette zu Strazburg ein reht darumbe zu sprechende, und darumbe so
globent ouch wir der vorgenante Friderich bischof zu Strazburg vür uns und alle
unsere nächkomen, was dieselben der meister und der merreteil dez rates der stat
zu Strazburg dar umbe mit urteile zurollte spreehent, daz wir das halten und volle-
füren wollent und daz uns ouch domit wol begnüget und daz ouch wir und alle *>
unsere nächkomen wider dieselben den meister, den rat noch die bürgere gemeine
noch besunder der stat zu Strazburg noch wider alle die iren darumbe und von der-
selben irre urteile wegen nyemer getünt noch schaffent getan werden, daz in zi'i
schaden komen müge mit gerihte oder äne gerillte noch in denheinen weg äne alle
geverde. und dez zu einem Urkunde, so ist unser dez vorgenanten Friderichs bischof *
zu Strazburg ingesigel an disen brief gehencket. der wart gegeben an sant Jacobes
obent in der ernen dez heiligen zwelfbotten in dem jare do man zalte von gotz ge-
biirte drützehenhundert jare ahtzig und ahte jare.
Str. St. A. AA. 1413. or. mb. lit. c. sig. — Ebenda: Gegenurkunde der Grafen von
Fürstenberg.
M
454. Die in Speier weilenden Strassburger Boten an ihre Stadt: den Mainzer
Abschied, dass den Herzögen von Baiern samt allen ihren Helfern Absagebriefe zu
schicken seien, haben die Städte dahin abgeändert, dass sie nur absagen wollen : den von
Baiern, den von Württenberg, dem Bischof von Augsburg und den von Oettingen und
den ihren ohne ihre Helfer. Das Muster eines solchen Absagebriefes senden sie mit. 35
.... auch hant die stetde bestalt, das die houbtlude keynen widersagis brieff ent-
wurtent, ez sy danne, das uwer widersagisbrieff und die andern alle byenander sint.
darumb so mogent ir uch bedencken, ob ir uwern widersagis brieff wollint lassin
entwürfen, als er ltzunt stat, oder ob ir yn andern wollint und die helffere uz wollent
I
1388
■B
lan. und lant daz zu stand ^r* ; i r i Spiro wi.-sin in den rat, ob man den ersten bricfT
entwürfen solle oder ob ir andere scbieken wollint, wann wis.-ini. daz wir furderüeb
koment. datum dorninica proxima post Jacobi appo.stoli. [i:ts& Juli ««./
Str. St. A. AA. 118. or. eh. I. el.
455. Verbot der Reisen ohne Erlaubnis von Meister und Rat. 1388 Juli 28.
Unsere herren meister und rat sint übereinkommen, daz nieman der unsern usz
unser stat ryten noch varen sol one urlop eins meisten und eins ammainiicisters.
und wer daz verbreche, der bessert 20 lib. den. und fünf jor von un.serre stat, alz
dicke er daz delc. actum feria tertia post diem saneti Jacobi apostoli 88.
Str. St. A. G. U P. lad. 20 nr. 18.
456. Rottweil an Slraßburg: über den Verlauf der Fehden zwischen den schwäbi-
schen Städten und den Herzögen von Baiern. liottwell 1388 Juli :n.
Unser williger dienst bevor, besundern lieben frunde und aidgenos.sen. als ir uns
üwern botten geschicket hant mit dem munde mit uns ze redent, daz wir üch alle
mere und löuffe liessint wissen, wie es üwern und unsern guten fründen gienge und
muh uns, da wisten wir üch aigenlicher mere nit ze verschribende und schicktent
darumbe denselben üwern botten gen Ulme, der moht nit verrer gelouffen denne gen
Rütlingen und miiste da wider keren. und lassent üch wissen, daz die herren von
Paigern mit mäht gezogen waren für Koufbürren die statt, üwer und unser guten
Iniiide und aidgenossen. und mainten dannen nit ze koment und die statt ze benötent
oder aber man müste sü dannen slahen. und als balde die nehsten stette darzützugen
und sü redten wolten, do zugen die herren von Paigern flühteclich davon und ver-
branden ain tail ires gezüges, den sü mit inen darbrahten. doch do traten die von
Koufbürren herus zu inen und nement inen mit werender hant zwo katzen und ain
85 antwerk, die inen gentzlich hinin in die stat ervolgetent. sidher griffent die herren
und stette vast und vil enander an. anderu mere und löuffe kunnent wir üch nuze-
male nit verschriben. datum Rotwil pridie mensis augusti anno 88.
Von uns dem
rat ze Rotwil.
[In verso] Den fromen wisen dem maister und dem rate der statt ze Strasburg,
unsern sundern guten und lieben aidgenossen.
Str. St. A. ü. U. P. lad. 48/49 B. fasc VII. or. eh. I. el. c. sig. i. v. impr. dd.
457- Straßburg ladet alle Aiißcnb ärger ein, zu, einer Beratung nach Straßburg
ZU kommen. 13S8 August 4.
Allen herren und frowen, dienstlüten, rittern und edelknehten, epteo, eptisefain,
probsten, comentüren, meistern und meisterin, dechanen, cüstern und allen pfaffen
und priestern, die unsere uzburgere und uzburgerin sint, zu den der unser bette
236 1388
komet, der üch disen brief zöget, embieten wir Hetzel Marckes der meister und der
rat von Strazburg unsern dienst und waz wir fruntschefte und gutes vermügent. wir
manent üch alle und iegliche under üch besunder uwers eides, den ir meister und
rat zu Strazburg gesworn hant, daz ir an dem ersten zinstdage zu prime zit nach
Augmi n. sant Laurenciendage, der nü zu nehste komet bi uns zu Strazburg sient. wir wellent 5
von gar ernstlichen sachen mit üch reden, die üch selber und uns und daz lant und
die lüte gemeinliche angänt, alse ir ouch daz danne selber wol verhörende werdent.
und länt üch nützit daran irren, wände ouch die selben sachen gar ernst sint.
datum feria tertia proxima post diem sancti Petri ad vincula anno domini 1388.
Str. St. A. G. U. P. lad 271 fasc. 1 nr. 5. or. mb. I. pat. c. sig. i. v. impr. del. io
458. Roltweil an Straßburg: bittet, da das Gerücht gehe, der Herzog von Loth-
ringen ziehe mit großem Volk über den Rhein, um nähere Auskunft.
1388 August 8.
Unser williger dienst bevor mit früntlichen trüwen. besundern guten frunde und
lieben aidgenossen. wissent, daz uns aigenlich fürkomen ist, daz der hoherborn herre ib
der markgraf von Baden embotten het dem edeln wolerbornen herren graf Rüdolffen
von Hohenberg, wie daz der hertzog von Lutringen da ufher ziehe und kome mit
grossem mehtigem volk, und daz sü ietzent über Rine ziehen und varen wellent. und
darumb het derselb graf Rüdolff von Hohenberg gehaissen und empfohlen allen sinen
armen lüten in sinen dJrfern und in siner gebiete, daz sü endecken, ir stuben ab- 20
brechen und daz ir flöhen snelleclichen und unverzogenlich, da sü des mainen sicher
ze sinde. bitten wir üwer guten früntschaft mit allem ernst flizzig, daz ir uns allü
märe und löuffe, ob ir ützit davon wissent, ob es sie oder nit aigenlich verschriben
bi disem botten. daz wellent wir willeclich umb üch gedienen. datum feria quinta
ante Laurentii junioris anno 88. 25
Von uns dem
rate ze Rotwil.
[In verso] Den fromen wisen dem meister und dem rat der stat ze Strazburg
unsern guten fründen und aidgenossen.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. I. cl. e. sig. i. v. impr. del. so
459. Die schwäbischen Städte unter dem Siegel von Ulm an die rheinischen
Slädte: teilen mit, dass ausser Ruprecht dem älteren, Rudolf von Baden, Graf Wolf
von Eberstein, die inzwischen die Städte : Heilbronn, Wimpfen und Weinsberg schwer
geschädigt haben, nun auch Ruprecht der jüngere ihnen Fehde angesagt habe und
bitten um Absagebriefe und Hülfe gegen diesen. geben zu Ulm . . . Sonnentag ss
vor sant Laurentien dag anno 1388. Ulm 1388 August 9.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. cop. eh. eoaev.
Ebenda: die Cop. der Äbasagcbriefe Buprechts d. j. und einer AnzalU Bittern und Herren.
Frankfurter St. A. Beichssaehen- Acten II, 185.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1458. — Koch u. Wille, Pfalzgr. Beg. nr. 6725. 40
1388
387
460. Ettlingen an Slraßburg.- über die Fehde der schwäbischen Städte mit den
Herzögen von Baiern. l:tSs iugwt i-i.
Unser willig dienst bevor, besundern lieben frund und Eidgenossen, als ir vfllicht
vvol gehört und vernommen haut, wie unser und aller stett unsers bnndt volk ufT
■ dem vclilc ist von dez unrechtes wegen, alz die berren von Fayern an uns getan
haut, da haben wir wol elwaz rede vernomen, wie daz volke für iueh her ufT ziehen
BÖJle mit namen der hertzog von Cussin und etlich ander herren. und dar umb
bitten wir iuwer gut fruntsehafft gar mit gantzem ernst und flisseclich, daz ir durch
unser und gemainen stett wille iuwer gewiss künlschaffl. uff BÖbch volk habest, ob
io daz wiir sy oder ob sich si'isz dehain ander volk samneti oder huffent wurde, daz ir
uns daz denne allezit verkundent. daz wellen wir umb iueh imer gern beschulden
und verdienen, und waz ir in disen Bachen wissent oder erfarent, daz versehribent
uns aigentlicb bie disem botten. • geben an donrstag vor unser frowentag assump-
tionis anno domini 88.
Burgermaister und rat
der stat ze Esselingen.
[In verso] Den gar fürsichtigen wisen dem meister und dem rat der stat zu
Stiassburg unsern besundern lieben frunden und aidgenossen.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. I. el. c. sig. »'. v. impr. del.
461. Aufzeichnung über den Abschied des Speirer Slädletages.
Speier 138S August 14.
Als man von Spire gescheiden ist an unser frauwen abent assumptionis anno
... 88.
Gedenkent an die huffnünge, als man beide zu rosse und zu füsse mehteclichen
25 zu felde ziehen sol, darzu die von Mentze schicken soltent 200 mit gleen, 200 ge-
wapent auch mit gleen und 200 schützen uf wegen und kerchen und darnach ie die
stat ir anzal nach der grossen summe der gleen, als sie zum biinde heltet. und so
der bulle angriffet, das dan ie die stat des bundes, sie sii dem huffen nahe oder
verre gelegen, darzu so sie beste mag, die viende umb sich helligen und schedigen aal.
Und ist geralslagit, das ez ein grosse notdurfft were, das iglich stat einen oder
zwene ires ratis darzu setzete und ordente den krieg zu bestellen und zu trieben,
die auch zu den heiigen swürent, die cleiinste, als die gröste stat zu versorgen
nach dem besten, als ez dann not und bequemlich were, und das das m y tue teil
von denselben, die darzu bescheiden wurdent, dem merenteü daran volgen solte den
s> krieg uz.
Item, das die von Mentze und von Franckenfort die greifen und herren unsers
bundis ir umbesessin und die von Wormsz : Schencke Eberhard von Erpach, Mether
Kemerer und Hansen von Than zu iin besenden und mit iin reden sollent uff das
beste, wes sich die stetde in disen leufP'i und kriegen zu iin versehen sollent.
Item als mit Diether Kemerer geretd ist worden.
10
238 1388
Item als man von Heidelberg gescheiden ist und als Hans Fritze von Spir zu
den swebischen stetden gein Ulme gesant ist.
Item als grave Emiche von Liiningen gebetden hat, die wile er den krieg wolle
stille sitzen, das die stedte siner dorffere, die er mit den bertzogen gemeiine hat,
schonen woltent. ■
Item als die herren sant Johans ordens auch gefordert hant, das ir husere zu
Heymbach und Mosbach umb Spir gelegen sicher werent für den stetten, wann iin
dar uz noch daryn keyn schade geschehen solte.
Und umb dise vorgeschriben artickel sollent die stetde ir frunde mit vollem ge-
Augmia. walte wider zu tage gein Spire schicken von montage über aht dage zu abende da w
zu sinde.
Und dise artickel sollent die von Strazburg den von Sletzstat und Obern-Ehen-
heim auch zu wissen tun und sü ernstlichen beschriben, das sie nit enlassen, sie
schicken ir frunde auch zu dem vorgeschriben dage gein Spire.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B fasc. XI. com. eh. eoaev. u>
462. Straßbnrger Gesandteninstruction für einen Städtetag [zu Speier am 24.
August]. [1388 nach August 14.]
Uns duncket mit nutzlich, daz man ein volg zu sammene sende, alz es zu Spire
geret ist.1 wenne kerne ein mehtig volk von den herren uff daz velt, so möhtent die
unsern mit deruffe beliben. danne uns beduncket gut sin, daz iegliche stat ander uns 20
stetten an dem Ryne die herren, die ir gelegen werent, die die swebischen stette angrif-
fent und schadigent, angriffent, so sie beste mügent, und daz ouch die stette allesament
an dem Ryne eins genanten tages über koment, uff den wir allesament denselben herren
allensament widersagent und ouch uff ein genanten tag iegliche stat die herren an-
griffen, die ir gelegen sint und daz ouch dieselben angriffe allesammet uf einen tag 25
beschehent. würde man aber redende von eins Volkes wegen bienander zu habende,
darzü süllent unsere botten entwurten, daz wir gerne viertzig glefen darzu wellent
senden und daz die ligen sollent zu Spire oder zu Wiszenburg oder in denselben
gegen do umbe. und wo die beduncket, daz es aller notdurftigest sii, es sii den ni-
dern oder den 6berstetten, do sol dazselbe volk hin varen und den beholffen sin. so
Item von zweier wegen iegliches rotes zu dem kriege zu setzende, die in orden
soltent. daz süllent wir zu disen ziten loszen also bliben und es nüt loszen dar gon.
Item von grefe Emiches wegen von Liiningen und sinre dorffere sol man dun,
daz wir truwent reht zu dünde.
Item von der hüser wegen Heimbach und Nösbach sollent unserre botten vollen sä
gewalt haben, mügent die sicher bliben vor den herren und stetten, daz sü daz ge-
hellent, obe es ouch der andern stette wille ist, daz sol ouch unser gut wille sin,
also, daz man sich nütschit gegen in verspreche also daz sü versehent, daz die herren
uns kein schaden dar usz noch darin tünt.
1 Vgl. den unter voriger Nummer gedruckten Städtetag-Abschied vom 14 August.
1388
ms duncket gut sin, daz die nidern stette ein höbtman gewünnent umbe ir
gelt und wir die fünf Obern .sielte öch einen umbe unserre pfennige. also wenne
dieselb(!ii zwene uff dem velde zu sammene konient, daz sü denne bede ein höbt-
inan sigent.
Weres aber, daz man in Eiilsasz oben und niden in dem lande an beden enden
zu mole Aberzogen würde, so mögen t ieglichei stette glefcn wider zu den iren riten,
untz daz die Bftcfaen vergant, darumbe sie danne von einander gescheiden und ge-
ritten werent.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. XL conc. eh.
463. Matheus von Sehowenburg ein edelkneht schwört, dass er mit seinem und
seines Vaters Teil an der Feste Sehowenburg Strassburg gehorsam sein und dessen
Diener und Helfer auf ihre Forderung aus und eingehen lassen will, so lange der
Krieg zwischen den Herrn von Baiern und den schwäbischen Städten währt. Er
wird die Feste auf seine Kosten behüten, bewahren und beschirmen. Dafür sollen
ihm die von Strassburg während dieses Krieges jede Woche geben ein Pfund Strass-
burger Pfennige und haben ihm dazu bereits aus Freundschaft zwanzig Gulden
gegeben. Er siegelt, desgl. sein Vater Sygelin von Sehowenburg ein edelkneht, mit
dessen Willen der Schwur geleistet ist. gegeben an dem ersten dunresdage vor
saal Bartholomeus dage etc. do man zalte drützehen hundert jare ahtzig und ahte jare.
1388 August 20.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 168 nr. 2. or. mb. lit. p. c. 2 sig. pend. del.
464. Allerlei Ralsbeschlüsse. 1388 Juli 81 u. August 21.
1. Betreffend die Schildknechte : Welieh sehiltknelit oder renner von sime
herren oder jungherrn löffet und zu eime andern herren oder jungherren löfTet oder
von der stai löffet, der sol niemmerme in der mile weges zu unser stat kommen, und
wo men der einen in der mile weges ergriffet, so sol man in ertrencken. und alle,
die in diseii ahte tagen hinweg sint gelöffen, koment die in viertzehen tagen mit
herwider, so sol man sü ouch ertrencken, wo man sü in der mile weges umbe
unserre stat vindet oder ergriffet. actum et pronuntiatum feria sexta ante Bar- Aug<<»tti.
tholomei appostoli.
2. Betreffend die Nachtpolizei: Das hinnan fürder me nieman nach der
dirten wahteglocke nüt dort Irummen, noch mit keiner pfiffen after wege gon sol,
noch mit keyine dorne blosen sol, noch öch mit keyme swerte after wege gon sol.
und were der stücke deheis verbrichet, der bessert 30 sol., also dicke er daz tut.
und wil man ouch daz rihten und rechtfertigen uf den eit und noch hörsage.
3. Betreffend Schutz der Störche : Es sol ouch nieman keinen alten storck vohen.
wer daz verbrichet, der bessert 30 sol den.
4. Betreffend die Abfuhr des Kehrichts: Es sol ouch nieman keynen vegete
zu den ruwerin us füren, wenne iederman sol sine vegete schütten ginesite der
VT. 81
240 1388
pfele, do sil geslagen sint. wer daz verbrichet, der bessert 30 sol. den. und wil
juii 3i. man ouch hüte darüber setzen. actum et pronuntiatum feria sexta proxima post
diem St. Jacobi appostoli anno 88.
Str. St. A. G. U. P. lad. 20 fasc. 9. cone. oder cop. eh. coaev.
465. Ratsbeschluß betreffend die Entfernung der Kirclienstühle aus dem Münster . 5
[i:f88.]
Item unsere herren meister und rat sint überein gekomen, dasz man alle die
stüle, die in dem münster sint und mit namen : die stüle, die bi der sülen vor Sl.
Laurentien, die stüle umbe die sülen und alle andere stüle, die in dem münster sint,
sie sint an weihen stellen in dem münster sie wellent, unverzogenlich abebrechen i0
und dannan tun und das münster lossen bliben, als es von alter harkomen ist. und
sollent ouch der schaffener noch die pflegere des werekes noch nieman anders nieman
erlouben keinen stül in dem münster zu machende an keinen enden, klein oder
gross, doch süllent die stüle, die an den wenden zu beden siten stont, bliben stonde,
als sie von alter do gestanden und gewesen sint, und nit lenger herfür in das «
münster, das einre vür den andern gange.
Aus Wencker's Auszügen aus Protocollen. ed.: Bacheux , pg. 194.
466. Allerlei Ratsbeschlüsse. [1388?]
[1.] Es sol dehein cunstofeler noch antwerkman me riten denne mit zweien
pferden [gestrichen : er habe sü denne in sime stalle ston] uszgenommen ein ritter. 20
der sol mit drien pferden riten und nit me. und die drie eygen pferde hant in iren
stellen, die mögent ouch wol mit drien pferden riten. und wer daz darüber verbreche,
der bessert 10 it. und wil man ouch hüte darüber setzen.
[2.] Was frSmder lüte, sie sient frowen oder man, in unser stat sint und nüt
burger sint und ouch nüt ir wiszenhaften lehenherren hie inne haut, die süllent un- 2:,
verzögenliche unser rehte stat rümen und mögent in unser vorstette gan. und wer
darüber by tage in unser rehten stat fünden würde, den wil man darumbe turnen
und kestigen, wer aber by naht hie inne funden würde, den wil man ertrencken.
[3.] Es söllent ouch kein nacket man noch frauwe, sie sient geistlich oder wert-
lich, an unser stat porten löffen noch darvür löffen noch by den porten noch do 30
umbe gon ston. und wer daz darüber verbrichet, der bessert 30 sol. und wil man
ouch daz rügen und rihten und ouch hüte darüber setzen.
[4.] Unsere herren meister und rot sint übereinkomen : daz mengelich sin cun-
stofeler meister und sin antwerckmeister gehorsam sin sol. wer daz verbrichet, der
bessert 10 it. alle die, die an die porten und an die hüten gekosen sint, die süllent 35
vürderlich an ire hüte gon, es sient cunstofeler oder von den antwerken und ouch
daran bliben. und wer daz verbrichet der bessert 5 it.
[5.] Wenne ouch ein meister mit eim venlin zühet, do süllent. alle die, die geritten
sint und die do riten süllent, by eim meister by dem venlin bliben und nüt von
1388 241
ine riten. und wer duz verblichet, der bessert 10 ML, die man by dem eyde nieman
varen loszen.
SU*. St. A. G. ü. P. lad. 20 nr. 18. conc. eh.
467. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Strassburg: die rheini-
l sehen Städte haben auf Ansuchen bereitwillijjsl zugesagt allen ihnen feindlichen Herren
ebenfalls Fehde anzusagen. Ueber die Kriegsereignisse melden sie: . . . im sien wir
dem von Wirtenberg mit macht in das land gezogen und ligen im darinne und be-
Bchedigen in. und hetten ouch gedacht nach etlichen schlössen, die wir im mit der
hilir gotz wol wolten abgebrochen han. so ist aber bertzog Rüprechtz und margraff
io Büdolffs von Baden volk, als die vor iuwern und unsern aidgenossen den von Heil-
prunne gelegen sind und beschediget hant, zu im gestossen und hant sich also ge-
slerkt, daz wir darzü als wol nicht getan mugen, als iuwer und unser aller nutz und
ere werc geben ze Ulme under der von Ulme insigel an samstag
vor Bartholomey apostoli anno 88. mm 1388 August 22.
18 Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B fasc. VII. or. eh. I. cl. c. sig. i v. impr. del. Der An-
fang des Briefes ist durch ein großes Loch unleserlich.
Bcg. Koch u. Wille, nr. 6726.
4(ili. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Strassburg: ge-
stehen auf Wunsch Strassburgs die Neutralität der Herren Claus von Bach, Fridrich
20 von Schouenburg und Erhart Zorn zu, bitten aber Strassburg mit Hinweis auf die
Bestimmungen des Bundes nochmals nachdrücklich alle übrigen in der Nähe ange-
sessenen Feinde des schwäbischen Bundes sofort mit Krieg und Brand anzugreifen.
. . . das wir iueh wissen laussen, wie es uns gang, sol iuwer fruntschaft wissen,
das es uns noch von den gnaden gotz an allen enden gluklich und wol gat und das
» iuwer und unser frunde und aidgenossen, die von Regenspurg und von Augspurg
den herren von Baigern ir laut gewüst hant, als verr si das erbaithen und erlangen
mugen, sunderlich so sind der herren von Baigern diener ietzo kurtzlich wol mit
drien hundert pferden gewesen vor den von Augspurg; da sind aber der von Augs-
purg \*<>lk an si komen und haut si nidergeleit und hant ir zwantzig erschlagen und
:io /.wen und zwantzig gefangen, die übrigen sind in flechtiklich entrannen, so ligen och
wir jetzo mit gantzer macht uf dem von Wirtenberg sid unser frowen aubent assump- Auguuu.
tionia und wüsten und brennen den. und hetten got wol getruwet, wir sölten im
elliehiu siniu schloss abgebrochen han, denne das in hertzog Ruprecht und marg-
grauff Rudolf von Baden mit volk gesterkt hant. darumb getruwen wir iuwer wishait
n wol, ir sienl lürdrig mit den angriffen und verkundent och das andern iuwern und
unsern aidgenossen an dem Rine, das si das och tügen. so haben wir niht zwifels,
es gange iueh und och uns gelüklich und wol. geben ze Ulme von unser aller
heissentz wegen under der von Ulm insigel an Sonnentag vor Partholomey anno
domini 88. Ulm 1388 August 23.
*o Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B fasc. VII. or. eh. lit. cl. e. sig. i. t>. impr. del.
20
242 1 388
469. König Wenzel befiehlt Straßburg und andern elsässischen Stadien den
ßappoltsteinscheii Unter thanen das Bürgerrecht in ihren Städten zu entziehen.
Prag 1388 August 27.
Wir Wenczlaw von gotz gnoden romscher künig zu allen säten mcrer des riches
und künig zii Beheim embieten den Bürgermeistern, rote und den bürgern gemeinliche
der stette Straszburg, Sletzstat, Hagenouwe, Coliner und allen andern des riches
stetten in Eylsasz unsern und des heiligen riches lieben getruwen unser gnode und
alles gut. wir gebietent üch ernestliche mit disem briefe die bürgere, die ir inge-
nommen hant, die Brunen von Roppolsteine zu gehören t, daz ir den zu stunt duz
burgreht uff sagent, wand der obgenante von Roppoltstein und alle die sinen in
unsern und des heiligen riches ohte sint und vor ouch frefeliche vil jore in ohte
und aberohte gewesen sint und noch sint von clage wegen des edeln grofe Rüdolles
von Habesburg seligen und Heinrich Wiskle von wegen der hoherbornen fürstin frowe
Anne künigin zu Engellant etc. und loszent ouch des nit, ir vollendent daz unver-
czögenliche, alz liep üch unser swer ungnode sy zu vermidende. mit Urkunde die
briefes versigelt mit unsers hofegerihtes ingesigel. der geben ist zii Proge am
dunrestage noch sant Bartholomeustage nach Cristus gebürt drüzehen hundert jor
und in dem ahte und ahtzigisten jore unser riche des behemschen in dem 26 und
des romischen in dem 13 joren.
Str. St A. AA. 114 nr. 3. or. eh. I. cl.
Gedr. Bappoltst. Urk. II nr. 303.
470. Straßburg und die übrigen rheinischen Bundesstädte beschließen den Er-
laß eines Absagebriefes an Herzog Ruprecht den Alleren von der Pfalz.
Speier 1388 August 28.
Als der stette frunde am Ryne mit namen von Meintze: Heinrich zum jungen 25
und Jacob Medetrost; von Straszburg: her Götze von Grostein ritter, Götze
Wilhelm der alte ammeister und Albrecht Mansze ; von Wormsz: Johan Becker
und Johan Dierolff; von Franckfurt: Johan von Widdil ; von Fridberg:
Heinrich von der Ziid; von Geilnhusen: Johan von Kreenfelt der alte; von
Hagenowe: ritter Hans ; von Wiszemburg : Jeckel Bogener ; von Slitzstat: 3»
Klopsheimer und von E h e n h e i in : ir stetde schriber, des neusten fritages nach
Augustis. sant Bartholomeitage anno 88 zu Spir von tage gescheiden sint, so hant sie einer
gemeinen forme eins widdersagens überkommen, als hernach geschriben steet :
Dem hochgebornen fursten und herren hern Rupreht den eitern phaltzgraven
bi Ryne etc. laszen wir die meistere und der rat der stat etc. wiszin, das uns 35
gemeyne stede, die den bunt mit einander haltent in Swaben, in Francken und in
Peigern unsere eitgenossen geschriben hant von schaden wegen, den ir yn und etz-
lichen den iren getan sollint haben und hant uns darumb gemanet von der verbunt-
nisse wegen, die sü und wir mit einander haben, daz wir yn uff och und
die uwern beraten und beholffen sin. darumb wir ouch nit gelaszin noch ubergesin 40
mögen von derselben unsere verbuntnisse wegen, wir müssen yn widdir ach beholl'iin
1388
243
sin. und darumb so wollin wir uwere helffere und der uwern viende sin und wollin
in dar vorgenanten unsere eitgenossen friden and unfriden sin und wollin uns damitde
gein lieh uwern helffern und den uwern bewart han mit Urkunde dises hriefes
darulT zurucke unsere stehle ingesigel gedruckit ist.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48|49. B. cop eh. coaev.*
lieg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1400.
171. König Wenzel schickt drei Gesandte an Strassburg: Johann erwälillen Bischof
von Camyn, Grafen Johann zu Sponheim und Landgrafen zum Leuhtenberg und be-
glaubigt sie als Bevollmächtigte zu mündlicher Unterhandlung. geben zu Burgleins
dmierstag nach sand EgidÜ tage. Bürglltz 1388 September 3.
Str. St. A. AA. 107 nr. 40. or. eh.
Gedr. auszüglich: D. B. A. II. pg. 02 Anmk. 1.
U
10
172. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Straßburg: be-
richten über ihren Krieg und bitten, falls es noch nicht geschehen, um schleunige
1 Hilfeleistung durch Angriffe auf die Straßburg benachbbarlen Feinde des schwäbi-
schen Bundes. Ulm 1388 September 9.
Unser fruntlich willig dienst wissent allezit von uns berait voran, besundem
lieben fründe und aidgenossen. wir laussen iueh wissen, daz iuver und unser aid-
genossen, die von Windshain ain botten gefangen hant, bi dem haut si funden brieff,
wie unser herre von Mentze dem byschoff von Wurtzburg geschriben hat und wie
hertzog Ruprecht, der elter dem bischoff von Wurtzburg und dem burgrauffen von
I
Nurenberg geschriben hat und ouch, wie die von Otingen dem burgrauffen ouch ge-
schriben haut, derselben brieff wir iueh aller drier abgeschrifften senden verschlossen
in diesem brieff, daran ir ir niaynung wol sehent und erfinden!, nü hant ir wol
vernomen, wie ez uns an dem fechten, daz wir mit den von Wirtenberg, hertzog
Ruprechtz und margrauff Rudolffs volk von Baden getan haben, ergangen ist. dez
selben Fechtens doch die unsern ze gut masse obgelegen waren, denne daz eltlieh
lüt, als ir daz vilicht wol wissend, ain flucht gemacht lianl, daran iueh und uns
nicht gutlich beschechen ist, dez wir uns doch iuelitzit ersehreken, wan wir von den
gnaden gotz so vil eren, lutz und ouch gütz hant, das wir uns bald wider er-
setzen, und ob got wil kurtzlich als mechteclich wider ze Teld sin, als wir ie gewesen
sin. so hant ouch unser vigend solichen schaden entphangen an herren. rittern und
knechten, da/, sy sieh unsers Schadens nicht vast fröwen bedurffen. und darumb
liehen frunde, als wir iueh vormals etwie dik verschriben und gemant haben, daz ir
1 Auf derselben Papierrolle stehen zwei hierzu gehörige Briefe: 1) 1388 August 27. Adolf Erz-
bischof zu Mcdnt und Verweser von Speier an die rheinisehett Städte: bittet von einem Zuge gegen Ruprecht
von der Pfalz abzulassen und bietet seine Vermittlung an. 2) 13X8 August 28. Bierheinischen Städte
unter dem Siegel von Speier an F.izbischof Adolf: danken für den Brief und vcrsturehen denselben so-
weit es mit ihrer Ehre verträglich zu berücksichtigen, besonders, da sie selbst keinerlei Feindschaft gegen
Ituprecht hätten.
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unsern vigenden, die (umb) iucli gesessen und gelegen sind, widerseitent und die angriffent,
also bitten und manen wir iuch aber ernstlich und vesteclich trüwen eren und aids
und wez wir iuch unser verpuntnüsse wegen gemanen sullen oder mugen : sie daz
ir daz noch nicht getan habent, dez wir doch nicht getruwen, daz ir daz noch un-
verzogenlich tugent und unsere vigend angriffent und uns in den sachen beraten und &
beholffen sigent nach uswisung unserer verbuntnösse. daz wellen wir mit willen
iemmer gern umb iuch verdienen ; so getruwen wir zu got und haben ouch daran
nicht zwifels, wir wellen diu sach in solicher inasse erobern, daz ir und wir dez
nütz und ere gewinen, und land uns darumb iuwer fruntlich verschriben antwurt
wider wissen bi dem botten. geben ander der von Ulme insigel an mitwoch io
nach unser frowen tag nativitatis anno 88.
Von uns gemainen stetten dez bundez von
Swaben, alz wir ze Ulme sien.
[In verso] Den fursichtigen wisen dem burgermaister und dem raute der stat
ze Straussburg unsern besundern guten fründen und aidgenossen. 15
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v impr. del. Die er-
wähnten Abschriften der abgefangenen Briefe liegen nicht mehr bei.
Eegest. Koch u. Wille nr. 6729.
473. Die schwäbischen Städte (unter dem, Siegel von Ulm) an Straßburg .• be-
richten von der erfolgten Widersage des Erzbischof Adolf von Mainz und bitten 20
diesen sowie auch ihre andern Feinde anzugreifen. Ulm 1388 September 11.
Unser fruntlich willig dienst und waz wir eren und gütz vermugen wissent
allezit von uns berait voran, besundern lieben fründ und aidgenossen. wir verkünden
iuwer wishait, das uns her Adolf ertzbischoff ze Mentze ouch widerseit hat und
unser vigend worden ist von der hertzogen wegen von Beigern und von dez bischoffs 25
wegen von AugspuVg und ouch von wegen dez von Wirtenberg und der von (Hingen,
und darumb so bitten und manen wir iuwer fruntschafft aller triuwen und eren,
daz ir demselben herrn Adolffen durch unsern willen ouch widersagent und ouch in
und die andern fursten und herren, darumb wir iuch vormals verschriben haben,
angriffent und darzi'i tugent, als ir uns schuldig sind, und als wir iuch getruwen. 30
und daran gedenkent, daz si uns als gar ane alle schuld durch rechten mütwillen
umb unser aigen gut bekriegent und nach unserm lib und gut wider rechtz als
kreffteklich stellent, dem doch ir und ouch wir mit der hilff dez almechtigen gotz und
mit der macht, die wir haben wol widerstände, das wir alle unser krieg ze gutem
ende bringen und in solicher masse erobern, daz ir und ouch wir eweklich dest 35
bas in fride beliben, wenn wir ze baider sitte alz ernstlich darzii tön wellen,
als wir ainander schuldig sind und dez wir an iuch nicht zwifels haben, nü land
uns umb diu sach iuwern guten willen, maynungen und auch fruntlich antwurt ver-
schriben wider wissen bi disem botten. geben ze Ulme von unser aller haissentz
wegen under der von Ulme insigel an frytag nach unser frowen tag nativitatis anno 8S. m
Von uns gemainen stetten dez bundz in
Swaben, als wir ze Ulme sien.
1388 245
[In versa] Den erbern fürsichtigen und wisen bürgern und dem rat der «l;it
Strasburg unsern besundern guten frund und aidgenossen.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49. B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. c. »ig. i. v. impr. del.
474. Der Rat von Nürnberg [an Speier und zur Mitteilung an die übrigen r/ieini-
5 sehen Städte] : berichtet über den Verlauf ihres Krieges und bittet nochmals dringend
»die benachbarten Feinde des schwäbischen Bundes anzugreifen und auf alle Weise
zu schädigen. i,38S September Iß.
Dnser willig frewntlich dienst sein ewer Weisheit allzeit voran bereit, erbern,
weisen, lieben, besundern frewnd und aidgenossen. wir lassen ewer Weisheit wissen,
10 daz uns ewer und unser aidgenossen die von Rotenburg als heut verbotschaft haben,
wie daz hertzog Ruprehts volk mit grosser mäht heruff ziehe und die sein die vor-
der!] naht umb Halle gelegen und die mainen zu andern forsten für unser aidgenossen
die von Winsheim ziehen, lieben frewnd, ine haben uns unser frewnd von lim
verschriben, wie daz euch und ander ewer und unser frewnd uff dem Rein unser
15 frewnd gemain stat etwieoft gebeten und gemant haben umb angriff und hilff. lieben
frewnd, nu bitten wir ewer Weisheit mit gantzem ernst und fleiz, alz euch dieselben
ewer, und unser frewnd gemain stete gemant und gebeten haben, daz ir daz durch
ewer unser und aller stet ere willen tun wollet und die herren umb euch angreiftet
und beschedigt. wann uns die herren also angesetzt haben, daz sie uns gern an leib
n ern und gut verdruckten und verderbten, do got vor sey. wann wolt ir uns und ewer
und unser frewnd uff dem Rein gemainen steten und uns mit ernst und mit mäht
angreiffen und mit andern sachen beholfcn sein, alz ir uns schuldig und verpunten
seil, so hoffen wir, daz euch und uns dez kriegs mit grossen eren zerrönne, dez ir,
wir und all stete ere und nutz haben, wann wir on zweifei sein, wenn ir und ander
* ewer und unser frewnd uff dem Rein die herren umb euch angrift, daz sie deliein
volk von in geschiken möhten. lieben frewnd, tut in den Sachen,' alz wir dez ein
gantz getrawen zu euch haben, daz wollen wir in solichen und merren sachen allzeit
gern umb euch verdienen, lieben frewnd, wisset daz wir den burggraven von Nürem-
berg nehst an unser frawenabent ein gemawrte statt, Zenne genant, angewunnen Sqtfr.?.
30 und awzgcprant haben, und haben im vil leut darynne gevangen und grosz hab ge-
nomen und haben im uff den selben tag ein gut vesten, Altperg genant, auch ange-
wunnen und eylf darynn gevangen. und haben die besetzt und haben im darzu vil
dorflcr verprant, pawrn gevangen und grosz vihe genomen, wan wir uff denselben
lag gar ein schön volk zu roszen und zu fussen uff dem veld gehabt haben, und
• dieselben sloz haben wir mit rehtem stürm gewonnen und sind unser diener und
■ gesellen vil dovor geletzt worden, so haben wir im syder aber ein gut vesten, Schö-
nenberg genant, auch angewunnen und die besetzt und groz hab und getreid dorynn
genomen. und haben im ein markt, Pairstorff genant, awzgeprant und darzu vil
1 Vgl. Königsiwf. (Hegel, 843) : do es nu die von Strosburg mit lenger me mit eren mohten »er-
40 ziehen, do gobent sti 2C0 glefen und andere stette ouch ir glefen. (Michaelis 1388.)
246 1388
dorfler verprant und prennen und besehedigen in noch teglichen vast. auch wisset
lieben frewnd, das die von Dynkelspühel, unser Fewhtwank die stat dem burggraven
auzgeprant haben, und sie und ander unser aidgenossen umb uns gesessen greifen
die herren vast an mit prant und andern sachen. ewer frewntlich antwurt und waz
ir newer mer und lewff bey euch wissent, daz lat uns verschriben wissen bey disom
boten, daz wollen wir umbe ewer frewntschaft allzeit gern verdienen. datum feria
3 post exaltationem sancte crucis anno 88.
Von dem rat
zu Nuremberg.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. cop. eh.
10
475. Rottweil an Straßburg : über die Absage Walthers von Oeroltzech und den
Verlauf des Krieges zwischen dem Burggrafen von Nürnberg und den schwäbischen
Städten. 13 $s September 21.
• Unser dienst ste vor. besundern guten fründe und lieben aidgenossen. als ir
uns vormals vor disem male verschriben hant von jungherren Walthers wegen von 15
Geroltzeck, wie üch für komen were, daz etlich herren an in würbint, daz zuver-
sihtig were, daz er uff jene syte wider uns körne und daz wir darzi'i sehint und in
ze rede satztint und gedehtint, waz da für gi'it were, daz die vesti üt in ander
hende körne, uff dieselben üwer mainung verschriben wir im do, so wir iemer
aigenlichest künden, und dezselben verschribends gab er uns kain antwürt. und 2(l
darnach üwer etwie mengen tag da schickte er einen offen brief in unser räfe gen
Rotwil und seit uns sin burgreht damit ab. waz aber er fürbas im sinne habe zu
tunde, dez enwissen wir nüt. wissent ouch lieben fründe, daz üwer und unser
guten fründe, die von Nürnberg, dem burggrafen von Nürnberg angewunnen hant
dry vestine und ain statt darzü. so brechent sü im ietzent sin vestin ze Nürenberg 25
an der statt, als uns unser botschaft, die ze Ulm daher bi gemainen stetten gelegen
ist, gesait hat. so sint die von Esselingen in der nehsten wochen vor dato dis briefs
gezogen für Gretzingen die statt und hänt da mit etwie mengen inen ir vihe hinder
ritten und hänt inen ain hüt gestecket, da hänt die von Gretzingen geilet und der
hänt sü gevangen sehs und fünftzig und äht ze tode erslagen und darzü ir vihe mit so
in gen Esselingen getriben. datum ipsa die Mathei apostoli anno 88.
Von uns dem
rate ze Rotwil
[In verso] Den frurnen wisen unsern besundern guten fründen und aidgenossen,
dem maister und dem rat ze Strassburg. 35
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B fasc. VII. or. ch lit. cl. c. sig. i. v. imp cid.
1388 2 '»7
47G. Rottweil bittet Strasburg um Auskunft ober: alln inere und tftoffe, wie es
üch und anderen rinisehen Hielten üwern und unseren guten (runden gange1 ....
geben ze Rotwil an Kant Michahels aubent in der naht anno 88.
Rottwett 1888 SepUnif» /■ ML
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B fasc. VII. or. eh. Ut. cl. c. sig. i. v. impr. del.
477. Basel an Straßburg: erbittet Auskunft über die Absage des Bischofs von
Straßburg an die schwäbischen Städte. 1388 September 30.
Steter williger diensi bevor, beaundem lieben friind. uns ist fürkoraen und geseit,
wie daz unser herre der bysehof von Straszbürg solle dem bunde in Swaben abge-
seil Indien und wider die sin volke gesendet, also daz er vieid sie. da bitten wir üch
lieben (rund mit gantzem flizz und ernst, daz ir uns dieselben sacb lassen! wissen
versebriben bi disem botten, waz ir von der wissent oder vernomen babent und
ander loll'e und inere, die ir wissen!, die uns ze verschribende sient durch unsere
dienstes willen. datuni anno 88 feria quarla post Miehahelis.
Jacob Ziboll burgeraeiatof
und der rat der slal Hasel.
[In verso] Den wisen fürsichtigen, dem burgermeister und dem rat der stat
Strasburg unsern sundern guten (runden.
Str. St. A G. ü. P. lad 48/4!) B. fasc. VII. or. mb. Ut. cl. c. sig. i. v. impr.
478. Rottweil an Straßburg : über die Absage des Bischofs von Straßburg.
1388 October 3.
Unser williger dienst bevor, besundern lieben (runde und aidgenozzen. uns ist für
komen, wie daz üwer und unser guten fründe, die an dem Rine bi enander gewesen
sint, ufgebrochen sient und daz üwer volck lierulT zu üch haim gezogen syge. oucli
wissent, daz der bischoff von Strasburg gemainen stetten dez bundes abgesait hat
lullen wir üwer guten früntschaft mit ernsl und llizz, daz ir uns verschriben wissen
lassen!, in welcher masse er sich zu üch verbunden habe oder wie er sieh gegen
üch ielzent in disen kniffen halte, und uns oucli allii mere und louffe, die ir wissen
EQÜgent und uns ze verschiebend sient, aigenlich bi disem botten. daran ir uns be-
H sunder früntschaft lieb und dienst erzöget. geben an samstag ze nacht nach sant
Michahels tag anno 88.
Von "uns dem
rat ze Rotwil.
1 Vgl. Königshof en (ed. Hegel, 842 u. 845.) : . . . nmb sant Michels tag [29 Sepicmb] do vingent
ane die von Strosbuig und der jnnge marggrove von Baden sere uffenander zft reysende, wan sii zft
beden siten des krieges warent, und die von Strosburg mahtent eine brücke über den Ryne mit
schiffen. — Vgl. auch Chron. Mogunt. bei Böhmer i Fontes 4, 381. — Schaab, Geschichte d. rhein.
Stüdteb. I, 364. — Vgl. Eeg. d. M. v Bad. nr. 1462.
VI. 8S
248 1388
[In verso] Dem fromen wisen dem maister und dem rate ze Strasburg unsern
guten fründen und lieben aidgenossen.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48(49 B. faso. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del.
479. Walter von Wissenhorn Ammanmeister zu Basel an Andreas Heylman
Ammanmeister zu Strassburg erbittet unverzügliche Auskunft denn: es ist etwas 5
rede by uns, wie daz üwer spiesse und volk wider heim gezogen und komen sie,
und daz die rinschen stette in missehellung und unhellekeit komen sient von dez
kriegs wegen, so ist zwischent den herren und uwern und unsern eydgenozzen ze
Swaben und sust vil ander lSffen und meren seit man bi uns, die by üch und an
dem Rin sin söllent von dez kriegs wegen, und daz es da nidenan etwaz wunderlich 10
gange, da ich doch getruwe nützit ander denne gutes der stetten halb
datum anno 88 sabbato post Michaelis. 1388 Ortober 3.
Str. St. A. AA. 1799. or. eh. I. cl.
480. Die Stadt Kaisersberg an Strassburg : verklagt die Ritter Hannemann und
Burkard von Laubegasse wegen ungerechten' Angriffs nahe bei der Unterstadt Rappolts- 15
weiler, die ja jetzt in Strassburgs Besitz sei, und bittet die dortigen Amtleute anzu-
weisen, den genannten Rittern keinerlei Vorschub zu leisten. datum feria tertia
proxima post Michahelis anno 88. 1388 October 6.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48)49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl.
Gedr. Eapp. Urkb. II nr. 305. 20
481. Ritter Heinrich von Wiseneche an Straßburg: meldet, daß er, obwohl
Diener des Grafen von Würtemberg, aus alter Freundschaft keinerlei Feindselig -
leiten gegen die Stadt üben wolle, wenn auch ihm der Friede gesichert werde.
Waldkirch 1388 October 8.
Den wisen wolbescheiden dem meister und dem rate ze Strasburg enbüt ich 25
Heinrich von Wisenegke ritter minen fnintlichen dienste unde lan üch wissen, das
ich vor langer zite, öbe duie krieg zwischent den herren und den stetten uffe stundz
mins genedigen herren von Wirtenberg diener gewesen bin und ouch noch hüte dise
tages bin. und bin ouch bi dem niderlegen gesin, daz do kürtzlich in sime lande
beschehen ist. und getrüwe auch darumbe mit wider üch getan han umbe das, daz 30
die üwern do sint gesin, sid ich vormals sin diener bin gesin und öch noch bin und
teti auch noch hüte dises tages ungern wider üch, ich müste ez denn tun von
geheisses wegen mins herren, das ich doch noch mit geheissen bin. wenne aber ich daz
geheissen würde, so wolt ich ez üch vorhin erberlich abesagen umbe das, daz ich
vormals dicke und vil zu üch gewandlet han in üwer stat und mir zuht und frünt- 33
schaft von üch beschehen ist und ouch ungern wider üch teti, ir wistent ez denn
von mir. uwer früntlich verschriben antwurt lant mich wissen bi disem botten umbe
1388
249
dch deste bas darnach gcrihien kfiode, übe ich sicher vor üeh and den
üweni, die zu üch gehörent, sü oder mit. liessent ir mich aber dehein antwurt wi.-.-en.
dez ich Qch doch mit getruwe, BO miist ich ez do für han, wie ich üwer sorge
mäste han. datum in oppido Waltkilcli feria quinta post Francisco anno 88.
[In verso] Den wisen wolbescheiden dem meister und dem rate ze Strasburg.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del.
482. Rottweil an Strassburg]: verwendet sich für Frau Anna von Ochsenstein,
welche an den Feindseligkeiten ihres Sohnes Walter von Geroltzeck keinerlei Anteil
habe, und bittet deren im Schutterthale gelegene; Besitzungen unversehrt zu lassen.
^ gehen am nehsten samstag nach Francisci anno 88. 13S8 October 10
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del.
Ebenda : Brief ganz ähnl. Inhalts für dieselbe vom 17. October.
4113. Rottweil an Strassburg : sendet die Abschrift eines Absagebriefes, den einige
Herren dem schwäbischen Bunde gesandt haben. datum feria tertia ante (ialli
i5 anno 88. 1388 October 13.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del.
484. Markgraf Bernhard von Baden an Ammeister, Meister und Rat zu Strass-
burg : bitten uch mit ernst, daz yr mit den uwern bestellen wöllent, daz unser diener
Reinhart von Kraszwilr ungeschadiget von uch und den uwern blibe zu Kraszwilr
M und an sinen gutem . . . wau derselbe mit dem kriege oder mit nyeman anders zii
disen ziten zu schaffen hat dann mit uns. datum ze Durlach feria quarta ante
Galli confessoris anno 88. Ihtrlach 138S October U.
Str. St. A. AA. 84. or. eh.
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1463.
485. König Wenzel an die Bürgermeister, Räte und Bürger der Städte : Strass-
burg, Basel, Hagenau, Ehnheim, Rosheim, Weissenburg, Mülhausen, Kaisersberg,
Münster und Türkheim : der hochgeborne Ruprecht der elter pfalczgraf bey Rein des
heiligen reiche erezdrugses und herezog in Beyren unser liber oheim und furste hat
uns zu wissen getan, wie das ir in seine lande, lute und guter mit brande, nanie
und anderr suchen swerlichen angriffen und beschediget habet und tegliehen beschä-
diget und angreiftet und im in seinen landen mit volke und here liget. und wann
derselbe unser oheim sich vor uns zum rechten erboten hat und erbewtet und wir
ouch sein als unsers und des reichs forsten zu dem rechten wol mechtig sein, dorumb
so begern wir an ewrer trewe und gebieten ouch euch ernstlichen und vestielichen
mit diesem brife und wollen, das ir den egen. onsern ohcini seine lande, lute und
guter und undersessen mit brande, naine und andern Bachen l'urhas mer nicht au-
•250 1388
greiften noch beschedigen sollet ... zu beschedigen gestattet in dheineweis, sunder
in seine lande, lute, und guter in friden und gemache genczlichen beleiben lasset,
wann geschee des nicht, des wir von euch nicht enhoffen noch getrawen, so musten
wir und wolten ouch in solcher massen dornt gedenken und tun, als sich das geburet
und eisehet und als billichen ist. geben zum Betlern an sand Lucas tag reg. boh.
26. rom. 13. Betlern 1388 October 18.
Str. St. A. AA. 107 nr. 48. or. eh. lit. pat. e. sig. i. v. impr.
Gedr. Als. dipl. II, 390 (irrtümlich zu 1391).
Heg. Koch u. Wille nr. 4801. — D. B. A. II, 69 nr. 35.
486. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Strassburg: teilen
mit, dass ihr Krieg in Franken gegen die Herzöge von Baiern guten Fortgang nehme
und legen die Abschrift eines Briefes bei, worin der Erzbischof von Salzburg verspricht,
soviel er kann, die Herzöge zur Einstellung der Feindseligkeiten zu veranlassen
geben ze Ulme von unser aller haissentz wegen under der von Ulme insigel an
dunrstag vor omnium sanetorum anno 88. Ulm 1388 October 29. 15
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. VII. or. eh. lit. el. c. sig. in v. impr. del.
487. Die schwäbischen Städte an Strassburg: Gesandte des Königs: Haniko und
Graf Johann von Sponheim und der Landgraf von Lichtenberg sind bei ihnen gewesen
und haben ihnen mitgeteilt, der König wünsche, dass sie den Krieg einstellten. Sie
haben geantwortet, dass sie das nicht könnten, wohl aber zu einem Sühnetag bereit n
seien. Die Nürnberger haben ihnen geschrieben, dass der Erzbischof von Mainz, der
Bischof von Bamberg und ein königlicher Bat Busik von Wissnitz mit ihnen über
Abhaltung eines Sühnetags zu Mergentheim am Sonntag vor Martini (November 8)
verhandelt hätten. Ob diese Gesandtschaft auch nach Strasshurg und zu den übrigen
rheinischen Städten gekommen ist, wissen sie nicht. — Mit den Kriegsläufen in Franken ?s
sind sie zufrieden und hoffen das beste. geben ... an aller selentag anno 88.
1388 November 2.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. c sig. i. v. impr. del.
488. Mülhausen an Straßburg: wegen der der Stadt Reickentveier und der Burg
Bilstein während des Krieges mit den Fürsten von Wiirtemberg und Baien M m
gewährenden Neutralität. 1388 November 5.
Den wisen bescheiden unsern guten fremden dem burgermeister und dem rat zu
Strasburg enbietent wir der meister und der rät von Mülnhusen unsern dienst und
waz wir gutes vermögen, als ir uns verschriben hant, wie das ir mit willen und
wissende der stette des swebischen und rineschen bundes uwer eytgenossen uszge- ss
tragen habent, das sü und ir der stat und den lüten ze Bichenwilr und der vesten
zu Bilestein und der zügehörden deheinen schaden tun söllent und desgelichs si
widerumbe, die wile der krieg wert, mit den herren von Beyern, dem von Wörtern-
1388 251
berg und Iren hollferen, haben wir wol verstanden und lassen! darumbe uwer gute
frontschaft wissen, we« gemeine Btette des bnndes in Swabeo uwer und unsere eit-
genossen uch in der sach gegünet hant, daz uns das gef'ellig ist und och da bi Milien
und daz Indien wellent. und ze Urkunde habent wir unser stette ingesigel zu rügke
s gctrükct uff disen brieff. der geben ist am nehsten duncrstag vor Martini epücopi
in dem jar, da man zalt von gottes gebart tusüg dreihundert achtzig und acht jar.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. mb. lit. et. c. sig. i. v. impr.
4iJ9. Erzbischof Friedrich von Cöln an die rheinischen Städte:1 sendet die Ab-
schrift eines königlichen Schreibens vom 18 October, worin Wenzel ihn ersucht,
io die rheinischen Städte von einem Zuge2 gegen Ruprecht von der Pfalz nach Kräften
abzumahnen und, wenn das erfolglos, letzterem mit allen Mitteln beizustehen. datum
Bonne sabbatho post omnium sanetorum. Bonn [1388 November 7].
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. cop. eh. coaev.
Ebenda die im Brief erwähnte Abschrift. — Regest von letzterer bei Koch u. Wille nr. 6734.
15 490. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Straßburg : über
ihren angeblichen Tag mit den Herzögen von Baiern und die Kriegsläufe.
1388 November 13.
Unser früntlich willig dienst und was wir eren und gütz vermugen wissent allezit
von uns berait voran, lieben fründe und aidgenossen. uns hant unser aidgenossen
20 die von Ulme ainen brieff zögt, den ir in gesent hant, daran ir in verschribent, das
iueh verbotschafft sie, das ain tag zwischen den herren von Paigern und unser sin
solt, das si iueh darumb ain aigenschafft wissen Hessen, darumbe soud ir wissen,
das kain tag zwischen ir und unser noch nicht berett noch volgangen ist, denne in
der wise, als wir iueh vor verkunt haben 3, wie das unser herre der ertzbischoff
von Mentze und der bischoff von Babenberg von unserm herren dem kung heruss
kumen weren und mit in unsers herren dez kungs rät ainer, her Busik von Wistritz.
und die sauten ir rät zu iuwern und unsern aidgenossen den von Nürenberg und
würben da an si umb tag, darzü doch unser fründ von Nürenberg wislich und
erberklich antwurten. aber uff das, do retten aber unsers herren dez bischoff von
so Mentze und von Babenberg rät: si wolten furbas ritten zu forsten und zu herren und
ouch zii iueh und zii andern unsern (runden und aidgenossen an dem Rine und
wolten denne zu uns auch her gen Ulme ritten, und also ist noch nieinan zu uns
her gen Ulme kumen. ob aber si bi iueh oder andern unsern aidgenossen an dem
Kino gewesen sind, dez wissen wir ouch nicht, und also kunnen wir iueh von der
85 i Vgl. das Briefconcept Straßburgs vom 2 December, wo dieser Brief und der König Wenzels als
von den Städten erhaltene Abschriften erwähnt werden.
8 Der Einfall der rheinischen Stiulte in das Gebiet Ruprechts geschah 13öS November 6. vgl Hegel,
ktmigsh. 844. — Reg. Koch u Wille nr. 5172.
'•' Vgl. den Brief der Städte vom 2 November.
252 1388
sach wegen nüzemale nichtzit anders verschriben. wer ez aber, daz hinfür ichtzit
an uns bracht würde, sullent ir nicht zwifels han, denne daz wir iuch daz furderlich
alwegen verkünden und ze wissen tun wellen, als muglich und billich ist. lieben
f runde, wissent, das wir uns von den gnaden gotz an allen orten wol besetzt haben
und den krieg reschlich triben, und daz ez nü daran kumen ist, daz raisig habe ze
baider sitte vast anainander kummet und daz ouch kurtzlich etwievil guter schar-
mutzen beschechen sind, da die unsern von den gnaden gotz alwege das velt behept
hant. und getruwen ouch zu got, daz ez uns nu fürbas wol gan sulle. geben an
fritag nach Martini anno 88.
Gemain stett dez bunds in Swaben etc,
als wir ze Ulme bi ainander sien.
[In verso] Den fursichtigen wisen dem burgermaister und dem rate der stat ze
Straussburg unsern besundern guten fründen und aidgenossen.
Str. St. Ä. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. i v. impr. del.
491. Rottweil an Slraßburg : erbittet Auskunft über das Gerückt von einer ^
Niederlage1 der rkeiniscken Städte und von ihrer Lage. 1388 November 15.
Unser fruntlicher williger dienst bevor in allen sachen. bescheiden lieben fründe
und aidgenossen. wissent, daz ain gemainü rede in unser gegend von den herren
ietzent uferstanden ist, wie daz etwas niderlegendes üwern und unseren guten fründen
von Spire, von Wormes und von Mentz geschehen sin sülle: also daz sü schaden 2»
empfangen süllent haben von dez hoherbornen fürsten hertzog Rüprehtz von Paigern
dienern und von anderen unseren vigenden, daz wir doch gott nit getruwen,- wand
uns doch gar getrüwlich und inneclichen lait were, als billich were. bitten wir üch
mit ernst flizzig, daz ir uns aigenlich verschriben lassent wissen, wie es darumb
sige. wissent ouch, daz es uns wol gat und unser vigende vast angriffen mit brennen 25
und mit wüsten, und getruwen ouch üch wol, daz ir daz gen unseren vigenden ouch
tügint und wa es üch wol gat, daz wir dez von gantzem hertzen frow sigent.
datum vigilia beati Othmari anno 88.
Von uns dem
rat ze Rotwil. so
[In verso] Den fromen wisen dem meister und dem rate ze Strasburg unsern
guten fründen und aidgenossen.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. lit. cl c. sig. i. v. impr. del.
Ebenda : fast gleichlautender Brief vom folgenden Tage.
492. Die sckwäbiseken Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Straßburg : über ^
1 Eine solche war wirklich gescheiten am 10 Nov. bei Worms, vgl. Böhmer, Fontes IV, 383. —
Städtechronikcn, Maine II, 218.
1388 2.™
ereits früher beabsichtigten Tag mit den Herzögen ton Baiern zu Mergentheim
und das Gerücht einer Niederlage der von Worms und Speier.
Ulm 1388 November 10.
Unser fruntlich williger dienst und waz wir gütz vermugen wissent alle zyte
s von uns berait voran, besundern lieben frwnd und aidgenossen. alz wir weh vor-
malz ;iin tail och versehriben ' haben, wie unser herre der ertzbischof von Mentze
und der bischof von Uabenberg von unserm herren dem kunig her us komen sien
and mit in her Busik von Wistritz und wie die würben an iuwer und unser aidge-
nossen von Nuremberg amb ainen tag zwischen forsten, herren und steilen gen Her
io genlheini und wie och 81 willen beten ze rilen y.i'i iueh und andern wwern und
unsern aidgenossen an dem Ryne und denne ir bottschaft fürbas ze tund
zu uns, also verkünden wir wwer fruntschaft, daz uns die von Nürenberg verschriben
haut, wie daz her Busik von dem Ryne her uff gen Babenberg komen und enzwischen
gen Beheym in geritten sie und daz si niht wissen, waz sins gewerbs sye. darumbe
15 bitten wir iuwer fruntschaft mit vlissigem ernst, daz ir uns by disem boten an
wwerem brief wissen lassen, wie oder in welher masze er von weh geschaiden sy,
oder ob er by weh oder andern unsern aidgenossen an dem Ryne gewesen sy oder
niht oder ob ir suzz ihtz frömds wissen, daz uns ze verschriben sy, daz wellen wir
mit willen mnb wwer wishait verdienen, lieben frwnde, so ist denne etwaz gemainer
20 red by uns, wie wwer und unser aidgenossen von Worms und von Spire nw lieh mit
hertzog Rfiprehtz dez eitern volk süln gefochten han. bitten wir weh och gar frwnt-
lich, daz ir uns verschriben, ob daz sy oder niht oder wie es ergangen sy ymmer
durch unsers dienstz willen. geben ze Ulme von unser aller haissentz wegen
ander der von Ulme insigl an sant Eisbetentag anno 88.
Gemaine stete dez bunds etc. alz
Iwir ze Ulme sien.
[In verso] Den fürsichtigen wisen unsern besundern lieben frwnden und aidge-
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. VII. or. eh. Ht. cl. e. sig. i. v. impr. del.
493. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet dafür zu sorgen,
dass das Kloster Herrenalb an seinen in der Markgrafschaft gelegenen Dörfern
Maisch und Rüppurr angeschädigt bleibe, weil diese mit dem Kriege nichts zu
thun haben. geben ze Pfortsheim feria sexla ante festam Kalherine Virginia.
Pforzheim 1388 Xorrmber 20.
Str. St. A. AA. 85. or. eh.
Reg d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1465.
494. Nürnberg erlässt ein Rundschreiben an die rheinischen liundesslädle be-
lnils Ansetzung eines neuen Tages, da der für den 8 Nov. 1388 beabsichtigte Tag
1 Vgl. nr. 487 den Brief vom 2. November.
254 1388
zwischen Herren und Städten nicht zu Stande gekommen sei ; dazu Nürnberger
Kriegsnachrichten. [1388 November 30.]
Aus Nürnb. Archiv, gedr. D. B. A. II, nr. 38.
495. Strassburg an die rheinischen Bundesstädte schlägt vor: dass man auf die
von der Teilnahme an der Fehde gegen Ruprecht von der Pfalz abmahnenden 5
Schreiben des Königs und des Cölner Erzbischofes ' letzterem folgendermassen
antworten solle: das wir dieselben stette am Rine des krieges nit höbtlüte
sint und nuwent unsere eitgenossen der swebischen stette helffere sint. und
darüber so hat der hocherborne fürste hertzoge Rüpreht der elter von Peigern
und die sinen uns die stette und die unsern geschadiget und verbrant, gefangen io
und erslagen und sü grösliche geschetzet umb ir gut und tut ouch das tegeliche.
und darumbe so mögent wir stette nit abegesin, wir muszent uns dargegen weren,
so wir beste künnent. und darüber so getruwent wir stette öch uwern gnoden
wol, das ir üch des selben krieges nit annemment. so wiszent ouch wir stette
nit, wie derselbe herre hertzoge Rüpreht der elter sich gegen uns den stetten des is
bundes halten welle von des vorgenanten unsers herren des römschen küniges
schribendes und verbotscheftendes wegen, so beduncket uns ouch gut sin, das ir
dem ertzbischofe von Cölne da bi schribent, das unsers herren des römeschen
küniges kantzeler grofe Johan von Sponheim und der lantgrofe vom Lühtenberge
vormals bi uns stetten gewesen sint und mit uns stetten von unsers herren des 20
römschen küniges wegen geret hant von derselben Sachen und des krieges wegen
und das man den geentwurtet habe, das uns unfride und kriege leit sint und
wir öch derselben kriege nit höptlüte sint und wo wir stette gereden oder getün
kundent, das die lande in friden blibent, das woltent wir gerne tun und wolten
uns daran weder koste noch arbeit turen und das wir stette öch das noch hutig- 25
dages gerne tun woltent und das ir dis alleszament also und in sölicher forme
uf das beste dem ertzbischofe von Cölne verschribent und des sine verschriben
entwurle heischent, das beduncket uns nützliche und gut sin. datum crastino
beati Andree apostoli. [übergeschrieben feria quarta proxima post diem].
[1388 December 1-2.] so
Str. St. A G. ü. P. lad. 48/49 B cone. eh.
Erwähnt, D. B. A. II, 92 anm. 1. - Beg. Koch u. Wille nr. 4807.
496. Ratsbeschluß über das von den Straßburger Bürgern bei schwerer Strafe
gegen die Feinde zu beobachtende Verhalten. 1388 December 2.
Es sol nieman wer der ist, der by uns in unserre stat sitzet oder by uns wonet, &
unsern vigenden deheine koste, spise noch hilffe geben noch tun noch ouch in keine
botschaft tun noch daz schaffen geton in deheinen weg noch ouch keine botschaft
1 Vgl. nr. 485 u. nr. 489 den Brief des Königs vom 18. Oetober und des Erzbischofs vom 7. No-
vomber.
1388 255
von CD empfohcn, es sient botschaft mit brieten oder mit dorn munde, wenn kerne
iemanne semmeliche botschaft, wie oder waz daz were, daz sollent die, die daz en-
pfindent, zu stunt forderlich ane verzog meister und rate oder ein ammanmeisiir
verkünden, vürbringen und .sagen, und wer du darüber verbreche, des libc und gut
e Hol meister und rat verfallen sin und sol oueh darzü niemcr me gen Slmszburg
kommen und sollent oucb meisler und rat sich sins libes und gutes underziehen und
zii iren handen nemen. und süllent auch daz rihten und rehtvertigen uff den eyt
noch horsagen und wie es dem rote vürkomet. und welre rot daz nüt rihtete und
rehtvertigete, alz vorgeschriben stat, der sol meineidig und erlosz sin und sollent oueh
io niemer me meister noch rot werden. actum et pronuncialum leiht ojoarta post
Andree appostoli anno 88.
Str. St. A. Stadtord. Bd. 29 fol. 5.
Gedr. Weneker, de ußb. S. 164.
497. Bürgermeister und Rat von Speier an Strassbufg: lan uch wiszen, daz die
15 hertzogen von Beyern und der bischof von Mentze ' sich besament mit groszem volgke
und aller irre mäht, die sie haben mögen, unde daz der hertzogen volg grave von
Worcheim, grave Diether von Katzenelnbogen, grave Heinrich von Sponheim, der
von Hanouwe und vil rittere und knehte von gesellescheften, die uf im kosten farent
gein der geselleschaft unde die von den Telaren ietze uf dise zit bi uns ligent nahe
20 bi unser stat uf bedesite Rines und daz sie uf ginsite Rines daz lant uf ziehen wollen
gar kurtzlichen. ouch wiszent, daz die von Mentze, die von Wormsz und wir zu dem
zöge dienen wollen mit 300 glen. darnach wiszent uch zu rihten. datum feria
quarta ante Nicolai episcopi. [1388 December 2.]
Str. St. A. AA. 118. or. eh. I. cl.
■ 498. Speier an Strassburg : berichtet, dass Herr Syfrit von Venygen und andere
an sie geworben hätten . . . von eins tages wegen zu Mergentheim, als die von
Nuremberg auch darumbe den stetten am Ryne geschriben nach uswisunge ires
briefs und der notteln harinne versloszen. [1388 December 2?J
D. B. A. II, pg. 92. Anmk. 2. nach Weneker, excerpta 1, 114".
so 499. Nürnberg an die Städte des rheinischen Rundes : ladet ein zu dem von den
königlichen Räten betriebenen Tage auf 10 Januar 1158!), wo sich die Herren in
Mergenthein] und die Städte in Rotenburg versammeln sollen.
[Nürnberg 13S8 Dezember 11.]
Aus Nümb. Arch. Konserv. cod. 278. fol. 54 *>. conc. eh.
Gedr. D. B. A. II nr. 42.
1 Am 11 September hatten die schtväbischeit Städte bereits von der Absage dieses Kirehenfürsten
berichtet, vgl. oben nr. 473.
VI. 33
256 1388
500. Ratsbeschluß über die von der Stadt an vornehme Gäste zu gewährenden
Geschenke. 1388 December 14.
Anno domini 1388 feria secunda proxima ante diem beati Thome apostoli
sub domino Hugone dicto Rihter nnneupato Dutscheman magistro et sub domino Andrea
dicto Heilman magistro schabinorum sint nnsre herren meister und rat schöffel und -r>
amman ubereinkomen aller der stucke und artickele, die hie noch geschriben stont :
Zu dem ersten, das man sol einem landesherren von unsere stette wegen
schencken einen omen wines ; item einem dienestman und sust eim edelmanne sol
man schencken einen halben omen ; item einre statt einen halben omen alle imbisse :
item süss einem erbern manne einen halben omen. und sol man ouch iegelichem zu 10
iegelicher vart nuwent einmal schencken und nit alle imbisse, ussgenommen den
stetten sullent wir alle ymbisse schencken, als vor geschriben stat. und sol die
schencke ouch nieman heissen tun danne ein meister, der danne rihtet, und ein am-
manmeister und nieman anders, was ouch ein ammanmeister heissent schencken
epten zu libe und zu leide, das ist zu lychen und zu brutloften, das sol man ouch »5
tun und anders nit.1 und wenne man sol schencken, niergent anders wohin, danne
an die stat, do er isset. und sol ime ouch win schencken in unser stette schencke-*.
kannen und nieman keine pfenning darynr geben in denheinen weg.
Str. St. A. Schilter, jus statutarium fol. 287.
501. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: lant uch wissen, daz der w
grafe von Sarwerde mutwillicklich und frevelich uns und die unsern unherfolget vor
unser sloz Cellenberg mit ufgeworfinder banir mit buszen und schuttzen gezogen ist
unser sloz understande zu gewynnen . . . herume wir mit seszen unsers rates erkant
hant . . . daz ir uns hülfe schuldig sint nach lute unsers buntbriefes . . . und bitten
desshalb 60 Glefen zum nächsten Montag Abend nach Kestenholz zu schicken. da- S5
tum 1388 dez mitwochin vor'sant Thomansdag dez heiligen zweifboten.
1388 December l(i.
Str. St. A. AA. 1409. or. eh. I. pat. c. s. impr-
Anno ... 85. 30
diz höret zu dem lantfrijden von . . .
Diz ist der bottenlon dez gemeinen friden :
Mai is. Item feria secunda post ascensionem domini 4 sol. gein Sletzstat und gein
Ehenheim.
Item feria quarta post . . . ? 4 sol. gein Sletzstat und gein Ehenheim. 35
Mai 20. Item sabbato ante festum penthecostes 4 sol. gein Sletzstat und Ehenheim.
1 Hegel (Königsh. S. 1023) druckt zum Jahre 1388 aus dem «Heimlich bfteb» einen ziemlich gleich-
lautenden Batsbeschluß, der die Abweichung hat: das man epten und eptinen und susz z& liebe und
zu leide geschencket hat, daz sol hinnanvürder absin und man in soliche schencke
nit me tun. 40
1388 257
Etem 4 sol. gen Sletzstat feria sexta posl festem corporis Christi. Juni i.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria quarta posl Adelphi. Aug. st.
Item 14 sol. gen Slernccke, gen Keppenbach und gen Spitzenberg in vigilia ocWr. n.
SvniDiiis et Jude apostolorum.
s Hein 2 sol. gen Ehenheim in vigilia St. Thome apostoli. ߫6r. it.
Sub anno . . . 86.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim.
Hein Werlin Spatzinger 2 guldin von manunge und andern buntbriefen abe zu
schribende, die do wurdent den von Sletzstat und von Hagenowe.
in Item Colmar 2'/2 üb. gcn Basel von gemeinen bundes wegen.
Item Diersberg 4 lib. gen Ulme ouch von des bundes wegen.
Item Gengelin 0 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim.
Item 2 sol. gen Ehenheim feria sexta post dominicam Invocavit. man tt.
Item 3 sol. gen Sletzstat feria tertia post dominicam Letare. Apnn
15 Item 2 sol. gen Ehenheim feria quarta postidominicarn Judica. ApHi n.
Item 4 sol. in vigilia penthecostes gen Sletzstat und gen Ehenheim. junit.
Item 12 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheiin zu drien molen.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria secunda post Jacobi apostoli. WIM.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sexta post festum assumptionis
20 sancte virginis. Aug. n.
Item der gemeine bunt sol der stat von Strasburg 72 gülden und 9 untzen ;
verreit her Eberlin von Mülnheim und her Cüntze Müller gen Spire und gen
Ksselingen. und koment her heim feria quinta ante festum nativitatis beate Marie
virginis sub anno 86. stpt. «.
•« Item ist herrn Steffan 5 guldin von des gemeinen bundes wegen und Spatzinger
2 guldin (schuldig) her Eberlin von Mülnheim und her Cüntze Müller.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria secunda ante diem sancte crucis. -v- '«•
Item der gemeine bunt sol der stat von Straszbürg 12 '/2 üb. und 2 sol.; verzert
her Cüntze Müller zu Pfortzheim, do men vor Entzeberg lag, und ime selber 30 sol.
au von pferden und dem koche 10 sol.
Item der gemeyne bunt sol der stat von Straszbürg 90 lib. und 6 '/i hb. von
her .lohans von Oberkirche kosten wegen, also er höbetman waz, do men vor Entzeberg
lag von sime solde und drye pfiffer und ein sunt und ein koch und einen kneht,
der ir wartette und wagenlon und knehte, die dez gezeltz wartcttent, und in alle
35 weg und liep züsamen 5 lib.
Item der gemeine bunt sol der stat von Straszbürg 41 lib. und 12 sol. denar :
die verreit her Götze von Grostein vür koste und ritegelt und in allen weg zu der
» leite, do er und her .... Heisse von Openheim zu Lüzelnburg was anno domini
L384; und kam her heim an dunrestag vor saut Gallcntage. oct"!a.
Der gemeine bunt sol der stat von Strazburg : 31 1/i guldin, do her Götze von
Grostein und die von Wormes und von Spire den zol uf dem Möin besatent, von
serung unze gen Spire und herwider heim und von ritegelt und von dem koche und
pferdelon und in allen weg.
25« 1388
Der gemeine bunt sol 7 lib. und 2 lib. und 8 sol. von ritegelt gen Gengenbach,
do wir zu dem bischof von Strozburg hetent beschiket her Eberlin und den Manssen
und den Messerer den krieg zu rihtende zwischent ime und den margrafen und
süllent 10 lib. ; hette Walther (?) sin (?) furzert alles dis jor, do er hin geritten was.
Item der gemeine bunt sol der stat von Strasburg 40 guldin ; verreit her Eberlin 5
von Mulnheim und Johans Lumbart gen^Spire und gen Mentze feria quarta post
Aprii 26. Georgii sub anno 85.
Item der gemeine bunt sol mime junghern 51/» lib. und 2 sol.; item 35 sol.
zu ritegelt her Claus Tutchemen gein Baden von der Johanser wegen an sant
jan. n. Anthoni gen obende in deme 85 jore. io
Item der gemeine bunt sol der stat von Strazburg 57 guldin ; verreit her
Claus Berer und Claus Nelsheim in der vasten zu dem hertzogen von Österrich
von der swebischen stette wegen und von der von Basel wegen sub anno 85.
Item der gemeine bunt sol der stat von Strasburg 30 guldin und 5 uncen
Aprii n. zu ritegelt Werlin Sturm und hern Cüntze Muller gen Friburg feria quarta post w
dominicam Quasimodogeniti sub anno 85.
Item der gemeine bunt sol der stat von Strazburg 54 guldin und 9 untzen
zu ritegelt hern Johans von Wiekersheim und Götze Wilhelm gein Basel feria
ApHi is. quinta ante Philippi et Jacobi apostolorum anno 85.
Item der gemeine bund sol der stat von Strasburg 36 guldin und 6 untzen so
zu ritegelte hern Johans von Wiekersheim und hern Johans Messerer gen Basel
Mai ie. feria sexta ante festum corporis Christi sub anno 85.
Item der gemeine bunt sol der stat von Strasburg 54 guldin ; verzerten her
Johans von Wiekersheim und her Johans Messerer gen Basel dominica die ante
juii s. Udalrici episcopi sub anno 85 und 9 untzen dem koche von pferden ■. 2ä
[Folgen 3 freie Seiten und eine Aufzeichnung über den Speierer Bundesrech-
nungstag vom August 1386.]
Item 10 sol. eime botten, der von Mentze untze gen Sletzstat lief, daz ir botten
züsammene kement gen Spire.
Au«. 29. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen obern Ehenheim in vigilia Andree apostoli. ^
Decbr. e. item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim in die beati Nycolai episcopi.
Decbr. 9. nem 5 s0\ gen Sletzstat und gen Ehenheim dominica post Nicolai.
Jan. 13. Item 5 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria seeunda post Erhardi.
Sub anno ... 87.
jan8]t. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim in die beati Valentini. 35
März 2. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sabatti post Mathie apostoli.
März /«. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim in dominica die Oculi.
März 23. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sabbati ante dominicam Judita.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria seeunda post dominicam Quasi-
Apni is. modogeneti. 40
juii e. item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sabbati post Udalrici episcopi.
juii 13. item 3 sol. gen Sletzstat feria sabbati ante Margrete virginis.
1388 259
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim crastino festi assumptionis beate
Marie virginis. Aug.ie.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim crastino Bartholomei apostoli. Aug. m.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim vigilia nativitatis beate Marie virginis. Sept. i.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria quarta post festum Michehelis. o&r. *•
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria secunda ante Galli confessoris. oabr. u.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria secunda ante Symonis et Jude, octbr.tt.
Item 12 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim zu zweien molen.
Sub anno ... 88.
io Item 5 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim.
Item 2 sol. gen Ehenheim.
Item 7 1li sol gen Sletzstat und gen Ehenheim zu zweien molen.
Item der gemeine bunt sol unser stette 272 guldin, die her Johans von
Kagenccke und Johans Lumbart verzertent, do sü gen Ulme und gen Swoben
i5 worent geritten mit den andern botten vom Rine zu tedinge zwüschent den herren
von Peigern und den swebischen stetten.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria secunda post festum pasce. M'3r8zs30.
Item 5 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sexta post corporis Christi, im t».
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria quinta post octavam festi J**t io-
20 corporis Christi.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sabbati ante Johannis •/«>»' *».
baptiste.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria quarta post Udalrici episcopi. Juli *.
Item 18 sol. zu vier molen gen Sletzstat und gen Ehenheim.
«5 Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria quinta post Adelphi. sePi. 3.
Item 17 sol. gen Wurmsze und 17 sol. gen Basel in die exaltationis sancte Sept. u.
crucis.
Item 1 guldin dem schriber von Spire die reise, do nidenan waz.
Item 5 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sabbati post Michahelis. ocibr. j,
30 Item 2'/> üb. 10 knechten, die do branten, do men den hertzogen von Peygern
brante.
Item feria sexta post Remigii 12 sol. gen Spire und 5 sol. gen Sletzstat und gen oabr. t.
Ehenheim.
Item 16 sol. gen Spire und 3 sol. gen Hagenowe, 4 sol. gen Sletzstat feria
35 quarta ante Thome apostoli. Dtcbr. «.
Item 4 guldin Iloppekin dem bogener von vier gefangen wegen.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim in die Stephani. o«*r. tt.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sexta post festum pasce. April 3.
Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim post Philippi et Jacobi. ua> /.
*o Item sub anno . . . 85 do schihte ich dem gemeinen bunde 100 guldin und 80
guldin mit horrn Götze von Grostein und hern Cüntz von Geistboltzheim ; daz ge-
schach under herrn Claus Meyger.
260 1388
Sub anno ... 86.
Do schihte ich dem gemeinen bunde gen Mentze 5(00) güldin mit herrn Johans von
Stille und hern Cüntz Müller; daz beschach under hern Heinrich Lymer.
Sub anno ... 87.
Do schihte ich dem gemeinen bunde gen Mentze 8(00) güldin mit Hellefeger dein •
schifeknehte ; daz beschach under hern Wilhelm Metziger.
Sub anno ... 88.
Do schihte ich dem gemeinen bunde gen Mentze 300 und 76 güldin mit hern
Götz von Grostein, hern Ortelin Manszen und hern Wilhelm Metziger; daz beschach
under hern Andres Heilman. iu
Item so hab ich ouch uszgeben von des gemeinen bundes wegen wol uff 200
lib. und 38 lib.
{Folgen 14 leere Seiten.]
Item unser eytgenoszen die von Wiszenburg und von Hagenowe und von Strasz-
burg und von Ehenheim und von Sletzstat, die sint der stat von Straszburg schuldig u
22 V« bb. von unsers höbetmans wegen, den wir hettent vür Entzeberg.
Item der gemeine bunt sol mir Kunze Rebestog 6 güldin ; gab ich Werlin Sturm
an sant ... tag in dem 84 jare, do er und der von Grostein von dem künge koment
umb den einung brief.
Str. St. A. lad. 48/49 B. fasc. XI. langes, schmales Heft in Pergamentdeckel mit der gleich- H
zeitigen Aufschrift: Der gemeine bunt, und weiter unten Lantfrideu.
503. Aufzählung der Geldsendungen Straßburgs an die Bundeskasse zu Mainz.
1385 die Summe von 180 Gülden durch Götze von Grostein und Cüntze Geist-
poltzheim.
500 Gulden durch Johans von Stille und Cüntze Müller. <•
800 Gulden mit Hollefeger dem schifknechte.
376 Gulden durch Götze von Grostein, Ortelin Manszen und Wilhelm
1386
1387
1388
Metziger.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. cup. eh. conc. auf einer Papierrolle mit Bundesrechnungen
u. dergleichen. 3u
504. Allerlei Ausgaben, Aufzeichnungen und Bemerkungen über die Bundes-
rechnungen 1388/89. 1388IS!>.
Item der gemeine bunt sol unsere stette 272 gülden, die her Johans von
Kagenecke und Johans Lumbart verzertent, do si gen Ulme und gen Swaben
warent geritten mit den andern boten vom Rine zu tedingen zwüschent den herren 35
von Peyern und den swebiseben stetten.
Item 8 lib. minrer 18 den. sint gegeben botten, die do briete von des ge-
meinen bundes wegen getragen hant.
Item 1 güldin dem schriber von Spire, do die reise do nidenan waz.
Item 24 güldin von gefangener wegen, die gefangen sint worden von des *)
gemeinen krieges wegen.
1 388 261
Urin 2'/2 lü>. 10 knechten, die do äff den hertzogen brantent, do gemeiner
stelle glefen bienander worent.
Summa der von Strazburg uzgeben uff sant Peters und sant Paulusdag 40 •'»<"' «.
guldin anno domini 1389. und sol irme schriber werden 16 guldin, die den von
s Spir gebi'irl zu Kelten.
Gedenckent an der von Straszburg schribere, daz den ouch gelonet werde ire
arbeil also andern scliribern, wände sü von des gemeinen bundes wegen und daz
den gemeinen bunt ane got me geschriben hant denne in keiner stat ufT dem
Ryne geschriben ist uszgenommen der Bchriber zu Spire.
io Summa daa der gemeine bunt nzgeben hat 1830 '/» guldin, do geburt ieder
gleen 4 guldin.
Item die von Strazburg sollent den von Mentze 50 guldin von alten rechenungen.
Den von Strazburg geburt von disen rechenungen wegen noch zu geben 342
gülden 4 grossen, über das sie uzgeben hant.
U Str. St. A. G. D. P. lad. 48|49 B. cop. v. conc. Papierrolle.
505. Aufzeichnung von Städtebnndsbeschlüssen betreffend: Ansetzung eines Tages,
Mahnungsverfahren, Abstimmung und Verteilung der Stimmen, Verhalten während
eines Krieges, Verhandlungen mit den schweizer Waldställen. [1385—1388?]
Do der stetde frunde und botten sint ubereinkomen, als die botten, die sie
2o zu unsermo herren dem kunig geschicket hant von derselben botschafTt wegen
den stetden ein tag bescheident, daz dartzü die stetde ire frunde vorderlich sollint
schicken.
Auch ist ire meynunge, wan ein stad die andern gemant hat, wurde dan die
manunge widerboten, so sol die manunge zu der ziit abesin.
25 Auch sollint die botten an ire rete briingen umbe alle stucke, die sie an-
langende werdent, daz do die miinresten stymmen den meisten volgen und daz
die von Meintze und von Straszburg dry stymmen habent, die von Wormsz,
Spire und Franckenfurt ouch dry stymmen, die von Hagenowe und Wiszenburg
eine stymme, die von Slitzstad und Ehenheim ein stumme, die von Friideberg,
so Wetslar und Geiilnhusen ouch eine stymme.
Auch ist der botten meynunge, werez, daz die von Straszburg oder dez
richs stett umbe sie in der gegen nüt iieman iht zu schickende gewunnen in der
ail, daz dan die nüt eine sieh darumbe arbeyten, daz die sach zu tagen queme
und fruntlieh oder rehtlich hingeleit wurde, obe man möge, e dan dehein der-
35 selben stetde sich erkente und manunge tede. moht ez aber also nit hingeleit
werden, daz dan igliche stad ir erkentnisse und manunge dun möge nach uz-
wissunge dez bondez und daz die von Meintz, Wormsz Spire und Phederszheim
dezselben glichen, obe ez darzü queme, ouch dun und die von Franekenfurd,
Friideberg, Wetslar und Geylnhusen dem, als vor erludet ist, ouch nachgeen sol-
40 lent, obe ez darzu queme.
262 1388
Auch sint die stetde zu rade worden, daz man in iieder stat fursehen und
besorgen solle, daz zu stunt bestalt werde, ob der criege uffgienge, wez man in
den stetden bedorffe, welcherley daz sii, daz man daz da ynne behalte und key-
nerley harnasch noch andern gezug daruz geen lasze.
Ouch sint die stetde beyder bonde uberkomen werez sache, daz der kriege s
uffgienge, daz dan kein bond den andern mane noch uzwisunge dez bondez den
krieg uz. doch daz der bond zwuschen iin in crafft blibe. wer ez aber, daz deheine
partie, ez were der bond an dem Ryne oder zu Swaben oder dehein stad under
iin, genodiget wurdent mit uberziihen oder mit beleger und daz die genodigete
partiie daz die ander liesze wissin, dartzu solte man dun nach dem, als wir w
von beiidensiiten billichen ein göt getruwen zusamen haben sollent und unsern
eren wol ansteet. und dezselben glichen hant die botten an dem Ryne sieh under
ein vereiiniget in irme bonde obe deheine stad in dem criige belegen und beno-
tiget würde.
Auch umbe den tag, als uff hüte den donrestag zwuschen den Waltstetden 15
und beyden bonden darumb sollint uns die Swaben lassin wissin, wie man von
demselben tag gescheiden wirt.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48149 B. fasc. XI. conc. eh.
506. Ordnung über Besetzung der Stadtmauer, Tliore und Mauertürme zu
Kriegszeiten. 1388 u. 1389. 20
Wie die porten, die turne und die letzen bestalt und versorget sint anno etc.
88 et 89.1
[1] Die cunstofeler in Kalbezgasze und die schiflüte süllen behüten den güldin turn,
[daruf 1 cunstofeler und 2 antwerker]» Nellesheims erker und süllent uff derselben
muren hüten bitz gegen sant Ketterinen turn, und süllent darzu behüten sante Ket- 25
terinen turn und die mure von demselben turne bitze an Utengasser steck.
[2] Die cunstofler sant Niclause und die metziger süllent hüten die mure ussewendig
von Utengasser steck bitz an Heinrich Wahsichers duphüselin. und süllent behüten b
die inre mure von der metziger turn bitz an den wüsten turn, so süllent die küffer
von dem wüsten turne hüten uff der inren mure bitz an spittoltor. und sollent 80
dieselbe cunstofel sant Niclause und die beden antwereke metziger und küffer die
beden metzigertürne den üssern und den inren behüten.
[3] Die cunstofeler sant Niclause und die würte sollent behüten c die mure bitz
an Münchelins garte, so sollent die smide und dieselbe cunstofel von Münchelins
turn uff der mure hüten bitz an sant Eylsebeth turn, und sollent ouch die selbe 35
cunstofel und die würte und die smide den turn an spitteltor behüten.
a) Ist an dieser Stelle übergeschrieben. b) hier gestrichen: /.wene tnme indewendig. c) ge-
strichen : den turn an spittol tor.
1 Steht als Aufschrift auf der Außenseite der langen Papierrolle. — Vgl. die Baubeschlüsse nr. 415.
1388—1389 263
[4] Die cunstofeler in Spettergasze and die saltzmütter sollent uff der mure hüten
bitz an des Twingers tum. so sollent die selben cunstofeler und die winmesser und
winrüffer uf der mure hüten von des Twingers turn bitz an Vinckewilre törlin. und
sollent die selben cunstofeler und die zwey antwerk die zwene turne sant Eilsebeth
» den inren und den üssern behüten.
[5] Die cunstofeler sant Thoman und die vischer sollent Vinckewilre den turn
behüten und die mure und die bedeckete brücken und die andern turne zwüschent
dem knöpfeheten (?) turne und dem knopfehten turn.
[(>] Die cunstofeler in Spettergasze und die gerwere sollent behüten Grünecke den
io Bpitz. und sollent behüten den groszen nuwen turn den Grü[nen]werden und die mure
herabe an die trencke gegen Grünecke, so sollent dieselben cunstofeler und die kür-
senere die mure behüten von dem groszen turne bitz an den turn gegen sante
Margreden, und sollent die selben cunstofeler und die zwey antwerck den groszen
turn und den turn sante Margreden behüten.
i6 [7] Die cunstofeler sant Thoman und die wagener sollent behüten die mure von
dem turne gegen sante Margreden bitz an den turn Wartecke gegen den dütschen
herren und sollent öch der dütschen herren dum, der do zwüschent stat, behüten.
[8] Die cunstofeler an der Oberstrasze und die grempper sollent behüten den
turn Wartecke und die mure von dem turne bitz an den wiszen turn under Wagener.
*o [9] Die cunstofeler an der Oberstrasze und die schüchsüter sollent behüten den
wiszen turn under Wagener und die mure von dem selben turne bitz an den turn
gegen der von sant Marx hofe über.
[10] Die cunstofeler am Holwige und die gartenere sollent behüten den turn ge-
gen der von sante Marx hoff über und die mure von demselben turne bitz an Kronen-
85 bürg und den turn gegen Jacobes garte von Diemeringen.
[11] Die cunstofeler sant Peter und die tücher sollent behüten Kronenburg den
turn und die mure von demselben turne bitz an dem nehesten turne darnoch, der
bedecket stot.
[\2] Die cunstofeler sant Peter und die snider a sollent von den selben bedecketen
so tum behüten und von dem selben turne bitz an den gemolten turn an Steinstrasze.
so sol die selbe cunstofel sant Peter und die brotbeckerb von dem gemolten turne
an Steinstrasze die mure bitz an daz türnelin Rosenecke behüten, und sol denne ouch
dieselbe cunstofel und die zwey antwerck den gemolten turn an Steinstrosze behüten.
t[13] Die cunstofeler sant Peter und goltsmide und schilter sollent behüten daz
türnelin Rosenecke und die mure von dem selben türnelin bitz an den bedecketen
turn, do lonherren Cüntzel uff sitzet.
[14] Die cunstofeler vor dem Münster und dar zu die weber und die waszzieher
sollent behüten den turn, do lonherren Cüntzel uf sitzet, und die mure untz an daz
türnelin, daz her Heintze von Mülnheim inne het.
[15] Die cunstofeler am Holwige und die kornlüte sollent behüten das türnelin,
daz her Heintz von Mülnheim inne het, und die mure von dem selben türnelin bitz
an des Wageners steck.
a) übergeschrieben für das gestrichene brotbecker. b) übergeschr. für das gestrichene snider.
VI. 84
264 1388—1389
[16] Die cunstofeler vor dem Münster und die bader und scherer sollent ufT der
mure hüten von des Wageners stecke bitz an die prifeyge by der Judenkirchhof.
[17] Die cunstofeler vor dem Münster und die murer sollent die mure von der
prifeye behüten bitz an die brücke an Juden turn und die zimberlüte sollent hüten
von der brücken bitz an hern Hetzel Marxes törlin. und sollent ouch die cunstofel «
und die beden antwerck der Juden turn und den erker by hern Hetzel Marx garte
behüten.
[18] Die cunstofeler vor dem Münster a und die winsticherb sollent die mure
behüten von des Marxes törlin bitz an sant Andres steck.
[19] Die cunstofeler zu Münster0 und die schifzimberlüted und die müller, oley- '»
lüte und düchscherer sollent uff der mure hüten von sant Andres steck bitz an
Saltzenecke.
[20] Uff güldine turn sollent einre von der cunstofeler sin und zwene von dem
antwercken der schiflüte und drunder also vil. so sollent von dem güldin turne uff
der mure die schiflüte haben 8 man bitz an Nellesheims ercker und einen von der «
cunstofeler. so sol uff Nellesheims ercker die schiflüte zwene man haben und einen
von den cunstofeln. so sol von dem ercker uff der mure untz gegen sant Kette-
rinenturn die schiflüte haben 6 man.
[21] Darnach uff sant Ketterinen dum so sollent die cunstofeler zu Mülstein
einen man uff dem turn haben, so sollent die schiflüte 3 man ufe dem selben durne «o
haben, so sollent von dem selben turne haben untz an Utengasser steck die
schiflüte 9 man und einen von der cunstofel.
[22] Darnach so sollent die cunstofeler sant Niclause und die metziger von Uten-
gasser steck geben untz an Heinrich Wahsichers dubhus uff der muren zwelfe von
den metzigern und einen von der cunstofel. so sollent die cunstofeler sant Niclause «s
einen man geben uff den üssern turn, so süllent die metziger zwene man und die
küffer zwene man uff den selben turn geben, zu glicher wise so sollent die cun-
stofeler und die beden antwercke 5 man geben uff den inren turn, zu glicher wise
so sollent die cunstofeler und bede antwerck under ie die porte 5 man geben, alz
Vorbescheiden ist. so sollent die metziger uff die inre mure bitz an den wüsten turn so
geben 16 man und einen von der egenanten constofel. so süllent die küffer von dem
wüsten turne bitz an Spitteltor uff die mure geben 20 man und einen von der ege-
nanten cunstofel [geben] und 3 man uff Peter Bersters turn.
[23] Uff Spitteltor sollent die cunstofeler sant Niclause geben uff den turn einen
man und under den turn einen, so süllent die würte und die smide ie daz antwerck 35
zwene man uff den turn geben und ie daz antwerck 3 man dar under. so sollent
die würte alleine uff die mure bitz an Münchelins turn geben 20 man und zwen von
der cunstofel. und uff die zwene turne, die do zwüschent stont, sollent die würte uff
ie den turn geben 3 man. so sollent die smide uff Münchelins turn und uff der Bar-
pfennigen turn uff ie den turn 3 man und uf ie den turn von der cunstofel sant 40
a) für das gestrichene : z& Mülstein. b) gestrichen : müller d&chscherer und oleilüte. c) ge-
strichen: Mülstein. d) gestrichen: vaszieher. e) gestrichen: sant Ketterin.
1388—1389 265
ficlause einen man. und sollent die smide ufT die mure von Münehelins turn bitz an
saut Eilsebeth turn 24 man geben und einen man von der cunstofel sant Niclause.
[24] Die cunstofeler in Spettergasze süllent einen man geben ufT den üssern turn
sant Eilsebeth. so süllent die saltzmütter und die winruffer und winmesser ie daz
5 antwerck under den beden antwercken zwene man daruff geben, zu glicher wise so
sollent die cunstofeler einen man und die beden antwercke ie daz antwerck zwene
man uff den inren turn geben, und sollent die cunstofeler einen man under den turn
geben, so süllent die beden antwercke ie daz antwercke zwen man under den turn
geben, so süllent die saltzmütter 8 man und 2 man von der cunstofel geben uff die
io mure bitz an des Twingers turn, und uff des Twingers turn so sollent die cunstofeler
in Spetlergasze einen man und die winruffer und winmesser 2a man geben uff den
selben turn, also so sollent sü ouch geben uff des von Kagenecke turn, und uff die
innre do zwüschent bitz an Vinckewilre dörlin sollent die winmesser und winruffer
20 man geben und einen von der cunstofel.
15 [26] Die cunstofeler sant Thoman sollent geben uff den turn zu Vinckewilre
einen man und die vischer 4 man und zwene man under den turn und einen von
der cunstofel. und von dem turne uff die mure bitze an Diemerlins dum sollent die
vischer 8 man geben, und die cunstofeler einen man uff Diemerlins turn sollent
geben, und die vischer 2 man geben und von dem turne uff die erste bedeckete
20 brücke untz an Rülmans turn sollent die vischer geben 8 man und die cunstofeler
einen, und uf Rülmans dum sollent die cunstofeler einen man geben und die vischer
2 man. und sollent denne von demselben turne uff die ander bedeckete brücke bitz
an Heintze Wahsichers turn die vischer 8 man geben und die cunstofeler einen, und
uff Heintz Wahsichers turn sollent aber die cunstofeler einen man geben und die
25 vischer zwene man. darnoch von Heintz Wahsichers turn bitz uff die dirte bedeckete
brocke bitz an den knöphehten dum sollent die vischer 8 man geben [gestrichen:
(und die cunstofeler einen und uff den knophchten turn sollent die cunstofeler einen
man geben und die vischer 2 man], so sollent die kornlüte G man geben uff hern
Cüntz Müllers ercker und 2 man uff den knöpfeheten turn und einen von der cun-
stofel an der Oberstrasze.
[26] Uff Grünecke den spitz sollent die cunstofeler in Spettergasze geben einen
man und 6 man von den gerwern. so sollent die cunstofeler an der Oberstrasze
einen man geben uff den groszen nuwen turn hinder den GrQnenwerden und die
gerwere 8 man, und sollent ouch die mure herabe behüten bitz an die trencke by
h den Grünenwerden. dieselben cunstofeler sollent ouch einen man geben uff den
turn gegen sante Margreden und dar uff sollent die kürsener 3 man geben, darzö
sollent die selben cunstofeler und die kürsenere die mure behüten von dem turne
gegen sante Margreden herwider bitz an den groszen nuwen turn, darzu sollent
geben die cunstofeler einen man und die kürsenere 16 man.
[27] Die cunstofeler sant Thoman und die wagener wellent die mure behüten
von dem turne gegen sante Margreden über bitz an Wartecke den turn, und sollent
a) gestrichen; 3 man.
266 1388—1389
dar zu die cunstofeler einen man geben und die wagener 16 man. dar zu sollent
sü behüten den turn, der do zwüschen stot. dor zu gent die cunstofeler einen man
und die wagener 2 man.
[28] Die cunstofeler an der Oberstrasze sollent einen man geben uff den turn
Wartecke und 3 von den gremppern. und süllent uff die mure bitz an den wiszen 5
turn die cunstofeler 2 man geben und die grempper 28 man.
[29] Die cunstofeler an der Oberstrasze sollent einen man geben uff den wiszen
turn, darzü sollent die schüchsuter 4 man geben, so sollent die cunstofeler einen
man under den turn geben und die schüchsuter 5 man. und süllent die cunstofeler
2 man geben uff die mure von dem wiszen turne bitz an den turn gegen der von io
sant Marx hof über, darzü sollent die schüchsuter 28 man geben.
[30] Die cunstofeler am Holwige sollent geben [gestrichen: einen man uff den
turn gegen der von sant Marx hof uf den turn, gegen der von sant Marx hof über
in dem brüche], die do hüten sollent von dem turn gegen der von sant Marx hof
über und die mure die snecken und den andern turn herabe bitz gen Kronenburg i5
3 man. darzü gent die gartener 40 man.
[31] Uf Kronenburg sollent geben die cunstofeler sant Peter einen man und
zwen darunder. darzü sollent die tücher geben 4 man uff den turn und 6 man drunder,
und sollent darzü die cunstofeler einen man uff die mure geben und die tücher 20
man. und got die hüte bitz an den nehesten bedecketen turn. 20
[32] Uff den bedecketen turn darnoch sollent [übergeschrieben: und uff die mure
bitz an den gemolten turn] die cunstofeler sant Peter einen man geben und die
snider 20 man. und uff den gemolten turn an Steinstrasze sollent dieselben cunstofeler
einen man geben, die snider 2 man und die brotbecker 2 man, so sollent aber die-
selben cunstofeler 2 man geben under den turn, die snider 3 man und die brotbecker 25
3 man. und von dem turne uff die mure bitz an Rosenecke sollent die brotbecker
geben 15 man und einen von der cunstofel uff die mure.
[33] Die cunstofeler sant Peter sollent geben einen man uff daz turnelin Rosen-
ecke, darzü sollent geben goltsmide und schilter 2 man. so sollent die cunstofeler
einen man geben uff die mure von dem turnelin bitz an den turn, do lonherren so
Güntzel uff sitzet, darzü gent die goldsmide und schilter 19 man.
[34] Die cunstofeler vor dem Münster sollent einen man geben uff die mure von
dem turne, do lonherren Cüntzelin uff sitzet, untz uff den nehesten snecken. darzü
sollent die weber 10 man geben, so sollent aber die selben cuntofeler einen man
geben uff die mure von dem snecken bitz an daz turnelin, das her Heintze von Müln- 35
heim inne het. darzü sollent die vaszieher 6 man geben.
[35] Die cunstofeler am Holwige sollent geben einen man uff die mure von dem
turnelin, daz her Heintze von Mülnheim inne het, bitz an des Waldeners steck, dar-
zü sollent öch die kornlüte 12 man geben, und sollent daz selbe turnelin öch behüten.
[36] Die cunstofeler vor dem Münster und bader und scherer sollent uff der «0
mure hüten von des Waldeners steck bitz an die prifeyge by der Juden kirchhof und
dieselben prifeyge. dar zu sollent geben die cunstofeler 1 man und die bader
und scherer 10 man.
1389 267
[37] Die cunstofeler vor dem Münster sollent die mure behüten von der prifeyge
bitz an Juden turn, dar zu sollent dieselben ;[cunstofeler einen man geben und die
murer 10 man. so sollent dieselben^cunstofeler und die zimberlüte die mure behüten
von der brücken bitz an hern Hetzel Marckes dörlin. do zu sollent die cunstofeler 1
5 man geben und die zimberlüte 10 man.^so sollent uff der Juden turn die cunstofeler
vor dem Münster einen man geben und einen under den turn, dar zu sollent die
zimberlüte einen undjiie murer einen uff den turn geben und die zwey antwerck ie
daz antwerck 2 man under den turn, so sol die selbe . . .
So sollent dieselben constofeler einen man geben uff hern Hetzel Marckes ercker
1« und die zwey antwerck ie daz antwerck einen man dar uff . . .
[38] Die cunstofeler vor dem Münster und die winsticher sollent die mure be-
hüten von des Marxes törlin bitz an sant Andres steck, do zu sollent die cunstofeler
einen man geben und die winsticher 12 man.
[39] Die cunstofeler vor dem Münster und müller süllent hüten uff der mure bitz
15 gegen sant Ciaren über, do der schilt stot, do zu sollent die cunstofeler einen man
geben und müller, oleylüte und düchscherer 10 man.
[40] Die cunstofeler vor dem Münster und die schifzimberlüte sollent von der
letze hüten bitz an Stoltzenecke. do süllent die cunstofeler einen man geben und die
schifzimberlüte 6 man.
2„ [41] Die cunstofeler zu Mülstein und die kremere süllent behüten Stoltzenecke.
do zu süllent geben die cunstofeler einen und die kremere 6 man.
Str. St. A. G. U. P. lad. 20 fasc. 6. lange zusammengelieftete (jetzt zerlegte) Papierrolle,
auf deren Rückseite nur die obige Ueberschrift und die Art. 37—40 stehen.
507. Strassburger Boten an ihre Stadt: berichten von Speier aus, dass die
25 Städte des rheinischen Bundes einen «ufslag der manunge wegen» suchen und mit
Kurf. Buprechts Botschaft helfen wollen, dass die Sachen in Gütlichkeit beigelegt
werden. datum feria 5 post Epiphanie. [1389 Janttar 7.]
Nach einer i. d. D. B. A. II S. 101 gedruckten Notiz Wenckers.
50!!. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt
so Heinrich von Fleckenstein herren zu Dagstül etwaz von unsern wegen mit üch
zu reden. datum Mülnberg dominica post Epiphanie domini anno 1389.
Mülenburg 1389 Januar 10.
Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1467.
35 509. Verzeichnis der Bürger, welche auf den Ruf der Feuerglocke die 7 Stadt-
thore zu besetzen haben. 1389 Januar 26.
[1] Diso hie nochgeschriben personen sollent an die porte an Steinstrosze
gon, wenne man die fürglocke lütet. und sollent mit namen dar an höbtlüte sin : her
268 1389
Burekart von Mülnheim, Hans Berlin und Werlin Schöpfelin. dar zu sollent die eun-
stofeler sant Peter an die selbe porte schicken : hern Burckartz sun von Mülnheim
den jungeste, Schmasman Maler und Peter von Dürningen. so sollent die selben
cunstofeler sant Peter uff denselben turn geben : Beinbolt Swarber und Blümenöwe.
do zu an die selbe porte sollent die brotbecker, die snider und goltsmide und schil- &
tere ie daz antwerck 10 wol gewaffente man geben und von den drin antwereken
sol ie daz antwerck von sinen 10 man einen uff den turn geben und sollent von
den antwereken daz dirteteil schützen sin.
[2] Dise hie noch geschriben personen sollent an die porte zu Kronenburg gon
wenne man die fürglocke lütet und sollent mit namen dar an höbtlüte sin : her Jo- i0
hans von Bülach, her Hug Dütseheman und Bülman Voltze. dar zu sollent die cun-
stofeler sant Peter an die selbe porte schicken : hern Bülman Swarber, Peter Swarber
den langen und Beinbolt Suszen. und sollent die selben cunstofeler uff den turn
schicken : Hügelin von Künheim und Peter Böllelin. do zä an die selbe porte sollent
schicken die tücher 15 man, die winrüffer und winmesser 10 man und die vaszzieher '&
5 man alle wol erzüget und bereit, do sollent die selben drü antwerck von den ege-
nanten iren mannen iegeliches einen man uff den turn Kronenburg schicken und
sollent von den antwereken daz dirteteil schützen sin.
[3] Dise hie nochgeschriben personen sollent an die porte an den Wiszenturn
under Wagener gen, wenne man die fürglocke lütet und süllent mit namen daran 20
höbtlüte sin : her Heitze Otte Friderich, Berchtolt von Boszheim und Ulrich Gosze.
die cunstofeler an der Oberstrosze a schicken hern Johans von Kagenecke und Bein-
bolt Völtsche und uff den turn Claus Gnipping die cunstofeler sant Thoman:
Pauwelin Mosung und Walther von Mülnheim des burggrafen sun und uff den turn
Hügelin Bippelin. ... die drü antwerck : kürsenere, gerwere und kistenere ie daz «
antwerck 10 man wol gewaffente [welter wie oben.]
L4] An Spittoltor: höbtlüte: Wetzel Beinholt Spender,1» her Claus
von Heilgenstein und Lienhart Smit der saltzmitter. ... die cunstofeler sant Niclause
Hesse Pfaffenlap, Claus sun zur Megede, Klobelöchelin und Götze von Heilgenstein
und uff den turn Wolkesheim und Hügelin von Heilgenstein. . . . die zwey antwerck: »«
würte und smide ie daz antwerck 15 man [weiter wie oben].
[5]AnMetzigertor: ... höbtlüte: her Beinbolt Hüffelin der eilter, Cüntze
Lentzelin und Wilhelm Botschilt. ... die cunstofeler in Spettergasze : Zörnelin von
Bülach, Berwig Botenburg, Henselin Bertschin und Thoman zur Megede die
cunstofeler am Holwige : Bülin Lentzelin den eiltern und Werlin Leiterberg. ... die ss
zwey antwerck : die metziger und die küffer ie daz antwerck 15 man etc.
[6] An sant Ste ff ans tor: ... höbtlüte: her Johans von Kagenecke am
Holwige; her Johans Ulrich, Peter Bock und Hans Lumbart die cunstofeler
zu Mülstein : Gosz Sturm von Bütenheim, Swenninger den eiltern Wolfhelm Bock
und Bosenberg von Mülnheim und uff den turn Claus Bühsener, Heitzeman Vegers- *o
heim und Erwin (?) .... die kremere 10 man und die schüchsütere 20 man etc.
a) heutige Langstraße. b) übergeschrieben über den ausgestrichenen Namen : her Thoman vou
Endingen.
1389 269
7] An Ruwerinporte: . . . . höbtlute : her Hansen Götze von Grostein,
Claus Mansze und Hanseman Peyer die cunstofeler vor dem Munster : Rein-
bolt Scliiltikeim", Symunt Wetzel, Hans von Mülnheim von Ramstein, Eberlin Cristion,
Werlin Störckelin, Obrecht Howenstein und Hans Heinrich von Girbaden .... die
i drü antwerck : winsticher, murer und zimberlüte ie daz antwerck 10 man wol erzügeter
und bereiteter lüte. so sollent bader und scherer daz antwerck und die weber die
zwei antwerck ie daz antwerck 5 man schicken an die porte an Judentum etc.
Actum feria tertia ante diem purificationis beate virginis Marie anno etc. 89 ipsa
die, do wart Brümot die stat von grofe Emiche von Liningen irme herren verreten- J«n u.
10 lieh verroten und hin geben. l
[Auf dem Rande] man sol Spittoltor vermuren und Spittolbrucke abe werfen, die
brücke an den Hunden sol man ab werffen. den steck zu Vinckewilre sol man ab
werffen.
[In verso] Wer an die porten sol gen in der herren kriege anno 1389.
1!l Str. St. A. G. ü. P. lad. 55/56 n. 3. eonc. eh. (lange zusammengenähte Papierrolle.)
510. Johans der wisze Zorn der Meister und Rat von Strassburg an die rhei-
nischen Bundesstädte: Mainz, Worms, Speier, Frankfurt u. s. w. teilen mit, daz
Emich grafe zu Leyningen und die sinen Johans Bocke und Peter Museler unsern
burgern ire bürg und vesten, die sie in der stat zu Brumat* ligende hettent und
ao ouch ire teile , die sie hettent an der stat zu Brümat angewunnen .... und die
iren gefangen hant . . und das alles obwohl er früher persönlich sowohl zu Strassburg,
wie auf dem Städtetage zu Speier versichert habe, dass er nie etwas gegen die
Bundesstädte unternehmen und sich in dem Kriege zwischen Herren und Städten
neutral halten wolle. Desshalb mahnen sie jetzt alle Städte zu Widersage und Angriff
*» auf Emicho von Leiningen. datum feria quarta post diem sete Agnete virginis
anno 1389. 1339 Januar 27.
Frankfurt. Stadt A. Copialb. VII». nr. 392. cop. coaev.
511. Beschicerde Johans ton Lichtenberg gegen die Stadt Straßburg. fj389],
Dis ist die vorderunge, die ich Johans von Lichtenberg an die stat von Strosz-
80 bürg habe.
Zum ersten, das sü mir min lüte abe empfohent und hant empfangen zu burgern
dise mit namen: Diether und Smicker von Nuwewilre, Hans Gerhart von Ingewilr,
Cftnczen den vogt von Rufaeh, Ychenheim, Fritsche, Köshirner den schultheiss von
Nuwilre und sine kint und vil andere, so sint doch dise vorgeschriben über 60,000 güldin
35 richc gewesen ane andere.
a) Sbergeschr. für den ausgtslr. Claus Lappe.
1 Vgl. nr. 510 den Brief Straßburgs an die rhein. Städte.
4 Vgl. Hegel, Königsh. II 847. — Janssen, B.-K. I, 3.
270 1 389
Item so vorder ich den schaden, der mir in dem kriege geschehen ist zwuschent
herren und stetten, das sü geschaffet hant, das es mir geschehen ist über das sü
mir versprochen hant, das es mit sin solte mit rehten fürworten, das schat mir
minen mannen dienern und lüten über 40,000 güldin.
Item so hant sü mir Brümat bürg und stat minen teil gebrochen, das schat mir 5
10,000 güldin und me.
Item so sint sü mir schuldig 500 güldin und 117 pfunt pfennige.
Item so hant sie mir einen gefangen genummen Heinrich Kammerer, zu dem
ich reht hette, der gab in 700 güldin. und müste ich 50 güldin zu atze bezalen, den
sine knehte verzertent. und wart mir nützit von dem gefangen. io
Item so müste ich dem von Fleckenstein keren 120 iL und schatte mir me
denne 40 it. dar zu über das, das ich es ime nüt schuldig was zu kerende mit
keime rehten.
Item so müste ich vür Klein Hug von Brümot geben 252 güldin, des ich mit
dem rehten nützit schuldig was. und wart darumbe geschetzet, das ich es müste is
geben, das ouch küntlich ist für denselben Klein Hug.
Item so ist man mir in der stat schuldig 200 marg silbers, des ich gute briefe
habe, die sie mir ouch nit wellent loszen werden.
Item so het min herre von Stroszburg vür mich gebotten, das sü mir min schulde
gebent, die man mir in der stat schuldig ist, so wolte ich in alle ire schulde, die 20
ich in die stat schuldig bin bezalen und alle verkofte gesatten gülten. do wolte ich
sie bewiset han, das min herre und sin rot gesehen hettent, das sü alle jore ire
gülten genummen hettent uff dem mime, des sint sü mir uszgangen und hant mich
darüber angriffen und mich geschediget vaste und lüte, die [ich] under mir sitzende
habe in minen gerihten, die anderre herren sint, die hant sie dün sweren usser mir 25
zu ziehende oder aber sü wellent in nemen, das sü hant und mine lüte, die in ander
herren gerihte sitzent, die hant sie anegriffen vür anderre herren, do sü sitzent und
wellent in nützit wider geben und bütent und verköffent das und hant mich ge-
trenget und trengent mich von minen gerihten, rehten und lüten wider die fryheit
und reht, die ich von keysern und kunigen habe in manigerleye weg, des ich wandel M
beger, obe es mir geschehen mag. [1389.] 1
Str. St. A. AA. 112. cop. eh. coaev.
512. Straßburg an die rheinischen Bundesstaate : berichtet ausführlich über die
Entstehung der Feindschaft mit Emicho von Leiningen.* 1389 Februar 5.
Johans der wisze Zorn, der meister und der rat von Strazburg embieten etc. etc. 35
zu den ziten, als der krieg zu leste zwischent fursten, herren und steten
wider angefangen waz, kam der edel juncher Emich grafe zu Lyningen gein Spire
1 Dies Stück ist hier im Anschluß an den Brumater Vorfall eingereiht, obwohl wahrscheinlich dem
Ausgang des Jahres 1389 oder Anfang 90 angehörend.
« Vgl. Hegel, Königsh. II, 847. . «o
1389 27-1
zu gemeiner stette unsers bundes an dem Rine erbern botten, die ouch allesament
zügegin warent, und sprach, er wolte sie nute schadigen dis kriegis und bat gemeiner
stette botten und die unsern, daz sie sin, siner dorffer und siner lute, die er mit
dem hertzoge gemeine hette, schonen wollent, wenne er darumbe grosz gut übersehe,
5 daz yme von den herren würde, obe er ir helffer werden wolte. darumbe wart yme
geantwortet, alse daz dieselben erbern botten wol wiszent. darnach kam er zu uns
gen Strazburg im unsere heymeliche rete und rette die vorgenante rete zu uns
selber und bat uns glicherwise ouch also und sprach: «ich bin und wil sin uwer
guter nachgebüre, wände ir.yn vatter selgen allewegent mit den stetten gewesen ist»
10 der rede yme ouch eyn fruntliche antworte wart, daz in wol begnügete. darnach
reit er geyn Brümat und Kit do zu sinem essende ufT den heilegen wihenachtdag die Deebr. »«.
besten und erbersten edel und einteil unedel, der ein teil sine man und unsere stette
bürgere sint, uff sine festen Brümat und mit mannen, darzi'i Johans Bocke unsern
burger, der ouch einen teil hette an der andern festen, die zu Brümat ynne stünt,
'5 und an dem halben teile der stette zu Brümat und det es in wol mit siner koste,
und noch dem essende sprach er zu yn: «sehent, habent keine not, ich wil by uch
sicn, wenne es not düt, kummet ueh utzit an, so bewarent uch selber wol in diesem
slosse und flohest und kumment selber uff dise myne vesten und behütent uwer
selbig gut. doch zuge der hertzoge mit einem volke her, also balde ich daz befinde,
m so wil ich selber zu uch kommen mit 20 spieszen odir me und wil uch helffen dis
slosz behüten, daz ir keine not dürffenl haben».1 daruff da lehente er umbe Bocken,
Hans und Peter Museler unsere bürgere, der die ander vesten an der stat waz, und
der ouch die halbe stat waz, ein teil ire büssen abe irre vesten, uff daz sie yme
wol getruwetent, die sie ime ouch luhent. darnoch an dem andern tage da luden t
■ die erbern lute, die grofe Emich vor geladen hette, denselben grafe Emichen dagegen
wider uf ire dringstübe und as und trang er da bi in. und nach dem essende da
rette grafe Emich zi'i den erbein lüten dieselben wort, die er vormals uf syme huse
zu in gered hette, daz sie ime soltent wol getruwen und keinen zwifel daran haben,
er wolte lip und gut in laszen. uf daz reit er von den erbern lüten, die ime libes
80 und gutes wol getruwetent, und ist nü uf den nehsten dinstdag noch sand Paulus Jan.tt.
dage alse er bekert wart verretenliche und [mit] bösem uffsatze hindenan zu siner
vesten zu Brümat in geritten und brohte mitt yme wol uf 1000 glefen, die er durch
sin teil inlies, und het sinen teil der stette und der vorgenanten bürgere bürg und
ir teil der stette verretenliche ingenommen und die edel lute und erber lute, ein teil
" sinre manne, sine dienere und unsere bürgere und sine und unsere bürgere eigenlude
verretenliche verroten, sie gefangen, ir gut genommen und in ire wibe und kinde ge-
notzoget. und alse daz uf mitten dag geschach darnoch zu obende, alrerst da wider-
seit er und etliche die sinen uns mit iren briefen. und an dem andern tage darnach
da reit der harst bi unser stat uff eine mile weges odir etwaz noher und brantent
« da wol den halben teil an vier dorffern oder funITen, die also wol dem riche und
dem bistüme von Strazburg zügehorent alse uns1, da ritent der unsirn etzwie ma-
1 Dörfer des Kochersbergers tComitat» cf. Fritt, Territorium des Bistunis Straßburg S. 14 ff.
VI. 8ö
272 1389
niger ufle daz velt ane urlop der, die über den krieg gesetzet sint, und viengent der
vigende drie reiseger knehte und erstochent einen und noment in ire habe, und
koment ouch die vigende dar affter nit me dar, wände wir uns dagegen krefftekliclic
Febr. 1. stelletent. darnach uff unser frowen obent der lichtmes da verbrante die stat
Brümat, daz die, die dar inne warent, darvon mflstent entwichen, alse balde wir daz ■'
befundent, da santent wir die unsern dahin und datent die stat volles gerwe ver-
hornen, so hant wir darnach an dem dritten tage unsere dienere und darzü einen
groszen harst von zimberluten und mürern gein Brömat geschicket, die die muren
der vesten und der stette zu Brümat nider gefellet, zerslöffet und zerbrochen habent.
und darumb so manent wir uch mit diesem briefe, daz ir denselben grefe Emich alle 10
sine lute und die sinen vurderliche angriffent und schadegent, so ir beste mugent
und ouch do mit tönt, alse wir uch gemanet hant und alse daz uwer und unserre
verbuntnüsze wiset. und dez zu einem Urkunde, so ist unserre stette ingesigel zu
rucken uff diesen brieff getrucket. datum die beate virginis Agathe anno 1389.
Frankf. St. Ä. Copialb. VII a. fol. 119/20 nr. 393. 15
Gedr. Janssen, B.-K I, 30 nr. 76.
513. Straßburger Gesandteninstruction betreffend : Sperrung der
Wege von Dagsburg, die Gefangenen, Bündnis mit dem Erzbischof von Mainz,
Mahnung der Grafen von Nassau, Einfall im Albrechtsthal, die Juden, Verbren-
nung der Dagsbnrger Dörfer, Stauffenberg, Kloster Dorolzheim. [1389 MürzjApHl.] 20
Wir sollent mit Schönmanszen reden und ime befehlen, daz er sich anneme,
wie die wege, also man von Dagsburg ' vert, verfeilet werden mugent, und daz man
ein botten zu jungher Volmar von Geroltzecke sende, daz er ein diener her in sende,
der die kuntschaft aller bast weisz und ouch den Dütscheman besende und daz die
zu sammen sitzent und gedenckent, wie es geschehe. 25
Man sol den fünfzehen vürlegen von des von Bülach huses und der von Stouffen-
berg wegen, mag man vinden, daz den unsern, die do gefangen sint, ein zil werde
und daz wir den, die wir gefangen hant, ouch ein zil gebent, daz süllent wir uffnemen,
doch ein kurcz zil mag ouch den, die zu Brümat gefangen wurdent, ouch zil werden,
daz sol unser gut wille sin. und sol man ouch under unsern gefangen einem oder 30
zwenen zil geben, die daz werbent, doch sol uns der gefangen von Brümat sache
nit angon.
Item von des byschofes wegen von Mentze : ist es do, daz die stette unsere bunt-
genoszen die früntschaft mit dem byschofe von Mentze uff nement in der mosze,
alz uns unser erber botten die selbe sache geseit hant, so süllent wir es mit in uff-
nemen und es loszen dar gon, alz es darumbe geret ist. und süllent wir ouch danne
unser anzal darzu gen und tun, alz uns darumbe an geburt.
Unser erber botten süllent ouch mit den von Mentze reden von der manunge
wegen, also grofe Johans von Nassowe uns stette gemanet het zu hinderste, daz wir
1 Denn Emicho von Leiningen war Besitzer von Dagsburg. Vgl. Fritz, Territorium S. 37 ff. — w
Strobd 11, 422. - Hegel. Königsh. IL 449 ff.
1389 273
unser glefen nit sicher gen Sygen bringen mögen und daz wir zu disen ziten mit
gröszern unmiiszen beladen sint, danne sine sint, doch so wellent wir ime alle
wegent dün, waz wir ime von rehtes wegen dun sollent.
[Gedenkent von solicher warnunge wegen, alz die von Hagenowe, die von Gerlin-
5 gesdorfz wegen von der von Sletzstat Warnungen wegen und obe die vigende in
Obrehlztal koment, obe wir darzü ziehen woltent und oucli von der von Obern-
Ehenheim wegen von Gerhard Püntels wegen.] l
Gedenkent wie man vürbasz mit den Juden tun wir . . .
[Man sol dem Dütscheman verkünden von siner zweier]1.
'o Man sol vürderliche, so men erste mag, die dörffer, die under Dagesburg ligent,
verburnen mit namen : Ubersorne, Himbreht und Walstette und die geburen do
inne vohen.
Von Stoffenberg wegen, alz der jungher Klobelouch geseit hette, sol man beiten,
bitz daz mau gesiht, wie es umb das volk gange, also man meint, daz man in dis
it laut ziehen welle, doch sol man ime heimlihe befehlen dem gezüg darzü zu machende.
Gedenkent von des closters wegen Doroltzheim, alz der cometur gevardert hette,
daz man ime erloube zu werbende, daz daz closter stille sitze disen krieg.
Str. St. A. V. C. G. 23. conc. eh.
514- Herzog Johann von Lothringen beurkundet, dass er den ihm durch Hein-
20 rieh von Zweibrücken verpfändeten Teil der Burg Herrenstein gegen Zahlung von
200 Gulden jederzeit wieder herausgeben wolle. des nehesten mentages nach unser
fröwen lichtmessetage anno 1389. 1389 Februar 8.
Str. St. A. V. C. G. K. 30 b. cop. eh. coaev. Herrensteinbüchel.
515. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Rottenburg) an Strassburg :
85 fürsichtigen etc. als wir ietzo ze Mergenthain aber uf ainem tag gewesen sien, da
kunnen iueh iuwer guten frunde und erbern botten, die bi uns uf dem selben tag
gewesen sind, wol gesagen, wie unsers herren des römischen kunigs rate ainen
ändert) tag zwischen den forsten herren und iueh und uns beredet und gemachet
hant gen Babenberg uf den sunnentag ze miterfasten als man singet Letare, dar zu Man t».
so unser herre der romische kunig selb kotnen sol. . . . Sie bitten Boten, besonders die jetzt
auf dem Tage waren, mit ganzer Vollmacht zu senden. geben an sunnentag vor
kalhedra Petri anno etc. 1389. 1389 Februar 21.
G. ü. P. lad. 48/49 C. fasc. 4. or. eh. lit. cl.
516. Nürnberg an die rheinischen Städte: sie sollen zum 28. März den Tag zu
Bamberg beschicken, der nach einer auf der Heimreise von Mergentheim zwischen
1 In der Vorlage durchgestrichen.
274 1389
Städteboten und Fürsten getroffenen Abrede im Notfalle auch ohne den König ab-
gehalten werden soll. datum feria 4 in die scti Mathie apostoli.
1389 Februar 24.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 C. cop. eh. mit Versendungsschnitten.
Gedr. D. B. A. II, nr. 58.
517. Herzog Stephan von Baiern und seine Verbündeten erteilen den Städten einen
Geleitsbrief für den Tag zu Bamberg am 28 März. datum Mergentheim sabbato
post Petri cathedram. Meraentlieim 1389 Februar 27.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 C. fasc. 4. or. eh.
Gedruckt D. B. A. II, nr. 59. io
518. Johannes Weisszorn der Meister und der Bat der Stadt Strassburg als
Inhaber der Unterstadt Bappoltsweiler ' versprechen, dass mit der Oberstadt Rappolts-
weiler Friede gehalten werden soll. geben den ersten samestdage vor dem sunen-
tage . . . Invocavit 1389. 1389 Mars 6.
Orig. nicht mehr vorhanden. Gedr. Schöpflin, Als. dipl. II, 285 und danach Bapp. Urkb. i&
II, nr. 308.
519. Markgraf Bernhard zu Baden an Strassburg: bittet seinen armen Mann
Döldlin Suszman Bürger zu Beinheim frei zu lassen, der gefangen sei, weil er einer
Frau «luterlich um gotz willen» einen Sack mit Zimmt in das Ried geführt habe.
datum Eberstein feria tertia post Invocavit anno 89. Eberstein 1389 März 9. 20
Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl.
Beg. d. Markgr. v. B. nr. 1468.
520. König Wenzel an die schwäbischen, rheinischen, wetterauischen, frän-
kischen und bairischen Bundesstaate : beruft ihre Bevollmächtigten auf den 28 März
zu sich auf einen Tag nach Eger. geben zu Prag des mitwuchen vor sant Gregorii m
tag regn. boh. 26 rom. 13. Frag 1389 März 10.
Aus Nürnb. A. Konserv. cod. 278 fol 79 b. cop. eh. coaev.
Gedr. D. B. A. II, nr. 63.
521. Mainz an Graf Johann zu Sponheim.- bittet das versprochene Geleit der
rheinischen Städteboten nach Bamberg am 23 März abends in Mainz zu übernehmen 30
und Straßburg und andern oberrheinischen Städten dies anzuzeigen. [1389] März 11.
Unsern dienst bevor und waz wir gutes vermügent. lieber herre. alse ir Heinrich
zürn Jungen und Jacop Medetrost unsern rätgesellen geschriben hant der rinischen
Vgl. Hegel, Königsh. II, 683.
*v
1389 275
stette fründe zu geleiten gen Babemberg uf den dag zu mitterfasten von unsere herren «"»»•* **•
des römeschen küniges wegen und daz man üch läsze wiszen, uf welichen dag ir
darumbe bi uns kommen sullent, daz ir üch darnoch wiszent zu rihten, läszen wir
üch wiszen, daz unser meinunge darumbe ist, obe ez üch anders wol gefellet, daz ir
bcstellent, wie ir truwent, daz aller sicherste sin müge, daz der von Strazburg
und andere unsere eitgenoszen der rinschen stette fründe uf den zinstdage zu obende *<*« »•
allernehste nach dem sunnentage Oculi, daz ist von nü zinstage nehst kommet über
aht dage bi uns in unser stat sin und daz man danne uf den mittewochen darnach uan u.
früge mitenander zu dem dage gein Babemberg rittent. und dis hettent wir gerne
Misen) eitgenoszen den obern stetten verschriben, danne daz wir besorgetent, daz
unsere briefe sicherlich unufgebrochen nit geantwurtet noch zu kommen möhten.
darumbe bittent wir üch fliszeklich, daz ir disen unsern eitgenoszen den obern stetten
verschriben wellent, daz sie sich darnoch wiszent zu rihten und daz ir üch ouch
durch unsern willen darzü fügen wellent, daz ir uf dieselbe zit selber bi uns sin
wellent. und beduhte üch üt anders, daz mügent ir uns wider verschriben. und bittent
üch, daz ir über disen uwern dienern nit zürnen wellent, wanne wir in vor unmüszen
nit e gevertigen mohtent danne uf hüte zu naht. datum feria quinta ante domin-
cam Reminiscere.
Burgermeistere und rat zu Mentze.
Str. St. Ä. G. ü. P. lad. 48(49 C. cop. eh. coaev.
522. Geleilsbrief Herzog Ruprecht des allem für die Slädteboten Slraßburgs
und der oberrheinischen Städte zum Bamberger Tage. Mannheim 1389 März 13.
Von herlzoge Ruprecht dem eitern. Allen unsere höbtlüte, amptlüte, dienere, helf-
fere und undertanen. wir heiszent üch ernstliche, daz ir der stette von Strazburg, von
«5 Ilagenawe und von Wiszenburg fründe, die Martin von Hirtzberg unser diener oder
ein ander unser diener, den Heinrich Eckebreht unser amptmann zu Zweinbrücken
I darzü schicket, herabe füret gen Spire uf fritdag oder uf samestdag nehst kommet mtn /»im.
herabe zu riten gen Spire und vürbaz uf den dag gen Babemberg zu ritende, den
unsers herren dez küniges fründe dar gemachet habent zwischent forsten und stetten
so uf halpfasten nehst kommet, sicher läszent vürfaren ungehindert, wanne es also ge-
redt ist, daz wir sie herabe geleiten sullent zu dem obgenanten dage. die selben
stettefründe süllen öch uns und den unsern uf demselben ritde keinen schaden zu-
fügen, so sullent die unsern, die sie geleitent, vor den stetten und den iren öch sicher
sin uf und abe. Urkunde dis briefes versigelt mit unserm ufgedruckent ingesigel.
u datum MitniH'heim sabbato posl dominicam Inrocavil anno . . . 89.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 C. cop. eh. coaev.
Gedr. B. B. Ä. II, nr. 65.
523 Speier an Strassburg, Hagenau, Weissenburg und die andern obern Städte
im Elsass : bittet den ihnen von Pfalzgraf Ruprecht 1 zum Besuche des Bamberger
276 1389
Tages gestellten Geleitsmann Martin von Hirtzberg sicher durch ihr Gebiet reisen zu
lassen. datum dominica Reminiscere anno ... 89. 1380 März 14.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 C. cop. eh. coaev.
Gedr. D. B. A. II, nr. 66 nach Wenckers Excerpten.
524. Graf Johann von Sponheim an Straßburg: betreffend das Geleit zum 5
Bamberger Tage. Sennern (?) [1380 März 15.]
Erbern wisen minen früntlichen dienst vorgeschriben. ich sende üch einen brief,
alse mir die burgermeistere und rat von Mentze geschriben hant. nü habe ich minem
herren dem hertzogen dem alten geschriben, daz er bestelle, daz ir und die andern
stette sicher geleitet werdent, daz ir sicher gen Spire komment, da ir mich vinden l0
Murzii. werdent uf dem sunnentag Oculi und mit üch vürbaz zu ritende, alse ir in dem briefe
wol sehent, den ich üch hie mit sende,1 den mir die erbern wisen lüte burgermeister
und rat von Mentze gesant hant. datum Sennern an mentdage nach Reminiscere.
Johan grafe zu Spanheim der junge.
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 C. or. eh. I. cl. 15
525. Johann von Lichtenberg an seine Verwandten : hat als Bürger von Straß-
burg und gemäß dem bestehenden Burgfrieden den Straßburgern in Burg Herren-
stein Schutz gewährt. 1380 März 24.
Die edeln mine swagere Hanneman und Symunt genant Wecker, graven
von Zweinbrücken und herren zu Bitsch, lasze ich, Johans herre zu Liehtemberg, 20
wissen, daz die von Straszburg, der burger ich bin, an mich gemutet und mich ge-
betten hant, sü zu enthaltende zu Herrenstein wider die hochgebornen fürsten hertzog
Steffan, hertzog Friderich und hertzog Johans von Peyern und alle ire helffere, daz
ich ouch getan habe in aller der maszen, als unser burgfride brieff wiset und hant
ouch mit eiden und mit entheltnüszgelte und mit armbrusten getan, waz sü tun »5
söllent, als unser burgfridebrieff wiset. dis üch zu verkündende, so habe ich zu Ur-
kunde min ingesigel an disen offen brieff zu ende dirre geschrift getrücket. datum
feria quarta post dominicam Oculi anno domini 1389.
Str. St. A. V. C. G. K. 30. cop. eh. coaev.
526. Gedächtniszettel für eine Unterhandlung mit Bischof Friedrich von 30
Straßburg. [1380?]
Gedehtnisze.
Zum ersten so sol man mit unserme herren dem bischofe reden und ime sagen,
daz rede by uns sy, daz er uns kriegen welle, so sage man ime lihte, daz wir in
kriegen wellen, daz er uns do lüterliche sage, waz do von sins willen sy, waz er 35
1 Vgl. oben nr. 521 den Brief vom 11 März.
1389 277
uns denne ouch darumbe froget, daz wellent wir ime ouch luterliehe sagen, und sol
sine meinunge verhören und daz her nider bringen.
DniiHxh so sol man an in vordem, daz er uns in sin sloszen dn in und usz
loszen und sol man daruff die abegesehrift des buntbriefes unser botten mit in füren
und sol man ime den artikel di'in vorlesen, wie er uns verbunden ist usz und in zfl
loszendo. darnoch so sol man an in vordem, daz er heisze und schaffe daz herr
Burekart Humbel uns swere, alz der buntbrief stat.
Darnoch so sol man ime den brief zögen, den er uns verschriben het von her
Jobannes von Prüssen wegen, und sol man sich entschuldigen, daz wir nit geret
habent, also ime die sinen geseit hant und der brief stat.
Wenne ouch alle dinge geret werdent, so sollent unser erber botten des bischofes
rete zwene oder drie an ein ende nemen und in den brief zögen, den uns der graf
von Sanegansz verschriben het und der rot nemmen, ebe wir den brief unserme
herren zögen sollen.
Scheidet man früntlich von unserme herren dem bischofe, so sol man ime tugent-
liche sagen, wie die von Bitsche Schoenmanszen unsern burger angegriffen hant;
scheidet man aber mit ungetonen von ime, so sol man ime nütschit sagen.
Item von Claus wegen von Heiligenstein.
Sr. St. A. AA. 1416. cone. eh.
527. König Wenzel erklärt, dass der königliche Geleitsbrief, den er den rheini-
schen und schwäbischen etc. Städten zu dem von seinen Boten zu Mergenthein auf
den 28 März nach Bamberg ausgeschriebenen Tage erteilt habe, seine volle Kraft
bebalten solle für die Beise nach Eger, wohin er für den 21 April den Tag verlegt
habe. geben zum Burglins des fritags vor dem sunnetag Judica anno regn. boh.
26 rom. 13. Bürglitz 1389 April 2.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 C. cop. eh. coaev.
Gedr. D. B. A. II, nr. 70 nach Nürnb. Copie.
52H. König Wenzel an die schwäbischen, elsässischen, rheinischen, wet-
terauischen etc. Städte: gebietet, dass sie von ihren Bünden ablassen, sich nur an
so ihn und das Beich halten und dem Egerer Landfrieden beitreten. gebin ze Eger
an s. Sigmunds tag a. d. etc. 89. Eger 1389 Mai 1.
Frankf. St. A. Kop. B. Landfrieden.
Gedr. D. B. A. II, nr. 76.
.V>:i. .lohans von Stille, Oertelin Mansze und Herr Wilhelm ein Altammanmeister,
als Gesandte auf dem Tage zu Eger an ihre Stadt Strassburg : berichten über die dort
stattfindenden Verhandlungen und zählen die anwesenden Fürsten und Herren auf.
besigelt mit herrn Wilhelms ingesigel, geben zu Eger an dez heiligen erützes dage.
Eger 1389 Mai 3.
Str. St. A. AA. 111. cop. eh. coaev.
Gedr. Wencker, de ußburg. S. 145.
Gedr. D. R A. II, nr. 88
278 1389
530. König Wenzels Landfriede, geschlossen zu Eger auf 6 Jahre, also bis 5 Mai
1395. geben zu Eger . . . 1389 des mitwochen noch s. Philippcs und s. Jacobs
tag der czwelfboten regn. boh. 26 rom. 13. Eger 1389 Mai r>.
Str. St. A. AA. 106. cop. ch coaev
Gedruckt. D. B. A. II, nr. 72. nach dem Münchener Original. — Ebenda nr. 74. Teilbrief »
für den Landfriedensbezirk am Rhein vom 5 Juni 89 und nr. 75 Teilbrief für das
Elsaß, Straßburg etc. vom 21 Dec. 89.
531. Bemerkungen und totgeschlagene Zusätze zu den Artikeln des Landfriedens
von Eger seitens der rheinischen Bundesstaate. [1389 Mai.]
Zum ersten so ist der stette meynunge uff den zehenden artikel des lantfriden, 10
der da saget, ob ein krieg zwischen herren und steten des lantfriden ufferstiinde,
daz man fursten, herren und stete friheit und gute gewonheit uffneme etc. nu ist zu
wissen, daz zu beheltnisse aller fursten, herren und stete friheit und gute gewonheit
diesen artikel und allen andern artikeln dieses lantfriden usgenomen ist und eigentlich
geschriben in dem 43 artikele, der da angeet : Auch sol dieser lantfride, der nü zu us
einem gemeinen nutze also, daz nit notdorfft ist, daz man den an diesem artikel
vorschriebe, als der stette meynunge ist.
Item in deme artikel [25] von der pfandunge wegen der angeet: Welre man
auch ymand kuntlich redeliche schuld schuldig etc. zu deme artikele mag man
setzen : 2t)
Item ist yman gulte oder zinze schuldig, die sol man reichen als bizher, hette
auch yman briefe darüber, der selbe mag siner brieffe und rechte geniszen.
Item artikel [27] : Auch sollen alle closterpaffen und ander geistliche lute etc.
derselbe artikele ist begriffen, daz man sie für nymand pfenden sol und ist nicht
darin begriffen, ob sie yman icht schuldig weren. darumb darf man nicht darzu ss
setzen.
Item der artikel [34] : Auch mag der obermann des lantfrides in diesen lant-
friden nemen unde emphaen etc., derselbe artikel blibet also, daz der oberman,
der da fursten herren und stetten sweren wirdet, mag in den lantfriden nemen,
wen yn duncket, der den lantfriden nutze sy etc., wann ez were ein groz hinder- 3Ü
nisse und sumenisse, wann ein furste, herre, ritter, knechte oder stette in den lant-
friden wolde, daz der oberman darumb die andern ahte besenden solde. doch mag
man den oberman wol underwisen, wie er ez darumbe halten solle.
Item der artikel [35.] : Auch sol der gemeine bund der gemeine stette etc. der
musz bliben also, daz sie keinen gemeinen bund ine mache i und daz der gemeine »a
bund itzunt abe sy, wann von der gemeinen eynunge und des gemeinen bundes
wegen diese kriege in dutschen landen ufferstanden sin und darumb hat unser herre
der kunig als ein romischer kunig die eynunge abegenomen und ouch gesetzet, daz
der gemein bund abe sy, des yme auch die fursten und herren gefolget haben und
von der eynunge gelassen haben unde auch etwie vil stette den bund auch abege-
lassen haben und durch daz daz allermenglich friede und gnade habe diesen lant-
1389 279
en gemachet und uffgesetzet von kuniglicher rnechte und wann auch in allen
eynungen mit buntnissen eyn romischer kunig und daz riche ussgenomen ist. und
darumb hat er auch geboten, daz die eynunge und der gemeyne bund abe sin solle
und hat auch geboten und gesatzet diesen lantfrieden. und wer darin komet und den
* swort, als er begriffet ist, des oder die sollent gerichtet sin mit allen fursten graven,
Iherren, rittern und knechten.
Item der artikel [37] : Auch sollen alle und yeliche pfalburger etc. derselbe
artikel blibet also, wann unser herre der keyser selige darüber ein recht gesetzet
hat, daz alle pfalburger solten abesin und sie nymant me empfaen solte, da widder
mag oder kan nyman getun.
Item [art. HS] von der versworn und verbriveten lute wegen, daz ist von
sache wegen darin gesetzet, die daz getan hetten vor datum dieses lantfridens, den
unser herre der kunig zu Eger gemachet hat, nach deme datum desselben lantfridens
blibet yedaz lant bie sinen guten gewonheiten und rechten.
15 Item der artikel [28] : Were auch daz got nicht enwolle etc. daz ist zu wissen,
daz dieser lantfride ist widder raub, mord, brand und unrecht, widdersagen und
fahten, darumb ist nicht noit, daz man recht darzu setze dann, wer daz tede, er
were in geselschafftwise oder sust, widder den oder die mustent die, die in diesem
lantfriden sin, beholffen sin.
20 Item [art. 44] daz der lantfriedc sechs jare slechtes were etc.
Item umb den dinst sol man uffsetzen und beschriben etc.
Item umb die marke des lanfridens, die sol man auch beezeichen.
Item [art. 40] weliche diesen lantfrieden nicht sweren, der vynt ist unser herre
der kunig von des romischen richs wegen und alle die, die in diesem lantfrieden
25 sin oder kernen, ez sint fursten, herren, ritter, knehte oder stette und widder die sol
unser herre der kunig nach des riches rechte und gerichte tun, als recht ist zu tunde
widder den, die yme und deme riche ungehorsam sin. also ist man zn Eger davon
Igeschciden und ist auch verbrieffet und versigelt.
Item dieser lantfriede sol den andern lantfriden niht furbaz verbunden sin zu
80 helffen, dann wer in einen andern lantfried verorteilt und verwiset wurde, der sol
auch hie verorteilt und verwiset sin und sol man dan dem richten, als ez recht ist.
Item der begriff und kreisze des lantfridens der sol anfahen zu Kolmar und bisz
goin Wesel und iegwedersyt Rynes 12 mile weges.
Item von des dienstes wegen darzu sollen die von Straszburg dienere mit 40 gleven
und die andern ....
Str. St. A. AA. 111. conc. od. cop. eh. coaev. [Fragment.]
Gedr. bis auf die beiden letzten Absätze bei Wencker, de ußburg. S. 147.
532. Hagenau sendet an Straßburg die Abschrift des folgenden an Weißenburg
(/(■richteten Schreibens der Stadt Wimpfen. datum sabbato post incentionem sete
crucis : [J389 Mai 8.]
Unsern willigen dienst allezit bevor lieben besundem fründe und eitgenoszen.
wir lüszent üch wiszen, daz jetzent der hertzoge, der bischof von Wirtzeburg und
VI. 8«
280 1389
der von Wirtemberg alle drie mit starker mäht sich vür uns und uwere fründe und
eitgenoszen die von Heilprunne geslagen hant und schedigent die an iren wingärten
und megent in alle ire frühte uffe den eckern abe und fugent in groszen schaden
ApHi 29, zu. dazselbe ist uns ouch geschehen an dem nehsten dunrestage vor sant Walpurg
dag. und sint ouch stercker jetze danne sie noch ie vür sie koment und habent uns s
ouch unsere fründe die von Heilprunne verschriben und gebeten, daz wir uch das
verkünden, daz klagent wir üch alse unsern guten fründen und wiszent üch darnach
Mai s. zu rihtende. datum feria quarta post inventionem scte crucis.
Von dem rate
zu Wimphen. io
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 C. fasc. 4. cop. eh. coaev.
533. Aufzeichnung der von Eger zurückkehrenden rheinischen Städteboten über
die in ihrer Gegenwart gepflogenen Verhandlungen auf den Tagen zu Bamberg (1389
März 28) und zu Eger (April 21). scriptum Miltenberg feria quarta post Jubilate
anno 89. Miltenberg 1389 Mai 12. ig
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 C. cop. eh. durch viele große Flechen zum Teil unleserlich.
Gedr. D. B. A. II, nr. 91 nach Wencker's Excerpten.
534. Ulrich Herr von Schwartzenberg an Strassburg : berichtet, dass in seine
Gegend Botschaft gekommen sei, dass die Herren und Städte, die zu Eger bei einander
waren, von einander geritten seien, und dass weder er noch jemand in seiner Gegend 20
eigentlich wisse, wie sie von einander geschieden seien. datum 1389 feria quinta
nocte ante Urbani. 1389 Mai 20.
Nach einer i. d. D. B. B. A. II, S. 203 anm. 3 abgedruckten Notiz Wenckers.
535. Aufzeichnung über die zu Utenheim gepflogenen Verhandlungen wegen
ausnahmsweiser Behandlung der Straßburger Erbebürger im Landfrieden. 25
[1389 Mai 26 — Juni 1.]
Es ist zu wissinde : alse der lantfride, den unser herre der künnig in disin
landen bestalt hat, für den erwirdigen in gotte vettern und herren Adolffe dez heiigen
stuls zu Mentze ertzbischof, herren Lamppreht bischof zu Babemberg und dem meister
dütsches ordens in dütschen landen zu Utteinhein beret und übirkommen wart, und 30
alse der artickel von der pfalburgere wegen in demselben lantfridenbriefe begriffin
gelesen wart, daz do der fon Stroszburg erbern botten, mit nammen her Heintzze
fon Mülnheim, her Johans fon Stille ritter, Örttelin Mansze, Küntzze Müller und Wil-
helm Metzziger alter ammeister in geigenwerttikeit der forgnantten herren und der
hie noch gescriben der stette erbern botten darzft rettent, daz die stat Stroszburg in 35
dem lande umb sich etteliche burger wonende hettent, die da erbeburger hieszent,
die sie von alter herbraht hettent und vordertent und begertent an die vorgnanten
herren, daz sü der stat von Stroszburg dieselben ir erbeburgere mit zu gesatzter
1389 281
scrift in dem vorgescriben artickel der pfalburger behalten woltent, wände öch die
selben ir burger den herren, hünder den sie sessinl, alse daz herkummen werre, mit
zitlichen gewönlichen diensten gegenwartig und gehorsam werrent. dez antwurttent
die vorgenantten herren, daz dez nüt notdurftig were und es öch die fon Stroszburg
5 nit bedorftent, daz man sie mit sunderlicher scrift in dem lantfridenbriefe von der-
I selben ire erbeburger wegen versorgete, wanne sie an ime selbir daran versorget
werrent, und daz es sie nit angienge, die wille es nit pfalburger hieszent noch wer-
rent. und daruf so sworrent die egenantten, der von Stroszburg erbern botten den
lantfriden mit den andern hie nach genant der stette botten doch mit uszgedingeten
i« fürwortten, daz die stat Straszburg bi irren erbeburgern bliben solte und wolte. hie
bi sint zugegen gewesen und hant daz gehört der stette fründe und erbern botten,
mit nammen, fori Mentzze: Heinrich zum Jungen, Jackop Medetrost; von Wormes: Jc-
han Becker, Henne Dysolf; vonSpire: Bcrhttolt Reimmolt, Hans Fritzze, Hans Pfrum-
bäm, Hans Dielen und Cläwes Rinckenberg; von Franckenfurt: Johan von Holtzhusen,
ir, Adolf Wisse, Jockob Weibe, Bernhart Nigebür; von Hagenöwe: Ritterhans; von Wis-
Binburg: Heinrich von Rehtenbach, Wilhelm Hölderböm ; von Scletzstat: Blopzein ; von
Ehheinhein: Niclaus ir stettescriber und vil ander erber lütte, die do zugegen stun-
dent, alse man den lantfriden swor.
Str. St. A. G. D. P. lad. 271. cop. eh. coaev. (Zettel.)
10 Gedr. Wencker, de ußburg. pg. 162 und darnach D. B. A. II, nr. 103.
Reg. Boos, Worms. Urkb. II, nr. 915.
536. Erzbischof Adolf von Mainz, Bischof Lamprecht von Bamberg und Deutsch-
ordensmeister Siegfried von Veningen entscheiden durch freundliche Sühne die Strei-
tigkeiten zwischen den Pfalzgrafen Ruprecht I und II einerseits und den rheinischen,
«5 elsässischen und wetterauischen Städten anderseits und setzen fest, dass die Städte
in gewissen Raten und Terminen G0,000 Gulden zahlen sollen. geben am nehsten
donnerstage für dem heiigen pfingstage 1389. 1389 Juni 3.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. cop. eh. coaev.
Gedr. nach anderer Vorlage D. B. A. II. nr. 106.1
Beg. Koch u. Wille nr. 4857. — Boos, Worms. Urkb. nr. 017. — Janssen, B.-K. nr. 80.
— Vgl. Hegel, Königshof. II, 850, 53.
537. Basel an Strassburg : erkundigt sich, was die rheinischen Städte auf dem letzten
Taue zu Speier [Mai 26] beschlossen hüllen wegen der königlichen «vorderung an
gemeine stellt getan», dass sie in den Lantfricden, den der König, die Kurfürsten,
Fürsten und Herren gemacht haben, sich begeben und von dem bunt lassen sollen.
dalum feria sexta ante penthecostes 1389. 13S9 Juni 4.
Nach einer in den D. R. A. II. pg. 230 anmk. 2. gedruckten Notit aus Wenckers Ex-
cerpten.
1 Vgl. ebenda auch nr. 105.
282 1389
538. Aufzeichnung für eine Städtebotenverhandlnng in Sjwier im Anschluß an
die Friedensverhandlungen zu Heidelberg. [1389 (?)]
Zum ersten als hertzöge Ruprecht der elter sine botzschafte mit wiszende der
stetde frunde zu den fursten getan hat umb eine stallunge von beidenseiten zu lidende
aTu7ii6 ^1Z U^ unser vrauwen tag nativitatis zu nehest und da zusehen uf den ersten tag 5
noch unser vrauwen tag assumptionis zu eime tage zu körnende zu volendenne die
juni e. einmütekeit zusehen fursten, herren und stede nach den artikeln, die zu phingesten
nehest zu Heidelberg übertragen sint. und wanne dieselbe botzschaft den von Spire
verkündet wirt, daz da geschehen sal zusehen hie und von sontage nehest komet
über ahtage, so sollent sie ez furbaz vorderlichen die andern stetde laszen wissen, io
und geet dieselbe stallunge fursich, so sullent die stetde zu dem tage darumb ire
frunde mit gewalt schicken, were aber die stallunge nit, so sullent der stetde frunde
von mitwoche nehest über viertzehen tage, daz ist uf die nehest mitwoche nach dem
sontage, da zusehen die vorgenante stallunge abegesaget oder angesaget sol werden,
gein Spire mit gewalt komen den krieg zu bestellen. i»
Ouch hant die botden geratslaget, werez daz deheine stad des bundes mit eime
deinen zügriffe anegriffen worde, die sol doch darwider keinen zügriff dün, ez enwere
danne, daz sie zu frischer getat daz yr beschutden mohten. wolte aber die selbe
stad oder deheine andere stat anegriff dün, daz sol sie vorhin die andern lassen
wissen, wie und uff welichen tag sie daz willen haben zu dün, off daz sich die andern 20
stetde darnach versorgen und gerihten mögen mögen, werez aber, daz eine stad
groszlichen geschediget worde mit brande, mit name oder mit überziehen, eo mag
dieselbe stad zu denselben, die ir solichen schaden dünt, wyder zu griffen und sche-
digen und daz auch die andern stetde lassen wissen.
Ez ist auch der stetde frunde meynunge, ob sich die sache mit den fursten wol 25
stiesze, daz doch die stetde den krieg nit anehüben, ez wurde danne von den fursten
oder von den iren anegehoben.
Ouch sullent die botden an ire rete bringen und darumb mit vollem gewalt off
die vorgeschriben mitwoche gein Spire komen, ob ez sich mit den fursten stösset,
daz die stetde iren krieg ane funfe, ane syeben oder ane nüne, die darzü nütze und so
gut sint, bestellen zu arbeiden und zu driebenne und daz dieselben bienander blibent
an einer stad, der man uberqueme. und sollent auch danne off dieselbe vorgeschriben
mitwoche die drute teil der stetde ieglich teil iren heubtman zu Spire haben den
krieg zu bestellen.
Waz gelt auch ieglich stad nach den rechenungen, die geschehen sint von des 35
bondes wegen usgeben hat, daz sol sie off den nehesten tag gen Spire mit iren
frunden beschriben senden rechenunge darumbe zu dünde.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. cop. od. conc. eh.
1389 üH.'i
539. Straßburger Gesund ' teninstruction 1 für einen Tag zu Speier.
[1399 vor Juni 24.]
Von der rechenunge wcgent süllent unsere botten also vaste haben, alz verre
sü mugcnt ; doch sollent sü vollen gewalt haben von aller stucke wegen, also von
der rechenunge wegen zu tünde und zii loszende, waz su beduncket uns gft'f und
nützlich zu sinde. und waz sü ouch domitte dünt, daz sol uns wol gevallen. und
ucnne sü von der rechenunge scheident, so sollent s-ii des ein offen brief vordem
under der von Spire ingesigel versigelt, also daz wir gerwe von in koment.
Waz ouch uns angebürt an den 6000 giildin dem bischofe von Mentze zu gebende
io und umbe die 25000 güldin nü zu mole mit den rinschen stetten dem hertzogen zö
gebende unser anzal, darumbe sollent unser botten vollen gewalt haben zö den zilen,
Ialz die stette den herren daz gelt geben sollent.
Daz man dem höbtmanne geben sol, daz sollent unser botten ziehen, so sie
neheste mögent. und sollent gewalt haben unser anzal dar zu zft gebende, also daz
i5 man mit nammen kein zol darumbe gemäht werde, und waz wir darzü geben süllent,
wurdent wir denne by uns lantfryden machende, daz sol uns noch margzal abe gon,
• wände wir disem höbtmanne nit lenger geben süllent, danne die wile wir in disem
nidern Ianti'riden sint.
Item von der von Kayserslutern wegen.
so Item Ortelin Mansze sol sweren alz die andern, die von der nidern stette wegen
von des lantfriden wegen swerende werdent.
Item von der herren diener oder von der andern wegen, die den stetten zu ge-
liuicnl, wurde do ieman anegriffende, es were umbe brant oder umbe andern scha-
den, do sol man gedenken, daz der lantfride gemeinlich gegen den beholffen sin sollen.
25 Item von der von Bitsch, von der von Leiningen und der andern herren
schatzunge wegen, daz noch in in burgscheften stat, sol man ouch reden.
Hein von soiicher nome wegen, die sider dem pfingest obende geschehen ist, sol junis.
man ouch reden.
Wir sollent zwene erbern botten mit dem Manszen zu disem mole zu dage senden
so durch daz, daz man alle suchen deste basz verentwurten und darzü gereden muge.
und sol ouch der Mansze zii dem lantfriden sitzen und sweren mit soiicher gedinge,
alz wir ouch in den lantfriden komen sint. und süllent unser botten zu disem mole
umbe keine sache von unsern wegen zu rehte ston von dem lantfriden.
Gedenckent ouch an der. von Strazburg schribere, daz den ouch gelonet werde
85 ire arbeit also andern schribern, wände sü me do geschriben hant, denn in keiner
stat uff dein Ryne geschriben ist, uszgenummen der schriber zu Spire.
Item umbe die pfalburgere, zu dem artickel sol man setzen: «doch sol daz den
von Straszburg an iren erbeburgern keinen schaden bringen», und do disen artickel
1 Die Namen der Straßburger Boten finden sich am Ende der Abrechnung vom 24 Juni. vgl. nr. 541.
284 1389
unser erbern botten vorderten, daz man in solte in den brief schriben, do sprochent
die herren, men bedurfte sin nüt, daz solte. die von Sträszburg anegon.
Str. St. A. AA. 111. conc. od. eop. eh. coaev. Zwischen den einzelnen Notizen oft größere
Zwischenräume.
Gedr. D. B. A. II. nr. 109.
540. Mainz an Strassburg : mahnt die Stadt, ihren Antheil an der auf dem Tage
zu Heidelberg dem Pfalzgrafen Ruprecht versprochenen Geldsumme zu Oppenheim zu
zahlen, .... daz kein brest darane an uch sy und auch kein irrunge noch infall
juni te. davon entsteen werde und das ir auch mit uwern frunden, die ir bisz samstag nest
kommet gein Spir schickende werdend, solich gelt als wir uch fruntlich geluhen han, io
zu den G000 guldin, als ir die von Worms, von Spir, von Frankefurt, von Hagenauwe,
von Wiszenburg, von Frydeberg, von Geilnhusen, von Ehenheim, von Sletzstat, von
Pedersheim und auch wir unserm herren von Meintze gebin und bezalt habin und
uwer antzal an den zwolfftehalb hundert guldin, die wir auch dargeluhen han von
der swebschen stete wegen, das yn brest, waz an den 6000 guldin, die auch unserm 15
herren von Meintze bezalt hant, schicken wolent, als uwer fründe wol wissent und
auch uwer antzal, als uch geburet zu gebin zu den drittehalbhundert guldin dem von
Solms von siner halbin jargulte wegen, die ym vallen waren in der alten messe ■
zuzehen den zwein unser frauwen tagen nest vergangen, die wir uch auch darzu
fruntlich geluhen han, und herzu dun wullent, als wir uch sunderlich wol getruwen. 20
datum ipso die saneti Albani. 1389 Juni 21.
Str. St. A. AA. 118. or. eh. 1. cl.
Vgl. D. B. A. II, 142 Einleitung.
541. Ueber Schlagsrechnung über Bundeskoslen. 1389 Juni 24.
Es ist zu wiszende, daz an den sechs dusent guldin, die man dem byschofe von 25
Mentze geben sol, daz do ie der glefen des bundes, der do sint 400 und 48, gebürt
zu gebende 13 guldin anderthalb ort eins guldin und zwen Strassburger pfennige.
und bristet den glefen allen an der vorgenanten summen 5 sol. und 4 den.
Ouch ist zu wiszende, daz den von Strassburg von irre hundert glefen wegen
zu irre anzal daran gebürt zu gebende 13 guldin, 37 1/t guldin 17 sol. one 4 den. 30
Straszburger.
Es ist zu wiszende, daz an den 25 guldin, die die rinschen stette dem hertzogen
von Peyern geben süllent, do gebürt an der summe ieder glefen, die der rinsche
bunt haltet, der do sint 400 und 48 zu gebende 55 V» guldin, ein ort eins guldin
und 6 den. Strassburger. do gebürt den von Sträszburg an zu gebende von iren ss
hundert glefen zu irre anzal fünf düsent guldin, fünf hundert guldin und 80 guldin.
juni 18. [Des habent ' die von Sträszburg uff sant Peters und Paulus abent uff eime
1 Dieser eingeklammerte Passus ist mit anderer Tinte nachgetragen.
1389
dage zu Spiro gewert und bezalt eyn vierdeteil der vorgeschriben summe yrre antzal
1395 guldin.
Item sollint sie geben ufT Michahelis nehst komet in disem jare anno . . 89 &»/>i*r.»#.
aber eyn vierteil der vorgenanten summen mit namen 1395 guldin.
Item sollint sie geben uff wihenahten auch zenehst die uberigen 2790 flor.] otebr. it.
Ks ist zu wiszende, daz her Ortelin Mansze, Thoman Lentzelin und Kleinhensz
Pfaffenlap diso vorgenanten summen uff die egenanten glefen also überslagen und
gerechent hant. actum ipsa die nativitatis scti. Johannis baptiste. — und hant 10 Junm.
sol. den. vür ein guldin gerechent. — anno . . 89.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. XI. eonc. ctort.
542. Die zu Speier versammelten Städteboten von Mainz, Worms, Frankfurt,
Speier an Strassburg: da auf dem Tage zu Bamberg durch Ausspruch die von den
Städten an die Pfalzgrafen Ruprecht I. und II. zu zahlende Summe von 50000 fl. um
10000 fl. erhöht worden sei, möge Strassburg auch an disem Zuschlag nach Verhältnis
beitragen. datum dominico proximo post diem scti. Johannis baptiste sub secreto
civitatis Spirensis. [1389 Juni 27.]
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl. c. sig. i. v. impr.
Gedr. D. B. A. II, nr. 93. — Beg. Boos, Worms. Urkb. II, nr. 919.
543. Herr Hermann legt vor Meister und Rat Rechnung ab über das Frauenhaus.
1389 Juni 30.
Anno domini 1389 feria quarta proxima post diem sanetorum Petri et Pauli
Iapostolorum, da her Heinrich von Mülnheim der junge meister waz, da rechente her
Herman uf unserre frowen hus, da zu gegen warent der vorgenant meister und der rat.
Da het der vorgenant her Herman ingenommen und empfangen tusent pfunde
25 sybenhundert pfunde 97 lib. 3 sol. und 3 den.
Die het er wider gerechent und blibet schuldig zweihundert pfunde 25 lib. 9 sol.
minus 2 den.
So blibent ime vorstände von der rebelüte wegen zweihundert pfunde 40 lib.
17 sol. minus 4 den.
So blibent- ime vorstände von rocken sehzehen hundert vierteil und 7 vierteil.
So blibent ime vorstände von wine 14 füder.
Str. St. A. V. D. G. 63. B. 46. fol. mb.
544. Die Städte des ehemaligen rheinischen Bundes (also auch Strassburg)
an die Reichsstädte, die den Landfrieden mit einander halten in Schwaben : letztere
sollen gemäss dem Ausspruche zu Bamberg 30000 Gulden bezahlen als ihren Anteil
an der den Pfalzgrafen Ruprecht I. und II. zuerkannten Summe von Ü0000 Gulden.
286 1389
datum sub sigillo civitatis Spirensis ex jussu omnium nostrum seeunda feria ante
diem Marie Magdalene 89. 1389 Juli 19.
Ulm. St.-Bibl. r.op. eoaev.
Gedr. D. B. A. II, 205 nr. 94. — Boos, Wormser Urkb. II, nr. 920.
545. Herzog Ruprecht der ältere an Strassburg: han vernomen, daz etwaz stosze s
und zweyunge sin zusehen unserm herren von Straszburg und uch. des begern wir
und bitten uch mit ernst, daz ir darumb glauben wollent hern Stiszlaw von der
Witemülen lantvogt in Elsasze und Volmar von Wickersheim vogt zu Wiszenburg
. . . , waz sie uch von unseru wegen zu disen ziten davon sagende sin . . . datum
Heidelberg in die beati Jacobi "apostoli anno 1389. Heidelberg 1389 Juli 25. w
Str. St. A. AA. 1410. or. eh. I. el.
Begest D. B. A. II, 231 anmk. 1. nach Wencker's Exeerpt.
546. Die Reichsstädte des Landfriedens in Schwaben an die ehemaligen rhei-
nischen Bundesstädte: letztere sollen gemäss den Verhandlungen zu Bamberg und
Eger sie wegen Bezahlung, der in dem Schreiben vom 19 Juli geforderten 30,000 fl. 15
unbehelligt lassen, die Entrichtung der 1150 fl. aber wird gefördert werden. geben
zu Nurenberg ex jussu omnium nostrum in die sabati post Jacobi etc. 89.
Nürnberg 1389 Juli 31.
Ulm. St.-Bibl. ülmensia 5557 fol. 17. cop. eoaev.
Gedr. D. B. A. II, nr 95. 20
547. Johans von Stille der Meister und der Rat von Strassburg an Graf Heinrich
zu Lützelstein : fordert ihn auf unverzüglich ihrer Bürgerin der edlen Frau von
Blanckenheim den zugefügten Schaden zu kehren und auch an jeglicher Schädigung
und Gefangenahme Strassburger Bürger, wie sie inswischen wieder zu Dunzenheim
vorgekommen sein soll, abzulassen. datum sabbato proximo ante diem seti. Lau- 25
rencii anno 1389. 1389 August 7.
Str. St. A. AA. 111. cop. eh. eoaev.
548. Johans von Stille der Meister und der Rat von Straßburg an Bischof Fried-
rich: xoollen in Sachen der Erbebürger ihre Boten auf den Tag zu Asciiaffenburg
senden. 1389 August 12. so
Unserm gnedigen herren von gotz gnaden bischof Frideriche zu Strazburg em-
bieten wir Johans von Stille der meister und der rat von Strazburg unsern dienst,
alse unsere erbern botten bi uch zu Benefelt gewesen sin, alse hant sie uns wol
geseit, wie sie von uch sint gescheiden und darumbe, so verkündent wir uch, daz
wir von unserre erbeburgere wegen unsere erbern botten haben wellent zu Aschaffen- ss
bürg uf dem lantdage, der nü zu nehste alda wirt, da mügent ir ouch die uwern
1389 287
von uwern wogen haben und wil uns 1 1 f" demselben lantdage vor den nünen des
lantfriden mit rehte von unserre erbeburgere wegen gegen uch wol begnügen, die-
selben unsere erbern botten liant uns ouch wol geseit, wie her Rudolf von Höllenstein
uwer vii/.Umi mit in geretde het von der zweierhundert und zwentzig pfände pfeunige
geltes wegen, die wir uf uwerm geistlichen gerihte zu Strazburg hant. und darumbe
so kündent wir lieh : ist es, daz Hesse IM'afienlap oder Kleinhenselin sin brüder uns
Idarvür spreclient, daz sie uns dieselben pfennige geben und bezalen wellent untze
zu dem zwelften dage nach dem heiligen wihenaht dage, so nü zu nehste kemmet,
so wil uns wol da mit begnügen, woltent aber sie des nit tön, so getruwent wir
111 wol, daz herr Jacop uwer ingesigeler uns darumbe halte und tu, alse er uns gesworn
het. datum feria quinta proxima ante diem festi assumptionis beate virginis
anno 1389.
Str. St. A. AA. 111. cop. eh. coaev.
549. Ralsbeschlwß, betreffend Abhaltung einer großen Procession und eines Bitt-
fesles. 1389 September 7.
Also unserre herren meister und rot mit der erwirdigen geistlichen herren rot
von den stiften und von den örden unserme herren gotte zu lobe eins erützeganges
überkomen sint und geordent hant uff disen nehesten samstag zu tünde, do sint Bqtbrji.
unser herren meister und rot übereinkomen, daz do mengelich uff denselben tag
20 viren sol und kein werg triben, bitz daz der erützegang geschiht. darzü so sol men-
gelich bescheidenliche götteliche und andehtekliche mit dem heiligen sacramente gon
sunderliche die "man mittenander und darnoch alle frowen und frowesnamen ouch
mittenander, und wer darüber unbescheidenliche ginge oder dehein unbescheiden
ding dete, zu dem wellent es meister und rot strengliche und vestekliche rihten und
25 rehtvertigen noch den geschihten, also sü drinne ergangen sint. actum et pronun-
cialum feria tertia ante nativitatis beate virginis Marie anno 89. septin-.T.
Mengelich sol ouch wiszen, daz an dem fritag iegenote alle stifte, kirspel und stptbr.io.
örden herliche, löbeliche meszen wellent han. und wil ir ieglich teil besunder mit dem
heiligen sacramente umbe sine stift, umb sin kirspel und umbe sine örden gon.
darzü so wellent uff denselben fritag ieglich orden viere in das münster schichen,
meszen darinnc zii habende alles unserme herre gotte zu lobe und zu ere und daz
er sines zornes gegen uns vergesze.
Str. St. A. G. U. P. lad. 20 fasc. 13. conc. vel eop. (Zettel.)
550. Johans von Stille der Meister und der Rat zu Strassburg an ihre Boten in
Aschaffenburg: Markgraf Rudolf hat wegen des Abtes von Selz, ihres Bürgers,
nach dem Tage zu Baden noch keine Antwort geschickt. Die Boten sollen auf dem
Landtage zu Aschaffenburg, wohin auch der Abt selbst kommen oder jemand schicken
werde, ihr bestes in der Sache thun. datum feria quinta ante Mathei.
[13S9 September 16.]
« Str. St. A. G. U. P. 168. or. eh.
Beg. d. Markgr. v. B. nr. 1475
VI. 37
288 1389
551. Johans von Stille der Meister und der Rat von Strassburg an ihre Gesandten
auf dem Landtage zu Aschaffenburg: teilen mit dass Stislaw von der Witenmülen,
der seine Bemühungen um Aufhebung der Acht zugesagt habe, seine Briefe einem
Manne mit geben will, der gute Kundschaft bei Hofe habe, der auch bei ihnen vor-
sprechen solle. . . . und darumbe ist ez, daz ir von derselben ähten und sachen 6
wegen nit bessers underhanden hant, so läszent ir denselben erbern man mit hern
Stislaw briefen gen hofe vollefaren; were ez aber, daz ir üt beszers davon wustent,
so mügent ir denselben erbern man wendig machen und in heiszen bliben. doch so
süllent ir nit dester minre werben, obe es üch gut beduncket sin an herczoge Ru-
precht den eitern von Peygern, an den bischof von Mencze, an den byschof von io
Bäbemberg und an andere herren und mit namen an die nüne des lantfriden an dem
Ryne, daz sie von unsern und der ächte wegen ire ernstliche botschaft tönt an
unsern herren den römeschen künig in aller der mäszen, alse wir üch öch daz
vormals in unserm briefe verschriben hant. und tünt daz beste darinne, alse wir üch
daz wol getruwent. da mit tünt ir uns sunderliche liebe. datum vigilia beate 15
Mathei appostoli. [1389] September 20.
Str. St. Ä. A.A.. 112. or. mb. lit. cl.
552. Pfalzgraf Ruprecht der altere an König Wenzel : bittet der Stadt Straß-
burg, die nicht wisse, daß und warum sie in der Acht sei, freien Zug innerhalb
des rheinischen Landfriedens zu gestatten oder sie der Acht zu entledigen. 20
Heidelberg [1389 September 27.]
Aller durchluchtigster hochgeborner furste, gnediger herre, unser schuldiger
dienst etc. ez hant die von Straszburg ir erbere botschafft by uns gehabt und hant
uns laszen wiszen, wie daz sie auch vernomen haben, daz sie in -die ahte sollen
gefallen sin, als von Brüne von Rapoltstein wegen, davon yn doch nit kuntlich oder ■
wiszentllch sy, daz yn daz ye verkündet oder gemant si[n] worden, als uns ir boten
gesagt hant. bitten wir uwer gnade underteniclich, daz uwer gnade versorgen wolle,
die wile die von Strasburg auch in dem lantfriden sin, den uwer gnade von uwerm
geböte uff dem Rine gemacht hat, daz dann die von Straszburg zu demselben lant-
friden sicher wandern und den gesuchen mögen, dar und dannen, wann sie auch so
helffen muszent den lantfriden zu bestellen und darzu dienen umb uwer, dez riches
und des gemeynen landes notdurfft willen, wann uwere gnade selber wol merken
mag, daz ez ein notdurft sy dem lande, und ob ez ouch von uwern gnaden sin
mochte, daz dann uwere gnade die von Straszburg uz derselben achte, ob sie daryn
gefallen weren, wolte heiszen uzlaszen, diewile yn nit kuntlich sy, daz sie darinne 35
sollen komen sin. und bitten auch uwer gnade, daz uwer gnade den von Straszburg
von uwern gnaden eynen offen brieff ' senden wollent und uns den selben antwurten,
daz sie ir frunde von derselben sachen wegen sicher zu uwern gnaden besenden
mögen ; so hoffen sie die sachen gen uwern gnaden zu verantwurten und für zulegen
1 Einen solchen Geleitsbrief stellte König Wenzel am 29 October 1389 für die Stadt ans. Vgl. nr. 555. w
1389 <28D
az uwer gnade daran solle ein genügen haben, uwere gnedige antwurt xrollenl uns
laszen wider vvi.s/.cii by disem unserm botden. datum Heidelberg feria secunda
ante festum beati Michaelis archangeli.
Von uns hertzog Ruprecht dem eitern.
Str. St. A. AA. 107. nr. f>8. cop. eh. coaev. stellenweise verwischt und unleserlich.
Gedr. Bappoltst. CM*. //, nr. 313.
liegest. Koch und Wille nr. (1735.
553. Julians von Stille der Meister und der Rat von Strassburg an Markgraf
Rudolf von Baden: teilen als Vermittler zwischen ihm und ihrem Bürger, dem Abt
fvon Selz mit, dass letzterer zu einem gütlichen Vergleich und Tagleistung über den
streitigen Zehnten im Ried bereit sei und .... bittent üch ernstliche, daz ir und
die uwern dem abte daruf sinen zehenden von disem jare keren wellent und uns
damit wellent eren in den Worten, daz wir öch dest gerner tun wellent, daz üch
dienstlich ist. uwer entwurte embieten uns darumbe wider. datum die beati
"•■> Dyonisü anno 1389. 1389 October 9.
Str. St. A. AA. 84 cop. eh. coaev.
Reg. d. Markgr. v. B. nr. 1478.
554. Strassburg an Mainz, Worms, Speier, Frankfurt über die Zahlung der den
Pfalzgrafen zuerkannten Entschädigungssumme : also kundent wir uch, alse ir ouch
M das selber wol wissent, dez wir getruwent, daz in der sunen, die zwischent herren
und stetten zugieng, beret wart, daz alle gefangen ledig sin soltent, und, was von
brantschatzes oder von gefangenre wegen noch uszestunde dazumale und das ver-
bürget und nit gegeben were, daz das solte abe sin . . . Daher bitten sie dass . . .
abeslagen werde daz, das unsere bürgere und die unsern von gefengnusze, von brant-
« Schatzes oder von anderre dinge wegen nach der vorgenanten sunen gegeben hant,
Iund daz ouch ir burgschaft darumbe ledig werde geseit. datum feria 5 ante
555. König Wenzel erteilt freies Geleit für Gesandte, welche Straßburg in Sachen
30 des Landfriedens oder der Acht zu ihm oder zu Tagen senden wolle.
Betlern 1389 October 29.
Wir Wenczlaw von gotes gnaden romischer kunig zu allen czeiten merer des
reichs und kunig zu Beheim bekennen offenlichen mit disem brief, allein die burger-
Imeistor, rate und burger gemeinlichen der stat zu Straspurg in unser und des reichs
acht kumen sind und noch frevelichen dorynne bleiben ydoch, wann dieselben von
Nach einer i. d. D. B. A. II, $33 Anmk. 3 gedruckten Notiz aus Wencker's ExcerptenA
1 Dort folgten [nach Weizsäcker] fol. 134 noch 4 Schreiben Strasburgs an obige Städte (3 als Be-
gest, 1 in Abschrift), aus denen erhellt, daß um Weihnachten eine weitere [dritte] Bäte von 35000 Gulden
an Pfalzgraf Ruprecht von den Städten zu zahlen war, daß die Straßburger immer noch dieselbe Klage
wie am 14. Oct. 13S9 vorbringen mußten, und daß sie nun von der Summe, zu deren Entrichtung sie
40 verpflichtet waren, ihre selbstgcschätzte Entschädigung abziehen wollten.
1390
Januar 6,
290 1389
Straspurg zu volenden den lantfride, den wir nehsten gemäht haben und sich mit
uns umb diselben achte zu vorrichten ir frunde beyde zu uns und ouch uf die tege,
als das note sein wirdet, senden müssen, so haben wir durch bete willen des hoch-
gebornen Ruprechtes ' des eitern pfalczgrafen bey Ryn des heiligen reichs erczdrugscss
und herczog in Beyrn unsers liben oheimes denselben von Straspurg, die zu uns 5
und zu sulchen tegen reyten werden und den iren, als ofte in des note sein wirdet,
sicherheid fride und geleite gegeben und geben in die in craft dicz brives von ro-
mischer kuniglicher mechte zu uns und uf sulche tege zureyten und czu kumen,
doselbist zu sein und von dann zureyten sicher leibes und gutes für uns und alle
die, die durch unsern willen tun und lassen an geverde von. data dicz brives bis w
uff den oberisten tag. und gebiten doruber allen fursten, geistlichen und werblichen,
grafen, freyen herren, dinstluten, rittern, knechten, gmeinscheften der stete, merkt
und dorffer und allen andern unsern des reichs und des kunigreichs zu Beheim ge-
trewen und undertanen ernstlichen und vesticlichen mit disem brive, das sie die
egenanten von Straspurg und die iren, die zu uns und uf suliche tege reyten und is
kumen werden czwischen hie und dem oberisten tage an iren leiben und guten nicht
hindern, irren, angreiffen oder leidigen in dheineweis, als libe in sey unser swere
ungnade zu vermeiden. geben zum Betlern noch Crists geburd dreiczehenhundert
jare und dornach in dem neunundachczigisten des freytags vor aller heiligen tag unser
reiche des behemischen in dem sibenundczweinczigisten und des romischen in dem 20
virczehendem jaren.
Ad mandatum domini regis Jo.
Camyn. elect. cancellarius.
Str. St. A. AA. 107 nr. 51. or. mb. I. pat. e. sig. i. v. impr.
Beg. D. B. A. II, 218 Anmk. 3. - Beg. Koch und Wille nr. 4S97. »
556. Strassburg an Bürgermeister und Rat zu Eszelingen : . . . wir kündent
üch daz der edel herre marggrefe Heszse von Hochberg und wir etwaz miszehelle
und sachen mit enander hant. dar umbe er und wir dage mitenander geleistet hant
zu Läre\ uf dem selben dage buttent wir ime reht zu tunde umbe sine anspräche,
die er an uns het uf gemeine lüte, also daz er uns dar nach öch reht widerumbe 30
dete umbe die anspräche, die wir und unsere bürgere an in hant öch uf gemeine
lüte. und woltent wir ime daz versichert haben zu tünde vür zwenczig tusent güldin,
vür zehen dusent güldin oder vür sehsdusent güldin, daz er doch versprochen gegen
uns het und uns dez uz gegangen ist. darnach so hant wir aber dage mitenander
geleistet zu Ettenheim und hant ime aber aldä reht gebotten uf gemeine lüte zu kom- 35
mende, also wenne daz reht gegen uns uzgetragen würde, daz er danne derihte dar-
nach uf dem selben dage vor den selben gemeinen lüten uns umbe unse anspräche,
a) Ucbergeschrieben für Ettenheim.
1 Vgl. oben nr. 552. den Brief Buprechts an Kg. Wenzel vom 27 Sept. 1389.
10
15
1389 291
die wir an in hant och roht dargegen (lote, und woltent wir öch, daz gegen ime also
uf genommen haben, daz wir es zu beiden siten gegen enander vür kein gut ver-
sichert soltent haben, und daz es unversichert also dar gegangenem solle, wände er
selber meinde, daz er daz reht vür sölich gut nit versichern künde, dez er uns öch
■/.i\ glicher wise also abgegangen ist. und über daz allesament, so het er uns den
salz und die vürwort abegeseit, die er und wir gegen enander hettent. und wil uns
nü durch sinen mütwillon und wider reht kriegen, und dar umbe so bittent wir üch
frünt liehe, hörent ir der selben sachen, gedencken, daz ir uns danne verentwurten
wellent in die wise, alse dar vor ist bescheiden, wände öch der sachen also und nit
anders ist. und daz ir öch dis andern stetten und uwern guten fründen verkünden
wellent, daz der selben sachen also ist und nit anders, und were es öch, daz ir von
keinre samenungen ützit befindent. die er hette, daz ir uns daz vürderliche ver-
schoben wellent läszen wiszen. da mit erzögent ir uns eine sunderbar frünlschaft.
datum feria quinta proxima post diem festi omnium sanetorum anno d. 1389.
[An den Rand ist geschrieben : Rotwile, Basel, Friburg, Brisach, Kentzingen, wohl
die Städte, an die derselbe Brief geschickt wurde. \ 1389 November 4.
Str. St. A. AA. 84 nr. 23 ». conc. eh.
Heg. d. Markgr. v. Bad. nr. h. 388.
557. Meisler und Rat von Straßburg an Cuno von Otterbach:* stellen ihm die
a<> gleiche Sühne in Aussicht, die seinem Vater geworden. 1389 November a.
Wir Örtelin Mansze der meister und der rat von Strazburg kündent dir Conen
von Otterbach, alse du uns gescriben hast, daz wir da nit anders da von wiszent,
war umbe wir din besorget sin soltent, danne daz es uns geseit ist worden, und
wiszent wir es öch nit anders danne von hörsagen, und alse du schribest, daz du
25 umbe keine andere vigentschaft gegen uns wiszest, danne von dez krieges wegen,
der zwischent herren und stetten gewesen ist, der sie öch verrihtet. also wiszent wir
öch nit anders mit dir zu tünde haben, doch wellent wir die selbe süne und rihtunge
("ich halten gegen dir, so danne von dines vatters wegen, dem hant wir geentwurtet,
daz wir getruwent, daz bescheidenlich sie und da mit in öch begnügen sülle. und
so dar über so getruwent öch wir und die unsern dir denheine sorge zu habende und
li'tsze öch du uns darumbe dine verschriben entwurte mit disem botten wider wiszen.
datum sabbato proximo post dienT festi omnium sanetorum anno dorn. 1389.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 168. eonc (?) mb.
558. Bischof Friedrich ton Straßburg schließt einen Vertrag mit der Stadt
Straßburg über die Pfahlbürger. 138» November 15.
Wir Fridrich von gotz gnaden bischof zu Strazburg verjehent und kündent
mengelichem mit disem briefe, alse etwaz stoszes und missehelle ietzent gewesen ist
1 1389 November 26 Straßburg gewältrt demselben auf sein Ansuchen eine Tagleistung tu Seh und
verspricht Boten dorthin zum 10. December (fridag nftch 8. Nicolaus) eu senden. datum feria 6
40 pvoxima post diem sete Katheriue.
292 1389
zwischent uns und den erbern wisen, dein meister und dem rate und den burgern
gemeinliche der stette zu Strazburg von derselben stette zu Strazburg pfalburgere
wegen, die under uns und in allen unsern stetten, dörffern und gebieten geseszen
sint, daz also durch sunder früntschaft und durch daz, das wir und sie dest frünt-
licher mitenander geleben mügent und öch mit namen umbe daz, daz sie sich ouch 5
uns zu liebe derselben irre pfalburgere aller sament, die sie in allen unsern stetten,
vesten, dörffern und gebieten hant, begeben habent und sie uns hant geluszen volgen
in die wise, alse hie nächgeschriben stät, wir früntliche gerihtet und übertragen
sint mit denselben dem meister, dem rate und den burgern gemeinliche der stette
zu Strazburg in alle die wise, alse daz hienäch geschriben stät : daz ist also, daz wir 10
Friederich bischof zu Strazburg süllent den von Strazburg alle ire uzburgere genant
pfalburgere, die under uns seshaft sint und die sie uns geläszen hant dis nehste jar
nach der date dis briefes zu zalende, läszen sitzen mit semelichen dienste und in
aller der mäszen, alse sie untze har geseszen sint, und nach demselben jare, so sül-
lent wir noch die unsern sie nyemer me vürbaszer getrengen noch genötigen noch 15
in keine sunder getwengnüsze getün noch schaffen getan werden danne ungeverliche
alse andern unsern lüten, bi den si danne sitzent äne geverde. und süllent ouch die
von Strazburg keinen uzburger genant pfalburgere me empfahen, die uns zügehörent.
es süllent ouch alle unsere lüte, die under uns seshaft sint, wä die geseszen sint,
einen frien gezog habent mit irem libe nnd gute zu ziehende in die stat zu Strazburg 2«
oder wohin es in föget. und süllent wir noch die unsern daz nit weren noch sie
daran irren in denheinen weg. und hettent öch die unsern iergent abetrünne ver-
sworn oder burgschaft darvür gesetzet, die süllent wir und die unsern in disen
nehsten ahte dagen derselben irre eide und burgschaft ledig und los tun sagen, were
ez aber, daz einre hinnan fürder es verschuldete, daz er uns mit rehtem gerillte, lip 25
und gut verfiele, verbünde sich der ützit, daz sol er halten, were aber er uns vor-
mals lib und gut verfallen, wez sich der verbunden hette, daz sol er halten, hette
öch denhein sölicher schulden geholffen machen, darzü er beruffet were worden mit
einre gelüteten glocken oder hette er mit hande oder mit munde denheine schulde
gelopt zu geltende, die sol er ouch helffen bezaln. daz sol aber nit angän semeliche 30
schulde, alse die lüte vür abtrünne gelopt hant und die von abtrünne wegen dar-
triffet. were es ouch, daz ieman, wer der were, sine lüte, die under ime sitzent,
trengen oder twengen wolte oder sie bitze har getrenget hette, daz dieselben keynen
fryen gezog haben soltent, uf den und uf die süllent wir bischof Friderich den vor-
genanten meister und rate zu Strazburg geraten und beholffen sin, daz er sine lüte 35
der getwengnüsze, eide burgschaft und gelübede ledig sage, die sie ime darumbe ge-
tan hant und daz er sie läsze fri ziehen mit irem libe und gute, wähin sie wellent,
alse ouch daz billich reht und gewönlich ist, uzgenommen eigen lüte, die man be-
setzen sol mit den lide nehsten, alse daz von alterhar dan gewönlich und reht ist.
wir der vorgenante bischof Fridrich wellent ouch nit, daz denhein unser amptman «
noch nieman der unsern denheinen, der der von Strazburg bürgere gutere lehent
oder in gülte davon git, von dez selben gutes oder der gülten wegen ützit me trenge
oder nötige zu dienende anders danne alse vil, alse er vormals diende, e danne er
1389 200
daz gut lehente, es were danne, daz er sich an sinen gutern beszerte oder ergerte
nach erkentnüsze der banlüte, da er danne geseszen ist. der vorgenanten der von
Strazburg lehenlüte mügent der bürgere von Strazburg vihe, pferde, rindere, schofle
und ander vihe uf unser wunne, weide und almende triben, wä die sitzent alse
5 untze har gewönlich ist gewesen, welre ouch under uns der bürgere von Strazburg
gütere lehent oder gelehent het, gienge der von den gutern e, danne die zil uzge-
ginget, alse er dieselben gütere gelehent het, oder so die zil oder die mist gedinge
uzkommet, so sol derselde leheman noch nieman der unsern dieselben bürgere von
Strazburg, der danne daz selbe gut ist, an den gutern vürbaszer zu lihende nit irren
io noch hindern, welre daz darüber dete oder also von den gutern gienge e, danne
duzselbe zil uzkemmet oder die bürgere also an iren gutern zu verlihende irrete,
uf den süllent wir unsere amptlüte und die unsern nach der von Strazburg ver-
kündende den von Strazburg und iren burgern geraten und beholffen sin, daz daz
nit geschehe und in öch verbeszert werde unverzögenliche, alse gienge es uns den
»6 bischof selber an. wir süllent öch daz gesinde und die knehte, die die bürgere von
Strazburg uffe iren gutern und höfen hant, die under uns dem bischofe gelegen sint,
denheine bete trengen zu gebende noch sie sus nötigen noch nieman von unsern
wegen, da söliche knehte oder gesinde uns vormals zehen Schillinge Strazburger
Pfennige oder minre gedienet hant. weihe aber under denselben me danne zehen
2o Schillinge jares gedienet hettent, die süllent uns bete geben, alse harnäch von den
burgern, die uszer der stat zu Strazburg under uns ziehent, geschriben stSt, wände
wir süllent sie äne dieselben damit läszen bliben in iren alten rehten und guten
gewonheiten, alse sie von alter har kommen sint äne alle geverde. wir der vorge-
nante bischof wellent ouch nit, daz man von denheinem burger von Strazburg sinen
25 gutern, frühten und dem iren in unsern gerillten üt rihten sülle, wände wir ir friheite
wol gesehen und selber gelesen hant, daz sie des von römeschen keisern und künigen
gefriet sint, daz man davon nit rihten sol. und darumbe so wellent wir, wenne den-
heinem unserm amptmanne oder dem unsern in dem gerihte, da die lüte daz gut
oder daz ire verbotten sint, es zu dem ersten male verkündet wirt mit der stette zu
so Strazburg briefe oder gewiszem botten, daz sie danne die lüte oder daz gut oder
daz ire, daz danne verbotten ist, ledig sagen süllent. und daz süllent ouch unsere
amptlüte und die unsern vürderliche und äne verzog tön. und süllent unsere ampt-
lüte den oder die, den die bürgere von Strazburg ir gut oder daz ire verbotten hettent,
den burgern nächwisen in die stat zi'i Strazburg. und sol man danne den unsern,
äs die in die stat also gewiset werdent, in der stat zu Strazburg unverzögenliche dez rehten
helffen äne alle geverde. und süllent öch wir der bischof und unsere obresten amptlüte
alle die schultheiszen, die under uns nii zu male sint oder die wir harnäch machent, tun
sweren an den heiligen daz vorgeschoben stücke also zu haltende und zu vollefürende un-
geverlich. wä aber der von Strazburg bürgere [einre] darüber einen brief vordert an
ineister und rat, daz ime sine gütere verbotten verent und ime daz gut von den unsern
also danne entslagen wurde, vindet sich danne vor meister und rate, daz daz gut, daz
demselben burger entslagen were, nit sin eigen gut were, so süllent in meister und rat
tlariiiiilit' straffen und es in tun beszern, alse iren eren wol anstät. were ez öch, daz
294 1389
unserre schultheiszen einre der burger von Slrazburg gut von dem ersten verkündende
nit entslflge und also verbrochen würde, den süllent wir darumbe tun straffen
und in tun beszern, alse unsern eren daz danne wol anstät. es ist ouch beret,
were es, daz die von Strazburg reysen varen woltent oder reysende würdent, be-
dürffent sie danne pferde, wegene, karriche und semelicher bereitschaft von den 5
unsern in unserm lande, daz wellent wir in wol günnen und ist unser guter wille
umbe semeliche pfennige, alse sie untze har sölichen lüten darumbe gegeben
hant. und süllent wir daz also allen unsern amplüten befehlen, wir der vorgenante
byschof Friderich wellent öch, welre der von Strazburg ingeseszen burger hinanfürder
nach dem dage, alse dirre brief gegeben ist, us der stat hinder uns in unsere stette 10
gerihte und gebiete zühet, derselbe und sine nachkommen süllent uns jares dienen
eine alte gemeine banbete. und dieselben süllent den unsern, da sie danne seshaft
sint, helffen mächen mülen, ofenhüser, burnen, stege und wege nach margzal, alse
sie danne daran an gebürt, ungeverlich. sie süllent öch alle gemeine eynungen helffen
halten und süllent mit den unsern in unsern gerihten, da danne söliche bürgere is
sitzent, zu gerihte gän. sie süllent ouch den unsern helffen graben und wachen nach
irre anzal ungeverlich. wir noch die unsern süllent ouch semeliche bürgere über die
vorgeschriben dinge nit vürbaszer trengen oder nötigen uns vürbaszer zu dienende
oder zu tünde, sie detent es danne gerne, wir süllent noch wellent öch nit gestatten,
daz dieselben bürgere ieman versetze oder verbinde gülte oder zinse zu gebende oder 20
schulde zu machende in denheinen weg.- wä auch einre der von Strazburg burger
eine unfüge tut in unsern gerihten und gebieten, kommet der mit dem libe darvon,
so sol öch alles sin gut fry und ledig sin und bliben, es were danne daz denheinre
der unsern, der von uns in die stat zu Strazburg gezogen were, sider der .zit daz
wir bischof zu Strazburg gewesen sint. zügent dieselben also wider under uns under 25
unser gebiete, die süllent uns dienen alse andere unsere lüte äne geverde. welre öch
der von Strazburg ingeseszen burger sine kinde oder gesinde us der stat in unsere
gebiete jares vert sine gutere zu buwende oder andern sinen nutz zu werbende, der doch
sine beste husere in der stat zu Strazburg het, der und dieselben süllent fri hinder
uns sin alles dienstes und aller der vorderungen, so die unsern an sie gevordern so
oder getün möhtent, wände wir wellent, daz sie fri sind und ouch unsere wunne
und weide mit allem irem vihe mügent nützen und nieszen und zu aller irre not-
durft bruchen, alse alle andere unsere lüte und alse daz ouch harkommen ist äne
geverde. were es aber, daz wir und die von Strazburg stöszig mitenander darumbe
würdent, so sol yetweder teil under uns derselben sachen komen uf zwene erbere K
manne, und süllent wir byschof Friederich darzu einen zu einem obemanne nemen
uz den vier meistern und dem ammeister, die danne zu Strazburg sint. und waz der
merre teil under denselben fünfen darumbe erkennent und sprechent, daz süllent wir
und die von Strazburg zu beidensiten halten und voilefüren, und wenne daz ein
mal von unsern bischof Frideriches wegen geschehen ist, würdent wir danne die von *<>
Strazburg von sölicher stücke wegen anderwarbe anlangende, so süllent wir zu beiden
siten aber zwene erbere manne darzu setzen und süllent danne die von Strazburg einen
under disen sehsen, die hie nach geschriben stänt, zu einem fünften manne darzu nemen.
1389
und waz dieselben funfe darumbe erkennent und sprechent, daz süllent wirfiehzfi beiden
siten hallen und vollefüren. und sint diselben sehse: her Weither von Mulnheiui probst zu
Rynowe, her Burekart von Landesperg, der Zuckemantel der elter, her Johana von Sehaf-
lollzheiui,Voluiar von Wickershei tdJohans Hlappollzheim. und öch allewegent also ein-
r. mal aäch «lern andern, wie dicke wir die von Strasburg von deszelben Stückes wegen
I anlangende wüsdent, so sol es allewegent also darumbe sin und bliben und zu glicher
wise, alse es davor darumbe bescheiden ist. doch sol dieselbe anspräche allewegent
nit me sin danne von einre personen wegen ie zii einem male, und wenne öch wir
bischof Friderich eine söliche anspräche an die von Strazburg hant und wir einen
10 uz Iren vier meistern und dem ammanmeister, die danne sint, darzü nemen süllent,
Iso süllent die dage darumbe sin in der stat zu Strazburg und niergent anderswä.
so aber unser anspräche ander warbe darumbe ist und die von Strazburg einen
linder den vorgenanten sehsen zu einem fünften manne nemen süllent, ho süllent
dieselben dage sin zu Holtzheim und öch niergent anderswä äne alle geverde. wenne
15 öch die vorgeschriben sehse alle sehse gesterbent und verfarent, wenne wir danne
Idie von Strazburg von einre sölichen sachen wegen ansprechent, so süllent allewegent
ietweder teil under uns zwene erbere manne darzü setzen, und süllent die von
Strazburg danne einen darzü nemen uz unserm bischof Frideriches rate, der danne
unserm rat gesworn het, weihen sie wellent. und waz danne daz merre teil under
« denselben fünfen von dez vorgenanten Stückes wegen erkennent und sprechent, daz
§ süllent wir zu beidensiten darumbe halten und vollefüren äne alle geverde. weme
öch die von Strazburg ire stat verbietent, die mügent hinder uns ziehen, in weihe
unser stat oder gerihte sie wellent. und wohin sie hinder uns ziehent, so süllent sie
ire kinde und gesinde, die wile die zile werent, alse in danne die stat verbotten
8!i ist, fri sitzen alles dienstes und aller vorderungen. und süllent wir es gegen den
halten, alse von der von Strazburg edeln burgern hernach geschriben stät, die wile
sie under uns sitzent, ez were danne, daz sie es mit iren unzühten gegen uns oder
den unsern verschuldetent, die mügent wir von uns heiszen ziehen ungehindert äne
geverde. weihe die von Strazburg vür edellüte empfangen oder sus vür edellüte hant
so und die under uns under unserre gebieten zügent und die da seshaft werent oder
iegenote da seshaft sint äne die, die vormals in unsern stetten, dörffern und gebieten
bete gegeben hant, die süllent betefry da sin. und süllent wir noch nieman von
unsern wegen sie nit nötigen noch trengen zu tünde anders danne alle andere edel-
lüte tönt, die under uns geseszen sint äne alle geverde. wir der vorgenante bischof
85 Friderich noch unsere amptlüte noch nieman von unsern wegen süllent noch en-
wellent den unsern nit verbieten, daz sie den burgern von Strazburg ingeseszen oder
uzgeseszen noch den iren nit malen, bachen oder arbeiten süllent, in weihen weg
daz sie, wände wir wellent, daz die unsern in malent, baehent und arbeiten) umbe
ire pfennige alse andern lüten äne geverde. wir süllent öch jares von den von
40 Strazburg nit me danne hundert pfunde Strasburger pfennige nemen die vier
wochen us, alse ire messe alle jare in irre stat ist, die wile sie dieselbe mesze in
irre stat haltent und haben wellent vür unsern zol, der uns in unserm zollehuse
zi'i Strasburg dieselben vier wochen vallen und werden solte. und süllent wir sie
VI. 88
296 1389
darüber nit nötigen noch trengen noch vordem uns me Javür zu gebende, wände
uns sol da mit davür begnügen äne geverde. unsere zollere, die in der stat zu
Straspurg uf den brücken und bi den turnen von- unsern wegen zol nement,
die süllent, von wine, von körne noch von denheinen andern dingen nit me
zolles nemen danne, alse man von alter har vor zwentzig oder vor driszig jaren da '
selbes genomert het äne alle geverde. wir der vorgenante bischof Friderich noch
nieman von den unsern wegen süllent noch enwellent hinnanfürder in allen unsern
stetten, dörffern und gebieten, ez sie uf wasser oder uf lande, denheinen nuwen zol
uf die bürgere von Strazburg noch uf ir gut machen noch von in heischen, und
hettent die unsern semeliche nuwe zolle gemachet, die süllent abe sin äne geverde. >"
zu glicher wise süllent wir meister und rat zu Strazburg noch nieman von unsern
wegen noch enwellent och hinnanfürder in unserre stat und burgbanne zu Straz-
burg, es sie uf waszer oder uf lande, denheinen nuwen zol uf den vorgenanten
unsern herren bischof Friderich zu Strazburg, uf die sinen noch uf ir gut machen
noch von in heischen, und hettent wir semeliche nuwe zolle gemachet, die süllent u
abe sin äne geverde. wir der vorgenante bischof Friderich verzihent uns ouch mit
disem briefe gegenwertikliche aller der ansprächen und vorderungen, die wir und die
unsern untze uf disen hütigen dag an die vorgenanten meister und rat und an die
bürgere gemeinliche und besunder der stat zu Strazburg gehabt hant oder gehaben
möhtent : es sie von brandes, nomen oder schaden wegen, der uns oder den unsern 20
von in oder den iren geschehen ist, in weihen weg daz sie, oder von waz Sachen
wegen daz ist, wände wir also uf disen hüligen dag mitenander früntliche und gen-
tzliche gerihtet und geslihtet sint äne alle geverde. wir wellent öch, daz die ver-
buntnisse, die wir und die von Strazburg mitenander hant, und die wir öch gesworn
hant gegenenander zu haltende, gegen uns zu beidensiten stete sol sin und in allen 20
iren kreften bliben mit allen den stücken, puntten, verbüntnüszen und artickeln,
alse es die buntbriefe besagent, die darüber gemachet und versigelt sint äne
alle geverde. und durch daz, daz die vorgenante früntliche rihtunge und der
Übertrag und allez daz, daz da vorgeschriben stät, stete sol sin und bliben in
alle die wise, alse da vorgeschriben stät, alle die wile, daz wir der vorgenante w
bischof Friderich lebent und byschof zu Strazburg sint, äne underläz. wände
wir s öch also und dieselbe zit us mit ufgehebter hant tipliche gesworn
hant an den heiligen unverbrochenliche zu haltende, so han wir dez zu einem woren
Urkunde unser ingesigel an disen brief gehencket und durch merre Sicherheit und
gantzer bestetegunge willen aller der vorgeschriben dinge so hant wir der vorgenante sä
bischof Friderich gebeten den tümprobst, den dechan und daz capittel unserre merren
stifte zu Strazburg, daz sie dazselbe unsers und ires capittels ingesigel zu dem unsern
hant gehencket an disen brief, dez öch wir Burekart von Lützelstein der tümprobst
und Volmar von Lützelstein gebrüdere dechan der merren stifte zft Strazburg von
unserm und dezselben unsers capittels wegen verjehent an disem briefe. und daz zu *o
einem Urkunde so ist dez vorgenanten unsers cappittels ingesigel durch bete willen
dez vorgenanten unsers gnedigen herren bischof Frideriches zu Strazburg zö des
selben unsers herren bischof Fridriches und der stette zu Strazburg ingesigeln an
1389 297
(lisch brief gehencket. wir Ortelin Mansze der meister und der rat von Strasburg
rerjehent öch und künden! mengelichem mil dieem briefe, daz wir von unsern und
der gemeinde wegen zu Strazburg früntliche geribtet, ge.slihtet und überkommen sint
mit dem vorgenanten unserm gnedigen herren bischof Frideriche zu Strasburg aller
« dinge, die da vor an disem briefe geschriben staut, wände wir dieselben vorgeschriben
dinge allesamcnt halten wellent unverbröchenliche, die von unsern wegen da vorge-
schriben stänt all die wile, daz der vorgenante herre bischof Friderich lebet und
bischof zu Strazburg ist und es öch alle jare der nuwe rat, der in unserre stat zu
Strazburg wirt, sweren sol also zu haltende, und zu einem waren Urkunde so ist
i" unserre stette ingesigel zii dez vorgenanten unsers herren bischof Frideriches und
dez capittcls ingesigeln zii Strazburg an disen briet gehencket. der wart gegeben
an dem ersten mentdage nach sant Martins dage dez heiligen byschofes in dem jare
da man zalte von gotzbürte drützehenhnndert jare ahtzig und nüne jare.
Str. St. A. AA. 1412 or. mb. 1. pat. c. 3 sig. pend.
Ebenda: ein itnvollzogenes Orig. und mehrere gleichzeitige Copien. — AA. 1413 conc. eh. blosse
Aufzählung der Bedingungen dieses Vertrages.
G. U. P. lad. 271. nr. 14. cop. vel. or. mb.
Gedr. Lünig, I, pg. 284. — Wencker, de ussburg. 88-95.
559. Zubrief zu dem großen Sühnebrief des Bischof Friedrich und der Stadt
so Straßburg. i389 yovunber 22.
Wir Friderich von gotz gnaden byschof zu Strazburg und wir Wilhelm zu dem
Riet der meister und der rat von Strazburg verjehent und tünt kunt mit disem
briefe, also wir zu beidensiten liplichen und frontlichen gerihtet und geslihet sint von
aller der spenne und missehelle wegen, so wir bitzhar mitenander gehebet hant, alse
■ das der brief wiset, da diser brief durch gezogen ist. in derselben rihtunge begriffen
und beret wart, das wir bischof Friderich, die stat von Strazburg und ire nach-
kommen ungehindert und unansprechig süllent laszen von irre edeln bürgere wegen
herren, frowen, rittere, knehte und irre geistlichen bürgere wegen epte, eptischen
pröbeste, comentüre, priole, meistere, meisterinne und alle andere pfaffen, die ire
:"> bürgere sint, die sie ietzent hant oder harnäeh gewinnent und sie öch bi den söllent
laszen bliben mit allen den rehten und in aller der maszen, alse sie die harbraht
haut und bitz har kommen ist, doch mit beheltni'isze unser und unserre stifte reht
und friheit. da gegen öch in derselben rihtunge beret und begriffen wart, alse wir
der vorgenante bischof Friderich anspraclie hant an etliche der von Strazburg bürgere
\nii unserre betingen gütere wegen, die wir hant in dem Riete zu Gamesheim und
darumbe und öch von unserre haberbete wegen zu Zabern, das da die vorgenanten
von Strasburg die selben ire bürgere söllich soltent haben, das sie uns umbe die-
selben ansprachen uf gemeinen gelegenen dagen oder in der kuntschaft reht tun
soltent. und wände die vorgenanten stücke in der rihtunge also begriffen und beret
wurdent und doch nit in die rihtegunge briefe verschriben sint. darumbe, daz ez
danne doch von uns zii beidensiten hinnanfürder gehalten und volle füret werde zii
»liehe!' wise, alse es beret ist, alse da vorgeschriben stat. so gelobent wir bischof
298 1389
Friderich und wir die obgenanten meister und rat die egenanten stücke, alse da
vorgeschriben und bescheiden ist, stete und veste ze haltende und zu vollefurende
zu glicher wise, alse die rihtegunge [wiset] und niemer da wider zu tunde noch ze
kommende, wanne ez da bi bliben sol noch daz schaffen getan werden in deheinen
weg äne alle geverde. und des zu Urkunde, so hant wir Friderich bischof zu Straz-
burg und wir Wilhelm zu dem Riet der meister und der rat von Strazburg unsere
ingesigele an diesen brief tun hencken. der geben wart an dem ersten mentdage
vor sant Katherinen dage in dem jare, da man zalte von gotz gebürte drützehen-
hundert achtzig und nüne järe.
Str. St. A. AA 1413. cop. eh. coaev.
Gedr. Wencker, de ußburg. S. 98/00.
560. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: söliche kriege, als herren, ir
und andere stette miteinander gehabt hant, domit hant auch ir uns zu Hochberg und
anderswo und auch unsern dyener Hans von Bach und ander unser dyener und die
unsern geschadigt. bitten wir uch mit ernst . . . diesen Schaden zu kehren und des- 15
wegen einen Tag abzuhalten. datum Mülnberg crastino beate Katherine.
MiiMburg [1389] November 26.
Str. St. A. AA. 85. or. eh.
Beg. d. Markqr. v. Bad. nr. 1483.
561. Örtelin Mansze der Meister und der Rat von Strassburg mahnen alle Herren, 20
Frauen, Dienstleute, Ritter, Edelknechte und Edelleute, ihre Auszenbürger1 an dem
üeebr. 12. ersten sunnendage zu naht nach sant Nicolaus dage in der stadt zu sein . . . wir
wellent von ernstlichen sachen mit üch reden, die üch selber angant . . . und lant
üch daran nützit irren, wände die sache ernst ist. datum feria quinta proxima
post diem seti Andree apostoli a. d. 1389. 1389 December 2. *$
Str. St. A. G. U. P. lad. 271 nr 5. or. mb. lit. pat. c. sig. in v. impr. del.
Gedr. Wencker, de ußburger. 166.
562. Freiburg an Strassburg : bittet zu berichten, wie es mit den Brotbäckern
und der Brotschau in Strassburg eingerichtet sei. [1389.]
Str. St. A. Begest in einem alten Inventar des aufgelösten Bestandes «an der Saul» so
Original nicht aufgefunden.
563. König Wenzels Landfriede für Bischof Friedrich von Strassburg, die Land-
vogtei Elsass, elf genannte elässische Reichsstädte, Strassburg und Basel auf die
Dauer des Egerer Landfriedens am Rhein, also bis 5 Mai bezw. 5 Juni 1395 mit der
Vgl. nr. 324 die Einladung an die Außenbürger vom 31 Juli 1386.
1389 908
Besiegelung durch den König und die genannten Teilnehmer. geben zu Präge noch
(liistus gebarte 1389 jore uf sant Thomans tag des zwelfboüen. i3so December 21.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48(49 B. 3 cop. eh. coaev.
Gedr. B. li. A. II, nr. 7ö nach Cop. des Hasel. St. A.
lieg. Mone, Ztsehr. f. Gesch. d. Obrh. 21, 170
564. Maßregel zur Sicherung der Stadt während der Kriegszeit. [i:tso.] •
Es sollent alle fremde lüte, die in unser stat sint, die nit burger hie sint, oder
oucli nit ir wissenthaften lehcnherren hinne het, der in bekenne, die söllent usz unser
rehten stat in die vorstette gon und nit in unser rehte stat kummen. wer dar über
io in unser stat funden würde, den wil man ertrenken, er sy man oder frowe. es sol
ouch nieman kein howe noch kein stro in unser reht stat füren.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 20 nr. G. Papierzettel.
565. Maßregeln für den Krieg gegen den Marhgrafen von Baden. [1389.]
Wir söllent ettewie vil schiffe tön bereiten, obe wir werdent uff den marggrofen
i5 ziehen, daz wir denne domitte gerüstet sind, und süllent ouch die constofeler meistere
und die antwerckmeistere in Hügelin Sfiszen husz kummen umbe daz, daz sü do
sagent, wie vil lütes sü usz gerillten mügent. und meindent ein teil darzu, weihe
gespannen wir ietze pfenninge gegeben hant, daz die blibent und daz wir zu den-
selben süllent drissig spannen.
üo Wir söllent alle dörlin an unserre stat beslieszen und söllent sehs tor offen
loszen. und süllent ouch lüte under die tor setzen, die ouch die mengelich frogent,
wer er sy, die do usz und in gont2.
Item uns duhte ouch gut sin, daz man des von Bülaches husz3 im Turbach
besetze durch daz, daz man sin deste basz one sorge möge gesin.
25 Von Richenwilre wegen süllent wir den unsern verschriben, daz sü werbent an
der swebischen stette botten, daz Richenwilre stille sitze in disem kriege und daz
men darusz noch darin dem lande und ouch uns kein schaden du und daz es un-
geschediget ouch von uns belibe.
Str. St. A. G. U. P. lad. 20. Bd. 18. conc. eh. (Zettel.)
566. Die zu Worms versammelten Städteboten der Städte des ehemaligen rhei-
nischen Städtebundes an die Reichsstädte des Landfriedens in Schwaben : fordern
Aufs neue die Bezahlung der 30,000 Gulden ... die ir uns schuldig sind, alz wir
meinen, nach ergangen und vertedingeten sachen allda ze Babenberg, alz von dez
hochgebornen fursten herzog Ruprechts dez eitern von Baigern wegen, den fürhin
1 Vgl. Hegel, Königsh. II, 852, wo gerade diese Maßregel für 13$'.) erwähnt wird.
3 Vgl. auch über diese Maßregel für 1389 Hegel, Königsh. S. 852.
:l Wohl das noch heute bestehende Gut der Zorn-liulaeh in Durbach bei Oberkirch in Baden.
300 1390
abzelegende, uf daz man mit andern fursten und herren dez krieges dest zu friden
der land möchte komen möcht aber daz nicht gesin, so wollen wir da-
rumbe gerne mit iuch an ain fruntlich recht komen . . entweder vor einem der
drei Erzbischöfe von Mainz, von Köln, von Trier oder vor Ruprecht dem älteren.
geben under der von Wormsze unser frunde der vorgen. insigel von unser aller 5
geheisz uf mantag nach dem zwölften tag anno domini etc. 90. 1390 Januar 10.
Aus Ulm St. Bibl. gedr. D. B. A. IL nr. 00.
Heg. Boos, Worms. UrJcb. II, nr. 928.
567. Johans von Bach ein edelknecht thut kund, dass er von «aller ansprachen
und sachen wegen» verrichtet und geschlichtet ist. Er gelobt die Richtung zu halten und 10
hängt sein Siegel an. geben an dem ersten dunrestdage vor sant Agathen dag
in dem jare do man zalte dritzehenhundert jare und nüntzig jare. 1390 Februar 3.
Str. St. A. AA. lad. 166. nr. 72. or. tnb. lit. pat. e. sig. pend. mut.
568. Die Bürgermeister und Räte von Mainz, Worms, Speier und Frankfurt an
Strassburg : ' haben beschlossen das von Bundes wegen dem älteren und jüngeren is
Pfalzgrafen Ruprecht von Baiern zu zahlende Geld, welches bereits Weihnachten
fällig war, in der nächsten Fastenzeit auf einem Landtage zu Mainz zu bezahlen und
bitten, dass Strassburg auch seinen vollen Anteil an dieser Bundesschuld einsende,
wohingegen sie sich verpflichten die Gegenforderungen der Stadt, von der sie neulich
geschrieben, geltend zu machen. geben under der von Spir ingesigel von unsere 20
aller geheisze des nehsten mantages nach unsere vrauwen kertztage.
[1390 Februar 7.]
Str. St. A. AA 118. or. eh. I cl.
569. Bischof Friedrich von Strassburg bekennt der Stradt Strassburg schuldig
zu sein : tusent guldin, die gut an golde und swer gnüg sint, die sie uns durch ■
sunder früntschaft und durch iren guten willen mütwillekliche geluhen hant . . . und
verspricht dieselben Ostern übers Jahr ganz zurückzuzahlen. Als Bürgen und Mit-
schuldner sollen gelten Thomas von Grostein Vogt zu Bernstein, Egenolf von Lützel-
burg Schultheiss zu Zabern, Ludwig von Wickersheim Vogt zu Mollsheim, Götzemann
Münich Vogt zu Rufach und Johans von Bossenheim Vogt zu Ortenberg, welche, 30
falls der Zahlungstermin nicht inne gehalten wird, bei Strafe der Absetzung und
Aechtung verpflichtet sind jeder zwei Knechte mit 2 Pferden solange als Geisel nach
Strassburg zu schicken, bis die Schuld bezahlt ist. geben an dem ersten fritdage
vor sant Valentins dage des heiligen byschofes in dem jare 1390. 1390 Februar 11,
Str. St. A. AA. 1412. conc. eh. »
1 Vgl. hierzu das aus dem Straßb. St. A. stammende Begest (Koch und Wille nr. 0702) : 1390
Ianuar 24. Die Stadt Straßburg schreibt an die Städte Mainz, Worms, Speicr und Frankfurt betreff,
die Zahlung von 25000 Gulden an Ruprecht den jungem — Doch ist dieser Brief, auf den der obige
ivohl als Antwort anzusehen, nicht im Archiv aufgefunden
1390 3M
570. Die zu Mainz tagenden Städteboten von Mainz, Worms und Speier an
Slrasshurg: bitten ihnen zwei Ratefreunde zu dem nächsten Landtage nach Mainz
zu senden, damit sie dort nähere Auskunft geben . . . von der nunhundert und
Bienen und siebenteig guldin wegen, als ir meynent, die den uwern meatotn und
s abegeslagen sullen werden an uwer stete anlzal. als ir off wyhenachten nest ver-
gangen bezalt sollen! hau nach lute des uszspruchs, als zusehen den (nisten und
Btetden üzgespruchen ist Wollen sie keine Gesandte schicken, so sollen sie diejenigen
»selbst senden, welche jenes Geld zu fordern haben, da sie versprochen haben um
jene Zeit alle Ausstände zu begleichen. geben under der stetde von Mentze in-
i» gesigel von unser geheisz off den nesten samstag vor katlicdram Petri.
[1390 Februar 19.1
rStr. St. A. AA. 118. or. eh. I cl.
•wl, Herzog Ruprecht der ältere an Strassburg: giebt Nachricht von den Ver-
handlungen, welche sein Sohn Ruprecht der Jüngere und Schenck Eberhart der
"> Lantvogt mit König Wenzel und seinem Rate in Retreff der Acht gepflogen haben :
der König habe gesagt, .... daz der ritter, der gefangen ist, wider komen sii in
des von Rapolstein hant und gewalt von des wegin die acht gescheen sii, den wolle
er ledig haben . . . Demgemäss sollten sie es sich ernstlich angelegen sein lassen,
die Refreiung des Ritters zu erwirken. Für den Fall ober, dass sie dies nicht ver-
" möchten und weitere Unterhandlungen mit dem Könige pflegen wollten, habe der
Landvogt Schencke Eberhart mit dem Könige verabredet, . . . daz er uwern f runden
und bodten dann gut geleit schaffen wolle zu yme und wider herusz ryten. daluin
Heidelberg quarta feria post diem cinerum. Heidelberg [1390 Februar 23.]
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl.
25 Gedr. Rapp. Urkb. II. nr. 316.
Ilieq. Koch u. Wille nr. 6763.
572. Siraßburg an Markgraf Jobst von Mahren: bittet beim König für Auf-
hebung der Acht zu wirken. 1390 Februar 24.
Dem hoherbornen Fürsten und herren herren Jose marggrafen zu Merhern unserme
80 gnedigen herren embietent wir Wilhelm zii dem Riet der meister und der rat von
Strasburg urisern undertenigen gewilligen dienst, hoherborner furste und herre, alse
uwer gnade wol weis, des wir getruwent, wie wir und unser stat in ahte getan sint
unverschuldeter dinge, alse uns bedüncket und über daz, das uns von derselben
Sachen wegen nye kein verkündunge, vürgebot noch anleite getan noch geschehen
ist und öch dieselbe ahte nit uf freneschesem ertriche geschehen ist und über das,
das wir dein allerdurhluhtigestem forsten unserm gnedigen herren herren Wenczlaws
romeschen künige und künige zii Benenn willig sint und werent zu tünde, was sinen
gnaden dienstliche were, wände wir ez öch dem allerdurlühtigesten fürsten und herren
herren Karlen seliger gedehtnisze von gotz gnaden römeschem keiser sinem vatter
und dem heiligen nnnesclien riebe voi/.iteu und allewegent getan haben! und dem
302 1390
heiligen romeschen riche noch willig sint zu tünde. also hant herr Johans von Kageneck
und Burekart von Rotwile unsere erbern hotten uns wol geseit, das sie uwern für-
stenlichen gnaden dieselbe sache verkündet und vürgeleit habent und das ir in
gnedekliche darzu geentwurtet habent und üch erbotten mit uwerme gnedigem rote,
der furstenlichkeit und gnaden wir uch gnedekliche danckent. und bittent uwer gnade i
gnedeklich, daz ir uwern ernst vübasser keren wellent an den vorgenanten unsern
gnedigen herren herren Wentzlaws den römeschen künig und sine gnade gnedekliche
bitten, daz er uns und unser stat uz derselben ahten lassen welle und uwern gnaden
dieselbe sache mit vollem gewalte völlekliche befelhe. alsobalde uwere furstenlichkeit
denne her usz zu lande gen Franckfurt oder uff den Rin kumet, so wellent wir unser 10
erber botschaft zu uwern gnoden schicken die uwere furstenlichkeit helfliche an zu
ruffende, daz wir usser ahte kummen mögent. gnediger herre, wir bittent ouch uwer
furstenliche gnode, daz ir hern Peter von sant Diedot schultheiszen zu Colmer uwer
gnedekliche wellent verhören, waz er von unserre sache wegen mit uwern gnoden
redet und ime behulffenliche wellent sin vür unsern gnedigen herren den künig zu is
kummende. daz ist ein ding, daz wir mit unserme ewigen dienste gegen uwern fürsten-
lichen gnoden und den uwern zu verdiende haben wellent. uwere gnedige antwurte
wellent uns wider lassen wissen. datum die beati Mathie appostoli anno 1390.
Str. St. A. AA. 112. conc. eh. Concept mit vielen Aenderungen. Dieselben haben durch-
gehends den Zweck das Schreiben höflicher und demütiger zu machen z, B. statt edeln iü
oder gnedigen herren ist immer übergeschrieben: hocherbornen fürsten und herren.
573. Bischof Friedrich und die Stadt Straßburg schliessen ein Schutz- und
Trutzbündnis . 1390 Februar 28.
Wir Friderich von gotz gnaden byschof zu Strasburg und wir Wilhelm zürn
Riethe der meister und der rat zu Strasburg dünt kunt mengelichem mit disem briefe, ?f>
alz wir durch unsern und des landes nutzes und notdurftes willen mittenander über-
kömen sint, das lant und uns selber zu beschirmende der stucke, die hie noch ge-
schriben stont : zum ersten sullent wir zu beden siten darzu einander beholffen sin
wider alle die, die ietzent unsere vigende sint oder harnoch unsere vigende werdent
und die das lant schedigent oder geschadiget habent. und zu solicher helfe sullent 3»
wir der bischof dienen mit fünfzehen glefen und mit vier einspennigen und wir die
von Strasburg mit zwentzig glefen und mit vier einspennigen ; und sol zu bedensiten
ietweder teils glefen selbander und mit zwein pferden sin. und sullent wir die zu beden-
siten one underlosz uff dem velde haben und die lüte und daz lant beschirmen, und
sullent ouch darzu alle unsere slosze, stette und vesten zu bedensiten einander offen 35
und uf geton sin nahte und dage. und sullent wir öch schaffen, daz dieselben oder
die unsern zu bedensiten veilen köf darinne umbe bescheiden gelt habent. wer. es öch,
daz wir.me oder minre volckes bedörftent, so sullent wir darumbe zu bedensiten
züsamen körnen, und wes wir denne zu bedensiten darumbe einhelleklichen über-
kummeöt, das sullent wir denne halten, was öch gefangen oder slosze gewunnen *»
würdent, darumbe sol iegliche teile under uns der halbeteil bliben und werden, es
1390 808
sol öch kein teil under uns deheinem gefangen zil geben oder lidig sagen on des
andern teiles willen und wissen, wir süllent öch zu bedensiten mit nieman deheinen
fride, söne oder vürwort nemen noch machen öch one des andern teiles willen oder
wissende, und sol dis zwüschent uns zii bedensiten weren untze sancte Martins tage, Nootn-.ii.
s der nu zu nehste kummet. und süllent wir öch alles das vorgeschriben stot zu beden-
siten getruweliche halten und vollefüren untze zu dem vorgenanten zile bi unsern
eidcn, die wir zu bedensiten gesworen hant von der verbuntnisse wegen, die zwu-
schent uns vormoles gemachet ist. und sol öch dis uberkumen dem selben unserem
bonde nit letzen noch in dehein schade sin one alle geverde. zu Urkunde hant wir
io Friderich bischof zu Strasburg und wir der meister und der rat zu Strasburg vorge-
schriben unsere ingesigel an disen brief dun hencken. der geben ist des jores do
man zalte nach gotz gebiirte drützehen hundert und nuntzig jor des mendages post
Idominicam qua cantatur in ecclesia dei Reminiscere.
Str. St. A. AA. 1413. or. mb. I. pat. c. 2 sig. pend. Das kleine runde städtisclte Siegel in
grünem Wachs und das kleine rote bischofliche Siegel.
574. Bischof Friedrich von Straßburg verkündet als Schiedsrichter in dem
Streite zwischen seinem Oheim dem Markgrafen Hesso von Hochberg und der Stadt
Straßburg, daß die Parteien mit einander ausgesöhnt seien.
Dachstein 1390 Milrz 10.
■>» Wir Friderich von gots gnaden bischoff zu Strasburg kundent menglichem mit
Idissem briefe, also kriege missehelle und stosze gewesen sint zwischent dem edelcn
unserme lieben ohem marggrafe Hessen von Hoichberg und den sinen zu eyme teile
und andersite unsern lieben getruwen dem meister, dem rate und den burgern
gemeinliche der stat zu Strasburg und den iren und mit namen Heinczeman Hubisch-
25 mannen, der von Strasburg burger, und den sinen. die selbe missehelle und kriege sie
zu beidensiten mutwilleclichen und auch genczlichin an uns den vurgenanten Fride-
rich bischoff zu Strasburg gelassin hant, also waz wir dar ynne sprechent nach der
mynne oder nach dem rechten, daz sie daz zu beidensiten halten süllent, alse auch
daz Ire versigelten briefe besagent, die wir von in zu bedensiten hant. also und auch
nach dem, als wir die sache zu beidensiten verhört hant und erfaren, so sprechent
wir der vurgenante Friderich bischoff zu Strasburg nach herren, ritter und wiser
lute rat nach der minne, want wir uns auch selbers bessers nit verstant, daz von
alle der ansprachen, brandes, nomen, smaheite, toitslege und schaden wegen, in willichen
weg daz zu beiden siten geschehen ist, und auch von alle der sachen wegen, so si
zu beiden siten miteinander zu tunde gehebt hant unez uff dissin hutigen tag, in
willichen weg daz sie, die mugen marggrafe Hesse von Hoichberg vor sich und alle
sine frunde, diener und helfer zu eime teile und andersite der meister der rat und
die burger gemeinlichen und besundern der stat zu Strasburg vür sich, alle ire helfer,
diener und die iren und auch mit namen Heinczeman Hubischman ir burger auch
vür sich, alle sine belfere, diener und die sinen miteinander genczlichen versunet, ge-
richtet und geslichtet süllent sin, und daz dar ume iewederteil under in nymer an-
VI. 89
304 1390
spräche noch furderünge gehaben nach gewynnen sol an den andern teil under in
mit gerihte oder an gerichte noch sus in denheinen weg an alle geverde. were ez
auch, daz ieman, wer der were, der des vorgen. marggrafen Heszen von Hoichberg
frunt von sipschafft oder erbe were von der vorgen. sache und schaden allersamment
wegen iemer deheine anspräche hettent oder hinnanfurder haben woltent an die vur- *
gen. meister und rat oder die burger gemeinlichen oder besundern der vurgen. stat
zu Straszburg, in willichen weg daz were, die selbe anspräche und furderünge sullent
der vurgen. marggrafe Hesse von Hoichberg sine erben und nachkomen den selben
den von Strasburg und den iren abelegen genczlichen und sie da von allem schaden
zihen ane alle geverde und an alle widderrede, und dis unsers sprechendez zu ur- m
künde so hant wir der vurgen. Friderich bischoff zu Strasburg unser ingesigel an
dissen brieff gehenket. der wart gegebin zu Dachenstein an dem ersten dünres-
tage vor deme suntage, als man sang in der heiligen kirchen in der vasten Letare
in dem jare do man zalte von gots geburte drüzenhundert jare und nünczig jare.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. »
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. h. 390.
575. Bruno von Rappolstein an Meister und Rat von Strassburg : beschwert
sich über den thätlichen Angriff, den er in Strassburg in seinem dem (Rappoltsteiner)
Hofe erfahren habe, . . . den ir mir doch öch von uwern gnaden gefryget hant,
als auch in der Kraemergasse, wo sein Begleiter Ulrich von Altenkastel durch ihren 2u
Bürger Hannemann von Colmar beschimpft sei. Zeugen der Vorfälle seien : Lienhart
Schultheisse, Rurckart Meiger und Petermann zum Riet. geben an dem fritage
vor mittelfasten. [1390 März 11.]
Str. St. A. AA. 112. nr. 12.
Gedr. im Auszug Bapp. Urkb. II nr. 317. 25
576. Bischof Friedrich, der Landvogt, die Stadt Straßburg und sieben andere
elsässische Städte treffen ein Abkommen über Erbaxmng einer Brüche über die IE
[bei Grafenstaden]. 1390 März 12.
Wir Friderich von gotz gnoden byschof zu Straszburg . . , Stisläw von der Witen-
mülen lantvogt in Eylsasz . . , wir Wilhelm zu dem Riet der meister der rot und 3u
die burger gemeinlich der stette zi'i Straszburg . . und wir die schultheiszen, die
meistere, die rete und die bürgere gemeinliche der stette Colmar, Sletzstat, Ehenheim,
Keysersberg, Mülhusen, Dürinkeim und Münster . . tünt kunt allen den, die disen
brief ane sehent oder gehörend lesen . . , daz wir der vorgen. byschof Fryderich
von unser und unsers bystumes wegen, ich der vorgen. lantvogt von des riches ■
landtvögtye wegen in Eilsasz, wir die vorgen. meister und rot zu Stroszburg von
unsere stette, unserre bürgere und der unsern wegen und wir die vorgen. riches
1390 HB
stetto von unserre stette, unserre bürgere und der unsern wegen gemeinliche mitten-
ander übcrkummen sint durch nutz und notdurft des gemeinen landes und der lüte,
daz man ein brücke sol machen über die Ylle1 und die wege, die darzü gont und
darzii notdurftig sint. und die selbe brücke und die wege sollent machen wir die
5 vorgen. von Stroszburg . . und darumbe, daz wir die vorgen. von Stroszburg die
brücke machen sollent, so sollent wir der vorgen. byschof Fryderich und ouch wir
die egen. meister und rot zu Stroszburg mit gemeinem rote ein erbern man by die
brücke setzen und den dün sweren an den heiligen uff der brücken zoll zfi empfe-
hlende von lüten, pferden, vihe, wegen, kerrichen von iegelichem besunder, also vil
in alz hie noch geschriben stot : daz ist zu wiszende von eime manne und eime pferde
ein Stroszburger pfenning; von eim lidigen manne oder frowen ein heilbeling; von
eime lidigen pferde ein heilbeling; von eime ohsen oder rinde ein heilbeling, von
zwein verhern ein heilbeling; von zwein kleinen vihen ein heilbeling; von eim karriche
zwene pfennige; von eime wagen vier pfennige. und sol man ouch den zoller den
i« diin sweren an den heiligen nieman loszen über die brücke vergeben riten, varen
noch gon, uszgenummen, wenne wir der vorgen. byschof Friderich oder ich der
egenante lantvogt selber über die brücke ritent, so sollent wir und alle die, die
denne zu der zit mit uns ritent, vergeben über die brücke riten und nütschit dar
über geben, unde wenne der zoller so vil geltes uffe der brücken empfohet, daz der
20 koste bezalet mag werden, daz die brücke und die wege gekostet hant, so sollent
wir byschof Friderich und die vorgen. meister und rot zu Stroszburg unser erbere
botten dar zu schicken und verhören, waz der zoller empfangen het. het er denne
so vil geltes empfangen, daz der koste bezalt mag werden, so sol men den zoller
dennan dün und sol men ouch kein zol me do nemen noch empfohen und ouch von
ar, niemanne in denheinen weg. wer es aber, daz nit so vil geltes do empfangen were,
alz die brücke und die wege gekostet hettent, so sol man den zoller do loszen und
mit nammen nit dennan dün, der koste sie denne e gentzlich bezalt. und waz
geltes der zoller empfohet, daz sol er alle woche gen Stroszburg meister und rote
an iren gewalt entwurten. und sol men ouch denne verschriben, wie vil des ist,
so durch daz man wisze, waz do empfangen und geentwurtet wurt. unde wenne dis
vorgeschriben überkumen durch nutz und notdurft des gemeinen landes und der lüte
n ii t unser aller willen und gehelle geschehen ist, so hant wir der vorg. byschof
Friderich unser ingcsigel, ich der vorg. Stisläw von der Witenmülen der lantvogt
inin ingesigel, wir die egenanten meister und rot von Stroszburg unserre stette in-
H gesigel und ouch wir der schultheisze, der meister und der rot von Colmor unserre
stette ingesigel von unsern und der andern obgen. richesstette und der iren wegen,
wenne wir die von Colmor daz also geton habent von der egenanten riches stette
belle wegen zu worein Urkunde und vester stetikeit an disen brief gehencket. der
geben wart an sante Gregorien tage des heiligen bobestes des jores do man zalte
von gottes gebürte druzehenhundert jor und nüntrig jure, unde sint dirre briefe drie
glich, den einen hant wir der vorgenante byschof, den andern die egenanten von
1 In dem einen Concept ist hier gestriclien : by Grnfcnstaden.
306 1390
Stroszburg und den dirten hant wir die obgenanten von Colmor, die ouch by uns
süllent bliben.
Str. St. A. AA. 1412. or. mb. I. pul. c. 4 sig. quor. 1 delaps. Ibid. G. ü. P. lad. 8 n. lad.
48/49 B. 2 conc. ohne Datierung.
577. König Wenzel gewährt allen, die Meister und Rat von Strassburg von der 5
Acht wegen zu ihm schicken werden, sicheres Geleit. geben zum Betlern 1390 des
montags nach Judica. Betlern 1390 März 21.
Str. St. A. AA. 107 nr. 55. or. mb. I. pat. c. sig. i. v. impr.
578. Die zu Mainz tagenden rheinischen Städteboten an Strassburg: teilen
mit, dass sie wegen des Zwistes zwischen Strassburg und Graf Simon zu Sponheim io
einen Tag zu Mainz angesetzt haben, zu dem die Stadt, wie alle andern Bundesstädte,
rechtzeitig ihre Boten auf Sonntag Cantate [1 Mai] schicken möge. geben under
der stetde von Mentze ingesigel von unser aller geheisz off den nesten frytag vor
dem Palmetage. [1390 (?) März 23.]
Str. St. A. AA. 118. or. eh. I. cl. is
579. Bischof Babanus von Speier an Strassburg : bittet um zollfreien Durchgang
einiger Stückfässer Wein's, die der Ueberbringer dieses Briefes kaufen solle . . in
uwer stat vor uns in unsern hoff. datum Utenheim anno 1390 in oetava pasche.
Uttenheim 1390 April 3—10.
Str. St. A Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. 20
580. Wir Burekart Hummel von Stöffemberg ritter und Wilhelm von Stöffenberg
ein edelkneht sin br&der verjehent beide und kündent mengelichem mit disem briefe,
das von aller der anspräche und sachen wegen, so wir untze uf disen hütigen dag
gehebet hant gegen den erbern bescheiden dem meister, dem rate und den burgern
der stat z& Strazburg und der wir gentzliche komen sint und gelaszen hant an den &
erbern fromen ritter hern Johans von Kagenecke den jungen, hern Cünrat Geist-
poltzheim und hern Wilhelm Metziger zwene alte anmanmeistere, wir früntliche und
gentzliche verrihtet und geslihtet sint mit den selben dem meister dem rate und den
burgern gemeinliche und besunder der selben stat zu Strazburg allen iren helffern
dienern und den iren. [Sie geloben die Sühne zu halten]. gegeben an dem ersten 30
fritdage vor dem sunnendage alse man sang in der heiligen kirchen Misericordia
domini in dem jore do man zalte drützehenhundert jare und nüntzig jare.
1390 April 15.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. 2 sig. pend.
581. Markgraf Rudolf von Baden verspricht allen Strassburger Bürgern, welche
des Badens wegen nach Baden reiten oder fahren, Sicherheit vor seinen Dienern und
1390 307
erklärt der Feind desjenigen zu sein, der jene auf dem Wege dahin angreife und
beschädige. datum samstag ante festum scti Georgii. [1390(7) April 10.)
Str. St. A. AA. 103. or. eh. I. cl.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1514.
5112. Markgraf Bernhard an Ammeister, Meister und Rat von Strassburg : beklagt
sich, dass er noch keine Antwort wegen seines Dieners Aberlin Schulzen bekommen
habe und begehrt dringlich . . . daz ir in kerent den schaden, den ir und die uwern
im getan habenl, dann detent ir des nit, so möchten wir in niht lenger uflgehalten
. . . datum Mülnberg feria seeunda ante Georii anno 90.
MÜMburg 1390 April 18.
Sir. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl.
Reg. d. Markgr. v. B. nr. 141)2.
583. Dietherich von Keppenbach thut kund, dass er mit den Strassburgern von
«allen ansprächen und sachen wegen» gesühnt ist und verspricht die Sühne zu halten.
i5 gegeben an dem ersten mentdage vor sant Georien dage des heiligen marterers
drützehenhundert und nuntzig. 1390 April 18.
Str. St. A G. U. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. sig. pend.
584. Borziboy von Swinar an Strassburg: versichert seine stete Freundschaft
und Dienstbereitschaft, doch der von Bergaw habe seine guten Absichten gehindert
«von der künigin wegen von Engellant und meynt vill nflez unserm hern dem kunig
daruz zu tun», verspricht weitere Nachricht und rät den Bischof von Bamberg um
Vermittlung anzugehen. geben dez mitiche noch scti Galli 1390.
1390 April 18.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I cl.
585. Markgraf Rudolf an Strassburg : Das Schiff mit Wein des Strassburgers von
Winterdür sei ihm wegen »grundrur« verfallen und die Berufung auf die Freiheiten
der Stadt ändere daran nichts . . . hant ir gute friheid, die haltent vast, also bliben
wir ouch gern by den unsern. datum dominica Cantate. [1390? Mai 1.]
Str. St. A. Abt. IV, 128. or. eh.
586. Luzem schließt eine Sühne mit der Stadt Straßburg, damit die Belästi-
gungen ihrer Kaufleute im Straßburger Kavf hause aufhören. 1390 Mai 21.
Wir der burgermeister und der rat der stat zu Lucern verjehend und kündent
menglichem mit diesem brieffe, daz von des angriffes, der behabünge und des be-
kümberndes wegen, alse die erbern bescheiden der meister der rat und die bürger der
35 stat zu Strasburg und die iren unsern burgern und den unsern ire töche, pfeninge
308 1390
und anders das ire in irem köfhüse zu Strazburg und bii \n angegriffen behebt und
bekümbert hettent, wir fruntliche verrihtet und geslihtet sint mit den selben dem
meister, dem rate und den burgern getneinliche und besunder der stat zu Straszbi'irg.
[Sie geloben die Sühne zu halten.} gegeben uff den heiligen phingest abent anno
domini 1390.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. sig pend.
587. König Wenzel setzt den Pfalzgrafen Ruprecht (II.) als Hauptmann des Egerer
Landfriedens ein mit Vollmacht, in seinem Namen alle seine und des Reichs Rechte
zu fordern und zu heischen und den Landfrieden mitsammt den darüber gesetzten
Obmannen zum Nutzen von Land und Leuten nach bestem Wissen zu bestellen ; io
gebietet Herren und Städten des Landfriedens sich an ihn zu halten und ihm bei-
zustehen, geben zum Retleren . . . 1390 dez friedages nach sant Vites dag regn.
boh. 28 rom. 14. Betlern 1390 Juni 17.
Str. St. A. AA. 107 nr. 54. cop. eh.
Gedr. D. M. A. I nr. 117. 15
588. Die Weber von Slraßburg, Hagenan und Zabern beurkunden und bestätigen
ihre alten Vereinbarungen. 1390 Juni 20.
Mengelich sol wissen, daz die Webermeister und knehte linen und wüllin zii
Strasburg, zu Hagenowe und zu Zabern durch ere, nutz und notdurft irre antwerke
und der gemeinde schaden zu versehende über einkummen sint vor langen ziten, 20
gegeneinander mit briefen verbunden hant der dinge, die hie nochgeschriben stont : zu
dem ersten, wo ieman, der dez antwerkez ist missetüt und anders, danne er tun sol,
den sol man schicken an die stat, do er die missetat getan het, do eine zunft und
gesworne sint dez antwerkes, daz er es do bessere, also die geswornen danne er-
kennent. ist aber keine zunft dezselben antwerkes an den stetten, do die getat ge- 25
schiht, so sol man es ziehen in die neheste stat, do eine zunft dezselben antwerkes
ist. und sol öch nieman von dem andern keine besserunge nemmen, do keine zunft
ist. es sol och nieman keinen lerkneht dingen neher danne zu. Strasburg, wer öch
einen lerkneht dinget, der sol in in den nehesten aht tagen noch der gedinge für die
geswornen in der nehesten stat bringen, do eine zunft ist, also do vor ist bescheiden, ^
und in do dingen und winköf und wahs geben nach des antwerkes gewonheit und
reht. nieman sol öch zwene lerknehte in sinem müse und brote haben, wo öch ein
lerkneht von sinem meister lieffe, e sine jorzil us kement, die er gelobet zu dienende,
den sollent meister und knehte schuhen, unlz er mit dem meister und den geswornen
der nehesten zünfte über ein kummet. und wenne ein lerkneht also sinem meister 36
abgat und von yme löffet, so mag der meister wol einen andern lerkneht dingen in
der wise, also die briefe sagent, die meister und der knehte versprochen hant zii
haltende, es sol öch kein meister noch lerkneht von einander sich scheiden in den
gedingeten jorziln anders danne vor den geswornen der nehesten zunfte. wer öch der
1390 300
vorgeschribcn dingo deheines fi'irbreche, den sollent meister und knehto an allen
statten schuhen und nit für gut haben, untze er mit den geswornen übereinkummet
an den .stetten, also do vor ist bescheiden, und öch dez verschriben Urkunde under
ires anl Werkes ingesigel zöget, daz er also üborcinkummcu si. dirre vorgeschoben
dinge bant Biofa die erbern meister und knehte der webere zu Obern-Ehenheim für
sich und ire not hkummen ires anlwerkes gegen uns verbunden zu haltende bi guten
truwen und haut uns gebetten, disen brief besigeln mit unserme dez anlwerkes ge-
meine ingesigel zu Strasburg, wanne sü öch hinder unser zunft gehörent. geben
an dem nohesten mendage vor dem süngiht tage noch gottes geburte 1390 jore.
Str. St. A. G. U. P. lad. 10. or. mb. c. 1 sig. pend.
Gedr. Schmoller, Straß. Tucher- u. Weberzunft, nr. 15.
589. Meisler und Rat von Straßburg bitten den Cardinal Philipp von Alencon,
Bischof von Ostia, sich beim Papste für die Ernennung Ulrichs von Lichtenberg
zum Bischof von Straßburg zu bemühen. i:iuo Juli ~>.
Reverendissime pater et domine graciosissime quia sanetissimo in Christo patri
ae domino digno dei providencia Bonifacio sunimo pontifici scripsimus, quod in causam,
in qua reverendus pater dominus Fridericus episcopus Argentinensis episcopatum
Arfentinensem propria voluntate dimitteret vel ipsum alias ad episcopatum vel ar-
chiepiscopatum transferri contingeret, qnod in eum eventum idem sanetissimus pater
20 nobilem virum dominum Ulricum de Lichtenberg canonicum et camerarium ecclesie
Argentinensis virum utique nobilem providum scientia litterarum et rnoruin honestalc
»multipliciter conmiondatum in spiritualibus et temporalibus circumspectum, qui sue
virtutis et providencie meritis amicorum potencia neenon terrarum fortaliciis eccle-
siam Argentinensem, ut creditur, poterit feliciter gubernare et eidem preesse pariter
*.=> et prodesse dignaretur promoveri ad reverentiam igitur vestram humiliter recurrentes
cum fiducia exaudicionis vestre reverencie offerimus instantissime preces nostras
quatenus apud sanetissimum in Christo patrem et dominum dominum Bonifacium
*summum pontificem sedulus cooperator adesse dignemini, ut de persona dicti domini
Ulrici eidem Argentinensi ecclesie providere dignetur preficiendo ipsum ecclesie su-
o pradicte in episcopum et pastoretn cum pax et tranquillitas in istis partibus, ut spe-
ramus, per ipsius provideuciam valeat reformari et reformata libere conservari. pater-
nitatem vestram conservet alüsaimua lirniam columpnam ecclesie sue sanete.
dal um quinta die mensis julii anno domini millessimo trecentesimo nonagesimo.
Vestre paternitatis humiles servitores consules
scabini totaque communitas Argentinensis.
\ln ci'rsn] Reverendissimo in Christo patri et domino domino Philippo de Alen-
eenio episcopo Hoetiensi ei sacrosanete ecclesie romane canlinali digniasimo.
Str. St. A. AA. 1414. 2 cop. eh. coaev.
310 1390
590. Meisler und Rat von Straßburg bitten Papst Bonifaz den Canonikus Ulrich
von Lichtenberg zum Bischof von Straßburg zu ernennen falls das Bistum [durch
Berufung Friedrichs von Blanhenheim nach Utrecht] erledigt werde.
Strassburg 1390 Juli 9.
Sanctissimo in Christo patri ac domino domino Bonifacio sacrosancte Romane 6
ac universalis ecclesie [sumrao] pontifici devoti vestre sanctitatis filii magister et con-
sules civitatis Argentinensis pedum oscula beatorum. sanctissime pater et domine
reverendissime beatorum patrum venerabiles edocent sanctiones ad ecclesiasticas
dignitates hos merito promovendos, qui eisdem preesse valeant, pariter et prodesse
et quibus laudabile testimonium perhibet prior vita. vir igitur honorabilis dominus io
Ulricus de Lichtenberg camerarius ecclesie Argentinensis, quem generis nobilitas,
morum honestas, vite probitas, literature sapiencia, naturalium prudentia nee non
spiritualium et temporalium circumspectio reddunt multipliciter commendatum in
episcopatum dicte Argentinensis ecclesie, cum vaeaverit, per vestram beatitudinem
digne meruit promoveri, quoniam et ipsius ecclesie necessitas periculoso statu part- 15
ium Alamanie considerato profuturo eiusdem ecclesie cavendis periculis sibi prefici
postulant pro pastore, que ipsum, ut mater filium, propriis lactavit uberibus eundem
primitus in canonicum, deinde in camerarium assumendo, quieunque nedum in pro-
priis sed etiam in partibus alienis talem se exhibuit, ut a pluribus amaretur, de
cuius etiam nobili et generosa ac potenti prosapia tres ecclesie Argentinenses suc- m
cessive pastorali officio fungebantur et eandem etiam ecclesiam in spiritualibus et
temporalibus summo studio et feliciter gubernarunt. quo circa vestre sanctitatis
clemencie supplicamus affectibus mentium nostrarum quatenus dictum dominum Ul-
rieum canonicum et camerarium tum et si venerabilis dominus et pater Fridericus
episcopus Argentinensis modernus episcopatui renunciaverit libera voluntate, vel a5
alias translatus fuerit, eidem ecclesie Argentinensi prefici pro pastore ac de eadem
dignemini providere, quia speramus indubitanter eundem dominum camerarium
prefate ecclesie ac nobis et toti diocesi feliciter posse preesse pariter et prodesse.
datum Argentine sabbato proximo post oetavam sanetorum Petri et Pauli appo-
stolorum anno domini millesimo trecentesimo nonagesimo. so
Sanctitatis vestre devoti filii magistri consules
ac tota communitas civitatis Argentinensis.
[In verso] Sanctissimo ac beatissimo in Christo patri ac domino Bonifacio divina
Providentia dementia sacrosancte romane ac universalis ecclesie summo pontifici.
Str. St. A. AA 1414. 2 cop. eh coaev. B. hat die Datierung: quinta die mensis jnlii. 35
591. Johann von Vergy an Straßburg : bittet um Kehrung erlittenen Schadens.
Fouvent 1390 Jtdi 18.
Carissimi amici salutatione previa. vobis satis est notun, quod alin ' inter vos
consortes et complices, vestros ex una parte et me et alios ex altera parte ratione
1 Immer n statt m am Wortende.
1390 311
castri nici cl terre Caslcllionis orta guerra et discencio esset, super qua finaliter fuit
concordatun et pacificatun inter nos tan pro vobis consortibus et complicibus
vestris et similiter me et meis quod nichil in futurum unus ad alterun oecasione
predicte guerre in aliquo tenebatur, pro ut hec in litteris concordaeionis super hec
5 eonfectis lacius continentur nichilominus Cune de Colbezcey, a Georgius frater ejus
Leutor b commorans Saleburci, Dietmer de Blumenowe et Clauczelin de Blumenowe
subditti et subjecti vestri tan racione ville vestre quan alias cun pluribus complicibus
et malefactoribus suis nuper oecasione dicte guerre vel alias indebite invaserunt
dietan terran mean Castillionis spoliaverunt et predaverunt ean bonaque mobilia
io seeun tulerunt neenon homines predicte terre ceperunt seeun captos duxerunt et
Ide ipsis peeunias indebite extorserunt nee de predictis restitucionen vel recreden-
cian facere voluerunt pluries et debite requisiti et sommati, quod est in maximo
prejudicio mei in gravamine et destrucione dicte terre mee et hominum illius neenon
concordancian et pacis federa in fringendo et violando quan quidem concordancian
15 et federa nullatenus per me vel meis (!) infringere vellen, sed me ac meos in amore
in servicio vestris committere et manere. qua propter vos affectuose rogo quatenus
de dictis bonis mobilibus tan animalibus quan alias nee non hominibus et peeuniis
sie per dictos malefactores captis et habitis me ac homines meos restituere ac re-
credencian exhiberi et fieri velitis, super quibus dampnis et de perdittis per fide
20 dignos, si sit opus informabuntur et per ipsos declarabuntur et si que predicti
aut sui complices aut aliquis ipsorum racione dicte guerre vel alias michi opponere
vel petere voluerit, noscat amicicia vestra me esse promptun et paratun, coran re-
verendo in Christo patre ac domino domino episcopo Metensi, cujus feodun dieta
terra ac bona predieta sortiuntur, stare juri pro ut fuerit rationis in tantis, quod
» de me nullatenus juste conquerentur rogans affectuosissime Universitäten vestran ut
super premissis tantun facere velitis quantun in vobis confido et ut complementun
exigit racionis rescribentes queeunque super premissis et dependicis volueritis ac
poteritis facere. altissimus vos conservet feliciter et longeve. scriptum Fontis-
wenne 18 die mensis julii anno etc. 90.
Johannes de Vergeyo
dominus Fontiswenne
et senescallus Burgondie.
[In verso] Carissimis amicis meis dominis ac gubernatoribus civitatis Argen-
tinensis.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. or. eh. I. cl.
592. Pfalzgraf Ruprecht der ältere als Hauptmann des rheinischen Landfriedens
an Strassburg: ladet ein zu einem Tage nach Bingen auf den 28 August, wo wegen
der «Neun» über den Landfrieden gesetzten und über allerlei «bresten» des Land-
a) Wohl = Kolbiheim. b) Wohl = LeutoU.
VI. 40
312 1390
friedens verhandelt werden solle und fügt Abschrift1 seiner köng. Bestallung zum
Hauptmann bei. Heidelberg 1390 Juli 31.
Str. St. A. AA. 111. or. eh. lit. el.
593. Ruprecht der ältere als Hauptmann des Landfriedens wegen der Landfriedens-
zölle an Strassburg: bitten wir uch mit ernste von der fürsten, herren und der stete 5
des lantfridens wegen, daz ir mit imans bestellent, der die zolle zu Brumat und
zu Burtelgrifft (?) mit kuntschaft redelich ofhebe und behalte und das gelt dem
lantfriden antwurte zu ieder fronvasten. und wollent auch darzu beholfen sin, daz
Augustis. sie geschirmet werden, und daz man sie anhebe zu nemen of unser frauwen tag
assumptio nehstkombt furbasz als lange zu nemen, als der lantfride weret. was auch io
nit kaufmanschaft zuhet, das darf nit zollen etc.2 datum Heidelberg in crastino
beati Petri ad vineula. Heidelberg [1390] August 2.
Aus Wenckeri excerpta gedr. D. B. A. II, pg. 234 Anmk. 1.
Beg. Koch u. Wille nr. 5231.
594. Schenk Eberhard zu Erbach, Landvogt des Landfriedens am Rhein und die '»
Acht-Männer des Landfriedens an die Stadt Strassburg: mahnen ernstlich, dass sie
die Zölle von des Landfriedens wegen an die beiden in obigem Schreiben Ruprechts
zuerst genannten Orte und auch an andre Ende legen solle, gemäss ihrer Uebereinkunft.
[1390 August 2.]
Aus Wenckeri excerpta II, 504 ". gedr. D. B. A. II, pg. 234. Anmk. 1. 20
595. Ursagebrief zwischen Straßburg und den Herren von Zweibrücken- Bitsch.
1360 August 11.
Wir Reimbolt Wetzel der meister und der rat von Strazburg verjehent und kün-
nedt mengelichem, daz wir uns versprochen hant und versprechent mit disem gegen-
wertigen briefe vür uns alle unsere bürgere, belffere, dienere und die unsern eine ge- 25
truwe stete ursage zu haltende ein halb jar vorabe zu sagende den hie nachgeschriben
herren von Zweinbrücke und herren zu Bitsche mit unserm offen versigeltem briefe
gegen den edeln herren gräfe Hanneman, gräfe Symonde genant Wecker, gräfe Hein-
riche, gräfe Frideriche gebrudere, gräfen von Zweinbrücken und herren zu Bitsche,
grafe Hanneman von Zweinbrücke des vorgenanten gräfe Hannemans sune und gräfe 3"
Symont von Zweinbrücke des vorgenanten grafe Symondes sune und gegen allen
1 Vgl. nr. 587 diese Bestallung vom Juni 17.
* Ein Zettel lag dem Briefe bei mit dem Verzeichnis der rheinischen Zollstätten: Disz sint die
zolle und geleide des lantfrides am Rine : [1] zu Brumut, [2] zu Burtelgrifft (?) [X] zu Agersheim, [4]
zu Gernsheim, [5] zu Oppenheim, [6] zu Mentze am heubte, [7] zu Castel am fare, [8] zu Waldaffen, 35
[9] zu Ettlingen, [10] zu Twingenberg, [11] zu Fredeberg, [12] zu Wulnstad, [13] zu Geilnhusen. [14]
zu Franckeford uf der brücken, auch sol ie das pfert an den obgenanten zollen, das da last dreit
oder zühet, geben zwene engelsse, das ist ein Schilling alter heller, wasz aber nicht kaufmanschaft
dreit und lere geet, das darf nichts geben.
1390 3i;{
iren helffern, dienern und den iren mit s61ieher bescheidenheit, beachehe in üt in
dirre ursagen von uns, unsern burgern, helffern, dienern und den unsern, da got vor
sie, daz süllent wir in unvcrzögenliche widerkeren mit der nome. und sol doch dise
ursage in iren kreften bliben. und sol dise ursage anegän uf sant Bartholomeusdag Jwt'i-
5 dez lieiligen zwelfbotten der nü zu nehste kommet, darzü, so ist in der vorgenanten
ursage zwischent den vorgenanten herren grüfe Hannemanne, gräfe Symonde genant
Wecker, grüfe Heinriche, grüfe Frideriche gebrudere grüfen von Zweinbrücken und
herren zu Bitsche, grüfe Hannemanne von Zweinbrücke dez vorgenanten gräfe Hanne-
mans sune, grüfe Symont von Zweinbrücken dez vorgenanten gräfe Symondes süne
10 und beredt und uzgetragen, daz die vorgenanten meistere und rat zu Strazburg
ensüllent hinnanfürder nit denheinen der vorgenanten grüfen und herren vigende
hi unsere stat zu Strazburg weder husen, entholten noch hofen mit unserm wissende
ünc alle geverde. darnach, so sie uns dieselben ir vigende verkündet oder benennet
hant, oder die wir sus verstent ane geverde, die ire vigende werent oder sint ane
i5 alle geverde. in diser unsere ursagen nemment wir die vorgenanten die von Strazburg
uz : unsern gnedigen herren bischof Friderich zu Strazburg und die verbüntnusze,
die er und wir miteinander hant und den lantfriden und die verbüntnusze, die wir
ietzent mit fürsten, herren und stetten an dem Rine hant. und obe wir denselben
landfriden vürbas erlengern woltent oder harnüch mit einem andern bischof zu Straz-
2o bürg verbüntnüszen machen woltent oder och, obe wir lantfriden oder vebüntnüszen
in dem lande zu Elsass nü oder harnüch machen woltent, daz sol allessament dise
ursage nützit angün. und sol ir öch keine schade sin in derheinen weg äne alle ge-
verde. und globent. öch, wir die vorgenanten meister und rat zu Strazburg bi guten
truwen an eydes stat allez daz zu haltende und zu vollefürende, das vor da ge-
25 schriben stat äne alle geverde. und daz zu einem Urkunde, so ist unsere stette inge-
sigel an disen brief gehencket. der wart gegeben an dem ersten dunrestage nach
sant Laurenciendage dez heiligen marterers in dem jare da man zalte von gotz ge-
bürte drützehenhundert jare und nunezig jare.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fasc. III. eonc. eh.
r>!)6. Hanneman und Symont genant Wecker und Friderich Grafen von Zwei-
brücken und Herren von Bitsch sowie Hanneman, des Grafen Hannemans Sohn und
Symont, des Grafen Symonts Sohn schliessen Urfehde mit Strassburg (Gegenurkunde
zu Nr. 395) und nehmen davon aus : den Herzog Johann von Lothringen und den
Bischof von Metz und zwar so, dass sie sogar ohne ihre Ursage zu verletzen beiden
Herren Hülfe bringen dürfen, wenn jene gegen Strassburg im Felde liegen. ge-
geben an dem ersten dunrestdage nach sant Laurenciendage in dem jare da man
zalte 1390. 1390 August 11.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B 45. eop. eh. coaev.
314 1 390
597. Bischof Friedrich ton Straßburg belehnt Thomas, Claus, Johann den fil-
tern und Johann den jungem von Or ostein mit dem Schultheißenami zu Straßburg.
1300 August 12.
Wir Friderich von gots gnoden bischof zu Stroszburg tun kunt allen den, die disen
brief sehen oder hören lesen, das wir hant angesehen vil getruwer nutzlicher und ge- 5
nemer dienste, die die fromen, vesten unser lieben getruwen her Thomas von Grostein
unser vogt zu Bernstein, her Claus von Grostein hern Clausen von Grostein seligen, der
unser hofmeyster und schulthisz zu Stroszburg ist gewesen, sune, bede ritter, Johans der
elter und Johans der junger von Grostein beide sune des obgen. her Thomas von
Grostein, uns und unser stift zu Stroszburg dicke und lange zit williglich han geton io
und noch furbasser nutzliche getun mogent. und umb solch dienst in zu danckende,
han wir mit gutem rot wol bedachtem mut und wissentlich ouch mit willen rot und
gehelle der ersamen unser lieben in got Burckartes von Lützelstein dumprobstes,
Volmares von Lützelstein dechans und des capitels der egen. unser stift zu Strosz-
burg einmutiglich und gemeinlich für uns und all unser nochkomen in der selben »s
unser stift zu Stroszburg verluhen und lihen also mit disem brief den obgen. Tho-
man und Claus von Grostein rittern, Johans dem eitern Johans dem jungen von
Grostein, sunen des egen. Thomans unser schulthissenampt in der stat zu Strosz-
burg mit allen rechten, nutzen, gevellen und zugehorden, als das selb schulthissen-
ampt herkomen ist, zu besitzende, zu habende, zu übende, zu nutzende und zu nies- so
sende alle die wil, das sy oder dry oder zwen oder einre under in lebend oder lebet
in disz wise, alse hie noch geschriben stot. das ist also : das der eltest under in,
die wil der lebet, das obgen. schulthissenampt besitzen und üben sol, und wan der
obgen. von todis wegen [abegat], darnoch aber der eltest under den uberigen drygen, die
wil der lebet, und wanne der auch gesterbet, aber darnoch der elter under den uberigen 25
zweyen, die wil der auch lebet, und wenne der den ouch nit ist, darnoch der jungest
under in ouch, die wil der lebet, und ir yeglicher under in vieren ye eyner also
noch dem andern, die wil er lebet, sol das egen. schulthissenampt haben, üben,
besitzen, niessen und nutzen ganz und gar mit allen desselben schulthissen ampts-
rechten, nutzen, gevellen und zugehorden, als dovor geschriben stot. wan sie aber all so
vier abgegangen sint und verfaren, so sol uns und unsern nochkomen in dem eg-
enanten stift zu Stroszburg und der selben stift lidig sin das obgenant schulthissen-
ampt und all unser recht an demselben schulthissenampt mit siner zugehorde
behalten sin gentzlich on alle geverde. wir Friderich bischof zu Stroszburg vorgenant
hant ouch gelopt und gelobent für uns und all unser nochkomen in der egen. unser 95
stift zu Stroszburg by guten truwen mit urkunt disz bryefs, das wir und die selben
unser nochkomen die vorgenanten Thomas, Claus, Johans den eitern und Johans den
jungern von Grostein und ir yeglichen an dem vorgeschriben schulthissenampt und
des selben schulthissenampts habung, besitzung, ubung, nutzen, gevellen, rechten und
zugehorden nit irren noch hindern wellen noch sollent noch das schaffen geton 40
werden in keinen weg mit gericht oder on gericht, sunder das wir und unser noch-
kommen sy all vier und ir yeglichen do by handthaben und schirmen sollen und
wellen, und das wir und unser nochkommen das selb schulthissenampt nieman
1390 :«!."•
anders lihen wellen noch sollen, alle die wil die vorgenanten Thomas, Claus, Johans
der elter und Johans der junger von Groslein oder ir drye oder ir zwen lebent oder
ir ei uro lebet on geverd. wer 68 aber, das von vergessen zit oder anders wir oder
unser nochkomen, die wil yemau anders das egen. schuHhissenampt vilicht wordent
ȟben, do wellen wir, das das lyhen widder dise gelupdt und widder disen brief kein
krall haben solle noch inüge und das den obgen. Thomas, Claus, Johans dem eitern
und Johans Sem jungern von Grostein und ir yeglichem an der lihunge, die wir zu
vieren von dem selben Bchnlthissenampt geton hant, als do vor bescheiden ist, und
ouch an demselben Bchnlthissenampt und einen vollen nutzenrechten und zuge-
1" horden ni'it schaden sol noch möge in dekeynen weg o. a. g. wir Burekart von
ILutzelstein lumprobst, Volmar von Lutzelstein dechan und das capittel gemeinlich
der obgen. still zu Stroszburg verjehent, das das obgenant lihan und alle vorgeschriben
stück, artickele und dinge mit unserm gemeynen willen, rote und gehelle in capitels
wis einmu loklich, als dovor bescheiden ist, bescheen sint. und geloben t darumb für
15 uns und all unser nochkomen in der obgen. stift zu Stroszburg by guten truwen,
das wir auch besunder oder samenlbaft das selb lihen und all vorgeschriben ding
stet und vest sollen und wollen halten und haben und nit dawidder tun noch schaffen
geton werden mit gericht oder on gericht in deheine wisz a. a. g. wir Friderich
bischof, Burekart tumprobst, Volmar dechan und das capitel der stift zu Stroszburg
20 vorgen. vor uns und alle unser nochkomen in derselben stift verzihen uns ouch
I williglich und wissentlich uf alle dise vorgeschriben ding aller fryheit, recht, Statuten,
gesetzenden, gewonheiten, Privilegien, brief, schirm und hilf, die wir und der selb
unser stift gehept hant, nu hant oder wir oder unser nochkomen erwerben, gewinnen
oder haben mochtent, domit wir oder unser nochkommen samenthaft oder besunderyt
gereden, gewerben oder getun oder schaffen geton oder uns behelfen oder beschirmen
mochtent mit gericht oder on gericht widder disz vorgeschriben lihen, artickel und
■ stuck gar oder ein teil in dheinwisz a. a. g. und argelist. und aller diser vorge-
schriben ding zu bestetigung und urkund hant wir Friderich bischof zu Stroszburg,
Burekart tumprobst, Volmar dechan und das capitel vorgenant unsere ingesigel
gethon hencken an disen brief. der geben wardt uf den nechsten fritag vor unser
l'rauwentag der eren in dem jor do man zalt von Christi gepurt dusent dryhundert
nüntzig jor.
Str. Bez. A. G. 34G3. H. Copinlbmh.
597. König Wemel giebt sicheres Geleit ■ allen Straßburger Gesandten, die
wegen der Acht zu ihn kommen werden. Prag 13U0 August 16.
Wir Wenczlaw von gotes gnaden romischer kunig zu allen czeiten merer des
reichs und kunig zu Beheim geben allen den, die der ammanmeister, rate und burger
gemeinlichen der stat zu Strasburg zu uns zu disem male senden werden von solcher
1 Diesen Geleitsbrief schickte Worzyboy von Swinar unter dem 24 August 1390 an Straßburg ab.
Vgl. nr. 601.
316 1390
achte und aberachte wegen, dorein sie nesten von unserm und des reichs hofgerichte
komen sind, unsern sichern fried und geleite zu uns zu komen, bey uns zu sein,
wo wir sein, und wider von uns uncz gen Straspurg zu varende für uns und alle
die, die durch unsern willen tun und lassen, sicher leibes und gutes an alles geverde,
doch also, das vor allen sachen die, die zu uns komen werden, volle macht haben zu s
teydingen, das der ritter von Engellant, der gefangen ist, ledig und los werde, und
Nov. u. dicz unser geleite sal weren czwischen hie und sant Martins tag, der schierst kumpt,
und nicht lenger. und gebieten dorumb allen und iglichen fursten, geistlichen und
werntlichen, grafen, freyen herren, dienstluten, rittern, knechten, burggrafen, pflegern
etc. das sie dieselben von Strasburg sicher leibes und gutes durch ire stete, slosse 10
etc. varen und reyten lassen geben zu Präge nach Cristo geburt 1390 des
nehsten dinstags nach unser frawentag assumpcionis, unserr reiche des behemischen
in dem achtundczweincgisten und des romischen in dem funfczehenden jaren.
Ad mandatum domini regis Joannes Caminensis electus cancellarius.
Str. St. A. AA. 107 nr. 44. or. mb. «
Barnach Regest: Bapp. Urkb. II, nr. 320.
598. König Wenzel beauftragt den Landvogt des rheinischen Landfriedens Eber-
hard Schenk von Erbach die Strassburger Gesandten sicher von Strassburg nach
Nürnberg zu geleiten. geben zu Präge donerstags noch unser vrawen tage assump-
tionis a. reg. rom. 15. boh. 28 reg. Prag 1390 August 18.
Str. St. A. AA. 107 nr. 67. or. eh. I. cl.
599. Hanneman vom Huse von Isenheim, welcher auf Verwendung des Bischofs
sepibr. 29 Friedrich von Strassburg bis kommenden Michaelistag aus der Gefangenschaft der
Stadt entlassen ist, schwört unter Anrufung der Heiligen freiwillig zurückzukehren,
wenn bis dahin die Streitsache zwischen Strassburg ihm und seinen Söhnen nicht 25
gütlich geschlichtet ist und stellt Burkhart und Härtung von Landesperg als Bürgen.
geben an dem ersten dunrestage vor sct. Bartholomeus dage 1390. 1390 August 18.
Str. St. A. Abt. IV, 15. or. mb.
600. Örtelin Mansse an Meister und Rat von Strassburg: ich lose üch wissen,
daz ein erber rittende botte mins herren fon Bobenberg mir begint ist und het mir
geseit, daz min herre gon Proge geritten sy, und sprichit Billung, er truwet wol
sichir gon Nürrenberg odir gon Bobenberg zu kummende, er wisse abir nyt, wie
er fürbassir in hin gerittin muge fon der ohte, do ir inne sullent sin fon hern Brunnen
II
1390 317
wegen fon Roppilsteine, wenne wol herkant in dem lande ist, daz er üch zö gehöre.
geben zii Sels, besigilt mit Föthenselins ingesigil, bresten halb dez minen.
Heiz [1300 vor Augtmt 24.] '
Str. St. A. AA. 112. or. eh. lit. cl.
Reg. Rapp. Urk. II, nr. 321.
601. Borzyboy von Swinar an Strazburg: ist bereit die städtischen Boten von
Nürnberg zum König zu geleiten, wie der Geleitsbrief2 besagt, und bittet um nähere
Auskunft, wann und ob die Abreise erfolgen soll, üeberhaupt stehe er der Stadt zu
Diensten. . . wann mein herr der künigk dye sach herrn Hynnaczken und mir und
dem apt von Murbach sunderlich vor empffolhen het czwischen ew zu theydingen.
geben in die Bartholomey appostoli anno 1390. 1300? August 24.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl.
602. Instruction für Straßburger Gesandte an den König, betreffend die Reichs-
aclt und Bruno von Rappoltstein. [1300 Augurt 24 — November.]
15 Unsere erbern botten, die zu unserm herren dem römschen künge varende
werdent, süllent die stücke an in werben von unsern wegen, die hie nach geschriben
sli'int:
Zürn ersten süllent sie ernstliche suchen und werben, obe wir usz Ahten und
aberähten kommen mügent, möhte aber daz nit gesin, daz sie danne umbe einen
ao ufslag werbent, so sie langest mügent. und waz daz kostet, dez süllent die selben
unser botten vollen gewalt haben, aber vor allen dingen so süllent sie kein reht
darumbe vor dem lantrihter nemen.
Item sie süllent öch des Pfluges rede, alse er geret het, und öch, wie ime gent-
wurtet ist, vür sich nemmen und sagen und öch wie dem lantvogte geentwurtet ist
55 von dez Ropoltzsteine wegen.
Item von der rede wegen zu Eger süllent sie sagen, daz wir die unsern geeydiget
habent und künnent nit erfarn, daz ieman üt darumbe gehört habe.
Item daz es wol viertzig jare ist, daz unser stat umbe den alten von Bopolcz-
steine gelt köfte, so ist es vil jare daz unsere bürgere gelt umbe die von Rapolcz-
80 steine geköfl haut, und dar vür und unsere bürgere Bapolczwilre ingenommen und
durch keinen mütwillen.
Item daz wir hern Brunen unser stat verbotten hant, und er wol in zwein jaren
nie dar in kerne.
Str. St. A. AA. 112. nr. 57. Papierzettel.
* Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II, nr. 322.
1 Denn erst unter diesem Datum sandte Worzyboy von Swinar den königliche»* Geleitsbrief
16 Aug. an Straßburg. vgl. nr. 601.
2 Vgl. oben nr. 59.
318 1390
603. Oeffentliclie Bekanntmachung der Verordnungen des Rats ton Straßburg
für ein daselbst abzuhaltendes Turnier. l 1390 September 4.
Also unsere stette zu eren und mengelichem zu nütze ein hof und ein turney
her zu unsere stat geleit und gemäht ist, der do sin sol von morne über ahte
tage und do unser stat mengelichen glich schirmen wil noch turneis reht und ge- ■',
wonheit, do sint unsere herren meister und rat übereinkomen, das alle die, wer die
sint, die zu disem unserme hofe varen und koment, vier tage vor dem hofe und vier
tage noch dem hofe z"i uns in unser stat und by uns in der stat und wider von uns
getröstet süllent sin. und süllent ein fry geleit haben vür uns und alle die unsern,
uszgenomen die, die in unsere stette ohten sint oder in unserme heimlichen buche ver- m
schriben stont und sünderlichen die, von der wegen unsers herren gotz dienste und göt-
licher gesang darnider geleit möhte werden, als daz sünderliche vormals öch verbotten
ist, die süllent mit namen der trostunge noch friheit nit haben, doch wer es, daz ieman
in der trostunge sin gesinde oder rosz, hengeste oder pfert geleidiget oder geschediget
würdent also, daz sü von soliches leidigens oder schedigens wegen noch der trostunge ,5
in unser stat blibent, die süllent doch, die wile sie semlicher ertzenige pflegent, in
unser stat öch getröstet sin one geverde. wir wöllent öch, das alle die unsern,
wer die sint, allen den frömden, die herzu uns koment, zuht und ere bieten und
inen weder laster, leit noch smacheit dönt in deheinen weg. wenne wer das darüber
verbreche, zu dem wil man daz strenglich und vestekliche rihten und rehtvertigen so
uf den eit und noch den schulden, also sü denne ergangen und beschehen sint.
Wir wöllent öch, daz alle die unsern, wer die sint, die frömden geste an allen
köffen bescheidenliche und tügentlichen haltent.
Und mit namen so söllent alle würte und würtin ir geste disen hof halten in
solicher bescheidenheit und gedinge und nit me von in nemen, denne also hie noch- 25
geschriben stot : Zu dem ersten, so sollent sie von eim iegelichen gaste zu eime
ymbisze einen Schilling pfennige nemen und nit me; von sime oder sinen erbersten
knehten zehen pfeninge und nit me; von eime renner aht pfeninge und nit me; vür
ein sestern habern zehen pfeninge und nit me ; von eim pferde ein tag und naht
vür howe und stro vyer pfeninge und nit me. und wer sine mol by inen nymet, von so
dem söllent sie von der herbergen nütschit nemen noch heischen, er gebe es in oder
irme gesinde denne gerne ungeheischen und ungetunget. wo aber ein frömder gast,
er wer ein herre oder wer er were, sin sunder koste in eins würtes hus haben
wolte, der herre oder gast mag fruntliche mit sime würte überkomen, das beschei-
delich sy, doch das dehein würt, die wile sin herberge rüme in denheinen weg. die
würte sollent ouch in iren hüsern für und lieht ernestliche und getruweliche ver-
sorgen und bewaren. es süllent öch alle metzigere bestellen und versorgen, das sü
mengelichem fleisch gebent umbe ein bescheiden pfening, das kein klegede von in
sy. wo dar über klegede von in würde, daz sü nüt fleisch hiewent, abestechent und
.
1 Das Turnier von 1390 wird wohl ebenso wie das von 1408, von dem es ausdrücklich bemerkt ist,
auf dem Roßmarkt (Broglieplatz) stattgefunden haben.
1390 319
gebent umbe bescheidene pfeninge, diu wil man öch strenglich und recteklich zu in
pihten.
Zu glicher wise sollent es alle irischere mit iren vischen gegen mengelichem
halten, als es von den nietzigern du vorgesehriben stot.
Es sollen! öch alle brotbeckere brot buchen, welre bände brot ir iegelicher wil
und wie dicke er wil, also das er ein pf'ennewert brotes umb ein pfening bache und
kein vorbmt gehe und hellent die brotbecker umb soliche Sachen deheinen satz under
in uf gesetzet, der so! abe sin gentzlich und gar, wenne wir wöllent, das mengelich
brotes gniig by heu finde und kein gebreste sy. welre aber darüber durch mütwillen
kein brof buche oder durch des hofes oder andere Sachen willen das brot deste
kleiner oder desle krengker Iniehe, zii dem und den wöllent wir es vürbasser denne
zii andern ziten strenglich und veslekliche rihten und rehlvertigen uf den eit, wenne
wir och hüte darüber wollen! setzen, die sünderliche zii dem brote, zu fleische, zii
vischen und zii allen andern dingen, die vorgesehriben sint, hüten sollent und war
nemen, wer die sint, die soliche ding verbrechend actum et pronuntiatum die do-
ininica proxhna ante diem festy nativitatis beate virginis Marie anno etc. nonagesimo
sub domino Reinboldo Wetzel magistro et sub domino Cunrado Armbroster magistro
Bchabinorum.1
Str. St. A. AA. 1921. conc. od. cop. eh. coaev. (Papierrolle auf beiden Seiten besehrieben)
Ibid. Ordnungen tom. 13 fol. 107. conc. eh.
1 Auf derselben Papierrolle folgt unmittelbar eine Fortsetzung dieser Ratsverordnung, die unter
Wiederholung der Verordnungen vom Jahre 1390 für das Turnier von 1408 Ende Mai als Zusatz zu der-
selben erlassen worden ist, und hier des sachlichen Zusammenhangs und kulturgeschichtliclien Interesses wegen
mitgeteilt werden mag: Also ouch vormals [1390] allen zapfenern gebotten ist und sü ouch gesworen hant.
H5 daz sü keinen win zft dem zapfen höher sollent geben, denne uff den pfennig, also sü ingeköffet han und
ouch gebotten ist, daz nieman win schenckon sol, er habe denne vor gesworen, do erlftbent wir mengelichem
disen hof mit namen in disen neuesten künftigen viertzehen tagen win zft schenckende und zft gebende,
wie er mag. also, daz sü in vorhin verungeltent, als daz alles vormals gehalten und uff gesetzet ist.
doch so sol men alle andere gobotto halten, die von des wines wegen vormoles ufgesetzet und ver-
so schriben sint.
Es cnsol ouch dehein ungewoffent man noch frowo noch niemans kint oder gesinde uff der ge-
r&ste, do die gewoffenten uffe stont, nit kummen noch do uff sin, wer darüber do uffe gesehen wurde
oder daruff kerne, der bessert 5 lib., alz dicke er daz dftt.
Es ensol auch nieman in den ring riten, uszgenummen, die ein ammanmeister heisset mit ime
:,;' riten. wer daz verbrichet der bessert 5 lib.
Ouch beduncket min herren den ammanmeister gftt, ebe es lioh wol gevellet, daz man nüt me
denue dise hie nochgeschriben porten offen sol loszen und keine me. daz ist mit namen : spittaltor.
metziger turn, santSteffans tor, zum jungen sant Peter und zürn alten sant Peter und daz man under
iedie offen porte ein gewoffente man sol dftn und uff den turn vier gewoffente man und daz man
■lo ouch die bedecketen brücken besetze [mit] 12 gewoffenten.
Ouch beduncket min herren den ammanmeister gftt, daz zwene erber manne uff dem münster
sient by den wahtern.
Ouch beduncket in gftt, daz man sehs einspenniger knehte uf dem velde an drien enden sol haben
ritende zft besehende daz velt umbo und umbe.
'■ Die alten herren beduncket gftt, wenne es ouch unserer stette nützlich und erlich ist, daz man
sol haben fünf hundert gewoffenter man von den antwerken die geradensten und basz erzügesten,
die iedorman under sine antweicke vinden oder haben mag. und die sollent uff dem Uosscmerkete
des turneys hüten, und sollent der Inte iewedersite des llossemerketes zwey hundert man ston und
vornan an der bauen ein hundert, und sollent doch ie daz antwerck bestellen, daz ein erberman
VI. 41
320 1390
604. Straßburg erklärt den Grafen von Württemberg, den Markgrafen von Baden
und Heinrich von Fleckenstein frei von jeder Ansprache und Forderung wegen des
Straßburger Bürgern zugefügten Schadens. 1390 September 25.
Den edeln herren grafe Eberharte von Wirtenberg, marggräfe Bernharten zu
Baden und herrn Heinriche von Fleckenstein dem eitern enbieten wir Reimbolt ß
Wetzel der meister und der rat von Strazburg unszern friintlichen, willigen dienst
und waz wir gutes vermügent. gnedigen herren, als ir und die uwern unsere bürger
gut angegriffen und gen Beinheim gefürt hant, also kündent wir uvern gnaden, das
von desselben angriffes und derselben getete wegen wir und alle unser bürger, alle
unser erben, nachkommen und die unsern niemer anspräche noch vorderunge an io
üch, uwer helffere, dienere und die uwern und mit nammen an alle die, die bi dem-
selben angriffe gewesen sind, gehaben söllent noch wellent und üch noch sie in de-
heinen wege von der sache wegen leidigen noch bekümern in deheine wise äne alle
geverde. und dez zu einem offen Urkunde so ist unszere stette ingesigel an disen
brief gehencket. der geben ist an dem nehsten sunnentage vor sant Michels dage «
nach Cristi gebürte da man zalte drüczehenhundert jare und in dem nüczigesten jare.
Stuttg. St. A. M. Baden A. 1 B. or. mb. c. sig. pend.
Reg. d. Markgr. v. B. nr. 1501.
605. Hanneman von Schönau verlehnt das Fischmeislertum zu Straßburg an
Wilhelm von Mülnheim. 1390 September 30. 20
Ich Hanneman von Schönöwe genant von Stetemberg ein edelkneht tun kunt
allen den, die disen brief anesehent oder hörent lesen nu oder hie noch, daz ich ane-
gesehen habe die genemen getruwen dienste, die mir Wilhelm von Mülnheim hern
Eberlins seligen sun von Mülnheim eins ritters zu Strazburg dicke und vil geton het
und noch in künftigen ziten wol geti'm mag, und habe yme geluhen frilichen von 25
der hant mit kraft dis gegenwertigen briefes zu eime rehten manlehen yme und
allen sinen lehenserben das vischermeistertüme und das vischergerihte zu Strazburg
mit allen den rehten und gevellen, die dar zu gehörent und von alter her von minen
altvordern an sine altvordern broht und gehalten sint, mit den rehten und gevellen,
alse su hernoch in disem brief geschriben stont, sie sient gesuchet oder ungesuchet, 30
wie die funden werdent, die zu disem lehen gehörent. ich habe yme ouch geluhen
die Brüsche in der stat zu Strazburg, die ouch in dis lehen gehöret, alse ouch sin
altvordern das selbe wasser die Brüsche genützet und genoszen hant mit vischende
gesüchet und ungesuchet, alse es von alter her an sü broht ist und genützet hant,
under iren gesellen sy, dem sine ander gesellen gehorsam sin söllent und sint. men wil ouch iedem 35
antwercke sin schilt uff dem Rossemerkete slahen, wo es stan sol. do sol ouch iedie geselleschaft
zühteklichen und bescheidenliche stan und sol nieman ungewoffentens by inen stan, wo darüber ieman
by inen stünde, der ungewoffent were, daz süllent die gewoffente nit gestatten, dar zu so mfisz sem-
liche smocheit erbotten werden, daz soliche ungewoffenten woltent, daz sü nie dar werent klimmen.
Dise gebot geschahent ouch, do der hoff, das stechen alhar in die stat geleit was ; der selbe hof *o
was in der neuesten wochen vor der pfingestwochen anno domini 1408 under hern Heinrich von Müln-
heim dem meister unde hern Gossen ammanmeister.
n
1390 321
noch lehena reht und gewonheit. das selbe wasser anefohel zu Margbacfa l>v dem
gesselin, das do zühei zu der spitzen her abe indewendig des Rintsuter graben und
der gegen her über ist ein zug almende oidenan an der berren male zfi sanl Thomas
und by des Häffelins müle gehöret es in die leben und get her abe durch die brocken
r, alle zö beiden staden untze an daz gesselin, das hinder der stette ringmure inget,
by dein güldin turne, de der Rinegicsse ' her in flüsset, obwendig sant Stephans
brücke, indewendig ist es almende, es ist ouch zfl wissende, das der egenant Wilhelm
von Mülnheim, und wer dis lehen ynne het, einen andern vischermeister sol setzen,
der yme die gevelle und die reht yn neme, die do vallent oder dar zfi gehörent
lo oder er mag es selben besitzen, die visehere sÖllent ouch oiergent kein gerihte anderswo
suchen noch nemmen denne in eins Obermeisters hoff oder in des hoff, der denne
dis lehen ynne het, und besitzet, das daz antwereke ane get oder antriffet von vi-
echendes wegen oder dem gliche, es sie denne umbe wunden oder unfügen oder
eigen und erbe, das do für daz öbergerihte gehöret für meister und rat zu Strazhurg.
M «renne euch in den hoff gebotten wurt, do ist das erste gebot zwene pfenninge und
mag daz fürbas gebieten untze an süben Schillinge; pfenninge. vellet ein urteil wider
einen, das ist sehtzehen pfenninge. men mag ouch wetten alse vor weltlichem ge-
rihte umbe schulde, verhütet man hürling zu vollende, daz ist by süben Schillinge
pfenninge. und waz dirre gebot und gevelle sint, die söllent alle eime Obermeister
pi werden, der dis zu leben hei. ist es ouch, das ein lantman sin reht oder sinen ey-
nunge knuffen wil, daz sol er umbe einen Obermeister tön, als er denne mit yme
gedingen mag. doch hette man lange zit vier pfunt pfenninge von eime lantman
genommen, ist es ouch, das ein vischer kint het, der sin reht vor köffet het, wenne
die zfi iren tagen komment, wellent sü denne vischen oder daz antwereke triben,
'_'., so sol ir ieglicher zehen Schillinge pfenninge geben eime Obermeister, wer der ist,
der sin reht und sinen eynunge empfohet, der sol den ahte lüten, die das gerihte
in deine hoff besitzent, zwene Schillinge pfenninge umbe win geben und vier pfenninge
zfl st&le gelt, die vischer mögent ouch alle jore ahte erber mau kiesen under, in der
sol ein Obermeister den eit geben, die söllenl sweren zu rehten ziten in des öber-
M meisters hoff oder in des hof, der denne dis lehen ynne het und besitzet zfi gonde
und do zfi rihtende, alse es bar kommen ist dem armen alse dem riehen und eime
öbermeisler und dem antwereke sine rehte zfi behebende, alse verre sü mögent one
alle geverde. ist es ouch das einre sin rehl verlöret, ebe es die geswornen erkennent,
der iniisz es von nuwem uf umbe einen öbermeistere können, und was der gevelle
85 und gebot sint, die söllent alle eime Obermeister werden one die stüle pfenninge und
die zwene Schillinge pfenninge umbe win. die den ahte lüten zu gehörent. und her
umbe so sol in ein Obermeister geben, obe sü wellent, alle jor, so daz antwereke sin
gedinge hei, in eins Obermeisters hoff zwene ymbis zu herbeste, einen und zu vasten
einen, do sol men in zu herbeste geben ie zweigen drü pfunt fleisches und ieg-
liclieni ein Schüssel mil krule und ieglichem ein brot und ein halbe mosse wines.
und zö vasten sol men ie zweigen geben drige heringe und ieglichem ein brot und
1 Heute Züricher-Straße.
322 1390
ein halbe mosse wines und ein schüssel mit louche und ein Schüssel^ mit kalten
erweissen one oley. wil aber ieman baz gessen, der mag es kouffen, umbe sin gelt,
do süllent oueh zu iedem ymbis vier scheneken sin, den sol men zu herbeste geben
ieglichem zwey pfunt röwes rintfleisches und zwey brote und ein halp vierteil wines
und zu vasten iedem scheneken zwene heringe und zwey brote und ein halp vierteil 5
wines. dis ist des hofes und eins Obermeisters reht, waz er den vischern und sü
yme wider umbe tun söllent. und wenne sü über tische gesitzent, so get ein Ober-
meister umbe oder einre von sinen wegen und git yme ieglicher vier pfenninge,
welher ouch nüt kommet zu dem ymbis, der git zwene pfenninge, der sin reht het.
verlüre ouch einre sin reht oder sinen eynunge mit diepstal oder demgliche mit un- 10
detten, der musz mit eime Obermeister oder mit dem, der dis lehen ynne het, dar-
umbe über kommen, sol er daz antwereke triben. es sol ouch nieman, der in dem
burgbanne sitzet, daz antwereke triben, er habe denne vor sin reht umbe einen
Obermeister oder umbe den, der denne dis lehen het und besitzet, gekouffet. dise
vorgeschriben reht und alles, das von alter her hie zu gehöret und des obgenanten 15
Wilhelmes von Mülnheim altvordern von minen altvordern gehebet hant in lehens
wise, das habe ich Hanneman von Schönöwe genant von Stetemberg do obgenant
geluhen dem egenanten Wilhelm von Mülnheim zfi eime rehten manlehen. und het
ouch er mir dar umbe gehuldet und gesworen semeliche truwe und eide, die ein
man sime herren von sinre lehen wegen von rehtes wegen billichen tun sol. und w
des zu Urkunde, so habe ich Hanneman von SchSnöwe vorgenant min ingesigel geton
hencken an disen brief. und beschach dise empfengnüsse, alse der egenante
Wilhelm von Mülnheim die obgenanten lehen von mir empfangen het, an dem nehsten
fritage noch sant Mathis ahteste dez heiligen zwölfbotten in dem jore do man zalt
von gottes gebürte drützehenhundert jore und nüntzig jore. 2»
Str. St. A. G. U. P. lad. 86 fasc. 1. or. mb. lit. pat. 1 sig. petid. mut.
Ibid. noch vielerlei die Fischerei betreffendes Material aus späterer Zeit.
Gedr. Brucker, Zunft- u. Polizeiordnungen. S. 199.
606. Schlettstadt an Strassburg: bittet Boten zu dem Tage nach Hagenau zu
senden, den König Wenzel daselbst ihrer Juden wegen angesetzt hat . . . und mit 30
sunderheit die (boten), die vormals bi den sachen gewesen sind oder ir einteil,
datum feria 6 ante festum seti. Dionysii. 1300 October 7.
Str. St. A. G. D. P. lad. 174. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr.
Gedr. auszüglich : D. B. A. II, pg. 284.
607. Markgraf Bernhard an Meister und Bat von Strassburg: antwortet, dass er
wegen ihres Bürgers Claus Zorn mit seinem Bruder gesprochen habe, dem sie nur
selber schreiben sollen, und dass er gerne bereit sei einen Sühntag zu Lichtenau zu
besenden . . . ouch umb sölichen schaden, der uns und den unsern in dem krieg,
den ir und ander stete mit den fürsten und herren gehabt händ, von üwern und
der andern stete wegen geschehen ist, darumb wir doch auch vormals mit unsern
1390
:m
briefen und erber bottschaft an ach kerung erfordert haben, die kerunge uns ouch
doch noch nit geschehen ist. und begeren aber an üch mit ernst, das bas unser
Bchade gekert werde, als wir üch wol getruwen, dann wo uns daz nit geschehe, so
di'ilite uns daz unreht geschehe. Hut um Pforczheim feria quinta post Lucie vir-
s ginis anno 90. Pforzheim 1.390 December 15.
(i()il
Str. St. A. AA. 84. m: eh.
lieg. d. Markgr. v. Bad. 1610.
(i()}J. Notiz über die Aufstellung der Glefen, welche in der Weise geschieht, dass
kriegstüchtigen Leuten die pflichtmässig gehaltenen Pferde anderer zugewiesen werden
i» für die Dauer des Kriegszuges : z. B. : Hans Riffe sol nemen Walter Riffen pfert und
Friederich Negel und Jeckel Kippenheim pfert
Hans Ludewig sin pferd und Hans Deschen pfert.
Fridel von Setzingen sin pfert und sins vatter pfert und sins brüder pfert.
Jacop von Rcinichen sin pfert und siner swiger pfert.
15 Claus Krliart sin und der Werberin pfert u. s. w.
Str. St. A. G. U. P. lad. 20 nr. 6. Pat>ierzettel. (gefaltetes Folioblatt.)
609. Ratsieschluß wegen der Söldner. [1389/90.]
Unser herren sint uberein kumen, daz man den söldenern, die daz laut abfarent
zum indem lantf'riden, einen solt ftirgeben wil vier und zwentzig guldinn und dar-
H nach, als vil als sie angeburt nach margzal. und wollen t ouch weder irre hangest
and pferde keyn ergerunge gelten, ez enwere denne, daz ein hengest oder pferde
stürbe odir abegienge of der verte oder uf einer offenen füterunge verloren
würde mit irs höptmannes urlop und wissende und mit dem venlin, daz wil man
gelten [und] anders niht. man sol in ouch zwen wagen und einen karrich üben
|und] dem hoptmanne sol man einen hengest lihen zu einer banyer. man sol
einem pfiffer lihen ein pfert; und süllent die goldener alle mit gekröneten hehnen
varen.
Dia sint die soldener die das lant abe süllent. zu dem ersten:
lierr Johans Zorn der höptman.
Item herr Friderich Klette.
Item der von Stille.
Hein Hugelin von Bülach.
I Um ii lieiinbolt von Sehonecke.
Item Obrehl Judenbretter.
Item Ortelin Sippos.
Hein Friderich von Dunzenheim.
Item (losse Slunn.
Hein der junge Epficher,
Hein Erbe von Dünungen.
324 1390—1391
Item Wetzeis sun Marsilius.
Item Cüntzelin von Wintertur zum Engel.
Item Wisbrötelin.
Item Billung von Heiligenstein.
Str. St. A. G. U. P. lad. 20 fasc. 3. or. eh. (Zettel.)
610. Ratsbeschluß über die Stellung von Pferden. [1889/1890.]
Unsere herren sint uberein kommen, daz alle unsere bürgere und burgerinnen,
die da hengeste und pferde von gebottes wegen haben söllent, daz och dieselben,
wer die sint, dieselben ire hengeste und pferde haben söllent hinnan untze an den
heiigen pfingest tag nil zu nehste komet. het och yeman kein argerunge an sinen w
hengesten oder pferden oder ist yeman kein pfant pfert abe erlöset, daz sol er alles
hinnan dar ervollen, het och yeman du zu ziten hengeste oder pferde von gebotz
wegen, die sol er nit abe komen ane urloup meistere und rates. und wer diz ver-
breche, der beszert 10 IL und wil man öch die bi dem eide nyeman varen laszen.
und wil man öch mengelichen zu stunt nach pfingesten, so man rihtet, zu rede dar- 15
umbe setzen, es sy von gantzen pferden oder von halben.
Str. St. A. G. D. P. lad 20 fasc. 6. Papierzettel.
611. Bruchstück* einer Instruction für Slraßburger Gesandte an den König in
Sachen der Acht. [1390-91].
Zum ersten : so soltent unserre botten vordem, das man uns und unserre stat 20
usz ohte und aberohte losze und uns des briefe gebe an alle fürsten, herren unde
stette, das wir usser ohte und aberohte sient. und wer es, das dehein herre, stat oder
niemand anders uns widerseit darumbe hette, das der oder die ire vigentschaft gegen
uns abeloszent.
Item das wir aller der anesprochen oder vorderungen, die unser stat unserre 25
bürgere oder die unsern angesprochen sint von unsers herren des kiiniges oder des
1 Auf der andern Seite desselben Blattes stehen 2 Notizen, die auch in diese Jahre gehören : Wir
wollent ouch nit, das ieman, wer der sige oder wie der genant sige, die stat von Straszburg ane-
spreche oder in deheinen weg bekümbere umbe welchen, schaden und Verlust, so ynen geschach von
den stetten des bnndes an dem Rine in Schwaben, Peyern oder Francken. wenne wir wol underwiset 30
sint, was dienstes sie zu demselben bunde dotent, daz sie das dftn mftstent eydes und erenhalb, also
sie sich des verbunden hettent, wände wir wollent nit, das sie iemand ichtzit darumbe schuldig sient
zu kerende oder ze widerd&nde.
[Nach einer Lücke.] So denne von der brücken wegen, die die stat von Stroszburg gemacht
hant über den Rin, die mengelichem dem riehen und dem armen nütze unde g&t ist, daz wir wol 35
bekennent, do gunnent und bestetigent wir in die selbe brücke, das sie die haben und do uffe
nemen mögent von eime wagen 8 den. von eime karriche 4 den. ein man und ein pfert 2 den. ein
pfert oder ein grosz vihe ein pfennig, ein klein vihe ein helbeling, ein lidig mensche ein pfennig.
und sol sie daran nieman irren in denheinen weg.
II
1391 325
heiligen riches wegen, wenne das ist oder gesin möhte untz uff disen hütigen tag
ledig und quit sint und das wir darumbe gentzlich und lüterliche mit unserme herren
dem käsige und den sinen gerilitet und geslilitet sint.
Str. St. A. AA. 112 nr. 104.
5 612. Wir Friderich von gotz gnoden byschof zu Stroszburg kündent mengelichem
mit disem briefe, also die erbern wisen der meister und der rot der stette zu Strosz-
burg anegriffen und gefangen hant hern Hanneman vom Huse von Isenheim ritter
von solicher anesproche wegen, so der erwirdige brüder Johans meister sante Antho-
nien huses zö Isenheim ir burger an den selben hern Hanneman vom Huse het von
I» sin selbes und sines gotzhuses wegen zu Isenheim, daz wir dar umbe die selben
meister und rot zu Strozburg und den vorgenanten brüder Johans den meister und
sin closter zu Isenheim, alle ire burger, helffer, diener und die iren und ouch den
egenanten hern Hanneman vom Huse, ritter Hans Ulrich vom Huse und Hanneman
von Isenheim den banghart sine süne alle ire helffere, dienere und die iren mittenan-
15 der gutliche gesunet, gerihtet und geslihtet hant in dise wise etc. etc. geben zu
sante Arbegaste des nehesten zinstages vor dem heiligen zwölften tage noch winachten
des jores etc. 1391. Kloster St. Arhogast 1991 Januar 3.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166. or. mb. I. pat. c. s. pewl.
613- Ratsbeschluß über Behandlung der Slraßburger Außenbiirger.
1391 Januar 29.
Also unserre stat alle unserre uszburgere, under wem die sitzent, one die under
unserme herrn dem byschofe sitzent, hanthaben, schüren und schirmen wellent, alz
daz von alterher kommen ist, do sint unser herren meister und ret übereinkummen,
daz dieselben unserre uszburgere, wo die also sitzent, ir burgreht rihten und geben
söllent hinnan bitze zu der groszen vastnaht. wenn welre des nit endete, dem wellent
wir darnach weder geraten noch beholffen sin. und sage ouch disz ie einre dem an-
dern, actum die dominica proxima post diem conversionis scti Pauli anno 91.
Str. St. A. G. U. P. lad. 271 fasc. 4. conc. vel. cop. eh. coaev.
Gedr. Wencker, de ußburg. S. 165.
614- Bischof Friedrich an Strassburg: teilt mit, dass Graf Heinrich von Zwei-
brücken und Bitsch sein Feind sei und bittet auf Grund des zwischen ihnen be-
stehenden Hundes . . . daz ir uns schickent zwelfe mit glefen geweffender lute wol
ertzugel, und daz die sigent uff den nehten sünnetag so man singet Beminiscere zu
naht zu Xabern. . . . Alles Nähere soll der Ueberbringer des Briefes erzählen.
gebin under unserme Lngesigle deznesten fritages vor Invocavit. anno 1391.
1391 Februar 10.
Str. St. A. AA 1409 «r. 61. or. eh. lit. pat. c. sig. impr.
326 13Ö1
615. Breisach an Strassburg : hater fahren, dass grosser Schade angerichtet werde
. . . mit der stein waten, dem affenberren und mit söliehen engen garnen an jungen
fischen, die doch der weit wenig ze nutze nocli ze fromen kommend, sunderlicfa
selbling und esche . . . Schlägt desshalb vor die engen Garne bis Johannistag zu
verbieten. datum in die inventionis s. crucis anno 91. 1391 Mai 3.
Str. St. A. G. U. P. lad. 86 or. ch. lit. cl
616- Claus Berer der Meister und der Bat von Strassburg an Markgraf Bern-
hard zu Baden : bitten den Seinen, welche dem Heinrich von Fleckenstein Herrn zu
Dachstuhl beistehen gegen die von Hagenau, zu befehlen, dass sie ferner nicht in
das Gebiet und den Burgbann von Strassburg reiten. datum feria proxima post diem
festi ascensionis.
[1391 Mai />.]
Str. St. A. AA. 103. cop. ch coaeo.
lieg. d. Markgr. v. Uad. nr. 1533. vgl. dort über die Datierung.
617- Breisach an Strassburg: herr Burghart Humel von Stöffemberg wolle den u
Vorschlägen vom 3 Mai die Fischerei betreffend in der Gegend von Rheinau nicht
beitreten. Strassburg möge ihn dazu veranlassen. datum feria quinta post festum
penthecostes anno 91. 1391 Mai 18.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 86. or. ch. lit. cl.
618. Die rheinische Landfriedenscommission von Straßburg: mahnt um Eni- -°
Sendung von 40 Glefen nach Germersheim doch zu einem späteren als dem früher
mitgeteilten Termin. Mainz 1391 Mai 25.
Unsern fruntlichen grüsz zuvor ersame wise lute. als wir eynen gemeynen zug
erkant haben, darumb wir üch nehste schrieben und menten von des lantfrieden
wegen uwer zal Volkes, die nachgeschriben steet, zu schicken gen Germersheini u
oder darby von noch hude über acht tage zu sin, laszen wir uch wiszen, daz wir,
die wir by dem lantfaude geseszen han, durch merer notz und frome des landes
und gelegenheid der sachen willen eymudelichen erkant han of unser eide, daz
wir den zog obgeschriben offgeslagen haben von dem donrstage, als ir die uren geen
Jim, u. Germersheim geschickt solt haben, über virzehentage nehst darnach kommende, daz 30
ist oft sant Vits und Modestidag. darumb manen wir uch ernstliche von des lant-
frieden wegen by den eiden, die ir dem lantfrieden getan habent und als hoe, als
wir uch gemanen mögen, daz ir schicken uwer diener wol herzöget virtzig mit
glewen geen Germersheim oder darby off den egeschrihen offgeslanden tag zu nacht
zu sin in allermaszen bestalt und auch zu tun, als wir uwern gnaden vorgeschriben 35
han, damit her zu als ir von lantfriets wegen billich sollent. datum Mogiimii
ipsa die corporis anno nonagesimo primo sub sigillo generalis pacis juxta Renum.
1391 372
Schenek Ebirhard bert* zu Erpach lantfsot de« lantfrledeti am Binc un<l die
cclil, die mit yeme obir denselben lantfrieden gesczt. sint.
.SV»-. ,sv A. AA. 118. or. c/t. /. d.
(>19. RiUsbeschluß über die Ill-Fähre und das Fährgeld zu Orafensladen.
1391 um Juni 29.
Als meister und rat mit urteil erteilt hant, das wir das var zu Grafenstadeu zu
nnsern banden genommen haut und das man gelt, das dovon gevellet, man unser
Btette alle wochen antwurten sol und das ane sebriben so] und das gelt, das her
Lienharl Zorn dovon ettewie maoig jore ingenomea bet, Lawelin Blenckelin die
io geburen von lllekirche schuldig sint, das man oucli unserre stette geben und ant-
wurten sol. und het darnach ieman ut an das var zu sprechende, dem mag alle
sine rehte vor unserme rote daran behalten sin. so sint unsre herren meister und
rai oberein komen, das man das dem nuwen rate in den eyt geben sol, das n
ouch das also haltent und hant habent und das gelt, das man also ingenomen hei
iä and schuldig ist, das su das unverzogenlichc in gewinnet actum circa diem sanete
IPetri et Pauli apostolorum anno domini 1:51)1.
in
II
Str. St. A. Schilter, jus statutarium fol. 291/2.
(120. Die Strassburger Gesandten Johann Wisszorn, Johann Bock und Cüntze
Müller an den Ammanmeister von Strassburg: sind vorigen Freitag Nacht in Mainz /■*».
an angekommen, wo sie auch Volmar von Wickersheim angetroffen haben, doch ist der
I Bischof von Bamberg und die andern Bäte nach Wesel abgereist und der Herzog
von Bayern jetzt in Boppart. Doch haben sie auf Bat der anwesenden Wormser und
Speirer Boten an den Schultheissen von Oppenheim geschickt und fragen lassen, ob
jener der Meinung sei, dass sie Rhein abwärts folgen oder zu Mainz ihre Bückkehr
H erwarten sollten. geben an sete Margreden tag. [1391] Juli in.1
Str. St. A. AA 112. or eh. Ut. cl.
621. Instruction ftlr die wegen Aufhebung der Acht an den König geschickten
Straßb arger Gesandten. [t:t91].*
Lieben frunde. alse ir uns geschriben hant, das ir rede habent gehebet mit dem
byschof von Biibonberg und mit den andern zweien herren des kuniges reten von
unserre ohten wegen und dar die manunge sye, daz wir fünftehalp tusent gülden
geben sullent us der ohten zu kommende und das wir neb unser manunge darumbe
und ouch von der andern stücke wegen sullent verschriben laszen wissen, also
kündent wir üch, das unsere frunde und schöffel und aman darumbe bienander sint
■
1 Vi/I. nur Datierung den Rechtfertigt! ngsbrief Straßburgs an die Fürsten etc 1392 October 1.
* Da der Endtermin ilieser mehrfach erw<duilen Mainzer Verhandlungen, die sich tcohl bis an das
Kndf ton 1391 hingezogen haben, (rt/l Straßburgs Urief an Heinr z. Jungen 1392 Januar 2) nicht fest
steht, so folgen hier die undatierten auf diese Mainzer Verhandlungen bezüglichen Stücke.
VI. «
328 1391
gewesen und die bedüncket allesament, daz man tön sulle und ouch vordem sülle
die stücke, die hie nachgeschriben stant.
Zu dem ersten meinent sie, daz ir es süllent läszen dar gon umbe die fünftehalp
tusent güldin, obe ir es nit geminren mügent, und das dieselben güldin den drien
herren werdent in einre schencke wise. und bedüncket uns gut sin, daz ir die fünf :<
hundert güldin und ouch die vier tusent güldin inne behabent und davon nützit von
handen gebent untze an die stunde, daz alle die briefe, der wir notdurftig sint us
der ohten zu kommende, hinder den schultheiszen von Oppenheim geleit sint worden,
wände wir vörhtent, der in die fünf tusent güldin ietzent gebe, wenne sie danne
wider heim kement, das sie danne nit me daran gedehtent und es also liessent ligen. 10
ouch bedüncket uns nützlich und gut sin, was briefe uns davon oder von anderre
unserre friheit wegen werden süllent, das die besigelt werdent mit unsers herren
des römeschen küniges ingesigel und mit der kurfürsten ingesigel. möhte es aber mit
der kurfürsten ingesigel allersament nit sin, daz sie danne doch besigelt werdent
mit hertzoge Rüprehtes von Peygern und der byschof von Mentze, von Triere und 15
von Cölle ingesigel. ouch beduhte uns nutzlich sin, gät es also dar, das man uns
denne unsers herren des küniges briefe gebe an den nidern lantf'riden und an den
lantvogte zu Elsas, der danne ist, und an dez riches stette zu Elsas und an alle
fürsten, herren, dienstlüte, rittere und knehte und stette. were ez daz uns ieman
von der ohte wegen anlangen wolte oder uns von derselben Sachen wegen fürbasser 20
bekümbern oder anlangen wolte, wer der were, das sie uns gegen den geroten und
beholffen sin süllent getruweliche äne alle Widerrede, und beduhte uns nützlich und
gut sin, so man uns us derselben ohten tünde wirt, daz danne versorget werde,
daz die künigin von Engellant noch der von Bergöwe noch alle die, die sich derselben
saehen angenummen hant oder sich ir hinnanfürder annemmen woltent, und ouch 25
mit nammen hern Johan Harlestein, das ist der ritter, den her Brune von Rappolt-
stein gefangen hat, und noch die unsern nit anderwarbe noch me von der selben
Sachen wegen bekümbernt, ez sie mit gerihte oder äne gerihte. ouch bedüncket uns
gut sin, so der hoferihter uns uz der ohten lassende wirt, daz er uns danne einen
versigelten brief gebe, daz er bekennet, daz wir unschuldekliche in die ohten komen so
sint und das wir unsre friheit genossen hant, das wir dar us sint kommen, und
umbe alle die vorgeschriben stücke befelhent wir üch zu suchende, das sie darganget,
alse da vor ist bescheiden, was aber üch dar an nit gefolgen mag, ez sie umbe
welhes stücke es dar under sie, da befelhent wir üch, daz ir damit tünt, was üch
bedüncket, daz das nützelicheste und beste zu tünde sye. 35
Und alse ir uns ouch geschriben hant under andern dingen, daz wir üch ein.
nottel verschriben senden soltent, so befelhent wir üch, das ir uwere guten fründe
darzü nemment und briefe machent, alse üch danne bedüncket nach den löffen, alse
ietzent daniden sint, nach dem alse ir der stücke danne mitenander Überkomment,
alse es üch danne bedüncket, daz es uns und den unsern aller nützlicheste und 40
beste gesin mag.
Str. St. A. AA. 112 nr. 113. Papierzettcl.
Auszügl. gedr. Rapp. UrTcb. II, S 274 Anmk. 3.
1391
I
622. Di«' Strassburger Gesandten : Elana Wiszorn, C&ntze Müller und Hans Bogk
im ihre Stadl : sind nach vielem Verhandeln mit dem Bischof von Bamberg, den
königlichen Räten, dem Oppenheimer Schullheissen und Volmar von Wickersheim,
t*Otz anfänglichen Widerstrebens darauf eingegangen, jenen für ihre Bemühung um
Aufhebung der Reichsacht 4500 Gulden, wovon 500 sofort, 4000 nach vollständiger
Ablieferung ;ill< r zugehörigen Urkunden und Erneuerung der städtischen Privilegien
zahlbar sind. Bitten um neue Instruction, sowie möglichst schnelle und geheime
Erledigung der Sache. geben zu Mencze am dinstage zu naht Mainz [1891.]
Str St. A. AA. 112. or. eh. lit. el.
{)¥.). Die Strassburger Gesandten Hana Weisszorn, Cüntze Müller und Hans Dogk
in Mainz an <Um Rat: haben auf Ersuchen des Bischofs von Bamberg vor diesem
mit den königlichen Daten verhandelt. Dies sind die Schlusspunkte: Herr Dislacb
iiiul Tristram und alle andern sollen völlig gesühnt sein mit Strassburg; alle Feind-
schaften u. d. gl., die von der Acht herrühren, sollen abgestellt sein ; alle Gefangenen
15 auf beiden Seilen frei und ledig, alle Bürgschaft ahgethan sein ouch wisent,
daz sui an uns gemutet hant und ouch heftekliche do an blibent, daz wir dem kunige
ein dienst getan soltent han und solte daran dem bischofe von Bobenberg gestanden
sin. do woltent wir kein rede von hoern und slugent ez uz; ouch hant sui an uns
gefordert, daz wir uns soltent binden zu dem kunige in al der masen, also wir uns
zö dem keiser verbunden hettent in dem lande zii Elsaz, also das der brief wiset,
den ir haut, do mogent ir noch uf bedencken, waz uwers willen sige. doch vollegat
daz erste allez, obe ez uwer wille ist. . . . Der Bischof von Bamberg und die königlichen
Räte haben inzwischen Mainz verlassen und wollen nach einem Besuche des Erz-
bischöfs von Mainz nach Frankfurt reiten, worüber wohl 4 Tage vergehen werden.
_>., Sie bitten um Antwort, ob sie dorthin folgen und den Vertrag abschliessen oder
erst oach Strassburg zurück kommen sollen. [1391.]
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl.
624. Bischof Lamprecht von Bamberg, Hynatschko1 von der Duben und Borsiboy
von Swinar geben den I Solen der in der Acht befindlichen Stadt Strassburg, welche
bei ihnen in Mainz waren, freies Geleit nach Böhmen zum König 1391.
[Mainz 1391.]*
Str. St. A. AA. 112. or. eh. c. sig. impr.
( J y 3 - Burekart von Mülnheim dem man sprichet von Bechberg der Meister und
der Rat von Strazburg an Junker Johann von Lichtenberg : teilen mit, dass ihnen die
1 Vgl. Hegel, Künigsh. II, 863: Henrictis Scopek de Dnba der von 1380-92 häufig als magister
C&mera« et curiae genannt wird.
8 Vgl. bc:i\<jluh der F.inrcihung die Amnk zu Nr. 0:'l
330 1391
Grafen Symont und Hanneman von Zweinbrücken, Rudolf von Morsperg und Weckelin
ire helfer groszen schadeu getan hau . . . und mahnen ihn zur bundesmässigen Hülfe und
Oeffnung seiner Burgen. datum feria proxima post diem s. Jacobi apost. 13011.
l'.UH '/Uli Hl.
Str St. A. G. ü. P. lad. 271. cop. ch coaev.
Ebenda erneuerte Mahnung vom 1. August (i. die Petri ad vinc.) u. vom 7 Aug. (feria
2 a. s. Laurentii )
Gedr. Wencker, de ußburg. 212.
626. Ratsbeschluß über Pferdehaltung und Brandschatzung. 1301 August 7.
Daz nieman von unserre stat sol riten noch varen one urlop meister und rotes. i«
es sol ouch nieman sin pfert usser der stat riten ane urlop. und wer ouch nit heim
ist oder sin pfert. nit heime enhet, der sol vürderliche nach in schicken, daz kein
breste an in sige. wenn wen men heisset riten oder pferde darlihet, und daz nitdi'it, am
weme der breste ist, von dem wil [man] daz swerlich verbessert haben, wenne men-
gelich sol gerüstet und gewarnet sitzen. i&
Es sol sich ouch nieman, der unserre stette oder unsern burgern zu gehöret,
brantschetzen in den heinen weg. wer daz verbrichet, der bessert hundert marck
silbers und zehen jor von unserre stat und sol uns ouch also vil geben, also er
sich denne geschetzet het. und wer ouch soliche brantschatzunge untze uff dissen
hütigen tag nit geben het, der sol sü ouch nit geben. 20
Actum et publicatum feria secunda ante Laurencii anno Dl.
Str. St. A. Stadtordn. Bd. 19 fol. 162. eingehefteter Zettel.
627- Johann von Lichtenberg an Straßburg : beantragt seine Entlassung aus
dem Straßburger Bürgerrecht.2 [1891] August 15.
Den wisen und bescheiden, dem meister und dem rate zu Straszburg embiete a
ich Johans herre zu Liehtenberg, waz ich liebes und gutes vermag, als ir mich zu
drien malen ignote gemant hant umbe helffe mit uwern offen briefen und mir in
uverm lesten briefe geschriben hant,3 were es daz ich üch nüt endete, als ir mich
gemant hant, so woltent ir herren, stetten und mengelichen von mir klagen, daz ich
nüt enhielte, daz ich üch zu den heiligen gesworen habe, do wissent, daz mir geseit so
ist, daz ich uch nützit do von verbunden solle sin, als üch min herre der hertzoge
ouch in sinem briefe geschriben het. darumb bitte ich uch früntlichen, daz ir
mich ansprachen von der burgerschaft wegen erlaszen wellent, als ich ouch under-
wiset bin, daz ich ir erlaszen sol sin von dem rehten, und mir minem brieff wider
geben wellent, den ir von mir hant. meinent ir aber daz nüt zu tünde oder meinent,
daz ich üch üt fürbaz verbunden sin solle, und wellent darüber von mir klagen, daz
1 Am 7. August mahnt Straßburg zum dritten Maie und erklärt, daß es Herren und Städte von
dem Eidbruche Johannes v. L. benachrichtigen werde, falls auch jetzt keine Hülfe erfolge, (feria 2 a.
d. s. Laurentii 139 1.)
2 Dasselbe hatte er erhalten 1383 Febr. 21. vgl. oben nr. 125.
3 Vgl. nr. 625 Anmkg. 1.
1391 33t
ich iicli doch nül gelruwc, so wil icl, gerne vor unser hcncn dem römischen
künige, vor den eurfürsten oder vor mime herren bertzog Biipreht von Peyen busen
besehen, waz ich üch von eren oder von rehtes wegen verbunden sol sin oder nüt
von des burgrehles wegen verantwürte. geben off unser frowen tag der eren. '
Str. St. A. G. U. P. lad. 271 fasc. 2. cop eh. coaev.
(i2ß. Breisach an Strassburg : seine Fischer haben beschlossen in seiner Weide
nichl zu fischen . . . an unser frowen abend, an zwolfbotten abend, am samstag zu nacht
noch sus an keinem gebannen abend, den man firren soll. Dasselbe ist den Stn
burger Fischern auch verkündet, doch haben diese es verschiedentlich übertreten
io und schliesslich aus Rache Breisacher Fischer gefangen. Bittet die Breisacher frei-
geben zu lassen und die Strassburger an Befolgung des Breisacher Beschlusses zu
erinnern. datum feria seeunda post assumptionem Marie. [1391 August 21./
Str. St. A. G. U. P. lad. 86. or. eh lit. cl. c. sig. in v. impr. del.
(>2!). Meister und Bat von Strassburg an Johann von Lichtenberg- antworten
auf seinen Brief vom 15 August: alse ir uns geschriben haut von uwers bnrgrehtz
wegen, alse wissent ir wol, daz wir getruwent, daz zö den ziten, da die rihtunge
zwischen!, fi'irsten, lierren und stetten zuging, daz da unsere erbern botten, die da zu
gegen wftrent, vertedingetent mit den forsten und herren, die zwischent den sachen
giengent, das unserre stat ire erbeburgere uzgesetzet soltent sin und uns nit solte
so angän. und uns ouch also uzgesetzet und us vertedinget wurdent, sie werent edele
geistlich oder weltlich, so wissent wir ouch wol, wie der lantfride begriffen ist,
Idar inne geschriben stat, das alle pffilburgere abe sin siillent, das wir ouch gehalten
haut dar uf, das der lantfride zuging, da besantent wir zu uns üch und alle unsere
edeln bürgere und frägetent üch und sie, obe ir und ouch sie unsere bürgere hüben
woltent und uns gehorsam sin, alse ir und sie uns gesworn hettent. da entwurteut
ir uns sunderliche, ir woltent uns gerne gehorsam sin. alse ir uns gesworn hettent.
wände ir wol bekantent sameliche grosse früntschaft, so üch und den uwern von
unserre stette geschehen was, das ouch wol lantkfmdig ist, wie wir üch by uwern
landen und lüten behebet haut, doch batent ir uns, woltent wir in uwern slossen
m us und in riten, daz wir es danne durch uwern willen detent und üch die be-
nantent, die unsere vigende werent, und uf die wir riten woltent, so woltent ir uns
uwern li|> und gilt dar legen und ouch tun, alse ir uns gesworn hettent, die selben
1 Derselbe bittet um Antwort auf seinen und Herzog Ruprechts Brief, (uff s. Barthol. lag ) August
'.'/. — Diese Antwort erfolgt am 28 August. S. nr 029.
s Derselbe an Strasburg: will wissen, ob sie ihn der Ansprache erlassen, (d. frouwcu tag der Jüngern.)
1391 Sept. 8. (or. eh.) — Derselbe bittet um Antwort auf twei weitere Briefe von sich und Her.'og
Ruprecht, (d. tunnentag nach exaltaiionis.) />'.''/ Sept. 17.
332 1391
unsere vigende wir üch ouch benennet hant. und darumbe so liant wir üch gemanel etc.
datum feria secunda proxima ante diem decollacionis .lohanis baptiste a. d. 1391.
13itl Awjust 28.
Str. St. A. G. U. P. lad. 271. cop. ch cuaev. Ebenda gleichlautender Brief an den Her-
zog Ruprecht; die Copie des Bundbriefes von Johann von Lichtenberg legen sie bei.
Gedr. Wencker, de ußburg. 218.
Reg. Koch u. Wille nr. 5351.
630. Pfalzgraf Ruprecht der ältere an Meister und Rat vmi Strassburg: auf «las
Schreiben Johanns, ihn seiner Rürgerschaft zu entlassen, und die abschlägige Antwort
der Straszburger erinnert er, . . . daz unser herre der romische kunig zu Eger
fursten und stete entscheiden hat . . und auch nach rat der kurfursten und fur-
sten eynen lantfrieden und gesetze für recht gesatzt und gemacht hat und daz zu >o
den heiligen gesworen ist von fursten und steten zu halten, und hat darynne den
bont und buntnisz abegenomen, als er des auch wol macht hat zu tun von des richs
wegen, und hat da mit sin fursten, graven, hericn, dinstlutde, rittere und knechte
wider an sich und daz riche genomen, yme und dem riche zu warten und gehorsam
zu sin, als sie des schuldig sin. und als ir uns auch geschoben hant, do ir yn den 15
selben lantfrieden tredent, do habent ir verteydingt, daz ir uwer erbeburger behalten
soltent, davon wiszen wir nit. so han wir auch unser frunt eins teyls darnach gefraget,
die auch da by waren, die hant uns gesagt, daz sie davon nit wiszen, daz key-
nerley gen uch verteydingt sy anders, dann der lantfriede briefc von unserm lierren
dem kunig daz uszwiset begriffen und gesworn ist. und mogent ir daz selber wol an
mereken, daz des nyman macht het zu verandern, daz unser herre der kuhige für
eyn gesetz und recht gesatzt hat und gesworn ist, daz alle zu tun oder zu verändern,
wann unser herre der kunig des alleine macht hat sollich gesetze und recht zu
setzen in gemeynen nutze . . Deshalb fordert er als oberster Hauptmann über
den Landfrieden, dass sie Johann von Lichtenberg aus der Rürgerschaft entlassen, v
Wollen sie es nicht, so sollen sie sich an den König wenden. datum Heidelberg
quarta feria ante nativitatem beate Marie virginis anno 91.
Heidelberg 1391 September 6.
Str. St. A. G. U. P. lad. 271. or. ch.
Gedr. Wencker, de ußbitrg. 210. m
Reg Koch u Wille nr. 5352.
631. Rurckart von Mülnheim der Meister und der Rat von Straszburg an Sar-
burg : . . . alse ir uns under andern dingen verschriben hant, das wir ach das
ein zit übertragen soltent, alse ir uns und die unsern in uwer stat zu Sarburg und
dar us varen lassen süllent, untze das wine und andere koste in uwer stat kernen t,
also wissent, das es uns von üch fremde und umbillich beduncket sin. und dar umbe
so bittent und manent wir üch aber mit disem briefe, das ir uns und die unsern
in uwerre stat zu Sarburg us und in lassent varen by dage und by nahte, wenne
und wie dicke ez die unsern an üch und die uwern vordernt, und das ir ouch uns
1391 888
und den unsern uf unsere vigende geraten und beholffen sint und da mit tönt, alse
ir dez allesament gegen uns und onserre etat verbunden sint und bittenl acta oncb
da by, daz ir den glefen, den loten und den, die vor Sarecke ligent, keinen kosten
geben, und in disen dingen wollen? tun, alse wir acta dez sonderliche wo! getrawent,
und alse onch wir gegen üch detent. datum die exaltacionis sanete crueis 1391 .'
l.e.n s<i,t>,„i>. ■■#• u.
Str. St. A <i. U. P. lad. 271. cop. ch. eoaev.
Hegest : Jahrb. f. lolhr. Gesch. I, 177, Fritz, Straßburg u. Saarburg.
(i32. Meister und Rat von Strassburg an Pfalzgraf Ruprecht II: können Johann
viin Lichtenberg seines Eides nicht entbinden, den er von seines Bürgerrechts wegen
geschworen habe. datum vigilia Mathei apostoli a. d. 1391. i:an September 20.
Str. St. A. G. U. P. lad. 271. cop. eh. coaev.
Gedr. Wencker, de utlb. S. 221. — Reg. Koch u. Wille nr. 5350.
GM. Meister und Rat von Strassburg an Johann von Lichtenberg: sie besitzen
15 seinen besiegelten Brief [nr. 12;">\ ober den Eid, den er des Bürgerrechts wegen
I geschworen hat, und können ihn von diesem nicht entbinden, sondern hoffen dennoch,
dass er ihn halten werde. datum vigilia beati Mathei apostoli a. d. 1391.
Str. St. A. 0. ü. P. lad. 271. cop. ch coaev.
(i34. Bischof Friedrick von Straßburg verbürgt sich für den Frieden, der
so zwischen seinem Neffen Sigmund von Zweibrücken-Bitsch und der Stadt Straßbin-g
geschlossen ist. Offenhurg IHM November 25.
Wir Eriderich von gottes gnaden bischofT zu Straszburg und pfieger der stift zu
Basel tönt kunt allen den, die disen brief ansehent, lesent oder hörent lesen, da/.
wir in der aussehe! und kriege, die da sint zwuschent dem edeln unserm lieben
Hefen Symunl greven von Zweinbrucken uff eime site und unsern lieben getruwen
dem meisfer, dem rate und der stat zu Straszburg uff die ander site einen friden
gerel und gemachet haut: der selbe fride anheben und angan sol uff disen neusten
1 Au» diesen Jahren stammt wohl folgender die Beziehungen Straßburgs und Saarburg» betreffender
Gedächtniszettel für einen Brief am Saarburg : Man sol den von Sarburg schriben, daz die iren in unser stat
30 gevaien sint aber duz, daz wir in und unserme herren dem bischofe von Straszburg vormoles verkündet
und embotten hant, daz die iren nüt z& uns kommen solten. und sider die uwern dar über zft uns
kommen sint, daz uns doch nüt liep ist, so sint. in ire pferido und daz ire mit dem gerihte in unser
stat bekümbert, daz unseis herren des byschofes ist, daz selbe gerihte wir ouch gesworen hant by
allen sinen rehten zu loszen. wellcnt ir do, so mügent ir ieman von uwern wegen an daz selbe ge-
rihte senden und des selben gerilltes rcht aldo zn suchende, und meinent wir, daz uns daz selbe und
ouch von Lütoltz wegen von Kolbolzheim liützit angon sülle, sider sü über unser botschaft zn uns
gefaren sint. bedalite aber üch üt anders, so wil uns dar umbe mit rehte und bescheidenheit uff tage
und stunden wol benftgen.
Der anderteil meinde, daz man mit dem schultheisz solte reden, daz die pferide und daz ander,
daz den von Sarburg ire pferide und daz ire ledig würde geloazen, wenn die selbe sache anders ist
denne Lütoltz sache von Kolbotzheim. — Str. St. A. Ordnungen tom. 21. f. BOB. conc. ch.
334 1391
Novbr.ts. zinstag nach sant Katherinen tage, so die sunne uffgat, und sol weren steteeliclien
Aprii tö. und gentzlich von demselben tage bitze uff sant Jergentage nehst klimmende und
den tag allen, und daz derselbe fride getruwelich gehalten und nit uberfaren werde,
so hant wir gesprochen und sprechen ouch mit disem briefe für den vorgenanten
unsern nefen von Bitsche, alle sine helffer und diener also, daz sie denselben friden 5
gegen der stat von Straszburg iren helffern, iren dienern und allen den iren ge-
truwelich halten süllent. were es aber, daz derselbe fride von irem deheinem doch
ane geverde hie zwuschent übergriffen und uberfaren wurde, daz sol man keren mit
der name oder aber den wert dafür ane Widerrede, und dez zii Urkunde, so hant
wir unser heimelich ingesigel zu ende dirre geschrifte gedrücket in disen brieff 10
der geben wart zii Offemburg uff den sampstag, der da waz sant Katherinen tag in
dem jar do man zalt nach Cristus gebürde dusent drühundert nüntzig und ein jar.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 168. fasc. 13. or. mb. lit. pat. e. sig im}»: del.
635. Hanman von Liebegg, Rudolf von Vessingen, Rütschman Behnen (?) von
Münster, Niglin Dietschin von Wietlisbach und Cüntz Schult von Baistat thun kund, 15
dass sie mit Johann Berlin dem Meister und dem Rat von Straszburg . . . von der
behabung wegen und gevangnüsse, so Hentzman Rorer und andern ir burgern von
den vorgenannten geschehen ist, gesühnt sind. Sie versprechen keine Ansprache oder
Forderung mehr an die Stadt zu stellen, Liebeggs Siegel ist aufgedrückt. geben
an sant Andrestag des jares do man zalte thusent drühundert nüntzig und ein jar. 80
1391 November 30.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. sig. in v. impr. del.
636. Ich Fritsche Stroseil ein edel kneht vergihe unde künde mengelichem mit
diseme briefe, also ich anesprache gehebet habe an die erbern wisen den meister und
den rot der stat zii Stroszburg von soliches schaden wegen, so mir von in und den &
iren geschach zu Waltenheim in dem kriege, so fürsten, herren und stette miteinander
hettent, dar umbe ich ouch Kleinhug von Brümat iren burger angreif und ving, das
ich dar umbe mit in und ouch sie mit mir dar umbe und ouch von aller ander
anspräche wegen, in weihen weg ich die'an sie oder die iren untze uf disen hü-
tigen tage gehebet habe, gütliche gerihtet und geslihtet bin .... Er gelobt die Sühne so
zu halten und hat sein Siegel angehängt. Auf seine Bitte hat sein Schwager Hein-
rich von Waltenheim dem man sprichet von Mülhusen das seine hinzugefügt. ge-
ben an dem nehesten sammestage nach sant Andres tage des heiligen zwölfbotten
do man zalte drützehen hundert nüntzig und ein jar. 1391 December 2.
Str. St. A. G U P. lad 166. or. mb. I. pat. c. 2 s. pend.
35
637. Hans Wepfermann von Barr an Straßburg : rechtfertigt sich icegen der
Beschuldigung Straßburger Bürger gefangen genommen zu haben.
Stollhofen 1391 December 14
Minen gewilligen undertenigen dienst bevor meister und rat der stat zu Stras-
burg, wissent von des angrifes wegen, alsz ich Hans Wepferman zu tünd habend *°
1
1391 MB
mii den von Eheoheim, daz mir for kamen ist, wie daz in mich in .schaden ha-
» bent, daz üwer burger mir gesworcn sülleat haben, daz sie nit sullent sagen, wer
sie gefangen hab. duz isl nil, und bin sin unschuldig und me von der zweiger wegen,
die nur gesworcn süllenl habent, die habend gesworeo, daz sie niins herren von
'■> Strasburg sinl. da lies ich sie ledig und lies sie gan. und sworent nit anders den
nein schiebt urfehl uf die nah! mir kein schad zu sin. und me hetten sie an üch ge-
jehen, ich sie alsz gern ledig geseit, alsz niins herren Kit von Straszburg. und oueh
von des wunden mans wegen, alsz mir fürkumen ist, wie daz der zu üch höre, da
Iml ich, ich wils also verentwurten, daz ich gen üch in glimpfe ste und me, daz
10 mir vil bekamen sint, die üwer und mins herren von Strasburg warent, die ich an
kam, die ungele .... von mir kament sint. da bit ich üch ernstlichen durch mins
dienstes willen, daz ir dag bescheiden für üch, ich wil mich enschlahen für mich
und min helfer, daz ich daz ich got getruwe, daz ich der ding unschuldig sy, wenn
ich es üch nit alsz gentzlich verschriben kan, alsz ich mich for üch verentworten
i6 will, da bit ich üch, daz ir mir, und die ich mit mir bringe, ein fri trostung gent us
und in an alle geverde. uwer verschribend antwort lant mich wissen mit di.-cin
hotten. geben zu Stalhoffen an dem nehsten durnstag nach sant Lucien dag.
anno domini 1301.
Hans Wepferman
von Barre.
Str. St. A. G. U. P. lad. 168 fasc. 13. or. eh. I. cl. c. s. in v. impr.
fi:lil. Borzibog von Swinar an Heinrich zum Jungen1 und andere über seine
Bemühungen für Straßburg.* 1391 December 16.
Mein dinst zuvor über Heinrich, Wilhelm und Volmar. alz ir mir verschriben
habt mit hern Hynaczku, daz hau ich woll vernommen von der von Slrospurg
wegen und der theyding. nu laz ich ew wissen, daz wir daz meist teill darumb
ligen bey unserm hern dem kunig, daz wir dy sach gern zu gutem ende mechten
bringen, liber ffrünt. nu ist uns ein solcher einffall geschehen, daz unsers hern dez
kunnigz reit dawider sein und meinen, ez soll und müz unserm obgenanten hern
gelt daruz gen. und daz get her von Straspurg, von dem daz zuget, daz weyz ich
nicht, wan ich allezeit gerner tet allcz, daz ew liep ist und sunderlich, daz ichs
gern zu gutem ende brecht noch hewtes tags. geben zu der (. .?) dez sameztags
noch Luczie 91.
Worzyboy von Swinar dez
romischen kunnigz haubtman in Beyern.
[In verso] Den erbern und weyssen Heinrich zum Jungen zu Meyncze, Wilhelm
von Burne und Volmar von Wickersheim meinen sundern ffrunden.
Str. St. A. AA 112. or. eh. I. cl.
1 Vgl. über diesen Mainzer Bürger Hegel. Königshof. II. 633. Anmk. 4.
2 Dieser Brief war von Heinr. z. J. an Straßburg gesandt, vgl. Straßburgs Brief vom 2 Januar 1392.
VI. «
336 1391
639. Dietrich Kemmerer an Strassburg: beklagt sich . . . daz die uweren off min
\ovbr.2o. fründe helffer und mich gehalten haben off mandag nehst virgangen vor sante Kate-
rinen dage, des dages wir auch off dem velde waren, und hette ich die von Hage-
nouwe gerne geschediget, die mich zu eyme kryege gedränget hant wieder recht und
bescheidenheit .... laszent mich wiszen, obe ich der uweren danne besorget sülle &
sin oder nit. geben off sant Stheffans dag. 1391 December 26.
Str. St. A. Abteil. IV. lad. 30. or. eh.
640. Johans Berlin der Meister und der Rat von Strassburg an Diether Kemmerer:
länt dich wissen, das wir dinen brief wol hant verstanden .... daz die unsern uf
Novbr.so. dich und die dinen gehalten haben süllent uf dem mentdag vor sct. Katharinen dage, io
der zu nehest vergangen ist. und darumbe so kündent wir dir, daz wir daran un-
schuldig sint und nützit darumbe wissent. und darüber so meynent ouch wir und
die unsern din denheine sorge zu habende, dine verschriben entwurte embüt uns
darumbe mit disem unserm botten wider. datum feria sexta proxima post diem
festi nativitatis domini anno domini 1391. 1391 December 29. ifi
Aschaffenburg Dalberg-Areh. or. mb. I. cl. c. s. i. v. impr. delA
641. Protokoll einer Münzberatung . [1391].
Von der münszen wegen.
[1] Duhte die gut, die bienander worent von der münszen wegen : sit daz in
dem briefe, also der bischof, die riches stette und wir überkumen sint,2 verschriben 20
Apriis. stat, das man noch sante Gergen tage die erste riter vür sich nemen sol, also daz
zum ersten angefangen wart, so sol man ouch iegenote vürderliche dieselbe riter wider
her vür nemen und waz geltes do durch dieselbe riter vellet, daz durchvallende
gelt sol man zersniden und, durch daz daz grosze gelt hie blibe und nit von hinnan
gefüret werde, so sol man den güldin setzen vür zehen Schillinge pfennige, also daz 25
ie eins daz andere domitte weren mag. und sol ouch ie eins von dem andern ein
güldin vür zehen Schillinge pfennige nemen und geben an allen dingen, wie daz ge-
nant ist, doch mögent die, die do güldin gelt hant, wol nemraen vür ein güldin Schil-
linge und ein pfennig, also mögent, die do koufmanschaft tribent, an irre köfmanschaft
ouch wol zehen Schillinge und ein pfennig vür ein güldin nemmen, aber an de- 30
. heinen andern dingen sol nieman anders me geben noch nemmen, denne zehen schil
linge vür ein güldin. und wer me gebe oder nemme, denne also vorgeschriben stat,
der bessert etc.
[2] Sü duhte ouch gut sin, daz man alle münssere jung und alt solte heissen
sweren an den heiligen, ein guten rinschen güldin vur 10 sol. den. zu nemende und ss
1 Biese und spätere Briefe Straßburgs an Dietrich Kemmerer verdanken wir der gütigen Mittei-
lung des Herrn Archivar Morneweg in Erbach (Odenwald).
2 Dieser Vertrag wurde abgeschlossen am 2 December 1390; siehe oben und vgl. Cahn. Münzge-
schichte S. 52.
1391 WM
umbe einen und 10 sol ber wider usz zii gebende nit und hoher, item ein ungerschen
güldin, ein hellenischen güldin, ein gennower guldin oder duckaten sollent sie umbe
eilftehalb Schilling neiiinicn und mogent in umbe einen und eilftehalb Schilling her-
wider uszgcben und nit hoher, zu glicherwise sollent sie ein alten francken umbe
•r> eilf Schillinge nemmen und umbe einen und eilf Schillinge her wider uszgeben und
nit hoher, noher mögest sie die vorgenanten güldin alle wol geben, sie süllent ouch
sweren by irme eyde, was kleines oder böses geltes, daz durch die grosz riter vellet,
in vürkiimct, daz sü daz niemanne von banden geben sollent, wenne sü sollent es
unverzögenliche entwurten Claus Merswin und der sol ouch umb ie daz lot solicher
10 pfennige geben 34 guter pfennige.
[3] Die vorgenanten münssere sollent ouch by demselben irme eyde keinen bösen
pfennig nemen, es sient Heidelberger, Mansheimer noch keine soliche böse pfennige.
[4] [So beduhtc ouch gilt, daz nieman anders, donne die münssere in dirre stat
wehesein süllent anders, denne do vorgeschriben stot etc.]"
15 [5] Wer ouch in dirre stat oder burgbanne umbe den andern üt köffet oder ver-
köffet, do sol einre dem andern nit ane gedingen, daz er ime güldin geben sol und
kein gelt, wo daz darüber geschehe, daz sol nit kraft haben, und sol man dar zu einre
besserrunge überkumen.
[0] Es sol dehein münszer deheinen Metzer güldin, Lützelburger güldin byslag
2o oder andere soliche guldin under andern güldin vür gi'ite güldin hinweg geben. {Am
I Rande : gut] wenne ir ieglicher sol ieden güldin, wie der genant ist, vür sinen wert
hinweg geben noch margzal zu rechende, also ein gut güldin zehen Schillinge pfennige
giltet also, daz ir iegelicher an iedem stücke soliches goldes nit me denne ein pfennig
zii gewinne sol nemmen. und süllent ouch sweren keinen nuwen satz under in zii
ig machende one urlop meister und rotes.
[7] Sü süllent ouch an allem anderm gemünsseten silber, die nit Strassburger
münszen sint, es sient Metzer groszen, turneis, oder wie semlich gelt oder groszen
genanl sint, nit nie von ienianne an dem wehsei zu gewinne [sol] nemmen danne an eins
Schillinges weil [soliches geltes] ein heilbeling. aber wenne ir einre soliches geltes
nie verwihselt, also das es ulf oder über vier Behilünge triftet, do sol ein iegelicher
münszer denne zu mole nit me denne an iedem grossen ein ort von eime pfennige
zi'i gewinne nemen, und an eim halben groszen ein halb ort von eime pfennige. und
sol dehein mmisser durch geverde dehein mc gelt sundern, durch des willen, daz er ime
ander vier Schillinge wert geltes geben solte. [Am Rande: gut.]
[8] Es ensol ouch dehein münsser ieniau trengen oder nötigen oder susz durch
geverden dehein silberin gelt zii keime guldin zi'i kolTende geben durch daz, daz in
an dein silberin gelte deste me vor wehsels wurde. [Am Rande: gut.]
l'.)| Sil siillcnl ouch by demselben irme eyde kein geiniinsset golt noch silber,
wie daz genanl isl, weder erlesen, zerbrechen, zcisinciltzen noch hinweg schicken in
denheinen weg noch nieman von iren wegen, wer es ouch, daz ir keinre keine un-
erkeiitliche niüns/.c bette oder gewänne, die not genge und gebe were, und der er
a) Ist gestrichelt.
338 1391
gerne abe kerne, soliche münszen, es sie von golde oder von silber, sullent sä dein
hüter oder dem, der von der stette wegen an der münszen sitzet, ebe sü einen vür
basser der setzet, entwurten also gantz. und der huter, oder (der) von unserre stelle
wegen do sitzet, sol dem münsser also vil darumbe geben, also solich gelt denne
wert ist. und usser dem unerkentlichen gelte sol man danne anderre nuwe pfennige •'■
machen.
[10] Es ensol ouch ir keinre noch nieman von iren wegen an keiner nuwen
münszen, do man güldin oder pfennige sieht oder slahen wil, wo daz were, weder
teile noch gemeine haben noch daran roten, sturen oder helffen in denheinen weg
one alle geverde. und wer daz verbrichet, der bessert zehen jor von der stat und io
git zwentzig marck silbers. [Am Rande.]
[Am Rande] Es sol ouch nieman kein gemünsset golt oder silber köffen, daz
er es uff anderre münsze füren oder schicken welle, wer daz verbreche, der bessert etc. ■
[11] Was silbers ouch unser burger oder die unsern in unser stat oder in diseme
bysti'ime köffent, das sullent sü nit von der stat schicken noch schaffen geton werden 15
in dehein weg. wo aber unserre burger oder die unsern anderswo uszewendig dis
bistümes silber köffent, es sie zii Franckfurt, zii Kölle oder anderswo, daz silber
mügent sü schicken und fürn, war sü wellent one geverde.
[12] Brehte aber ein lantman silber her zii verköffen und duhte in, wie er das
silber nit wol noch sinem willen verköffen möhte, der mag daz silber wol wider 20
hinweg füren one geverde.
[13] Welre lantman also silber zii unserme stocke bringet, dem sol der, der von
unserre stette wegen do sitzet, also vil darumbe geben, alz des danne unser stat
überkumment.
[14] Es ensol ouch dehein unser burger niemane noch nieman von unsern wegen »5
usz dem bistume engegen riten noch varen, daz er ime sin silber abe köffe one
alle geverde durch daz, daz dem stocke empfurt werde. [Am Rande: gut.]
[15] Es ensol aber kein lantman noch nieman anders kein silber von unserre
stat füren, es sy gebrant silber, verwirket silber oder geflecket geschirre, wie daz
genant ist, der kein silber her bringet, und wer daz verbrichet, dem sol men daz so
silber gerwe nemmen und zu sime libe und gute rihten und rehtvertigen uff den eyt.
dis sullent alle münssere, goltsmide, underköffer unde köffelerin sweren zu haltende
und zu vollefürende und darzü, wo sü beduncket an iemanne, der gebrant silber oder
verwürket silberin geschirre köffen wil, und der es hinweg schicken welle, daz sü
daz dem nit zu köffende gebeut noch nieman von iren wTegen, wenne sü sullent es 35
meister und rote vübringen.
[16] [Gestrichen: Es sol ouch ein iegelich münsser by sime eyde deheinen pfennig
sundern oder in sundern secken haben, wehne ir iegeliches sol sine pfennige alle
in einen sack under einander diin ungeverliche].
Fehlt in dem Abdruck bei Calm, Münz- und Geldgeschichte.
■-
[17] IühIc duhte ouch die gftt, die darambe bieamaätft sinl gewesen, <i;i/ [ye-
s/ riehen: man kuehte machen sol, die one underlosz after wege gon sollent] hiniian
fürdersich ie eins das ander mit der |gr08zen]' rftei BOJ loszen weren und da/, ouch
nieman deheinen pionnig nie durch die [grosze] ' riter trengen oder nötigen sol. wenne
s meu slechtekliclio und einfelickliche daz gelt uff die riter setzen sol, und was geltes
nil do durch reitet, daz sol man nemmen. darufT so sol man bestellen mit knchien.
die one underlosz after wegen gonl und die pfennige zersnident, die da böse sint
und durch die riter vallent, und ouch die ritern zersnident, die zii grosz oder zu
kleine sint. [gestrichen,: und sonderliche so sol man bestellen, daz (man) zwene oder
10 drie kneble habe one underlosz in der münszen gende, die soliche böse pfennige
zersnident und zersniden sollentj. und wer den snidern darumbe laster leit oder
Bmocheil dete, zu dem oder den sol und wil man daz vestekUche und strengliche
rihlen und rehtvertigen uff den eyt noch den schulden, so ein iegeliches denne geton
und begangen het one alle geverde.
15 [Am Rande: Und wer daz verbriebet, der bessert 5 sol, also dicke er daz dut,
und wen die snider rugent, des unschulde sol man nit do vür nemen.]
[18] Und sollent alle vorgeschribenen dinge, die in dem rote sint, rügen und
vorbringen also ein murde oder ein dotslage.
[19] Wen ouch die münsser rugent, der ussewendig der münszen wihselt [ge-
rn slrklici) .■ und denne meister und rot erkennent, daz er solichen wehsei tribet, daz er
es mügelichen di'in sülle, ist daz er dis swere] der sol dise vorgeschriben stücke
sweren zii haltende. [Am Rande: gut.]
Str. St. A. AA. Monnnic lad. 24 nr. 7. zusammengeheftete Papierrolle.
Gedr. doch ohne die Zusätze. Randbemerkungen und Streichungen bei Calm, Münz- und
25 Geldgeschichte, Beilagen nr. 1. als *Münzurdnung von 131)1*. — Vgl. dort auch S. 53.
642- Drei Bruchstücke der Protokolle von Müniberatnngen, deren zweites datiert
ist von : i;an December 29.
I. Bruchstück. Sie duhte ouch göt sin, das alle goltsmide, jung und alt und
alle die, die do silber künnent bürnen, sweren sollent, daz so keinen kleinen pfennig
so koffen sollent noch nieman von iren wegen, noch daz sü der pfennige deheinen ver-
binden noch zu silber machen sollent noch ouch hinweg schicken sollent in deheinen
weg in selber noch andern löten, durch das die kleinen pfennige alle zu stocke
kumment und nuwe pfennige darusz gemäht werdent und hie blibent.
Man sol an dem lettener verkünden, daz nieman keinen kleinen pfennig koffen
:i.> sol anders denne die huszgenoszen, die do wehsei tribent und an der münszen zii
bancke sitzent umbe daz, wenne die huszgenoszen alles zu stocke entWarten sol-
lent und müszent, daz nuwe pfennige darusz gemäht werdent. und darzü me, daz
nieman keinen kleinen pfennig koffen noch verköffen sol, verbürnen oder hinweg
schicken sol by einre penen etc. und sünderliche, daz kein fromde man dehein klein
40 gelt koffen oder verschicken sol by einre pene etc.
1 Gestrichen.
340 1391
Ouch sol man gebieten, das nieman, er sie heimesch oder frömde, deheinen
Strassburger pfennig erlesen sol, durch daz er sie verbürnen oder verschicken welle
an die ende, do man sie beschroten oder verbürnen welle, und wer daz verbreche,
zu des libe unde gute sol man daz rihten.
Man sol ouch an dem lettener gebieten, daz mengelich, wer der ist, sine kleinen s
besnitten pfennige, die er het oder hernoch gewinnet, zu dem stocke entwurten sol.
und sol ime darumbe vür ie daz lot solicher pfennige 34 guter pfennige geben, und
sol men denne usz den alten besnitten pfennigen gute nuwe pfennige machen.
Es ensol ouch nieman deheinen nuwen pfennig nemen, der besnitten oder ge-
flecket ist, by einre penen etc. 10
Ouch sol man des silbers wegen es halten, also es in dem alten besigelten Briefe
geschriben stat.
2. Bruchstück. [Auf der Rückseite desselben Blattes], Anderwerbe ist man von
Decb:°'s9 der münszen wegen, die bienander sint gewesen ipsa die beati Thomanni cancellarii
anno 91, [übereinkommen]: 15
Die münssere süllent sweren etc., was böses oder besnittenes geltes, daz durch
die grosze riter vellet, sie nü zu mole hant, es sie ir oder anderlüte, daz sollen t sie
unverzögenliche zersniden. und was geltes sie oder ieman von iren wegen hinnanfür
me nement oder empfohent, das gelt sie unverzögenliche kiesen, und was böses oder
besnittenes geltes sie under solichem gelte vindent, daz sollent sie unverzögenliche ae
zersniden. und sollent solich gelt by ireme eyde zu dem stocke entwurten, daz uz
dem demselben gelte nuwe pfennige gemäht werdent. und söllenl ouch die münssere
by demselben irme eyde nieman kein bösen pfennig geben in denheinen weg unge-
verliche.
3. Bruchstück. Ein teil [meinde]: und waz silbers unser bürgere oder die 25
unsern köffent, daz süllent sie nit von unsere stat schicken noch schaffen geton
werden in dehein weg, wenne sie sollent es alles zu dem stocke entwurten. wo
oder an weihen stetten unser burger ouch silber köffent, daz süllent sie glicher wise
alles ouch harzü unserme stocke entwurten und niergent anderswo hinfüren.
Brehte aber ein lantman silber her zu verkouffende und duhte in, wie er daz so
silber nit wol noch sinem willen verköffen möhte, der mag daz silber wol wider
hinweg füren one geverde. welre lantman also silber zu unserme stocke bringet,
dem sol Kleinhenselin Pfaffenlap ö gülden um 1 marck geben, es sol aber kein lant-
man noch nieman anders kein silber von unser stat füren, es sie gebrant silber,
verwürcket silber oder geflecket geschirre, wie daz genant ist, der kein silber her- 35
bringet, und wer daz verbrichet, . . .
Und sollent daz alle münssere, die zfi bancke sitzent und wehsei tribent, und alle
gollsmide, alle underköffere und ouch alle koffelerin und alle, die domitte umbe gont,
sweren an den heiligen zu haltende und zu vollefürende. sie süllent ouch alle
sweren, wo sie beduncket an ieman, der gebrant silber oder verwürcket silberin «
geschirre köfl'et, daz er es hinweg schicken solle, dem sollent sie es nit zu kouffende
geben, wenne sie sollent es rügen und vürbringen meistere und rote.
Der ander teil meinde: daz man alle vorgeschribene dinge also hallen, alz
1391
341
vorgeschritten stat, uszgenommen des, wo unser burger anderswo ussewendig dis
bysti'nnes silber köll'ent, es sy zfi Franckfurl, zu Kölle oder anderswo, daz sü daz
Silber mögent schicken und füren, war sie vvcllcnl.
Sie duhte ouch gut, daz men allen unsern angelten) und in dem kofhaM und
l .111 den zollen und den, die bühsen habent, empfehlen sol, waz böses oder kleines
geltes in überkunmiet, daz sü daz zu staut zersnident und niemans dar an schonent
by yrme eyde.
Ouch sol man an dem lettener gebieten, daz nieman keinen kleinen pfennig
nemen sol und ir abe kummen sol. wenne, wo men sie über dise ahte tage by
io ieuiiin vindet, so wil man sie ime zersniden. und wil man ouch lüle drüber setzen,
die die pfennige zersnident.
Str. St. A. AA. Monnaio lad. 26 nr. 9. lose Papier Zettel.1
Ii43. Bruchstück eines Münzvertrages zwischen dem Bischof von Straßburg,
der Stadt Straßburg und genannten elsässischen Reichsstädten. [13911.
15 Wir Friderich von gotz gnoden bischof ze Straszburg und wir die meistere, die
sehullheiszen, die rete der stette Stroszburg, Hagenowe, Sletzstat und Obern-Ehenheim
dünt kunt allen den, die disen brief ane sehent oder gehören t lesen, das wir gemein-
liche und einmütekliche, durch des gemeinen landes und der lüte nutz und frommen
überkommen sint von diser Strossburger pfennige wegen, der halb bitz her gross
2o span und missehelle gewesen ist, das man hinnanvurder in allen unsern stetten,
dörffern und gebieten ewekliche eins von dem andern grosze gantze gute Strossburger
nemmen sol. wer aber dehein solicher Strassbarger pfennige ein wenig geflecket von
dein münszende, die pfennige sol man ouch nemmen und nit wider sprechen, weihe
pfennige ouch mit engein gemünszet sint und nit besnilten noch gerürt sint, die sol
» man ouch nemmen. und sol ouch ie eine persone von der andern mit dem vorge-
ht ufder llückseüc des dritten Bruchstückes steht folgende Liste (wohl der damaligen « Hausgenoss, n » |
Tlioman Lentzelin der hftter.
Hans Lentzelin.
Rulin sin brftder.
Hans Lentzelin, Thoman Lentzelins snn
Lauwelin Klobelouch nnd sin brftder.
Lienhart Klobeloch.
Sygclin Völtsche.
Hugclin Völtsche
Walther Erlin.
Hesseman Erlin.
Henselin Erlin.
Reinbolt llebestock.
Rftlin Rebestock
Walther Wintertur.
L.luwelin sin brftder.
Lauwelin Merswin.
Eberlin und Wilhelm von Schönecke.
Claus Bock, Ulrich sin brftder.
Lauwelin Rrünlin.
Peter Bock. Ulrich sin brftder.
Klein Ulrich Bock.
Hügclin Rippelin.
(fintzelin Pfaffcnlap und Henselin fratres.
Henselin Diitscheman.
Arbegast sin bruder
Hesse und Klein Henselin Pfaffenlapp.
Cftntzelin Pfaffenlap, ires brftders sun.
Wintertur Henselin.
Lauwelin Bercr, des Bereis sun.
Walther Wintertur der junge.
Klein Henselin, Winterturs sun Läwelin.
Hans Ellehart der junge.
Wilhelm Noppe.
Hügelin Wintertur.
Wetzel Brager.
Walther Spiegel.
342 1391
nanten gelte lossen weren an zinsen, an köfmanschaften, an schulden und an allen
dingen, unde daruff so hant wir einmütekliche uff gesät umbe das, das dise Stross-
burger pfennige by uns und in unserme lande blibent, das man ein ieglichen guten
rinschen guldin vür zehen Schillinge Strassburger pfennige nemmen und geben so]
und daz ouch ie eins das andere domitte weren sol und nit hoher in denheinen weg. s
und wer darüber in allen unsern stetten oder dorffern, er were heimesch oder fremde,
ein guldin hoher gebe oder nemme, der bessert dem herren oder stat, under dem es
denne gesche, etc.
Doch mögent die wehseler, die offenliche zu bancke sitzent und wehsei tribent,
ein pfennig an eim guldin an dem wehselnde zu gewinne nemmen und nit me. und ">
welre wehseler daz verbrichet, der bessert dem herren oder der stat, under dem es
gesche, etc.
Wer es ouch, das ieman umbe den andern in unsern stetten oder gebieten küffet
oder verkouffet, do sol nieman dem andern angedingen, daz man ime guldin geben
sol und kein gelt, wo das darüber geschehe, das sol nit kraft haben, und sol der, ^
der die gedinge also mähte, bessern etc.
Es ensol ouch nieman in den vorgenanten unsern stetten, dörffern und gebieten
dehein gemünsset silber weder erlesen, zerbrechen, zersmeiltzen noch hinweg schicken
in deheinen weg. und mit namen so sol nieman der unsern noch nieman von iren
wegen an keinre nuwen münszen, do man pfennige schleht oder sl . . 20
Str. St. A. AA. Monnaie lad. 26 nr. 9. Bruchstück eines alten Coneeptes auf Papier.'
644. Ungenannter an König Wenzel: verwendet sich für die Stadt Slraßburg
in Angelegenheilen der Reichsacht. [1390-92?].
Allerdurchlühtigester, hohstgeborner fürste, lieber gnediger herre ich enbiet etc.
also uwer hofegerihte der stat und gemeinde zu Strasburg vorgebotten hatte uwern ^
gnaden aldo zu antwortend, also hant sie ire erbern botten vor dem selben uwerm
hofegerihte gehabet, dieselbe ir botschaft öch gerne für uwer gnade gewesen were,
das in zii der zit nit bescheen künde, also sie sprechent. und darumb lieber gnediger
herre, so habent mir die von Strasburg vorbraht, das sie gerne uwer gnade wem
und truwetent sich also mit uwern gnaden zu vereinigen, das sie in uwern gnaden 30
und dinste bliben solten. gnediger über herre, bitte ich uwer gnade dinstlich, sit sie
also begerent vor uwer gnade zu komen, das ir dann ir erber botschaft, die sie
gerne zu uwern gnaden senden wollent, vertrösten wollent zu uwern gnaden by
uwern gnaden zu sinde und wider heim an ire gewarsam zu kommen und sie gnedic-
lich verhören und usrihten wellent, wann ich wol vernommen habe, das sie sich 35
gerüvlich gegen uwern gnaden und dem riche vorbasser allewegent meinent zu hal-
tende, uwer gnedige antwurte lassent mich verschriben wider wissen.
Str. St. A. AA. 107 nr. 59. cop. eh. coaev.
1 Vgl hierzu sachlich Cahn, Münz- und Geldgeschichte S. 57. Zur Ausführung dieses Vertrages
ist es jedoch nicht gekommen. M
1 392 :J43
645. Brief eines Ungenannten in Angelegenheit der Slraßburger Reichsacht.
[1391-92? nach Januar 17].
Lieber her Styrnad(?) ich enbiet etc. und laszen uch wiszen, dasz die von Strasz-
burg mir vorbracht hant, als sie nü zunehst ire erber botschaft zu Präge gehabt
5 hant zu der ziit, do ich do was. dieselbe ire botschaft gerne vor minen gnedigen
hern den kunig gewest were, dasz zu der ziit nit wol gesin mohte, als sie mir ge-
saget hant. und darumb so habenl sie mich gebeten myme gnedigen hern dem kunige
zu Bchribende und sine gnade zu byttende, dasz sie noch gerne ire erber botschaff
zu mi us hern gnaden senden wollent in semelicher masze, als ir dasz in mins hern
io des kuniges bryff wol sehende wordent. denselben bryff1 ich uch auch hie senden
und ach auch bytten, dasz ir yn vor mins hern des kuniges gnade bringen wollent.
und darumb so bytten ich uch mit gantzem flisze, dasz ir do der von Straszburg
botschaft fordern wollent gegen mins hern gnaden, do getruwe ich, dasz daz mins
hern gnade und dem riche ere und syme lande zu Elsasz ere und frommen bringen
a solle und meyne, dasz esz wol umb uch verdynet solle werden, dann wasz ich uch
zu gefugen künde, dasz uch ere und frommen bringen mochte, dasz wolte ich willich
und gerne tun und dete dasz billich. dunt herzu, als ich uch besunder wol getruwe und
ich iillziil umb ach begern zu verdynen. und wasz ir hie ynne verstent von mins
hern gnaden, dasz mir zugehört zu wiszen, dasz verschribent mir, so ir erste mogent,
ia oll daz ich und die von Straszburg uns darnach wiszen zu rychten. gebietent allziit
zu mir. geben oft zinstag nach sanct Anthoniendag.
Str. St. A. AA. 107 nr. 59. cov. ch coaev.
646. Lienhart Zorn der Meister und der Rat von Strassburg an Heinrich zum
Jungen von Mainz: danken für die Uebersendung des Briefes* von Borziboy an ihn
und bitten demselben mitzuteilen, dass sie sich zu Mainz dahin verstanden haben
im die Befreiung von der Acht 4 500 Gulden zu zahlen. datum feria secunda
proxima ante diem scti Valenlini episcopi anno 1392. 1392 Januar 1.
Str. St. A. AA. 112. cop. v. cmic. mb coaev.
647. Johans Berlin der Meister und der Rat von Strassburg an Diether Kem-
merer: antworten, . . daz du und die dinen unser und der unsern unbesorget sin
sullent, wir schribent es dir danne vorhin mit unserm briefe, alse wir billich süllent
etc. datum feria quinta proxima ante diem sancti Erhardi episcopi anno 1392.
1392 .Januar t.
Aschaffenburg Dalberg-Arch. or. mb. I. pat. c. s. i. v. impr.
i Wohl nr. 644.
2 Vgl. nr. 638 Brief vom 16 Dec. 1391 und den Brief der Straßb. Gesandten vom 15 Juli [1391J.
VI. "
344 1392
648. Münzordnung für Straßburg, beraten und beschlossen am 29 December
1391, veröffentlicht am 20 Januar 1392. ' 1392 Januar 20.
Decbr. 29. Von der münszen wegen ist aber gerotslaget ipsa die seti Thomanni Cantellburgii
anno 91.
[1] Es sollent alle münssere, die nü zu mole sint oder harnoeh werdent, alt 5
und jung, die zu bancke sitzent oder wehsei tribent, sweren an den heiligen, was
böses oder besnittenes geltes, das durch die riter vellet, das sie nü zu mole hant,
es sie ir oder ander ltite, das das unverzögenliche entwurtent pfennig snidern, die
-von unserre stette wegen darzü erkosen sint, daz sü es zersnident und sullent es
heiszen zersniden. unde was geltes sie selber, oder ieman von iren wegen hinnan 10
viir nie nement oder empfohent, von weine in daz wurt oder in weihen weg in daz
vürkummet, das gelt sollent sie unverzögenliche kiesen und ritern. und was böses
oder besnittenes geltes sie under solichem gelte vindent, das durch die riter vellet,
das sollent sie unverzögenliche öch den vorgeschriben snidern entwurten, daz sie es
och zersnident und sullent es heissen zersniden. und sollent denne solich zersnitten 15
gelt by irme eyde unverzögenliche zu dem stocke entwurten und in keinen andern
weg abe klimmen durch das, das usz demselben gelte nuwe pfennige gemachet
werdent. sie sollent ouch by demselben irme eyde nieman keinen bösen pfennig
geben in denheinen weg ungeverliche [gestrichen : daz beduncket ein teil, so be-
duncket den andern teil, daz man Schröter in die münsze sol schicken.] 20
Man sol den guldin setzent.2
[2] Sie sullent ouch sweren an deheime guldin nit me zd gewinne zu nemende,
die guldin nement uff oder abe, denne ein pfennig, wie ir ieglicher ein guldin iocli
minret, es sie an rinschen, welschen, beheimschen, ungerschen guldin, an duckaten,
francken, bysleygen oder an was oder an weihen guldin das sint. doch mögent sie 25
an nobeln oder dobel mutunen (?) an iegelichem zwene pfennige zu gewinne nemen
und nit me.
[3] Es ensol ouch dehein münsser dehein Metzer guldin, Lützelburger guldin,
byslag oder anderre soliche guldin oder andern guldin vür gute guldin hinweg
geben, wenne ir iegelicher sol ieden guldin, wie der genant ist, vür sinen wert 30
hinweg geben, also, das ir iegelicher an ie dem stücke goldes nit me denne ein
pfennig zu gewinne sol nemen.
[4] Sie sollent ouch sweren by dem selben irme eyde keinen nuwen satz under
in zu machende one urlop' meister und rotes.
[5] Sie sullent ouch by irme eyde eim iegelichen menschen umbe ie das lot
swer kleiner pfennige vier und drissig guter pfennige geben, und mögent ouch wol
eim ieglichen menschen umbe solich klein gelt ytel nuwe pfennige geben, ebe sie
wellent. und sollent ouch niemanne minre darumbe geben by irme eyde. sie sullent
ouch mengelichem glich und gereht gewihte geben und von in nemen. und sullent
ouch ein quinsin oder dorüber soliches geltes nit köffen ungewogen one geverde. 40
35
1 Cahn, Münz- u. Geldgeschichte S. 53 giebt hier die Baten Dec. 31 und Januar 2.
a Steht links am Bande; wohl als eine Art Ueberschrift für das Folgende hinzugefügt.
1392 HB
Sie süllent ouch an allem andern gemunsseten silber, die nit Stroszburger
münszen sint, es sient Metzer groszen, turneys oder wie semlich gelt oder groszen
genant sint, nit one von iemanne an dem wehsei zu gewinne nemen, danne an eins
Bchillingej wert soliches geltes oder an einen groszen ein heilbeling. aber wenne ir
» einre soliches geltes me verwihselt, also das es uff oder über vier Schillinge triffet,
do sol ein iegelichcr münszer denne zu mole nit me denne an iedem groszen oder
an eins schillinges wert geltes ein ort von eim pfennige zu gewinne nemen und
an eim halben groszen ein halb ort von eime pfennige. und sol dehein münsser
durch geverde deheime dehein gelt sundern durch des willen, das er ime under vier
10 Schillinge wert geltes geben solte.
[7J Es ensol ouch dehein münsser ierrian trengen oder nötigen oder susz durch
geverden dehein silberin gelt zu keime güldin zu köffende geben durch das, daz in
an dem silberin gelte deste me vorwehsels würde.
[8] Sie süllent ouch by demselben irme eyde noch nieman von iren wegen dehein
15 gemünsset gelt oder silber, wie daz genant ist, weder erlesen, zerbrechen, zersmeltzen
noch hinweg schicken in denheinen weg. und das sol ouch mit namen nieman anders
diin, er sie heimesch oder frömde. wer daz verbrichet, der bessert 10 jor von der
slat und git hundert marck silbers.
[9] Es ensol ouch ir keinre noch nieman von iren wegen an keinre nuwen
so münszen, do man güldin oder pfennige sieht oder slahen wil, welherhande münsze
daz were, wo das were, weder teile noch gemeine haben noch darzii roten, sturen
oder helffen in denheinen weg one alle geverde.
[10| Es ensol ouch nieman, er sie heimesch oder frömde, dehein gelt füren oder
schicken oder ersuchen oder erlosen oder schaden geton werden an die stette, do
»s man daz gelt verbürnen oder zersniden welle, wer daz darüber dete, zii des libe und
gute sol man daz rihten und rehtvertigen uff den eyt, wie daz vürkumet und noch
hSrsagen. es ensol ouch nieman keinen kleinen pfennig köffen, daz er in hinweg
schicken oder füren welle, wer daz verbreche, der sol bessern ein jor von der stat
und git 20 üb. den.
so [11] Es ensol ouch nieman deheinen uuwen pfennig, der besnitten oder geflecket ist,
nemen [wie wol sie nit durch den riter vallent]. * wer das darüber verbreche, der
bessert 5 sol. und sol man die alle zersniden.
[12] Es sol mengelich, wer der ist, sine kleinen besnitten pfennige, die er ietze
het, oder harnach gewinnet, zu dem stocke entwarfen [unverzogenliche. und sol man
3ä ime in den nehesten vierlzehcn tagen, BO sie ime worden sind]1 durumbe vür iedaz
k)t swer solicher pfennige 35 guter pfennige geben, und sol man denne usz den alten
besnitten Pfennigen gute nuwe pfennige machen by 10 lib., [by 5 jore usz dem bis-
tüme und 20 lib. die Juden lip und gut verfallen one alle gnade] ' doch mag ein iege-
lichea usz gptichem gelte silberin geschirre oder kleinottes machen one geverde [duhte
<o die gilt, daz man daz gelt allein zu stocke entworfen und kein silberin geschirre
darusz machen wolte.] '
1 Zusatz am liandc.
346 1392
[13] Es ensol ouch nieman keinen kleinen pfennig köffen anders denne die hu^z-
genoszen, die do wehsei tribent und an der münszen öffenliche zu bancke sitzent,
umbe daz, wenne die huszgenoszen daz gelt alles zum stocke entwurten sollent und
müssent, alz sü gesworn hant, daz nuwe pfennige darusz gemäht werdent. und sol
ouch nieman kein solich gelt an siner köfmanschaft nemen, er sy fremde oder hei- s
mesch. wer daz verbrichet der bessert 10 lib.
[Men sol es in dem riche versorgen.] '
[14] Was silbers ouch unserre bürgere oder die unsern in unser stat oder in
diseme bystüme köffent, das sullent sie nit von der stat schicken noch schaffen getan
werden; wo aber unserre bürgere oder die unsern anderswo ussewendig dis bistömes >o
silber köffent, es sie zu Kölle, zu Franckfurt oder anderswo, das silber mügent sie
schicken und füren, war sie wellent one geverde.
[15] Brehte aber ein lantman silber herzu verkoffen und duhte in, wie er daz silber
nit wol noch sinem willen verkoffen möhte, der mag daz silber wol wider hinweg
füren one geverde. 15
[16] Es ensol ouch dehein unser burger noch nieman von iren wegen niemanne
usz diseme bistume engegen oder nach riten, daz er ime sin silber abe köffe in
deheinen weg ane geverde, durch daz das dez silber dem stocke empfürt werde.
[17] Es ensol aber kein lantman, noch nieman anders kein silber von unserre
stat füren, es sy gebrant silber, verwirket silber oder geflecket geschirre, wie daz 20
genant ist, der kein silber herbringet, und wer daz verbrichet, dem sol men daz
silber gerwe nemen und zu sime übe und gute rihten und rehtvertigen uff den eyd.
dis sullent alle münssere, goltsmide und köffelerin sweren zu haltende und zu volle-
fürende und dazu, wo sü beduncket an niemanne, der gebrant silber oder verwirket silberin
geschirre köffen wil und der es hinweg schicken welle, daz sü daz deme nit zu as
köffende gebent noch nieman von iren wegen, wenne sie sollent es meistere und
rote vürbringen.
[18] Es sollent ouch alle goltsmide, jung und alt, und alle, die do silber künnent
bürnen, sweren zu den heiligen, daz sü keinen kleinen pfennig köffen sollent noch
nieman von iren wegen, noch daz sü der pfennige deheinen verbürnen noch zu 30
silber machen sollent noch ouch hinweg schicken sollent in denheinen weg in selber
noch andern lüten. und sollent daz sweren darumbe, das die kleinen pfennige alle
zu stocke kument und nuwe pfennige darusz gemäht werdent ; es were denne, daz
ein erbere mensche usz solichem kleinen gelte ime selber darusz wolte machen sil-
berin geschirre oder kleinotter ungeverliche, daz mögent die goltsmide wol verwurcken ss
und zu geschirre oder zu kleinottern machen und nit anders one geverde.
[19] Wen ouch die münsser rugent, der ussewendig der münszen wihselt und
denne meister und rat erkennent, das der, den sie gerüget hant, solichen wehsei
tribet, das es mügelichen und notdürftig ist, das er dis swere, den oder die sollent
meister und rat solich haben, daz_er alle vorgeschribene dinge swere stete zu hal- *o
tende glicher wise, also denne die münssere gesworn hant etc. und wer daz ver-
1 Zusatz am Bande.
1392 347
breche und ruf entwüre, der bessert by 5 lib. daz erste gebot und darnach die
andern gebot, alz daz gevüglich ist.
[20] Alle die, die do vor benennet sint, daz sü sweren süllent, die süllent des
eydes, so sie denne geswerent und aller der stücke und artickele und iegeliches be-
ü sunder, so in denne vorgelesen wurt und von iren wegen verschriben stot, niemer
lidig sin noch werden meistcr und rot zu Straszburg, die denne zu ziten sint und
mit namen, daz merreteil des rotes erlant sie denne des eydes oder der stücke eins
besunder. wurde in ouch ein stücke oder artickel oder me abegeloszen, so sollent
sie aber der andern by irme eyde niemer erloszen sin, sie werdent ir denne er-
io loszen noch vorgeschribener wise.
[21] Und sol ouch dise vorgeschriben puncto, stücke und artickele alle jor der
abegonde rot dem nuwen angonden rot in den eyt geben, und sollent auch alle, die
in dem rote sint, und alle schöffele, und ouch, die es do gesworn hant, ie einre von
dem andern alle vorgeschriben dinge und ir iegliches besunder meister und rete un-
u verzögenliche rügen und vürbringen. und sollent es ouch denne meister und rot
iinvorzögenliche rihten und rehtvertigen uff den eyt, zu glicher wise also ein murde
oder ein totslag. und welher rot daz nit endete, der sol meineydig und erlosz sin.
und wo der vorgeschriben stücke üt verbrochen würde, daz süllent meister und rat
rihten uff den eyt.
üo [22]' Unser herren meister und rot sint ubereinkumen, das sich ie eins von
dein andern sol loszen weren mit diser riter, die man ietzent an het. und sol ouch
nieman deheinen pfennig durch die riter trengen oder nötigen oder dodurch trucken,
wenne men slehtekliche und einfeltekliche das gelt sol setzen uff die riter. doch mag
ein iegliches ein pfennig uff der riter wol um wenden one trucken. und was gelles
u nit durch die riter vellet, das sol man nemen, und mag ouch ie eins das ander
weren durch sin selbes riter. wen aber beduhte, daz ein solichc riter zu gross oder
zu kleine were, do mag eins daz ander rügen, doch was die pfennigsnider vür gut
gelt erkennent, daz gelt sol men ouch vür gut nemen. unde wer sich soliches geltes
widerte zu nemende oder das gelt durch die riter druckete, der oder die bessernt
an 5 sol., alz dicke daz geschult, und sol man niemans unschulde darvür nemen. unde
daruff sol man bestellen mit sehs erbern knehten, der one underlosz drie in der
münszen sollent sin, die andern drie sollent after der stat gen under der metzige,
uff dem visehemerkete, vor dem münster und umbe und umbe in der stat und sollent
die kleinen bösen pfennige zersniden, die durch die riter vallent. und sollent ouch
3i. zersniden die ritern, die zu »ms/ oder zu kleine sint. unde hinder wem die ritern
runden werdent, die zi'i grosz oder zu kleine sint, der bessert 1 Hb., also dicke so-
liche ritern honder iemanne fanden werdent. und wer den pfennigsnidern darumbe
taster leit oder smocheil mit Worten oder niil wereken, daz sollen! und wollen!
meister und rol strengliche und veslekliche uff den eyl rihten und rehtvertigen noch
i» den schulden, so denne solichc geton oder begangen hant. unde süllent ouch dis alle
1 Die Artikel von hier bis mm Ende stehen auf der Rückseite derselben Papierrolle und gehören
tvuhl totmittelbar ;u tlctn curttjen.
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die, die in dem rote sint, rügen und vorbringen alse ein murde oder ein totslag.
und süllent ouch alle vorgeschribene dinge rügen und ouch vorbringen die pfennig
snidere by irme eyde.
Jan. io. Publicatum est anno 1392 die dominica post diem scti Anthonii confessoris sub
domino Leonhardo Zorn magistro.
Str. St. A. AA. Monnaie lad. 24 nr. 3.
649. Dietrich Kemmerer an Strassburg : beklagt sich über Schädigung der Seinen
durch die Strassburger vor Hagenau . . . und daz sie mich gehindert hant an myne
fienden und an yrme gude etc. geben off sundag vor sant Veltins dag anno 1392.
1392 Februar 11.
Str. St. A. IV, 30. or. eh. lit. cl.
Ebenda eine Reihe anderer Briefe mit ähnlichem Wortlaut und der Forderung um tKerung*
des Schadens.
650. Heinrich zum Jungen von Mainz an Strassburg: hat in Sachen der Reichs-
acht zusammen mit dem Bischof von Bamberg, Hynatsco und Borsiboy eine Audienz 15
beim König gehabt, doch ist die Sache . . . nit gefertiget worden in der maszen,
als uwere erbern fründe von denselben sachen gescheiden sint, dez ich uch doch
nit eygentlichen geschriben gethar, wand ez mir nit gefuglichen were die sachen üch
zii schriben, als ich die uwern heymelichen funde eyme oder zwein, die ir zu mir
schickende wordent, eygenlichen wol sagen und underrihten wolte, wie die sachen 20
gelegen weren .... doch sollen sie auf ihren alten Forderungen bestehen ; davon
zurückzutreten halte er für verkehrt und nachteilig. Wilhelm von Borne der Bruder
des Bischofs von Bamberg wird nächstens nach Strassburg kommen und ihnen
ebenfalls allerlei Auskunft erteilen. datum Babinberg in crastino scti Mathei
appostoli. Bamberg [1392] Februar 26J 25
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl.
651. Lienhart Zorn dem man sprichet Schultheisz der Meister und der Rat von
Strassburg : geben freies und sicheres Geleit dem Diether Kemmerer und den Seinigen
März 16. zu einem Tage zu Selz «uf den samestdag zii dagzit der nü zu nehest kommet»
datum feria seeunda proxima ante dominicam Oculi anno 1392. 1392 März 11. 30
Asciiaffenburg Dalbsrg-Arch or. mb. I. pat.
652. Dietrich Kemmerer stellt einen Geleitsbrief aus für die Boten, welche
Strassburg zu einem Sühnetage mit ihm nach Selz entsenden will. datum feria
seeunda proxima ante dominicam Oculi anno 1392. 1392 März 11.
Str. St. A. IV, 30. or. eh. lit. cl.
1 Die Datierung dieses Stückes ist schwierig u. unsicher sowohl für das Jahr als für den Tag. Ist
unter crastino scti Mathei der Tag nach Mathaustage (September 21) zu verstehen statt des 25 Febr.
dann gehört das Stück ins Jahr 1391.
1392 349
653. Lienhart Zorn dor Meister und der Rat zu Straszburg bekennen und thun
kund, dass sie mit Dietrich Kemmerer «von der geschiht und niderlegunge . .
nf dem vorste und uf dem sande by Hagenouwe» vollständig gesühnt seien, geben
uf dem sunnentag Oculi in dem jare 13!)2. 1392 März 17.
5 Aschaffenburg Dalberg-Areh. or. eh. c. sig. impr.
654. Ich Dietherich Kammerer bekenne und dün kunt mengelichem mit disem
briefe, also von semlicher anesproche und vorderungen wegen, so ich gehebt habe
an meister und an den rot zu Stroszburg, so die iren mich süllent gehindert haben
off dem vorste und uft" dem sande zu Hagenöwe an minen vigenden von Hagenowe
1« und an irme gute, do erkenne ich mich, das ich mit in, iren burgern und mit iren
dienern, die do zu mole ufT dem velde worent, dar umbe gentzlichen geriht und ge-
sund bin. . . . ouch ist beret mit rehter gedinge, das die ursage briefe, die die von
Stroszburg und ich iewedersite gegeneinander habent, in allen iren kreften bliben
sollent, als sie luten unde sagent. und süllent wir die ouch getruweliche gegen
i6 einander halten ane alle geverde. geben uff den sunnentag als man singet Oculi
tusent drühundert nüntzig und zwey. 1392 März 17.
Str. St. A. G. D. P. lad. 166 nr. 76. or. mb. lit. pat: c. sig. pend.
655. Ich Heinrich von Fleckestein der junge ritter, Volmar von Wickersheim vögt
zu Wissenburg, Swicker von Sickingen vögt zu Germersheim, Martin von Sickingen
20 amptman zu Weyelnburg, Ostertag von Winstein und Jeekel Bogener bekennent uns
alle gemeinlichen umbe soliche zweygunge und missehelle, als der meister und der
rat zu Strasburg uf eine site und Dietherich Kammerer zu der andern siten uf uns
sehsze einhelleklichen kummen sint von der nyderlegunge, dotslages, gevengnisse
und schaden wegen, der do geschach zi'i Hagenowe uf dem vorste und uf dem sande,
25 do sint wir die vorgenanten sehsse einhelleklichen uberkummen noch der trost briefe
Ilute, die wir gesehen hant. do dunket uns und bekennent alle sehsse, das der vor-
genante Dietherich Kammerer den von Strazburg ire gevangen ledig sage und in
das ir widergebe mit namen: eilfpfert und hengest, die ir sint gewesen, dar zu ahte
pantzer und dar zu, was er des iren noch me hat, das sol er in öch wider geben
so ungeferlich. und do süllent sü öch ein begnügen mitte haben, und sol öch der ege-
nante Dietherich Kammerer sine helffere und alle, die des dages by ime uf dem
velde worent, do die gedat beschach, do Lampert erslagen wart, und alles kosten und
schaden, der do uferstanden ist, gein den vorgenanten von Strazburg und der iren
envunden und entladen sien. und sol ein gantz luter verzig sien one alle geverde.
35 des zi'i urkünde so habent wir der obgenante Heinrich von Fleckestein der junge
ritter und Swicker von Sickingen vögt zu Germersheim unszer ingesigele von unser
aller wegen gehenket an disen brief. der geben wart uf den sunnendag Oculi in
dem jare do man zalte von gotz gebürte tusent drühundert nüntzig und zwey jare.
1392 März 17.
40 Str. St. A. G. U. P. lad. 166 nr. 77. or. mb. lit. pat. c. 2 sig pend. mut.
350 1392
656. Auszug aus einem Oedenkzetlel [für den um die Aufhebung der Straß-
burger Reichsacht bemühten Ruprecht den alteren?] [1392 vor März 31?}
. . . Und darumbe so sagt der Schenck mym herren wider zu entwerte, daz
der konig wolte, daz der ritter ledig were, solt er die von Straszburg usz der acht
laszen. 5
Des hat myn herre wol vernomen, daz her Brune von Ropolstein, der daz getan
hat, usz der acht sii und auch der ritter, der gefangen waz, ledig sii. und wolt min
herre nit laszen, er wolte die sachen anderwerb den konig laszen wiszen umbe sin
und des richs besten willen.
Darumbe bidt myn herre den konig, die wile der von Ropolstein usz der acht io
sii und der gefangen ritter ledig sii, daz er die von Straszburg auch gnediclich tut
der acht lasze und retet ez auch myn herre dem konig in den truwen, als er ym
schuldig ist, und daz es des koniges und dez richs und des landes bestes sii und
auch des lantfriden, den der konig umbe friden willen gesaczt hat, bestes sii und
daz lant dest baz damit in friden gestalt wirt nach sinem gebot, die wile doch die <•
von Straszburg gen sinen gnaden meynent zu dun und zu halten in der masze, als
des konigs rate zu Meintze mit yn geteydingt haut, daz sie usz der acht solten sin,
ee doch der ritter ledig waz. und sie verentwertend noch, daz ez yn allczit lcyl
gewest sii und zu male daran unschuldig sin und zu syme gebodt und in sinen
gnaden allczit gern underteniclich sin wollen yme und dem riche, alse sie auch sime 20
vatter seligen dem keiser underteniclich getan haben.
Und daz die von Straszburg keinerlei schulde daran gehabt haben, daz.vindet
und mercket sin gnad allerbeste daran, daz der von Ropolstein sich mit dem konig
gericht hat und auch den gefangen ritter hat ledig gesagt, daz. der von Straszburg
keyner dabii gewest ist und sich nit daran gekert haut, umbe daz sin gnad und aller «
mengelich eigentlich erkennen mochte, daz sie male aller sachen daran unschuldig
gewest sint und auch nöde mit solichen sachen wolten bekümert sin, dann sie wolten
solich sachen lieber helffen straffen dann Ursachen darzü ze geben, als des konigs
rete, die da bii gewest sin und auch der ritter, der gefangen waz, von den von
Straszburg wol vernommen hant und gewar sint worden. 30
Str. Bez. A. AA. 115. cop. eh. coaev.
Gedr. Bapp. Urkb. II, nr. 337.
657. Lienhart Zorn dem man sprichet Schultheisze der Meister und der Rat von
Strassburg antworten dem Diether Kemmerer: weune derselbe Ryncke din kneht in
disen nehsten vierzehen dagen zu uns kommet, das danne er, und die er mit ime zu »5
uns bringet, die mit uf unsre stette schaden gewesen sint, getröstet . . . sein sollen
auf 11 Tage. datum sabbato proximo ante diem festi pasche anno 1392.
1392 April 13.
' Aschaffenburg Dalberg-Arch. or. mb. I. cl c s. impr. del.
1392 351
638. Claus Bocke der Meister und der Hat von Straszburg an Diether Kemmerer :
uns hat vurgeleit Gertrat, Bechtold Mülnheims dohter, unser bürgerin, das dine dienere
und die dinen ir von dinen wegen genomen habent by Mademberg ' nun stücke
Bleyger, alse sie uns das geseit hat. und darumbe bittent wir dich ernstliche, daz du
ir die seihon ir Bleyger wider gehest etc. dine antworte einbütent uns wider.
dalum sabhato proxinio ante dotninicam Misericordia anno 92. 1392 April 27.
Aschaffenburg Dalberg-Arch or. mb. I cl.
659- Symont griife von Zweinbrückcn Unit kund : dasz die Ursage, welche zwischen
seinem Neffen Johans grüfen von Lyningen und der Stadt Sarburg vor seinem Kriege
I» mit Strazburg gewesen ist, un verbrochen bleibt. geben an dem ersten zinstdage
vor der zweier zwelfbottcn dage Philippi et Jacobi. 1392 April 39.
Str. St. A. G. U. P. lad. 198. or. mb. lit. pat. c sig. pend.
(Kid. Symont gräfe von Zweinbrücke schliesst, zugleich für seine Diener und
Helfer und Berhtolt Krantze, Lütolt und Gerien von Kolbotzheim, mit der Stadt
» Straszburg eine Sühne. geben an dem ersten zinstdage vor der zweier zwelfbotten
dage Philipp] et Jacobi 1398. 1392 April 30.
Str. St. A. G. U. P. lad. 198. or. mb. lit. pat. c. sig. pend.
filil. Borsiboy von Swinar an Heintz den Jungen in Mainz: versichert, dass er
sich in der Strassburger Angelegenheit sehr bemüht habe und diese sicherlich jetzt
zu Main/, einen guten Verlauf nehmen werde. Dies solle er nach Strassburg schreiben
und zugleich, dass er bald im Klsass ankommen werde.., daz lant ein zu nemen und
dy sach dosselbs zu vollenden. geben zu Prag dez samstags vor ascensionem
domini B592. Prag 1899 Mai IS.
Str. St. A.kk. 112. or. eh. I. cl.
25 (>()2. Borsiboy von Swinar an Slraßburg: hat sich nach Kräften für die
Stadt bemüht und will demnächst selbst ins Elsaß homnien. Prag 1392 Mai 19.
Mein williger fruntlicher dinst zu vor ir erbrgern und weyssen burgermeister
und rotf. alz ir mir verschriben het und ouch gebeten umb ewer sach, daz han ich
mit ganezem ffleiz getan und sunderlich darumb gebeten meinen hern den romischen
so kunig, daz es dabey beleibt, alz ich mit ewrn ffrunden yberein wurde zu Meines
dann etlichen meines hern retten mirz mer darumb gebin werden dann vor, wan
ich yn daffur gesprochen hab, daz dy sach dester e geendet werde und zu gutem
ende kwem, alz ich e\v daz allez woll muntlich erczellen will, wen ich yezund gen
1 ? - Madenburg i. d. Pfalz.
VI. «
352 1392
Ellzasz hin uff chum und daz lant dasselbs einnym und enpffoh. geben zu Prag
am suntag vor unszer hern auffart anno domini etc. 92.
Worzyboy von Swinar dez römischen
kunigz haubtman in Peyern, lantffogt
in Swoben und in Ellzasz.
[In verso] Den erbrgern und weyssen burgermeister und ratt gemein der stat
zu Strospurg.
Str. St. Ä. AA. 112 nr. 27. or. eh. I. el.
663. Meister und Rat ton Straßburg an Bischof Lamprecht ton Bamberg:
bitten für die Durchführung des zu Mainz wegen Aufhebung der Acht geschlossenen io
Uebereinhommens zu sorgen. , 1392 Mai 20.
Dem erwurdigen unserm gnedigen herren, herren Lamprehte von gotz gnaden
byschof zu Bäbemberg embieten wir Claus Bocke der meister und der rat von
Strazburg unsern undertenigen willigen dienst und waz wir eren vermügent. gne-
diger herre. alse uwer gnäde wol weis, des wir getruwent, wie die sache, alse von ir>
unserre ohten wegen uzgetragen ist worden zu Mencze mit hern Hynnascken von
der Duben von Wissemburg und hern Worseboy von Swinar und wir gehorsam
sint zu tünde, alse es alda vertedinget ist worden, wenne uns dargegen geschiht,
alse es ouch alda beratden und uzgetragen wart, und wir ouch daruf uz derselben ohten
kommen sint, also bittent wir uwer gnade mit allem ernste, das ir uwer bestes so
keren wellent an unsern herren, herren Wenczlawes den römeschen künig und ouch
an die beiden herren, hern Hynascken von der Duben und hern Worseboy von
Swinar, das dieselbe rihtiunge vollegange und zu ende bräht werde, wände ir vor-
mals allewegent früntliche zu denselben unsern sachen getan hant, des wir ouch
uwer gnaden mit allem ernste danckent in den Worten, das wir ouch willekliche 25
und gerne tun wellent, was wir wissent, das uwern gnaden und den uwern dienst-
lich und liep gesin mag. uwer gnedige antwurte wellent uns darumbe verschriben
widerumbe mit disem botten lassen wissen. datum feria seeunda proxima ante
diem festi ascensionis domini anno etc. 92.
[In verso] Dem erwurdigen unserm gnedigen herren, herren Lamprehte von gotz- 30
gnaden byschof zu Bäbemberg.
Str. St. A. AA. 112. nr 43. cop. v. cone. mb.
664. Claus Bock der Meister und der Bat von Strassburg an Frankfurt : mahnen
dringend um Bückzahlung der geliehenen 1400 Gulden, . . wände wir derselben guldin
langezit gemangelt hant. datum feria tertia proxima ante diem ascensionis anno *
1392. 1392 Mai 21.
Frankf. St. Ä. Reichss. 330 a. or. mb. lit. d.
1392 BEB
(Mio. Mainz, Worms und Speier bestätigen für sich und die linndessladte im
Elsaß und in der Wetterau den Schwäbische* Städten den Empfang ton 6000
dulden als Anteil an der dem verstorbenen Erzbischof Adolf ton Mainz gelobten
Zahlung ton 12000 Gulden. 1392 Mai 22.
I Wir die lmrgcrmeistere und rete der stete Mentze, Worms und Spire bekennen
offlnlich und versprechen darzu besunderlichen für alle andere stetde in Elsasz und
in der Wedereybe, die den bunt miteinander hielten uff dem Ryne, und tun kunt
allermenglich mit diesem briefe, daz uns die erbern und wisen die burgermeistere
und rete gemeinlich der stedte in Swabin, in Francken und in Beygern, die den
io bunt in Swaben miteinander hielten, an den zwelff tusent gülden, die sie und ouch
die stetde des bundes uff dem Ryne unserm herren, hern Adolff seligen ertzbischoff
zu Mentze globten zu gebin ir sehs tusent gülden, wann wir für ir gelt versprachen,
vollenkomenlichen und ouch gar und gentzelich gewert und betzalt hant. darumb so
sagen wir sie alle und ir iglichen besunder derselben sehs tusent gülden für uns
i5 und für alle andere stetde, die den bunt miteinander hielten uff dem Ryne, aller
dinge qwyt, ledig und losz, gentzlich und gar mit Urkunde disz briefes, daran wir
unsere stedte ingesigele offenlichen gehencket haben. der gebin ist uff unsers
herren offart abent nach Cristi geburte 1392 jare.
Ulmer St. A. Städtebunds-Urk. or. mb. c 3 sig. pend.
(i(i(i. Claus Bocke der Meister und Rat von Strassburg an Herrn von Hertemberg:
nehmen an, dass er von ihrer durch die Verhandlungen zu Mainz bewirkte Entlas-
sung1 aus der Reichsacht gehört habe, und fordern ihn auf sich zu erklären, ob er
trotzdem, wie man sage, der Stadt Feind sein wolle. datum feria 4 ante diem
seti Urbani anno 92. 1392 Mai 22.
Str. St A. AA. 112. conc. mb. (die Anrede ir und nch ist durch ü 'eberschreiben durchweg
in du und dir geändert.
6(i7. Frankfurt an Strassburg als Antwort auf die Mahnung vom 21 Mal nr.664:
das wir nit wissin von keinen 1400 gülden, die ir uns geliehen habit. dal um
seeunda feria proxima post diem ascensionis. [1392] Mai W.
Frankf. St. A. Reichss. 380 ».
Ebenda Schreiben Straßburgs an Mainz mit der Bitte um Vermittlung in derselben An-
gelegenheit.
GfiJi. Abkommen über die Rhein-Fähre bei [Ruprechtsau] mit den bisherigen
Inhabern derselben. 1392 Mai 29.
35 Die by einander worent mit namcii : her Dietherich Burggrofe, her Claus von
Beiligenstein, her Johans Rock der junger, her Heintzeman Lymer, und her Andreas
1 Vgl. nr. 603. Straßburgs Iiricf an den Bischof von Bamberg vom 20 Mai
Septbr.S9.
Juli IS.
354 1392
Heilman von des underen vares wegen, die duhte gut sin, das man herrn Gossen
Engelbreht und den von Grostein alle wochen von des vares wegen geben sol 10
Schillinge pfenninge. und sol man in geben darzu, was in versessen ist, von ieder
wochen 10 Schillinge pfenninge sit des tages, das in das vare genommen wart, und
sullent die varherren mit namen von irme gelte das gelt alle jor usrihten, das von •■>
dem vare jores get. und sollent ouch die 10 Schillinge pfenninge abe sin, die in die
varherren von dem oberen vare jores gabent. darzu so sol den varherren blyben alle
die liegende gutere, die sü bitze her von desselben vares wegen gehebet oder genossen
hant. dargegen sollent die varherren die wege und stege machen in Ruprehtzowe,
also sü von alter har danne gemäht hant. und wellent sie das also uffnemmen, so io
sollent die varherren schaffen, das es der herren wille sie, von den das vare zu lehen
rürel, oder sullent aber die varherren unsere stette einen guten brief über sich
geben, darinne sie sich unverscheidenlich vur sie und ire erben verbindend wer es
sache, das, das sü unser stat iemer in deheinen schaden kement von der lehenherren
wegen oder unser stat von den lehenherren angelanget wurde oder ieman anders, ,5
das sie uns das kerent und abehebent. actum feria quarta ante diem festi pen-
thecostes anno 1392. '
Str. St. Ä. Schüter, jus Statut, fol. 294 b.
669. Ralsbeschluß beireifend Herstellung der «Landvesten» als Vorkehrung
gegen eine Belagerung. 1392 Juni IG. 20
Unser herren meister und rot sit übereinkommen, das mengelich sine lantvesten
sol machen von der gedecketen brücken bitze an den dich und obewendig der ge-
decketen brücken, do die ziegelöfen stundent, und sant Johans gieszen durch uf uncze
an sant Johans das closter ietweder site der Briische und der gieszen hinnan bitze
sante Michels tag, der nehest kummet. wenne mengelich sol wiszen, das man denne 25
botten schicken wil, die lantvesten umbe und umbe zii besehende, und uf wen die
erkennent, das sine lantveste nit redelich und reht gemäht sy, der sol bessern fünf
pfunt pfenninge unverantwürtet und one Widerrede, doch wolte ieman verantworten
sine lantvesten zu machende, der mag es tun hinnan bitze sante Margreden tage.
und wer es keins hinnandar verantwürtet, des entwürfe wil. man darnoch nit me 30
verhören, und wil man ouch des rihten und rechtvertigen uf den eyt actum et
pronuntiatum die dominica post diem sctorum Viti et Modesti anno 1302.2
Copie bei Schilter, jus Statut, fol. 295/3. — Gedr. Hegel: Königsh. 11, 1048. aus «Heim-
lich Buch> fol. 90 b (mit der Stadtbibliothek 1S70 verbrannt).
670. Bischof Friedrich von Slraßburg schließt mit Markgraf Bernhard von
Baden ein Bündnis gegen die Stadl Straßburg. Oberkirch 1392 Juli 24.
Wir Friederich von gots gnaden bischoff zu Straszburg, phleger dez stifts zu
1 Darunter steht als Nachtrag: Also ist zu wissende, das die vorgenanten herren ein brief geben
hant der stette von jungher Johanse von Lichtenberg, das es des wille ist. actum feria secunda
proxima post dominicam Reminiscere anno 1395. (Märe 8.)
2 Unmittelbar darunter steht der Nachtrag: Iterum pronuntiatum est dominica Estomichi 1401
(Februarl3).
1392 HB
Basel lind wir Berohart von denselben gnaden gote marggrafe efl Baden verjohen
iiml bekennen uns offenlicfa mit disem briefe, alfl wir von unsers gnedigen herren
dez römschen küniges wogen der etat zu Straszbnrg und aller der yeren fient werden
und sin wollen, daz wir uns dez miteynander vereynt haben, alle die wile derselbe
krieg weret, daz wir an eynander getruwelieh hüben wollen und daz sieb unser
deheinre ane den andern mit den von Straszhurg noch mit deheime verein burger
oder lielffer nil. friden, richten noch sunen oder deheyne sunder vorteil noch vurwurt
mit in nil uffnemen, noch suchen sol, weder heinlich noch offenlich in deheyne wise.
und versprechen uns dez eyander stete zu halten by unsern fürstlichen gelobden
truwen und eren ane aller slacht geverde. und dez zu eym sichern urkund, so haben
wir die obgenanten zwene herren unser beder ingesigel tun hencken an diesen briefT.
der geben ist zu Oberkirche an sant Jacobs abent dez heiligen zwolfbotten nach
Crist gebarte drutzehenhundert jar und darnach in dem zwey und nunlzigisten jare.
Str. Bez -A. G. i'62. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. dclaps.
Karlsruhe. G L. A. Copialb. 4fi ».
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1550.
671. Der Prior Jacob zu S. Veitin zu Rufach giebt sein Bürgerrecht auf.
an der neonaten mitwuchen vor sant Laurencien lag 1382. 1302 August 7.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 271. or. eh. lit. d.
Gedr. Wem-.ker de ußburg. Ol.
672. König Wenzel gebietet allen Lehnsleuten des Reiches, welche :u 8tr*6bura
ansässig sind, sofort die Stadt zu verlassen und liorsiboy von 6'trinar gegin
dieselbe zu unterstützen. Heuern 199» August W.
Wir Wenczlaw von goles gnaden romischer kunig zu allen czeiten merer des
■ reichs und kunig zu Beheim embieten allen und iglichen rillern und knechten, die
lehen von uns und dem reiche haben und in der stat zu Strasburg gesessen sind,
unsern und des reichs liben getrewen unser gnade und alles gut. wann der anunan-
meisler, rate und bürgere gemeinlichen der slat zu Strasburg vormals in unsere
und des reichs acht und aberachte mit recht und urteil komen und gebracht sind
so und dorynne bis uf diesen hewtigen tage frevelichen bliben sind, also das wir nicht
anders dorynne prüfen und erkennen mögen dann, das sie mütwillen wollen mit
uns, dorumb gebieten wir euch ernstlichen und vestielichen bey unsern und des
reichs hulden und manen euch ouch sulcher eide und trewe, der ir uns und dem
reiche verbunden seit, das ir von stadan aus der egenanten stat von Straszhurg
35 czihen und von den von Strasburg Urlaub nemen sullet und euch dorzu fuget und
Stellet, das ir uns und an unser stat Borsiboyen von Swinars uuserm lantfogle zu
Swaben und zu Blzsassen rate und liben getrewen wider dieselben von Strasburg
beholffen seit, wann tot ir das nicht, so musten und wollen wir solche ewer guter,
die ir von uns und dein reiche zu lehen habt andern voiieihen. die uns gehor.-aiu
356 1392
weren und domit gefaren, als recht und billichen were. geben zu Betlern an wand
Larenczen tage unser reiche des behmischen in dem 30 und des romischen in dem
17 jaren.
Per dorn Joh. Camynensem
electum cancellarium
Wlochinco de Weytmule.
Str. St. A. AA. 107 nr. 76. or. eh. I. el.
Karlsruhe. G. L. A. or.
Hegest. Obr. Ztschr. N. F. 111, 427 nr. 428.
Heg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1558.
673. Ralsbeschluß und Gebot, daß alle Verbannten, alle Außenbiirger und
alle abwesenden Bürger zur Verteidigung der Stadt gewa/fnel nach Straßburg
zurückkehren sollen. r 1392 August 24S
Unser herren meister und rat sin übereinkummen, daz alle die echter, die von
unserre stette zu Straszburg sint, wo von oder von was sachen sü von unserre 15
stette sint, uszgenommen die, den tag und naht eine mile die stat verbotten ist
oder die usz dem bystüme gesworn hant, söllent und mögent kommen in unserre
vorstat, in welle sü wellent, mit irme harnesche, hengesten, pferden und bereit-
Aug.26. scheften hinan untze mentages zu naht, so nü zu neheste kummet.
Zu glicher wise so söllent alle unserre uszburgere, die reisig sint, wer die sint a>
oder wo die geseszen sint, ouch heryn unser stat kummen hinnan bitze mentages
zu naht mit irme harnesche, bereit scheften, hengesten und pferden. und welre ouch
also herin kommet, der sol an stunt, so er herin kommen ist, ez künden dem meister
oder dem ammanmeister, daz er hie sye durch das, daz man wisze, wer herin kume
oder nit. wanne welre nit herein kommet, über den wellent meister und rot ernst- 25
liehen erkennen, was in zu dünde sie zu dem, der in also ungehorsam ist. doch
welle also komment, ez sie von den echtem oder uszburgern, die süllent getröstet
sin bitze uf ein gut zit vor abesagen. dis sol eins dem andern verkünden und sagen
durch das, daz keinre hernach müge gesprechen, er wüste umbe dis gebot nit. wer
ouch sus uz der stat ist oder sine hengeste oder pferde uszewendig der stat het, 30
der sol unverzögenliche nach in schicken, daz sü ouch hie sint untze uf den vorge-
nanten mentag zu naht, wer das verbrichet, der bessert 10 lib.
Ez sol ouch nieman von unser stat riten noch varen, daz er über naht usze si
one urlop meister und rotes, wer das verbrichet, der bessert 100 marg und zwey
jar. actum el pronunciatum ipsa die set. Bartholomei apl. anno 1392. 35
Nach dem Druck bei Wencker, de ußburg. S. 165.
1 Zu diesem Datum bringt Königsliofen die Nachricht, daß Bruno von Rapp. der Stadt Straßburg
widersagt und das Städtlein Gemar eingenommen habe: Unter disen dingen an sant Bartholomewes
tage (Aug. 24), so gewinnet her Brune von Boppoltzstein mit verretnysse das stettelin Gemer, das er
doch hern Heinzen von Mulnheim zft Strosbnrg hette versat und gesworn, nut daran zu irrende, und *o
widerseite do. vgl Hegel, Königsh. S. 685 u. 789. — Vgl. Bapp. Urkb. II, nr. 345.
1392 367
674. Ratsbeschluß betreffend. .-' 1) P ferdehaltung . 2) Austreibung der Land-
streicher, Bettler und Müssiggänger. [1302(?)1
[1] Als man iegenote von wunderlichen loffen seit, do sol iederman sine hengeste
und pferde heim by ime behoben, wenne man des heiligen geistes glocke lütet, daz
i niiin sä denne heime in den husern vinde, wenne die darnach schickent, den sü
denne gespannen sint, daz sü den zu stunt und one allen verzog gesant werdent.
und wer das nit endete und den sumete, dem danne dieselben pferde gespannen
weren, der bessert 10 it. den., also dicke er daz dete. und wil man ouch die nieman
varen loszen.
in [2] Unsere herren meister und rat sint übereinkommen : daz alle giler und gilerin,
alle betteler und bettelerine und alle die müssigenger und müssiggengerin in unser
stat, die do nit ein jor spise in iren husern gehaben mügent noch die ouch gileigen
meistere noch ge . . . frowen habent, den sü dienent, uszgenommen die, die in unser
stat erzogen und erboren sint, süllent in disen nehesten drien tagen usz unser stat
is gon oder varen iederman an daz ende, do er denne getruwet sich vübasz ze erner-
ende. und wer das nit endete, wurt der darnach in unser stat begriffen, den sol
und wil man darumbe an sime libe bessern, und wer sü noch den drien tagen huset
(»der liofet, es sient frowen oder man, der bessert 10 U. den. het er aber nit sovil
geltes, so wil man es an sime libe zu keren. und wil ouch hüte darüber setzen, es
20 nieman varn ze lossende.
Str. St. A. Stadtordnungen Bd. 19. fol. 163. (eingehefteter Zettel).
675. Bischof Friedrich an die Stadt Straßburg: will Kundschaft über die
Kriegsgerichte einziehen lassen und verspricht Nachricht* 1392 Augvst 26.
Minen grüs bevor, lieben getruwen. also ir uns verschribent hant, do lant wir
«5 üch wissen, das wir die unsern geschicket hant, die sache zu erfarende. was uns
die herwider bringest, das sü herfaren hant, das wellent wir üch lossen wissen,
geben am mentage noch sant Bartholomewes tage noch gotz gebürte 1392 jor.
Nach Königshof., der diesen Brief mitteilt unter der Ueberschrift : Des bischoves brief
vgl. Hegel II, 685.
676. Kuntze Lentzelin von Speier aus an Strassburg: hat durch Hans Fritsche
erfahren, dass Borsiwoy von Swinar mit 800 Glefen von Böhmen gegen Nürnberg
heranziehe, doch weiss weder sein Gewährsmann noch Pfalzgraf Buprecht, der dem
Rate von Speier dieselbe Mitteilung gemacht hat, gegen wen der Zug gerichtet ist. Er
will in den städtischen Geschäften weiter nach Mainz und Frankfurt reisen und von
1 Zu den damals für den Krieg getroffenen Vorkehrungen gehört auch der am 29 August 1392 be-
schlossene Abbruch des Spitals, vgl. Hegel, Königshof. II, 739.
2 Vgl. hiereu nr. 670 das damals bereits gegen Straßburg geschlossene Bündnis arischen dem Bi-
schof und Markgraf Bernhard vom 24 Juli. — Vgl. nr. 677 auch den Brief Botel» vom 29 August.
358 1392
dort, sobald er etwas erfährt, schnelle Nachricht geben. geben zu Spirre uf zistag
noch sant Bartolomeus dag. Speier [1392(?) August 27].
Str. St. A. AA. 112. or. eh. lit. el.
677. Meister und Rat von Hasel an Straßburg: antworten auf Anfrage und
versprechen nach Kräften Kundschaft über die feindlichen Rüstungen einzuziehen. *
1392 August 29.
Unsern willigen dienst bevor lieben fri'ind. als ir uns verschriben hant von der
samnunge wegen, so ietzent ist, da wissent, daz ouch bi uns louffent, wie forsten
und herren gar ein grosse samnunge habent. und darumb, so hant wir unser guten
botten bi unserm herren von Straszburg und andern herren gehept und köndent doch 10
noch nie erfaren, wesz oder über wen die samnunge sie. als balde wir aber davon
dehein eigenschaft vernement, die üch ze verschribende notdürftig sie, wellen wir
üch förderlichen lassen wissen und gern, desselben wir üch ouch wol getruwent.
datum feria 5 post Bartholomei anno 1392.
Heinrich Rieh ritter burgermeister und der «
rat der stat Basel.
Str. St. A. AA 112. or. mb. I. cl
678. Absagebrief Bischof Friedrichs an Straßburg.
Dachstein 1392 September 5.
Wir Friderich von Blankenheim von gots gnaden byschoff zu Strassburg und *o
pfleger der styfft zu Basel widersagen üch meister und rat der stat zu Strassburg,
allen üwern burgern und helffern und wellen üwer fyend sin von des durluyehtigen
hochgebornen fiirsten wegen unsers gnedigen herren, hern Wenczlaus des römschen
kiiniges siner manunge und gebottes umbe den widersatz der ungehorsamkeit, alls ir
uch von der auchte wegen und in andern Sachen lange zit wider in gehalten hant, 23
und wellen in derselben unsers herren des künigs, sins lantvogts oder houptmans
friden und unfriden sin und meinen uns ouch hiemitte gegen üch und den üwern
bewart han ze Urkunde diez brieffs, den wir uch dorumb mit unserm uffgedrukten
ingesigel besigelt senden und geben ist zu Dapohenstein ' des nehsten donrstags
vor unser frowen tag ze herbeste nativitatis anno domini 1392. *>
Str. St. A. AA. 1416. or. eh. I. p. c sig. impr.
Gedr. Lünig, p. sp con. I, 288. — Weneker, de ußburg. S. 177. — Als. dip. II, 292.
Moiie, Quellensamml. I, 267.
Beg. d. Markgr. v Bad. nr. 1560. — Hegel. Königsh. 686.
679. Liste von Rittern, welche Straßburg Absagebriefe geschieht haben unter 35
verschiedenen Ucber Schriften. [1392 August 26— September B.]
[1] Dise hant widerseit von hern Brunen wegen von Rappolsteine, und komment
Augusi ie. die widersages briefe an dem mentag nach Bartholomei, do doch herrBrune und die
1 Wohl = Dachstein, wo der Bischof häufig residiert.
1392 359
selben an dem sunnentage dar vor Gemer verentenlich gewunnen hettent: {folgen 90
Namen.]
[2] Dise hant widerseit von Heinrich Sturmes wegen von Achenheim: [folgen 3
Warnen],
!> |3] Diso drie von Hadstat hant widerseit von der ohte wegen : [folgen 3 Namen].
[4] Dise hant wider seit von des byschofes wegen von Strassburg. [folgen 49
Aramen, darunter bisehöfliche Vögte, Schultheissen, Schaffner.]
[5] Dise hant ouch widerseit von der ohte wegen: [folgen 15 Namen].
[G] Dise hant widerseit von marggrofe Bernhartz wegen von Baden : [folgen 4
io Namen].
[7] Actum feria quinta ante diem festi nativitatis beate virginis Marie anno 92. a*x. s
Dise hie nochgeschriben hant unserre stette widerseit von des heiligen riches
wegen, umbe das wir in ohte sin süllcnt und wellent in des byschofes von Stras-
burg fride und unfride sin. [folgen 488 Namen, darunter auch: der Bischof von
15 Metz Rudolf von Cussin, sowie eine Anzahl lothringscher Ritter, der Graf Hans von
Habsburg, Landgraf im Kletgau, Markgraf Rudolf von Hochberg.]
[8] Auf der andern Seite der Rolle folgen unter abgerissener Ueberschrifl 670
zum grossen Teil französische Namen.]
{'■)] Ali Summe aller Widersager steht am Ende der Aufzählung : 1953, wäh-
20 read die Summe der noch vorhandenen Namen 1262 beträgt.]
Str. St. A. AA. 1415. or. eh. lange Papierrolle.
680. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: widersagt der Stadt und allen
ihren Bürgern und Helfern . . . von unsere hern des kunygs manunge und gebotts wegen
umb den wiedersatz der ungehorsamkeit, als ir uch von der achte wegen und in
25 andern Sachen wider in gehalten hant. datum feria sexta ante nativitatem virginis
Marie anno 1392. » 1302 September 6.
Karlsr. G. L.-A. Kopialb. 46 a. cop. eh. coaev.
Reg. d. Markgr. v. Bad. m: 1560. — Vgl. Hegel, Königshofen S. 680. — Vgl. Motte,
Quellensammlung II, 506.
so 681. Bischof Friedrich von Strassburg an Ritter Thoman von Endingen und
Reinbolt Spender: rät ihnen dringend, der Stadt Strassburg keinerlei Hülfe und
Dienste zu leisten, weil sie in der Reichsacht sei. . . . wir manen und gebieten uch
auch, das ir dasselb alles zügelicherwise, also von unsernwegen fürbazz verkünden!,
und gebietent allen andern unsern mannen in der stat zu Strassburg, die ir wissent
35 l Die nun folgende Bedrohung Strasburgs durch die Verbündeten dauerte vom 8 Sept. 1392 — 18
Febr. 1393, vgl. Königshof. (Hegel II, 690). also logent der herren volg zft leger in dem lande zft
velde und in den stetten von unser frowen tage der jungem untz vastnaht. Ebenda : Sept. 11. Ritt
der Herren mit angeblich 2000 Glefen durch die Metzgerau bis ans Metzgerthor. — Sept. 15. Zweiter
erfolgloser Ritt gegen Straßburg von Westen her bei Königshofen. — Sept. 22. Dritter Ritt gegen die
*o Metzgerau und Versuche die Rheinbrücke zu verbrennen. — Vgl Albrecht, Bruno v. Rapp. (Vortrag 1892.)
VI. 46
360 1392
oder furbazzer erfragen könnent oder mögent etc. geben in unserm leger
Weyersheim vor Strassburg des nehsten fritags vor unser fröwentag ze herbste nati-
vitatis anno domini millesimo trecentesimo nonagesimo secundo.
Weyerslteim1 1392 September 6".
Str. St. A. AA. 1416. or. eh. I. p. c. s. impr.
682. Boriiboy von Swinar Landvogt im Elsaß verkündigt, daß Bischof
Friedrich von Straßburg, Markgraf Bernhard von Baden, Graf Eberhard von
Württemberg und andere Herren mit ihm ein Bündnis geschlossen haben gegen die
mit der Reichsacht belegte Stadt Straßburg.
Lager vor Strassburg 1392 September 20. '«
Ich Worsiboy von Swinar dez allerdürluchtigesten fursten und herren, herrn
Wentzelaus dez römsehen kunigs zu allen ziten merer dez richs und konig zu Beheim
houptman und lantvogt zu Beyern, zu Swaben und in Eisassen bekennen und tun
kunt offenbar mit diesem briefe, als ich von dezselben mins gnedigen herren dez
konigs wegen mit den meystern, dem rat, den bürgern und der gemeinde gemeinlich »6
der stat zu Strazburg zu vyndschaft und zu kriege komen bin, umb daz sie frevelich
mit mütwillen in dez richs achte und aberachte komen sint und ouch ander sache
wegen, als sie sich wieder daz rieh und wieder etliche dez richs fursten und herren
gesetzt hant, und als diese nachgeschriben fursten, grafen und herren mit namen :
der erwirdige herr Friderich byschoff zu Strazburg, der hochgeborn herr Bernhart 20
marggrafe zu Baden, der wolgeborn grafe Eberhart von Wirtenberg und die edeln
herren, herr Heinrich grafe zu Lutzelstein, herr Brune herr zu Bopoltzstefn, herr
Heinrich und jungherre Johans herren zu Liechtenberg und jungherr Heinrich von
Geroltzecke mit mir in denselben krieg wieder die von Strazburg und die irn von
dez obgenanten mins gnedigen herren dez romischen kunigs manüng und gebots as
wegen komen sint, daz ich der obgenante Worsiboy mit macht und von gewalts
wegen, den ich von von demselben mime herren dem könige mit sime magestat
ingesigel verbrieft han zu tön zu laszen und zu überkomen, mich mit denselben forsten,
grafen und herren verbunden und vereint habe und verbinde mich mit in craft diz
briefs, dezselben sie sich ouch wiederumb gen mir verbunden hant, also daz ich von 30
dez richs wegen mit in und sie mit mir denselben krieg wieder die von Strazburg
und yrn heifern getruwelich einander bystendig und beholffen sin sollen und wollen,
als lange der weret, und uns von einander darinn nit zu scheiden in deheine wise
ane alle geverde. und umb daz derselbe krieg dem riche zu eren und den vorgenanten
fursten, grafen und herren und irn landen zu nutze getriben und geerbeit werde, so ss
sol ich der obgenante Worsiboy der lantvogt zu tegelichem kriege von dez richs
wegen haben anderthalphundeit mann mit gleven wol erzöget; so sol min herre von
Strazburg obgenante zweyhundert mit gleven ; min herre marggrafe Bernhart vorgenant
1 Entweder = Weyersheim zum Turm oder = dem näheren zwischen Hönheim und Mundolsheim
gelegenen Suffelweyersheim. 40
1392 m
hundert mit glcven; min herre von Wirten borg vorgenant fünfzig mit gleven und die
andern vorgenanten herren sollent alle zusamen tun und oueh hundert mit gleven
haben ir yeglicher uf sin selbes kosten und schaden, und daz sollent alles erber lule
sin, gewopent und wol erzüget, die sie zu tegeliehem kriege wieder die von Straz-
l borg alzit haben und in die nechsten slosze by die viende teilen und legen sollen,
da ez dann allernotdürftigs ist und by einander zu bliben und den krieg endelich
zu triben, als ich der lantvogt von dez richs wegen und sie dieselben herren dez
wollent ere und gefüre haben one alle geverde. und waz slosz gewunnen wurden in
demselben kriege, gefangen niederlegen oder welcher bände habe genummen würde
io oder bitz her genomen were, ez sy schatzünge, zinse, gulte oder gelt, win, körn oder
ander guter oder von richtunge wegen, waz dez ist oder wirdet, daz sol allez mins
herren dez konigs halbes sin und mir dem lantvogt von sinen wegen glich halbes
werden und daz anderhalpteil solicher gewunnen guter der vorgenanten forsten, grafen
und herren sin und werden, und sol ir yeglicher so vil teils daran haben nach markzal,
I» als er denn gewopenter löte zu teglichem kriege geleit und gehabt hat ane geverde.
sich sol ouch unser deheiner weder ich der lantvogt noch die vorgenanten herren
ane den andern uz diesem kriege nit tedingen noch sunder vertedingen laszen und
weder fürwort, süne, stallunge, setze oder friden mit den von Strazburg noch mit
den irn nit halten noch üfnemen heimlich noch offenlich in deheine wise, wir tun
m ez dann alle miteinander von beratem mute und vereintem willen, wer aber, daz die
von Strazburg und die irn richtunge oder sune an mich den obgenanten lantvogt
würben und gern tedinge gen mime herren dem konige und gen den vorgeschriben
herren üfnemen wolten, wer dann dieselbe tedinge in der mazze, daz sie uns uf ze
nemen were und uns mit eren und zu nütze ze rymen mochte, daz sollen und mögen
as wir üfnemen; weren aber etliche under uns, ez weren die herren oder ich der
lantvogt, den der krieg lieber were dann die richtunge, und nit gern tedinge uf
nemen wolten, so han wir fünf herren under uns darüber geben und erkorn, der ich
der obgenante Worsiboy von mins herren dez romsehen konigs wegen mit namen
einer bin, so ist der ander min herre der byschoff von Strazburg, der dritte min
so herre marggrafe Bernhart, der vierde min herre von Wirtenberg und der fünfte her
Heinrich herre zu Liechtenberg obgenant, der von der vorgenanten herren alles wegen
zu den vieren geben ist. also waz spenne von dez kriegs wegen zwischen uns uf
erstünden oder welcherley süne, frieden oder riechtünge darynne begriffen würden,
mochten wir uns dann darumbe miteinander nit gütliche vereynen, waz dann dieselben
35 fünfe oder der merer teil under in darumb zwischen uns scheiden, wisen und er-
kennen, dez sollen wir volgen und dabi bliben und ouch schaffen, daz es stete ge-
halten werde ane Widerrede, und alles, daz vorgeschriben stet, daz globe ich der ob-
genante Worsiboy der lantvogt von mins herren dez konigs wegen mit guten trüwen
uf den eyt den vorgeschriben fürsten, grafen und herren wäre und stete z"i halten
40 und da wieder nit zu tun noch schaffen getan in deheine wise. und dez zu einem
sichern urkund, so han ich min eygen ingesigel gehenkt an diesen brief. und wir die
obgenanten fürsten, grafen und herren, als wir mit namen vorgeschriben sten, er-
kennen uns offenbar mit craft diz briefs, wez sich der edel herr Worsiboy lantvogt
362 1392
obgenant von unsere herren dez konigs von diz kriegs wegen wieder die von Straz-
burg und den irn gen uns verbunden und versprochen hat, daz wir uns dezselbon
glichen widerumb gen ime ouch verbinden und versprechen in aller mazze, als vor-
geschoben stet und globen daz uf unser eyde war und stete zu halten und da wieder
nit zu tun in deheine wise, sunder daby zu bliben ane alle geverde. und dez zu 5
Urkunde so hat unser yeglicher sin ingesigel uns zu übersagen zu dez obgenanten
lantvogts ingesigel laszen henken an diesen brief. der geben ist zu velde in dem
leger vor Strazbürg, da man zalte nach Crists geburte drützehenhundert jare und in
dem zwey und nüntzigsten jare an sant Matheus obent dez heiligen zwelfbotten und
evangelisten. i«
Str. St. A. AA. 1415. or. mb. I. p. e. sig. pend. quor. 3 delaps.
Str. Bez. A. G. 132. or. mb. I. p. c. 8 sig.
Karlsruhe. G.-L.-A. or.
Gedr. Lünig. 7. cont. 1. S. 30. — Wencker, de ußb. 173. — Bapp. Urkb. II, nr. 346.
— Beg. Schöpflin, Als. Dipl. II, 292. — Beg. d. Markgr. v. B nr. 1563. 15
6113. Bischof Friedrich und Worsiboy von Swinar geben ihre Einwilligung dazu,
dass Markgraf Bernhard seine 100 Glefen nach dem nächsten Monat wieder über
den Rhein zurück in sein eigenes Land ziehe. Hindisheim 1392 September 24.
Karlsruhe. G.-L.-A. or.
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1565. - Vgl. auch hier für d. nächste Zeit nr. 1565 und W
Königshof. II, 693. — Mone I, 271.
684. Ernennung des Stadt- Kriegsrats der Sieben. 1392 September 27.
Unser herren meister und rat, schöffele und amman sint durch unsser stette
nuezes willen übereinkommen, das von des krieges wegen, den wir ietzent hant,
wir fünf erber manne von rittern und knehten, burgern und antwerglüten und 25
einen meister, der danne rihtet und einen ammanmeister, welre ammamneister danne
ist, süllent über denselben krieg setzen, und süllent ouch dieselben siben sweren an
den heiligen, denselben krieg zu besorgende und das beste und wegeste unser stat
und den unsern damit zu tunde, alse verre sie künnent und mügent ane alle su-
menisse. und das ouch von alles des wegen, daz dieselben siben von desselben 30
krieges wegen tünt, es sie mit uszögen, brande, nomen oder gefengnisse, oder was
sie zu demselben kriege tünt, in weihen weg das sie, oder mit dienern zu gewinnende,
die selben siben und alle ire erben niemer angesprochen noch geleidiget süllent
werden mit Worten noch mit wereken noch kein schaden geliden noch gehaben
davon süllent in denheinen weg von uns meister und rat zu Strazbürg noch von sü
allen unsern nachkommen derselben unsre stette. doch also, wenne derselbe krieg
zu rihtungen kommen sol, das man danne schöffele und amman darumbe besamenen
sol, und was die danne umbe die selbe rihtunge Überkomment, das sol vür sich
gän. und süllent dieselben siben von der rihtungen wegen keinen gewalt haben es
uf zu nemende äne schöffele und amman. und sint dis die siben, die ietzent über
1392 363
denselben krieg gesetzet sint, den wir bant mit hern Worseboy von Swinar dem
lantvogte und mit allen den, die uns von unserre ohte wegen widerseit hant, mit
hern Frideriehe byschofe zii Stro/burg, hern Bernharte marggrilfen zu Baden, mit
den von Würtemberg, hern Heinriche und jungherre Johanse von Liehtemberg, mit
i hern Brunen von Rapollstein, jungherre Heinriche von Geroltzecke von Läre, mit
den von Ohsenstein und mit andern herren und lüten, die sint: zürn ersten Dietrich
Burggrafe der meister, her Ciinrat Müller der amman, her Johannes von Stille, Or-
telin Mansse, Johans Bocke hern Cüntzen sun, her Wilhelm Metziger und her Hein-
rich Kranich zwene alt ammamneister. actum feria sexta proxima ante diem
10 sancti Michahelis archangeli anno domini 1392.
Oedr. Hegel: Königsh. II, 1047. aus Stacltrechtbuch cod. E. Stadtbibliothek (verbrannt).
(ÜI5. Herzog Willulm von Jülich und Geldern und die /Seinen widersagen der
Stadt Straßburg als Helfer Bischof Friedrichs von Straßburg. 1392 Sejttember 28.
Wy Willem van Gulich bi der genaden goids hertzoge van Gelre ende greve
15 van Zulphen laten u weten meystere, burgermeystere, raide ende ghemeynen bürgern
der stat van Straisborgh, dat wy lievcr hebben den eerwerdigen yn goide vader ende
here onsen lioven ende gheminden neven hern Frederich von Blanckenheym bisscop
tot Straisborgh dan u ende willen dair omme uwe vyande syn ende alle der gheenre,
die wy op u beden maighen ende willen hicrmede onse eer bewairt hebben. gegheven
so onder onsen zegel beneden ap des brieff gcdrucht. voirwetet meyster, burgermeyster,
raide ende ghcmeyne bürgere der stat van Straisborgh vorgenant, dat wy Reymont
Ivan Valkcnborgh here van Borne ende van Zickart, Willem here van Bronchorst,
[Folgen die Namen einer grossen Anzahl nieder rheinischer an dieser Absage teil-
nehmender Ritter] ghegheven onder seghel onss lieven ende gnedigen heren des
25 hogeboren vorsten hertzoge van Gelre voirscreben int jair onss heren 1300 twe
endtnegentich op sante Michicls avont archangeli.
Str. St. A. AA. 1415. or. eh. I. p. c. sig impr.
(Jl{(). Johans von Ingenheim an Strassburg: hat gehört, . . . das ir keinen uszburger
ine haben si'illent edel noch unedel und ein gebot erhalten von minen obersten, der
:>« man und diener ich bin . . . und muss desshalb sein Aussenbürgerreeht kündigen.
geben uf den liebsten mendag nach st. Michelsdage anno 13i>"J. t392 September 30.
Str. St. A. Abt. IV, 3. or eh. I. cl.
364 1392
687- Ausführliche an viele Fürsten, Herren und Städte ' versandle Vertei-
digungsschrift der Stadt Straßburg in Sachen der Acht und des Krieges.
1392 October 1.
Wir kündent uwern gnoden, das her Worseboy von Swinnar lantvogt in Eilsasz
mit dem byschofe von Stroszburg mit dem edeln herren Bernharte marggrofe zu 5
Baden mit dem edeln herren Eberharte grafe zu Würtenberg und mit andern fürsten,
grefen, herren, rittern und knehten und groszem volke vi'ir unser stat gezogen sint
und hant uns do gröszliehe geschadiget mit brande mit nomen und andern schede-
lichen dingen und hant uns daz geton, umbe das wir in unsers herren des küniges
ohte sin sollent. darumbe sie uns widerseit hant. do wisze uwer gnade, das sü uns i0
daran unreht dünt und uns unschuldeklichen und unmügelichen geschadiget hant,
wanne wir nit in ohte sint und ouch von erst unschuldekliche zu ohte geton wurdent,
als uns beduncket. es ist her Brune herre zu der hohen Roppoltein unser burger,
der ving ein ritter von Engellant, hies her Johan Harlestein, von des wegen ver-
schreip uns unser herre der kunig und anderre, wir soltent unsern burger solich ,5
haben, das er den gefangen lidig liesze. daruff antwurtetent wir, wir hettent ime usz
gedinget, do wir in zii burger empfingent, was kriege oder sachen er zu uns brocht
hette, darzti soltent wir ime weder heißen noch enthelfen, doch do shihtent wir unser
erber botten zu hern Brunen und botent in ernestlichen, daz er den ritter lidig liesze
und dotent alles unser bestes mit unserm groszen kosten darzö, wie das wir in 2o
gerne ledig gemäht hettent. daz möhte uns nit gefolgen, wenne ouch her Brune uns
ermanete der viirworte, die wir ime uszgedinget hettent. darnach do schihte unser
herre der kiinig sin erber botschaft zu uns mit nammen : hern Pflüg.2 der vorderte
an uns von unsers herren des küniges wegen, sit daz wir hern Brunen uszgedinget
hettent, als vorgeschriben stat, das wir ime denne ouch nit beholffen werent wider 25
daz rieh darumbe über in ziehende wurdent. daruff anwurtetent wir ime, daz
wir das gerne diin woltent. domitte het er ein gut gnügen von unsers herren
des küniges wegen und schied also gutliche von uns. dornoch über lang, do kam
einre, hies Wiszkle, der det ime ein lantgerihte machen in der stat zu Eger und
vorderte do vor dem gerillte, man solte uns ehten, umbe das her Brune Roppolstein so
ritter von Engellant gefangen hette, das uns doch nit ane ging, do erteilent die ritter,
die do zu gerihte soszent, mit rehter urteil, sit uns vor nit vür gerihte gebotten were,
das man uns denne nit ehten solte noch in deheinen weg mit gerihte besweren solte.
wolte aber ieman an unser stat ützit vordem von der oder anderre sachen wegen, der
solte uns vor gerihte laden mit vürgebotten und anleitzbriefen und andern sachen, die »»
dozü gehorten, als das reht und gewonlich were, das alles küntlich und wiszende ist.
darüber und über die urteil und ouch über, das uns noch der urteil nie keine ver-
kündunge, vürgebot, ladunge noch anleitunge me geschach, do het uns derselbe Wiszkle
zu ohte geton in der stat zum Bürgeiis in Beheim, do men doch nieman uff dem
1 Das lange Namenverzeichnis steht unter diesem Concept. Nach anderer Vorlage abgedruckt unter 40
nr. 690.
2 Vgl. oben nr. 602 die Straßburger Gesandteninstruetion.
1392 DK
Rine niergent anderswo ehten oder zu ohte dun sol, denne uffe frenekschem ertriche.
und wurdent also zu ohte geton unverkündet und ouch nit uff frenekschem ertriche
und ouch über daz, das wir von keysern und künigen und ietz von unserme herren
dem künige gefryet sint, das man uns vür keine hofegerihte noch nit usz unsre stat
5 laden sol mit deheime gerihte. darnoch wart uns von unsern guten fründen geseit,
daz wir und unser stat zii ohte geton werent, das uns ettelicher moszen unmügelich
hette. do botent wir unsern herren den römischen künig und ouch andere sine rete
mit unsern briefen : uns were geseit, das wir zu ohte geton sin sollent, das er unser
erberen botten vür sine gnade vertröste, die woltent wir zu ime schicken und uns
io vor sinen gnaden verantwurten mit unserre unschulde, das wir getruwetent in sinen
gnoden zu blibende. die botten wurdent uns vertröstet gen Proge zu ime. und als
wir die zu ime geschihtent, do liesz man sie also ligen me denne sehs wochen, das
sie nieman vür unsern herren den künig wolte loszen. ' und do sü in keinen weg
vür sine gnade kummen möhtent, do rittent sie wider heim zii uns. so ist ouch her
i« Hrune von Roppoltsteine, der der Sachen ein höbtman was, und den die sache ane
ging, sit uszer ohte geloszen und ist her Johan Harlestein sinre gefengnisze ledig
geloszen.* ouch sprechent etteliche: wir habent hern Brunen herre zii der hohen
Roppoltstein sin stat Roppoltzwilr ingenummen in schirmes wise . . do wiszent, das
daz nit enist. er und sine vordem hant unserre stette und den unsern uff derselben
20 stat Roppoltzwilre gülte verköft, do etteliche gülte me denne vor drissig joren ver-
köft ist, dar vür er dieselbe stat versetzet het, die hette er uns nit wol zu der zit
zii bezalende. do gap er uns und unsern burgern dieselbe sine stat in und swür er
niemer in die stat Roppoltzwilre me zii klimmende, wir und unser bürgere werent
denne e bezalt. und det uns ouch die lüte in der stat zii Roppoltzwilre sweren ge-
ss horsam zu sinde mit der stat und den gevellen derselben stette. dar über das er uns
das gesworn het, so het er uns dieselbe stat ingnummen und ist er und sine lüte
uns domitte ungehorsam wider die eyde, die er und sine lüte uns gesworn hant.
über das alles do wart uns embotten, unsers herren des küniges rete mit namen der
erwirdige herre Lamppreht byschof zii Bobemberg, her Hinaczschko von der Duben
so und her Worseboy von Swinnar der lantvogt werent zu Mentze. woltent wir usser
ohte kummen, so woltent sie mit uns darumbe tedingen, wie wir usser ohte kement.
und schihtent dieselben drye uns des ir geleitz briefe. daruff do schihtent wir unser
erber botten gen Mentze zu ime, wenne her Hinaczschko und her Worseboy sprochent,
daz sie des volle mäht und gewalt hettent zii vertedingende von unsers herren des
3.> küniges wegen, und hettent ouch des unsers herren des küniges brief besigelt mit
siner majestat ingesigel. und tedingetent die unser erbere botten so verre mit in, do
ouch zii gegene worent : der erwürdige her Lamppreht bischof zu Bobemberg, Wil-
helm von Burne sin brüder, Volmar von Wickersheim und Heinrich zürn Jungen
zu Mentze, das wir usser ohte und aberachte sin soltent. und soltent sie
40 uns alle die briefe, die wir darzü notdürftig werent, es were von dem hofe-
1 Vgl. oben nr. 645 Brief eines Ungenannten in Sachen der Straßburger Acht. [1390191.]
■ Vgl. den Bericht Sclienk Eberhart [1392 vor Märe HJ.
366 1392
rihter oder von andern, uns antworten Heinriche zum Jungen zu Mentze bitze
Hepilr s unsere frowen tage der lesten, der do was in dem ein und nüntzigesten jore
one allen unsern schaden, und soltent wir darumbe fünftehalb dusent güldin geben,'
der wir in ouch fünf hundert guldin bar gebent, die sie ouch noch hant : und wenne
die vorgenanten briefe Heinriche zum Jungen geentwürtet werent worden, so soltent i
wir Heinriche zum Jungen die vier tusent güldin antworten, doch so soltent unser
botten die tedinge an unser stat und vür unsern rot bringen, gefiele den die tedinge
wol, so soltent wir es halten, das solte an uns stan und nit an in. und wer es, das
unser stat die tedinge nit uffnemmen wolte, so soltent sie uns die fünf hundert güldin
wider geben, woltent wir es aber halten, das solten wir in verschriben, also balde «
es uns unser botten do ie gesehen, do verschribent wir es in zu stunt, das wir es
also halten wolten. derselben vier tusent güldin sint wir in ouch ie sit gehorsam
gewesen zu gebende, wenne die briefe Heinriche zum Jungen vorgenant geentwürtet
werent worden, darüber und über daz, so het uns her Worsyboy der lantvogl mit
den vorgenanten herren und andern herren und ouch mit groszem volcke überzogen if>
und gröszliehe geschadiget mit nome und mit brande unde sünderliche domitte, das
sie uns unser Rinbrucke' an gewunnen woltent haben mit iren groszen stürmen,
die wir doch mit der gottes hilffe wol vor in behebet habent, und doch also sie nü
vür unser stat gezogen worent und in iren legem by zweyn mile weges von unsere
stat logent, do dotent wir erfaren, was des lantvogtes meinunge were. dar mutete er *«
an unser stat, wir soltent usser ohte kummen und woltent wir dar uszkummen, so
mfistent wir ime geben hundert tusent güldin. darzi'i sprach er aber: es möhte nit
sin mit dem gelte alleine, die andern herren, mit den er zu velde were, die hettent
vil zu spruche zii uns, die soltent wir darzii und zu dem gelte an in loszen; wenne
er daz gelt den herren teilen muste, so wolte er der stücke ein gemeiner rihter sin. 25
dieselben stücke der zii spruche von den herren gab er uns verschriben. do wir die
gelosen, do verstundent wir wol, das wir mit -in allen umb die stücke gerihtet und
usz getragen worent und nütschit mit in darumbe zu tünde hettent, wenne alle, die
uns zii sprechent, uszgenummen der von Würtenberg, werent vil nüwelinges by
uns in unser stat gewesen 3 und hettent in geschencket und zuht und ere gebotten so
und hette uns ir keinre me züspriich geton in deheinen weg. und sünderliche sprach
uns der bischof zii umbe stücke, der wir indewendig drien joren mit ime gutliche
gerihtet und geslihtet sint, und die er ouch gesworn het zii haltende und nit do wider
zii tünde, als daz die briefe besagent, die wir darüber von ime habent besigelt mit
sin und sinre stifte cappittels ingesigel, die uns aber nit gehalten sint. so het er zii 35
unser stat gesworen ewekliche, die wüle er byschof zii Straszburg ist, und sich zu uns
verbunden uns zu helffende wider alle die, die uns schadigent. und hant wir uns
das selbe hin wider umbe gegen ime verbunden, also das die briefe besagent, die
1 Vgl. oben nr. 621 die Gesandteninstruction.
2 Vgl. Hegel, S. 690: 1392 Sept. 22.
3 Vgl. Hegel. Königshof. II, 692. Zu diesen vergeblichen Friedensverhandlungen im September 1392
waren erschienen u. a. Graf Johann von Sponheim, Schultheiß von Oppenheim, Abgesandte von Worms,
Mainz, Speier etc.
1392 367
wir gegeneinander hant besigelt mit unser beder ingesigeln, die briefe und buntnisze
er uns ouch nit gehallen het. doch wondent wir ein gnedigen herren an ime haben
und do wir hortent, das man uns überziehen wolte, do getruwetent wir ime wol und
schihtent unserre erbere botten zu ime und seitent ime, das uns geseit were, ein
» volk wolte in daz lant Eilsasz und uf uns ziehen, do antwurtete er in, er wüste
nützit, darumbe er wolle sich darnach erfaren und empfinde er üt, das wolte er uns
zii stiin! loszen wiszen. und bat unsern botten, empfunden wir 6t, das soltent wir
in ouch loszen wiszen. und sprach darzü zii unsern boten : «wiszent, man sage, was
man welle, ich bin ietze sehtzehen jor uwer byschof gewesen, ich
io getet n ü wider üch, ich wil noch reht an (ich faren und dün». dar-
nach wol über drye oder vier tage do wurdent wir aber gewarnet, do schribent wir
ime, als er uns empfolhen hette, do cziigent grosse herste in das lant, wüste er üt,
daz er uns daz liesze wissen, do schreip er uns sinen griisz und: «ir üben getruwen.
wir wissent nit, empfindent wir üt, das wellent wir üch loszen wiszen in den nehesten
if> drien tagen», darnach widerseiten uns sine amptlüte und darnach er. mit solichens,p,^f* 4.
ufsetzen ist er mit uns umbegangen, dem wir doch wol getruwetent noch sogetonen
früntschel'ten, die wir ime geton habent, das er by landen und lüten beliben ist, dar-
von er müste sin schulden und anderre sachen halp. doch so hant wir wol empfunden,
das derselbe byschof dise sache alle geton und getriben het, so sprichet uns der
ao edele herre grofe Eberhart von Würtenberg zii umbe, daz sin vatter selige erslagen
ist und umbe schaden, der ime und den sinen in dem kriege geschach, der zwüschent
fürsten, herren und stetten, waz daz doch verrihtet ist. so hant uns ouch zii gesprochen
her Brune herre zu der hohen Roppolstein und jungher Johans herre zii Liehtenherg.
die sint unsere bürgere und hant uns gesworn gehorsam zii sinde und uns vor
as unserme schaden zu warnende und den zii wendende, des wir ir briefe hant mit iren
anhangenden ingesigeln. noch dem allen do bittent wir hern Worseboy dem lantvogte
unserme herren dem kunige zii eren, wir woltent ime me geltes geben, denne als es
zii Mentze vertedinget were, das wir in unsers herren des küniges und des riches
gnaden koment und do inne blibent. und umbe die zii sprüche, so die herren an uns
so meindent zu habende und uns verschriben geben hettent, do hette uns der byschof
in sinen stucken verschriben geben under andern puncten und susz vil andere stücke
etc.,' der stücke wir nit wiszen, wie vil der ist. wir woltent gerne der stücke zürn
rehten uf in kummen mit den fürworten, daz er uns liesze bliben by unsern fry-
heiten, rehten und guten gewonheiten und ouch by allen unsern versigelten briefen,
«6 sie seitent über rihtigungen, pfantgüter oder schulden, des wolte der lantvogt nit tun, er
wolte, daz wir der stücke und zusprüche one alle fürwort uff in kement. do daz nit mohte
gan, do buttent ime unsere erbere botten von unsere stette wegen, sit wir von der
ohte wegen gerihtet und geslihtet werent, umbe fünftehalp tusent güldin. und er daz
Biso vertedinget hette und des geltes fünfhundert güldin hinweg hette, so woltent
in wir daz laszen zu dem rehten besehen vor dem hoherbornen fürsten unserm gnedigen
herren hertzoge Riiprehte von Peyern dem eillern oder vor unsern gnedigen herren
den kürfürsten, ebe wir in ohte sin soltent noch allen ergangen dingen, und ouch
noch dem wir es mit ime vertedinget und usz getragen hettent, das wir ouch wol
Vi. 47
368 1392
küntlichen wellent machen oder ebe wir mit in ohte werent. werent wir in ohte vom
rehten, wir woltent gedencken, wie wir mit unserme gnedigen herren dem künige
überkemment. fünde sich aber, daz wir nit in ahte werent, hette er uns denne un-
redelich geschadiget oder schadigete uns unredeliche, wir getruwent ime wol, er kerte
uns unsern schaden, das er alles nit ufnemmen wolte und schadiget uns darüber •'■
noch hüt dis tages.' und bittent uwer gnade flisseclich und mit allem ernste, hörent
ir dirre sachen iergent gedencken, daz ir danne uns gnedekliche versprechen
wellet in die wise, also do vor ist bescheiden, wände es ouch in der worheit also
ist und nit anders, und danckent do by uwern gnaden mit allem flisse uwer gnedigen
erbern botschaft, die ir mit den uwern zu uns getan habent, die sich ouch ernest- i«i
liehe gearbeitet habent in unsern sachen uns erberliche und endeliche darzü getan
hant, wände wir es uwern gnaden von in rüment. und daz wollent wir ouch mit
unserme dienste niemer gegen uch vergessen. datum sub sigillo nostre civitatis
prelibate tergotenus appresso feria tertia proxima post diem seti Michahelys archangeli
anno domini millesimo trecentesimo nonagesimo seeundo. 15
Str. St. A. AA. 1415. conc. eh.
Ibid. lat. cone. der für Metz bestimmten Ausfertigung vom 4 October.
Auszug gedr.: Wencker, de ußburg. 171. — Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1567. —
Vgl. Hegel. Königshofen 9, 692.
688. Dietrich Burggrafe der Meister und Rat von Strassburg an Frankfurt : be- äo
richten ausführlich über ihre Feindschaft und Krieg mit Borsiboy von Swinar,
dem Bischof von Strassburg und andern, in den sie wegen der Reichsacht gekommen,
und beschweren sich über die ungerechte Behandlung, welche ihnen von allen zu
teil würde, und welche verhindere, dass sie aus der Acht kämen. datum sub
sigillo nostre civitatis feria tertia proxima post diem seti Michahelis anno 1392. *
1392 October 1.
Frankf. St. A. Reiohss. AA. nr. 352. or. mb. c. sig. i. v. impr. del.
689. Meister und Rat von Strassburg an den Herzog von Jülich : berichten von
dem Angriffe, den aus Anlass der über die Stadt verhängten Acht der elsässische
Landvogt Borsiboy von Swinar, der Bischof Friedrich von Strassburg, der Markgraf m
Bernhard von Baden, der Graf Eberhard von Württemberg und viele andere Grafen
und Herren auf ihre Stadt gemacht haben, und setzen auseinander, dass sie unver-
dientermassen wegen des Handels, den Bruno Herr zu der Hohen Rappoltstein mit
dem von ihm gefangen gehaltenen englischen Ritter Johannes Harleston gehabt hat,
in des Reiches Acht gekommen sind. datum feria quarta proxima post diem saneti 35
Michahelis archangeli anno domini 1392 sub sigillo civitatis nostre tergotenus appresso.
1392 October 2.
Str. Bez.-A. G. 151. or. mb. I. pat. c. s. impr.
Str. St. A. AA. 112. conc. eh. v. impr. del. [latein.]
Gedr. Bapp. Urk. 11, nr. 347. — Gedr. in deutsch. Auszug Weneker, de ußburg. 171. *o
1 Kleiner Absatz und Fortsetzung von anderer Hand.
1392 960
(UM). Aufzählung der Fürsten, Herren und Städte, welchen Straßburg seine
ausführliche Verteidigungsschrift [nr. 087] in /Sachen' der Acht und des Krieges
in deutscher oder lateinischer Sprache hat zugehen lassen. 1392 October 3.
Disen hie nach gesehriben sint briefe verschriben von unsere stette wegen, wie
5 her Worsiboy der lantvogt, der bischoff und andere herren an uns gefaren hant anno etc»
i)2 feria quinta proxima post diem sancti Michahelis archangeli. oaor.3.
Item herczoge Rftpreht von Peyern dem eiltern.
Item den von Spire.
Item den von Wormesze.
111 Item hern Cunrat dem ertzbischofe zu Mentze.
Item der stat von Mentze.
Item der stat von Francki'urt.
Item hern Friderich dem ertzbischofe zu Kölle.
Item der stat von Kölne.
i5 Item den von Ache.
Item dem hertzogen von Gelre.
Item dem^hertzogen von Gülche.
Item hern Wernher dem ertzbischofe zu Triere.
Item der stat zu Triere.
» Item der stat zu Metze.
Item dem hertzogen von Bore.
Item dem hertzogen von Luttringen.
Item den von Nurenberg.
'Item den von Regenspurg.
« Item den von Ulme.
Item den von Rotwilr.
Item den von Costentze und den stetten irs gebundes.
Item her Reinharte von Wehingen der herschaft von Österich lantvogt.
Item hern Lampreht bischof zu Bobenberg.
3» Item der stat von Berne.
Item der stat zu Zürich.
Item dem hertzogen Bürgun sint zwene gesehriben.
Item hern Simunde von Spanheim grefe zu Crutzenach und zu Vyganden.
Item hern Gerharte dem bischofe zu Wurlzeburg.
3i Item den von Ogesburg.
Hein den von Basel.
Item den von Obern-Ehenheim.
Item den von Überlingen.
Str. St. A. AA. 107. or. eh. - Ebenda AA. HIB.
370 1392
691. Absagebrief Bischof Friedrichs,^- und der Herren Heinrich ton Lülzel-
stein, Heinrich und Johann von Liechtenberg und Bruno von Rappollstein an Meister
und Rat von Straßburg. 1392 October 4.
Wir Friderich von gotes gnaden bischoff zu Straszburg und pfleger der stift zu
Basel und ich Heinrich greffe zu Lützelstein, Heinrich und Johann herren zu Liehten- '•>
berg und Brune herre zu der Hochenropolestein lazzen üch den meister und den
rät der stat zu Straszburg wissen, alz wir vormalen von manunge und gebottez
wegen dez allerdurluhtigesten hochgebornen fürsten unsers gnedigen herren herrn
Wentzlaws des römschen knngez und ouch mit dezselben unsers herren dez kungez
lantvogt gegen üch zu tagen komen sin von dez widersatzes und der ungehorsamkeit io
wegen und ouch umbe daz unrecht und den gewalt, den ir an uns und unser stift
und uns greffen und herren vorgenant begant und lange zit geton hant, darumbe ir
uns daz recht uff denselben tagen usschlogent und dez gegen üch nyt bekomen
möhtent und wir dez siderhar zu grossem kosten und schaden komen sin. darumb
widersagen wir üch ouch von unser selbs wegen und wellent uwer und aller uwern 15
burger, hellfer und diener fyend sin und wellent uns dez gegen üch allen bewart
han. harumbe zu Urkunde ist unser ingesigel ze end dirre geschryft gedrucket uff
disen brieff von unser aller wegen, want su uns darumbe gebetten hant. der geben
ist des jors do man zalte noch gotez gebürte drüzenhundert nunzig und zwey jor dez
fritagez noch sant Michel tag. 20
Str. St. A. AA. 1416. or. eh. I. p. c. sig. impr.
Gedr. Lünig, Part. spec. cont. I, 288. — Wencker, de ußburg. 177. — Bapp. Urkb. II,
nr. 348 nach Wencker. — Vgl. Hegel, Königsh. 686 Anmk. 4.
692. Die Stadt Strassburg an Metz : bittet um Hülfe gegen Bischof Friedrich,
Markgraf Bernhard und andere Herren mit ausführlicher Darlegung wie die sie in 25
Acht und Krieg gekommen ist. datum feria 6 post fest, beati Michaelis arch. 1392.
1392 October 4.
Str. St. A. AA. 1415. conc. eh. lat. mit vielen Correcturen.
693. Ordnung über Besetzung der Mauern, Thore und Türme. 1392 October 5.
[1] Wie die porten, die turne und die letzen bestalt und ver- 3»
sorget sint nahtes anno etc. 92 sabbato proximo post Michahelis
archangeli.2
Uf sant Eilsabeht turn den ussern do söllent zwene uffe sin : von den saltzmittern
einer und winruffern und winmessern ouch einer und indewendig uf den inren turn
ouch 2 von beden antwereken und einen kustofeler us Spettergasse.
Die vorgen. beden antwerg söllent 4 haben uf des Twingers turn und einen eun-
stofeler usz Spettergasze und soljeiner gon untze an sant Eilsabet turn und einer
untz an Vinckenwiler toriin und die 3 uffe dem turne sin.
1 Bischof Friedrich hatte für sich allein bereits am 5 Sept abgesagt, vgl. nr. 678. — Vgl. unten das
notarielle Vidimus dieser zweiten Absage. t
- Diese Ueberschrift steht im Original am Ende des ersten Teils.
1392 :rri
Die cunstofeler sant Thoman söllent einen gehen uf Vinekewiler turn und die
vischer .'5, der sol einer gon von Vinckenwilre turn untz an Stoffen Ifcitzcman turn.
Item uf die drie bedecketen brücken 6 von den vischern, uf ie die brücke zwene
und zwene cunstofeler von den von sant Thoman einen uf die erste brücke und
5 einen uf die hinderst«.
Item und die gremper 3 uf ie die brücke einen.
Item uf des ammanmeisters türnolin bi der bedecketen brücken söllent die korn-
h'ite zwene gehen, item die gerwer söllent zwene geben gen Grünecke, die cnnstofel
in Spettergasse sol einen geben uf den ruiwen turn hinder den Grünwerdern, die
io gerwer 2 und die kursener 2, der söllent allcwegent 2 wider und für gon und die
andern uffe dem turne sin. und sol der gerwer gon wider die trencke und der kur-
sener wider den türm hinder sant Margreden.
Item die gerwer söllent einen geben uf den turn hinder sant Mai-groden und die
kursener ouch einen, do sol einer uffe dem turne sin und der ander gon wider den
is nuwen turn.
Die cunstofeler sant Thoman sullent einen geben uf den turn hinder sant Mar-
greden und die wagener 4. und sullent drie sin uf dem turne hinder den dutzschen
herren und die andern zwene söllent uf der mure gon einer wider sant Margreden
turn und der ander untze an den turn Wartecke.
20 Die cunstofeler an der Oberstrasze sullent einen geben uf den turn Wartecke
und die gremper 4, der söllent zwene uf der mure gon untz an den Wissenturn und
die ander sullent uf dem turne bliben.
Die cunstofeler an der Oberstrasze sullent einen geben uf den Wissenturn und
die gartener 12, der sullent vier uf den turn sin, 4 dar under und 4 uf die mure
•«> und do gon und hüten unez an den turn gegin sant Marx hof über.
Die cunstofeler an der Oberstrasze sullent einen geben uf den turn gegin sant
Marx hof über und die schüchsüter 0. und sullent 2 bi dem kustofeler uf dem turne
sin und zwene uf dem turne sin gegin Jacobes hof von Diemeringen und zwene uf
der mure gon einer heruf und einer herabe untze an Kronenburg.
:w Die cunstofeler sant Peter söllent geben einen uf Kronenburg und einen dar-
under. und die dücher söllent zwene dar uf geben, 3 dar under und 3 uf die mure
und die weber ein. die sullent hüten untz an den bedecketen turn, die dücher und
die vaszieher söllent geben ie daz antwerg einen uf den innern bischof bürgetor,
umb daz, obe üt botschaft kerne, daz sü daz her in seitent.
u Die cünstoftel sant Peter sol geben einen üf den bedecketen turn und die snider
zwene und viere uf die mure, daz allewegent zwene do gant und hütent untz an den
gemolten turn an Steinstrasze.
Die cunstofel sant Peter söllent einen geben uf den gemolten turn und einen
dar under und die brotbecker 1 uf den turn und vier under den turn, der sol allt-
40 wegent einer gon uf der mure untze Rosenecke.
Die cunstofel sant Peter sol einen geben uf Rosenecke und die goltsmide und
die schilter zwene uf den turn und dar zu zwene uf die mure, die do hütent untz
an Güntzelins des lonherren knehles turn.
372 1392
Die cunstofeler vor dem Münster söllent geben einen uf den turn, do Cüntzelin
des lonherren kneht uf sitzet, und die weber zwene und die faszieher einen, der
söllent allewegent zwene uf der mure gon uncz an das türnelin, daz her Heitze von
Mulnheim het. und sol der cunstofeler uf dem turne sin.
Die cunstofeler am Holwige söllent geben 1 uf her Heitzen türnelin und die s
kornlüte 3, der sol einer allewegent uf der mure gon und hüten untz an Wagener törlin.
die scherer und bader süllent geben zwene und sullent hüten von Wagener törlin
untz an die prinvege.
Die cunstofel vor dem Münster söllent einen geben uf Judentum und die murer
1 und zimberlüte 1. io
Item die selben cunstofeler söllent geben 1 uf her Hetzel Marxes erker und zwene
mürer und 2 zimberman, der söllent zwene gon und hüten untz an die prinvege.
Die winsticher söllent geben 1, die schifzimberlute 1, die müller, oleilüte und
düchscherer 1. und söllent sin an sant Andres steck und süllent wider und für gon
und hüten von her Hetzel Marxes erker untze an Stoltzenecke. i«
Die cunstofeler zu dem Mülstein süllent geben 1 uf Stoltzenecke und die kremer 3.
Die cunstofeler zu dem Mülstein söllent 1 uf sant Stephansturn und 1 dar under.
die kremer 1 dar uf und die schüchsüter 1 dar uf. die kremer 2 under den turn, die
schüchsüter ouch 2. die kremer 2 uf die mure in. sant Stephans closter.
Men sol keinen verwihten man an kein tor leigen weder tag noch naht, es sii *»
denne, daz men stürme, so sol iederman an sin letze gon und do hin, do er hin be-
scheiden ist, also es vor gemäht ist.
[2] Taghüte und wie die porten, die do offen stundent, ver-
sorget sint anno 92.
Die cunstofeler zu dem Mülstein söllent geben 2 erber cunstofeler an sant Stephans 25
turn, die kremer 2 und die schüchsüter ouch 2 und die kremer 1 uf den turn und
die schüchsüter ouch 1 . und söllent do sin morgens von der torglocken untz nahtes
zu der torglocken. und söllent die selben ouch nieman usz noch in lossen, sü wissent
denne, wer er sii. und sol ouch ie daz antwerg an ie dem tore bestellen, daz einer
von dem antwercke, die do hüten sullent, allewegent an der porten blibe, umb daz daz 30
su die lute erkennent.
Die cunstofeler sant Nicolause söllent geben 2 an Metzigerturn und die metziger
2 und die kuffer 2 und ie daz antwerg dar zu 1 uf den turn.
Die cunstofeler sant Peter söllent geben 2 an Kronenburg und die dücher viere
und die wöber 2 uf den turn. 35
Die cunstofeler sant Peter söllent geben 2 an den gemolten turn an Steinstrosze
und die brotbecker 2 und die snider 2 und ie daz antwerg 1 uf den turn.
Die cunstofeler vor dem Münster söllent geben an Judentum einen dar under
und die murer 2 und die zimberlüte 2, der sol einer uf dem turne sin.
Item an her Hetzel Marxes erker 1 von den cunstofeler vor dem Münster und
ie das vorgenante antwerg ouch 1.
Str. St. Ä G. U. P. lad. 20. langer Papierstreifen
1392 373
694- Ratsbeschluß über Einsetzung von drei Männern zur Beaufsichtigung der
Bächer. 1392 October 0.
Mengelich sol wiszen, also die brotbeckere bitze her gar kleine gebaehih
hant, daz gar uulidelirh ist gewesen, da/, da/ nieister und rat versehen und versorget
i hant in diee wiae :
Zinn ersten, so hant sü darzü gernaht drye erber manne mit namen : Johans Bock
den eilter in Kalbesgasse, Heinbolt Spender und Wernher Sehöppfelin, die do alle tage
ombe litcii oder gan söllent von eime brotbeckerhuse zu dem andern und süllent
da/ brot beschawen in den hüsern und uf den laden und sünderliche vor dem
io Münster uf den brotkarichen, obe ein pfennewert brotes umbe ein pfennig gebachen
sy. und welles brot sü zu kleine vindent oder zu kleine erkennent, do bessert der
brotbecker 5 sol., dieselben süllent sü ime gebieten in dryen tagen zu gebende bij
30 sol.
Es sol ouch mit namen kein brotbecker kein ander brot bachen, denne ein brot
15 umbe ein pfennig. und mügent ouch die brotbecker bachen alle tage und wie dicke
sü wellent und welher hande brot sü wellent. und sol ouch das antwerg der brot-
becker hinnan fürder keine hüte darüber setzen noch kein gebot oder satz under in
darüber machen, und wer es, daz sü es darüber detent, so bessert daz antwerck
5 &, also daz buch stat. actum et pronuntiatum die dominica proxima post diem
so scti Remigii ' anno 92.
[iYac/isc/irift] Wer ouch zu kleine gebachen het, daz brot süllent die drie dün
verköffen, noch dem sie beduneket, daz daz brot wert sy. die brotbecker sollent auch
alle tage bachen und welher dis gebotz halb ungebachen were, der bessert also ma-
nigen tag der versitzet.
2-, Str. St. A. Stdtord. Bd. 20 f. 81.
Gedr. Brueker, Straßb. Zunft- u Polizeiverordnungen S. 89, das Datum dort irrtümlich
Januar 14.
695. König Wenzel an Bischof Nikiaus von Speier: lassen dich wissen, das
unser über getrewer Borziwoy von Swynar lantvogte in Swaben und zu Eisassen
so voir unsern wegen einen fruntlichen tag gemachet hat mit den von Straspurg gen
Nuremberg uf den samstag nach allerheiligen tage . . . und bittet um sicheres Geleit
für die zu entsendenden Strassburger Boten. geben zu Betlern an sand Gallen
lau reg. boh. 30 reg. rom. 17 jar. Retlern 189» October IG.
Str. St. A. AA. 107 nr. 49. or. eh. I. cl.
(i!)(j. König Wenzel an Bischof Friedrich von Strassburg : gebietet die zum Nürn-
berger Tage reitenden Strassburger Boten sicher zu geleiten. geben zu Betlern an
sand Gallentage reg. boh. 30 reg. rom 17. lietlern 189» (htober 16.
Str. St. A. AA. 107 nr. 76. or. eh. I. cl.
Xnvbr. I
Uebergeschrieben für das gestricliene Heminiscere.
374 1392
697. König Wenzel verspricht allen denen, welche von Meister und Rat zu
Strassburg zurdem von Landvogt Borsiboy von Swinar in Nürnberg am Samstag
nach Allerheiligen abzuhaltenden Tage gesandt werden, sicheres Geleit. geben zu
Betlern an sand Gallen tag. a. reg. boh. 30 reg. rom. 17. Betlem 1392 October 16.
Str. St. A. AA. 107 nr.'jiO. or. mb. lit pat. c. sig i. v. impr.
698. Bürgermeister und Rat von. Basel an Straßburg : verwahren sich gegen
den Vorwurf, daß sie den Straßburger Bischof im Kriege gegen die Stadt unter-
stützen. 1392 October 19.
Dem meister und dem rate der stat Straszburg embieten wir Heinrich Rieh
ritter, burgermeister und der rat der stat Basel: als ir uns verschriben hant von des '»
überziehendes wegen, so wider üch von unsers herren des kuniges lantvogt, unserm
herren von Straszburg, den edelen herren marggraf Bernharten von nidern Baden,
graf Eberharten von Wirtemberge und andern herren beschehen ist, und ouch von der
stücken wegen, so ir wider uns verschriben hant, haben wir alles wol entstanden und
üch uf die stücke ze antwurtende, die ir wider uns verschriben hant, des ersten uf ia
daz, wie wir den unsern söllent gestattet haben uf uch ze ziehende und ze schedi-
gende etc., lassen wir uch wissen, das unsere rittere, knechte und bürgere in sölicher
gewonheite bi uns harkommen sint, daz si herren und gesellen gedienet hant. also
sint ouch zu unserm herren von Straszburg etlich des ersten gezogen und kommen,
dem ze dienende, da wir getruwent, das si ir ere gegen üch wol bewart habent. was n
aber in darumb widerfüre oder beschehe, gat uns nützit an und wistent wir ouch
nit, war oder uf wen die reise gienge, denne von des habern schiffunge und holtzes
wegen, da hat unser herre von Straszburg, der bi uns des bystümes phleger und
unser herre worden ist, dem wir auch als unserm herren gesworen hant, habern,
holtzschiffung und ander ding dahar bi uns und ussewendig gekouft. darumb wir in 25
nüt ze fragende hattent noch cze fragende stund, war er damitte wolte, als ir das
selber wol merkent. so denne von der schützen wegen bat uns unser herre von
Straszburg, dem wir als unserm herren gesworen hant, im 50 schützen ze lihende
mit den sine schlosz ze verhütende, die haben wir im ouch als unserm herren in
sölicher massen verlühen und getruwent ouch, das wir sölich lihunge mit eren wol w
getün möchtent und das uns die sachen vorgeschriben nit ze verwissende sient, wand
wir in allen sachen vor und nach in sölicher massen gefaren, geworben und getan
habent, daz wir uns getruwent vor herren und stetten alwegent wol verantwurten.
wie aber disem allem sie, so wissent, daz uns die sach getruwelich leit ist gesin,
das ir dabi wol merken und glouben mögent, als uns vormols fürkam, wie ein heim- 35
licher unwille zwüschent unserm herren von Straszburg und üch were, das wir da
unser erbern guten botten wol ze drumolen ussantent, den heimlichen Unwillen an
unserm herren und üch ze erfarende und eb der also zwüschent üch were ze wer-
bende, wie der hingeleit würde, da uch wol kunt ist, in weler massen unser botten
ie von üch schiedent. darnach da vast gemein rede und mere gundent bi uns sin *i
und lieffent, wie vil samnungen werent und ein grosz volk in daz land züge und
1392 375
niemand wiste, war oder wahin daz volk nid sich oder ob sich und dehein eygenschaft
darinne köndent noch möchtent vinden noch haben, da santen wir aber unser guten
botschaft ze stund zu unserm herren von Straszburg, die sach zu erfarende und, eb
wir iergent nütze oder gut werent, ze werbende, wie das land ungeschädiget blibe
5 und gern darzii unser bestes und wegestes geworben und getan hettent, wo wir daz
ze werbende funden hettent und noch hüttis tages gern tetent und uns weder koste
noch arbeit darinne beturet hette und an uns vor und nach nützit erwunden ist
noch erwand. harumb so dunkt uns vaste unzitnlich und unbillich sin, daz ir uns
ze disem male als unfrüntlichen verschriben hant. und lassent uns bi disem botten
ii) verschriben wissen gentzlich uwer meynunge. datum sabbato post Galli anno etc. 92
\In verso.] Dem meyster und dem rate der stat Straszburg.
Str. St. A. AA. 112. or. mb. 1. cl.
699. Notarielles Vidimus der Absagebriefe Bischof Friedrichs von Blankenheim,
Johannes von Bossenstein des bischöflichen Vogtes zu Ortemberg, des Grafen Hein-
is rieh von Liitzelstein, der Herrn Johann von Lichtenberg und Bruno von Rappoltstein.
datum anno a nativitate Christi millesimo trecentesimo nonagesimo seeundo,
indictione quintadeeima pontificatus sanetissimi in Christo, patris et domini nostri
Bonifacii diviua Providentia pape noni anno tertio vicesima die mensis octobris hora
vespertina ejusdem diei presentibus honorabilibus viris dominis : Friderico Buhardi
so preposito, Erledomo de Dambach decano, Johanne Wetzelonis cantore et Nicoiao
Bertschin canonico saneti Thome neenon Erhardo de Kagenecke preposito, Volczone
Hüffelin cantore, Wilhelmo de Parma scolastico et Johanne Ortelini thesaurario saneti
Petri argentiuensis etc. testibus ad premissa vocatis specialiter rogatis.
1392 October 20.
25 Str. St. A. AA. 1415. or. mb. c. sig. pend. del. und den Notariatszeichen und Unterschrift
der Notare Johannes dictus Grossklaus und Johannes Nasoris dietns Netzebart von
Hagenau.
700. König Wenzel an Pfalzgraf Ruprecht den älteren : mahnt dringend um
Kriegshülfe gegen das widerspännstige Strassburg, das . . . vormals langest mit recht
so und urteyl in unser und des richs acht und bann kommen und noch verlibe uns
und dem heiligen riche zu smacheit und widerdrisz . . . und gegen das er schon
lange alle Fürsten und Herren aufgerufen und auch Borsiboy von Swinar geschickt
habe . . . daz er sie mit macht und von unsern wegen an unser gnade roten und
brengen solle, der sie mit andern unsern und des richs furslen, herren und under-
86 tanen mit brande und andern sachen angriffen und beschediget hat, des sie alles nit
achten, sunder in dem frevel lnütwilliclich bliben, und ob dyner libe ymand und sun-
derlichen die von Straszburg icht anders schriben des glaube nit . . . datum Bett-
lern quinta feria post 11000 virg. reg. boh. 30. reg. rom. 17. BeUem 1392 October 24.
Str. St. A- AA. 107 nr. 74. cop. eh. mit Versendunguchnitten.
VI. 48
376 1392
701. Heinrich zum .hingen von Mainz in Sachen der Acht an Strassburg: hat
von der Absicht an den Bischof von Bamberg, Hynaseko und Borsiboy je einen ver-
siegelten Brief zu schicken Kenntnis genommen und hält es für gut, dass man Wil-
helm von Borne und seinen (des Briefschreibers) Schwager Volmar von Wickersheim,
denen er sich selbst gerne anschliessen werde, bitte nach Speier zu reiten, damil sie
mit jenen Herren in Sachen der Acht verhandeln. dämm Maguntii feria 4 ante
festum beati Martini episCOpi meo sub sigillo. Mainz 1X92 November G.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl.
702. Hagenau an Strazsburg: bittet ihren Bürgern Ulrich zum Bocke und Johans
Zipperer die 2 Rinder und Kälber zu ersetzen, welche ihnen von Strassburger Knechten io
zu Marienthal geraubt seien und beklagt sich über die barsche Abweisung, die neulich
ihr Bote durch den Stettmeister erfahren habe, mit Berufung auf die alte Freund-
schaft beider Städte und ihr besonders Verdienst um die Aufhebung der Acht. Ja,
heimlich hätten sie damals . . . ane uwer wissen unser ernstliche Beheliche Botschaft
getan zii unsern herren und zu unsern guten fründen, daz sü durch gottes willen u
durch dis landes willen gemeinlich und umbe unsers ewigen dienstes willen ir bestes
darzu redent und tünt, das ir in unsers herren des kuniges gnade koinment : geschehe
das niht, so müsze Eilsasz das lant verderben und manig erber man rinnen, der
vertriben wurt. datum sabbato post diem seti Martini episcopi anno 1392.
1899 November 16. 2»
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl.
703. Borsiboys von Swinar Geleitsbrief für die in Sachen der Achtsaufhebung
nach Nürnberg reitenden Straßburger Gesandten. 1899 November iß.
Ich Worziboy von Swinar dez römischen künigs hauptman in Beyrn, lantvogt
in Swaben und czü Eisassen embewt meinen willigen undertenigen dinst allen hoch- ■
geborn forsten, geistlich und werltlich, graven, freyen herren, rittern, knechten : lieben
herren. ich bit ewr gnad mit allem fleisze von der von Straszburg wegen, daz ir die
sicher wollet geleiten leibs und güts, wenn sy dez an euch begern czö dem tag und
im-i„: i. von dem tag, der da sein sol czu Nuremberg von suntag sehirst über virezehen tag.
daz wil ich allczit umb ewr gnad verdienen sülehen oder merern. und dez czu or- N
künde so han ich mein eigen insigel gedruckt auff disen offen brief. der geben
ist am samstag nach sand Merteins tag anno 1992.
Str. St. A. AA. 107 nr. 52. or. eh. lit. pat. c. sig. sub. I. impr.
704. Ratsbeschluß betreffend: den städtische» Wachldienst und Instandsetzung
der Befestigungswerhe.1 t899 November 18. M
Unser herren meister und rot hant es verurteilt:
1 Zu diesen Kriegsvorkehrungen mag auch erwähnt sein, was Königshofen berichtet (Hegel 11, 756) :
Adelnhofen wart abegebrochen (1392) — do brach men geiwe abe, die voi genanten zwo zilen zwüsclieut
1392 :i77
Die riere sint üborkomcn der stucke, die hie nochgeschriben gtot. und duiiekel
sie fd\ and oütze siu und isi das mit Dämmen: her Cfintze Geistbottzheim, BthtoU
von Roszheim, Werlin Schöpfelin und Rfilman Voltze. daz hant ouch meister and rol
also erkant. actum feria quarta ante Thome apostoli anno 92, #<«>. «.
5 [1] Zu dem ersten daz man zwo schiltwahten mähte, eine vor milternaht anvinge,
so es ehtuwe slüge und die umb rittent, untz das es eins slüge und die ander schill-
wahte, von dem das SB eins slüge, nutz daz es dagete, und) rittent. und weller von
in funden wurde, er wer kunstofeler oder antwergman, der mit wacbete oder hnte oder
mil do were, daz es denne dieselben, die also uinbrillenl uml es eiuplündont bi der
i» tage zil zu slunt dar noch dem ammanmeister und dein rote verkantest bi den
eiden, die sij der stette geton hant. und daz men ouch ein pene dar uf satte, woller
Bes also verbreche, daz der bessert, wie es der rot crkanle, und mit varen zu lossen,
so würde deste bas gehütet und ist die pene 5 sol.
[2] Item daz alle, die an den toren und porten ligent dag und naht oder ufTe den
'» turnen, das die verswürent alle spil.
|:;| Item und swurent nieman us noch in zu lossende, er helle denne sin Wortzeichen
oder kantent in denne oder wer heimisch, wenne vil lüt es do her usz oder in ist
gegangen one Wortzeichen und ungefroget. frogete meu es aber an ohne tor und
hiesefa ime sin Wortzeichen, hette er denne keis, so ging es an einander tor, da men
20 es mit frogete.
[■1] Item und dar zii swürenl zu hutende, zu wachende und daz beste und daz
wegeste zii tünde, also verre sü kundent und mohtent und bi iren porten zii blibende
an alle geverde und daz holz, daz in gegeben wurde, zu oueze zu rerbämende.
[5] Item sü duhte ouch gut, daz men unter den swi bogen an der steinen brücken
-:> under her Heiszen türlin ein gatter mähte oder es sus verslüge.
[P>] Item daz men vor den bedecketen brücken' versluge mit dicken tuen oder mit
zweigelingen, wenne es sorglich were, kerne ein gefröste, do wil der ammanmeister
einen dargeben.
[7] Item von Closener wegen, der do ist an dem schiffe bi sant Stephans brücke,
3» do ist den vieren fiirkomen, daz er mit nütze do sü. daz sol men dem rote verkünden.
do wil der ammanmeister einen geben.
[8] Item sü duhte gut, daz men an Nopen stai an den Wissenturn ein andern
dete, Hügelin von Sehsselsheim.
[9] Item daz men den nuwen turn hünder den .lohansern decke und büne, daz men
du uffe gehüten müge.
[10] Item von der bedecketen brücken wegen, do sol man dem rote sagen, daz die
tilen umb und umb abe brichet, daz men daz wider mahle. actum feria tertia
proxima ante Thome aposloli a. d. 1U92.
Str. St. A. G. U. P. lad. 20 nr. 2. Papier streifen, davor eine Aufrüstung dess. Datum*.
dem wissen turne und dem wighuso wider Künigeshofen; men brach ouoti das dorf zu Künigoshofen
gerwe abe und mähte acker und velt do, do vor hüser attindont. — Ebenda S. 785 wird erzählt, daß
Thomas und Claus von Orostcin als Anhänger des Bischofs aus der Stc it verbannt wurden . . . über
das engelscho mer, do sü soltent ir leben Hissen.
378
1392
705. Aufrüstung der städtischen Mannschaften.
[1392.]
Dis ist die constofel in Spette r g a sse.
Item hern Zörnelin von Biilach ritter.* i
Item der Kurtze von Kageneck ritter. *
„ juncher Dietterich Burggrofe.*
„ her Hug Tütscheman.*
„ juncher Claus Humbreht.
Berwig Rotenburg.*
Behtolt von Roszheim.*
Hügelin Zorn, hern Hüg Zornes seligen sün.*
Ber von Heilgenstein.*
Johans Schilt der junge.f
Lawelin Clobeloch zum güldin.*
Claus Nope und Wilhelm sin sün.*
Reinbolt Zorn uffe Rinecke.*
Götze von Heilgen stein.*
Johans Rudolf von Endingen.*
Johans Clobeloch genant Ytel Clobeloch.*
Wilhelm Clobeloch sin brüder.*
Johans Clobeloch zum güldin.f
Peterman Clobeloch zum guldin sin brüder.*
der juncher Clobeloch.
juncher Cünrot Merswin.*
Wilhelm Twinger.*
Rülin Rebstock.*
Dietterich Rebstock sin brüder.*
Gosse Burggrofe juncher Dietteriches sün.*
Johans Tütscheman hern Huges sün.*
Lienhart Hüter.*
Gosse von Mulnheim hern Walthers seligen sun.f
Heitzeman Gürteler. f
Hesseman Erlin.*
Cünin Hans von Westhofen.
M
25
23 zu füsz
und 4 zu rosz
2 an die porten ( 322 ss
27 guter
1 * bedeutet, daß der Betreffende zu Fuß, f daß er zu Roß dient. Im Original ist für ersteres
ein wagerechter Strich, für letzteres ein Kreuz beigefügt.
2 Die Zahlen der Summierungen sind ohne Bücksicht auf ihre Richtigkeit genau nach der Vorlage 40
gegeben.
1392 379
Dis ist die constofel zu santte Thoman.
Item her Wetzel Marssiliis ritter, * her Hetze] Marx ritter.*
„ her Johans Schilt.
„ „ Reinbolt Hüffelin der eilter.*
•■> „ „ Reinbolt Wetzel.*
„ juncher Heitzeman Wetzel.*
„ „ Thoman Lentzelin der huter.
„ juncher Rülin Lentzelin sin brüder.*
„ „ Johans Spiegel.*
10 „ „ Johans Rertsche.*
„ „ Reinbolt Clobeloch.f
„ „ Hetzel Clobeloch sin brüder.*
„ „ Cüntzelin von Gödertheim*
„ „ Johans von Tygesheim.*
15 „ „ Werlin Hüffelin.*
„ „ Claus von Westhus.*
„ „ Johans Lentzelins juncher Thomans sün.*
„ „ Diebolt von Dambach Hessen seligen sün von Tanbach.*
„ „ Clein Rülin Lentzelin.
m „ „ Johans Lentzelin sin brüder.*
„ „ Wetzel Broger.*
„ „ Hügelin Völtsche.f
„ „ Johans Achenheim juncher Claus seligen sün von Achenheim.*
„ „ Johans Rosenberg von Mülnheim.*
■ „ „ Fritsche von Heilgenstein zürn Rosse.
„ Walther Spiegel juncher Johans Spiegels sün.
„ Grosz Claus Rebstock.f
„ juncher Walther Erlin.
„ „ Walther von Mulnheim.f
so „ „ Götze von Rümelnheim.
„ „ Wilhelm von Rümelnheim sin sün.
„ die zwene Elleherte gebrüder bi juncher Cünrot Müller in dem huse.
18 zu füsz
18 zu hisz
, . ,. 10 an die porten } 'Xi,
und t zu rosz r
22 guter
Dis ist die constofel an der Öberstrosze
Item her Claus Berer* und sin sün, her Johans Buman.
„ juncher Claus Rösselin.*
„ „ Hans Berer. *
„ „ Päwelin Mosung. f
„ „ Johans Mosung sin sun. f
380 1392
Item juncher Walther von Mulnheim dez burggrafen seligen si'in.*
„ „ Johans von Mulnheim. f
„ „ Peterman von Mulnheim gebrüder. *
„ „ Claus Gnipping. *
„ „ Claus Brünlin. * .<>
„ „ Cüntzelin Pfaffenlap. *
„ „ Johans Pfaffenlap sin brüder.*
„ „ Heinrich Peterlin von Molsheim*
„ „ Cüntze Krebsser.
„ „ Reinbolt Föltsche. * 10
„ „ Walther Völtsche sin brüder. *
„ Hetzel Rebstock zürn bilde.
,, juncher Walther Völtsche frowe Grede Wetzelin sun.*
„ Johans Völtsche sin brüder pfründener zürn Münster.
„ „ Peter Swarber. 15
„ „ Cüntze zur Megde.
„ „ Burghart Meiger.
t) BSckelin in Grunewerder gesselin.*
M „ Hug von Sehsselsheim.
n „ Walther von Firdenheim. 20
„ „ Burghart Buman. f
„ „ Walther Buman. f
„ „ Walther Swop. *
„ „ Cüneman Nope. *
15 zu füsz „ ,. , I „.
9 an die porten : 31 »
und 5 zu rosz '
äD güterT"
Dis ist die constofel zum Mülstein' zürn ersten.
Item her Claus Zorn der Lappe.
„ Johans Zorn. * M
„ Heinrich Zorn. *
„ Hügelin Zorn. *
„ her Gosse Engelbreht.
„ Johans Engelbreht. f
„ Wilhelm von Mulnheim. *
„ Böllelin von Mulnheim. f
„ Otteman von Mulnheim. *
„ Reinbolt Hiltebrant. *
„ Rudolf von Vegersheim. *
1 Von hier an von anderer Hand.
l :J92
rwi
Item Groszhans Hiltcbiant. *
llngelin Schop.*
Johans Junge. *
Blüinenowe. *
her Johans Bog der eilter.*
her Johans Bog der junge.*
her Claus Bog.*
Grosz Ulrich Bog.*
Clein Ulrich Bog.*
Peter Bog.*
Peter Böckelin. f
Bernhart Böckelin. f
her Wernher Sturm.
Henselin Sturm.
Hugelin Sturm.
Göselin Sturm syne sune. f
Gosse Sturm der alte.
Gosse Sturm von Vegersheim sin sün.*
Langhügelin Sturm*
Johans von Sturmecke.*
Gosse sin brüder.
Lauwelin von Wintertur.
Henselin sin sön.*
Walther Wintertur der alte.*
Walther sin sun. *
Walther Wintertur Geiler. *
Glausman sin brüder.
Clein Henselin Wintertur.
Claus Bühssener.
Gosse Rebestock.*
Jacob von Diemeringen, f
Claus sin bri'ider.*
Alexius Closeman.*
Burekart von Roszheim.*
Peter von Geidertheim.*
Hannemann sin bri'ider.*
Claus Pl'ettensheim.*
Herman Ritter.*
32 zu füsz
und 6 zu rosz
J58
1 1 an die porten
382
1392
Dis sint die ph äffen.
Zum ersten.
Item der sehülmeyster.
„ her Johans Zellehans der schaffener.
„ her Andres Röyte.
,, der junge Dieffendal.
„ meyster Johans von Hagenöwe.
„ „ Johans von Sahssen.
„ „ Eberhart von Nürenberg.
„ „ Johans von Döchendorf.
„ her Ulrich Kentziger.
„ der junge Virnekorn.
„ Symunt der Besemer.
Dis sint die constofeler in der constofeln z ü sant Nyclause
über B r u s c h.
Item zum ersten hern Thoman von Endingen ritter.*
hern Claus von Heilgenstein der meister *
und Friderich sin sun.*
Peterman zum Riet.*
Mulnheim Han kircherre zii Vessenheim.*
Clein Zörnelin.*
Lauwelin Kurnagel.*
Claus von Heilgenstein der junge,* Thoman* und Hans* sine brüdere.
Johans von Wolkesheim, Heinrich * und Joseph sine süne.
Hügelin von Heilgenstein.
Gosse Clobelöch Hüter.
Nauwer.
Reimbolt Spender ,f
her Johans Clobelöch.*
Billung zu der Megede.*
Höwensteinf und sin sun.
Cüntze zu der Megede und Claus f sin sun.
Hanz von Wintertur.
Hans von Marckoltzheim.*
Cüntze von Markoltzheim * und Keiser* sin brüder.
Claus von Dambach.*
Pfettensheim.f
Gosse Sturm.*
Thoman zii der Megede.f
Hesse Pfaffenlap der burggrave * und Cleinhenselin sin briider*
Cüntzelin Pfaffenlap.*
1392
888
Item Rüstelin.f
„ Sigelin von Ehenheim.*
„ Hug Meinrich.
„ Reimbult Hüffelin der lange.*
23 zft füsz.
und 6 zu rosz.
28 guter.
(i an die porten j 39.
Die constofel zu sant Peter.'
Item juncher Wölfelin von Hochfeldin.
„ Erbe von Bulfeszheim.
„ Reinbolt Snesze.
her Lyenhart Zorn.*
juncher Johans Löselin.
her Swartzgötze von Grostein.
i5 „ der lange Hans Swarber.*
juncher Reinbolt Eppficher.*
„ Friderich Mansze.*
„ Claus Zorn.*
„ Rudolf von Büetenheim.*
„ Dietterich von Küngeszheim.
„ Schochman Laier.*
„ Reinbolt Surer.*
her Burekart von Mülnheim.*
juncher Heinrich von Mülnheim .*
„ Burekart von Mülnheim.*
„ Peterman von Dürnungen.*
„ Hanneman Rlüemelin.*
„ Lütolt von Mülnheim.f
„ Johans von Mülnheim.f
„ Reinbolt von Mülnheim.
der von Girbaden.
juncher Reinbolt Lappe.f
„ Cime von Rimelnheim.*
her Rülman Swarber.*
juncher Adam Löselin.f
„ Reinbolt Swarber.*
„ Blümenöwe.*
her Hug Klette.
Friderich Klette.*
1 Von hier an eine dritte llctwl.
VI.
49
3U
1392
»
Item juneher Reinbolt zum Trübel.f
„ „ Claus Junge.*
„ Lauwelin Junge.*
„ Johans Swarber in Kirchgasze.f
„ Heinrich Swarber.f
der wisze Zorn.*
juneher Diebolt Zorn.*
„ Claus Schultheisze.*
„ Claus Swarber.
Romer Heitze.
»
22 zu füsz.
und 7 zu ritende.
7 under die dor
}«•
29 guter.
Dis sint die personen in der kunstofel vor dem Münster.
Item
her Örtelin Mansze.*
Lawel Blenkelin.*
Lawel Blenckelins sun.
Lawel Kristion.
Hans Kristion.*
Hesseman Hesse.*
Heinrich Hesse sin sun.*
Hans Hesse sin sun.*
her Johans Berlin.*
Gosse von Kagenecke.f
her Obrecht Mansze.f
Simunt Wetzel*
Böldel Mansze.*
Hans von Mülnheim von Eppfiche.f
Hans von Wasselnheim.*
Hans Hesse zum Hawart*
her Ulrich Bock.*
Simunt Büssener.*
her Heinrich von Mülnheim*
Reinhart von Mülnheim sin sun.f
Hans von Ramstein.*
Hans Rebstock.*
Peterman Rebstock. f
her Heitze von Mülnheim.
hern Heitzen sun von Mülnheim.
der von SchSnecke sun under der loben.*
her Reinbolt Hüffelin.f
15
20
26
30
35
40
1392
Item die zwen jungen von Schönecke.*
lleilzman von Rechberg.*
Hensel zürn Trubel.
sin brüder der junge.
Küne Mansze.*
Hensz Mansze sin sun.*
Cläs Mansze.f
her Johans von Kagenecke.*
Herman Wirich.*
her Johans von*Stille.*
Ulrich von Stille sin sun.f
Eberlin Kristion.*
Johans Schöne Mansze.f
Panfelin.*
Reinbolt Schiltikeim.*
Erbe Löselin.*
Hans Ingelbrecht der alte.
Hensel Ingelbrecht der junge.*
Mürsel Berlin.
Ulrich Löselin.*
Wilhelm Gürteler.
Peter Blumlin.f
Pfettesheim,*
Reinbolt Rebstock.
Bernhart Löselin.*
Hügelin Ripelin.*
Hans Peterlin.*
Bernhart von Matzenheim.f
Hügelin von Ehenheim.
Hanseman Sturm.
Heitzeman Russer.*
Küntzel Russer.
Werlin Störkelin.f
Henselin von Ehenheim.*
Lawelin zdr Birken*
Küntzel Löselin.
Ileitzel Masenu'inster.
Friderich von Ochsenstein.*
Frantze in sant Anthonien hof*
Hesseman Broger.*
Bülin Stöibe Hase.
Friderich von Hochfelden.f
her Hügel der artzot.
1392
Item Betschelin von Rosheim.
„ Werlin von Halle.f
„ Friderich von Hochfelden.1
39 zu fusz.
und 14 zu rosz.
53 guter.
17 under die porten
70.
i
Die constofel am Holwige.*
Item juncher Hug Süesse.
„ her Götze von Grostein.
„ juncher Ulrich Löselin.f 10
„ „ Wilhelm zum Riet.f
„ „ Behtolt zürn Riet.f
„ her Johans von Wickersheim.*
„ her Hanneman von Wickersheim*
„ juncher Cunrot von Wickersheim. 15
„ „ Cöntzeman Rebestok.*
„ „ Werlin Leiterberg.*
„ „ Cüntze Lentzelin.*
„ „ Frantze Lentzelin*
„ her Johans Tützman. 20
„ juncher Johans Tützman.*
„ „ Arbegast Tützman.*
„ „ Ludewig von Wickersheim.f
„ „ Friderich von Duntzenheim.
„ „ Peterman von Duntzenheim. 25
„ „ Richenberg.
>)
Lauwelin Rebestok.
9 zu füsz. n , ,. . ) nn
6 under die porten l 20.
und 4 zu rosz.
13 guter.
Summa 08 an die porten von den constofeln.
Die brotbeckere 31.
„ würte 80.
„ goltsmide und schiltere 54.
„ gerwere 32.
„ schiflüte 120.
1 Diese beiden letzten Namen und die Summierung sind von anderer Hand hinzugefügt.
2 Beginnt wieder eine andere Hand; Summierung von anderer Hand.
1392 387
Die schüchsütere 80.
„ wagenere 28.
„ smide 42.
„ koffere 70.
„ schifzimberlüte 14.
„ vaszzieher 8.
„ grempper und seiler 80.
„ winsticher und underkofler 37.
„ zimberlüte 41.
io „ scherer und bader 24.
„ kornlüte 50.
„ kremere 100.
„ webere 31.
„ snidere 90.
a „ murere 32.
„ gartenere 110 man.
„ B<zmitter 19.
„ kürsenere 37.
„ oleylüte, duchscherere, müllere 20.
20 „ metziger 00.
„ vischer 60.
„ tücher 40.
„ winrufler und winmessere 60.
Von den constofeln 230.
as Gedenckent an die werg und die boler.
Str. St. A. G. D. P. lad. 20 nr. 2. l'apierstreifen von 3'/, Meter Länge, zusammengenäht
aus einzelnen von verschiedenen Händen beschriebenen Blättern.
?()(). Aufrüstung und Aufstellung der städtischen Mannschaften.
[1302.]
I.
Dis teil solsin zu rosz by Conen Item her Cünrat Armbroster
von Kolbotzheim und sollent dise
hie nochgeschribene by ime sin, die
ime zi'i gegeben sint. und sollent die
der stette venlin by in haben:
Zinn ersten her Lienhart Zorn genant
Schultheisz ritter der vier meister einre.
Reinbolt Spender.
Hans Swarber in Kirchgasze.
Cünrat Müller, [gestr.]
Lütolt von Mülnheim.
herr Reinbolt Hüflelin.
Hans Swarber in Kirchgasse.
Item her Obrecht Mansze. [gestr.] ' Dise wartent alle ufl* die baner
heft, in dem die Liste steht, ein Blatt mit einer die Aufrüstung betreffende Verordnung von 1397 etn-
*o gelteftet ist. Vgl. dieselbe unter 20. August 1397.
388 1392
Item von der cunstofel Sant Peter. „ Rüstelin.
Item her Lienhart Zorn genant Schultheiss und Clausman zur Megde
ritter.
„ Hans Swarber in Kirchgasse.
„ Heinrich Swarber sin sun. \jjeslr.\
„ Lütolt von Mülnheim.
„ Lütolt Hans sin sun.
„ Reimbolt Lappe.
„ Adam Löselin.
„ Reimbolt zu Trubel.
[Summa] 8
[Summa] 6.
Von der constofel in Spettergasze.
Item Johans Schilt.
„ Hans Klobelöch zum Güldin.
„ Gosze von Mülnheim.
und Heitzeman Gürteler.
[Summa] 4.
Item von der cunstofel vor
dem Münster.
Item her Reinbolt _Hüffelin ritter.
„ Obreht Mansze. [gestr.]
„ Gosze von Kagenecke.
„ Hans von Mülnheim vonEpfiche.f^e^r.]
„ Reinhart von Mülnheim.
„ Claus Mansze.
„ Peterman Rebestock.
o
„ Ulrich von Stille.
„ Johans Schömansze.
„ Peter Blumelin. [gestr.]
„ Bernhart von Matzenheim.
„ Werlin Störckelin.
,. Werlin von Halbe
und Friderich von Hochfelden.
[Summa] 14.
Von der cunstofel in Kalbesgasze.
Item Hans Engelbreht. [gestr.]
„ Böllelin von Mulheim, [gestr.]
„ Peter Böckelin. [gestr.]
„ Bernhart Böckelin.
„ Gösselin Sturm, [gestr.]
und Jacop von Diemeringen.
[Summa] 6.
Von der cunstofel Sant Niclause.
Item Reinbolt Spender.
„ Thoman zur Megde.
„ Pfettensheim. [gestr.]
„ Obreht von Höwenstein. [gestr.]
Von der cunstofel Sant Thoman. io
Item Reinbolt Klobelöch.
„ Hügelin Völtsche.
„ Claus Rebestock.
und Walther von Mülnheim.
[Summa] 4. is
Von der cunstofel an der Ober-
strosze.
Item Paulin Mosung. [gestr.]
„ sin sun. [gestr.]
„ Hans von Mülnheim. [gestr.]. i0
„ Bürckelin Buman.
„ Walther Buman.
[Summa] 5.
Von der constofel am Holwige.
Item her Wilhelm zum Riet.
„ Berchtolt zum Riet sin sun.
„ Ulrich Löselin.
„ Ludewig von Wickersheim.
[Summa] 4.
Von den schiflüten.
Item Henselin Lunbart.
„ Nellesheim.
„ Ellenheim Lawelin.
„ Claus Bernaltzwilre.
„ Hans von Burgheim.
und Rüfelin Wahsicher.
[Summa] 6.
H
Von den kremern
Item Claus Barpfennig.
„ Heinrich Karle. [ffeslr.]
„ Läwelin Voltze. [ffeslr.]
„ Cüntzelin von Rotwilre.
„ Hans Kriese.
„ schaffener Cüntzelin.
„ Claus 01er.
„ Meyenberg.
„ Stengelin.
„ Leppichin. [ffeslr.]
1392
Von den goltsmiden und schiltern.
Item her Cünrat Armbroster.
„ Jacob Fryburger.
und Hans Kämmerer.
[Summa] 3.
Von den saltzmüttern.
Item Werlin Güldin Schaf.
[Summa] 1.
Von den kornlüten.
Von den wurten.
Item Marx Hüter.'
„ Fritscheman z&m Hörne.
„ Otteman z&m Slnssel.
„ Hügelin zu Grünenberg
und Cüntzelin Pfettensheim.
[Summa] 5.
Die metzigere sollent uszrihten.
Item Wilhelm Heitzelin.
„ Peter Museler.
„ Henselin Betscholt.
„ Wilhelm von Berse.
[Summa] 4.
Die tüchere sollent uszrihten.
Item des Heilmans sun.
„ Verwer Henselin.
und Gerhart Henselin.
[Summa] ,'i.
[Summa] 10. Item Cünrat Müller, [ffeslr.]
„ Cüntzelin Kesselring.
[Summa] 2.
Von den seilern und gremppern.
Item Tüfel Läwelin.
„ Jeckelin, der Riffen kneht waz.
[Summa] 2.
Von den kürsenern.
Item der junge Münchelin.
[Summa] 1.
Von den winstichern.
Item gebur Claus.
Von den düchscherer n.
Item des Armbrosters dohterman.
[Summa] 1.
Item und alle andere soldernere und
(licnere,sie sient mitglefen oder einspennig.
Dis ist das anderteil, und sint
zu füsz.
Zu dem ersten her Claus von Heil-
»5 genstein der meister, der sol haben die
grosze unserre frawen baner. by dem
sollent sin, die ime zu gegeben sint.
Item her Thoman von Endingen ritter.
„ Johans Bock von Bockenheim [ffeslr.]
„ her Wilhelm Metziger.
„ her Heitzeman Lymer.
II.
rittere.
Und dise cunstofel von der
cunstofel vor dem Münster.
Item her Heitz von Mülnheim ritter.
„ Heitzelin.
„ Johans von Kagenecke. I
«
Ortelin Mansze.
Läwelin Blenckelin.
Läwelin Kristion der eilter.
Hesseman Hesse.
Heinrich Hesse sin sun.
390
Hans Hesse sin sun.
Johans Berlin.
Symunt Wetzel.
Böldel Mansze.
Hans von Waszelnheim.
Hans Hesse zürn Hawart.
her Heinrich von Mülnheim in Brant-
gasze.
Heinrich von Mülnheim von Lan-
desberg.
„ Berchtolt Zorn ritter.
Ulrich Bock.
Symunt Buhsener.
Hans von Bamstein. [gestr.]
Hans Bebestock.
Hans von Schönecke under der lo-
ben, [gestr]
Wilhelms seligen sun von Schönecke
der eilteste.
Heitzeman von Bechberg.
Cüne Mansze.
Henselin Mansze sin sun.
Herman Wirich.
Eberlin Cristion.
Panffelin.
Beinbolt Schiltikeim.
Erbe Löselin.
Hans Ingelbreht der junge.
O
Ulrich Löselin.
Pfettensheim.
Bernhart Löselin.
Hügelin Bippelin.
Hans Peterlin. [gestr.]
Heitzeman Buffer, [gestr.]
Henselin von Ehenheim.
Läwelin zur Birken.
Friderich von Ochsenstein.
Frantze in sante Anthonienhof.
Hesseman Brager.
[Summa] 49.
1392
Von der cunstofel sant Niclause.
Zürn ersten her Thoman von En-
dingen.
Item Hans Biidolf sin sun usz Spettergasze.
her Friderich von Heilgenstein.
Peterman zu Biet.
Mülhan(!) der kirchherre.
Klein-Zörnelin.
Läwelin Kurnagel.
Claus von Heilgenstein der junge.
Thoman von Heilgenstein.
Hans von Heilgenstein sin brüder.
Heinrich von Wolkensheim. [gestr.]
Johans Klobelöch.
Billung zur Megde.
Hans von Marckoltzheim. j
Cüntze von Marckoltzheim. \ [gestr.]
Keyser von Marckoltzheim. ]
Claus von Dambach, [gestr.]
Gosse Sturm, [gestr.]
Hesse Pfaffenlap der burggrofe.
Kleinhenselin Pfaffenlap sin brüder.
Cüntzelin Pfaffenlap.
Sygelin von Ehenheim.
Beinbolt Hüffelin der lange.
[Summa] 22.
Und darzü von den antwercken
von iedem antwercke, alz vil
hie nochgeschriben stot.
Item von den küffern 70 man.
vaszziehern 8 man.
gremppern und seilern 80.
winstichern 37 man.
zimberlüten 41 man.
seherern und badern 24.
kornlüten 50 man.
kremern 100 man.
wövern 31 man.
metzigern 40 man.
tüchern 40 man.
alle bereit gewoffent und erzüget mit iren
beingewanden.
30
1392
■ M
[Lücke]
Von den kremern Rülman Voltze und Ru-
dolf Voltzen.
„ „ taetzigera Hüller.
o
„ „ kornlüten Ulrich Hünrer.
Item schaffener Blochholtz.
Drse zwölfe sollent gen vor des
meister baner.
Item Symunt Wetzel.
„ Heitzeman von Reehberg.
„ Hennan Wirich.
„ Erbe L6selin.
„ Läwelin zur Birken.
„ Friderich von Ohsenstein.
„ Hans von Marckoltzheim. [f/eslr.]
„ Reinbolt Huffelin der lange.
Rülman Voltze.
Item Rudolf sin vetter.
„ Hüller der metziger.
„ Ulrich Hünrer.
So süllent dise nebent dem
meister und der baner ston.
Item uff der rehten siten:
„ Joh. von Wickersheim und sin sun
rittere.
„ her Thoman von Endingen.
„ Johans Bock von Bockenstein.
„ her Wilhelm Metziger.
Item uff der linken siten:
„ her Johans von Stille, [pestr.]
„ „ ürtelin Mansze.
„ „ Heitzeman Lymer.
„ Blochholtz der alte.
III.
Dis ist das dirte teil, und sint
zu f ü s z.
/üiii ersten her Claus Bock der vier
meister einre (der sol haben), by dem sollent
sin, die ime zu gegeben sint.
Item her Burekart von Mülnheim ritter.
„ Reinbolt Huffelin der alte
und her Heitzeman Kranich.
Unde dise cunstofeler von der
cunstofel Sant Peter.
Itcin der lange Hans Swarber.
„ Reinbolt Eplicher.
„ Friderich Mansze.
„ Claus Zorn.
„ Rudolf von Bütenheim.
,, Dielherich von Künigeshcini.
„ Schochman Maler.
„ Reinbolf Surer.
„ her Burkart von Mülnheim.
„ Heinrich I
., , \ sine sune.
„ Burekart J
„ Reterman von Dürningen. [t/cs/r.]
„ Hanneman Blümelin. [geslr.]
„ Cüne von Rümelnheim. [geslr.]
„ her RCilman Swarber.
„ Reinbolt Swarber.
„ Bliunenöwe.
„ Friderich Klette.
„ Claus Junge.
„ Läwelin Junge.
„ Claus Zorn Schultheiss.
[Sumina] 22.
Von der cunstofel in Kalbesgasze.
Itcni Hans Zorn von Eckerich.
„ Heinrich Zorn sin brüder.
„ Hügelin Zorn Heilant.
„ Wilhelm von Mülnheim.
„ Otteman von Mülnheim.
„ Reinbolt Ililtebrant.
„ Rudolf von Vegersheim. [geslr.]
.. (iroszhans Ililtebrant. \je$tr.]
„ Hügelin Schöp. [geslr.]
„ Johans Junge.
„ Blünienowe. [i/eatr.]
VI.
50
392
Item
1392
Grosz-Ulrich Bock.
Klein-Ulrich Bock.
Peter Bock.
Peter Bock.
Gosze Sturm von Vegersheim.
Lang-Hügelin Sturm.
Hans Sturm von Sturmecke.
Henselin Läwelins sun von Wintertur.
Walther Wintertur der alte.
Walther sin sun.
Walther Geiler.
Gosze Bebestock.
Claus von Diemeringen.
Alexius Closeman.
Burekart von Boszheim.
Peter von Gödertheim.
Hanneman sin brüder.
Claus Pfettensheim.
Herman Bitter.
[Summa] 3ü.
Von der cunstofel am Holwige.
Item her Johans von Wickersheim rittere
[geslr.]
„ „ Hanneman sin sun rittere. [yeslr.]
„ Cüntzeman Bebestock.
„ Werlin Leiterberg.
„ Cüntze Lentzelin.
„ Frantze Lentzelin.
„ Johans Tütschman.
„ Arbegast Dütscheman gebrudere.
[r/estr.]
„ Friderich von Duntzenheim.
[Summa] 8.
n "
Item von den schüchsütern 80.
„ „ „ wagenern 28 man.
„ „ „ smiden 42.
scliifzimberlüten 14.
saltzmiillern 19.
[leerer Raum]
Item Ürich Gosze.
„ Anshelm von LSselin kneht.
„ Cunen Hans von den gerwern.
Dise sollent vor der baner gen, die
hern Claus Bocke empfolhen ist.
Item Büdolf von Butenheim, [ffestr.]
„ Schochman Maler.
„ Hans
„ Heinrich
„ Beinbolt Hiltebrant von Mülnheim.
„ Hügelin Schöp.
„ Grosz Ulrich Bock.
„ Lang-Hügelin Sturm.
,, Gosze Bebestock.
„ Cuntze
„ und Frantze
„ Ulrich Gosze.
„ Conen Hans der gerwer.
Zorne von Eckerich.
Lentzelin gebrüdere.
So süllent dise nebent hern Claus 25
Bocke und der baner uff der
rehten s i ten s ton.
Item her Burkart von Mülnheim ritter.
„ Beinbolt Hüffelin der eilter.
„ Heintzeman Kranich. m
So sint dise von den antwerken.
So süllent dise uff der linken
siten s ton.
Item von den brotbeckern 31.
„ „ „ würten 80.
„ „ „ goltsmiden und schiltern 14. Item her Bülman Swarber ritter.
„ „ ,, gervern 'A2. „ Peter Bock.
„ „ „ schiflüten 120. und Anselm Spirer.
1392
:t<K!
IV.
[)is
ist das vier de
s ii 1 1 e n t sin zu
rittere.
teil, und
f i'isz.
Zum ersten bei Bietherich Burggrafen
der vier meister einre (der sol haben), by
dem Bollent sin, die ime zu gegeben sint.
Item her .lohans Wiszzorn und her Adam
Zorn.
„ Reinheit Wetzel.
„ und her Heitzeman Lymer. [f/cilr.]1
„ Diebolt Zorn von sant Peter.
Von der constofel in Spettergasze.
Item her Zörnolin von Bulach
,, her Johans von Kagenecke
.. Hug Dütscheman.
Herwig Rotemburg.
Becbtold von Rosheim.
Hügelin von Zorn her Hug Zornes
seligen sun.
der von Heilgenstein.
Läwelin Klobelöeh zum Guldin.
Claus Nosse.
Wilhelm sin, sun.
Reinbolt Zorn ufT Rinecke.
Götze von Heilgenstein.
Ytel Klobelöeh 1
Wilhelm Klobelöeh f ^brüdere-
Pelorman Klobelöeh zürn Güldin.
Wilhelm Twinger.
Rulin Rebestoek
Dietherich Rebestock
Grosze Hurggrafe.
Hans Dütschman.
Licnharl Hüter.
(los/.c von Mülnheim. [gestr.]
Hesseman Erlin.
[Summa] iJ.'i.
gebrudere.
Von der constofel sant Thoman.
Item her Wetzel Marsilis ritter.
,, Reinbolt Wetzel.
„ Heitzeman Wetzel.
„ Rulin Lentzelin der eilter.
„ Johans Spiegel.
„ Johans Hertsche.
„ Hetzel Klobelöeh.
„ Güntzelin von Gödertheim. [yestr.]
„ Johans von Tygesheim.
„ Werlin Hüffelin.
„ Claus von Westhusz
„ Johans Lentzelin Thomans sun.
„ Diebolt von Dambach.
„ Johans Lentzelin Klein Rülinsbrüder.
„ Wetzel Brager.
„ Johans von Achenheim.
„ Johans Rosenberg von Mülnheim.
[ffesir.]
[Summa] IS.
Von der Gunstofel an der Ober-
strosze
Item Claus Berer und sin sun.
„ Claus Rösselin.
„ Hans Berer. [gestr.]
„ Faulin Mosung. \//eslr.]
Johans Mosung sin sun. [//eslr.]
Walther von Mülheim des burg-
grafen seligen sun.
Hans von Miilnheimsin bröder.L/«ff\]
Peterman von Mülnheim sin bri'ider.
Claus Gnipping.
Claus Brünlin.
Güntzelin PI'afTcnlap. [gestr.]
Johans Pfaffenlap sin brüder.
Heinrich Peterlin von Mollesheim.
Reinbolt Völtsche.
1 Darüber ist geschrieben aber ebenfalls wieder durchstrichen: Hanseman Peyer.
394
Item Walther Völtsche
sun.
„ Swartz Böckelin.
„ Walther Swop.
„ Cüneman Noppe.
1392
frowen Greden
[Summa] 15.
So sint von den ant werken.
Item die snidere 90 man.
„ „ murere 32 man.
„ „ gartenere 110 man.
„ „ kürsenere 37 man.
„ „ oleylüte, duchscherere und mid-
iere 20.
„ ' „ vischere 40 man.
alle wol erzöget und bereit.
Hug zum Stösse.
Cuntzeman Merckwilre.
[Lücke]
Der von Wickersheim und her Wil-
helm Metziger, dise sollent daz volk stellen.
Dise solvent riten hinder dem
volke und das volk anschryen
und anrüffen, ebe deheinre
wencken wolte.
Item her Wernher Sturm.
„ schaffener Blochholtz. [geslr.]
„ der jungher Klobelöch.
Gosze Sturm.
Reinbolt Süsze.
Wernher Schöpfelin.
»
Dise sollent vor der baner gon, ,
die her Dietherich Burggrofe
het.
Item Berchtolt von Roszheim.
„ Ber von Heilgenstein. »
„ Itel Klobelöch.
„ Wilhelm Klobelöch.
„ Hetzel Klobelöch.
„ Claus Rösselin.
„ Walther von Mülnheim des bürg- io
grafen seligen sun.
„ Claus Gnipping.
„ Heinrich Pellin von Mollesheim.
„ Diebolt Zorn.
,, Hug zürn Stoffe. '»
„ Cuntzeman Merckwilre.
So süllentdise nebent hern Diethe-
rich Burggrafen und der baner
uff der rehten ston.
Item her Johans Wiszzorn ritter.
„ Beinbolt Wetzel.
„ Hanseman Peyer.
So süllent dise uff der linken
siten ston.
Item her Zörnelin von Bftlach ritter. [geslr.] 25
„ ,, Johans von Kagenecke
.. Wetzel Marsilis
rittere.
So sullent in der stat bliben
by dem ammanmeister.
Her Gosz Engelbreht
., Heitz von Mülnheim
rittere.
Str. St. A. G. U. P. lad. 20. nr. 7. schmales Papierheft, undatiert, doch das Jahr 1392
ergiebt sich aus den vorkommenden Namen der Stettmeister.
707. Friedensvertrag zwischen König Wenzel, dem Bischof von Straßburg und
ihren Verbündeten einerseits und der Stadt Straßburg anderseits. ^
Betlern 1393 Januar 1.
Wir Wenczlaw von gotes gnaden romischer kunig czu allen czeiten merer des
reichs und kunig zu Beheim bekennen und tun kunt offenlichen mit diesem brive
1393 395
allen den, die in sehen oder hören lesen, das wir mit rate fursten, geistlicher und
werntlicher, herren, graven, freyen und andern des heiligen reichs getrewen unsern
reten usgetragen haben und zurate worden sein, das alle czweitracht und krige, als
sich c/.wischcn uns, den fursten und herren, unsern und des reichs getrewen an
5 einem teile und dem meister, ra,te und burgern gmeinlichen der stat zu Strassburg
an detri andern Icile vorlawffen haben, durch gemeines nuczes und frides willen
»beyde unserr und des reichs fursten und herren lande und leute hingelegt und ab-
getan haben, das sie gerichtet werden in aller massen, als hernach geschriben stet :
Czum ersten sullen wir die von Strassburg us der acht und aberacht lassen
io und wollen ouch umb alle vergangen sachen, die sich vorlauffen haben uf diesen
heutigen tag, wie sich die vorlauffen haben, ir gnediger herre sein und wollen in
»ouch die brive heissen geben vor dem recht, das do czu Hagenowe sein sol, als
hernach geschriben stet, item was ouch die fursten, herren und die stat zu Strass-
burg freyheiden, brive, gerichte und gute gewonheid redlichen herbracht haben, es
,5 sey umb schulde, leipgedinge, pfantgute oder widerkawffen, dobey sol iglichs teil
bleiben und sullen ouch uf beydeseyte bey allen iren briven und hantvesten, die sie
von unsern vorfaren an dem reiche und uns oder yemanden anders redlichen er-
worben und herbracht haben, geruhlichen bleiben, item es sullen ouch alle sachen,
die sich vorlauffen haben in dem krige czwischen uns und von des reichs wegen,
an andern fursten, herren, rittern und knechten uff ein seyte und den von Strassburg
uff die ander seyte, es sey umb prand, mortt, name oder übergriffe oder worumb
d;is sey, abe und ein vorrihte und vorteydingte sache sein, doch so mag sich der
bischoff von Strassburg und die andern herren, die do beschuldiget sein an iren
eren, als sie sprechen, wol verantwurtten mit dem rechten, ob sie wollen, und des-
v5 gleichen widerumb mugen ouch die von Strasburg tun, ob sie wollen, es sullen ouch
I totsiege, mortt und prand, die vor dem krige und in dem krige geschehen sein von
beyden teilen, wie die geschehen sein oder wie die leute getötet sein oder von wem
die geschehen sein, hindan gesetzt werden an dem rechten und sol kein recht doruber
gesprochen werden, item es sullen ouch alle gefangen uff beide seile, die in dem
so krige oder vor dem krige gefangen sein, ledig sein, es sullen ouch alle schatzunge und
pi'iinlschatzunge, die nicht gefallen sein oder beczalet, abe sein und sullen ouch alle bürgen
ledig sein, inanet aber yemand doruber, der sol die leistunge und scheden, die doruff
geezogen werden, selber geben und usrichten. item wer es, das uff beiden teilen
yemande dem andern sein lute, er sey des kriges oder nicht, eingenomen bette in
i. diesem kriege und vor dem krige und sie genotet, das sie gesworen haben bey ym
izu bleiben, die sullen alle ledig sein und sullen sie die, hinder die sie geezogen sein
und die sie eingenommen haben, unvorezogenüchen ledig lassen, das dieselben leute
wider hinder ire rechten herren kumen und bleiben ungehindert, und sullen die, die
sich der lute undei •wunden hellen, denselben teilten nicht dester gramer noch dester
finder sein, item die fursten, herren, ritter und knechte, die mit uns wider die von
Strassburg in dem krige gewesen sein, was sie zu den von Strassburg zu sprechen
haben, do bescheiden wir in tage umb gen Hagenowe. und sol der edel unser
über uetrewer Bofsiwoy von Swinars lantvogte in Swaben und in Eisassen uf dem-
396 1393
selben tage von unserm teile sein, und dorumb sol in derselbe Borziwoy ein gleich
recht besetzen mit unsers ohmes des hochgeborn Ruprechtes des eitern pfaltzgrafes bey
Reyn und hertzog in Beyern und des von Meinczundanderr fursten uff dem Reyne etc.
oder mit andern erbern herren, rittern und knechten, die in beider seyte gleich sind
und nemlichen, die nicht des kriges und ouch der herren, die der krige angeet, diner «
noch mane sind und die mit dem krige nicht zu schicken haben, do sol in der vor-
genante Borziwoy des rechten gmeinlichen helffen in der weize, als hernach ge-
schriben stet, der bischof von Strasburg, die fursten und herren sollen alle ire an-
sprach acht tage vor dem tage unserm rate und Borsiwoy etc. zu Hagnowe vor-
schriben geben, desselben gleich sollen die von Strasburg ouch tun, was sie zuspräche 10
haben zu dem bischof von Strassburg, fursten und herren, die des kriges sind ouch
beschriben geben uff dieselbe czeite demselben unserm rate und Borsiwoy etc., als
vorgeschriben stet, item was man mit beider parteyen wissen und willen mit der
mynne vorrichten mag, dobey sol es bleiben, was aber mit der mynne nicht vor-
richtet mag werden, es [sie] vil oder wenig, das sie beschriben geben, do sol man »
recht ubersprechen. und was do gefeilet mit dem urteil, wollen wir, das das veste
bleibe und von beiden teilen gehalden werde, item was zuspräche die von Strass-
burg zu rittern und knechten haben, die des kriges gewest sein, und dieselben ritter
und knechte zu den von Strasburg, das sol man ustragen mit fruntschaft oder mit
dem rechten uf gmeinen tagen und vor gmeinen luten. und was also wirdet usge- w
tragen, dobey sol es bleiben, und sol ouch der egenante Borziwoy bey den tegen
sein, ob er wil. wil er aber oder mag zu denselben tegen nicht kumen, so sol er
einen erbern mane an seiner stat dorczu senden dovon, das das recht seinen gank
habe und gewynne. item was vor dem krige czwischen fursten, herren, rittern und
knechten und den von Strasburg beidenteilen mit gutem willen voracht, vorschriben 25
und geteydingt ist, dobey sol es bleiben, item wir wollen, wer es, das sich yemande
vorschriben oder vorbrivet hette oder zu keiner vorbuntnus getrungen were, von
welchem teil das were, das wider uns oder das romisch reiche were, doruber sie
nicht brive oder freyheid hetten von uns oder unsern vorfaren an dem reiche, die-
selben brive und buntnuss, als sie sich vorschriben haben, sullen absein, ob wir 311
wollen, item weres, das wir yedwederm teile dhein brive geben hetten in diesem
krige, die sullen yedwederm teile keinen nucze noch schaden brengen noch vor dem
rehten furgeczogen werden, ouch wollen wir, das die forsten und herren, ritter und
knechte und andre lute den von Strassburg und ihren burgern alle ire schulde und
houptgute und ouch czinse und rente, die vor diesem krige vorsessen sind, zuvoran 35
widerkeren und widergeben sollen noch laute irer brive, die sie doruber haben oder
guter kuntschaft. so wollen wir ouch, was in die fursten und herren in disem krige
gulde, rente und nucze, die in disem krige vorfallen sein, genommen haben, das sol hinweg
sein und verloren ; was aber semlicher gulde, rente und nucze, es wer ewig oder
leibgedinge, noch vor ougen und vorhanden were und unbeczalet in dem krige und 40
nicht genomen, die sol man in ouch widerkeren an geverde. und des gleichen sullen
die burger von Strassburg und ire helffer den fursten, herren, rittern und knechten
von schulde und houptgutes wegen und der rente, nucze und gulde, die noch vor
1393 397
ongen sind und nicht ufgehebt, wideruinb tun an geverde. item wir wollen, das die
linsten und herren den von Strasburg und iren burgern alle und igliche ire guter,
wie die genant sein, die sie in diesem krige gehindert, vorboten, dernidergelegt, vor-
lihen oder hingeben hetten, offen n undertenig machen, sie dorein setzen und
i furbas daran nicht bindern, es sey erbe, eygen oder lehen. und desgleichen sullen
Bebe von Strassburg tun der fursten und herren, leute, rittern und knechten, wo su
das getan betten, an geverde. dieselben guter mugen sie ouch wider bawen und
rasten, oh sie wollen, item es sullen ouch die fursten und herren und die von Stras-
burg keinen pfalburger nicht ufnemen noch haben in aller der massen, als sich das
10 findet mit dem rechten zu Hagenowe. item wir wollen ouch und gebieten den fursten,
herren, rittern und knechten, die des kriges sein, uff einem teile den von Strassburg
und irer beider teile dynern und helffern bey unsern und des reichs hulden, das sie die
vorgeschribeu artickeln und stucke vestielichen halden und das recht suchen, ufnemen
und dem gehorsame sein in aller massen, als vorgeschriben stet, welche teile das
i6 were und des nicht hilde, so wollen wir dem andern teile zulegen und dem unge-
bersamen teile nicht helffen. mit urkunt diez brives vorsigelt mit unser kuniglichen
majeslal insigele. geben zu Betlern nach Crisles gebärde dreiezehenhundert jare
und dornacli in dem dreyundnewnezigisten jare an des newen jarestage unserr
reiche des beheimschen in dem dreissigistem und des romischen in dem sibenezehen-
n den jaren.
Ad mandatum domini regis
Franciscus Olmucensis canonicus.
Str. St. A. AA. 112. or. mb. c. sig. pend. delaps. — Auf dem Bug links: Ein fridebrieff
zwoschont kunig Wenczlaw, den fursten und herren und den von Strazbnrg.
N Ebenda AA. 3 nr. 10. or. mb. c. sig. pend. — Ebenda AA. 107. cop. eh. eoaev.
Gedr. Lünig, cont. 1. S. 144. — Gedr. Wencker, de ußburg. 191—95. — Bapp. Urkb
U, 352.
7011. König Wenzel verkündet, dass er Bischof Lamprecht von 'Bamberg, Bischof
Johann von Camyn und Worseboy von Swinar zu Schiedsrichtern und Vermittlern für
so den Frieden mit Strassburg ernannt habe. geben zürn Betlern des fritages vor dem
obersten tag« regn. boh. 30 regn. rom. 17. Betlern 1393 Januar 10.
Str St. A. AA. 112 nr. 139. cop. inseriert in der Utk. von 1393 März 14. (vgl. nr. 748.)
Gedr Bapp. Urk. II. 353.
Beg. d. Markgr. v. Bad nr. 1573.
Abhaltung eines Sühntages zu Hagenan. [1392/93.]
KEb isi gered^trad getedinget worden :
1. Zfini ersten, das die von Stroszburg dem aller durchlutigisten fursten und henvn.
erren Wentzelawcn römischen künig'zi'i allen ziten merer des riches und künig zu
i(l Beheim onserme gnedigen herren geben sullen etc.
'2. Und darumbe, so sol der selbe unser gnediger herre der romische künig die von
Stroszburg DBS der OChl und abdacht loszen und sol ir gnediger herre sin also vor
398 1393
und e, danne wir zu ohte geton wurdent. und sol ouch ein verichte sache sin umbe
alles das, das sich zwüschen unserme herren dem künige und in verlöffen het und
ouch von aller der vorderunge wegen, die her Worseboy von Swinnar oder iemand
anders von unsers herren des küniges wegen an die von Straszburg gevordert het
bitz uff disen hütigen tag. &
3. Item was die von Stroszburg fryheit und briefe von dem egenanten unserme
gnedigen herren dem römischen künige und von sinen vorfaren an dem riche haben,
do by und by allen iren rechten, fryheiten, gerillten und gewonheiten söllent sie
bliben, also sie untze har gehebt hant und gewesen sint, und sol ouch nieman do
wider dün. m
4. Item es süllen alle sachen, die sich verlöffen haben in dem kriege, der zwüschen
unserme gnedigen herren dem künige und allen andern fürsten, herren, rittern und
knechten und den von Stroszburg gewesen ist, es sy umbe brant, umbe mort, umbe
nome, oder warumbe das sy, abe und ein verihte vertedingete sache sin. und süllen
ouch alle gefangen uff bedensiten ledig sin. und sol alle schatzunge und brantschat- lft
zunge, die nicht gevallen ist uff disen tag abe sin. und sullent ouch alle bürgen ledig
sin und nicht gemanet werden, manet aber iemant darüber, der sol die leistunge unde
schaden, die daruff gezogen wurden, selber geben und uszrichten.
5. Item wer ouch abe in ir schulde, gülte, lipgedinge, slosz, vesten, hüsere oder
gutere, wie die genant wem, yndert verbotten oder darnider gelegt, verlihen oder 20
hingeben wem, von wem das were, die solt man in offenn undertenig machen, sie
darin setzen und fürbasz daran nicht hindern, was aber der slosz, vesten oder hüsere
abe gebrant oder abe gebrochen weren in dem kriege, die sol man den unsern ouch
wider geben, und mögent ouch die unsern die volmaht haben wider zu buwende
und zii machende. 25
Mit namen sol man ouch die stette Rappoltzwilre und Gemer und alle anderre
slos, die uns und unsern burgern unwiderseites dinges und e, ebe her Worseboy
widerseite, anegewunnen sint, uns und unsern bürgern widerkeren, es sie geschehen
vor disem kriege oder darnoch.
6. Item es ist geretd von den fursten, herren, ritter und knehte wegen, die mit 3»
unserme herren dem römischen künige gen den von Stroszburg in dem kriege gewesen
sint, was dieselben fürsten, herren, rittere, knehte zu den von Stroszburg zii sprechen
haben und die von Stroszburg zu in hin wider, darumbe sol unser gnediger herre
der künig ein tag bescheiden gen Hage na w und sol hern Borseboy von Swinnar
lantvogt in Swoben und zu Eylsaszen dohin uff denselben tag schicken, und was man 35
mit der minne oder früntschaft zwüschen in bedersite verrichten möhte, do by solt
es bliben. was man aber mit minne oder mit früntschaft niht verrihten möht, darumbe
sol in der egenante her Worseboy von Swinnar lantvogt etc. ein geleich reht beset-
zen mit des hochgebornen fursten und herren hertzoge Rüpprehtes des eiltern und
anderer kürfiirsten reten uff dem Rine, obe er die gehaben möht oder mit andern *»
erbern herren, rittern unde knehten, die in bedersite glich weren, und mit namen, die
niht des krieges und ouch der herren, die der krieg aneget, niht diener noch manen
sin und mit dem kriege nihtz ze schicken haben, und solt in der vorgenant her
1393 399
Worseboy von Swinnar lantvogt etc. also des rehten gen einander helffen ane
geverde.
Str. St. A. AA. 112 nr. 15. eonc. (Papiertieft)
Till. BofstSoy von Swinar an Straßburg: teilt seine und der andern königlichen
5 Unterhändler Ankunft in Hagenau mit, fordert zu schleuniger Reise dorthin auf etc.
Hagenati 1393 Januar 27.
Ir erwern weysen der ammeyster und rat der stat zu Strassburg : ir sullet wissen,
das wir nii chumen sein mit meinem liern bischof von Babemberg und mit meines
herren des römischen kunigs canczler. darfimb so saumpt euch niht czu chumen, dann als
10 ir von mir geschiden seit und uberein worden sein, wer zu disem tag reitet, der sol
sicher sein leibs und guts on alles geverde, doran so sol es beleiben, über das be-
durftet ir icht goleites czu dem tag, des wil ich euch genunck schicken, dann von
der gevangen wegen, den ir nicht tag wollet geben, das mich gar unpillich von euch
zimpt, wann het ich vil ewer gevangen, den wolt ich teg genunck geben, wenn sy
16 des begerten. darumb so sullet ir auch pillich und muglich den meinen tag geben.
ewer verschriben antwurt lat mych wider wissen. geben czu Hagnaw am mentag
czu mittentag nach conversionis Pauli anno etc. nonagesimo tertio etc.
Borziboy von Swinar des römischin kunigs hauptman in Beim lantvogt in
Swaben und czu Eisassen etc.
20 [In cerso] Den erwern weysen, dem ammeyster und den burgern der stat czu
Strassburg.
Str. St. A. AA 112 nr. 31. or. eh. I. el.
711. Geleitsbrief Borsiboys von Swinar für die Gesandten Straßburgs zum Tage
in Ifagenau. Hagenau 1393 Januar 27.
Ich Borziboy von Swinar des römischen kunigs hauptman in Beim, lantvogt in
Swaben und zu Eisassen künde menigilichen mit disem brief, das ich von wegen an
stat des allerdurchleuchtigisten fursten und herren, hern Wenczlaus von gotes gnaden
römischen kimiges und kunig czu Bebeim meines gnedigen herren vertröstet habe
und vertröste für mich alle meine beider und diener in disem krieg mit gegenwertigen
80 brief der stette von Strassburg erbern boten und alle, di dy selben boten mit in
füren gen Hagna\\ uff den tag, der da sein soll auff die nechsten mitwoch, alse das jan.t».
dieselben erbern boten und alle die, dy mit in varen, sementlich oder besunder die
nechsten virzehen tag sicher sullen sein und ein gut frey geleit sullen haben on
alles geverde uncz gen Hagnaw in die stat und in der stat zu Hagnaw und wider
von Hagnau bicz gen Strassburg in die stat und als dicke es in dozwischen in disen
virzehen tagen not geschieht on alle geverde. und dez zu Urkunde so han ich mein
eigen insigel gedrucket auff disen offen brief. datum feria secunda proxima ante
diem festi purificationis beate virginis anno etc. nonagesimo tertio etc.
Str. St. A. AA. 112 nr. 33. or. eh. I. pat. c. s. impr. del.
Ebenda AA. 107 nr. 66. cop.
VI. 51
400 1393
712. König Wenzel erklärt, daß Straßburg wieder von der Acht befreit sei und
von niemandem mehr angegriffen werden dürfe. Hagenau 139.3 Februar 4.
Wir Wenczlaw von gotes gnaden romischer kunig zu allen zeiten merer des
reiehs und kunig zu Beheim bekennen und tun kunt offenlichen mit diesem brief
allen den, die yn sehen oder hören lesen : wie wol das sey, das die burgermeister, •'•
rate und burger gemeinlichen der stat zu Strassburg unsere und des reiehs lieben
getrewen in unsere und des reiehs achte, aberachte und ungenade komen waren, ydoch
sind sie für unser majestat komen sein sich mit uns gutlichen voreynet und uns
demutielichen gebeten haben,' das wir sie us sulcher acht uhd aberachte lassen und
in unsere gnade nemen wolten, so haben wir angesehen gnedielichen sulche geneme 10
dinste und trewe, als uns und dem reiche die egenanten burgermeister und burger
der vorgen. stat oft und dicke nuczlichen und williclichen getan haben und furbas
tun sullen und mögen in künftigen zeiten und haben sie dorumb mit wolbedachtcm
mute, gutem rate und rechter wissen alle gmeinlichen und sunderlichen us sulcher
unserr und des reiehs achte, aberachte und ungenade gelassen und sulche achte, i&'
aberachte und ungenade genczlichen abgetan und tun die abe in krafft diez briefs
und romischer kunielicher mechte, also das sie furbas von sulcher achte, aberachte
und ungenade wegen von uns und dem reiche und sust von allermeniclich unbe-
kumert und ungehindert bleiben, und nemen sie us dem unfride und seezen sie wider
in unsern und des heiligen reiehs fride. so mögen und sullen sie ouch aller irer 2°
freiheiden, recht und gnaden, die sie von romischen keysern und ki.nigen redlichen
herbracht und erworben haben, genyesen und gebrauchen gleicherweize, als sie der,
ee sie in sulche achte, aberachte und unser ungenade quamen, genossen und gebraucht
haben, und gebieten dorumb allen fursten, geistlichen und werntlichen, grafen, freven
herren, dienstluten, rittern, knechten, gmeinsehefften der stete, merkte und dorffer und *
sust allen unsern und des reiehs getrewen und undertanen ernstliehen und vestielichen
mit diesem brief, das sie die vorgen. burgermeister, rate und burger gmeinlichen von
Strasburg von sulcher acht, aberachte und unser ungenaden wegen furbas nicht an-
teydingen, angreiffen, hindern, irren oder beschedigen sullen noch gestatten, das sie
dorumb gehindert, geirret oder beschedigt werden in dheineweis, als libe in sey unser so
und des reiehs swere ungenade zu vermeiden, mit urkund diez briefes vorsigelt mit
unser kunielicher majestat insigele. geben zu Hagnaw noch Crists geburt drey-
zehenhundert jar dornach in dem dreyundnewnezigistem jare des nehsten dinstags
noch unser vrawen tage lichtmesse unser reiche des beninischen in dem dreissigistem
und des romischen in dem siebenzehenden jaren. 3&
Ad mandatum domini regis domino Borzywoyo referente
Franciscus Olomucensis canonicus.
> Vgl. Königshof. (Hegel II, 695) : das die stat us der ohte kam, darumb gobent die von Stros-
burg dem kunige 32 tusent gülden; aber dem bischofe und den andern herren wart nütsehet, denne
das sü noment und vonbetent in dem kriege. 40
1
1393 401
| /// cerso] R. Wenceslaus de Olomuncz.
Str. St. A. AA. 4 nr. 1. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. del. (hing an seidener Schnur.)
Gedr. Wencker de uliburg. 196. — Lünig, arck imp. part. spee. cont. IV, 2. Teil. —
Mappoltst. Urkb. II, 203.
lieg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1576.
713. König Wenzel erlaßt den an alle Fürsten und Herren gerichteten Befehl,
die Stadt Straßburg, die jetzt von der Acht befreit sei, nicht mehr anzugreifen oder
sonst zu schädigen. Hagenau 1393 Februar 4.
Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen czeiten merer des
io reicha und kunig zu Beheim embieten allen forsten, geistlichen und werntlichen, grafen,
freyen herren, dinstluten, rittern, knechten, gemein scheften der stete, merkte und dorlfere
und sust allen andern unsern und des reichs getrewen und undertanen unser gnade
und alles gute, wann der burgermeister, rate und burger gemeinlich der stat zu
Strasburg unsre und des reichs üben getrewen von sulcher achte, aberachte und un-
l( genaden, dorein sie von unsern und des reichs hofgerichtes wegen kumen waren,
unser hulde und gnade wider erworben und wir sie us derselben achte, aberachte
und unser Ungnaden gelassen haben, als das inn andern unser majestat briven vollic-
lich begriffen ist. ' dorumb so gebieten wir euch ernstlichen und vesticlichen mit
diesem brive, das ir die egenanten burgermeister, rate und burger gemeinlichen von
h Strasburg von sulcher achte, aberachte und unser ungnoden wegen furbas nicht
antey dingen, angreiffen, hindern, irren oder beschedigen sollet noch gestatet, das sie
dorumb gehindert, geirret oder beschedigt werden in dheineweys, als libe euch sey
unsere swere Ungnade zu vormeyden. geben zu Hagenow des dinstags noch
uuserr frawen tage lichtmesse unserr reiche des behemischen in dem 30 und des
H romischen in dem 17 jaren.
Ad mandatum domini regis Borziboyo referente
Franciscus Olomucensis canonicus.
Str. St. A. AA. 107 nr. 77. or. mb. I. pat. c. c. i. v. impr. — Ebenda nr. 53 u. 56. or.
ch l. pat. — Ebenda AA. 112. cop. eh.
:i,i Gedr. Wencker, de ulib. 195. — Lünig. IV, 2, 747.
Schöpflin, Als. dipl. II, 292. - Rapp. Urkb. II, nr. 356.
714. Bischof Lamprecht von Bamberg au Straßburg: die Stadt soll ihre Bolen
schon mm 22 Februar nach Hagenau senden. Hagenau 1393 Februar 19.
Lampreht byschof zu Babemberg.
3S Unser fruntlich gruzz zuvor, ersamen lieben besundern frund. als ir uns ver-
schriben habt, das ir ewer erber boten her gen Hagnaw wollet schicken auf den
neusten mantag, das haben wir wol verstanden, nn deuht uns gut sein und raten *><»•. ti.
euch auch in guten trewen und mit ernst, das ir dieselben ewer erber boten schicket,
' Vgl nr. 712.
402 1393
Febr. 2s. das sy am nehsten samzztag zeitlich hie sein zu Hagnaw. und laszt den gebresten
nicht an euch sein, ewer meynung laszt uns unverczogentlich wider wiszen. geben
zu Hagnaw am mitwoch vor Invocavit anno etc. 93.
[In verso] Den ersamen, weysen . . dem meister und dem rat zu Straszburg
unsern besundern guten frunden. »
Str. St. A. AA. 112 m\ 36. or. eh. I. el.
1393
Jan. 1.
715. Meisler und Rat von Straßburg erklären, daß sie mit dein König und
den Fürsten gesühnt seien und zum völligen Austrag aller Ansprüche den Ilagenauer
Tag am 24 Februar beschicken wollen. Ha genau 1393 Februar 20.
Wir der meister, rat und bürgere gemeinliche der stat zii Strazburg bekennen u
etc., das wir mit wolbedachtem mute und rehter wissende des aller durchlühtigesten
fürsten und herren, herren Wenczlaws römischer künig zii allen ziten etc. und künig
zii Beheim unsers lieben gnedigen herren hulde und genade erworben haben und dar
in kumen sin und mit dem erwürdigen in gotte vatter herren Frideriches byschofes
zu Strazburg und des hochgeborn fürsten hern Bernhartes marggrafen zii Baden, dem it
wolgeboren Eberharte grafe zii Wurtemberg, den edeln herren Heinrich grafen zii
Lützelstein, Brunen herre zii Rappoltstein, Heinriche und jungherre Hanse zu Lichten-
berg, Heinrich von Geroltzecke here zii Lore etc. in eine gantze süne und rihtigunge
getretten sint und die gentzlich ufgenomen haben und zii vollefurende für uns und
die unsern in aller massen, als das der egenante unser herre der künig in artickeln ao
und in sinen majestat briefen zum Betlern uf des nuwen jorestage, der vergangen
ist, eigentlich begriffen ist und beiden teilen haruz gesant hat. und geloben darumbe
by unsern guten truwen, by dem eide, den wir darüber liplichen gesworen haben,
das wir dieselben süne und richtigunge gantze und stete haben und voilefüren wellen
nach lute desselben unsers herren des kuniges brief. also verneinen, daz wir uf den »
Ftbr.u. nehsten mentag nach dem sunnentage Invocavit zu Hagenowe sin süllen und wollen,
und da selbest sullen wir dem egenanten herren Frideriche bischof zii Strazburg
Febr. is. umbe alle sine züsprüche und anspräche uf den dinstag dar nach reht tun und dem
gehorsam sin, was mit der minne do selbes niht möhte verrihtet noch uzgetragen
werden, und desglich sol uns zu stund wider umbe der egenante her Friedrich tun 30
ane geverde. und also süllent ouch der andern fürsten und herren ye eins noch dem
andern anspräche gerihtet werden und uns widerumbe. und sol ouch kein teile von
dem rehten gan noch tretten, es habe denne ein ende noch dem, als sich das reht
heischet one geverde noch begriffe des egenanten unsers herren des künigs brief und
artickeln. und were es sache, das wir uf die egenante zit zu dem rehten niht qwemen .15
gen Hagenowe oder die unsern mit unserm vollen gewalte uf die selbe zit dohin niht
schicketen, so süllen wir unsere anspräche gen den egenanten fürsten und herren
verloren haben, als ouch in der massen die egenanten fürsten und herren das selbe
gesworn und mit irem briefe vermaht und versigelt haben, und des zu urkünde und
.
1393 403
steter Sicherheit . . [geben an der negsten mittwoch nach sant
Veltena tag des ja res 1303.]'
Str. St. A. AA. 112 cop. eh. coaev.
Gedr. Lünig, 17. 888 nr. 4i). — Gedr. nach anderer Vorlage, die ebenfalls undatiert ist,
aber im Eingang den Meisternamen Claus Zorn von Bulach hat Iiapp. Urkb. II, 357 ".
716. Bischof Friederich von Strassburg, Markgraf Bernhard, Eberhard von Würt-
temberg etc. erklären [gleichlautend wie oben], dass sie nach Aufhebung der Acht mit
Strassburg gesühnt seien. [1393 Februar l'J.]
Unvollständ. Druck Lünig, 17, 888. — Heg. Als. dipl. 272. — Reg. Kapp. Urkb. 11, 357 b.
717- Markgraf Bernhard von Baden und Graf Eberhard von Württemberg geloben
die Sühne und Richtung, in die sie mit der Stadt Strassburg getreten sind, zu voll-
führen, wie es in den Aitikelu der Urkunde des Königs von 1393 Jan. 1. zu Kellern [wr.
707) begriffen ist, so zwar, dass sie auf den 24 Febr. in Hagenau zu völligem Austrag
ihrer gegenseitigen Forderungen mit den von Strassbuig zusammen kommen wollen.
\\ Cr dort nicht erscheint oder nicht Stellvertreter mit voller Gewalt hinschickt, soll
seinen Anspruch gegen die Stadt verloren haben. Heidelberg 1303 Februar 10.
G L. A. Karlsruhe. Kopialb. 4'! ».
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1577.
718. Der Hat von Nürnberg an Straßbarg: /'real sich sehr über die Befreiung
K Slraßburgs, kann aber leider den Berlhold Pfinzing nicht mehr rechtzeitig zum Hage-
nauer Sühntage senden. Nürnberg 1303 Februar 24.
Unser willig frewntlich dienste sein ewer eisamkeit allezeit voran bereit, ersamen,
weisen und besundern lieben frewnde. als ir uns verschieben habt, daz ir aws
unsera herren . . dez römischen künigs ehte und abereht kumen seit und ouch mit
dein byschof zu Strazzburg und andern herren bericht worden seit, das hören wir
gar gerne und sein auch desczemal fro. und als ir begert, daz wir Kertholden Plin-
t v.iug czü ew auf den tag gen Hagnaw, der als morgen sein sol, senden sollen, nu ist
derselbe unser burger noch awssen, als er mit ewer botschaft hie awzschied und ist
uns ewr briefe erst als gestern geantvvurt worden, dann wer derselb unser burger
kumen gewesen und duz uns ewer briefe ee geantwurt worden wer, so hetten wir
denselben unsern burger gern zu ew geschickt, doch mainen wir, daz er noch bey
ew sey. wan wo wir ewer erberkeit gedienen und liebe und frewntschaft beweisen
muhten, das teten wir czu allerczeit williklich und gerne. datum in die seti Mathie
apostoli anno U3.
Von . . dem rate
czü Nüremberg.
1 Diese Datierung ist ergänzt aus einer Copie des 17. Jahrh. vgl. Eapp. Urk. II, 357».
404 1393
[In verso] Den fursichtigen, ersamen und weisen . . dem meister und rate der
stat czü Strazzburg unsern besundern guten frwnden.
Str. St. A. AA. 112. or. mb, l. cl. c. sig. impr.
719. Johann von Kageneck und die andern Slraßburger Bolen berichten von
Hagenau an ihre 6'ladl. [1393] Februar 24. 5
Unsern gewilligen dienst bevor, lieben herren. wir lont üch wiszen, als wir gen
Hagenaw kament, do gingent wir zu stunt zu dem bischofe von Bobemberg und
fundent by demme den cantzeler hern Worseboy und der stette erbern botten von
Mentze, von Wurmesze und von Spire, also die nii nehest ouch hie by uns worent.
und rettent do vor in allen umbe die trostungge, also wir von üch gescheiden io
sint und vordertent des ein brief von dem lantvogte. do antwurtete uns der bischof
von Bobemberg dar uff vor den vorgenanten allen und sprach: gebe uns der lantvogt
sin brief, so muste er ie dem herren besunder briefe geben und würde das gar ein
lang ding, aber die botten, die ir von uwere stette wegen uff den tag schicketent,
die soltent getröstet sin von Stroszburg gen Hagenaw, zu Hagenaw in der stat und u
von Hagenaw wider gen Stroszburg. daruff mögent ir uwere erbere botten zu uns
schicken, also vil ir wellent. und schickent ouch die deste früger, daz duncket uns
nutze sin, wenne wir tagen muszent, so die glocke nüne sieht, besigelt mit min Johans
von Kagenecke ingesigel von unser aller wegen. datum ipsa die beati Mathie
apostoli de nocte. 2„
Johans von Kagenecke und andere uwere botten etc.
[Nachschrift] Ouch so lant uns wiszen, wie vil ir güldin haben mögent, daz wir
dovon gereden kunnent und uns wiszent dar nach zii rihtende und ouch wie vil
silbers.
[In verso] Den erbern wisen, dem meister und dem rate zu Stroszburg unsern 25
lieben herren.
Str. St. A. AA. 112 nr. 47. or. eh. I. cl.
720. Bischof Friedrich befiehlt den fünf Procuraloren seines geistlichen Gerichtes
in 6'lraßburg sofort nach Hagenau m kommen j,nr Darlegimg aller an diesem Ge-
richte erlittenen „Gebresten". Hagenau 1393 Februar 24. M
F. episcopus Argentinensis.
Wir bevelhent und gebietent üch: Johans Ffeticzheim (?,, Philippen von Breiten-
bach, Dietrich von Ysenach, Heinrich von Bynowe und Johans Groszclaus unsern
procuratorn zu Strasburg dez geystlichen gerihtes und manen üch auch der eide, die
ir uns gesworn hant, daz ir nach angesiht diz briefes, so ir fürderlichest mügent, zu "
uns gen Hagenau komment eigentlich underwisent uns für zu bringende alle die
gebresten, die wir und ir von unsern wegen da gehebt hant an unsern gerihten
und iren zugehörden, wie sich daz verlöffen hat oder Zugängen ist, alse verre ir daz
1393 405
wissent oder erfrogen künnent und auch das nüt lassent. harumbe zu Urkunde ist
dirre briefe offen besigelt mil unserm ingesigel. der geben ist zu Hagenau an sant
Mathis tage dez zwelfbotten anno 93.
Str. St. A. AA. 1416 nr. 33. cop. eh. coaev
5 721. Beschwerden Bischof Friedrichs von Straßburg gegen die Stadt Slraßburg.
[1393 Februar 24.]
Des byschofes anesproche.
flj Des ersten so sweret die stat der stift eer und darnacb der stette eer.
[2] Harüber so schetzent sie sin pfaffen und beswerent die und entwerent sie
io eime bischofe.
[■I] Item von der gerichte wegen bede geistlich und weltlich, die sint eins by-
schofes zu Stroszburg, do lont sie die bede gerillte und die rihler nit rihten, denne
also verre ynen füget.
[4] Item von des zolles wegen, den sie uff hebent an mins herren geistlichen
u, gerillte.
[5| Item von der schribere wegen an geistlichem gerihte, die dünt sie machen
und dünt ynen ouch andere gebot über sie also über andere antwerk lüte.
|6] Item sie wollent ouch, das mengelich vür sie komme, es sy umbe leben oder
umbe eygin und lont minen herren in sinen gerihten nüt rihten noch nieman anders.
m [7| Item sie hanthaben ouch die pfalburgere edel und unedel und ouch die
clöster.
[8] Item sie werent ouch einen frygen gezog.
[$)| Item sie nement ouch minem herren die müntze in der stat, die eim bischofe
zu gehört und susz vil anderre fryheit.
h [10] Item wen sie ouch vohent, der der herren man ist, wie unschuldig der ist,
der müsz eweklich ir gevangen sin und niemer nie wider sie getün und sinen herren
unnütze sin.
|11] Item wer ouch minem herren dienet, sine amptlüte und andere, do wellent
sie nit, das der mins herren Sachen hanthabe wider sie und vertribent sie darumbe.
m [12] Item sie stellent ouch rittern und knehten noch iren üben umbe schulde
und von burgschefte wegen.
[131 Item von bern Hannemans wegen vom Huse von Isenheim.
[14] Item von hern Gerspaches wegen.
[15] Item von hern Hetzeis wegen von Ongersheim.
85 [10] Item sie machent mime herren sinen zoll ze nute, wand sie lont nieman
zollen denn, den sie wollent, und machent sie nuwe zolle.
[17] Item gedencke an hern Johansen von Wasselnheim.
[18] Item sie rennent ouch ussewendig der stat minem herren in sine gerihte in
stette und in dorffere und fohent die lüte und fürent die in die stat unerfolget.
406 1393
[19] Item flühet einer von geschürte wegen in das münster zu Stroszburg oder
in anderre kilchen, den sie mit gewalte uffe den eitern und dtint ime sinen köpf ab-
siahen und twingent die pfaffen darüber singen.
[20] Item susz vil andere stücke, die har in gehörent und minem herren wider
reht und fryheit beschehent, die er wil gebessert han, das si ime nit me geschehen, i
Str. St. A. AA. 112. nr. 117/8. (Papierheft.)
722. Forderungen Bischof Friedrichs von Straßburg an die Stadt Straßburg
nach Beendigung des Acht-Krieges. [1393 Feltruar.]
Ansprach und vorderung meines herrn von Strassburg an den meister, den rat
und dy burger der stat zu Straszpurg. io
[1] Des ersten als dy meister und der rat zu Straszpurg meinen herren von
Straszpurg an seinen eren geschuldiget, ime daran gerett und wider in versehriben
haben, wie er sich zu in verpunden und darüber wider sy getan haben solle und
aber er in allen stucken unsern herren den römischen künig gegen in awzgenomen
hat von desselben unsers herren des kuniges geheisze und gebot wegen er mit in zu »
kriege komen ist, do vordert und begert mein herre an dy von Straszpurg, daz sy
im darumb einen wandel tünt, wann er e auch also meinet den wandel von in zu
haben, syder sy in unschuldigleich und wider reht an seinen eren geschuldiget haben,
als sich daz wol vinden sol an den puntbriefen, dy sy gegen einander geben haben,
daz er und sy einander beholffen sein sollen gegen aller meniglich, dy sy verunrehten 20
wölten awszgenomen unsern herren den römischen könig, den auch mein herre in
den und allen seinen punden nemlich und allwegen awszgenomen hat, wy wol doch
mein herre von Straszpurg zu den zeiten, do sy sich zueinander verpunden solden,
gern gesehen hette, wie daz versorget wer worden, daz zwu sehen in bederseit kein
stosz noch missehell wurde, wo aber daz geschehe, daz man denn wiste, wie und 25
wo man daz awsztragen solte. dasselbe slugent sy awsz von meinem herren und
wolten des nicht und sprachen auch mit nemlichen wortten : «wir gerihtent uns wol
untereinander», darüber haben sy ime groszen gewalt und unreht im und seiner stift
getan einz auf daz ander, als hynoch an diesen stucken und artickeln geschriben stet
und säst noch vil anders, daz sich wol vinden sol allez wider dy eyde, dy sy doch 30
alle jar mit aufgehabten henden der stift sweren.
[2] Item darnach als meins herren stift von Straszpurg von pebsten, keysern
und kunigen gefreyet ist und gestiftet mit maniger hande freiheit, als sy des gut
besigelte brif haben, die daz weysent und sünderlichen, daz geistliche und werntliche
gerihte in derselben stat einem byschoff unverweret zugehörent noch kein ander 35
geistlich noch werntlich gerihte do gen soll noch kein rat gesetzet werden denne mit
eines byschoffes willen und daz alle almende in derselben stat und awszwendig auch
einem byschoff zugehörent, als er dy vom reiche zulehen hat und sy nymant anders
haben sol, denne er und dy, den er sy leihet, und als dicke yemant were, der do
wider tut anders, denne do vorgeschriben stet, des ist vervallen hundert mark goldes,
1393 407
der gevallen und werden stillen in unsers herren des keysers cammern fünftzig mark
und einem byschofl fünftzig mark.
[3] Hein so swerent auch dieselben meister und rat zu Straszpurg alle jar gelerte
eyde und mit bedahtem mute ires eygen willen der stift ere. dowider und über daz
» allez haben dy egenanteu meister und rat zu Straszpurg mit ir selbes gewalt ange-
setzet ein pfaltze und gerihte gemacht mit amannmeystern und andern amptleutten
und rihtent hob und nider wider eines bischofs willen, als sy dann lustet. und ge-
bietent und beischent für sich der stift freye herren, tumherren und pfaffen und
andere der stifte manne, daz allez wider reht und wider der stift freyheit und ere
1,1 ist, do mit sy dy obgenanten pene dy hundert mark goldes dicke und zu manigem
male verfallen sint. — do vordert mein herre, daz im also verfallen ist, daz im daz
awsgerihtet und sein smacheit gebeszert und gekeret werde, dy im und seinem stift
also geschehen sind und auch ftirbaz nicht mer geschehe, wann auch dieselben
meister und rat all jar swerent der stift ere.
ii [4| Item sy haben auch gebawen auf meine herren und sein stift almende in der
stat und awzwendig, die er von dem reiche zu lehen hat, daz doch wider reht und
der stift freyheit ist, und als dicke sy daz auch getan haben, sint sy auch verfallen
dy obgnante pene dy hundert marck goldes, als vor geschriben stet. — do vordert
auch mein herre, daz im die pene uszgerihtet werde und auch gekert und gebeszert,
• daz ime also wider seinen willen geschehen ist.
[5] Item auch haben sy sunderlich ir deine pfaltze stuben,1 dorinne
sy rihtent, über das plüt gepauet auf sant Martins capellen,
darunder man alle tage messe sprichet, daz ouch wider der stift ere und fryheit ist.
— vordert ouch mein herre, daz yme dasselbe abgenomen und gebeszert werde und
■« ffirbazz nicht mer geschehe.
[(!] Item sy schetzent auch meinem herren sein pfaffheit und tun mangerley gebot
über sy, als, über ander ir burger und underseszen, dy leyen sint, domit sy meinem
herren sein pfaffheit beswerent und in wider reht tönt, daz alles wider meines herren
und seiner stift ere und freyheit ist. — do vordert auch mein herre in namen sein
so selbes und von seiner stift und gotshaus wegen, daz ime daz gekert und gebeszert
werde und hie noch furbaszer nicht mer geschehe.
[7] Item sy lazzen auch meinen herren sein pfaffheit nicht straffen umbe ir
missetat, als sy under weylen zu straffen weren, und schirment und hanthabent sy
do vor mit irem angenomen frevenlichen gewalt, daz allez wider reht und der stift
ss friheit ist. — vordert auch mein herre, daz ime dy smacheit gebezzert werde und
fürbazz nicht mer geschehe.
[8] Item daz sy in dem köre des münsters der stift, dy weile man gotes dinst
beget, singen oder lesen und auch in der pfaffheit und der stift freyen höfen gebietent
der pfaffheit für ir werntlich gerihte und auf ir pfaltz. und welche in denne nicht
<o gehorsam werden, dy muszent yn daz beszern bey groszen penen, dy sy auf setzent
1 Die alte Canzlei, welche an der Ecke des Guteiibergplatzes und der Schlossergasse stand.
VI. 68
408 1393
und dozu, daz sy in alz gelt geben müszen, so gebietent sy in für dy stat etleichem
ewiglichem nymmer darzu kommen und auch etleichem auf genante zil, daz ally
kuntlich unde offenbar und wider der stift freyheit und wider ir ere ist. — do vor-
dert auch meins herre, daz yme daz gebeszert werde und furbazz nicht mer gescheh.
[9] Item sy twingent auch dy pfaffen, daz einer dem andern für ir werntlich s
gerihte gebiete und reht do nemen mflzz und lazzen sy daz reht nicht suchen vor
meins herren offieial, als daz billeich und reht were. — vordert auch mein herre,
daz ym daz gebeszert werde und furbasz nicht mer geschehe.
[10] Item so legent sy auch auf dy pfaffheit steure, gewerff, pfert zu haben und
domit in zu dinste zu wartende und gebietent auch dasselb Deutlichen weihbyschöfen w
und officialen* furbaszir denne andern. — vordert auch mein herre, daz im daz ge-
beszert und abgelegt werde und furbasz nicht mer geschehe.
[11] Item so schickent sy ir boten mit iren stehen in daz munster und in den
köre zu den zeiten, so man fronmesse und zu fronaltare singet, dy gebietent der
pfaffheit und meniglich, daz sy sweygent und rüffen denne auz ir werntlich geböte <5
zu haltende, domit auch denne zumale gotesdinst und der pfaffen freyheit nider geleit
und zerstöret wirt. — vordert auch mein herre, daz im daz gebeszert werde und
nicht mer geschehe.
[12] Item so man denne von reht und von Statuten nicht singen sol, so gebietent
sy den pfaffen und trengent sy, daz sy singen muszent, domite auch meins herren 20
und seiner pfaffheit ere und freyheit geswechet und gekrencket wirt. — do vordert
auch min herre, daz yme daz nü gebeszert und abgeleit werde und furbazz nicht mer
geschehe.
[13] Item so (man) denne yemant in daz munster oder in ander kirchen fleuhet
durch freiheit und schirmes willen, dy nement sy mit gewalt abe fronaltar und auz a
der kirchen und verderbent sy mit gerihte, daz sy sie tödent, daz auch alles' wider
der stift ere und freyheit ist. — do vordert auch mein herre, daz im daz gebeszert
und abgeleit werde und auch furbaszer nicht mer geschehe.
[14] Item so habent sy auch ire werntlich geböte und teyding in dem munster und
in dem chore zu prime, zu vesper und zu den zeiten, so man gotes d'nst begen, 30
singen und lesen sol, domit auch der stift ere und freyheit geswechet wirdet. —
do vordert auch mein herre, daz im daz benomen und gebeszert werde und fürbaz
nicht mer geschehe.
[15] Item so denne dhein untzuht geschiht in dem munster oder in andern
kirchen oder in freyheiten derselben kirchen und munsters, darüber rihtent sy, wy sj
doch daz ez meinem herren dem bischof und seinem gerihte zugehöret. — do vor-
dert auch mein herre, daz im daz gebeszert werde und fftrbaz nit mer geschehe.
[16] Item so nement sy sich an mit irem angenomen gewalt der fabricken und
des pawes, so zu meins herren stift dem munster und sein kirchen gehorent und
setzent ir Schaffner und amptleut darüber, und waz zu derselben fabricken gevellet u>
oder gehöret, es sey von buzze, beyhte, beschickung, von antheiszen, von almusen,
widerkerunge unrehtes gutes, oder wy dheinerley gut an dieselben fabricken geben
wirt, domit schaffent sy ir selbs nutz und machent unredlichen kosten noch irem
1393 409
willen, und ist auch ein gemeiner leümünde und rede, daz sy davon yegleichs jares
verezerenl in ire k&chen bey dreytawsent gülden, und wenne sy süst in dem jare
und in der wochen et wie dicke ir heimlich gesprech habent und an ir selhs koste
zeren wollen, das lim sy in der f'abricken haws awsz derselben fabricken und des
5 pawes gut, da/, doch alles ein almusen ist und man götlich werk domit oben
sölte und einem yeglichea byschoff unde seinem capitel seinem stift zugehörent zu
besorgen. — vordert auch mein herre, daz im und seiner stift der gewalt und smach-
<ii brnomen und gcbeszert werde und auch furbazz nicht mer geschehe.
[17| Item sy lazzent auch nicht richten an meins herren geystlichen gerihten
10 danne, als verre sy lustet und in daz füget zu dem ersten in den sachen, dy billeich
von recht und gewonheit an geistlich gerihte gehörent, ez sey von selgerete, von
sachen wegen der heiligen, von vvucher, von sweren, von ebrechen und sust von
manigerley sache wegen, dy an geistliche geriht gehörent. und gebieient meines herren
officio] mit irem boten mit dem stabe, so der official in gerihte sitzet, daz er nit
15 rihten solle, sy wollen dy sach für sich ziehen, domit auch mein herren und seiner
stift ere reht, freyheit und gute gewonheit gekrencket, niedergeleit und zerstöret wirt. —
vordert auch mein herre, daz im daz gcbeszert und gekert werde und nicht mer geschehe.
[18J Item so denne iemant der iren oder ander einer den andern für geriht
geladen hat oder einem hin in gebotten wirt, den bekümern und vahent sy, daz sy
an den sachen, darümb danne sy geladen sint, nicht ausztrag geben mügen, domit auch
meins herren gerihte und fryheit geswehet und nider geleit wirt. — vordert auch
mein herre, daz im daz gebeszert werde und nicht mer geschehe.
[19] Item sy haben ouch mit irem gewalt aufgesetzet und gemacht einen zol an
meine herren geistlich gerihte und iren eygen amptman und zollner dortzu gesetzt
25 und dem einen stul in daz geistlich geriht gemacht, und waz in demselben meines
herren gerihte kauffe oder verkauffe geschehent und mit meines herren insigel be-
stell werdent, davon nymt derselbe ir zollner von. yglichem teil kauffern und ver-
kauffern von yedem pfände 1 den. daz gebürt sich von beiden teilen von yglichem
pfund 8 den. und haben denselben zoll ietzunt bey meines herren zeitten wider seinen
so willen aufgesetzet. und also wirt meins herren geistich gerillte zumal geswechet und
gekrencket. — vordert auch mein herre, daz im daz gebeszert werde und furbasz
nicht mer geschehe.
[20] Item sy tund auch mit irem gewalt dy Schreiber an meins herren geistlichem
gericht wachen und machen auch ander gebot über sy als ober ir ander hanlwerk-
35 löte, da/, ouch wider geistliches gerilltes reht und freyheit ist. — vordert auch mein
herre, da/ mau im daz kere und ablege und furbazz nicht mer gescheh, wann ez
ouch bey seinen zeiten besehenen ist und vor nie mer beschach.
|21| Item auch wollen! sy mit irem gewall, daz meniglich für sy kümme, der mit
in zu schallen hat, ez sey ümb eygen, umb erbe, umb lehen, oder warümbe daz sy.
io und laut meinen herren noch nyemant von seiner wegen in seinen gerihten nicht
rihten, da/, doch wider gemeyn reht und freyheil ist unde römische keyser mit urteil
erkanl haben, daz sy daz nit tun sollen. — vordert auch mein herre, daz im daz
abgeleit, henomen und gebeszert werde und furbasz nicht mer geschehe.
410 1393
[22] Item sy habent auch alle pfalburgere, edel und unedel darüber, daz sy daz
nit tun söllent, als kuntlich ist, sweren laszen. dasselbe auch meinem herren und
seinem stift groszen schaden und gebresten pringet. — vordert auch mein herre, daz
im daz auch gebeszert und abgeleit werde, als ez billich ist, und furbaz nit mer ge-
schehe. 5
[23] Item sy underwinden sich auch mit irem gewalt der closter auszwendig und
innwendig der stat und entwerent der meinen herren darüber, daz dy doch von reht
einem yegleichem byschof zugehörent und halten dy auch mit iren gebotten, als sy
lustet, daz auch meinem herren und seiner stift an iren eren, rehten und freyheiten,
gebresten und smacheit bringet. — vordert auch mein herre, daz im daz gekert und io
gebessert werdejand auch furbasz nit mer geschehe.
[24] Item sy werent auch einen freyen getzog wider landes reht und wollent
doch, daz nyemant were zu in zu zihen. — vordert auch mein herre, daz sy im daz
beszern, keren und furbasznicht mer geschehe.
[25] Item sy underwinden sich auch mit irem gewalt und wider reht sein 15
müntze anders, denne sy villeich tun sollent, dy im zugehörent von keyserleicher
freyheit und dy er slahen sol und mag, wo und wenne er wil in seinem bystum.
— vordert auch mein herre, daz man im daz besser und in seinen schaden ab-
lege und in furbaz bey seiner müntz und rehten beleiben lasz.
[26] Item mein herre sölt auch alle jar banwein haben in der stat zu Straszburg 20
von ostern und pfingsten. waz weine dazwischen in der stat geschencket wirt, solten
im werden von yeglichem fuder zwen omen, als er des gut briefe hat, und mit key-
serlicher urteil erkant ist, daz er und sein stift mit irem gewalt und wider reht ent-
wert haben. — do vordert auch mein herre von sein selbes und seiner stift wegen,
daz man im daz beszer, seinen schaden kere und auch schaffe, daz er furbaszer 25
daran an seinen rehten und freyheiten beleihe ungeirret und ungesaumet.
[27] Item mein herre sölte auch haben ein porte und ein tor an der stat zu
Straszpurg. dasselbe tor sy selber und yedermann nennet daz byschoff bürgtor.' des
entwerent sy in auch mit irem gewalt. — vordert auch mein herre, das sy im dy
smacheit beszern und in auch fürbasz daran ungehindert laszen, wann auch mein H
herre dy prucke vor dem selben tor machen musz in seiner koste.
[28] Item mein herre sol auch haben ein var am Reine, dasselbe vare dy von
Lihtenberg von meinem herren und seiner stift zu lehen haben, für dasselbe vare
haben sy gemacht mit irem gewalt ein prucke, domit sy wüstent und zerstörent. —
vordert auch mein herre, daz sy im an denselben seiner ungesaumet und ungeirret 35
laszen und im auch wider keren dy smacheit und den schaden, den sy im daran
getan haben und auch dy prucken ab tunt.
[29] Item ez haben auch dy tumherren des capitels der stift zum jungen sanct
Peter zu Straszpurg redlich gekauft vor meins herren official und vor andern erbern
pidern lefitten etlich guter auf dem lande, und dy irer stift nutzlich und gelegentlich w
waren, von herrn Heinrich Reichen eins ritters von Basel und seiner hausfrawen.
' Dasselbe stand am Ende der Blauwolkengasse
1393 411
und do der kauf beschach und sy daz gut den merern teil beczalten, do gebuten
meistcr und rat denselben herren von sant Peter für sich auf dy pfaltze und verputen
in do offcnlich in allen gemeingleich und ir yglichem besunder bey 10 pfunden und
bey einem jare von der stat zu sein, daz sy von dem kauffe stunden, als sy auch
5 dovon laszen müsten, wie doch er in und irer stifte vast nützlich und gut wer gesein.
desselben gebotes geleich und etwye maniges mer haben sy dicke und vil getan über
meines herren pfafiheit und düster, daz doch allez wider meins herren stift ere und
freyheit ist. — do auch mein herre begert, daz im dasselbe gebeszert und gekert werde.
[30] Item wen sy auch vahent, er sey meins herren oder andrer herren man
io oder dyner, oder wer der sey, der müzz ewiglich ir gevangener sein, er sey schuldig,
grosz oder dein oder unschuldig, domitte werdent auch meinen herren und andern
herren, rittern, knehten ir leütte, dyener und man unnütze und unbehilffenlich. —
vordert auch mein herre, daz man im den gewalt beneme, seinen schaden und
smacheit kere und schaffent, daz ez fürbaz nicht mer geschehe.
15 |31] Item sy stellent auch rittern und knehten noch iren leiben von schulde, von
burgschalt wegen, daz nicht noch gewonlich ist.
[32] Item gedencket an herrn Hanneman vom Hüse von Isenheim.
Item an hern .lohannsen von Wasselnheim.
Item von hern Gerspaches wegen.
2o Item von herrn Hetzeis seligen wegen von Ungersheim.
[33J Item wer auch meinem herren dinet, ez sint sein amptlütte oder ander
weihe dy sint oder wy sy heiszen, do wollent sy auch nicht, daz dy meins herren
reht suchent oder lmnthabont und vertreibent sy darumb. — vordert auch mein
herre, daz sy im dy smacheit ablegen und beszern und furbasz niht me geschehe.
a [34] Item sy vernichtent auch meinen herren seinen zol, wann sy laszen nymant
zollen, danne den sy wöllent, und machen sy mit irem gewalt in selber newe z611e
und nement dy von der stift leutten wider keyserliche freyheit, als doch die stift
gefreyet ist, daz ir leütte kein zol geben süllen weder auf dem lande noch über
prücke noch über steg. — vordert auch mein herre, daz im daz gebeszert und ab-
3o gelegt werde und furbaszer nicht mer geschehe.
[35] Item mein herre was schuldig den von Straszpung 2000 gülden, und do er
und dy seinen sich zu einander verpinden solten, do sprechent ir erbere botten dy in
der sachen von irer wegen reytent und wiirbent, mein herre vorgenant bedürfte kein
sorge des geltes halb haben, er solte sein wol ledig sein, ez würde nymer an im
35 gefordert, do aber der bunt vollging und beschah, do betwungen sy meinen herren,
daz er in betzalen moste und hat desselben geltes auff 1200 gülden beczalt. — do
vordert mein auch mein^herre, daz sy im daz keren.
[3Üj Item sy haben auch aufgesetzet und gemachet ein gebot: welherleige in dy
slat gefiiret wirt zu verkauften, ez sey wein oder koren oder ander kaufmanschaft,
*o daz dasselb niemant gekauften getar, denn ir burger und dy sessehaft sein in der
stat, wenne ez denn der also kauffei, so verkauftet derselbe ez danne fürbasz, als in
lastet, domit auch aller meniglich weihe süs von den herren, von dem lande oder
yeman anders frembder geschediget und gehindert werden.
412 1393
[37] Item sy rennent auch meinem herren in sein gerihte in steten und in dörffern
und vohent im sein leutte und fürent dy awsz seinen gerihten in ir stat unervolgeter
dinge, daz allez wider reht und wider meines herren freyheit ist. — vordert auch
mein herre, daz im daz gebeszert werde und fürbasz nicht mer geschehe.
[38] Item sy nement auch jerlich 20 marck silbers von mins herren stat zu
Rynöwe, dy man in von ires gewaltes wegen do har geben müste und woltent doch
nie gesagen noch briffe zeigen, ob sy dheine habent, warümb man sy in geben solle.
— do vordert auch mein herre, daz man im do widerkere und im die seinen dovon
fürbasz mer unbekümert lasze.
[39] Item sy haltent auch, meinent und wöllent, waz boten sy awszschicken, to
wohin daz denne ist oder wie ioch dieselben boten sint, waz dy sagen, daz den dar-
umb zu gelawben sey und daran nyemant wider reden solle, daz auch dicke meinem
herren und den seinen schaden und bresten braht hat. — vordert auch mein herre,
daz daz abgeleit werde.
[40] Item sy haben auch mit irem frevenlichen gewalt darezu braht, daz sy nit a
wöllent, daz mein herre sein empter, nemeklich die vogtey, der Schultheis zt&m,
burckgrafenampt, zollertüm, mü n tzmei s t eramp t, insiglermit ymant
anders setze denne mit den iren dieselben mit den denne von den
iren dy empter gesetzet werden, getörrent meinem herren nicht fürbringen, waz im
an denselben seinen emptern schade, nütze oder gut sey, dasselbe auch meinem herren «
dicke und vil schaden braht hat. und werdent meinen herren domit seine empter
geswechet und gekrencket. — vordert auch mein herre, daz im der schade und
smacheit abgelegt werde und nicht mer geschehe.
[41] Item sy haben auch meinen herren seinen official, seinen prelaten, seinen
zoller und ander, der er sich behelffen solte, und dy umb seine reht, sein freyheit n
und ander sein sache wiszent, in eide genommen und sy von der stat getriben, daz
sy zu im nicht getürrent konien noch ime fürbringen, daz im und seiner stift not-
dürftig were, daz auch meinem herren zu küntlichen schaden kümmet. — vordert
auch mein herre, daz ime daz abgeleit und gebeszert werde und fürbasz nit mer
geschehe, sy haben auch dem zoller genomen die bücher, domit er meinem herren -m
seine reht weysen und verrechnen sölt.
[42J Item ez sölten auch alle wirte in der stat meinem herren sweren furzu-
bringen und zu rügen alle zolle von iren gesten, als sich daz denn heischet, daz
weren sy auch mit irem gewalte, domit meinen herren sein zoll entragen wirdet.
[43] Item sy haben auch nü in der zeit disz krieges mit irem mütwillen und 3=>
gewalt frevenlich genomen in dem münster und in versicherten sloszen des münsters
der stift ingsigel, daz auch wider reht und wider meins herren und seiner stift frey-
heit ist. — vordert auch mein herre, daz im und seiner stift dy smacheit gebeszert
werde.
[44] Item sy haben auch newleich ein gebott und ein ordenung gemacht, welcher ir 40
burger ein pfründe ein jar ynne hat, ez sey mit unreht oder mit reht, daz sy den
dobey hanthaben wöllent wider meniglich und wöllent sich nit keren weder an unsers
heiligen vaters des pabstes brieffe noch keins andern herren noch rihters briffe. —
1393 413
vordert auch mein berre, daz ime der frevel und der unreht gewalt gebeszert werde
und furbasz nicht mer geschehe.
1 15] Item sy Iiaben auch bey meines herren zeitten ein gebott gemacht, daz sy
nil wöllent, daz yemant dhein selgeret besetze oder mache hoher denne 5 sol. mechte
» aber ycmanl daz böber, daz solte kein kraft haben, sy erkennent ez danne und tun
doch dy erkent nasse nit umb, daz nit darawsz werde, daz doch allez wider got und
der sele heil ist. — vordert auch mein herre, daz im daz gebeszert und abgelassen
werde und furbasz nit mer geschehe.
j 16] Hein der abt von Peris hat ein sache wider den techant von sanct Peter
in zu Straszpurg, den man nante den Koppen vor meines herren official von eins selgerets
wegen, do verhüten sy demselben meines herren official, daz er in den sachen nit rihten
solte. daz moste er auch tun, wie wol bede partey und auch dy sache geistlich
waren und enkonde dem abt kein reht wider varen vor meins herren gerihte. und kom
des zu groszem schaden solcher ding und geböte, dy sy dick getan haben, darumb
i5 meins herren geistlich und werntlich gerillte dick und vil nidergeleit und gekrencket
ist worden. daz ich mute von meins herren wegen, daz im daz gebeszert und
gekeret werde, als ez reht ist.
[47] Item umb diese vorgenanten stucke und artickel alle hat mein herre
rehtes begert und gefordert und ouch daz reht gebotten auff nemelichen tagen in
üo diesem kriege, als er von gebot und geheisz wegen unsers herren des römischen
königes und mit demselben unserm herren dem könige mit ine zu kriege komen ist.
und wann sy daz reht also von ime awszslügen und des noch keins geleichen von
in nit bekummen möhte, so hat er von sein selbes und seiner stift wegen gemüst
diener gewinnen und in manigen weg grosse koste haben, do zu sy in allez für un-
äa rehtet haben, und umb dasselbe unreht und als sy daz reht von im awszgeslagen
haben, hat auch mein herre von sein selbes und seiner stift wegen in widerseit und
vordert auch den kosten und schaden darin, so in und dy seinen mutwilliglieh und
wider reht braht haben, daz ime daz awszgerihtet werde, als billeich ist.
[48] Item mein herre behalt auch ime selber, ob im notdürftig were oder ver-
N geszea bette dheinerleige stucke oder artickel mer furzubringen, dy zu bessern, zu
nieien oder zu mynnern, daz er dasselbe wol getün muge und im sein reht darumb
behalten sol sein.
Str. St. A. AA. 1416. Fapierheft in Pergamentumschlag mit der Aufschrift : Byschoffe
Friderichs anesproch und andern seiner helffer. cop. coaev.1
■ 723. Nachträge zu den Beschwei'den und Forderungen Bischof Friedrichs u,i
(He Stadt Straßburg. [1393 Februar.]
Alia cedula.
[1] Item dy von Straszpurg werent meinem herren von Straszpurg, do er reht
zu bet, in dy 80 marcke zu Gamshcim, zu Hetenhofen und zu Kilstette und zu Hin-
40 ' Auf den folgenden Blättern finden sich unter der Ueberschrift Alia cedula noch andere Forderungen
des Bischofs und einiger seiner Anhänger, die unter den folgenden Nummern abgedruckt sind.
414 1393
stette und zu Sufelwihersheim und zu Freudensheim. und ist die summe 150 lib. und
14 lib. den.
[2] Item disz sölte auch meinem herren werden von der awszfundigen bette von
yedem virteil rocken und weiszen geltes 5 den. alle jar jerlichen, waz do gölte ist,
und von iedem virteil habern und gersten 21/., den. und von eim pfund geltes ein »
untz den. von disen dorflern Gamsheim, Bettenhofen und Kilstette. hie zu het mein
herre reht, und hant ez im die von Straszpurg lange zeit yme behebet.
[3] Item do sitzet zu Gamsheim auf einem hof, der do her Bertholt Schultheisz
sun ist von Straszpurg sein leheman, in meins herren geriht, den wil er nicht laszen
meinen herren dynen und gehorsam sein als ander sein leite, und nymet teil und n
gemeyne an almende und an andern dingen fülliglich als meins herren annlütte, und
hat daz gewert ettwy manig jare.
[4] Item do ist auch Hensel Syfrit von Kilstette, den wollent sy meinem herren
nit laszen dienen, und hat alweg fewer und rawch und teil und gerne} n an almende,
an weiden und an andern dingen gehabt zu Kilstette als ander meins herren armlütte. 15
[5] Item do nymet auch der lonherre zu Kilstette dy almende, dy meins herren
und seiner armen leutte sint, und acker und weyde und setzet bäume darauf und ver-
grebet sy, daz sy ir mein herre noch sein armlütte nit mügen genieszen. und setzet
darauf steine an geriht und an reht und mit gewalt den armen lütten und schencket
auch wein in meins herren gerihten zu Kilstetten und wil meinem herren nit ver- M
üngelten
[6] Item do nymet auch Wilhelm Metziger eine mate zu Honowe, der man sprichet
dy sleige, in meins herren geriht und weret meinem herren und seinen armen lütten
darauf zu faren, wanne mein herre und dy seinen nit anders wiszen, danne daz ez
ir sey und nit sein. -u,
[7J Item auch werent sy meinem herren in seinen gerihten, do er reht wil von
seinen lütten nemen, do schreibent sy den schultheiszen, daz sy kein andern geriht
sullent nemen dann für in auf der pfaltzen.
[8] Item dy von Straszpurg sint auch zu Dachestein ein gerieten und hant
meinem herren sein armlütten daz ir genommen unerfolget meins herren und seiner so
amptlütte und hin weg gefüret.
[9] Item auch sint sy gen Berse gerant in meins herren gerihte und haben
meinem herren einen armen man geslagen und gewundet an geriht.
[10] Item sy sint auch gerant gen Wihersheim zürn turne über meines herren
armlütte bey naht und bey nebel, als sy geclagt hant und hant meinem herren ein M
armen man erstochen.
II Alia cedula.
Ditz ist des gewaltes ein teil, den dy von Straszpurg getan hant in der pfleg
zu Berntein. zum ersten :
[1] Es ist zu wiszen, waz meins herren arm lütt korngelte oder pfenning gelts 40
oder weingeltes zu Straszpurg versetzent oder versetzet haben, sy versetzent es ab
acker, ab matten, ab reben, ab haws oder ab hoff, so wellent dy von Straszpurg nit,
daz kein geriht mer über dieselben guter gang und wollent ouch nit, daz dyselben
1 393 415
bauleüt, dy meinem herren sein steüer und sein gewerf gebent, die dy auf dieselben
guter kein stör und kein gewerff me legent. und daz bringet meinem herren groszen
gebresten und schaden in seinem laut.
[2] Ez ist auch zu wiszen, daz dy von Straszpurg an menigem ende in meins
5 herren lant sitzent und in meins herren laut walt, wonn und weyde nieszent und
he&slich und heblich do sitzent und wollent denne weder heitren wachen noch hüten
noch keiner hant ding tun, daz in meins herren nutz triffet und wöllent aller ding
frey sein.
[3] Item Schönemansz der rant über meins herren arm lütt auf einer offen
io strasz und nam in ir vihe und ir gut und waz sy hetten mit gewalt an allez reht
und uncrforderter ding und über daz, daz im mein herre nutz schuldig was. und nam
in ir vih und ir gut ropplich und treib daz gen Straszpurg in sein haws. do ging im
der arme kneht einer noch in sein haws und het geren gefraget, warümb er in daz
ir genomen het und wes er sy zieg, do slug er denselben kneht in seinem eigen
B haws durch den köpf und wolt im kein antwurt geben, und dasselb vihe, daz er in
nam, daz hetten dy armen kneht kauft zu Zabern umb wein und tribent ez dy rehtrn
lantstrazs aufhin. also koment dy armen kneht zu mir und clagten mir, daz sy Schonemans
auf einer offen strasz berawbet het und in genomen het, waz sy hetten. und hette daz
gen Straszpurg getriben und hette sy dartzu geschlagen und übel gehandelt zu dem,
8« daz er in ir vihe und ir gut gen Straszpurg getriben het in sein haws.
Item do schreib ich Schonniansen einen brif: mir hetten meins herren arm
liitt geclaget, wy daz er in daz ir genomen het auf einer offen strasz über daz, daz
ich nut enwust, daz mein herre oder dy armen lütt iht mit im zu schaffen hettent.
und dorumb so bette ich in, daz er meins herren armen lütten widerkert oder aber
25 mich liesz wiszen, wes er meins herren arme lütt zig. do wolt mir Schonmans meins
brifes noch meiner botschaft kein anttwort gen und gab mir auch kein, do komen
dy armen kneht zu mir, den Schonmans daz ir genomen het, und baten mich, daz
ich in gund Schönmansen anzugreiffen für iren schaden, daz wolt ich in nicht erloben
und sprech zu in : ich wolt in geren erloben, daz sy sein gut mit eim geriht und mit
so dem rehten angriffen, daz tatent dieselben kneht und giengen gen Zellenberg und
bekftmerten do Schonniansen gut mit ollem geriht und mit dem rehten. do verschreib
mir dy stat von Straszpurg, daz ich die geriht unverczogenlich abliez, daz wölten sy,
het ich üt an irm burger zu clagen Schönmansen oder yeman von meinen wegen,
sy wolten mir in zu dem rehten stellen auf der pfaltzen. do verschreib ich der stat
:« widerumb, daz sy wiszen solten, daz Schonmans ir burger meins herren armen lütten
ir vihe und ir gut genomen hette auf einer offen strasz über daz, daz mein herre
noch dyselben armen lütt nit mit im zu schaffen hettent in keinen weg. und dorumb
so bette ich sy von meins herren wegen, daz sy Schönmansen underwysent, daz er
meins herren armen lütten widerkerte, dy er doch wider allez reht angriffen hette.
40 deüht aber sy iht anders, so wolt ich gern zu in reiten gen Northus uf einen tag
und wolt mich auf dem tag mit allen geleichen dingen und mit einem geleichen rehten
wo! Lauen benugen von der armen lütt wegen, den tag slugen sy von mir ausz und
wolten zu keinem tag zu mir reiten und schriben mir aber einen brif zu glicherweise
VI. sa
416 1393
als den vordem, dornach schickten sy ir soldener einen zu mir mit irem besigelten
offen brif und enputen mir, daz ich daz geriht und auch andren geriht und ander
stuck in meins herren lant abliesz und ez nüt me tet, und wo ich ez mer tet, daz
wolten sy mir nymmer gestatten.
III. 5
Item daz ist daz unreht, daz dy von Straszpurg meinem herren hant getan in
der Mortenowe.
|1J Item zu dem ersten in Grieszheimer geriht so haben sy im genomen sein
lütte, dy von alter her sint gewesen der stift und sy im auch dieselben lütte, der
ein teil burger was worden, ledig seyten noch dem ersten kriege und sy im seither io
wider genomen hant. und hant im auch unterstanden zu nemende walt und weyde,
dy doch meins herren von Straszpurg und meins herren von Lichtenberg und irre
lütt sint gemeyne gewesen ye und ye, daz nieman für dencket. auch hant sy unter-
standen ein herberg zu nemende zu Sande in dem dorff uf meins herren lütten, do
doch keiner so alter in demselben geriht ist, der ez ye gedencket, daz man ye kein ig
herberg do inn geneme, sy sint meins herren von Straszpurg oder meins herren von
Lichtenberg oder ir burger. auch mügent meins herren amptlütt dar legen stewer auf
dy vorgeschriben lütte, dy man meinem herren ledig hat gezalt. do gingent aber dy
von Straszpurg dar und erlawbten dy amptlütt und ander meins herren lütte anzu-
greiffen und brahten ez dartzu, daz wir in dy plant wider musten geben und ledig 20
sagen, über daz sy meins herren werent.
[2] Item so ist daz ander, daz sy understanden haben, wo man ir burger fronche (!),
in welhem gerihte daz ist genseit Reins in den dörffern, do haben sy ez zu braht
mit irem gewalt, wenne sy irre briefe drey awsz gesendent und man in denne daz
nicht e entslug, so erlawbent sy meins herrn lütt gar anzugreiffen, niemant awszge- 25
nommen, daz doch an den vorgeschriben gerillten von alter her reht ist gewesen)
daz man niemant geriht sol versagen, der auch daz geriht anruffent ist.
[3] Item in dem geriht zu Acher, do kom ein fremder kneht hin und hiesz der
Heintz Zimmerman und swur hinder meins herren geriht zu beleiben mütwillicklich
und versichert auch daz. der für donach gen Straszpurg und wart burger, do gingent so
do dar dy von Straszpurg und erlawbten in meins herren lütte anzugreiffen, biz daz
man im sein bügere ledig muste sagen und sprachent: der eyt, den er het getan,
den künde in nutz «wenne twungen eyt wer got leyt» und brachent in meins herren
gerihte dartzu, daz man in müste ledig sagen, item daz hant sy nüt sunderlich an
dem getan, sy hant meim herren und seinen gerillten manigen also genummen mit s»
irem gewalt.
[4] Item ez sint auch gewesen knecht, die heiszent dy hüseler, dy gingen bey
naht und bey nebel in meins herren geriht gen Onspach und vingen ein sein arman
an seim bett, heiszt Henslein Byschof, und fürten in mit in hinweg wol auf ein meile
und must in sweren sich zu anttworten gen Straszpurg und bey demselben, daz erz *°
niemant sagte, er were amptman oder schutheisze. do bat dy stat von Straszburg
mein herren, daz er in daz vergebe, daz tet mein herre und meinent auch dieselben
1393 417
knehto wider mein herren noch dy seinen niemermer zu tunde, wenne sy doch vor-
mals auch meins herren worent. daz haben sy anderweit wider gebrochen, daz het
in dy Btat von Straszpurg geholffen über daz, daz sy doch nihts mer mit in zu tun
sollen lian, so sy hinter meim herren seszhaft werent mit den besten hewsern.
» [5] Item ein kneht gewunnen wir zu Straszpurg auf der pfaltz mit dem rehten
noch lies rats urteil, was von Sassbach, der ist noch heut bey tage in der stat und
mag meim herren noch seim gerihte nüt werden.
[<>| Item so ist einer, heiszet der Strage, der was eygen zu Sassbach in meins
heilen hoff, daz kam zu Dachenstein zurede, do mein herre was und auch dy von
I» Straszpurg. do erzelt Jacob Röbely von meins herren wegen, wy sich alle sach er-
loffen het. do dy von Straszburg daz gehortent, do baten sy meins herren gnade,
daz mein herre den vorgenanten Stragen liesz ir genieszen und daz man im nüt
desler ungnediglicher tettc. und solle mein herre und sein amptlütte mit im leben und
tun als mit andern seinen lütten, daz het er allez sampt gebrochen und het meim
'■r> herren dy seinen seit nider geworffen und band im daz dy von Straszpurg geholffen,
über daz sy in meim herren lieszent.
[7] Item es ist auch zu wiszen, daz sy alle newe zolle, dy sy in irre stat auf
haben gesetzt, dy sollent sy nit nemen von kein meins herren taten, wanne man vor
in auch kein nam an allen meins herren zollen, dy newe worent aufgesetzet. daz
■ haben sy nit gehalten und haben in genomen von meins herren lütten, über daz sy
ez nit tun solten.
[8] Item so haben sy auch an meins herren geistlichem geriht in der stat ge-
nomen von 1 lib. 4 den., über daz sy ez nit tun soltent.
[9] Item so soltent alle meins herren amptlüte fürgeben -über Rin faren, do
ii> müeszen wir alle betzalen, über daz wir und dy unser kneht nütz geben solten.
Str. St. A. AA. 1416. Papierheft in Pergamentdeckel mit der Aufschrift: Byschoffe Frid-
richs anesproch und andern siner helffer.
724. Forderungen der Stadt Straßburg an den Bischof Friedrich von Straßburg.
[1303 Februar.]
Dis ist die anesproche, die unser stat het an den byschoff von Straszburg:
[1] Zum ersten, do wir den byschoff zu eime bischofe empfingen!, das ist wol
sübentzehen jor, do swür er uns uff shne hertzen, uns by unsern rehten, friheiten
und gewonheiten loszen zi'i blibende, als wir die bizher gehebt hettent und sünderliche,
also wir die hettent by bischof .lohans von Lichtenberg ziten und uns ouch die zu
merrende und nit zi'i minrende.
[2] Item alse der byschoff sinen lebelagen und die wile er bischof zu Stroszburg
isl, sieh zu uns und unsere stat verbunden het und wir uns gegen ime hinwider
ouch verbunden hant, die büntnisze wir zii bedensiten gesworen hant stete zu habende,
das wir in do derselben büntnisze ermanl hanl mit unsern briefen, das er und sine
amptlüte uns und den unsern sine slosz und veslen uff dun sultent und uns ouch
418 1393
beholffen sin soltent mit namen gegen marggrofe Hessen von Hochberg, uff jungher
S ymunt von Bitsche, uff hern Hanneman vom Huse und andere etc. das er noch sine
ambtlüte uns nit gehalten hant und sünderliche, do wir uff marggrofe Hessen zugent
und uns der byschof geseit hette, das man uns zu Ettenheim usz und in solte loszen.
und er sprach, das er es bestalt hette, das man das dun solte. und wir die unsern 6
dar uff Ettenheim schihtent mit eime guten harste, daz man die unsern do zu Etten-
heim nit in wolte loszen und mustent vor Ettenheim bliben ligende. daruff ouch sich
marggrafe Hesse besammelte und wolte die unsern übervallen haben, des wir zu
grossem kosten und schaden kummen sint.
[3] Zu andern ziten, do wir vor dirre büntnisze ouch zu dem bischofe verbunden io
werent, do manetent wir den bischof und sine amptlüte uff jungher Johansen von
Ohsenstein seligen und uffe den probest von Lutenbach etc. do det er uns ouch, das
er uns nit dün solte.
[4] Item vor und e sich diser krieg erhüb, do hortent wir sagen von grossen
huffungen unde sammenungen, die in dis lant zugent und santent darumbe unserre 15
erbern botten zu dem byschofe und dotent die den bischoff frogen, ebe er ütschit
dovon wüste, do antwortete er: er wüste nit darumbe, doch er wolte sich darnach
erfaren, befünde er üt, das wolte er uns loszen wiszen. darnach kam uns aber vür,
wie das grosse herste in dis lant zugent und schribent dem bischofe darumbe und
verkündetent ime das und bottent in: wüste er üt, das er uns das liesze wiszen. 20
do verschreib er uns wider sin grüsz und: *Ir lieben getruwen. wir wiszent nit, wir
wellent uns darnach erfaren, und empfindent wir üt, das wollent wir üch loszen
wiszen.» und derrihte darnoch und in den dingen do widerseitent uns sine amptlüte
und dienere von des byschofes und nit von unsers herren des küniges wegen,
und dotent sie vor und e, danne uns bischof widerseite. darnoch erste widerseite 15
uns der bischof und het uns domitte zu groszem kosten und schaden broht und het
uns ouch das geton über das, do der bischof zu unserme herren dem künige für.
do bottent wir in, das er unser wegen werben solte an unsern herren den römischen
künig. do sprach er, er wolte es dün.
[5] Item darnach so het uns der byschof mit andern herren widerseit von sin 30
selbes wegen.
[6] Item wir sint indewendig kurtzen ziten mit dem byschofe gerihtet unde ge-
slichtet von aller der spenne und missehelle wegen, die sich verlöffen hettent bitz uff
die zit, das die rihtigunge zu ging, darüber so ist in der rihtigunge begriffen, wie
man unsere edeln burger unde unser ehter in des bischofes stetten halten solte. das ss
het uns der bischof nit gehalten, also die rihtigunge begriffen ist.
[7] Item es soltent alle des bischofes schultheiszen gesworen haben in den ahte
tagen, noch dem das die rihtigunge zügeging, also ouch das in der ryhtigungen be-
griffen ist, das sie das dem bischof solich soltent haben, das sie das swürent, das ir
keinre von unsern burgern oder ire bürgere rihten solte nach unserme erste ver- ■*<>
kündende, das sie das nit gehalten habent.
[8] Item wir hant zu ziten erber lüte zu Ettenheim und anderswo gemant umbe
unserre wissenthaften zinse, das sie uns die gebent oder aber leistetent, als sie
1393 Hü
gesworen hettent, das in do der bischofl* da« gewert het and sie nit wolte loszen
leisten and ir eide und ere hallen, daz sie doch gerne geton hettent.
[9] Item 80 het der byschof nuwe zolle gemäht und von unsern burgern genummen
mit namen zu Ettenheim, zu Capelle, zu Haselo, zu Zabem und anderswo etc.
Str. St. A. AA 112 nr. 141. cop. eh. coaev.
725. Forderungen der Stadt Strassburg an Bischof Friedrich
unter der Ueberschrift : Dis ist die vorderunge und gebresten, die wir und unser
bürgere und die unsern hant an unsern herren den bischof: 1) dass er Johann Wis-
zorn wiedereinsetze zu Osthofen. — 2) Reinbolt von Mülnheim und Hug Tütschman
io einsetze zu Barg Werde. — 3) dass er ledig zahle Claus Zorn den Lappen der 100
Gulden, die er Burkhard Swane geben sollte von «des huses wegen zu Wickersheim«.
— 4) dass er wiedereinsetze Thoman von Undingen und Claus Richter gen. Tütschman
in ihre Burg Niedeck und letzteren in seinen Teil des Breuschthales. — 5) dass er
Erhard von Sarbyrg ledig schaffe, wie sie auch die seinen ledig gemacht haben. —
n. 0) dass er Gerhard Schoube und andere Amptleute anhalte und anweise alle Ge-
fangenen und Heschlagnahmungen ledig zu lassen. — 7) dass er überhaupt für Bezahlung
aller Schulden, versessener oder während der Krieges fällig gewordener Zinsen sorge.
[1393 Februar.]
Karlsruhe O. L. A. Kopialbuch B. 46 ". cop. coaev.
m 72(i. Forderimg und Beschwerde Johanns von Lichtenbergs an Straßburg.
[13U3_Vebruar.]
Dis ist die vorderunge, die ich Johans von Liehtenberg an die stat von Strasz-
burg habe.
1 1 1 Zürn ersten, das sü mir min lüte abe empfohent und hant empfangen zu
n bürgern dise mit namen : Diether und Smicker von Nuwenwilre ; Hans Gerhart von Inge-
wilr; Cüntzen den vogt von Rufach; Ychenheim Fritsche kSfherren ; den schultseiss
von Nuwilre und sine kint und vil janderre. so sint doch dise vorg. über sehtzig
dusent güldin riche gewesen ane andere.
[2] Item so vorder ich den schaden, der mir in dem kriege geschehen ist zwü-
H schent herren und stetten, das sü geschaflet hant, das es mir geschehen ist, über
das sü mir versprochen hant, das es nüt sin solte mit rehten fürworten. das schat
mir, minen mannen, dienern und lüten über viertzig dusent güldin.
[3] Item so hant sü mir Prümat bürg und stat minen teil gebrochen, das schat
mir zehen dusent güldin und ine.
35 [4] Item so sint sü mir schuldig fünf hundert güldin und hundert unde süben-
zehen pfunt pfennige.
[5] Item so hant sie mir einen gefangen genummen Heinrich Kammerer, zu dem
ich reht hette, der gab in 700 güldin. und müste ich fünfzig güldin zu atze bezalen,
den sine knehte verzertent und wart mir nutzit von dem gefangen.
4'20 1393
[6] Item so müste ich dem von Fleckenstein keren 120 lib. und schatte mir me
denne (50 lib. darzü über das, das ich es nüt schuldig was zu kerende mit keime
rehten.
[7] Item so müste ich vür Klein-Hug von Brümat geben 250 güldin und 2 güldin,
des ich mit dem rehten nützit schuldig was. und war darumbe geschetzet, das ich i
es müste geben, das ouch küntlich ist für den selben Klein-Hug.
[8] Item so ist man mir in der stat schuldig 200 marg silbers, des ich gute briefe
habe, die sie mir ouch nit wellent loszen werden.
[;)] Item so hett min herre von Stroszburg vür mich gebotten, das sü mir min
schulde gebent, die man mir in der stat schuldig ist, so wolte ich in alle ire schulde, u>
die ich in die stat schuldig bin, bezalen und alle verkSfte gesatten gülten. do wolte ich
sie bewiset han, das min herre und sin rot gesehen hettent, das sü alle jore ire gülten
genummen hettent uf dem mine. des sint sü mir uszgangen und hant mich darüber
angriffen und^mich geschediget vaste. und lüte, die ich under mir sitzende habe in minen
gerihten, die anderre herren sint, die hant sie dun sweren usser mir zu ziehende u
oder aber sü wellent in nemmen, das sü hant. und mine lüte, die in ander herren
gerihte sitzent, die hant sie ariegriffen vür anderre herren, do sü sitzent, und wellent
in nützit wider geben und butent und verköffent das. und hant mich getrenget und
trengent mich von minen gerihten, rehten und lüten wider die frvheit und reht, die
ich von kevsern und kunigen habe in manigerleye weg, des ich wandel beger, obe "-"
es mir geschehen mag.
Str. St. A. AA. 112 nr. 115. gleichzeit. Papierheft. Ebenda AA. 141G. fol. 18. eine noch etwas
ausführlichere Aufzeichnung der Beschwerden und Forderungen Johanns v Lichtenberg
727. Forderung der Stadt Straßburg an Junker Johann von Lichtenberg . [1393.]
Dis ist die anspreche, die unser stat het an jungher Johansen von Lichtenberg. 25
Sol man gedencken, wie wir den vür unsern rot besantent, do der bunt abe
ging und frogetent in, ebe er unser burger bliben wolte oder nit, das er uns do
antwürtete und sprach: er hette uns gesworen, so wer ime gutliche von uns be-
schehen, so wer er ouch kein habest, daz er ime selber keinen eit abe genemmen
künde, darumbe so wolte er ouch unser burger sin unde bliben und wolte uns ge- 30
horsam sin mit sinen slossen und vesten uns und die unsern darin und darusz zii
lossende, also das wir ime die nentent, uffe die wir danne halten oder die wir
schadigen woltent. also hant wir in sit etwie dicke gemant und ime ouch unsere
vigende genant, und het uns sine slosze nit uf getan und ist uns also ungehorsam
gewesen wider sin eit, den er uns gesworn het, also das sin besigelt brief beseit, den
wir von ime hant. und sint des zu groszem kosten und schaden kummen.
Str. St. A. AA. 112 nr. 141. coaev. lange Papierrolle mit einer Anzahl derartiger < An-
sprachen*.
1393 421
72JI. Forderungen Heinrichs von Lichtenberg an die Stadt Straßburg.
[1393 Februar.]
Di« ist die vorderunge, die ich Heinrich herre zii Lichtenberg habe an die stat
zii Straszburg.
'■' [1] Item zum ersten von der lüte wegen, die mir zu leste entwuschet sint, dar-
iimbe ich etwie dicke zu in in ire stat geritten bin in früntschaften und in eigentlich
erzalt habe, was ich an die lüte zu sprechende hette und das sü mich des liessent
gemessen oder mir aber daz rehte lieszent widerfarn, das künde mir nit von in ge-
schehen, darumbe hand sü mich ir lip und gut entwert, des ich zu grossem schaden
io bin kuminen.
\2\ Hein viiii der lüte wegen, die ire bürgere sint In minen. twingen und nennen
gesessen sinl, die hant sü mir ouch (Mitwert aller dienste und gebottes.
[3] Item von minre gerihte wegen, die ich zu lehen habe von minen herren und
ouch, die ich habe, der sü mich dick entwerfet habent.
15 [4] Item sü sint dicke in mine gerihte gerant über mine lüte und haut sü ge-
Bchedigel mich unherfolget.
[5] Item mit angriffen unherfolget und den minen daz ire genommen und sü
verjaget.
[6] Item einen totslag zu Westhofen, do sü mich entweltiget hant des gerihtes
i<> und nit woltent lassen rihten.
[7] Item von des zolles wegen, daran sü mich zu ziten geirret hant, den ich zu
lehen habe von mime herren dem keiser seligen und zii dirre zit von mime herren
dem künige. und hant mir die minen swerliche gezollet und noch dünt.
[8] Item das sü mich entweret hant minre manschaft und der gut, du von mir
•» zii lehen sint an den faren by Straszburg.
[9] Item es ist ouch zu wissende, das sü Hans von Albe in minen gerihten ge-
fangen haut und den strefelich getötet, der min man und diener waz.
Str. St. A. AA. 112. eop. coaev. Papierlieft.
729 Forderungen Heinrichs con Lichtenberg an die Stadt Straßburg.
[1393 Februar.]
3,1 Kz isl czu wizzend, daz ich Heinrich herr czu Lichtemberg czu sprechen und
</.ii vordem h&b an dy von Strazzpurg.
[1] Item czu dem ersten von der leute wegen, dy sy mir ab empfangen haben
mit namen Heinczen Kagen und seinen sun von llelbingen und Merczen von Diers-
heim und auch andere, darumb ich ynreit etwy dick in ir stat geen Strazzpurg und
sj sy halt, daz sy mir mein leutl liezzent, czu den ich doch recht hell, und ich yn doch
darumb daz recht volkumenlich bot für meinen gnedigen herren hern Fridrich bischof
czu Strazzburg, von dem auch dyselben lewt und gut ein teil czu lehen rüren, daz
singen sy von mir auz. da bot ich in daz recht auf drey oder auf fünf in ir stat,
daz sv auch von mir auzslugen. und über daz so wolten sy über mich geezogen sein
«o mit irem gewalt und wolten mich und mein lewt gesehedigt hau wider daz recht und
422 1393
umb daz, daz ich umb meins rechts nicht begeben wolt, dez ich und dy mein czu
grozzem schaden komen sint.
[2] Auch ist czu wissend, daz sy mich entweret hant der leut, dy hinter mir
gesezzen woren und noch sint in meinen twingen und benen und dyselben leut
walt, weide, wazzer und all almend genuczet und genossen haben bicz auf disen 6
heutigen tag also ander mein arm leut. und mer, daz mir dyselben keins dinsts ge-
horsam sint gewesen des gewalts halp der von Strazzpurg, darczu si dy selben von
Strazzpurg gehanthabt hant. davon mir grozz schaden komen ist. und sint der lewt
auf virczig.
[3] Auch ist czu wizzende, daz sy mich entwert hant meins gerihts czu West- w
hofen, daz ich von dem reich habe von eines dotslags wegen, darumb man daselbst
gericht solt haben, daz auch gegenwertig waz. und auch derselb in gericht gevangen
lag, der den mort getan hett, da verhütten sy mit irem gewalt, daz daz gericht nicht
davon richten solte und also leiten sy mir myn gerichte nyder wider recht.
[4] Auch ist czu wizzend, daz sy mich entwert hant meiner czoll, dy ich von 10
meynem herren seligen dem keyser und- meinem herren dem konig nnd andern meinen
herren hab, dez ich auch brif von yn hab und auch dyselben czoll genozzen hab
an mengeliche irrunge auzgenomen dv von Strazzpurg. und hant mir daz mit irm
gewalt getan widerrecht und hant sy von den meinen all dy weil frolich czol geno-
men in ir stat und auzwendiger stat. 20
[5] Auch ist czu wissend, daz sy mich entwert haben mit irme gewalt an recht
der var auf dem Rein bey Strazzpurg, dy ich furbaz von meynen herren czu
lehen hab und mein vordem und ich sy furbaz czu eime lehen geluhen hant. und
dez bin ich und dy meinen czu groszem schaden komen.
[6] Auch ist czu wissend, daz ich an sy czu sprechend han, daz sy dick und vil 2.-,
gerant sint. in dy geriht, dy mein sint, und die ich von dem reych und andern meinen
herren czu lehen han und mir und den meinen darynn smachheit erbotten hant un-
ervolget allez rechten und daz ich und dy meyn czu groszem schaden komen sint.
[7] Auch ist czu wizzend, daz sy mich gehindert hant an den Juden, dy hinter
yn gesessen woren czu Strazzpurg. wenn ich den ir hauptgi'it geben hett, daz ich 30
denn von wüchers wegen mit den Juden nicht übereinkomen kund, darczu sy dy
Juden haltent und darauf wistent, daz sy doch wider got und alz recht dotent und
darczu so trengent sy mich von der Juden wegen in wücher czu gebend, daz ich in
doch von rechts wegen nicht schuldig waz.
[8] Auch ist czu wissend, daz sy mir mein gericht, dy ich von dem reiche und 35
ander meinen herren czu lehen han und auch mein eigens gericht nyder geleit hant
mit irm gewalt an recht und hant daz damit getan, daz sy ir boten und brif schicktent
czu den meynen und in verhütten czu richten umb welcherley sach dy gericht weren,
so getorsten dy meinen nicht richten vor irem gewalt, dez ich und dy meinen czu
groszem schaden komen sint.
[9] Auch ist czu wizsende, daz sy mir in meinem gericht geritten sint und haben
leut darynn gefangen und sy mit gewalt darauz gefuret an recht und sy auzgefuret
und getötet mit namen : Johans von .Alb seligen, von dem sy doch nicht geseit hant,
1393 423
waz sy in geezigen hant, der doch mein man, mein dyner und mein amptman czu
der czeit waz.
[10] Auch hant eltlich dy iren mich und dy meinen angriffen auz und in der stat
von guter wegen, dy ich von meinem lierren czu lehen han, darumb ich denselben,
« dy inicli also angriffent, daz recht volliclich bot vor meinen herren, von den dyselben
guter czu lehen ruften, daz si doch von mir auzslugen und mich und dy meinen
darüber czu schaden prachten.
[II] Auch han ich und dy mein sy dick und vil gebeten und an sy gevordert
von geriehtS wegen, daz sy mir und den meinen sachen auztrugent nach gerichts
'" recht, dy doch für ir gerieht geezogen wurden, daz sy mit irme gewalt darezu sprochen
und dy nieiimu darezu trengen, daz sy ir sachen von meinen gerichten an ir gerihte
für sy czilien musten, daz mir und den meinen doch dick nicht von in beschehen
künde, und wenn sy meiner gerichte vorderten, daz in dann daz verezigen wart und
sein bresten hetten, dez ich und dy meinen czu grozzem schaden komen sint.
u [12] Auch hau ich an sy czu sprechend von ein dotslags wegen, der da geschach
czu Rottenhur in meinem gerihte ; desselben dotslags sy czigen den Schaffner von
Wickersheim, der da czumal mein amptman waz, und trengen mich darezu, daz ich
denselben meinen amptman für ir gerichtt stellen iiiusl von desselben dotslags wegen,
davon doch nymand billicher czu richtend hett wenn ich, wenn auch dy getat in
2u meinem gerichte geschach, daz ich und dy mein auch czu grozzem schaden komen
sint und mein gericht geswechet.
[13] Auch hab ich an sy czu vordem, daz sy einen armen knecht, hiezz Cünczel
Siieider, vingen czu Kilwilre in dem dorff und in dem gericht und furtend in mit
gewalt darauez und hingend in an seinen dumen und marteltent yn unverschulter
«5 ding und ane recht.
[14] Auch hab ich an sy czu sprechend von Ditrich Burggrafen wegen, daz der
mich und dy meinen geschedigt hat anz und in ir stat und mich auch meins rechten
(Milwert hat czu Swindratsheim in dem dorf von ettlicher leute wegen, dy darynn
in demselben dorf sessehafft waren und noch sint, daz er mir dyselben keins dinsts
so noch keinre rechte wolte lazzen gehorsam sein, daz sy mir doch billich und von
rechts wegen getan hetten, wenn mir auch dy leut in demselben gericht alle jar mein
rechl sprechent, daz ich an sy gevordert hab czu der czeit, da daz vorg. dorf mein was.
[15] Auch hab ich an sy czu sprechend von Wüsteten wegen, also ich da über-
kam mit meinen vetern seligen hern Heinrich und meinem veter seligen hern Conrat
■ herren czu Lichtemberg, daz ich daz vorg. dorf Wilstet mit seinre czugehorend umb
sy kaufte und mir gundent der losungen und dez widerkauffs gegen den, den sy ez
versetzet hetten, da wolten mir dyselben den ez samd der losungen noch dez wider-
kawls nicht gehorsam sein utnb dy summ, alz dy brif weisten, dy doruber geben
waren, bitz auf dy czeit bisz ich in gut darumb geben must, daz ich in doch von
in rechts wegen nicht schuldig was czu geben, und darezu trengen sy mich mit irem
gewalt, dez ich czu grozzem schaden und kosten komen bin.
[l(i] Auch hab ich an sy czu sprechend, daz sy gevischet hant in meinen wazzern
und mich in meinen wazzern geirret hant und mich darum geweitiget hant wider recht.
VI. U
424 1393
[17] Auch hab ich an sy czu sprechend, daz sy gejaget hant in ineynen wiltpennen
über daz, daz ez in dick verpotten wart von den ineinen, darüber sy ez mit irme
gewalt nicht lazzen wolten.
[18] Auch hab ich an sy czu sprechend, also sy Konigshofen abgesprochen hant,
daz doch von mir czu lehen rüret, damit mir mein manschaft geswechet wart. 6
[19] Auch hab ich an sy czu vordem, daz sy dem schultheizzen von Offendorf
auz meinem gericht fürten von Offendorf gen Strazzpurg und dümelten und martelten
in unverschulter ding, der doch mein amptman waz czu der czeit.
Str. St. A. AA. 1416. Papierheft fol. 14 ff.
730. Forderung des Grafen Heinrich von Lülzelstein an die Stadt Straßburg. io
[1393 Februar.]
Disz ist die vorderung, dy ich Heinrich grafe czu Lutzelstein tun an dy von
Straszburg.
[1] Item zu dem ersten vorder ich an sy, daz ir soldener mir meinen yungen
dynern und under mir gesezzen drewczehen stück hengst und pferd angewonnen in ia
den dingen, daz ich noch diselben meine dyner nicht mit yn czu tund hetden denne
gut und ir unbesorget waren, und czu derselben czeit, daz sy meinen dynern dy
hengst an gewunnen, da dienten sy irem eingesezzen burger, der meine dyner bat,
daz sy ym wolten dynen und helffen pfenden auf recht für sein wissenthafte schuld.
[2] Do vorder ich an sy, daz sy mir meinen schaden und dy habe widerkeren. 2u
der triffet hoher denn 2000 gülden, alz ich daz wol kuntlich wil machen und tun
kuntlich machen myme dyner, den der schad geschehen ist, wy ez recht ist und
benugt mich auch wol, waz mir und meinen dynern von rehts wegen darumb ge-
schehen sol.
[3] Auch vorder ich an dy stat czu Straspurg czu der czeit, da ich Sarburg dy 25
stat in pfant hett, und mir dy geschuldigt und gesworn hetten also irem rechten
herren und mir danach grozz gewalt und unrecht daten, daz doch wol kuntlich ist,
da unterstund ich mit einem aufsatz in der stat czu komend sy darczu czu halten,
daz mir mein voll geschehen wer, alz sy gelopt und gesworen hetten. da batt ich
meine herren von Straszpurg umb dinst und meinen bruder den tumprobst und umb 30
daz, daz mein vorgen. herre von Straszpurg ir burger Drig auch gebeten hett, daz
dy ym und mir dynten. desselben (!) Driger müste an virczig pfunt Straszpurger geben,
oder aber ewiclich für dy stat. diselben cwenczig und hundert pfund pfennig must (er)
minem (?) herr(n) von Straszpurg geben und hab ym seiderhar den vollen getan, doch
dynt mir mein bruder der tumprobst czu derselben czeit, da must er für sich selb »
vierdsechczig und hundert pfunt pfennig auch an semlicher maz geben alz vorgen.
stet, dem ich auch seither den vollen getan und gekert hab. und ist auf daz vor-
gen. gelt mer wenn die elvhundert gülden schaden gegangen, uncz ich ez beczalt
hab, alz ich daz wol kuntlich weysen wil mit guter kuntschaft, damit vorder ich an sy,
daz sy mir daz vorgen. gelt und schaden keren wollen, wenn mich dunckt, daz sy 40
ez umbillich wider mich genomen haben, und wil mich mit recht wol begnügen, waz
mir da von rechts wegen geschehen sol.
1393 \-ir,
[4] Auch vorder ich an sy, daz sy mir unterstanden hant leib und gut an czu
gewinnend auf dem veld in den dingen, da ich ir umbesorget waz. und habent mich
auch geprant und geschedigt unwiderseit und wider recht und bescheidenheit und
czu grozzen kosten pracht. und schadet mir daz mit namen zehentawsend gülden und
5 mer, daz ich wol kuntlich wil machen mit guter kuntschafft. und vorder auch an sy,
daz sy mir daz keren. und begnüget mich davon wol, waz mir von rechts wegen
geschehen sol.
[5J Auch ist zu wissend, daz mir mein herre der konig czoll czu Einhartshusen
und czu Luczelstein geben het. darumb han ich mein veterlich erb und den czoll
in von yme czu manschaft empfangen, da haben sy sich gesagt wider meins herren
konigs brif und ouch darczu getrungen, daz ich von iren eingesezzen noch auzburgern
wol in fünf jaren me kein zol getorst nemen noch wolten sy mir auch keinen geben.
daz schadet mir dy vorgen. fünf jare alle jare mer den fünfhundert gülden, daz ich
wol kuntlich machen wil. damit vorder ich an sy, daz sy mir daz kerent, wann (ich)
ir, mich mit recht wol begnügen wil, waz mir von rehtz wegen da geschehen soll.
[6] Auch nym ich in allen vorgen. stücken auz, ob mir icht vergessen were, daz
mir daz auch behalten sey, und daz ich auch mag czu allen vorgen. stucken ant-
worten und mein notdurft reden, und wer ez auch, daz wir dhein vorderung ver-
gessen were, da nym ich auch auz, daz ich dy mag vordem, wenn sy mir pidenckig
n werden.
[7] Auch ist czu wizzend, da dy von Straszpurg den czug daten über hern Con-
rad und über her Heinrich Beyer vor Lutzelstein hin, da schadten sy mir an dem
ynfaren und an dem herwider auzfaren an meinen armen leuten 400 gülden und
mer, daz ich wol kuntlich machen wil, damit ich an sy vorder, daz sy mir dy
u keren, wann (ich) mich mit recht wol begnügen wil, daz mir davon geschehen sol
von rechts wegen.
[8] Der von Straszpurg burger. nemelich Heintzman Arner und ander haben ge-
ritten auz der stat czu Straszpurg und auf dez reychs strazzen bey einer meil wegs
von der stat umb Eschaw gefangen Wornher meins herren von Straszpurg Schreiber
h und haben yn rewplich nider geworfen und ym genomen czwey pfert, sein geltteschen,
gurtet, swert, sein kleider und hatten in herteklich gefangen funfczehen wochen ein-
beslozzen gehebt und in ringen und wolten yn auf kein Sicherheit noch borgen czu
dheinem czil auf reht me auzgeben auf widerantworten noch rast, denn si wolten
gut haben, und darnach, da er auzzer der gevengnuzz kam, batt und vorderte mein
35 herre von Straszpurg selber an meister und rat, daz sy dy iren alz licht hetten und
wiscn, daz sy ym daz sein widerkerten und sein smachheit ableiten, und vordert
auch derselb meins herren Schreiber dick und czu manigem mal auf der pfaltzen an
meister und rat, daz sy ym schuffen widerker, alz sy mein her von Straszpurg ge-
peten hat, daz kund allez nie gehelfen noch verfallen, und ist der name, daz s\ \m
4o dez ersten genomen hant, besser gesin dennu newnczig gülden, so ist er sust an ander
weg, dez ym dy gevengnuzz geschadet hat und gepresten komen bey achthundert
golden, und ist der vorgen. ir burger Heinczman Arner hewt disz tags bey yn an
der stat. und waz auch daselbst bey yn sein husere und sein weip in der stat, da
426 1393
er dy missetat det. dem wellen nach gedenken, wy daz unrecht undjgrozz missetat
gepezsert werde und gekert.
Str. St. A. AA. 1416. Papierheft enthaltend eine Anzahl derartiger Forderungen.
731. Forderung der Stadt Straßburg an Graf Heinrich von Lützelstein.
[1393 Februar.] 5
Die anesproche an grafe Heinriche von Lützelstein.
Das er hern Cünraten von Liehtenberg seligen unsern burger het anegegrifFen
und geschadiget unwiderseites dinges über das, das ime derselbe her Cünrat selige
unser alle(r)wege(n) des rehten gehorsam were gewesen zu dünde.
Str. St. A. AA. 112 nr. 141. cop. coaev. (Papierrolle). 10
732. Forderung Ottemanns von Ochsenstein an die Stadt Straßburg.
[1303 Februar.]
Dis ist die anspräche, die ich Otteman herre zu Ohssenstein han an die stat von
Straszburg.
[I] Item zum ersten so brantent sü mir Marley und vingent mir mine armen lüte m
und schatztent sü umbe ahtzig pfunt pfennige.
[2] Item sü hant mir zerbrochen das kleine Ohsenstein in den dingen, das ich
nit mit zu schickende noch zu schaffende bette und nie schade dar uz geschach.
[3] Item ouch hant sü mir Löwestein zerbrochen.
[4] Item so nement sü mir Eckefersheim das dorf, das ich doch vant in mins n
vatter hant, und das zii lehen han von der stift zii Metze.
[5] Item so nement sü mir Göidertheim, das ouch do her zu lehen ruret.
[6] Item ouch bin ich min libes allezit vürlöibig gewesen und noch bin burg-
schaft halp, da ich in doch mine pfant nie gewerte.
[7] Item ouch hant sü mir minen man und diener mit namen Hanse von Albe 25
in mime gerihte gevangen, der alle zit das gerihte anschrey in demselben gerihte. und
darüber fürtent sü in mit gewalte enweg und hant ime hin höbet abegeslagen one
gerihte.
[8] Item so hant die iren, do sü gegenwertig uf dem velde worent, mir eine
arme frowe zu Mindefelt ertötet, die grosz kindes ging. 30
[9] Item ouch ligent sü mir in minen gerillten und mercketen, do man mir alle-
zit zu sprichet, das sü die lüte dar us s'chedigent. darumb mir grosse name und
schade geschehen ist.
[10 Item so ist mir Sultzbach min kneht gevangen und mir ein pfert und har-
nesch domitte genomen. und kan mir kein reht dovon widervarn.
[II] Item so trengent sü mich und mine manne, das man die gut uf ire pfaltzen
vür in verrehtigen müs, die doch von mir zu lehen rürent.
[12] Item so haltet mir Schönemansze mine briefe vür vür zwey und nüntzig
pfunt geltes.
1393 427
[13J Item ouch stalfent sü und die iren uf mich und miner diener lip, das wir
nil wustent mit in zu schaffende luin und trengent, uns das wir mustent vür mins
ampllülc von Straszburg riten und mustent uns vur den eidigen, das wir uf iren
schaden nie kumen werent danne in offen krigen.
Str. St. A. AA. 112 nr. 115. cop.coaev. (Papierheft.) — Ebenda AA. I41G. Ausführlichem
Aufzeichnung gedr. nr. 737.
733. Forderungen Bohemunds von Ettendorf an die Stadt Straßburg. 1139a.]
Dis ist her lioymundes von Ettendorf vorderunge an die stat von Strassburg.
[1] Item zum ersten so hant sä mich verbrant und schedelichen geschediget zu
io Dambach in myme dorffe, do sü mit grefe Emichen von Lyningen kriegetent, das ich
wol herfolget und uz gedragen mit ym habe und mir nie kerunge geschehen möhte.
zu denselben ziten yr höbtman was her Hans von Kagenecke und Swarber Hans.
[2] Item so hat Peter Museler ir ingesessen burger mir min schafe 6 hundert
genommen zu Diersberg, in den dingen, das ich nützit mit den zu schaffende hette.
n [3] Item so hant die von Strasburg ir gewalt und die iren mir min tal zu Diers-
pregf!) verbrant und Hofewilre min dorff und mir min gut genomen vor dem kriege,
der zwüschent herren und stetten waz, und e ich hellTer wurde min herren seligen
von Peyern.
[4] Item so Bebest sü myr mine herschaft eigendorf von Ettendorf ufTe ire
M pl'altze, da doch mine manne von myme eigen und iren lehen vor mir und minen
mannen zi'i rehte sullent stan.
[5] Item so hant sie mir Hans von Albe minen man und diener an geriht und
wider reht herdotet in den dingen, das er aller fede und fintschaft mit in geriht was,
daz er ie mit in zu schaffen gewan und des er gute besigelte briefe hatte.
H Str. St. A. AA. 112. cop coaev. Papierheft.
734. Forderung des Grafen von Württemberg an die Stadt Straßburg.
[1393 Februar.
Der Zuspruch, den mein herre von Wirttenberg zu der stat von Straszpurg hat,
der ist, daz sy ime in sein lant gelzogen sint mit aufgeworfenem baner, mit gewalt
anerfolget unbesorgeter dinge und unwidcrseit und sint dabey und damit gewesen,
so daz ime sein vatter, sein ritter und sein armlütte erslagen sind und er und dy sein
schedelichen verbrant und angriffen sint, des er und sein lant schaden genomen hant
an alle lodslege mer denne üml> hundert tavvsent gülden, umb denselben schaden
but mein herre von Wirttenberg nit mer denne eins glichen rechten von den von
Straszpurg.
36 Str. St. Ä. AA. 1416. (Papierheft.)
428 1393
735. Forderung der Stadt Straßburg an Junker Heinrich von Geroldseck und
Lahr. [1393 Februar.]
Die anesproche an jungher Heinrich von Geroltzecke herre zu Lore.
Er het gesworen ewekliche, die wile er gelebet, unser burger zu sinde und nit
wider uns zu dunde, darüber so het er uns widerseit und gröszliche geschediget. 5
Str. St. A. AA. 112 nr. 141. cop. coaev. [Papierrolle.]
736. Forderungen Junker Heinrichs von Geroldseck und Lahr an die Stadt
Straßburg. [1393 Februar.]
[1] Ez ist czu wissend, daz dy von Strazzpurg meinem jungherren gewert hant
mit gewalt an recht, daz er auf den gütern, dy er von dem reiche czu lehen hett, 10
nicht getorst richten an den stetten, da dy guter gelegen sint in dem lehen, ez wer
umb wunden, freveil und umb ander sache. und wenn sein amptleut richten wolten
in dez reichs gütern, so vingent sy dy von Strazzpurg und slügen sy und handelten
sy übel, und also wart meinem jungherren entweret seins rechten, daz er von dem
reiche czu lehen hett. 15
[2] Item mein jungherr hett auch giessen und wyger gelegen bey dem Heyn, dy
auch von dem reich mein jungherr czu lehen hett, da furend im der von Strazzpurg
vischer ein und vischtend darynn mit gewalt an recht, darumb pfanten sy meins
herren amptlewt auf rehte umb dy frevel und gobent in doch dy pfant wider, daz
sy einr czeit uberkemen mit meinem jungherren umb dy frevell, ob er recht darczu 20
hett. darumb wolten dy von Strazzburg meinen jungherren uberczogen haben, da
kam mein jungherre czu stund geen Straszpurg und überkam da kume mit yn, daz
sy nicht auf yn czugen. und santen dy von Straspurg botten von ir stat da czu und
vant sich an denselben botten, daz dy wiger und gieszen meins jungherren .warend
und gefrevelt und unrecht hetten. da batt mein jungherr meister und rat, seit ez sich w
vand, daz sy unrecht hetten, daz man ym daz bezzert, daz wolten sy nicht tun und
geschach ym nie kein bezzerung. darumb hett aber mein jungherr unrecht gehaben,
er must ez . . . swerlich gebezzert han.
[3] Item dy von Straszpurg haben auch einen czoll gemacht an dem Altheim
wege in meins jungherren gebiett, daz er czu lehen hett von dem reiche und da sy 30
doch nicht czu schaffent hant, und hant denselben czol lang genomen mit gewalt an
recht und kund meinem jungherren darumb kein recht beschehen.
[4] Item dy von Straszpurg hand auch dick und vil gerant in dy dorffere, dy
mein jungherr czu lehen hett von dem reyche, mit pfiffern umbescheidenlich und hant
ym dy sein gevangen, übel gewundet und geslagen und \n daz ir genomen. und 35
hant dyselben gejehen, wer meinen jungherren und sein sun bekomen in dez reichs
gutern, si hetten sy beid erstochen, und sand mein jungherr darumb sein botschaft
für den rat czu Straszpurg und clagt daz, dez wart ym nie kein antwort.
[5] Item mein jungherr waz schuldig etlich czu Strasspurg und hat mein jung-
herr einen walt, heiszt dy Sneit ; daz wisten dy von Straszpurg wol, daz er gar ein «0
gut walt waz und schuffent mit den schuldenern, daz ym nymand kein czil wolt
1393 429
geben, mit den er wol überkomen wer, der si gelossen hett uncz daz ym der stet-
meister und der ammanmeister czu den czeiten denselben walt ab traiihlcnt und
must in den walt czu kawfTen geben tawsend pfund neher, denn er wert wacz.
[0] Item dy von Straszpurg hant auch ein prucken gemacht über den
5 Reyn, daz «tat auf meine jungherren eygen. da er und all sein vordem ie und ie
sint über gefaren czollf'rey, da müs er und all dy sein czol über geben, da/, hant sy
ym getan mit gewalt und an recht.
[7] Item dy von Straszpurg dy empfingent meinen jungherren ab czu burger et-
wie mutigen seiner lewt in den czeiten, da dy herren und stett mit einander kriegten,
io wy doch mein jungherre ir helffer waz. und do sy dy also empfohen wolten, ob daz
s\ dy empfingent, da sant mein jungherr czu stund sein botschaft czu den von
Straszpurg und det sy ernstlich biten, daz sy ym dy sein nicht empfingent. enwere
in der krieg irenthalp und hett dy sein geheizzen flihen czu in und auch anderswo,
wo sie sich beschirmen und behelffen möhten. da sprachent dy von Straszpurg, sü
15 wolten sy emphahen und wolten sy selbst haben und antworten also meinem jung-
herren mit gewalt an recht.
[8] Item dy von Straspurg hatten auch meiger sitzen auf höfen in meins jung-
herren dorffer, dy er von dem reiche czu leben hett, und auch in sein eigen dorfTer
undnieszend d} selben meyer in den dörffern wunn, weyde und alles gemeinsam mer denn
20 dy ander leut, dy daselbst sizzend. und woltend dy meyger nie nicht davon tun kein bett,
klein noch grozz, und halten ez dy von Straszpurg dafür, alz wer ez ir eygen gut, und
wenn sy meins jungherren amptleut angriffend, so must man in czu samd widerkeren.
[9] Item mein jungherr hat verüben ein schofweide ein jorsczale czu Ichenheim
auf dez reichs gutern, daz er czu leben hett vom reich, daz weren ym dy von Strasz-
25 purg mit gewalt und wolten nicht, daz er schaf da hett und must dy schaf von der
weyde tun. und entwerten also daz meinem jungherren mit gewalt an recht.
[1()| Item mein jungher hat auch ein aw czu Ichenheim verluhen ein jarsczal.
da ging Götz Wilhelm der alt czu, der waz ein altammanmeister in den cziten czu
Straszpurg und waz gewaltig vor dem rat und must sich mein jungher verpinden
30 mit einem brief, den sy mit der stat von Straspurg insigel versigelten : wer daz mein
jungherr dy vorg. aw verkauf in dreizzig jaren, so solt dyselb a\v Götz Wilhelm
eygen sein ewicklich, umb daz mein jungher ym dy a\v nicht neher leihen weit denn
einem andern, und antwurten also meinem jungherren seins rechten.
[11] Item dy von Straszpurg ranten geen Altheim bey nacht und bey nebel und
35 vingen da meins jungherren schultheizz zu Altheim in dem dorf, daz mein jungherr
CZU leben hett von dem reich, und pranten ym (in) derselben nacht haws und hof
und allez sein vihe und waz er hatt, über daz er nicht mit yn czu schaffend hat.
[12] Item dy von Straszpurg warend auch meinem jungherren in sein wiltpenn
jagend und wizzen, daz er von dem reych czu lehen hett, über sein willen.
jo [13] Item dy von Straszpurg ranten auch gen Otenheim in daz dorf, daz mein
jungherr von dem reich czu lehen hett, und erstochen ym da einen erbern man, über
daz mein jungherr noch derselb man nicht mit yn czu schaffend hett. und torst mein
jungherr über ein dotslag nicht richten.
430 1393
[14] Item dy von Straszpurg entwerten und noment auch meinem jungherren
sein gruntrure, dy er hett auf dem Re\ne in seinem gebiet, daz er auch von dem
reich czu lehen liatt.
[15] Item wenn mein jungherr und dy seinen den von Straszpurg mosten recht
tun an mein jungherren gerichten, wenn in daz ervolget, so wolten sy nymand kein t
recht tun in dem gericht und sprechen : hett ymand an sy icht czu sprechend, sy
wolten yn darumh recht tun auf der pfaltz czu Straszpurg.
[1(J] Item mein jungherr behabt ym selber auch czu disen stucken czu redend
und hett er sich icht vergessen, daz sol ym keinen schaden pringen.
Str. St. A. AA. 1416. Papierheft in Pergamentdeckel fol. 22J23 ". lü
737. Forderungen Ottemanns von Ochsenstein an die Stadt Straßburg.
(1803 Februtir.]
Ez ist der brest, alz ich Ottmann herr czu Ochssenstein czu sprechende hab an
dy von Straszpurg.
[1] Czum ersten pranten sy mir Marley kirch und dorf und vingen mir mein »»
armen lewt und trungent sy mit irem gewalt, daz sy in achtzig pfunt pfennig geben
mosten für ein doten, da sy doch nie nichtz mit czu schaffend czu schaffen noch
czu tund gewunnen und begerten allezeit dez rechten von yn und künde mir nie
widervaren.
[2] Item hant sy mir Klein-Ochssenstein mein vesten czerbroehen in den dingen, to
daz ich mich nicht wüste mit czu schaffend noch czu tund han und in ouch nie
schad darauz, darein geschah, und han allezeit kerung von in darumb begert und
benuge mich auch wol mit dem rechten.
[3] Item auch hant sy mir Lowenstein mein vesten czerbroehen in den dingen,
daz ich auch nicht wüste mit yn czu schaffend han, da ich doch sundern veils, 25
brücken, porten und turn hett und ich, und dy von meinen wegen da \ nnen wareni,
mit irm krieg noch gescheite czu den czeiten nicht czu tund hetten, daz sich doch
mit warheit funden hat. und haben mir mer denn umb zweytausend gülden schaden
da getan, und beger dez kerung und benuge mich auch wol mit dem rechten.
[4] Item so nement mir ir burger mit namen dy Loselein daz dorf Eckfersheim 30
mit gewalt, daz ich in meins vater hant vant, und ez auch czu lehen han und trag
von der stift czu Meezig (!) und mich auch mit dem rechten wol benuge, \va ich ez
billich tun solt.
[5] Item gleich in derselben mazz nement mir ir burger dy von Mulheim Gew-
dertheim daz dorf, daz ich auch von der vorg. stift czu leben habe, und benuge mich 3ä
auch wol mit dem rechten davon in vorg. mazzen.
[6] Item so bin ich meins leibs allezeit unsicher gewesen und noch um burg-
schefte halp, da ich doch mein pfant nie gewert.
[7] Item auch hant sy mein mann und dyner mit namen Johans von Alb in
meinem gerichte czu Pfaffenhofen gevangen, der allezeit daz gericht anschrey in dem- i0
selben gerieht, und darüber fürten sy yn mit gewalt enweg und hant ym seinen kopfl ab-
I
1393 431
geslagen an gerieht, und beger dez kerung; benugt mich wol mit demselben gericht,
da er auz gefuret wart.
[8] Item so haut dy iren, da sy gegenwertig auf dem velde waren, mir ein arm
fruw ezu Myndevelt ertötet, dy groskinds ging.
■ ['-'I Hein auch ligent sy mir in meinen gerichten und merkten, da man mir all-
ezeit ezu spricht, daz sy dy leut daruz schedigent ; darumb mir grozz nome und
schaden geschehen ist.
[10] item so tringent sy mich und mein mann, daz man dy guter auf ir pfalczen
vor in verrechtigen mus, dy doch von mir ezu lehen rüren. dasselb tringent sy mich
10 in meinen huphofen und dinghof'en, daz sy diselben reht auf ir pfalcz vor in auztragen
wollen haben, und tringent niieh dy vorg. hof mit gewalt von iren gerichten und
rechten und benuge mich da mit wol mit den~rechten.
[11] Item so hant ir soldener und dy iren mir einen knecht auf der straszen
gevangen mit namen Sulczbach, ein pfert, harnesch, gelt, und was er hett, genomen
i5 und hant denselben knecht lang geturnet und eingeslozzen und kan mir kein recht
von in davon widervaren.
[12] Item so stalten sy und dy iren auf mich und mein dyner lieb, daz wir
nicht wüsten mit in ezu schaffend han ; und trungent uns, daz wir musten für mein
herren amptlewL von Straszpurg ritten und musten uns für den eydigen, daz wir auf
H iren schaden nie konien werent, dann in offen kriegen.
[13] Item auch hat mir Cuncz Mulner der ammeister meine anvell der stette ezu
Wangen mit gewalt genomen; und kund mir nie kerung noch recht von yn davon
widervaren.
[14] Item so hant sy iren burgertan ' ezu Straszpurg erweytert in meinen ban
»* ezu SchUtkeim und hant mir ein kreuez darynn gesät, denselben ban ich von dem reich
ezu lehen hab, umb denselben überbegriff mir nie kerung noch reht geschehen kund.
[15] Item so sint sy mir mit ganezer gewalt in geezogs weis ezu ross, mit wagen,
kerchen und ezu fuzz ezu Burne in meinem dorf gelegen und hant mir dasselb dorf
und lutt (?) und hant mir mer denn umb 2000 gülden schaden do getan; darumb
so ich allezeit kerung und recht begert han und noch beger.
[16] Item so waz ich ezu einer czeit der von Straszpurg hauptman. und hiezzent
sy mich ein ursag machen czwischen yn und Walther Schaden von Winstein ; dyselb
ursag ich mäht nach ir geheisz. und vingent dy vorg. von Straszpurg den egenanten
Walther in den vorg. ursagen. und starp der egenante Walther in vorg. gevengniezz,
85 dez ich in groszen komer komen bin und noch bin ; darumb ich allezeit kerung und
■echt bqgfixt han und mir nie leider varn kund.
[17] Item so hant sy mir czwene arme manne mit namen Sigel Pflug und seinen
sun gevangen und getürnet unschuldiclich, daz sich doch mit warheit vant; darumb
ich kerung beger an sy.
« [18] Item auch hat Cuncz Mullers sun dez ammanmeisters mir ein arm fraw von
Merczewilr gesehetzt umb 2 '/« hb. den., da er meinen vetern Johans herr ezu Lich-
1 So steht in der Vorlage, vielleicht ist burgban tu lesen
VI. 56
432 1393
temberg angreif, und embot mir einen dag und det mir sagen, welchen er meiner lewt
finde noch dem tag in dez vorg. meins vetern dörffer und gerihten sitzend und
wonend, den wolte er voll schuld für yn angriffen, und müsten all mein arm leut
von ir veterlich und müterlich erb von seinem gepot rumen und entweichen, dez si
czu grozzem verdinplichen (!) schaden komen sint ; und beger darumb kerung und recht. »
[19] Item so hant sy mich verprant czu Reichenshofen in dem tale und mir und
den ineinen wol 40 fuder weins und anders, daz sy hetten genomen in dem krieg,
der cz wischen fursten und stetten waz, ee ich vigent wart; und begere dez kerung
und benuge mich wol mit dem rechten.
[20] Item auch hant sy und dy iren mir wol 60 stuck vihes genomen in dem w
vorg. tale und meindent Rudolf meinen prüder angriffen ; und wolten mir daz nicht
keren noch auzgeben auf recht.
Str. St. Ä. AA. 1416. Papierheft fol. 24/26.
738. Forderungen Rudolfs von Ochsenstein an die Stadt Straßburg. [1393.]
Disz sint dy gebresten, dy ich Rudolf herre zu Ohsenstein an dy von Straszpurg 15
zu sprechen hab und an dy iren.
[1] Des ersten von Klein-Ohsensteins wegen, daz sy mir zerbrochen hant in den
dingen, daz ich mit in nit zu tunde het denne lieb und gut.
[2] Item von Johans wegen von Lichtemberg, also er mich unterstund niderczu-
werffen in den dingen, daz ich sin unbesorget was; und gewan in sein hengest und 20
gelt ein teil an. do drungent mich dy obgen. von Straszburg, daz ich im sein hab
keren muste, dafür ich mein gut versetzt und noch czins davon musz geben, und
slug daz reht auz vor unserm herrn dem könig.
[3] Item auch nemen sy mir mein lehen, daz ich von dem rieh zu lehen habe,
Ruprehtsaue und dy drew Husbergen wider unser besigelt brif, dy wir von dem rieh »
haben.
[4] Item ume den prant, den sy mir hant getan in der fyntschaft czwischen
herren und steten, waz in dem niderland und in dem tale zu Richenshofen, wider daz
ich des kriges nicht enwas, wenn ander irer eitgenozzen ein teil mit mir über-
kummen sind.
[5] Item so forder ich, also sy ein einval teten zu Marie und uns unser armlüte
scheeztend ümb ahezig pfund und den schaden.
[6] Item so forder ich den schaden, den mir dy Barpfennige teten czu Marie und
czu Northeim.
[7] Item auch forder ich, also sy mit der gewalt czu Phaffenhofen einkomen in
unser geriht und Johans von Alben seligen darauz fürten, der doch unsers gerihts
begert. und slugend im darwider sein hawbt abe.
[8] Item so haben sy mir ein arm frow erstochen und ein kint in irem leibe in
dem geezoge, den sy taten czum ersten ober dy herren, do sy herwider uf czugende.
und was herr Eberlin von Mullheim und herr Cunez Muller houbtlüte.
1393 433
[9] Item so wolten dy iren pfenden uff Oüman meinen bruder und erslugend
mir einen arm man cza (irieszpach in den dingen, daz ich czu der czeit nit mit yn
czu tun hett.
[1()| Item so forder ich ein pferd, daz nam mir irer burger einer wider reht;
5 und wolten mir kein reht lazen widerfaren.
[11] Item forder ich semlich brif an sy, dy mir ir burger Schönmansse vor be-
haltet widcrreht, also mich bedöncket.
[12] Item auch hant dy iren mich meins bruder seligen erbes entwert des dum-
probstes in irer stat zu Straszpurg.
'" [13] Auch sprich ich sy an von Henslein Hackens wegen ires burgers, daz sy
mich für denselben tröstend und mir in der trostung daz mein namen.
[14] Item so sprach ich sy an, daz mir Cuncz Mulner mein anfeile czu Wangen
genomen hat.
[Bin Nachtrag mit der Ueberschrift Ohsenstein enthält 5 Artikel, von denen
15 nur folgende 2 neues bringen] .•
[15] Item han sy mir Obreht von Alb meinen man und dyner in myme geriht ge-
vangen und mit gewalt darauz gcfurt, der sich doch nichts mit in weste czu tun
hant; und beger, daz mir darüme ein wandel gescheh nach des gerihts erkentnuss,
do daz ynne geschehen ist.
20 [16] Item hand sy mir min dorff Dampach verprant in dem krige, den sy mit graf
Emichin von Lynigen hetten, der mich nit anging und mit dem krig nihts czu
schaffen hette.
Str. St. A. AA. 1416. Papierheft fol. 26f27.
739. Forderungen Markgraf Bernhards an Strassburg : Schadenersatz für die
25 Plünderung der Stadt Selz, die er und seine Vorfahren vom Reich als Pfand haben,
desgleichen für den Schaden, den sie ihm von Selz aus im Städtekrieg thaten,
obwohl er von «dez konigs wegen muszig saz», ferner für schädlichen Angriff zu
Hochberg, wo die Stadt dem Markgrafen Hesso für seinen Schaden 1700 fl. gab;
ferner für Uebervorteilung markgrfl. Unterthanen an Ungelt und Zöllen, die 40,000 fl.
80 betragen, Abstellung der Bürgenaufnahme markgrfl. Diener und armer Leute und
Herausgabe vorenthaltener Erbschaften. [1393 Februar.]
Karlsruhe G. L. A. Kopialb. 46 ».
Reg. <l. Markgr. v. Bad. nr. 1576.
740« Forderungen der Stadt Strassburg an Markgraf Bernhard: Wiedereinsetzung
35 des Herrn Zornelin von Bulach in sein Haus zu Durbach, ferner all die Punkte, die
sie gegen Heinrich von Lichtenberg aufgestellt hat, nämlich Einsetzung des Thomas
von Endingen in sein Haus zu Westhofen und zu Ballbronn : Zahlung aller vor dem
Kriege gemachten Schulden, versessener Zinsen, Gülten, sowie aller während des
434 1393
Krieges verfallenen Zinsen, Gülten, Nutzen von Leibgedingen; Rückgabe weggenom-
mener Güter, Häuser, Höfe, desgleichen etwaiger Gefangener. [1393 Februar.]
Karlsruhe G. L. A. Kopialbuch 46 a.
Beg. d. Markgr. v. B. nr. 1575.
741. Forderungen des Landvogtes an Straßburg. [1393 Februar.] s
Dis ist des lantvogtes anesproche :
[1] Item gedenckent zu dem ersten, das die von Stroszburg so lange gewesen sint
mit frefel in der aberahte.
[2J Item gedenckent, das sie herren, rittern und knehten, stette, dörffer, und wo
gerihte sint, krenckent und zwingent mit irme gewalte, reht uff irre pfaltzen zu ne- w
mende ; do mitte legent sie des riches gerihte nider, das nieman getar von in gerihten
vor irme gewalte, wie wol alle gerihte vom riche dar rurent.
[3] Item also ouch min herre der künig, ander fürsten, herren und stette ge-
meinekliche zu Eger übereinkoment, das alle unserre bürgere, pfalburgere, wie die
genant sint, abe sollen t sin, die ouch andere abe geloszen hant, das wellent sie nit rs
dün. allen herren, rittern und knehten und armen edeln lüten. und überfarent die
rihtigunge und haltent ir niht die vereynunge, die zu Eger geschach. und sunder so
habent sie dem riche vor die bürgere, die sie vor hettent in der pflege zu Hagenow
und wenne des riches knehte angriffent umbe sture, so griffent sie wider darumbe
an und trawent den knehten in die turne zu werffende und machent do mitte, das 2o
nieman getar des riches stüre noch nutz gesamein.
[4] Item do behüb des riches burger einre zu Colmar mit gerihte und dem Stabe
einen von Stroszburg, der in doch vor uff dem velde gefangen hette one gerihte.
was do die von Colmar ires von burgers wegen geschribent, das künde nit gßhelffen,
das sy woltent iren burger wisen zu rehte zu kumende uff gemeine tage, da entran 25
der von Colmar burger und vant denselben, der in gefangen hette, zu Colmar darnoch
und behob in mit gerihte, alz vorgeschriben stat. darumbe so rantent sie vur Colmar
mit uffgeworffener baner und muste man in iren burger lidig loszen und tedingen,
wie sie wolten.
[5] Item do der Heilman meister was, do hulffent sie sime dohtermanne, das er 30
dem closter ze Peris, das in des riches schirm do lit und zu Colmar ingeseszen bur-
ger sint 25 lib. Stroszburger pfenninge geltz wolte haben abegenummen me denne
sie in schuldig worent. und künde in nie geholffen zum rehten zu kummende uff
tagen und stunden an gemeinen stetten, alz gewonheit ist. und mustent die von Peris
in noch volgen gen Stroszburg und do reht von in nemmen. und erfant sich doch 35
mit rehter kuntschaft und mit iren ingeseszen burgern, das die von Peris reht hettent
und auch vor in selber reht gewunnen. do hettent sie gerant in der von Peris hof
und ir schlosz ufgebrochen und ire munche [ . . . ] berost (!) gestossen und geslagen
und das ire in dem hofe genummen mit gewalt, die doch in des riches schirm sint,
und hattent von derselben sachen wegen anderre der von Colmar bürgere angegriffen 40
pferde, kerriche und silberin geschirre, das sie noch nie wider gekeren wolten und
1393 435
die smocheit, die sie denselben herren dotent, wie wol das sie reht gewunnent und
mar) in das gelt wolte haben abe genuunuen wider reht.
|<;| item ouch wissent, das sie den Juden haut abe genummen mcr druue ahtaig
diisent guldin über iren rchlcn dienst luicrluiilvet mins herren des kuniges von de»
5 riches wegen.
[7] Item ouch hant sie unerloubet grosze zolle und ungelt geleit uff des riches
lant und lüte und ouch uff herren, rittere und knehte und stelle in den landen und
mengelichem abcgenummen riehen und armen.
[8] Item sie hant ouch hern Hansen von Oberkirchen gefangen und getümelt
in und gemartelt alz ein diep. und kundent keine schulde uff in vinden anders sie
hettent ime ouch sin hobt abe gehöwen. über die smocheit so moste er sich zu in
verbinden mit sinen frunden und mögen, das er dem riebe noch nieman gedienen
getar, wie wol er des riches man ist.
|!)| Item so hant sie Heinman herren seligen sin hübt abegeslagen, der doch mit
is in nüt zu schaffende hette und ime iren win davor kürtzlich gesehencket hatte und
herren Gossen sinen brüder mit irem gewalte darzü getrenget, das er sich mit in
müste rihten und der anspräche sich gegen in verzihen.
[10] Item ouch hant sie Berhtold Schencken gefangen mit unsehulde^und ouch
darzü getrenget, das er sich mit sinen fründen gegen in verzigen hat, daz er dein
H riche noch niemand wider sie geholffen getar.
[11] Item ouch hant sie hern Thoman von Grostein us^dem künigriche geholten
äne schuld, das sie doch von rehte nit tön soltent,
[12] Item ouch ist derselben vil, abe den sie also gerihtet und getrenget hant.
ouch so hant die von Mülnheim alle, die an Obrehtztal teil hant, hern Friderich von
■ Hadstat ein dorf, heisset Wassemberg, mit gewalte langezit vor gehabet und one recht,
daz lehen ist von der herschaft von Österrich.
[13] Ouch so hant sie Hans Erben das far zu Gräfenstaden genummen mit ge-
walte und äne reht, das lehen ist von dem riche.
[14] Item und ouch viel smächeit, getranges und vurchtes, so sie dem riche und
8o mengelichem tunt und getan hant.
[15] Item ouch hant sie münssen abe getan und wider gemäht, damit sie das
lant umbe gros unmessig gut braht hant, alles unerlöbet, davon sie grossen nutz
gehabet hant.
[16] Item ouch hant sie des riches herren, ritter und knehte und stette mit
85 wücher zinsheftig in die stat gemacht.
[17] Item herr Stislaus was lantvogt und sante die von Strazburg nach ime in
dem kriege, den sie hettent mit den forsten und in das, alse er by in was, da stiessent
sie ime die sinen us der vesten zu Sels und entwurten in der vesten von des riches wegen.
[18] llcm so het er einen zol zu Lymperg von dem riche, da woltent sie ime
■io nie keinen zol gegeben und sint allewegen mit gewalte vür gefaren, so hant sie ime
ouch do selbes sine schif genummen und sine knehte in turne geworffen.
[19] Item do sü gen Lowenstein zugent, do brantent sie ime das sine zu Hagenau
vor der stat.
436 1393
[20] Item so ist er und sine sfinne irs libes vor in in sorgen gewesen zwey jare,
das sie nie keins rehten von in künden bekummen. und hant in daz reht für unsern
herren den künig, für mynen herren von Straszburg, für des riches stet, das im alles
nie gefolgen möhte. und hant in domit in grossen schaden broht.
[21J Item so hand sie Zebischen (!) gefangen wider got, wider ere, wider reht und 5
alle bescheidenheit. und hant in gemartert und das sine genummen. und enwoltent
ny laszen besehen, warumbe sie in hettent. und hand in getrenget, das er sich der
lehen, die ime unser herre der künig gelihen hat nnd der kober brief, so er an dem
hofgerihte erkobert hat, sich begeben müste. und hant ime sehtzig vierteil kornes zu
Anneheim (?) wol fünf jare. io
' [22] Item ouch hant sie des riches man betwungen, das si gelt nemen müsten
für ir var uf dem Rine, die doch von dein rieh lehend sint. und hant sie ein
brücke darüber gemäht.
[23] Item gedenckent ouch, als wir den krieg mit den von Fleckenstein hatten,
do nanien wir schaf, die unser finde warent. do sprachent sie, sie werent eins irs u
burgers und der hette sie behabet vor in und darumbe solte man ime wider keren.
do wer wir gerne kuminen zu gemeinen tagen und hetten gerne lan besehen und sich
erfinden nach des landes gewonheit und reht, obe die schaf unser viende weren
gewesen oder niht. das slugent sie als usz und fingent der von Hagenowe ingesessener
burger ettewievil und twingent mit irme gewalte, daz wir müstent hundert pfund 20
Strazburger für die schaf geben und woltent uns niht laszen besehen mit dem rehten.
Str. St. Ä. AA. 112 nr. 115. Papierheft.
742. Forderung Bruno s von Rappoltstein an die Stadt Straßburg. [1393.]
Dis ist die vorderunge von hern Brunen wegen von Rappoltzstein :
[1] Item zürn ersten, do der lantvogt her Stislaus von der Witenmüle die von 2&
Straszburg und mich anlangete von mins herren des kuniges wegen und in mit rehte
wol benügen wolte von her Johan Alesteins wegen mins gefangen, do besantent sü
altammanmeister und nuwe ammanmeister, alt und nuwe schöffele und antwürtent
alle gemeinliche, das sü ime nit helfen woltent noch soltent und sich nit an mich
noch an minen gefangen keren woltent und mir weder helffen noch enthelffen woltent 30
und ouch nit wider mich woltent sin. und dis bekantent sie mit gemeinem urteil, do
der egenante lantvogt und ich by werent, wenne sü eim iegelichem irem burger sine
alten kriege, die er zu inen broht hette vor uz nement, als sie uns antwürtent und
sprachent.
[2] Item do ich do gen Peyern geritten was zu erwerbende einen brunlöft ' zwü- u
schent mine herren von Peygern und dem grefin von Loufen, do zigent sü mich, das
ich ander sache würbe, die wider sie werent und verbuttent mengelichem in ire stat,
daz man mir noch minen bürgen, nieman kein zil geben solte by der stette bes-
serunge. und darumbe brohtent sü mich mütwilikliche me denne umbe 5000 güldin,
die ich den würten geben müste von leistunge wegen, der ich über were gesin. het-
i = brutlöft.
1393 437
tent sie das gebot nit geton und verbuttent ouch dozü me, wer der were, der von
min oder minre bürgen wegen rette oder bette umb kein zil kurtz oder lang, der müste
öeh in der stette besserunge sin, und schedigetent mich darzft wol umbe zwölf tusent
güklin, do sü mich ouch umbe brohtent.
ä [3J Item do rettent sie mit her Cünrat Pe^ger, das er werben solte an minen
herren den künig und woltent versichert haben mime herren dem künige, das si
imme inynen lip und mine slosz oder min gefangen in geantwürt und yme also geben
woltent haben alles, das ich yr umbesorget was, umbe das sü min herre der künig
usser ahte gelossen hette.
10 [-1] Item do understundent sie mir an zu gewinnende mine stat Rappoltzwilre,
in dem des ich ir ouch keine sorge hette.
[5] Item do kantent sü und Walther Wahsicher ir burger, mit dem ich doch nit
zu schaffende hette, für mine stat Rappoltzwilre uf mine graben und stachent uf mine
edellüte und tribent sü untze in den Wassergraben alles über, das ich noch dieselben
i5 mine edellüte ire keine sorge wüstent zu habende und lingent mir Walther Tuten-
stein minen diener. und det das derselbe Wahsicher ir burger und die iren und
fürtent ouch denselben Walther minen diener gon Strasburg in die stat und hieltent
in swerliche in gefengnisze.
[(!] Item do understundent sü mir minen lip an zu gewinnende und jagetent
so mich von Sletzstat untz gon Bergheim und fingent mir minen diener aber und fürtent
die gon Gemer in. und beschach ouch das alles von Gemer usz und in in mine stat,
die doch nuwent pfant waz her Heitzen von Mülnheim, und rittent ouch alle zit tag
und nacht gen Gemer usz und in, wenne und wie dicke sie woltent. und widerstun-
det mir darusz und drin alle zit tag und naht lip und gut an zu gewunnende. und
h habe ouch der einen in Gemer gefangen, der mich also half jagen und mir mine
diener abefing und in Gemer infürte, und mohte ich harüber inen vil leides haben
getan, ich hette es getan und duncket mich, wie ich gelimpf unde bescheidenheit hette,
was ich inen leides getün möhte, das ich es tun solte noch allen ergangen dingen.
[7] Item als ich inen mine stat Rappoltzwilre versetz (t) hette, do wolte man inen
M ir gelt geben haben, also das sie die burger in iren schirm genummen hettent. das
woltent sü ouch nit tun. und also haut sü mir alle zit nach mime libe und gute
gestellet, über das ich ir keine sorge wüste zu habende.
[8] Item ouch vingent sü Hanneman herren von Wittenheim minen man und
diener und slügent dem das höbet abe unerfolget alles rehten.
» [9] Item ouch het mir min herre der künig geben ein zol ze Gemer an der Yllen
mir und min erben eweklich zu eime rehten lehen unwiderrüffiglich besigelt mit der
magestate ingesigel. und habe ouch denselben zol uf gehebet ; do hant sü mir den-
selben zol genomen und entwert mit gewalt und müste in dasselbe gelt wider geben,
das ich do uf genummen het und in syder har nie getürste gevordern. und das schat
4o mir 20,000 güldin und me.
Str. St. A. AA. 112 nr. 115. Papierlteft
Ebenda AA. J416. Papierheft, iUmliche Aufzeichnung der Ansprüche Brunos.
Gedr. nach anderer Vorlage. Mapp. Urkb. II, nr. 358.
438 1393
743. Aufzeichnimg über städtische Forderungen an Bruno von Rappollstein.
[1393 Februar.}
Von hern Brunen~wegen von Roppolsteine.
[1] Also her Brune von Roppolsteinne unser gesworner burger ist und uns
gesworen het mit sinen slossen und vesten gehorsam zu sinde und uns ouch darnach '•>
sine stette Roppoltzwire in gegeben het vür unserre und unserre bürgere wissenthafte
zinse, gülte und schulde, und er ouch do mitte gesworen het niemer in dieselben
stette Roppoltzwilre zö kummende, wir und unserre bürgere werent denne e bezalt :
darüber so het er dieselben stette Roppoltzwilre ingenommen und uns der entwert
wider die eyde, die er uns gesworsn het, in dem das wir noch unserre bürgere noch io
nit bezalt sint.
[2] So het er eime unserme burger, her Heintzen von Mülnheim, sin bürg und
stat zu Gemer versetzet vür ein michel gelt, das doch her Heintze vorgenant durch
hern Brunen ernestlicher bette willen verpfendet het. dieselbe bürg und stat het ime
her Bruno ingenummen und in der entwert vor -disem kriege, über das, das wir is
noch her Heintze von Mülnheim unser burger mit hern Brunen nit wustent zu dönde
haben und wir ime ouch allewegent gehorsam werent rechenunge zö dünde von
allen stücken an den stetten, do es dicke benant ist. und het das alles geton wider
die besigelten briefe, die wir und unserre bürgere von ime hant, des wir und unserre
bürgere zu grossem kosten und schaden kommen sint. 20
[3] Wir sint ouch in die ohte geton von herrn Johan Harlesteins wegen, den her
Brune gefangen hette, über das, das wir hern Brunen seitent, das er hern Johan
Harlestein zum rehten stalte, wände es uns billich duhte.
[4] Item das er uns die unser het gefangen zu Gemar etc.
Str. St. A. AÄ. 112 nr. 141. cop. eoaev. (Papierrolle.) *5
Gedr. Bapp. Urkb. IH, ttr. 359.
744. Bischof Friedrich von Straßbwg verbietet den Amtleuten seiner weltlichen
Berichte au Sh-aßburg Geistliche vorzuladen. Magenau 1393 März 1.
Wir Friderich von gottes gnoden bischoff zu Stroszburg und pfleger der stift zu
Basel embietent unsern lieben getruwen Thoman von Grostem schultheisze, Gosze 30
Engelbreht und Henselin Pfaffenlap amptlüten unsere weltlichen gerihte gelegen in
der stat zu Stroszburg und allen iren stathaltern rihtern und büttein an den selben
unsern gerihten alles lieb und gut. lieben getruwen. uns ist vurkomen vormols dicke
Und vil und ouch nun, wie daz ir mit unserm weltlichen gerihte die pfaffheit, sü
syen geistliche oder weltliche, heimsch oder harkomen und sunderlich alle die, die 35
unsere geistlichen gerihte besitzent und uszrihtent, und über die wir als ir bischoff
und andere unsere geistlichen rihtere von unsern wegen und in unserm namen zu
gebietende hant, vür üch bekümbernt und ir gut stellig machent und in manigerley
wegtrengent und nötigent, daz sy vor üch zu rehte müszent ston, daz sy doch von
dem rehten nüt tun söllent noch schuldig sint by grosser geistlicher pene vor üch als *o
weltlichen rihtern reht zu nemende oder zu .gebende, dar umb wellen wir und ge-
1393 439
bietent und verbietent i'ich by der truwe, die ir uns und unsere stifte schuldig sint,
daz ir mit unserme weltlichen gerillte, duz ir von unsern "wegen besitzent, deheinen
pfeifen, geistlich oder weltlich, heimsch oder harkomen und sunderliche die pfaffheit
und die gcswornen schribere unsere geistlichen gerillte und öch die vürsprechen und
i botten der selben gerillte und alle die, die unsere geistlichen gerihte besitzent und
nszrihtent von unsern wegen, wie die genant sint, weder an iren personen noch
Irena gi'ite bekümbernt, angriffent oder stellig machent in deheinreley wise one alle
geverde, ez were denne, daz wir, oder die unsere geistlichen gerihte besitzent, üch
umb helffe an niffent, als gewonlich ist, oder üch daz sunderliche erlobent, wanne
10 die selben unsere pfaffheit "nnd andere, die unsere geistlichen gerihte besitzent und
gemeinlich geistliche oder weltliche, wie die genant sint oder wohar sy koment, ober
die wir von rehtes wegen zu gebietende hant, die sollent üch und aller mengelichen,
nieman uszgenomeh, vor unsern geistlichen gerillten und vor den, die denne von
unsern wegen do sitzcni, ein unverzogen reht tun amb allez daz, daz ir oder sv an
15 sy zi'i sprechende hant. und dez zu Urkunde und zu ewiger gedehtnisse so hant wir
unsere ingesigel gehencket an disen brieff. der geben ist zu Hagenowe unsers
bistums an dem nehstem samstage noch dem sunnentage Invocavit, do man zalte
von gottes gebürte tusend drühundert nüntzig und drü jare. diser briefe sient zwene
glich, der einer by üch und unsern weltlichen gerillten, der ander by uns und unsern
20 geistlichen gerillten zu steter ewiger gedehtnisse bliben sol.
Str. Bez. A. G. 132. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. del.
745. Borsiboy von Swinar an Strassburg: gebietet die königlichen Privilegien
der Stadt Eger, deren Abschrift er mitsende, in ihrer Stadt anzuerkennen und be-
stehen zu lassen. Der Bote soll sofort Antwort bringen. geben zu Hagenawe am
25 montag nach Oculi anno 1393. Hagenau 1393 März 10.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl.
746. Borsiboy von Swinar quittiert der Stadt Straßburg den Empfang ton
1000 Gulden. Hagenau 1393 Mürz 10.
Ich Borziboy von Swinar meines gnedigen herren des römischen kunigs und
39 kunigs zu Beheim hauptman in Beiern, lantvogt in Swaben und zu Eisassen tun kunt
ftllermenjglich, das mich die erwern weisen ammeister und rat der stat zu Strassburg
erweislich gericht und bezalt haben 1000 guidein von der leezten summe gelts, die sy
auch noch richten sullen. dieselben 1000 guidein haben sy geantwurt dem ersamen
weisen manne Hesse Pfafflap burggraf zu Strassburg. darumb so sag ich die ege-
■ Mimten von Strassburg der vorgeschoben 1000 guidein quit, ledig und losz von
meines herren des kunigs gnad und auch von meinen wegen, des zu Urkunde, so
hau ich mein eigen insigel gedruckt auff disen offen brief. der geben ist zu Hage-
nawe am montag nach Oculi anno 1393.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. lit. pat. c. sig. impr. del
VI. 66
440 1393
747. Ammanmeister Heinrich Lymer an die Straßburger Boten auf dem Tage
zu Ilagenau in Sachen der Rheinbrüche. 1393 März 10.
Minen früntliehen dienst bevor, lieben herren. alse ir mir alleine geschriben bant
von der Rinbrucken wegin, also wissent, daz ich daz broht habe heimliche an ette-
liche uwere und mine fründe, die mich beduhtent nücze darzü zu sinde und nach a
dem, alse ich der rat und ire meynungen darumbe verhört habe, so beduncket sie
und mich gut sin, das ir die sache vürbas tribent alse von der Rinbrucken
wegen und es bringent, so ir allerneheste mugent. künnent aber ir es nit naher
bringen, so süllent ir vollen gewalt haben von der Rinbrucken wegen uncze an
3000 güldin zu gebende also, das wir und die stat wol versorget werdent von der "»
Rinbrucken wegen, daz die uns gefryet und bestetiget werde mit allen den dingen, die
wir darzü bedürffent und unser stat notdurftig davon ist. und mag es also dar gan, so
beduncket uns gut sin, daz ir das gelt zu gebende machent uff ein gerümet zil, so
ir aller lengest mugent. und das ir öch beredent, das man es bezalen sülle mit
güldin oder mit silber, wände wir nü zu male bresten an güldin habent. doch so i»
söllent ir es nit lassen entslahen uncze an die vorgenannte summe geltes. datum
feria secunda proxima ante dominicam Letare.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl.
748. Der Bischof von Bamberg, der Bischof von Kamin und Landvogt Borsi-
boy treffen unter Verhündigung ihres königlichen Vollmachlbriefes Bestimmungen t>
über einen neuen Sühnelag zwischen Slraßburg, den Fürsten und Herren zu Hagenati.
Ungenau 1393 März 14.
Wir Lampreht bischoff zu Rabemberg, Johans erweiter byschof zu Camyn des
römischen küniges canczeler und Worsiböy von Swinar lantvogt in Swaben und in
Elsasz bekennen und tünt kunt öffenlichen mit disem briefe allen den, die in sehent t&
oder horent lesen, das uns der allerdurhlühtigeste fürste und herre, herre Wenczlauves
römischer künig zu allen ziten merer des riches und künig zu Reheim, unser lieber
gnediger herre von wegen der zwevungen zwüschent ime, den fürsten und herren
an eime teile und der stat von Straszburg an dem andern haruz gesant und sinen
gewaltbrief mit siner majestat ingesigel versigelt, den beide teile gesehen und lesen so
gehöret haben, geben het, der von worte zu worte hernach geschriben stet und also
lautet: [folgt der königliche Vollmachlbrief von 1393 Januar 10. vgl. nr. 708\.
und wann uns der vorgenante unser gnediger herre in demselben sinem briefe vollen
gewalt und mäht geben het, obe sich denheine stösse, schellunge und ynfelle ent-
stunden und erhüben in der rihtigunge, die er zwüschent beiden teilen in artickeln 35
verschriben und haruz gesant het, es were gebrochen von der minne oder an dem
rehten oder in welicherley hande sachen das geschehe, das wir danne von sinen
wegen und von römischer küniglicher mehte beiden teilen gen Hagenowe oder anders-
wohin tage setzen mügen, also ofte wir wellent und uns gut duncket, doch das die
süne, die unser herre der kunig gemäht het, gentzlichen gehalten werde und beiden 40
teilen sin unschedelichen an iren rehten, also das alles in des selben unsers herren
1393 in
des kuniges briefen völleclichen geschriben stet, und wie wol vormoles ein tag her
gen Ilagenowe uf den neusten dinstag noch dem sunnentag Invocavit, der vergangen ist, /."*'».
durch Her egenanten sachen willen gemäht und geleget waz, also das in beider teile
briefen genczlichen begriffen ist, ye doch so haben wir uns in den egenanten sachen
5 vasle gearbeitet und wurdent ouch der forsten und herren rete und rittere, die des
klieges nit waren noch sin, besant, der eins teiles etwie vil dohin kamen, und da
eins teiles etwie vil dohin kamen und da eins teiles by uns bliben sint bis hieher
und eins teiles wider von dannan ritten und niht reht zu sprechende nidersilzcu
woltent, 86 sint öueh derselben rittere und rete zwene von gottes gewalt und ver-
"> hcricknisse einer kräng worden, der noch sincr gnaden wartet und einre, der eilteste
ritter, der dahin kam, verschieden und dot. und also das zu diser zit daz reht niht
vürganck haben möhte, sonderlichen wanne die rittere, die danne mit uns da waren,
sprachent, das sie one der andern fürsten und herren rittere und rete das reht
niht mühten besitzen noch sprechenl und niht verstendig waren solliche grosse
ir. sachen zu rihtende, das beiden teilen glich und billich geschehe, und do froge-
tent wir sie und ouch andere des riches getruwen und undertanen, das sie uns
rietent noch iren truwen, obe wir von gewalte unsers herren des kuniges noch lute
sins briefes, sider gebresten an dem rehten were, einen andern tag billich machen
mühten, do antwurten sie uns mit gemeinem munde, das sie duhte, noch dem also
n sie sich zu der zite verstunden, das wir wol möhtent einen andern tag setzen und
machen, und wann wir faste und in manigerleye wege mit beiden teilen geretde
haben und vil wege suchetent, das wir sie gütlichen und früntlichen miteinander
verrihtet hettent. und so wir das an sie brohtent, so mütetent die forsten und herren
an uns, das wir in das reht besetzen soltent und in ir klage vorgen lossen umbe
25 alle sachen. und wann wir das denn an die stat von Straszburg würbent, so ant-
wi'ulenl sie uns, wanne in alle ire gütere, welcherleye die weren, gentzlichen wider-
kerot und sie dar ingesetzet wurdent und in ouch alle ire schulde lipgedinge und
versessen gülte zu voran bezalct weren, so woltent sie denne den forsten und herren
hinnach umbe alle anspräche gereht werden, und also kundent wir von beiden teilen
N andere antworte niht bekumen und keine früntlicho rihtunge mit der minne zwüschen
in niht machen, und sider das reht ouch niht besetzet möhte werden von gebresten
wegen, also vorgeschriben stat, und darumbe von gewalte und mäht des egenanten
unsers herren des kuniges, den er uns geben het, sint wir ouch zu rate worden mit den
egenanten rittern und andern des riches getruwen, das wir ein andern tag wol setzen
35 mögent. und setzen und machen den in krall dis briefes und römischer küniglicher
gewalte uff den nehesten sunnentag vor unsers herren uffart tage in aller massen MM
und mit voller mahl zu dem rehten gen Hagenowe zu kommende noch lute unsers
herren des kuniges briefe und der briefe, die uns beide teile darüber geben haben,
also, das alle sachen zwüschent beiden teilen in einre gantzen süne in aller mossen,
i) also die selbe süne von beiden teilen vormals gesworn und verbriefet ist, also ver-
neinlichcn : das alle sachen in gutem bestem süllen, und das keine partye die andere
zwüschent den nehesten plingesten umbe keinerleye schulde, lipgedinge, pfantschaft .v.n«.
oder versessen gülte niht manen noch darumbe pfenden süllent noch keine leistunge
442 1393
daruff gan lossen in deheine wise. so söllent ouch beide partyen iegliche der andern
alle ire gutere, es sie lipgedinge und lehen, erbe und eygen, in den nehesten ahte
dagen, wenne ein teil von dem andern gemanet wirdet, wider antwürten one geverde,
in geben und volgen lossen, also das sie die buwen und bessern mügen, alse in das
gefeilig ist, uz genommen doch die stette Gemer, Ropoltzwilre und die vestin 5
Werde und Westhofen, darumbe sol es bliben in gutem, also es ietzent stet,
bitz uf das reht. und was danne das reht darumbe erkennet, daby sol es ouch bliben
ungehindert und one wider rede, es sullent ouch alle gefangen uff beiden teilen und
ouch alle Schätzungen und brantschatzungen und bürgen, die vor der süne niht
bezalt sint, ouch in den nehesten ahte tagen, so derhein teile darumbe gemant wirdet, m
one geverde gentzlichen und unverzögenlichen ledig und losz gesaget werden, also
das in unsers herren des kuniges briefen und artickeln eigentlichen begriffen ist. so
sullent ouch beide forsten und herren und alle andere und ouch die stat von Stras-
burg wider umbe allermenglichem mit iru habe und koufmanschaft, war an die sye,
uz iren slossen gen Strasburg und von Strasburg wider uz und sust, wa sie zu 15
schaffende haben, frylichen und ungehindert wandeln und varen lossen, es sie uf
lande und uf wasser one allerleye hindernisse und sumen. und darumbe manen wir
beide teile by den truwen, die sie unserm herren künige und dem riche pflihtig sint,
und gebietent in ouch ernestlichen und vesteklichen von der gewalte, die wir von
unserme herren dem kunige darüber haben, daz sie die egenanten sachen, also sie m
dovor geschriben und begriffen sint, haltent und vollefurent den egenanten tag zu dem
rehten, das nach lute unsers herren des kunigs briefe völleclicher sol bestellet werden,
suchen und darzü kommen, die süne lieplichen und fruntlichen halten, also sie unsers
herren des kuniges hulde und ire rehte, das die nicht geswechet werdent, gehalten
wellent und ouch vürbaz andere pene noch des riches reht vermyden und der über 25
haben sin wellent. und des zu Urkunde habent wir unsere ingesigele an disen brief
gehencket. der geben ist zu Hagenowe nach Cristus gebürte 1393 des fritdagcs
vor dem sunnendage, also man singet Letare in der vasten.
Str. St. A. AA. 112. cop. eh. coaeo. nr. 139.
Gedr. im Auszug Bapp. Urkb. II. nr. 360.
30
7J9. Claus Zorn von Bülach der Meister und der Rat von Strassburg an ihre
Gesandten in Hagenau : lieben fründe. von des gütz wegen, daz wir hern Borziboy
dem lantvogte und den andern geben sullent, also bittent wir üch, das ir mit den-
selben herren reden wellent, daz sie sich des lassent bezalen zu Franckenfurt und
daz sie üch ouch bescheident, in weihe herberge man es alldä antwürten sol und
wie das Wortzeichen sie, dem man da globen sol. und wie sie üch das bescheident,
das lassent uns vürderliche wider wissen durch das, das wir uns darnach gerihten
künnent. uwer entwurte embietent uns darumbe by disem botten wider. datum
feria sexta proxima ante dominicam Letare. [1303 Mars 14.]
Str. St. 4. AA. 112. or. mb. I. et.
1393 Ui
750. König Wenzel erklärt, daß er die Stadt Straßburg von der über sie ver-
hängten Reichsacht befreit und in alle ihre früheren Rechte vieder eingesetzt iabe,
Jietlarn 1398 März Iß.
Wir Wentzelaw von gots gnaden römischer kunig czu allen ziiten merer des riches
5 und künig zu Beheimen bekennen uffenlich mit disem brieve und tun kunt allen den,
die vii ausdient, lesent oder horent lesen, daz wir die ammeistere, rete und die burger,
gemeinlieh arm und riebe, der stat zu Straszburg unser und des riches lieben
gclruwcn HS der achte und aberachte gelassen haben, sie und alle die, die von iren
wegen in dieselben achte und aberaehte kommen syn, daryn sie von clage wegen
io der allerdurchluchligislin furslyn, frauwen Annen, kunigyn zu Engelant etc. unser
lieben swester, die sie für unserme hofegerichte erclaget hatte, kommen waren, und
«rollen, daz yn dieselbe achte und aberachte furbas ine, iren lyben und guten zu
deheyme schaden kommen sol. wir setzen sie auch mit crafft dises brieves und von
königlicher macht in alle wirde und ere, do sie ynne saszen und waren, ee sie in
« die achte und aberachte kommen waren, und nemen sie usz deme Unfrieden und
kundigen sie in des heiligen romischen riches friede und gnade und künden sie widder
usz der achte und aberachte in alle die recht, als sie die gehabet haben von alter
her, der sie furbas gebruchen und genieszen sollen und wollen, ouch daz yn und
iren guten dieselben clagen, die uff sie gescheen syn, als vorgeschriben stet, furbas
*o mee deheinen schaden bringen sollen mit deheynen sachen in deheine wyse. und
wir haben sie ouch usz unserme und des heiigen riches achtbüche heiszen schriben.
dovon gebieten wir allen fursten, geistlichen und werblichen, allen graven, fryen
(lienslluten, rittern, knechten, steten, gemeynen und mit namen allen den, den diser
brieff gewiset und geezeiget wirdet, daz sie die vorgenanten von Straszburg, und die
M von iren wegen in die achte und aberachte kommen waren, als vorgeschriben stet,
alle und ir iglichen besonder schirmen, schüren und schüczen vor allermenlichen, die
ire lybe oder gute bekomern oder angriffen wolten von der sache wegen, und nit gestaten,
daz sie oder ire guter von ymande darümb angegrieffen, beschediget oder geleidiget
werden in deheinre wys, also lieb yn sye unser swere ungnade zu vermyden. mit
H Urkunde dises brieves versigelt mit unsere hol'egerichtes anhangendem ingesigel.
der geben ist zu deme Bellern uff den süntag zu mitfasten, als man singet in der
heiigen kirchen Letare, nach Cristi geborte drützehen hundert jar und in deme dry
und nonezigesten jare unsere riches, des beheimischen in deme driszigisten und des
romischen in deme siebenezehendem jare.
35 Str. Bez. A. G. 336. or. mb. lit. pat. c. sig. pend.
751. Borsiboy von Swinar mahnt alle Schuldner Straßburgs an die Bezahlung
ihrer Schulden, da die Stadt jetzt ton der Acht befreit und in alle ihre Rechte
wieder eingetreten sei. Ungenau 13U3 Milrz IG.
Ich Borseboy von Swinar mines gnedigen herren des römischen küniges zu
<o Beheim houptman in Peyern, lantvogt in Swaben und zu Eisassen embiete allen und
444 1393
iegelichen, burgermeistern, reten und sust allermengelichen des heiligen riches stette,
merkte und gerihte, wo die gelegen sin, minen früntlichen dienst und grüs. lieben
fründe. wann die stat zu Straszburg an mins Herren des küniges gnade kummen und
us der ahte gelossen sin, darumbe so ist min manunge und begere von üch mit
erneste, das ir daran seit, das ir alle und iegelich der stat zu Straszburg und den 5
iren alle ire alte versessene zinse, schulde, gülte vor dem kriege beczaln süllet, us-
genomen die rente und zinse, die von diseme jare von minen und miner amptlute
wegen, ee die süne anegangen ist, in disem kriege verfallen und uff gehebet und
niht noch vor ougen sint. und fuget das also und richtet üch mit den egenantcn
von Straszburg darumb gutlichen, das ir ungemanet und one schaden blibet. ouch iu
wil ich von uch, das ir die egenanten von Straszburg in alle ir hüsere und gütere
wider insetzet, und was ouch mir und minen amptlüten in burgschaft stet, das ir
das ouch lidig sagent. geben zu Hagenöwe des sunnentages Letare nach Cristi
gebürte 1393.
Str. St. A. AA. 112. nr. 139. eop. eh. coaev. u
752. Borsiboy von Swinar an Straßburg: billet um Zahlung der letzten 1000
Gulden. 1393 März 21.
Mein dinst zuvor, ir erwern weisen ammeister und rat. ich bit euch mit allem
fleisse, das ir wollet antwurten tausent guidein dem, der euch disen brive gibt von
der leezten summe geltes, doran beweiset ir mir besunder freuntschaft. und wenn ir m
das getan habt, so sag ich euch derselben tawsent guidein mit disem brive quit ledig
und losz. geben am freitag vor Judica anno 1393.
Str. St. A. AA. 112. eh. I. cl.
753. Borziboy von Swinar quittiert über die ton Straßburg gezahlten 2000
Gulden. 1393 März 21. 25
Ich Borziboy von Swinar meines gnedigen herren des römischen kunigs und
kunigs zu Beheim hauptman in Beim, lantvogt in Swaben und zu Eisassen tun kunt
allermeniglich, das mich die erbern weisen, der ammanmeister und rat der stat zu
Strassburg erwerglich gericht und bezalt haben 2000 gülden von der leezten summe
geltes, und die haben sy geantwurt und geben Hanns Cunczman meines herren des so
marggraven von Baden obirstem amptman und rat. darumb so sag ich die egenanten
von Strassburg der vorgeschriben 2000 gülden quit ledig und losz. und des zu Ur-
kunde so han ich mein eigen insigel gedruckt auff disen offen brive. der geben
ist des freitags vor Judica anno 1393.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. pat. c. sig. impr. del. 35
754. Borziboy ton Swinar quittiert der Stadt Straßburg über 5800 Gulden.
Strassburg 1393 April 9.
Ich Borseboy von Swinnar mins gnedigen herren des römschen küniges und
küniges zu Beheim, houbtman in Peyern, lantvogt in Swoben und in Eylsasz tun
1393 '.',.'.
kiml, aller mengelichem, das mich die erbern, wisen meister und rot der stal zu
Strossburg erberklich gerillt und bozalt habent von mins herren des küniges gnad
fünf (liisinl güldin und ahte hundert güldin dem erbern ritter Habart Hertenberg,
rogl /c Kcyscisberg . . darumbe so sage ich die egenantea von Stronbnrg der vor-
gescliriben summen geltes von mins herren des küniges genade und von minen
wegen qwit, ledig und losz. zu Urkunde so han ich min eygin ingesigel getrucket uff
disen offen brief. der geben ist zu Stroszburg an der mittewoche noch dem heili-
gen ostertage in dem jore, do man zalte von gotz gebürte drüzehen hundert jor
nünt/.ig und diu jore.
Str. St. A. AA. 112 nr. 37. or. eh. I. pat. c. s. impr.
755. Örtelin Mansze und Wilhelm, Altammanmeister zu Strassburg bitten Hans
Guntzman von Staffurt, Vogt zu Pforzheim, mündlicher Abrede gemäss den Termin
für den Tag in Baden mit dem Markgrafen Bernhard ihnen anzuzeigen und ihren
Boten sicheres Geleit zu stellen. dalum feria quinta infra oetavum fesli pasche
is anno 93. 1393 April 10.
Karlsruhe O. L. A. Kopialb. 40 ». cop. eh. coaev.
Reg. d. Markgr. v. Bd. nr. 1580.
756. Hans Guntzman von Staffurt, Vogt zu Pforzheim, bestimmt in Beantwortung
des Strassburger Briefes vom 10 April den 28 April für einen in Baden abzuhal-
M tenden Tag und will für das sichere Geleit der Strassburger Bevollmächtigten sorgen.
1393 April 13.
Karlsruhe G L. A Kopialb. 46 «■. cop. coaev.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1581.
757. Slraßburgcr Bolen in Prag berichten an ihre Stadt. [Prag 1393 April 16.]'
•« Unsern willigen dienst bevor, lieben herren. wir loszent üch wiszen : alse Hans
Bock von uns gereit, do gingent wir für die herren . . do seite uns der byschof von
Bobenberg, daz ime geseit were, daz der byschof von Strassburg sicher morne oder
zem lengesten an sunnentage kerne, und sprach do mitte, daz in gut duhte sin, daz
wir alle Bachen Hessen ston, bitz daz er kerne, so keine ouch her Brune mit ime:
so so wolte er mit der fürsten rete reden, daz sie ouch so lange beliben. und wenne
denne der byschof kerne, so getruwete er so früntlichen zu den sachen ze redende
mit der andern hilffe, daz dise sache vil lihte früntliche zerleit würde: daz geviel
uns wol. darnoch über unlange kam der vitztum zu hern Heintzen und seite ime :
do werent etteliche herren weiter vaste geneyget uff den krieg, so werent aber er
:ir> unde sine geselle daruff geneiget, daz sie gerne friden sehent. und darumbe sprach er :
er und sine gesellen woltent also ernestliche mit dem bischofe reden, so er keine
1 Vgl. über die Datierung Rapp. Urkb. II, nr. 361, Anm. 1 u. 2.
446 1393
und in ime also vaste roten zu dem friden und rihtunge, daz er getruwete, daz in
der byschof villihte volgete. also hant wir üch verschriben, was sich sit verlöffen
het. was wir vürbasser aber befindent, daz loszent wir üch ouch wiszen. ouch heissent
üch Hansen Bock sagen die rede, die von Claus Jungzornes wegen alse gestern mit
uns geretd wart, wenne wir ime hüte nit verzeichent geben hant. 5
Uwere botten etc.
[In verso] Den fursichtigen wisen, dem meister und dem rote ze Stroszburg
unsern lieben herren.
Str. St. A. AA. 112 nr. 24. or. eh. I. cl.
Auszüglich' gedruckt : Rapp. Urkb. II, nr. 361. ,0
758. Zolltarif für die Rheinzölle, vereinbart stoischen den rheinischen Herren
und Städten von Slraßburg bis Mainz. Speier 1393 April 25.
Dise nochgescriben satzunge ist überkomen und gemacht von den fürsten, herren
und stette fründe, die do zolle ufle deme Ryne hant zwuschent Strasburg und
M e n t z e , und sol weren yetzent an alz datum disz briefes sprichet und von sant 15
jimtli. Johanstage baptisten nehste komen über drü jor den dag usz. und hant alle schriber,
beseher und dyener ufle den vorgen. zollen one ufle die von Mentze, die yetzent sint,
gelobet ufle ire eyde, die sü yren herren von den stetten geton habent, und söllent
alle schryber und beseher und öch dyener, die by in sint in der egenanten stat, dar
koment und gesetzet werden, uff ire eyde nemen stete und veste zu haltende, also 20
April**» ner nocn geschriban stot. geben zu Spire an sant Marcus dag des heyligen evan-
gelisten a. d. 1393 jore.
[1] Item zu dem ersten: sol man zollen an allen zollen vorgen. zwey mossen
lange eylsesser füder wynes für eyn füter für völ. und sollent die massen lange vasz
halten fünf und zwenzig omen wynes one geverde, alz es von alterhar komen ist. 25
und sol doch dem köffman gutlich dun an der widergabe. man sol öch dem köffman
keyn vasz stechen, danne daz sü selber gerne gebent und über ein vierteil wines
nyt nemen one geverde. und sol öch der köffman geben guten wyn one zu Nu wem-
burg sol man nemen den alten zol.
[2] Item sol man nemen ye von eime hundert malter kornes, weissen, wicken, so
erweissen, gersten 3 güldin zu Selsz, zu Ge rmerszheim , zu Uttenheym,
zu Manheym, Gernsheym und zu Oppenheym.
[3] Item sol man nemen zweihundert malter habern oder zweihundert malter
speltzen für ein hundert malter kornes.
[4] Item sol man nemen zu Stroszburg, zu Solingen1 und zu Schrecke 35
nyt me von eime hundert malter kornes danne einen güldin. und sol man öch an
den vier zollen an der fruhte noch marekzal nemen, alz vor geschriben stot und 80
N u w e m b u r g den alten zol.
1 = Söllingen in Baden.
1393 447
[5] Item sol man ncmcn von ohne phunt ysens, das den Ryn heruff wirt gefuret,
2 turnisz an den sehs zollen und an den andern vier zollen halb alzvil, one zu N u-
wemberg sol man nemen den alten zol.
[G] Item sol man nemen von viertzig guldin wert vische einen guldin an den
5 sehs zollen und an den andern vieren halb alzvil und von eime sahnen einen engel-
schen, one zu Nuwcmburg sol man nemen den alten zol.
[7] Item sol man nemen von einre dünne herynges, rynfische, witinge und von
eime stro bückinge einen engelschen an den sehs zollen und an den andern vier
zollen halb alzvil, one zu Nu wem bürg sol man nemen den alten zol.
i» [8] Item sol man nemen von hundert hübe saltz, die dönt dirthalb hundert malter
Mentzer masse, 4 guldin an den sehs zollen und an den andern vier zollen halb
alzvil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zol. nü dunt zwey und sehtzig
malter saltzes ein vierteil.
[9] Item sol man nemen von buttern, oley, hartze und alle ander köflmanschatz,
u daz ufle die wage gehöret, von dryen zentner einen dürnisz an den sehs zollen und
an den andern vier zollen halb alzvil, one zu Nuwemburg sol man nemen den
alten zol.
[10] Item sol man nemen von hundert rumpphen l hartz alzvil alz von eime
fader wines ufT den zoll für vol. und wer under eime vierteil hat, der sol von ye
m dem rumppfe :i alte heller geben an den sehs zollen und an den andern vierzöllen halb
alzvil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zol.
[11] Item von louch, knobelöeh, ruhen, cappus, heu, strö, dugen, reiffen, steinen
und ander köffmanschaft, die vor oder noch nit benant sint, ie von fünf und zwentzig
guldin wert einen guldin an den sehs zollen und an den andern vier zollen halb alz
■ vil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zol.
[12] Item von eime lampartschen vardel sol man nemen einen thürnisz an den
sehs zolle und an den andern vier zollen halb alz vil, one zu Nuwemburg sol
man nemen den alten zol.
[13] Item von iedem wagenlaste hoppfensecke, lederballen oder hanffballen sol
so man nemen an den vorgen. sehs zollen einren fünff grosse und an den andern vier
zollen halb alz vil. gebent sy aber yetzent minre, do sol es by bliben und söllent
zwene karrich leste dun alz vil alz ein wagenlast, one zu Nuwemburg sol man
nemen den alten zoll.
[14] Item von yedem wollesacke einen thürnisz an den 6 zollen und an den
35 andern vier zollen halb alz vil one zu Nuwemburg, alz vor geschriben stat.
[15] Item ein fuderig berwer vasz vier thürnisz an den 6 zollen und an den
andern vier zollen halb alz vil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zol.
[IG] Item von eime einigen sleger vasz, der 6 ein fftder wines dünt, einen thür-
nisz an den G zollen und an den andern vier zollen halb alz vil, one zu Nuwemburg
4o sol man nemen den alten zoll.
In dem Privileg von 1449: kämpfen.
VI. 67
448 1393
[17] Item von drie buhszvassen, lorbervassen, weidaschen alz vil alz] von eyme
füder wines für vol und 3 fuderige vasz wetzesteine oder paternosterkörner für ein
füder wines für vol an den 0 zollen, an den andern vier zollen halb alz vil one zii
Nuwemburg sol man nemen den alten zoll.
[18] Item rötesecke,1 senffsamen, zübelsamen oder ander samen ye von dem 5
malterigen sacke 9 heller an den sehs zollen und an den andern vier zollen halb alz
vil, one zu Nuwemburg soll man nemen den alten zoll.
[19] Item von eyme gesetze weytes 2 engelschen an den 6 zollen und an den
andern vier zollen halb alz vil one zu Nuwemburg.
[20] Item von eyme gebuweten schiffe, daz den Ryn lere abe got, von 20 güldin io
wert einen güldin an den sehs zollen und an den andern vieren halb alz vil, one zu
Nuwemburg sol man nemen den alten zoll.
[21] Item von gebuweten schiffen, die man verköffen wil, und die köffmanschatz
nyt also vil zu zolle geben mag alz daz schür, do mag man zollen schiff und köff-
manschatz mittenander one geverde. were es aber, daz die köffmanschaft me zu zolle 15
möhte geben danne daz schiff, so sol man daz schiff nit zollen an den sehs zollen
und an den andern vieren halb alz vil, one zu Nuwemburg sol man nemen den
alten zol.
[22] Item so sol man nemen von vierhundert morwer borten einen güldin und alle
ander zymberholtz noch marckzal, borte schetzen für 0 güldin und öch ander zymber- 20
holtz noch margczal noch Spirer marcke an den sehs zollen und an den andern vieren
halb alz vil. und an welichem zolle man zollet mit knehten, do sol man von yedem
knehte nemen den alten zoll halben, one zu Nuwemburg sol man nemen den
alten zoll.
[23] Item von flösse bürneholtz usser dem Necker sol man nemen von yeder 25
schar einen halben güldin.
[24] Item von yedem hundert bürneholtz, zalholtz, byndeholtz, daz in schiffen
den Ryn abegefüret wirt, sol man nemen ain grossen an den sehs zollen und an
den andern vier zollen halb alz vil, one zu Nu wen b er g sol man nemen den alten zol.
[25] Item sol man zollen zwei walchundert pfele für ein füder wines für völ an so
den sehs zollen an den andern vier zollen halb alz vil, one zu Nuwemburg sol
man nemen den alten zoll.
[26] Item von schiffen, do lüte inne varent, sol man ye von eines güldin wert
schiffes einen türnisz nemmen an den sehs zollen und an den andern vier zollen halb
alz vil. und sol man von den lüten nüst nemen und zu Nuwenburg den alten zol. m
[27] Item von yedem pferde, daz man geritten mag, sol man nemmen einen turnisz
an den 6 zollen und an den andern vieren halb alz vil one zu Nuwenburg sol
man nemen den alten zol.
[28] Item öch sol man an aller köffmanschatz nemmen einen güldin für 12 grossen.
1 Privileg von 1449: rettich.
1393 449
[2!)] Alle vorges. stücke sol yegelieher schryber, beseher und diener der vorges.
zolle halten nach sinen besten synnen und witzen one geverde.
[30] ' Were es öch sache, daz deheyn köfTman Übernomen würde an wyne und
in ander kcyner koffmanschatz iner, an wellichem zolle daz geschehe, wil er daz
ri heberten und uszlragcn, 80 mag er daz vordem zu slunt an den beseher, do er
verzolle! hat und mag den manen ufF den eyd mit ime zu farende an den nehsten
zoll zii besehende, ob er ime reht oder unreht habe geton. so soll der beseher oder
sinre eitgesellen eynre an den zoll ze stunt, alz unverzögenlich mit dem koffman
viiicn und in du zu «äsende, daz er in reht getzollet habe und nyt übernomen habe.
ki wo er daz nyt gel im mohle, so sol er ime keren die übernomen und die koste, die
die knechte rerteerel heltcnt der sumenysse halp one geverde. wisent aber der
vorgen. beseher oder sine geselle von des vorgen. besehers underwisunge, daz er in
nyl übernomen hell, so sol der köffman nyt dannan varen, er gebe danne dem vorgen.
bescher alz vi 1 gelles, alz er in getzigen bette, daz er in übernomen solte han one
15 geverde und öch sin und silier gesellen zerunge selbe dirte des noch varendes halp
one geverde. datum an sant Marcus dag des heyligen evangelisten a. d. 1303. Apmis.
Och ist zu wissende, wer in diser satzunge nyt sin will, daz man gen den dise
vorges. satzunge nyt schuldig ist zu haltende.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 39» nr. 21. Auf Papier.
2o 759. König Wenzel verschiebt den Sühnetag ztoischen Straßbnrg und den Fürsten
auf den 8 Juni. prag 1,393 April 30.
Wir Wenczlaw von gotes gnaden romischer kunig zu allen czeiten merer des
reichs und kunig zu Beheim bekennen und tun kunt offenlichen mit diesem brive
allen den, die in sehen oder hören lesen : wye wol das sey, das die erwirdigen
25 Lamprecht bischof zu Babenberg, Johans erweiter bischof zu Camyn, unser canczler
unsere fursten und andechtigen und der edel Borziboy von Swynars lantvogte zu
Swaben und zu Eisassen unsere rete und liber getrevver von unserr gewalt und
machte, die wir in doruber gegeben haben und alle sachen, die sich czwischen fursten
und herren an einem leyle und den burgermeistern, rate und burgern der stat zu
30 Strassburg an dem andern teyle verlawffen haben, einen benanten tage uf den nehsten
Isuntag vor unsers herren uffartes tage gemacht und gesaezet haben also, das alle Mai ».
sachen bis uf dieselbe czeite in guten besten und uf denselben tage bevde parteven
-"* ""-*—'—
1 Privileg von 1449 hat hier die Ueberschrift : Von nbernemende
- Die Mottein von 1410 und 1449 ebenda, die fast gleichlautend sind, schicken voraus : Die zolschriber,
die beseher, die wartepfennige und alle die ienne, die der /olle uff dem Rine wartent, dar zu gesetzt
sint, sollcnt dise noch geschriben puneten und artickel sweren zu halten, und sol dis ane gon uff datum
diser nottcl und sol dis weren u. s. w.
Item zftm ersten das sü kein herberg haben noch halten sollent durch sich selps oder ieman
40 anders von iren wegen, item das sü dehein gemeinschafft miteinander haben sollent mit deheinerleye
kouffmansehatz mit andern Zöllnern, besehern und yren genoszen.
450 1393
Mai is. sein doch also vernemlichen, das kein teyle das ander czwischen den nehsten pfingsten
umb keynerley schulde, leibgeding, pfantschaft oder versessene gulde nicht monen
noch dorumbe pfenden oder keine leistunge doruf gen lassen sollen in dheyneweis,
als das und ouch etliche andere stucke in der egenanten unserr reten briven, die sie
beyden teylen doruber geben haben, volkomenlichen begriffen ist. y(e)doch wann wir 5
durch notlicher Sachen und geschefte willen, die uns von des heiligen reichs wegen
anligende sind, yeczunt die egenanten unsere rete uf den egenanten tage in dheyne-
weis gesenden mögen, und dorumb so haben wir mit rate unserr und des reichs
fursten, edlen und getrewen mit wolbedachtem mute und rechter wissen den egenanten
tage verlenget und verlengen den in kraft dicz brives und romischer kuniclicher mechte 10
Juni 8. bis uf den suntage mit namen den virczehenden tage noch dem pfingstage, also das
alle sachen czwischen beyden teilen in libe und guten beleiben, und uf denselben tag
gen Hagenow unverczogenlichen komen sollen dem rechten gehorsam zu sein in aller
der mazzen, als das in unsern artikeln, die wir beyden teylen hinuss gesant haben
und ouch in der egenanten unserr reten usspruch brifen volliclichen begriffen ist, 15
doch also vernemlichen, das kein teyle das ander umb keinerley schulde, leibgedinge,
Juni tt. pfantschaft oder versessene gulde bis uf den nehstkomenden sand Johannes tage des
heiligen tewffers nicht manen noch dorumb pfenden oder keinerley leistung oder
schoden doruf gen lassen sollen in dheyneweis. und dorumb so gebieten wir ouch
beyden teylen ernstlichen und vesticlichen bey unsern und des reichs hulden und bey 20
beheltnusse irer rechten, freyheiden und gnaden, das sie alle egenanten sachen in
Juni s. guten und libe bis uf die egenante czeite besten lassen und ouch uf den egenanten
virczehenden tage noch dem pfingestage zu dem rechten, das wir zu Hagenow bestellen
wollen, unverczogenlichen komen bey solchen eiden, als sie die söne gesworen haben
und als sie unsere und des reichs swere ungnade vermeyden wollen, wann wir die 25
egenanten unsere fursten und rete oder andere, ob wir derselben ir eines oder mer
nicht emperen mochten, uf denselben tag schiken wollen, uf das das solche sachen
ye zu einem ende und ganczer verrichtigung kome. mit urkunt dicz brifes versigelt
mit unserr majestat insigel. geben zu Präge noch Crists geburt dreiczehenhundert
jar, dornach in dem drey und newnczigistem jare an sand Philippi und Jacobi abend M
unserr reiche des behmischen in dem dreissigistem und des romischen in dem siben-
czehenden jaren.
Ad relationem Borzywoygii de Swinars
Franciscus Olomucencis canonicus.
[In verso.] R. Wenceslaus de Olomücz. 35
Str. Bes. A. G. 99. or. mb. c. s. p.
Str. St. A. AA. 1415. or. mb. c. s. p.
Ebenda A. AA. 112. cop. eh. coaev. nr. 139.
Auszug] gedruckt: Bapp. Urkb. II, nr. 364.
Beg. d. Markgr. v. Baden nr. 1583.
760. Einsetzung des Siebener-Kriegsrats. 139.3 Mai 3.
Unsere herren meister und rat schöffele und amman sint durch unsere stette
nutzes willen übereinkommen, das von aller der kriege wegen, die wir ietzent hant
1393 451
oder harnach gcwinnent, wir fünf erbere manne von rittern, von knehten, von bur-
gern und von antwergltiten und einen meister, der danne rihtet, und einen amman-
meister, welher danne ammanmeister ist, süllent zu den sachen von derselben kriege
wegen setzen ; und süllent die damit tun, das sie beduncket, das unsre slat unsern
5 burgern unde den unsern das nutzeste gesin möge und ouch alles das tön, alse von
in in dem vordem nehsten artickel gesehriben stat. und süllent ouch meister und
rat gewalt haben, jerlich gelt, widerköufe und lipgedinge uf unsre stat und uf dem
unsern zu verkouffende. und was sie ouch des also verkouft hant oder hinnanfürder
verkouffent, das sol stete sin und bliben und einen vürgang haben, und süllent ouch
in dieselben siben von derselben kriege wegen und meister und rat von söllicher köuffe
wegen und alle ire erben niemer darumbe angesprochen noch geleydiget werden mit
worten noch mit wercken noch keinen schaden davon geliden noch gehaben in den-
heinen weg von uns meister und rat zu Strasburg noch von allen unsern nachkommen
derselben unsre stette. und sint dis die siben, die über die kriege gesetzet sint : zürn
15 ersten her Claus Rihter dem man sprichet Tütschman der meister, her Hein-
rich Lymer der ammanmeister, her Johans von Stille, her Oertelin Mansse,
her Johans Bocke Cünczen sun, her Wilhelm Metziger und her Heinrich
Kranich zwene altammanmeistere. und sol ouch dis alle jare ein rat dem andern
in den eit geben. actum die inventionis sete crucis anno domini milles. trecentesimo
20 nonagesimo tertio.
Aus Stadtrechtbueh cod. E. Stadtbiblioth. (verbrannt.)
Gedr. b. Hegel: Königsh. II, 1048.
761. Markgraf Bernhard von Baden verzichtet gegen Zahlung von 2000 Gulden
auf alle Ansprüche, die er wegen früher erlittener Schädigung an Straßburg erheben
h könnte. 1393 Mai 5.
Wir Bernhart von gottes gnaden marggrafe zu Baden bekennen uns offenbar und
tön kunt mengelichem mit disem briefe umbe soliche vorderunge und anesprache,
so wir lange ziji an die erbern wisen, den meister, den rat und an die bürgere
gemeinliche der stat zu Strazburg gehebt han von soliches schaden und Übergriffs
30 wegen, so uns und den unsern und ouch unsern dienern von in, iren burgern, helffern
und dienern mit dotslegen, brande, nome und ander verlust und schaden geschah
und gescheen ist in unserer marggraffeschaft, in unserer pfantschaft zu Herrenberg
und zu Hochberg zu den ziten, do fürsten und herren mit in und andern stetten
krieg hatten, der uns doch nit aneging, das wir umbe dieselben anesprache und umbe
35 alle ander anesprache, die wir bitz uff disen hütigen tag, alse danne dis briefes sagt
zu in zu vordem hattent, von waz sache wegen das gewesen ist, oder in weihen
weg das sin möhte, gentzliche uff dise zijt mit dem vorgenanten meister und rat zu
Strazburg gerihtet und überkommen sint. und ist uns darumbe ein soliche kerunge
mit einre summe geltes mit namen zwey tusent guldin von in, alse verre sie das
40 anetriffet, davür worden und bezalt, da mitte uns gegen in begnüget uff vertzilicn
452 1393
ouch uff die egenannten meister und rat uff alle ire bürgere, helffer und dienere von
derselben anesprache und vorderunge wegen vür uns und die unsern vorgenanten,
und sol ein versönte, gerihte sache darumb zwischen uns sin, die wjr nyemer me an
sie zu vordernde habent in deheiner wise one alle geverde. wer ez aber, das das
dehein unser dienere, die das aneget, hernach die vorgenanten meistere und rat der
stat zu Strazburg ire bürgere, helffer oder dienere ansprechent von desselben kriege^
wegen, es sie umbe kosten, brant, schaden, nome oder verlust, das sollen wir in
ablegen und hintun one iren schaden und one alle geverde. und alles das vorgescliriben
stet, das sollen und wellen wir der vorgenannte marggraffe Bernhart wore und stete
halten unverbrochen one alle geverde. und das zu Urkunde, so haben wir unser inge-
sigel lazzen hencken an disen brief. der geben ist an dem mentage nehest nach
des heiligen crützes tag, alse es funden wart, do man zalte noch Cristus gebürtc
drützehenhundert jare und in den drü und nüntzigisten jare.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 165/6. or. mb. lit. pat. c. sig. p.
Ebenda lad. 48/49 a. fasc. 1. eop. eh. coaev.
Auszug: Schöpflin. Hist. Zar. Bad. II, 78.
Reg. d. Markgr. v. Baden nr. 1584,
762. Meister und Rat von Strasburg beurkunden , daß sie als einmalige Ab-
findungssumme für alle Entschädigungsansprüche des Markgrafen Bernhard von
Baden 2000 Gulden bezahlen wollen. 1393 Mai 5.
M
Wir Claus Richter dem man sprichet Dütscheman der meister und der rat der
stat zu Strazburg verjehen und bekennen öffenliche an disem briefe vur uns und
alle unsere mitburgere und nochkomen, das wir schuldig sint und gelten sollen rehter
und redelicher schulden dem hochgeboren forsten und herren, herren Bernharte marg-
grafen zu Baden zwey tusent guldin guter und gever vür solichen verlust und 25
schaden, den er und die sinen von uns und den unsern genomen haut zu den ziten,
do wir und ander stette mit den fürsten und herren krieg hattent, der in doch nit
anegieng, und unmügeliche geschediget wart, dieselben zwey tusent guter guldin
geloben wir mit guten truvven vür uns, unser mitburgere gemeinliche der vorgenanten
unser stette dem vorgenanten marggrafe Bernhart oder sinen erben zu geben und zu 30
bezalen by uns in unser stat oder zu Spire in der stat in der pfingestwochen, die
Mai ts-si. nehest komet, noch gift dis briefes unvertzögenliche one alle geverde. detent wir das
nit, so mögent si uns und die unsern darumbe anegriffen und pfenden, alse lange
und alse vil bitz wir in die vorgeschriben zwey tusent guldin mit dem kosten und
schaden, den sie des küntlichen nement, bezalt und uff gerihtet hant one alle geverde. 35
und ime des zu sichern Urkunde, so haben wir der vorgenanten unserer stat zu
Strazburg ingesigel gehencket an disen brieff. der geben ist an dem mentage nehest
nach des heiigen crützes tage alse es funden wart, do man zalte von gottes gebürte
drützehenhundert jar und in dem drü und nüntzigisten jare.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49. fasc. 1. eop. eh. eoaev.
Ebenda Abt. IV. caucelliertes. or. mb.
Heg. d. Markgr. v. Bad nr 1586.
1393 ttfl
763. Slraßburg verkündigt, daß es völlig mit dem Markgrafen Bernhard ge-
sühnt sei. 1303 Mai li.
Wir Claus Richter dem man sprichet Tütschman der meister und der rat von
Strasburg bekennent uns offenbar und tönt kunt mengelichem mit disem briefe umbe
■ BÖllicbe vorderunge und anspr5che, so wir und unsere bürgere lange zit gehebet haut
an den hoherbornen fürsten unsern lieben herren, hern Bernharte marggräfe zö
Baden, sin amptlute, an sine bürgere, an sine armen lüte von sölliches schaden and
Übergriffes wegen, so uns, unsern burgern und den unsern von in geschehen ist, es
si i ni l töTslegen, brande, nome und anderm Verluste und schaden, in weihen weg das
10 sie, das wir umbe dieselbe anspräche und umbe alle andere anspräche, die wir bitz
uf disen hütigen dag, alse datum dis briefes saget, zu in zu vordernde hettent, von
was Sachen wegen das gewesen ist oder in weihen weg das gesin möhte, gentzliche
uf dise zit mit dein vorgenanten herren marggräfe Bernharte, sinen amplüten, burgern
und armen luten gerihtet und überkoinen sint, und daz wir, unsere bürgere und die
IÄ unsern dariunbe meiner anspräche und vorderunge an sie gehaben süllent noch
wellent und schaffent getan werden in denheinen weg äne alle geverde. und verzihent
uns uf den vorgenanten unsern herren marggräfe Bernharte zu Baden, sine amptlute,
bürgere und sine armen lüte von derselben anspräche und vorderungen wegen viir
uns, unsere bürgere und die unsern; und sol eine versünte gerihtetc Sache darumbe
M zwischen! uns sin, die wir niemer nie an sie zii vordernde habent in denheine wise
äne alle geverde. und alles das, da vorgesehriben stat, das sullent und wellent wir
die vorgenanten meister und rat zu Strazburg wäre und stete halten unverbrochen-
liolic Aue alle geverde. und des zii einem Urkunde, so ist unserre stette ingesigel an
disen brief gehencket. der gegeben wart an dem mentdage nach dez heiligen
-■"• crützes dage, alse es funden wart in dem jare, da man zalte von gotzgebürte drüt-
zehenhundert jare m'intzig und dru jare.
Karlsruher G. L. A. Orig. Urk. or. mb. I. pat. c. sig. pend.
Hegest : Reg. d. Markgr. v. Baden nr. 1587.
7G4. Slraßburg stellt auf Grund der vollzogenen Sühne mit dem Markgrafen
so Bernhard ton Baden allen Amtleuten und Unlerthanen desselben einen Trost- und
Schutzbrief auf 3 Jahre aus. 1393 Mai li.
Wir Claus Richter dem man sprichet Tütschman der meister und der rat der
stat zu Strazburg verjehent und bekennent offenbar mit disem briefe vor uns und
alle unsere bürgere, belfl'ere und dienere, das wir uns mit dem hoehgebornen fürsten,
35 iinserm lieben Herren, hern Bernharte inarggräleii zii Baden durch sunder trost und
früntschaft, der wir uns zu ime versehent, früntliche vereynet haben also, das wir in
sine amptlute und alle sine bürgere und armen lüte vertröstet habent und sicher sin
süllent vor aller mengelichen zu Strazburg in unserre stat von datum dis briefes an
nutze zii s;ml Julians dage zu sünegihten, der liebste kommet, und von demselben
*o sunt Johans dage über drü gantze jare, die aller nehste nach enander kommen! : also, Juni u.
454 1393
das sie ire libe und ir gut dazwischent in unserre stat sichern, guten schirme, geleite
und trostunge vür uns und mengelichen haben süllent äne alle geverde. und were
es, das derselbe unser herre marggräfe Bernhart oder denheiner der sinen' alse vor-
geschriben stat, in disem zile dar über uszewendig unserre stat in unserme burgbanne
von iemanne, wer der were, angegriffen, geleidiget oder geschadiget würdent an iren 5
liben oder gutern, darzü süllent wir tun und in beholffen sin und daz mit unserre
hilffe wenden und weren glicher wise, alse gienge es uns oder die unsern selber an.
und süllent ouch befelhen allen unsern bürgern, dienern, helffern und soldenern, das
sie darzü tönt und es helffent, weren und beschütten getruweliche, so' dicke in das
not tut äne alle geverde. were es aber, das wir in disem zile von unsers gnedigen 10
herren des römeschen küniges oder von anderre sachen wegen mit dem vorgenanten
marggräfe Bernharte oder mit denheinen der sinen, alse vorgeschriben stat, zu
schaffende gewünnent oder wider sie sin woltent, das süllent wir in gen Baden in
sin stat erberliche mit unserm offen besigelten briefe viertzehen dage vorhin verkünden
und abesagen. und were danne, daz sie oder ir denheinre in unserre vorgenant stat iä
werent oder ützit des iren köfmanschatz oder andere habe by uns hettent, dieselben
und das ire süllent einen monatd den nehsten nach dem abesagen sicher sin, umbe
das sie mit dem iren, das hinder uns lege, deste sicherre wider heime kommen
möhtent äne geverde. und alles, das vorgeschriben stat, das globent wir meister und
rat zu Strazburg vür uns und alle die unsern by guten truwen wäre und stete zu 20
haltende getruweliche äne alle geverde. und des zu einem sichern Urkunde, so ist
unserre vorgenanten stette ingesigele gehencket an disen brief. der wart gegeben
an dem ersten mentdage nach des heiligen crützes dage, alse es funden wart, in dem
jare, da man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare nüntzig und drü jare.
Karlsruher G. L. A. or. mb. I. pat. c. s. p. (kleines Stadtsiegel an rotseid. Schnur.) 25
Regest: Reg. d. Markgr. v. B. nr. 1588.
765. Markgraf Bernhard von Baden gelobt [auf Grand der abgeschlossenen
Sühne] den Straßburgern auf 3 Jahre Sicherheit und Schutz in seinem Gebiet.
1393 Mai 5.
Wir Bernhart von gots gnaden marggräfe zu Baden bekennen uns und tun kunt
offenbar mit diesem briefe, daz wir uns mit den erbern wisen, dem meister und dem
rat der stat zu Strazburg durch sunder liebe und fruntschaft, die wir zu in hant,
früntlieh vereynet haben, also daz wir sie und alle ir bürgere vertrostent sicher zu
sinde irs libes und güts vor aller menglich zu Baden in unser stat und in allen
andern unsern stetten, vesten und schloszen, wo wir die haben oder wo die gelegen 35
Juni n. sint, von datum diz briefs an untz sant Johans tage zu süngichten, der nehst kompt,
und von demselben sant Johans tage über drü gantze jare aller nehst nach einander
komend also : daz sie da zwuschen dar inne sicher wandeln und werben mögen und
gut geleit und trostunge von uns haben sollen ane alle geverde. und wer ez, daz
die vörgenanten meistere und rat der stat zu Strassburg oder ir bürgere deheinr in
diesem zil dar über in unsern landen oder gebieten von ieman angegriffen oder
1393 4.V»
geschediget wurdcnt an iren üben oder guten, da zu sollen wir tun und beholffen
sin und duz helffen weren glicher wise, als gienge es uns oder die unsern selber an.
und sollen ouch daz bephelen allen unsern vogten und amptluten, daz sie mit den
unsern datzü ti'int und ez helfTent weren und beschütten getrüwelich, so dick dez
s not tut, ane alle geverde. wer ez aber, daz wir in disem zil von unsers herren des
romschen kunigs oder ander sache wegen mit in zu schaffende haben solten oder
wollen, daz sollen wir in in ir stat erberlich mit unserm offen versigelten briefe viert-
zehen tage vor her abe sagen und verkünden, und ist dan, daz sie oder ir bürgere
deheinr in unsern schloszen oder landen weren oder ir koufmanschatz oder ander
in habe darynn hetten, dieselben und daz ir, daz hinder uns were, sollent ein manod
den nehsten nach dem abesagen in unsern sloszen und landen sicher sin, umb daz sie
und daz ire dester baz sicher wieder heim komen mögen ane geverde. und alles daz
vorgeschriben slet, daz sollen und wollen wir getrüwelich stete halten ane alle
geverde. und dez zu Urkunde so haben wir unser ingesigel laszen henken an disen
15 brief. der geben ist an dem mentage nehst nach des heiligen crfitzes tag, als es
funden wart, da man zalte nach Crists gebürte drützehen hundert jare in dem dru
und nuntzigsten jare.
Str. St. Ä. Q. ü. P. lad. 45/46 nr. 75. or. mb. lit. pat. c. 1 sig. pend.
Ebenda lad. 48/49. cop. eh. coaev.
-° Reg. d. Markgr. v. Baden nr. 1585.
766- Der Straßburger Gesandte in Prag, Biltung, an seine Stadt: Bischof
Friedrich bewirbt sich um das Bistum Utrecht; Bruno von Rappoltstein bemüht sich
durch seinen Gesandten wegen Gemar; Heinrich von Lichtenberg und Markgraf
Bernhard haben ebenfalls Gesandle beim König. [Prag 1393 Mai 9.]
25 Den wisen bescheiden, dem meister und dem ratde zu Straszburg enbüt ich min
dienst, ich lo üch wissen, daz der bischof von Stroszburg ist zu einen mol gewesen
vor mime herren dem künge, alse ich üch öch vorgescriben habe, und meinit der
bischof, er welle nüt von Proge, er kum den noch einmol für min herren den künnig
und wirbet der (der) bischof von Stroszburg umb daz bistum zu Utrich.1 und üme
»« daz bistum, so wolt er gerne sinre fründe einen zu Stroszburg bischof machen, doch
soltte er bischof zu Utrich werden, so würde e ein andir bischof zu Stroszburg, alse
mir geseit ist, den des bischofes frunt einre. und wirt daz alles gar heimlich geworben,
öch sollent ir wissen, daz her Brun von Roppilstein her in het gesant hern Otten
sin phaffen und der wirbit, do sy Gemmir, daz sy sinem wibe verwidemit, daz waz
35 sin ufsatz, ob sin wip starp. sit sin wip nun dot ist, so er svenne die hant ir mütdir
geerbit öch, obe Roppoltzwilre öch furwidemit solle sin, daz kan ich nüt erfarn, doch
glöbe ich es. öch sollent ir wissen, daz her Heinrich von Lichttenberg öch ein diener
hinne hett ligen. öch het der maregrofe von Baden öch ein diener hinne geheibit ligen by
1 Das Bistum Utrecht war am 4 April 1393 durch den Tod des Bischof Floren* erledigt. — Bi-
40 scltof Friedrich von Straßburg erhielt das Bistum und starb als Bischof von Utrecht 1423.
VI. 68
456 1393
mime herren dem künge. denselben het min herre der künnig noch dem marggrofen
gesant und het üme gar ernslich gescriben, daz er zi'i üme her in solle kiunen. ich
kum öch mit hein, der bischof sy den von mime herren dem klinge gefertdigit.
geben zu Proge an dem nehesten fritdage noch dez heiigen crützzes dag.
Billung. b
[In verso] Den wisen bescheiden, dem meister und dem rot zu Stroszburg.
Str. St. A. AA. 112 nr. 15. or. eh. I. cl.
Gedr. im Auszug Bapp. Urkb. II, nr. 365.
767. Herzog Leopold von Oesterreich schließt unter Zustimmung seines Bruders
Albrecht mit der Stadt Straßburg ein Schutz- und Schirmbündnis auf 5 Jahre.1 io
Ensislieim 1393 Mai 9.
e
Wir Lupolt von gotes gnaden hertzog zu Osterrich, zu Styr, zu Kernden und ze
Krain, grave zu Tyrol etc. bekennen und tun kunt offenlieh mit disem briefe : als die
erbern wisen, unser sunder lieben, der meister und der rat von Strazburg sich mit
derselben stat Strazburg und allen iren geslozzen und vesten, die si yetz habent 15
oder noch furbaz in den nachgeschribenn zilln und kreissen gewinnent, und mit allen
den iren zu uns verbunden habent von disem hütigen tag, als der brief geben ist,
13 93 Mai 9
139H untz uf den nächst künftigen sand Johans tag ze sunigichten dannenthin fünf gantze
jar, die nächst nacheinander köment, uns und den unsern damite getruwelich und
wider aller manielich zu allen unsern und der unsern notdurften zum rechten zu 20
helffen nach lutt und sag des buntbriefs, den wir von in darumb haben und als
hienach geschriben stet, daz wir mit guter vorbetrachtunge und nach rat unserr
rete die obgenanten von Strazburg und die iren mit derselben stat und andern iren
geslozzen und vesten, die si yetz habent oder noch furbaz in den nachgeschriben
zilln und kreissen gewinnent, die obgenante zit und jarzal, und si zu uns verbunden »
sind, in unsern sundern schirm und gnad ufgenomen haben an stat und in namen
der hochgebornen forsten, unsers lieben herren und vettern hertzog Albrechts und
unserr brüder ouch hertzogen zu Osterrich etc. unserselbs : also daz wir si und die
iren getruwlich schirmen und verantwurten sullen zum rechten gen monielich als
unserselb li*it ungeverlich in disen nagegeschriben kreissen : von erst von dem Howen- 30
stein, als die snesleiphen gand über untz gen Phyrt, von dannen gen Bliimenberg,
von dannen gen Tatenried, von dannen gen Beffort über untz gen Aszel, von dannen
die rieht ab, als die snesleiphen durch den Wasgen smeltzent, untz gen Fryburg,
von Fryburg untz gen Louffenburg, als die snesleiphen von dem swartzwald smeltzent,
und von dannen wider untz uf den Howenstein und dazwischent allenthalben in den sa
ryniern (?). und sullen in und den iren darzü all unser stete sloss und vesten, die
in denselben ziln und kreissen gelegen sind, die wir yetz haben oder noch gewinnen,
offen haben zu allen iren nöten ungeverlich und in damite getruwlich geraten und
geholffen sin wider aller nemlich zum rechten ungeverlich, als gieng die sach uns
JuniU.
1 Im Jahre 1398 Juni 24 wird dies Bündnis auf 5 Jahre verlängert.
1393 457
.selber an. und sullen schaffen, daz man in und den iren in den obgenanten unsern
steten und geslozzen koste geb urnb ir bescheiden gelt ungeverlich. wö'r ouch, daz
inen krieg anmellen, von wem das wer, so sullen wir iren vienden, die mit in kriegent,
koste weren und in und den iren koste volgen lassen uz den obgenanten unsern
i ryniern umb bescheiden gelt ungeverlich. des gelich sullent si uns und den unsern
ouch herwider zu tünd gebunden sin. wer ouch, daz yeman den von Strassburg oder
den iren unreht tote in den obgeschribenn kreissen, so mugent si ir rete darumb
nidersetzen zu erchennen. und erkennent sich die uf ir eyde, daz wir in derzü hilff
hin sullen, so sullen wir vier unserr rete und si dry irr rote darzü geben, und wie
in sieli dieselben siben oder der merer teil under in erkennent, daz wir in zum rechten
helffen sullen, die selb hilffe sullen wir in denn an vertziehen schicken ungeverlich.
das sullent si uns und den unsern herwider gepunden sin ze tünd. und sullent si
denn ouch vier irer rete und wir dry unserr rete dargeben, als vorgeschoben stet,
ob sich unser lantvogt, ob wir nicht in landes wem, oder sin stathalter und unser
15 rete erkanten, daz si unz des rechtens helffen sollen und darumb ze manen hetten.
es ist ouch beredt, ob wir unsern lantvogt oder eins lantvogts stathalter die vorge-
Danton von Strassburg nach erkantnüss, als davor geschriben stet, manten, so sullent
die »siben, die dartzi'i von uns und inen geordent und gesetzt werdent, sich in den
nächsten acht tagen nach der manung ungeverlich und unvertzogenlich fügen und
20 körnen in der dryr stet eyne : Bergheyn, Brisach oder Kentzingen, die in
denn nach gelegenheit der sache von uns oder den unsern benant wirdt, und nicht
von dannen körnen, si haben denn ee erkant, wie die hilffe sin sulle mit getzeug
oder andern sachen, darumb wir gemant haben nach nutz und notdurfft unser und
der unsern und nach gelegenheit der sache. und sullent ouch die siben by iren eyden
25 erchennen nyeman ze lib noch zu leyde nach vorgeschribner wise. und was dieselben
siben oder der merer teyl under in bi iren eyden umb all sach erkennent, darumb
si zu tagen gemant werdent, das sullen wir und die unsern und ouch die von Straz-
burg und die iren zu bedersitte unvertzogenlich volfüren und das vest und stet
halten an gever. und sullent si uns unsern lantvogt oder sin stathalter umb all
so sachen zu Baden in Ergow und wir oder unser ambtlüt si ze Strazburg in der stat
manen. wer ouch., daz die von Strazburg uns unsern lantvogt oder sinen Statthalter
umb hilff uf yeman mantend und derselb, uf den si uns gemant hettent, das recht
bute uf die siben ze körnen umb die sach, darumb wir von in gemant wem, und in
voran die namen und angriff widerkerte, ob er deheinen getan hette, und die gevangen
35 ledig Hesse, wolten die von Strazburg und die iren das nicht ufnemen, so sullen wir
in darüber nicht gebunden sin zu helffen. des gelich uns von in herwider, ob wir
das recht ouch also nicht ufnemen wolten. wurd sich ouch fügen, daz wir mitein-
ander und sammentlich ein stat, vest oder slos gewunnen, die sullent unser zu beider
sitt gemeyn sin und sullent die siben darüber sitzen und erkennen, was uns und
40 den von Strazburg mit derselben stat, slos oder vestin, die wir also gewunnen haben,
das allerpeste und nützlibest ze tun sy. und was die siben oder der merer teil under
in darumb erkennent, das man damite tun sulln, das sulln wir zu beden sitten
halten und volfüren. wer ouch, daz wir oder die unsern oder die von Strazburg und
458 1393
die iren yeman viengen von diser büntnüsse wegen, so sol yetweder teyl sin gevangen
in sin gewalt füren und die nach kriegs recht halten untz uf die stund, daz die siben
zu samen körnen, und was denn die siben oder der merer teyl ur.der in darumbe
von des oder der gevangen wegen erkennent, das sullen wir zu beden sitten halten
und volfüren ungeverlich. was sach ouch under dem sibenten mann angevangen wirt, 5
dieselb sach sol ouch derselb sibent man uztragen und der ein end geben und daby
beliben, untz daz die sache uzgetragen wirt ungeverlich. wer es ouch, daz wir die
von Strozburg umb hilff gemant hieten und die wile die sach und die manung werte
und nicht uzgetragen wer, dieselben von Strazburg oder die iren sölich redlich sach
anmellent oder begegenten, daz si bedühte, in wer darumb notdurfft uns zu manend, 10
darumb sullent sie uns nicht manen und sullent es für die siben bringen, die denn
von der vordem manung wegen byeinander sind und in ir notdurfft furlegen. was
denn die siben oder der merer teyl under in darüber erkennet nach nutz, notdurfft
und gelegenheit der sach unser und der unsern und der von Strazburg und der iren
ungeverlich, daby sol es beliben. und sullent darumb die siben furderlich zueinander 15
körnen, wenn in das verkundit wirdt, nach vorgeschribner wise. anders sol nyeman
manen, denn daz die erst manung allwegen sol vorgan ; des gelich uns herwider von
in. es ist ouch beredt, ob die von Strazburg, diewil si zu uns verbunden sind, dehein
krieg, anmell oder ufluffe, der in der zit als diser bunt weret, nicht berichtet, gefridet
oder uzgetragen wurde, so sullen wir und die unsern in denselben krieg uzhelffen, 20
als vorgeschriben stet, untz daz derselb krieg uzgetragen und bericht wirt ; des gelich
sullent si uns und den unsern ouch herwider gebunden sin zu tünd. wir sullen ouch
schaffen mit unserm gegenwurtigen lantvogt Engelharten von Winsperg oder künftigen
lantvögten, daz si dem meyster und dem rat zu Strazburg swern stet zu halten und
ze volfüren alles das, das an dem brief geschriben stet, und sullent uns ambtlüt, 25
burgermeister und ret unserr stete in den obgeschribenn kreissen unserm lantvogt
swern zu halten und ze volfüren, was davor und nach an disem brief geschriben stet,
wolten wir ouch unsern lantvogt verkern oder unser burgermeister ambltut und rot
verendern, als dick das in den vorgenanten zil beschech, so sullen wir aber schaffen,
daz die künftigen lantvogt, burgermeister, ambtlüt und rete, ee si zu den ambtern 30
gan, swern alles das stet ze haben, ze volf&rend und ze tünd, was die verkerten ze
halten gesworen hetten. dasselb sullent die von Strassburg alle jar der alt rat dem
nuwen rate in den eyd emphelhen zu halten und sunderlich mit irer stat und iren
geslozzen, die si yetzunt hand oder in disen obgeschriben ziln und kreissen gewinnent,
ungeverlich. und sol ouch unser gegenwurtiger lantvogt Engelhart von Winsperg, oder
wen er an siner stat dartzü schaffet, gen Strazburg riten und daselbs von dem meister
und rat ir eyd und gelubde in nemen disen bunt ze haltend und ze volfürend nach
desselben buntbriefs sag. wir obgenanter hertzog Lupolt geloben ouch by unsern
fürstlichen eren für die obgenanten hochgebornen fursten, unsern lieben herren und
vettern hertzog Albrechten unser brüder und uns selber, daz wir alles das stet haben m
und volfüren wellen das, waz an disem brief von uns stet geschriben an geverd.
doch haben wir das haylig römisch rieh darynn uzgenomen und diser vorgeschriben
sach und büntnüss zu urchund und vestunge so haben wir unser insigel gehenkt an
1393
disen gegenwärtigen briefe. der gegeben ist ze Ensisheyn an frytag vor dem uffart-
lag nach C.hristes gepurd drut/ehenhundert jar darnach in dem druundnuntzgisten jare.
Str. St. A. 0. ü. P. lad. 45/46 nr. 7«. or. mb lit. pat. c. 1 sig. pend.
Ebenda lad. 48/4!) 1>. fasc. 4. fasc. 6. 2 cop. eh. coaev. deren eine unvollständig igt.
Ebenda vor Zeugen vollzogenes Vidimus des Joh. Werder vom 10 Februar 1305.
768. Claus Richter, dem man spricht Dutscheman, der meister und der rat ze Stras-
burg erklären, dass sie mit Leopold von Oesterreich und seinen Brüdern ein fünfjähriges
Bündnis geschlossen haben, dass es aber diesen Herren freistehen solle bei gehöriger
Berücksichtigung der Strassburger Interessen auch den Markgrafen Bernhard von Baden
und den Grafen Eberhard von Württemberg in das Bündnis aufzunehmen. geben
ze Strasburg unter derselben unser stat angehenktem Beeret insigel anno ... 93.
Strassburg 1303 [nach Mai 9].
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 C. fasc. 4. cop. eh coaev.
lieg, nach Vorlage im Wiener Staats-Arch. bei Lichnowsky, Gesch. d. Hauses Habsb. 4, 2335.
Reg d. Markgr v Bad. nr. 1589.
769. Entwurf eines Vertrages zwischen Meister und Rat von Straßburg und dem
Domkapitel in Sachen der IVeubeselzmig des Bischofsluhles [unvollständig .] [1393.]
Wir Burchart etc. und wir Clawes Rihter der meister und der rat etc. etc. tun
kfint, etc., daz wir beidersit und sonderlich wir die vorgenanten tümherren einmü-
20 teclich, als wir bi einander gesessen sint und in cappitels wise beruft gewesen sien,
mit guter vorbetrahtung durch nutz und notdurft der stift zu Strasburg, der stette
zu Strasburg, unser und unserer nahkommen und des landez zu Elsas lins zii sammen
früntlich vereiniget und gemäht haben künftigen schaden zu versehend in diser nah-
geschriben wise:
zs Zu dem ersten, als rede loffet, daz der erwirdig herre, herr Fryderich byschof
zii Strasburg geheischen oder erweit sige von dem cappitel zu Utriht zu byschoff
derselben stift, wer ez daz unser heiliger vatter der pabst in von demselben bystüm
providiert und versehe, als bald wir die warheit davon befinden, so sollend wir der
dechan und daz cappittel nah unser stift reht und gewonheit cappittel berüffen und
■ sollen einen byschoff welen oder heischen, es si under uns selber oder ussewendig
unser, der uns denne unser stift, der stat und dem land und uns der nutzlichest
ibedunket. und sollen wir meister und rät und die stat die tümherren an der wale
nit irren noch in deheinen weg drengen. und welher also von dem cappittel gemeinlich
oder von dem merrenteil des cappittels erweit würt zii einem byschoff, den söllent
wir die obgenanten tümherren von unser stift wegen und och wir die vorgenanten
meister und rat vesteclich halten, hanthaben und schirmen und für einen byschoff
haben und im och beraten und beholfen sin mit allem unserm vermögen, daz im daz
bysliim zii Strasburg und die schlosz, die dar/.ii gehörend, in werden und dar in gesetzet
werd und in dar inne behaben, als verre wir mit dem rehten mögend doch also, daz
*o derselbe byschof swere zii haltend alles daz, daz ander bischof vor im gesworen
haut, und von rehtez wegen herkomen ist on alle geverd.
460 1393
Wer ez och, daz ieman, wer der were, daz egenante unser bystum zu Strasburg
in pflegers oder fürmündters wise inne haben wolt, nach dem so dem vorgenanten
hern Fryderich von dem bystum zi'i Utriht versehen wer oder uns die egenanten
tümherren an unser wol irren wolt, daz söllent wir zu beidersit nit gestatten und
uns da widersetzen und einander darinne getruwelich beraten und beholfen sin, als 5
verre wir mögent mit dem rehten on alle geverd.
Wenne ez och beschehe, daz wir gebresten in den obgenanten stüken in einem
oder me heten oder gewünnen, wenne denne ein party under uns darumb von der
andern ermant wirt, so söllent wir züsamen komen gen Strasburg in die stat in den
nehsten 14 tagen nach der manung wir die vorgenanten tümherren mit unser selbez 10
üb, es were denne, daz vor siehtagen oder vientschat't oder sust rehter, redlicher
sache wegen nüt getün mögend, weihe aber von siehtagen, vientschaft oder rehter,
redlicher sach wegen nit mit ir selbez lib komen möhten, die söllent ir gewalt setzen
und bevelhen den anderen herren in dem cappitel nah irres cappittels reht und
gewonheit. und sollen! wir denne zu beidersit züsamen sitzen die sache für uns is
niemer, darinne wir gebresten heten und darinne einander getruwelich beraten und
beholfen sin zu beidersite nach ünserm besten vermögen, als verre wir mögen mit
dem rehten von allerslaht geverd und argenlist.
Str. St. A. AA. 1414. eonc. eh.
770. -Das Domkapitel und die Stadt Straßburg vereinigen sich zu gemeinsamem «o
Proteste gegen die etwa geplante gleichzeitige Verwaltung der Bistümer Utrecht
und Straßburg durch Bischof Friedrich von Blankenheim [unvollständiger Entwurf].
[1393]
Wir Burekart und Volmar und die etc. und ouch wir Claus Rihter der meister
und der rat etc. tünt kunt etc., das wir bedersite und sünderliche wir die vorge- 25
nanten tümherren einmütekliche, alse wir bienander sint geseszen in cappitels wise,
mit guter betrahtunge und rehter wissende durch nutz und notdurft der stifte ze
Straszburg, der stette ze Straszburg und unser und aller unserer nachkomen und
des landes ze Eylsasz uns zesammene früntliche vereiniget und gemäht habent künf-
tigen schaden ze versehende in dise hie nochgeschribene wise. »«
Zu dem ersten alse rede löffet und ouch versehenlich ist, das der erwirdige
herre Friderich byschof ze Stroszburg versehen sol werden mit dem bystüme zu Utreht
und er aber do zu meint, die bystum zu Straszburg darzü zu habende und daz zu erwer-
bende, zu habende in pilegers oder fürmünders wise, unde wenne das unserre vorgenanten
stifte gewonheit nit gewesen ist, daz das bystum von Straszburg in solicher wise »5
pfleger oder fürmünder haben sol und ouch unserre stifte noch der stette ze Strasz-
burg, das nit nützlich noch bekümenlich ist, alz uns beduncket. dar umbe so sint wir
ze bedensiten des mittenander früntliche überkummen: wer es das her Friderich
bischof ze Strazsburg byschof zu Utreht wurde und dis bystum zu Straszburg in
pflegnisze oder fürmünders wise inne haben wolte, oder vürbasser ieman anders an 40
1393 401
sinre stat befelhen wolte, daz wir daz zu beden sitten nit gestatten sollent noch
enwöllent, alse vil und alse verre wir mit dem rehten vermögent. wenne wir sollent
ze bedensiten unverzogenliche in den nehesten viertzehen tagen darnoch, so eine
partye under uns dar umbe von der andern gemant wurt, gen Straszburg in die stat
6 riten und do bienander bliben und einander getruweliche beroten und beholffen sin
bedersite mit unserme vermögende, wir die ti'imherren der obgenanten stift mit unser
selbes libe, unsern fründen und den unsern und wir die vorgenanten meistere und
rot mit unserer stat, unser selbes libe und den unsern also lange bitz das gewendet werde
und wir bedersite ein genügen dervon hant. unde sol ouch eine parte one die ander
in nit dovon sin noch loszen one der andern parte wiszende und wille etc.
Wer es ouch daz her Friderich byschof ze Straszburg versehen würde mit dem
bystiime von Utrecht oder eim andern bystüm und dis bystüm uffgebe mit willen
oder es nit uffgeben wolte noch vorgeschribener wise, so sollent wir dechan und cap-
pitel der obgenanten stift ein andern byschof welen, es sie under uns selber oder
>• ein andern, der uns denne der beste und der nutzeste beduncket, alse ouch daz alles
zitlich billich und reht ist. und weihen wir oder das merrenteil under uns also erwelent
zii eime byschofe, den sollent wir die obgenanten ti'imherren von unserre stifte wegen
und ouch wir die vorgenanten meister und rot vestekliche halten, hanthaben, schüren,
schirmen und vür ein byschof haben unde ime ouch beroten und beholffen sin mit
•» allem unserme vermügende ze bedensiten, daz ime daz bystüm ze Stroszburg inwerde
und darin gesetzet werde, alse verre wir mit dem rehten mögent und sollent, alse
doch daz derselbe bischof uns ze bedensiten swere und versorge ze haltende und ze
dünde, alse anderre sine vorfaren uns ze bedensiten gesworn hant und unserre
statuta sagent und ouch in gewonheiten harkommen ist one aller slahte geverde unde
8» argenlist etc.
Were ouch, daz ein ander byschof har gegeben würde, der wider uns die vor-
genanten ti'imherren oder des merrenteils under uns oder wider uns die vorgenanten
meistere und rot oder unsere nochkommen were und der uns ze bedensiten nit swüre,
dete, versorgete und voilefürte alles das, das andere byschofe, die bitze har bischofe
so zu Straszburg worden sint, gesworn und geton hant, do sol eine partye den one die
andere nit empfohen noch vür ein byschof haben, wenne wir sollent uns zu beden-
siten wider den setzen und wider in sin und zu sammene kommen und einander
geroten und beholffen sin mit allem unserme vermügende, alse ouch do vor geschriben
stot, alse verre wir mit dem rehten sollent und mogent.
as Also ouch her Friderich byschof ze Straszburg nuwelinges krieg mit uns der vorge-
nanten stat zu Straszburg gehebet het, in dem kriege wir die vorgenanten tümherren
und unserre stift von dem egenanten herren Frideriche dem byschofe, sin helffern
und den sinen alse wol geschediget sint worden alse die bürgere von Straszburg über
das, daz uns doch der krieg nütschit aneging und ouch domitte nit ze schaffende
40 hettent, do sint wir bede ouch mittenander überkommen : were daz der herre Friderich
der byschof oder anderre, die des krieges vormales gewesen sint, die stift oder die
stat von Straszburg kriegen woltent oder kriegetent über die rihtigunge, so uns unserre
herre der römsche künig sie mittenander gerihtet het, das wir do ze bedensiten uns
462 1393
dogegen stellen sollent und wollent unser bedersite und des landes schaden ze ver-
sehende und ouch einander getruweliche geroten und beholffen zu sinde noch vorge-
schribener wise one alle geverde.
Str. St. A. AA. 1412. cor^. eh.
771. Städtische Aufzeichnung über die zu Rom vorgebrachten Klagen der Kapitel 5
von St. Thomas und St. Peter gegen den Bischof Friedrich von Straßburg. [1393.]
Dise nochgescriben artikel hant die dechan, die prelaten, die dümherren der capitel
zu sant Thoman und zu sant Peter zu Straszburg und die gepfründeten in denselben
stiften und ander ir mittegesellen des krieges fürgeleit zu Rome wider herr Friderich
bischoff zu Straszburg. 10
Zu dem ersten hant sü do fürgeleit und gesprochen, daz derselbe her Friderich
bischoff zu Straszburg si ein küntliher offener vigend der heilikeit hobest Urbans.
Zu dem andern, daz er nu demselben hobest Urban widerstrebig und wider-
wertig si.
Zu dem dritten, daz er des widerbobestes des von Geneff si ein furderer und 15
ein schirmer.
Zu dem vierden, daz er si ein allergroester tyran.
Zu dem fünften, daz er si widerstreb und widerwertig der heiligen romischen
kirchen der kristenheit.
Zu dem sehsten, daz er dieselben prelaten und die gepfründeten der vorgenanten 20
stiften hab gesucht und an si gevordert, daz sü mit yme anhaften und anhangen
weltent dem widerbobest dem von Geneff.
Zu dem sübenden, daz er derselbe herr Friderich, darumb, daz dieselben prelaten
und die andern offenberlich widersprochent, wider denselben her Friederich röftent
und seitent sü woltent sterben und leben mit der heilikeit hobest Urbans. darumb 25
do wart er unwortsam wider sü und entzündet in vigentschaft und in hass und leit
in denselben prelaten ein stüre under eim namen einer mynelichen helfe.
Zu dem ahten, daz derselb her Friderich dieselben prelaten und fürleger zu andern
ziten manig mol zu vil beswert habe wider got und wider recht und wider alle
bescheidenheit. 30
Ouch bittent sü und hant gebeten, daz men denselben her Friderich berouve dez
gewaltes uff zu legende semelich stüre und fürbitt yme und sinen nochkommen procesz.
und gebot zu legend umb semelich stüre.
Str. St. A. AA. 1413. cop. eh. coaev.
772. Bischof Lamprecht, Johann von C'amgn und Borsiboy von Swinar, die be- 35
vollmächtig ten königlichen Schiedsmänner, an Straßburg: melden unter Darlegung
der Gründe, daß sie den Hagenauer Sühnetag auf den 29 Juni verschieben müssen.
[1393 Juni 4.]
Unsern fruntlichen grus zuvor lieben frunde. wir tun euch zu wissen, das wir
aller dinge von unserm hern dem kunig ussgevertigt waren zu komen uf den tage,
1393 463
das ist den nehsl körnenden suntag gen Hagenow alle suchen zu vollenden mit der tmt 7.
inynne oder mit dem rechten (zwischen euch und den fursten, herren, rittern und
knechten, die wider euch in dem kriege gewesen sind, als das vorher geteydinget ist,
und wir davon gescheiden sind, und do wir yeczund komen gen Nuremberg, do
5 wurden wir ynnen, wie das beyde fursten, geistlich und werntlich beim und stete
us Meissen, Franken, Beyern und Swaben von dem nehsten sun.tag über acht tage ■/«-" "
zu Bamberg zusammen komen wollten zu bestellen und zu schicken, das sulcher ge-
brechen und irrosale, der in den lantfriden doselbst ist, bestalt und in einen red-
lichen salze gebracht wurde, und dovon sein wir underweist und gefordert von künt-
i<> lichcm gebeisse, das wir von demselben tage in dhcineweis nicht reiten sulten, sunder
dorzu helffen und raten, das sulche ynfelle und irrsal, die; in den lantfriden doselbst
erstanden weren, abgetan und hingelegt wurden, und dorumb durch sulcher' gebrechen
wegen, so haben wir den vorgenannten tage vorezogen und vorlenget und vorlengen
den bis uf sande Peter und sand Pauls tag, der schirist kumpt, und wollen uff den- Jun> **•
* selben tage mit voller macht unsers hern des kunigs gen Hagnaw komen also, das
alle sachen czwischen euch und den egen. fursten, hern, rittern und knechten m<t
der hilfl'e gotes uf dieselbe czeite genezlichen gerichtet und hingelegt werde, und
dovon so getrawen wir euch wol und begeren von kuntlicher gewalt, die uns geben
ist, das ir alle sachen in der egen. czeite in guten und in übe besten lasset in aller
i« der masse, als die uf den egenanten suntag, als wir zu Hagnaw gewesen sulten sein,
gestanden sulten sein und ouch uf denselben sand Peters und sand Pauls tage gen
Hagnaw komet oder die ewern mit voller macht dohin schicket, also das alle sachen
genezlichen und gare usgetragen und verrichtet werden, als das vormals begriffen ist.
geben zu Nuremberg an unsers hern leichnam abend.
18 Lamprecht bischof zu Bamberg, Johans erweiter bischof zu
Camyn des kunigs kanczler und Borzywoy von Swinar lantfogt
in Swaben und zu Elszsassen etc.
[In verso] Den erbern und weyzen, dem meister und dem rate der stat zu Stras-
burg unsern besundern frunden.
3" Str. St. Ä. AA. 112 nr. 114. or. eh. I. cl. c. 3 sig. »'. v. impr.
Qedr. im Auszug. Bapp. TJrkb. 11, nr. 369.
1773. König Wenzel erteilt den Ktraßburgern ein Privileg für ihre unterbaute
Rheinbr Hohe. Settern 1393 Juni 5.
Wir Wenczlaw u. s. w. bekennen u. s. w., das wir von der newen brücken
wegen, die unsere und des reichs lieben getrewen der burgermeister rate und burger
der stat zu Strassburg über den Beine bey Strassburg geslagen und gemacht haben,
eigentlichen undeiw eiset sein, das dieselbe brücke dem reich und dem lande nütz
isl. w;iii gros und vil wandels doselbst über den Bein ist meinclichen hin und her-
wider zu faren, und das die schiffe uf dem vare von wassers und unw iters wegen
40 nicht gefaren mögen und ouch etwenn lute grossen schaden uf denselben faren
VI. 59
464 1393
haben genomen und davon sulche schaden zu vorsehen, so haben wir für uns und
unsere nachkomen an dem reiche mit wolbedachtem mute, gutem rate und rechter
wissen von kuniclicher mechte den vorgeschriben burgern zu Strasspurg und iren
nachkomen die egen. brücke und diese besundere gnade und volle gewalt gegeben
und geben yn ouch den in kraft dicz briefes, das sie und ire nachkomen dieselben 5
brücken mit allen rechten und nuczen, als sie die gehabt haben und yeczund haben,
ynne haben, bessern und behüten sollen, und ob es note geschieht von wassern, die
zu rucken und uff ein andere stat zu slahen, gleyherweis als die yeczund ist, an
allermeniclichs hindernisse und Widerrede, doch sol uns und den unsern dieselbe
brücke offen sein, wenn und wie ofte wir der bedurffen wider allermeniclichen 10
nymandes ausgenomen, ausgenomen alleine die stat zu Straspurg. und gebieten
dorumb allen fursten, geistlichen und werntlichen, grafen, freyen, dinstlüten, rit-
tern, knechten, houptluten, amptluten, richtern, burgermeistern, reten und gemein-
schaften der stette, merkte und dorfer und allen andern unsern und des heiligen
reichs getrewen und undertanen ernstlichen und vestielichen mit diesem briefe, das u
sie die egen. bürgere und stat zu Strasspurg an sulchen gnaden und der brücken
nicht hindern, irren oder dowider tun in dheineweis, sunder sie dobey geruhlichen
und ungehyndert bleiben lassen, als libe yn sey unsere und des heiliges reiches swere
ungenade zu vormeiden, mit Urkunde dicz briefes vorsigelt mit unserr kunielichen
majestat insigel. der geben ist zu dem Betler, do man czalte nach Cristes geburt »0
dreytzehenhundert jare und dornach in dem drey und newnezigistem jare an dem
nehsten donerstage noch der heiligen dryvaldikeittage unserr reiche des behmischen
in dem dreissigistem und des romischen in dem sibenezehenden jaren.
Ad mandatum domini regis referentibus domini Lamperto Bambergensi episcopo
et Borzywovgio de Swinars Franciscus Olomucensis canonicus.
[In verso] R. Wenceslaw de Olomuncz.
25
Str. St. A. AA. 4 nr. 2. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. del.
Ebenda Briefbuch B. f. 29.
Gedr. Wencker, de ußb. S. 197.
Sehöpflin: Ms. dipl, II, 292. 30
Lünig, arch. imp. part. spec. eont. IV, 2 Teil p. 747.
774. Schencke Eberhart zu Erpach Landvogt am Rhein und die übrigen 8 Land-
friedensmänner an Strassburg : laszen üch wiszen, das daz hus Schelodenbach vor
dem lantgerichte erfolget ist und eins teils der gemeiner desselben huses verland-
fridet sint. herumb han wir die nune, die ubir den lantfriden gesät sint, evnmü-
declichen von des lantfriden wegen eins zuges ubir dasselbe hus und die gemeiner
gemeinlichen ubirkommen und habent wir erkannt, darumb ermanen wir uch von
des lantfriden wegen bi den evden, die ir dem lantfriden getan haut, und als hoch
wir uch gemanen mögen, das ir uwere dienere viertzig mit gleven wol erezuget dar
Juni i4. zü schickent also, das die egenante zal uwere dienere uff sant Johans tag baptisten jo
schierste kemmet zu naht zü Lucern sin in der herberge oder da umbe von dannen
fürt mit andern fursten, herren und steden, f runden und dieneren fürt zü zihen. und
H
1393 465
wollent aucli denselben karriehe und wagen und ander gerede bestellen, want in zu
felde gcburt zu ligen. und wollent her zu tun, als ir von des lantfriden wegen billich
sollent tun. datum feria sexta post festum corporis Christi anno domini 1393.
1393 Juni 7.
5 Str. St. A. AA. 118. or. eh. lit. cl.
775. Herzog Leopold von Oesterreich an Papst Bonifaz in Sachen der Neu-
besetzung des Straßburger Bischofsstuhles. Gray (?) 1393 Juni 18.
Beatissime paterac domine clementissime. sicut vestre sanetitatis devoti capitulum
ecclesie Argentinensis et magistri, consules ac universitas civitatis ejusdem ad vestre
in sanetitatis sedem suos certos miserunt nuncios pro impedienda commissione episco-
palis sedis ipsius Argentinensis ecclesie in via commende, ne commentatur domino
Ffrederico ejusdem ecclesie episcopo, qui, ut pereepi, a sanetitatis vestre provisione ad
Trayacensem ecclesiam sit translatus. et jam ab e. v. s. dietam Argentinensem ec-
clesiam in commendam ad tempus sibi committendam intendat prout veraciter dicitur
is impetrare. quare e. v. s. humiliter supplico et devote, qui zelator estis quietis, pater
pacis, comodi et largitor, quatenus dicto domino Ffrederico predietam ecclesiam sibi
committendam in via commende, si petierit, dignemini denegare. nam si sibi eom-
missa fuerit, quod de vestra spero non fieri clemencia, timeo quod ipsa ecclesia pe-
riculosos defectus ineurrat et gwerre ac discriminia consurgant velut alias ipsi ec-
an clesie ac terris meisque subditis contingere, quia bona dicte ecclesie pro majori parte
sunt in dicione et territioriis meis sita. vestra igitur immensa sanetitas hanc meam
graciose supplicationem exaudiat, quod aput e. s. v. sedem humiliter serviendo cupio
promereri. BCiiptum in opido Grayaco comitatus Burgundie die XVIII mensis junii
anno domino millesimo trecentesimo nonagesimo tertio.
25 Vestre sanetitatis devotus filius Leupoldus dei gratia dux Austrie etc.
[In verso]: Beatissimo in Christo patri et domino, domino Honifacio divina Pro-
videntia sacrosanete Romane ac universalis ecclesie summo pontifici, domino suo gra-
tiosissimo.
Str. St. A. AA. 1414 nr. 5. or. mb. I. el. ibid. nr. 10. eop. eh. eoaev.
3o 776. Straßburg an den Landcogt des Landfriedens am Rhein Schenh Eberhard
zu Erpach: entschuldigt sich unter Angabe der Gründe, daß es seine Olefen nicht
schicken könne. 1393 Juni 21.
Dem erbern fromen ritter, hern Schencke Eberharte heran zu Erpache lant-
vogte des lantfriden an dem Bine und den ehtewen, die über denselben lantfriden
6s mit ime geseezet sint, embieten wir Claus Rihter, dem man sprichet Tütschman, der
meisler und der rat von Strazburg unsern willigen dienst und was wir gutes ver-
mügent. alse ir uns geschriben und gemanet hant unsere glefin und die unsern vür
das hus Schelodembach zu sendende, also kündent wir uwern fruntscheften, das von
Bollioher kriege und stösse wegent, alse zwischen! den fürsten, herren und uns ge-
466 1393
wesen sint, unser gnediger herre der römesche künig uns zu bedensiten einen tag
Juni 29. bescheiden und gesetzet hat, der da sin sol zu Hagenowe uff sant Peters und sant
Paulus dag der heiligen zwelfbotten, der nü zii nehste komet. und gät vil rede under
den lüten, das die sachevillihteanderwarbe zu kriege kommende
werde und das wir darumbe der unsern wol by uns bedörffende werdent. und dis 5
verkündent wir üch darumbe, das wir getruwent, das ir selber wol merckent und
verstänt, das wir der unsern notdurftig sint by uns zu behabende. datum sabbato
proximo ante diem nativitatis scti Johannis baptiste anno domini 1393.
[In verso] Dem erbern fromen ritter, herrn Schencke Eberharte herren zu Erpach
lantvogte dez lantfriden an dem Rine und den ehtewen, die mit ime über denselben io
lantfriden gesetzet sint.
Str. St. A. AA. 112. nr. 22. or. mb. I. cl.
Gedr. im Auszug. Bapp. Urkb. II, nr. 370.
777. Gesandteninstruction betreffend den Siihnetag zu Hagenau.
[1393 Juni- Juli.] is
Gedehtnisze
Item gedenckent ze verantwortende gegen herrn Borseboy, daz wir in nit lant-
vogt zu Eylsasz geschriben hant, daz in sin schriber also verschriben het.
Item gedenckent dem cantzeler und den andern ze danckende.
Item von des tagesTwegen, der zii Hagenau sin sol, do sollent uwer bestes zii 2«
reden, daz men den nit vürbasser ufslahe, wenne uns unsers herren des kuniges
brief nit gehalten wurt, men nimet uns tegeliche in unserre zinse gülte und schulde.
Item der bischof het die gerihte in unser stat loszen gon über unser burgei und
wil unsern burgern in dem lande in sin gerihten nit loszen rihten.
Item der bischof bestellet sich ouch vaste mit habern und andern dingen, darzü 25
so het er sine botschaft geton zürn hertzogen von Osterrich und sich gegen dem
erbotten, er begere sin cappelon ze sinde.
Item alse wir uns zu dem hertzogen verbunden, do gedenckent von ze redende etc.
Item ir sollent ouch sagen dem cantzeler, wie wir mit dem marggrofen geretd hant.
Item warumbe wir unser botten nit hin in geschicket haben t. 30
Item ir sollent ouch erfaren, so ir beste mögent, von des bischofes wegen, ebe
der oder unser herre der kunig ieman zii eime bischofe dar stoszen wellent.
Str. St. A. AA. 107. conc. eh.
778. Bruchstück eines tilraßburger Oedächtnißzettels vom ungenauer iSiihnetag.
[1393 Juni.] »
Zürn ersten so ist der herren meinunge, das man alle die schulde, die die herren
rittere unde knehte, die des krieges gewesen sint, der stat von Straszburg und iren
burgern schuldig sint, sol bezalen das dirteil derselben schulden bitze unserre frawen
1391
Februars, tage der liehtmesze nehest kommet, das ander dirte teil von dem unserre frawen
1393 Vfl
tage uber ein jor und das uberige dirtcteil der schulden aber von deme unserre
frawen tag der lichtmesze über ein jor.
Str. St. A. AA. 112. or. eh.
779. Otto von Ochsenstein an Strassburg wegen der Vogtei über bischöfliche
Besitzungen während der Erledigung des Bistums : lossen üch wissen, daz mine vordem
von aller her, mine brüder selige und ouch ich das reht hant gehebet, wenne daz
bistum von Strazburg osture stunt, daz men uns Mollesheim die stat, die ir ietze
iune hant, Mutziche, Berse und Girbaden in unser hant gap und in antwurte von
dem capittel bitze an ein einmütigen bischof in fögetes wis. und sint ouch allewege
bitze her die rehten fögete gewesen, darumb so bitte ich uwer erberkeit mit gantzem
erneste, daz ir mich an der fogetige ungeirret lossent und mich do bi lossent bliben
. . . uwer antwurte lont mich wider wissen. [1X93.]
Str. St. A. AA. 1413. or. eh. I. el.
780. Die Strassburger Boten [vom Tage zu Hagenau?] an den Bat: sind hüte
vor den herren gewesen und habent do gevordert in der moszen, alse wir von üch
gescheiden sint und wir vormales ouch allewege gevordert habent. Die königlichen
Räte haben verlangt, . . . daz wir Heinrich zum Jungen und der stat zu Mentze schriben
wellent, daz Heinrich herufT zu uns komme, so wellent sie ynen ouch alse schriben.
daz hant wir getan. Ferner beklagen sich die Räte, dass Biilin Barpfennig den Herrn
Johann von Lichtenberg in dieser Stauung angegriffen habe und dass auch sonst
allerlei Ungehöriges geschehen sei. Sie wüssten das nicht, könnten und würden aber
ihrerseits mit ähnlichen Reschwerden antworten. datum hora vesperi feria 4 post
l'elri et Pauli.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl.
[ 1899 Juli 2.]
«5 781. Oerlelin Mansse an den Ammanmeister Heinrich Zimmer in Sachen der
Neubesetzung des Straßburger Bistums. [1393.]
Minen gewiigen dienst bevor Henre der ameister.1 alse ir mir virschriben hant,
do wissent, das ich zö stont mit Hans Ceupeman (?) do von rete. do meinde ers eine
minen herren den margreffen ze bringende, was mir do geantwortet wirt, daz losze
sn ich üch wiszen, so üch zö üch kome. wissent öch, daz uf zistag, der nehst vergangen
ist, dem bischof zwei voder wines und habern ond ander koste erst gen Raden kam
und ist noch zö Baden; wie lange aber er do hübet, das weis ich nüt. wissent öch,
daz er offenlichen geret het: ir wellent einen bischof machen und habent die döm-
herren darumbe besant, daz wir gege nüt gesien der könig habe imme gegeben
»» daz bistem zö St rasborg und zö Basel zö dem bistem zö Otrecht und habe ime öch
1 Heinrieh Lymer.
468 1393
gesprochen vir den hobest, das er es ime gebe und het öch gesprochen : der könig
welle net, das ir den bont mit dem herzogen von Ostereich hant. öch het mir Volmar
von Wickersheim geseit, das er an sonnedage von Heidelberg scheide von dem her-
zogen, und verdriese in der bont, den ir mit dem herzogen von Ostereich hant, zö
molle übel, doch het ers gar wol verantwurtin wollen, mossen irs gedon hant, alse 5
er es üch wol sagen sol, so er zö üch komet. öch het er mir öch geseit, daz der
künig geschriben het dem herzogen umbe sine rete gen Hagenöwe ze schickende,
herumbe alles wisent üch noch zö richtende. geben an der mitewochen.
Ortelin Mansze.
[In verso] Dem wissen und bescheiden hern Heinzeman Limmer ammeistcr zö \*
Strasburg minem besundern göten fründe.
Str. St. A. AA. 1414 nr. 9. or. eh. I. cl.
782. Graf Johann von Werdenberg an Strassburg: teilt mit, dass er den Herren
von Lützelstein auch fernerhin feind sei und dass diese die Unwahrheit sprächen,
wenn sie sagten, sie hätten einen Sicherheitsbrief von ihm bekommen. datuin anno'.i:! ir,
an dem zinstag nach Petri et Pauli. 1393 Juli 1.
Str. St. Ä. 0. ü. P. lad. 48/49 b. fasc. VII. or eh. lit. cl. c. sig i. v. impr (kl.
783. Papst Bonifacius IX an Slraßburg : teilt mit, daß Bischof Friedrich auf
das Bistum Straßburg verzichtet und in Wilhelm von Biest einen Nachfolger ge-
funden habe. Perugia 1393 Juli 7. 2»
Bonifacius episcopus servus servorum dei dilectis filiis, popnlo civitatis et diocesis
Argentinensis salutem et apostolicam benedictionem. pastoralis officii debilum, cu
disponente domino presidemus, exposcit, ut de universis orbis ecclesiis, quarum cura
nobis imminet, generalis presertim de Ulis, que suis viduate pastoribus vacationisi
incommoda deplorare noseuntur, solicite cogitemus, ut Ulis preficiantur viri providi is
in pastores, qui eas in spiritualibus et temporalibus velint et valeant salubriter guber-
nare. sane ecclesia Argentinensis ex eo pastoris solacio destituta, quod nos hodie
venerabilem fratrem nostrum Fridericum Trajectensem tunc Argentinensem episcopum
licet absentem a vineulo, quo Argentinensi ecclesie cui tunepreerat tenebatur, de fratrum
nostrorum consilio et apostolice potestatis plenitudine absolventes ipsum ad ecclesiam 30
Trajectensem tunc pastore carentem auetoritate apostolica duximus transferenduin
preficiendo ipsum eidem Trajectensi ecclesie in episcopum et pastorem. nos ad pro-
visionem ejusdem Argentinensis ecclesie celerem et felicem, ne longe vacationis expo-
neretur incommodis, paternis et solicitis studiis intendentes post deliberationem, quam
de preficiendo eidem Argentinensi ecclesie personam utilem et eciam fruetuosam cum M
fratribus nostris habuimus diligentem, demum ad dilectum filium Wilhelmum de Dyest
electum Argentinensem tunc canonicum Leodiensem in subdyaconatus ordine consti-
tutum, litterarum sciencia preditum, vite ac morum honestate decorum, in spiritualibus
providum et in temporalibus circumspectum et aliis multiplicum virtutum meritis
1393 409
proul fidfl dignomm testimoniis accepimus insignitum direximus oculos nostre mentis.
(luilms omnibus debila mcditalione pcnsatis, de persona ipsius Wilhelmi elecü nobis
et eisdem l'ratribus ob dietorum suorum exigenciarn meritorum accepla eidem Argen-
liucnsi ecclesie de ipsorum fratrum consilio auctoritate apostolica providimus ipsumque
5 illi prefecimuB in episcopum et pastorem, euram et administrationem ipsius Argenti-
iiensi.s ecclesie sibi in spiritualibos et temporalibus plenarie conimittendo. in illo qui
dal gracias et largitur premia confidentes, quod eadem Argentinensis ecclesia per ipsius
Wilhelmi electi circumspcctionem, industriam et providenciam cireumspectain sub suo
felici regimine dextera domiai sibi assistente propicia salubriter et prospere dirigetur
io ao grata in eisdem spiritualibus et temporalibus suscipiet inerementa. quocirea uni-
versitatem vestram rogainus, monemus et hortamur attente per apostolica vobis scripta
maiidantes, quatenus eundem electum tamquam patrem et pastorem animarum vestrarum
devota suscipientes et debita honorificencia prosequentes ejus monilis et mandatis
salubribus bumiliter intendatis ita, quod ipse in vobis devotionis filios et vos in eo
u per consequens patrem invenisse benevolum gaudeatis. datum Ferusie nonis julii
pontificatus nostri anno quarto.
Str. Bez. A. G. 1459. cop. eh.
784. Johann von Einstelle und Wilhelm von Parma an Straßburg in Sachen
der Neubesetzung des Bischofssluhles. [1393 Juli 7.]
io Unsern dienest bevor, erwurdige herren. wir lont üch wissen, das als hütte
unserm herren von Strazburg das bistiim von Utriht und unserm herren von Diest
das bistiim zii Strazburg geluhen sint und nach uwere forderunge und unsere botte-
schaft durch das, daz unser herre von Utriht villiht wolte das bistöm zu Strasburg
behaben, als lange er möhte, ' so hant uns geseit des bobestes heimelichesten (botten)
äs geseit, das man das also versorgen wil, das unserm alten herren niemer brief wurt über
das biti'nn zu Utriht, er gebe denne unserm nuwen herren die vesten und besitzunge
des bistümes zu Strazburg. und hant öch geworben und gehindert, das unserm alten
herren das bistum nüt befolhen wurt. wir hant Öch geworben, so wir best mohtent,
das man das bistiim von Strasburg eime von der stift, der der stette und dem bistüm
so und dem lande nützelich were, Iihen solte; und daz möhte nüt gon, als wir üch mit
dem munde selber sagende werdent kürtzelich. wir bittent üch öch ernestliche, ist
es, daz wir uns zu entsitzende habent, das ir uns zu lutzem in der von Eschebach
lierberge losent wissen, wie wir uns halten süllent. datum feria seeunda post
Udahici. Johans von Rinstette
i, und Wilhelm von Panne.
[In terso] Den erwürdigen, wisen meister und rat zu Strazburg.
Str. St. A. AA. 1414 nr. 8. or. eh. I. cl. mit Verschlußsiegel und 3 kleinen in Papier ab-
gedruclUen Siegeln.
' Vgl. Königshofen (Hegel) II, 6'Jti : Bischof Friedrich entwich aas Strassburg . . bi naht ellendekliche
4ii und M-Iu'inini'lii lu> umb sant Arbogastes dag (Jul. 21) des jores 1393 nnd kam in sin nuwe bistum
gein üttriht, das ime eine grosse notdurft was, wan er mAhte hie vor sinen schuldenem niemer
me räwe han gehebet.
470 1393
785. Meister und Rat von Slraßburg an Herzog Leopold von Oesterreich :
können seinen Brief betreffs der Neubesetzung des Straßburger Bistums erst beant-
worten, wenn ihre Bolen vom Ifagenauer Tage zurückgekehrt sind und sie sich mit
diesen beraten haben. 1393 Juli 10.
Dem hoherbornen fiirsten und herren hertzoge Lüpolt zu Osterich, zii Stir, zi'i i
Kernden und zu Krayn grüfe zu Tyrol einbieten wir Claus Rihter, den man sprichet
Tütschman der meister und der rat von Strazburg unsern undertenigen willigen dienst
und waz wir eren vermügent. gnediger herre. alse ir durch uwere gnade uns mit
uwerm briefe embotten hant von des bystümes wegen zu Strazburg, alse hant unsere
erbern botten, die zu leste by uwern gnaden gewesen sint, uns wol geseit, wie uwer iu
gnade mit in davon geretde het. und darumbe, so kündent wir uwern gnaden, alse
unsere erbern botten ouch das selber mit uwern gnaden geretde hant, daz wir einen
ernstlichen dag zu Hagenowe ietzent hant. uff demselben dage ouch vil unserre
erbern botten sint, der wir zu disen selben Sachen wol bedörffent und notdurftig
sint und hoffent, daz dieselben unserr erbern botten widerumbe von Hagenowe untze 15
j,ui u. uff disen nehsten zukünftigen sunnendag zu uns kommende werdent, so wellent wir
vurderliche die Sachen vür uns nemen und mit in zu rate darumbe werden, und
wellent danne uwern gnaden unser meynungen dar umbe verschriben mit unsern
briefen verkünden, wände wir willig und bereit sint zu t finde, waz wir wisscnt, daz
uwern gnaden und den uwern dienstlich von uns gesin mag. datum feria quinta 20
proxima ante diem scte Margarethe virginis anno 1393.
Str. St. Ä. AA. 112 nr. 60. cop. eh. coaev.
786. Meister und Rat von Slraßburg ersuchen den Papst Bonifacius für ihn
Fall, daß ihr Bischof das erledigte Bistum Utrecht bekomme, den Benedicliner-Abt
von Reichenau zum Bischof von Straßburg zu machen. 1393 Juli 15. 25
Sanctissimo ac beatissimo in Christo patri ac domino domino Bonifacio dignis-
sima dei Providentia sacrosanete Romane ac universalis ecclesie summo pontifici ma-
gistri, consules ac universitas et populus civitatis Argentinensis pedum oscula bea-
torum. sanetissime et beatissime pater, vestre sanetitati et beatitudini significamus,
quod nuper vacante ecclesia Trajectensi reverendus in Christo pater dominus Fride- w
ricus episcopus Argentinensis in presulem et episcopum ejusdem Trajectensis ecclesie
et eidem ecclesie per sanetitatem vestram preficiendum sit concorditer postulatus.
unde vestre beatitudini suppliciter supplicamus, quod in casu, quo sanetitas vestra
dicto reverendo Friderico in Christo patri de ecclesia Trajectensi dignaretur providere,
quod ex tunc eadem sanetitas vestra ecclesie Argentinensi de persona abbatis mo- si
nasterii Augie majoris Constanciensis diocesis ordinis seti Benedicti, viro utique nobili
et potenti, pro quo, ut pereepimus, etiam illustris prineeps dominus Lnpoldus dux
Austrie et Karinthye suas preces humiles vestre sanetitati duxit porrigendas, dignetur
providere et eidem illustro (!) prineipi et nobis in hac parte dignemini conplacere.
speramus etenim quod, si idem dominus abbas ecclesie Argentinensi per sanetitatem i0
1393 471
ve.st.rain in episcopum et pastorem preficeretur, nt speramus, quod eadem ecclesia
Argentinensifl eins feliei regimine dicti domini ducis et aliorum amicorum suorum
siiiVnliiis snffiragio plus quam per quemcumque alimn pacifice et felieiter possit, ut
Bperatnus, Brmiter gubernari. datum snb sigillo nostre civitatis magno terfO lenus
l apprcsso. idus jnlii anno domini I398.
Str. St. A. AA. 1414 nr. 7. cnp. eh, coaev.
Ebenda AA. III nr. 2.
787. Borsiboy von Svnnar an Bischof Friedrich, Markgraf Bernhard, andere
Fürsten und die Stadt Straßburg : berichtet über die bisher gehaltenen Siihneiage und
o die Anselzung eines neuen Tages auf den 28 October. Hagmmu MS9S Juli 16.
Dem erwurdigen in got vatter und herren, hern Friderichen bischofe zii Strazburg,
dem bochgebornen forsten lierren Bernharte marggrafen zu Baden und den edem
herren Eberharte graten zii Wirtemberg, Heinrich grafen zu Luczelstein, Brune von
RapoUstein, Heinriche und Hansen von Lichtenberg und Heinriche zii Geroltzecke
|5 und dem meisler, rate und burgern gemeinliche der stat zii Strazburg embiete ich
Worseboy von Swinar lantvogte zu Swaben und Zu Elsas minen willigen dienst, alse
der allerdurhlühtigeste fürstc und herre, herr Wenczlawe romischer künig zii allen
ziten nierer dez richs und künig zii Beheim, min lieber gnediger herre die kriege,
missehelle und stSsse zwischen! ime, fürsten und herren an eime teile und der stat
in zii Strazburg an dem andern, die gewesen sint, gerihtet und gesünet hatte und
dieselbe süne beide partycn ufgenommen haben nach lute und sage dez vorgenanten
unsers herren des kuniges und ouch beider partyen briefe, die darüber begrifTen sint,
unde wände ich vor ziten darumbe dage gemäht habe gen Hagenowe den selben par-
tyen zii besehen, obe ich sie gütlichen und früntlichen oder mit dem rehten verrihten
" modle, und habe das mit sampt dez egenanten mins herren dez küniges reten und
anderre fürsten, rittern und knehten, die by mir hie da by sint gewesen, ernstlich
und vesleklich versucht und mich darinne gearbeit und by den partyen ouch daz
reht beseczet, darin ouch bräche gefallen sint, das es nit möhte gank haben noch
gegangen ist zu disen ziten. und wanne des vorg. mins herren des küniges ernstliche
so meynungen ist, daz die egenanten süne und rihtunge gancz und stete von beiden
teilen gehalten werde und vürbaz kein ynfalle noch kriege davon in dem lande zii
Klsasscn ufl'erste ... so habe ich mit rate dez vorg. mines herren dez küniges reten,
die er darzii geschicket hat, und andern fürsten und herren, rittern und knehten
und an des egenanten mins herren des küniges stat von siner voller gewalt, die ich
35 von ime dar über habe, einen ufslag und einen andern dag gemachet und mache
ouch den in kraft dicz briefes, also das alle Sachen in gutem und liebe bestan und
bliben süllent von beiden teilen von datum dis briefes bis uff wihenahten nehste D(^',m
kommende in aller der massen, alse die bisher gestanden sint. und süllent ouch von
peiden partyen mit voller gewalt kommen gen Hagenowe ulf sant Symonis und Jude oci&r.M
4o dage der heiligen zwelfbotten in aller der massen, alse das vormals bisher in andern
dagen bestalt, begriffen und verschriben ist gewesen, doch also, daz die fürsten und
VI. 60
472 1393
herren und die burger zu Strazburg, waz zinse und gülte harnäch verfallen werden
nach geben dis briefes, daz sie mügent heischent und vordem und mit geistlichem
gerihte inbringen, alse sich daz heischet, und sol man ouch beiden teilen dez stete
tun und beholffen sin äne geverde. und sol ouch keine teile daz ander umbe dieselben
zukünftigen zinse in der egenanten zite nit mit leistungen noch mit angriffe zu 5
schaden bringen äne geverde. doch wenne die egenanten wihenahten die nehsten
vergen, so süllent die egenanten sachen ieglichen teile unsehedelich sin an allen iren
briefen und rehten. und bitte üch beidersite durch mins dienstes willen und gebiete
üch ouch von gewalt mins gnedigen herren dez küniges ernstliche mit disem briefe,
das ir die egen. stücke und sachen genczliche haltent und dawider niht tot in den- 10
heine wise, wanne weliches teil daz were, daz wider den vorgeschriben artickel dete
frefeliche und wissentlichen, daz küntlichen würde, so wil ich an stat mins herren
dez küniges dem andern teile zulegen und beholffen sin. und wil ouch vürbas niich
dez egenanten mins herren dez küniges geheisse darzü tun, alse sich daz mit dem
rehten vor sinem hofgerihte erfinden wirdet, ernstlichen und ;"me allez verziehen, und 15
dez zu Urkunde so habe ich min ingesigel an disen brieff gehangen. der geben
ist zi'i Hagenowe nach Cristus gebürte drüczehenhundert jare darnach in dem drü
und nünczigesten jare dez nehsten mittewochens nach sant Margareden dage.
Str. St. A. AA. 112 nr. 112. cop eh. coaev.
Karlsruhe G. L. A Kopialb. 46 a. 2u
Gedr. im Auszug. Rapp TJrkb II, nr. 373.
7158. Johann Graf zu Sponheim der Junge an Meister und Rat von Strassburg: als
wir von der worte wegen, die ir uns getan hant, und auch von Ci'inen wegen von
Colbeszheim uwers haüptmans vor ziiten zu Aschau mit uwern fründen geredt han
und uns auch nu zu Hagenauwe von uch vor den fursten beclaget han, do uns uwer *■<
fründe retden sich do zu verantwurten uff eynen tag nach mittemtage, des wir auch
den tag allen also do warteten und des doch nit geschach, des wollen wir noch
gerne mit uch darumb eynen gutlichen tag leisten zu Baden vor unserme vetern
Augusin. dem marggräven uff den nehsten süntag nach unser frauwentag assurnptionis, und
waz uwers willen darynne sye, daz lant uns mit disem boten beschriben widder 30
wiszen. geben uft den mentag vor sant Jacobstag des heiigen zwelffhotten anno 1JSJ3.
1893 Juli 21.
Str. St. A AA. 112 nr. 48. or. eh. I. cl.
7IJ9. Herzog Leopold von Oesterreich an Straßburg: teilt mit, daß der Papst
dem Wilhelm von Diest das Bistum Slraßburg verliehen habe. K
Auf dem Felde hei Basel 1393 Juli 23.
Erbern wisen und besunderlichen. wir lassen üch wissen, als wir uf disen hütigen
tag von Tann gescheiden syen in unser obern land ze Ergew ze riten, ist uns gewisse
botschaft von Rom komen uf dem velde zwischen Tann und Rynvelden, daz unser
heiliger vater das bistüm ze Strasburg geben hat her Wilhalmen von Diest einem 40
1393 473
jungen mann, «las isi, geschehen des Bähenden tags diiz manöds julii. der hört den jum.
cnrdinal von Frankreich an. das tun wir üch darumb ze «rissen, da/ ir üch in allen
saclicn deslpas darnach wizzet zo richten. gehen uf dein veld neben Hasel an
mittwochen vor Jacobi appostoli ander Burkarte Manche unsers rata insigel, wan wir
unser rasige! dieselh zit hy uns nit betten, anno . . . nonagesimo tertio.
Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. cl.
7!)0. Aufzeichnung über das Verfahren gegen eine Anzahl Xlraßburger Bürger,
welche Silbermümen eingeschmolzen und ans der Stadt ausgeführt haben sollen.
Juli 2S — Aiiffust 13.
in A.
Dise sint gerüget von silbers wegen, daz sü söllent gebrant haben und enweg
geschicket. actum feria seeunda proxima post diem beati Jacobi apostoli anno 1303 j,un«.
vor dem rote gerüget.
Primo Lauwelin Merswin het vil silbers enweg gefüret und gesehicket und
i5 sünderliche Hans Swarber het in der herren krieg yme silber und golt das lant abe
gefüret.
Item Hanneman von Colmar het silber gen Metze gefüret.
Item Peter von Wintertur het silber enweg gefüret.
Item Stengelin het bi den 200 mareken enweg gefüret.
an Item Henselin Benefelt der kremer bürnet und schicket silber enweg und nimmet
ein tot umb 3 sol. und 2 den.
Item Wermut het vil silber kouft.
Item Lafrancke het silber enweg geschicket.
Item Wilhelm Heitzelin.
85 Item die Voltzen, die do wandeint.
Item Walther von Seckingen.
Item Sewer.
Item Hanneman Mumpelgart
Hein Schröter und Diechelin sin stiefsün.
m Item der lange Jeckelin der walich het silber hinweg gefürl.
B.
Feria seeunda post Jacobi apostoli anno 1303. j,ui u.
Hein Lauwelin zu der Hircken dixit: das er Claus Merswin gewihsselt habe und
[eben habe wol uf 250 güldin und gap ime umb ein guldin 1 1 sol. 2 den., do die
85 guldin doch gultent 5 sol. und 11 den. und 11 '/j den. dixit : daz er von Henselin von
Ehenheim geboret habe, daz Hügelin Ripelin dein gelt habe kouft und daz under
ander gül gelt habe geworfen.
Item Lauwelin von Heise dixit : aso (!) Lauwelin zu der Hircken von Claus Mers-
win wegen von des wehssels wegen
474 1393
Item her Ortelin Mansse dixit : daz er habe gehöret von Bireken Lauwelin von
Claus Merswin wegen aso vorgeschoben, dixit: daz her Ulrich Bock selber habe
geseit, daz er Stengelin habe geben wol 60 marg Silbers zu kouffende, daz er si en-
weg füre.
Item Wilhelm Heitzelin het geseit : daz her Ulrich Bock silber habe geton bürnen s
und habe daz walhen geben enweg zu füren uf 40 marg.
Item Heitzeman Wetzel dixit: daz er Walther Erlin ein mol umb ein güldin habe
geben 11 sol. grosser pfennige, der doch do zu ziten galt vier und 11 den.
Item Walther von Mülnheim het geseit : daz er Walther Erlin habe geben uf alite
guldin umb den güldin 11 sol. grosser den., do si galten 11 sol. und 4 den. iu
Item Obreht Schalk dixit : daz er Lauwelin Merswin gewihsselt habe wol uf
250 guldin oder 200 güldin und habe Obreht ime umb ein güldin und für einen
güldin geben 11 sol. 2 den., do er galt 11 sol. und 5 den. und 12 sol.
Es folgen noch 17 derartige Aussagen.
C. 15
August s. Actum die Oswaldi.
Item Claus Merswin het geseit : daz her Ulrich Bock Stengelin babe geben wol
uffe 00 marg silbers zu kouffende, daz er es enweg habe gefuret, daz habe er gehöret
sagen von luten, die es sohent und Peter Wintertur het ime silber gebrant us deinen
Pfennigen, wer er daz dete, daz weis er nüt. *u
Item Brünle Louwelin het vil silber kouft umb Erwin und umb frömde lüte und
het dein pfennige kouft ; wer er do mitte komen si, daz weis er nüt, wenne er het
si nüt zu stocke geentwurtet.
Es folgen 5 ähnliche Atissagen.
Item Clein Henselin Pfaffenlap und Hesse sin bruder hant vil silber geschicket ■
gen Franckfurt uffe die messe in den vasten.
Item Rülin Rebestock het silber geton bürnen und het daz ouch verkouft.
Sit dem kriege, waz do die vorg. münsser keiner usgenomen kouft hant deiner
pfennige und si hant gebrant oder geton bürnen, daz hant si nüt zu dem stocke
geantwurtet und wart sit her nie pfennig do von gemäht. 3«
Item Werlin Hesser het geseit: daz ein kneht Claus Merswin heim trüge hundert
tigelin zu zwein molen, do man dest in machet, do uffe man silber bürnet.
Item Lienhart Streler het geseit : daz er her Ulrich Bocke schuldig were 1 tt.
und 8 sol. und brehte die an die münsse, do hiesse her Ulrich sün den vorg. Lienhart
eime knebelin geben 5 one zwene pfen. 3 sol. und 1 lib. für 2 güldin. und do er 35
dem knebelin zalte, do nam es ie und wilen einen pfennig und wart den her Ulrich
sün dar und sprach : brich den. do sprach Lienhart : beite, untz ich dir daz gelt volle
gezale und kusz si denne und wende . . . (und) würfe gebrochen pfennige us. da sprach
daz knebelin : sü sint gut, hettest du ir 2 lib. oder 3, du gewinnest wol 8 sol. den.
daran, aber er sach si her Ulriches sün nüt brechen, und wer daz knebelin were,
daz weis er nüt.
1393 475
D.
Iicm feria quartä ante assumptionta Marie virginis. Augu$nj.
Item Ilügelin Etipelin het geseit, daz Michel Hcnsclin habe dein pfennige kouft
und gebrant und habe du/ enweg gel'üret daz silber.
b Es folgen 5 ähnlicJie Aussagen.
E.
Von der mnnssen wegen du het Kurnagel geseit, der pfennig münsser, daz Hügelin
Riplin usz den deinen Pfennigen die engeler erlese und die i'iberigen deinen Pfen-
nige dem hüter entwürfe.
w Item Scholle der goltsmit het geseit: daz Hügelin Riplin zu im in sin hus gange
und habe ein esze do inne unde bürne silber, er wisse aber nit, waz er bürne.
Item Erewin het och geseit: daz er Hügelin Hiplin dicke unde vil silber ver-
köffet habe.
Item Hügelin Riplin het geseit von im selber: daz er köfft habe deine pfennige
15 underenander unde si gebrant habe in Schollen hus des goltsmides uf 80 marg und
habe och daz selbe silber in dirre stat den goltsmiden zi'i köffen geben und habe öch
ie zu wilen köfft uf ein halp marg itel engeler und habe öch die türer bezalt, denne
die andern nach margzal unde het öch geseit : daz die von Hagenöwe, die von Offen-
hurg und die von Sletzstat unde susz umb und umbe vaste silber bürnent unde ez
üo liar bringent und die marg silbcrs umb 6 guldin gebent.
Item Thoman Lentzelin het geseit: er habe uf 15 tot silbers verköfft unde habe
si zu köffende geben eime gaste.
Item Thoman Lentzelins knabe het öch geseit : daz er unde sin vetter gebrant
habent uf 16 marg unde sie daz silber verköffet, unde ligent die pfennige noch do
25 heide zu gewinne unde zu Verluste, unde wellent do mitte unsern herren gnüg dün,
wenne sie wellent, unde wellent rede abe sin. er het öch geseit : daz er 8 marg silbers
köfft habe unde habe sie wider umbe zi'i köffende geben Frantze Lentzelin unde lige
gewinne unde Verlust bi den ersten pfennigen. er het öch geseit: daz die deinen
pfennige mengelich köffe an der münssen, uszgenomen her Clawes Bok unde sin
so briider und Hesse Pfaffenlap unde Walther Wintertur.
Item Frantze Lentzelin het öch geseit : er habe selber pfennige gebrant und habe
öch susz silberin geschirre köfft unde verköfft unde zu köffende gegeben den heimi-
schen und den frömeden.
Item Thoman Lentzelin het öch geseit : daz Frantze Lentzelin vil deiner pfennige
■a habe köfft.
Item Erewin het öch geseit : daz er Frantze Lentzelin dicke unde vil silber ver-
köfl'l habe unde im öch silber zi'i köffende habe gegeben.
Item Hügelin Pfaffenlap het geseit: daz Warmunt habe köfft deine pfennige unde
grosz pfennige unde silberin geschirre unde öcli silber, wo ez im werden möhte und
40 habe daz hinweg gefüret unde geschiket dicke unde vil. er het öch geseit, daz Marx,
der münssemeister spreche: im werent 3 lib. Stroszburger also liep also ein marg silbers.
476 1393
Item Erewin het öch geseit : daz er Warmunde uf 60 marg silbers zu köffen
habe gegeben, do warent 8 marg Lauwelin Merswins unde (5 marg Peter Riffin unde
von Henselin von Selse öch uf 6 marg unde habe Jacop von Kölle öch zu köfl'ende
gegeben uf 60 marg. Erewin het öch geseit von im selber, daz er vil silbers zu
köffende habe gegeben den goltsmiden und unsern burgern und den frömeden. 5
Es folgen noch 7 ähnliche Aussagen.
Str. St. Ä AA. Monnaie. lad. 24 nr. 6.
Augmt 7. 791. Borziboy von Swinar an Strassburg : bittet den Hans von Kageneck mit noch
andern auf nächsten Donnerstag zu ihm nach Ehenheim zu senden zur Besprechung
einer Sache, die dem lande und leuten zu fride und zu nutze komen sol. Hagenau 10
an sand Oswaldstag anno 1393. Hagenau 13WS August 5.
Str. St. A. AA. 112. or. ch lit. cl.
792. Münzverordnung1 der Stadt Straßburg. isus August 5 und Vi.
Dis söllent alle münssere jung und alt, die zu bancke sitzent, sweren an den
heiligen zu haltende, und wer sich des widerte, der bessert 10 U. den. 15
[1] Unsere herren meister und rat, schöffele und amman sint übereinkommen
von diser Strossburger pfennige wegen, das iederman dem andern gantze gute und
umbesnittene Stroszburger pfennige geben sol und wider von ime nemen, es sient
pfennige mit den engein oder mit den gilgen. wer ouch derselben pfennige deheiner
ein wenig ungeverliche gespalten, also das der spalt nit in die münsze ginge, den »0
pfennige sol man ouch nemen vür gut und gebe, weihe aber in die münsze gespalten
sint, die sol man nit nemen in deheinen weg. würde ouch ieman mit dem andern darumbe
stössig, obe pfennige gut oder nit gut sin soltent, die süllent ire gebresten bringen
vür [am Rande: die denne in ieglicher unserer stette, dörffere und gerihte darzii be-
nennet werdent] Peter Bock und Claus Klobelöch, den das von unsere stette wegen »
empfolhen ist uz zu rihtende. und weihe pfennige die vür gut bekennent, die pfen-
nige sol die ander parte nemen und der sich nit widern, und wer sich des darüber
widerte, der bessert 5 sol., also dicke er das di'it. und wenne sie solich gelt also
kiesent, was böses geltes in denne vürkommet, das süllent sie behaben und den
lüten, die es denne vür sie broht hant, also swer guter pfennige dargegen geben. 30
zu glicher wise, wer in kleine gelt bringet, dem süllent, sie also swer guter pfen-
nige darumbe geben und wer ouch sich widerte, solich gelt, das vür sie klimmet
und sie uz kiesent vür böse, wider von in nemen und es in nit wolte loszen oder
es gehalten dete oder verbrante oder verschickete, der bessert 20 marg silbers, also
dicke er das düt, wenne mit namen nüman kein riter me haben sol. 35
[2] Item es sol ouch mengelich ein guten rinschen güldin vür 10 sol. den. geben
und nemmen und nit hoher, noher mag man sie wol nemen oder geben, uzgenommen
1 Inhaltlich gleich mit dem Münzvertrag vom IS October 1393.
1393 477
die münszere, die dn wehsei tribent, die mögent ein mischen guldin umbe einen
und 10 sol. <;eh<'ii und nit hoher, noher mügenl sie in alles wol geben, und also mag OUCfi
ein iegelich mensche an siner k»>u l'rn.i ns<-li;i f*t ein guldin umbe einen und "> sol. geben
und nit hoher, und wer darüber guldin hoher gebe oder neme, denne also vorge-
• schriben slal, der bessert 10 ff den., also dicke er daz düt. würde aber ein guldin
niinre denne 10 sol. gelten, so söllent doch die münszere, die da wehselnl, nit HM
denne ein pfennig an eime guldin zu gewinne nemen by derselben penen.
\3] Item ein guten duckaten (i den. hoher denne ein guten rinschen guldin und
nit höher.
10 [4| Item ein nuwen ungerschen guldin oder ein Genewer guldin 4 den. hoher.
denne ein guten rinschen guldin.
[5| Item ein guten allen francken 4 den. oder 10 den. hoher denne ein guten
rinschen guldin.
|(>| Item die vorgeschriben stücke goldes sol ie eins von dem andern koulTen
u und eins dem andern geben und nit höher, doch so mag eins es koufTen geben oder
nemen, also das die münszere nit me zu gewinne nernent an iedem stücke goldes,
denne ein pfennig zu gewinne, also sie es köffent, wie sie sü noch nement.
[7] Es süllent ouch alle Metzer guldin, Lützelnburger guldin, byslege oder andere
soliche guldin gon noch irem werde oder ander stücke goldes noch margzal. doch
2<> so süllent die münsser nit me an eime guldin zu gewinne nemen, denne 1 den.;
minre mag er wol nemen, wie er sie nymet und wie er genant ist.
|8] Es ensol ouch dehein münsser noch nieman anders heheinen Metzer guldin,
Lützelnburger guldin, byslag oder andere soliche guldin under andern guldin für gute
guldin hin weg geben, wenne ein iegeliches sol ie den guldin, wie der genant ist, für
» sinen wert hinweg geben, also vorgeschriben stat. und wer das breche, der besscri
10 //.
[9] Es sol ouch dehein münsser noch nieman anders denheinen kleinen be-
schroten oder besnitten pfennig zur smeltzen noch enweg schicken, denne mengelich
sol es den geben und antworten, den die stat denne darzii setzet umbe das, das die
:,n stat gute pfennige dar uz machet, und wer das brächet, der bessert 20 marg unde
den meineit darzu, der gesworen het.
[10] Es sol ouch kein münsser noch nieman anders dehein gemünsset gelt oder
silber, wie das genant ist, bürnen, zersmeltzen, denne man sol es loszen gon noch
Birne werde nsz genommen, waz goldes gebrochen ist one geverde.
M [11] Es sol kein münsser noch nieman anders deheinen grossen pfennig ver-
bürnen noch zürbrechen noch enweg schicken, das sie verbrant werdent noch erlesen
die sweren von den übten, und wer daz dete, der bessert lip und gut.
|12] Es ensol ouch hein münsser noch nieman anders an keinre nuwen münssen,
da man guldin oder pfennige sieht, welher bände inünsze daz were. oder slahen wil,
k wo daz were, weder teil noch gemeine haben noch darzii roten, sturen oder helll'en
in denheinen weg one alle geverde. und wer daz breche, der Dessert fünfzig marg,
alse dicke er daz dete.
[13] Es sol ouch kein münmer noch nieman anders, uszgenommen die goltsmide
478 1393
in iren gademen deheine esse hinnan für me haben in simc huse, noch niergont
anderswo, und wer daz darüber dete, der bessert 20 marg und den meineit, wenne
grosz schade dovon ist geschehen.
[14] Was silbers ouch unsere bürgere oder die unsern in unser stat oder in
dem bysti'ime köffent, das si'illent sie nit von der stat schicken noch schaffen geton &
werden, wo aber unszere bürgere oder die unsern anderswo ussewendig dis bystünios
silber kouffent, es sie zii Kölle, zu Franckfurt oder anderswo, das silber mügent sie
schicken und füren, war sie wellent one geverde.
[15] Brehte aber ein lantman silber herzu verköffen und duhte in, wie er §tm
silber nit wol noch sinem willen verköffen muhte, der mag das silher wol wider io
hinweg füren one geverde.
[IG] Es ensol ouch dehein unszer burger noch nieman von iren wegen niemanne
uz diseme bystüme engegen oder nochriten, das er ime sin silber abe kouffe in
deheinen weg one geverde, durch das daz das silber dem stocke empfürt werde.
[17] Es ensol aber kein lantman noch nieman anders kein silber von unszer stat ■
füren, es sie gebrant silber, verwireket silber oder gefleeket geschirre, wie daz genant
ist, der kein silber her bringet, und wer daz verbrichet, dem sol man daz silber
gerwe nemen und zu sime übe und gute rihten und rehtvertigen uf den eil. dis
süllent alle münssere, goltsmide, underköffer und köffelerin sweren zii haltende und
zu vollefürende und darzu, wo sie beduncket an iemanne, der gebrant silber oder so
verwireket silberin geschirre kouffen wil, und der es hinweg schicken welle, das sü
daz deme nit zu kouffende gebent noch nieman von iren wegen, wenne sie süllent
es iren obersten, meister und rote fürbringen.
[18] Es söllent ouch alle goltsmide, jung und alt, und alle, die do silber künnent
bürnen, sweren zu den heiligen, daz sü keinen kleinen pfennig köffen süllent noch 25
nieman von iren wegen, noch das sü der pfennige deheinen verbürnen, noch zu
silber machen süllent, noch ouch hinweg schicken süllent in denheinen weg in selber
noch andern lüten. und süllent daz sweren darumbe, das die kleinen pfennige alle
zu stocke komment unde nuwe pfennige daruz gemäht werdent, es wer denne, daz
ein erber mensche uz solichem kleinen gelte yme selber daruz wolte machen silberin so
geschirre oder kleinöter ungeverliche, daz mögent die goltsmide wol verwireken und
zu geschirre oder zu kleinöttern machen und nit anders one geverde.
[19] Wen auch die münssere rügent, der ussewendig der münszen wehselt und
denne sine obersten, meister und rot erkennent, das der, den sie gerüget hat, solichen
wehsei tribet, das es mügelichen und notdürftig ist, das er dis swere, den oder die ss
söllent sine örbern meister und rat solich haben, daz er alle vorgeschriben dinge
swere stete zu haltende glicherwise, also denne die münszere gesworn hant etc. und
wer daz verbreche und nit enswüre, der bessert by 5 U. das erste gebot und dar-
nach die andern gebot, alz daz gewönlich ist. wenne alle vorgeschribene stücke alle
münssere oder wehselere sweren süllent zu haltende in allen unsern stetten, doerffern, 40
gerihten unde gebieten unde alse dicke sich ein solicher des widerte zu swerende,
der bessert alse dicke 10 il. den.
[20] Alle die, die do vorbenennet sint, das sü sweren süllent, die süllent des eides,
1393 470
so sic denne geswerenl und alter der stücke und artickete und iegeltohea berandef,
so in denne vorgelesen würt und von iren wegen vorgeschriben stat, niemer Hdig
sin noch werden Ire ftbern, meister und rat zu Sirassburg, die denne zu ziten sint,
und im i I namen das meitc teil des rotes erlant sie denne des eides oder der stucke
u eins besunder. wurde in ouch ein stucke oder arlickel oder ine abegelosscn, so söllent
sie aber der andern by irme eyde meiner erlos/.en sin, sie werdent ir denne erloszen
noch vorgeschribeaer vriae,
|21] Und sol ouch dise vorlese lirilien punete, stücke und artickele alle jor der
abegonde rat dein niiwen angonden rote in den eil geben.
iü [22] Und wo der vorgeschriben stücke ül verbrochen würde, daz süllent meister
und rot richten uf den eyt.
[Auf der Rückseite von ß] Actum die saneti Oswaldi regia anno domini millesimo awj,ui s.
trecenteeimo nonagesimo tertio.
[Darunter mit anderer Tinte] l'ublieatum est sub domino Lütoldo de Mülnheim
16 magistro feria quurlu proxiina ante resluin assiiinptionis beate Marie Virginia anno Auguttn.
domini 1303.
Str. St. A. AA. Monnaie. lad. 24 nr. 20. Papierrolle. (A.)
Ebenda nr. ft. Papierrolle 1 Meier laut/, auf einer Seite he sehr i eben, mit vielen Cor-
recht reit. (Ii.)
an 793. Hans von Hirlzliorn Hofmeister des Herzog Ruprecht von der Pfalz an
Sirassburg: verlangt Kehrung des Schadens, der ihm durch die Strassburger als
Heller bei der Eroberung und Zerstörung seines Schlosses l.oinersheim bei Frankfurt
geschehen sei und schlägt als Vermittler vor: seinen Herren den obersten Hauptmann
des Landfriedens oder den Erzbischof von Mainz. geben off den fritag vor saut
* Laurencientage anno 1393. 1394 August \.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
794. Graf Otto von Tierstein an Herzog Leopold von Oeslerreich in Sachen der
Neubesetzung des Slraßburger Bistums. Part» l.'tn.l August 10.
Durchluchliger hochgeborner furste und min allergnedigister herre. wizze uwer
3(1 gnad, daz uns botsehaft underwegen komen ist, daz der babst das bistüm zu Stras-
burg dein von Tyest gegeben hat, ee wir von heynnen verschieden, und darumb wolt
ich doch uwer bete nit underwegen lassen und bin volriten und han so vil ver-
noincn, daz der babsl es gern von uwern wegen widertete, hett er utzit Wortes
ilarzu. und dunkchl mich, darumb gelar üch der ti'improbst von Brichsen nut ver-
ii schriben, daz dem pabst irrung bring, aber nach dem als mir geraten ist, so wizzend,
ist daz ir und die stat von Strasburg den von Tyest nit gern hand, daz ir die
slal und das eapilel dein pabst anderwerh verschribend, wie darumb solich invelle
geschehen werden!, die ze hert syent und wellend keyn gast da enphahen und an-
derwerh lur minen herren von Ivynsideln hütend, so ist kein zwivel, der cardinal
VI. 61
480 1393
von Frankrich, der es dein von Tiest geschaft hat, mit dem wirt der pabst als vil
reden, daz er den von Tvest abnimpt und uwere bete eret umb min herren von
Eynsideln. und wirt dem von Tvest einander warte geben, wan wizz üwer gnade,
daz es durch den alten bisschof von Strasburg alles gangen ist, der hett es dem von
Tyest alles verleit und meinet, daz er recht ein weg als wol harre sy als den an-
dern, aber kumpt die botschaft also herin, so hau ich keynen zwifel, es gang nach
uwern willen, wan im geschult gelich als dem bisschof von Paasow. was uwer gnade
do meyne, das land uns i'urderlich wizzen, wan wizzet, daz es wunderlich hienne zu
Paris ist gangen, als ir wol verneinen werdet und noch in allem land wunderlich
gat und wir mit grosser sorg riten und der babst selb nit weiz, wo er beliben will.
geben an sand Laurentzen tag. Graf Ott von Tyerstcin
uwer williger diener.
[In verso] Dem durchluchtigen mechtigen und hoch gebornen fursten, ininem al-
lergnedigsten herren hcrtzog Leopold von goles gnaden hertzogen zu Osterrich.
Str. St. A. AA. 1414. cop eh. coaev.
795. Graf Otto von Tier stein an Straßburg in Sachen der Neubesetzung des
Straßburger Bischofsstuhles. [Paris 1303] August 10.
Minen willigen dienst vor. lieben wisen meister und rate, alz uff der fart haben
wir vernommen, wie dem von Tiest daz bistiim ze Strassburg geben sy, und daz
were in geben, e daz wir uns von huse hübent, und ist uns alle kuntschaft darumb 20
kummen, wie, der vor üwer bischof gewesen ist, im die sach verleit habe, und si
der von Tiest mit anders denn als sin fürweser, doch dunkt mich sunderljch, dar-
umb getar üch meister Walther der tftmprobst von Brixen mit schriben, ich
schribe es üch aber, daz es der bobst gern widertete, hette er ützit gelimphes darzii.
und darumb ist es, daz miner herschaft und dem cappittel und üch der von Tiest *a
mit liep were und in mit gern hettent, so vereinberent üch, daz ir und daz cap-
pittel mit miner herschaft har in dem schribent, daz üch der nüt fugglich sy und
wellent in öch nüt emphohen, und daz ir einhelleklich aber für minen herren von
Einsideln bittent, so ist nüt zwifels daran : der cardinel, der es im gesehaffet hat,
von Acolonie mit dem wirt so vil gerett, daz er in ab wiset und wirt im ein an- m
ders verheissen und wirt min herre von Oestrich, ir und daz cappittel umb den apt
geeret, als umb daz bistüm ze Passow ouch ist geschehen, also han (ich) mine herren
von Osterrich öch verschriben. und ist öch der weg darzii also gegeben, waz üch
dar inne ze sinne stände, daz lont mich wissen, wond ich warte uwer bottschaft
ze hofe, wo denn der bobst ist. geben an sant Laurencientag. 3;.
Graf Ott von Tierstein.
\In verso] Den fromen wisen, dem meister und dem rät der statt ze Strassburg.
Str. St. A. AA. 1414 nr. 10. or. eh. I cl.
1393 ',81
7%. Borziboy von Swinar an Strasburg teilt mit : das alle stete uir morgen
her komen gen Hagenawe. darumb, bo lal mit Dichte and kumpl äff den donentag i..7.<«//<.
dester eer, dae wir dann die Bache dester fuglicber awsztragen. liehen freunde, lat
euch (Iheineiiey ding nicht, sawuien. geben EU llagenaw am dinslag TOI assuniptio
i heute Marie vir^iriis anno 1393. ilagenau i:iu:t August t'4.
Str. St A AA. 112. or. eh. I. d.
797 Uoizihoy von Swinar an Strassburg : bittet die Bäcker von Hagenau bo lange
in Ruhe zu lassen, bis er Belbsl den Streit zwischen ihnen nnd Strassburg geschlichtel
hahe. Hagenaw am dinstag nach Laurenti anno 1393. Hagemm 1893 August ist.
Str. St. A AA 112. or. eh. I. el.
?!)<!. Die Strassburger Boten Johans von Kagenecke, örtelin Mansze und An-
dreas lleihiian an den Aminanineisler : melden, dass die Domherren morgen nach
Ilagenau zum Landvogt kommen wollen, um ein Abkommen zu I reden des neuen
Bischofs wegen. Desshalb habe sie der für den kranken Landvogt amtierende Unler-
i6 landvogl gebeten da zu bleiben und über Aufrichtung eines Landfriedens mit zu ver-
handeln, wogegen sie wieder vom Landvogte und seinen Räten Vermittlung wegen Entgelt
der durch Bischof und Reichsstädte erlittenen Schädigungen nachgesucht haben . . . ,
als wir das zi'i Bri'imat mit ime rettent und ime ouch dez eine geschrifl gabent, dez
meinent sü, daz sä das an den lantvögt bringen und uns dez uf morne ein antwurte
ao geben wellent. sollent wir üt anders tön, den als wir von fleh gescheiden sint, und ir
uns versehrihen haut, das lassent uns wissen. geben an unsere frowen abent
aSBUmptionia anno '.):}. 1393 August 14.
Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. cl.
7!)!). (k'r/iart Dünne an Straßburg: erbittet sich wegen seiner durch die Ge-
" /'an gen nähme seines Verwandten Heinrich Kemmerer entstandenen Feindschaft Siihn-
tage ztt /eisten. 13U3 August 21.
Lütolt von Mulsheim meister und der rat von Straszburg. als ir mir geschriben
haut, uwern brif han ich wole gesehen und lau uch wiszen, daz ich ucli zu andern
zilen geschriben hau von heril Heinrich Kemmerers wegen myns mages, den ir ge-
längen und gesehelzet liant von der ere und wider recht, und han ich und andere
sine ["runde uch darumb hesant tage zu leisten und zu besehen, wie ez daz ir den
egen. hern Heinrich mynen mag mit eren gefangen und gesehelzet hettent, so wolten
wir geswigen han, hettent ir yn aber nit hit eren gelängen und geschetzet, daz ir
ym dan sinen schaden gekerl hettent und daz ir doch nit also gen mir uffnament.
M iinil darumb so wart ich uwer vint und haut mich in vinlschafft und in kosten ge-
trungen und davon so han ich daz also von uch geclaget. auch, als ir mir im schribenl
10
482 1 393
tage zu leisten zu Hagenowe vor hern Borzeboy den lantfauhte in Elsasz, do lan ich
ueh wiszen, daz ich gerne zu eym tage wil riiten aldar gein Hagenowe vor hern
Borzaboy (!) lan fauht zu Elsasz vorg., ob er anders doby mag gesin, und also, daz ir mir
uff dem dage dunt, waz ir von derselben egen. sache wegen von eren und recht
wegen tun sollent. und wer ez auch, daz man hern Borzaboy vorg. nit zu Hagenowe 5
finden moehte oder daz er nit doby gesin moehte, so wil ich gerne riiten zu eym
tage vur den hochgeborn fursten hertzogen Ruprecht den eitern paltzgrave by Rine
und hertzog in Beyern, mynen gnedigen herren oder vur den edeln mynen edeln
herren grave Fryderich grave zu Lyningen oder vor die erbern lute burgmeistere
und den rat der stat zu Mentze oder Worms oder Spire, also ir mir uff eym tage >o
an der vorgenanten stete ein dunt, waz ir mir von der sache wegen von der eren
und von recht wegen dun sollent uwere ere verantwurtent, wan ich ein arm man
bin. und clegetent ir also von mir, ich wolte uch nachriiten und min ere gein ach
verantwurten. und ist ez, daz ir also, als ich uch geschriben han, eynen tag leisten
wollent an der vorgeschoben stete ein, daz schribent mir in uwerme brife und laszent 15
mich daz virtzehen tage bevor wiszen gen Lyningen in min husz Thussenheim hie
scptbr. in. vor sant Michelstage nehst kommet. datum feria quinta ante Barlholomei anno
domini 1393.
Gerhart Dünne burgman zu Lyningen.
[In verso] Lutolt von Mulnheim meister und dem rate von Strasburg. w
Str. St. Ä. AA. 112 nr. 55. ur-. eh. I. d.
800. Borziboy von Swinar an Strassburg: ersucht, seinem Buten 700 Gulden von
den schuldigen 2000 Gulden einzuhändigen. Hagenau samstag nach assumptionis
anno 1393. Hagenau 13U3 August 23.
Str. St. A. AA. 112. ur. eh. I et.
801. Schenk Eberhard Herr zu Erbach, Landvogt des Landfriedens am Rhein
und die acht, die mit ihm über den Landfrieden gesetzt sind, mahnen die Stadt
Strassburg, den Baseler Kaufleuten zu helfen, wenn sie Leute und Güter Mark-
graf Bernhards in Strassburg beschlagnehmen. datum Moguntie feria IV post diem
beati Mathei a. d. 1393. Mainz 1303 September 24. so
Basel. St. A. L. 112 nr. 20 und Archiv der Schlüsseteunft nr 7 — cop. saec. 15.
Heg. d. Markgr. v. B. nr. 1598.
802. Bischof Burhard ton Straßburg, Landtogt Borziboy von Stcinar nebst den
Reichsstädten : Hagenau, Schlettstadt, Ehnheim, Boßheim und die Stadt S'traßburg
schließen einen Münzvertrag. 1893 October is.
Wir Burekart von gottes gnaden erweiter und bestetigeter byschoff zu Stroszburg
von unser und unsers bystüms wegen zu Straszburg an eime teile, Worziboy von
1393 m
Swinar uiins herrcu des romeschen küniges und küniges zu Heheim houhtman in
Peyern, lantvogt in Swäben und in Eilsau unde diso hie nachgeschribcncn riches
Btette in Eilsasz : Hagenöwe, Sietestat, Khenheim und Koszheim von unsern und des
riches stetten, dörffern, gerillten und gebieten in dem begriffe des bystümes an dem
'.< andern teile, und ouch wir (Haus Manszc der meister und der rat der stette zu Strasz-
burg von unsere stette zi'i Straszburg unsere bürgere und der unsern wegen an dem
dirten teile tünt kunt allen den, die disen brief anesehent oder gehörent lesen, das
wir alle einmütccliehe mit gutem rote durch nutz und notdurft des landes und der
tüte in dem bystüme von Straszburg, der stat von Strasburg und des obegenanten
10 riches zu Klsasz mittenander überkummeu sint von der münszen und der Strasz-
hurger pfennige und der hie nachgeschribener stucke, das man die in allen unsern
stetten, dörffern, gerihten unde gebieten dis bystümes halten unde haben sollent und
wölleut unnerbruehenliche dise nehesten sehen jare, die nohe einander allernehest
komment, unde die anefohcn sollent uff disen hütigen tag, alse diser brief geben ist.
15 iiiide sollent dieselben stücke alle teile also halten unde vollefüren die vorgenanten zile
usz und unser dehein teil überfaren noch brechen, es were denne, das wir alle ein-
mütecliche es änderten one aller slahte geverde. unde süllent ouch dar uff wir die vor-
genanten von Strazburg schaffen und bestellen, das die Straszburger pfennige, die
man by uns sieht, blibent by dem silber in aller der inaszcn, alse man dieselben
V Stroszbnrger pfennige jetze sieht ungeverliche. und sint dis die stücke:
[1| Zürn ersten, so sol iederman dem andern gantze gute unde unbesniltene
Stroszburger pfennige geben und wider von ime nemmen, es sient pfennige gemünsset
mit den engein oder mit den gilgen. wer ouch derselben pfennige deheine einwenig
ungeverliche gespalten, also das der spalt nit in die münsze ginge, den oder die
25 pfennige sol man ouch nemen vür gut unde gebe, weihe pfennige aber in die münsze
gespalten sint, die sol man nit nemen in deheinen weg. würde aber ieman mit dem
andern darumbe stössig, obe pfennige gut oder nit gut sin soltent, die süllent ire
gebreslen bringen vür die, die denne in iegeliches unserre stette, dörffere, gebiete
und gerillte dar zi'i benemet unde gesät werden! soliche stösse uz ze rihtende. unde
:m weihe pfennig die, die denne daran also gesät werdent, vür gut bekennent, die
Pfennige sol die ander parte nemmen unde sich der nit widern, unde wer sich des
darüber widerte, der bessert fünf Schillinge, also dicke er das düt. unde wenne sie
solieh gelte kiesent, was böses geltes in denne vürkummet, das süllent sie den lüten
zersniden und den lüten denne nit wider geben sie versprechent oder gelobent in
■ denne solieh zersnitten gelt gen Straszburg in die stat zu dem stocke zi'i entwertende
und du also swer nuwer pfennige darumbe ze ncincnde, doch werent denne zu Strasz-
burg by dem hüter unde by d<>n, die zu Straszburg darzü gesetzet sint, zi'i der zit nit
so vil gemähter pfennige, das man eime menschen ombe sin besnitten klein gelt
nuwe pfennige gegeben möhte, so sol doch ein iegelich mensche sin klein gesnitten
io gell dem hüler und den, die die darüber geselzet sint, loszen und die sollent ime
ein bescheiden zil benennen bilze sie ime nuwe pfennige umbe sin klein gesnitten
gell geben wellenl in solieber bescheideiilieil, das nuwe gelt usz den kleinen plennigcn
gemäht werden möge, und welhes zil sie eime sogetanen menschen bencnnenl, ulT
484 1393
das zil sol man ime ouch sin gut nuwe gelt geben une verzog, und sol dar ull ein
iegelich mensche sin klein gesnitten gelt by dem hüter zu Straszburg und by den,
die dar zu benennet und gesetzet werden, loszen. und wer das gelt also nit by in
liesze und es wider von in neme oder verbrante oder verschickete, der bessert sime
betten und sin obersten zwentzig marck silbers, also dicke er das düt, wenne mil »
namen nieman keinen ritter nie haben sol. es sol ouch mengelieb in den vorgenanten
unsern stetten, dörffern, gerihten und gebieten einen guten rinschen güldin vür zehen
Schillinge pfennige nemmen und geben und nit hoher, noher mag man sie wol geben
oder nemmen, uszgenommen die offen wehselere, die do wehsei Iribent, die mögent
ein rinschen güldin umbe einen pf'ennig und zehen Schillinge geben und nit hoher, i»
naher mögent sie in alles wol geben, und also mag ouch ein iegelich mensche an
siner köfmanschaft einen güldin umbe einen unde zehen Schillinge geben und nit
hoher, und wer darüber güldin hoher gebe oder nemme, denne also vorgeschribcn
stat, der bessert zehen pfunt pfennige, also dicke er das düt. würde aber ein güldin
minre denne zehen Schillinge gelten, so sollent doch die wehselere, die do offen wehsei »»
tribent, nit me denne ein pf'ennig an eime güldin" zu gewinne nemen by derselben
penen. doch wer dem andern güldin schuldig ist, der mag demme, demme er denne
güldin schuldig ist, vür ieden güldin zehen Schillinge und einen Stroszburger pf'ennig
geben, und wer sich des widerte zehen Schillinge und einen Stroszburger pf'ennig vür
ein gülden zu nemmende, der bessert zehen pfunt pfennige. — item ein guten m
duckaten sehs Straszburger pfennige hoher denne ein guten rinschen güldin unde nit
hoher. — item ein nuwen ungerschen güldin oder ein Gennöwer güldin vier pfennige
hoher denne ein guten rinschen güldin. — item ein guten alten francken nun oder
zehen pfennige höher denne ein guten rinschen güldin. die vorgeschribcn stücke
goldes sol ie eins von dem andern geben und nemmen noch vorgeschobener wise •«
und nit hoher uzgenommen die münszere oder wehselere, die mögent an eime güldin
ein pfennig zu gewinne nemmen und nit me, wie ir einre ioch den güldin nimet. es
söllent ouch alle Metzer güldin, Lützelburger güldin, byslege und andere soliehe
güldin gon noch irme werde oder andere stücke goldes nach margzal, doch sollent
die münssere oder wehselere alles nit me denne ein pfennig an eime güldin zu ge- so
winne nemmen, minre mag ein ieglicher wol nemen, wie er soliche güldin nymmet
oder wie er genant ist.
[2] Es ensol ouch dehein münsser oder wehseler noch nieman anders deheinen
Metzer güldin, Lützelburger güldin byslege und andere soliche güldin under anders
güldin vür gute güldin hinweg geben, wenne ein iegelich mensche sol ieden güldin 35
vür sinen wert hinweg geben, also vorgeschriben stat. und wer das verbrichet, der
bessert sinen obersten zehen pfunt pfennige.
[3] Es ensol dehein münszer oder wehselere noch nieman anders keinen kleinen
beschroten oder besnittenen pfennig zersmeltzen noch enweg schicken, denne men-
gelich sol soliche pfennige gen Stroszburg zu dem stocke entwürfen, den die zu 40
Straszburg darzü gesetzet sint oder werdent, umbe das das nuwe pfennige dar uz
gemäht werdent. und wer das verbrichet, der bessert zwentzig marck silbers und den
meineyt, darzü der gesworen het.
1393 48T,
Efl ensol ouch delieiu inünszcr oder wehseler noch nieman anders dchein gc-
münazei geh oder silber, wie das genant ist, hürnen, zersmeltzen, denne man sol es
loszen gas Dach ahne werde, uazgenommen was goldes gebrochen ist one geverde.
wer euch eine mncgezeiclicnle marg silbers dein andern git, do sol die andere
;. parte die nemmen vnr dro pfunl pfennige und so! je 'ins das ander ireren mit einer
tnarch umesgezeiebentes silbers vnr dra pfunt pfennige. and wer das verbriebet,
der bessert zehen pfunl pfennige.
[5| Es sol ouch kein inünszer oder wehseler noeli nieman anders deheinen grossen
pfennig verEurnen noch zerbrechen noch en weg scljicken, das sie verbranl werden!
i» noch erlesen die sweren von den lüden, und wer da/, dete, der bessert lip und gut.
|(i| Es ensol ouch kein münszer oder wehseler noch nieman anders an keinre nü-
wen niünszen. do man güldin oder pfennige sieht, welher bände nuinsze das were,
oder slahen wil, wo das were, weder teil noch genieine haben noch darzü roten
sliiren oder helffcn in denheinen weg one alle geverdc. und wer das breche, der
ir, besser! fünfzig marek, also dicke er das dete.
[7] Es sol ouch kein münszer oder wehseler noch nieman anders, uszgenummen die
gollsmide in iren gademen, deheine esse hinnan fürder me haben in sime huse noch
niergenl anderswo, und wer das darüber dete, der bessert zwentzig marck und den
meineyt, wenne grosz schade dovon ist geschehen.
20 [8] Was silbers ouch in diseme bystüme gekouft, wir!, das sol nieman uz diseme
bystüme schicken noch schaffen geton werden, wo aber ieman, der ussewendig dis
byslümes silber kouffet, es sie zfi Kollc, zfl Franekfurt oder anderswo, das silber
mögen! sie schicken und füren, war sie wellent one geverde. brehle aber ieman
silber her in dis bvsti'im zu verkoulfende und duhte in, wie er das silber nit wol
•-'.. noch sime willen verkouffen mohle, der mag das silber wol wider hinweg füren, obe
er wil one geverde.
[()] Es ensol ouch nieman der unsern noch nieman von sinen wegen iemanne usz
diseme bystüme engegen oder nochrilen oder varen, das er ime sin silber abe kouffe
in deheinen weg one geverde durch das, daz das silber dem stocke zu Straszburg
U empfur! werde.
[10] Es ensol ouch nieman enhein silber usz diseme bystüme füren, es sie gebraut
silber, verwurket silber oder geflecket gesehyrre, wie das genant ist, der kein silber
Inibringet, und wer das verbrichet, dem sol man das silber gerwe nennen unde zu
sime libe und gute rihten und rehtvertigen uf den eit. dis süllent alle münszere,
35 wehselere, goltsmide, widerkoüffer und koüffelerin sweren zu haltende und zu volle
fürende und darzü, wo sie beduncket an iemanne, der gebrant silber oder verwireket
silheiin gesehirrc koüffen wil, und der es hinweg schicken welle, das sie das dem
nit zfi koll'ende gebeut noch nieman von iren wegen, wenne sie süllent es iren obersten
vorbringen, es süllent ouch alle goltsmide jung und alt und alle, die do silber kün-
I» nent hürnen, sweren zi'i den heiligen, das sü keinen deinen pfennig kouffen sollcnt
noch nieman von iren wegen, noch das sü der pfennige deheinen verbürnent noch
zfi silber machen süllent, noch ouch hinweg schicken süllent in denheinen weg in
selber noch andern taten, und süllent das sweren darumbe, das die kleinen pfennige
486 1393
alle zu dem vorgenanten stocke komment und nuwe pfennige daruz gemäht werdent,
es were danne, das ein erber mensche usz solichem kleinen gelte ime selber daruz
wolte machen silberin geschirre oder kleinnöter ungeverliche, das mögen t die golt-
smide wol verwircken und zu geschirre oder ze kleinnötern machen und nit anders
one geverde. r>
fll| Wen ouch die munssere oder wehselere rugent, der assewendig der münszen
wehselt und denne sine obersten erkennent, das der den sie geruget haut, soliehen
wehsei tribet, das es mugelichen und notdurftig ist, das er dis swere, den oder die
süllent sine obersten solich haben, das er alle vorgeschriben dinge swere stete zu
haltende glicher wise, also denne die münszere gesworen hant. und wer das ver- »o
breche und nit enswüre, der bessert zehen pfunt pfennige, wenne alle vorgeschribene
stücke alle munssere oder wehselere sweren süllent zu haltende in allen unsein
stetten, dörffern, gerihten und gebieten, unde also dicke sich ein solicher des widerte
zu swerende, der bessert also dicke zehen pfund pfennige, us/.genommen von der
güldin wegen zu wehselnde, das sullent sie nit sweren. wer es aber das ein münszer n
oder wehseler nie gewinnes an golde neme oder nit hielte, als vor bescheiden ist,
wo denne ein ander mensche zehen pfunt bessert, do sol ein munsser oder wehseler
fünfzig pfunt bessern, alle die, die do vorbenennet sint, das sü sweren sullent, die
süllent des eydes, so sie geswerent unde aller der stücke und artickele und iegeticbes
besunder, so in denne vorgelesen würt und von iren wegen verschriben stat, niemer 20
ledig sin noch werden in disen vorgenanten zehen jaren, es were denne, das es
einmutekliehe erloszen würde von uns obgenanten dryen teilen, und sol ouch dise
vorgeschriben puncten stücke und artickele in allen unsern stellen gerihten und
gebieten die abegonden rete den nuwen reten in den eyt befelhen zu haltende und
uff den eyt zu rihtende und zTi rehtvertigen one alle geverde. und das alle vorge- m
schribenen dinge unverbrochenliche die vorgenanten zehen jare uz gehalten, und vol-
lefüret werdent, so hant zi'i eime woren Urkunde wir die obegenanten Burekart er-
weiter byschoff zu Straszburg, Worziboy von Swinnar der lantvogt unsere ingesigele
und wir Claus Mansze der meister und der rat zii Straszburg und oueh wir die
schultheiszen, meistere und rete der stette Hagenowe, Sletzstat, Ehenheim und Rosz- 30
heim unsere stette ingesigele an disen brief geton hencken. der geben wart an
sanete Lucas tage des heiligen ewangelisten in dem jare, do man zalte von gottes
gebürte drützehen hundert jare nüntzig und drü jare. und sint dvrre briefe drye
gliche, einre by uns dem vorgenanten byschof Burekarte, der ander by uns den obe-
genanten lantvögte und riches stetten und der dirte by uns den vorgenanten meisler x,
unde rate der stat z<i Straszburg die ouch by uns blibent.
£C(r. St. A AA. 1417. or. mb. lit pat ohne Siegel, aber mit Sicgclxchnitten (A).
Ebenda AA. Monnaip. lad. 24 nr 4. or mb. lit pat. gleichfall» mit leeren Siegel.iehnitten,
Ab/Intel; naeh B. Hegel. Königshof en S. 990-1001 (B).
1393 487
!(():{. König Wenzel an Straßburg t teilt mit, daß der für Weihnachten angesetzte
SU Im tag zur völligen Beilegung aller Streitigkeiten zwischen der Stadt und ihren
bisherigen Feinden bis auf Lichtmeß verschoben werden müsse.
Betlern L'tU.t October 19.
a Wir Wenczlawe von gottes genaden ruinischer künig zii allen ziten merer des
riches und künig zii Behcim einbieten dein meister, rate und burgern gemeinlichen
der stat zi'i Strasburg unsern und des riches lieben getruwen unser gnade und alles
gut. lieben getruwen. wie wol das sye, das der edele Worseboy von Swinars lant-
TOgl in Swaben und in Eisassen unser rate und lieber getruwer an unser stat zwü-
io sehen üch und dein erwürdigen byschof zii Strasburg, dem hochgebornen Bernharten
marggrafen zu Baden, dem edeln Eberharten grafen zii Würtenberg und den andern
herren, die in dem kriege wider üch by uns gewesen sin, umbe alle zweyunge, die
/wüschen üch und in noch unverrihtet sin, einen tag bis uf wynaehten gemäht hat />«•'»-. ;.-,.
in solicher masse, das alle Sachen in gutem besten süllen und das wir ouch zwüschen
a aller heiligen tage den nehsten unsere rete darzii schicken solten, das alle soliche jvo». /.
Sachen in früntschaft und guten verrihtet wurden, als das eigentlichen in früntschaft
und guten verrihtet wurden, als das alles eigentlichen in desselben Borseboy briefen,
die ir darüber habent, begriffen ist. iedoefa sint der egenante Worseboye, als üch selber
wol wisseullich ist, in so grosze libes kranckheit gefallen ist und noch niht daruz
20 kuinnien, das er uns umbe die und ander sachen mohte besuchen und zu den Bachen
getan bette, als das notdurft gewesen were. und dovon so haben wir mit wol be-
dahtem mute und rehter wissende den egenanlen tag verlenget biez uf unsere frowen rtbr. t.
tage der liehtmesz, der schierest kummet, und verlengen den in kraft dis briefes und
meinen, setzen und wellen, das er von beiden teilen in aller massen und wise biez
■ uC dieselbe zit liehtmesse gehalten und verezogen werde, als den der egenante Wor-
seboy biez uf winahten zwüschen üch beidersite verbriefet und vermaht het. und
darumbe gebieten wir üch ernstliche und vesteclich by unsern und des riches hulden,
das ir alle sachen bitz uf die egenanlen liehtmesse in gutem besten lassent, als vor-
geschoben stat, als lieb üch sy unsere und des riches swere Ungnade zu vermiden.
ao so wellen wir in derselben friste unsere rete zu üch gen Eisassen schicken, das
soliche sachen gütlichen und früntlichen zwüschent üch verrihtet werden, alz wir
ouch daz den egenanten fürsten und herren sunderlichen geschriben haben. geben
zum Beilern des sunnentages nach sant Lucas dage unserre riche des beheimschen
in dem 31 und des römischen in dem 18 jaren.
■ Str. St. A. AA. 1 12 nr. 159. cop. eh. eoaev. (Papierheft.)
Gedr. im Auszug. Rapp. UM. II, nr. 379.
Reg. d. Marhgr. v. Bad. nr. 1601.
1104. Borziboy von Swinar an Strassburg: erwartet die städtischen Gesandten
bestimmt zum Hagenaucr Tage am 28 October und erteilt ihnen sicheres Geleit.
« Hagenaw in vigilia Symonis et Jude appostolorum anno 1393.
Hagenau UM October 27.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I pat. c. sig. impr- del.
VI. 68
488 1393
805. Borziboy von Swinar an Strassburg : hat auf die königlichen Briefe, welche
sein Bote Andreas Zeiger überbracht hat keine Antwort erhalten und begehrt jetzt
solche . . . ob ir des halten wollet oder nicht, als euch der obgenante mein gnediger
herre der römisch kunig verschriben hat, das ich es sinen gnaden furbasz zu wissen
tue . . . damit König, Fürsten und Herren sich darnach zu richten wissen.
Hagenow am dinstag nach allerheiligen tag anno 1393. Ifagennu 1.393 November 4.
Str. St. A. AA. 112. or eh. I. cl.
806. Strassburg an Schenke Eberhart den Landvogt des Landfriedens am Bhein
und die Acht, die über den Landfrieden gesetzt sind : antwortet auf die Anforderung
ihren neunten Mann zur Besprechung nach Mainz zu schicken, dass Borziboy von io
Swinar, mit dem sie jetzt gerade zu Hagenau verhandelten, dies für unnötig halte.
datum feria quarta proxima ante diem Martini episcopi anno 1393.
139.3 November n.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I cl.
Ebenda cop. eh. coaev. 'r>
807. Wilhelm von Diest an Meisler und Rat von Slraßburg .• teilt mit, daß er
durch päpstliche Provision zum Bischof von Slraßburg bestellt sei und auf ihre
Unterstützung rechne, wenn er demnächst ins Land komme.1
Diest [139.3] November 11.
Amici dilecti. cum sanetissimus in Christo pater et dominus noster dominus 20
Bonifacius hujus nominis papa modernus nobis providit de ecclesia Argentinensi
per translationem reverendi in Christo patris domini Friderici nunc episcopi Trajec-
tensis ad ecclesiam prefatam constat, quod de jure nullum preter nos in ecclesia
Argentinensi jus habere, prout ex vestris nuntiis ad curiam Bomanam prefate nostre
provisionis tempore missis presentibus intelligere potuistis et nuper nostri fideles et ^
nuntii ad vos missi clero diocesis nostre et vobis litteris apostolicis desiderarunt
insinuare. que tarnen insinuatio precum vestrarum instantia per dictos nostros nuntios
et fideles fuit ad tempus elapsum posttergata, quamvis in prejudicium nostrum et
dampnum non modicum, et ne quod in bonum et contemplacionem vestram factum
nostrum redundet in prejudicium per nos jugiter observatum vestras instantissime 30
deprecamur amicitias, cum nos in brevi domino juvante ad partes nostre diocesis
personaliter accedere intendimus de singulis que ad presens calamo committere non
possumus, commune nostrum tangentibus bonum vobiscum pertraetaturi quatenus
medio tempore ob reverentiam sedis appostolice nostrique favoris et servicii, que
vobis in posterum inpendere possemus in prejudicium et lesionem juris nostri et sedis
appostolice contemptum aliqua attemptetis, prout sincere de vobis confidimus nee pro
1 Vgl. nr. 810 die Antwort Straßburgs vom 22 November.
1393 Wü
poaee vcstio attemptari permittatia. desaper oobia beoevolum restrtun reeponcnip per
preaentiuoi latorem uoatrum nuncium specialem rescribentea. valete in Christo,
scriptum Dvsl, ipso die: beati Martini episcopi.
Willielmus de Dyst
electus ecclesie Argentinensis.
[In ver,so\ Prudentibue ac magne eircumspectionia viri.s dominis magistro et con-
silio eivilalis Argentinensis amieis noslris sineere dilectis.
Str. St. A. AA. 1418. or. eh.
iiüll. Papst Bonifaz IX an Straßburg: mißbilligt die Erhebung Burkards von
10 Liltielstein zum Bischof von Straßburg durch das Kapitel und befiehlt den von ihm
ernannten Wilhelm von Biest als rechten Bischof aufzunehmen.
Rom 13itS November Vi.
Bonifaciua episcopua servus servorum dei dilectis filiis magistro, consulibus ac
communitati Argentinensi salntem et apostolicam benedictionem. intelleximus displi-
15 center, qaod licet nos ecclesie Argentinensi tunc ex eo vacanti, quod nos venera-
bilem fratrem noslrum Fredericnin Trajectensem Argentinensem episcopum ad ipsam
Trajectensem ecclesiam transtulimus, de persona dilecti filii Wilhelmi electi Argentinen-
sis providerimus, tarnen capitulum ipsius Argentinensis ecclesie Borcardum de Luc-
zenstein prepositum ipsius ecclesie Argentinensis in ipsam Argentinensem ecclesiam
20 ausu temerario intruserunt et ejus castra sibi tradiderunt, qui ea detinet oecu-
pata ipsum electum quominus possessionem ipsius Argentinensis ecclesie et ejus
castrorum assequatnr impediendo quodque vos ipsum electum in patrem et pastorem
animarnm vestrarum reeipere recusatis in magnum animarum vestrarum periculnm,
ipsius ecclesie et electi non modicum detrimentum, apostolice sedis contemptum et
m scandalum plurimoram. de quo plurimum miramur et devotioni vestre compatimur et
vehementius condolemus cum semper pre ceteris vos peculiares filios et devotos nostros
reputaverimus et reputemus. quapropter devotionem vestram in domino exhortamur
vobisque in virtute sanete obedientie preeipiendo mandamus, quatinus pro nostro et
apostolice sedis reverentia et animarum vestrarum salute, expulso exinde dicto in-
30 truao et semotis quibuseunque obstaeulis, ipsum Wilhelmum electum tanquam patrem
et pastorem animarum vestrarum devote reeipientes et debita honorificentia prose-
(|ii('iilcs ipsius electi monitis et mandatis bumiliter intendatis ita, quod ipse in vobis
devotionis filios et vos in eo per consequens patrem invenisse benevolum gaudeatis
procerto scituri, quod si monita et mandata nostra quod non credimus adimplere forte
35 contempseritis apostolice auetoritatis partes aliter apponemus. datum Rome apud
Sanctumpetrum id. novembr. pontificatus nostri anno quinto.
Joh. de Maleficz.
[In verso] Dilectis filiis magistro, consulibus ac comunitati civitatis Argentinensis.
Str. St. Ä. AA. 1418. ü. or. mb l. d. Das Siegel ist herausgeschnitten.
490 1393
809. Cardinal Philipp von Alencon an Straßdur ff: bittet im Namen des Papstes,
den durch Provision bestellten Bischof Wilhelm von Diest anzuerkennen und ge-
bührend aufzunehmen Jtom 1393 November 20.
Egregii potentes amici carissimi. de catholico vestre devotionis eultu et sinceritate
fidei, qua sanctissimum dominum nostrum Bonifaeium papam Villi verum in terris 5
Christi vicarium in eonfessione pura fatemini, nos monet ex certo, ut circumspectiones
vestras attento studio sollicitemus, quatenus cerla provisione per dictum dominum
nostrum papam cum debita et mulla maturitate facta nobili et dilecto consangui-
neo nostro domino Guillelmo de Diest de venerabili ecclesia vestra Argentinensi dili-
genter attendere velitis, cum in his, que salutem concernunt, non liceat filiis mandatis 10
patris obviare vos enim de dicta provisione sufficienter instructos credimus adjuranlcs
si rebellium suasionibus in ea parte crederetis. eapropter in Christo dilecti amicitias
vestras affectuose rogamus, quatenus mandatis apostolicis vos omnimodo obtemperantes
placeat dictum dominum Guillelmum verum episcopum vestrum cum devotione debita
et alacritate sincera apud vos admittere, recipere et tanquam verum episcopum 15
vestrum in omnibus tractare et a quibuslibet dicte ecclesie subditis ut talem honorari
et tractari procurare velitis. scientes indubie altissimum tot et tantis probitatum et
virtutum meritis dicti episcopi vestri insignivisse personam, quod merito gaudebitis
vobis salubriter provisum de dicto episcopo extitisse. datum Rome mensis novem-
bris die XX0 ind. prima. 2°
[In verso] Egregiis et potentibus viris magistro . . consulibus et universitati
civitatis Argentinensis.
Philippus de Alenconio episcopus Ostiensis et cardinalis.
Str. St. A. AÄ. 1418. or. eh. I. cl. c s. i. v. del.
810. Slraßburg an Wilhelm von Biest als neuernanntem Bischof von Straß- 25
bürg : teilt mit, daß es in dem Bistumsstreit völlig neutral sei. 1393 November 22.
Dem erwurdigen herren, herren Wilhelme von Diest embieten wir Claus Mansze
etc. unsern fruntlichen dienst und was wir eren und gutes vermügent. lieber herre.
als ir uns verschriben habent,1 wie das ir versehen sient zu der stift in unsere stat
zu einem byschofe und darzö nieman anders reht habe danne ir, und das wir üc-h 30
an uwerme rehten nit hindern wöllent, do wiszent, das wir einveltige leyen sint und
uns umbe uwere und uwers Widersacher sache nit verstant und uns ouch nit ane
gont und ouch iemanne nöte an sinen rehten hindertent. do mögent ir uwer reht
suchen, obe ir wellent unschedelich unserre stat, unsern burgern und den unsern,
also wir uwern gnaden des wol getruwent. datum die beate Cecilie virginis 35
anno 1393.
Str. St. A. AA. 1418 nr. 1. cop. eh. coaev.
i Vgl. nr. 807 den Brief Wilhelms vom 11 November.
1393 *0i
»11. Nicolaus episcopus Spirensis an Straszbnrg: wir danken och gar flizzeküch,
daz ir uns die frunlschafft hant bewiset mit uwerm zolle ze laszen und auch sust
haut laszen fürderlich sin Walther Buman unserm borgen zu Luterborg die selben
wine zu bestellen . . . bittet seine Vermittlung anzunehmen in) einer Streitsache
mii seinem Amtmann zu Bpeier Swartz Reynbart von Sickingen . . sunderlich die
wile er ueh keinen schaden davon getan bat. datum Utenheim feria tercia post
Andreae ap. a. d. etg, »3, Utenheim 1*9» Decemter 9.
Str. St. A. G. U. P lad. 215 nr. 1. er. eh. Ut. et
81?. Strassburg an Bischof Nicolaus von Speier antwortet auf obigen Brief:
io Sickingen habe einen ihrer Bürger mehr als 30 Wochen gefangen gehalten, mehr
denn 100 Gulden Wert genommen und ihn dann um mehr als 200 dulden gesehätzt.
Wenn er das wiederkehren wolle, seien sie gerne zu einem Tage bereit. datum
feria quarta proxima ante diem S. Lueie Virginia a. d. etc 015. 1899 December 10.
G. U. P. lad. 215 nr. 1. cop. mb. coaev.
15 »13. Die Slraßburgcr Gesandten Hans von Kageneck und Andreas Heilmann
an ihre Stadt: berichten von ihrer Reise nach Böhmen und den politischen Verhält-
nissen daselbst. [Nürnberg] 1393 December IS.
Unseren gewiligenn dienst befor und alles gut. liebenn herenn. wir lont üeh
wissenn, daz uns der marggrofe und der vonn Wirttennberg und öch die von Oet-
üo tingenn gar genedeklichenn und früntlichenn unns geleittet und geschenken hant,
daz wir üch zu rumende hant. wissent öch, daz wir uf disenn für gangenn samestag o«*r. «.
gen Nüerennberg kumen sint, und santent zu stunt uweren und unsern brief zu
heren Heinrich vonn Appesberg. do antwurtte er uns mit diseme briefe, der herin
beslossenn ist.1 do santten wir Kieselin zu stunt zu üme, und der rette mit üme
H noch unserme geheisse, daz er zu uns kunionn ist gen Nüerenberg. und wir hant
mit üme geret, daz er mit uns ritten wil gen Behem. dez sint wir zi'imole fro,
«renne wir one in nüt Iniwettcnn zu schaffende, och wissenn, daz marggrofe Jost
vonn Merhern und sin brüder grossenn krieg mittenander hant, und der künig vonn
Ungern und hertzoge Obereth vonn Oesterich helffenn marggrofe Jost. und het der
so ander marggrofe Brokorp kein ander helffe dene, daz er in unsers herenn dez kü-
nlges slos us- und inrittet, so het der künig vonn Ungern einenn gar heftigenn er-
neslichenn, undugenlichen brief geschiket unserme herenn demm künige, dovon mit
zit sribenn ist, also uns daz alles geseit ist. uns ist öch geseit, daz ein grosse sa-
nienunge in Mereren si. was derus werde, daz wissenn wir nüt. ouch wissenn, daz
35 hertzoge Friderich von Peigern dot ist. wissent öch, daz der büschof vonn Bobcnnberg
und der büschof vonn Wirtzeburg und der burggrofe von Nüerennberg und hertzogenn
1 Liegt nicht mehr vor.
492 1393
Klemenn rette und ander heren, die do umbe gesessen sint, ein gros heimelich ge-
spreche gehebet hant zii Nüerennberg. was aber der sachen si, daz wissent wir nut,
wene daz geseit ist, daz in die grossenn dienste nüt wol gefallent, die ritter und
kneht demm andern diint. und süllent die korfürstenn uf dem Rine und die forge-
nanttenn heren und die richstette, die derzi'i gehören, kürtzlichenn züsammene kumen s
zii Mergeltheim und von demsellen dienste und anderer sachen underreden. daz ist
uns für wor geseit. und deruf het der landfride zii der Nuwenstat offenlich fürkünden,
daz niemann denn anderen angriffenn stille unerfolget. wer daz dette, daz wel menn
richtenn und rehtfertigenn für ein röp. wissen öch, daz der kiinig kräng ist. und her
Burschebo lit öch kräng bi Dachöwe und ist noch nit zii unserme herenn dem künige 10
kumenn. ander merenn wissen wir zii dirre zit nüt. empfindenn wir üt fürbasser,
daz lont wir üch wissenn. was uwers willenn ist, daz lont uns wissenn. öch wissenn,
daz wir also morne vonn Nürenberg rittenn, wene uns herre Heinrich vonn Appes-
berg gesumet hett. gebenn an dunderstag for sant Dummans dag in demm 93 jore.
Hans vonn Kagenecke und Anderes Heilman. 15
[In verso) Denn erberen wissenn, demm burgermeisteren und dem rat zi'i Stras-
burg unseren lieben herenn dari debet.
Str. St. A. AA. 115. or. eh. I. d.
Gedr. D. B. A. II, nr. 215.
Reg. d Markgr. v. Bad. nr. 160'J. 20
814. Bruchstück einer Miinzordnnng. [1398.]\
[1] Also ein giildin vür 10 sol. den. gesetzet ist, do sol ie eins daz ander mitte
weren ein güldin vür 10 sol. den. und sol ouch ie eins von dem andern ein güldin
vür 10 sol. den. nemen, es sie an zinsen, gülten, schulden oder köfmanschaft, wie
daz genant ist. und sol in nieman höher geben noch nemen in denheinen weg. und wer «5
daz verbrichet der bessert 5 U.
[2] Fürbasser ouch daz denne armelüte nit zu gar swerliche besweret werdent
und zii vaste an den kleinesten pfennigen verlierent, do ist man eins erber mannes
überkumen, der an der münszen sitzen sol und der lüte sol do warten und in sol
grosse pfennige umbe kleine, die durch die riter vallent, geben, und sol man eime 30
iegelichen menschen, daz do ein lot swer kleiner pfennige bringet, die durch die
riter vallent, zwo untze pfennige geben, item umbe ein halb lot ein untze. item umbe
ein quinsin zehen pfennige und darnoch noch margzal. do verlüret die stat an iedem
lote süben pfennige. und sol man usser den kleinen pfennigen andere pfennige machen,
dieselben pfennige wil man also gut machen, also die besten gantzesten unbesnitten 35
pfennige ietzent sint. und sol man mit namen zwei pfunt und ahte Schillinge pfennige
uff ein marck gen. do wurt ein marck sehtzehen pfennige besser, denne eine marck
ietzent ist. dieselben nüwen pfennige sol man zeichen, alse die ersten pfennige
1 So datiert nach den Währungsbestimmungen von 1393.
1393 403
gezeichent sint, doch daz der gekürnete rauft an daz ende gemäht sol werden, und
wo darüber ein solich nuwe pfennig an den körner geruret oder gesnitten würde,
den sol man darnach nit me nemen.
[3] Es ensol nieman den andern trengen oder nötigen kein klein gelt zu nemende,
i wer daz darüber dete und ieman also trengete oder nötigete solich klein gelt zi'i
nemende, der sol bessern 5 fi., alz dicke er daz diit. und sollent daz meister und rot
rihten und rehtvertigen uff den eyt alz ein murde und ein dotslag, es werde geklaget
oder nit. und sollent es alle, die in dem rote sint, unde alle scheffele rügen und
vürbringen by irme eyde.
io [4] Es sol nieman kein gemünszet gelt noch silber, wie daz genant ist, weder
erlesen, zerbrechen, zersmeltzen, noch hinweg schicken in deheinen weg. wer daz
verbrichet, der bessert fünf jor von unserre stat und git zehen marg silbers.
[5] Wer es ouch, daz ieman keine unerkentliche münsze hette oder gewünne,
die nit genge und gebe were und der er gerne abekeme, soliche münszen, es sie von
15 golde oder von silber, sol ein ieglicher mensche dem hüter oder dem, der von der
stette wegen an der münszen sitzet, entwurten also gantz. und der sol dem menschen
also vil darumbe geben, also solich gelt denne wert ist. und usser dem unerkent-
lichen gelte sol men denne anderre nuwe pfennige machen, und süllent daz die
münsere sünderliche sweren. doch sollent die goltsmide daz halten mit verguldende
2» oder mit kleinnöttern zi'i machende, alz daz von alt her komen ist on geverde.
[0] Es sol ouch kein unser burger noch nieman der unsern noch nieman von
iren wegen an keiner nuwen münszen, do men pfennig sieht oder slahen wil, wo <l;iz
were weder teile noch gemeine haben noch darzii roten helffen oder sin stüre darzü
di'in in denhein weg one alle geverde. und wer daz verbrichet, der bessert zehen jor
25 von der stat und git zwentzig mark silbers.
[7] Es ensol ouch nieman von dem andern keinen kleinen pfennig, der durch
unser riter vellet, noch keinen andern bösen pfennig, es sient Heidelberger, Mansheimer
oder anderre böse pfennige, nemen. wer daz verbrichet, der bessert 5 iL und wil man
ouch lüte darüber setzen, die dieselben pfennige zersnident, und sunderliche so sollent
3» alle unserre ungeltere, an weihen ambahten die sint, scheren by in haben und solche
böse pfennige zersniden, durch daz man der kleinen und der bösen pfennige abe
kunime.
Dis hant alles schöffel und amman erteilt.
Str. St. A. AA. Monnaie lad. 24 nr. 13. conc. eh.
IUI). Bruchstück einer Miinzordnung . [13»3.]>
[1] Es süllcn alle münser, die zi'i bang sitzen und wessel triben und die über
fünfzehn jar all sint, sweren an den heiligen einen guten rineschen güldin vür zehen
Schillinge pfennige zu nemende. und mögent in herwider us geben umb einen und
1 So zu datieren nach den Währungsbestimmungen von 1393. Vgl. Cahn, Munt- und Oeldgesch.
*o von Strasburg.
494 1393
zehen Schillinge pfennige und nüt hoher, item einen ungerschen güldin, einen behein-
schen güldin, einen Gennöwer guldin oder einen duckaten süllent sü umb eilfthalb
Schilling nemen. und mügent in umb einen und eilftehalb Schilling herwider usgeben
und nit hoher, zu glicher wise süllent sü einen alten francken um eilf Schillinge
nemen und umb einen und eilf Schillinge her wider us geben und nüt hoher, also 5
süllent sü öeh nobel und schilt noch margzal nemen und geben one geverde. noher
mügent sü die vorgenanten güldin alle wol geben.
[2] Sü süllent och by demselben eide keyn gemünset golt noch silber, wie das
genant ist, weder erlesen, zerbrechen, zersmeltzen noch enweg schicken in deheinen
weg. wer es öch, das ir keiner kein unerkentliche münse hette oder gewüne, die nüt io
genge und gebe were, und der er gerne abekeme, soliche münsze, es sy von golde
oder von silber, süllent sü dem hüter oder dem, der von der stette wegen an der
münsen sitzet, entwürten also gantz und der hüter, oder der von der stette wegen
do sitzet, sol dem münser also vil darumb geben, also solich gelt danne wert ist.
und usser dem unnerkentlichen gelt sol man danne ander nuwe pfennige machen. 15
[3] Es ensol och irre keiner noch nieman von iren wegen an keiner nuwen
münsen, do man pfennige sieht oder slahen wil, wo das were, weder teil noch gemein
haben noch darzü raten, sturen oder helfen in deheinen weg one alle geverde. und
wer das verbrichet, der bessert zehen jar von der stat und gyt zwentzig marg silbers.
was silbers öch unser burger oder die unsern in unser stat oder in disem bistüm 20
köffent, das süllent sü nüt von der stat schicken noch schaffen getan werden in
deheinen weg. wo aber unser burger oder die unsern anderswo uswendig dis bistümes
silber köffent, es sy zu Franckenfurt, zu Kölle oder anderswo, das silber mügent sü
schicken und füren, war sü wöllent one geverde. breht aber ein lantman silber herzi'i
verkoffen und duhte in, wie er das silber nüt wol noch sinen willen verkofl'en muhte, ^
der mag das silber wol wider enweg füren one geverde. welre lantman also silber
zi'i unserm stog bringet, dem sol Klein-Hens Pfaffenlap oder der, der von unserre
stette wegen do sitzet, sehs güldin umb ein marg silbers geben.
[4] Es ensol aber kein lantman noch nieman anders kein silber von unser stat
füren, es sy gebrant silber, verwürcket silber oder gefleckete (ge)schirre, wie das 30
genant ist, der kein silber herbringet, und wer das verbrichet, dem sol man das
silber gerwe nemen und zu sime libe und gut rihten und rehtfertigen uf den eit.
dis süllent alle münser, die zu bang sitzent und wehsei triben, alle goltsmide, alle
underköffer, die domitte umbe gont, und och alle köffeler, die do mitte umb gont,
sweren an den heiligen zu haltenden und zu foliefüren, sü söllent och sweren, wo k
sü beduncket, wo iemanne der gebrant silber oder verwürcket silberin geschirre
koffen wil und der es enweg schicken wolle, das sü es dem nüt zu köffe geben,
wenne sü süllen es meister und rat rügen und fürbringen.
Str. St. A. AA. lad. 21 nr. 13. conc. eh.
13Ö4 ifO
816. Bruchstück einer Miinzordnung .' [1303.]
[lj Man sol mit namen keine andere böse pfennige nemen, es sient Heidelberger,
Mansheimer noch keine andere böse pfennige.
[2] Die pfennige, die also bescheidenliche besnitten sint, sol man ein wile loszen
r> also gen, durch daz die menige zi'i stunt nit z.i gar swerliche besweret werdent. doch
so sol man harnocli, so man erste mag, darüber sitzen und versorgen, daz man die-
selben bescheiden besnitten pfennige ouch nit me neme.
[3| Also man ein güldin vür 10 sol. den. gesetzet und ie eins daz ander domitte
weren sol und in eins von dem andern nemen sol, es sie an Zinsen, gülten, schulden
io oder an koufinanschaft, wie daz genant ist, do sollent die münsere ein guten rinschen
güldin vür zehen Schillinge nemen und herwider uszgeben umbe einen und 10 sol.
und nit hoher, minre mögent sie wol nemen. also sollent sie ouch alle ungersche,
bchemsche, Gennöwer, [Florentiner]2 duckaten güldin umbe 10'/» sol. nemen und
her wider uszgeben umbe einen und 10 '/2 toL und nit hoher, noher mögent sie sie
'• wol geben, zu glicher wise sollent sie ein allen francken umbe 1 1 sol. nemen und
umbe einen und 11 sol. gelten und nit hoher.
[4] Also man ouch ein erber man an die münsze setzen sol, der der lüte do
warten sol und in grosze pfennige umbe kleine, die durch die riter vallent, geben sol,
■ do sol man eim iegelichen menschen, der do eins lotes sweres kleiner pfennige bringet,
80 die durch die riter vallent, 3 sol. den. geben, umbe ein halb lot 18 den. und umbe
ein qwinsin i) den. und das noch margzal. do verluret die stat an iedem lote uf 3
Iden. [und nit me].3
25 Strassburg wegen der Ankündigung künftiger Fehden durch Pfalzgraf Ruprecht II.
gemachten Satz. 1MA J<muar 2.
Str. St. A. G. U. P. 165. or. eh.
Reg. Koch und Wille, nr. 6725.
Ulli. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat zu Strassburg: beglaubigt
so als seinen Abgesandten Heinrich von Mülnheim. Pforczheim feria seeunda ante Epi-
phanias domini anno 1394. Pforzheim 23M Januar 8.
Str. St. A. AA 85. or. eh.
Reg. d. Markgr. v. Beul. nr. 1610.
1 Wohl wenig später erlassen als die beiden obigen Ordng. in demselben Jahre, als sich die darin
85 getroffenen Maßregeln zum Teil als unpraktisch erwiesen hatten.
2 gestrichen und duckaten darüber geschrieben, eh.
3 ist gestrichen.
VI. 68
Str. St. A. AA. Monnaie lad. 24 conc. eh.
iS9S
496 1394
819. Rechnung sahlag e über einen durch Cüntze Lentzelin im Auftrage der Stadt
besorgten Silberverkauf. 1394 Januar 8.
Also ich Cüntze Lentzelin . . . oles unser herren meister unde rote verrechent
daz silber, daz mir befolhen wart, das lant abe ze fürende zu verköffende und ouch
die guldin, die ich innam von den köffen, die die stat von Straszburg zu Mentze, zu »
Spire und zu Franckfurt verköft hant, also daz in miner rechenunge davor in diseme
kostbüche eigenliche verschriben stot. und ich an derselben rechenunge schuldig
bleip zu verrechende drü dusent guldin, vierhundert güldin, sehtzig unde fünf guldin.
und mir darnach Hug Süsze ouch gegeben fünf hundert güldin zu eineme mole und
dar noch aber hundert und drissig güldin zinse do niden an im lande usz ze rihtende, «o
sepli»:29 die do vielent uff sante Michels tag und sante Martins tag noheinander aller nehest
vergangen, do ist zu wiszende, das ich von dem vorgenanten gelte wider uszgegeben
unde geentwurtet habe zwey dusent güldin und vierhundert güldin Hug Süszen. so
habe ich von den vorgenanten guldin gegeben und geentwurtet sehshundert güldin,
fünfzig güldin, zwene güldin und fünf grossen den personen zu Mentze, den sovil «
güldin uff der stette von Stroszburg uff sante Michelstag nehest vergangen von lipge-
dinge verfallen was.
So habe ich geben und geentwurtet hundert güldin, zwentzig güldin und ahte
güldin gen Franckfurt den personen, den die stat lipgedinge und widerköffe verfallen
s«p«>r.M. was zu gebende uff sante Michels tag nehest vergangen. 20
Item so habe ich gegeben und geentwurtet gen Spire fünf hundert güldin, zwentzig
guldin minre den personen, den die stat lipgedinge und widerköffe verfallen waz zi'i gebende
Nmbr. h. zu sante Martins tag nehest vergangen.
Item so habe ich gegeben und geentwurtet hern Heinriche zum Jungen zu Mentze
zwey hundert güldin, zwentzig güldin unde einen güldin, die man schuldig was ouch 25
von der Rinbrucken wegen.
[Item so habe ich geben viertzig güldin und drie grossen herrn Cünrat Armbroster
umbe gezüg zu armbrosten. der gezüg ist der stette.]1
Item so habe ich geben Hans Fritzen von Spire dem eiltern ahtzig güldin und
einen güldin vür den underköff und zoll, den die stat schuldig was von der köffe so
wegen, die zii Spire geschohent.
Item so habe ich geben fünfzig güldin, sehs güldin und fünf grossen Heitze
Schencken zu Mentze von des underköffes wegen, den die statt geben moste von den
köffen der lipgedinge, die die stat verköft hat zu Mentze.
Item so habe ich uszgegeben 25 guldin minus 8 grossen in vilerleyge wege daz
silber in vasz zu slahende, daz hinabe geschicket wart, hinabe zu fürende, zi'i under-
köffende, zi'i wegende, zd underköffe, knehten zii lone und zu zerunge, die
güldin herwider uffe zu bringende und in vil ander wege. und do daz innemen
und uszgeben alles gegen ein ander uff gehaben und abegeslagen wart, do bleip ich
der vorgenante Cüntze Lentzelin an der obgenanten rechnunge schuldig 50 güldin
unde drie grossen, die' ich ouch Hug Süszen. . . .
1 Gestriclien.
1394 * 4<J7
Actum feria quinta proxima post diem festi epiphanie dorn Im anno 94. und
wm-ent by diser rechenunge her Claus Hiliter, dem man sprichet Dütscheman, her
Claus Berer, Claus Klobcloch und .lacop Fryburg etc.
Str. St. A. AA. Monnaie. lad. 24. nr. 8. conc. eh.
5 820. Meister und Rat von Straßburg ersuchen Wilhelm von Diest erwählten
Bischof von Slraßburg, einen Sühnelag mit Burchard von Lülzelstein in ihrer
Stadt anzusetzen, und sichern ihre Vermittlung und Hülfe zu. 1394 Januar 10.
Dem erwurdigen herren, herren Wilhelm von Dyest embieten wir Claus Manse
der meister etc. unsern fruntlichen willigen dienst, gnediger herre. uns hant uwere
1« (Winde und erbern botten uwer meynunge wol geseit und wände wir sunderliche gerne
sehcnl, daz die sache also von dez bystfimes wegen von Strazburg früntliche und
gütliche verrihtet und übertragen möhte werden, darumbe so bittent wir uwer gnode,
das ir einen gutlichen dag mit hern Burekarte von Lützenstein in unserre stat leisten
wellent, so wellent wir allen unsern ernste darzu keren und versuchen, obe ir
15 früntliche mitenander verrihtet und übertragen werden mügent. und wellent ir den-
selben dag also in unserre stat leisten, so länt uns den dag zitlich vorhin wissen und
benennent uns denselben dag, wenne er sin sülte, so süllent ir denselben dag
und vier dag darnach des nehsten getröstet sin und die mit uch varent in unserre
stat zu Strazburg und zu uns und von uns zu farende vür uns und die unsern und
8o vür herrn Burekart von Lützelstein und die sinen. und zu glicher wise süllent och
dieselbe zit gelrostet sin herr Burekart von Lützelstein und die mit ime varent ume
üch und die uwern. also werdent ir uf demselben dag nit mittnander verrihtet, das
danne ir und die uwern widerumbe von uns varent unschedeliche uns und den unsern.
und hant ihr darnach ützit von uwern wegen zu vordernde, daz mügent ir tön und
■ sient uch darnach alle uwere rehte behalten, und wissent, daz wir dis ouch also
geworben hant mit unserre erbern bolschaft an herrn Burekart von Lützelstein. uwer
entwurte wellent uns darumbe wider lassen wissen. datum sabbato proximo post
diem santi Erhardi episcopi anno domini 1394.
Str. St. A. AA. 1418. conc. eh.
ao 821 Willi elm von Diest, Erwählter von Straßburg an die Stadt Sirassburg :
ist bereit vor dem Rat einen Sühnetag mit Burchard von Lützelstein zu leisten.
[1394] Januar 11.
Den erbern wisen und bescheiden, dem meister und dem rate zu Strazburg cn-
buten wir unser liebe und l'rünlsehaft in ganlzen truwen. und alz ir uns geschriben
35 hant, das wir einen dag wellent leisten mit her Hurekart von Lützelstein vor üch
zfi Strazburg, do lont wir üch wissent, daz wir niergent lieber läge mit yme leistent
\v;in vor üch. und wellent gerne einen tag leisten myt her Burekart von Lützelstein
vor üch zu Strazburg von mornc über abläge, daz ist des nehsten mendages nach
498 1394
januart». dem zwentzigesten tage, also daz wir und alle, die mit uns uf den tag ritent, sicher
sint dar und dannen vor herrn Burekart von Lützelstein, sinen brüdern und vor
aller menglich von sinen wegen, also sol er und alle, die mit ym den tag ritent, ouch
sicher sin dar und dannen vor uns, unser brüder und aller menglich von unsern
wegen ungeverlich. ouch sol er nit yn dez Stiftes hof zu Strazburg ziehen, also 5
wellent ouch wir nit drin ziehen, uwer verschriben entwurte lont uns in zit ver-
schriben wider wissen. geben uf sondag nach Erhartes tag dez bischofes.
Wilhelmus de Diest electus et
confirmatus ecclesie argentinensis.
Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. cl.
in
822. Herzog Leopold von Oesterreich an Meister und Rat von Strasshurg: teilt
mit, dasz er dem Markgrafen Bernhard 9000 Gulden geschuldet und dafür Horw mit
der Bedingung versetzt habe, dasz die Einnahmen aus der Stadt von seiner Schuld-
summe abgezogen werden. Da sich jetzt der Markgraf nicht darauf einlassen will,
hat er Horw wieder in Eid genommen. Andern Berichten sollen sie nicht glauben. >5
geben in Friburg in Brissgow an suntag vor Hilarii 94.
Yreiburg 139-1 Januar 11.
Str. St. A. AA. 79. or. lit. eh. cl.
823. Wilhelm von Diest, erwählter Bischof von Slraßburg, verkündigt, dass er
freies Geleit von und nach Straßburg erlangt habe. I3!t4 Januar 16. «o
Wir Wilhelm von Diest electus zu Strosburg kündent mengelichem mit diseme
briefe : also die erbern wisen unsere guten frunde, meister und rot der stette zu
Stroszburg uns zu liebe und zu fruntschafft trostunge geben hant uns und allen den,
die wir mit uns bringent, die nit uffe der stette zu Stroszburg schaden gewesen sint
one in offenen krigen, wenn wir in diseme nehesten monote zu in kumment, das *5
wir denne bi in in irre stat Stroszburg ahte tage getröstet sollent sin unde so lange
darnach bitze sie uns abesagent, das wir, so wir by sie in die stat Stroszburg also
komment, unsere briefe und reht, die wir habent, von unserme heiligen vatter, den
bobiste oder andern über das bystüm zu Stroszburg sollen legen und zögen der stette
zu Stroszburg pfaffen und ouch den gemeinen pfaffen in der stat Stroszburg, 30
die meister und rot zu Stroszburg darzü schickent, es sient pfaffen von den
stiften und von orden in der stat, do ouch wir oder unserre botten unde
der stette von Stroszburg erbern botten zugegen sin sollent uns und der stat beden
siten unschedeliche. unde wenne die pfaffeheit unde erbern botten unserie briefe unde
reht gesehent, und gehorent, werdent wir und die stat denne eindrehtig, das ist gut.
würdent wir aber nit eindrehtig, in weihen weg das kerne, wenne denne noch den
achte tagen die stat von Stroszburg uns abesagent, so sollen wir und die unsern vor
der stat und den iren wol getröstet sin ungeverliche vier tage dar noch noch demme,
so uns abegeseit würt. und sollen wider von der stat varen unde sollen ynen keinen
schaden dun noch schade sin, alle die wile wir in der stat sint, es sie mit unsern
1394 499
briefen oder rollten zii besehende oder mit kennen (!) oder andern briefen. und ouch
80 wir von der stat varent, so sollen wir noch niernan von unsern wegen kein gebot
oder brief in der stat dun oder hinder uns loszen in der stat, domit die stat oder
die iren zu schaden oder zii banne komen mögen one alle geverde. doch wenne wir
s von der stat Stroszburg kumment, so mogent wir unser reht suchen, also sich daz
geheischet, alle vorgeschobene dinge unde iegeliches besunder gelobent wir der ob-
genante Wilhelm von Diest by unserre worheit und guter truwen zu haltende und
zii vollefurende one alle geverde. unde des zu eime Urkunde so hant wir unser
ingesigel geton hencken an disen brief. datum anno millesimo trecentesimo nona-
io gesimo quarto feria sexta ante diem saneti Anthonii confessoris.
Str. St. A. AA. 1418. or. mb. I. pat. c. sig. peiul. — Ibid. cop. eh. coaev.
WH. Herzog Leopold von Ocsterreich an Strassburg: teilt mit, dass er im Falle
eines ihm sehr unerwünschten Krieges zwischen den beiden Prätendenten, Wilhelm
und Burekard, sieh zu letzterem als seinem alten Verbündeten halten müsse und
15 bittet die Stadt wenigstens neutral zu bleiben, wogegen er etwaige Differenzen zwischen
Burekard und der Stadt gerne ausgleichen wolle. geben zu Ensesheim an fritag
vor sanet Pauls tag conversionis anno . . . nonagesimo quarto.
Ensisheim 1304 Januar 23.
Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. cl.
•
211 !!25. König Wenzel an die Stadt Straßburg und ihre früheren Gegner: teilt
mit, dass er aus näher bezeichneten Gründen den angesetzten Sühntag auf den
1 Mai verschieben müsse. Betlern 1304 Januar 28.
Wir Wenczlaw von gotz gnaden römischer kunig zu allen ziten merer des riches
und künig zu Beheim embieten dem erwirdigen bischof zu Strazburg, dem hochge-
85 bornen Bernharten marggrafen zii Baden, den edeln Eberharten giofen zu Wurtemberg
und den andern herren, die mit in des krieges gewesen sint wider die stat Strasburg,
an einem teile und dem meister, rate und burgern gemeinlichen der stat zu Strazburg
an dem andern teile unsern und des riches lieben getruwen unser gnade und alles
gut. wie wol daz sy, das wir nehesten umbe alle sachen und ansprachen, die ir
so gegeneinander habet, einen tag gemachet und verlenget haltent uf den nehsten unsere
frowen tage der lichtmesze, also das alle sachen in gutem besten soltent, so wollent Ftbmart.
wir in derselben zit unsere rete mit voller gewalte darzii schicken, das soliche sachen
früntliehen oder mit dem rehten zwüschent üch hin gelegt und verrihtet würden, als
das in denselbea ufslage briefen, die wir beidersite darüber gesant haben, eigentlichen
85 begriffen ist. iedoch do wir weren in dem willen unserre rete uf denselben tag zft
schicken, do erhüben sich soliche kriege und zweyunge zwüschen den hohgebornen
gasten and Procopen marggrafen zii Merhern unsern üben vettern und fürsten. so
komen uns ouch zu banden zu mole trefliche und notliche geschefte mit dem durch-
lühtigesten fürsten herrn Sygemunden künige zu Ungern unserm lieben bruder, der
40 darumbe zii uns gen Präge kamen, ist, das wir derselben unsere rete zu disem mole
500 1394
in deheine wise nit emberen möhten. und dovon so haben wir mit wolbedohtetn
mute und rehter wissen sollichen tag verlenget und ufgeslagen, vürlengen und aff-
Mai i. slahen den in kraft dis briefes bicze uf den nehsten sant Waltpurgtag also, das alle
sachen in gutem und libe bicz uf denselben tag besten und bliben sollen in allermassen,
Febr,Mrs. als die uf unsere frowen tage liehtmesse uffgeslagen und bestanden sint, doch also *>
das bede ir herren und ouch die stat ze Strazburg alle zinse, die vervallen sint, alz
ir die si'ine uf genommen habent, einbringen und infordern sollet und müget mit
geistlichem gerihte und niht mit pfandungen. ouch so müget ir beider site alle uwere
schulde, die vor anefange dis krieges ein teil dem andern schuldig ist bliben, noch
lute uwere briefe und guter kuntschaft gegeneinander infordern und inbringen und 10
sol ouch iegliches teil dem andern bezalen oder sich gutlichen mit ime rihten one
Widerrede als billich ist. und gebieten üch darumb ernestlichen und vesteclichen mit
diseme briefe, daz ir bedersite die egenanten ufslahunge in guten halten und besten
lasset und ouch alle sachen, als do vorgeschriben stat, haltet und vollefuret by behelt-
nisse uwere rehten, als lieb üch sy unsere swere Ungnade zu vermiden. mit Urkunde «
dis briefes versigelt mit unserm uf getrucketem ingesigel. geben zürn Betlern nach
Cristus gebürt drüczehenhundert jare und darnach in dem vier und nunczigesten jare
an sante Paulus tage, als er bekert wart, unsere riche des beheimschen in dem ein
und drissigesten und des romischen in dem ahtczehenden jaren.
Str. St. A. AA 112 nr. 159/60. cop. eh. coaev. w
Ausziigl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 384.
Reg. d Markgr. v. B. nr. 1613.
826. Götze von Nagelsberg, zugleich als Bevollmächtigter .Jölers von Enlzcbcrg
verkündet, dass er bezüglich seiner Anssprüche, die er «von nome wegen» an die
Strassburger hat, gesühnt ist und mit ihm Jöler. Sie versprechen, keine Forderung *>
mehr zu erheben. geben an dem nehsten fritage vor unser frowen tage der licht-
mesze in dem jore 1394. 1394 Januar 30.
Str. Str. A. Q. ü. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. e. sig. pend.
827. Burkard von Lützelstein, Erwählter von Strassburg an Strassburg : bittet,
dem Eberlin von Griffenstein, «der von ernstlicher sache wegen, die uns antreffent»
in Strassburg zu thun habe, einen 4 oder 5 tägigen Aufenthalt in der Stadt zu
gewähren. gebin zu Offenburg dez mittwochen nach der lihtmesse.
Offenburg [1394 Februar 1],
Str. St. A. AA. 1417. or. eh. I. cl.
828. Straßburger Gesandte an Meister und Rat: berichten über ihre Unter-
handlungen mit dem Domprobst Burkard von Lützelstein und die Ansetzung eines
neuen Tages. Schlettstadt [1391 Februar 9J.
Unsern willigen dienst bevor, lieben herren. wir lassent üch wissen, daz wir
zwüschen unserm herren von Strazburg und dem tümprobst getedinget haben, daz
1394 5M
wir getruwon, daz die sache zwischen in zu gutem ende kommen solle und habent
dez tag gemäht gein Strazburg vür daz cappittel, da ouch der bischof und der tüm-
probst selber gegenwertig sin sollen, und daruf hat der tümprobst mit uns geredt,
daz er getröstet sie zu Strazburg, alse daz buch stat. dez haben wir uns nüt ange-
5 nommen. doch duncket ez uns gilt sin, daz ir in tröstent zu üch in die stat und die
wile er da ist. und lant uns dez zu stunt uwer antwurte wissen, wanne er daruf
mit uns liinabe ritet. besigelt mit dez Lymmers ingesigel. geben zi'i Sletzstat an
mentage vor sanj Veltins läge.
Heinrich von Mülnheim ritter Heinrich
in Lymmer und Hans Bock.
[In verso] Dem vorsichtigen wisen, dem meisler und dem rate zu Strazburg
unsern lieben herren.
Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I el.
\\2\). Heinrich Graf zu Saarwerden, Herr zu Rappoltstein und Hohenack beurkundet,
M dass ihm zur Entschädigung für die Dienste, die er dem früheren Strassburger Bischöfe
Friedrich von tilankenheim in dem Kriege gegen die Stadt Strassburg geleistet und
für die Verluste, die er in demselben erlitten, sowie für zwei von dem genannten
Bischof herrührende Schuldbriefe sein Nachfolger Burkard, erwählter Bischof zu
Strassburg, Burg und Stadt Zellenberg und das Dorf Bennweier als Pfand für 1500
20 Gulden und ausserdem einen Schuldbrief über 1958 Gulden übergeben hat.
1394 Februar lO.
Cohnar. Bez. A. or. mb. c. s. p delaps.
Gedr. Rapp. TJrkb. 11 nr. 38G.
IHÖ. Volmar von Lützelstein der Dekan des Domkapitels an den Custos desselben:
»& lassint üch wissen, daz unser herr von Straszburg und die stat von Straszburg uns
ernstlichen gebet ten hand von unsers tümpropst wegen, daz man dem einen andern brief
gebe über die Muntat. were es sach, daz im der brief nit werden möht von dem her-
zogen von Oesterich, do bitten wir üch mit ernst, daz ir förderlichen zu disen sachen
tügint und kommet, wan wir capitel darzü gemachet hand, als es gewonlichen ist. und
■m ist daz erst capitel uff den nehsten schürtag, wan wissent, wa daz nit geschehe und v<ir»*.
gesumet wurde, daz solicher unrat und gebreste, darin vieli, der uns schedelich und
verderblich were und unser stift derselben Muntat enerbet wurde, besigelt mit Vol-
mars von Lützelstein unsers dechans insigel. geben an zinstag vor sant Mathias tag.
[1394 Februar 17.]
15 Str. St. A. AA. 1420. cop. eh. coaev.
ll:{|. König Wenzel erteilt den beiden Strassburger Gesandten Ritter Hans von
Kageneckc und Heylman freies Geleit für die Rückreise von Prag. geben zu Präge
an sand Peters tage stulfeyer a. reg. boh. 31 reg rom. 18,
Prag 1394 Februar 22.
<to Str. St. A. AA. 114 nr. 5. or. ch l. pat. c. s. »'. v.
502 1394
832. König Wenzel befiehlt allen Schuldnern von Straßburg, ihre aus der Zeit
vor dem Kriege herrührenden Schulden mit der Stadt zu begleichen,
Prag 1304 Februar 22.
Wir Wenczlaw von gotes gnaden romischer kunig zu allen czeiten merer des
reichs und kunig zu Beheim embieten allen fursten, geistliehen und werntlichen ■
grafen, freyen herren, dinstluten, rittern, knechten, gmeinscheften der stete, merkte,
und dorffere und sust allen andern unsern und des reichs undertanen und getrewen,
die den burgern von Straspurg schuldig sein, unser gnade und alles gute, als wir
nehsten zwischen fursten und herren an einem teyle und der egenanten stat zu
Strazburg an dem andern teile einen ufslage gemacht und bestalt haben bis uf den io
nehsten sand Walpurg tage, also das alle sachen czwischen euch beyderseyte in
guten besteen sullen, doch also, das beide fursten und herren und sust allermeniclich
den egenanten burgern von Straspurg und die von Straspurg widerumb den fursten
und herren alle ire schulde, die sie vor anfange des kriges geneinander schuldig
blieben sind, noch laute irer brive und guter kuntschaft geneinander einfordern und w
einbrengen mögen und das ouch iglichs teile dem andern beczalen sulle oder sich mit
im gütlichen richten, als das in denselben ufslage briven eigentlichen begriffen ist.
dovon so gebieten wir euch allen und ewr iglichin sunderlich ernstlichen und vestic-
lichen mit diesem brive, das ir den egenanten von Straspurg sulche egenanten ire
schulde richtet und beczalet noch laute irer brive und guter kuntschaft oder ouch 2»
sust gutlichen mit in richtet, das sie genüget, als wir euch des genczlichen glauben
und getrawen. und fuget das also, das furbas mere an uns darumb kein clage kamen
durfte. geben zu Präge an sand Peters tage stulefeyer unserr reiche des behe-
mischen in dem 31 und des romischen in dem 18 jaren.
Str. St. A. AA. 107. nr. 71. or. eh. lit. cl. • «
833. Die Bäte von Bufach, Sulz, Egisheim und die Gemeinden der Dörfer und
Thäler im Ober-Mundat an Strassburg : senden botten, die ettewas mit üch ze redende
hant und üch fürlegende werdent von unsern wegen und der Muntat ' und beglau-
bigen dieselben. datum sub sigillis opidorum nostrorum . . . feria 0 ante Invocavit.
[1394 März 6.] »>
Str. St. A. AA. 1410. or. eh. I. pat. c. 3 sig. i. v. impr.
834. Herzog Leopold von Oesterreich an Strassburg: als uwr boten nu nächst
hie by uns gewesen sind, mit den wir geredt haben, daz ir uns liessent wissen, in
welher mazz ir den von Dyest ufgenomen habent zu einem byschofen, das aber ir
noch nicht getan habent, bitten wir vch, daz ir uns noch unverezogenlich lassent 85
wissen, wie und in welher mazz ir in ufgenomen habent. uns ist ouch furbracht,
wie derselb von Dyest mein uf den erwirdigen hern Burkarten von Lüczelstein er-
1 Vgl oben den Brief vom 17 Februar.
1364 603
weiten des byschtuma zu Strasburg und in unserer bind zu ziehen und in zu schadigen
an sinen lüten und gittern, bitten wir vch aber, daz ir mit demselben von Pyest
redend und in wisent, daz er das nicht tu. bette aber er mit demselben von Lüczel-
stein icht zu schaffen, daz er das tu mit geistlichen rechten, wan wir anders denselben
von Lüczelstein und ouch ander unser land und lüte müsten schirmen. geben zu
Ensesheim an sainstag vor der alten vasnacht anno domini etc. nonagesimo quarto.
Ensisheim 1394 März 7.
Str. St. A AA. 1420. or. eh. I. cl.
835. Otteinann von Ochsenslein an Strassburg : teilt mit, dass Hannemann von
i» Bitsch sich bei ihm über unverschuldete Angriffe und Schädigung durch Strassburger
Leute beklagt und ihn um Vermittlung eines Sühnetagcs zu Hochfeinen ersucht habe.
geben an dem sunnentage vor sant Gertrude anno 1394. 1.104 März IB.
Str. St. A. IV. or. eh. lit. cl. c. sig. in v. impr.
1136. Herzog Leopold von Oesterreich an Strassburg: uwer erbern boten
>s habent uns erzalt und zu erkennen geben uweren gelimpf und was üch dartzu bracht
li.il), daz ir den von Dyest ufgenomen habt und das haben wir wol verstanden. . .
Für ihre Streitigkeiten mit Burkard von Lützelstein erbietet er sich nochmals als
bevollmächtigter Vermittler und bittet wiederum den Bischof Wilhelm von kriegerischem
Vorgeben abzuhalten. geben zu Ensesheim an montag nach dem sunntag Beminis-
20 cere Dt. Ensishelm 1394 März 16.
Str. St. A AA. 1420. or. eh. I. cl.
837. Johann von Scharfensteiu und Werner von Mülnheim an Bischof Wilhelm
von Diest : melden aus Prag vom Hofe . . . wie doch wir gar grosz widersetz und
hindernüsse mit manigvalligcr siunnisse gehept hant, so ist doch von gots gnaden
*s uwer reht fürgangen, daz uvver suchen schlecht sint und unser herre der künig üch
für einen byschof haltet und üch uwere regalia git und anders hillffc, alls ir das alles
gar bald von uns fürnemend werdent mit gottes hilff. darumb so lazzent üch nieman
abewysen und haltent üwere recht festeklich. datum Frage quarta feria ante Oculi.
Trug [1394] März 18.
Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. cl.
30 838. König Wenzel an Wilhetm von Diest «erwählten» Bischof von Strassburg:
drückt seine Zustimmung und Befriedigung aus, dass derselbe gewählt sei und fordert
ihn auf, die Belehnung mit dem Temporalien baldigst bei ihm nachzusuchen. datum
Frage die li) martii reg. nostr. a. boem. 31 rom. 18. Prag 1394 März 19.
Str. St. A. AA 114. nr ß. or. eh. I. cl (latein)
VI. 64
504 1394
839. Die Gesandten König Wenzels an Straßburg teilen mit, daß sie seine Be-
vollmächtigten am 5 April in Heidelberg erwarten, um mit ihnen in Gegenwart
Ruprechts von der Pfalz zu verhandeln. Heidelberg 1394 März 22.
Von uns Fridrich graf zu Ötingen hauptmann dez landfridens in Swaben und
camermeister unsers gnedigen herren dez römischen kunigs. 5
Unsern gruz vor. lieben frund. wir lazen euch wissen, daz unser gnediger herre
der romisch kunig uns Hanssen Heckel von Amberg und Chunraten Lehein zu ewch
geschickt hat mit glaubzbriefen etwaz mit euch zu reden von der lewff wegen, die
sich dann zwischen unsers herren dez kunigs gnaden und eur verlouffen hat, doch
daz wir daz vor unserm herren hertzog Ruprecht dem eitern mit ewch reden sullen. io
darumb lieben frund, so bitent wir ewch mit allem ernst vlissig, daz ir ewr erber
botschafft mit gantzem vollem gewalt hieher gen Heidelberg für unsern herren hert-
zog Ruprecht den eitern tuent von nu an suntag schirst kumpt über aht tag, daz ist
Aprii s. der suntag, alz man singet judica in der vasten, da wir auch also sin wollen, und
dann davon unsers herren dez kunigs wegen mit ewch reden und uberein werden 15
wollen von der sach wegen, alz uns dann enpholhen worden ist uff die glaubzbrief,
die wir dann haben von unserm herren dem kunig, und daz wir im auch ein antwurt
darumb wider wissen zu brinngen. und belibent nit uss, wann wir auch uff dem
tage vorgenant zu Heidelberg sin wollen und auch iuwer botschafft also legen wollen,
geben zu Heidelberg an suntag Oculi anno 94. *°
[In verso] Den vrömen wisen dem ammanmeister und gemeinlich dem rat der
stat zu Straszburg unsern guten fr finden.
[Beiliegender Zettel] Auch wissent, daz er uns auch empholhen hat mit ewch z<>
reden von dez landfriden wegen, wie der gesterkt werde und von der muntz wegen,
wie die gebessert werde und auch von andrer nottlicher notturfft wegen, die dann »
landen und luten notturfftig ist, als wir ewch wol sagen wollen, so wir zu ew kumen.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49. B. or. eh. I. cl.
810. Ottemann zu Ochsenstein an Strassburg: bittet um Nachricht, ob er den
früher durch ihn vermittelten Frieden mit Hannemann dem jungen von Bitsch von
Apru se.' Mittfasten bis acht oder vierzehen Tage nach Ostern verlängern dürfe. datum *>
"' vigilia annuntiationis anno 1394. 1394 März 24.
Str. St. A. IV, 12. or. eh. lit. cl.
841. Strassburg an Herzog Leopold von Oesterreich über die Aufnahme des Er-
wählten Wilhelm von Diest : lassen uwer gnade wissen, das wir hern Wilhelm von
Dyest zu eime byschofe zu Strazburg empfangen hant nach sage der bullen und briefe,
die unser heiliger vatter habest Bonifacius zu Rome ime versigelt gegeben het, die
ouch die pfaffheit geistlich und weltlich by uns und ouch wir gesehen und gehöret
hant, alse ouch uwere erbern botten uwern gnoden vormals verkündet und geseit
hant . . . Desshalb müssten sie auf Seiten Wilhelms bleiben, hofften aber, dass es zu
1394 :*)7,
einem gütlichen Ausgleich /.wischen beiden Prätendenten käme, gegeben an dem
crslcn (?) .... singet in der kirchen in der vasten .ludiea in dem jure nüntzig . . .
[1304 nach April ö.]
Str. St. A. G. 1420. cop. eh. coaev. (sehr defect.)
5 1142. Markgraf Bernhard an Meister und Rat von Slrassburg: als die Bosseler
unser armen bürgere von Genrspach vor ziten yr Bache von eyns erbs wegen, daz
yn in uwer stat von pfaffe Ostertag gefallen was, vor uch mit reht erkobert und
gehandelt hanl . . . dez sint dieselben unser bürgere der frouwen, die sie an dem
erbe geirret hat, nachgefarn und hant die zu Hasel angefallen und mit reht da be-
10 kontert sol yn nü rehts geholfen werden, so bedurffen sie eins urkundes von uch . . .,
um die er hiermit für seine Bürger bittet. datum Baden feria tertia post domini-
cam Judica anno 1394. Baden 1304 April 7.
Str. St. A. AA. 84. or. eh.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1614.
15 i!43. ülraßburg an C'olmar zeigt an, daß die Stadt auf das Schreiben des
Papstes lionifazius Wilhelm von Diest als Bischof anerkannt habe. 1304 April 7.
Den erbern bescheiden, unsern guten fründen, dem meister, dem rate und der
gemeinde zu Colmar embieten wir Heinrich von Mülnheim dem man sprichet von
Landesberg der meister und der rat von Strazburg unsern früntlichen dienst, lieben
no fründc. wir kündent üch, das unser heiliger vatter habest Bonifacius zu Home uns
mit sinen bebestlichen bullen und briefen geschriben und embotten het, daz er daz
bystüme und die kirche zu Strazburg geluhen und versehen habe dem erwurdigen
herren, hern Wilhelme von Dyest byschof zu Strazburg und uns damit gebotten, daz
wir denselben herren Wilhelm vur einen byschof haben süllent. da wir die briefe
25 gesahent, da noment wir unser wiser pfaffheit rat, der Juristen und anderre gelerter
pfaffen, beide geistlicher und weltlicher, und frogetent die, was in, uns und unserre
stette were zu tünde. da underwisen uns dieselben gelerten pfaffheit, daz herr Wil-
helm vorgenant gottezreht zi'i dem bystüme bette und herr Burekart von Lützelstein
kein reht da zu hette und seitent und warnetent uns ouchdamitte: were es daz wir
so in nit zu einem byschofe empfingent und in vür einen byschof hettent, so vielent
wir zu stunt in unsers heiligen vatters dez bäbestes ban zu Rome. darzü würdent
uns verbotlen alle heilige saeramente, crisemen, töffen, begraben und andere cristen-
liche werg. und wände wir jewelten(!) biderbe cristenlüte sint gewesen und noch
sint, 80 hant wir nach der vorgenanten gelerten pfaffheit rat der kristenlichen kirchen
85 gebot gehorsam gewesen und haut den egenanten herren Wilhelm, unseren herren
den byschof zu einem byschof zu Straszburg empfangen, und darumbe so wellent
uwer bestes darinne tun, als wir üch das sünderliche wol getrüwcnt, durch iemer
unsers dienstes willen, das beduncket uns, üch, dem lande mitenander, mengelichem
und ouch uns nützliche und gilt sin. uwer früntliche antworte embutent uns wider.
*o datum feria tertia proxima ante dominicam Palmarum anno domini 1394.
Str. St. A. AA. 1416. or. mb. doch ohne Adresse und Siegel.
506 1394
844. Strassburg an Gengenbach : zeigt an, dass die Stadt auf das Schreiben des
Papstes Bonifacius Wilhelm von Diest als Bischof anerkannt habe und von Gengen-
bach das Gleiche erwarte, wofür Strassburg sich beim Bischof um die Bestätigung
aller Rechte Gengenbachs bemühen werde.1 datum feria tertia ante dominicam
Palmarumanno 1894. 1394 April 7. 5
Str. St. A. AA. 1417. or. mb. stark lädiert, ohne Siegel.
Str. St. A. AA. 1417. or. eh. I. cl.
845. Offenburg an Straßburg: legt dar, warum es in dem Streit um das Bis-
tum sich zu Burhard von Lützelstein halle. 1394 April ig.
Den wisen bescheiden dem meister und dem rüt zu Stroszburg embieten wir der 10
schultheiz, der meister und der rät von Offenburg unseren dienst und waz wir gutes
vermögent. also ir uns geschriben hent von sogtanen stöszen, so nü zu mole umb
daz bystum von Stroszburg sint und was öch in uwerm briefe zu erkennende gent,
daz wir etteliche stück ansehen söllent, daz wir uns deste bazz darnach gerihten
künnent, daz nemmen wir von üch getruwelich und früntlich uff und lont uwer 15
wiszheit wiszen, daz wir von dem heyligen rieh an die stifte von Stroszburg kommen
sint in pfandes wyse. und hent öch derselben stifte gesworn gehorsam zu sinde seme- •
licher dienste und reht, also denn die briefe sagent, die wir von uns besigelt darüber
gen hent. und stat in denselben briefen mit nammen geschriben, weme oder welhem
dieselben stift zu Stroszburg uns heiszet, gehorsam sin, daz sollen wir tun, also daz so
uns derselbe, dem wir also gehorsam würdent, sweren und globen soll, allez daz zu
haltende, daz uns ander gesworn hent vormals, den wir also gehorsam wurdent. nü
hett uns die selben stift von Stroszburg verkündet mit erbern tümherren, die zu der
stift von Stroszburg gehörent, daz daz capittel derselben stifte hern Burck#rt von
Lützelstein erweit habe zu eim byschof zu Stroszburg und hent uns öch domit zu 25
erkennende gent, daz wir demselben herren Burekarden byschoff zu Stroszburg ge-
horsam söllent sin von der egenanten stifte wegen, daz hent wir geton und hent im
öch gesworn in die wyse, also wir uch vormals andern herren gesworn hent von
der stifte wegen von Stroszburg. und hatt öch derselbü unser herre vormols inge-
nommen allü slosz, lande und lüte, die zu dem bistum gehörent, also uns geseit 30
wart und sich öch funden hett ee daz wir und ander, die in daz vorgen. pfant gehörent,
im gehorsam wurdent. und künnent uns zu dirre zit wir und unser guten fründe,
der rät wir gehaben hent, nüt anders verston, denne daz wir billich halten süllent
allez daz, daz wir gesworn, globt, verbrieft und versigelt hant. und darumb so bitten
wir üch früntlichen durch unsers dienstes willen und getruwent uweren eren dez »s
sunderlingen wol, hortent ir unser gedencken in den sachen, ir rettent uwer bestes
1 Hiereu sei mitgeteilt ein Brief *Bisehof> Burkards an Gengenbach: lieben getruwen. alse ir
uns uwern botten gesant habent, der uns geseit hat, wie die von Strozbnrg vür üch sint, da gehabent
üch nnd werent üch alse fromme biderbe lüte. dez wir üch sünderlich getruwent und habent keine
sorge, wir wellent üch erlich entschütten. geben zu Oberkirche an mitwoche vor unsers herren 40
fronelichname tage, [ohne Jahr.]
1394
von unser wegen darzü. und daz wellen wir öch alle zit umb üch verdienen,
tum in cena domini 1394.
[In versa] Den wisen bescheiden, dem meister und dem rät zu Stroszburg.
Str. St. A. AA. 1417. or. eh. I. cl
507
da-
» 1146. Johans von Kageneck der jüngere der Meister und Rat von Strassburg an
Zabern : teilen mit, dass der König den Wilhelm von Diest als rechten Bischof anerkannt
habe und bitten . . . uch aber ase vor, daz ir denselben Wilhelm den bischof bi uch
enpfohen wellent, ase öch wir getan hant und mee tönt, alse eime rehten bischofe
zii Strazburg, alse er ouch ist . . ., wogegen er ihnen dann alle bisherigen Rechte
io und Freiheiten, wofür sich Strassburg gerne verbürge, bestätigen werde. datum
in vigilia pasce anno 94. 1394 April IS.
Str. St. A. AA. 1420. cop. eh. eoaev.
H
80
847. Aufrüstung der Zünfte.
Die schiflüte s u [1 1 e n t uzrihten]
20 [pfert.]
Item llenselin Lumbart.
„ Rüfelin Wahsich.
„ Obrchl Schalk, [gestr.]1
„ Henselin Kraft. [gestr\
„ Ettenheim Lauwelin.
„ Martzolf Phye.
„ der junge Rückorp.
„ der junge Bülin.
„ Pawels sun von Lamersheim. [?]
Summa 9 personen.
Die cremere sullent uzrihten.
Item herr Heinrich Lymer.
„ Rulin Barpfennig.
„ Claus Barpfennig.
„ Cüntzelin Biffe.
„ Büdolf Voltze.
„ Berhtolt von Colmer.
„ Cüntzelin von Botwilir.
Di
Item
1304 April 10.
Wilhelm von Barme,
der junge Knese.
Jacob Limer.8
Anshelm von Dunnenheim.
Claus von Beymcheim.
Schafferer Cüntzelin.
Claus Ober.
Leppichin. [gestr.]
Peterman Biffe.
Summa 16 personen.
e wurte sullent uzrüsten
18 pferit.
her Heintzeman Kranich.
Heinrich . . . .3
Mary ....
Anshelm Spirer.
Fritscheman zürn Home.
Hans von Castel.
Claus Guntramsheim der junge.
Meyger.
Summa 8 personen.
35
1 Dieser und der folgende Name durchstrichen ; die dafür eingesetzten sind abgerissen.
s Eingesetzt für Karlestein.
3 Dieser und der folgende Name eingesetzt statt Sygelins Jeckelin und Claus Guntramsheim der alte.
508
1394
Die metziger süllent uzrüsten.
Item Peter Muscler.
„ Betscholt Henselin.
„ Wilhelm von Berse.
„ Heinrich von . . . .*
„ Karricher J e c k e 1 i n.
Summa 5 personen.
Die tuchere süllent uzrüsten
10 pfert.
Item der junge Holman.
„ Gerhart Henselin. [geslr.]
„ Verner- Henselin.
„ Bischof Heintzeman.
„ Obreht Armbruster.
Summa 5 personen.
Die goltsmide süllent uzrihten.
Item herr Cönrat Armbruster.
„ Jacop Friburger.
Die saltzmittere süllent uzrihten.
Item Ulrich Gosse.
Andres Swerwer.
Werlin Güldin Schof.
Die grempere süllent uzrihten.
Item TifolLauwelinund einen guten zu ime.
„ Jeckelin der Riffin kneht. [gestr.]
Die kürsener süllent uzrihten.
Item den jungen Münchelin.
„ Heintzeman Sellose.
Die brotbecker.
Item Jeckelin Herman und Jeckelin Geist-
pol tzheim.
Die kornlüte süllent uzrihten.
Item Ulrich Hünrer.
„ Heinrich Gobelin.
Heinrich zum Stier.
vor dem
mftnsler
Die winsticher.
Item gebur Lauwelin
und noch ein zu ime.
Die gartener süllent uzrihten.
Item Hug zürn Stoffe und noch ein zu ime. 5
Summa der glefin von den antwercken ist
60 one 1.
Dise personen sint zu jungherr Cünen
geordent, das sie uff in warten süllent
und mit ime riten und komen zu sant io
Thoman, so man dez heiligen geistes
glocke lütet.
item her Erhart Zorn die constofel sant Peter
„ Hans Zorn.
„ Erbe Löselin.'2
„ Friderieh von Ohssenstein.
„ Werlin von Halle.
„ Ulrich von Stille.
„ Gosse Rebestog in Kalbesgasse.
„ Hans Rudolf
„ Itel Clobelöch
„ Reimbolt Wetzel
„ Hügelin V<sche
„ Peterman von Tuntzenheim am Hol-
wige. 25
„ Ulrich von Stille. \geslr.\
„ Lumbart Henselin.
„ Rüllin Barpfennig.
„ Rudolf Voltze.
„ Anshelm Spirer. 33
„ Betscholt Henselin.
„ gerhart Henselin.
„ Ulrich Gossen.
„ Geburen Lauwelin.
Dise süllent höptlüte sin an 35
den porten.
Item an sant Stephanstor.
„ Werlin Sturm der alte.
\ an Spettergasse.
| sant Thoman.
1 Dieser und der folgende Name eingesetzt statt Lauwelin von Berse und Wilhelm Rotschilt.
- Ausgestr. Schömann.
40
Item Claus Bock.
„ Rfilman Voltze.
„ Hanseman Rote.
Item an Kuwerintor süllent höpt-
lüte sin.
„ Eberlin Christian.
„ Ctin Mansse.
„ Ulrich Löselin der alte.
1394 509
Vor an die spitz vor der banier.
Item her Erhart Zorn.
„ Hans Zorn.
„ Li'itolt Hans von Mulnheim.
„ her Reimbolt Hüflclin der junger.
„ her Heinrich von Mulnheim in Brant-
gasse.
Item an Steinstraszetor süllent
10 höptlüte sin.
„ Heimholt S&sze.
„ Friderieh von Tuntzenheim.
Item an Kronenburgtor süllent
höptlüte sin.
<& „ her Johans von Wickersheim.
„ der lange Swarber.
Item an den wissen turn söllent
höptlüte sin under wagener.
„ Heitzeman Wetzel.
20 „ Claus Berer.
„ Claus Gnipping.
Item an saut Eilsabeht tor do
süllent höpllüte sin.
„ Claus von Heiligenstein.
25 „ her Reimbolt Hüffelin der alte.
Item an S p i 1 1 a 1 1 o r süllent
höptlüte sin.
„ Hug Dutzscheman.
„ Thoman Lentzelin.
»» Item an Metzigertor süllent höpt-
lüte s i n.
„ her Thoman von Endingen.
„ Cleinhenselin Pfaffenlap.
„ Wallher von Wintertur.
35 Diso nochgeschriben personen süllent bi
her Johans von Kagenecke dem meisler
sin und bi der baner, ebe es zu strite
keine.
Nebent dem meister uf d
rehte site.
Item her Behtolt Zorn.
„ her Heinrich von Landesberg.
„ Rülin Barpfenning.
„ Rudolf Voltze.
Zu der lincken siten.
Item her Johans von Kagenecke der alte.
„ Peterman von Duntzenheim.
„ Ulrich Gosse.
„ Betzscholt Henselin.
Hinder dem meister mit nammen.
Item Reimbolt Wetzel.
„ Itel Clobelouch.
„ Erbe Löselin.
„ Paulus Mosung.
,, Cüntzeman Rebestog.
Dise söllent bliben uffe den hengestin,
ebe es zu strite komen wolle, die do umb
und umb daz volg ritent und versorgent,
daz nieman umbkere von den unsern zu
farende und daz sij sich an kein geschrei
kerent, obe man schruwe : sü fliehent oder
wie der geschrei sii.
Item her Heinrich Linier.
„ der lonherre.
Dise sint geordent zu den wegen
und zu dem füszvolke.
Item her Heinrich Limer.
„ her Cünrat Armbruster.
„ der lonherre.
„ geburen Claus.
510
Der geschrei : Stroszburg
Die losunge : Liningen.
Das heimliche: Isenhiit.
Daz zeichen :
1394
Item her Andres Heilman.
„ Sygelins Jeckelin.
„ Lauwelin von Bersse.
„ Rülin Barpfenning.
ein wisz krütze in eime schwärt-
zen velde.
Die noch geschriben personen süllent
lagen, daz men zu pferden komen und
daz man zu gelte kome und ingewinne
die schulde.
Item her Heisseman der meister
„ her Claus von Heiligenstein.
„ her Dietherich Burggrofe.
Dise viere süllent von der
landlüte wegen zi'i sammen gon.
Item der von Geispoltzheim.
„ Behtolt von Roszheim.
„ Jacob von Diemeringe.
„ Herman Lorer.
[In verso] Die constofeler hant 225 pfert,
die antwerg hant 100 pfert. actum in
festo pasce anno domini 1394.
1CI
Str. St. Ä. G. ü. P. lad. 20 nr. 2. Papierstreifen.
848. Rat und Gemeinde von Zabern an Strassburg: antworten auf das Ansinnen 15
vom 18 April, den Bischof Wilhelm anzuerkennen : lant öwer bescheidenheit aber
wissen, daz der merreteil der dümheren der merren stifft zu Straszburg herre Bürg-
hart von Lützelstein uns geben hant zu eime herren und bischofe, den wir ouch
empfangen hant, ime geschuldet und gesworn. . . . Desshalb sei es für sie Ehrensache
dem Bischof Burckard treu zu bleiben, bis dieser etwa selbst zurücktrete und sich 20
mit Wilhelm von Diest vergleiche. geben des mittwüchen in der osterwüchen.
[1394 April 22.]
Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. el,
Die constofel zu sant Pe'ter.
Item her Berhtolt Schultheisse.
„ her Burekart von Rechberg.
„ Lütolt Hans.
2f>
849. Aufrüstung. 1394 April 23.
Alsus sint dise nochgeschriben glefen von den constofeln und von den . . ant-
wereken usz geleit noch den lüten und den pferden, so under ieder cunstofel oder
under iedem antwereke sint, also daz dieselben personen, die uszgeleit sint, sich
bestellen süllent mit allem irem gezfige, daz sü gerüstet sint und bereit, wanne man sii
heisset riten, daz sü denne one verzog ritent etc. actum sub domino Johanni de
Kagenecke juniori, magistro Wilhelmo Metziger magistro scabinorum civitatis Arg. so
in die Georii martiris a. d. 1394.
[Im folgenden sind nur die Namen genannt, welche sich in der ausführlicheren
Aufrüstung von 1392 nicht finden.]
Dietsche von Künigesheim.
her Adam Zorn von Bülach [zugeschr.] k
Claus Jungen sün.
Summa 17 personen, 40 pfert.
1394
VH
Die constofel vor dem Münster.
Item her Behtolt Zorn.
„ Hans Zorn.
„ Heinrich Zorn.
Summa 2(i personen, (>.r> pl'crl.
Die c o n s l. o f i! I in Kalbesgasse.
[tem Klein Ulrich Hocke.
„ Wilhelm von Mülnheim.
„ Heimholt Hiltebrant von Mülnheim.1
„ Böllelin von Mülnheim.
„ Walther Ge_yler.
„ Henselin von Wintertür, Lauwelins
sun.
„ Johans Sturm.
,, Hans Sturm von Sturmecke.
Gosse Hebestock.
Hügelin Sturm den langen. [zugeschr.]
Jacop von Diemeringen.
Hans Hocke der junger.
Bernhart Böckelin. [zugeschr.]
der lange Pfettonsheim. [zugeschr.]
Summa 11 personen,1 20 pfert.
Item Wallher von Endingen, [zugeschr.]
„ Thoman zu der Megede.
„ Wilhelm Twinger j
„ Reinbolt Klobelouch \ [zugeschr.]
„ Werlin Hüffelin \
Summa 8 personen, 2'.i pferit.
Die constofel in Spettergasse.
Item herr Johans von Kagenecke der elter.
„ Heimholt Clobelöch.
„ Hans Rudolf.
Summa 11 personen, 24 pfert.
Die constofel zu sant Thoman.
Hein Herchtolt von Roszheim. [zugeschr.]
Summa 8 personen, 19 pferit.
Die constofel an der Übern-
strassen.
Item her Johans von Kagenecke* [zugeschr.]
„ Rrün Lauwelin.
Summa [8 personen], 15 pfert.
Die constofel sant Nicolause.
Item Hans Rudolf. [gesCr.]
„ Hans Rudolf von Endingen, [gestr.]
Str. St. A. Q. ü. P. lad. 20 nr. 2. Lange Papierstreifen.
Die constofel am Holwige.
Item Otteman vom Mülnheim
„ Heinrich Lüsze
Summa der glefin von den constofeler
ist 100 one 5.
[zugeschr.]
1150. Aufrüstung der Gespannen.
Dis sint die gespannen in der
constofeln sant Peter,
so Item her Heintze Megefrideriche. [gestr.]
„ her Johans Wiszorn. [gestr.]
„ Hehtolt Zorn.
„ Behtolt Zorn, hern Behtolt schult-
heissen seligen sun. [gestr.]
ss „ Hans Zorn Eckerich.
„ Heinrich von Mülnheim,hernBurckarts
sun.
[1394.]
Mit den beiden zugeschriebenen also 13.
VI.
Item juncher Lütoltz sun.
„ Heinrich Landesberg.
„ Reimbolt Lappe.
„ Schochmann.
„ Peter von Dürningen.
„ Gösselin von Kagenecke.
„ Böllelin von Mülnheim.
„ Behtolt von Merswin.
„ Peter Böckelin.
„ Reinbolt Wet^el.
65
512
1394
Dis sint die gespannen in der
constofel vor dem Münster.
Item her Claus Heinrich von Hohenstein.
„ her Claus Lappe.
„ Heinrich von Mülnheim, hern Heintzen
brüder.
„ Hans von Mülnheim, der Cüsin dohter-
man.
„ Hans von Mülnheim, hern Heintzen
sun.
„ Walther von Mülnheim.
„ [Claus Mansze].
„ Schönemansze.
„ Cune Manszen sun. [ffestr.]
„ Adam Löselin.
„ Erbe Löselin.
„ Reinbolt Schiltingheim.
„ Werlin von Halle.
„ Henselin Berlin.
„ Reinbolt Hüttelin.
„ Reinbolt zum Trubel.
„ Peterman Rebestog.
„ Friedrich von Ohssenstein.
Dis sint die gespannen der con-
stofel in Kalbesgasse.
Item her Johans Ulrich von Mülnheim.
,, her Johans Bock der elter.
„ Wilhelm von Mülnheim. [ffestr.]
„ Beinbolt von Mülnheim.
„ Gosze Engelbreht.
„ grosz Ulrich Bock.
„ Wolfhelm Bock, [ffestr.]
„ Swarber, Bühseners dotherman.
„ Sweninger elter.
„ Hans Sturm von Spire.
„ Gösselin Sturm, her Wernhers sun.
[ffestr.]
„ der eheste Vörster.
Dis sint die gespannen in der
constofeln sant Niclaus.
Item her Thoman von Endingen, yestr.]
Item Beinbolt Spender.
„ Götze von Heilgenstein.
„ Ber von Heilgenstein, [ffestr.]
„ Billung zu der Megede. [ffestr.]
„ Wilhelm Klobelöch. 5
„ Hans Klobelöch.
Büstelin.
Pfettesheim, des Pfaffenlabes dohter-
man.
„ her Claus sun von Heilgenstein. 10
Dis sint die gespannen in der
constofel in Spe ttergas se.
Item Hans Schilt.
„ Hans Klobelöch zürn güldin. [ffestr.]
„ Gösselin von Mülnheim. 15
„ Helwig Rotenberg. [ffestr.]
„ Thoman zu der megede.
„ Henselin Bertsche. [ffestr.]
„ Beinbolt Klobelöch, hern Beinboltz
sun. 20
„ der Gürtelerin sun.
Dis sint die gespannen in der
constofel sant Thoman.
Item her Hetzelmarkes der meister.
„ her Wetzel Marsilis. [ffestr.] 25
„ Bertholt von Bosheim.
„ Walther von Mülnheim, des burg-
grafen sun.
„ Gösselin Bebestoge.
„ Bernhart Matzenheim. 30
Dis sint die gespannen in der
constofel an der Oberstrasse.
Item her Claus Berer.
„ Ludewig von Wickersheim.
„ Buman Bürckelin. [ffestr.]
„ Claus Grüpping. [ffestr.]
„ Brünlawelin.
„ Peter Baldemar.
1394
513
Dis s i n l die gespannen in der Die sint die gespannen von den
constofel am Holwige.
Hein her Johana von Kagenccke.
,, Hanneman von Wickersheim.
s ,, her Hansen Götzen Bon von Groslcin.
„ Feter Dunlzenheim.
„ Ci'intze Lentzelin.
Dis sint die gespannen von den
s c h i f 1 ü t e n.
'• Hein Hanseman IViger.
„ llugelin Berber, \gestr.]
„ Henselin Lambart der junge.
„ Obreht Seimig.
„ Rfifelin Wahssicher.
15 „ Walther Wahssicber.
„ Nellisheim.
„ Marzolf Phige.
„ Peter von Mutzich. \jestr.]
Dis sint die gespannen von den
211 kremern.
Hein Rülin Barpfennig.
„ Heinrich Karle.
„ Petennan Riffe.
„ Wilhelm von Parme.
25 „ der lange Dielherich.
„ Rudolf Voltze.
„ Leppichin. [geslr.]
„ Pfettesheüh.
„ Lawelin von Reynicheim. \gestr.'\
:«i Dis sinl die gespannen von den
w ü rl cii.
Mein Heintzeman Kranich.
,, Ulrich Gosse.
„ Claus Guntersheim der junge.
, Cöntzelin von Hagenowe.
, Marckes.
, Sprengelin. [gestr.]
:i:.
metzigern.
Hein Wilhelm Hernzelin.
„ Henselin Betscholt.
,, Hanseman Wolhusen.
„ Karricher Jeckelin. [geslr.]
Dis sint die gespannen von den
t ü ehern.
Mein Hanseman von Ingewiler.
„ Bischof Heintzeman.
„ Gerhart Henselin.
Item dis sint die gespannen von
den k o r n 1 u t e n.
Item Cftnral Müller der junge.
„ Hanseman Lampert.
„ Walther Lawelin.
Item dis sinl die gespannen von
den s altzmitt ein.
Item Werlin zii güldin schoffe.
Item von den brot becker n.
Item Johans Stange. \geslr\
Item von den goltsmiden.
Item Friburger Jeckelin.
„ der junge Boppe. [geslr.]
„ Geist.
„ Cünrat Armbroster.
„ Kamerer der goltsmit.
1 1 e m v im de n k ü rsenern.
Item der junge Müchelin.
„ des alten Schaffeners sun von Rufach.
Item von den grempern.
Item Tülel l.auwelin.
Str. St. Ä. G. ü. P. lad. 20 nr. 6. Dreifach gefalteter Vapierbogen.
851. Her Sehultheiss von Hagenau an Strasshurg: führt Klage, dass Bisehof
■ Wilhelm von Dies! . . das doster zu saute Waltpurg und des closters zum alten spittal
514 1394
zu Hagenowe gutere verboüen, umbe das er wissen wolte, obe su sich an in halten
woltent oder an bischof Burekart von Lützelnstein . . ., wozu sie doch als Reichs-
klöster ohne Einwilligung des Landvogtes nicht befugt seien, und bittet um freundliche
Vermittlung in dieser Sache. geben versigelt mit mime ingesigel uf fritag in der
osterwoche anno domini 1394. 1994 April 24. 5
Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. el. c. sig. in v.
852. Herzog Leopold von Oesterreich an Wilhelm von Diest Chorherren zu Lüttich:
Da er den für ihn und Bischof Burckard zu Breisach am Dienstag nach Palmsonntag
angesetzten Sühnetag nicht persönlich besucht, auch seinem Boten nicht genügend
Rede gestanden, so teilt er ihm nochmals mit, dass Burckard keinen Krieg wolle, 10
sondern sich geistlichem Gericht und päbstlicher Entscheidung zu unterwerfen bereit
sei. geben zu Ensesheim an sunnentag nach sant Georien tag anno nonagesimo
nnarto. Ensisheim 1394 April 20.
Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. el.
853. Reimbold Spender der Meister und der Rat der Stadt Strassburg an den ir,
Pfalzgrafen bei Rhein, Stephan von Baiern : teilen mit, dass der Sühnetag zu Breisach
zwischen ihnen und ihrem Bischof Wilhelm von Diest einerseits und dem Strassburger
Domprobst Burkard von Lützelstein anderseits, von dem sie bereits früher ge-
schrieben, jetzt wirklich in Gegenwart Herzog Leopolds, des Bischofs Berthold von
Freising und vieler Städteboten stattgefunden und zur Anerkennung Wilhelms und zur 20
Aussöhnung geführt habe. [1394 April.]
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc. 3. conc. eh.
854. Graf Friedrich zu Oettingen der Hauptmann und die 8 Männer des schwäbi-
schen Landfriedens an Strassburg : teilen mit, dass München den Landfrieden gegen
Ulm gebrochen habe, denn einem Bürger in Ulm . . . sye daz sein reupliehen genomen 25
und bitten Strassburg . ., daz ir den von Ulm zu den von Munichen und zu irem
gut forderlichen berautten und beholffen siend mit dem rechten, alz der landfrid uz-
zwiset, wann sye gutiu recht zu in haben und die von Munichen rechtlos stend etc.
geben an dem nehsten mentag nach sant Walburgentag und versigelt mit dez lantfrids
insigl anno 94. 1394 Mai 4. 30
Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. or. eh. I. el. c. i. v. s. impr.
855. Pabst Bonifaz IX an Slraßburg .• dankt der Stadt für die Anerkennung
des von ikm ernannten Bisckofs Wilhelm von Diest und ermaknt zu weiterer Unter-
stützung desselben. Eo»t 1394 Mai 8.
Bonifatius episcopus servus servorum dei dilectis filiis, populo et communi civitatis 35
Argentinensis salutem et apostolicam benedictionem. intelleximus magno cum gaudio
1394 5t5
ßdelitatem ei devotionem restram, u< devotissimi filii dilectum lilinm Wilhelmum etoctan
Argentinensem pro nostra et apostolice sedis rcverentia benigne reeepisse et admisisse,
in quo devotionem restram plurimom conunendamna bortantea eandem devotionem
quatinus eum suseipientes pro nostra et apostolice sedis rcverentia propensius rem
5 eommissam eidem Wilbelmo assistatis auxiliis et favoribus oportunis nee curetis de
frivolis Burghardi in ipsam ecclesiam intrusi appcllationibus, quas fore nullas prout
sunt (leelaraviiniis, in quo devotio ipsa nohis plurimum complacebit .scientes, quod
Burnus dispositi vos prosequi specialibus gracüs et favoribus oportunis. daluin
Rome apud sanctum Petrum VIII id. maji pontilicatus nostri anno quinto.
io [In verso] Dileelis filiis, popalo et commani civitatis Argentinensis.
Str St. A. AA. 1418. or. mb. c. bulla plumb.
J{5(i. Papst ttonifacms IX ermahnt die Stadt Straßburg, den erwählten Bischof
gut aufzunehmen und zu unterstützen. 1304 Mai s.
Bonifatius episcopus servus servorum dei. ad futuram rei memoriam tunc
i5 debilum injuncte nobis a domino apostolice servitutis officium digne peragimus cum
malignantium perversis conatibus et maliciis oportunis remediis obviamus, cum itaque
sicut accepimus iniquitatis filius Hurckardus de Lüczelstein in ecclesia Argentinensi
ausu temerario et in nostrum ac ecclesie Romane contemptum anime sue periculum
et Bcandalom plurimorum intrusus a nonnullis processibus per dilectum filium Wil-
■i» lielmum electum Argentinensem contra ipsum Burckardum eiusque sequaces et fau-
tores rite et canonice factos ad nos et sedem apostolicam potius causa diffugii et
malicie quam justicie conseqnende ut nobis innoscit frivole appelavit pretextu cuius
appelationis in sua malicia pertinacius perseverans impedit minus jusle dictum Wil-
helmum electum quomintu ipse electus possessionem ipsius ecclesie pacifice assequatur
»5 nonnulla castra bona et iura ipsius ecclesie ausu sarilegio contra nostra mandata
occupando. nos volentes eius nepbandia et detestabilibus conatibus salubriter providere
et ipsius Burckardi maliciis et dififngiis obviare omnes et singulos huiusmodi appella-
ciones per ipsum Burckardum a dictis processibus et alias quovismodo contra dictum
Wilbelmum electum factas, quas oarumque tenores et omnia in eis contenta presentibus
so haberi volumus pro sufficienter specificatis et declaratis ex certa scientia auctoritate
apostolica tenore presenüam declaramne fuisse et esse frivolas et nullas ac nullius
roboris vel momenti illasque etiam eadcm auctoritate revocamus cassamoa irritamus
et annullamus ac nullius esse decernimus (irmitatis, nulli ergo omnino hominum
liceat hanc paginam nostre declaracionis, revocacionis, cassacionis, imitacionis. annulla-
85 cionis et constitucionis infringere vel ea ausu temerario contraire. siquis autem hoc
attemptare presumpserit indignacionem omnipotentis dei et beatorum Petri et Pauli
apostolorum eius se nomine incursurum. datum Rome apud sanctum Petrum VIII
idus maii pontificatus nostri anno quinto.
Str. St. Ä. AA. 1418. or. mb.
516 1394
857. Herzog Leopold von Oesterreich thut kund, dass Wilhelm von Diest und
/Hausse. Burckard von Lützelstein von nächstem Dienstag bis folgenden Dienstag einen Waffen-
stillstand geschlossen haben und garantiert denselben für seinen Verbündeten liurckard.
geben zu Tann an dem sunnendage alse man singet Cantate anno 1394.
Tliann 1394 Mai 17.
Str. St. A. AA. 1420. conc. eh.
858 König Wenzel an Strassburg: begehrt, dass die Stadt bei Uannemann dein
Jungen von Bitsch die Freilassung des Habart von Herchemberg, Unterlandvogt des
Elsass, und anderer Unterthanen vermittle. geben zu Präge an dem heiligen plingst-
tage a. reg. boh. 31. reg. rom. 18. *+ag 1394 .Juni 7.
Str. St. A. AA. 107 nr. 70. or. eh. I. cl.
859. Oertelin Mansse ' an den !Markgrafen Hesso zu Hochberg: teilt mit, das die
Strassburger mit den von Lützelstein, den bischof sine brüder, ih>* hertzogen diener
und ouch ander herren ritter und knehten wol uffe 500 pfert ankörnen sint und
hant die unsern den von Lützelstein und die sinen gen Oberkirche gejaget und liegen!. 15
vor Oberkirche . . . und darum möge er mit seinem Vetter dem Markgrafen reden, ob
er ihnen Hülfe leisten wolle... undwil es min herre alse ton, sokummel förderliche
zu mir mit voller mäht inins herren und daz er sich ouch darauf rüste und bereite,
wanne wir uberkoment, daz er denne förderliche zuziehe und darzü tu. wil aber min
herre selber gen Stolhofen komen, so wil ich schaffen, daz erber hotten zu ime dar 20
geschicket werden von den Sachen mit ime zu überkomende. wissent, ich wer selber
zii üch geritten, so mag ich es vor libes not zu dirre zil nül getan, gnediger herre.
tunt harzii uwer bestes, daz die sache volle gange, so getruwe ich, daz es fich wol
gedancket sol werden yon der stat von Strazburg . . . datuni feria tertia pro-
xima ante diem festi corporis^ Christi anno \'.'A)4.'! 1394 Juni 10. -'5
Str. St. A. Abt. IV, 29. or. eh. I. cl.
860. Herzog Albrecht von Oesterreich an Strassburg: hat ihre Botschaft empfangen
und bedauert ausserordentlich . . . was zwavung und Unwillens ist zwischen demboch-
geborn fürsten unserm lieben vettern hertzog Leupolten und ewr. und hegein gar
ernstelich, daz ir die sach zwischen dem von Lützelstein und dem von Dyest und ob 30
sich zwischen dem obgenanten unserm vettern und ewr icht verlauffen hett, lazzet in
gutem gestedn und in der sach nichts furbazzer tut. Zugleich schickt er an seinen
Vetter zur Friedensstiftung seinen Kanzler Bischof Berthold von Freisingen. geben
ze Wienn an samtztag nach gotzleichnamstage anno domini 1394.
Wien 1304 Juni 20. 35
Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. cl.
1 Oertelin Mansse war Stettmeister 1382, 1380, Ratsmitglied 1384, 1386, 1391.
2 Vgl. auch zu diesem Kriege : Hegel, KünigsJwfen II, 814 Ein reyse gein Andelo.
1394 517
861. Johann Bock der Jüngere im Namen des Rates (heimlich) an Herrn Flackeneck
von der Witenmülen in Prag: erinnert an das hei seiner Abreise aus Prag erhaltene
Versprechen, sich für Strassburg um die Ueberreichung und günstige Beantwortung
eines Briefes an König Wenzel bemühen zu wollen, und sendet die Abschrift des jetzt
5 ausgefertigten und gleichzeitig abgehenden Schreibens. Was seinen Vetter Styslav
anlange; teflS der Rat mit, dass man völlig mit ihm verrichtet und geschlichtet Bei.
dal um die scti Johannis evangeliste 1394. i:t04 Juni 24.
Str. St. A. AA. 115. «wie. eh.
\\{)2. Meister und Rat von Strassburg an den Schwiegervater Herzog Leopolds von
io Oesterroich : erzählen den Hergang des Streites zwischen Wilhelm von Diest und Burckard
von Lützelstein um das Bistum Strassburg, der endlich unter Mitwirkung der Stadt
dadurch beigelegt schien, dass der durch päbstliche Provision bestellte und fast all-
gemein anerkannte Bischof Wilhelm seinem Gegner auf Lebenszeit das bischöfliche
Amt Rufach, das sogenannte obere Mandat, abgetreten und ausserdem eine grössere
i& Geldsumme zugebilligt habe. Diesen Vertrag aber habe Burckard von Lützelstein
nicht gehalten, sondern den Krieg von neuem begonnen. Desshalb bitten sie
inständigst zum Wohle und Frieden des Vaterlandes, diesen Burckard in keiner Weise
zu unterstützen und allen väterlichen Kinlluss aufzuwenden, dass ihm von seinem
Schwiegersöhne Herzog Leopold keinerlei Förderung und Hilfe geschehe. datum
m Argentine in die beatorum Petri et Pauli apostolorum. f&raaäbwg 1994 Jmti 89.
Str. St. A. AA. 1420. conc. eh.
il(i;{ Liste der Anhänger des zum Bischof erwählten Domprobst Burckard von
Lützelstein gegen den bestätigten Bischof Wilhelm ton Diest zu Slraßburg . 13»4.
Anno domini 1394.
■ Dise, die hie noch geschriben stonl, haut widerseit dem erwürdigen herren, herren
Wilhelme von golles gnoden bischofe ZU Sliaszburg und allen sineu helflern von hern
Hurgkarlz wegen von Lützelstein, zu dem ersten: [folgen in 5 Colu innen 1155
Namen; eine halbe Coluinne trägt d i e S 0 ml e r ü b er sehr if t :] Dise noch
geschriben hant widerseit von des hoherborn forsten wegen hertzoge Lüpoltz zu
h Oesterich. [Die Namen Bind zum grossenTeil b ü rgerl i che mi t A us nähme
der von t\v^ Herzogs vv egen au Ig e führten, worunter sich auch Bür-
germeister und Ral von Basel befinden.] Acht haben sünderlichen der
stette widerseil von des von Lützelstein wegen in dem lande:
Heinrich von Morsberg.
■ Maus Küdolf.
Hans von Hagenbach.
Ratsche von Hurzbach.
Kuoppfelin von Lis,
518
1394
Henselin zii der Hinden.
Heintzeman von Langenowe.
.Icckelin Teschelin von Zofingen.
[Am Schluß der ganzen Aufzählung .■] Her Heinrich grofe zu Lutzelstein hei
widerseit hern Wilhelme von Diest biscbofe zu Straszbnrg, grofe Friedrich von
Liningen und der stat zu Straszburg von sin selbes wegen.
Str. St. A. Abt. IV. or. mb. Rolle von GS cm. Breite und 2—3 cm. Länge.
864. Liste der städtischen Söldner 1394.
Diz sint alle soldener und diener Item
der stette zii Straz bürg.
Item glefener.
„ genwer.
„ bogener.
„ einspennige.
Signati sub anno d. milllesimo tre-
centesimo nonagesimo quarto, also sij die
briefe besigelt hant, die sij gesworn hant.
Dise hant ire briefe besigelt zürn
ersten.
Item her Reinolt hertzoge von Urselingen.
„ WolfF von Megembuch.
„ Ulrich von Truhtelfingen.
„ Heinrich Egelbart.
„ Jeckelin Weckes.
„ Frantze von Hannenburg.
Item grafe von Salme der junge.1
„ Johan von Collen.
„ Hüttin von Syrie.
„ Dietsche von Heische.
„ Klesichin von Baideringen.
„ Henneman von Mörsberg.
„ Hans Kobe von Freisdorf.
„ Göbel von Albesheim.
„ Hans von Albe, den man nennet
Gerschilis.
Hennichin von Einselcheim der junge.
Hans von Warsberg. io
Johans Perim von Husch.
Hans von Albe.
Rollin von Macher.
Schan von Proge.
Pernin von Syrie. 15
Thonat von Marsel.
Wigrich von Marsel.
Diebolt von der Mutten.
Schollenkort von Lütze.
Reinhart von Schene. 20
Spengeler von Püttelingen.
Heinrich von Alben.
Gurtdenhengest von Warsberg.
Albreht von Durmentze.
Friderich von Durmentze. »
Cünrat von Durmentze.
Gerlach von Durmentze.
Heinrich von Rodemberg.
Reinhart Entzeberger.
Burekart von Bondorf der elter.
Hug von Münichingen.
Herman von Sahssenheim der junge.
Herman von Sahssenheim dem man
nennet den swartzen Herman.
Hans von Sahssenheim, Bernoltz 35
seligen sun.
Hans von Wunnenstein der junge.
Wolf von Ippenburg.
.
1 Am 4 Juli schwört der mitaufgezählte Johann von Salm der Stadt treue Dienstleistung auf ein
Jahr. dat. s. Ulrichstag, a. d. 1394. Wencker, de glcvenb 83. 40
1394
r.i«i
Hein Hans Edclman der junge.
„ Elana von Hietbür.
„ Reinharl von Rietbür.
„ Hans von Lammesheim genant Moy.
„ Cleweselin von Rod.
„ Hans von Salembach.
„ Hans Schiich von Westerstetten.
o
„ Ulrich Fötzer.
„ Peter von Lennberg der junge.
„ Pritsche von Wichingen.
„ Menloch von Dettelingen.
„ Pritsche von Dettelingen.
„ Hans von Wintzlöwe.
„ Heintze von Ziehtenfeils.
„ Hans von Northeim.
„ Friderich von Osterungen.1
„ Gorie von Wingen.
„ Claus von Mentze.
„ Heinrich Wombolt.
„ Peter Cleman.
Item Burekart von Liehtenstein ritter.
„ Gerie von Blanckenstein.
„ F61ke von Lobemberg.
„ Hans von Nuwenecke.
„ Günrat von Holvingen.
,, Günrat Inslinger.
„ Günrat Beilenstein.
„ Diether Russe.
„ WollT Wisse.
„ lytel Krowel.
„ Cünrat Ramminger.
„ Erntet von First.
„ Belnrich der Schofhuser.
„ Hans Weckerle von Kempten.
„ Bronnen Hans. j
„ Hans von dem Hofe. ' einspennig.
„ Hans Herwart. )
Hein
Hans von Heringen.
Ulrich von Lampertheim.
Diedrich von Rafe.
Ilmselin Koli von Sarburg.
Ludeman von Northeim.
Henselin Qwinckener von Sarburg.
Hans von Valkemberg.
der lange Gödelman von Bitsch.
Wernher von Scherwiler.
Götze von Lore.
Peter von Lore.
Wilhelm von Gehningen.
Qesichin von Diedersdorf.
Sibel von Püttelingen.
Hans von Hesebach.
Arnolt Kröge von Bettingen.
Heintze von Ottewilre.
Nicolaus von Escheim.
Kaiman von Rorbach.
Michel von Bettingen.
Hein
Eckebreht von Steinwilre.
Symunt von Zcinszkeim.
Götze von Mulhoven der alte.
Egen von Engassen.
Hans von Mulhoven.
Götze von Mulhoven der junge.
Eckebreht von Ebestein oder von
Lambesheini.
Eckrich von Lingenwelt.
Peter Wust von Kainel (?)
Ulrich von Sieingen.
Hans von Sieingen.
Heinrich von Zeinsikein.
Item Hans von Grünberg.
,, Heinrich Hase von Tobelich.
1 Dahinter steht: mit vindcn.
VI.
520
Item Hans von Herbencle der junge.
„ Cünin von Spinal.
„ Cerban von Sehette.
„ Johan Badewin von Spinnal.
„ Schafrit von Scheue, Wernhers sun
von Ramswilre.
„ Priat von Spinnal.
„ Hans der Banckart von .Termine.
„ Schettat de Pre.
„ Castel von Brucan.
„ Bicdieschehan ein bogener.
„ Hans Lumbart ein bogener.
„ Perin von Spinal ein bogener.
1394
Item
Item Hans von Germingen.
Friderich Walich von Crunesz (?)
Item
Hans Schotte dem man sprichet
Weldel von Hagenäwe.
Hans Kampfe von Nuwilre.
Germe von Beheim I
_ , . genwer.
Mentzlaw von Beheim )
Hans Godelman von Ingewilr.
Haneman von Windeberg.
Smande von Zabern.
Hans Nase von Zabern ) .
™ r. , , 1 einspenig.
Peter von Bacherach J
Henzelin Schaffener von Kirwilr.
Volmar von Hagenöwe der junge.
Item
Cuntze von Smalstein der junger.
Behtolt vom Nuwenhuse.
Eberhart Nuwenhuse.
Behtolt von Massembach dem man
sprichet Armleder.
Schricker von Helmstat.
Wilhelm von Helmstat dem man
sprichet von Rappenöwe.
Haas von Bynheim.
Götze von der Natten.
Hügelin von Juvene.
Ulrich von Slossemberg.
Hans von Tünöfer J
Könin von Backerat > genwer.
Hans von Blanckenberg )
Item
Heinrich von Dürkelstein.
Frantzoy von Herbonilen.
Walther von Flenille.
Gerge der Basthart von Spinal.
Claus von Kagenecke der jünger.
Hans der Basthart von Schettelet.
Heinriche der jenuwer.
Item Volmar von Schowemberg.
„ Rudolf von Schowemberg.
„ Heinrich von Nuwenecke.
„ Ulrich von Tischinger.
„ Erhart Swebelin.
Item
der kircherre von Stöffemberg.
Johans von Stöffemberg genant von
Widergrin.
Johans Stöffemberg. 20
Symunt von Herbotzheim.
Haneman Zuckemantel.
Leuthelin.
Burekart ym Holtze.
Gerie von Gisingen. 25
Heintzeman Künrscher (?) von Baden.
Ci'mtzelin Slaffer von Baden.
Peter Slaffer sin bröder.
Dolde Germersheimer.
Hans von Cappelle. so
Item Wilhelm von Sahssenheim ritter.
„ Hans von Heffnigen den man sprichet
Ossemberg.
,, Fritsche von Sahssenheim.
1394
.YJ1
Item
M
Heinrich Rönflin.
Behtolt Rönflin gebrüdere von Mensz-
heim.
Hans Turn von Riet.
Ludewig Beiler.
Cüncze Unmüs von Obernhusen.
Swartz Wallher.
Heincze Ysin.
Rip von Wil.
Henselin Wilhelme,1
Item
Martin von Regensberg.
Ileinman von Altheim.
Hans von Lutenslaher.
Claus Backe von Lewenslcin.'2
Nota.
Mein marggrofe Hans von Hochberg.
„ Hans Schultheisse von Endingen.
„ Paulus Mörser.
„ Hans von Burgheim.
„ Hans Mul.
„ Gertenstiel von Halle.
., Hans Rihter von Horwe.
Item Gebürichin von Homberg.
„ Heinrich von Idecke.
„ Johans Wiszkirche.
„ .lohan von Beckingen.
„ This von Gedingen.
„ .lohan Wiche, ein genwer.
Item Peter von Grünes.
,, Symunt von Culiers.
„ der Basthart von Kressig.
„ Johan Vörster.
„ Johan Berrit.
„ Rickart Boelier.
„ Wilhelm Kngelschnian.
„ Johan Odar.
Item Wilhelm Odar sin brüder.
Johans Maris.
Güssen von Rinurken (?).
Johan Petgkar.
Johan Bon.
Rickart Smal.
Jennin Boner.
Item Anterman von Sponheim.
„ Hans von Eyche.
„ Hans von Macher.
Item Burekart Wisseier.
„ Johan von Cleve.
Item Blicker von Mülnhoven.
,. Herrnan Nidenstein.
„ Hans Edelman von Wissemburg us
Swoben.
Item Winrant von Metze der bogener.
„ Musin von Metze der genwer.
„ Loran von Metze der genwer.
„ Sent Nast der genwer.
„ Claus Bruckekast der genwer.
„ Johan von Mörchingen der genwer.
„ Thomas von Metze der genwer.
Item
Johan Clar von Bertschut
Bernot von GäfTry
Johan von Molin
Johan von Espinal
Colon von Albe
Heinrich von Lye
Gylet von Warmessen.
G . . rllin von Pierponl.
Jaqwin von Pierpont.
Richard le Rey.
Ilciiickin von Brabant.
die
schützen.
1 Neben den beiden letzten Namen steht: nö. in vein (?) es mag die ander glcfe sin.
8 Am liande für diese i Namen : nö in Bad.
522
Item
1394
Angnus von Beheim
Wantelot von Beheim
Huart von Bey
Alfons von Yspani
Thomas von Jenöwe
Menrin von Backurt
Symon von Jüllemontbast
hart
Cönrat von Benestot ) bogener.
Peter von Nysz
Jacomi von Audre
Jacob von Bösen
Heinrich der Beitton
Gan von Wich
Heinrich von Burna
Hüttin von Bikardy
Peterman von Lützemberg
Str. St. Ä. G. ü. P. lad. 20 fasc. 6.
Item Schütze von Wanfrisdorf.
„ Hocygin Engeische.
„ Petit.
„ Johan Legaleys.
,. Leonhart von Schampany.
„ Aubertin von Honan.
„ Wellemert von Honan.
„ Heinczeman von Beltzwilre.
„ Johan von Pontemonsz.
„ Heintzeman Arner.
„ Cüntze Freischbecher von Spire.
„ Wilhelm von Brücke der ertschier.
„ Johan Bosse der ertschier.
„ Heinrich Kaldar der ertschier.
„ Henselin von Br . . . ander der ert-
schier.
[Summa 2" 8.]
Schmales Papierheft.
in
865. Burckard von Lützelstein, Erwählter von Strassburg, verkündet, dass er mit
Graf Eberhard von Württemberg ein Bündnis geschlossen und ihm die Summe von 20
12000 Gulden in Gold zugesichert habe . . . darumbe er unser helffer worden ist
gelruwelich ane alle geverde mit fünftzig mit spieszen wider hern Wilhelm von D yest, die
juii ». stat zu Strazburg und alle ire helffere bisz von sant Jacobes tage, der nehst kommet
über ein jar das nehste, und nüt vürbaz noch lenger. wore aber, daz derselbe crieg
zwüschent uns e verrihtet würde, so sol er uns vürbaz nüt gebunden sin dazselbe 25
jar uz zu wartende mit den vorgenanten spieszen, und wanne wir yetz zu einem rehtcn
werenden pfände geben unser stat Ettenheim, Grafenhusen, Cappeln und Byngesheim,
die dörffere Tayszloch, den hoff Adelnhofen, Bichenwilr und Nunnenwilr, item Marckolz-
heim, die stat Elsenheim, Baldoltzheim und Artzenheim- die dörffere mit allen iren
eren, wirden, nutzen, gerillten, rehten etc. etc. Walther von Mülnheim Probst zu 30
Bheinau, Heinrich und Schwarz Budolf von Andlau mitbesiegeln die Urkunde,
geben an dem mittwoche vor sant Margarethen tag anno 1394. 1394 Juli 8.
Str. St. A. AA. 1417. or. mb. lit. pat. e. 4 sig. pend. quor. 1 del.
866. Pfalzgraf Buprecht an Strassburg: kündigt an, dass er sich jetzt, nachdem
Markgraf Johann, des Königs Bruder selbst auf dem Fürstentage zu Frankfurt die 35
Gefangenschaft Wenzel's bestätigt habe, nach altem Becht und Herkommen als Vicarius
und Fürseher des Beiches betrachte und den dem König schuldigen Gehorsam bean-
spruche. Auch sei beschlossen, dass alle etwa doch während der Gefangenschaft des
1394 .Vj:j
Königs mit dem Majesläts- oder kleinen Siegel ausgefertigten Urkunden ungültig seien,
dalum Franckefurd in die beate Margarete anno 1394. Frankfurt 1394. Juli 13.
Str. St. A. AA. 109. or. ch. I. pat. c. s. impr.
Gedr. nach der Frankfurter Ausfertigung zur D. R. A. 11. nr. 222.
lieg. Kueh u. Wille nr. 5556.
j{()7. Hans Fritze «der stat diener » an Ritler Johann von Kageneck und Amt-
manmeister Wilhelm zu Straszburg: berichtet über den Reichstag zu Frankfurt, dass
die Fürsten dem .lobst von Mähren einen «heftigen» Rrief geschrieben haben, damit
er den König aus der Gefangenschaft ledig lasse, und dass eine neue Versammlung
io in Nürnberg den ^(i Juli stattfinden solle. [1394] Juli 14.
Gedr. D. R. A II nr. 232 aus Wenckeri ex eerpta 2,373 '>.
lieg. Koch u. Wille nr. 5557.
ii(il!. Julians von Kagenecke der jüngere der Meister und der Rat von Slrassburg:
verkünden unter Reifügung des Stadtsiegels, dass Rischof Wilhelm mit Rurckard von
Lützelstein einen Frieden geschlossen habe von dem nehesten zukünftigen samestage, Juu m-is.
so der dag uff get, und weren sol untze an den liebsten samestdag, der darnach kommet
zu nehste . . . und verpflichten sich für Bischof Wilhelm für die strenge Innehaltung
dieses Friedens. datuin die sete Margarethe Virginia1 anno domini 1394.
1394 Juli 13.
Str. St. A. AA. 1420. conc. eh.
il(Ü). Eierzog Leopold von Oesterreich giebt freies and sicheres Geleit allen denen,
welche zu dem Sühnetage uaeli llreisach reisen wollen, welchen er zwischen den
beiden Prätendenten des Strassburger Bistums Burkard von Lützelstein und Wilhelm
von Diest am nächsten Samstag angesetzt hat geben zu Ensesbeim an dunrestage
« nach sant Margareten dage anno domini 1394. JBwfaÄaim 1394 Jvii Vi. •>"<■ '»•
Str. St. A. AA. 1417. or. ch l. cl.
870. Malzgraf Ruprecht II an Slrassburg: kündigt als Reichsvikar seine Ver-
mittlung an in dem Kriege zwischen Wilhelm von Diesl und Burckard von Lützelstein
um das Strassburger Bistum, dalum Altzei Bezta feria post diem Margarete virg. a. 94.
AlzH 1394 Juli 17.
Str. St. A. AA. 109. or. ch. lit. cl.
Gedr. D. li A. II nr. 223. — Reg. Koch u. Wille nr. 5558.
1 Dies Datum ist später nebst anderen Corrccluren geschrieben Das ausgestrichene Datuin lautet :
datum feria leonnda proxima post dominicam Cantate anno [Mai 18]. Die Originalausfertigung dieses
35 Conceptes ist nicht erhalten
524 1394
871. Gedenkbrief über die Verhandlungen zu Breisach zur Verlängerung des am
25 Juli ablaufenden Waffenstillstandes zwischen Bischof Wilhelm von Diest und Burckard
von Lützelnstein und ihren beiderseitigen Helfern. — Die Unterhändler: ßerchtolt
bischof zu Frysingen, Eberhart grofe zu Kirchberg portener der merren stifte zu
Strasburg, Engelhart von Winsberg landvogt in Swoben, Peter Löwe von Ulme, Cünrat 5
Swartze von Constentze, Heinickin Huntbisz von Bafensburg, Hans Bock von Botwilre,
Hanneman am graben von Colmar und Wunderer von Sletzstat derselben stette
erbere botten hant geretd mit des egenanten hern Wilhelmes des byschoves zö
Strasburg und der stette von Strasburg fründen und erbern botten und sie erbetten
juii ss. das sie hant gelossen den friden fürbasz strecken bitze zu dem künftigen zinstag zu io
naht nehest kummet, des sie uns ouch gefolget hant. und also hant wir mit des von
Lützelstein fründen unde botten ouch geretd, das sie den friden hant gelossen strecken
untze uffe den egenanten zinstag zu naht in aller der mossen und mit aller der be-
redungen, also der erste neheste fride ist. und ist das geschehen, umbe das wir
zwüschent den parten die missehelle, die sie hant, bedersite deste basz verrihten und 15
betragen möhtend. doch so habent wir Berchtotl bischoff zu Frysingen und Engelhart
von Winsberg der stette von Strasburg erbern botten vorgenant die vürwort geton,
e
das wir in gesprochen hant, das der hoherborne fürste hertzoge Lüpolt zu Osteriche
unser gnediger herre mit herrn Burekarte von Lützelstein reden sol, das er halte und
uff neme die richtunge und den Übertrag, der vor zwüschent dem von Lützelstein und 20
dem von Diest beretd ist, als das die nottel wiset, die darüber gemäht ist, der ietweder
parte eine het. di'it her Burekart das, so sol es da by blyben. wer aber, das her
Burekart den Übertrag noch flissiger versuchunge ye nit uf nemen wolte, so solte der
obgenante unser herre hertzoge Lüpolt dem von Lützelstein nit helffen noch by ge-
stendig sin in deheinen weg. und sol alle die, die von sinen wegen widerseit haut «
hern Wilhelme von Dyest oder der stat von Straszburg darzü haben, das sie ir
widersagen abe ti'int. und sol der vorgenante unser herre hertzoge Lüpolt und die-
selben sine dienere gantz verrihtet sin mit dem egenanten herren Wilhelme von Dyest
und der stat ze Straszburg und sü mit in hinwider. und was kosten oder schaden
derselbe unser herre hertzog Lüpolt, her Wilhelm von Dyest und die stat zu Strasburg 30
bedersite genomen hant, des süllent sie by uns obgenant Berchtolt bischof ze Fry-
singen, Eberhart grofe von Kirchberg, Engelhart von Winsperg und der stette botten
und fründen gentzlich blyben und süllent wir des gewaltig sin. doch also, das dise
schaden glich gegeneinander werden ab sin und gezogen, was ouch slosse oder
landes, wie das genant ist, der obgenante unser herre hertzoge Lüpolt inne het, die 35
an die stift von Strasburg gehörent, und die ime der von Lützelstein von des krieges
wegen het in geantwürtet, die sol er inne behaben in einre gemeinen hant, so lange
bitz das ein einhelliger bischof ist, dem sol er sie danne wider geben one verzog, alle
argelist und geverde und kein schaden gült noch kosten daruff icht rechen, und sint
diser gedencke briete drye gliche. der einen hant wir Berchtolt byschof ze 40
Frysingen, den andern grofe Eberhart von Kirchberg und den dirten der stette erbern
1394 525
botten von Strasburg, die äffe diso zit zu Brysach sint datum feria quinta proxima
ante diem sancti .Tacobi apostoli anno 1304. Breisach 1394 .hdi 23.
Str. St. A. AA. 1420. eh. or. oder cop. mit Versendungssehnitten.
il72. Wühelmus electus et confinnatus Argentinensis statuit, ut festum visitationis
5 Marie, quod Honifacius papa celebrari jusseril, 6 non. julii celebretur. datum a. d.
1304 in die beati Jacobi apostoli. 1304 Juli 2S.
Str. Bez. A. G. 3475. or. mb. I. pat. c. sig. pend.
873. Herzog Leopold von Oesterreich verkündigt, dasjä durch seine Vermittlung eine
Versöhnung zustande gekommen sei zwischen Wilhelm von Diest und der Stadt Strass-
'« bürg einerseits und dem Domprobst Graf Burkard von Lützelstein anderseits über das
Bistum Strassburg, und litsst den Wortlaut folgen.1
diser spruch ist geschehen und ist der brieff gegeben zu Brisach an zinstag nach
sant Jacobstag des zwolfboten nach Cristes gepurt drutzehenhundert jar darnach in
dem vir und nüntzigisten jare. Breisach 1394 .lull 28.
IS Str. St. A. V. C. G. 28 a. cop. eh. eoaeva.
874. Herzog Leopold von Oesterreich a<i Straßburg: sendet zwei seiner Räte zu
mündlicher Verhandlung über die Verabredungen zu Breisach.
Breisach 1394 Juli 29.
Lupolt von gots gnaden herezog zu Ocsterich etc. unsern gros und alles gut
ao vor. erbern wisen und sunderlieben. es habent unser frund, herren und rete yeezunt
hie mit uwern frunden und roten geteydingt nnd geredt von etlicher stuk und artikcl
wegen über die beredung, die uf dem vasten tag hie besehenen ist, als unser rote und
lieben getruwen Hainrich Gessler und Burkart Münich, die wir darumb zu üch schiken,
völliclich sagen und erczeln werden, da bitten wir üch mit ganezen ernst und so
25 wir yemer flizzig künnen als mügen, daz ir dieselben unser rote gütlich und williclich
darynne ufnement und uns zu sunderm dienst und gevallnüsse dieselben stuk also
durchgeen lasset, und getrowen üch wol, daz ir uns daran eret und uns des nicht
verezihent, als wir uns des unnczwivellich hincz üch versehen, wan wir das hinfur
in andern Sachen allczit williclich gen üch verschulden wollen, wa sich das gepüret.
so was oueh dieselben unser rote darumb an ach bringont und mit uch redent nuczcmal.
das wellet in genczlich gelouben als unsselber. geben zu Brisach an mitwochen
nach .lacobi nonagesimo quarto.
[In verso] Den erbern wisen, unsern besunder lieben dem meister und dem rat
der stat zu Strozburg.
35 Str. St. A. AA. 79. or. eh. Ut. cl. c sig. i. v. imp. del.
' Siehe 1394 August 21.
526 1394
875. Borziwoy von Swinar an [Strassburg] : es sind 4 Bevollmächtigte eingesetzt,
um den Streit zwischen König Wenzel und den Herren zu untersuchen. Ihr Ausspruch
August i. soll dem König an Vermögen und Rechten nicht schaden. Auf nächsten Sonntag soll
der König der Gefangenschaft ledig werden. geben zum Budweis am donerstag
nach Jacobi anno 94. Budweis 1394 Juli 30. i
Str. St. A. AA. 107 nr. 68. cop. eh.
876. Herzog Leopold an Straßburg .• die bisherigen Sühneverhandhingen waren
rf olglos und nötigen zur Beschickung eines neuen Tages. Thann 1394 August 9.
Erbern wisen und sunder lieben, als dez bischofs von Strazburg und uwer botten
und ouch der von Lutzelstein "hie by uns gewesen sind von sachen wegen, alz ir wol io
wissent, da haben wir mit sampt unsern roten uns fast gemut und gern gesehen
hetten, daz die zu ainem guten ende komen weren, das aber nicht gesin mocht, alz
uch dieselben uwer botten wol sagen werdent, und habent darumb ainen andern tag
August is. benant gen Kentzingen uf unser frowen tag assumptionis nechst künftig, darzu der von
Lutzelstein komen wil. bitten wir uch mit allem flizz und ernst, daz der bischof und ,5
ir uff denselben tag uwer gut botten mit vollem gewalt ouch zu uns dahin sendent,
da wellen wir der sachen ainen vollen ustrag geben und versprechen nach der richtung-
brief sag. uf denselben tag unser öheim von Wirtemberg auch kompt, mit dem wellen
wir reden und unsern flizz darzu keren, wie die zway geslozz Ettenheim und Marcholtz-
heim von im komen. uwer antwurt lat uns darumb verschriben wizzen bi disem 20
botten. geben zu Tann an suntag vor Laurenti anno domini nonagesimo quarto.
Str. St. A. A. 1420. or. eh l. cl.
877. Bischof Wilhelm und das Kapitel von Slraßburg verpfänden der Stadt
Straßburg die Stadt Benfeld und die Burg Kochersberg für eine alle Schuld von
15000 Gulden. 1394 August IG. 2ä
Wir Wilhelm von gotz gnaden, erweiter und bestetigeter byschoif zii Strasburg
verjehent und bekennent mit diseme brieffe, daz wir schuldig sint rechter gerechenter
schulden 15000 güldin genge gilt und geber an golde und an gewege den erbern
wysen meister rate und den burgern gemeinliche der stette zil Straszburg. und ruret
der schulden dar by den 10000 güldin von byschoffe Friederich unserm vorvarn, die 30
ime die vorgenante stat von Straszburg geluhen haut und er und des bystumes slosz
ouch innen schuldig blibent von versessenen zinsen, so rüret die überige schulde
darvon versessenen zinsen, die unsers bystumes slosse und lüte sit byschoff Friderichs
zyten der vorgenanten stat Straszburg versessen habent, zu gebende von den zinsen,
die sie innen jerglich gebent und ouch von lihendes wegen, die uns die vorgenanten
von Straszburg bar geluhen und betzalt hant und in unsern und in unsers bystumes
schinbernden nutz kommen sint. und wände wir dieselbe schulde der stat von
Straszburg zu diser zyt bar nit betzalen künnent noch enmügent soliches grosses
krieges und kosten halb, so wir umb unser bystum gehebt hant mit hern Burkarte
1394 527
von Lützclstein dorn tümprobst, unsere stifTt und dem hochgebornen hertzog Lüpolt
hertzoge zu Oesterich etc., sine helffer und andern iren helffern, so hant wir der selben
stat zu Straszburg und allen iren nochkomrnen do für und für die vorgenanten
(5000 guldin gesetzet und ingegeben in pfandeswise unsers bystiimes stat Benefelt mit
& unserme ackerhofTe do selbs mit allen rehten, twinge, banne, gerihte, zinse, gulte,
gevelle etc. etc. doch was dörfTere ussewendig twinge und banne der stette Benefelt
ligent, sollent uns und unserme bystüme bliben, und sollent wir ouch von den schaffen
jergliche gerihtz wegen soliche zinse und gülte, so sie bitzhar gegeben habent, one
der vorgenanten stette zu Straszburg und der stat zu Benefelt kosten und schaden.
10 ouch ist beredt, das die egenante stat Benefelt unsers byschoff Wilhelmes, die wile
wir lebent und byschoff zu Straszburg sint, und nit fürbasser, offen stat sin sol zu
allen unsern nöten ungeverliche one wider die stat Straszburg, ire bürgere und die
iren und ouch one iren schaden, und sollent das die stat Strazburg iren ambahtlüten
ernestliche by irme eyde bevelhen zu haltende, und umb das .... die stat Strasz-
'5 bürg der obgenanten 15000 guldin deste sicherer syent, so hant wir innen zu merer
Sicherheit zfi rehtem underpfande darzii gesetzet und geben unsere vestin und bürg
Kochersperg mit dem berge, reben und veldes, alse es bitzhar gelegen ist, doch usz-
gescheiden der dörffere und der gerihte, die dem bystüm zu gehörent, die sollent darin
nit gehören mit sollicher bescheidenheit, daz wir dieselbe vestin Kochersperg mit der
20 obgenanten zu gehörde, die wile wir lebent und byschoff zi'i Straszburg sint, inne
haben, besitzen, nützen und messen sollent, doch also, daz die selbe vestin Kochers-
perg der stat offen husz sol sin one wider uns und die unsern zu allen iren nöten,
daz sie sich darusz und wider darin behelffen mügent und süllent. und wenne wir nit
me ensint, daz wir von todeswegen abegangent . . . oder von dem bistüme zu Strasz-
25 bürg kement, zu weihen weg das beschehe, so soll die vestin Kochersperg gentzlich
vallen an die stat und bürgere zu Straszburg es ist ouch beredt, daz die vor-
genanten meister und rat mögent buwen an der stat Benfeit oder an der vestin
Kochersperg, so in die zu valle kommet, was sie truwent, das nütze und notdürftig sy
bitze an 2000 pfunde Straszburger pfennige. were aber, daz sie darüber me daran
so verbuwent, daz sullent wir in nit verbunden sin zu bet/.alende. were es sache, daz
die stat Straszburg der stat Benefelt oder der vestin Kocliersperg von uns dem cappitel
entweret, entweltiget oder angewunnen würde, so sollent wir in dem nehesten jore
dornoch inen die 15000 guldin houbtgiites und die 2000 pfunde gebuwes widergeben
one allen verzog, mögent wir aber das nit getün, so sollent wir doch ynen andere
35 unsers bystums und der stiffte slosze ingeben und in antwurten, die besser sint denn
die obgenanten slosse. were es sache, daz der vorgenanten stat Straszburg die stat
Benefelt und die vestin Kocliersperg von andern lüten anegewunnen würde oder die
stat oder die vestin verbrantent oder zerfielent, so sollent die vorgenanten von Strasz-
burg uns und . . . nützit umb schuldig sin zu tünde oder zu gebende, und wenne wir
•• in die 15000 guldin und die 2000 pfunde [in Baten von mindestens KXK) Gulden]
gerwe betzalet habent, so sollent unser stat Benefelt und die vestin Kochersperg '
1 Im Jahre 1422 überträgt Bischof Wilhelm auch Kochersberg völlig an Straßburg. cf. Urk. desselb.
Briefbuclis fol. 83.
VI 67
528 1394
gentzlich und gar ledig sin und wider an uns und unsere stifft vallen. und zu
eime waren Urkunde so hant wir byschoff Wilhelm unser grosz ingesigel an disen
brieffe geton hencken [desgl. der Dekan und das Capitel]. geben des
nehesten sunnentage noch unser frowen tage der eren des jores 1394.
Str. St. Ä. AA. 66 Biiefbnch B fol. 80/82.
878. Sühnebrief des Dietrich Kemmerer von Worms. 1394 August 20.
Ich Diether Cemmerer von Worms ein edelkneht künde mengelichem mit
disem briefe, also von solliches schaden, der mir und den minen geschehen ist von
den ersamen wisen dem meister, dem rate der stette zu Strazburg und allen den
iren zu den ziten, da herren und stette miteinander kriegetent. zum ersten: da der u
gemeine gezog geschach von den stetten zu Spire, da ich ouch in demselben wunde
was, und den schaden, der mir geschade, da die von Strazburg zu Wissemburg logent,
und den schaden, den die selben von Strazburg minem nefen Johan von Bummersheim
getün habent zu Bummersheim. und ouch von dez schaden wegen, der mir und den
minen sünderliche von in und den iren zu Bettenwilre1 geschehen ist. und dar zu von u
alles dez schaden und kosten wegen, so mir und den minen untze uff disen hütigen
dag von in und allen den iren geschehen ist, in weihen weg daz sie, das ich dar umbe
gentzliche gesünet gerihtet und geslihtet bin und denselben dem meister, dem rate
und den burgern gemeine und besunder der stette zu Strazburg und allen den iren.
[Es siegeln mit ihm]: der edele her Graf Friderich zu Lyningen, Volmar von 20
Wickersheim der alte lantvogt.
geben an dem ersten dunrestage vor sant Bartholomeus dage dez heiligen zwelf-
botten in dem jare, da man zalte drützehenhundert nüntzig und vier jare.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166 nr. 89, or mb. lit. pat. c. 3 sig. pend. quorum 2 del
879. Herzog Leopold von Oesterreich veröffentlicht den durch seine Vermittlung 25
und tinter Mitwirkung Graf Eberhards von Württemberg abgeschlossenen Friedens-
vertrag zwischen Bischof Wilhelm von Diest und der Stadt Straßburg einerseits und
dem üomprobst Burhard von Lützelstein anderseits. Kenzingen 1394 August 22.
Des ersten sol der vorgenante her Bürkart von Lützelstein voran in
nucz und gewer geseczt werden aller vesten stete und gelozz der obern Montat mit u
iren zügehörden und sol im darüber der vorgenant von Dyest bischofe und ouch das
capitel zu Strazburg iren besigelten brief ane verziehen geben nach lutte der obge-
nanten richtung briefen. darnach sol derselb von Lüczelstein dem obgenanten byschofen
von Strazburg die geslozz des bystümes ingeben und antwurtten ouch nach lütte unserr
spruchbriefe. und sol aber der von Dyest byschofe demselben von Lüczelstein oder 3ä
den ambtlutten, die die geslozz innehabent, die summe der nüwn oder zehen tusent
? oder Nettenwilre.
1394 529
guldin alter gcltschulde nach derselben rieht ungbrief sage richten und geben darumb
und umb das, daz dieselben ambllüte abtreten und dem byschofe die geslozz dest
förderlicher in werden, ouch sprechen wir, daz der vorgenant von Dyest byschofe
zu Strasburg dein obgenanten hern Bürkarten von Lüczelstein oder seinen erben, ob
i er nicht enwere, geben sol zweinczig tusent guldin gutes an gold und volle swere an
wage zu den tagen und zilen, als hernach geschriben stat, für seinen chosten und
schaden, den er von des krieges wegen geliten und gehabt hat ouch nach unserr
richtungbrief lutt und sage, des ersten sol er im geben drüw tusent guldin uf unser
frowen tag zu herbst, darnach uf sand Martins tag drüw tusent guldin, aber darnach }j^J^;*v_
io uf den zwelften tag zu wichnachten vier tusent guldin, und darnach uf sand Jörgen •'«"»•••
April *o.
tag zehen tusent guldin schierist von datum dicz briefes nach einander künftigen an
alles verziehen, und sol derselb von Diest bischofe den obgenanten von Lüczelstein
vor unserr frowen tag zu herbst schierist künftigen darumb versichern und versorgen, Hepllir H
daz er daran habent sey, ouch nach lutte unserr richtungbriefen. sunderlich wellen
ib und sprechen wir, daz über die leuttrung und usspruch die obgennanten richtung
beleiben sol by allen iren kreften und nach lutt der rieht ungb riefe, die wir in darüber
geben haben, als sy des hinder uns beidenthalben gegangen sind. mit urkund dicz
briefs geben ze Kenczingen am samstag vor sand Bartholomes tag des zwelfpoten
nach Krists gebürd drüzehenhundert jar darnach in dem^vier und nünezigistem jare.
20 Str. St. A. AA. 1420. or. mb. I. p. c. sig. pend.
llltü. Gedenkbrief über die Huhne zwischen Bischof Wilhelm^von Biest und
Ilurhard von Lützelstein und ihren beiderseitigen Helfern. [1394.J
Also ein fride ist zwüschent den erwirdigen hern Wilhelme von Dyest bischof
ze Stroszburg und hern Burekarte von Lützelstein und ir bedersite helffern, also das
25 die fride besagent, die darüber gemachet sint, do ist zu wissende, das darzü beretd
ist: was kornes oder anders gutes ietweder parte und sünderliche die stat von Strosz-
burg, ire bürgere und die iren uffe dem velde ietze habent, das do ietweder parte und
sünderliche die obgenanten von Stroszburg mögent das ir sniden, inbringen und in
füren ungehindert eine partye der andern, und die lanllütc uffe deine lande, wer die
M sint, sollent ouch von beden partyeu ungehindert sin, solich körn, andere gewerde
oder ander gut, wie die genant ist, zii fürende gen Stroszburg in die stat oder in des
bisti'imes slosze. doch sol nieman den andern von beiden partyen trengen, nötigen
oder trowen ime üt zii gebende oder zu bezalende in deheinen weg in diseme friden.
wer aber iemant in diseme friden getrenget, in ietweder partye slosz üt zii fürende
35 oder geiiomen, daz sol ston untze uffe disen neheslen tag gen B r y s a c h aldo usz
ze tragende, anders sol usz beden partyen sloszen nieman jnitschit füren ungever-
liche. bette ouch deheine partye den lüten üt verbotten, die soliche vorgeschribene
dinge erbeitent oder dünt, soliche gebot sollent gentzlich abe sin und sollent von
beden partyen öffenliche abekünden. es mag ouch iederman in diseme friden uffe
40 dem lande und wasser wandeln, triben und füren, was er wil, ungehindert, doch sol
530 1394
deheine partye der andern in ir slosz wandeln, triben oder füren über iren willen,
unde sollent alle vorgeschribene dinge kraft habent, alle diwile der obgenante fride
weret. und daz alle vorgeschriben dinge von dem von Lützelstein, sinen helffern und
den sinen gehalten und vollfüret werdent, so hant do vür gesprochen : der höh wird ige
herre Berchtolt byschof zu Frysingen, die edeln herren [Engelhart] von Winsberg '■>
lantvogt in Swaben, her Friderich von Waise der hofemeister, Burekart Munich von
Landeskron und .... herren Wilhelme von Dyest byschof zu Stroszburg der stat
von Stroszburg, iren helffern und den iren ouch gehalten so hant do vor-
gesprochen die erbern wisen meister und rat der stat zu Stroszburg. und sint dirre
gedenckebriefe 3 glich, der einen het der vorgenante hohwirdige herre Berchtolt io
byschof zu Frysingen, den andern der erwirdige [EberhartJ von Kirchberg portener
der meren stifte ze Stroszburg und den dirten die stat von Stroszburg. actum
feria tertia
Str. St. A. AA. 1420 cone. eh. Die Datierung und ein Stück des Textes ist abgerissen.
881. Schultheiss und Bat von Bufach und Sultz an Strassburg : bitten um gütige 15
Vermittlung, damit die geplante Uebergabe des oberen Mundats an den Gegenbischof
Domprobst Burkard von Lützelstein unterbleibe. [1394.]
Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. cl.
882. Straßburg an Emicho von Saarbrücken : teilt mit, daß man seiner ange-
botenen Kriegsdienste jetzt nicht mehr bedürfe. 1394 August 27. 20
Dem edeln Eme von Sarbrücke embieten wir Beimbolt Spender der meister und
der rat von Strazburg als lieb und gut. als ir uns geschriben hant von dienstes
wegen uns zu tünde, also kündent wir üch, das wir uwerm diener vormals geent-
wurtet hant : kement ir dazftmale in viertzehen dagen, wir woltent uch emphohen und
die ir mit üch brehtent. der kam darnach widerumbe zu uns und seite uns, das ir 25
in drien wochen nit kommen möhtent. da entwurtent wir ime, das dage von unsere
kriege wegen werent, und wustent wir nit, wie es uff den dagen darumbe gienge, und
darumbe so bedürftent wir keinre dienere me und seitent ime von uwern wegen abe.
und davon so wissent wir von des selben uwers dienstes wegen nützit mit üch zu
schaffende zu habende. datum feria quinta proxima ante diem decollationis saneti 30
Johannis Baptiste anno domini 94.
Str. St. A. Abt. IV, 29. or. mb. I. cl.
883. Bischof Wilhelm von Strassburg erklärt, dass er der Stadt Strassburg ein
baares Darlehen von 1000 it. Pfennigen schuldig sei und verpflichtet sich, dasselbe bis
zum nächsten 15 August (frowen tag in der erren) zurückzuzahlen, andernfalls die ss
Stadt sich an dem bischöflichen Gut, wie sie wolle, schadlos halten könne. geben
an dem nehesten dunrestag vor unsere frowen dage der Jüngern in dem jare 1304.
1394 September 3.
Str. St. A. AA. 1418. or. mb. I. pat. c. 1 sig. pend.
1394 53i
lti!4. Straßburg an Graf Heinrich von Saarwerden: will im Kriege mit Bruno
von RappoUstein* die Güter des Grafen auf geschehene Anzeige schonen.
1394 September 8.
Dem edlen Herren grafl" Heinrich zu Sarwerdc entbieten wir Reinboldt Spender
s der tneister und der rat unsere dienst, wir kündent lieh, das wir herr Brunen von
liappollslein und die sinen meinent zu schedigen umb das unrecht, das er und die
sinen uns, unsern burgern und den unsern getan hant. und darumb, ist es, das ir
oder die uwern etwan guter under herr Brunen ligende hant, so schaffent, das die-
selben zu den unsern uffe das feld kommen, da die unsern sint, und in ire guter
io zügent. so hant wir mit den unsern geredt, das sie derselben der uwern und irer
guter, die nit zu herrn Brunen und den sinen gehörent, schonen sollent, so best sie
mögent, wand wir ueh oder die uwern nüt schedigen wellent, da wir es wustent.
und getruwent ouch wir und die unsern darüber uwer und der uwern kein sorg zu
habende, uwer verschribene antwort entbieten uns darumb wider. datum ipsa
i6 die festi nativitatis virginis Marie anno 1394.
Colmar Bez. A. Copie des 17. Jahrh. Ann. Bapp (E. 1039) fol. 159.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 404.
11H5. Wilhelm von Diest erwählter Bischof von Strassburg an die Stadt : wissent,
das wir vernommen haben und uns fürbraht ist mit etzlicher kuntschafft, doch wissen
wir kein gantz warheit daran, das der byschoff von Metze und der hertzog von
Lothringen grosse hufung und samung haben . . . Doch will er Boten ausschicken
und dann wiederum Nachricht geben. Der bischöfliche Vogt zu Bernstein ist angewiesen,
allen Anforderungen willfährig zu sein. geben zu Dabichstein unser fröwen ze
herbst 1394. Dachstein 1394 September S.
Sir. St, A. AA. 1418. or. eh. I. cl stark lädiert.
iiilG. Absagebrief Slraßbtirgs an Bruno von Rappoltstein. 1394 September 9.
Den edeln herren, herrn Brunen von Rappoltstein lassent wir Beimbolt Spender
der meister und der rat von Strazburg wissen, das wir uwer und der uwern vigende
wellent sin umbe das unreht, daz ir uns, unsern burgern und den unsern getan haut,
so und wellent uns da mit bewart haben. und dez zu einem Urkunde so ist unsere
stette ingesigel zu rücken uff disen brieff getrucket. datum feria quarta proxima
ante diem exaltationis sete crucis anno 1394.
Str. St. A. E. E. or mb l. clß
1 Str. St A. AA. 112 vom 7 September mehrere Absagebriefe von Bittern und Heim an Bruno
3s v. IL, darunter auch der des Markgr. Hans vott Hochberg. gedr. Bapp. Urkb. II nr. 394—403.
2 Im Bapp. Urkb. II nicht envähut, doch dort zum September 7 —13 unter nr. 405 die Notiz. d<iß
Bruno v. Bapp. einen seiner Kapläne (toohl zur Unterliandlung und zur Verhinderung dieser Absage)
nach Straßburg geschickt habe.
532 1394
887. Meister und Rat von Strassburg an Schlettstadt : teilen mit, dass sie Bruno
von Rappoltstein abgesagt haben : . . . darumbe ist es, das uwere bürgere derheine
guter under ime ligende hant, so schaffent, das dieselben zu den unsern uff das velt
koment, da die unsern sint und in ire guter zögent. so hant wir mit den unsern
geredet, das sie derselben der uwern und irre guter, die nit zu hern Brunen und den
sinen gehörent, schonent, so sie beste mügent, wände wir uwere bürgere nöte scha-
digen woltent, da wir es wustent. datum feria quarta proxima ante diem exalta-
tionis scte crucis anno 1394. *•»* September 9.
Str. St A. E. E. or. mb. I. cl c s. i. v. iinp. del.
888. Bruno von Rappoltstein leistet einen Tag mit denen von Straßburg. io
1304: [etwa September 13].
Item 10 sol. [gab ich] minem junkherren umb ein swert, do min herr den tag
leiste zu Sletzstat mit den von Strazburg.
Eintrag im Ausgabenverzeichnis des Sigbot z6m Bern, Colmar B. A. E. 2 )2S III fol. 2 b '.
nach dem Abdruck im liapp. Urk. II nr. 408. ia
889. Heinrich Graf zu Saarwerden, Herr zu Rappoltstein und Hohenack, an
Meister und Bat von Strassburg : bittet, Zwing und Bann in Bappoltsweiler nicht zu schä-
digen, und erbietet sich einen gütlichen Tag zwischen ihnen und seinem Oheim Bruno
von Bappoltstein herbeizuführen. datum feria tertia post exaltationem scte crucis.
[1394] September 15. 20
Str. St. AG 0. P. L. 22. or. eh. lit. cl.
Gedr. Bapp. Urk. II nr. 409.
890. Notarielle Beglaubigung des von dem ertoählten und bestätigten Bischof
Wilhelm abgelegten Eides. 1394 September 15.
In dei nomine amen. anno a nativitate ejusdem millesimo trecentesimo nona- K
gesimo quarto indietione seeunda pontificatus sanetissimi in Christo patris et domini
depo*, is. nostri domini Bonifatii divina Providentia pape noni anno sexto, die lune quinta deeima
mensis septembris, höre paulo post decantationem vesperi ipsius diei vel quasi in domo
habitationis procuratoris honorabilium virorum dominorum decani et capituli ecclesie
Argentinensis et in stupa majori et superiori ipsius domus, que etiam stupa tempore 30
hyemali pro loco capitulari censetur et reputatur, per dominos decanum et capitulares
ecclesie memorate in nostrorum tabellionum seu notariorum publicorum et testium
subscriptorum presentia constituti honorabiles viri domini : dominus Ulricus de Claro-
1 Ebenda ein zweiter Tag zu Schlettstadt bezeugt zu 1394 September 24 u. 25. — Rapp. Urk. II
nr. 412. — Ferner findet sich dort unter nr 406 die Notiz, daß Bruno v. Rapp den 13 September 35
den Leutpriester Heinrich nach Schlettstadt schickt zö. den von Strazburg, und in denselben Tagen
Sigbot zu Bären (in Brunos Auftrag) den Retscher nach Straßburg entsendet.
1394 533
monte in camerarius et Heinricus de Viristingen dapifer canonici ecclesie Argentinensis
predicte reverendum in Christo patrem et dominum dominum Wilhelmum electum
confirmalum ecclesie Argentinensis predicte ibidem presentem suo et capituli ecclesie
Argentinensis nomine instanter requisiverunt, quatenus idem dominus Wilhelmus
'■> electus confirmatus ecclesie Argentinensis memoratc statuta et consuetudines dicte
Argentinensis ecclesie hactenus per predecessores suos episcopos ac etiam dominos
decanum, canonicos et capitulum ecclesie pretacte laudabiliter observata ac etiam
articulos quosdam in quodam instrumento1 per dominum Lampertum olim episcopum
Argenfincnsem, ut dicebant, juratos inferius specificandos jurare vellet. quiquidem
h dominus electus Wilhelmus et confirmatus ecclesie Argentinensis supradicte prehabita
deliberatione aliquali super requisitionibus prescriptis ultimo respondit et protestabatur
in hec verba vel eis in significatione consimilia, quod statuta et consuetudines
ecclesie Argentinensis rationabilia et rationabiles, que contra sanctam sedem aposto-
licam et communis juris diposicionem non repugnarent, libenter juraret et jurare vellet,
a eo tarnen salvo et circa hujus modi juramentum per eum prestandum specialiter excepto
videlicet, quod cum ipse dudum cum magistro et consulibus civitatis Argentinensis
aliquales confederationes seu promissiones inierit, super quibus confederationibus seu
promissionibus tria instrumenta theutonica confecta essent, ac etiam sigillo ipsius
domini Wilhelmi roborata sigillo etiam capituli prefate ecclesie Argentinensis, ut spe-
■a raret sigillanda. quibus quidem confederationibus seu promissionibus ac omnibus
aliis et singulis in eisdem tribus instrumentis contentis per hujusmodi juramentum
nollet in aliquo denegari, si et in quantum juramentum hujusmodi eisdem tribus in-
strumentis vel contentis in eisdem aut alieno contentorum eorundem videtur contraire
aut quomodolibet obstari. et tali responso seu protestatione per ipsum dominum
■ Wilhelmum electum et sicfacto seu facta, quod etiam responsum seu quam protesta-
tionem semper in suo robore voluit remanere. idem dominus Wilhelmus electus
tactis per eum corporaliter manu sua dextera scripturis sacrosanctis ad sancta dei
evangelia juramentum prcstitit corporate de observandis per eum statutis et consue-
tudinibus dicte ecclesie Argentinensis ac etiam articulis, de quibus supradicitur et
so quorum tenor talis est .... [weiter mutatis mutandis mit wenigen Ab-
weichungen wie der Eid Bischof Lamprechts Bd. V nr. 978 bis art. 4 incl.
dann] septimus insuper articulus, obmissis quinto et sexto articulis non juratis, est
quod omnes vasalles etc. [wie in Bd. V nr. 978 bis art. 8 incl. dann] juravit insuper
idem dominus Wilhelmus electus confirmatus ad sancta dei evangelia per eum corpora-
:>;. liier facta se etc. [wie in Bd. V n r. 978 b i s], super quibus omnibus et singulis prefati
dominus Wilhelmus electus suo, dominus Ulricus de Claromonte camerarius et dominus
Heinricus de Vinstingen dapifer suo ac capituli dicte ecclesie Argentinensis nee non
dominus Wilhelmus Carnificus magister scabinorum civitatis Argentinensis magistri et con-
siilum ac civitatis predicte nominibus a nobis tribus notariis subscriptis unum vel plura
i,i publicum vel publica, si necesseforet, sibiconficipetiveruntinstrumentum seu instrumenta.
Acta sunt hec anno domini indictione, pontificatu, mense, die, hora et loco pre-
• Vom Jahre 1371 September 7 gedr Bd V nr. 978.
534 1394
scriptis presentibus honorabili et perito viro magistro Johanne de DouchendorfT officiali
curie Argentinensis, strenuo milite domino Johanne de Kageneeke magistro curie dicti
domini Wilhelmi electi, magistro civium civitatis Argentinensis, prudenti viro Ortelino
dicto Mansze olim magistro civium et Wernhero dicto Spatzinger notario et sigillatore
dicte civitatis et pluribus aliis personis fidedignis testibus ad premissa vocatis pariter s
etrogatis. [Es folgt die Beglaubigung des Instruments durch die bei
der Handlung gegenwärtig gewesenen Personen] Johannes dictus Grosz-
claus clericus Arg. aposlolica et imperiali auctoritate notarius publicus, Heinricus
dictus Heller de Lierheim clericus Augustensis dioeesi Arg. commorans publicus im-
periali auctoritate notarius, Ulricus de Bopfingen clericus Augustensis dioeesi Argentina m
commorans publicus imperiali auctoritate notarius. [Johannes hat das Instru-
ment geschrieben, alle drei setzen ihre Signa darunter.]
Str. Bez A. Q. 346ö. E. E. Copialbnch (nr. 265.)
M91. Graf Heinrich von Mondfort herr zu Gertringen und herr Bappelin von
Erlenbach und herr Hans von Lupfen landgraf zu Stülingen und Heinrich von Boseneck is
und Hans von Schain und Hans von Brandeck der jung senden der Stadt Strassburg
ihre Absage von des Unrechts wegen, das die Stadt an Bruno von Bappoltstein thue.
der gebenn ist zu Baden an dem sambstag vonn desz heiligen creutzestag.1
Ttaden i. Aarg. 1394 September 19.
Colmar Bez. A. Ann. Rapp E. 1039. Transscription des 17. Jahrh. 20
lieg. Rapp. Urkb II nr. 410.
H92. Bischof Wilhelm verspricht und beschwürt nach geschehener Anerkennung
und Aufnahme, die Stadt Straßburg bei allen ihren hergebrachten Rechten- zu be-
lassen und auf alle Schuld forderungen seines Vorgängers Friederich zu verzieht''//.
Strassburg 1394 September 23. 1*
Wir Wilhelm von gotz gnoden erweiter und bestetigeter byschof ze Stroszburg
tönt kunt allen den, die disen brief anesehent oder gehörent lesen: also die erbern
wisen, meister, rot und die gemeinde der stette zu Stroszburg anegesehen hant soliche
gnode und reht, die wir von dem allerheiligesten vatter, unserme gnedigesten herren
dem bobeste, herren Bonifacio dem nünden habent, die er uns gnedekliche verluhen
unde zu dem bysti'ime von Stroszburg domite versehen und zu eime byschofe doselbes
gemäht het, unde sie sie daruffe von derselben gnoden unde rehtes wegen uns zu
eime byschofe empfangen hant, das wir do denselben meister und rote den burgern
unde der gemeinde gemeinlichen der stette zu Stroszburg und allen iren nochkommen
do wider zu liebe und zu früntschaft mit wolbedahtem mute, rehter wiszende und 3:
ouch noch rote unsere fründe und rote geistlicher und weltlicher unde ouch umbe
das, daz wir unde sie hernoch dester minre spennig oder misseheilig mitenander werden
mügent und durch nutz und notdurft unserre stifte ze Stroszburg gesworn hant ein
gelerten eyt zii den heiligen mit uff geleiter hant uff unser hertze lipliche. dieselben
B0
1 So lautet die Datierung in der sorgfältig geschriebenen Vorlage und im Rapp. Urkb., doch ist 40
zu erwägen, ob nicht im Original *vor> gestanden hat, «h<2 demnach der 12 September einzusetzen ist.
1394 535
meister und rot die bürgere und die gemeinde gemeinliche der stette ze Stroszburg
linde alle ire nachkommen loszen zu hübende by allen iren fryheiten, gerihten, rehten
und gewonheiten, also sie die harbroht habent unde sollent. und wöllent ynen die
merren und nit minren. darzu so habent wir uns verzigen unde verzihent uns ouch
5 in kraft dis briefes alle der anesprochen, anreden oder vorderungen sementlichen und
ir iegliche besunder, wie die genant sint, deheine uszzegenummen, die byschof Fride-
rich unser vorfar an die vorgenanten meister rot und die bürgere von Stroszburg
gehebt oder geklaget het zu Hagenöwe uff den tagen oder anderswo und sünderlichen,
die er hern Borziboy unsers herren des römischen küniges lantvogt zu Hagenöwe
1393
io geschriben geben het umbe unserre frowen tage der liehtmesze, der do was in dem tebruart.
jore, do man zalte von gotz gebürte drüzehen hundert jor nüntzig und drü jore von
des krieges wegen, den er mit der stat von Stroszburg hette. der anesprochen aller
und ir iegeliche besunder unde aller andere ansprechen oder vorderungen, so wir
oder ieman von unsern wegen gehaben möhtent an meister und rot und die bur-
15 gere gemeinliche der stette zu Stroszburg und dieselbe stat zu Stroszburg untze uflfe
disen hutigen tag, verzihent, wir uns gentzlich und zu mole, daz wir der deheine
sementlichen oder sünderlichen niemer gevordern sollen oder wollen, wenne sie
gentzliche dot unde abe sin sollent. unde wände ouch des glich meister und rot der
vorgenanten stette zu Stroszburg solicher anesprochen unde vorderungen, so sie zu
2,1 Hagenöwe hern Borziboy geschriben gebent uff die egenante zit an bischof Friderichen
unsern vorfarn ouch gegen uns verzigen habent. unde gelobent by demselben unserme
eyde vür uns unde alle unserre nochkommen des selben bystümes alle vorgeschribene
dinge und ir iegeliches besunder stete, veste und unverbröchenliche zu haltende und
zu habende und niemer dowider zu dünde oder zu kummende, noch daz schaffen
N geton werden mit wollen oder wereken heimliche oder öfftnliche mit gerihte oder
uszewendig gerihtes nu oder harnoch in denheinen weg one aller slahte geverde.
ouch gelobent wir by dem egenanten unserme eyde, wenne so wir es aller erst getün
oder zu bringen mögent, daz wir schaffen wollent, daz das cappittel unserre stift ze
Stroszburg disen brief und alle vorgeschribenen dinge beietze und weihe tümherren
» an uns vallent, daz sie disen brief ouch besigelnt und beietzent und iren willen
harzü tügent und ouch daz besigelnt mit des cappittels ingesigel ungeverliche. unde
zu eime woren steten Urkunde so hant wir der obgenante byschof Wilhelm unser
ingesigel an disen brief geton hencken unde habent darzu gebetten die erwirdigen
hern Ulrichen von Lichtenberg kammerer und Friderichen grafe von Zweinbrücke
* unsere öheime, tümherren derselben unserre stifte ze Stroszburg, daz si zu merre
gezügnisze der egeschriben dinge ire ingesigele zu dem unsern hant gehencket an
disen brief. wir Ulrich von Lichtenberg kammerer, Friderich grofe von Zweinbrücke
tümherren vorgenant verjehent, also der erwirdige herre Wilhelm byschof zu Strasz-
burg unser lieber herre mit unserme und ouch anderre sine fründe rot geistlicher und
40 weltlicher die vorgeschriben dinge, stücke, punckte und artickele und ir iegeliches
besunder gelobet und gesworn het zu hallende noch obgeschribener wise, daz er daz
geton het mit unserme willen unde gehelle, und des zu merre gezügnisze, so hant
wir unserre ingesigele an disen brief gehencket. ouch hant wir byschof Wilhelm
VI. 68
536 1394
gebetten die edeln Johan von Dyest unsern brüder, grafe Hanneman von Zweinbrücke
herren zu Bitsche, Fridericben grofe zu Lyningen unserre lieben öheime und ouch
den vesten ritter hern Heinrichen von Wachenheim, daz sie zu merre gezugnisze der
obgeschriben dinge uns zu besagende ire ingesigele an disen brief hant gehencket,
des wir Johan von Dyest, Hanneman grofe von Zweinbrücken, Frideriche grofe zu
Lyningen und Heinrich von Wachenheim uns verjehent und bekennent. der geben
ist zu Stroszburg an dem nehesten mittewochen noch sant Mathis tage des zwelf-
botten des jores do man zalte von gotz gebürte 1394 jore.
Str. St. A. AA. 1418. cone. eh. mit vielen Correcturen.
1193. Strassburg an Markgraf Bernhard von Baden : die städtischen Boten haben ,0
sich auf dem Tage zu Schlettstadt 1 Herrn Bruno von Bappoltstein vergeblich ange-
boten, mit ihnen vor dem Pfalzgraf Ruprecht dem älteren, dem Markgrafen oder Graf
Heinrich von Saarwerden einen rechtlichen Austrag zu versuchen, desshalb möge auch
er nicht Bruno beistehen. [1304 September 29?]
Aus Rapp. Urkb. II pg. 33S. Vgl dort über die Datierung. — Reg. d. Markgr. v. Bad. >s
nr. 1620.
894. Reinbold Spender der Meister und der Rat von Strassburg legen dem
Herzog Karl II von Lothringen ausführlich die Gründe ihres feindlichen Verhaltens
gegen Bruno von Rappoltstein dar. datum feria di beati Michaelis archangeli anno
a. 1394. 1394 September 29.
M
Colmar Bez. A. Ann. Rapp. (E 1039) fol. 160 h. üebersetzung des 17 Jahrh.
Vollständiger Abdruck: Rapp. Urk. II nr. 414.
895. Reinbold Spender der Meister und der Rat von Strassburg an Herzog Leopold
von Oesterreich : mahnen denselben auf Grund des bestehenden Bündnisses, sie vom
ocibr.is. Dienstag vor St. Gallen an auf alle Weise gegen Bruno von Rappoltstein zu unterstützen 25
datum sabbato primo post diem seti Michahelis archangeli anno 1394.
1394 October 3.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. fasc. 5 cop. eh. coaev.
Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 415.
896- Nachricht ton einem dritten Tage Brunos ton Rappoltstein mit denen von 30
Straßburg zu Schlettstadt. 1,394 October 12-14.
Item 16 lib. 6 sol., die min herre, und die mit ym warend zu Sletzstadt, do
selbest verzert hant, do er zürn dirten male einen tag mit den von Strazburg leistete
1 Vgl. oben nr. 888 zum September 13.
1394 537
zu Slelzstnl. und waz er des selben malos zu Slelzslat von dorn montag frage vor
Galli confessoria anno 91 unt/, uf die mittewoch nehst darnach nach ymbis. und oct.a.-u.
wart dar yn verrechent, was min herre in minem huse verzerte, und das die Swaben
in spilman Jlcnselins huse, her Peter yon Sante Deodat in Zaberners huse, etc.
Eintrag im Auslagenverzeichniss Sigbot's zftra Bern, Colmar Bez. A. E. 2928 (Papierre-
gister) III fol. 3.
Gedr. Happ. Urkb. II nr. 410.
1197- Der Leutpriester Wolf an Strassburg meldet : daz eine grosze houfünge in
dem herzogtum zu Lothringen sy, aber war sy gerahtent, daz weiz ich nyt, doch
io sagent die knaben in den stellen, es sullt über die herren von Strasburg gen herrn
liri'inen von Rappoltstein zu hilf, do von kan nyman by uns die worheit wiszin. . . .
geben uf zinstag vor sant Lucas tage anno 1394. 1394 October 13.
Str. St. A. E. E. or. eh. lit. cl.
J{!)8. Vertrag zwischen Emicho von Leiningen als Advocatus provincialis mit
15 Bischof Wilhelm, den freien Städten i. Elsass und der Stadt Strassburg über Aufrecht-
erhaltung des Landfriedens. geben an der neusten mittewochen vor sant Gallen
tage anno 1394. 1394 October 14.
Nach dem Druck Als. dipl. II, 296.
1199. Herzog Leopold von Oesterreich an Vogt, Schultheiss und Rat von Bergheim
20 im Elsass: gebietet, ihre Stadt in dem Kriege mit Bruno von Rappoltstein jederzeit
den Strassburgern offen zu lassen ... zu allen iren notdurften, wie oft in dez not
beschult und [siel daz an üch begerent. geben zft Thann am samstdage nach sant
(lallen ilage anno 94. Thann 1394 October 17.
Str. St. A. AA. 112. nr. 151 cop. eh. eoaev.
25 900. König Wenzel an die Stadt Strassburg gebietet, Bruno von Rappoltstein und
die Seinen nicht anzugreifen oder zu schädigen. geben zu Präge an sand Mer-
teins tage anno regn. boh. 32 regn. rom. 19. Prag 1394 Xovember 11.
Str. St. A. AA. 115 nr. 23 or. eh. lit. cl.
Abdruck: Bapp. Urkb. II nr. 419.
538 1394
901. Hermann Ebner der ältere an die Strassburger Thomas von Endingen und
Wilhelm Metziger : der König will Hilfsgelder von den Städten und Juden wegen der
kostspieligen böhmischen Unruhen. [Nürnberg 1394 November 21.]
Str. St. A. M. 112 er. eh. I. el.
Gedr. I). B. A. II nr. 240. — Eapp. Urkb. II nr. 420.
Avizügl gedr. Wene\er, appar. arch. 255.
902. Instruction für eine Straßburger Gesandtschaft an den König.
1394 um December 0.
Zöm ersten gedenckent, ebe uns ein lüterunge mag werden, daz man uns unser
schulde zu vor an bezale und uns insetze etc. io
Item und daz vor äugen und vorhanden ist und die herren in selber behebet
hant, daz sie daz ouch bezalent, und duncket es sie gut, daz sie des briefe vordernt.
Item sie sollent gedencken mit den hofeschribern zu überkummende, daz sie uns jores
unser friheit beschirment. und sollent in des ein vidimus heissen unserre fryheit geben.
Item sie sollent sagen, wie wir mit dem marggrofen überkummen sint und hant n
ime 2000 guldin geben, daz er mit uns geriht ist und sin diener ouch über sich
genummen het.
Würde mit unsern botten von der münszen wegen geretd, daz sollent sie ver-
antwurten in der moszen, alse sie daz wol wiszent und hant des ein abegeschrift.
Item von des lantfriden wegen, do gefiele uns wol, daz wir mit den riches stetten «o
in lantfriden kement, aber die wile wir mit den herren nit luter sunt, so künnent
wir nit mit in in lantfriden sin.
Item daz uns kein ufslag vurbasz gegeben werde, wenne unsz vil widerdrieses
geschehen ist. [Gleichzeitige Notiz] circa diem seti Nicolai episcopi anno 1394.
Str. St. A. AA. 115 nv. 28 eonc. eh. ™
903. Straßburg an Leopold von Oeslerreich betreffs Abhaltung eines Sühnetages
mit Bruno von Rappoltstein. 1394 December 10.
Dem hoherbornen fürsten und herren hertzoge Lüpolt zu Oesteriche, zu Styr, zu
Kernden und zu Krayn, gräfe zu Tyrol enbieten wir Hesseman Hesse der meister und
der rat von Strazburg unsern undertenigen, willigen dienst und waz wir eren ver- 30
mügent. gnediger herre. alse ir uns verkündet hant einen dag zu Ensesheim vor
uwern gnaden zu leistende mit hern Brunen von Rappoltzstein und allda zu sinde uff
den nehsten sunnendag zu naht vor dem heiligen wyhenahtdage, so nü zu nehste
kommet, von der stösse wegen, die er und wir mit enander hant, also kündent wir
uwern gnaden, das uns nit gefügliche ist gen Ensesheim zu dage zu varende, so 35
varent ir nit gerne gen Brisach zu dage von sSlliches sterbendes wegen, so ietzent
1394 EB30
aldu ist, also da/, uwer gnäde uns het verschriben. und darumbe so wellcnt wir
gerne denselben dag mit hern ßrunen totsten zö obern Bergheim uff den dag und
in aller der massen, alse ir uns den gen Ensisheim benant hant, wände unsere erbern
botten, die zö nehste zu Ensesheim wärent, gewarnet würdent, solten sie me gen
5 Ensesheim varen, daz man vorhte, daz sie, und die mit in rittent, nider geworlTen
wurdent. mag es aber nit anders gesin, so wellent wir gerne durch uwern willen,
wie ungefügliche es uns ist, denselben dag leisten zu Ensesheim also, daz ir unsern
erbern botten, und die mit in dahin zu dage varent, eine sichere trostunge und geleite
geben wellent ufT dem dage zu Ensesheim und dar und dannan zu varende uff das,
10 das man allda besehe, obe dieselbe sache verrihtet und übertragen werden müge.
uwer gnedige entwürfe wellent uns darumbe verschriben wider lassen wissen. da-
tum feria quinta proxima ante diem sete Lucie virginis anno 1394.
Str. 8t. A. Q. ü. P. lad. 22 fasc. 5 conc. eh.
Auszügl. Abdruck: Eapp. Urkb. II nr. 422.
i5 904. tilraßburg an König Wenzel: beklagt sich, daß die städtische Gesandtschaft
keine Audienz bekommen hat, sondern vor das Hofgericht geführt ist.
1394 December 20.
Dem allerdurchlühtigisten fürsten und herren, herren Wenczelaus von gocz gnoden
römischem künige, zu allen ziten merer des riches und kuniges zu Beheim embieten
ao wir Hesseman Hesse etc. unsern undertenigen willigen dienst etc. gnediger berre.
also ist uns gebotten vür uwere hofgerihte, uwern gnoden aldo zu antwortende, dar-
umbe wir zu stunt unserre erbern botten schicketent gen Proge zu besehende, ebe
die vür uwere gnode kommen möhte von uwern gnoden zu verhörende, was
uwere gnoden meinunge were. also möhtent sie nit vür uvere gnode kommen und
25 kommen vür uwer hofegerihte und hortent, do ettewaz anreden, so uwere gnode gegen
uns meint zu habende, gnediger herre. wile wir und unser vordem allewege in unsers
allergenedigesten herren des keysers seliger, uwers vatters gedehtnisze und uwer
gnoden gewesen sint und vürbasser allewegent begerent zu sinde und zu blibende,
so bittent wir uwer gnode dienstliche mit ganezem erneste und flisse, das ir unser
so erbern botten und die mit in ritent, die wir gerne darumbe zu uwern gnoden
senden wollent, sicher geleit mit uwerme offen besigelten briefe geben wollent zu
uwern gnoden zii ritende, by üch zu sinde und wider von dannan her heim zö huse
an ire gewarsam, und dieselbe unsere botten vür uwere gnode loszen und gnedekliche
usziiliten wellent, wände wir allewegent begerent in uwern gnoden zu blibende. und
35 begerent dez von uwern gnaden uwere gnedige entwurte mit disem unsern botten
lossen zu wissende. datum die beati Stephani prothomartyris anno 1394.
Str. St. A. AA. 115 conc. ch.i
1 Vgl. unter der folgenden Nummer den ausführlicheren Entwurf und den darauffolgenden In-
struetionsentwurf.
540 1394
905. Die Stadt Straßburg an König Wenzel: betreffend die Vorladung vor das
Hof gerieht und die gegen die Stadt erhobenen Vorwürfe. [Entwurf.^ [13»4.]
Gnediger herre. also ist uns gebotten vür uwer hofegerihte uvvern gnoden aldo
zu antwurtende, darumbe wir zu stunt unserre erbern botteil scbicketent gen Proge
zu besehende, ebe die vür uwere gnode kommen möhte von uwern gnoden zu ver- 5
hörende, was uwere gnoden meinunge were. also möhtent sie nit vür uwere gnode
kommen und köment vür uwer hofegerihte und hortent do drierley züsprüche, die
uwer gnode gegen uns meint zu habende : des ersten, daz wir die rihtigunge, die
uwer gnode zwüschen üch, andern forsten, herren, stetten und uns gemäht und be-
griffen het, daz wir die nit gehalten habent, sol uwer gnode wiszen, daz wir des ro
unschuldig sint die rihtigunge, die uwer gnode begriffen und zwüschent uns beder
partye gestalt het, habent wir gehalten und wellent die vürbasser getruveliche halten
und ouch by der bliben. das ander, das wir unsern herren den bischof wider uwer
gnode empfangen und ingefürt haben, sol aber uwer gnode wiszen, daz unser heiliger
vatter der hobest uns verschreip und mit sinen bebestlichen bullen gebot, das wir is
den erwirdigen herrn Wilhelm von Diest zu eime bischofe haben und empfohen soltent.
do noment wir unser wiser gelerter pfaffen rat darüber, die rietent uns, sit wir von
gebottes wegen uwer dem bebestlichen stule zu Rome gehorsam sin soltent und uns
gegen uwern gnoden dem versprochen hettent gehorsam zu sinde, wo wir denne nit
gehorsam werent, so detent wir unreht darzQ, so würde uns töffen, crismen, begreb- so
den und alle cristenliche werg verbotten. darzü so zögte unser herre der bischof uns
soliche briefe, die der durchlühtige, hochgeborne fürste unde herre, herzöge Johann
von gocz gnoden marggrofe zu Brandenburg etc. uwer brüder ime verschriben hette
und von uwern gnoden wegen in uwere gnode empfangen, so getruwent wir mit
uwern gnoden geton haben, darumbe genediger herre, wile wir dem bebaetlichen stüle •»
zu Rome und uwern gnoden gehorsam gewesen sint und durch des heiligen stilles
und uwere gnoden ere willen unsern herren den bischof mit unserme kumber und
groszen kosten by dem bijstume behebt hant, so getruwent wir uwern gnoden,
daz üch daz gevellig sin solle und hoffen des danck von uwern gnoden ze empfohende.
so denne von des Hertenberger wegen, alz der gefangen wart, wisze uwer gnode, ao
daz der unsern nieman darby gewesen ist, so ist es ouch one unsern rat, wissende
und wille geschehen, alz er gefangen wart, do entran sin kneht mit eim hengeste
und watsacke, und wart der gefangen von armen knehten, die fürtent den hengest-
kneht und watsack zu uns in unser stat. also balde wir daz befundent, do schüffent
wir den kneht der gefengnisze ledig und (wart) ime der hengest, watsack und alle *
sine habe genczlich widerkert, damitte des Hertenbergers knehte ein gut wol begnügen
hettent, des die knehte den armen knehten, die nit zu uns gehortent, die den angriff
dotent, ein guten qwitbrief gebent liesz mit des selben herrn Habart Hertenbergers
ingesigel. darumbe gnediger herre, obe des gentzlich unschulde uns zu erfindende
und zu verhörende, so bittent wir uwern gnoden dienstlich unser erber botten, und <o
die mit inen riten, mit uwerme offen briefe vertrostent zu üch by uwern gnoden zu
1394 541
Binde inul die gnedekliche zu verhörende und aszzerichtende und wider von dch bicz
heim an irc gewarsam. so getruwent wir, sie sollen! solliche rede vor uwern gnoden
füren und reden, daz ir unser unschulde genczlich empfinden, wände wir unsers gne-
digcn herren, herren Karlen romschen keyscrs seliger gedehtnisze uwers vatlers und
r. uwern gnaden alle Kit gedienet liant mit unserme groszen kosten, daz wir ouch
vtirbasz begcrent uwern gnoden zii dunde und dar inne zu Binde und zu bleibende
und begerent des ehl gnedige antwurte von uwern gnoden mit disem botten.
Str. St. A. AA. 115 conc eh. mit vielen Streichungen und Aenderungen.
90G. Instruction für eine Straßburger Gesandtschaft an den König. [1894.)
io 1) Bezüglich der Vorladung vor das Hofgericht wegen Gefangennahme des
von Hertenberg, sollen die Boten durch genaue Schilderung des Hergangs darlegen,
dass keine Strassburger Unterthanen dabei betheiligt waren.
2) Betreffend den Vorwurf: das wir au den riebesstetten die rihtigunge, die er
[der König] gemacht het, nit gehalten habent, sollen sie bemerken : dass Strassburg
i5 von seinen Schuldforderungen aus der Zeit vor dem Krieg Abstand nehmen wolle,
sobald drei Räte der betreffenden Stadt beschwören, dass die Schuld während des
Krieges bezahlt sei, auf die Zahlung der übrigen vor dem Kriege fälligen Schulden
und Zinsen aber auf Grund des Richtungbriefes bestehen müsse.
3) In Sachen der Bischofswahl hätten sie sich seinerzeit auf Wunsch Kaiser
so Karls und König Wenzels ganz an die Entscheidung Pabst Urbans gehalten.'
4) Seien sie der Meinung, dass alle Ansprachen des Königs durch die Richtung
erledigt seien, während für die Einzelforderungen der an dem Kriege und jetzt an
der königlichen Richtung beteiligten Ritter und Knechte Termine im Elsass angesetzt
werden könnten. In dieser Weise sollen die Boten erforderlichen Falls antworten . . . und
* sullent unsern herren den herezogen bitten, daz man uns do von losze. retten aber
des küniges botten von geltes wegen unserme herren dem künige zu gebende und
sprechent : es were vor mit unsern botten in rede gewesen, so sollent unser botten
daruf antwurten, daz sie dovon nit enwissen.
5) Den Zwist mit Bruno von Rappoltstein sollten die Boten unberührt lassen,
30 käme er aber dennoch zur Sprache, freimütig erzählen, dass nicht sie, sondern
Bruno die beschworene Richtung gebrochen habe.
6) Käme die Rede auf die Strassburger Münze, so sei zu entgegnen,-. . . das wir ein
Boliche münsze habent, man setze sie uff, wo man welle, so sint sie besser an silber
eins güldin wert denne ein guldin ; von ander münszen wegen — und von des Lant-
3:> frieden wegen sollten sie nicht sprechen.
7) Spräche man von dem, . . . was Volmar von Wickersheim dicke mit uns geretd
bei von der herren von Peyern wegen, do sullent sü uff das aller kürezeste usreden,
daz su können.
1 Wohl die Wahl Friedrichs von Blankcnheim 1375 cf. Königsh. II pg 678.
542 1394
8) Frage man nach dem Herzog von Oesterreich,... do söllent sie gar kurcz zu reden :
wir sient in früntschcften mittenander und habent das heilige romesehe rieh darinne
uszgeuonimen. /? 1394] .
Str. St. A. AA. 115 nr. 5 com. eh.
907. Markgraf Bernhard an Meister und Rat von Strassburg : beschwert sich, . . . daz
her Johans von Roszheim, der da ist by Clause von Roszheim uwern lonhern, sich
understet zu kriegen und dovon zu bringen . . unsern cappelan Claus von Beinheim
von dem von ihm erhaltenen St. Diebolds-Altar im Münster und dessen wohlerwor-
benen Rechte zu schützen. datum crastino Thome Cantuariensis episcopi anno 94.
1394 December 30.
Str. St. A. AA. 84 or. eh.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1623.
9011. Meister und Rat von Straßburg an. Volmar von Liitielslein, den Decan des
Domkapitels: ersuchen um die Besiegehing ihres Vertrages mit dem Bischof durch
das Kapitelssiegel. 1304 December 31. u
Dem erwürdigen herren, herren Volmar von Lützelstein, dechan der merren stift
zu Straszburg embieten wir Hesseman Hesse der meister und der rat von Strazburg
unsern früntlichen dienst, lieber herre. von der sache wegen, also wir mit unserme
herren dem bischofe überkommen sint und übertragen sint, darzü wir gerne des
cappittels willen gehebt hettent und ir ingesigel, das aber wir noch rote uwer und 20
anderer von eime cappittel zu dein andern gebeitet habent, alz ir wol wissent und
nu nuwelinges daz leste cappittel darumbe gewesen ist, darinne die herren des cap-
pittels sich bekant habent in cappittels wise und beietzet und iren willen darzu geton,
das daz vürgang haben sol und man unser briefe mit des cappittels ingesigel besigeln
sol, do ist uns zu verstonde geben, das drie slüssel zu dem ingesigel sigent, domitte m
daz ingesigel beschlossen sy.
Do getruwent wir, daz wir kein verzog an den zweyen slüsseln habent, do mitte
daz ingesigel beslossen ist, und wände ir den dirten slüssel habent, so bittent wir
üch früntliche, daz ir mit uwerme slüssel zu uns kommen wollent und das slosz
entsliessent, oder aber iemant an uwere stat befelhent, der es entsliesze, das uns so
unser briefe besigelt werdent. und gedenckent an die früntlichen wort, die ir uns alle
wege zu verstonde habent geben, das kein breste an üch sin solle, den worten gent
kraft und sument uns nit, das wollent wir allezit umbe üch zu widerdienende haben,
datum feria quinta infra oetavam nativitatis domini anno 94.
Str. St. A. AA. 1420 cop. eh. coaev. Ebenda Brief des Rats in gleicher Sache an seine
Boten Dietrich Burggraf, Johans Bock und Heinrich Lynitr vom 1 Januar 1395.
1394 HS
909. Genannte Straßburger Gesandle an ihre Stadt: berichten über den Verlauf
/■nies mit Bruno von Rappollslein abgehaltenen Tages. 1394 Deeember :tl.
Den fursichtigen wisen meisler und rate der stelle zu Strasburg einleiten wir
unscrn undcrlcnigcn willigen dienst, liehen lierren. wir lassent üch wissen, das wir
5 off dise vergangen mittewoche und dunrestdag getaget habent mit hern Brunnen von
liappollzstein, und das die saclie gerwe entslagen ist, alse wir üch das selber wol
sagende werdent, so wir zi'i och kommen), tedocfa so wart fürbaz mit uns geretde,
das wir die suche in gülcm also liessent hlihen und gestiin nutze off den zwelften j,,!,'
dag nehste und den selben dag allen in aller der müssen, alse ez nutze har in
|" slallunge gestanden ist. daz haut wir auch also geton und ufl'geniinmien nutze; ulT den
egenanten zwelften dag. darnach so wissen! üch zu rihtende. ouch so wurl der hoher-
hörne fürste und herre herzöge Lüpoll zu Üsterriche sine botschat't gen Sletzstat von
dez dages wegen, der da von dez von Lützelsteins wegen aldii sin sol, senden, da
habend wir vernummen, daz dieselbe botschat't zu üch gen Strasburg konunen wurt
« und von dez von Rappolzsleins wegen selber mit neb reden von einre langern Stal-
lungen zu haltende, de/, wir uns doch nil anneminen woltent. wissent auch, daz der
herzöge von Osterriche sicherlich von dem lande wil in der woehen, die nu nehste
kommet, alse uns das vur WCT geseit ist worden, oueh so vollegiit der dag zu
Sletzstat, alse wir von üeh gescheiden sint. besigelt mit min .lohans Rockes ingesi-iel.
* dalum feria quinta proxinia aide dieni eireumeisionis doniini anno domini etc. 94.
Dietherich Burggräte, .lohans Bocke
und Heinrich Ljmer ein altammanmeister
zu Strazburg uwere botten.
[/// eerso] Den fürsichligen, wisen ineister und rate der stette zu Strazburg
25 unsern liehen berren.
Str. St. A. AA. 112 nr. 143. or. eh. 1. cl.
Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 423.
910. Hesseman Hesse der Meister und der Rat von Strassburg an die städtischen
Holen Dietherich Rurggraf, Jobans Rocke der jüngere und Heinrich Lymer: siesollen
m zum Domdekan Volmar von Lützelstein gehn, der den dritten Schlüssel zum Siegel
des Domkapitels besitzt und ihn ersuchen, diesen selbst zu bringen oder zu senden,
damit die vom ganzen C.apitel beschlossene Resiegelung des Vertrages der Stadt mit
dem Bischof vollzogen werden kann . . . dis alles wil unser herre der bischoff sinen
ouch befelhen. wer aber, das der dechan nit do were, so lant disen botten mit diseu
n briefen vürbasser zum dechan lofen. datum ipsa die festi eireumeisionis doniini
anno domini 1391. tSBä Januar 1.
Str. St. A. AA. 1420. or. mb. I. cl.
911. Bischof Wilhelm von Strassburg bekennt sich gegen die Stadt Strassburg
zu einer durch baares Darlehen entstandenen Schuld von 2200 Gulden, verspricht
VI. 69
>
544 1395
dieselbe bis nächsten Ostern zurückzuzahlen und stellt Mitschuldner in seinen Vögten
zu Bernstein, Ortenberg, Mollsheim, Zabern, Kocheisberg, welche im Fall der Nicht-
zahlung acht Tage nach geschehener Mahnung je einen Knecht mit einem Pferd als
Geisel nach Slrassburg schicken sollen. Geschieht auch das nicht, so ist der Stadt
Strassburg jede Art Angriff und Gewalt gegen bischöfliches Gut erlaubt. geben...
uf den heiligen zwölften tag noch winahtcn. [1896] Januar 6.
Str. St. A. AA. 1418. or. mb. lit. p. c. <i. sig. pend. und mit 4 durchgezogenen besiegelten
Brirgcbriefcn der i (späteren) Vögte : Bertholt Krantze von Geispolsheim Vogt zu
Molsheim, Heinrich Gerspach Vogt zu Ortenberg. Schwarz Rudolf von Andcla Vogt
zu Molsheim, Johann Pfettcrslieim Vogt zu Kochersberg, vom Jahre 1400. 1396, 1399
und 1399
in
912. Eberhart ton lialshofen und Reinhart von Sickingen schließen einen Frie-
den mit Straßburg. 1896 Januar 11.
Ich Eberhart von Balshofen und Reinhart von Sickingen der junge bekennen uns
mit disem briefe, daz wir ein frvden han mit den von Straszburg und den iren und iren u
Januar i~. helffern von uns und uiisern helffern, und sol der fryde ane gen an dem nehsten
sündage vor sante Sebastians dage und sol werrn biz uff den wiszen sondag den man
Febr. 28. nynet dye grosz vastnaht und den dag über und sol uns der vogt von Germersheim
ein dag bescheyden in dem frvden. und werez, daz wir oder unser helffer dazwischen
den frvden uberfuren, daz solten wir der name kern werez auch, daz die von Strasz- m
bürg oder ir helffer da zwuschen den frvden uberfuren. daz solten sie auch mit der
name kern, und daz solte uff bedesyte ungeverlich sin. und dez zu Urkunde, so hat
unser ieglicher sin eygin ingesigel uff dysen brief gedrucket zu inde dirre geachr'ft,
der geben wart uff den nehsten mondag nach dem zwölften dage. da man zalte driit-
zehen hundert jar und fünf und nuntzig jar.
Str. St. A. G. U P. lad. 168 fasc. 2. or. eh. c. 2 sig. imp. del
913- Bertholt Zorn der altere der Meister und der Bat von Strassburg an den
österreichischen Landvogt im Elsass Engelhard von Winsberg : berufen sich auf die dem
Herzog Leopold gemachte Mitteilung über ihre Fehde mit Bruno von Rappoltstein und
ersuchen ihn, in Abwesenheit des Herzogs die vertragsmässige Hülfe zu leisten und 30
zu deren genauerer Feststellung vier herzogliche Bäte zum Dienstag nach St. Agnes-
tag nach Kenzingen zu senden. datum feria quarta proxima post diem seti. Erhardi
episcopi anno 1395. 199s Januar 13,
u
Str. St. A. G. U. P. lad 22 fasc. 5. conc. eh.
Auszügl. gedruckt : Rappoltst. Urlib. 11 nr. 424.
.
914. Herzog Leopold IV von Oesterreich an die Stadt Strassburg : schickt ihr die
Verantwortung Albrechts III von Oesterreich gegen Wenzels Anklage wegen Teilnahme
an seiner Gefangennahme mit der Bitte, ihrerseits denselben auf Grand dieser
1395 546
Verantwortung gegen jede derartige ihnen zu Ohren kommende Anschuldigung in
Schutz zu nehmen. geben zu Veltkilcn an mentag nach saut Anthonyea tag ete.
nonagesimo quintO. ' Feldkirch tS&6 Januar IS.
Str. St. A. an der Saul 1 fasc. 1 t. cop. eh. cuuev.
Gedr. Wencker appar. 408. - D. M. A. II nr. 228.
915. Heinrich von Mülnheim, Johann Bock der jüngere und Heinrich Lymer,
welche zu einem Sühnetag mit Bruno von Rappoltstein nach Hagenau gesandt sind.
an den Ral vnn Strassburg: Bruno ist nicht zu dem Tage erschienen, sondern siatt
seiner Peter von St. Theodal, Hurkart von Xuwenecke und Heinrich von Giltelingen,
w Hauptleute ^\- Gesellschaft der Schlegler. Darauf haben sie wenigstens dem anwesen-
den Landvogt und den Reichsstädten ihre ganzen Angelegenheiten dat legt, wie es
früher zu Keisersberg auch Herr Bruno gethan hat, aber erklärt, dass eine eigentliche
Sühneverhandlung in Brunos Abwesenheit nicht stattfinden könne. Demgegenüber hat
der Landvogl aasgeführt unter Beistimmung des anwesenden Heinrich von Saarwerden
15 und anderer, dass es viel günstiger sei indirecl mit Bruno zu verhandeln, und hat
sie überredet bis morgen Abend zu bleiben, bis zu welcher Zeit er mit Hülfe <U'r-
Grafen von Saarwerden sowie i\cv reichsstädtischen und bischöflichen Räte versuchen
wolle mit Brunos Abgesandten einen gütlichen Vergleich zu Stande zu bringen . . .
. . . wer iucli aber dax in deheinen weg wider, da/, loszent uns v;\ sinnt forderlich wissen,
<o so sinl wir dar von, wenne die sache uszkommel, so nemenl wir denne die andern
Sachen mit dein riebe vur uns .... geben an dunrestag in dem naht imbisze post
purificationem anno 1395. i:tor> Februar rf.
Str. St. A. O. U. P. lad. 22 fasc. ö. or. eh. lit. cl
Auszügl. gedr. Bapp. Urkb. II nr. 425.
ü"> B16. König Wenzel erteilt den Slraßburger Gesandten, welche die Stadt zu ihm
[nach Prag] senden will, sicheres Geleil.'1 Prag WM Februar 4 .
Wir W'enczlaw von golles gnaden römischer kunig zu allen Zeilen merer des
reiches und kunig czu Beheim bekennen! und Um kuni offerüich mit disem brive
allen den, die in sehen oder hören lezen, das wir mit wolbedacblem mute und rechter
* wissen unsem und des reiches bürgern zu S(ras|iurg, die der nielsler und der rate
derselben slal zu uns senden werden und darzu allen den, die mit in reiten werden,
unsere sichere fride und geleile gegeben haben, und geben in das mit cral't dies
brives vur uns und alle die, die durch iinsern willen tun und lassen czu uns
zu kommende, by uns zu sein und wider von uns zu hauze zu reiten sicher leibes
35 und gutes an argenlisl und an alles geverde. und gebieten darunibe allen und ige-
1 Die ciemlich umjängrciclie Verantwortung Albrechts III ist gedruckt 1). R. A. II nr. £97,
2 Die Echtheit dieses Geleitsbriefes läßt sich die Stadt um 8 Man 1395 durch die offentlichri
tan Wcnilur SpaUingcr und Johann Werder eon Eßlingeit beglaubigen. — Str. Sl. A. AA. 113. or mb.
546 1395
liehen fürsten, geistlichen und werltliehen, grafen, f'reyen herren, dinstliiten, rittern,
knehten, reten, gemeinden der stette und allen andern unsern und des reiches und
ouch des kunigreiches zu Beheim amptlüten, undertanen und getrewen ernstlichen und
vesteclichen mit disem brive, das sie die obgenanten burger von Strasburg und alle
die, die mit in reiten werden, durch irre lande, stete, slosze und gebite sicher und
ungehindert beyde zu uns und ouch herwider czihen und sy ouch, wenne in das not
geschiht, geleiten sollen und geleyten lassen, alse libe in sey, unser swere Ungnade
czu vermeyden. mit Urkunde diez brives versigelt mit unserm angedrucketen insigel
geben zu Präge nach Crists gepurte driezehenhundert jar und darnach in dem fiimff
und newnezigisten jare des nehsten donerstages nach unser frowen tag purificationis.
unsere reiche des behemischen in dem 22 und des romischen in dem 19 jaren.
Str. St. A AA. 107. or. mb. I. pat. c. s. i. v. impr.
917. Notarielles Vidimus für die Originalurkunde über den am 9 Mai 1393 [nr. 707
zu Ensisheim abgeschlossenen Bund des Herzogs Leopold von Oesterreich mit der Stadt n
Strassburg, ausgefertigt von Johannes Werder, öffentlichem Notar, in Gegenwart fol-
gender Zeugen : juxta portam ecclesie Argentinensis, per quam itur in lapistidinam
fabrice ejusdem ecclesie in mei notarii publici et testium subscriptorum .... virorum
domini Henrici dicti Landesberg presbyteri prebendarii altaris in ipsa ecclesia Argen-
tinensi siti, Eberhardi dicti Dürnheim de Brysach et Conradi dicti Balle notarii curie «o
Argentinensis ad hoc pro testimonio specialiter vocatorum et rogatorum presentia etc.
etc. Dann folgt die deutsche Bundesurkunde von 1393 Mai 9.1 anno 1395 . . .
soxto die mercurii, que fuit deeima dies mensis Februarii etc. ISOS Februar 10.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 45/46 nr. 77. or. mb. lit. pat.
918. König Wenzel an Strassburg: beglaubigt seine bevollmächtigten Gesandten 25
Graf Friedrich zu Oettingen Kammermeister und Bat und Hans Heckil von Amberg
zu mündlicher Verhandlung . . . von wegen ettlicher notlicher sache, die uns selber
angehören. datum Prag am sontag vor vastnacht a. reg. boh. 32 reg. rom. 19.
Prag 1395 Februar 21.
Str. St. A. AA. 113 nr. 57. or. eh. I. cl. 30
Reg. D. B. A. II, 383 Anm. 2.
919. Pfalzgraf Huprecht der ältere an Strassburg: König Wenzel hat die Herren
Graf Friedrich zu Oettingen und Hans Heckel zu ihm geschickt mit der Aulforderung,
im Vereine mit diesen zwischen ihm und Strassburg zu vermitteln . . . darumb be-
scheiden wir uch einen nemhehen tag für uns gen Heidelberg off den sontag, als men «
1 Gedr. oben unter nr. 707.
1395 547
singel Judica zu nacht, da zu sin und off den mantag die ttdinge anzugrinen da« **i •*
tiiin Heidelberg dominica, qua cantatur Oculi anno 1385. HnUUSbtrf t:tun M/irz 14.
Str. St. A. AA. 112. or. ch l cl.
!)2Ö. Meister und Hai von Strassburg berichten über den bisherigen Verlauf ihres
i Streites mit Bratro von Rappoltstein in 5 Einzelbriefen an: den Herzog von Bore und
Markgrafen zu Pont, den Herzog von Lothringen, den Markgrafen Bernhard von Baden.
den Herzog Ruprecht den älteren, den Herren Borckard von Nuwenecke und die
andern Hauptleute der Gesellschaft auf dem Sehwarzwalde und bitten sie, Bruno nicht
beizustellen, [undatiert]. [1395 vor März t5?P
ii) Str. St. A. G. U. P. lad 22. eonc. ch. 5 Briefe zusammen auf einem Blatt.
Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 426.
921. Die städtischen Gesandten Heinrich ton Mülnheim, Andreas Hei/mau und
Hans Bock an den Rat: berichten über ihre Thätigkeit in Prag. 1MB April 7.
Lieben herren. wir enbietent iuch unsern gewiligen dienst befor und lont iuch
u wisen, daz wir fuir unsern herren hertzoge Steffon von Peyem etswe dicke gewesen
sint, und hat uns derzü mole früntlich enpfangen und zu uns gerel. darzü so sint
wir ouch gewesen bi dem hofemeister und bi hern Stirvaten, die zii diser zit wo]
zii hofe sint, und haut mit den geret und in ouch darumb entheisen, daz sui uns
behuilfing sint, in unsern sachen. die ach sprcchent, daz sui ir bestes tuon welent
ao und wellent uns in allen unsern sachen fuirdern. und sint ouch gewesen bi dem
bisehofe von Megedeburg, der kantzeler worden ist, der och gen uns geret hat, daz
er sin bestez duon wil in unsern sachen, [als]2 uns her Flachnecke und Marlin, hern
Dislachen sun, in den und in allen unsern sachen vaste behuilfing sint, also fere wir
daz wisent. lieben heren. wisent, daz unser herre, der kuing uf disen mendag in <•*•**
-'.>. hertzoge Steffens herberge kam, do wir ouch fuir sin gegenwertikeit koment, do
hertzoge Steffon mit andern heren gegenwertig stundent, und rette hertzoge Steffen
zii mole fruntliche von unsern wegen zii dem kuinge. do huobent wir ziistunt, do er
ozgerefte, und rettent selber mit dem kuinge in gegenwertikeit hertzoge Steffens, do
hertzoge Ludewig hertzoge Steffens sun ouch bi stunt, der alse duigentlich gen uns
oe düt, alse ie fuirste getet, und bitte alle zit sin fatter, daz er uns behuilfig sige und
seit dem fatter, weleich zuht ime nehest doheime erboten ist, do er bi uich waz.
alse beschiel uns der kuing fuir hertzoge Steffon selber und Ines in zii ime nemen
den niiwen kantzeler, den hofemeister und hern Stirvaten. daz uns die welkliche verhoern
soltent. daz noment wir uf noch rate hertzoge Steffens und andere unsere guten fruinde
■i5 und daruf, so sint wir uf dise krumbe mittenwoehe for hertzoge Steffon und den ■•/"••'< ?.
1 Biete Datierung gegeben untl begründet Bapp. Urk II S. 337 Anm. s. nr. 426. — Der i. d. lieg,
d. Markgr. v. Bad. unter nr. 1620 aufgenommene Bericht an den Markgrafen Bernhard ist dort
cum 29 September 1394 angesetzt.
8 Die Vorlage liat hier ein Loch.
548 1395
andern heren gewesen und waz der Hertenberger öch do, der uns in allen sachen
huindert und wider uns wirbet, und erzalle aldo von dez kuingon geheisede,
also er sprach, also ez sich formals vor dem hofegerihte verloufen helfe und mich
nie darzii, also wir uich wol werdent sagende, do wisent, duz wir alle stuicke velklieh
verantwurtet hant, also uns dunckel noch unsere noturfl. und daz wellent ouch 5
hertzoge Steffon und die andern heren fair den küing bringen, also sui uns daz
gelobt hant. wisent ouch, daz her Peter Boer und noch einre, der bi uns isl von
dez von Rappollsloins wegen, raste werbent und besunder, daz sui von dem kuinge
briefe erworbent hant, daz er dem hertzoge von Ocslerrieh und .-inen reiten zi'i Elsas
hies verschribcn, daz sui uns nuit behuilfig sin soltent. daz kam uns fuir und dotenl 10
zu stunt darzii unser bestez, daz wir nuit anders wisent, danne, daz die briete noch
in der kantzelige sint und daz cz also hüben sol nutze l'uirbaz von unsern sachen
geret wirb liben heren. wissent, daz die selben heren, den unser sache enpfolhen ist,
mit uns geret hant, daz unsers heren dez [kuinga] meinunge sigc, daz ir mit dem
uai so. von Rappoltstein ein stallunge halten! nutze pfingesten : do zwischen t welle der kuin? in
uf den Rin komen und gedencken, wie ir mit dem von Rappoltstein uibertragen
werdent. dar uf, so hant wir geantwurtet, in welicher mose der von Rappoltstein
unsere stat und den unsern daz ire ingenomen hat und noch ine haltetet und uns
alle dage innimet wider die rahtunge, so uns unser here der kuing geben hat, bi der
rahtunge wir ouch bliben welent. und hant do mit gesprochen, daz wir der suche nuit -'"
mehtig sint uf zu nemende, wan wir do sint also holten, lieben heren wisent. daz
uns hertzoge Stoffon fuir wor geseit hat, daz er sich geerbeitct habe und ez darzii
Mai 30. broht, daz der roemesche kuing uf dise pfingesten gen Ache komen sol und der kuing
von Franckrich bi fier mile weges do bi ouch uf dieselbe zit sin sol von der zweger
beste wegen, wie ez in eines kome. wisent ouch, daz hertzoge Hans, dez Iniinges -
bruoder, hertzoge Steffon von Peyern, hertzoge Ludewig sin sun, der margrofe von
Misen, margrofe .los von Merleln und wol drisig duitscher und beheinescher heren
jetzent zu Prowe ligent. und daz sumct uns und het uns raste verzog gemäht in
unsern sachen und wanne man igenotent seit, daz der kuing mii <\en heren verriht
sige, so gibt man am andern dage, ez sige entslagen. doch seit man ignot, er sigc m
'und'/'1' gsriht und werde in den osterfirtagen allez uz gelragen. geben an der kruinbcn
mittewoche 1395 besigelt mit Hans Bockes ingesigel.
Heinrich von Muilnheini rilier.
Andres Heilman altameister und
Hans Bock uwer holten. ■*
Str. St. A G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or eh. lit. cl. stark beschädigt.
Aussagt gedruckt : Bapp. Urkb. II, Bf. 432
922. König Wenzel befiehlt den Reichsstädten im Elsass und in Schwaben, dass
sie die Stadt Strassburg anhalten, die Schlösser und Güter Brunos von Rappoltstein
nicht zu schädigen. datum Prag uff dem heiligen ostertag 1395. «
Prag l.'iUS Aprü 11 [vielleicht richtiger: 13U6 April 2].
Nach Bappoltst Urkb II nr. 433. Abdruck des Bcgestes einer nicht aufgefundenen Urkunde,
aus Colin. Bez A. Ann. Bapp. (E. 10«)) tot. 1T0.
1395 M'i
!)?:{. Die städti chen Gesandten Heinrich von Mfilnheim, Andreas Heilman und
Hang Bock berichten ans Praj an Meister und Ral von Strassburg: auf eine «StaUung»
imi dem Rappoltsleiner sind sie, weil ohne Vollmacht, nicht eingegangen, sondern
haben sich bemüh; seine Förderung zu hindern . . . und beiient wol getrawet, daz
t wir in disei' osterwochen gefertigel sollen sin worden, in welichen weg loch daz 'V','«''/'.''
besehenen were, so sinj semeliche wilde loeife jetzent zu hole, daz der kunig an
mendage zu nahi von dem huse zti Pruwe sehiet gar zornig, also wir uich wol sagende 'r-"''-*-
werdent, von waz sachen, und reil zu dem Karlenstein und versihl man sieh alle
dage, daz er gen Prowe kerne, wann lil herren do ligent, die sin wartent, daz die
in saehe zwischen) in geriht werde ... Das alles bringe ihrer Sacbe Verzögerung, ebenso
werde Porsiboy. der nächstens aus de! Lombardei zurückkehre, sie aufhallen, doch
werden sie bestens nach ihrer Instruktion handeln. Der von Oettingen ist in Prag
angekommen, doch wissen sie nicht. . . . obe er bi uich gewesen ist oder, obe er sin bot-
sehal't bi uich gehebet hat, und sint uwere botschaft darumb wartende gewesen ....
>5 geben ame dinstag in der usterwoche annu 139Ö. 1396 April 1-t.
Str. St. Ä. AA ll.i nr. 20. or. eÄ. /. cl.
924. Wol/f von Wunnenstein genannt der »glißende an Meister und Bat von
Straßburg.1 tS9S April 14.
Ich losz üch wissen, daz die 5 wem do bii gewesen sint, do mir und den
H mynen groszer schade geschehen ist mit nainmen ZU Gütenberg, zu Ilüfeliiliart und
zi'i Mölnbach. und daz waz zu den ziieu. do die lewengeselleschaft waz. do l)ii ich
ueh fruntlichen und ernstlichen, daz ir mir den schaden keren wöUent, der mir
und den mynen zii den zilen geschadi. wollen ir aber daz nit tun. so beger ich an
ueh, daz ir zu eim gelegenen tage zu mir rilenl und dar unibo mir ein reht loszent
ar> widerfarn vor dryen oder vor fönten, die wir dann zu mol über kummenl und daz
mir des ein uszlrag werde hie zwüscen und |>lingeston nehsle kunimet. und des MW.
loszent mich uwer verschriben anlwurt wider wissen. geben uff mitwoch noch
dem heiligen ostertage anno etc. '.).").
Str. St. A. AA. 84. or. ch l. cl.
.in 9?5. Bischof Wilhelm an die Stadt Strassburg: entschuldigt sich, dass er seine
Schuld nicht rechtzeitig bezahlen könne mangerhande schulde, kumbers und unmussen
halp, die uns von unser Stift wegen gröslich und vasl anligent ■ und l)iltet um Aufschub,
bis sie selbst hören, dass er im vollen und ganzen Besitz des Histums sei. geben
ZU Straszburg des sambstagea nach dem ostertage anno 95.
Strossbury 13M April 17.
35 Str. St. A. AA 1418. or. eh. I. cl
1 Vgl. 13<)5 Juui 7 den Absagebrief desselben
550 1395
926. Stephan Herzog von Baiern fordert Bruno von Rappoltsteil) auf, den vom
König Wenzel zwischen ihm [Bruno] und der Stadt Strasburg bis zum 1 Juli ge-
botenen Stillstand zu halten. geben zu Prag an donnerstag vor Georii 95.
Frag 1898 April 22.
Colmar Bez. A. Ann. Bapp. (E. 1039) fol. 162. Transcription (des 17 Jahrh.)
Gedr. Bappoltst. Urkb. II nr, 434.
927. Bruno von Bappoltstein verteidigt sich gegen die Anklagen, welche die Stadt
Strassburg gegen ihn beim Herzog Stephan von Baiern vorgebracht hat.
[1898 nach April 22.]
Colmar Bez. A. (E. 1039) fol. 162. Transscription des 17 Jahrh.
Gedr. Bapp. Urk. II nr. 435.
928. Conrat der ze Bussen bi dir was» berichtet aus Prag an Hans Bock: die
beiden Processe, welche beim Hofe gegen Strassburg betrieben werden, stehen schlecht
und nur dem Hofschreiber Johannes, um dessen Gunst er sich sehr bemüht habe,
ist es zu danken, dass nicht schon die Reichsacht ausgesprochen, welche dringend »
«forderte der man, als ir wol wist von wem irs habt'. Er möge sich erinnern . . . wie
wunderlich si [die Stadt Strassburg] for in die achte kam, wan dan ain ding ge-
schieht, so ist es geschehen. Jener Mann ist jetzt nicht mehr anwesend, so dass er
hoffen könne mit Hülfe jenes Hofschreibers die Sachen gut durchzubringen und
abzuthun. Doch ist es durchaus nötig . . . das ir es üch weit kosten lassen ain 20
beschaiden ding gen ainem gewaltigen rat, der das ustrait . . . und deswegen unverzüglich
einen treuen Knecht absendet. Bruno von Rappoltstein ist auch dort und hat sich
Briefe vom König von Ungarn und König Wenzel an den König von Frankreich und den
Herzog von Burgund ausgewirkt, damit diese den Herzog von Oesterreich veranlassen . . .
das er sich üwger nit annem . . . und sag nit in offem rat, das ich dir habe geschriben. »
geben ze Brag an dem frietag for sant Jergen tag. gib dem botten 5 guldin rinsch
Prag [1393 April 23].
Str. St. A. AA. 113 nr. 39. or. eh. I. cl.
929. Markgraf Bernhard von Baden ' an Strassburg : uns hat Hans Reinbolt von Win-
deck unser diener fürbraht und zu wissen getan, wie daz ir in zu den ziten, als unser so
herre der kunig, wir und ouch ander forsten und herren krieg mit üch hetdent, vast
schadigten zu Schopffheim in sinem dorff mit brande und mit name in den dingen, daz
er dez kriegs nit waz noch uvver sorgt und under sinen jaren und unser diener dennoch
nit waz, darumb er ouch dick und vil zu üch zu tagen geritten ist und ir und er
ouch von der sache wegen eyns gemeynen zürn rehten überkomen sind, dez er nit tun 35
1 Am 13 Mai antwortet derselbe auf ein inzwischen ergangenes Straßburger Schreiben: Hans Bein -
hold sei bereit, am 25 Mai zu Offenburg einen Tag zu leisten, den er (der Markgraf) auch beschicken
jfiif/i.i 1 1 . .' . / A A Q I .... nl«
werde . — Ibid. AA 84. or. ch
1395 55t
wil, als er spricht, und itf daz so habend ir solich gülte, als er jars in uwer statt
iiwern bürgern git, die in dem selben krieg gevieln ouch uf enthalten bizher uf eyn
besehen, ob ir do zu mal reht zu im band gehabt oder nit, als er uns daz gesagt
hat . . . er bittet nun auf einen Tag zu Reinbolt zu reiten und eines andern ge-
6 meinen Manns zu überkommen. Er will auch die Seinen dahin schicken, einen
gütlichen Ausgleich zu versuchen ; kommt er nicht zu stände, so soll sich Reinbolt
. . . mit reht von ihnen benügen, also daz ir ouch mit den iiwern bestellend, daz
die selben gülte und zinse fürbazzer ufenthalten werde in der masz, als ir ez vor
bestellet band biz uf die zit, daz die sach uszgetragen wirt. geben zu Baden an
i" saut Marx tag 95. Iia<len 1305 April 25.
Str. St. A AA. 84 nr. 48. or. eh. I. cl.
Reg. d Markgr. v. B. nr. 1625. nr. 1626.
930. Straßburg und eine Anzahl elsässischcr Herren treffen auf Grund der ab-
geschlossenen Friedensverträge ein Abkommen über die Regelung aller noch schweben-
i5 den Schuldsachen aus der Zeil des Krieges. strassburg 1305 April 25.
Wir Ortelin Mansze der meister und der rat und die bürgere gemeinliche der
stette zu Straszburg eine site und wir Friderich von Hadestat hern Eppen seligen
sun, Friderich von Hadestat Cuntzen seligen sun, rittere, gevettere, Lütelman von
Rolzcnhusen ritter, Jeratheus von Rotzenhusen, gevettere, Swartz Rudolf von Andela
an ritter, Jerge von Andela, gevettere, Burekart von Landesberg vitztüm mins gnedigen
herren des byschofes von Straszburg, Hanneman von Landesberg rittere, gevettere,
Rudolf von Hobenstein wilent vitztüm, Friderich von Hohenstein rittere, gevettere,
Albreht Beger ritter, Wilhelm Beger, gevettere, Johans von Wasselnheim ritter der
junger und Dietherich von Wasselnheim, gevettere, von unsern und der andern unser
äs fründe und geslehts wegen, die unsere woffen sint und unser woffen fürent, ander
site, verjehent und kündent mengelichem mit diseme briefe: also sich vergangen hant
cttevvas kriege und missehellunge zwüschent ettelichen fürsten, herren, uns und der
stat von Strazburg, die selben kriege gentzlich gerihtet und geslihtet sint nach der
briefe lute und sage, die dar über gemäht sint, und die wir ouch beder site bitzeher
3« gehalten habent und vürbasser halten und haben söllent und wellent umbe das, das
denne wir bedersite hinnan fürder miteinander dester luterer sient und gegensehende
liebe früntschaft und gantze truwe zii sammene habent. dar umbe sint wir überkommen
der hie nach geschriebener stücke :
Zürn ersten, was schulden wir die vorgenanten geslehte unser jegelicher besunder
0 schuldig sint der stetde von Straszburg burgern oder den iren, wie die genant sint,
die süllent wir bezalen bitze sante Martinstag, der nehest kommet, sint aber soliehe Notbr. H.
schulde über zwentzig pfunt und sint die nit wol versichert, die süllent wir bas ver-
siebern one geverde. was versessener zinse oder gülte wir ouch der von Strasburg
burgern bitze uffe dise zit schuldig sint zu gebende, die süllent wir in bezalen in
*» dise wise, das ist also: wir söllent einen verseszenen zinsz ynen geben uffe den
liebsten dag und zil, also wir in den nchesten zinsz, den wir in geben söllent, vallende
VI. 70
552 1395
würt mit demselben zinse, der in vellet, und darnach alle jar einen versessenen zinsz
mit dem vallenden zinse bitze die bürgere vorgenant ire versessenen zinse gentzliehe
bezalt werdent one geverde. was zinse oder gülte wir aber den burgern von Slrasz-
burg verseszen hant zu gebende in unsers herren des romischen küniges kriege, umbe
das, das wir danne ein ander dar umbe ungerehtvertiget lossent noch der rihtunge 5
briefes sage, so söllent wir die vorgenanten geslehte unser iegelicher, der soliche
versessen zinse oder gülte schuldig ist den burgern von Straszburg, den selben zinsz
halber geben uffe die zile und in die wise, alse von der andern versessener zinse
wegen, do vor geschriben stat. wer aber, das unser deheinre der versessen zinse, die
in dem kriege vielent, getrenget were zu gebende, das wir sie geben mustent, die 10
zinse süllent uns die bürgere von Strasburg halber an andern unsern zinsen lossen
abe gan one geverde. es ist ouch zwüschent uns beden parten beretd: welre unser
der vorgenanten geslehte lüte oder undersosze zinse oder gülte den burgern von
Strasburg in unsers herren des küniges krieg verfiel zii gebende und der do sprechet,
das er soliche zinse oder gülte uns oder den unsern gegeben habe, swerent danne «
der oder die zii den heiligen, die soliche zinse oder gülte schuldig worent, das sie die
zinse oder gülte uns oder den unsern in dem kriege bar gegeben habent, noch dem
tage, also die zinse oder gülte verfielent, und vor dem tage, also die rihtigunge zii
ging, und sprechent denne das dar zu mir by den eyden, so wir unsern herren getan
habent in unsern brieten, oder swerent, das unser ambahtlüte, die soliche zinse oder 20
gülte genommen hant, so söllent sie der zinse ledig sin. hettent sie aber minre gegeben
vür die zinse oder gülte, wenne der zinse oder gülte worent, was sie denne minre
gegeben hant, das das sie denne nit gegeben hant, das süllent sü noch den burgern
von Straszburg geben und bezalen. wer ouch, das deheinre der unsern oder unser
undersossen wine gespenet oder andere pfände, wie die genant werent, vür soliche &
zinse oder gülte gegeben hettent, die nach der rahtunge vorhanden bliben werent,
es were in oder uns in der mossen, das wir sie nit vürbasser vergeben hettent oder
von handen abe kummen werent, das sol die unsern oder unser undersossen nit
schirmen, wenne sie söllent soliche zinse oder gülte geben und bezalen und süllent
ouch wir die vorgenanten geslehte und unser ieglicher besunder sie sollich halten, 3«
das sie solliche zinse gebent und bezalent alles ungeverliche. und wände wir die
vorgenanten meister rote und bürgere von Straszburg und ouch wir die vorgenanten
geslehte ein gilt getruwen und gantze früntschaft mitteinander haben söllent und
wellent, so habent wir die selben geslehte uns gegen denselben meister rate und
burgern versprochen : wer es das yeman inen widerseite oder wider si dete, wer der 3ä
were, das wir noch die unsern dem oder den wider die stat oder ire bürgere nit
helffen roten noch by gestendig sin söllent noch enwellent noch in unsern slossen,
stetten oder vestin wider sie enthalten in deheinen weg one alle geverde. und sol das
weren von hinnan bitze sante Martinstag der nehest kommet und von demme sante
Novbr.it. Martinstag über ein jar, uszgenommen were, obe die egenanten meister und rat de-
heinen von unsern gesellescheften von den Martinsvogeln kriegen woltent wider reht,
dem möhtent wir beholffen sin zii sime rehten noch unsrer geselleschaft briefes sage,
das get aber nit an zinse, schulde oder gülte, die süllent wir den von Strasburg be-
«»«
1395 553
Baien noch du briefe« und irre briefe lute und sage und Bullen) darzQ einander nit
beholffen sin, wenne onch die äberkummen den bürgern von Strasburg an allen Lren
briefen unschedeüch so) sin und keinen schaden bringen alles ungeverliche. wer ouch,
das yeniaii, wer der were, in dis lant Kilsasz ziehen wolle oder züge, dar urnbe süllent
;> wir zu sammene rilen und uns do von underreden, was uns beden siten dar zii
nütze gut oder gcfüglich zii tünde sy. und was wir danne dar umbe mitteinander
überkommen!, das süllent wir tön und voilefüren one geverde. alle vorgeschoben
dinge gelobent wir die vorgenanten rittere und knehte von unsern und der andern
unser fründe und gesiebte wegen, die unsere woffen sint und unser woffen furent,
i« siele vesic unvcrbröchenliche zii haltende und zii vollefiirende. wer aber, das deheinre
der unsern dis verbreche oder dehein stücke nit hielte, das an disem briefe ver-
schriben stat, den sol diser Übertrag nit schirmen noch ime zii heitre kommen, und
dem BÖllent ouch wir die andern weder beroten noch beholffen sin noch ime zulegen
in deheinen weg one aller slahte geverde. und des zu eime woren Urkunde so banl
iö wir die obgenanten meister und rat unsere stetde ingesigel und wir die obgenanten
rittere und knehte von unsern und aller andere unsere fründe und geslehte wegen,
die unser woffen furent, sie und uns zu besagende unsere ingesigele an disen brief
gehencket. der geben wart zu Strazburg ufife sante Marckes tage des heiligen evan-
gelislen des jores, do man zalte von gottes gebürte drützehcnhundert jare nüutzig
m und find' jare. unde sint diser briefe zwene glich, einer by der stat von Straszburg
und der ander by den obegenanten gesiebten die ouch by in blybent.
Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46 nr. 78 u. 79. or. mb. lit. pat. c. 15 sig. An nr. 78 ist ab-
gefallen : das Siegel Burekart von Landesperg 's, stark verletzt das Siegel Friedrichs von
Hadslat. Das Siegel Jergs von Aiidela und Strasburgs fehlt. — An nr. 70 hängen
25 14 gute Siegel, abgefallen ist das Friedrichs von Hadstat.
Ebenda A. G. U. P. lad. 48/4'J. cop. chart. coaev.
931. Hermann Ebner an den Ammanmeister Claus Bernau in Slraßburg.- be-
richtet über die Gefangennahme der Straßburger Gesandten durch die Herren von
Schwanberg. Nürnberg 13U5 Mai 2.
io Mein willigen untertenigen dinst und alles gut. wen ir wissent über her amma-
maiater, daz her Hainrieh von Miillhaini und her Hans Pokk und her Endres Meilnian
mit allen iren diner auff gehalten sind worden an dem eritage gen halb Tachow 2 Apmn.
meil wegs. und daz haben getan die von Swanberk und haben sie gefürt mit allen
sachen, alz sie aiiff dem feld waren, aiilT die vesten gen Swanberk und haben gehebt
H '22 pfert. an dem nehsten tag darnach gaben sie den dinern urlaub, dann der Hinkell
und Fridrich, die zwin sind pey den hern beliben, so ist Alartein und Golt wider
hinder sich geloffen gen Prag, so sind die zwin Kolmar zu herzog Klein geloffen,
auch wissent, daz sie dez ersten tags sprochen : sie betten sie dorumb gevangen
Mint) den dinst, den sie tinderm hern künk tun beten, do woll man in niht solt geben.
40 nü sprechen sie, sie wollen ie gut von in haben, also waiz noch niemant niht, waa
ir mainung ist oder von wem ez dar gett. die andern diner sind herkumen, die wem
sich haiin inaeben, so sie schirsi niügenl. über her. loll euch Kleskcin enpfolhen sein
554 139&
und tut im gutlich, wann er willig ist zu eurem dinst, wenn ich in zu ewr weissait
sent. geben zu Nurenberk am süntag vor dez heiligen kreutztag
Herman Ebner
der eltir.
Str. St. A. AA. 113. m\ 5. or eh. I cl. I
932. Herman Ebner an Straßburg .- berichtet, daß die Straßburger Gesandt-
schaft überfallen ist und auf Schloß Swanberg in Böhmen gefangen gehalten wird.
Nürnberg 1308 Mai 2.
Mein willigen untertenigen dinst wizzt allzeit vor. über her purgermaister. ich
lozz euch wissen, daz die von Swanberk zu Pehaim aufgehalten haben mein herh io
von Strozspurk und all ir diner und haben sie gefurt gen Swanberk auff daz haus
und mainen gelt von in zu haben und haben den knehten allen urlaub geben dann
Rinkell und Friedreich, die zwin knech(t) haben sie pey in aufT den vesten behabt.
ApHi 27. und daz geschach am zinstag zu mittemtag zwei meil weges enhalb Tachow und von
gotz genaden, daz den hern und den knehten nihtz geschehen ist an irem leib, auch 15
sagt man, daz sie mutten von in sechzik taüsent gülden, auch sind die andern diner
her kumen dan Martein und Golt, sind wider hinder sich gen Prag zu herzog StefTan
und wil im daz klagen, auch über her purgermaister, sie haben sich der herrn insigel
undervunden, die sie pey in hetten, ob imant mit priffen, die mit iren insigeln weren,
zu euch hin haim körnen, do schol man sich nit an keren, wann sie irr insigel niht n
geweitig sind, daz haben sie iren diner muntlich enpfollen, daz man sich dor an
niht ker, daz mugt ir iren freuntten wol zu wissen tun. geben zu Nurenberk am
suntag vor crucis. Herman Ebner
der eltyr.
Str. St. A. AA. 113. or. eh. I. cl. 85
Gedr. Spach, Bruno de Bibeaupicrre nr. 9.
Beg. B. B. A S. 412 Anm. 1.
933. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg : führt
Beschwerde über Strassburger Kriegsknechte ... als ir uns geschrieben hand von
der knehte wegen, die inn unserm lande getan sind worden und die sich gen Baden 30
geantwurtet habend, und bittend uns die ledig zu lassen oder yne aber zyel zu geben
etc. lassen wir uch wissen, das dieselben knehte durch unser land herab geritden
sind und auch widder da durch, und habend unsern amptlüten zu herkennen geben,
sie sien von Spire. darnach habend sie ire rede geändert und sprächen, sie woltend
uwere kaufflute von Franckfurd holen, so habend sie dann geretd, sie wollend gen 35
Heydelberg. und als sie nu kämend gen Staffurd, da vorderten sie, man solte sie durch
lassen, daz aber die unsern daselbs tun woltend, dann wir da selbs empfolhen haben,
nyeman dadurch zu lassen, und geet auch kein strasze dafür, und also habend sie
unserm amptman zu Staffurde geflucht und den übel gescholten, die selben uwere
1395 555
kneble, auch andere die uwern sind auch vormals/, gen Stolhoren an die Rygete
kommen und haben gefordert, sie durch zu lassen, dann vre herren riitten ine nach.
daz habend unsere ampllüte getan, aber ync kam nyemands nach, mit sollichen Worten
kamend sie inn unser land und riittend dann irerabentüre nach, auch so habend die
i awern in unserm lande bei Bühel gehalten, nu wissend ir wol, das wir von gottefl
gnaden unser land biszher also gehalten haben, daz die uwern und sust menglieh da
inn frieden und guten schirm gehabt han, und hoffen, daz mit gottes hilft" fürbasser
also zu haltende, darumb so mögend ir wol versteen, das wir billich nit gern habend
uns semliche inbrüche dar inn zu (und. doch dem sii, wie, es wolle, so wollen wir
'<> dieselben knehte, die da uwere dienere und knehte sind, ledig lassen ufi" ein Blehte
alte urfede ungeverlich. und wir bitten uch fruntlich mit uwern dienern und den
uwern zu bestellen uns seniliehs, als vorbegriffen ist, zu überheben, dann wir yemens
aneziid gern teten, was wir wüsten, das vch fruntlich und lieb were. geben zu
Baden uf den donrstag nach dem sontag .lubilate. Baden 1305 Mai 6.
U Str. St. A. AA. 104 u. 81. lit. eh. cl.
!i:Jl. Dietrich von der Witenmülen an Sirassburg: hat auf der Heise nach Prag
von dem Ueberfall ihrer Gesandten erfahren und bietet seine Hülfe und Vermittlung
an, für die er dann nähere Instruktion erwartet. geben zu Dinkelsnuhel uffinittc-
wuche noch des heiligen erüczes dag zu Meygen. JDinkeltibüM 1305 [Mai G.)
Str. St. Ä. AÄ. 113. nr. 36. or. eh. I. cl.
935. Die Stadt Straßburg an König Wenzel: Klagt über die Vergewaltigung ihrer
Gesandten durch die Herrn von Schwanberg. [1305 Mai 2.-5.]
Dem allerdurchlühtigisten hoherbornsten fürsten und herren, herren Wenceslaus
römschem künige zu allen ziten merer des riches und künige zu Heheim embieten
w wir Orlelin Mansze der meister und der rat von Straszburg unsern undertenigen
willigen dienst und was wir da eren ued gutes vermügent. gnediger herre. alse wir
üeh nehest schribentund gnedekliche batent unser erber hotten zu uwern gnoden [so]
schicken uns zu verantwurtende des, daz wir vor uwern gnoden geschuldiget weren,
das ir gnedekliche und miltekliche mit uwere gnoden briefe doten. also wir nfl unser
3« holten zu uwerme wesende geschicket hettent, und die von dannan mit uwere gnoden
urlop schiedent und kemenl zwüschent Claduin und Tachow in uwerme lande, so
sint die herren von Swaneberg sie anekommen und hant sie gefangen und ire habe
genummen und uff die Testin Swanberg gefurt, alz uns geseit ist. darumbe so bitten!
wir uwere gnode dienstliche und mit allem Hisse, das ir uwer sclnnbernde gnode
x< miltekliche dar zu keren wellent, daz die vorgenanten unser erber hotten lidig und
los/, werden! geseit und ynen widerkert (werde) . . . das solient und wellent wir billieb
und willeklieb uinbe uwere gnode 8U wider dienende haben, wenne wissen! UWer
556 1395
gnode, daz wir unser erber botten gerne darumbe zi'i uwern gnoden gcsant hettent,
so wissent wir sie nit sicher zu uwern gnoden zii bringende \Schlttss fehU\.
Str. St. A. AA. 1 13 nr. 42 b. e0nc. eh.
Ebenda 1 Brief gleichen Inhalts von den Pfalzgrafen Stephan1
936- Stislaw von der Witenmüle2 an seinen Schwager Borsiwoy von Swinar: s
bittet ihn dafür zu sorgen, dass die Strassburger Gesandten, welche trotz ihres könig-
lichen Geleitsbriefes auf ihrer Rückreise vom König von den Herren von Schwanberg
überfallen und gefangen genommen sind,3 freigelassen und entschädigt werden . . .
wenne wirt darzü nit ernestliche geton, so besorge ich. daz fursten berren und ander
stette nit also guten willen me hettent, unserm berren den kunig zii suchende, und in »
vaste Unwillen brehte. [1305 nach Mai 5.]
Str. St. A. AA. 112 cop. eh. coaev.
937. Die in Brügge tagenden Vertreter der Kaufleute des Reiches an Straß-
burg: verwenden sich für die Freilassung eines von Ludwig von Lichtenberg gefan-
genen Pilgrims. Brügge 1305 Mai 10. u
Vrentlike grute unde unsen willighen deynst to voren. ghy herren unde leven
vrende. wii hebben vernomen, wo dat joncher Lodewich von Lichtenberghe ghevanghen
lieft eynen armen schipman ut ostlant, gheheten langhe Claus, dar he quam den Run
neder ghevaren van sunte, enwolde also eyn pelgrim. unde secht, dat he ut Rrahant
of ut Enghelant is. dat ghy heren in der wareit also nicht en zullen vinden, also uns h
wol kündich und witlit ghemaket is, dat he ut ostlande is unde corteliken ut Prussen
ghecomen is, so dat he van nodes weghen, wand er zee sine bedevart hadde ghelovet.
hir umme, leven heren, wii bidden unde versüken uiwre grote wisheit und bescheidenheil .
dat ghy dorch god unde rechtes willen scriven willen uwre breve ghonstliken an den
1 Unter diesem letzten Concept steht die Notiz, daß gleiche Briefe zu schicken seien an : Herzog Jo- <>:,
harnt, den Erzbischof von Magdeburg, den Bischof von Bamberg, Flackenecke von der Witenmüle, Bor-
ziboy, die Stadt Prag, den Hofmeister zu. Buben, die von Nürnberg, und Herzog Ludwig Herzog Stephans
Sohn.
* Die Gefangennahme geschah am 27. April, wie Hermann Ebner am 2. Mai sehreibt, vgl. oben
nr. 332. 3«
3 1. Derselbe an seinen Vetter Flachenecke von der Witenmüle.- «6er denselben Vorfall: an dem her
usse ritende hant sie die von Swanenberg gefangen in dem lande zu Beheim, dovon vil rede am Rine
und in dutschen landen ist, und mengelich umbillich het. darumbe so helffent und rotent an unsern
herren den kunig und alle sine rete — Str. St. A. AA. 112. cop eh. coaev.
2. Styslav von der Witenmülen an Dietherich : sendet zur weiteren Betreibung der Angelegenheit 35
eine Abschrift des königl. Geleitsbrief der Straßburger Boten, welche gefangen wurden . . . by zweien
milen weges by Tachow zwüschen Tachowe Gladrune, dovon man vil redet in dütschen landen . . .
dartum die dominica proxima ante diem sete Sophie [JMS Mai 9.\
3. Derselbe an denselben : Die Stadt Straßburg hat sich sofort auf die Kunde von dem Ueberfali
um Rat und Hülfe an ihn gewandt, worauf er zu einem Brief an den König geraten. Dessen Abschrift w
und die seines eigenen Briefes an den König teilt er mit, um ihm die Entscheidung zu überlassen, ob
die Briefe dem König zuzustellen oder besser zurückzuhalten seien.
1395 557
vorghenomden joncher Lodewich, dal desse arme pelgrim moghe quiit ghelaten werden
unde sine have wedder cryghen, aa dal he np iuwer strate trade ströme gherangben
ra, aUte wii vernomen hebben. unde want he ok in neyner .siede wonacbtich ia won
in ostlanl unde bider zee sine Deringhe to Bukene pieghet. hir to, leyven heren, will
i so vele donde zun dor unser bede willen unde ok der stad van Brucghe. de in deSfl
ghelike onel ein scriven, also wii n i > in berren wol betrowen, dat willen wii gherne
vordenen in gheliken iaken ofte in meren, wor wii moghen. unde hir von bidden wii
inwre gude anlwordc bi dessen ieghenwordighen boden. unse here, god inote in
bewaren in langhen selighen levene unde ghebedel to uns wert ghescreven ander
'" nnsen ingliezeghelen up den X,en dach in meye anno XCV.
Bi den alderlnden und dem ghemeynen copman van den romeschen riike
nu to Hrüghe in Vlandern wesende.
[In versa] Honorabilibus ac circumspectis viris doininis proeonsulibus et eonsu-
libus Straceborch, nostria sinceris amicis littera presentetur.
'• Str. St. A. AA. 2009. or. eh. I. rl c. 3 sig. parv. et 1 sig. magno, i. v. impr. omnibus
deletis.
938. Bürgermeister, Schöffen und Rat von Nymicegen bitten Straßburg »als
B esch i r m er des Rh e in s tro ms » , die Freilassung ihres zu Lichtenau gefangen
gehauenen Bürgers zu erwirken. 1896 Mai i:t.
m Gerweerdighe heren ende lieve ghemynde vriende. u ghenuge te welen, dat een
klerck ende een gbeestelic man, die van allen sinen aldern uyt onser stat gheboren
is ende onse burger, up len stroem van den Rijn ghevanghen is ende to Lyohtenonwen
upghevüert is. ende went ghij alle weghe gheweest sijt besch inner des stroems
van den Rijn, soe bidden wij u dienstelik, dat ghij daer toe helpen ende raden
m wolt, dat die voergenanten klerck, die geheiten is her Gadert Veüoeper, onse burger,
van diere ghevencknisse quijt werden miieht ende hem sijn haeve, die hem ghenomen
is, weder gegheven würde, ende wii v alsoe Iruwelic in desen zaeken bewijsen, als
wij geerne om uwen willen deden, daer ghijs begerende weert. onse here got bewaer
v altijt. gescreven onder onsen segel XIII die mensis maji in anno 96.
Uurgermeistere, seepene
ende rat der stat van Nymeghen.
Str. St. A. AA. 2027. or. eh. I. cl.
!):}!). Markgraf Bernhard an Strassburg: antwortet dass sein Diener Hans Reinbold
n von Windeck gesagt habe: er wöll also gern zu einen tag gen Offenburg zu. neb
komen. und also bescheiden wir nch einen tag von sinen wegen dar von zinstag D
nehst körnend über aht tage . . . wollend ir den tag also leisten und uf-
nemen, daz lassend uns wissen, so wollen wir ez Hans Ueinbolten ouch embietten . . .
daluin Baden feria quinta ante doininicum vocem joeunditatis. Baden 13VZ Mai 13.
4Ü Str. St. A. AA. 84. or. eh.
Heg d. Markgr. v. Beul nr. 1626.
558 1395
940. Oertelin Mansse der Meister und der Rat von Strassburg an Martin von
<!er Wytenmülen : bitten ihn nach Kräften für die Freilassung der Strassburger Ge-
sandten zu wirken, . . . alse diu vatter dir daz allez verschriben bot. datum feria
tertia post diem beate Sophie anno 1395. 1395 Mai 18.
Str. St. A. AA. 113 nr. 18. or. mb. I. cl.
941. Oertelin Mansse der Meister und der Rat von Strassburg an Pfalzgraf
Ludwig: berichten über die Gefangennahme ihrer Gesandten bei Cladrun in Böhmen
und bitten um seine Verwendung beim König. datum feria 3 proxima post diem
sete Sophie anno 1395. 1395 Mai 18.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl. c. sig. i. v impr.
942- Bernhard Markgraf zu Baden an Strassburg betreffend den Zoll und den
Streit mit dem «gleissenden Wolf» ... als ir uns von unser zolle wegen verschriben
hant, daz han wir wol verstanden, her umb laszen wir uch wiszen, daz wir nit wiszen,
wez ander fursten und herren von ir zolle wegen uberkomen sint, und wollen gern
dar umb erfarn und uch eyn entwurt wiszen laszen. auch als ir uns verschrieben 15
hant von dez gliszenden wolfs wegen, ist uch dar umb zu synne eyn gütlichen
tag zu leisten, so wollen wir mit im bestellen, daz er eyn frieden mit uch halte ab)
Auyusn. tage nach sant Jacobstag und den tag über ungeverlich und daz der gutlich tag da
zwuschen geleist werde, und waz uwers willen herumb sy, daz lant uns verschrieben
wider wiszen. datum Baden sabbato ante Udalrici episcopi. h
Baden [1395 Mai 22],
Str. St. A. AA. 103 nr. 89. Ut. eh. et.
943. Martin von Sckiltikin [Straßburger Diener] an den Rat von Straßburg in
Sachen der in Böhmen gefangenen Straßburger. Prag [1395 Mai 25].
Minen undertenigen gewilligen dienst bereit zu allen ziten. lieben gnedigen herren. »
als ir uwern hotten habent zii mir geschicket, do las ich uch wissen, das ich vor
dem künig und sinen reten bin gewesen von minre herren wegen, do wissent, daz
der künig und sine rete habent ernstlichen dar zu geton und habent die saehe be-
folhen her Borzeboy, daz der ritet von des künigs wegen und minre herren wegen
zu den von Swanenberg und sol die sache mit in ustragen, daz minre herren lidig 30
werden von des küniges wegen, ouch sprichet der künig, er welle sü lidig haben, do
wissent, daz mich dozwüschent nützet anders sumet denne der krieg zwüschent dem
künig und den herren. der künig lit zu Carlinstein und men versieht sich, daz er nit
komet gen Präge, ouch wissent, daz nieman in dis lant mag komen noch hinmusz,
doch men degedinget festeclichen zwüschent deme künige und den herren. wurde daz H
gerihtet, so getruwet ich, daz mine herren lidig wurdent. ouch wissent, das herezoge
Stephan von Peyer noch hie ist und der tut früntlichen zu uwern dingen, wissen
1395 r,.vt
oucli, daz ir haben) einen uuwen lantvoget zu Eylsas,' daz ist der grafe von Oetingen,
der dfil ouoh gar fruntlichon zii uwern sachen. oucli wissent, daz die von Frankenfurt
sigent nider gelegen ' naeli mineni herren und habent verlorn 18 hengest und als,
daz sü by in betten t. und ist gefangen Adolf Wisse burgermeister zi'i P'rankenfurt
» und Geylfart Weyse ein edelkneht. wissent ouch, daz ich hie blibe und mane die
herren von minre herren sache wegen durch das, daz ir mit vergessen werde. da-
tum Präge feria tertia proxima post festum ascensionis domini.
Uwer diener Martin von
Schiltikin.
"' Str. St. A. AA. 113 nr. 34. or. eh. I. cl.
944. Herman Ebner in Nürnberg an Oertelin Mansse Meister von Strassburg :
hat noch keinerlei Nachricht aus Böhmen über die gefangenen Gesandten erhalten,
doch hat der König in einer Unterredung mit seinem Vetter Albrecht Ebner den
Unfall herzlich bedauert und Borsiboy zu einer jedoch erfolglosen Unterhandlung mit
•• den von Schwanberg abgesandt. Vielleicht erfährt ihr Diener Martin heimlich etwas
über diese Verhandlung . . . wizzt üben hern, daz unser her der künk dem von
üettingen graff Fridreich verüben hot die lantvotey zu Elsossen, so ist markgroff Jobs
von Merhern unsers hern küngs gesworner rot worden und hot im daz lant zu der
Sweydnitz verühen, auch ist ez noch unferriht zwischen unserm hern kunig und den
2« lantzhern. . . . Ferner soll er ihnen auf Wunsch Swebleins mitteilen, dass auf die
Gesandten von Frankfurt und der rheinischen Städte Mainz, Speier und Worms ein
grossartiger Raubanfall durch Ritter geplant sei. Die Frankfurter, diesseits Pernaw
von Reuss von Ploben mit 40 Spiessen angefallen, sind bis auf zwei entkommen, der
andere Ueberfall, für den Lösegelder und Gefängnisse bereits genau festgesetzt waren,
« ist nicht zur Ausführung gekommen, weil ... ein ritter zu der samming gepetten, der
kom wol mit 10 pferden, der sprach er wolt niht do pey sein, im betten die stet geladen
und geschankt. und der rait dorvon, also traut sich der hauff .... geben zu Nurem-
berk an dem heiligen pfmgst obent. Nürnberg [139S Mai 29].
Str. St. A AA. 113 nr. 21. or. eh. I. cl.
Gedr. Spach: Bruno de R. annexe nr. 9.
Erwähnt D. R. A. II 412 Anm. 1.
945. Wenczlaw Kauffman, Bürger und Wirt zu Tachau. an Strassburg: berichtet
über die gefangenen städtischen Gesandten . . . daz si ein weil in den türen sint
gelegen, aber si sint nü ledig dez türenz und gend auf dem haus in einen gemach
u anz und ein, und man hüt ir noch gar vast. auch sagt man unz, daz sich wol 10
herren mit unserm herrn dem künig verlieht haben der besten, und die andern herren
haben einen tag mit in dez nehsten suntagz nach unsers herrn fronleichnamztag . . . J«>» «•
Dasselbe meldet Herman Ebner am 29 Mai 1396.
Wohl derselbe Ueberfall, von dem Ebner am 29 Mai berichtet.
VI
560 1395
Den entlassenen Dienern der Gefangenen hat er die Zehrungskosten geborgt und ist
bereit, nötigenfalls auch den Herren zu ihrer Rückkehr 1—200 Gulden zu leihen,
welche man ihm dann mit den übrigen. Auslagen durch seinen Freund in Nürnberg
zurückzahlen könne. geben zu Tachaw dez nehsten freitag nahtz nach pfingsten.
Tachau [1395 Juni 4]. 5
Str. St. A. AA. nr. 16. or. ch. I. cl.
946. Wolff von Wonenstein genannt der* glissende Wolff» an Strassburg:1 ich losse
üch wissen, als ich üch vor verschriben lian von schaden wegen, der mir geschehen
ist, da die lowen geselschaft waz, dar umbe ich gerne zu gelegen tagen zu üch
geritten were und mich wol an eime glichen rehten von üch benüget het, das kan 10
mir nit von üch gen. und dar umbe wil ich uwer vient sin und der uwern und
möhte mir ein pfant von üch werden, das wolte ich nemmen und wolt mich des
gein üch und den uwern bewart han mit disem offem brief. geben uf den mentag
vor unsers herren lichams tag in deine 95 jore. 1395 Juni 7.
Str. St. A. AA. 8i nr. 36. or. ch lit. cl. u
Reg. d. Markgr. v. B. nr. 1639. nr 1630.
947. Bürgermeister und Rat von Prag an Straßburg: berichten über den Ver-
lauf einer Gesandlschaft, die sie auf Ansuchen Straßburgs an den König vegen
Freilassung der in Schwanberg gefangenen geschickt haben. Prag [1395 Juni 4].
Unser stete freuntschafft mit aller beheglichkeit bevor, weisen besundern freunde. 20
ewern brief, den ewer freuntschaft uns gesant hat, denselben haben wir volkumlichen
und gancz vernumen, in dem ir begert under andern sachen, das wir umb ewer erber
boten, die gefangen sind vom Swanberg, mit dem allerdurchleuchtigisten fürsten und
herren hern Wenczlav romischen kunig und kunig zu Beheim unserm genedigen
herren reden sölden, das er gnedielichen seyn hülfe darzu kere, das ewer boten ledig 25
würden gelassen, uff das lassen wir uwer Weisheit wider wissen, das wir zu dem
egenanten unserm genedigen herrn dem kunig unsern erbern boten gesant haben
mitsampt dem ewern brief, das er umb ewer sache ernstlichen reden sölde. da ward
uns eyn antvvort von unserm gnedigen herren dem kunig wider bracht in sülcher-
weise sprechende, das ym die geschieht zumal getrewlich leid ist, das die widerfaren 30
ist, und er welle heffticlichen darzu tun, das ewer boten kürczlichen ledig gelassen
werden, solde er auch darumb grossen schaden nemen. fürbas merer auch, was uns
kuntlich und wissentlich wirt von der sachen wegen, was wir auch, darezu helfen,
raten und dinen süllen, das wellen wir ewer erberkeit alweg unverdrossenlichen
verschriben. geben zu Prag an dem nehsten freitag vor dem tag der heiligen drei- M
veldigkeit. Burgermeister und der rat
der grossen stat zu Präge.
-Str. St. A. AA. 113 nr. 4. or. ch. I. cl.
1 Am 16 Juni [1395] schreibt Markgr. Bernhard an die Straßburger: er habe ihren Brief nebst
der Abschrift obiger Absage erhalten und den Wunnensteiner zu sich bestellt, um mit ihm zu reden.
[ibd. AA. 8t or. eh.] vgl. oben 14 April 1395 das Schreiben Wolffs an Straßburg. vgl. unten [3 Juli 95].
M
1395 501
!)4!t. Heinrich Kemmerer, Hitler Unit kund, dass er von aller Ansprache lind For-
derung an die Strassburger gerichtet und gesühnt ist. Er gelobl die Richtung zu
hallen, geben uf tinsers herreu fronelichams tage in dem jore 1385. mur, j,ini 10.
Str. St. A. G. U. P lad. IMS nr. 83, or. mb. tit. pat. c. sig. pend.
5 !)4!>. Bernau Ebner in Nürnberg an OerteUn Mansse in Straseburg: berichtet
üher einen Fluchtplan der gefangenen Slrassbu rger. Hin den Herren von Schwanberg
anterthäniger sesshafter Edelmann «der get vil aüff das baus [Swanberk] hat .sieh
erboten die Gefangenen nachts zu befreien und durch einen Freund bei ihm anfragen
lassen, was Strassburg dafür zahle. am freilag frw 3 or aulf den tag nach unsers
io herrn leichnamstag. [1305 Juni 11].
Str. St. A. AA. 113 nr. 32. or. eh. I. cl.
!I50. Martin von Schilteken an Strassburg: erzählt die Gefangennahme des Mark-
grafen .lobst von Mähren auf Karlstein durch den König; versichert, dass er sich
immer in der Nähe des königlichen Hofes hallen wolle, ihm aber Niemand weiter
hehidllieh und dienstbereit sei als Herzog Stephan, der Canzler Erzbischof von Magde-
burg und der Graf von Oettingen. datum Präge sabbato proximo post festum cor-
poris Christi. n-ag [1305 Juni 12].
Str. St. A. AA. HD nr. 41. or. eh. I. cl.
Gedr. B. B. A. II nr. 241.
2o 951. Die Gesandten Mülheim, Bock und Heilmann an den Rat von Straßburq:
billeu sie durch Zahlung des Lösegeldes von 10 000 Gulden aus der Gefangenschaft
zu befreien. Sehwanberg 1395 Juni 14.
Den wisen bescheiden dem meisler und dem rat zu Strasburg embieten wir
unsern gewiligen dienst, lieben heren. also wir truwent, daz ir wol wissen), wie uns
m unser herren her Hosko und her Husla von Swanberg gelangen hant, daz haut sä
getan der umbe, daz in unser here der ki'mig und hertzoge Hans sin brüder schuldig
sint, des su briefe von in hant, also sü uns das geseit hant und meinen, daz wir
pant für unsern heren den künig sin süllent sit dez molles, da/, wir in sime geleitte
gewesen sint, der sülle uns ouch ledigen, der uf hallen su uns sweiiichen in gefeng-
30 nisse und hant uns zu dem dritten molle uf biochen geslagen mit henden und mit
füessen und alse uch der botte wol sagende wirt. und ist uns davon also we beschehen,
daz wir uns geschetzet hant umbe 19000 gülden, der sol geben her Heinrich von
Mülheim 1000, und Hans Bock 12000, Anderes Heilman 0000 und wcllent ouch mit
anders, derumbe, lieben genedigen herren. bitten wir ich, daz ir es durch got dünt und
85 gedenkent, daz wir in üwerme dienst und in uwer botschaft, die wir gerne zu dem
besten geworben betten, und uns helffen us unserme sweren gefengnisse, wene es uns
gar heille lib. wollten ir aber de/, nüt d.'in, dez wir uch doch mit getruwciH
562 1395
bitten wir uch durch gottes willen und durch unsers ewigen dienstes willen, daz ir
unsern wiben und unsern fründen, den wir ouch fiirscriben hant, daz sü uns helfTent,
daz wir in ouch wol getruwent, daz sü für koffent, fürbürgent und uf bringent uf
alles, daz wir hant, daz wir sü ouch erneslichent bittent und wir in ouch dez wol-
getruwent, daz sü daz dfint, und daz ir sü domitte fürdern und in beholffen sint.
wo daz nüt besehe, so wissent, daz wir derumbe an armen und beinen erlernet werdent.
derumbe, liben herren, so dunt uwer bestes herzu, daz wir nüt also iemerlichent
fürderbent, ouch lieben herren, Ion wir üch wissen, daz wir dis in disen nehesten G
wochen fürbürgen und fertigen müessen, wenne wir nüt lenger zil haben mögen, und
lont uns uwer genedige entwurtte wissen. geben zu Swanberg an dem nehesten
mendage noch unsers herren lichamesdag, do man zallette 1395 jor.
Str. St. A. AA. 113 or. 22. or. eh. I. cl.
952. Hans Bock l aus der Gefangenschaft in Schwanberg an seine Frau Katha-
rine.- bittet sie inständig, das Lösegeld zu beschaffen. i:iur> Juni 14.
Liebe Kettrin. ich gruiesse dich und also ich getruwe, daz du wol hest vernomen, '»
wie ich gewangen bin, alse lige ich swerlich und herteklich mit. hendep fuiesen uf
bloecher geslagen und ist mir do fon also we beschehen, daz ich mich geschetzet
habe umb 12 000 guldin. darumb, liebe Kettrin, bitte ich dich durch alle die frunt-
schaft und truwe, die du ie zu mir gewänne, der ich dich ermane(n) kan, daz du allez,
daz wir hant, verkoufest, versetzest und zu barschaft bringest in welen weg dir aller- 20
meist werden mag, und daz du ouch daz fürderlich und on ferzog dun mögest,- danne
wissest, wo daz nit beschehe, und du mich daran liesest, so wisest, daz du mich
niemer me lebendig gesehest, daz ich dir doch nit getrüwe, ich sige dir lieber danne
guot, wenne wer ez dir gelegen, also ez mir ist, mir wer kein gut so liep, ich gebe
ez fuir dich, darumb erman ich dich aller truwen, daz du mich nuit lost und min 25
fruint und din fruint darzü, daz ez zu eime kurezen ende broht werde, wolte dich
aber unsere fruinde ieman iren, so ruiefe meister und rat an, daz dir die helfent,
wan ich in wol getruwe, daz su mich nuit lont verderben, wanne ich in ouch ver-
schriben han, daz sui dir beholfen sint und duen din bestez und wegestes harzii,
also ich dir getruwe. wisest ouch, daz ich zu diser zit dez libez gesunt bin, liebe «
Kettrin, wisest, ist ez, daz du mir hilfest fürderlichest, daz ez in disen sehs wochen
verbuirget und uzgetragen wert, daz daz gelt uf zil eins deils verbürget wirt, so hoffe
ich, daz mir min heren von Swanberg gnedecklich duon suillent. darumb sinne dich
nuit deran. geben dez nehesten mendagen unsers heren lichemen dag, do man
zalte 1395 jor. Hans Bock. 35
Str. St. A. AA. 113 nr. 27. or. eh. I. cl.
1 Ebenso schreibt Heinrich von Mülheim aus der Gefangenschaft an seine Frau Benedicte und bittet
um Beschaffung eines Lösegeldes von 1000 Gulden. [J39s Juni 14.]
Ebenso Andreas Heilman, bittet seine Frau Elle Wibelin sein Lösegeld von 0000 Gulden auf zubringen und
dazu zu verkaufen: daz huz und daz gesebire und die farwe und anders, waz wir hant. [JMS j„ni 14.]
m
1395 563
953. Horman Ebner in Nürnberg an Meister und Hat von Strassburg : meldet
den Tod des königliehen Hofmeisters Gehling, die Gefangennahme des Markgrafen
.lobst auf Karlslein. . . . ouch wissent, das der von Otingen und her Wursybw stossig
sind von der lantvogtey wegen zu Klsassen, wann her Wursibw 7000 guldin kauf-
leutten anthaiss worden ist, die scholl er do von rihten. nu maint her Wursibw, die
schul! der von Otingen rihten, also waiz man noch niht, wer noch do pey weleibl.
geben an sand Veitz tag. [1396 Juni 16.\
Str. St. A. AA. 113. or. eh. I. cl.
Gedr. D. E. A. 11, nr. 242.
io 954. Entscheid des Burggrafengerichts zu Straßburg, daß kein Neu-Schuh-
ntacher altes Schuhwerk feil hallen darf. 1396 Juni 16.
Kunt sie allen den, die disen brief anesehent oder hörent lesen, das meister
Cüntze Hebern meister des antwerckes der schöhemacher zu Strazburg von desselben
antwerckes wegen kam für das gerihte her Hesse Pfaffenlabes des burggrofen zQ
15 Straszburg, do zii gerihte sahs in des vorgenanten burggrofen hof Werder Hans der
gerwer, der des moles der gerwer und der schühemacher der zweiger ^ntwercke
meister was und clagete an Ullin von Zürich den schöhemacher und sprach, wie das
der vorgen Ullin von Zürich ein nuwe schühemacher were und hette alte schuhe bi
den nuwen schuhen veile, das doch kein nuwe schühemacher tun solte. und dar umb
m so sehe er gerne von des vorgen. antwerckes wegen, das er die alten schuhe bi den
nuwen schuhen nüt me veil hette, wenne es kein nuwe schühemacher tun solte, e
der aber seile, warumb er das nüt tun solte, und hies ime also jehen oder locken,
do vürentwürte es der vorgen. Ullin von Zürich der schühemacher und sprach, do
er zu ziten der nuwen schühemacher stube reht koufte, do were ime gegünnet, das
25 sin fröwe die alten schuhe veil möhte haben und dar umb so möhte er es wol tun.
und gertent dar umb der worheit zu beden siten, die in ouch das gerihte erteilte
noch klage, noch entwürtc und noch der worheit, die das gerihte also vürhorte. do
kam das gerihte mit rehter urteil überein und sprochent es ouch zu rehte vor oflem
gerihte uffe ire eyde, do der vorgen. burggrofe selber zu gerihte sasz und ouch dar
13° umb sprach, das der vorgen. Ullin von Zürich hinnan für me keinen alten schuh bi
den nuwen schuhen veil sol haben, wenne es kein nuwe schühemacher tun sol. und
was dis das gerihte, die des moles urteil sprochent : Hochvelden Hans ; Heizeman
Stümpfe! Stumpfes ; Lauwelin Bürckelin von Roszwilre der gerwer ahte lüte von der
gerwer wegen und Schottenhans, der des moles der gerwer husgenosze was: Heicze
35 von Ichenheim ; Hans Pfowe in Kalbeszgasze ; Lauwelin Gengenbach ; Henselin Rafens-
burg der schühemacher ahte lüte von der schühemacher wegen und Cüntzelin Schult-
heisze, der des moles der schühemacher husgenosse was. und der vorgeschoben dinge
zu urkünde so hant wir die vorgen. meister und das gerihte unsern herren den
burggrofen vorgenant gebetten, das er sin ingesigel hencke an disen brief, und ich
4o der vorgen. Hesse Pfaffenlap der burggrofe vürgihe, das ich durch bette willen des
vorgen. meisten und des gerilltes min ingesigel habe gehencket an disen brief. und
564 1395
zu merre gezügnisze so hant wir der vorgen. meister und daz gerillte der gerwer
und der schühemacher der zweiger antwereke ingesigele oucli gehencket zii des
vorgen. unsers herren des burggrofen ingesigele an disen brief. der gehen wart an
dem nehsten zistage noch unsers herren fronlicham tage in dem jure, do man zalle
von gottes gebürte dusent drühundert jor nünezig und fünf jore.
Rudolf genanl .lüde scripsit.
Str. St. A. Schuhmacherzunft. or. mb. c. 3 sig.
955. Ulman Stromer an Herrn Claus1 in Straszburg bezw. an Meister und Hat
daselbst über die Gefangennehmung Markgr. .lobsts durch König Wenzel auf Karl-
stein u. a. m. datum mitwoehe nach sand Weinz tag. [139Ö Juni IG bezw. 15.] io
Str. St. A. AA. 113 nr. 42. or. eh.
Gedr. D. B. A. 11, nr. 243.
956. Markgraf Bernhard an Meister und Rat von Strassburg: hat ihren Brief und
den des Wunnensteiners [in Abschrift] erhalten . . . herumb wiszent, das wir den
selben Wolf besant hant zi'i uns zii komen. also balde er bi uns ist, so wollen wir
nach uwers briefes sage mit im reden. datum feria quarta post festum corporis
Christi. [1305 Juni IG.}
Str. St. A. AA. 84. or. eh.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1630.
957- Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Rat von Strassburg: als m
ir uns vorschriben hant von dez priesters Girbaden wegen, den unser pedelle gefangen
hat ... ist uns leit, hat er yeman der uvvern ützit getan, daz er nit tun solte. und
hant den unsern befolhen in vaste ze haltende und nit von banden zu lassend, uneze
wir selber hin in komment, so wellen wir daezü tun, was wir mügelich daczQ tun
söllent. geben zu Dachenstein dez sundags vor sungihten anno !)f>. [1398 Junt 20.] u
Str. St. A. AA. 1422. or. eh.
958. Herman Ebner an Strasburg: da in Amberg eine Fürstenzusammenkunft :-o
stattfindet, zu der unter andern Herzog Hans von München, sein Sohn Herzog Ernst,
Herzog Albrecht von Straubing, Herzog Ludwig und drei Burggrafen von Nürnberg
erscheinen werden, hat der Nürnberger Rat auf seine Bitten zwei Ratsmitglieder als
1 Wohl identisch mit dem Stettmeister des Jahres: Claus Behtolt Zorn der elter.
I
1395 66S
Gesandte dorthin geschickt «von meiner lierren von Strozspurk von kummerniss
wegen, do Bye izunl inen sein.- Ferner leih er mit, dass nach Berieht Albrechl
Ebners in Prag der König eine Commission eingesetzt habe, bestehend aus Herzog
Stephan, Borsiboy und dem Grafen von Oettingen, welche nächsten Freitag mit dem
■ von Schwanberg über die Freilassung ihrer Gesandten verhandeln sollen. geben
am zinstag vor subenten. [LWS Juni 22.]
Str. St. A. AA. 113 nr. 37. or. eh. I. cl.
Gesandten: sein Vetter Albrecht Ebner ist von Prag zurückgekommen und der meint,
im wenn Strasburg die Befreiung seiner Boten nur durch Unterhandlungen mit den
Herren und Fürsten erreichen wolle ... so werd ez sich lank verzihen und sie
mohten anderswo hingef'ürt werden, wan ez sich gar unfridlich in dem land zu
Pehaim anlet . . . Desshalb sei es das einzig Richtige einen Bevollmächtigten zu
senden, der durch Lösegeld die Freilassung erwirke. Auch erzähle dieser . . . daz sich
ii die lantzherren gegen unsern hern künk vast Sterken und ligen mit gewalt vor ainer
slat haizzet Prukt. in die Johannis et Pauly. . [13U5 Juni 26.]
Str. St. A. AÄ. 113 nr 31 or. eh. I. cl.
960. König Wenzel an Strassburg : befiehlt, den Strassburger Bürger und Krämer
Krhail Henslin anzuweisen, . . . das er soliche vorderunge umb die zwey hundert gülden
20 gegen unser und des richs stat Colmcr, die sy im schuldig waren in dem kriege, so wir
in Zeiten wider euch gehebt band, genczlich ablasse und in irn brief, so er doruber
hat, widergebe, . . . weil diese Schuld bereits während des Krieges von den Königlichen
eingefordert und die Sache damit gemäss ihrem Friedensschluss abgethan sei. geben
zum Karlstein des suntags nach sant Johans tag baptiste a. reg. boh. 33 reg. rom. li).
H Karlstein [1.3U5 Juni 27.]
Str. St. A. AA. 1 13 or. 56. or. eh. I. pat. c. sig i. v.
%l. Der pfälzische Schreiber Otto an Strassburg: berichtet über die Gefangen-
nehmung des Markgrafen .lobst. datuni quinta feria post diem Petri et Pauli.
[i3itr> Juli f.]
Str. St. A. AA. 108. or. eh. I. cl.
Gedr. D. R A. nr. 244.
%2. Johann Dieffental an Budolf von Rynach Siegelbewahrer zu Strassburg :
belichtet über eine Gesandtschaft König Wenzels an König Karl VI von Frankreich
wegen der Kirchenfrage, die Freilassung des Markgrafen Jobst sowie über die Strass-
burger Gefangenen, deren Sache auch verhandelt werden solle auf einer Fürsten ver-
'■ Bammlung (parlamentum) zu Daus [Taus b. Pilsen] ubi speratur de relaxaeione domi-
norum captivorum Argentinensium una cum dominis de Swanberg. ex quo domini
566 1395
sunt ita bone intencionis cum rege, non dubito ipsi deliberabuntur. pro qua libera-
cione Martini ' familiaris civitatis Argentinensis multuin est solicitus erga dominum
ducem Stepbanum, qui suas partes, prout se, obtulit me presente et audiente, plu-
ribus vicibus. credo quod Borzibosius etiam erit in eodem parlamento. qui, ut
audivi, in introitu ipsius noviter versus Pragam fuit in Swamberg una cum dominis.
quid autem tractaverit, nescio. spero enim firmiter, quod ipsi relaxentur de captivi-
tate. si dominus cancellarius regis veniet Frankenfordie, ubi credo sit per aliquos dies
mansurus incertis de causis, bonum esset, domini Argentinenses mitterent aliquem
fide dignum ad eum ad sciendum et percipiendum aliqua in factis illorum Argentinen-
sium .... datum Nürenberge die 3 mensis julii. Nürnberg [13U/>] Juli 3.
Str. St. A. AA. 108. or. eh. I. cl.
Gedr. D. R. A. II nr. 245.
963. Markgraf Bernhard an Strassburg ä : will sobald er es erfahren, der Stadt
mitteilen, was andere Fürsten und Herren wegen ihrer Zölle übereingekommen sind.
Wenn Strassburg bereit ist mit Wolf von Wunnenstein einen gütlichen Tag zu leisten, t>
so will er denselben veranlassen zur Abhaltung desselben bis zum 25 Juli Friede
zu halten. datum sabbato ante Udalrici. [1305 Juli 3.]
Str. St. A. AA. 103. or. eh.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1633.
964. Die Stadt Prag an Strassburg: lassen wissen das [wir] ee denne ewer p
ilzund gesant brief komen ist, mit unserm genedigen herren dem künig ernstlichen
geredet haben bittende under andern sachen, das seyn gnad rat und hülfe darezu tu,
das ewer diner ledig und los gelasen werden. geben zu Prag an dem nehsten
dunerstag nach sand Procops tag des heiligen beichtigers. Prag [13UH Juli «].
Str. St. A. AA. 113 nr. 40. or. eh. I. cl. 25
965. Heinrich von Mülnheim an den Bat von Strassburg: für ein in zwei Ter-
minen zahlbares Lösegeld von 1000 Gulden, für das sich Borsiboy von Swinar
verbürgt hat, wieder auf freien Fuss gesetzt, wird er zum König reiten und sich um
die Freilassung seiner beiden Gefährten bemühen . . . und dunckt uns drei gut, daz
ir forderlich verschribent unserm hern dem künig und herezogen Stephan und dem 3«
kanczler Wurseboi. Für die übrigen 18 000 Gulden können sie keine Bürgschaft
finden und fürchten, daz man si (Bock und Heilman) herter und herter halten wirt.
Er selbst ist ohne einen Pfennig Geld und hat 40 Gulden dem Tachauer Wirt
1 Vgl. über die Person dieses Martin D. R. A. II nr. 245 Anm. 1. Wahrscheinlich ist Martin von sa
Schiltigheim gemeint.
2 Vgl. unten Juli 25 das Schreiben desselben.
1395 60!
entlehnt, die man durch Vermittlung Herman Ebner'« in Nürnberg zurückzahlen
möge, geben des nehsten mittwochen nach sanl Margareten tau. [i3»n -iiui i4.\
Str. St. A. AA. 118 nr. 24. er. eh. I. cl.
9(i() Kunhe Lentzelin an Stellmeister Reinbold Wetzet und Ammeisler Claus
5 Bermitn : berichtet über seine Erkundigung in Sachen der in Schwanberg gefangenen
Shutßburger. Mainz [1898 Juli 22].
Min gewilligen dienst zö allen ziten. lieben berren. wissent, daz mich min guten
fluni für den kant/.clcr fürten, der do ein bischof ist zö Megedeburg, und seit mir
dise DOChgeschriben stücke selber: z'i dem ersten, daz der kiinig hete gesant den von
1,1 Schönberg zö den von Swanberg, mit in zu reden von dvw Bachen, und kam der von
Schönberg wider zu dem künige zt'i dem Beteler, do frote in der kantzeler noch den
sachen. do seite im der von Schonberg, daz sich die von Swanberg gerne wollen Ion
richten mit dem künige, daz sü nuwent in sin genoden blibent. und sollent denne
die von Strasburg lidig sin od als gut. und do der kantzeler herus kam untze gen
i5 Nierberg, do enböt im her Borsibo mit sime schriber und mit sime boten, daz er Bich
fürsehe, daz ez sicher mit den von Swanberg gerihtet wirde und daz die von Stras-
burg lidig wirdent on gut. fteh het mir der kantzeler geseit, daz er horte von dem
künige, daz er niemer süne wolte genemen mit den von Swanberg, die von Strasburg
werent denne lidig on als gut. och kan ich noch nüt erfarn, waz irs gewerbes si,
'" denne also ich üch vor ferschrieben habe und for im noch gen Frankenfurt und will
lögen, öbe ich ut fnrbas künne erfarn bede von unsern boten und was irs gewerbes
si. denne ich meine als, ich sülle bürfaz von unsern boten erfarn, denne er het alle
dage botschaft von Üehcim. und waz ich erfar, läse ich üch aber wissen, so ich
erste mag. geben zu Menlze tif sante Mariamadelendag fruge.
Küntze Lentzelin.
25 \/„ rrrxo] Den wisen fürsichtigen her Hcinbolt Wetze! meister und her Cläwes
Berman ammeister min üben berren.
Str. St. A. AA. 113 nr. 38. or. eh. I. cl.
9(i?. Albrecht Herzog zu Oesterreich an Meister und Rat von Strassburg : als
rilleicht vormaln wo! an ew körnen ist, der durleuchtig forste unser herr und swager
m der römisch kiinig den hochgebornen fursten unsern lieben oheim marggraf Josten
marggrafen ze Merhern gevangen bat, lassen wir ew wissen, daz uns der hoebgeborn
forste her Wilhalm marggraf ze Meyssen unser lieber swager und oheim und die
lantheiren von Heheim und von Merhern ernstleich und vaste gemant und angerüfTt
halient umb hilff in ze tun von der und andrer irer gepresten wegen, alz wir in des
35 phlichtig und und gepunden wjrn. darzü hat uns der hochgeborn forste unser lieber
swager herezog Johanns von Görlitz unsers obgen. herren . . des künigs bruder auch
wider denselben unsern berren . . den künig umb hilff gepeten und angerußt, davon
besandten wir all unser lantherren, ritter und kneeht. und nach der rat und under-
VI. 72
568 1395
weysung haben wir von derselben sach und sunderleich von merkleicher und grossen
beswcrung wegen, die wir unser land und leutt von unserin egen. lierren . . dein kunig
gehabt und gelitten haben, als sich das rindet und wir wol kuntleich fürbringen
wellen, wenn des zeit wirt, demselben unserm herren . . dem kunig unser absagbrief
gesandt, der abgeschrifft wir ew hienin verslossen senden, und haben auch den vorgen. '
forsten und herren vetzen gesandt ain merkleich volkch und wellen in mer hilff tun,
ob des dürft! geschieht, davon bitten wir ew mit ganlzem fleizz und ernste, ob die sach
icht anders an ew keine, daz ir ew denn daran nicht keret, sunder uns darin verant-
würt, alz wir ew des sünder wol getrawn und auch in ewern sachen gern tun wellen,
wo die an uns keinen. geben ze Wienn an sand Marien Magdalen tag anno etc. m
nonagesimo quinto. Wien 1896 Juli 22.
Str. St. A. AA. s:i. or. eh. I. eh.
9(ift Margkraf Bernhard an Meister und Rat von Strassburg: ' als ir uns ge-
schrieben hant von dez gliszenden wolffs wegen umb eyn friden zwuschen uch und
im zu machen, daz han wir wol verstanden, her umb wiszent, daz wir die selbe uwer '»
botschaft an yn bringen wollen, waz er uns dar umb zu entwurt git, daz wollen
wir uch wider laszen wiszen. datum ßaden in die beati Jacobi apostoli.
Baden [ISO'»] Juli 2~>.
Str. St. A. AA. 81. or. eh. I. cl.
Reg. d. Marl-gr. v. B. nr. 1635. -'
Vgl dort auch nr. 1637. 1640.
%9. Straßburg an Prag . dankt für die bisherige freundliche Verwendung für
die gefangenen Gesandten und bittet um Mitteilung von allem, was ihrer Sache
dienen kann. 131)5 August .t.
Den ersamen vursihtigen und wisen unsern sundern guten frnnden, dem burger- >s
meister und dem rate der grossen stat zu Frage embieten wir Reimbolt Wetzel der
meister und der rat von Strazburg unsern früntlichen willigen dienst, lieben fründe.
alse wir uch vormals geschriben hant von unseren erbern botten wegen, also ist uns
wol küntliche vurkomen, wie ir grossen ernste zu derselben sachen hant und geton
hant und alse ir uns ouch uwer botschaft dar umbe hant geton, des wir uch ouch h
früntliche und mit allem ernste danckent, und bittent üeh aber da by früntliche und
mit allem ernste, das ir uch wellent dieselbe unsere sache lassen empfolhen und in-
denckig sin, alse wir uwere g.iten fruntschaft dez besunder allezit wol getruwent. und
waz ir von hofe oder andere meren wissent oder empfindent, die da segeliche und uns
zu verschriben sint, das ir uns das allezit wellent lassent wissen und uch daran 35
1 Derselbe bestätigt am 4 August 1395 den Empfang eines abermaligen Sehreibens wegen des Wunnen-
steiners. dessen Antwort er jedoch noch enoarte, um sie ihnen dann sofort mitzuteilen. / 13951 feria qnarta
post vinc Petri [ibid. AA. 84. or. eh.]
1395 rm
keinen kosten noeli arbeil lossenl lielnni, das wellen! wir niieli wilekliehe und gerne
muhe neli und <lie uwern zii verdienende lialien. datum feria terlia proxima ante
dieni Sixti pape anno domini 1396.
Str. St A. AA. US nr 3 cop. mb. coaev.
!)70. Roimbold Wetzel der Meister und der Rat von Strassburg an Markgraf .!<»-
bann von Brandenbarg: danken für die freundlichen Bemühungen . . . von unsere
erbern hotten wegen, die ielzunl in gefengnisse sint . . ., und bitten um fernere Ver-
wendung und Hülfe. datum feria tertia proxima ante dieni scti Sixti pape anno 1 395.
1896 AiinHst 8.
Str. St. A. AA. 11'! nr. 18 cop mb. coaev. Darunter die Notiz, daß gleichlautend an l'fah-
graf Ruprecht den jungem geschrieben sei.
1)71. Heimbold Wetzel der Meister und der Hat von Sirassburg an Herzog Stephan
von Haiern: danken für seine freundlichen Bemühungen zu Gunsten ihrer gefangenen
boten, die ihr Diener Martin «grösliehe gerinnet» hat und bitten um ferneres Wbhl-
i» wollen. datum feria tertia proxima ante diem scti Sixti papae anno 1 395.
1898 ttitju.it X.
Str. St. A. AA. 118 nr. 18. cop. mb. coaev.
!)72 Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg ... als
ir uns geschriben händ umb die kerunge, die wir an die uwern vordem von der
2ü nimie wegen, die den unsern geschehen ist, als sie hern Rüdolff von Wasselnhein
gedient haben, daz hau wir wol verstanden, haruinb wissend, daz wir mit her
Burekarten von Mulnhein von Rechberg vil anders gerett haben, dann ir sehribend.
wir retten mit ime und schied von uns oueh, daz wir die kerunge von dem houptman
gern nemen wölten, moht uns aber daz von ime nit geschehen, so wollen wir dez
8i> zu den uwern wartend sin, die ime uf unsern schaden gedient band, wann doch
andern lüten gekert ist worden, den oueh dez mals genomen ward, und dünck uns
unfrüntlich, daz uns als vil unglichs von üch und den uwern gesehiht, wand ir
gestattend dez und andere Zugriffe, die den unsern von üch geschehen, daz doch
nit sin s51t, als wir darumh unser amptlutc elvvic dick zu neb in uwer statt geschickt
3' haben nach der brieve sage, der wir und ir in fröntschaft überkomen sin. und be-
gerenl an üch, daz ir schaffen wollend, daz daz und anders gekert und widert an
werde umb dez willen, daz wir in fruntsehafft mit einander hüben und daz vir nit
fürbazz bringen durften, wie ir üch gen uns verscliriben babent. datum Baden
feria quarta post vineula Petri anno etc. 95 Baden 1898 Aui/ust 4.
Str. St. A. AA. 8». er. eh.lit. cl.
Heg d. Murkgr. v. Bad. nr. 1038.
570 1395
973. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg: zeigt
Empfang des Briefes in seinen und des Wunnensteiners Angelegenheiten an. Den in
Lichtenau gewünschten Tag könne er wegen der Streitigkeiten mit Ludwig von Lich-
tenberg nicht leisten, wolle aber (am 20 August) einen tag zu Renehin, Sahsspach
oder Otterszwilr beschicken ' und erwarte an einem dieser Orte nächsten Freitag über s
acht Tage ihre Boten. Dort wolle er ihnen mitteilen lassen, in was für Stucken ihm
und den Seinigen unfreundlich von ihnen geschieht. Können sie ihm aber bei dem
von Lichtenberg Tröstung erwerben, so will er auch zu Lichtenau einen Tag leisten.
Sendet Abschrift des Briefes vom gleissenden Wolf* und hofft mit diesem auszutragen,
dasz er länger Frieden mit den Strassburgern halten soll. datum Baden in vigilia »
S. Laurentii martyris. Baden 1395 August 9.
Str. St. Ä. AA. 84. or. eh.
Beg d. Markgr. v. Bad. nr. 1641. vgl. nr 1642
974. König Wenzel an Meister und Bat von Strassburg: teilt mit, dass er seinen
Bruder, den Markgrafen Johann, zum Hauptmann des Landes Böhmen bestellt habe,
geben zu Prag 1395 an sant Laurencii tage. l'rag 1395 August 10
Str. St. A. AA. 113 nr. 47. or. eh. coaev.
975. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg : 3 bittet
für Hans von Blümenowe, der seines Bruders wegen ihr Gefangener ist. und sich zu
unsrer Frauen Tag wieder antworten soll, weiteres Ziel bis auf nächste Weihnachten. ■»
datum Baden in die s. Laurentii martyris a. d. 95. Baden 1395 August 10.
Str. St. A. AA. 84. or. ch
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1642.
976- Blicker von Botenburg thut kund, dass er mit der Stadt Strassburg gesühnt
ist . . . von des nachjagendes und ylunge wegen, als die iren mich vielen und jageten, "
als ich die von Swindoltzheim angriffen hette und gelobe ouch vür mich und alle
min helffer und die minen dise süne und rahtunge stete und veste zii habende und
die egenanten von Strazburg noch die iren von der sache wegen niemer an zu lan-
1 August 16 Pforzheim. Dankt Markgraf Bernhard den Straßburgern. daß sie den vorgeschlagenen Tag
leisten ivollen, bittet aber ihm zu Liebenach Baden zu kommen am lt> August. (Ohne Jahr) mentag su
nach unser fröwen assumptionis. [ibid AA. 103. or. eh.]
2 In diesem Brief vom 7 August sehreibt Wolf v. Wunnenstein an Markgraf Bernhard, daß er mit
den Straßburgern, denen er ja schriftlich seine Ansprache mitgeteilt habe, Frieden Italien wolle, bis er
von ihm günstige Antwort bekomme.
3 1395 September 23. Derselbe dankt für das bis Sant Michelstag bewilligte Ziel und erbittet 33
weiteres bis Fastnacht. dat. Darlach feria quinta post Mathei apostoli et evang. a. d. 95. (ibid.
AA. 84. or. eh.] — 1395 Deeember 12. Derselbe bittet seinem Diener Hans v. Blumenau das Ziel zum
Antritt seiner Gefangenschaft auf den «wissen suntag» 20 Februar 1396 zu verlängern. Baden in die
dominica ante beate Lucie virg. a d 95. [ibid. AA. 81. or. eh.]
1395 ".71
gcndc noch zii hindernde. Er .siegelt sowie auf seine Bitte Jancker Heinrich von
Fleckenstein und Heinrich von Otterbach. geben uf dunrestag neuste noch unsere
frowentage der eren des jorea 15KJ5. 13U.1 Auyunl t'j.
Str. St. A. G. ü. P. lad. Uiö/lOfi. A. or. eh. lit. pat. c. 8 sig. impr. B. cop. chart. coaev.
mit der Ueberschrift datum in Selsze per copiam.
Ebenda von 139(i März 24 neuer Fehdebrief Blickers an Straßburg. [or. eh. c. sig impr]
üben da von 1306 April 25. Sühnebrief Blickers mit Siratiburg besmiders wegen Gefangen-
nahme des Straßburger Burgers Hanseman Sturm.
!)"T. Ich Diether Burggrofe, Cunrat Armbroster und Cime von Kolbotzheim diint
io kunt mengelichem mit disem briefe, daz wir do hy worent, also Blicker von Roten-
burg zusprach den erbern wisen und bescheiden meistere und rat zii Straszburg von
des nachjagendes und ilunge wegen, also ir diener und die iren ime noch jageten
und in ileten, als er die von Svvindoltzheim angriffen bette, und daz uch daz gütlich
und lieplich gerihtet und gesünet hant und geriht und gesünet ist. und des zii ur-
i5 künde so hant wir die egenanten Diether Burggrofe, Cünrat Armbroster und Cflne
von Kolbetzheim unsere ingesigel getrucket zii ende dirre geschrift in disen brief
datum feria quinta post asumptionis Marie anno 95. 13U5 Auyu.it lit.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 166. cop eh.
978. Prag an Strassburg wegen der Gefangennahme der Strassburger Boten :
so ewern erbern brief haben wir volkumlichen wol vernumen und haben mit unserm
gnedigen herren dem kunig umb ewer gelangen ernstlichen geredet und gemanet, der
dieselbe sache dem hochgebornen forsten und herren, hern Johannes Margrafen zu
Brandemburg, zu Lausitz und herezogen zu Gorlicz seinem lieben bruder genczlichen
bevolhen hat, under andern des landes sachen volfüren und zu enden nach dem, als
2» das aller bequemlicht sein wirdet euch und den ewern füglich und auch nuzlich Dicht
allein in den sachen, sunder in allen andern wir euch dinen wellen nach unscnn
vermögen. geben zu Prag am Freitag nach sand Bartholomeus tag.
Pray [13it5 August '47].
Sir. St. A. AA. 113 nr. 6. or. eh. I. cl
979. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg:' zeigt
Empfang ihres Briefes an und bescheidet in seinen und des gleissenden Wolfs Ange-
legenheiten einen Tag nach Baden auf Dienstag über acht Tage, datum Pforzheim ■->/>""•. n.
feria sexta post Egidii. Iforzheim [1S9S Sejitembtr 3],
Str. St. A AA. 84. or. eh.
Beg. d Markgr. v. B. nr. 1615,
1 Nach einem beiliegenden und wohl zugehörigen Zettel schickt er Hans V. kl man nach Bad<.n, um
sein bestes für sie zu thun.
572 1395
980. König Wenzel an Strasburg wegen der Gefangennahme der städtische* Ge-
sandtschaft. Prag 1305 September 6.
Liben getrewen. sulche botschaft und brive, die ir uns gesant habt von gefeng-
nüsse wegen Heinrichs von Molheim und ander ewer rnitburgere, die Buschu von
Swanberg gefangen hat, haben wir wol vorstanden und ist uns sulche geschieht von
herezen leit und so wir unser selbes sachen in eyne sass gebracht haben, so wollen
wir doruff gedacht sein und unsern ernst doruff keren und wenden, das die egenanten
ewer rnitburgere sulchs gefengnuss ledig werden. geben zu Präge am uehsten
montage vor unser frawen nativitatis unser riche des behemischen in dem 32 und
des romischen in den 20 jaren.
Str. St. A. AA. 113 nr. 7. or. eh. I cl.
981 - Cüne von Otterbach ein Edelkneht bekennt: dass er von der Ansprache,
die er und seine «eliche huszwirtin» von den im vergangenen Kriege ihnen zugefügten
Schaden gesühnt ist. Er gelobt keinerlei Ansprache ferner zu erheben. geben an
dem nehesten dunrestage nach unserre frowen tage der Jüngern drützehenhundert i«
nüntzig und fünf. 1305 September O.
Str. St. A. G. U. P. lad 1*56 or. mb. lit. pat. c. s. pend.
982- Johans von Than macht bekannt : dass er mit Meister, Rat und Bürgern
der Stadt Strassburg gesühnt ist . . . von schaden wegen, der mir minen geswüster-
den und den unsern von in und den iren geschehen ist, in vergangenen .kriegen. 20
Er gelobt keine Ansprache mehr zu erheben. geben an dem uehsten fritag nach
unser frowen lag der Jüngern des jores, do man zalt drützehenhundert und fünf und
nüntzig jare. 1898 September 10.
Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. s. petul.
98:5. Reimbolt Wetzel der Meister und der Rat von Strassburg an die Herzöge *
Albrecht den älteren und jüngeren und Wilhelm von Oesterreich wegen der Gefangen-
nahme ihrer Gesandten : und also die von ime [dem Könige] sehiedent und er sie
gnedecliche liesz und bi Gladrun in Beheim kament, do hant die von Swanenberg . . .
sie ufgehalten und gefangen und das ire genomen und lange zit gefangen gehebet,
über daz das wir mit den von Swanenberg nütschit denne gutes wustent zu tunde
haben, darzü so ist derselben unserre erbern botten einre leider in der gefengnisze
dot. gnedigen herren. wände nü unserre vordem und wir so lange, das daz nieman
verdencket, gros sehen und züversiht zu unserre gnedigen herresehaft von Österlich
gehebet hant und wir sünderliche zu uwern gnaden habent . . . Daher bitten sie um
Briefe und Botschaft an den Markgrafen Johann von Brandenburg, damit sich dieser
beim König um Ereilassung und Entschädigung ihrer Gesandten verwende. datum
feria 2 ante diem exaltationis crucis. [1898 September 18.)
Str. St. A. AA. 112. or. mb
1395 573
915). Herzog Albrecht von Ocsterrcich an Markgraf Johann : bittet ihn, nu dasselb
Königreich ze Beheim zu ewrm gewalt und ausrichtung komen ist, sich für die Frei-
lassang der Strassborger Gesandten zu bemühen. geben ze Masmonster an freytag
nach des heiligen kreuczlag anno 1395. MiHWli«SÜr 139~> September 17.
Str. St. A. AA 113 nr. 12. cop. eh. cuaev.
*)ii.r). Reimbold Wetzel der Meister und der liat von Strassborg an Markgraf
Bernhard von Baden:' Burekart von Mülnheim hat ihnen gesagt, dass der gleissend
Wolf aichl bis ZU Martinstag Frieden halten wolle, wenn sie nicht da zwischen zu Notbr. n.
einem gütlichen Tage kommen oder ihm reht thun wollten . . . wie wol das ist, daz
wir den gliezenden wolf nit wissen! geschediget haben . . so wellent wir uwein
gnaden zi'i eren gerne einen uuverdingelen tag leisten . . wenne so ir den tag vier
dage vor verkundent . . wer aber, das wir aldo nit gutliche mit ime nberkoment, so
so! uns allewege mit rehte gegen ime benagen, und darufl' so blibc ouch der fride
bitze sande Martins tage. datum die dominica ante festum S. Michahelis arehangeli
a d. i)5. l.inn Septemlter 26.
Str St. A. AA. 84 cop eh.
Reg. d. Markgr. v. lind. nr. 1651. vgl. nr 1652.
IMG. Markgraf Johann von Brandenborg an Strassburg wegen der Gefangen-
nahme der städtischen Gesandten: tun wir uch ezu wissen, das uns noch nicht vol-
'" komenlichc bevoln ist das konigreich czu Beheim unde die schickunge der houbt-
manschafft ist ouch noch nicht genczlich vollenhracht. dovon als balde wir
volkomenliche geweidig werden und das kunigreich uns gancz und gar bevoln ist, so
wollen wir uns denne um die vorgenanten gefangen ewir boten getrewlichen arbeiden,
lleissen und durch ewirn willen also dorezu tun, das ir uns sunderlichen danken
25 werdet. gegeben czu Frage an dem tage saneti Jieronimi anno 1,'!!).").
Trug 130.1 September ML
Str. St. A. AA 113. nr. 9 or. eh. I. cl
9117. Heinrich von MM »heim an Meister und Rat von Straßbnrg .• berichtet über
seine Gesandtschaft nach Prag. rrag 130.1 Oetober 3.
Dem meister und rat enihute ich minen willigen dienst allzil. als ir wol wissent,
von waz saehe wegen ir uns heriii geschicket hahent, zu dem ersten, do koment wir
für unsern herren den kunig und erzalt im Haus Hock der stette notdurft zu dem
besten, waiumh wir worent ufgeschicket, do empbfilch es min herre der kunig
herezog Stephan w<\\ Fevern und dem nuwen kamzler und dem Styrnaten und dem
1 131)5 Sept. 28 antwortet derselbe : er habe den gleißenden Wolf beredet gegen sie Frieden zu htdten
Ins S. Martinstag [Nov. 11} und Kl dahin zu einem Tage mit ihnen zusammen in kommen, um gütlich
seine vormals an sie <, richtete. Ansprache cum Austrag m bringen. datum Pforzheim feria 3 ante
Michaelis arehangeli a. d. 9f>. [ibid. AA 84 or eh.]
574 1395
hof'meister, der do tod ist und machten! uns die ein tag für sich in des munczmeisters
hus. do koment wir hin und ouch der Hertenberger und erzalle der Hertenberger
sin klage von des kuniges wegen, do verantworte Hans Hock daz und wir von der
stette wegen, und brachten! dieselben dis rede widerumb für den kunig und machtent
uns ein ufschlag uncz noch pfingesten .so solt der kunig uf den Hin koinen, so wolt .
der kunig ander richstette besenden und ouch die stat von Straszburg, so woltent si
gütlich darzu reden, daz die stat mit minem herren gerichl würde, also schieden wir
dozemale von den herren. lieben herren. ni'i wissent, daz her Borseboi da/, gerichl
furbasser saget und ein gericht gewartet het und wissent ouch, daz wir daz
emphunden haut, und darumb sint wir vor dem kunig und sinen reten gewesen und n
haut in geseit, wie vormals uns der ufschlag us gegeben sie von unsera herren des
kuniges wegen, do hat uns der kunig selber geantwirtet, er wisse davon nicht, wann
herr Borseboi kome, was im der sage, donach welle er uns antwirten. und wissent,
daz wir der antwirte wartest, wanne uns die antwirt wirt, so wellent wir heyin, so
wir erste mögent, wann unser ding kein ende het, weder von dem künige noch von u
herezoge Johanse, do wissent üch nach zu richtende, lieben herren. wissent ouch,
als wir üch vormals embotten hatdent, daz daz laut herezoge Johans gesworn habe,
daz het der künig alles widerrüfft und ist aller dinge entslagen und als der partyen
vor zwo worent, der sind ni'i drüe worden : der künig uf ein site, herezoge Hans der
andersite, der alte marggrafe von Mernherrn uff die dritte site, und schediget die den 2,
künig vaste mit brande und mit namen, und hant im zwei sloss angewünnen. ouch
wissent, daz der marggraf die herezogen von Oesterrich und der behemischen herren
ein teil ligent uff ein site uff dem kunige und herezoge Johans und der marggraff von
Myssen und der behemischen herren ein teil by in uf der andern siten. do wissent,
daz der kunig gerne lute bette und sich gerne rorte, so wil er kein gelt usgen, so *
wil im nieman vergeben dienen, ouch wissent, daz der Botdeler die vestin gerwe
verbrant ist mit einander, und dem kunige und der kunigin grosser schade ist
geschehen, doch wissent, daz man aber zwuschent den herren vaste tetinget, wie
daz ein ende nymt, daz söllent wir emphinden. geschriben am sunnendag nach
sant Michels dag zu Präge anno 1395. Heinrich von Mülheim ritter.
Str. St. A. AA. 113 nr. 19. or. eh. I. cl.
Reg D. B. A. 11 S. 383 Anm. 2.
988. Markgraf Johann von Brandenburg verkündet als Hofrichter des Königs,
daß derselbe die an Straßburg ergangene Ladung vor das Hofgericht bis zur nächsten
Fastnacht hinausgeschoben habe. Prag 1396 October o .
Wir Johans von gotes gnaden marggrafe zu Brandenburg, zu Lusicz und herezog
zu Gorlicz des allerdurchleuchtigisten fursten und heren, hern Wenczlaus romischen
kunigs zu allen zeiten merers des richs und kunigs zu Beheim unsers lieben heren
und pruders hofrichter bekennen und tun kunt mit disem brief, das derselb unser herr
und bruder der kunig dem ammeister, rate und den burgern gemeinlich der stat zu
Strassburg in solichen ladungen ansprachen und sachen, als er oder ymant von sinen
1(1
1385 ■■'■■
Wegen zu b hat und vor einem und des reichs hofgericht uf sy von sinen wegen
gegangen und getriben sein einen ufschlag gegeben hat bis uf die vasnacht, die
schienst kuinpt, also das hie c/.wischcn und derselben vastnacht vor dem egenanten
hofgericht als von siner ansprach wegen keynerley gericht oder 'läge uff die egenanten
i burger geen oder getriben werden sol an geverde doch unschedlieh yedwederm teyle
an einem rechten, mit arkund diez briefe versigelt mit des egenanten hofgericht es
afgedrucktem insigel. geben zu Prag des neehsten sampstag nach sant Franciscien-
tage nach Crists geburt 1395.
Str. St. A. 107. nr. 2. or. mb. I. pat. c. sig. i. v. impr.
i<> 9!li). Bischof Wilhelm von Straßburg, der Landvogt im Elsaß, die 10 elsäs-
sischen Reichsstädte und die Stadt Slraßburg schließen eine Landfriedens- Einigung
auf 5 Jahre und setzen einen Siebenmännerausschuß ein. 1395 October 13.
In gottes namen amen, wir Wilhelm von gottes gnaden byschof zu Strasburg
von unsern und unsers bystümes wegen an eime teile, wir grave Emiche von
u Lyningen lantvogt in Eilsasz und dise hie nachgeschribene richesstette in Eilsasz,
mit namen Hagenowe, Colmar, Sletzstat, . . . ,' Obernehenheim, Mulhusen, Keysersberg,
Thüringheim, Rosheim, Munster und Selsse von geheisze und empfelhenisze wegen
des allerdurchluhtigesten fürsten und herren, herren Wentzeslawes von gotz gnaden
römischen k iniges zu allen ziten merer des riches unde kiiniges zu Beheim,
*> unsers gnedigen herren an dem andern teile und wir Johans Sturm von Sturm-
ecke der meister und der rat von Strasburg von unsern unserre bürgere und
unserre stette Stasburg wegen an dem drittenteile tunt kunt allen den, die disen brief
schont oder gehorent lesen, das wir umbe gemeinen nutz des landes und aller lüte,
die dar inne wandelent, wonende oder seszehaft sint, und umbe das, das alle biderbe
* und gerehte lüte deste bas mügent sicher gesin lybes und gutes uffe waszer und
uffe lande und an allen enden wir den ungerehten gemachet und uffgesetzet habent
eine gemeine früntliche, getruwe eynigunge. und sol dise gemeine früntliche eynigunge
anegon uffe disen hütigen tag und sol weren hinnan bitze sante Martins tage nehest sot&r. n.
kommet und von demme sante Martins tage fünf ganlzc jare die nehesten nachein-
:il) ander körnende ane underlasz one geverde. und sullent die vorgenanten teile ein-
ander getruwelichen beraten und beholffen sin zu allen iren kriegen und nöten, die in
ufferstant in disen vorgeschriben ziten von den sachen, die die gemeine eynigunge
anrüret ane geverde und gegen allen den, die ire vigende enhaltent, husent oder
hofenl, ehssent oder trenckent oder in z i legende (?) sint mit worten oder mit wereken
ss und wider alle die, die soliche miszetat tetent, also davor geschriben stat, als es
sybene oder der merrenteil under in uf ire eide erkennent, die darzü benennet und
gesetzet werdent von den vorgen. teilen, das ist zu wiszende von den drigen teilen,
von iedem teile zwene man. und soll darzä eine gemeine sibende man sin der
1 Lücke für einen Namen.
VI. 78
576 1395
fromme veste Jeratheus von Rotzenhusen vom Steine, und süllent ouch die sybene
sweren an den heiligen, das reht fürderliche und ane verzog zu sprechende umbe
alle die sachen, die für sie koment von der egen. gemeinen eynigunge wegen in alle
die wise, als auch die teile in frömede werent und sie zu ynen noch zu deheinem
teile under in niht gehorten, und sol ouch ir keinre niht miete mietewon nemen 5
noch nieman von iren wegen ane geverde. und ist es, das under ynen den vorgen.
teilen deheines deheinre hande not oder breste aneginge in die wise, das man es
angriffe, kriegete oder schedigete oder dehein teil deheine klage an iemans notdurftig
were, so mag dasselbe teil, das man denne also schadigete oder zu klagende hette
oder die in dem teile, den der schade geschehen ist, dem sybenden manne verschriben 10
und den manen, das er die andern sehsse sine gesellen unverzogenliche zu ime besende
zum ersten lantdage gein Strasburg, zum andern gein Mollesheim und zu dem dritten
tage gein Hagenowe, und also die lantdage für sich usz. und süllent der sybende
man und die sehsse sine gesellen bi yren eiden unverzogenlichen varen in die stat,
dar sie danne von dem sybenden manne gemanet worden sint, die sachen verhören 15
und niht von dannan kommen, sü oder der merre teil under in habent denne erkant
bi iren eiden, was sie beduncket, das denne zu derselben sachen zu tunde sie, es
were denne, das sie es mit des klagenden teiles willen übertragen möhtent. und was
dieselben sibene oder der merre teile under in darumbe bekennent, das dem klagen-
den teile zu tunde, zu helffende und zu ratende sie und wie verre man ime helffen 20
sülle nach gelegenheit der sachen, es sie mit uszogende, mit eime besesze und mit
allen sachen, das süllent die vorgen. teile bi iren eiden getruwelichen volle füren one
alles ander erkennen one alles sumen und hindernisze. were es ouch, daz ieman,
wer der were, der driger teile deheines anespreehe, warumbe oder von was sachen
wegen das were, und dem teile, der angesprochen würde, mit rehte darumbe wolte 2»
begnügen vor den sybenen diser eynungen, wolte darüber den anesprecher gegen
den angesprochenen teil sich mit rehte vor den sibenen nit laszen begnügen und in
darüber bekriegen, darzü söllent die andern zwei teile dem angesprochenen teile
beraten und beholffen sin und süllent die sybene erkennen, wie man dem teile darzü
helffen solle doch usgenomen küntliche lehen. were auch, das ieman der drier teile 30
deheines anespreehe und wolte das teil, das angesprochen würde, sich mit rechte
gegen den anesprecher nit lassen benügen vor den sibenen diser eynigungen, so sol
dise eynigunge, darumbe es angesprochen ist, dem teile nit beholffen sin, darumbe
es sich mit rechte nit wolte laszen begnügen auch usgenomen küntliche lehen. doch
also, was helffe dieselben sibene oder der merre teil under in erkennent, daz zu der »
helffe dieselben vorgen. drü teil ein teil also vil helffen und dienen sol also das
ander, es sie mit gerittem oder füszgandem voleke oder mit kosten zu habende ane
geverde. würde man ouch einen besesze also tun, so süllent die, die zu diser
eynigungen gehörent und den sachen gesessen sint, den gezüg, so sie hant, und das
man darzü bedarff, fürderliche darzü lihen. und were es, das üt von solichem gezüge 40
verlorn oder gekrenckert wurde, das sol man wider keren nach der sybener erkent-
nisse oder des merren teiles under in. und was kosten dar ufgat, welcher hande der
ist, den sol dise eynigunge gemeinliche liden und geben, und sol ouch ie das teil
1 395 077
sinoii teil dos kosten geben und bezalen in dem nehesten manotte darnoch bi dem
i • "t 1 1 < ■ und one vorzog, BO das von dein sibende manne an es gevordert wurt. were es
(incli, obe dise eynigunge debein slosze oder vestin gewinne, wo denne die sibene
oder der merrenteil under in erkennent, das man das slosze oder vestin brechen sol,
•> so sol man das slosze oder vestin unverzogenliche brechen mit gemeinen kosten der
eynigungen. und den kosten sol man ouch bezalen in dem nehesten manotte dar-
^nocli, so os von dem sibende manne gevordert wirt nach vorgeschri bener wise.
were aber, daz die sibene erkantent, das man das slosze oder die vestin behaben
solte, so sollen! das slosze oder vestin der driger teile geneme sin. wer es ouch, obe
u man in solichen sloszen oder vestin gefangen oder gut gewünne oder obe sus
anders von der gemeinen eynigungen glefen und dienere deheinre bände gefangen
oder gut gewünuent, do sol man die gefangen und das gut teilen ieglichem teile
nach murgzal, alles ungeverlicben. were es aber, das der vorgen. sehsser einre
oder Die, so sü uf solichc tage varen sullent, nit beime werent, oder daruf niht
ir' kommen muhtent oder ein teil die sinen andern wollent, so sol dasselbe teil an
der an des slat schicken unverzogenlichen. und so sollent denne die oder der, die
darzii also geschicket werdent, sweren, das reht zu sprechende in alle die wise, als
vor ist bescheiden, und alles das mäht haben zu erkennende, das der oder die hettent
an der slat sie danne da sint one alle geverde. was krieges ouch in disen zilen
■o du gemeinen eynungen deheinen teile under in angefallen were und vor den sibenen
uszgel ragen were, das man dem teile helffen solte und die kriege in disen zilen nit
gerihlot noch versunet würdent. darzii sollent sie einander beraten und beholffen
sin nach disen fünf jaren, als die sibene, die des males warent, do sich der krieg
erhüp oder der merrenteil under in erkennent one alle geverde. was redelicher
25 schulden der vorgen. teile deheines schuldig were, bezalet das teil die schulde niht,
so sol man ime nit darzii beholfen sin. were aber, das ieman der vorgen. teile deheins
deheine unredeliche schulde vorderte oder darumbe angriffe, und das angesprochenen
(eil beduhte, das die schulde nit redeliche were, wil do der angesprochen teil dem
anesprecher darumbe rehtes gehorsam sin vor den sybenden diser eynungen und
*o versprecher des rehten darumbe von dem angesprochenen teile und wolte in darüber
kriegen, so sollent ime die andern teile wider den oder die beraten oder beholffen
sin, und sullent die sibene bekennen, wie man dem angesprochenen teile darzö
Ihellffen solle one alle geverde und umbe das, das die Strassen uff lande und uff wasser
dester bas gefridet werden mögent, so sol iegliches teil under den vorgen. drigen
H I eilen mit sime kosten und schaden usrihten und haben zehen glefen, ie die glefe mit
zweien pferden und zehen einspennige gewoffente knehte ieglichen mit eime pferde
und das der gewoffente kneht habe mit namen : sine pantzer, ein ysin hiit und ein
spiesz in der hant oder sin armbrost. und sollent iedes teiles glefen ein höbetman
»haben und sollent die drie höbetlütc dem vorgenanten herren, dem lantvögte, dem
l houbetmanne, so er selber uf dem velde gegenwertig ist, gehorsam sin, wanne er ein
gemeine höbetman sol sin dos volckes diser eynigunge. und sol derselbe houbetman
und volg Stellende sin noch bösen, argwenigen, übeltetigen lüten, die mit nemen, robe,
morde, brande, gel'engnisse, unrehlem widersagende oder andern bösen wereken den
578 1395
stücken gliche ieman schedigent an libe oder an gute, so verre das sü soliche getat
nit verantwurten möhtent mit eime gemeinen gelicheme rehten und darumbe sü niht
gemeines glichen rehten sich erbietent, zu gebende und zu nemcnde und des
gehorsam zu sinde vor den sibenen. und wo in solche lüte fürkement oder sü
wüstent oder befündent, do der vorgen. grafe Emiche der houbetman nit bi in uf 5
dem velde were, die sullent sü bi iren eiden vohen, anegriffen, uf enthalten und die
zu stunde antwurten in die neheste stat, die zu diser eynunge gehöret, in der
sibener namen . . dem obersten meister, der denne zu der zit in der stat ist. und sol
ouch der stettemeister . . dieselben in der gefengnisse also enthalten untze uffe
der sibener sprachen, und was in denne . . die sibene heiszent fürbasser antworten 10
oder damitte tun, das sol denne der stettemeister, dar er danne geantwurtet
ist, unverzogenliche halten, tun und vollefüren. und sol ouch kein stette-
meister noch nieman solichen gefangen anders deheine zil oder tag geben, ane
der sibender goheisze und wille. wer aber, daz der vorgen. grave Emiche der houbet-
man selber bi dem obgenanten volgke uffe dem velde were und ieman gefangen ir>
wurde, den sol der vorgen. houbetman in sinen gewalt füren und in halten untze uf
der sibener sprechen, und was die sibene erkennent, das man dem oder den gefan-
genen tun oder man von ynen rihten solle, das sol der vorgen. houbetman ynen
unverzogenlichen heissen di'in und von ynen dün rihten, als es die sibene denne
erkant habent. und ouch den gefangenen dehein zil geben ane der sibener urlop und n
erkennen, wände ouch die sibene fürderliche söllent erkennen und tun von ynen
rihten nach dem rehten und nach der getat, also sie danne begangen hant mit den
egenanten bösen stücken nach gelegenheit der Sachen mit einre solichen büszen und
beszerungen, also sie denne nach deine rehten verschuldet hant nach erkentnisze der
vorgen. sibener oder des merrenteiles under in. und sol man ouch die von banden 25
nit lassen one aller der vorgen. teile, es süllent ouch aller derselben teile stette und
vestin demselben volcke und ouch allen andern, die zu den teilen gehorent, von aller
der sachen wegen, die zu diser gemeinen eynigungen treffent, offen sin, darinne und
darusz zu behelffende und in selber das beste zu tunde zu iren nöten der gemeinen
eynigungen one alle geverde. dieselbe vorgen. teile sullent ouch bestellen und besorgen, so
das man in allen stetten diser einigungen den vorgen. glefen und diener, iren pferden
und in selber koste geben sol umbe bescheiden zitlich gelt ungeverliche, in welhes
teiles gebiete oder gerihte ouch ieman kerne, der ein schedelich, übeltetig man were
und den andern teilen oder ir eime oder den iren schaden geton hette in den ziten
diser eynigungen und dasselbe teil oder der rat desselben teiles erkante uf iren eit, 35
das er ein schedelich man were und sie wider reht geschediget hette, do sol das teil,
dahin er komen ist, in angriffen und in bussen und bessern nach dem rehten glicher
wise, als obe demselben teile dasselbe unreht geschehen were. wo ouch dieselben
teile findent, daz ieman, wer der were, der under ir deheines teiles gebiete seszhafft
were, ein frömede volg oder krieg in der teile deheines brehte unhervolget sinre 40
sachen, den sol das teile, under dem er denne seszhaftig ist, herteklich und vestek-
lichen straffen, durch das sich sin andere lüte dester e erlaszent zu glicher wise, als
obe es denne die sibene oder der merreteile under in erkennent ouch ane geverde.
1395 579
were ouch, das ieman diser teile der eynigungen empfunde, das ein frömede volg
in dis lant zügc oder ziehen wolle, duz sol es zu .stunt unverzögenlichen dem süben-
den manne verkünden, und sol denne der sibende man zu stunde, so es ime verkündet
wurl oder, obe er es von ime selber empfunde, den boubetman und die andern sehsse
.-, sine gesellen besenden und sehicken an eine stat der vorgen. stette, wo in das alles
gelegenlicheste beduneket. und süllent ouch die sehsse forderliche aldar komen und
zu rate werden, was man darzü tun oder sieh dagegen stellen solle, und was die
sibene denne also Überkomment, daz sollent die vorgen. drü teile tun und vollefuren
ane alle geverde. es ensol dehein teil ander den vorgen. teilen ieman trösten in sine
10 stette, vestin oder slosze wider dise eynigunge und er neme denne dise eynigunge
iisz. würbe ouch ieman in dise einiglinge, do die vorgen. sibene oder der merrenteile
ander in beduhte, das er diser einigungen nit gefuglich were, den sol man nit darin
neinen noch emphohen, und sol ime ouch dise einigunge niht beholffen noch beschir-
mende sin in deheinen weg ungeverliche. were es ouch, das dehein angriffe, der den
i5 obgen. zilen diser evnungen den egen. teilen oder ir deheinen ander in besehehe, do
süllent ie die nehesten zu ziehen forderlichen unde mit ebne gesehreige nachvolgende
sin und das weren und darzü beholffen sin getruwelichen nach irem besten vermügende
darzü ze lande glicher wise, als obe in die geschieht und schade selber geschehen
were ungeverlichen. und mogent ouch die sibene die vorgen. summe glefen wol
8o merren, so es sie notdürftig beduneket sin ane geverde. ouch sollent alle herren und
stette, die in diser eynigungen sint, oder noch darin komment, von keinre sache
wegen, davon krieg uferstanden were in diser einigungen, dehein tegedinge, friden,
si'me, riht unge oder Ursache nit ufnemen ane der egen. teile aller willen und gehelle
ane geverde. wir wellent ouch und setzent, das man kein closter, noch kirchhöve
N niht rohen, stürmen oder stören sol in deheinre hande weg in diser einigungen, es
werent denne soliche clostere oder kirchhove, darus oder darin dise einigunge gesche-
Idiget were worden oder würde ungeverlichen. were es ouch, das ieman, der zö diser
eynungen gehöret an dem dienste, so er zu diser eynigungen tun sol, sumig were,
also das er sine lüte mit den glefen, gewoffenten knehten oder den pferden, so darzü
gehorent, niht bereitet noch wol uszgerüstet hette uf die zit, also ime von dem
houbetmanne diser eynigungen, der denne zu ziten ist, verkündet were, was bresten
danne ieman also bette, sin sie Kitzel oder vil, den sol derselbe houbetman den vorgen.
sibenen des nehesten, so sie znsamene komment, förderlich verkünden und sagen,
und süllent denne der oder die, an den der breste gewesen ist, für iedie glefe alle
35 tage der gemeinen einigungen zwene güldin geben und für ieden einspennigen einen
güldin ouch geben, und süllent das gelt die vorgen. sibene bi iren eiden niemanne raren
lassen, und sol ouch iedas teil sin gelt, das es geben sol, geben und bezalen in dem
nehesten manotte darnoch ane vertzog. so es an unserm teile eins von dem sibenden
manne gevordert wurt, were es ouch, obe dehein herre oder stat oder wer die werent.
die zu diser einigunge gehorent, zu diser zit, so sie zu der eynigungen dienen süllent,
semmeliche lüte mit glefen darzü schicketent, die dem houbetmanne und den sibenen
diser eynigungen niht gesellichen werent, die mögent der houbetman oder die sibene
wider heim senden und andere heiszen an der stat schicken in den nehesten achte
580 1395
tagen darnach, die da gut redelich und reisig sint zu ritende ane geverde oder die
lute mit den glefen und die reisigen knehte, die in niht gefelliche werent, also davor
stat, bi ime beheben untze andere, die man danne an ire stat dar sendende wurt,
komment. were es ouch, das ieman widerseite, offene vigentschaft oder kriege in diso
eynunge braht hette, was sachen oder schaden vormals davon uferstanden und ge- t
wahssen were, darzii sol dise eynigunge niht beholffen sin, sü tete es denne gerne.
wolte man aber denselben fürbas kriegen, über das er sich rehtes erbütte und gehorsam
wolte sin vor den sibenen diser einigungen, so sol man ime uf den eit von di.-i t
eynigungen wegen beholffen sin umbe alles das, was ime darnach beschehe und
widerfure. ouch sol dise eynigunge ein gemeine ingesigel haben und sol ouch das der 10
sibende man alle wege bi ime behalten, und sol ouch dise eynigunge ein gemeinen
geswornen schriber haben, der domit nit besigeln sol, denne mit des sibenden mannes
wissende und willen, und sol ouch nieman ein fürgebot geben one des sibenden
mannes geheisze, wissende und wille. es ist ouch beret, were es, davor got sie, das
der vorgen. herre, herre Wilhelm bischof zu Strasburg in disen zilen abeginge, das got 15
lange wende, oder von dem bistüme kerne und zu eime andern bistüme kerne oder
in weihen weg das beschehe, so sollent doch wir die andern zwei teil mit namen :
die stat Strasburg und die riches stette dise einigunge die vorgen. zile uszhalten
und vollefüren in der maszen, also dirre einigunge brief wiset und seit one alle ge-
verde. in allen disen stücken sol usgenomen und behalten sin aller vorgeschriben *o
herren, stetten und andern, die in diser einigungen sint oder harnoch darin komcnt,
und ir iegelichem besunder, alle ire friheite, gerihte, rehte und gewonheit, also sü die
bitze har braht und gehebet hant, und also das von alter her komen ist. in diser eynig-
ungen nement wir alle gemeinliche usz . . den vorgen. unsern herren . . den romischen
künig und das heilige riche. so nement wir die von Strasburg harinne usz . . den »
durchluchtigen, hoherbornen fürsten und herren, herren Lupoiden hertzogen von Osterrich
etc., also wir zu deme verbunden sint, die wile die selbe büntnisse weret, und unsere
guten fründe die stat und bürgere zu Sarburg von der früntschaft wegen, die wir mit
in habent, die wile dieselbe früntschaft weret. ouch nement wir . . die von Strasburg
harinne usz . . den edeln herren, herren Bernharte marggraven zu Baden von der 3«
früntschaft und ursagendes wegen, so wir mit ime habent. und die ursagen, die wir
habent mit hern Heinrich Kemmerer und Gerhart Schöbe also mit der bescheidenheit,
were es,*das es not beschehe, das die vorgen. sibene erkantent, das wir . . die von
Strasburg die'ursagen absagen soltent, das sollent wir unvorzogenliche tun ane geverde.
so nement wir . . die von Hagenowe harinne usz . . die edeln herren Simonde genant »5
Wecker und jungher Friderich sinen bruder graven von Zweinbrücken und herren
zu Bitsche, diewile dieselbe früntschaft weret, und nit lenger. alle vorgeschriben dinge
und ir iegliches besunder habent wir . . die vorgen. drü teil für uns und alle unsere
nachkomen gelobet und lipliche zi'i den heiligen gesworn, getruwelich, stete, veste und
unverbröchenlich zu haltende, zu habende und zu vollefurende in alle die wise, also *>
da vorgeschriben stat. und darzii wenne unsere rete in den stetten abegant, das
denne die alten abegonden rete . . den nuwen anegonden reten dise eynigunge in
iren eit geben und emphelhen sullent zu haltende, zu habende und zu vollefurende
1395 581
in alle die wise, also diser einigiingen brief stat alle argeliste und geverde harinne
uszgeslossen. und zu eime waren Urkunde aller vorgeschriben dinge so han wir der
vorgen. bischof Wilhelm, wir grave Emiche von Lyningen Iantvögt und wir . . die
vorgen. stette unsere ingesigele an disen brief getan heneken. der geben wart an
der nehesten raittewochen vor sante Gallentage . . des jares, do man zalte von gottes
gebürte drülzehen hundert jare nüntzig und fünf jare. und sint dirre briefe drige
geliche, der eine bi dem bischofe von Strasburg, der ander bi dem riebe und der
dritte bi der stat zu Strasburg verliben sollent. 1395 October 13.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 u. or. mb. 70 cm. lang 50 cm. breit mit 13 hangenden Siegeln.
— ibid. cop. eh. coaev.
Gedr. Als. dip. II, 295.
Erwähnt D. B. A. II, 173 Z. 15. vgl. d. Notiz dazu.
Auszug Bapp. ürkb. II, 344.
Beg. d, Markgr. v. Bad. nr. 1655
iä 990. Jeratheus von Ratzenhusen vom Steine, der zum «Siebenten Mann» der am
13 October 1395 abgeschlossenen elsässischen [Landfriedens-] Einigung erwählt worden
ist, erklärt, dies Amt treu und unparteilich führen zu wollen und seine Burgen und
Schlösser allen Angehörigen des Bundes offen sein zu lassen. Sehaden und Unkosten,
die ihm im Kriege und Dienste des Bundes erwachsen, will er nicht im einzelnen
2o vergütet haben, sondern gegen einen, in Vierteljahrsraten zu zahlenden Jahrsgehalt
von 300 Gulden selbst tragen. Alle Beteiligten siegeln : Jeratheus von Ratzenhusen.
lüschof Wilhelm, Landvogt Etnicho von Leiningen, Strassburg und die elsässischen
Reichsstädte. [1395 um October 13.]
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 fasc. 8. cop. coaev.
85 991. König Wenzel erklärt sich einverstanden mit der am 13 October ge-
schlossenen elsässischen Landfriedenseinigung sowie der Einsetzung des Siebener-
ausschusses. [1395 nach dem 13 October.]
Wir Wentzelaus etc. tünt kunt etc. alse der erwürdige Wilhelm von gots gnaden
bischof zu Strazburg, der edele grave Emiche von Lyningen unser lantvogt und des
so richs stette im Elsasz und die stat von Strazburg unser lieben getruwen umb solichen
nutz und notdurft des landes und der lüte do selbes allem gewalt und unreht zu
widerstände und unser und des richs wegen, und daz sü auch uns und dein riche
deste bas gedienen und gehelffen mügent, anderstanden hant zu werende. dar umbe
so habent wir in eine einmütikeit gegünnet, gunnent und erloubent in die mit craft
85 dis briefes fünff jare aneinander, also daz ein brief wiset, den sü dar über gemacht
haut,1 usz unwiderrüfelichen. und wellcnt uude gebietent in ouch, daz sü dieselbe
einmulikeil getruwelich und vesteclich die egenanten fünf jar us haltent und einander
1 Vgl. oben den Vertrag vom 13 October.
&82 13Ö5
getruwelich beraten und beholffen sien süllent one argelist und geverde. und alse
ouch su süben über ir einmutikeit gekosen und gesatzt hant, obe ieman zu in sprechen
wolte oder sü zu ieman sprechen woltent, daz man es vor den süben ustragen sol und
daz es och do bi blibe, so wellent wir, das sü weder vor unser hoferichte noch anders
wohin nit geladen, bekümbert noch geheischen süllent werden die obgenanten zil us. r,
wer es aber, das sü oder deheine besunder, die in der einmutikeit sint, vor unser hofe-
gerihte oder anderswohin in disen vorgeschriben fünf jaren geladen, bekümbert oder
geheischen würdent, daran süllent sü sich nit keren, und sol in ouch kein schade sin
noch bringen, besunder sü süllent bi unsern gnaden bliben, die wir in getan hant, alse
vorgeschriben stat. darzü so befelhen wir dem obgenanten graven Emiche und eime i»
ieglichen, der danne zu ziten houptman dirre egenanten einungen ist, daz sü dez
riches venlin füren mügent und süllent, alse dicke sü truwent, daz es notdurftig
nutze und gut sy. Urkunde dis briefes etc. [Datierung fehlt.]
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 c. fas 8 cop. eh. coaev
Erwähnt D. B. A II, 173. 15
992. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg : bescheidet
ihnen und dem «gleissenden Wolf» einen tag nach Baden auf nächsten mitw< ich oder
°Clod'™zi donnerstag. datum Baden ipsa die beati Galli confessoria Baden [1395] October 16
Str. St. A. AA. 84. or. eh.
Reg. d. Markgr. v. B. nr. 1657. 20
993. Beschwerden der Stadt Strassburg gegen Bruno von Bappoltstein : 1)' wegen
Gefangennahme eines Bürgers namens Unfried. — 2) weil einer Frau, genannt But-
tererin, zu Gemar 4 Tonnen Hering genommen sind. — 3) wegen Gefangennahme
Schätzung und arge Behandlung eines Strassburger Bürgers, des Grempers Wetze
bei Bergheim . . . und ist unserer stette und unserem burger das geschehen, in dem 25
als wir meinent, guten friden mit herr'Brunen zu haben, und begerent darumbe, das
uns und unseren bürgeren gekeret werde und der fridbruch verbessert.
[1395 vor October 20.]
Colm. Bez. A. Ann. Bapp. E 1039 fol. 159 Transscription des 17. Jahrh
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 442. 30
994. Vergleich zwischen Straßburg und Bruno von Rappoltstein, vermittelt und
verkündet durch Herzog Leopold von Oesterreich. Breisach 1395 October 20.
Wir Lüpolt von gots genaden hertzog z "1 Oesterrich, ze Styr, ze Kernden und ze
Krain, graf ze Tyrol etc. tünt kunt umb die stözz und spenne, die da waren zwischen
dem edeln, unserm lieben getruwen Brunen von Bappoltzstein einhalben und den 3s
erbern wisen unsern besunder lieben . . dem meister und dem rat der stat ze Stras-
burg anderhalben und derselben stözz sy ze peider sit uf uns komen sind, sie der ze
entscheiden und darumb uszesprechen zu dem rehten nach ervolgung sechs unserr
1395 583
rete, die beyden teilen gemein wören und die wir zu uns nemen solten nach laute
und sag der anlass brief, die von in ze beider sit darumb gegeben sind, und wan
wir uns der sach angenomen und darumb beyden teilen vormals menigen tag be-
scheiden haben, daruf aber die such nicht mocht geendet werden, haben wir den
* egenanten beyden teilen von der vorgenanten sach wegen einen endtag her für uns
bescheiden und verkündet, als wir gegenwurticlich yetzund hie sein, in solcher mass,
das wir der sach wolten hie ein ende machen und darumb aussprechen, als sy
der mit iren anlass briefen uf uns komen weren und welcher teil nicht kerne oder
seinen anwalt her schicket, so wolten wir dennoch einen weg als den andern aus-
10 sprechen und der sach ende machen an alles vertzihen und underlas. nu habent die
egenanten von Strasburg den gegenwürtigen tag redlich gesucht und der von Rapoltz-
stein ist nicht komen noch iemand von seinen wegen, als in doch der tag bescheiden
ist. haben wir angesehen und betrachtet, das wir die sach mit dheinen glymphen
nicht lenger vertzihen mochten, nach dem als wir uns des mit unsern lesten briefen
^ gen den egenanten bedenteilen verschriben und verfangen hetten und haben nach
ervolgung der nachgeschriben sehs unserr rete, das ist . . der von Torberg, . . der
von Winsperg unser lantvogt, Walther von der Hohenklingen . . der probest von
Lutembach, Heinrich der Gessler und Burgkart der münich von Landeskron, die wir
zfi uns satzten umb die vorgenante sach ausgesprochen, und sprechen auch zu dem
an rechten nach beyder teil fürgab und widerred als hernach geschriben stat :
Des ersten, als die von Strasburg dem von Rapoltzstein ze sprechen umb vier
tausent güldin, darumb Rapoltzwilre ir pfand sein sülle, und umb die zwei hundert
güldin geltes, die in von den nützen ze Rapoltzwiler jerlich solten gefallen, beide
nach lute irer brief. darüber aber der von Rapoltzstein hat geantwurtet, wie die von
ns Strasburg . . dem künig die stat Rapoltzwilre in gegeben wolten haben und wie sy
im nicht rechnung wolten stat tun und wie sy vür Rapoltzwilre gerant haben und
wolten das ingenomen haben, und sprichet, das sich ouch in der zit die selbe stat von
in abe gelediget haben, item und das ouch die von Strasburg in des kuniges acht,
und aberacht weren. auch sin die von Strasburg noch ir anwalt bey dem lesten tage
so nicht gewesen, davon sey er in nicht gebunden ze antwurten über die vorgenanten
stücke: sprechen wir: das der von Rapoltzstein den von Strasburg umb die ege-
nanten vir tausent guldin und umb die zweyhundert güldin geltes und umb ander
verbriefete schuld genüg tun sol nach laut und sag der brief, die die von Strasburg
von im darumbe habent. und wenn das geschult, hat denn der von Rapoltzstein oder
85 yemand von sinen wegen den von Strasburg ichte bezalet oder geben an den selben
schulden und briefen oder das in sust abgenomen were, als recht ist, das er küntlich
machet mit briefen oder mit erbern loten, als recht ist, zwüschent hinnan und sand
•Inrgen tag dem nehst künftigen, das sol im an der vorgenanten schuld und briefen
abegon und abgezogen werden, denne als sich Heintzman von Mülnheim, der von
40 Strasburg mitburger, beklagt von des satzes wegen Gemer, darüber des von Rapoltz-
stein antworte was: der von Mülnheim hab in demselben geslosze lüte wider in
gehalten uf sinen schaden, des im aber der Mülheim nicht anhelig ist. sprechen
w i r : das der von Rapoltzstein demselben von Mülheim auch gnüg tun sol nach sag
VI. 74
1396
April 23.
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und laut der brief, die er von im hat umb den egenanten satz Gemer oder umb
ander verbriefte schuld, und wenn das geschiht, hat denn der von Rapoltzstein oder
yemand von sinen wegen dem von Mulheim ichtes bezalt. oder geben an denselben
schulden und briefen, oder das im sust abgenomen wer, als recht ist, das er küntlich
machet mit briefen oder mit erbern luten, ouch als recht ist zwüschent hinnan und &
sant Jörgen tag dem nehst künftigen, das sol im ouch abgeen. also sich denn der
von Rapoltzstein beklagt, wie die von Strasburg in einem guten frid und siine nach
sinem lib und gute gestellet haben, die wile er ynner landes nicht gewesen sey, des
er umbe virtzigtausent güldin schaden genomen hab. da engegen aber die von Stras-
burg antwurtetent, sie haben im nicht fürgehalten und der von Rapoltzstein hab an 10
in ubervaren und sy zu groszem koste und schaden bracht, sprechen wir: sind
wir von beiden teilen umb die sach nicht ander kuntschaft vernomen haben, denn
rede und Wörter, das denn die sach ze beidersit gentzlich verrichet und absein sol.
denn als sich die von Strasburg aber beklagent von einer irer mitburgerin wegen
umb vier tunnen hering ' und von eins andern irs mitburgers wegen umbe siben- ,j
undzwentzig styer, das alles der egenant von Rapoltzstein sol genomen haben, und
darzü, wie ouch ander ire kouflüte und burger anegriffen sin aus seinen geslossen,
und darüber aber des von Rapoltzstein antwurt was : die vier tunn hering weren von
zolles wegen verfüret, den man davon nicht gegeben hett. denn die stier hab er einem
von Mümpelgarten genomen und dem die ouch vergolten, und hab die keinem der *>
iren nicht genomen. als denn die iren süllen usz sinen gesloszen angegriffen sin,
darumb sy im nicht kunt. sprechen wir: sind die vorgenanten vier tunne hering
rehtlich verfüret und an einer stat, do der von Rapoltstein von rechtes wegen zolle
nemen sol, das sich daz erfindet, so sol er nichtes darumb gebunden sin, weren sy
aber nicht also verfüret, so sol er sy widerkeren. denn umb die stier, sind die nicht g&
eines von Strazburg gewesen, so sol der von Rapoltstein darumb nichtes gebunden
sin ze tun. aber von der angriff wegen, die da süllen beschehen sin von sinen ge-
sloszen, das an sin wiszen sol beschehen sin, als er sprichet, dar an süllen sich die
von Strasburg benügen lassen, das die von Strasburg das noch aber klagent, wie sy
den von Rapoltstein ze burger aufgenomen habe und (er) in gelobt hab iren frumen so
zu werben und iren schaden zu wenden, als si des sin brief haben, das er alles an
in überfaren hab, des si zu schaden komen sin umbe hundert tausent guldin. da
engegen sin antwurt was : er löigent nicht, er wer ir burger worden, si betten aber
in der zit nach sinem lib und gut gestellet, das im ouch wol müglich wer ze tun,
was er in Übels zugezihen möchte, derzü so wer ouch begriffen in der fürsten und t&
stette berichtung, das alle ussburger abe sin solten, darzü so sey ouch die sach ver-
richtet, als . . der künig am lesten ein richtung getan hab. sprechen wir: sey
die selb sach vormalen also berichtet von dem künig oder von sinen wegen, das es
denn noch ze beider sit bey derselben richtunge blibe. darnach was aber des von
Rapoltstein klage : wie er von dem römschen künig einen zol zu lehen hat, der 40
Vgl. oben nr. 993.
1395 585
jerlicfa geben sülle bi fünf hundert pfunt gelles Sliasburger pfennig, und des sie in
entweret haben dritzehen jare, das naeh den jaren ein michel summ geltz bringe, da
engegen der von Strasburg entwurte was: der von Rapoltstein het sy des Zolles mit
gutem willen erlaszen und überhebet, sprechen wir: sey das der von Rapoltstein
5 den von Strasburg nicht gehele, das er sie des selben zolles williklich erlassen hab,
das denn die von Strasburg dem von Rapoltstein widerkeren die zoll, die sy und die
iren verfüret haben nach erfindung, es sy denne, das sie brief und urkund haben,
das sy der zoll nicht geben und der überhaben sein süllent, des süllen sie genieszen.
als darnach aber die von Strasburg klagten : wie in der von Rapoltstein ir knechte
io unentsaget gevangen habe, die er billich von richtung wegen solt lidig gelassen haben,
und des si zu grossen schaden und smech komen sin, da engegen des von Rapoltstein
antwurt was: dieselben knechte hietten im nach gestellet und geylet, doch so hiett
er sy nach der berichtung ledig gelaszen. sprechen wir: hab der von Rapoltstein
dieselben also ledig gelassen, das es denn bi derselben berichtung blibe. darnach was
h aber des von Rapoltstein klage : wie die von Strasburg auf sin eigin gut ir greben
und mawr gesetzt haben und in zweier hofe ze Strasburg entweret haben, darzii sein
sy im uf sin gut gerant und haben im die seinen übelhandelt, über das alles haben
sy iren mytburgern verbotten, das si im nicht tag geben soltent umbe die schuld,
so er in schuldig were, das die von Strasburg aber verantwurtent : sy haben das
8« pavv getan bey tag und nicht bey der nacht und zu den ziten, do er ir burger und
gemeiner gewesen sey, und hab ouch das vor nie gemeldet, denn umb die höfe da
haben die gelter, den einen für ir geltschuld in ir gewalt bracht vor des bischofs
von Strasburg geriht und das gee si nichts an, denn den andern hof hab ainer irer
mitburger inne, und dem müge er wol mit dem darumb zu sprechen, als recht sy,
u und daz gee sy auch nichtes an. darnach als man im sol haben uf sin gut gerant
und . . Pfortzheim, der da wart geslagen, die selb sachen sind beide vorberihtet. als
si denn den iren süllen verbotten haben, das man im nicht tag gebe umb sein gelt-
schuld, so er schuldig were, des sin sy unschuldig, wol haben ir burger ir geltschuld
nach gevaren nach irer brief sag. sprechen wir aber: seid der von Rapoltstein
so das pa\v der greben und der mawr nicht zi'i der zit gemeldet und versprochen hat,
die wile er ir burger gewesen ist, so sein im die von Strasburg darumb umb nichts
gebunden, denn umb den hof, den die gelter für ir geltschüld mit dem rehten in ir
gewalt bracht habent, ist dem also, die süllen des auch geniessen. aber umbe den
andern hof wil der von Rapolstein oder yemand von sinen wegen darumb das recht
H suchen, so süllen im die von Strasburg ein unvertzogens recht schaffen und wider-
varen lassen von dem, der den hof inne het und besitzet, aber als man im uf sine
guter sol gerant und die sinen übel gehandelt haben und ouch von Pfortzheim wegen,
der da geslagen wart, sind dieselben sach vormals vortaydinget worden, so sol es
noch bey demselben teidingen und berichtung bliben. darnach, als die von Strasburg
in süllent den iren verbotten haben, dem von Rapoltstein nicht tag zegeben von siner
gelt schuld wegen, des si sich aber entschuldigen, derselben enschuldigung sol sich
der von Rapoltstein von den egenanten von Strasburg benügen laszen. über die vor-
geschriben stücke alle so sprechen wir aber: das der egenante von Rapoltstein
586 1395
und die sinen und die vorgenanten von Strassburg und die iren von der vorgenanteo
saeh wegen ainer dem andern volfüre unverzogenlich und stete halte, waz wir
zwüschen in gesprochen haben, und das sy gentzlich darumb miteinander bericht und
besucht sein süllen getrüwlich und an alles geverde. und des zu urkund haben wir
des gegeinwürtigen unsers Spruchs zwein glich spruchbrief geschaffet yetwiderm teil
einen, obe er des begeret. der geben ist zu Brisach an mittenwochen nach sand
Gallen tag nach Crists gepurt drewzehenhundert jare darnach in dem fünf und newnt-
zigisten jare.
Str. St. A. Abt. IV, 73. cop. eh. eoaev. mit nicht gleichmäßig durchgeführter Umschreibung
in die Straßburger Mundart.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 443 pg. 349—53 nach dem or. mb. in Paris.
995. Meister und Rat von Strassburg an den Erzbischof Friedrich von Cöln
berichten genau von ihren Beschwerden gegen Bruno von Bapoltstein.
[1395 nach October 20.]
Str. St. A. AA. 112 n. 3. Fragm. eines Concept.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 445.
996. Wilhelm und All/reckt Herzöge von Oesterreich an Straßburg: antworten,
daß sie sich bei Jobst von Mähren und andern böhmischen Herren wegen Freilassv m g
der Straßhirger Gesandtschaft schriftlich bemüht haben. Wien 1395 Octeber 21.
Wir Wilhelm und Albreht gevettern von gots gnaden herezogen ze Österreich, ze 20
Steyr, ze Kernden und ze Krain, grafen ze Tyrol etc. embieten den erbern wisen,
ünsern sunderlieben dem meister und dem rat ze Strasburg ünsern grüs und alles
gut. als ir uns yetzund verschriben habt, wie die von Swanberg ettlich üwer botten,
die ir zu ünserm herren und dem römischen künig gesandt habt, ufgehalten, gevangen
und daz ir genomen haben und bittet uns, daz wir darumb schriben wolten ünserm is
öheim hertzog Johannsen von Görlitz, das haben wir wol vernomen und lassen uch
wissen, das wir darumb demselben ünserm öheim nit geschriben haben, wan es sich
umb sine geweite ettwas verkert hat. wir haben aber darumb ernstlich geschriben
ünserm lieben öheim marggrafen Josten von Merhern und den edeln Hainreichen von
Bosenberg, Hainreichen vom Nüwenhaus und andern lantherren zu Behem und auch 30
den von Swanberg selber und si flizziklich gebeten, daz dieselben gevangen ledig
gelassen und in widerkert werde, was si uns darüber ze antwurte gebend, das wellen
wir ew denn wissen lassen. geben ze Wienn under ünsern petschaften an donrs-
tag der einleftusend megdetag etc. nonagesimo quinto.
Str. St. A. AA. 113. or. eh. I. cl.
997. Schultheiss, Unterschultheiss und mehrere Bürger von Zabern bekennen
sich vor dem Hofrichter in Strassburg und im Auftrage Bischof Wilhelms zu einer
Schuld von 1000 Gulden, welche noch herrührt von einer durch Bischof Friedrich
bei der Stadt Strassburg erhobenen Anleihe von 10 000 Gulden und bestimmen Nä-
1395 m
hcics über den Modii.s der Rückzahlung, welche Johann Dutscbman namens der
Stadt an bestimmten Terminen entgegennehmen solL actum VII kal. oovembris
anno domini 1395. t89ö Ottabmr 20.
Str. St. A. AA. 1419. or. mb. c. 4 sig. peud. quor. 1. delaps.
9911. Meister und Kat von Strassburg setzen dem Herzog [Philipp dem Kühnen]
von Burgund Anlass und Verlauf ihres Streites mil Bruno von Rappoltstein ausein-
ander, datum Argentine vigilia festi beatorum Symonis et Jude apostolonim.
Strassburg [18&S] October 27.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 nr. 4. lat. or. mb. lit. cl.
io Gedr. Bappolt. Urkb. II Nachträge nr. 774.
999. Die Stadt Heilbronn an Strassburg: teilt auf Anfrage mit . . . do die
swebschen stett kriegten mit der Wilhelmer, mit der Gerien und ouch mit der löwen
< lirschaften, das ir und die andern rinschen stett do den swebischen stetten luhen
hundert mit gleven, und die lagen etwie lange ze Rotemburg an der Tuber, so lagen
15 sie ouch etwie lange by uns ze Heilprün. ob do ze male die üwern den glissenden
wolff schedgeten oder nit, des wissen wir nit eigenlich. datum feria sexta ante
omnium sanctorum. 11996 October 20.]
Str. St. A. AA. 84 u. 42 lit. eh. cl
1000. Die Stadt Wimpfen an Strassburg: teilt auf Anfrage «von des gleissenden
an Wolfes wegen» mit . . daz wir nit anwiesen zusagen, ob der schade grosz oder klein
gewesen By, den er da genomen hat, als er meint, do ward auch dez mals der ritte
nit by uns angeleit, dann daz wir wol wissent, daz der rinischen stett diener dez
mals auch daby warent. auch hat er uns von dez selben schaden wegen vor ziten
auch zu rede gesetzet, darumb hat uns unser herre von Mentze mit im gerillt und
25 vereint von der sache und andrer Sache wegen, nit anders können wir iftch darumb
wissen lassen. datum in vigilia omnium sanetonun anno !)5. 1305 October AI.
Str. St. A AA. 84 u. 45 lit. eh. cl.
1001. Markgraf Johann von Brandenburg an Herzog Leopold von Oesterreich:
antwortet auf dessen Sehreiben und verspricht nach Kräften für die Freilassung der
an gefangenen Strassburger Gesandtschaft zu wirken. geben czu Präge des donrestagea
nach allerhciligenlage. l'rmj IS9Ö November 4.
Str. St. A. AA. 113 nr. 10. or. eh. I. cl.
1002. Heinrich von Rosenberg an Herzog Wilhelm und Albrechl von Oesterreich
wegen der Gefangennahme der Strassburger Gesandten: hat ihren I trief erhalten und
H will, sobald er mit den von Swanberg zusammentrifft. . . . mit in und andern lantherren
ernstlieh und vleissig reden von der von Strasburg wegen geben ze Chrüinpnaw
am erilag vor saut Merteins tag anno 18Q6. tMMI Sore/nhrr ».
Str. St. A. AA. 113 nr. 8. or. eh. I. cl.
588 1395
Novbi-.n. 1003. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: soll heut über achl Tage
mit Ludwig von Lichtenberg einen Tag leisten über allerlei Sachen, besonders aber
von Obreht Kesen wegen, der sein und ihr Bürger ist. Er sei Straszburger Bürger
geworden mit Wissen und Willen Heinrichs von Lichtemberg und Bernhard erbittet
hierüber Auskunft durch den diesen Brief überbringenden Caplan. Sie sollen auch
Hansen von Wickerszhein und Hans Lymer, der damals Ammeister war, und den
jungen Wilhelm und Huglin Süsen, die alle darum wissen sollen, fragen. datum
Baden feria quarta ante Martini episcopi. Baden 1896 November 10.
Str. St. A. AA. 84 cop. eh. coaev.
Reg. d Markg. v. Bad. nr. 1657.
1004. Johans Sturm von Sturmeck der Meister und der Bat von Strassburg an
Markgraf Bernhard : teilen auf Anfrage mit, . . . daz wir durch dez edeln herren, hern
Heinrichs seligen von Liechtenberg und der edeln fröwen der von Veldentze siner
elichen fröwen ernstlicher bete willen denselben Obrecht Kesen zu burger nament
und enpfiengent und das wir in erliessent in unser stat sesshaft zu sind und das i*
wir das nit getan bettend, dann das sie uns ernstlich darumb batend. datum
crastino Martini episcopi anno 1395. 1395 November 12.
Str. St. A. AA. 84 cop. eh. coaev-
Reg. d. Markg. v. Bad. nr. 1658.
1005. Bischof Wilhelm verpflichtet sich gegen die Stadt Straßburg , nicht langer -m
als die nächsten zwei Jahre von ihren Bürgern Zoll zunehmen. 1395 November 12.
Wir Wilhelm von gotz gnaden erweiter und bestetigeter byschoff zu Strazburg
kündent mengelichem mit disem briefe, alse wir uns gegen den erbern wisen, unsern
lieben getruwen meister, rate und burgern gemeinliche der stat zu Strazburg verbunden
habent mit des capittels unserre stifte wille, das wir von der stat von Strazburg, ai,
iren burgern noch den iren keinen nuwen zol nemmen noch heischen söllent. und
aber dieselben meister und rat uns gegünnet hant von der eynungen wegen, das
wir der deste bas gnüg getun mügent von den iren dise zwey jare, die da anvingent
Novbr.u. zu sant Martins dage nehste vergangen pfunt zol zii nemende von dem, das sie in
unsern stetten, mereketen oder gerihten küffent oder verköffent und nit anders one so
geverde, doch uzgescheiden irre gewehsde und gülte, davon sie mit nammen nützit
geben süllent, do ist ze wissende, das wir uns vür uns und unsere nächkommen
versprechent mit disem briefe, denselben zol nit lenger noch vürbasser zu nemmende
noch zu vordernde noch schaffen geton werden denne von demselben vergangen sant
Martins dage über zwey jare one alle Widerrede, und zu einem Urkunde so hant wir 35
byschoff Wilhelm unser ingesigel an disen brieff getan hencken. dis geschach und
wart dirre brief gegeben an dem nehsten fritdage nach sant Martins dage des heiligen
1395 589
byschofes in dem jare da man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare nüntzig
und fünft jare.
Str. St. A. AA. 1418. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. kleines rotes Siegel i. Blechkapsel.
[In verso]: Alse dem byschofo erlftbet ist zolle zft nemmcmle.
1006. Heinrich von Mülnheim nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft
auf Hchwanberg an seine Mutter Gertrud Zorn. [139H Anfang November.]
Liebe muter. icb gruze dich und beneditt und laz euch wizzen, daz ich gesunt
und frisch pin und wozt auch gern, waz ir teten und die kinder und waz zu ünz
gehöret und daz ich ledig pin und daz mich herr Wursiboy auz verpurget hcit für
tausent guldin, der ich sol[ich] geben 600 guldin auf sant Gallen und 400 sullen stan ocmirr «.
an her Busschko von Swanberg und an herrn Worziboi. waz mich die heizent, daz
sol ich geben zu weichnächten. liebe müter. wizzent auch, daz ich furderlich will
reiten zu unserm herrn dem künig und wil werben daz best von meiner gesellen
wegen und von meinen wegen, da von seint gemelich und frölich, wann ich auch
i5 zumal fro pin, daz ich auz der vanchnicz pin. grüz mir Leutolt meinen vetter und
sein weib und waz zu unz gehört, und ich wil kümen,"* so ich erst mag.
Heinrich von Mulheim
ritter.
Str. St. A. AA. 113 nr. 15. or. eh. I. cl.
a» 100?. Heinrich von Mülheim an Buslap von Swanberg: bittet um Rückgabe des
königlichen Geleitsbriefes und der andern ihm abgenommenen Briefschaften. datuin
crastino seti Martini episcopi anno 1395. 1995 November 12.
Str. St. A. AA. 113 nr. 23. or. eh. I. cl.
10011. Graf Stephan von Mömpelgard an Strassburg: bittet seine aus der Gefangen-
25 schaft des Luche Baselevin entlassenen Unterthanen zu geleiten, ut ad partes istas
secure valeant redire .... scriptum in oppido meo de Paissavant die sabbati p<>st
festum beati Katherine Virginia annos 95. i'nissavant 139a November 27.
Str. St. A AA. 1798. or. tat. eh. I. el
100!). Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg: be-
3o stimmt von «der spenne wegen mit dem gleissenden Wolf», in welcher beide Parteien
her Rüdolffen von Andlauw zu einem gemeinen mann erkosen haben, einen Tag zu
Baden Donnerstag über acht Tage. Käme kein glücklicher Vergleich zu stände ... so Decrmber».
vollegange das reht mit dem obmanne in der masz, als er von beiden sitten gebetten
und erkorn ist. datum Baden in die beati Andree apostoli a. d. etc. 95.
Baden 1391% November 30.
S5 Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl.
Reg. d. Markg. v. Bad. nr. 1665.
590 1395
1010. Hans Bock an Meister und Rat von Strassburg : hat sein Lösegeld aui
2000 Gulden festgesetzt, von dem die Hälfte auf Pfingsten, die Hälfte auf Michaelis
zahlbar ist, und für das sieh Borsiboy verbürgen will, falls Nürnberg oder Begens-
burg sich mit verbürgt. Doch da' Borsiboy jest nach Baiern geritten ist, muss er
sich wohl nach andern Bürgen umsehen. Ist nichts in der Sache geschehen, so muss s
er sich Samstag nach Weihnachten wieder zur weiteren Gefangenschaft stellen. Audi
sonst ist seine Lage übel, da er nach Heilmans Tod lange krank gewesen, auch
jest kein Geld und kein Pferd hat. Bittet um ihre Meinung über die Auslösung und
Sendung von 100 — 150 Gulden bis St. Steifanstag (26 December). Als er am 86 No-
vember nach Prag gekommen, ist Markgraf .lobst und viele böhmische Herren dort in
in Unterhandlung mit dem König gewesen. Man meint: daz allez'veriht wurde, doch
waz ich nie fuir die herberge komen, darumb weis ich dest minre uich zu enbie-
tende. — Hans Bogk. / /'/•«</ l.'iUü Anfang December. I
Str. St. A. A. A. 113 nr. 17. or. eh. I. el.
1011. Hans1 Bock's politischer Bericht an Strassburg: die 4 rheinischen 15
Kurfürsten haben durch 4 Ritter dem König nach Prag sagen lassen, er möge an
den Bhein kommen ; diesen ist am 1 Decenib. zugesagt worden, dass sein Bruder
Herzog Johann von Görlitz und andere königl. Bäte auf 6 Januar zu Frankfurt sein
sollen, wohin auch die Städte werden berufen werden, u.a.m. [Prag 13'jr> December S],
Gedr. D. B. A II nr. 246.
Aus: Wencker excerpta 2, 487b- — Heg. Koch u. Wille nr. 5654.
1012. Bischof Wilhelm und das grosse Capitel von Strassburg schliessen mil
der Stadt von Strassburg einen Vertrag zur Beilegung langer Fehde, nachdem ein
Sühnetag zu Hagenau2 am 2. Febr. 1393 erfolglos gewesen ist. Als Gründe der
bisherigen Zwietracht werden nacheinander aufgezählt : •-' >
1) dass der Rat die städtische Pfaltz (pfalzstuben) über einer Kapelle aufgebaul
und die städtischen Magistrate wider seinen (des Bischofs) Willen eingesetzt habe.
2) dass die Stadt die alleinige Lehnsgerichtsbarkeit ausübe.
3) dass sie alle Almende innerhalb, wie ausserhalb der Stadt eingezogen und
darauf ihre Ringmauern errichtet hätten. »
4) dass sie sich der Fabrik (d. h. des Bauhofes des Münsters wie lies Spitals)
bemächtigt hätten.
5) dass sie Zoll, Ungeld und Bannwein an den Sitzen des bischöflichen geist-
lichen Gerichts erhoben hätten.
1 Hans Bock ist einer der 3 im Jahre 1395 gefangenen Straßburger Gesandte)).
- Vgl. die oben unter Februar 131)3 gedruckten Aufzeichnungen für diese vor Borsiboy von Sw)»ar
geführten Verhandlungen. Die Klagepunkte des Bisclwfs sind dort dieselben, weshalb auch hier von dem
Abdrucke der sehr umfangrciclien Urkunde abgeselien worden ist.
1395 591
6) dass sie die geistlichen and weiflichen bischöflichen Gerichte «geirrt* und
gehindert hätten.
I) dass sie die Geistlichkeit (pfafheh) geschätzt und besteuert hätten, als wenn
sie unter ihrer Botmässigkeil ständen.
3) dass sie die pfafheil bestraft und nicht geduldet hätten, dass der Bischof sie
strafe.
'.)) dass sie die Geistlichkeit vor die Schranken ihrer weltlichen Gerichte ge-
fordert, dass sie (leistliche wegen Unzucht mit Strafgeldern belegt, dass sie den Geist-
lichen Pferde zu halten befohlen hallen.
"• 10) dass sie ihre well liehen Verordnungen im Münster hätten ausrufen lassen
[ussgerf ffel haben}
II) dass sie den Geistlichen befohlen hätten gegen ihre Vorschriften [Statuten]
zu singen.
12) dass sie Verbrecher an geweihten Stätten hätten ergreifen und verurteilen
U lassen.
13) dass sie weltliche «gespräche» im Münster abgehalten hätten, und vor dein
Münster «in der fryheit münsters» des Kramerei zugelassen hätten.
14) dass sie sich oft richterliche Competenzen angemasst hätten, welche sonst
nur dem bischöflichen Offizial zustanden.
■ 15) dass sie sich zu Herren der Klöster innerhalb und ausserhalb der Stadt
gemacht hätten [das sie sich haben anderwunden der klöster . . . .]
16) dass sie freien «getzug» (Zuzug? in die Stadt) wehrten.
17) dass sie sich der bischöfl. Münze bemächtigt.
18) dass sie das «bischofsbürgetor» verschlossen hätten.
1!)) dass sie ihn gehindert auf dem Rhein zu fahren.
20) dass sie ihn dazu genötigt, was doch gegen ihren eigen Wunsch sei, alle
bischöflichen Aemter in der Stadt mit andern Leuten als mit Strassburger Bürgern
zu besetzen.
21) dass sie während des Krieges die Kiste mit dem Capitelssiegel an sich ge-
nommen hätten.
22) dass sie bestimmt, dass demjenigen, welcher zwei Pfründen inne habe, die-
selben nicht vom Bischof genommen werden können.
23) verlange der Bischof Schadenersatz für den im Krieg erlittenen Schaden.
Das Alles soll jetzt abgethan* und versühnt sein. Dann folgen alle Gegenbe-
35 dingungen. geben zu Strassburg an dem nehsten samstag vor St. Niclaustag des
heiligen bischoves des jars da man zallte von gottes geburt dreyzehenhundert jar
nuntzig und fünf jar. und sind diser briefe dry glich etc. 1395 December 4.
Str. St. A. A. A. 1418. or. mb. — V. D. G. lad. 106. cop. eh. coaev.
Str. Bez. A. Q. 336, 337 cop. Auszüge «. franz. üebersetzung.
40 Gedr. Lünnig, pars spec. cont. I 288.
Gedr. Wencker, de ussb. S. 100.
Vgl. Königsliof. [Hegel II, 931 Anm. 4.]
VI 76
592 1395
1013. Markgraf Bernhard an den Ritter Swarcz Rudolf von Andlau, Vogt zu
Decnnb, ». Molsheim : als ir uns geschribn hand, wie das ir uf den tag uf durnstag nehst nit
komen mügent und wöllent gern uf ein andern tag uf die nehsten mitwochen nach
neccmo.22. sant Thomas tag nehst komet gen Baden komen, das gevellet uns wol, und haben
das an glissenden Wolff braht, der wil ez gern also ufnemen, .... und verkündent s
den von Straszburg das, das sie sich auch darnach wissen zu rihten, so hoffen wir,
ir sach solle mit uwer hilffe zu einem guten ende komen. datum Baden die do-
minica ante beati Nycolaj episcopi anno 1395. Baden 1393 December 8.
Str. St. Ar. AA 84 or. eh.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad nr. 1667. '"
1014. Volmar von Lützelnstein der Decan und das Domcapitel von Strassburg
beurkunden, dass sie verkauft haben den erbern wisen hern Joh. Sturm dem meister,
hern Claus Berman dem ammanmeister, dem rate, den burgern und der gemeinden
gemeinlichen der stette zu Strasburg: 100 güldin geltes .... die wir hant und jer-
liche gehebet habent uffe deme zolle und zollkelre zu Strazburg, also das alte «
briefe besagent, die dar über gehSrent, durch die diser brief gezogen ist ... . und ist
dirre kouf geschehen umbe 2000 güldin genge guter und geber an golde und an
gewihte, die uns den dechan und cappittel von den vorgenanten meister und rate
worden, gewogen und bezalt sint und in unserre gemeinen stift und cappittels nutz
komen und bewendet sint. geben . . an dem nehesten mentage vor sant Luden- »
tage der heiligen jungfrowen des jares 1395. 1395 December O.
Str. St. Ar. AA. 1424, cop. eh. eoaev.
1015 Albrecht von Erlikeim ein Edelkneht verkündet, dass er um alle Anspra-
chen, die er seit dem Kriege, den forsten, herren und stette nehest miteinander het-
tent, an die Strassburger hat, gerichtet und gesühnt ist. Er gelobt die Sühne zu *»
halten und keine Ansprache mehr zu erheben. geben an dem nehesten fritage
nach sante Nycolawes tage des heiligen byschoves anno 1395. 1395 December 10.
Str. St. A. G. U. P. lad. 166 or. mb. lit. pat. c. sig. pend. del.
1016. -Decan Volmar von Liltzelstein und das Domkapitel bekennen sich zu der
Schuld ton lOOOO Gulden, welche in 10 jähriger Frist durch Teilzahlung getilgt •«
werden soll. 2395 December 11.
Wir Volmar von Lutzeinstein dechan und daz cappittel gemeinliche der merren stifte zu
Strazburg verjehent und kündentmengelichem mit diseme briefe, also der erwürdige unser
herre, herre Wilhelm byschof zu Strazburg der stette burgern von Strazburg schuldig ist
uffe die summe zehen dusent pfunde Strazburger pfennige, dieselbe schulde dar rflret von 35
byschof Frideriche, sime vorfaren und die bischof Friedrich der stette burgern schuldig
bleip, do er von dein bistüme schiet, und aber die erbern wisen meister und rat zu Straz-
1395 593
bürg ire bürgere solich underwiset hant, daz sie dem vorgenanten unserme herren,
dem byschofe daran zil gegeben liabent zelten jar, die nehest nacheinander kom-
mende und derselbe unser horre der byschof die bürgere von Strazburg der schulden
uszgewisel hat ulfe den pflegen: Zabern, Mollesheim, Bernestein und Or-
« lemberg also, das alles besigelte briefe besagent, die darüber gemäht und mit des
hofes ingesigel zu Strazburg versigelt sint, das daz also die briefe besagent, die über
die zehen dusent plunde gemäht sint mit unserme guten willen, gunste und gehelle
eügangen und geschehen ist. und des zu eime waren Urkunde, so hant wir unsers
gemeinen cappittels ingesigel an disen brief getan hencken. der geben ist an dem
10 nehesten samestage nach sante Nycolawestage des heiligen bichoves dez jares, do
man zalte von gottes gebürte drützehenhundert jar nuntzig und fünf jare.
Str. St. A. AA. 1419. or. mb. c. sig. pend.
Ibid. AA. 1424. cop. eh. coeav.
Ibid. AA. 66. Briefbuch. B. fol. 83/84.
I
I
1017. Das Straßburger Domkapitel bekennt sich gegen die Stadt zu einer bar
geliehenen Schuld von 1000 Gulden und verpflichtet sich zur Tilgung durch jähr-
liche Rückzahlungen von 100 Gulden. 1395 December 11.
Wir Volmar von Lützelstein dechan und daz cappittel gemeinliche der merren
stifte zu Strazburg verjehent und kündent mengelichem mit disem briefe, das wir
m vür uns und alle unsere nachkomen schuldig sint rehter und redelicher schulden
dusent güldin genge gut und geber an gelde und an gewihte den erbern wisen dem
meister, dem rate und den burgern gemeinliche der stette zu Strazburg, die sie uns
durch ire grosze truwe und liebe, die sie zu uns habent bar geluhen habent und
uns von ynen worden und bezalt sint und in unsern gemeinen Stiftes nutz und
25 notdurft komen sint. wenne wir mit den güldin soliche schulde bezalt hant, die wir
von unserre gemeinen stifte wegen schuldig warent, daruf tegelich groszer schade
ging, die selben dusent güldin gelobent wir der dechan und das cappittel vür uns
und alle unsere nachkomen den vorgenanten meister, rate und burgern zu Strazburg
zu geltende und zii bezalende zu den zilen und in die wise, als harnach geschriben
lo slat : das ist zu wiszende hundert güldin der vorgenanten schulden hinnan bitze
sante Martinstag, der nü zu neheste kommet uud darnach alle jar hundert güldin
zii sante Martins tage so lange, bitz daz die vorgenanten dusent güldin gentzlich ver- v,„, n.
gölten und bezalet werdent. und sol daruf yetze her Götze Kember unser schaffener
in brüderhof oder ein ieglich schaffener in brüderhof sine nachkomen by siner tru-
s5 wen an eins eides stat geben alle jar zu sante Martins tag die hundert güldin, die
wile die zil werent, zu gebende von unsern gutem und frühten und von unserme
spicher one verzog und geverde. detend wir oder unser Behaltener, der denne ist,
oder unser nachkomen des nil, welhes zil wir denne also versehssent, so hant mäht
die vorgenanten meister rat und bürgere ze Strazburg und ire helflere unser und
io unserre stifte guter und unser nachkomen guter darvür ane ze griffende und ze be-
küinbernde mit gerillte und ane gerillte, wie in das aller bast füget, so lange, bitze
594 iS95
daz in die vorgenante schulde gentzlich vergolten wurt, und wes sie des kosten oder
schaden nement, in weihen weg daz were, den söllent wir in ufrihten mit der
houbetschulden iren worten darumbe ze gloubende. und verzihent uns har über
vür uns und alle unsere nachkomen aller der schirme, friheit und helfle, so ieman
erdencken kan oder mag one aller slahte geverde. und zu eime waren Urkunde, so
hant wir unsers gemeinen cappittels ingesigel an disen brief getan hencken, der
geben ist an dem nehesten samestage nach sante Nycolawes tage dez heiligen by-
schoves des jares, do man zalte von gottes gebürte drützehen hundert jar nüntzig
und fünf jare.
Str. St. A. AA. 1519. or. mb. c. sig. pend.
10
1018. Ausführliche Ordnung des^ Küferhandwerks ' zu Strassburg, erlassen und
verkündigt nach Beilegung aller bisherigen Misshelligkeiten und auf Grund der frü-
heren Ordnungen von Claus Berman Ammanmeister, Heinrich Lymer, Conrad Arm-
bruster, Heinrich Kranich und Wilhelm Metziger Altammanmeistern auf Geheiss Jo-
hans Sturm von Sturmeck des Meisters und des Bates. gegeben an der nehesten ,5
mittewochen nach sant Tomanstage des heiligen zwölf boten des jares 1395.
1395 December 22.
Str. St. A. Q. ü. P. lad. 12 nr. 4. or. mb. c. s.
Ebenda 2 eonc.
Gedr. Brucker, Straßb. Zunft- und Polizeiverordnungen. S. 312—321. 20
1019. Buprecht der ältere von der Pfalz an Strassburg: ez hant Beinhart von
Sickingen der junge Ebirhart von Balgshofen, Heinrich Kemerer und Gerhart Dünne
Febr. t. den friden also offgenomen biz off unser frauwen tag lichtemesz nehst kumpt und
wellent einen gutlichen tag mit uch vor uns leisten czu Germersheim off den fritag
Januar 7. nach dem jarstag nehst kumpt, daz ir uch darnach wissent zu richten des tags also m
zu warten, wann wir meynen selbir off den tag zu Germersheim zu komen und daz
ir bestellen wollent, daz der friede also gehalten werde, und lant uns des uwer ant-
wort wider wissen. datum Heidelberg in die beatorum innocentium.
Jleidelberg [13'J3 (?) December 28.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 168 nr. 2. or. eh. lit. cl. m. sig. 30
1020. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg : hat
gehört, dass seines Feindes, Ludwigs von Lichtenberg arme Leute hinter die Strasz-
1 Zu erinnern ist hier an eine oben zwischen nr. 954 und nr. 955 versehentlich übergegangene bei
Schmoller, Straßb. Tüclierzunft S. 15. bereits gedruckte Batsentscheidung über das Verhältnis der
Weberknechte und Tucher zu einander. geben an dem nechsten zinstage noch unseres herren fron-
lichnamstage 1395. — 1395 Juni 15.
Str. St. A. Tucher-Zunft, or. mb. c. sig.
1
1396 -VC.
burger, die in dessen Lande und Dörfern sitzen, fliehen, damit er sie nicht finde, so-
dann, dass sie auch ihre Schiffe in die Krutcnowe gezogen haben. Er ersucht, die Schilfe
»wieder abfahren zu lassen . . . oder aber bestellen!, das ir der gewaltig syent in der
masz, das uns und den unsern kein schale davon ufcrstande . . . auch den Ihrigen
5 auf dem Lande sollen sie verbieten sich seiner Feinde Güter anzunehmen, andernfalls
würden die ihrigen geschädigt werden. Baden feria quarta infra oetavam nativilatis
Christi a, d. Baden 1305 December 29.
Str. St. A. AA. 84. or. eh. lit. el.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1672.1
1021. Stephanus comes Montisbiligardi et dominus Montisfalconis magistro et
consulibus civitatis Argentinensis : .... noveritis Jaquelinum Arigam conciveni et
Bubditum vestrum mihi teneri in centum florenos, quos sibi tradidi realiter et de
facto in bonis florenis ducatis Janucnsibus et francis auri ad tradendum et delibe-
randum dilecto filio meo Henrico de Montebiligardo domino de Orba in exercitu
Mis Ungarie existenti. quosquidem florenos ipse Jaquelinus dicto filio meo nullatenus tra-
didit, sed in negoeiis suis tum in emptione equorum cum alias exposuerit ac redeundo
a partibns Ungarie, quibus ad equos emendos se transtulerat dum fuit in Basilia se
laluit et abscondit nee ad me venire voluit . . . promissionem, se ipsos 100 flor. infra
l'estum nativitatis domini persoluturum esse non habuit. ea propter a magistro et
to consulibus petit, ut 100 florenos per Jaquelinum persolvere faciant mercatori cuidam,
Ipresentium latori. scriptum in Montebiligardo quinta die Januarii anno 00.
Mömpelgard 1300 Januar 5.
1022. Ritter Burkard Hummel, markgräflicher Vogt zu Ortemberg an Strassburg :
n war kürzlich in Sachen seines Herrn vor Meister und Bat und bittet nun um Mit-
Iteilung des damals noch aufgeschobenen Beschlusses über die betreffende Angelegenheit.
■ L" 1 1 im feria quarta post festum Epiphanie anno Oli. 1300 Januar 12.
Str. St. A. AA. 84. or. eh.
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1673.
I
102:5. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meisler und Bat von Strassburg
beklagt sich über Vergewaltigung seiner Leute durch Strassburger Bürger: . . . wissest,
daz el liehe die uweni uff hüte disen fritag vor vesper über die unsern und unsern
wagen geranl siut vor uns gein Dachenstein und hanl do unsern wagenknehl mit
iren blossen sweiiern geslagen und übel gehandelt und uns unser wagenpferde und
85 ' Die dort stehende Notiz «o/inc ./«/»)•» ist irrtümlich und deshalb die folgende Bemerkung über die
Datierung überflüssig.
596 1396
wagen genommen und enweg getriben . . . und wir ouch nit wustent, wer sy worent,
wand ir selber wol wissent, daz wir der von Büsche und Jörgen von Kolbeczhcim
und ouch ander lüte, die uns mit iren offenen briefen abgeseit hant, besorget sin I .
die wir ouch wondent, daz ez der yemans were. darumb datent wir die unsern
nachylen, daz unser zu entrettende, als ouch unser wagen und wagenpferde beschultet
sint Zu noch genauerer Darlegung des Thatbestandes will er seine Räte
schicken und ersucht um sicheres Geleit für dieselben. geben zu Dachenstein uff
fritag vor sant Anthonientag anno 1390. Dachenstein 1306 .Januar 14.
Str. St. A. AA. 1422. or. eh.
1024. Bündnis der Fürsten, Herren, Städte und des Bischofs von Bamberg io
Würzburg, des Burggrafen von Nürnberg gegen die Schlegler. datum Mergentheim
liebsten samstag vor st. Anthonientag 1396. Mergentheim 1399 .Januar 13.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 fasc. 3.
Gedr. Wencker, appar 260.
1025. Wir Berchtolt ;Zorn der elter der meister und der rat von Strazburg i»
kündent mengelichem mit disem briefe, das wir eine gute getruwe stallunge halten
und haben wellent mit Cünen von Otterbach, alse lange bitze das wir ime mit unserm
offenen briefe ditz viere gantze wochen vor abegesagent. und zu einem Urkunde so
ist unserre stette ingesigel getrucket zu rücken uff disen brieff. datum die saneti
Anthonii confessoris anno dm. 1396. 13iHi Januar 17. »
Str. St. A. G. U. P. lad. 166 nr. 85 ». or. mb. lit. pat. c. sig. i. v. impr. del.
1026. Slraßburg an Nürnberg wegen des an die Herren von Sckaanbtrg für
die gefangenen S'lraßöurger zu zahlenden Lösegeldes. 1396 Januar 21.
Unsern sundern guten fründen dem burgermeister und dem rate zu Nüremberg
embieten wir Heimholt Hüffelin der junge der meister und der rat von Strazburg 25
unsern früntlichen gewilligen dienst, lieben fründe. also der veste ritter her Heinrich
von Mülnheim von den von Swanenberg gefangen wart, als ir wol wissent, und der
von in geschetzet wart umbe 1000 güldin, der dusent güldin er 601) güldin geben
So«", h. unc* bezalen solte uf sante Martinstag vergangen zi'i Hagenowe in der stat, daz hat
er getan, die überigen 400 güldin soltent stan an hern Borziboy, was in der dar so
umbe hiesze, des solte er geföilgig sin. doch verstunt her Heinrich von Mülnheim von
hern Borziboy, daz her Borziboy meinde, daz ime an den 400 güldin gnade solte
geschehen, als uns her Heinrich geseit hat. wie dem aber sie, so het her Heinrich
uns ein brief gezöiget, daz in her Borziboy umbe die 400 güldin gemanet habe und
in dem briefe verschriben, das her Heinrich die 400 güldin gein Nüremberg entwürfe,
nach dem briefe zu stunt kam Bockenhans, der bi hern Heinriche gefangen was und
seite uns, dus her Buslap von Swanenberg hern Heinriche an den 400 güldin hat
I
1396 597
abegelaszcn. so bat Rinckolin unser diener uns ouch geseit, daz her Butlap und her
Borzfboy hern Heinriche 100 güldin hant abegelaszen. lieben frunde, nö het her
Heinrich uns geseit, daz er die 300 güldin, die er also geben sol, gernein uwerstai
entwurtete, so weis er nit, wie er die güldin vor unfriden und wilder loiffe, so in
:> den landen sint, in uwer stat gebringen möge, und het uns die 300 güldin geben
und uns domitte gebetten üch ze bittende, das ir ime die 300 güldin dar woltent
lihen und lernten der uwern in diser nehesten vastmesze oder e die empfelhen ze
nemende zu Spire, Wormesze, Mentze oder Frahckenfurt oder bi uns, obe das deheime
der uwern bekümenlich were, umbe daz er den vollen tu. darumbe lieben besundern
"> frunde, bittent wir üch ernstlichen mit flisze, daz ir durch unsern willen hern
Heinriche die 300 güldin dar wellent lihen und die gebent unserme guten frunde
hern Ebener dem eiltern. so sprechent wir üch mit diseme briefe die guldin also zu
liezalende an der vorgenanten stette eine, an welher ir wellent und wenne ir wellent.
und wellent uch also früntliche harinne bewisen, als ir ouch vor allewege geton haut.
15 daz wellent wir allezit umbe uch zu widerdienende haben. datum feria sexta
proxima post diem seti Anthonii eonfessoris anno 1390.
Str. St. A. AA. 112. cop. mb. coaev.
1027. Colmar an Strassburg: als ir uns geschriben hand umb einen ufslag ze
werbinde mit den unsern, so Peterman von Keysersperg by uns mit gerihte gefrönet
m und daz sine stellig getan hand, so haben wir- .... einen ufslag geben untz halb
vasten schierst künftig und bitten uch fruntlich, daz ir mit demselben Peterman
redent die unserm in dem zile unklaghaft ze machende, als sü des notdurft sint.
datum in vigilia puriticationis anno 90. 1.396 Februar 1.
St. St. A. AA. 2010 or. eh. 1. cl.
* 10? II. Nürnberg an Strassburg antwortet auf obigen Brief : als ir uns verschriben
habt von der 300 guidein wegen, die der von Mülnheim hinter ew gelegt hat (und) den
von Swanemberg beczalen sol, das haben wir wol verstanden und wollen gerne unser
vorsehe darnach haben, ob dhein unser burger desselben gelts bedörffte und das
nemen wolt zu Strazzburg oder zu Franckenfurt, wer, daz wir nyemant fünden, so
"• wollen wir ew die 300 guidein unsrer stat wegen gerne darleihen, also daz ir die zu
Frankenfurt beczalt auf die messe, wenn wir die geben heissen. und wo wir ewrer
ersamen frewntschaft gedienen möchten und was wir westen, das ew lieb wer, des
wem wir willig und teten das allezeit gerne datum in die seti Blasii anno 1390.
139G Februar 3.
Str. St. A. AA. 112 or. mb. lit. cl.
102!). Herman Ebner in Nürnberg an Strassburg berichtet über die Dinge in
Böhmen: der König liegt zu «Prag, au IT dem hauss> ; er will den Frieden mit seinem
Bruder Hans und den Landherren nicht halten und verbietet den böhmischen Städten
598 1396
ersterem zu huldigen. Die Landherren belagern Budweis; Borsiboy soll dem König
aus Deutsehland Hülfsvölker zuführen ; das Ende dieser Wirren ist nicht abzusehen ;
Nürnberg trauert sehr um den Tod des Herzogs von Oesterreich. » . . also sind die
leuff itzunt, liben herren, ich hör nichtz von hern Hainrieb noch von Hansen Pok
in den leuffen. datum am suntag nach unser frauntag. [1396 Februar 6.]
Str. St. A. AA. 113 nr. 43. or. eh. I. cl.
Gedr. Wencker collecta archivi 394 f. u. D B. Ä II, 427. pg. 427 anmerk. 3. dort datiert.
[1396 Februar 6.]
1030. Herman Ebner in Nürnberg an Strassburg: der König ist am 22 Januar
in Prag gewesen bei der Königin . . . und hat drey naht pey ir geschloffen ; König Sigmund '"
von Ungarn will ebenfalls nach Prag kommen ; Borsyboy will nur mit Zustimmung
der Landherrn zum König kommen ; . . . auch ist mir fürbas gesagt, daz her Hainrichs
fraw von Absperg und ir swoger Steffan die euren und ir hab bekumern und aiiff
halten wollen, wo sie die ankümen . . . geben am suntag vor Juliane der heiligen
junefraun. [1396 Februar 13.] 15
Str. St. A. AA. 113 nr. 44. or. eh. I. cl.
Gedr. D. B. A. II, pg. 427 anmerk. 3.
1031. Johann von Oberkirch an Meister und Bat von Strassburg : versichert, dass
ihrem Willen gemäss sein Bruder Burckard den mit den Brüdern von Lichtenberg
Mt.rz ii. aufgerichteten Frieden bis Mittfasten halten wolle. geben uf den nehesten mendag in
noch der pfaffen vastnaht anno 1390. 1300 Februar 21.
Str. St. A. Abf. IV, 72. or. eh. I. cl.
1032. Budolf von Hohenstein, Bitter, an den Strassburger Ammanmeister Ulrich
Gosse : berichtet über seine Unterhandlungen mit dem Markgrafen von Baden im
Interesse Strassburgs z. B. auch über Zahlungspflicht der Schuldner Strassburgs aus 25
der Zeit vor dem Kriege, die sich derselben entziehen wollten. Bittet zur Entgegen-
nahme ausführlicherer Berichterstattung den Conrad Armbruster nach Baden zu
schicken. . . so trnwe ich, daz wir ein gute lutere früntschaft gegen myme herren
und der stette machent. . . geben uf sant Mathistag 1396. 1396 Februar 25.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. 30
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1678.
1033. Eberhard von Württemberg kann, seinen Verhandlungstag mit den von
Mülnheim, nicht inne halten und bittet Strußburg , jene zu veranlassen, bis zum
23 April zu warten. Stuttgart 1396 Mars 1.
Eberhart comes de Wwrtemberg. 35
Unsern fruntlichen grus vor ammanmeyster, meystere und raut zu Strassburg.
wir lassen weh wissen, als die von Mülnheim uns und unser bürgen gemant hant
1396 r,!«i
von zwayer abgangnon bürgen wegen, darumb sie uns von üwerer bette wegen zil
geben hant bis uf mitvastinn nechst kumpt. lieben frund. nun haben wir yetzo einen **■»«.
ernstlichen tag ze leysten von Inil über acht tag, daz wirt uf die mitwochen vor
milvastin zu Brakenhcim mit der gesellsehaft mit den Schlegeln, uf denselben tag utnß,
5 unser lierr, der byschof von Mentz, unser herre hertzog Ruprecht der junger und
ander forsten und herren hinkoment, daz wir notdürftig sien alle unser rete by unsze
habende uf demselben tag, daz wir also uf mitvastün unser rete zii den von Müln-
heim nit geschicken mögen von der abganngen bürgen wegen und an der sache mit
in uzzzetragen, als denn notdürftig ist. darumb bitten wir weh früntlich und ernstlich,
io daz ir durch unsern willen die von Mülnheim ernstliehen bitten wellent, daz sie uns
ein zil darumb geben bis zii sannt Georientag nechst kumpt. möchte daz aber als Ap^u.
lanng nit gesin, so gewünnent uns doch zil, so ir lengst mögent, bis das wir von
dem tag ze Brackenheim komen und dartzü geschicken mögen, daz wir doch gern
tön wellen, und tund durinne, als wir weh sunderlichen wolgetruwen und ouch allzit
i5 dester gerner tun wellen, daz weh lieb ist. üwer früntlich verschriben entwurt land
uns wyder wyssen by disem botten. geben ze Stöggartden an mitwochen nach
dem sunntag, so man singet Reminiseere in der vastin anno domini nonagesimo sexto.
[In verso] : Den ersamen und wysen dem ammanmeyster, den meystern und dem
rat der stat zu Strazzburg unsern besundern göten frunden.
a" Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49». or. eh. lit. cl. c. sig. t. v. imp. del.
1034. Engelhard von Weinsberg, ("ister. Landvogt, beurkundet die Verhandlungen,
welche er behufs Aussöhnung der Stadt Strassburg mit Bruno von Rappoltstein, bezw.
über die der Stadt Strassburg im Kriege gegen Bruno von Rappoltstein zu leistende
Hülfe gepflogen hat. datum et actum Argentine sabbato proximo ante dominicam
M Oculi anno 1396. Strassburg 1396 März 4.
Str. St. A. Q. D. P. lad. 22. nr. 4. or. eh.
Qedr. Bapp. Urkb. II, nr. 449.
1035. Ritter Rudolf von Höllenstein an den Ammanmeister Ulrich Gosse zu
Strassburg sehreibt : der Markgraf Bernhard wolle gern Freundschaft mit der Stadt
halten und schlage einen Tag zu Baden vor, wohin er selbst am 12 März käme.
[Ohne Jahr] sunnentag vor halbvasten. [1396 März 6.]1
Str. St. A. AA. 103. or. eh. I. d.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1679.
1 Am 19 Mävz 1396 schreibt Markgr. Bernhard an den Ritter Rudolf v. H., dass ihm ein Tag
zn Offenburg genehm sein würde, und bittet ihn, den Strassburgern dafür den 24 oder 26 Mära vor-
zuschlagen, sowie selbst dorthin zu kommen, \ibid. AA. 84. org. c/t.] — Hieraus ergiebt sich für daa
vorliegende Stück das Jahr 1396.
VI. 76
600 1 396
1036. Peter von Dünungen an Meister und Rat von Strassburg: beteuert, dass
er unschuldig sei an dem städtischen Bürgern geschehenen Raubanfall und bittet um
Geleitsbrief zur mündlichen Verantwortung. geben an dem fritage vor mittelvasten
anno 1396. 1396 März 10.
Str. St. A. Abt. IV, 72 or. eh. I. cl.
1037. Burckard von Honburg genannt von Wangen an Meister und Rat von
Strassburg: weist ihre Entschuldigung zurück, . . . denn es ist wol küntlich, daz die
üwern mir die müle abebrandten und mir min müleysen nomment und in üwer statte
fürten, und beschahe usz üwer statt und darin und worent üwer bürger ingesessen,
edel und unedel ein teyl do by, do mir min müle abe gebrant ist worden, in dem 10
daz ich nüt mit üch noch des krieges nüt zu tünde betten. Bittet deshalb um Entschä-
digung entweder unmittelbar an ihn oder an seinen Lehnsherrn Otteman von
Ochsenstein. geben an dem nechsten fritag vor mittenvasten anno 1390.
1396 März 10.
Str. St. A. Abt. IV, 29. or. eh. I. cl. is
1038. Graf Budolf der ältere von Sultz im Auftrage des Herzogs von Oesterreich
an Strassburg: bittet Boten nach Lahr zu schicken zu einem Sühnetage zwischen
den Städten am Bodensee und Walter von Geroldseck. geben an zinstag nach sant
Gregorientag anno 1396. 1390 März 14.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. 20
ÜJ 1039. Markgraf Bernhard von Baden an den Ritter Rudolf von Hohenstein : als
du uns geschriben hast, das du die sach mit den von Strassburg gerett hast von der
artikel wegen, als du von uns gescheiden bist . . . und das sie dir fruntlich darezü
geentwurt haben und meynst, das sie darumb zu einem tag gen Offenburg komen
wollen, die stück zu lütern und volle usz zutragende, das gevellet uns wol und ver-
MärzM/ts. künden dir des ein tag gen Offenburg bis an fritag oder an samstag nehst komet zu
rehter tag zit da zu sin ... . dis wollest den von Straszburg fürbas verkünden . . .
datum Baden dominica Judica anno 96. Baden 1396 März 19.
Str. St. A. AA. 84. or. eh.
Heg. ä. Marhgr. v. Bad. nr. 1680.
1040. Blicker von Rotenburg an Meister und Rat von Strassburg : ... ich lasz vueh
wissen, daz ich uwern und der üwern fint wil sin und ich Hans von Kastei und ich
Peter von Bür wollenz ouch üwern iint sin von unsserns Juncker Blickers wegen
von Rodenburg und wollenz in sim friden und unfriden sin und wollen wir diesse
M
.
1396 Ö01
vorgeschriben buss gen vuch mit diessem offen brieffe bewarten han. geben u(T
den nesten fritag for dem palben dage, da man zalt von gotz geburt 1996 jar.1
1306 Milrz 24.
Str. St. A. G. U. P. lad. 166 or. eh. lit. pat. c. sig. impr.
s 1041. Marggraf Bernhard von Baden und die Stadt Straßburg schließen ein
Bündnis auf drei Jahre. Strasburg I3uv, März 29.
Wir Bernhart von gottez gnaden marggrafe zu Baden und wir Beymbolt Hüffelin
der junge, der meister der rat und die burger gemeinliche der stette zu Strazburg
verjehen und bekennen uns öffenlich mit diseme briefe, das wir einmüteklieh durch
i>) nutz und notdurft unsere lande, lüte und durch daz, daz den unsern gliches und
rehtes widerfare und uff wasser und uff lande dester fridelicher wandeln und werben
mögen uns züsamen vereyniget haben und vereynigen uns mit disem briefe in die
wise, alse harnach geschriben stat : des ersten, were es, das yeman, wer der were,
uns den vorgenanten marggrafe ßernharte, unsere lüte oder die unsern kriegete,
i6 schadigete oder verunrehtigen wolte, und wir das mit sehsen unsers rates, die unsern
rat gesworn hettent oder das merre teil under uns uff unsere fürstelich truwe und
ere und sie uff ire eyde erkanten, das uns oder den unsern unreht geschehen were
und uns hilff von den von Strazburg notdurft were, so mügent wir den rat von
Strazburg manen umbe iren widersagesbriefe an dieselben, wider die wir sie gemant
20 hettent, so söllent sie uns schicken zehene erber man mit gleffen, iedie glefe mit
dryen pferden wolerzuget und mit eime gowoppenten knehte, und sollen uns dieselben
zehene mit gleffen und iren widersagezbriefe damit schicken in den nehsten ahte
tagen nach der manungen an die stat, die wir yn in disen nachgeschriben kreyse
benennen, und sollen dieselben zehen mit glefen und ire kneht unserme houbtmann,
25 der danne der unsern houbtman ist, gehorsam sin mit den unsern ze ritende und
unsere vigende ane ze griffende und ze schädigende, uff die gemant ist, doch also,
das wir drie tage vorhin an der stat, das wir die von Strazburg hin gemant hant,
zwentzig glefen haben söllent und nit darunder vor dem tage, alse die von Strazburg
ire glefen darschicken sollen, und dieselben zwentzig glefen söllent alle zit by den
so zehen glefen bliben und den krieg getruweliche mitenander triben. des selben glichen
sol ouch sin, were es ob ieman, wer der were, uns die von Strazburg, unsere burger
oder die unsern kriegete, schadigete oder verunrehtigen wolte und wir meister und
rot, die danne zu ziten sint, oder das merre teile in unserm rate uff unsere eide er-
kiintent, das uns, unsern burgern oder den unsern unreht geschehen were, und uns
:tr. hilft" von dem vorgenanten unserm herren dorn marggraven notdürftig were, so mögent
wir der rat von Strazburg denselben unsern herren den marggrafen ouch manen
umbe helffe und umbe sinen widersagezbriefe an dieselben, wider die wir in gemant
hettent, der sol uns danne ouch zehen mit glefen erber wol erzugete lüte, iedie glefe
mit drien pferden und eitn gewoffenten knehte und sinen widersagezbriefe damit
' Vgl. oben nr. 977.
602 1396
schicken in den nehsten ahte tagen nach der manungen an die stat, die wir ym
in disem nachgeschriben kreysse benennent. und söllent dieselben lüte mit den glefen
unserme houbtmanne gehorsam sin mit den unsern ze ritende und unsere vigende,
uff die gemant ist, ane ze griffende und ze schädigende, doch also das wir drige tage
vorhin an die stat, dar wir den vorgenanten unsern herren den marggrafen hin 5
gemant hant, zwentzig mit glefen haben söllent und nit darunder vor dem tage, alse
unsere herre der marggrafe sine glefen dar schicken sol und dieselben zwentzig mit
glefen alle zit by den zehenen mit glefen ze blibende und den krieg ze tribende, als
vorgeschriben stat one geverde. geschehe es ouch, das yn dem, also wir marggraf
Bernhart oder wir die von Strazburg ein teil das andere gemant hette, dem andern 10
teil ouch notdürftig were ze manende, also das es oder die sinen gekrieget, gescha-
diget oder verunrehtiget würde, so mag das selbe teil das ander teil, das vorgemant
hette, ouch manen umbe hilff der zehene mit glefen und umbe den widersagezbriefe
glicher wise, alse vor bescheiden ist. und sol das teile, das gemant wärt, gehorsam
sin mit syme widersagezbriefe und den zehenen mit glefen dem andern teile ze die- u
nende, alse von der ersten manungen wegen da vorgeschriben stat alsodoch das
teil, das do gemant het, sine zwentzig mit glefen vor an der stat habe, do es
danne hinmanet, alse vorgeschriben stet, und von wederm teile die manunge under
uns geschult, so sollen wir einander getruweliche geraten und beholfen sin in disem
nachgeschriben kreisse, alse ging die sache, darumbe denne gemant ist, unsere iegeliches so
teil selber an, solange untze das wir und die zu uns gehörent, welhem teil under
uns danne der schaden geschehen ist, unsere schade und smocheit gentzlich uffgerihtet
und der krieg gesünet wirt. und sol ouch unsere dehein teil sich nit friden, sunen
oder vürworten one das des andern teiles wissende und willen, der ander teil sie danne
alse wol versorget, alse das teil, das sich friden, sunen oder fürworten wil. were es ac
ouch sache, so wir marggrafe Bernhart oder wir die von Strazburg beydersite ein-
ander gemant hettent und beyde teil ein teil dem andern hilffe geschicket hettent, so
süllent unsere beider teil glefen und diener ietweder teiles haubtlüten gehorsam sin ze
ritende und unsere vigende zu schedigende, uff die danne beyde teile gemant hant,
one alle geverde. were ez ouch, so wir marggrafe Bernhart die von Strazburg oder 30
die von Strazburg uns hin wider einander also gemanet hettent, und bedürfte danne
der ein teil under uns von dem andern me hilffe, so sol das teile, daz der hilffe bedarff,
das ander teil manen, und der teil, der gemant wirt, der sol drie siner rete in den
nehsten ahte tagen nach der manungen schicken an der stette ein, die hernoch ge-
schriben stont. und sol der teil, der do manet, zwene manne sinre rete darzii schicken 35
und die fünfe söllent uff ire eyde erkennen, waz der hilffe fürbasser me sin solle,
und waz dieselben fünfe oder das merreteil under in darumbe erkennent, das man
zu der hilffe tun und helffen solle, daz sol iedes teil under uns dem andern in den
nehsten viertzehen tagen darnach tun, halten und vollefuren one geverde. es söllent
ouch unsere beider teile slosze, stette und vestin und unsere lant in disem nach- 40
geschriben kreysse, die wir nü zu mal hant oder harnach gewünnent, einander offen
sin zu allen unsern kriegen und nöten, alse lange dise eynunge weret, sich darin
und darusz zu behelffende und in selber daz beste zu tünde. und söllent ouch beidersite
1396 Ö03
darzü bestellen, das man in solichen unsern slossen, stetten und vestin koste vinde
und habe umbe bescheiden gelte one geverde. were es ouch, das man uns marggrafe
Bernhart oder uns die von Strazburg überziehen wolte, weihen teil man danne über-
ziehen wil, der mag das ander teil manen, der sol danne drie siner rete in den
oehsten drien tagen nach der manunge schicken an der stette eine, alse hie nach-
geschrieen stet, und daz teil, daz da manet, sol zwene siner rete darzü schicken und
die finde Millcnt ull' ire eyde erkennen, wie man dem teile, das man überziehen wil
und gemanet hat, beiden solle, und mitte wievil. und waz danne die fünfe oder das
merre teil under in also darumbe erkennent nach nutze, notdurft und gelegenheit
10 der Sachen, daz söllent wir beyde teil einander getruwelich halten, tun und vollefüren
unverzögenlich one alle geverde. erfünde ouch in dem zile diser vereynungen dehein
krieg oder vigentschaft uff, von weme daz were, davon unsere ein teil daz ander
gemanet bette, und würdent dieselben kriege oder vigentschaft in dem zil diser ver-
eynunge nit geribtet und gesünet, so söllent wir doch nach dem zile diser eynunge
ij zvvey jare die liebsten darnach zu beiden siten einander von derselben kriege und
vigentschaft wegen beraten und beholifon sin in aller der wise und masze, alse dise
eynunge begriffen ist und vorgescbriben stet untze an die stunde, das dieselben kriege
und vigentscbafte genczlicb und gar gesünet, verribtet und geslibtet werdent one alle
Widerrede, wir süllent ouch zu beiden siten von aller vergangener kriege und vigenl-
20 schalt wegen, so wir beydersite untze uff disen hutigen tag gehabt hant, einander
weder geraten noch beholffen sin, wir detent es danne gerne uzgenonmien desz, wer
es, ob wir marggrafe Bernhart zu schaffende gewünnent mit Ludewig herre zu
Lichlemberg oder obe wir die von Strasburg zu schaffende gewünnent mit hern Brunen
von Rapoltzstein, da sol dehein teil sich gegen dem andern beschiimen, das es mähte
85 sprechen, ez werent kriege und sie hettent sich erhaben vor der date disz briefes,
danne welhes teil under uns beyden erkennent nach vorgeschobener wise, das yme
oder den sinen von der deweders wegen, ez sie von Ludewiges herren zu Lichtenberg
oder hern Brunen von Hapoltzstoin unrehle geschehen were oder sy, so sol ein teil
dein andern beholffen sin in aller der masse, alse dise einunge wiset und seit one
so alle geverde. wurde ouch unser deheines teiles lüte oder gut in dem zile und kreysse
diser vereiiuingen beruhet, anegriffen, geschadiget oder gefangen, alse balde unsere
deweder teiles amp^tjlüte das verkündet würl oder gewar werdent, so söllent die, die
darumbe angerüffet werdent oder es von in selber empfindent zu stund ane allez
sunicn Hochziehen und daz helffen beschütten, entretten und stellig tun getruwelich
35 nach inne besten vermügende, alse ging die sache unsere iegelich teil selber an. und
daz söllent wir marggrafe Bernhart allen unsern amplüten (sicj, schultheissen, vögeten
und andern den unsern ernstliche bevelhen, das sü fürderhch darzü tun. des selben
glichen söllent wir die von Strazburg unsern reten, ainbahtlüten und den unsern ouch
empfelhen, daz sie glicherwise widerumbe ouch also daz beste darzü tünt one geverde.
40 wenne ouch unsere ein teile in des andern feiles lüllV ist und by einander ulf dem
velde sint, würde danne dehein stet, slosze, vestin oder gut gewunnen oder das
yenian gefangen würde, das sol alles unsere zu beyden siten glich gemein sin. doch
welhes teil under uns beyden sollich gefangen vahet, daz teil sol sie halten nach
604 1396
krieges reht. wo aber ein teil bi dem andern uff dem velde nit were, gewünnent
danne ieman iht, ez sie gut oder gefangen, der mag damit tön, das er truwet, daz
yme fügsam ist und eben kommet ane geverde. were es ouch, daz under uns beyden
teilen dehein teil vür ein slosz, stat oder vestin ziehen wolte und dez andern teiles
gezüge darczu bedörfte und darumbe bete, so sol der teil, der die gezüge hat, den- 5
selben gezüge dem andern teile lihen, also daz das teil, daz den gezüge lehent, den-
selben gezüge mit sinre fürunge und kosten holen sol und also balde daz gescheffede,
darzü es den gezüge gebruchet het oder gebrochen wolte haben, vollegat, so sol es
denselben gezüge mit siner fürunge und kosten in den nehsten viertzehen tagen dar-
nach wider entwürfen dem teile, umbe den der gezüge gelehenet ist, und an die stat, 10
da er genommen oder uff geladen wart, were aber, daz ützit von sollichem gezüge
verloren oder gekrenkert würde, den bresten sol ein teil dem andern in den selben
viertzehen tagen ufrihten und bezalen one verziehen, ouch ist zu wissende, daz wir
des zu beiden teilen früntlich mit einander überkomen sint, were ez, daz wir marg-
grafe Bernhart in der zite diser eynungen mit der stat von Strazburg mit iren burgern v,
oder den iren spennig oder miszhellig würdent und daz die ansprach unsere were, so
sollen wir das meister und rat zu Strazburg verkünden, daz sie darumbe zu uns ze tage
schicken zwene manne irez rates an diser nachgeschribener stette einre, die zu der
sachen sitzent zu den zweien unsers rates, die wir ouch dar zu schicken und setzen
söllent. und söllent einen gemeinen man usz dem rat zu Strazburg darzü nemen, dem w
söllent ouch die von Strazburg solich halten, daz er mit den zweien rite und dar-
zü sitze und sich der sachen anneme. wer ez aber, daz ir einre versworn hette
reht zu sprechende und daz by syme eyde behebet, das er ez versworn habe, so
söllent sie uns einen andern biderben man usz irem rat an dezselben stat geben,
den wir in nennent, und den solich halten, daz er ez düge, mSgent uns die fünfe 'gütlich 2a
mit einander gerihten und entscheiden mit unsere beider wissende und wille, da by
soll ez bliben, möhte aber das nit gevolgen, so söllent sie darumbe in dem nehsten
monate darnach ein reht sprechen, und waz denne also von den fünfen oder von
dem merren teil under in erkant und gesprochen würt, daby sol ez bliben und
von beyden siten gehalten werden one geverde. dezselben gliche ist beretd, were ez, 30
daz wir die von Strazburg in der zite diser eynunge mit dem vorgenanten unserme
herren marggrafe Bernharte mit sinen mannen, dienern, undersessen oder den sinen
die ietzent manne, diener oder die sinen sint oder in der zite diser eynung werdent,
spennig oder miszhellig würdent und das die ansprach unsere were, das söllent wil-
dem vorgenanten unserm herren dem marggrafen verkünden, das er darumbe zu tage 35
zu uns an disen nachgeschribener stette ein zwene manne siner rete, die darzü
sitzent, zu denselben zweien wir ouch zwene manne unsers ratez schicken und setzen
söllent. und söllent ein gemein man usz des vorgenanten unsers herrn des marggrafen
rat darzü nemen, der nit versworn het reht zu sprehende und daz by sinem eyde
behabet, daz er ez versworen habe, so sol er uns einen andern byderben man uz «
sinem rat an dez stat geben, den wir yme benennent und den sol ouch der vorge-
nant unsere herre der marggrafe solich haben, daz er darzü rite unt sitze und sich
der sache annemen mögent uns dieselben gütlich gerihten und entscheiden mit unsere
1396 605
beider sittc wissende und wille, da by sol es bliben. möhte aber das nit gevolgcn,
so sullcnl sie darumbe ein reht sprechen in dem nehsten monat darnach, und was
denne aldo vmi den fünfen oder dem merren teil under in erkant und gesprochen
würt, daby sol es bliben und von beyden teilen gehalten werden ane geverde. were
i ouch, das die von Strasburg deheinen unsere marggrafe Bernhartz man, diener, under-
sessen oder der unsern anspreehent oder die unsern sie wider umbe züge oder
mähten sich der oder die von uns und woltent uns nit gehorsam sin, so
beide wir daz empfindent, so süllent wir sie darnach nit. husen, hofen, schüren,
schirmen noch in zulegen und söllent dem oder den widersagen und vigentlich
111 gegen in ti'in und söllent den von Strasburg alle unsere Bloss gegen denselben uff
lim und in ufT sie geraten und behohTen sin untze an die stund, das der oder die
den von Strasburg getiint, also davor von uns, unsern mannen, dienern, undersessen
oder den unsern geschriben stat. dezselben glichen sol uns marggrafe Bernharr gen
den von Strasburg und allen den iren, die dez nit gehorsam werent, behaben sin
15 und widerumbe geschehen one geverde, doch sol dies si'i beyden teilen nit anegen
eigen, erbe, zinse, gulte oder schulde, daz söllent wir beydersite lassen bliben, also
daz herkommen ist one geverde. ouch ist zu wissende, von welchen vorgenanten
sachen man zu tagen beidersite schicken sol, das die tage darumbe sin söllent zu
Offenburg in der stat, und sol ein teil dem andern tag aldar verkünden, were aber,
äo das unsere deheime teile zu ettlichen ziten nit gefüglich were gen Offenburg zu
ritende oder dahin zu schickende, ist denne, daz wir marggrafe Bernhart die manunge
di'inl. und die ansprach unser ist, so sollen wir unsere zwene ratman, die wir zu
der sachen setzen wellent, schicken gein Strazburg in die stat und söllent danne die
von Strazburg drie irs ratez zu denselben setzen nach vorgeschri bener wise, die der
'"< sachen alda ende und usztrag gebeut, were aber die manunge oder anspräche unsere
der von Strazburg, so sollen wir unsere zwene ratmanne, die wir zi'i der sachen
setzen wellen i, schicken gen Baden in die stat und sol unsere herre der marggrafe
drie der sinen darzü schicken und setzen, die der sachen aldo nach vorgeschobener
wise ende und usztrag gebent one geverde. es ist ouch beretd, daz iegelich teil under
•» uns dein andern sine hilff und dienst uff sine selbes koste, schaden und verlusl tun
und dienen sol one alle vorderunge, Widerrede und geverde. und sint disz die
kreysze dieser vereinungen, darinne wir beide teil einander getruwelich geraten und
beholll'en sin söllent und wellent, also vor bescheiden ist mit namen von Friburg in
Brysgöw an untze über Bin gen Ensesheim ; von Ensesheim gen Bufach ; von Bufaeh
3r' das gebirge herabe, alse die snesleyffen gant nutze gen Ohsenstein ; von Ohsen-
stein bitze gen Bitsche ; von Bitsche gen Wissemburg, von Wissemburg gen Luter-
burg; von Luterburg über Bin gen Graben; von Graben untzen gen Eppingen ; -von
Eppingen gen Besenkeim ; von Besenkeim gen Herremberg ; von Herremberg daz ge-
birge hinwider uff gen Friburg, alles, alse die snesleiffen von beiden gebirgen
40 ietwedersite Bines gegen dem Ryne smeltzent und fliessent one geverde.
und sol onch dise vereinunge stete feste und unverbröchenlich zu haltende und
getruwelich zu vollefürende in aller der wise, alse vorgeschriben stet, und söllent
und wellent ouch unsern obersten ambahtman mit namen Bernhart von Beinichingen,
606 1396
oder den wir harnach an unsere stat setzent und dem wir unsere lant empfelhent,
so wir nit in lande sint, die wile daz zil diser eynunge weret, heissen und tön
sweren in gegenwürtikeit dez rates von Strazburg, also gefügete ez sich, das wir nit
in landes werent, wenne er, oder den er ez vürbasser befilhett, denne von den von
Strazburg an unsere stat gemant werdent, dieselben manungen die von Strazburg 5
uns oder unsern amplüten gen Baden tun söllent, daz sie denne den von Strazburg
an unsere stat dönt haltend und vollefurent alles daz, daz dise vereynunge wiset und
seit und alse obe wir selber gegenwürtig werent one allez verziehen, sumen und
hindernisze. derselbe unsere oberster ambahtman, sin stathalter und die amptlüte, die
under ime sint, dasselbe by sime eyde ime ouch fürbasser sol tön sweren zu hal- 10
tende one alle geverde, doch wenne wir marggrafe Bernhart ein andern amptman
setzent, dem wir unsere lant empfelhent, den söllent wir nit setzent, wir habent in
danne vor vor meister und rate zu Strazburg geton sweren zft haltende in alle die
wise, alse vorgeschriben stat. desselben glichen söllent wir die vorgenanten meister
und rat von Strazburg gegen dem vorgenanten herren dem marggrafen, den sinen u
unde syme obersten amptman, so er nit in landez ist, wore und stete und unver-
bröchenlich halten, und globent daz uff die eide, so wir darumbe zu den heiligen
gesworn haben zu tftnde und alle jare, so der alte rate in unsere stat abegat, daz
denne dem nuwen rat in ire eyde befolhen sol werden, dise vereynunge gegen in zu
haltende in aller der mossen, alse die wiset und seit und vorgeschriben stat, doch 20
sol uns die manunge, alse wir gemant werdent gen Strazburg, geschehen one alle
geverde. und in diser eynunge nemen wir zu beiden siten usz unsern gnedigen herren
den römischen kunig; so nement wir marggrafe Bernhart sunderlichen usz unsern
lieben herren und öheim den erwürdigen hern Cunrat ertzbischoff zd Mentze, hern
Rüppreht den eiltern, hern Rüppreht den jungern und desselben süne pfaltzgrafen by 25
Ryne und hertzogen in Peygern, die hertzogen von Osterriche und grafe Eberhart
von Würtemberg, do sie selber houbtlüte sint, wo sie aber nit houbtlüte sint und
helffere werent, gen denselben sollen wir einander geraten und beholffen sin, alse
gen andern unsern vigenden ungeverlich. so nement wir die von Strazburg auch
harinne usz den erwürdigen herren, herren Wilhelm byschoff, das bystüm und die so
stift zu Strazburg, die hochgebornen fürsten und herren die hertzogen von Osterrieh,
zu den wir vereyniget sint, also unser eynungez briefe wisent und nement ouch usze
die eynunge, die wir habent mit dem bystüm von Strazburg und mit dez riches
stetten in Eilsasz, alse dieselbe eynunge wiset. und nement ouch harinne usz unsere
guten fründe den schultheissen, den rat und die stat zu Sarburg und nement ouch 35
üsse harinne die ursage, die wir hant mit hern Heinrich Kammerer und Diether
Kämmerer gevettern. und were ez, ob wir beidersite mit iemant anders deheine setze
oder ursagen hettent, die nement wir ouch harinne usz. gewünne aber dehein teil
under uns mit denselben zu schaffende und würde danne unsere ein teil von dem
andern wider dieselben umbe hilff gemant, so süllent wir in fürderliche unsere ur- «»
sagen und setze abesagen. und wenne die zile der ursagen vergant, so sollen wir
beidersite gen denselben einandere helffen und vigenliche tun, alse dise einunge wiset
alle argenliste und geverde harinne uszgeslossen. und dez zu eime waren sichern
1396 607
urkünde so hant wir der obgenant marggrafe Bernhart unsere eygen ingesigel und
wir der meister und der rat von Strasburg derselben unsere stette ingesigel by ein-
ander hissen honcken an disen brief. der geben ist zii Strazburg uff die krumbe
mittewoche in dem jare, do man zalte von guttez gebürte drützehenhundert jare
• nünlzig und sehs jare. und sint dirre briefe zwene gliche, der unsere ietwederteile
einen het und ouch by im blibet.
Str. St. A. G. U. P. 45 nr. 82. or. mb. lit. pat. e. 2 sig pend.
Reg, d. Markgr. v. Bad. nr. 1681.
1042. Markgraf Bernhard von Baden verspricht im Hinblick auf ein soeben mit
'" Straßburg geschlossenes dreijähriges Bündnis, seine noch schwebende Streitsache mit
Ludwig von Lichtenberg entweder bis zum 11 Mai auszugleichen oder sie nach dieser
Frist vor Herzog Leopold, vor Bischof Wilhelm von Straßburg , ja vor Straßburg
oder einem von jenen bestimmten Obmann zum Austrag zu bringen. 1396 März 29.
Wir Bernhart von gottes gnaden marggrafe zu Baden verjehen und bekennen
« mit disem brief: alse wir uns mit den erbern wisen meister rate und burgern der
stat zu Straszburg und gegen allen den, die uns beidersite unser löte, bürgere oder
die unsern kriegen, beschedigen oder verunrehtigen wSlten, vereynt haben, alse das die
briefe völleklich wisent, die zwüschen uns darüber gemacht sint, und wand in der
selben eynunge begriffen ist : weres, das uns marggraf Bernhart not were die von
20 Straszburg uf Ludwigen herren zu Lichtenberg umb hilffe zu manen, als sie uns uf
in beholffen sollent sin nach unser eynunge sage, das wir uns gegen den selben von
Straszburg versprechen mit disem brief umb die sach, die wir bisher untz uf disen
hutigen tag, als datum dis briefs sagt, mit dem vorgenanten von Liehtenberg zu
schaffend gehabt han, darumb wir in friden yetzund mit im sin bis uf den montag Apnu.
25 riehst komet. weres nu sach, das wir hie zwüschen und dem selben montag mit
Ludwigen von Liehtenberg nit verriht wurdent, das wir dann den von Straszburg zu
liebend zu fruntschaft umb die selb vergangen sach des rehten bliben wollen hinder
den hochgebornen fürsten unserm herren hertzog Lüpolt hertzog zu Osterrich oder
hinder dem erwirdigen hern Wilhelm byschoff zu Straszburg oder vor dem vorge-
ao nanten rät zu Straszburg oder uf gemeynen erber lüte dryen, funfen oder siben zu
gelegen tagen, weres dann, das wir uns mit Ludwigen von Liehtenberg eins gemeynen
inans nit vereynen muhten, welchen erber man denn meister und rät zu Straszburg
düncket, der uns glich sy zu nemend, den sollen wir in gevulgig sin zu nemend.
wölten wir aber daby nit bliben, su sullent uns die vun Straszburg darüber von der
3ä alten vergangen sach wegen gen dem von Liehtenberg, als vor bescheiden ist, nit
beholffen sin, sie tetten ez dann yn ane geverde. wölt aber Ludwig von Liehtenberg
ein solich reht von uns uszslahen und nit uf nemen, so mögen wir darnach meister
und rat zu Straszburg umb hilffe uf in manen, die sollent uns dann an in beholffen
sin nach uszwisunge der eynunge, die wir mit in haben, ane Widerrede und ane alle
40 geverde. des zu urkund haben wir unser insigel lassen hencken an disen brief.
VI. 77
608 1396
der geben ist an der krummitwoch in dem jare, do man zalt nach Crists geburt drut-
zehenhundert jare nuntzig und sehs jare.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 44/45 nr. 81. or. mb. lit. pat. c. s. pend.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1682.
1043. Symund genannt Wecker, Graf von Zweibrücken und Bitsch, Landvogt 5
im Elsass giebt seine Zustimmung zu der Teilung der Burg Herrenstein ' zwischen
Dietrich Cammerer und Conrad Lantschaden und seinem Bruder Heinrich von Zwei-
brücken, geben an sant Georientage 1396. 1396 April 23.
Str. St. A. V. C. G. K. 30 b. cop. eh. coaev. Herrensteinbüchel.
1044. Der Edelknecht Blicker von Rotenburg schliesst mit der Stadt Strassburg io
eine Sühne namentlich wegen der Gefangennahme ihres Bürgers Hanseman Sturm,
geben des nehsten zinstages vor dem meige tage des jares 1396. 1396 April 25.
Str. St. A. G. D. P. lad. 165/166 nr. 86. or. mb. lit. pat. c. I. sig. pend.
1045. Johann von Mülnheim genannt Richenberg, Ritter, an Meister und Rat von
Strassburg: bittet Peterman von Duntzenheim, Hügelin Süssen sun, Friedrich von 15
Hochfelden und uwer trumpeter, uwer burger, die ihm und seinen armen Leuten, zii
Sasbach in mime dorffe wol 100 it. wert in pferden, eseln, kügen und swin geraubt
haben, zur Entschädigung anzuhalten. geben des samestages vor dem meyge tage 1396.
1396 April 29.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. M
1046- Werner Sturm der Meister und der Rat von Strassburg an ihre Boten in
Hagenau: senden einen Brief des Rates von Speier und beauftragen sie von den
Hagenauer Räten heimlich zu erkunden, ob sie die gleichlautende Aufforderung Speiers
erhalten haben und Gesandte schicken wollen . . . nü verstond ir wol, das uns küm-
berlich ist unsere botten gen Gerlingesdorf zu schickende. datum vigilia sanetorum 25
Philippi et Jacobi apostolorum anno 1396. 1396 April 30.
Str. St. A. AA. 118. or. mb. I. cl.
1047. König Wenzel leill mit, daß er den Erzbischof von Mainz zum Vermittler
zwischen Straßburg und Bruno von Rappollstein bestellt habe und befiehlt allen An-
ordnungen desselben Folge zu leisten. Prag 1396 April 30.
Wir Wenczlaw von gottes gnaden römischer künig zu allen zyten merer des
riches und künig zu Beheim embieten dem burgermeister rate und burgern gemein-
3n
Diese nördlich von Zabern gelegene Burg gehörte später der Stadt Strassburg
1396 609
liehen der stette zu Strazburg unsern und des riches lieben getruwen unsere gnade
und alles göt lieben getruwen. suliche sachen, kriege und zweytrachte, die zwuschen
dem edeln Brunen von Bappoltstein unserm und des riches lieben getruwen an einem
teil und üch an dem andern teil sint, haben wir befolhen dem erwirdigen Cunrad
s erczbyschofen zu Menczen dez heilgen riches in dütschen landen erczkanczeler, unserm
lieben nefen und fürsten und ym ouch unsere ganeze und vollemaht gegeben die
von unsern wegen zwischen üch zu verhörende und sie, m&hte das mit der minne
nicht gescheen, mit dem rehten genczlichen hinzulegen und zu enscheiden. darumb
so gebieten wir üch ernstliche und vesteklichen by unsern und des riches hulden
1« und wollen, das ir von aller solicher sachen wegen vor den egenanten erezbischofen
von Mencze uff soliche tage, die er üch bescheiden und benennen wirde, kommen
und üch an dem rehten daselbst genczliche begnügen lassen süllen, alse wir ouch
das zu lande, dem egenanten Brunen müntliche mit ernste befolhen und gebetten
habent. wenne geschee es, das derselbe Brune oder ir solichen unsern gebotten un-
u gehorsam sien und vor den egenanten erezbischof nicht kommen und im an dem
rehten da selbst nicht benügen lassen wolte, sunder darüber freveln meynte, so
haben wir bevolhen und ernstliche gebotten beyde dem egenanten erezbischofen zu
Mencze andern kurfürsten, fürsten, graven, fryen hern, rittern und knehten und stetten
unsern und des riches lieben und getruwen, das sie dem teile, das also ungehorsam
so were, wider das ander teil von unsern wegen zu dem rehten bistendig und beholffen
sin söllent. geben zu Präge des suntages vor sant Philippi und Jacobi tage unser
rieh des behemischen in dem 33 und des römischen in dem 20 jar.
Prag 1396 April 30.
Str. St. A. AA. 113 nr. 58. or. eh. lit. cl.
25 Gedr. Rapp. Urkb. 11, nr. 450.
1048. Herman Ebner der ältere in Nürnberg an Hans Bock in Strassburg: hfl
für ihn 750 Gulden Schulden eingezogen und 100 davon nach Tachau bezahlt. Hofft
jedoch, dass er die andern nicht nach Schwanberg zu zahlen brauche . . . wann der
künk von Ungarn selber an der lantaffell gesessen ist und frid in Behaim westelt
n hol, und ist in guter freintschaft von unserm hern küng geschaiden. Die Panzer will
er mit dem nächsten Wagen, der nach Strassburg oder in die Gegend fährt, senden,
geben am samptztag vor Walpurgen. [1396 April 30.]
Str. St. A. AA. 113 nr. 25. or. eh. I. cl.
HM!). Graf Friedrich von Leiningen an Strassburg : beklagt sieh über Hannemann
H von Bitsch, der den geschworenen Burgfrieden auf Burg Waldeck nicht gehalten
habe und jetzt einen Sühnetag verweigere. geben uff sondag nach sante Walborg
dag 1396. 1396 Mai 7.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I cl.
610 1396
1050. Teilung der [später strassburgischen] Feste Herrenstein vollzogen und ver-
kündet durch Diether Cammerer von Worms, Cünrat Lantschaden und Heinrich von
Zweibrücken: ... der bürg halber zu Herrenstein mitten glich durchgemessen an
zu hehende an dem groszen turne und die bürg durch usz bitz uff ahte schuhe ze
wendende von dem deinen Herrenstein, davon sol juncher Heinrich den teil des vor- »
genanten slosses haben naher Müsseborn . . . und sol das dein Herrenstein des
vorgenanten juncher Heinrichs auch alleine sin; dagegen erhalten die beiden
andern ... das teil des obgenanten slosses, das do gelegen ist naher dem burgholtze
zu und heiszet der sal mit sime begriffe, und sol die cisterne und die zwene turne
und die porten gemein sin und alle stelle zi'i den nöten, und süllent ouch die ge- »o
meinen wehter iren umbegang und wahte han glicher wise als vor ; und sul ouch
nieman buwen by ahte schuhen by das dein Herrenstein, ouch ist beredt, als die
bürge zu Herrenstein den langen weg mitten durchusz geteilt und verzeichent ist,
das do by die zeichenunge nieman buwen solle neher, danne vier schuhe, es sie
danne mit der gemeiner wille. und sol ouch der berg gemeine sin. geben uff den 15
nehsten fritage nach dem nontage anno 1396. 1396 Mai 12.
Str. St. A. V. C. G. K. 30 b. cop. eh. coaev. Herrensteinbüchel
1051. Hans Flösze und Hans Rehter an Meister und Rat von Strassburg: hörten,
daz ir uwer ungnode an uns geleyt hant und bitten um Geleit zur Verantwortung,
geben uff sunnentag noch dem nontage anno 1396. 1390 Mai 14. so
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
Mai 19. 1052. Alle von Andlau verkünden: . . . daz wir uf disen nehsten vergangen fritag
bi uns zu Andelah gerihtet hant von eime knehte, hies Lawelin Fuchs von Alfesheim,
und hant den gebrant von ketzerigen wegen, so er getriben und getan hat mit lüten und
mit vihe, mit kügen, mit geissen mit schoflen und mit füllen und hat verüget und 25
ist ouch daruf tot. und hat geseit, daz er und Grempe in uwer stat [Hagenau] sitzet
in Kleffers gasse und in desselben grempen huse ein naht bi einander gelegen sint
sider ostern und hant sü zwene einander geketzert die naht zwür. do wellent zu
tun, als ir billich süllent. ouch wissent, daz er me geruget hat, do wir ouch unser
botschaft hin tun wellent. geben uf den pfingestag anno 1396. 1396 Mai 21. 30
Str. St A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1053. Breisach an Strassburg: hat seinen Fischern verboten junge Fische mit
Juni 24. «der steinwatte noch mit den brütwatten» vor nächstem Johannistag zu fangen ; bittet
dies auch seinen Fischern zu verbieten, . . . wand es doch notdurftig were, daz der
Rine wider zu vischen komen möchte. datum in oetava penthecostes. 35
[1396 Mai 21—28.]^
Str. St. A. G. D. P. lad. 86. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. mut.
1 Vgl. unten Brief Breisachs vom Juni 26.
1396 ÖH
1054. Martin von Schilteken, städtischer Diener an Strassburg : berichtet von
den Dingen in Böhmen. datum sahbato post festum corporis Christi
[Prag 1390 Juni 3,]
Str. St. A. AA. 109. nr. 40. or. eh. — Auszügl. gedr. I). It. A. II. pg. 383. Anmk 2.
1055- .lobst, Markgraf zu Mähren empfiehlt auf Geheiss des Königs Wenzel dem
[elsässischen Landvogt Sigmund Wecker] Grafen von Zweibrücken und den in die
Landvogtei Elsass gehörigen Städten, die Stadt Strassburg anzuweisen, dass sie in
ihrem Streite mit Bruno von liappoltstein sich an die vom Könige gefällten Ent-
scheidungen halte ; widrigenfalls sollen sie dem Bruno von Bappoltstein gegen die
w Stadt Strassburg beholfen sein. [1396 Juni 9.]
Nach dem Bapp. Urk. II, nr. 456 aus dem Regest eines nicht mehr aufzufindenden Orginal-
briefes. Colmar Bez. A. Ann. Bapp. (E 1039) fol. 142.
1056. Straßburg schließt ein Bündnis mit Basel auf 3 Jahre.
Strassburg 1396 Juni 12.
t5 In gottes namen amen, wir Wernher Sturm der eilter der meister der rat und
die bürgere gemeinliche der stette zu Strasburg und ouch wir Johans Pülianl von
Illingen ritter der meister, der rat und die bürgere gemeinliche der stette zu Basel
erkennen uns öffenlichen mit disem briefe, das wir umbe küntlichen bresten, un-
friden, schaden und manigerleye vigentschaft, alse uns, unsern stetten, burgern und
20 den unsern j.ifferstanden, gescheen und noch anligende ist, und umbe rehter^notdurft
willen unsere stette und bürgere unser lip und gilt vür unrehter gewalt zu beschirmen,
also verre wir mögent, uns mit einander vereyniget habent und vereinigent uns mit
disem briefe uff die eyde, die wir darüber geton habent, von hynnan bitze sant Martins- \w.i-. it.
tage nehist^kommet und von demme sant Martinstage über drü gantze jare die
n nehesten nocheinander kommende, alte kriege und atzung in dirre vereynungen uz-
genonnnen, getruweliche und vesteklichen einander beholffen zu sinde one allerleye
hindernisz und vertzog wider alle die, die uns leidigent, schedigent und letzent an
libe und an gute, es sie mit röbe mit brande, mit gefengnisse, mit nome, mit un-
rehtem widersagende an unsern .friheiten, rechten und guten gewonheiten, die wir
3o harbroht haben oder mit welichem schaden und sachen das anders gescheen möhte
noch solicher bescheidenheit, alse hernach geschriben stat, in disen ziten, zilen^und
kreiszen : zürn ersten von dem Howenslein nutz an Burnenlrut und dannan gen
IBotemberg; von Botenberg gen Bitsche; von Hitsche untz die Selsze und andersile
des Bines von der öbern Murge untz uff die nidern Murge und da zwischent
H von eim gebirge untz an daz ander, alse die snesleiffen gant wider den Bin on alle
geverde mit namen also: wer es, das deheine stat under uns den vorgenanten zwein
stetten oder die unsern also geschediget oder geleidiget würde in der vorgenanten zit
von iemanne, wer der were,'^der in dem obgenanten begriffe gesessen were und der
rot der stette oder das merrenteil des rotes uff den eyt erkantent, das sie geschediget
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were wider dem rehten, und das man ir unreht dete, der sol die ander stat beholffen
sin uff den eyt gelicher wise, alse ob ir das unreht oder der schade widerfarende
were. doch sol die stat, die da geschediget ist, verbotscheften der andern stat, das
sie geschadiget sie, und sol denne die stat, der es verbotscheft wurt, alse do vorge-
schriben stat, fürderliche und on vertzog uff den eyt die anegriffen, die den schaden i
habent getan, das es gerihtet werde one alle geverde. ouch vor allen dingen, wo ein
stat under uns beden der andern stette schaden und unfrommen zu frischer getotd
mag helffen weren, wenden und fürkomen, darzu sollen und wellen wir uns einander
nit lossen mit gantzen truwen one alles vermanen und vertziehen. were ouch, das
yeman der vorgenanten unserre zweier stette eine deheinen schaden dete in 10
den vorgenanten zilen und zyten, demme sol man in den vorgenanten stetten keinen
veilen köff geben, und kerne ouch einre in der vorgenanten zweier stette deheiner,
der eine derselben stette geschadiget hette, den sol die ander stat anegriffen, darin
er kommet in alle wise, alse ob ir der schade gescheen were darnach, so es ver-
kündet wirt von der andern 'stat, die do geschadiget ist. wir söllent ouch wider alle 15
die, die unsere vigende enthaltent, spisent oder in zülegent, einander beholffen sin,
alse uff den oder die, die uns den schaden selber getan hettent. und wer es, das
ieman deheine stat under uns schedigen oder spise, hülffe, andern rot schicken wolte
oder schickete den, die uff si zogetent, das sol die ander stat weren und wenden,
alse verre sie kan oder mag, uff den eyt one geverde. und solte ouch die anegriffen 20
ir lip und ir gut, die den schaden geton hettent oder schedigen woltent. und daruff
sol ouch deheine stat under uns beden wider die ander nieman deheinen veilen kfiff
geben, spise noch andern rot tun noch geben und ouch ieman, der dirre stette einre
schedelich were, nit husen, hofen noch enthalten, dann das jegliche stat under uns
beden ye eine der andern wol sol günnen und ouch darzü beholffen sin one geverde m
uzz und in zu ritende und ir vigende daruz zu schädigende, was krieges ouch in den
vorgenanten zilen uferstunde und die wile dise vereynigunge weret und von einre
der vorgenanten zweier stetten anegefangen oder begriffen werde, der stette sol die
ander stat beholffen sin, alse lange untz der krieg gesunet wirt, und sol sich deheine
stat under uns beden one der andern stette willen mit jemanne nit sunen, friden 30
noch vürworten, danne wir söllent bedersit gelich darynne versorget werden noch
der gelegenheit der sachen. es ist ouch beretd, das deheine stat under uns beden
der vorgenanlen stetten deheine künige, fürsten noch herren beholffen sol sin von
diser vereynigunge wegen, sie tünd es danne gerne, wer aber, das deheine stat der
vorgenanten stette deheinem künige oder herren dienen wölte, was der stette in dem 35
dienste geschehe, darzü sol in die ander stat nit beholffen sin, sie tu es denne gern,
man sol ouch deheinen herren noch stat in dise vere_)nunge eniphohen, wir zwo
stette sint es denne einhellekliche über ein komen und getruwent, das es nütze und
gut sie. wurde ouch ein stat der vorgenanten stetten manende, daz sie ir ein volgk
lihe zu lantwere, darzü söllent die von Strazburg nit me lihen, denne viertzig glefen
und die von Basel drissig glefen, man tu es denne gerne, der yegliche glefe wol uz-
gerüstet sol sin mit drigen hengesten und pferden mit irme gantzen harnesche; und
sol der ein kneht uff dem einen pferde ein gewoffenter kneht sin, der einen spiesz
1396 613
in der bende füret, umbe minrc mag man si oncli wol manen. und weihe stat, die
also manet umbe volgk, die sol den gelefen, darumbe sie gemant het, yeder glefen
vür abgang, kosten und schaden geben zürn tage und zur naht ein halben giildin
von dem tage, alse si uzzrittet ze zalende, bitz das sie wider heim koment, und das
5 gelt sol die stat, die do gemant het und der die glefen und volgk geschicket werdent,
geben und bezalen in dem nehisten monate darnach, so das an sy von der stat, die
die glefen dargnluhen het, gevordert wirt one geverde. wurde man aber zu velde
Ligende, so sol ye die stat under uns zwein stetten iren sundern kosten haben on
alle geverde. wer es ouch, das under uns zwein stetten einre notdurftig were ein
io besesz zu tünde oder uszog vür ein slosz oder ein vestin, und sie beduhte, das ir
die ander stat billiche darzü hülffe, die stat, die das besesz oder den uzzog also tun
wolte, sol das der andern stat verkünden, das sie mit namen drige erbern botten von
iren reten gen Brisach schicke, in den nehisten ahte tagen darnach so sol die stat, die
das besesz oder uzzog meinet zu tünde, zween erbern botten von irme rote und irer
15 stette wegen darzi'i schicken, und söllent die fünfe unvertzogenliche zu samen sitzen
und sich underreden von des besesses und uzzoges wegen und zu rote werden noch
gelegenheit der sachen uff den eyt dewederme teile zu liebe oder zu leide, was die
gemante stat zu. dem besesse oder uzzoge dienen oder ti'in sol und waz gezuges, das
sie het, sie darzü lihen sol, und waz die fünfe oder das merrenteil under in darumbe
■>„ sprechent und zu rote werdent, das sol die gemante stat unvertzögenlichen in den
nehisten ahte tagen darnach tun on Widerrede und geverde. und was kosten man
zu dem sesse oder uzzoge habende wurde, es were mit bühssen, wercken, tümbelern,
ebenhöheten, grebern, werckmeystern oder wercklüten, den kosten sol die stat liden,
die die manunge getan het, alse ouch wir beden stette unser yegliche stat sünder-
as liehen zu der herschaft von Osterich verbunden ist. wer es da sache, das unser ein stat
von der andern gemant werde, und die da gemant werde, in manunge und hülffe were der-
selben herschaft von üsterrich, alle die wile, das die stat in hilffe der herschaft von Öster-
rich ist und ire dienere und glefen by der herschaft von Österrich het, so sol die stat
der andern stette nit gebunden sin zii helffende untz an die stünde, das der stette
3i, diener und glefen, die by der herschaft von österrich warent, wider heim zu huso
komen sint. und alse balde sye heim komment, so sol giegenante stat der stette, die
sie gemant het, unverzögenliche ir diener und glefen schicken noch deme, alse sie
danne gemant ist, und alles des gehorsam sin zu tünde, das sie der andern stette
verbunden ist zu tünde alles on geverde. wir nemen ouch zu beden siten harinne
■ iizz daz heiige römische riche, item und die herschaft von Österrich, zu der wir zwo
stette unser iegliche sünderliche verbunden ist, die wile dieselben verbüntnüssen
werent, und nit lenger. so nement wir bedersit harinne uz unser iegliche stat iren
bischoff und sin bystüm. so nement wir die von Strazburg harinne uz den hoher-
bornen fürsten und herren, herren Bernhart marggraff zu Baden, zu deme wir
J0 vereyniget sint, die wile dieselbe vereynigunge weret und nit lenger, unde unserre
guten fründe den schultheiszcn, den rot, die bürgere gemeinliche der stette zu Sarburg,
die wile die versigelte verbriefte früntschaft weret, die wir mit in hant, die zil uz
und nit vürbasser. mit solicher bescheidenheit, das ie die stat under uns iweien
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stetten wider iren bischoff nit beholffen sol sin, er sie hobtman oder helfTer. wolte
aber ieman, wer der were, dirre zweier herren der byschöfe oder ir bystüm deheinen,
den bischofT von Strazburg oder den bischoff von Basel, der nu ist oder hernach
wirt, anegriffen oder schadigen von irre gotzhüser guter wegen, die>ie inne hant, so
mag ie die stat under uns zwein stetten irme bischoffe beholffen sin nnd zu helffe 5
komen, ob si wil, und sol ir das an diser vereynigunge nit schaden one alle geverde.
wer aber, das der zweier herren der bischöfe deheinre, die nu sint oder in disen
zilen werdent, atzunge oder krieg mit unser zweier stette einer gewünnent, sie werent
hubtliite oder helffer, das weder von sins bystums noch des gotzhuses guter wegen
dar rurte, dem oder den sol deheine stat under uns zwein stetten uff die ander nit «
beholffen sin one geverde. doch sSllent wir zwo stette einander beholffin sin in alle
wise, alse diser vereinyung brief stet, one geverde. es ist ouch beretd, were ob eine
stat die ander under uns manete ieman an zu griffende, der sie schadigete oder ge-
schadiget hette, den mag die gemante stat wol anegriffen unverbotscheftet, ob si wil,
wil si yn aber darumb verbotscheften, der do den anegriff oder schaden getan het, »
das er den anegriff oder schaden kere, das mag die gemante stat wol tun, also
widerkerte der nit, der den anegriff oder schaden getan het, so sol die gemante stat
zu stiint darnach in anegriffen und beschädigen, so sie yemer beste oder getrwelicheste
mag, alse hette er ir den anegriff oder schaden selber getan, one geverde. das ouch
wir die vorgenanten zwo stette deste fridelicher und früntlicher miteinander geleben 20
mögent, so habent wir mit gemeineme mute gemachet und beretd, das dehein burger
oder burgerin der vorgenanten stetten die andern bekumbern söllent, denne die woren
schuldenere. wolte aber dehein burger oder burgerin der vorgenanten unsere stetten
die ander zu rede setzen in der stat, da die schuldenere inne gesessen sint, umbe
deheiner hande schulde oder umbe deheine ander sache, die sie mit inen zu schaf- 25
fende hant, den sol man richten unvertzogenliche. löggent der schuldener der schulde
oder der clage, darumbe er angesprochen wirt, und wil in der kleger ertzügen, das
sol er dun mit biderben lüten, die da by sint gewesen und umbe die schulde oder
umbe die anspräche wissent oder mit briefen, die billiche helffen söllent und mögent.
und sol man ouch die hören und dem kleger darnach rihten on geverde. es ist ouch 30
beredt, das deheine stat under uns vorgenanten zweien stetten noch dehein burger
oder burgerin der vorgenanten zweier stetten die ander stat noch burger oder burgerin
under uns anegriffen noch bekumbern sol one gerihte, wände hat ieman under uns
den vorgenanten zwein stetten burger oder burgerin mit dem andern ützit zu schaf-
fende oder an zu sprechende, in weihen weg das were, das söllent sie tun mit gerihte »»
an den stetten, da in ienre, den sie da anesprechent, zu rehte sol stan. und sol man
ynen da rihten unvertzogenliche, alse da vor geschriben stat. doch sol deheine stat
under uns annemen deheinen iren burger oder burgerin zu schirmende wider die
andern der vorgenanten stette burger oder burgerin von deheines krieges oder ane-
griffes wegen, der iren burgern oder burgerinen beschee, e denne sie ire burger oder 40
burgerin wurdent. geschee ouch dehein anegriff under uns den vorgenanten zwein
stetten one gerihte, den sol die stat der burger oder burgerin, die den anegriff getan
hant, solich haben, daz sie widertunt, das si one gerihte getan hant, wände ieder
1396 (H5
burger oder burgerin under uns den vorgenanten stetten söllent voneinander reht
nemen an den stetten, da sie es von rehte tun söllent, alz vorgeschriben stat. und
ha ruber, so hat deheine stat under uns den vorgenanten zwein stetten mäht über
die ander zu erkennende von ires burgers oder burgerin wegen anders, wände dovor
» bescheiden ist. es ist ouch beretd: geschehe, das wir die vorgenanten zwo stette span
gewnnnent miteinander von deheins artickels wegen, die an disem briefe geschriben
stant, so sol die stat, die den bresten het, iren bresten der andern stat vürlegen und
drige manne nemen uzer dem rote der stette, an die denne die anspräche ist, und
usser irem rote ouch zwen der iren darzü schicken, und söllent die fünfe unvert-
10 zögenliche varen und komen gen Brysach in die stat und miteinander über die sache
sitzen und den bresten bekennen, das sie ouch one alles sumen tön söllent. und waz
denne das merrenteil under den benanten fünfen erkennent uff den eyt, das sol vür
sich gan, und sol man ouch das denne vollefüren und halten one alle geverde. und
sol ouch iedie stat in ir fryheit rehten und gewonheiten beliben und sol ynen daran
is dirre vorgenante artickel nit schaden, wir sint ouch übereinkomen: wer es, das dehein
burger under uns zwein stetten sin burgreht verteilt wurde, das er nit komme in
die stat von etlicher hande sachen oder untete wegen, wo der deheinr in unser der
vorgenanten stetten deheine kerne und burger da wurde, die sol ime doch nit beholffen
sin noch schirmen von der sachen wegen gegen der stat, dannan er vertriben ist
20 und sin burgreht verteilt ist, one geverde. were ouch, das man redende wirde umbe
ein gemeine eynigungc oder lantfriden zu Eilsasz, so söllent wir die vorgenanten zwo
stette unser botten zu einander senden, und erkennent wir zwo stette denne, das uns
nützlich sie in den lantfriden oder eynigunge zu körnende, das mögent wir wol tön.
geschehe aber, das einre stat under uns zweien stetten nit fügte, daryn zu körnende,
» die mag hie usse bliben und mag die ander stat wol daryn komen, ob sie wil. doch
weihe stat also daryn kerne, die sol nit darin komen, denne mit solicher bescheidenheit
und gedinge, das si dise vereynigunge uszneme, das die vorgange in alle die wise,
alse diser vereynigunge brief wiset und seit one alle geverde. wir gelobent ouch by
unsern eyden, wenne ein rot abgot under uns zwein stetten den vorgenanten, das ie
h der alte rot dem nüwen rote in den eyt sol geben dise vereynigunge und disen brief
stete zö haltende untze dem vorgenanten zile one alle geverde. ouch ist beretd, das
dise vereinigunge den bünden, so wir bedersite unser yegliche stat sünderliche mit
der herschaft von Österrich habent, kein schade noch letzen sol sin, wenne die
selben bünde bedersit in iren tügenden und kreften bliben söllent, so sol ouch dise
8s vereinigunge kein schaden sin noch letzen die vereynigunge. alse wir die von Straz-
burg zu dem herren marggraff Bernhart vereiniget sint und ouch kein schade sin noch
letzen die fruntschaft, so wir die von Strazburg habent mit den von Sarburg, ouch
mogent wir bedersite büntnisze inachen und in fruntschaft komen mit weme wir
wellent und sol uns daran nit letzen noch irren dise vereiniung in deheinen weg on
40 geverde, doch mit der bescheidenheit, alse vorgeschriben stat, das dise vereinigunge,
die wir miteinander haben, usgenomen söllent werden und vürgang haben, es ist ouch
beretd: waz zolle wir zu beden siten in unsern stetten ufgesetzet und gemachet hant,
by den zollen söllent wir bedersite bliben one alle geverde. und das dise vereinigunge
VI. ?8
616 1396
gantz veste und stete blibe, so hant wir die vorgenanten meister und rete der stette
Strazburg und Basel zu eim woren Urkunde unserre stette ingesigele an disen brief
getan hencken. gegeben zu Strazburg in dem jare, da man zalte von gottes ge-
bürte drützehenhundert jare nüntzig und sehs des nehesten mentages vor der zweier
heiligen tage Viti et Modesti. und sint dirre briefe zwene glich, der yeweder stat &
under uns beden einen het und ouch by ir blibet.
Str. St. A. AA. 1836. or. mb. c. 2 sig pend. qr. 1 (Basel) delaps. [in verso] Als die stette
von Strasburg und Basel sich drü jor gegeneinander vereyniget haben. Ibid G. D P.
lad. 48/40. cop. eh. coaev. — Basel St. A. St. Urk. nr. 744 gr. or. mb. c 2 sig pend.
Erwähnt D. B. A. II, 173. I«
Erwähnt Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1689.
1057. Friedrich von Nügürte an Strassburg: bittet um freies Geleit zur Ver-
antwortung, ... da ir meinent, daz ich doby gewesen sy, do üch das uwere ge-
nomen sie . . . datum feria tertia post Barnabe anno 1396. 1396 Juni 13.
Str. St. A. Abt. IV. or. eh. I. cl.
1058. König Wenzel gebietet dem Landvogt im Elsass und den Städten der Land-
vogtei, den Bruno von Bappoltstein gegen die Angriffe der Strassburger auf seine
Schlösser zu schirmen und zu schützen. geben zu Prag uff sanet Vits abende reg.
boh. 33. reg. rom. 20. Prag 1396 Juni 14.
Begest nach dem Abdruck im Bapp. Urk II nr. 458. Colmar Bez Ar. Bnn. Bapp. (E 1039) 2n
1059. Engelhard zu Winsperg, Landvogt des Herzogs von Oesterreich an Strass-
Juii 4. bürg : teilt mit, dass er die erbetene Hülfe statt auf St. Ulrichstag nach erhaltenem
juii ss. Aufschub auf St. Jacobstag leisten wolle. geben uff sant Vitze tage anno 1390.
1396 Juni 15.
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
Gedr. Bapp. Urk. II, nr. 459.
1060. Hans Bock als Gesandter in Prag berichtet an den Rat von Straßburg.
Prag 1396 Juni 18.
Lieben herren. ich enbiet uich minen gewilligen dienst und lan uich wissen,
Juni n. daz Swebelin uf den samstag vor sant Johans dag gen Prowe zu mir kam, und *>
wer gut gewesen, daz er e komen were, danne der kunig und margrofe Jos bede
enweg worent, daz ich uwer briefe in nuit geantwurten mochte, und het her Brune
uich groszen unglimp gemäht, und zu stunt, do Swebelin kam, do anwurte ich dem
hertzogen von Stettine sin brief und rette mit dem von den sachen, wie ez sich
verlofen het und öch, wie ich sust von uich gescheiden bin, daruf er mir dugentlich 35
geantwurtet hat. und het her Brune faste wider den brief geret, darzü ich geant-
wurtet han, waz ir geschriben hant und ich von munde geret han, daz sige alse und
1396 617
welle daz für min heren dez künigez gnade und margrofe Jose bringen und daz er
sich verspreche dozii blihende, also welle ich ouch duan. und also ir verschriben
hant, welle ich mit brieten und kuntschaft gut machen, daruf ist er heim geritten
am suntage vor sant Johans dag und kumt gen Nuierenberg. harnoch wissent uich /ml /*.
5 zu richtende, also ich uich von der anleit verschriben han, do wisent, daz her
Schwärt/. Rudolf von Andela der brief seit und ez uz sol tragen, doch wart ime der
brief noch nuit also balde. lieben heren, wisent, daz ich for dem kunige gewesen bin,
und het mich wol enpfangen und ist zu stunt enweg geritten, und also ich von uich
gescheiden, do wirbe ich min bestez und enkan uich do fon zu diser zit nuit ver-
io schriben, wan waz ich ein dag hoere, daz ist den andern dag ein anders, ouch deg-
dinge ich von minre schatzunge wege faste, doch foerhte ich, ich kume umb daz
gelt, wanne noch kein gefangen ledig geseit ist. ouch bitte ich uich, daz ir mich
iivvern wilen laut wisen, obe uich uit zu banden koeme, daz ich mich von uwern
wegen deste baz darnoch zu rihtende wise, dan ich foerhte, daz ich ein langen
u leger haben muas. gebietenl mir. geben ame suntag zu naht vor sant Johans dag
zu sungihten 1396. Hans Bogk.
Str. St. Ä. AA. 112 or. eh. I. cl.
Gedr. Bapp. Urkb. II, nr. 460.
1061. Markgraf Bernhard an Meister und Rat von Strassburg: laszen uch wiszen,
2o das wir yetz uf mitwoch nehst vergangen zu Spire den von Winsperg gebetten Juni t,
haben, daz er uns unsern tag uf sant Kilians tag nehst komet zu Eltfel1 mit unserm j„u ».
herren, dem hertzogen helff leisten, hat er uns gesagt, ir habend unsern herren von
Österrich umb hilff uf diz zit gemant, bitten wir uch mit flizzigem ernst, das ir unsern
herren von Österrich zu diser zit derselben hilff durch unsern willen uberhebent und
■>■, im ein zil ein manot darumb gebent, umb daz uns der von Winsperg unsern egenanten
tag mug helffen geleisten, und erend uns diser bette und versagend uns der nit, das
wollen wir allzit umb uch verschulden und gedienen, ouch bitten wir uch reht
ernstlich, das ir uns zwen uwer frunde usser uwerm rät lihen und schicken wollent,
das xlie uf den nehsten mentag zu naht vor dem egenanten sant Kilians tag by uns juit 3.
H zu Raden syen und fürbazz mit uns uf unsern vorgenanten tag gen Eltfel riten und
uns den mit unserm herren dem herezogen helffen leisten . . . geben zu Mülnberg
an sant Johans abend anno 9o\ Mühlburg 13'JO Juni 23.
Str. St. Ä. AA. 84 or. eh.
Reg. d. Markgr. v Bad nr. 1690.
:l:i
1062. Johann Weiß-Zorn* Ritler, der aus der Stadt verbannt ist, wendet sich
um gütige Vermittlung und Gnade flehend an den Amman meisler [Ulrich Ooße].
Epflg VtiMi Juni 24.
Minen undertenigen, gewilligen dienst byvor. gnediger herre. ich bitte uch durch
40
1 Eltville.
2 Johans der wisse Zorn 1393 Ratsmitglied.
618 1396
gotz willen und dez rehten willen und daran gedenckent, daz mich alle die weit dar-
zü nüt broht hette, daz ich usz gesworen hette, danne ir gedenkent ouch, daz wir
nüt eweclich hie sint und gedenckent an Oertelin Manse,1 gedenckent an den
probst von Rinöwe, an Heitze von Mulnheim,2 die alle drie fürfaren sint, do
menlich got lobet gegent mir, daz sü dot sint, und man wenet, ich hab grosze i'reude i
dran geleit, do wissent, ich wolte darumb tön, daz mir we dete, daz sü alle drie noch
lebetent so wurdent ir wol hörende frömede meren, wann wissent, wie wol ich von
Heitzen wegen von Mulnheim usz bin, so wer mir noch hüte dis tages lieber, daz
Heitzen kint von Mulnheim Gemer ynne hettent danne her Brune. und ist daz nüt
wor so müsze ich dez gehen todes sterben, und geschulte ich onch mine knehte 10
arme sele von keinre hande sache wegen gen Friburg, wanne von mins ambahtes
wegen, wie ich dozü zu beszerunge kumen bin, daz weisz got wol und ichs üch ouch
seite zu der zit, do ir mich dotent usswern. darum gnediger herre, sehent got und daz
reht an und schühent nieman, wanne ir von gottes gnoden eren und gutes genug
hant daz ir nieman darumb dürfent förhten und sint mir darinne beholfen zu mime n
rehten daz ir doch eime heiden billich detent. anders bitte ich ouch nüt. geben
zu Eppfiche an dem sunigeht tage anno 1396.
Johans Wiszzorn ritter uwer armer diener und gut frünt, war zu ir min bedürffent.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1063. Breisach an Strassburg:3 hat gehört, dass die Strassburger erlaubt haben, w
kleine Fische, selmeling, zu fangen, bittet um Angabe der Garne und des Gezügs,
damit es sich danach richten könne. datum feria seeunda post Johannis baptiste
anno 96. 1396 Juni 26.
Str. St. A. G. U. P. lad 86.' or. eh. lit, cl. e sig. »'. v. impr.
1064. Herman Ebner in Nürnberg an Strassburg: dankt für die Geschenke; a5
Herzog Hans von Troppau und einige andere haben auf Karlstein 4 königliche Räte
ermordet, nachdem sie ihnen vorgeworfen: «ir hern, ir seyt die, die tag und naht
underm (sie.) hern künig raten, daz er niht gen deützen landen schull, und wolt in
pringen von dem romischen reich». Der König hat die Mörder fürstlich belohnt; dem
Markgrafen Jobst, der nach Prag gekommen, hat er befohlen die Stadt zu verlassen ; h
Prag soll nur gegen grosse Geldzahlung und Niederlegung seiner Festungswerke be-
gnadigt werden ; viele fliehen zum Markgrafen und den Landherren ; der König beab-
sichtigt nach Deutschland und zwar zunächst nach Nürnberg zu kommen ; im Würz-
burgischen haben sich wegen Zollstreitigkeiten 22 verbündete Städte gegen den
1 Oertelin Mansse war 1395/96 Stettmeister. so
a Ein Heinrich von Mulnheim (v. Landesperg) ist 1394/95 Stettmeister.
3 Erinnerung an dieselbe Sache: datum feria sexta post Jacobi apostoli anno 96. [1396 Juli 28.]
— Vgl. oben den Brief Breisachs vom Mai 21—28.
1396 619
Bischof empört; der Bischof ist entkommen; die benachbarten Fürsten suchen zu
vermitteln; . . . üben herren, als ir Hans Heller herab gesant habt von dez zeugs
wegen, loa ich euch wissen, dez man im allen zeug, den wir haben, dez er wegent
gesehen hot, gelossen und in unterweist bot aigenlich, dez doch niht gewonlieh ist
gea nicniiinl zu tun. geben am pfintztag vor Kiliany. [1396 Juli O.J
Str. St. A. AA. 113 nr. 45. or. eh. I. cl.
1005. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Rat von Strasburg: hat
gehör) daz der apt von Ebersheimmünster herrn Hannman von Mülnheim uf
uwer pfalcze zii Strazburg tribe und anelange von etlicher stücke wegen, die Ebers-
heimmünster antreffent, das wir demselben hern Hannmane in pfandes wise zu kouf-
fende geben hant uf einen widerkouff . . . und bittet den Abt mit seiner Klage ab-
zuweisen, geben zu Dachenstein uf den nehsten mendag vor der heiligen zwölf-
botten scheidunge anno 1396. Dachstein 1390 Juli 10.
Str. St. A. AA. 1422. or. eh.
15 1066. Markgraf Bernhard an Strassburg: schickt einen an ihn gerichteten Brief
der drei Herren von Bitsch ' mit der Bitte um Bücksendung und um Antwort, WM
die Stadt thun wolle. geben feria 4 ante Marie Magdalene. [1390 Juli 19.]
Str. St. A. AA. 103. or. eh.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1694.
20 1067. Thoman von Endingen der Meister und der Rat von Strassburg an Jc-
hanse Bocke nnserme burger : . . lant dich wissen, das uns Johan Baldack diener
des durchlühtigen fürsten des marggrafen von Mehern, der ietze hie mit dem Wecker
von Bytsch dem lantvögte in diesem lante rihtet, uns verschriben het, so hant wir
ime daruff geanwurtet, alse wir dir derselben sinre briefe und unsers'abschriften *
g5 sendent harynne verslossen. so hat uns der hochwirdige fürste und herre der
byschof von Mentze ein brief geschriben und ein abschrift darynne gesant von
hern Brunen von Bappoltstein wegen, dem hant wir daruff geantwurtet, alse wir dir
der briefe vueh abschritte harynne sendent verslossen. dise briefe sendent wir dir
darumb, daz due wissest, waz wir underhanden hie habent und das du dich do
so inne in allen sachen deste bazz wissest darnach zu rihtende. und waz du frömder
mere do inne empfindest, die lozze uns wissen und lösz dich das kein koste be-
duren. datum feria sexta proxima ante diem Jacobi appostoli. [1390 Juli Hl.]
Str. St. A. A. A. 112 nr. 42. or. mb. I. cl.
Heg. Rapp. Urk. II, nr. 4G3.
35 ' Gemeint sind die Brüder Hanneman I. Simon Wecker II und Friedrich, Grafen von Ziceibrücken-
Bitsch. Vgl. Stammtafel 3 bei Lehmann, Gesch. d. Grafschaft Hanau-Lichtenberg.
a Diese Abschriften liegen nicht mehr vor.
620 1396
1068. König Wenzel befreit die Stadt Straßburg von dem, kaiserlichen Hofgericht
und jeder fremden Gerichtsbarkeit. Prag 1396 Juli 22.
Wir Wenczlaw von gotes gnaden romischer kunig zu allen czeiten merer des reichs
und kunig zu Beheim bekennen und tun kunt offenlichen mit diesem brief allen den, die
in sehen oder hören lesen : als der meister rate, bürgere gemeinlichen der stat zu Stras- 6
purg unsere und des reichs üben getrewen von unsern vorfaren an dem reiche romischen
keysern und kunigen gefreyet und begnadet sind, das sie nyemande für unser und
des heiligen reichs hofgerichte noch für dhein ander gericht von dheinerley sachen
wegen nicht laden oder heischen solle, als das sulche majestat brife, die sie doruber
haben wol usweisen, also haben wir angesehen manichvaldige dinste und trewe, als io
uns und dem reiche die egenanten von Straspurg und mit namen etwen unserm vater
seligen, dem romischen keiser Karl, dieweil er lebte, vor langer czeite ofte und dicke
nuczlichen und williclichen getan haben, teglichen tun und furbas tun sollen und
mögen in künftigen czeiten. und haben dorumb dem meister rate burgern und der
stat zu Straspurg mit wolbedachtem mute gutem rate unserer fursten edeln und is
getrewen semliche gnade getan und tun in ouch in craft dicz brifes und romischer
kuniglicher mechte und sunderlichen soliche gnade : wer es sache, das wir von unsers
selbes wegen die egenanten meister bürgere und stat zu Straspurg von dheinerley
sachen wegen für unsern und des heiligen reichs hofgericht anlangen wolten, so
sollen wir sie von derselben sachen wegen zu voran besenden und sie in denselben 20
sachen selber gnediclichen verhören und wollen ouch nicht gestaten, das sie darumb
yemande lade oder furheische, es sey dann, das wir dieselben sachen zuvoran selber
verhöret haben, als vorgeschriben stet, und gebieten dorumb allen und iglichen fursten
geistlichen und werntlichen grafen, freyen herren, dinstluten, rittern und knechten
gmeinscheften der stete merkte und dorffere und sust allen andern unsern und des 25
reichs undertanen und getrewen ernstlichen und vesticlichen mit diesem brife, das
sie die egenanten von Straspurg an den egenanten gnaden nicht hindern noch irren in
deheineweis und mit namen unserm und des heiligen reichs hofrichter und sust allen
andern lantrichtern und richtern, die nu sein oder in czeiten werden, das sie die
egenanten von Straspurg umb dhein sachen für sich nicht laden oder heischen noch s>
über sie dhein urteile oder recht sprechen noch doruber brife geben sollen, sunder
sie bey sulchen gnaden und freyheiden, domite wir und ouch unser vorfaren an dem
reiche romische keiser und kunige sie gefreyet und begnadet haben, geruhlichen und
ungehindert bleiben lassen, als libe in sey unsere und des reichs swere ungnade zu
vermeiden, wer aber sache, das doruber wider die egenanten von Straspurg dhein
urteile oder recht gesprochen oder dheinerley brife gegeben weren oder hinach getan
oder gesprochen wurden, ist unsere ernste meynunge und setzen und wollen in craft
dicz brifes und romischer kuniglicher mechte volkumenheit, das dieselben urteile,
recht und brife kein craft noch macht haben, sundern untuglich sein und den ege-
nanten von Straspurg und der stat doselbist keinen schaden brengen sollen in deheine 40
weis, mit urkunt dicz brifes vorsigelt mit unserer kuniglichen majestat insigel.
geben zu Präge noch Cristes geburt dreyczenhundert jare und dornach in dem
sechsundnewnzcigisten jaren an sand Marie Magdalene tage unserer reiche des behe-
1396 621
mischen In dem firunddreysigisten und des romischen in dem einundczwenezigisten
jaren. Per dominum Benessium de Chusnik
Wlachinco de Weytemule.
[In verso] R. Petrus de Wischow.
Str. St. A AA. lad. 4 nr. 3 or. mb. c. sig. reg. pend.
1 ()()}). Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: antwortet, dass er gern auf
den angekündigten Tag kommen oder bei ernstlicher Verhinderung rechtzeitig Nachricht
geben wolle geben zu Pfortzheim an suntag vor sant Jacobstag anno 1386.
Pforzlieim 1396 Juli 23.
Str. St. A. AA. 84. or. eh. I cl.
10 Beg d. Markgr. v. Bad. nr. 1606.
1070. Hans von Seibach, markgräflich badischer Vogt 'zu Neu-Eberstein an
Meister und Rat von Strassburg : bittet namens seines Herrn drei arme Frauen aus
Gernsbach ledig zu lassen samt ihrem Gut. datum in vigilia beati Jacobi appo-
stoli anno 96. isoß Juli 24.
Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl.
Beg. d. Markgr. v. B. nr. 1697.
1071. Ralsbeschlüsse betreffend: 1. Reisen und Ausbleiben der Bürger. 2. Pferde-
hallung. 3. Aic/iunr/ der Hohlmaße. [1396 .Juli 25.]
|1.| Unser herren, meister und rat sint übereinkummen, daz nieman der unsern
und die bi uns in gesessen sint von unser stat über naht ritten noch varen sol one
so urlop meisters und ruttes. und wer daz verbreche, der bessert fünf jor von unser
stat und git 20 U. were öch ieman von unser stat geritten oder gevaren, der sol in
disen nehsten zwein tagen wider in unser stat kummen. und mügent in daz ir fründe
enbieten, obe sü wellent. wenn wer daz verbrichet, der bessert die vorgeschriben
besserunge.
2» [2.] Es ensol uch nieman der unser, es sigent frouwen oder man, sine hengeste
oder pferde keim lantmannc lihen, versetzen zu köffen geben noch in keinen weg
one urlop meisters und rattes. und wer daz verbrichet, der verbessert 10 it., also
dicke also ers dftt.
[3.] Es sol ouch menlich sin kornmesz, winmesz, saltzmesz, biermesz, obesmesz,
so sotmesz, kestenmesz und alle andere mesz dön seigen und sünen in disen nehsten
vierzehen dagen. und wer daz verbrichet, der bessert 30 sol.
Actum et pronunciatum ipsa die beati Jacobi^appostoli.
Str. St. A. Stadtord. Bd. 19 fol. 165. eingehefteter Zettel.
Die erste der drei Verordnungen ist gedruckt bei Wencker, de ussburg. S. 165
622 1396
1072. König Wenzel verkündigt, daß die an Straßburg ergangene Ladung vor
sein Hofgericht zurückgezogen und aus den Registern des Gerichts getilgt sei.
Prag 1396 Juli 27.
Wir Wenczlaw von gotes gnaden romischer kunig zu allen zeyten merer des reichs
und kunig zu Beheim bekennen und tun kunt offenlich mit disem brief allen den, die i
in sehen oder hören lesen, das wir soliche ladung und gerichte, die der edel Borzy-
woy von Swinar unser hauptman in Beyern und lieber getrewer uf den ammeister,
burgermeister, rete und burger gemeinlich der stat zu Straszburg unser und des
reichs lieben getrewen vor unserm und des reichs hofgerichte von unsern wegen bis
uf disen tag, als diser briefe gegeben ist, getan hat, und die von unsern wegen w
geschehen sein, genczlich und gar abgelassen und abgetan und ouch uss des ege-
nanten hofgerichtes registern tilgen und usstun geheissen haben, also, das in dieselben
ladung und gerichte furbassmer keyn schaden fügen oder bringen sollen oder mögen
in dheinwis. mit urkund dicz briefs versigelt mit unserm und des egenanten hof-
gerichtes uffgedruktem insigel. geben zu Prag nach Crists geburt drewczenhundert »
jar und dornach in dem sechsundnewnczigisten jare des nechsten donerstags nach
sant Jacobstage unserer reiche des behemischen in dem 34 und des romischen in
dem 21 jaren.
Str. St. A. AA. 113 nr. 88. or. tnb. I. pat. e. sig. i. maj. v. impr.
1073. Herr Ludwig zu Lichtenberg an den Ammanmeister Ulrich Gosse zu 2o
Strassburg : entschuldigt sich, dass die Seinen sich in einen Angriff der Manssen auf
. . . Lyntkesz (Vinkesz?) unbefugt eingemischt haben . . . und bitt üch, daz ir bestellen,
daz fürbaz kein angriff beschehe, wenne ich bitz uff disen mentag willen habe in
die stat zu komen mit üch von den sachen und von andern zu reden, daz ich hoffe
daz sü und üch wöl solle benügen . . geben uff fritag noch Jacobi anno 1396. 25
1396 Juli 28.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1074. Ritter Johann Zuckmantel an Strassburg: bittet ihm und seinen Wider-
sachern Volmar von Dossenheim und Lütold von Mülnheim einen Sühnetag zu
bescheiden, da er vergeblich versucht habe Recht zu erhalten. geben uf fritage 30
nach sante Jacobes tage anno 1396. 1396 Juli 28.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. el.
1075. Güntz Böblin an den Rat von Strassburg: bittet um freies Geleit, um sich
zu verantworten und Recht zu suchen ... als ich von üwern gnaden wegen her
us geschikket wart in den krieg, als ir ziehen wolten gen Salisbach, gen Ulmen und 35
gen Reinichein und Geinglicheim vertrösten solte, daz nieman kein schade beschehen
solte, do wurdent lüt grösliche geschadegot und als üwer gnade wol ervaren hat und
fürbasser bevinden sol, darumb so wirt mir übell zu gesprochen mit wörten und wirf
1396 623
mir daz min da in dem lande verspert, das mir grossen schaden bringet. geben
ze Rinichein uff dinstag nach sant Jacobstag anno 1308. /.crugge besigelt mit mincm
eigen insigel. Reuclien 1396 August 1.
Str. St. A. Abt. IV, 29. or. eh. I. cl.
1076- Markgraf Bernhard von Maden an Strassburg1 : hat den Herrn von Bitsch die
Meinung der Stadt anzeigen lassen, sendet nun deren Antwort2 mit und rät der Stadt
einen gütlichen Tag mit denselben zu leisten. [Ohne Jahr.] Petri ad vincula.
[1.196] August 1.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 203. or. eh. I. cl.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1099. vgl. nr. 1698, nr. 1701.
1077. Protokoll der Verhandlungen, welche auf dem Tage zu Freiburg zwischen
Bruno von Rappoltstein und der Stadt Strassburg gepflogen worden sind.
Freiburg 1396 August 2.
Colmar. Bez. A. Ann Rapp. (F. 1039) fol 172. Bearbeitung Lucks.
Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 464.
1078. Hans /oller von Tübingen an Meister und Rat von Strassburg: als ist mir
furkomen, ich solle mich vor üch hüten in den dingen . . ., weiss aber nicht wes-
wegen und bittet deshalb aufs neue um Geleitsbrief nach Strassburg zur Verantwortung,
geben uf unser frowen abent der eren 1396. 1396 August 14.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1079. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : schickt Heinz Truchsess von
Höfingen, Albrecht von Berwangen und Reinhard von Bemchingen wegen etlicher
sachen..., die er ihnen nicht wohl schreiben könne. I Jaden feria tertia ante Bartho-
lomej apostoli 1396. Baden 1396 August 22.
2-r' Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1702.
10110. Thoman von Endingen an den Ammeister Ulrich Gosse: bittet ihm sofort
ins Lager vor Gemar soviel« Schiesspulver wie irgend möglich. nebst einem halben
Fuder Schwefelringe zu senden. datum feria sexta post Marie 1396.
1396 September Iß.
30 Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
1 1396 Augitst 10. Markgraf Bernhard schreibt an Straßburg, daß er die Antwort der Stadt
den Herrn von Bitsch mitteilen wolle, (ibid. lad. 203 or. eh.)
• Bommmnm, Symond Wecker und Friedrich, Grafen von Zweibrücken und Herrn zu Bitsch an
Markgraf Bernhard : rechtfertigen sich gegen die von Straßburg erhobenen Anschuldigungen und erklären
35 sich zu einem gütlichen Tage bereit. [Ohne Datum.] (Ebenda)
VI. 79
624 1396
1081. Graf Heinrieh von Saarwerden an Strassburg: führt aus, dass er Leute
und Gut innerhalb des Bannes von Rappoltsweiler besitze und bittet desshalb diesen
Ort zu schonen. Zugleich erbietet er sich einen Sühnetag zwischen Strassburg und
seinem \Oheim Bruno von Rappoltstein zu veranstalten, auf dem er als Vermittler
auftreten wolle. datum feria tertia post exaltationem sancte crucis.
[1396 September 19.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 faso. 5. or. eh. I. cl.
1082- Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : bittet dem Herzoge von
Lothringen, den er ebenso wie sie «umb dienst zu disen ziten»; gebeten habe, sicheres
Geleit für die Seinigen zu gewähren. geben zu Baden an sant Matheustag dez io
aposteln anno 96. Baden 1396 September 21.
Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1706.
10H3. Ulrich Gosse Ammanmeister von Strassburg an Thoman von Endingen
vor Gemar: losze üch wissen das Cünlze Wurst unser burger by mir gewesen und '"•
het mir geseit, das er ettewie vil Salpeters zu Bergheim habe, also er üch daz'- selber
wol müntlich sagende wurt. do empfilhe ich üch, daz ir den salpeter dünt versuchen,
und ist er gut, so nement und behabent in, so wil ich gedencken, wie ich in me
schaffe bezalt, danne wissent: er het mir geseit, daz er vaste darumbe gebetten sy,
do besorget er, daz er uff unser wider parte kommen möhte, daz wer ime nit liep ge- »o
wesen. datum sub sigillo meo feria quarta ante diem seti Galli confessoris anno 139G.
1396 October 11.
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
1084. Strassburger Boten «die zu dirre zit von uwern wegen uf dem velde sint»
an ihre Stadt: senden einen Brief, . . . den uns der von Sarwerde gesendet hat by 25
Matzeheim; den hant wir gelesen, und wie ir do uf antworten wöllent, daz lont uns
fürderlichen wiszen öch wissent, das uns gut duncket, daz ir herrn Brunen und
den synen und den edeln und allen sinen heifern wider saget mit uwerm briefe,
und sendent uns öch den fürderlichen. geben uf die^zit. als es eins sieht.
[1396 October 12.] M
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. or. eh. I. cl.
Auszüglich gedr. Bapp. Urkb. II, 469.
1085. Graf Heinrich zu Saarwerden an Strassburg: erbietet sich einen gütlichen
Vergleich zwischen der Stadt und seinem Oheim, Bruno von Bappoltstein zu Stande
zu bringen, wenn man ihm Tag und Stunde einer Zusammenkunft bestimme. Ist 35
1396 i;j->
diese Vermittlung unerwünscht, so nimmt er wenigstens völlige Neutralität in An-
spruch, diiliim feria quinta ante Galli 131)6.' 1.39*1 October 12.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I cl. c.
Auszügl. gedr. Bapp. Urkb. II nr. 467.
1086. Thoman von Endingen an den Rat: ist mit seinem Volk glücklich «zu
vesperzit» gen Bergheim gekommen, wo auch die Mannschaft des Herzogs von Oester-
reich aus dem Sundgau sich eingefunden. Mit Quartier und Verpflegung ist es schlecht
bestellt, da Schlettstadt und Colmar sich ablehnend verhalten. Man hofft jedoch in
Benfeld und im Kloster Ebersheimmünster Brotkorn und Hafer ankaufen zu können.
Jedenfalls müsse sich das aus Strassburg nachrückende Volk selbst Proviant mit-
bringen, geben an dunrestag zu Bergheim ante Galli 1396.
Berglieim 139G October 12.
Str. St. A. G. ü. P. lad 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Auszügl. gedr. Bapp. Urk. II nr. 469.
10JST. Ein Ungenannter- an Herrn Ulrich Gosse Ammanmeister zu Strassburg
berichtet : . . . . und ist ouch her Brune uff mentag nehst vergangen bie dem herc-
zogen vou Lotringen zu Nansey gewesen und ist selb zwelfte uff den nehsten zinstag >"■"■•■■
9. II. 10.
do nach wider har usz geritten, und het der herezog zu ime gesprochen, er wolle
ime helffen, und bewirbet er sich ouch umbe und umbe uneze gein Franckrich, daran
kerent uch nit, wan ich es allerwege uch zu guter zit wil lassen wissen, wenn sie
zusammen komment. und ist ouch keiner von Blanckenberg zutz ime kommen, aber
juncher Johans von Lynningen het ime geschicket zwei und driszig pfert uff disen
liebsten vorgangenen mitwoch, und daz er alles und alles nut aber hundert pfert
het, bösse und gut, mit den ioch ouch, die bie ime gesessen sint. geben an
dunrestag vor sant Gallentag. 1396 October 12.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. or. eh. Zettel.
Auszüglich gedruckt: Bappoltst. Urk. II nr. 470.
101111. Ein Ungenannter berichtet (vermutlich an Ulrich Gosse Ammanmeister zu
Strassburg): . . . uch wissent, waz ich uch hie schribe, das habe ich den in dem
3d here ouch also geseit, und habe ich ez noch niergent für, denn daz ez ein bravgen
si, und wil ich und die minen für basser also ernstlich darzü tun, das ich truwe,
ob got wil, ich solle es uch und in daz her bie guter zit lassen wissen, ob ez alse
verre keine, daz sü har uss woltent, des ich doch nit entruwe. ouch wissent, daz
der von Blanckenberg vaste do mitte umbe gat, wie er uch under statzü be-
,., Irigende mit frideinachen und andern dingen, und get also mit beschiss umbe: daz
1 Vgl. oben den Brief desselben ähnlichen Inhalts vom September 19.
2 Die Unterschrift ist weggeschnitten ; der Vorname des Betreffenden war, soweit sich nach den
schwachen Ueberresten der längeren Buchstaben erkennen lässt : Henselin.
626 1396
sollent ir hie nach wol empfinden, do nach wissent uch zu richtende und duncket
uch ut anders, daz ich furbasser werben oder tun solle, daz lant mich wissen.
1396 October 12.
Str. St. A. G. ü. P. lad-. 22. or. eh. Zettel.
Auszüglich gedruckt: Rappoltst. Urkb. II nr. 471.
1089. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Thoman
von Endingen und die anderen Hauptleute im Felde : schicken eine Abschrift ihrer
an den Grafen Heinrich von Saarwerden gerichteten Antwort1 und einen Absagebrief;
jedoch lassen sie ihnen freie Hand denselben abzuschicken oder einen andern Ab-
sagebrief abzufassen, zu dem sie «ein menberal» beilegen oder auch überhaupt u
keinen abzusenden. datum feria ante Gally confessoris. [1396 October 13.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. or. mb. Ut. cl.
Regest: Rappölst. Urkb. II nr. 472. vgl. d. ausführt. Noten daselbst.
1090. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an den
Grafen Heinrich von Saarwerden, Herrn zu Rappoltstein und Hohenack erklären : dass is
sie den von ihm zu Gunsten Brunos von Rappoltstein verlangten Aufschub zu
bewilligen nicht geneigt sind . . . und also ir uns schribent, daz wir uwer und der
uwern schonen wellent, darinne wellent wir uns halten, daz wir getruwent ze ver-
antwortende, datum feria sexta ante diem saneti Galli confessoris.
[1390 October 13.] so
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 cop. eh. coaev.
Gedr. Rappoltst. Urkb. II nr. 473.
1091. Strassburg an Thoman von Endingen vor Gemar: teilt mit, dass man den
Brief des Grafen von Saarwerden durch einen Absagebrief beantworten wolle, der zur
Begutachtung beiliegt. datum feria sexta ante Galli confessoris anno 1390.
1396 October 13.
Str. St. A. G. D. P. lad. 22. fasc. 4. or. mb. I. cl.
1092. Absagebrief Slraßburgs an Bruno von Rappoltstein. 1396 October 13.
Dem edeln herren Brunen von Rappoltstein lazzen wir Bertholt von Rossheim,
der meister und der rat von Strazburg wissen, das wir uwer und der uwern vygende so
wellen sin umbe das unreht, das ir uns, unsern burgern und den unsern geton hant
und wellent uns domitte bewart haben, und zu eim Urkunde, so ist unsere stette in-
gesigel zu rücken uff disen brieff gedrucket. datum feria sexta proxima ante diem
beati Gallij confessoris anno domini millesimo trecentesimo nonagesimo sexto.
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. mb. Ut. pat. c. sig. i. v. impr. del. u
Wohl auf dessen Schreiben vom October 12 vgl. oben. nr. 1085.
1396 627
109:1. Markgraf Bernhard von Maden an Meister und Hat von Strassburg: be-
glaubigt seinen Boten: Georg Bach, Beinen Hofmeister und Hans von Seibach, welche
den Auftrag haben mit ihnen zu reden. datum Baden dominica ante Galli 1300.
Baden 13UO October IG.
Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. eh. I. el.
Heg. Rappoltst. Urkb. II nr. 475.
Reg. d. Markgr. v. Bad nr. 1708.
1094. Basel an Slraßburg : bedauert, die erbetene Hülfe von 30 Spießen erst 8
bis 10 Tage später, als verlangt, schichen zu können. 1396 October Iß.
Uwere guten fruntschafte sie unser williger dienst vorgeschoben, besundern lieben
fründ. als ir uns verschriben und gemant hant umh dri&zig spiesse mit glefen wol
erzügter lüten uch ze sendende uf disen nehsten cystag nach sant Gallentage ze nacht outtr. n.
y.c Mergheim ze sinde etc., haben wir alles nach uwers briefes meynunge wol ver-
standen und lassent uwer gute früntschaft wissen, der wir alle zite gerne tan wel-
«••• lent, daz ir lieb und dienst ist, daz wir gehorsam wellent sin und mit guter frünt-
schaft und truwen tun, daz ir uns verschriben band, nu kam uns lieben fründ uwer
unmutige erst uf disen nehsten fritag vergangen nach dem imbisse spate, da kein rat oabr.n
bi uns waz, daz die zit uns ze kurtz ist gewesen, so vil gutes volkes uf ze brin-
gende, ze rüstende und ze sendende uf disen zistag. darumb so bitten wir uch mit
m ernste, daz ir nitt entzürnent, ob sich die spiesse acht tage oder zehen zem lengesten
verziehent ze sendende, wand wir dazwüschenl inisern einst dazu tun wellent, daz
es beschelie, uwer meynunge verschribent bij disem hotten. datum anno etc. 96
dominica ante Galli.
Arnolt von Merenfeils ritter,- burgermeister
25 und der rat zu Basel.
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. mb. lit. cl. c. sig i. v. impr. del.
1095. Bin Ungenannter [an Ulrich Goße? in Slraßburg] berichtet über den
Zuzug, der dem Bruno von Rappollstein geleistet wird. [1396 October Iß.]
Min dienst bevor, lieber herre. ich losz uch wissen, daz ich geworben habe umbe
m und umbe, wo ich truwete, daz es aller beste und nutzeste was, das ich nit kan er-
linden, das welle, daz ieman zütz ime uch geschaden mag. man seit aber wol, daz
sich der hertzoge und sin brüder vaste bewerbent: do truwe ich, daz uch daz kein
schaden müge bringen, wanne sie müssen! wite umbe sich werben, dar an wurt
alter nüt, alz mir geseit ist. und wissen! oucli, daz Andres von Parroy zütz ime ge-
n ritten ist, nit me danne mit zwölf pferden, und ouch der einer ist, der nit gen Gemer
in wolte, wände er siner knehte ein teil dar in geschicket het, der het zwene knehte
wider hinder sich gen Wallien umbe habern geschicket: do noch wissent uch ze
rihtende. und wil fürbasser werben und min bestes dim: nutze uff disen nehesten ocbr.t».
Erytag so wil ich selber uch sin, und was ich hie zwüschen erfinde, daz wil ich uch
" denne ouch sagen, und wissent, sider ich üch zu dem ersten verschriben habe, das
628 1396
sider har nie zehen man reysiger lüte usz noch in geritten sient, und duncket üch
üt anders, daz ich vürbahz dun sol, daz lont mich wissen. geben am sunnentag
vor sant Gallentag.
Str. St. A. G. D. P. lad. 22. or. eh. I. cl.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 474.
1096- Thomas von Endingen berichtet an Meisler und Rat von Straßburg über
die Unterhandlungen, welche er und die übrigen Slraßburger Abgesandten mit Graf
Heinrich von Saarwerden und den Boten der Städte C'olmar, Schlettsladt und Kaisers-
berg gepflogen haben. Berghrtm [1396 October 15.]
. . Lieben herren. wir embüten üch unsern undertenigen gewilligen dienst und io
nähr. 13. lant uwer wiszheit wissen, das wir uf disen nehesten vergangenen fritag mit unserm
harste gon Bergheim komment, alse wir üch das ouch emoles mit Diersberg ver-
schriben hant, und sint stille gelegen dise zwene tage und mussent ouch hüte untze
naht stille ligen, wenne wir nüt getürstent ündersten vor unserm herren dem hertzogen,
alse er und die sinen dise drige tage mussent stille ligen untze noch hint zu naht. "
Oatbr. 14. wissent ouch, das der grefe von Sarwerde uf samstag gester umbe vesper zit kam
gon Bergheim geritten und der von Colmar, Sletzstat und Keisersberg botten, her
Friederich von Hadestat, her Friderich von Wildesberg und andere, und vordertent
an unsers herren des hertzogen rete und an uns, das wir einen ufslag gebent untz
ooibr.iä. dunrestages nehst körnende und mit schedigetent, so woltent sü do zwüschent zu unserm 20
herren von Osterrich varen und wege suchen, ebe sü dise sache zu guten dingen
bringen kundent : do zii entwortetent wir, das wir des keinen gewalt von üch hettent
und werent och nüt alse von üch gefertiget, do das der grefe und die richstette
hortent, das daz nüt gen wolte, do vordertent sü an uns, das wir in zu verstünde
gebent, wo mitte dise sache gerihtet möhte werden, so woltent sü sich getruwelich 25
darinne arbeiten, ebe sü kundent, dise sache zu guten dingen bringen, wenne sü
wustent wol, das dise sache an deinen artickeln entslagen were, do sü noch hütis
tages gerne zu rettent: do antwurtetent wir, daz wir keine artickel wustent, do an
es entslagen were, und nüt anders wustent, denne es gerihtet solte sin gewesen, des
uszgenomen, das der breste an her Brunen gewesen were, alse unsere erbere botten M
hettent gehört sagen, wenne er wolte unsern herren den hertzogen nüt versichern
und vertigen ettelicher dinge, mit den er den egenanten herren den hertzogen ver-
■ sichern solte, alse des egenanten herren rete mit her Brunen überkomen werent :
doch wolte her Brune uns und den unsern noch lute und sage unserre briefe, die
wir und die unsern von ym hettent, tun und ouch tun, das wir und die unsern mit ss
guter kuntschafft fürbrehtent, und uns dar zii unsern kosten und schaden keren, den
wir deshalp genommen hettent, do zii er uns doch getrenget hette, wir truwetent,
das die sache gerihtet möhte werden, doch allewegent mit den fürworten, das es
unsers herren rete von Osterrich an denselben herren und wir vorhin an üch brehtent,
wenne wir nüt anders tetent, denne das derselbe herre und ir uns hiessent, wenne 10
wir werent anders nüt gefertiget, danne das wir tun woltent, das uns empfolhen
1396 629
were. zu jungest noch vil worten, do vorderte der grefe an uns, sit es mit anders
sin möhte, das wir sin und der sinen schondcut, do antwortetet wir ymme, er bette
üch vormals darumbe verschriben und ir ymme do ufT geantwurtet. und zfl glicher
wise, alse ir ymme geantwurtet lietlont, do bi woltent wir bliben, und botent in
» selber ouch, das er und die sinen uns und den unsern mit schedelich werent ; do
zu antwortete der grefe, werent wir allesamment vor ym und den sinen uf dem velde
gebunden, sü gcrlent uns kein leit zu tünde, doch weres, das es not geschehe, so
müste er und die sinen die muren weren, und also schiet er und unsers herren rete
und wir vonnander . . lieben herren, wir lant üch mit nammen wissin, das wir in
in den vorgescliribcn und andern dingen und sonderlich von schedigendes, ziehendes
und des sesses wegen des egenanten unsers herren des hertzogen rete gebetten hant,
das sü uns vor an rietent, die hant uns allewegent geantwurtet und bhbent och noch
do uffe, unser herre der hertzoge habe in empfolhen, das sü tügent, waz wir zu rote
werdent und sü heissent, sit wir houbetlüte des crieges sint. und uff das sint wir
15 einhelleclich überkomen Gemer zürn ersten zu besitzende und den leger do zu nemende,
und wellent zu velde ziehen zu unsern fründen, die uns noch komment, und habent
ouch gegen in von uns einen harst geschickt, die mit in her uff in den leger ritent.
item uff des, alse die glocke nunc geslagen hette und dirre brief geschriben wart,
do kam uns botschafft, das unser frünt kommen werent, und do zugent wir alle us
*" mittenander zu in zu velde, und wellent alse unsern leger noch hüte mit gottes hilffe
anheben und bestellen, wissent ouch, das unsers herren von Osterrich fuszvolk an
zinstage nehst komment sol zu Brisach sin. dis sint alle ding, die sich untz har
verlouffen hant, und was uns furbaz engegent, das lant wir üch allewegent wissen,
scriptum dominica ante Luce ewangeliste.
■ [Unterschrift]: Thoman von Endingen und die andern uwer botten, die nü zfl
zilen uff dem velde sint. [In verso] : Den fürsihtigen wisen, dem meister und dem
rate zu Strasburg, unsern lieben herren.
Str. St. A. G. U. P. lad. 22.Lor. eh. Ht. el. — ibid. conc. eh.
Gedr. .Eapp. Urh. II nr. 476.
1097. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Basel:1
bedauern, dass ihr Bote erst so spät nach Basel gekommen, denn inzwischen ... ist
des durchlühtigen etc. herrn hertzogen Lütpoldes zu Osterrich volg und unser volg
zu rosse und zu füsse und unser gezüg uff dem velde und in dem leger darumbe.
lieben frünt. bitten wir üch mit ernste und getruwent uwere guten früntschaft one
zwifel, das ir uns die spiesse schickent, so ir vürderlicheste mögen l .... datum
ipsa die beati Galli confessoris. [l3iHi] October 16.
Baseler Sts. A. Neb. Reg. G. III nr. 286. or. ml> l cl.
1 Vgl. nr. 1094 den Brief Basels vom 15 October.
630 1396
1098. Burkard von Lichtenstein an den Ammanmeister und die Stadt Strassburg :
hat gehört, . . . wie daz ir nauch lüten stellend ; da wissend, wellend ir mir darumb
tun, so wil ich zu üch komen mit fünfzig spiessen guter ritter und kneht, minder
oder mer, wie ir wellend. datum in die Gally. [1996] October 16.
Str. St. Ä. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
1099. Reymold Adehart von Saarburg an Meister und Rat von Strasburg: bittet
die Brüder Junker Eberlin und Petermann von Gryfelstein zur Zahlung der ihm
schuldigen und «ettewie vil jare verseszenen» Zinsen anzuhalten . . . wand ich habe
gehöret sagen, daz sy üwere bürgere sint . . . datum ipsa die beati Galli anno 1390.
1396 October 16.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1100. Johannes von Kirchen, Hofschreiher des Königs in Prag an Hans Bock
den Jungen in Straßburg : beschwert sich, daß ihm die für den Befremngsbrief ton
der Vorladung vor das Hofgericht versprochenen 200 Gulden nicht bezahlt, jener
Brief aber trotzdem mit himeeg genommen sei. Fray 1396 October 16. is
Minen dinst zuvor, als ir wol wisset, das ich mit euch in gegenwortikeyt Con-
ratz Plarers des abends, do ir letst in derselben nacht von Prag schiet, redet, das ir
mir des hofgerichtes brief, domit die stat von solichen gerichten, als vor demselben
hofgericht uff sy erlanget was, empunden und gelediget ward, wider geben oder aber
200 güldin dafür beczalen soltet, nicht minner ich ouch haben wolt oder den brief so
zu derselben zeyt wider die rede ir in gute hinfliessen liesset und spracht : ich wyl
mich gutlich und fruntlich von der stat wegen mit dir richten, doran ich nit genug
haben wolt und gieng darnoch einest by nacht zu euch in ewer herberg zum camin (?)
und sprach aber, das ich nit minner wann 200 guldin oder aber den egenanten brief
wider haben wolt, das ir euch dornach richtet und getrewte ouch, das ir icht anders g&
tet, hett ich euch oder der stat ichtz gedient, das liess ich got walten, do antwort ir
aber : ir wolt euch gütlich mit mir richten, über das alles reyt ir in derselben nacht
oder gar frü enweg und füret den egenanten brief mit euch und gesegent mich nie
noch spracht mir nie zu. ir hatt wol befolhen, das man ewer lougent, do ich nach
euch fragt, do sprach man : er ist by dem von Bamberg, das lass ich gut sein, doch 30
hatt es mich unezitlich und geloub, das ichs nit verdienet habe, das man min dinst
und trew also solt erkennen und wegen, nu ist ouch sider her ein lange zeyt ver-
gangen, in der ir mir doch nie nichtz geschriben noch embotten habt, in der zite
ich ouch keins gerett noch getan hab durch '_Conrat Plarers bette willen, wann ir mir
nu über solich egenante reden den egenanten brief enweg gefüret habt, darüber bit 35
ich und man euch mit ernst, das ir mir die obgenanten 200 guldin Erharten Nessel-
bach von minen wegen beczalen und antworten sollet, wann so ir das getan habt,
so sag ich euch und die stat der queyt und ledig, tet ir aber des nit, noch sendet
mir ouch des nit urkund by disem boten, wann ich nit alle wochen hab zu senden
botten, noch wil die senden so verren weg, so wisset, das ich mich gen allermenic- 40
1396 (M
lieh von euch beklagen muss and wyl und Bagen, wie ir mit dem brief ober min
wori gefaren babl und kau ouch dann nil Buden geaagen, dann das ir mir habt den
brief enpfäret und nicht genug getan vor als billich ist, und darnoch ouch dorezn
1(iii mit recht, was ich mag amb dienst und trew, die geschehen sein, als ir wol
wissl iinil hil euch aymer anders zusagend, wan als ir wol wissl und war ist. wil
mir die stat doriimb nicht tun, das lass ich gut sein, ich hab des mer verlorn als
euch hewer (inest, versehreibt ir mir, die stat hett mif 40 guldin geschenkt, do ich
ir in uffsleg gegeben hatt, unib die sy mir billicher soll 10 guldin gegeben haben,
dann 10 ein schöne selienk, 40 guldin geschenkt für b*. die man mir Behuldig was.
'" Item ir habt miner husfrowen 20 guldin gegeben, die slacht mir ab an den 200
guldin. schafft es also, das ich mich nit clagen bedorffe, wann ich wer sein lieber
überhaben und wolt, das ir mir den brief hett hie lassen, so wer ich sider maniger
red von hern Borziwoy überhaben und sten noch dorumb in abentcuer gen im,
wann er spricht: ich hab euch des geholflen, wann ir aber den dozumal nit hie liegst,
u sunder in, wer min red, enweg füret, so getrow ich ouch ir niht mir min gelt, das
ich icht logen bedorffe, als Plarrer und ich ouch mit euch retten von der 30 gülden
wegen, die wir Mathis Lemmel beczalen müssten, dovon unser red enstund, wyl die
stat mir daran min anezal wider geben, das ist mir lieb, ewer verschriben antworl
uinb alle ding. gelten zu Prag an sant Gallen tag anno !)<>. ich hab diez briel's
ao ein abschrift gehalten.
Johannes Kirchen des
romischen kunigs hofschreiber.
[In verso.] Dem erbern wisen manne, hern Hansen Bock dem jungen zu Strass-
burg.
N Str. St. A. Abt. IV. nr. 72 or. eh. 1. cl.
1101. Heinrich von Mülnheim und Heinzcman Kranich an Thoman von Endingen
vor Gemar: .... Ion üch wissen, daz wir vor unsers herren gnoden gewehsen
sint und do geret habeut unser stelle notdurft und wissent wir mit anders den
mins herres gnode mom zu naht zu Bergheim wil sin, also uns geanwurt ist von
m dem kameremoister, do wissent, daz der von Salme und der grehfe von Sarweide
und die von Keissersberg hie sint. [1396 Mine October.]
Str. St. A. Q. D. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
1102. Thoman von Endingen und die andern Strassburger Hauptleute vor Gemar
an den Rat von Colmar: . . . bittent üch frünllich mit ernste, das ir uns und den
unsern wellcnt koste, habern und ander notdürftige ding zu kouffende geben ombe
unser gelt und usz uwer stat lazzen volgen. [13it6 Ortober.)
Str. St. A. 0. U. P. lad. 22 fasc. 4. 2 coneepte gleichen Inhalts ohne Datum.
VI. 80
632 1396
1103. Riller Claus vom Huse in Ensisheim an Straßburg: erbittet für sinnen
abwesenden Herrn Leopold IV von Oesterreich um Auskunft über den Slam/ der
Dinge vor, Gemar. [1990] Oktober 16.
Min dienst vor, wisen bescheiden, lieben fründe. als min herre von Osterich
das lant uff gen Brücke ist, da hat er mich zu Ensisheim gelassen bi miner fröwen ■
und ouch bisunder von des krieges wegen, so er und ir ietze hant mit dem von
Rappeltzstein, und in allewegen lassen ze wissende, wie es üch in disen Sachen
gange, also sende ich her abe Heinczman Gerung zu üch; bitte ich üch, daz ir mich
lassent wissen, wie sich uwer sache anlasse, und wie es üch gange, umb daz ich
daz minem herren könne ze wissende getün, daz er sich m sin selbs und uwern io
sachen dester bass wisse ze rihtende. waz ir ouch botschaft minem herren allzu
tun wellent, so vindent ir mich zu Ensisheim. uwer antwirt verschriben. datum
ipsa die Galli confessoris.
[ Unterschrift} .• Claus vom Huse, ritter.
[Aufschrift]: Den wisen fürsihtigen und bescheiden dem meister und rate ze u
Strazburg und sunders den zu Gemer lgient.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. lit. cl
Gedr. Bapp. TJrkb. II, nr. 477.
1104. Thoman von Endingen an den Rat von Straßburg: berichtet über den
Stand der Belagerung von Gemar. [1396 October 17.] 2"
. Unsern gewilligen dienst bevor, lieben herren. wir lant uwer wisheit wissin, das
ocibrje. wjr mit allem unserm volcke, beide geritten und füszvolck, gester uf mentag unsern
ersten leger brochent, alse wir uf halben wege zwüschent Gemer und Rappoltzwilre
zu velde logent und zugent nahe bi Gemer zu der siten wider Ostheim uff [uff] die
Vech und slügent do unser gezelte und hutten uf und ist alse hüte von uns stille n
gelegen, alse es der kindelin tag ist. doch habent wir einen nutzberen tagewon be-
gangen, wenne wir habent geton durch stude und stögke hinder Gemer geton rüten
und nuwe wege machen wider das hünder tor, wenne sü das vorder tor vermuret
hant. und was alles ir werben durch das hünder tor, das ist in do mitte benommen,
wir habent ouch ein nuwe brücke gemäht über die Vech, das die unsern zusamen so
mSgent kommen, ebe es not geschehe, sit sü sich zu beiden siten uf das wazzer
hant gesclagen, und ouch vil hürde und ander notdurftig ding geton machen und
bestellet, uff das uns das beste duncket. wissent ouch, das wir brotes und habern
notdurfftig und ouch anderre koste sint, wenne wir vil lütes Uferen müssent: do
schickent dem Ber[er] fünffzig pfunt gon Benfeit, der wil darumbe koste kouffen, und 35
sehickent geburen Claus anderhalp hundert lib. her uff, wenne wir des geltes nüt
emberen mügent. was uns fürbaz engegent, das wellent wir üch ie embi.ten. da-
tum feria tertia post Galli de sero in castris ante Gemer.
Thoman von Endingen, ritter, und ander uwer botten,
die niitzemal zu velde ligent.
Sir. St. Ä. G. D. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. lit. cl.
Gedr. Eapp. Urkb. II nr. 479.
,
1396
1105- Die Schützen cor Gemar bitten Ulrich Goßen, Ammanmeister ton Straß-
hilft/ um Zustellung ton Kugel hüten. 1396 October IS.
Unsern undertenigen willigen dienst allezit bevor, gnediger herre. von der ku-
gelhute wegen, so uns von der stete und uwern gnoden wegen geköft sint, die ouch
Brümat der snider gemäht het und sie uns nit wil lossen volgen, man spreche me
danne, daz er dez selben geltz, das vur die kügelhüte gebürt, sicher sie, also bitlent
wir uwere gnoder dienstliche und mit allem ernste, daz ir Htigelin Süssen bittent
und heissent Cüntzen Brümat vur die kugelhute sprechen, daz sie uns werdent viir-
derliche geschicket, wände wir sie, obe got wil, wol und mit eren wellent verdienen,
dez wir zu gotte getruwent, daz ir und der rat daz wol von uns uffnement. und
wellent uwere gnode gegen dem rate also ernstliche keren, das sie uns schier ge-
sant werdent daz wellent wir alle gemeinliche willekliche verdienen. datum die
scti Luce ewangeliste anno 1396.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I cl.
1106- Beglaubigungsschreiben Herzog Leopolds von Oesterreich für seinen Ge-
sandten an die Strassburger im Lager vor Gemar : Markgraf Rudolf von Hochberg,
Herrn zu Röteln und Susenberg und Graf Bernhard von Tierstein. geben zu
Prugge an mittichin noch sanete Gallentag anno 96.
Brugg im Aargau 1396 October 18.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
Gedr. Eapp. Urkb. II nr. 480.
1107- Absagebrief des Herren Ulrich von Blamont an Strassburg: Au maistre
et au conssoil de la ville de Straubourg erklärt Olry de Blanmont, sire de Faule« m-
mont : que je suix tant tenus a mon oncle monseignour Brum signour de la Halte
Rabalpiere, que que je lou seruiray encontre vous et vous aidans de ceste presente
gueirre, quil ait maintenant contre vous, et pour miels wardeir mon honours, jay
mia mon seelz plalquez en ce/, presente deffiance, qui furent faitte lou juedy apres
feiste Bainl Luc en lan 96. 1396 October 19.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. or. eh. I. pat. c. sig
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 481
1 Aehnliche Absagen senden unter gleichem Datum : Im I Brief: Mondin de Belle garde, Adam
d'Odericke, Hanry d'Erlon, Gilbeir, Permi, Colignon, Conim de Gerbeuilleir, Wiriant de Fontenoy,
Thiebalz de Priney, Jehan d'Air, Jannerny lou Bourgon, Hennekin de Trey, Grimont de Blenuiile.
— Im II Brief: K.erlle de Fontenoy, Hanry de Berb.iy, Peircevalz de Boullcnvilleiv, Thiebalt de Boul-
lenvilleir, freires, Ilenalz lou Gournay de Metz, Reualz de Velny, Couius d'Espinalz, Conins Besselm
de Saint üiey, Jehan Lalleuian, Frantz von Hagentorn. - Im III Brief: llenszeliu de Saint Knrm,
Poirey de liavon, Jehan Mensey. — 7h» IV Brief: Gairet d'Aveley, Rechair de Chateir, li Moinne de
Chateir, Jacqueray de Mainniere, Huegueny de Meitiy, (rathier de Gerineney, Jehan d'Eurfour, Hargnour
de Chateir, Jehan Bauldewin, d'Espinalz, Thirion de Chateir, Jehan de Frezontin, Jaiquar dez Preis,
Jehan de Frainez, Jehaii bestair de Meitry, Wilarae Wiry, Jehan Vilair, Hanry li Pety maistre, Jehau
et Coupin de Lile, Dan piere de Pree. — Im V Brief: Peterman Chacepol dit Savoye, Guillaumo
di> Samt Omer, Henselet le Moyne, Henry dit le Fontere.
Diese Briefe sind auszugsweise gedruckt und mit Anmerkungen versehen von Albrecht : Bapp. Urkb.
II S. 381,82.
634 1396
1108. Herr Heinrich zu Blankenberg befiehlt seinem Sohne Ulrich, der Stadt
Strassburg abzusagen, und berichtet zugleich über die Kriegsrüstungen des Herzog!
Karl II von Lothringen. fritag noch sct. Lux tage. [131H October 20.]
Str. St. A. G. 0. P. lad. 22 nr. 4. Stück. 45 u. 46. Eine [vielleicht von Thoman von
Endingen gefertigte] Vebersetzung des aufgefangenen französischen Briefes.
Gedr. Bapp. Urk. II nr. 488.
1109. Markgraf Bernhard zu Baden an Strassburg: wir laszen üch wiszen, daz
unser gesellen, die wir üchjschicken sollen,' uf hinnaht zu naht zu Slalhofen .-in
und morn frü gen Straszburg kommen. geben zu Baden an fritag nach Baal
Luxtag. Baden [1896 Ortober 20.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 er. eh. I. el.
Auszug: Bappoltst. Urkb. II nr. 487.
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1710.
1110. Ungenannter (Thomas von Endingen ?) an einen Ungenannten: lieber herre.
schaffent uns ouch forderlich eynen brieff von unserm herren von Strasburg, das u
die priester, die in unserm here messe hant, mügent der unsern bihte hören und
ostien segen und in unsern herren got geben, alse der offieial wol weis, wie man
den brieff machet, des rotes pfleget darumbe.
[Layei' vor Gemar 1306 vor October 23.]
Str. St. A. G. ü. lad. 22 fasc. 4.« or. eh. au
Uli. Graf Heinrich zu Saarwerden, Herr zu Bappoltstein und zu Hohenack
an Thomas von Endingen : bittet um die Freilassung eines von den Strassburgern
gefangenen Knechtes. [1306 etwa October 20.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 nr. 4. Stück 110.
Ebenda noch ein Brief ähnlichen Inhalts. „
Beide gedr. Bappoltst. Urkb. II nr. 489.
1112. Thomas von Endingen an Straßb%rg : bittet um Schwefelringe.
[1390 October 21.]
Minen dienst bevor, lieben herren. ich bitte üch flisseclich mit ernste, das ir
uns förderlich schaffent, das uns geschicket werde ein karrich mit swebelringen, 30
den wir haben müssent und bruchent sin vil, wanne wir wachent durch die naht,
datum sabbato post Luce ewangliste. Thoman von Endingen.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
1 Vgl oben nr. 1093 den Beglaubigungsbrief Bernhards vom 15 October.
2 Daselbst ein Antwortschreiben ans Ortenberg mit der erbetenen Erlaubnis an die Priester, ... 35
doch besorgent wir, daz wir ez nit mäht habent und haut herrn Andrese dem officiale und dem inge-
sigeler verschriben, daz sie üch und uns darynne versorgent. geben uf mendag nach sant Lucastag.
[J390 October 88.]
1396 635
1113. Cloren Hanseman von Berse an den tichultheissen Claus von Qroslein und
den Allamtneislcr Wilhelm Metüger : berichtet allerlei Kundschaft aus Lothringen.
[1396] Ocfober 21.
Gnedigen heren. ich enbüt üch min gewilligen dienst und Ion üch wissen, daz
« der fouget von Brüschetel und ich by nander worent uf disen nehesten samestag zu oetbr.ai.
Langestein, und waz wir do befundent, daz het üch der fouget verschriben. so
wiszent fürbas, daz uffe disen samestag i'urgangen gebotten ist in allem Lutringen,
x'i Höhende in 4 tagen und het öch gebotten kariche und wegene wol uffe hundert,
und sol öch sicher sin dez hertzogen von Lutringen huffunge uffe disen mendag; do octbr. n.
io habe ich ein wiszenthaften botten hin geschicket und habe üme zergeltes genüg
geben, daz er alle worhafte mer erfert. Geh seit men, daz juncher Eigemer von Sar-
brückon zu dem hertzogen kumen sol wol mit 3 hundert glefen und hertzoge Fri-
derich von Lutringen vil ander heren, die zu derselben huffungen kumen süllent;
doch wer dar kumet, so es si lützel oder vil, so truwe ich wol, daz ich es wol be-
i5 finde, und waz ich befinde, es si tag oder naht, daz los ich üch zu stunt wiszen.
öch habent ir willen üt zu understonde, daz tünt fürdeliche, wenne ie lenger ir
beitent, ie me lütes zu sammene kument und meinent ouch vil lütes umbe daz men
darzwischent tut reden, es si alles uf ein verziehen, daz sü deste me folkes zu sa-
mene bringent. och her Ciauwes, also ir mich totent reden mit juncher Reinhart von
20 Herbeweley, der ist nüt doheime und ist öch der von Vergis nüt zu Burgüne, wenne
er dez künges von Franckerich tohter füret uszer lande, do so süllent ir nüt loszen,
ir süllent üch wol versorgen, wo ir truwent, daz ir sin nottürftig sint; wenne waz
ich getün kan oder mag, do sol kein breste an sin. gebietent alle zit über mich,
geben uf der 11 tusent megede tag zu vesper zit.
25 Cloren Hanseman von Berse.
Str. St. A. G. ü. P, lad. 22 fasc. 4. or. eh. lit. eis.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 491.
1114. Thomas von Endingen, Hauptmann von Gemar an den Rat: Markgraf
Rudolf von Röteln und Graf Bernhard von Tierstein, sowiejGesandte von Schlettstadt
30 und Kaisersberg sind im Lager angekommen und haben erzählt, dass auf persönliches
Betreiben des Grafen von Saarwerden der Herzog Leopold von Oesterreich Sühnever-
handlungen zwischen Strassburg und Bruno von Rappoltstein angeordnet habe, mit
deren Führung sie betraut seien. Man hat jede Verhandlung abgelehnt und sie an
den Rat nach Strassburg gewiesen. Vorläufig sind sie jedoch nach Rappoltsweiler
u geritten, kommen aber vielleicht auch nach Strassburg. datum in castris ante Gemer
sabbate post Luce ewangeliste de nocte. im Lager vor Gemar [1306 October 21.)
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. lit. cl.
Gedr. Bapp. Urkb. 11 nr. 492.
1115. Arnold von Berenfels, Bürgermeister von Basel und der Rat von Basel an
40 Thomas von Endingen und die andern Strassburger im Felde voi Gemar: melden,
630 1396
dass man auf Wunsch Kundschafter in die Gegend von Mömpelgard und anderswohin
gesendet habe, aber nirgends etwas von Werbungen und Rüstungen gehört habe,
datum dominica post Luce evangelisti. 1396 Oetober 22.
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc 4. or. eh. lit. cl.
Auszüglich gedr Rapp. Urkb. II nr. 496.
1116. Heinrich von Winzenheim, Vogt im Breuschthal an Claus von Grostein :
berichtet über die Rüstungen des Herzogs von Lothringen und dergl. . . . wissent, das
des herczogen bruder von Lutringen, der grefe von Widemut sich faste huffet und
her Eine von Sarbracke und die ritter und knehte, die uff der Müsse gesessen sin!
bi Schelte, ouch meinet man, daz der herzöge von Lutringen sich stelle noch lüten. io
. . . öch wissent, das her Ulrich von Blanckenberg selb zwölffte gewoffeL zu Roppelwüre
inne lit und reit juncher Johans von Liningen an dunrestage früge bi der Weiler zii
Balczwilre uff und kerete den köpf gen Roppolczwilre oder zu einre huffunge riten.
geben uff den sunnentag nach sante Gallentag zu der zehenden stunden in dem tage.
[1300] Oetober 22. 15
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. 4 Stück 99. or. eh. lit. cl. ibid. eine Abschrift Stück 129.
Gedr. Rapp Urkb. II nr. 493.
1117. Claus von Fyncwilre an seinen lieben gesellen Claus . . . heim: wisze,
daz eyne unsern frunt mir hait gesaget, daz der hertzoige von Lotryngen üffenlieh
haüffet, und weisz nit anders, danne er wolle her Brünen zu helffe kommen. — — M
[1396 etwa Oetober 22.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 nr. 4.
Reg. Rapp. Urkb. II nr. 495.
1118 Meister und Rat von Strassburg an Metz: bitten um Nacliricht über die
Heeressammlungen des Herzogs von Lothringen und ersuchen zugleich die Stadt, das
sie ihre Bürger, welche gegen Strassburg dienen wollen, zurückhalte.
[1396 etwa Oetober 22.] '
Str. St. A. G. ü P lad. 22. Stück 53. lat. coneept eh.
Gedr. Rapp. Urk. II nr. 494.
1119. Cloren Hanseman von Berse an Heinrich von Wintzenheim, Vogt im 30
Breuschthal : . . . wissent, daz der alte von Blanckenberg uff disen mendag früge gen
Roppoltzwilre rittet, und wellent besehen, wie sich die von Strazburg haltent, bede
in dem leger und öch uf dem velde. do schickent disen brief zu stunt enweg und
öch mit eime wiszenthaften botlen, wenne es sicher wor ist. [1396 Oetober 23.]
Str. St. A. G. U. P lad. 22 nr. 4 Stück 60. or. eh. lit. cl. 35
Auszüglich gedr. Rapp. Urkb. II nr. 500.
xJ)ie Antwort der Stadt Metz erfolgte den 31 Oetober, vgl. unten.
1396 «37
1120. Nemerich Bauldoiche Ritler und Bürger zu Metz an Strassburg: wünscht
mit 4 Reisigen und 4 Bogenern gegen Sold in Dienst der Stadl zu treten. geben
dez tnandagez nach st. Lucas dage. [t.v.tr, Oetabtr 98.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Auszüglich gedr. Rapp. Urkb. II nr. 503.
1121. Der «Ungenannte» an Altmeister Ulrich Ooße Über allerlei Kundschaft
aus Lothringen. [1896 October 98.)
Min dienst bevor, lieber herre. als ich uff samestag bi och waz und Cüntzelin
Ostertag zu mir komen solte sin, des het er nit getan, wie aber dem si, so bin ich oabr. ti
i« und min kneht u(T gesessen, und der mir als schribet, und habent die Sachen ernst-
lich geworben, und wissent ouch, daz des von Blanckenberg bruder ime widerseit
het. darumbe het ouch der von Blanckenberg nach sinem sune herrn Ulrich gein
Rapoltzwilrc geschicket, daz er und sine gesellen füderlich zutz ime koment. ouch
wissent, daz her Brune dem von Salme het geschriben und het in gebetten, daz er
i5 solle für üch riten und do zwuschent reden, und kam ouch derselbe brief gein
Raltzwilre und wart dem schaffener. und waz ich üch do schribe, daz ist ouch
sicher wor. und wissent ouch, daz der hertzog von Lutringen alle die het gemant,
die do der von Mulnheim sint und die ouch ligent in siner hüte, daz sü ime die
zinse, die zi'i sant Martinstag gevallent, daz sü ime die furderlich gebent in vier
20 tagen : do kan ich aber noch nit erfinden, war umbe er daz getan hat. doch seit
man, daz er und sin bruder sich gar wite bewerbent, daz kan aber üch keinen
schaden bringen, ouch wissent, daz ich botten habe zu Rymmelsberg und ein zu
Nansey und ein zu Blanckenberg, wann ich getar selber des weges nit me so Terra
hin inkommen. und waz ich üch schribe, daz ist ouch alles wor. do nach wissent
- ■ üch zu richtende, und waz ich furbaszer empfinde, daz wil ich uch bi guter zit lassen
wissen oder aber in daz her, wie üch daz aller beste duncket, daz laut mich wider
wissen bi disen botten. Den ungenannten.
[In verso] Herrn Ulrich Goszen ammanmeister zu "Strazburg.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. lit. cl
:>" Uedr. Rapp. Urkb. II nr. 502.
1122. Graf Johann zu Sahn an die Strassburger Hauptleute vorGemar: . .. Ion
uch wissen, das ich ZÖ Ropoltzwilre commen bin, linde das ich uch gerne üffe disen
maindag spreche, unde wil uch bitten, das ir mich selben sehzenhneste oder minre
trösten wellent, so wil ich zu uch ritten uch sprechen, unde wellent mir uwern
» tröste brief mit disem holten seinden. geben üffe den maindag no sante Lucas dage.
(1.VJ6 October 23.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Qedr. Rapp. Urkb. 11 nr. 498.
638 1396
1123. Thomas von Endingen an Strassburg : sendet einen aufgefangenen Brief
Heinrichs von Blankenberg in deutscher Uebersetzung, ' sowie die Abschrift des an
Claus von Grostein gerichteten Berichtes vom 21 October, "- welche er auch an den
Herzog von Oesterreich geschickt habe . . . dar zu hant sine (des Herzogs) rete, die
bi uns in dem velde ligent, hern Hanneman Snewelin, und wir her Heinrich von i
Mülnheim in Brantgazze zu ime geschicket, in zu bittende und mit ym zii redende,
daz er hie zu gedencke, wenne es der herschafft von Osterrich yemerme noch ge-
seit würde, solte man daz velt rümen, do die sinen ouch zu velde legeiit . . lieben
herren, hie noch wizzent üch zii rihtende, und wissent ouch, daz weder unsere
herren des marggrafen noch der von Basel volck noch not zu uns kommen sint. io
datum in castris ante Gemer feria secunda post Luce ewangeliste.
Läget- vor Oeniar [1396 October 23.1
Str. St. A, G. ü. P. lad. 22. fasc. 4.
Gedr. Bapp. Urkb. nr. 497.
1124. Berthold von Bosheim, der Meister und der Bat von Strassburg an Thomas 15
von Endingen, Hauptmann vor Gemar : teilen mit, dass auch sie Friedensvermittlungen
mit Bruno von Bappoltstein abgelehnt haben und befehlen ihm und wünschen, dass er
den Krieg nach Kräften und ohne Röcksicht auf die Kosten fortsetze. datum feria
secunda ante diem sanctorum Symonis et Judae appostolorum. [1390 Ortober 23.]
Str. St. A~ G U. P. lad. 22 fasc. 4. or. mb. I. cl. . . . 20
1125. Graf Stephan von Mömpelgard an Arnold von Berenfels, Bürgermeister der
Stadt Basel1: antwortet auf geschehene Anfrage, . . . daz ich kein samnunge bi uns
mit enweisz denne ein klein geschefte, die wellent gen Lutteringen. geben ze
Münpelgarte, an dem nehsten cistage vor Symonis et Jude.
Mömpelgart [1390 October 24.] *>
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc. 4 cop. eh.' coaev.
Reg. Rapp. Urkb. II nr. 507.
1126. Als Anhänger Bruno's von Rappoltstein senden der Stadt Strassburg ge-
meinschaftliche Absagebriefe : I Jehan Noiret de Ameville, Jehan de Very, Andriet
de Louvivalz. — II. Werry de Savigney, Perin dou Chaitellet, Bernekin de Vendene, so
Simont de Tulleire, Ferry de Jalney. — III Hennair de Vry, Bernekin de Herbeuilleir,
Guerray de Hurbesche, Petit Jehan bestair de Bambeuilleir,' Werry de Durquestein,
Bicher de la Chambre . . . lou merdy apres feiste sainet Luc. [1390 October 24.]
Str. St. A. G ü. P. lad. 22 nr. 4. Stück 77. 78. 70.
Auszüglich gedr.: Rapp. Urkb. II nr. 504. 505. 506.
1 Vgl. diesen Brief vom 30 Oktober oben nr. 1108.
2 Vgl. oben nr. 1113.
3 Vgl. oben nr. 1115 den Brief Basels an Strassburg vom October 22.
1396 m
1127. Berthold von Roshein) der Meister and der Rat von Strassburg an Thomas
von Endingen vor Gemar: .... wiesest, daz grafe Philips von Nassowe einegrt
aufhinge in der vergangen wochen bette und wolte das laut ahe sin. die hufTunge
ist zerritten. doch umbe da/ Ir uns verschriben habent, do erfarent noch: dasselbe
'■> wellenl ouch wir tun, und was ir erflndent, das lozzent uns wissen, dasselbe wellen
oucli wir uch li'in. oueh wissent ir wol, das iich von uns entpfolhen wart, das ir zu
ersten alle atroazenr, die hindenan über das gebirge harüber got, soltent Um rerfellen,
umbe das ir deste siclierre werent. do ist uns wol geseit, das ir etliche, strazzen
habent geton vorfeilen, aber die strazzen hinder Roppollzwilr sieid noch nit vcrfellet.
1,1 do empfelhent wir uch und duncket uns gut sin und ist ouch unser ernstliche
meynunge, das ir vürderliche dazA gedencken wellent, wie die strazzen alle verfeilet
werdent und lozzent och des keinen kosten beduren, und wenne ez geschiht, so
lozzent es uns vürderliche wissen, ouch schickent wir uch ein brief von unserme
lieiren dein byschofe, alse ir uns vormals gebotten hant. gebristet uch ützit, das
'■■> lozzent uns wissen, das wellen wir uch schicken und uch keinen gebresten lozzen.
dattun feria tertia ante diem sanetorum Symonis et Jude apostolorum.
[1396 October 24.]
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. mbr.
11215. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Thomas
m von Endingen, Hauptmann vor Gemar .... uns ist vürkomen und geseit, das etliche
von den constofeln und ouch etliche von den anwerken iich ungehorsam sient und
wände ir wol wissen und bekennen mögent, das von ungehorsamkeit wegen dicke
grosser ttnrel ufferstanden ist, darombe, so manent wir uch alle und uwer ieglichen
besunder uWere eyde, so ir uns gesworen habent, weihe die sint oder werent, die
'-'■■ uch ungehorsam sint, das ir uns den oder die vürderliche herheim schickent und yn
oder sye nit by uch lozzent und uns verschribent sine ungehorsamkeit, so wellen
wir in oder sye darumbe ströffen in sogatener (sie.) mozzen, das sich andere daran stoz-
zent. und santent ir uns ouch sogatene nit herheim, so bekanten wir wol, stünde
gebreste von ungehorsamkeit wegen uff, wes die schulde were. und mogent ouch
»° disen brief zu allen constofelern und antwerken schichen und in den tön vorlesen,
umbe das sie sich alle darnoch wissent zu rihtende. datum sub sigillo nostro
feria tertia ante diem sanetorum Symonis et Jude apostolorum. [1306 October 24.]
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. mbr. I. p. c. sig.
1120. Der I n^enatmte. an Strassburg: Der Herzog von Lothringen liegt nebst
«5 dem Grafen von Virsey mit grossem Volk hei Berregart und wird am Freitag Abend
ins Albrechtsthal kommen. datum feria quarta ante Symonis et Jude apostolo-
mm anno 1390. [1396 October 26.]
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
VI. 81
10
640 1396
1130. Thomas von Endingen, Hauptmann vor Gemar an Strassburg: Der von
Blankenberg und der Graf von Saarwerden unterhandeln zwar, doch nur um zu
täuschen und Zeit für die Rüstung zu gewinnen. Darum bittet er um weitere Ver-
stärkung, sei es durch eigne oder durch Leute des Bischofs oder des Markgrafen
von Baden . . . ouch schickent uns zwene oder drige, die mit buhssen schiessen
künnent und 20 stabebühssen, uns do mitte zu behehTende, ebe man uns überfallen
wolte . . . Heinrich von Mülnheim ist zum Herzog von Oesterreich geschickt, wenn
er zurückkehrt, soll ein Bericht abgehen. datum feria quarta ante Symonis et
Jude apostolorum. i1S9& October 25.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 509.
1131. Thomas von Endingen an Strassburg: hält es nach Beratung mit Cuno
und Lütpold von Kolbotzheim für unwahrscheinlich, dass sich die «grosse huffung»
des Grafen Philipp von Nassau wieder zerstreut habe . . . und vörhtent, sü und ouch
wir, das es ein beschiss sige und der selbe harst den köpf zu uns und über uns
sülle keren, . . . denne alle die warnunge, die uns ie kommen sint mit munde oder
ocibr. 27. mit briefen, die stont alle glich, das sü zwüschent hie und fritages bi uns süllent
sin . . . Bittet um sofortige Nachricht, wenn ihnen irgend etwas über die feindlichen
Absichten bekannt werde. datum feria quarta ante Symonis et Jude de sero in
castris ante Gemer. Vor Gemar [1396 October 25].
Str. St. A. G. U: P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
Auszügl. gedr. Bapp. Urkb. II nr. 510.
1132. Heinrich, Herr von Blankenberg1 an Meister und Rat von Strassburg und
die vor Gemar liegenden Strassburger : beschwert sich über die Gefangennahme sei-
nes Boten [messaigier] Moregin Floriet. escript le mercredi davant la sainct Sy- «
mond et Jude. (1396 October 25.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc 4. or. eh. lit. cl.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 508.
1133. Thomas von Endingen, der Hauptmann vor Gemar an den Strassburger
Rat: die von Colmar haben sich über unberechtigtes Fouragieren beklagt, verhalten m
sich auch sonst unfreundlich und fordern «kerunge> . . . und alse ir uns verschriben
hant von des gefeiles wegen, do wissint, das die von Mülnheim und die Zorne noch
irem volke schihtent in Obrehtesztal, die komment zu uns und hettent es gerne ge-
tan, do möhtend wir von unsers herren von Osterrich volke niemans do zu haben,
wie doch wir es dicke an sü gefordert hant, und mag nümme sin denne uns nöter 35
1 Am 26 October verlangt derselbe nochmals die Freilassung [G. ü. P. lad, 22. or. eh. gedr. Bapp.
Urkb. II nr. 521.]
1396 641
tote uns zfi TerfeDende und zu vergrabende, hettent wir ehte die lüte. datum de
nocte post cenam feria quarta ante Symonis et Jude apostolorum.
[1396 October HS.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc 4. or. eh. I. el.
s Auszügl. gedr. Bapp. Urkb. 11 nr. 511.
1134. Waltlier am Berge, Meier im Albrechtsthal an Heinrich von Mülnheim ge-
nannt von Landsberg und Leutold von Mülnheim : berichtet von allerlei Vorkomm-
nissen, die auf einen baldigen Angriff des Herzogs von Lothringen hindeuten, datum
feria quarta ante Symonis et Jude apostolorum. [1396 October 2ß.]
io Str. St. A. G. U. P. lad. 22 or. eh. I. cl.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 516.
1135. Hans am Berge an Heinrich von Mülnheim genannt von Landsberg: hat unter
anderm erfahren, .. . daz der hertzoge von Lutringen und der von Küsse und der von
Fersü mit eime grossen folgke went ligen umbe Berregart uff disen durnstag zu naht
is und meinent, daz sü uff disen fritag zu naht ligen went in Obrechtstal . . . datum 0a. ts.\si-
feria quarta ante Symonis et Jude. [1396 October 25.]
Str. St. A. G. D. P. lad. 22. eop. eh. coaev.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 517.
1136. Gemeinschaftliche Absage an Strassburg senden folgende lothringische
»o Herren : (I. Brief) Niclaus dit Baleix de Esche, Jehan de Noray, Jehan de Grenesque,
Jehan de Nisy, Jehan de Burges im Dienste ihres Herrn Monseigneur Brug. —
(II. Brief) : Hans von Lyningen grefe zu Bückesingen, Henselin Heringen von Vinstin-
gen, Henselin Schölin von Vinstingen, Erhart von Schirbefele, Hans Minninger von
Urmtz, Peterman von Sarburg, Heinzekin von Hückesingen, Fritschemann Pfannenslil,
ts Peter von Bückesingen, Erhart von Ellenwiler, Scheckeme Gurney von Metze, Hen-
selin Winter von Bückesingen, Henselin Liebeheinze von Bückesingen, Niclavves von
Eiche, Henselin von Beckeringen, Ludemao von Hellingenmer, Mathis von Günder-
dingen, Arnolt Wisse von Schirbebele, Hügelin Schaderen von Hanameny, Scheckmy von
Schirbebele von wegen hern Brunen herre zu Bapoltzstein. — (HI. Brief:) Ulrich von
in Basemunt, Anshelm von Benwilre, Kaiman von Borbach, Nickelman von Luderfmgen,
Zanl von Wallenbösze, Heinrich von Wolfeskirchc, Claus von Sehszelingen, Pander
von Gerbeviller, Küosze von Vinstingen, Hensel Flintze. (Datum von 11.) geben uf
mittewoche früge vor Symonis et Jude. [1396 October 23.]
Str.mSt. A. G. ü. P. lad. 22. 3 or. eh. lit. pat. Der letzte undatiert, aber wohl unter das
85 gleiche Datum zu stellen.
Auszüglich gedr. Bapp. Urkb. II nr. 513. 514. 515.
1137. Ein Ungenannter schreibt : lieber herre, so wissent, daz der grefe von
Sarwerde alle sine geburon besaut hat. dem durffent wir auch nit gar wol getruwen,
642 1396
und arbeitet sich do mitte sin vogt Sersey im Schöne Erlaches tal gar vaste. oucb
hant die erbersten, die her Brune bie ime het, ein stosz ander einander, ob sü sich
zu Gemar wellent lassen vinden oder nit, wan su furhtent, wurde es inen ange-
wunnen über den hals, daz su müstent sterben, und habe das von inen gehört.
[1390 etwa October 25.] &
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 Papierstreifen, ibid. cop. eh. coaev.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 518.
1138. Thomas von Endingen an Meister und Rat von Strassburg (Nachschrift zu
einem der früheren Briefe) : wissent ouch, das her Heinrich von Mülnheim in Branlgfi
von unserm herren von Osterrich noch nüt kommen ist, und het uns hie naht spote io
her Dietherich Snewelin geseit, das ymme ein botte von Basel kommen si und geseit
habe, daz man nüt wisse, wo der egenant unser herre sige : do wissent üch ouch
noch zu rihtende. und nüt lont, ir schickent uns ein hundert schölbume her uff.
11390 etwa October 25.]
Str. St. A. G. IL P. lad. 22. Papier-Zettel. 15
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 512.
1139. Rottweil an Strassburg: bittet um Auskunft über den Krieg mit Bruno
von Rappoltstein und die Belagerung von Gemar . . . wan wir doch alle zit gern
sähint und hortint, daz es üch in allen üwern sachen nach eren und wol gieng.
geben an mitwochen vor Symonis et Jude apostolorum anno !><>. 20
[1390 October 25.]
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. d.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 519.
1140. Walther am Berge, Meier zu Weiler im Albrechtsthal an Heinrich von
Mülnheim-Landsberg und Junker Lütold von Mülnheim: Junker Klein Hans von 25
Lützel habe den Bürgern von Urbeis versichert, dass sowohl er als auch der Herzog
von Lothringen und Bruno von Rappoltstein, «die von Urbeis nüt schedigen» will,
und verlange für diese Versicherung '/, Fuder Wein von den von Urbeis, was er der
Schultheiss aber verboten habe. datum feria quinta ante Symonis et Jude aposto-
lorum. [1390 October 20.] 30
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I cl.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 520.
1141. Heinrich von Mülnheim an Strassburg ist beim Herzog von Oesterreich ge
wesen, der versprochen hat, Strassburg nicht zu verlassen und zu näherer Unter-
handlung seine Räte Markgraf Rudolf von Röteln, Graf Bernhard [von Tierstein] und 85
Herrn von Bandegg schicken will. Mit Bruno von Rappoltstein soll wo möglich ein
6 oder 8 tägiger Friede vereinbart werden. geben ze Enzesheim an dornstag nacht
vor Symonis et Jude anno 96. Ensisheim 1390 October 20.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 522. w
1396 643
1142. Herzog Leopold von Oesterretd) an die Straesburger Hanptlente vor Gemar:
sendet und beglaubigt seine Räte zu mündlicher Unterhandlung: Markgraf Rudolf
von llochbcrg, Graf Bernhard von Tierstein und Heinrich fOD I Sandegg, Vogt zu
Schafl'liausen. geben ze Knzeslieini an dornstag vor Synionis el .ludae anno 96.
EiiHisheim 1396 October 20.
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl. e. sig.
1143. Wilhelmus electus confirmatus Argentinensis an Ulrich Gosse Ammanmeister zu
Strassburg: . . . wir lant uch wissen, das uns hüte gein Koichersberg bodeschafft kommen
ist, wie sich der junge herezoge von Lothringen, der herezoge von Bor und der . . .
io junge von Blankenberg hoifl'cnt, und sollent haben wol uff 800 glefen und sollent
noch hint zu nacht umb Doese ligen, und wellent über uch, nit über uns, als uns
geseit ist. gebin zu Koichersberg des dünrestages vor Symonis et Jude.
KocJiersberff [13'JO October 96.)
Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. eh. lit. cl.
15 Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 523.
1144. Wilhelmus electus confirmatus Argentinensis an den Ammanmeister Ulrich
Gosse: ... als wir uch hüte warnunge tatent, als ist uns uff disse nacht aber geseit,
mit namen von .lehan Ulin, daz daz folg und die hoffunge umb Dunnüfer liege by
Barkemot, dez von Blankenberg slos, und meynet auch, man solle zusehen hy und
h s&ntage wunder vernommen, und wellent über uch, und habent uch von druhundert
glefen verslagen. gebin zu Zabern des dünrestages zii nacht vor Simonis et Jude.
Zabern [13UO October 20.]
Str. St. A. G. ü. P. lad 22. or. mb. lit. cl.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 524.
2.i 1145. Arnold von Berenfeils Bürgermeister von Basel an Thomas von Undingen,
Hauptmann der Strassburger vor Gemar: . . . als ir uns verschriben hand umb un-
sere grossen büchssegezüg und werkmeyster hinab ze schickende, haben wir wol ver-
standen und lassent uch wissen, daz wir uch die büchsse und den gezug fürderlich
senilen wollent, aber keinen Werkmeister haben wir in langen ziten nie gehept, anders
,so wir santent in uch gerne, doch so haben wir fürderlich gesant nach einem, der vor-
ziten unser büchsenmeyster gewesen ist. kommet der, so wellen wir in forderlichen
üch hinab schicken, waz wir auch von samnnnge und andere laullen, die uch not-
dürftig sint ze wissende, wellen wir uch ouch alwegen forderlichen verkünden. datum
quinta feria ante Symonis et Jude apostolorum anno 1306. 1896 October 20.
»i Str. St. A. G. U. P. lad. 22 or. eh. I. cl.
1 146. Thomas von Endingen, Hauptmann vor Gemar an den Rat: Haneman Snewelin
und Heinrich von Mülnheim in der Brandgasse sind vom Herzog von Oeslerreieh. den
644 1396
sie in Rheinfeklen angetroffen und nach Ensisheim begleitet haben, zurückgekehrt und
berichten,yiass jener gerne zur Hülfe bereit sei und möglichst viele Reisige anwerben
wolle. Da aber gleichzeitig Gerüchte von einem baldigen Ueberfall ins Lager ge-
kommen seien, sind beide Boten nochmals zum Herzog geritten, um ihn zur Eile an-
zutreiben. Zugleich hat man in Basel um abermalige Entsendung von 200 Mann
Fussvolk gebeten. datum in castris ante Gemar feria quinta ante Symonis et Jude
apostolorum hora paulo post meridiem. Lager vor Gemar [1390 October 26].
Str, St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Gedr. Bapp Urhb. II nr. 526.
1147. Wilhelm erwählter Bischof von Strassburg an Meister und Rat von Strass- u
bürg : bestätigt den Empfang ihres Briefes und will morgen mit Begleitung nach Dach-
stein kommen und dort auf ihre Botschaft warten. geben zu Zabern des fritages
zii naht vor Symonis et Jude. Zabern [1306 October 27].
Str. St. A. G. U. P. lad. 22, or. eh. I. el.
Beg. Bapp. Urkb. II nr. 529. 15
1148. Thomas von Endingen, Hauptmann vor Gemar an Strassburg: Heinrich
von Mülnheim ist vom Herzog von Oesterreich zurückgekehrt und teilt mit, dass eine
Stallung gemacht sei von Freitag Abend bis Samstag Abend. Der Zuzug aus Strass-
burg soll zunächst bis Benfeld marschieren und dort warten, datum vigilia Simonis
et Jude apostolorum anno 90. [1306 October 27.] so
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
Beg. Bapp. Urkb. II nr. 528.
1149. Graf Heinrich zu Saarwerden, Herr zu Rappoltstein und Hohenach,
schliesst im Namen seines Oheims Bruno von Rappollstein einen Waffenstillstand
mit Strassburg. i396 October 27. 25
Ich Heinrich grefe zu Sarwerde, herre zu Rapolczstein und zii Hohenack . . dun
kunt mengelich mit disem briefe, das ich spriche und spriche ouch mit disem briefe
vür den edeln minen lieben öheim hern Brunen herre zu. Rapolez.<U'in vür alle sine
helffer und die sinen und mit nammen, die zu Gemmer ynne sint [einen friden :u
haltende und zu habende] gegen den wisen bescheiden dem meister und dem rate, ... h
der dauern soll vom 27 October abends bis 28 October abends. geben uf fritag
Symonis et Jude obent anno 1390.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. or. eh. lit. pat.
Abdruck : Bappoltst. Urkb. II nr. 527.
:
1150. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Thomas K
von Endingen, Hauptmann vor Gemar: haben ebenfalls von neuen Werbungen ge-
1396 645
gehört, glauben jedoch, dass das Gerücht vergrössere. Was in Strassburg noch an
Fussvolk lind Reiterei vorhanden, soll geschickt werden. Ausserdemist der Bischof, der
Markgraf von Baden, sowie die Herren von Lichtenberg, Höllenstein, Landsberg,
Andelau um Hülfe ersucht datum vigilia eanetorum Symonis et Jude apostolorum.
[1899 October 27.1
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. mb. I. cl.
1151. Strassburg an den Herzog von Burgund in Sachen der Bappoltsteiner
Fehde : König Karl von Frankreich hat seinen Kämmerer Wilhelm von Granse an
sie (Strassburg) geschickt, um einen Frieden mit Bruno von Rappoltstein zu stände
io zu bringen. Auf dessen Ausführungen haben sie entgegnet:
1. Bruno sei seit langer Zeit Bürger von Strassburg gewesen, habe aber trotz seines
Eides, die Stadt vor allem Unrecht zu schützen, sich treulos und feindselig benommen.
2. Schulde er der Stadt 4000 Gulden, die er innerhalb 10 Jahren durch jährliche
Zahlung von 400 Mark zurückzuerstatten versprochen habe.
ir> 3. Habe ihm Heinrich von Mülnheim 6000 Gulden geliehen gegen Verpfändung
von Stadt und Burg Gemar. Diese sei später zurückgegeben und statt dessen für
die Gesaintscbuld Brunos an Strassburg und seine Bürger die Städte Ober- und
Unter-Rappoltsweiler in den Pfandbesitz von Strassburg übergegangen.
4. Diese aber habe Bruno mit Gewalt den Strassburgern entrissen und so Ver-
ao anlassung zu einem langen Kriege mit der Stadt gegeben.
5. Endlich habe sich der deutsche König der Sache angenommen und auf einem
Sühnetag festsetzen und von beiden Parteien beschwören lassen, dass beide ihre
Eroberungen wieder herausgeben sollten. Während Strassburg diesen Vertrag erfüllt
und seinen Eid gehalten, habe Bruno denselben sofort gebrochen.
0. Auf ihre nachdrückliche Vorstellung habe er so viele Gegenklagen und Aus-
flüchte gehabt, dass sie sich entschlossen hätten, die ganze Streitsache dem Lehns-
herrn Brunos, dem Herzog Leopold von Oesterreich vorzulegen.
7. Dieser habe darauf einen Sühnetag angesetzt, zu dem beide Parteien vor
ihm erscheinen sollten. Sie sind darauf eingegangen und ebenso hoffen sie, dass
so Bruno, welcher 0 seiner Räte hinzuziehen solle, die Sache jetzt zum gütlichen Ab-
scliluss bringen werde. Anderseits aber hätten sie gehört, dass Bruno sich persön-
lich an ihn, den Herzog von Burgund, und den König von Frankreich mit Klagen
wider Strassburg gewendet habe. Doch hofften sie, dass sich beide lediglich nach
Recht und Gerechtigkeit und nicht parteiisch für Bruno entscheiden würden, datum
85 Argentine vigilia i'esti beatorum Symonis et Jude apostolorum.
Strassburg [1396 October 27.]
Str. St. A. G. 0. P. lad. 22 fasc. 5. or. mb. latin. nicht vollzogen und zur Absendung
gelangt, wohl wegen der mehrfachen Korrecturen, doch sind Versendungsschnitte u.
Siegelspuren auf der Rückseite.
646 1396
1152. Arnold von Berenfels, Bürgermeister von Basel an Thomas von Endingen
vor Gemar1: antwortet auf die Bitte um 200 Bewaffnete .... laszent üwer guten
fruntschaft wissen, daz uns unser herre von Osterich gemant hat mit [unser macht
ze körnende, ob der sache wir yetzunt sitzent und meynent in der sache ze tünde,
daz wir getruwent unserm herren von Osterich unser fründen und eytgenossen von '
Straszburg und üch gevellig sin. ouch wissent, als ir uns von der büchsen wegen
verschribent, also habent wir nach dem büehsenmeister gestalt und sendent üch den
mit der büchsen und gezüge hinab und ist uf merzenacht ze Brysach. da bitten wir
uch, daz ir gedenken wellent, wie er zu uch komme, daz er mit den büchsen und
gezüge nit dernider lige. datum die Symonis et Jude anno 96. i<?»6 October 28. io
Str. St. A. G ü. B. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Auszüglich gedr. Rapp. Urkb. IL nr. 532.
1153. Johann von Lichtenberg an Strassburg: lehnt wegen Verwandtschaft die
Hülfeleistung gegen Bruno von Bappoltstein ab. datum in die beatorum Symonis
et Jude apostolorum. [J3»6 October 28.] 15
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. el.
Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 530.
1154. Johann von Kagenecke, Hofmeister an den Ammanmeister Ulrich Gosse zu
Strassburg: hält es für geraten, wenn der Friede zustande kommen soll, . . . daz ir
minen herren besendent und in betent zu üch ze kumen . . . weiss aber nicht, ob sich *<>
viel geändert habe, seit der Herr von Fleckenstein mit seinem Herrn geredet hat . . .
da gedenkent selber, waz üch daz best dunkt. geben an sant Symon und Judas
tag der zwelf botten. [1390 October 28.1
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. or. eh. I. cl.
Auszüglich gedr. Rapp. Urkb. II nr. 531. 25
1155. Graf Heinrich von Saarwerden erklärt im Namen Bruno 's von Rappoll-
stein, daß er mit Slraßburg und den Seinigen einen kurzen Wa (Jenstillstand ge-
schlossen habe. [Verlängerung des Friedens vom 27. October]. 1306 October 29.
Ich Heinrich grefe zu Sarwerden, herre zu Bapoltzstein und zu Hohenag dun
kunt mengelichen mit disem briefe, das ich gesprochen habe und spriche ouch mit 30
disem briefe vür den edeln minen lieben oheim, hern Brunei! herre zu Bapoltzstein,
alle sine helffer, diener und die sinen einen friden zu haltende und zli habende
mit den wisen bescheiden, dem meister und dem rate zu Strasburg allen iren helffern,
dienern und den yren. und sol der fride anegan uf hüte disen sunnen dag, also
1 1396 November 2. Dieselben an denselben: haben eine Zeitlang dem Gerüchte von der Beilegung 35
des Krieges Glauben geschenkt, werden aber jetzt unverzüglich Volk und Büchsenmeister schicken. [G. D.
P. lad. 22].
1396 < >i~
dirre brief «eben ist, uf mittendag, und sol weren untze morne den mendag, untze
das die sunnc undergat, ungeverlich. onch ist beret, das zu Gemern niemaii us
noch in gon noch riten sol in disem obgenanten friden one geverde. ouch süllent
die von Strasburg noch ir helfler iren gczüg nüt triben noch machen, das den von
a Gemern schedelich sie in disem vorgenanten friden one geverde. und süllent sü
ouch uf keinen graben noch niergent gan zu der stat schowen noch besehen, und
vvere es sachc, das der fridc üherfaren würde, so globcn ich vür den vorgenanten
inincn oheim hern Brunen ynen zu keren mit der name oder werde one geverde.
unde des zA Urkunde so habe ich Heinrich grefe zu Sarwerde vorgenant min inge-
w sigel gedrucket in disen brief zu ende dirre geschrift. der geben wart an dem
nehsten sunnen dag uf fragen ymbes nach Symonis et Jude anno 1396.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 faso. 5. or. lit. pat. c. sig. impr.
Auszüglich gedr. Eapp. Urkb. II nr. 533.
1156. Heinrich von Blanckenberg an Strassburg: kann den gewünschten Tag
'•■> ohne seinen Oheim Bruno von Rappoltstein nicht leisten, da dieser ihm keine Voll-
macht gegeben habe und jetzt verreist sei und sie wohl wüssten . . ., daz men, so men
sprächet «ane brütigam die brütluft nit wol kan gemachen.» doch ist er bereit, später
einen Tag zu Golmar oder Sehlettstadt zu vermitteln und zum Frieden zu reden.
Habe Strassburg vorher mit ihm privatim über den Krieg oder Schloss Hüneburg zu
20 reden, so solle man ihn mit sicherem Geleit abholen, ferner bitte er Cuno von Ko-
boltzheim, der ihn vor Blankenberg geschädigt, zum Ersatz anzuhalten.
[1396 (?) Ottober.]
Str. St. A IV. fasc. 15 or. eh. lit. el.
1157. Worms an Strassburg: berichtet, dass nach glaubwürdiger Mitteilung der
« Herzog von Lothringen bis nächsten Donnerstag oder Freitag einen grossen Ueberfall Wo».*«.«.
des Strassburger Belagerungsvolkes vor Gemar plane. datum in crastino Simonis
et Jude apostolorum hora completorii. [1396 October 29.]
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
Auszügl. gedr. Eapp. Urk. II nr. 536.
so 1158. Berthold von Rosheim, der Meister und der Bat von Strassburg an Thomas
von Endingen und die andern Hauptleute vor Gemar: sie sollen nichts auf eigne
Hand unternehmen, da man noch keine sichere Kunde über feindliche Anmärsche
habe. Doch sollen sie «guten, kecken mül haben und überzeugt sein, dass man
ihnen Kriegsvolk genug senden würde . . . wände, wo ir und wir das velt ruindent,
35 das brehte üch, uns und unsern kindes kinden und nochkommen ewickliche schaden,
unere, verlusl und schände . . . Dieser Brief soll öffentlich vorgelesen werden.
datum die dominica et crastino sanetorum Symonis et Jude apostolorum, anno do-
mini 1396. 1396 October 29.
Str. St. A. Q. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
*o Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 534.
VI. 8S
648 1396
1159. Der «Ungenannte» an den Ammanmeister Ulrich Gosse zu Strassburg: hat
Kundschaft aus dem Lager des Herzogs von Lothringen zu Berregart und Steney,
wonach der Herzog krank daniederliegt und seine ganze Macht in 110 Glefen besteht.
datum dominica post diem beatorum Symonis et Jude apostolorum.
[1396 Ociober 29.] *
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. ch l. cl.
Auszügl. gedr. Bapp. ürkb. II nr. 535.
1160. Ritter Rudolf von Hohenstein an Strassburg: wünscht Sühne mit der Stadt
und stellt sich selbst und sein Schloss zur Verfügung.. geben uf mendag vor aller
heiigen dag anno 96. 1396 October 30. l0
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. ch.
1161. Kuno Hans Sch5nmetziger, bischöflicher Schaffner zu Zabern an Strassburg:
hat von Johann Ulin, der dort angelangt ist, aber wegen ermüdeter Pferde nicht seilet
nach Strassburg kommen kann, erfahren . . ., daz die zwene hertzogen von Loth-
ringen sich vaste höffent, . . . und ligent . . . sicher zu Sant Diodalt inne und die u
herste zwuschent Liensta(n)t, Dünnufer und Sant Diedalt uff der Mörte in den klostein
und den dörffern und wollen «uf Gemar ziehen» etc. [1396 etwa October 30.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. ch. I. el.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 538.
1162. Die Brüder Obrecht Beger und Hans Beger von Geispolsheim, Ritter an 20
Strassburg : melden, dass der Bischof von Strassburg wohl nach Strassburg kommen
Novbr. /. werde, da er ihnen geschrieben habe, mit ihm am Mittwoch in Epfig zusammen zu
treffen. geben an dem nehsten mendag vor aller heiigen tag. [1396 October 30.]
Gtr. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4.
Auszügl. gedr. Bapp. Urkb. II nr. 539. 25
1163. Budolf von Hohenstein, Ritter an Meister und Rat: schreibt, dass er mit
seinen Söhnen dem Bischof von Strassburg zu dienen versprochen habe und so doch
auch der Stadt diene, geben uf mendag vor aller heiigen dag. [1396 October 30.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. ch. Ut. cl,
Auszügl. gedr. Bapp. Urkb. II nr. 542. so
1164. Schwartz Rudolf und Heinrich, Gebrüder, Klein Rudolf, Heinrich Tarc, Jörge
Frideriches, Heinrich und Eberlin von Andlau, Vettern, an Strassburg: ... als ir
uns geschriben hant, wie das ein volk von Walhen in disz lant ziehen welle und
das wir uch zu liebe und zu dienst in uwer leger, als ir vor Gemer ligent, ziehen
söllent, do sol uwer wisheit wissen, ist es daz die Walhen also in disz lant ziehent, 3ä
was wir dann mit eren nach unser vermögent dowider gesin mögent, daz wellent
1396 649
wir in semliohor masz tön, daz ir und mengelich sehen söllent, daz uns leit were,
wo das lant geschediget wurde. geben uf den nehesten mendag vor aller heiligen
anno 1396. [1396 October 30.]
Str. St. A. Abt. IV, 29. or. eh. I. cl.
5 1165. Heinrich von Gerspach, Vogt zu Ortenberg an den Ammanmeister zu
Strassburg : hat von einem Augenzeugen erfahren, dass bei Bitsch 200 Glefen liegen
und dass der Herzog von Lothringen, der Graf von Nassau, die von Bitsch und andere
Herren 2000 Ritter und Knechte zusammen bringen und mit diesen den nächsten
Mittwoch bei Zabern über die Steige und dann nach Gemar ziehen wollen. [Ohne
io Datum.] [1396 etwa October 30.]
Str. St. A. G D. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 543.
1166. Cloren Hansemann von Berse an Junker Heinrich von Winzenheim : weiss
nichts Neues zu berichten als, dass geboten ist . . . flochende in allem Lutringen und
15 öch, da/, dez hertzogen huffunge sol sin uf disen mendag. - [1396 etwa October 30.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4.
Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 544.
1167. «Der Ungenannte» an Ulrich Gosse, Ammanmeister zu Strassburg: der
Herzog liegt noch bei Berregart und Steney in derselben Stärke wie zur Zeit seines
20 letzten Berichtes [29 October], erst wenn der Herr von Vergy da zu komme, werden
es 600 mit Glefen sein etc. geben an aller heiigen abent, als es siben slug.
[1396] October 31.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 545.
1168. Cloren Hansemann von Berse an Claus von Grostein, Schultheiss zu Strass-
burg : waz ich üch do geseit habe von dez hertzogen stetten, daz ist sicher wor, und
ligent noch an den stetten, die ich üch nante, ein mil vveges by Eseral; ouch lit der
hertzoge noch zu Rafon, und lit sin brüder zu Stive und hant noch bede keins zwey
hundert spiesze, also men seit, und huffent sich alle tage Weiteres will er zu er-
30 fahren suchen. geben uf aller heiigen vorvir tag zu vesper zit. [1398] October 31.
Str. St. A. Q. IL P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Qedr. Rapp. Urkb. II nr. 546.
116!). Der Hat von Rottweil an Thomas von Endingen und die andern Strass-
burger vor Gemar: dankt für den Brief und bittet um weitere Nachricht über den
x, Stand des Krieges vor Gemar. dattttn in vigilia omnium sanetorum anno 1396.
1396 October 31.
Str. St. A. G ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
650
1396
1170. Meister und Rat von Hagenau an Strassburg: melden das Gerücht .. . von
drie sammenungen, die über die üwern gon Gemor gon werdent. datum vigilia
omnium sanctorum anno 1396. 1396 October 31.
Str. St. A G. ü. P. lad. 22 fasc 4. or. eh. lit. cl.
Beg. Bapp. Drkb. II nr. 548.
1171 Saarburg an Straßburg: erkundigt sich nach dem Stand der Dinge cor
Gemar. 1 396 October 31.
Den frumen wisen herren, dem meister und dem rate zu Strasburg enbieten wil-
der schültheisze und der rat von Sarbürg unsern undertenigen dienst, alz üwer
wisheit vor Gemer gezogen ist, do bitten wir üwer wisheit, daz ir uns wellent lan 10
wiszen, wie es stände umbe üwer Sachen, wand man bij uns seit umbe vil same-
nunge, die wider üwer wiszheit sol sin. do wiszent, daz wir keine wäre mere von
keinre groszen samenunge nit wiszent. und hette wir iht wyder üwer wisheit be-
funden,"jias wiszentlich were, wir hettent es üch lan wiszen und noch hütis dages
dettent befündent wir iht von den sachen, wand uns in trüwen leit were, daz üwer u
wiszheit iht zu unfüge beschee. üwer wiszheit gebytte uns alleziit. datum in vi-
gilia omnium sanctorum anno 1396.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
Auszügl. gedr. Bapp. Urk. II nr- 549-
1172. Die Schöffen und die Dreizehn von Metz an Strassburg : berichten auf An- 2o
frage, dass der Herzog von Lothringen und eine Anzahl Herren und Ritter sich zum
Kriege rüsten und versprechen, soviel in ihren Kräften steht, zu verhüten, dass Bürger
von Metz sich an den Feindseligkeiten gegen Strassburg beteiligen, wenn sie auch
anderseits nicht hindern könnten, dass die Metzer, welche Mannen des Herzogs, des
Bischofs oder anderer Herren sind, ihrer Lehnspflicht gegen diese nachkämen. es- H
seript merdy vigille de feste toussains. [1396 October 31.]
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. lit. el. in französischer Sprache. Ibid. gleich-
zeitige deutsche Uebersetzung.
Abdruck des Originals: Bapp. Urk. II nr. 551.
1173. Bruno von Rappoltstein verpflichtet sich, dem Herzog Leopold IV von so
Oesterreich «alle die vorsorgnisse» wegen des Geldes zu halten, welche er in ver-
schiedenen «Notein» vor dem Markgrafen von Röteln, dem Grafen von Salm, dem
Grafen Heinrich von Saarwerden, Herrn Friedrich von Hattstatt und den Räten der
Städte Colmar, Schlettstadt und Kaisersberg versprochen hat, wenn die Sache derer
von Strassburg «einen fürgang gewinnt». EnsisJieim 1396 October 31. 3&
Bappoltst. Urkb. II nr. 55.2. — Begest nach einer früher in Insbruck, jetzt angeblich in
München befindlichen Urkunde — nach Lichnowsky 5. 13 nr. 111.
1396 651
1174. Bürgermeister und Rat von Speier an Strassburg: es laufen allerlei be-
drohliche Gerächte . . . wie man understeen wolte die uwern von dem velde zu
trybende . ■ . doch ban wir by uns ym lande noch nit emphünden deheins Volkes,
das wider uch hinoff ziehen wolle, aber also balde wir des gewar wordent, das wolten
> wir uch, so tag, so naht lassen wissin . . . datum vigilia omnium sanetorum.
[1396] October 31.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. mb. lit. cl.
Oedr Rapp. Urkb. II nr. 550.
1 175. Notiz über che weiß-rote Uniform der titraßburger Mannschaften cor Gemar.
io Steffan Bock sol ernstlich bestellen, das einer von Barre fürderlich har gen
Strasburg kuinme mit eiin karrich zii holen das düch uff dem Pfennigturn zu rocken
und kuwelhülen wisz und rot für sin drissig hantbüssenschützen und für zwen
kneht zu eim wagen und daz sü solich cleider ane verzog lunl machen ambey der
stat Strassburg reisecleidern glich, daz rote uff reht sit und das weisz uff die linck
is sit, und die kleinen blowen strenchen ouch uff die linck sit, und da/, bü alle uff
zinstag sant Ulrichstag zii nahtimbis zu Kestenholz wolgerüstet und mit in füren essen
für zwei tage.
Ebenso soll Tuch abholen lassen: Hans Conrat Bock in Mutzich für 10 Schützen
und andere Leute.
20 Diebolt von Kagenecke in Doroltzhcim für 0 Schützen und 2 Knechte.
Conrat Bock in Westhus für (5 Schützen und 2 Wagenknechte.
Hans Bock in Northus dasselbe;
Der von Hüttenheim für 10 Schützen und 4 Knechte.
Der von Gerstheim für 6 Schützen und 2 Knechte.
es Claus Zorn von Bulach in Osthusen dasselbe.
Casper Doppeler in ürswilr für 10 Schützen.
Beinhart Wurmsser in Kestenholz für 10 Schützen.
Hans Erlin in Sigolsheim ....
Diebolt von Bolsenheim ....
so Hans Sturm ....
Str. St. A. G. U P. lad. 20 fasc. 7. conc. eh. 1 Blatt (Bruchstück).
1176. Brief aus dem La {/er cor Gemar an den Hat von Straßburg .■ Bitte um
Mannschaft und Fahnen. [1396.]
Lieben herren. wissent ouch, das wir der diener gar vil me bedörftent, denne
8» wir hie haut unser zu wartende, botscheffte zii werbende, hüten und warton tages
und nahtes mit den unsern zii lünde und vil andere Sachen zu werbende, das man
memans anders danne diener heisset. darumb bitten wir üch, daz ir uns noch 8 oder
zehen enspennige schickent, so ir erste mügent. ouch schicken! uns 200 gemaleter
und 10t) geneygeter venlin.
40
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. fasc. 4. or- eh. (Zettel.)
652 1396
1177. Thomas von Endingen an Strassburg : verlangt Kugelhüte für die Mann-
schaft, . . . wissint das die constofeln und antwerck das merreteil kiigelhüte gemäht
hant, und werbent unsere herren, die by mir husse sint, das ich in ouch kiigelhüte
sülle machen, darumb hette ich minen snider hinin zu üch geschicket, lieber herre.
do heissent die kugelhüte machen und sü her us schicken, noch dem alse min snider
sagen würt. datum die omnium sanctorum.1 [1396] November 1.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
1178. Thomas von Endingen, Hauptmann vor Gemar an den Rat von Strassburg:
hat die drei Räte des Herzogs von Oesterreich unverrichteter Sache abziehen lassen,
weil er keine Vollmacht hatte und dann selbst Heinrich von Mulnheim und Heinrich ,„
Kranich nach Ensisheim geschickt und den Herzog bitten lassen, mit seinem Volk
zu ihnen zu kommen. Dieser habe es versprochen, sei dann aber durch eine Wiener
Botschaft davon abgehalten. Auch haben die Grafen von Saarwerden und Salm, die
von Oesterreich eine Vermittlung mit Bruno von Rappoltstein angegangen waren,
geantwortet, dass letzterer abwesend und sie ohne Vollmacht seien. geben an aller »
heilgentag spote in die naht in unserm leger vor Gemar.
Int Lager vor Gemar [1396] November 1.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. lit. cl.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr 556.
1179. Heinrich von Mulnheim und Heinzeman Kranich an Thomas von Endingen : 2„
sind gewesen . . . vor unsers herren gnoden . . . und haben . . . do geret unser stette
notdurf und wissent nüt anders, den mins herren gnode morn zu naht zu Bergheim
wil sin, also uns geantwirt ist von dem kamermeisterre ; do wissent, daz der von
Salme und der grehfe von Sarwerde und die von Kolmer und die von Keissersberg
hie sint. [Ohne Datum.'] [Ensisheim November l.j 25
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Auszügl. gedr. Bapp. Urkb. II nr. 553.
1180. Meister und Rat von Speier-' an Strassburg: antworten aut Anfrage, von
Rüstungen Philipps von Nassau, der von Cronenberg und anderer habe man keine
1 Vgl. für die Ereignisse Hegel II. 789. — Eine reyse für Gemer. — do men zalte 1396 vor
aller heiigen tage, do zogetent die von Strosburg us mit werken, katzen und anderme gezüge für
Gemer und woltent es gewunneii han, wan es her Brune von Roppoltzstein hette hern Heinzen von
Mülnhein eim ritter zii Strosburg mit verretnysse anegewunnen. — und do die von Strosburg uf drige
wuchen dervor gelogent und vaste derin wurfent und schussent, do schussent die aber der bürge
herwider us mit bühsen, das eime ammeister wart sin sun erschossen und ei nie andern ammeister
sin brnder erschossen, do kam der herzöge von Oesterich gein Bergheim (vgl. unten nr. 1179) und
besante hern Brunen von Roppoltzstein und die stat Strosburg für sich und mähte eine rihtunge,
das die von Strosburg wider heimzogetent. (Vgl. unten nr. 1192 )
2 Dasselbe schreibt unter gleichem Datum an Straßburg der Speirer Bürger Dietrich Stjde. [G. U.
P. lad. 22. or. eh. I. cl.]
1396 653
zuverlässige Kunde, nur davon . . . das sich der hcrczoge von Lutryngen vaslc be-
werbe und das binden bereu gein Westerich vaste reisiges volkcs zu yme komme.
il.iliini in die festi omnium sanctorum. [1909) November 1.
Str. St A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Auszügl. gedr. Bapp. Urkk. II nr. 554 u. 555.
1181. Arnold von Berenfels, der Bürgermeister von Basel an Strassburg: ent-
schuldigt sich, dass sie die versprochene «Büchse» noch nicht nach Breisach geschickt
haben, notwendige Reparaturen an derselben seien an der Verzögerung schuld,
datum, in die omnium sanctorum. [1396] November 1.
10 Str. St. A G. ü. P. lad. 22 faso. 4. or. eh. lit. cl.
1182- Thomas von Endingen, Hauptmann vor Gomar an Strassburg: meint, dass
es nach eingezogenen Erkundigungen Herrn Bruno von Rappoltstein nicht Ernst sei
mit der Sühneverhandlung. Der Graf von Saarwerden hat selbst gesagt: «her Bruno
si ein mau von wunderlichen sinnen». Ja man höre, dass der Rappoltsleiner neue
15 Rüstungen anstelle und Zuzug bekäme von den Grafen von Nassau und von Bitsch, denen
sich auch wohl der Graf von Saarwerden anschliessen würde, um insgesamt nach
Vereinigung mit dem Kriegsvolk des Herzogs von Lothringen bei St. Theodat in den
nächsten Tagen über sie herzufallen. geben zu mittentage an aller seien tage vor
Gemer. Lager vor Gemar [1396] November 2.
20 Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. c.
Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 557.
1183- Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: antwortet auf eine Anfrage
über bedrohliche Gerüchte . . . daz wir noch nit anders darumb wiszen, danne wir
uch vormals by den uwern embotten haben ; wol ist eyn offenlich gewerbe yn den
* landen, wir mögen aber nit wiszen, über wen ez gange, erfaren wir aber keyn wäre
mere, wo sich der gezog hin richte, daz wollen wir uch vorderlich wiszen laszen.
dal um Baden ipsa die omnium animarum. linden [1396] November 2.
Str. St A G. U. P. lad. 22 or. eh.
Auszug: Mopp. Urkb. II nr. 558.
30 Reg. d. Markgr. v. Bad. nr., 1711.
1184. Heinrich von Wintzcnheim, der Vogt im Breuschthal an Claus von (irostein.
Schullheissen zu Strassburg: eine «gemeine lantrede» sage zwischen Bruno von Rap-
poltstein und der Stadt sei Friede geschlossen, anderseits wisse sein letzter Kund-
schafter von neuen Kriegsrüstungen in Lothringen zu erzählen: desshalb bitte er um
35 sichere Kunde über die augenblickliche Lage. geben ufT dem dunrestag noch aller
heiligen tag. [1396 November 2.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. lit. el.
Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 559.
654 1396
1185. Ottemann von Ochsenstein an Meister und Rat von Strassburg: verwahrt
sich gegen die Anschuldigung, einem ihrer Bürger, Peter Museler, 8 Knechte gefangen
genommen zu haben. geben uff aller seien tag anno 1396. 1396 November t.
Str. St. A. Abt. IV, 74. or. eh. lit. cl.
1186. Ludwig von Lichtenberg an Strassburg: entschuldigt sich, dass er aus. ■
verwandtschaftlichen Rücksichten der Stadt keine Hülfe gegen Bruno von Rappoltstein
leisten könne. geben uff aller seien tag. [1396] November 2.
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
Reg. Rapp. Urkb. II nr. 560.
1187. Arnold von Berenfels, der Bürgermeister und der Rat von Basel an Strass- «<>
bürg: haben auch das Gerücht von einer Aussöhnung zwischen der Stadt und Bruno
von Rappoltstein vernommen, wollen aber, sobald sich dasselbe als irrig erweist . . .
ze stund unser volk, den büchsenmeister und die büchsen hinab schigken. datum
anno 96 quinta post omnium sanetorum. 1396 November 2.
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc 4. or. eh. lit. cl. 1Ä
Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 561.
1188. Heinrich Eckebreht von Di'irenkeim, Vogt zu Bernstein an Strassburg:
bittet denen von Kestenholz und Dambach 20 U. Büchsenpulver zu leihen, ... da mir
für wror geseit ist, daz die Walhe doch harus wellent, wie wol ez zu Gemir verrihtet.
geben den nehsten fritag nach allerheilgen tag. [1396 November 3.] 20
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. lit. cl.
Reg. Rapp. Urkb. II nr. 562.
1189. «Der Ungenannte» an Strassburg: ... los uch wissen, daz ich bin gewesen
bi dem hindersten zwein der herschen by Düse, do kam dez hertzogen valis zu uns,
do fragete in jungher Friderich von Bitzhe und Kuntze Lantschade und Dietterich "
Kemrer, die frogeten in, wie fil der hertzoge folkes het, do sprach er : wir da hant
ietz dusent mit glefen und wart, min herre noch fünf hundert und wissent, daz sie
JV™eü?'T em sammastage früge bi uwern frunden sint und mit in wellent striten oder bitz
sundag fruge zum lengesten, und wer es sach, daz uwer frunde in zä starg werent,
sint sie dan stereker dan uwer reisig harst, so wellent si in uwer lant ziehen und "
wellen es verburnen und verhergen und wellent uch lossen für dem slosz ligen, wer
es aber, daz ir hein werent gezogen, so wellent sie uch doch in daz lant ziehen
und heissent den bisehof Dambach wol besetzen mit lütten, wan sie meinent, moht
es in werden, so wolten sie uch darus bekriegen. . . Zum Schluss bittet er um Be-
zahlung seines im Dienste Strassburgs kürzlich verendeten Pferdes, da seine Armut M
1396 655
es ihm sonst unmöglich mache, der Stadt noch länger zu dienen. geben an dun-
nerstag 20 kumplet. [1390 wohl November 3.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 563.
1190. Wolf von Saarburg an Strassburg: hat erfahren, dass . . . wol sehs hundert
pferd oder me uf aller seien naht sullcnt umbe Thuse in den dorfern gelegen sin . . .
und zwar seien dies Truppen des Erzbischofs von Trier, des Gerhard von Blanken-
heim, der von Cronenberg und des Jungen von Salm ; von anderer Seite höre man,
der Herzog könne . . . nyt sovil folkes ufbringen, daz er uch gestriten miige.
[1396 November 3.]
Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. lit. cl.
Auszügl. gedr. Kapp. Urkb. II nr. 564.
1191. Heinrich von Wintzenheim, Vogt im Breuschthal an den Rat von Strass-
burg : hat einen Knecht nach Welschland geschickt und erfahren, dass 600 Glefen
15 am Allerheiligentage aufgebrochen sind . . . umbe Tünüffer, und hant den kopff har-
us gekeret, und enweis nieman, war sü gerotent oder hin wellent.
[1396 etwa November 3.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. lit. cl.
Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 565.
2o 1192. Leopold IV, Herzog von Oesterreich, Eberhard, Graf von Württemberg, Hein-
rich, Graf von Saarwerden und Herr zu Rappoltstein und Hohenack, sowie Heinrich
von Geroldseck, Herr zu Lahr, verbürgen sich gegen die Stadt Strassburg für die
Bezahlung der Schulden Brunos von Rappoltstein.
[Verhandelt zu Ensishelm 1396 November 1, vollzogen zu Bergheitn November 3.]
25 Str. St. A. G. ü. P. lad. 2 t fasc. 5. Undatiertes Concept oder Protokoll auf Papier nebst
langer Zeugenreihe.
Vollständiger Abdruck des umfangreichen Stückes mit Anmerkungen bezüglich der Da-
tierung im Rapp. Urkb. II nr. 566.
1193. Thomas von Endingen an Strassburg: berichtet . . . das dise sache [mit Bruno
so von Rappoltstein] gentzlich verrihtet ist uf hinaht zu complete zit von unsers herren
von Osterrich ernstlicher bette wegen .... alse es zu hündersten zu Ensisheim
vertegedinget wart, und sol koste und schade an des egenanten unsers herren gnaden
ston. . . . Trotzdem habe er jetzt noch von vielen Seiten . . . für wor vernommen, das
der hertzoge von Lothringen, der grefe von Naszowe, her Eme von Sarbrücke, die
ss von Bitsch und ander herren . . . mit ihren Rüstungen fortfahren und einen Einfall ins
Elsass planen. datum feria sexta post diem animarum circa occasum solis
[1396 November 3.)
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc. 5.
Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 567.
VI.
656 1396
1194. Bruno von Rappoltstein setzt dem Herzog Leopold IV von Oesterreich die
Unterstadt Rappoltsweiler, Burg und Stadt Gemar, die Pfandschaft Landsburg, seinen
Teil von Ammerschweier, den grossen Zehnten daselbst und in Kienzheim, sowie den
Kirchensatz zu Reichenweier zum Pfände, falls er den durch Herzog Leopold ver-
bürgten Abzahlungen (21,000 Gulden) an die Stadt Strassburg nicht nachkommen sollte.
geben ze Berkheim an freytag nach aller heiligen tag nach Christs geburde 1390.
Berf/heim 1396 November 3.
Wien, K. K. Staatsarchiv, or. mb. e. 4 sig. pend.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 568.
1195. Der Schaffner, die Leute und die Bürger der Unterstadt Rappoltsweiler lu
verpflichten sich, die jährlichen Abgaben, welche sie an Bruno von Rappoltstein zu
bezahlen haben, dem Herzog Leopold IV von Oesterreich zu entrichten, falls Bruno
die wegen " der Strassburger Geldschuld eingegangenen Verbindlichkeiten nicht er-
füllt, geben ze Berghaim an freytag nach aller heyligen 1396.
Bergheim 1396 November 3.1 ™
Colmar Bez. A. E. 890. or. mb. c. sig. pend.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 569.
1196- Slraßburg an Thomas von Endingen und die andern Hanptleule im Felde
vor Gemar. [1396 November 3.J
Wir Bertholt von Roszheim der meister und der rat von Straszburg embieten 20
herrn Thomanne von Endingen und den andern unsern houptlüten, die yetze von unsern
wegen zu velde sint, waz wir gutes vermögent. alse ir uns verschriben hant, habent
wir wol verstanden, do wissent, das wir unser sicher botschaft an etwie vil enden
hant noch den sachen und huffungen zu erfaren, die uns noch nit hant lozzen wissen,
das üch, obe got wil, schedelich sie. doch so hant uns unser guten frunde von Sar- 25
bürg iegenote uff prime zyt verschriben ein brieff, den wir üch harynne sendent
verslossen, 2 das ir uch darnoch wissent zu rihtende. ouch ist uns geseit, alse der
bischoff von Mentze dot ist, das grofe Philips von Nassowe sinen vetter von Nassowe
byschoff zu Mentze welle machen, und ist es, das er sich huffe, das ist uff das
bystüm. datum feria sexta proxima post diem festi omnium sanetorum. 30
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4 or. mb. lit el. e. sig. in v. impr. del.
1197. Thomas von Endingen an Strassburg: Die Angelegenheit mit dem Herzog
von Oesterreich, der selbst in Bergheim war, ist völlig geordnet nach Massgabe der
1 Aehnliche Urkunden stellen aus unter gleichem Datum : 1) Der Vogt und die Leute zu Gemar.
— 2) Graf Heinrich von Saarwerden und seine Gemahlin Herzlaude von Bappoltstein. — 3) Die Leute H
zu Ammerschweier, Sigolsheim, Kienzheim, Ingersheim und alle andern zur Pfandschaft Landsberg ge-
hörigen. — 4) Die Unterlhanen der Feste Landsburg. (Abgedruckt sub. nr. 566, 571, 572 im Bapp
Urkb. II.
2 Liegt nicht mehr bei, oder ist es nr. 1190.
1396 657
letzten Abmachungen zu Ensisheim. Die Einzelheiten wird er später mündlich in
Strassburg erzählen. Die meisten Nachrichten aus Lothringen besagen, dass der Her-
zog, der Graf von Nassau, die Herren von Saarbrücken und Bitsch und andere dem-
nächst raubend und plündernd ins Land fallen werden. feria sexta post diem
5 animarum circa occasum solis. [1396 November 3.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 5. or. eh. lit. cl.
Qedr. Rapp. Urkb. II nr. 567.
11 DU. Meister und Rat von Hagenau an den Ammanmeister zu Strassburg:
haben gehört von drien samnungen, teil niden im lande und ouch in Wösterich . . .
io die . . . morne ze naht gar nohe bi den uwern zu Gemern süllent sien. datum
sabbato post omnium sanetorum. [1396 November d.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc 4. or. eh. lit. cl.
Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 574.
1199. Heinrich von Winlzenheim, Vogt im Breuschthal berichtet an Claus von
15 Groslein, Schultheißen in Slraßburg über seine Kunclschaflungen in Lothringen.
[1396 etwa November 4.]
Lieber herre.Jch enbüte uch mynen dienest, und wissent, das mir uwer brieff
wart an dunrestage noch mittem tage, den mir der kneht von Urmat brohte, do sas Noobr. t.
ich zu stunt uff und rit gen Schirmeeke und schickete zwene knehte enweg einen
20 uff den weg gen Spinnol, den andern uff den weg gen Nansze. und ist der eine
knehte, der uff den weg gen Spinnal was, er widder kummen uff diszen sammestag xovbr. 4.
fruge und der ist gewesen zwüschent Spinnal und Ranpoltzwilre wol uff dem halben
wege; deine begegetent zwene herste, einre mit 19 glefen, der ander mit 14 glefen,
und fürtent allen iren harnesch und keretent den kopff zu Sant Theodaten, do kam
25 der hertzoge an dunrestage hin mit 80 glefen, und gedurste der kneht nüt fürbasser
löffen, wenne der eine harst hette in gevangen, doch lient sü in gon ; do noch zerte
er in einre herbergen, do kam ein kneht riten, der horte den grefen von Widdemunt
an, und der seite, do legent vil herste uf der Muszeln und wartetent her Eme von
Sarbrücke, der sol ein gros volg bringen, und was do in dem lande ist, das flühet
so u-^de flöhet alles sament. wenne mir der ander kneht kummet, was mir der seit
das losse ich zu stunt uch wissen, ni'i getar ich nüt us dem tal kummen, ich ritte
anders selber nin, als verre ich getursle. wissent, das mir uwer brieff der hinderste
noch keins ist worden, do ich diszen brieff schreip. lieber herre, gebietent über mich.
geben uff den sammestag, do die glocke hette eilfe geschlagen.
85 Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh
Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 575.
1200. Meister und Rat von Speier an Strassburg: haben seit ihrem letzten Briefe
nichts Neues von «hüffungen und sammenungen» in der Umgegend vernommen,
658 1396
werden aber sofort schreiben, wenn sie wieder etwas hören. datum dominica post
festum omnium sanctorum. [1396 November 5.1
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Auszügl. gedr. Bapp. Urk. II nr. 576.
1201. Heinrich von Wintzenheim, Vogt im Breuschthal an Claus von Grostein, 5
Schultheiss zu Strassburg: berichtet, dass das um «Raten und in Sant Tiedalt» lagernde
Kriegsvolk aufgebrochen sei und die Stadt Spinnal vergeblich gestürmt habe und dann
zu andern Kriegshaufen vom Westrich her und dem des Grafen von Nassau gestossen
sei, so dass es jetzt 500 Glefen seien, die ins Land zu fallen drohten. Das Breusch-
thal sei gewarnt und in Verteidigungszustand gesetzt. geben uff sant Florencien- 10
tages mitter naht. (**** November 7.]
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. lit. cl.
Auszügl. gedr. Bapp. Urkb. II nr. 577.
1202. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Basel:
danken für die geleistete Bundeshülfe [im Kriege gegen Bruno von Rappoltstein] 15
denn . . . uns hant unser erbern botten und unsers volckes houptlüte, die vor Gemer
gelegen sint, wol gerumet und geseit von den uwern, so ir uns zu helffe geschicket
hettent, wie willigliche und truweliche sie sich gegen den unsern bewiset habent.
datum feria tertia proxima ante diem festi sti. Martini episcopi. [1306 November 7.]
Basel Sts. A. Neb. Eeg. G. III. nr. 262. or. mb. I. cl. 20
1203. Friedrich Stahel von Westhofen an Meister und Rat von Strassburg:
findet es unbillich, dass ihre Knechte auf ihn halten und ihm nachstellen, und er-
bietet sich, da er sich völlig ^unschuldig fühle und sein übel vermerkter Brief in seiner
Abwesenheit geschrieben sei, zu mündlicher Verantwortung. geben uff nehsten
dinstag vor sant Ketterinen anno 1396. 1396 November 21.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. 1. cl.
1204. Colmar an Strassburg : beklagt sich über die vielfache schwere Schädigung
welche ihnen durch das vor Gemar lagernde Kriegsvolk zugefügt sei . . . nemlichen
habent sü uns unfruntlichen geschediget an unsern weiden und höltzern, die sü uns
abegehSwen hant und enweg gefürt ; darzü sint die uwern in der unsern dörffere ge- so
varen und habent inen do das ire gröszlichen und schedelichen genomen und anders
denn man doch gewünlichen in reisen pffligt ze tünde, sunderlichen ire kilchen uff-
gebrochen, ire glocken abe genomen und das und anders in den kilchen hinweg ge-
fürt, darnoch ir hüse, hoffe und anders abgebrochen und enweg gefürt und ouch
damitte ir hoüv, körn getröschen und ungetröschen genomen und die unsern damitte 35
1306 650
gezwungen, inen das selbe zu fürend mit der unsern pfferdt in das her gen Gemer ....
Da alle Beschwerden bei den Hauptleuten vor Gemar vergeblich gewesen, wenden sie
sich an den Rat selbst und bitten um Abstellung und Schadenersatz. datum feria
sexta ante beate Katherine virginis anno 1396. 1396 November 24.
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Auszügl. gedr. Eapp. Urkb. II nr. 580.
1205. König Wenzel an Strassburg : bittet dem Pfleger zu Pernau, Peter Stuchsse,
behülflich zu sein, dass ihm die 200 Gulden vom Bistum zurückgezahlt werden,
welche er einst dem früheren Bischof Friedrich geliehen habe. Prag an sand Ka-
lo therinentag a. reg. boh. 34 reg. rom. 21. Frag 1396 November 25.
Str. St. A. AA. 113 nr. 60. or. eh. I. cl.
1206. Markgraf Bernhard an Meister und Rat von Strassburg : will ihren Bürger
Hans von Hürtigheim, den sein Vogt zu Ettlingen, Claus Contzman, gefangen genommen,
. . . umb daz er vor ziten unser burger zu Durlach gewesen sy . . . , ledig lassen, sobald
u es sich auf einer Tagleistung, die der Vogt und sie beschicken mögen, erweisen
werde, dass jenem Unrecht geschehen sei. datum Baden in die coneeptionis beate
Marie virginis anno 96. Baden 1396 December 8.
Str. St. A. AA. 84. or. eh.
Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1718.
20 1207. Herzog Leopold IV von Oesterreich an Bruno von Bappoltstein: kann nach
Strassburg kein Geleit geben, hat aber bei Strassburg solches für ihn erbeten. Doch
müsse er seine Beise vom 11 December auf den 16 December verschieben, da er
erst dann seine Räte mit ihm nach Strassburg schicken könne. geben zu Friburg
am samstag nach Nicolai anno 96. Yreibtirg i. lir._1396 December 9.
Colmar, Bes. A. Ann. Bapp. E. 1039. Transcription des 17 Jahrh.
Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 582.
1208. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Herzog
Leopold von Oesterreich : gnediger herre. alse uns ietze aber von uwern gnoden vor-
schriben ist und ouch mit dem edeln herren graff Herman von Sultz embotten haut.
so wie das her Brune von Bappoltstein uff disen künftigen samstag zu uns in unser ß«*r. /«.
stat komen welle und daz wir in vertrösten sollen, denne er uff den vergangenen
mentag nit gekomen möhte, do wisse uwer gnode, das wir hern Brunen von Bappolt- Dectr. //.
stein, und die er uff den tag mit yme bringet, die nit uff unserme schaden gewesen
sint denne in offen kriegenn und noch unverrihtet mit uns sint und ouch die, die
35 mit in unsern offenn verschriben ahten sint, vertröstent zu uns in unser stat by uns
und wider von uns an ire gewarsam, vüruort und werck vür uns unsere bürgere
660 1396
und die unsern ungeverliche. datum sub sigillo nostro . . . feria secunda proxima
ante diem beate Lucie virginis anno 1396. 1396 Deeemher 11.
Str. St. A. IV. or. mb. I. cl. c. sig. i. v. impr. del.
1209- Hans von Schneit genant Bützrosz an Meister und Rat von Strassburg:
versichert, dass er nie etwas gegen sie unternommen, und bittet um freies Geleit
zu mündlicher Verantwortung. datum feria tertia ante diem beate Lucie virginis
anno 1396. 1396 Deeemher 12.
Str. St. A. Abt. IV, 12. or. eh. I. dl.
1210. Graf Heinrich von Zweibrücken an Strassburg: als ir mir aber geschriben
hant von Herrenstein minre vesten wegen, wie das uwer figende do enthalten io
sint und uch gros schade darus geschehen si, do lan ich uch wissen, das ich an
allen minen gemeinen derselbe vesten erfaren han umbe dieselbe sache, die sprechent,
su wissent nieman, der da enthalten sie, der uwer figent sie, und das uch kein
schade darus oder darin geschehen sie. darumbe bitten ich uch mit gantzem ernste, das
ir mich noch hüt dis tages lassent wissen, wer die sint, die do enthalten und uwer ix
figende sint. ouch also ir mir geschriben hant, obe ir min besorget süllent sin, do
lan ich uch wissen, das ir min unbesorget süllent sin." Hofft . . . von Strassburg das-
e
selbe und bittet um Nachricht. geben an Ste Utelingen, Lucien und Ste Geeilien
tag der heiligen jungfrowen. [1396 Deeemher 13?]
Str. St. A. V. C. G. K. 30. or. eh. I. cl. Ist wohl der St. Odilientag gemeint, der auf den 20
13 Dec. fällt, während St. Caecilien der 22. Nov. ist.
1211. Graf Heinrich zu Saarwerden an Meister und Rat von Strassburg: bittet,
die von den Ihrigen gefangenen Georg von Kolboltzheim und Burkart Swan frei zu
lassen. geben an sonnendag vor sant Thomas tag anno 1396. 1396 Deeemher 17.
Str. St. A. IV. or. eh. lit. cl c. s. i. v. impr. 25
1212. Judex curie Argentinensis notum facit personas [folgen die Namen], quae
jura passagiorum Reni apud Hunesfelt, Keule et ad canes in Reno vel^alibi prope
Argentinam habuerint cum civitate Argentinensi amice et concorditer convenisse
propter strueturam novi pontis Reni in vulgari «von der Rynbrucken wegen»,
in quorum passagiorum et ipsorum jurum, censuum, proventuum loca magistri 30
possessoribus et eorum successoribus septimanales redditus duarum librarum et
decem solidorum denariorum de ungelta civitatis Arg. tradiderunt. si magistri
passagia civitati Arg. minus utilia fore presumunt, restituunt in manus predietarum
personarum, quae quidem ... «de et in hujusmodi passagiis de hominibus, pecu-
1396 661
dibus et pecoribus sivo bigis, quadrigis curribus seu carrutis aut aliis quibuscumque
rebus circa ipsa passagia transdncendis majorem utilitatem consequi non debeant
quovis modo ultra debitos modum et formam hactenus observatos et quod uni-
versi civitatis Arg. cives ac homines alii quicumque, qui ab antiquo circa dicta
s passagia fluvios seu rivos Reni gratis et absque cujuscumque solarii prestacione
sunt transducti, eciam deinceps similiter transduci debeant circa ipsa passagia pre-
stacione cujusvis solarii penitus quiescente. et si magistri et consules dicte civitatis
Arg. pro tempore existentes umquam per personas quascumque casu quocumque
contingente in hujusmodi passagiis et eorum occasione impeterentur, vexarentur, oc-
1(> cuparentur, angariarentor vel evincerentur vulgariter dicendo «entwert wurdent», quod
tune porsone predicte magistros et consules civitatis Arg indempnes
reddere debeant qualibet sine dolo et fraude. quicumque etiam census, bona et ob-
venciones ac mortuaria vulgariter dicendo «velle» quocumque nomine nuncupati, qui
hucusque ad predicta passagia spectabant vel ad huc spectant ad civitatem Arg. ac
a ml magistros et consules civitatis Arg. ejusdem deinceps totaliter spectabunt et spectare
debebunt pleno jure, quodque prescripte persone omnes omnia et singula instrumenta
et litteras, si que vel quas eedem persone vel aliqua earundem habent super passagiis,
censibus et bonis de quibus prefertur magistris et consulibus civitatis Arg. ad pre-
sens et indilate presentant et presentare teneantur... datum 10 kal. jan. anno 139G.
20
Str. St. A. Q. ü. P. lad. 223 nr. 1. or. mb. lit. pat. c- sig. pend.
1396 December 23.
1213. Rechnung über die Kosten des Zuges gegen Gemar. [1396.]
Dise nacligeschribenen summen het Hug Süsse von der reisen wegen zu Gemar
uszgeben.
Zum ersten 250 lib. und 200 guldin dem lonherren, alse man hinuf hern Brunen zoch.
i» Item den botten, die in der reisen worent, 200 guldin, trüg Swebelin der löffer.
Item 100 lib. und G lib. hern Conrat Armb roster, die schützen uszfirihtende in
der reise.
Item 4 lib. meister Lampreht umbe gezüg.
Item 12 lib. umbe brot in die reise.
30 Item 5 lib. und 32 den. umbe wahs unde spen, die liehter zu machende in die reise.
Item 6 lib. 15 sol. 8 den. umbe side, scherer (?) und mitteler zu baner, renne-
venlin und spieszvenlin zu machende in die reise.
Item 1 lib. her Conrat Armbroster, ambrost zu machende.
Item 3 lib. den puffern in die reise.
35 Item 6 lib. minus 2 d. tresemer zii machende in die reise.
Item 30 sol. Gugenheim, die wagenlüte zu lifernde, die habern in die reise furtent.
Item zu kosten gen Kolmar~und gen Sletzstat 20 guldin 4 lib. 1 sol.
Item her Bockenhans 12 untze von pferden.
Item hern Wilhelm Metziger . . .
40 Item toto 6Tsol. von'pferden.
662 1396
Item 4 üb. 5 sol. von habern ouch in die reise zu fürende.
Item dem Berer 50 lib.
Item geburen Claus 40 lib. in die reise.
Item 2 lib. 5 sol. 2 den. umbe habermel, schandeln, schusseln, karteller unde
brotkörbe in die reise. 5
Item 10 lib. und 8 sol. kuwe in die reise.
Item fünffzig pfunt dem Berer umbe koste in die reise.
Item 12 lib. knehten zu lone, die gezüg in die reise f urteilt.
Item Sö'/g sol. umbe speck in die reise.
Item 1 lib. 5 sol. 3 den. umbe spieszvenlin in die reise. io
Item 700 guldin 65 guldin Cüntze Lentzelin in die zinse zu Mentze von unser
stette wegen, die sancte Michahels tage vielent.
Item zu kosten zu drien malen gen Gemar 33 guldin 3 lib. und 6 sol.
Item her Bockenhans 20 üntze von pferden, Hans Peiger tan tum, Gutenclaus 14
üntze. toto 10 sol. IS
Item 50 lib. minus 10 sol. Dieterman Saltzmitter, den schützen zu lonende.
Item 7 lib. Wernlin (?) Schöppf'elin umbe scholboume unde davon enweg zi'i furende.
Item 1 lib. 6 sol. 4 den. Hüller von allerhande gezüge enweg zu fertigende.
Item 7 lib. 15 sol. umbe bli und zin.
Item 22 lib. und 16 sol. den. umbe kuwe. *°
Item 1 lib. 8V2 sol. umbe liehter.
Item 6 lib. umbe lumpen zu swebelringen
Item 2 lib. Joh. Groszclaus de gratia von der reise wegen.
Item 4 sol. 11 den. umbe schindelteller.
Item 24 lib. Johans Clobel ouch umbe stiere. «
Item 2 guldin Bockenhans und Hanseman Peigerlin, zu Benfeit zu zerende.
Item 100 lib. Claus geburen und Ulrich Hunrer, die reiselüte uszürihtende.
Item 3 lib. von wergsteinen und buhssensteinen für Gemar zu howende.
Item 34 guldin 2 lib. 14 den. Hessenheintzelin, sachen zu werbende in die reise.
Item 56 guldin und 33 sol. Claus geburen, die schützen uszürihtende. 30
Item 10 sol. hern Thomans knechte von Endingen von der baner zu fürende.
Item 200 guldin und 3 guldin umbe zinse gen Spir zu rihtende, die von unsere
stetde wegen sancte Mattis naht vielent zu betzalende.
Item 70Ü guldin 300 lib. und 34 lib. sint den drigen geben, die über das ungelt
gesetzet sint, daz sü domitte die wegen und kerriche, die vor Gemar worent, von 35
unsere herren wegen uszgerihtet hant.
Item 60 lib. den schifflüten zu lone, die den gezüg und ander ding gen Gemar
vertigetent.
Item 4 lib. 51/« sol. umb heringe in die reise.
Item 5 guldin her Beinbolt Hüffeli, Lecher, Claus, geburen, in der reise.
Item 30 sol. den drigen pfiffern, die in die reise worent.
Item 16 lib. 9 sol. 6 den. pfennige dem apte von Ebersheimmünster umbe habern
in die reise.
1396 HS
Item 5 Hb. einem kneble vür ein pfert, wart vor Gemar erschossen.
o
Hein 23 guldin hern Ulrich Gossen dem ammanmeister für ein pfert, ging in der
reisen abe.
Item 6*/, sol. von unser herren gezelten zu trückende.
5 Item 2 Hb. unser frowen wegen "und des spittols wegen knehten von der reise
wegen de gratia.
Hein 2 lib. 4 sol. hern Lütolt von Mulnheim, gap er Johans am Berge von der
reise wegen.
Item 1 lib. 32 den. Frenckelin umbe b . . (?) in der reise gebruchet.
io Item 21 lib. 13 sol. und 4 den. hern Claus Berer dem vogte von Benfeit, die er
von der reise wegen uszgeben het umbe habern, von engern, von gefangen und von
aller stücke wegen.
Item 5Vg hb. und 6 sol. für secke, wurdent in der reise verlorn.
Item 9 lib. minus 2 üntze Ulrich ßecke umb zwei füder wines, koment gen Ge-
* mar in die reise.
Item den pfaffenleben (?) 12 guldin umbe win, koment ouch in die reise.
Item 3 Hb. Peter Sünner umbe isin in die reise.
Item dem lonherren 20 guldin de gratia von der reisen wegen.
Item Lamprehte 30 guldin ouch de gratia von der reisen wegen.
20 Hein Sengelin 20 guldin ouch de gratia von der reisen wegen.
Item dem Tummeier 10 guldin de gratia.
Item dem schriber 2 guldin de gratia, der in der reisen was und unsere stetde
houbetlüten und botten wartete.
Item 2 lib. ammanmeister dem nuwen de gratia von der reisen wegen zu Gemar.
a5 Item 6 sol. einem karricher von der reisen wegen.
Summa florenorum 2000 guldin 300 guldin und 45 guldin.
Summa der pfenninge 1400 lib. minus 10 sol.
Str. St A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. langer zusammengelegter Papierstreifen.
1214. Abrechnung zwischen der Stadt 6'iraßbnrg und Brau» con Rappoltstein.
3(1 1396 December 26.
Ipsa die beati Stephani prolhomartiris sub anno domini millesimo trecentesimo
nonagesimo soxto het der edele herre Brune herre zu Bappoltzstein eine gantze us-
getragene vollendete rechenunge geton mit den erbern wisen meister, rot und den
hie nachgeschribenen burgern zu Strazburg in gegenwerticke(i)t des edeln herren
■ marggrafe Hessen, herren zu Hochberg, und den vesten rittern, hern Clause vom
Huse und hern Eppen von Hadestat, die in erbern botten wise zu diser rechenunge
geschicket wurdent von wegen des durchlühtigen, hochgebornen fürsten und herren,
herren Lupoide, hertzoge zu Ostcrrich.
Und sint dirre rechenbüchelin drü, der eins het her Claus vom Huse von des
'" vorgenanten herren des bertsogen wegen, das ander her Brune von Bappoltzstein
und das dirte die stat von Strazburg umbe das, das dise hie nachgeschribene reche-
VI. 84
664 1 396
nunge sol also bliben und nüt verrucket werden, und sint bi diser rechenunge ge-
wesen der vorgenante herre marggrofe Hesse ane zwene die hündersten tage, das
un4r'&.' was uff sancte Steffanstag, und sancte Johanstag in den winahten, do was margrofe
Hesse nüt'gegenwertig, her Claus vom Huse und her Eppe von Hadestat [von des
egenanten herren des hertzogen wegen, item her Brune von Rappoltzstein von sin 5
selbes wegen und mit ymme her Contze von Hunewilre, her Andres von Hunger-
stein, her Peter von Sant Theodat, rittere, Ulrich von Altencastel, her Heinrich Bfibe,
*
lütpriester zu Rappoltzwilre, her Rudiger, Ullin von Berne, Johans Flesche, Peter
von Schutter, Philips Susemberg der elter, Hanneman Scheppelin, Jeckel Pfortzheim
und Rutsche, von des vorgenanten hern Brunen wegen. 10
Item von der stette wegen von Strazburg: Dietherich Burggrafe, Johans Bock,
Heinrich Lymer, altammanmeister, Wernher Schöppfelin und Claus Billung, dem man
sprichet Gütenclaus, die in erber botten wise von meister und rates zu Strazburg
wegen darzü geschicket wurdent. actum ut supra.
Dis sint die houbegüt und schulden, die der edele herre, her Brune, herre zu 15
Bappoltzstein, der stette von Strazburg und disen hie nach geschribenen iren burgern
schuldig ist, alse sich das uf der vollendeten rechenunge funden hat, und über das,
das der stette von Strazburg und iren burgern worden ist, das allesamment vor ist
gentzlich abegeslagen.
Zum ersten der stette von Strazburg 2000 güldin houbetgütes von der zweier !0
hundert güldin geltes wegen, die die stat uff der herschafft von Rappoltzstein und
uf bürg und stat Gemer hettent; item und darzü 900 güldin und 371/, güldin schulde,
die in her Brune schuldig ist bliben an den 4000 güldin, und ist der stette abege-
slagen und verrechent, was in von her Brunen wegen worden ist, es si von den
winen oder den mertzegewerffen. «s
Item hern Heintzen seligen von Mülnheim, ritters erben 6500 güldin von der
pfantschafft der bürge und stette Gemer; item darzü 100 güldin schulde.
Item darzü 400 lib. und lib. den. schulde, und sint die 17 hb., die Bürckelin,
hern Heintzen seligen kneht von Mülnheim, für isin in dieser rechenunge geleil
wurdent, ouch har in gerechent. so
Item so ist geretd und vertegedinget, daz her Brune von Rappolstein hern Heintzen
seligen erben 100 lib. den. betzalen sol von des gebuwes wegen, den her Heintze
selige zu Gemer det, obe sich die hundert pfunt pfenninge mit rechenunge vindent
noch hern Heintzen seligen briefes sage.
Item so ist geretd von der schulden wegen der hundert und sehs pfunt, die der 35
alte voget von Gemer, item Rutsche, sin dohterman, und Hügelin Schultheisse schuldig
sint. . . do sol man nider sitzen und die schulde rechen.
Vindet sich danne mit guter rechenunge, das die vorgenanten personen hern
Heintzen seligen oder sin erben üt dovon geben oder bezalt hant, das sol in an der
vorgenanten summen abegon ; wer aber, das sünüt mit rechenunge gewisen künden,
das sü ütschit daran geben haben, was sü danne nüt enwisent, das gelt sol her Brune
ynen betzalen, und sol man das gelt von des gebuwes wegen, das sich uf rechenunge
vindet, und ouch das obgen. gelt, das die egenanten personen blibent zu dem hou-
1396 666
betgüte rechenen und mit dem houbetgiite betzalen. und sol hern Heintzen erben
an den meiger von Gemer umbe die 50 lib. schulde, so in der meiger schuldig ist,
ire reht behalten sin, und sol inen her Brune darzü beholffen sin.
Item hern Wetzel Marsilie 100 guldin houbetgütes von 8 güldin geltes wegen.
5 Item Reinbolt Buman 250 güldin houbetgütgs von 25 güldin geltes wegen ; item
und darzü 00 lib. schulden.
Item Claus Humbrehtes seligen erben 42 lib. houbetgütes von 3*/, lib. geltes
wegen.
Item Huge Zorne dem eiltern 50 guldin houbetgütes von 5 guldin geltz wegen ;
io item und aber 100 und 20 güldin houbetgütes von 12 güldin geltes wegen.
Item den thümherren der stift zu sant Peter zu Strazburg 1500 güldin höbet-
gütes von hundert und 25 güldin geltes wegen.
Item Johans Heilman 200 güldin houbetgütes von 20 güldin geltes wegen.
Item Cüntzen Rebestock dem eiltern 1200 guldin houbetgütes von 100 guldin
i5 geltes wegen ; item und darzü 250 güldin schulde.
Item frowe Katharinen Armbrosterin 400 lib. minus 4 lib. houbetgütes von 33 lib.
geltes wegen; item und darzü 30 lib. schulde.
Item frowe Minnclin Judenbreterin 100 lib. und 30 lib. houbetgütes von 10 lib.
geltes wegen.
20 Item frowe Heilcken von Endingen und iren kinden 50 marg houbetgütes, do
für sint gercchent 300 güldin, die marg für 6 güldin von 5 marck geltes wegen.
Item Philips Hügelin 36 lib. houbetgütes von drier pfunde geltes wegen.
Hein Ulrich von Stille und Wernli von Halle 300 güldin houbetgütes von 25
güldin geltz wegen.
25 Item Hanse zürn Trubel 35 lib. houbetgütes von drier pfunde geltes wegen;
item und aber 50 lib. houbetgütes von 5 lib. geltz wegen.
Item den vollefürern Hartliep Babestes selgeretes 250 lib. houbetgütes von 25
lib. geltes wegen.
Item Claus Tütschmanne dem eiltern 24 lib. houbetgütes von zweier pfunde
so geltes wegen.
Hein Hug Tütschmanne 300 lib. houbetgütes von 25 lib. geltz wegen ; item darzü
15 lib. alter schulde; item und aber 70 güldin schulde.
Item anderwerbe Hug Dütschmanne 200 lib. houbetgütes 20 lib. geltz wegen.
Item des Messerers seligen erben 300 lib. houbetgütes von 25 lib. geltes wegen.
35 Item frowe Annen von Richenstein, hern Claus Zornes von Bülach seligen
wittewen, und iren kinden 100 marck houbetgütes sin geleit und gerechent für 600
guldin von 10 mark geltes wegen.
Item Hesseman Hessen 10 1/i lib. schulden, item hern Thoman von Endingen
60 guldin schulden.
*o Item Wilhelme von Panne 200 lib. 20 lib. minus 8 sol. und 4 den. schulden.
Item Hanse Karlen 24 lib. schulden.
Item Sifrit Unrüwen 25 lib. schulden.
Item Hanneman von Colmar 82'/» guldin schulden.
666 1396
Item Johans Rückorbe S1/^ lib. schulden.
Jtem Rufelin und Walther Wassicher, gefettern, zum ersten 56 lib. schulden von
Cüntzeman Karlen wegen; item aber 27 lib. schulden, die Hartmüt dem kuffer betzalt
wurdent; item aber 50 güldin schulde; item und aber 150 güldin minus 4 güldin
schulde und 59 lib. schulden, die vertegedinget sint für hengeste, pferde und leistunge, 5
so Rufelin und Walther für hern Brunen verleistet hant.
Es folgen noch 16 Posten derartiger Privatschulden. '
Ouch ist beretd und vertegedinget, was guter der stette von Strazburg burgern
zu Rappoltzwilre verbotten sint oder von den gerihtet ist, sit das her Brune die
stette Rappoltzwilre innam, das verbieten und die gerihte sullent abe sin, und sol >o
man die bürgere von Strazburg irre guter widerweren mit den nützen, und sol dar-
nach iederman zu sime rehten ston.
Dann folgen zum /Schluß 20 Posten «versessene zinse».1
Summa summarum houbetgätes und schulde ist 15000 güldin 300 güldin und
69 güldin, und darzü 3000 lib. 500 lib. 96 lib. und 7 sol. 15
Summa der versessenen zinse 2000 güldin 200 güldin und 20 güldin, und darzü
1400 lib. 45 lib. und 1 üntze d . . ., unde sint die halben versessenen zinse abe-
geslagen.
Unde blibet her Brune herre zu Rappoltzstein der stette von Strazburg und den
vorgeschribenen burgern die obegeschribenen summen, beide houbetgüt, schulde und m
versessene zinse, schuldig über alles das, das der stette oder iren burgern worden ist.
Nachträge .•
Summa das tut in güldin die pfenninge zu güldin geslagen und 10 sol. den. vür
einen güldin gerechent 22000 güldin und 15 '/s güldin.
Do ist gerechent, dass man von 12 güldin eynen güldin geben sol, so blibet an 25
den 2000 güldin, über uff 87 güldin, und sint die 60 güldin abegeslagen, die den
schribern worden sint.
Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fasc. 4. or. eh. schmales Rechenbuch von 10 Blättern, von
denen 15 Seiten beschrieben sind. In dem 2. sonst gleichlautenden Exemplar folgen auf
die Summierung noch die obigen 2 Nachträge. 30
Gedr. Bappolst. Urkb. II nr. 583 ohne die Nachträge der 2. Vorlage
1215. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet um Geleit für seinen
Vetter Graf Johann von Leiningen. datum Baden in die beati Johannis ewan-
geliste anno 96. Baden Vii>6 December 27.
Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1722.
1216. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: als...
ir Gerien von Kolbetzheim gefangen hand, bitten wir üch mit flizz, daz ir in nit toden
1 Diese sind ebenfalls abgedruckt Rappöltst. Urkb. II nr. 583 pg. 436 Zle. 7-39.
1396 M
wollent noch ym koin smacheit an sinem übe tfind, und land sust gedenken, wie er
vim üeh komet . . . datum Baden in die beati Johannis ewangelistc anno 96.
Baden 131*6 December 27.
Str. St. A. AA. 84. or. mb.
s Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1723.
1217. Eberlin von Griffenstein an Meister und Rat von Strassburg: . . . also uwer
wisheit und uwer gnade wol gesehen het, daz ich gewesen bin ein vierteil jares und
me zu Strasburg und meister und rat nach gegangen bin alle zit ufT die pfaltze, in
daz miinster und uff den kor und allewegent gebetten han meister und rat und were
gerne überkumeu mit allen den, die do meynent, daz ich in schuldig sye ... sei
es ihm trotz dieser und vieler anderer Bemühungen nicht gelungen, sich mit seinen
Schuldnern zu begleichen, von denen sogar Barne Zwiler ihm öffentlich «uff der pfaltzen
in uwer trostungen» widersagt habe. Desshalb bitte er um Schutz und vermittelnde
Hülfe. datum in die sanctorum Innocentium anno 1396. 1396 December 28.
Str. St. A. Abt. IV. 72. or. eh. I. cl.
12 18. Liste der Strassburger Bürger, welche im Jahre 1396 an dem Kriegszuge
König Sigismunds gegen die Türken und an der Schlacht bei Nicopolis ' teilgenommen
haben :
Bechtold Zorn, ritter. Reinhard von Mülnheim-Rechberg.
Heinrich Zorn von Eckerich. Hugo von Mülnheim.
Adam Zorn von Bulach. Friedrich von Heilgenstein.
Lütold und Hans von Mülnheim5. Heinrich Susze.
Johann Ulrich von Mülnheim2. Walter von Endingen.
11306.]
Fortsetzung des Königshofen, Frankf. Handschr. nr. 23 Bl. 320.
Gedr. Hegel, Königshofen II, 857.
1219. Der Ammanmeister Ulrich Goße entscheidet einen Streit zwischen den
Zünften der Obesser und A'eser, G remper und Seiler. [1396.]
Wir Ulrich Gosze ammanmeister, Claus Berman, Heinrich Lymer, Wilhelm
» ■ so Metziger, Heinrich Kranich und Cünrat Armbroster altammanmeistere der stette
zu Stroszburg tunt kunt allen den, die disen brief ane sehent oder gehörent lesen,
das vür uns koment von ir selbes und der geselleschaft der obeser und koser wegen
Pilgerin Läwelin der rotherre, Hans Holbein der meister, Hans Ganser der meister,
Hans Reme, Heintze Klinghart, Herman Schultheisz und Franckenläwelin, item Huges
35 Fritscheman der meister, Hug Seiler von Hagenau und Claus von Wissenburg von
iren unde irre geselleschaft der seiler wegen und ouch Andres Burgöwe der meister,
' 1396 September 28, in welcher König Sigismund von Sultan Bajesid geschlageii wurde.
2 Nur diese beiden sollen nach Straßburg eurückgekotnmen sein. — Vgl. nr. 1229.
668 1396
Henselin Mi'irsel und Bock Cüntzelin von iren und irre geselleschaft der grempper wegen
und sprochent: es hettent vor ziten her Rulin Borpfenning genant Kremer selige der
ammanmeister und die andern alten ammanmeistere, die zu den ziten worent, ein
Übertrag und ein spruch geton durch friden und liebelebendes willen ir aller, also
das ein brief beseite, der dar über gemäht und mit des selben ammanmeisters und f>
alten ammanmeistere ingesigele besigelt were. nü werent der ammanmeister und die
die alten ammanmeistere seliger gedehtnisze alle dot und verfaren und betent uns, daz
wir in den brief ernuwen woltent umbe daz, das sie do by blibent, also sie har
werent kommen, derselbe brief von worte zu worte hie noch geschriben stat :
Wir Bulin Kremer der ammanmeister zu Strasburg, meister Herman in Kirch- 10
gasze der alt ammanmeister, meister Claus Snider, Heinrich Gir und her Johans
Betscholt tönt kunt allen den, die disen brief ansehent oder hörent lesen : von solicher
missehelle und gebresten, so under einander hattent die erbern lüte: die seiler,
obesser, keser und die grempper von ires antwerckes notdurfte wegen, der selben
missehelle und gebresten sü an uns komment zu beden siten u. s. w. [sie/te Bd. V u
nr. 272. ürk. v. 1353 Februar 25.]
Dar noch do botent uns die egen. obesser, keser, grempper und seilere ' und
sprachent: do stünde in dem vorgen. briefe ein artickel mit nammen alsus: es sol
ouch von den obesern, kesern und gremppern nieman der seiler antwerck nützen
noch niessen noch veil haben denheinre hande dinge, daz der seiler antwerck ange- 20
höret in denheinen weg, er habe danne vor ir zunft empfangen oder welle es selber
wircken mit der hant, dar an werent sie gespennig. die seiler meinden, die obeser,
keser und grempper soltent kein hanff köffen uff merschetzen, sit sie ir antwerck nit
nieszen soltent, sie köftent denne ir antwerck. dar wider sprachent die obeser, keser
und grempper: sie bekanten sich wol, daz sie keine seil machen oder knehte setzen ^
soltent, die seiler antwerck tribent, sie köftent denne daz antwerck, aber daz sie
kein hanff köffen soltent, daz wer under in nie gewönlich gewesen, wenne sie hettent
in iewelten (?) geköft, also ouch daz mengelich in der stat dete. das wir dar umbe
umbe den artikel und ouch umbe andere stücke, die sie uns seitent ynen eine lüte-
runge detent, umbe daz sie deste fridelicher under ein ander geleben mügent. also so
noment wir vür uns die stücke und hant in die gelütert und usz gesprochen, das
sie die hinnan fürder halten sollent, des sich die vorgen. personen von iren und irre
andern gesellen und aller irre nochkommen wegen vor uns verspiochen hant zu
haltende. zum ersten so sol der brief, den her Rülin Barpfennig genant Cremer
zu der zit ammanmeister und die andern alten ammanmeistere gemäht hant, und do 35
vor von worte zu worte geschriben stat, stete und kreftig sin und bliben unde umbe
den artickel von des hanffes wegen, do sollent obeser, keser und grempper hinnan
fürder also wol hanff köffen, also die seilere mit der gedinge, wie sie es under ein-
ander ufsetzent untz uff welhezit im tage, es sie morgens untze primen oder vürbasz,
daz nieman under in kein hanf köffen sol, das sol ein teil also wol halten also daz 40
ander,- wolte aber dar über dehein obeser, keser oder grempper seil machen oder
1 Später verbessert seilere und grempper.
1396 660
seiler antwerck mit der hant triben oder knehte setzen, die das tribent, der sol seiler
antwerck koffen, alz rorschriben stat ungeverliche. vürbasser ist zö wissende,
also die obeser, keser, grempper und sei lere ' ein gemeine gerihte hant, do hant die
vorgen. personen von aller drier geselleschaft an uns begert, das wir in günnen und
s erkennen, daz was gefeiles vor dem gerihte vellet, sin sie Kitzel oder vil, daz man
daz alles in des gemeinen antwerckes kiste und bnhse, die dem gemeinen antwerck
der drier geselleschaft zu gehöret, dun sol und in keinen weg verzeren oder abe-
komnien, also man untze har geton het, so man gerihte hette oder uff die tage, so
ie die geselleschaft bienander was, oder so man in reisen für, die do heime blibent,
10 wcnne man daz dem gemeinen antwerck der drien geselleschaft sparen und gehalten
sol, zii des gemeinen antwerckes notdurft brachen, das selbe stück also zu haltende
hahent wir gegünnet und bekennet, zu glicher wise, was gerihtet uffe den drien
stuben und geselleschaften ist, do sol ieder teil . . . . 2 ten, also daz under in her-
kommen und von alter har gehalten ist. und was gevelles oder besserungen vor
16 den gerihten vellet, wie daz genant ist, do sollent ie die geselleschaft die besserunge
nemmen und das halbe teil zii den ziten, also untz har gewonheit ist gewesen, in
die kiste und bühse des gemeinen antwerckes antwurten. und sollent dehein teil
deheine besserunge, die under in gevallent oder gevallen sollent, ieman durch geverde
raren lassen oder von in wisen umbe daz, daz der gemeinen bühsen unreht do
20 mitte beschehe.
Ouch ist zu wissende, das wir mit wissende und wille der vorgen. personen
von der drier geselleschaft wegen des überkommen sint und sie mittenander über-
tragen hant, das sie ahte gemeine kertzen sollent haben, domitte sie jores mit unsers
herren fronlichnam gont, und die gezeichent sint mit ir aller drier geselleschaft zeichen.
« und süllent ouch die machen usz der gemeinen bühsen. und sollent ouch mitten-
ander gon den kertzen noch, so man umbe got, ane geverde. doch mag ie die
geselleschaft sünderliche lichkertzen und ein lichduch haben, daz sollent ouch ie
die geselleschaft sünder bezalen. und dez zii eime Urkunde so hant wir Ulrich Gosse,
der ammanmeister und die andern vorgen. alten ammanmeistere durch bette willen
so der obgen. personen von der drier geselleschaft wegen unserre ingesigele an disen
brief gehencket. der geben wart etc.3 und sint dieser briefe drie glich: einre by
den obesern und fesern, der ander by den gremppern und der dirte by den seilern,*
die ouch by in blibent.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 11 nr. 7. eone. eh.
s* 1220. Oie Grafen Hanemann, Sigmund und Friedrich von Zweibrücken verkünden
öffentlich, dass die Strassburger Domherren Ulrich und Sigmund von Lichtenberg
1 Verbessert seilere und grempper.
* Es fehlen 4 — 6 Buchstaben.
3 Datierung fehlt.
40 4 Verbessert seiler vor grempper.
670 1397
ihnen niemals in ordentlicher Weise durch Boten oder Briefe ihre Feindschaft kund
gethan haben. geben uff S. Johans dag nach der winachtwochen anno 1397.
1397 Januar 3.
Str. St. A. Abt. TV, 72. cop. coaev.
1221. Berthold von Bosheim i der Meister und der Bat von Strassburg an Die- i
trich Kemmerer: entschuldigen sich wegen der späten Antwort . . . danne wir sint
yetze in einre anderunge unser rete, also unszer gewonheit jores ist . . . und so-
balde wir unser rete gesetzent, so wellen wir dich darnoch ein antworte2 lozzen
wissen mit unserme botten. datum feria quinta proxima post diem circumcisionis
domini. [1397 Januar 4.J i
Aschaffenburg, Baiberg Arch. or. mb. I cl.
1222. Georg von Koboltzheim, ein Edelknecht, schwört der Stadt Strassburg nach
Entlassung aus der Gefangenschaft Urfehde und stellt dafür eine Anzahl Bürgen aus
seiner Verwandschaft und Freundschaft. geben an dem nehesten fritage nach dem
heiligen sübenden tag nach winaht 1397. ' 1397 Januar 5. 15
Str. St. A. Abt. IV, 72. Papierheft, cop coaev.
1223. Hans von Molsheim an den Ammeister Heinrich Kranich über Kriegsge-
rüchte: . . . laz uch wiszen, daz ich zu Mentze bin by deine obirsten schultheiszen
und da han ich erfaren und befunden und habe auch daz folke besehen, daz grave
Philipps von Nassaüwe 500 pherde gesamet hat ume Mentze, und zuhet yn daz Wes- so
terriche geyn Sarbrücken und da samet er sich noch mee und sament auch sich die
von Bitsche und vil herren, die ich nit genennen kan, und wirt des folkes, als die
rede get, 1400 gleven zusamen, und wullent ziehen off üwern schaden ynne daz lant.
also han ich virnomen. auch wüntschen ich uch vil geluckes zu uwere herscheffte, daz
got wulle, daz ir isz bit eren unde liebe vollenbrenget. gegeben zu Mentze off 2b
sanct Erharts dage ynne deme 97 jare. Mainz 1397 Januar 8.
Str. St. A. Abt. IV. 29 fasc. E.E.
1 B. v. Bosheim war Meister von 1396 Januar 9 bis 1397 Januar 7.
* Vgl. den Brief von 11 Januar.
3 Auf diese 31/* Seiten eines Papierheftes füllende Urkunde folgt unter der Ueberschrift : Dise
nacbgesohriben stücke het Gerrie von Koboltzheim unbetwungeuliche geseit. Eine Aufzählung aller der
Unthaten, deren jener sich schuldig bekannt hat : Erpressung, Pferde- und Viehraub, Beraubung,
Brand und Mord.
1397 «71
1224. .lohans Zorn dem man sprichet Eckerich der Meister und Rat von Strass-
l*n !-*►■ an Dietricli Kemmerer: antworten wegen der Burg Herrenstein . . ., das wir
von der vestin Merrenstein schedeliche und grozzliche geschediget sint und nit wir
allein, sunder da/ land zii Elsa/z, und ist da/ gescheen so dicke und vil, das wir
noch der vestin gestanden habent und die mit gottes hilfT gewunnen und wissent
darumbe nit mit dir zu tünde haben denne gutes. datum feria quinta proxima
ante diem sancti Hylarii.1 [1307 Januar 11.]
Aschaffenburg, Baiberg, Arch. or. mb. I. cl.
1225. Hagenau an Strassburg: ersucht um Anset/ung eines neuen Tages zur
10 Beilegung der Streitigkeiten zwischen Katharina Hochstettin, der Wittwe Hensels von
Mülnheim, Bürgerin von Hagenau, und Gosse von Mülnheim, da sie den ersten wegen
Krankheit nicht habe besuchen können. datum dominica post octavam Epiphanie
anno 97. 1397 Januar 14.
Str. St. A. AA. 2017. or. eh. I. cl.
1226. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: verwenden sich für Ledig-
lassung ihres Söldners Rudolf Syferman den teschenmaeher, . . . den Läwelin von
Wintertur uwer burger mit gerihte by üch behebet hat . . . unter Berufung auf das
Bündnis, . . . so ir und wir mit einander habent. datum feria seeunda post diem
beati Hilarii episcopi anno 97. 1397 Januar Iß.
Str. St. A. AA. 2036. or. eh. I. cl.
1227. Breisach an Strassburg : verwendet sich für ihren Hintersassen und Söldner
Heinrich Nefe, welchen Bitter Gosse Engelbreht . . . verbotten und behept hab von
Btwaa wins wegen, das im vor Gemar genommen wurde, ... da ir selber wol
wissent, in weler moss semlich ding beschikt in reisen, und das ouch die unsern
von uwern wegen und in uwerm dienst da [cor Gemar] warent. . . . datum ipsa
die conversionis Pauli 97. 1397 Januar 2ß.
Str. St. A. AA. 2009. or. eh. I. cl.
1 Ah Hylarientag ist hier wohl der 13 Januar anzusetzen.
VI. 86
672 1397
1228. Ratsbeschhß über Einführung einer Vermögenssteuer. J397.
Unser herren meister und rat schSffel und amman sint überein kommen, das
alle die, wer die sint, die in unserre stette schirm zu Strazburg sitzent und under
vierhundert pfunde wert gutes hant über iren husrat, harnesch und eleider, das die
von demselben irme gute yr iegliches ye von hundert pfunden unser stette geben
sol ein pfunt pfenninge und über drü hundert pfunt untz an vierhundert pfunt
nach markezal und von hundert pfunden untz under sich an zehen pfunt ouch nach
Novbr. h. markezal. und sollend das gelt geben und bezalen hynnan bitz sant Martins tag
nehest komet. und sollent alle constofeler meyster, die die under in sitzent und alle
antwerg meyster, die die under in'sint und mit in dienent, vür sich besenden und w
die tun vor in sweren ein worheit zu sagende und noch vorgeschribener wise by
irme eyde frogen, wie vil sy gutes hant und in empfelhen das selbe, das sy denne
sagende werdent, das sy das vurderlichen in drigen tagen donoch geschribent gebent
einer personen, die yeglich constofeler meyster oder antwerg meystere den personen
under in benennent, durch das es deste heimlicher blibe, wie vil gutes yederman is
het. und vür wievil sich yedes mensche geschriben git, das gelt sol denne ein yeglich
mensche hie zwuschent und sant Martins tag den drien, die über das ungelt gesetzet
sint, mit namen : Jacobe von Diemeringen, Hanse Steffan und Claus Gumransch ant-
wurten, geben und bezalen. und wer das verbrichet, der bessert fünf pfunt Pfen-
ninge; wer aber vier hundert pfunde wert gutes het und darüber, der sol hengeste m
pferde und halbe pferde haben, als ■ der vorgenante brieff stot. und sol dis urteil
weren von sant Martins tag nehest kompt über ein jor. actum sub domino Johanne
Klobeloch magistro anno 1397.
Str. St. A. Schilter, jus. statt, (manuscr.) fei. 297/8. Abschrift aus dem 1870 verbrannten
'Heimlich Buch». 25
Vgl. Eönigsh. (Hegel, Beilagen 11 S. 959).
1229. Der Woiwode Stibor von Siebenbürgen an Straßburg wegen [Befreiung
Straßburger Bürger.1 1S&7 Februar 1.
Edlen hern rittern undTdem rat der stat ze Strasburg tu wir chunt, daz der
Heimer Swebell ewer stat chnecht pey unz yn Subenburgen gewest yst und von del
hern wegen, der ewer statt ritter vleyzz erfaren wold. nu hab wir yn geroten, daz
er nicht fürbaz czyen sold, wen er for unfryd nicht furbaz zcyen mocht, wen er der
sprach ouch nichten chan, sunder wir gewissen poten yn den landen wol bechant
und die sproch chrycheschen und bulgeryz auch walochezz auz gesant haben, wo
sie sülche erber ^'lewte funden, die wold wir gern ledek machchen mit unsern
"
1 Vielleicht handelt es sich um jene Strassburger Bürger, die im Jahre 1396 an dem Türkenzug teil-
genommen haben. Vgl. ob. nr. 1218 die Liste derselben.
1397 673
vögten, alz pest wir möchten. geben an unser lyben frawen abend purificationis
anno domini etc. 97.
Stibor wayda ze Siebenbürgen
und graf ze Presburg.
[In verso] Den edlen hern rittern und dem rat der stat ze Strosburg.
Str. St. A. G. D P. lad. der zerstreuten Sachen or. eh. lit. el. c. sig. i. vers. impr.
1230. Ludeman herre zu Liehtemberg giebt den Straszburgern auf ewige Zeiten
Zollfreiheit an seiner Zollstätte zu Krewelsboume am Rhein. geben an dem nehsten
mentage nach unserre frawen tage der liehtmesze 1397. 1397 Februar 5.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 223. nr. 5. cop. eh. coaev.
1231. .lohans Zorn dem man sprichet Eckerich der Meister und Rat von Strass-
burg an Dietrich Kemmerer : antworten 1 betreffs der Rurg Herrenstein, . . . daz wir
und die unsern und ouch das lant zu Elsazz von der vestin Herrenstein grozzliche
geschediget sint, so vaste, daz wir noch der vestin gestanden haben und die mit der
15 gottes hilffe gewunnen und wissent darumbe mit dir nit zu ti'inde haben denne gutes . . .
Ebenso sei ihm auf seine Ritte wegen seines Knechtes Riniken Genüge geschehen,
da sie ihm «zil sinre gefengnisse» gegeben haben. datum sabbato proximo ante
diem saneti Valentin!.' (1397 Februar 10.]
Aschaffenburg, Baiberg Arch. or. mb. I el. c. sig.
1232. Allerlei Notizen betreffend die Eroberung der Burg Herrenstein.* [1397.]
Item mir ist uff gestern worlich fürkommen, das min gnediger herre von Stras-
burg im zu sage geton hat ine nit zu verlossen.
Item uff gestern umb mittnaht sint die gemein doselbs zu Zabern in die reise ge-
zogen und geleit und, wenn die glocken angont, bereit zu sin.
1 Vgl. oben den bis auf den Schluß gleichlautenden Brief vom 11 Januar.
i Ein Brief genau desselben Inhalts liegt noch vor vomJZG Februar 1397 [feria post 2 diem saneti
Mathie],
3 Königsh. Hegel II, 813: do men zalte 1397 jor, do fftrent die von Strosburg ns heime-
liche an eime obende mit geritten volke für die bnrg Herren stein und koment darnoch mitter-
so naht, und also sü es bestellet hettent, do gingent sü an die mure jnit irme ge/.üge und grftbent
ein loch durch die muro und koment in die vesten, das es in der vesten nieman gewar wart, untz
das sü ire liehter entzuntent. und do vingent sü uf der vesten 10 man, die fftrtent sü gein Strosburg
gefangen, doch koment sü alle us mit grosser burgschafte und donoch bestelletent die von Strosburg
die bürg und sattent einen vougt dmf und behfltent sü. — Die Burg verblieb fortan der Stadt, die
35 für dieselbe 139S die Summe von 1390 Gulden an die Herren von Bitseh zahlte. (Vgl. Als. ill. II, 219.)
674 1397
Item es ist ouch der bescheit zu Nuwilr gegeben, wo die glocken in der herr-
schafft und ouch in dem stifft angont, doselbs zu ziehen.
Item die von Nuwilr habent ouch gar ein starke waht by der naht mit für in
der stat under der louben ouch uszwendig der stat.
Und ist die gemein rede, und so das duht mich dannaht nit ungeroten sin, ir
werdent zum ersten gen Nuwilr ziehen und das innemen, so habent ir Herrenstein
und Dossenheim an der hant, und was uch dann furter gelegen sin wil gegen
Buchswilr oder sust für zu nemen, obe dann schon ettwas gezügks kommen, so werent
ir balde in uwere gewarsame.
Ich han uff gestern geschriben, wie die gemein rede sy, das myn herre der pfaltz-
grafe im hilff zu schicken wolle, es ist zu Buhszwilr gelutet, sust han ich nit witer
wissens.
Ich han ouch von Lützelstein geschriben, do wil mich beduncken, grafe Heinrich
werde ouch gemach tun, er möhte es dann nit gebessern.
Ich han aber myn botschafft zu Buhszwilr desglich sunst an zweyen enden : 01-
fare ich ützit, [was] not ist zu wissen, wil ich tun.
Item die von Ernoltzheim, Hattmat, Imbsheim und andere dörffer ligent alle naht,
im harnsch und sint der moszen gewarsame.
Str. St. A. AA. 1406. or. eh. Zettel.
1233. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: ... als ir uns geschriben 20
und abschrift gesant hand, als unser oheim grave Heinrich von Sarwerde dem'bisolioff
von Strassburg von unser zweyung wegen geentwurt hat, han wir wol verstanden, die
wil ez üch nü gut dunckt, daz wir anderwarb zu einem gutlichen tag gegen ym komen,
so wollen wir ez gern tun durch unsers vorgenanten oheims und durch uwern willen
März n. und wollen denselben gutlichen tag gern mit ym leisten zu Obern-Bühel uf den fritag 2»
nach dem suntag Invocavit . . . wil der byschoff den tag also leisten und gen uns uf
nemen, daz land uns in zit wissen. datum Baden feria seeunda post Mathie apos-
toli anno 1397. Baden 1397 Februar 26.
Str. St. A. AA. 84. or. eh.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1738. so
1234. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: beglaubigt seinen Abge-
sandten Hans Conzmann, Vogt zu Baden. datum Baden feria tertia post Mathie
apostoli anno 1397. Baden 1397 Februar 27.
Str. St A. AA. 85. or. eh.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1729. 35
1235. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg: be-
stätigt den Empfang ihres Schreibens wegen der Herren von Bitsch und verweist sie
1397 675
auf den mündlichen Bescheid ihres Dieners Hans Nauwer, dem er seinen Willen und
Meinung mitgeteilt habe. datum Baden in die cinerum anno 1397.
Baden 1397 März 7.
Str. St. A AA. 85. or. eh. I cl.
t Reg d Markgr. v. B. nr. 1730.
1236. Meister und Bat von Schlettstadt an Strassburg: beschweren sich über
ungerechte Z oller heb ung: . . . uns ist fürkommen, wie das ir in uwere stat von den
unsern fürbaszer zol nement, denn als ir und wir by langen ziten in guter gewon-
nene und früntschaften mit einander harkomen sint. und ist unsjgeseit, das ir mit
i« namen von den unsern nement: von einem iegelichen füder wins, das sü by üch
verkouffent, zwene Schillinge pfenninge, und was das lant her uf gefüret würt von
tysen, das den unsern zu gehöret, do nement ir von eim iegelichen pfunde ysens zehen
Schillinge pfenninge, von einre tonnen heringes einen Schilling pfenninge. und was
sus anders die unsern bi üch kouffent, do von nement ir pfuntzol von iedem pfunde
vier pfenninge und von eime^nuwen massen lange vasse ouch vier pfenninge. und
sus ander zolle von manigerleye dinge, das anders wa har den unsern in uwer stat
gefürt würt und nider geleit und mit andere fürungen zu uns geschicket würt, als
uns das alles geseit ist, das doch den unsern vormals nit me besehenen ist, denn,
das es in kurtzen ziten angefangen ist. do bittend wir üch mit erneste, das ir die
20 unsern solicher nuwer zolle erlassent und su domite nit beswerent und von in tünd
nemen, als ir und wir in guter gewonheite und früntschaft lange zyt miteinander har
kommen sind, und were ouch den unsern also üt abegenomen, do bittend wir üch,
das ir den das tünd widerkeren, wann wir die uwern ungerne vürbasser trengetend,
denn als ir und wir lange zit in guter früntschaft mit einander har kommen sint.
u und land uns des uwer antwürte verschriben wider wiszen. geben am nehsten
dunrestage vor der grossen vastnaht anno . . 97. 1397 März 8.
Str. St. A. AA. 2036. or. eh. I. cl.
Briefes an den Bischof von Strassburg, worin er ihn auffordert einen Sühnetag mit
3„ Heinrich von Lahr zu leisten, und bittet die Stadt auch ihrerseits für das Zustande-
kommen dieses Tages und einer Stallung zu wirken. geben ze Ensisheim an mit-
tichen vor dem suntag Beminiscere anno domini 1397. Ensisheim 1397 März 14.
I
Str. St. A AA. 1420. or. ch.]u. cop. eh.
1231t. Meister und Bat von Schlettstadt an Strassburg: verwenden sich abermals
88 um Lediglassung ihres Bürgers . .'. Rüther Schürpfesackes, den der probest, der dechan
und die tümherren zu Sant Thoman in uwer stat, uwere burger, sine wine verholten
und gefrönet hant mit gerihte . . . datum feria seeunda proxima post diem beate
Gertrude anno 97. 1397 März 19.
Str. St. A. AA. 2036. or. eh. I. cl.
676 1397
1239. Jeratheus von Ratzenhusen und Georg von Andelah, Hauptleute der Gesell-
schaft mit den Martinsvögeln an Strassburg : können mit ihren Gesellen nicht zum
nächsten Freitag in Ebersheimmünster sein, da die gestellte Frist zu kurz ist . . .
alse unser herre von Stroszburg und ir allen geslehten geschriben hant umbe dieselbe
sache uf disen nehsten sunnendag zu Stotzheim zu sinde, do komment. geben
mittewoche vor halp vasten anno 1397. 1397 Marx 28.
Str. St. A. IV. lad. 28. or. eh. I. cl.
1240. Graf Heinrich zu Saarwerden, Herr zu Rappoltstein an Strassburg: bittet im
Einverständnis mit Heinrich von Finstingen um einen Frieden und Stallung mit
halbjährlicher Kündigungsfrist für die ... kinde von Diemeringen, danne mir leide io
ist, daz sie vertriben söllent werden in ir kintheit ; ebenso wolle er den Bischof von
Strassburg bitten. geben an dornstag vor halpvasten anno 1397. 1397 März 29.
Str. St. A. Abt IV, 72. or. eh. I cl.
1241. Meister und Rat von Strassburg verkünden, dass sie die Stadt Basel voll-
ständig gesühnt und geschlichtet haben mit Heintzemann Arnes. datum am sct. 15
Florencientag anno 1397. 1397 April 3.
Basel, St. Arch. I. H. H. st. nrk. nr. 747. or. mb. c. sig pend
1242. Herzog Leopold von Oesterreich verspricht dem Grafen Eberhard vorr Würt-
temberg, ihn von der Strassburg gegenüber übernommenen Bürgschaft ' ohne allen
Schaden ledigen zu wollen. geben zu Egisheim am zinstag nach Letare anno 1307.
Egisheim 1397 April 3.
Stuttgart. Sts. Arch. (Oesterreich) or. c. 1 sig. Regest nach dem Repertorium universale
Pars IV, pg. 353.
1243. Hagenau 2 an Strassburg: beschwert sich, dass Hagenauer Weinleute und
andere in Strassburg einen neu eingerichteten Zoll von 4 Pfennigen das Fuder zahlen 25
sollen, während . . . wir die uwern bi uns zols fri lassent . . . bittent, das ir die
unsern ouch zols fri lassen wellent. datum feria quarta ante Palmarum anno 97.
1397 April 11.
Str. St.A. AA. 2017. or. eh. I. cl.
1244. Bischof Wilhelm von Strassburg und Ottemann von Ochsenstein scliliessen
an
eine Sühne nach allerlei bisherigen Streitigkeiten unter Mitwirkung des Strassburger
1 Vgl. nr. 1193.
2 Am 21 Mai 1397 schreibt Hagenau wieder und verlangt Antwort auf diesen bisher unbeantwor-
teten Brief. datum feria 2 post Cantate 1397 Str. St. A. AA. «17. or. eh. I cl.
1397 677
mmanmeisters Heinrich Kranich und städtischer Abgeordneter. datum et actum
Argentine feria quarta proxima ante dominicam Palmarum anno domini 1397.
Stramtbury 1397 April 11.
Str. St. A. AA. 1421. cop. eh. couev.
245. (h-.-iI Heinrich von Fürstenberg1 an Strassburg: bittet um Teilnahme an
einer Tagleistung zu Ensisheim zwischen ihm und Fritzen von Zolr vor dem Herzog
von Oesterreich durch Entsendung von zwei oder drei städtischen Gesandten. datum
feria sexta ante Palmarum anno 1397. 1397 April 13.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. el.
1246. Arnold von Berenfels der Bürgermeister und der Rat der Stadt Basel an
Straszburg: antworten auf die Aussage von Fischern, dass die Baseler nicht ge-
statteten Fische «für unser statt ze fürende, die si doch obwendig kouffenf», dass es
die Fischer mit den Fischen, «die sy obwendig und in Basel» kaufen, ungehindert fahren
lasse. datum anno 97 feria quarta post festum pasce. 1397 April 9g,
Str. St. A. G. U. P. lad. 86. or. mb. cl. c. »'. v. impr.
1247. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg:2 dankt der Stadt für die
guten Dienste zur Freilassung seiner zwei von Cunz von Dürmenz gefangenen Leute
und erklärt mit dem Bischof von Strassburg eine Stallung bis zum 24 Juni halten
zu wollen, in der Weise, wie es ihre Boten Ritter Thomas von Endingen, Hans Bock
und Ulrich Gosse, der alte Ammanmeister, jüngst an ihn geworben haben. datum
Mulnberg feria quarta post festum pasche anno 1397. Mühlburg 1397 April 25.
Str. St. A. AA. 85. or. eh.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1735. (vgl. dort nr. 1737, 1740.)
1248. Die Stadt Saarburg an Strassburg: . ..lant üwer wiszheit wiszen, das Süffien,
is Clauz Küfers seligen wittewe, von Kyrperg, unszere bürgerine, vor uns ist komen und
het uns geseit, wie das Runzel, üwer bürgere einre ir zu tünde habe und gihtige
schult schuldig sij von des vorgeschriben Claweses, ires mannes seligen wegen, alz
sie uns geseit het, und habe yme die selbe schult dicke geheiszen und an in gefordert
und könne ir keine bezalunge bescheen. . . . und bitten desshalb um Unterstützung dieser
so gerechten Schuldforderung. datum dominica Quasimodogeniti anno 1397.
1397 April 29.
IStr. St. A. G. U. P. lad. 45/46. nr. 74. or. eh. lit. cl. c. sig. in v. imp. del.
1 April 23 dankt derselbe für die beabsichtigte Sendung, da der Tag nicht stattfinde.
2 Am 8 Juni schreibt derselbe an Strassburg, daß er sich mit jenem Cum von Dürmenz verglichen
habe und desshalb bitte, demselben auch ihrerseits Friede und Sicherheit tu gewähren (ibid. AA. 85.
or. eh.).
678 1397
1249. Ritter Reinhard von Windeck an Ritter Thomas von Endingen und den
Aprii S7. Altammeister Ulrich [Gosse] : . . . also ich uff disen liebsten vergangen frytag zu Stroaz-
burg in der Krutenöwe mit üch geret habe von Hansen wegen von Detlingen und
üch verkündet . . . habe, wie den her Gerspach gefangen het, . . . darüber wolle er noch
nichtTweiter an seinen Herrn den Markgrafen Bernhard berichten, . . . ich herfare denn •>
von üch, ob er ledig möge werden oder nyt, darumb so bitt ich ach, daz ir mich
unverzögenlich uwer verschriben antworte .... lant wiszen. datimi ipsa die
Philippi et Jacobi anno 97. 1397 31 ai 1.
Str. St. A. AA. 84. or. eh.
Reg. d. Markgr. v. Beul. nr. 1736. 10
1250. Hagenau an Strassburg : da . . . die unsern mit geistlichem gerihte geladen
unde bekümbert werdent an offener cantzeln . . und sogar einzeln auf offener Strasse
gefangen sind . . bytten wir mit flisze, das ir mit den geistlichen rihtern reden wellent
das sü solich laden unde bekümbern abeloszen und die unsern der zu disen ziten
über haben wellent . . . datum feria seeunda post dominicam Cantate anno do- 15
mini 1397. 1397 Mai 21.
Str. St. A. AA. 2017. or. eh. I. cl
1251. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: hat am 1 Juli vor dem
Herzog von Oesterreich einen ernstlichen Tag zu Freiburg zu leisten mit dem Grafen
von Württemberg und bittet, ihm zwei oder drei vom Rate als Beistand zu senden, a>
Baden feria seeunda post penthecosten anno 1397. Baden 1397 Juni 11.
Str. St. A. AA. 85. or. eh.
Heg. d. Markgr v. Bad nr. 1741.
1252. Bruno von Rappoltstein an Strassburg: bittet . . . zum dritten male mit
ernste, das ir die üwern underwisent und solich habent, das sü mine burger mit ss
lantgerichte umbeknmbert lassent, ... da er jederzeit bereit sei, ihnen Recht zu ver-
schaffen, geben uf zinstag nechst noch dem pfingestage anno 1397. 1397 Juni 12.
Str. St. A Abt. IV, 72. or. eh. I. el.
so
1253. Worms an Straßburg in Sachen des bei ihrer Stadt vom König ein
gerichteten, aber von den Fürsten beanstandeten Rheinzolles. 1397 Juni 14
Unsern willigen dinst mit flisze zuvor : ersamen wisen lieben frunde. wir laszen
öwere vorsichtige wisheid wiszen, daz wir von unsern herren, den korfürsten am Ryne
mit namen : von unserm herren von Colne, von Tryere, von unserm herren dem
hertzogen und von dem stiffte von Mentze heffteclichen betediget sin worden als
von des zollis wegen, den unser gnediger herre der romisch konig by uns off dem 35
1397 679
Ryne offgesatzt und gemacht hat sinen gnaden und dem heiligen römischen rieh zu
eren, zu notze und zu frommen, damit sin gnade uns auch eins deils begnadiget hat
nach lüde der briefe, die unser herre der konig darüber gegeben hat. und mit namen
ist ire meynunge, daz wir den zolle gentzlichen abedün und die briete, die unser
5 Innre der konig darüber hat dun machen, von uns geben, des wir doch nit machte
han zu tünde ane unsern herren den konig. auch ist ire meynunge, daz unser herre
der konig sich gein ine verschriben habe, daz er keinen zoll ane sie machen sulle.
darumbe wollen wir unsere fründe gern schicken mit den iren zu. unserm gnedigen
herren dem konige, waz er uns dann in den sachen heiszet dun, des wollen wir gern
i« gefolgig sin. were ine daz aber nit gefüglich, so wollen wir den brieff, den unser
herre der konig über denselben zoll hat, dun machen legen vor unsern herren den
konig und daz er zu im neme, wen er wolle oder die er billich darzü nemen sol. und
waz sich die dann miteinander darüber erkennent, des wollen wir auch gern gefolgig
sin von des zollis wegen, were ine daz auch nit gefüglich, so wolten wir unsere
is fründe gern mit den iren schicken zu unserm herren dem konige und sin gnade ernst-
lich zu bieden, daz sin gnade den zolle abedede, wand die fürsten yn nit gern da
hetten. were ine daz auch nit gefüglich, so wolten wir unsere fründe allein zu un-
serm herren dem konige schicken und yn fliszeclich und ernstlich zu biedende, daz er
den zolle abedede, wand er wieder die fürsten were und nit sin solte, als sie mey-
20 nent und wolten uns darumbe criegen. und daz unsere herren die korfürsten, daz
die.wile in guter gedült lieszen tili hon und sten, bisz daz die werbunge und bot-
schafft hienin und herüsz kerne, als wir daz auch etlichen unsrer herren der kor-
fürsten fründen und reten gesaget und vorgelacht haben, herumbe lieben besundern
fründe, so bitten wir uwere ersame vorsichtige wisheit dinstlichen mit allem flisze,
25 daz ir disz vor uns biedent und uns auch heroff verantworten wollent, daz begern
wir allczit umb üwere ersame wisheit zu verdienen, lieben fründe, üwer verschriben
antworte laszent uns mit diesem boden wieder wiszen. datum anno 97 feria quinta
inf'ra oetavam pentecostes.
Bürgermeister und
rate zu Wormsze.
Str. St. A. Abt. IV, 125. or. eh. I. dl.
1254. Markgraf Hesse zu Hochberg an Strassburg : bittet, ihm zu einer Tagleistung
vor der Äbtissin von Andelau in einer ihnen schon bekannten Angelegenheit . . .
/.wen erber botten zii sehigken uff den tag, und denen enphelent, daz ir einer under
den «wein min rode tett, ob ich sin bedorffte. geben uff unsers herren fronlichnamen
tag anno K597. 1307 Juni 31.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1255. Protokoll einer Minsberatung , 1397 Juni 27.
Dis ist das rotslagen über die munsse.
40 feria quarla posl diem festi saneti Johannis baptiste anno 97.
Zinn ersten so 'ist gerolslagel uinlie das, das der guldin desle basz besät blibe
VI. 86
680 1397
und deheine irrunge an den pfennigen werde und ie eins das ander deste bas ge-
weren müge, das man sol slahen grossen, do ein grosse also gilt ist also ein Schilling
Stroszburger pfennige. und sol man ir ie zehen grossen vür ein güldin geben und
nemen und sol ein grosse also swer sin also der ander, [do zu sol man slahen halbe
grossen, do einre also gut ist also sehs pfennige] ' darzü sol man slahen dryer, do einre 5
also gut ist also vier pfennige [wenne man das also diit und die grossen geslagen
wurdent]. darzü sollent man do zwüschent alle pfennige und heilbelinge slahen und
obe man wil sie iegenote gent [und sol man den seyer bruchen an allem vorge-
nanten gelte umbe daz, das gelt dester glicher werde] unde wenne man die grossen
also sieht, so lot man uns unser münsse bliben und fürt sie nit hinweg danne dise »>
pfennige alle tage gröszliche hinweg werdent gefürt und verbrant, das der menige
und disem gantzen lande groszen verderblichen und unwiderbringlichen schaden
bringet, wenne das also geschieht, so setzet sich der güldin selber, und wurt die
münsse köfmanschaft werunge rihtig.
[2] 2 Item die zu der münssen gesetzet werden, sollent ouch alle vierteil jores 15
alle andere münssen von silber, die allhie genge und gebe sint, versuchen in dem
füre, und das sie danne ie die münsse noch ireme werde schaffent gesetzet, und sol
man danne die münssen noch ireme werden nemmen und nit anders.
[3] Item die wehseler sollent ouch nit me danne an zehen grossen ein pfenning
zu wehsei nemmen.
[4] Item man sol erbern lüten von unser herren wegen darzu setzen, die das
silber uff daz nutzeste und wegeste unserer stette kouffent.
[5] [Item man sol ouch die grossen slahen, das ein grosse also vil silbers habe,
also zwelf pfennige. und sol man des zösatzes des kupfers deste minre darzü dün,
daz sie nit das vierdenteil kupfers sient. so werdent die grossen vin, und wer danne «b
die münsse siht, der siht, das sie gut ist, und sieht man ouch deste minre valscher
münssen uffe unser münsse.]
[6] Die münssere sollent [ouch sweren] kein gelt von der hant zu gebende, sie
habent es danne e zu rehte gekosen [und was geltes sie empfohent oder hinder sie
koment, das böse ist, das sollent sie nit von handen geben, danne sie sollent es zu so
dem stocke antwurten, daz nuwe pfennige oder grossen darusz gemäht werdent]. und
wer das verbrichet, der bessert 30 sol.
[7] 3 Man sol ouch [besorgen, das man] die güldin gewege, und sol die stat einen
darzu setzen, wen sie wil, der sie wege.
[8] [Was ouch iederman kleines besnittenes oder zerbrochenes geltes het, daz
sol er gen Stroszburg zu dem hüter antwurten, daz man nuwe grossen oder pfennige
darusz mache; und wenne ein mensche so getan klein gelt zu dem hüter gebringet,
so sol ime der hüter nuwe grossen oder pfennige darumbe geben noch sime werde,
und wer daz verbrichet, der bessert sinen obersten 20 marg silbers, also dicke er
daz düt.]
1 Die eingeklammerten Stellen sind ganz gestrichen.
2 Steht am Bande des Conceptes : Maneat.
3 Hier steht am Bande des Conceptes: Hievon sol man gedencken zft redende.
"
1397 0X1
[9] Item man sol ein guten Hinsehen güldin nit hoher geben [noch nemen] danne
muhe 10 grossen, und sol ie eins duz ander domitte weren 10 grossen vür ein güldin
oder ein güldin vür 10 grossen oder 10 sol. den., uszgenommen die wehselere mögent
wol an eime gülden ein pfennig zu vorwehsel nernen ; und wer daz verblichet, der
i bessert 10 üb.
[10] Item ein guten ducaten suben Strazburger pfennige höher denne ein guten
R Rinschen guldin und nit höher. — item ein nuwen Ungerschen güldin oder Gennower
güldin fünf pfennige höher denne ein guten Rinschen güldin. — item ein guten alten
francken zehen pfennige höher denne ein guten Rinschen güldin. — die vorgeschriben
w stücke goldes sol ye eins von dem andern geben und nemen nach vorgeschribner
wise und nit höher, uszgenommen die münssere oder wechsselere, die mögent an eim
guldin ein pfennig zu gewinne nemen und nit me, wie einer jach den güldin nimet.
[11] Es söllent ouch alle Metzer güldin, Lützelburger güldin. byslege und ander
soliche guldin gen noch irme werde oder andere stücke goldes noch marekzal, doch
u sollent die münsere oder wechsselere alles nit me denne ein pfennig an eime güldin
zu gewinne nemmen. minre mag ein ieglicher wol nemmen, wie er soliche güldin nimet
oder wie er genant ist. es ensol ouch dehein münsser oder wehsseler noch nieman
anders deheinen Metzer güldin, Lützelburger güldin, byslege oder ander soliche güldin
under andern güldin vür gute güldin hinweg geben, wenne ein ieglich mensche sol
20 ieden güldin vür sinen wert hinweg geben, alse vorgeschriben stot. und wer daz ver-
brichet, der bessert sinen obirsten zehen pfunt pfennige.
[12]' [Es ensol dehein münsser oder wehsseler noch nieman anders keine kleinen
besrotenen oder besnittinen pfennig zersmelzen oder enweg schicken, denne menge-
lich sol soliche pfennige gen Strazburg zu dem stocke antwurten, den, die zi'i Straz-
*& bürg dar zu gesetzet sint oder werdent, umbe daz das nuwe pfennige daruss gemahl
werdent ; und wer daz verbriehet, der bessert zwentzig marck sibers und den meineyt
darzii, den er gesworen hat.]
|lli| [Es sol ouch dehein münsser oder wehsseler noch nieman anders dehein ge-
münsset gelt oder silber, wie daz genannt ist, bürnen, zersmeltzen, denne man sol es
30 lossen gen noch sime werde, uzgenommen waz goldes gebrochen ist ane geverde.]'
[14] Wer ouch eine vine gezeichente marck silbers deine andern git, do sol die
ander parle die nemen vür drü pfunt pfennig, und sol ye das ander weren mit einer
inargk vines gezeichentz silbers vür drü pfunt pfennig. wer daz verbriehet, der bessert
zehen pfunt pfennige.
35 [15| :i Es sol ouch kein münsser oder wehsseler noch nieman anders deheinen
«rossen, pfennig verbunien noch zerbrechen, noch hinweg schicken, daz sie verbrant
werdent, noch erlesen die sweren von den übten, und wer daz dete, der bessert lip
und gut.
1 An die Stelle dieses gestrichenen Artikels hat wohl der unter 22 gedruckte Nachtrag tu treten.
40 * Dieser Artikel ist gestrichen, doch ist die Bandnotiz: dis stücke ist nsgesetzet wieder durchge-
strichen.
:l Am Bande steht hier: Maneat.
682 1397
[IG] Es ensol ouch kein miinsser oder wehsseler noch nieman anders an keiner
nuwen münssen, do man gülden oder pfennige sieht, weihe hande münsse das were,
oder slahen wil, wo daz were, weder teil noch gemein haben noch darzü roten oder
helffen in deheinen weg ane alle geverde. und wer daz verbreche, der bessert fünfzig
marck, alse dicke er daz dete. 5
[17] Es ensol kein munsser oder wehsseler noch nieman anders, usgenomen die
goltsmide in iren gademen, deheine esse hinanfurme haben in sime huse noch niergen
anderswo, und wer es darüber dete, der bessert 20 marck und den meinevt, wenne
grosz schade davon is gescheen. [Am Rande}. Und sullent es öch alle munssere
und wesseler und sus menglich rügen und fürbringen uff den eit, wo su es wissent io
oder in fürkommet.
[18] Waz silbers .ouch in disem bystüm gekoufft wurt, daz sol [Am Rande] de-
hein unsere burger, oder er si ingesessen oder usgesessen burger oder deheine der
under unserm stabe sitzet oder ieman von sinen wegen uz disem bistum schicken
noch schaffen geton werden, wo aber ieman, der uzwendig des bystüms silber koufte, 15
es sie zu Kölne, zu Franckfurt oder anderswo, daz silber mögent sy schicken und
füren, obe sy wellent one geverde. brehte aber ein fremde nan silbers har in dis
bistüm zu verkouffende und duhte in, wie er das silber nit wol nach sime willen
verkouffen möhte, der mag daz silber wol wider hinweg füren, obe er wil one
geverde. 2"
[19] Es sol nieman der unsern noch nieman von sinen wegen iemanne uz disem
bistüm engegen gen oder nach riten oder varen, das er ime sin silber abkouffe in
deheinen weg one gewerde, durch daz daz sylber dem stocke zu Strasburg entpfürt
werde, es ensol ouch nieman enkein silber uz disem bistüm füren, es sie gebrant
silber, verwireket silber oder geflecket geschirre, wie daz genant ist, der kein silber n
har bringet; und wer daz verbrächet, dem sol man daz silber gerwe nemen und zu
sime libe und gute rihten und rehtvertigen uff den eyt. dis söllent alle munssere,
wehsselere, goltsmide, underkeuffer und keuffelerin sweren zu haltende und zu volle-
fürende und darzü, wo si beduncket an yeman, der gebrant silber oder verwireket
silberin geschirre kouffen wil, und der es hinweg schicken welle, daz sy das nit zu M
kouffende gebent noch nieman von iren wegen, wenne si söllent es iren öbirsten
vürbringen.
[20] Es söllent ouch alle goltsmide jung und alt und alle, die do silber künnent
bürnen, sweren zu den heiligen, daz si keinen kleinen pfennig kouffen söllent noch
nieman von iren wegen, noch daz sy der pfennige deheinen verbürnen noch zu silber 35
machen sollen^ noch ouch hinweg schicken söllent in deheinen weg in selber noch
andern lüten und söllent daz sweren, darumbe, das die kleinen pfennige alle zu dem
vorgenanten stocke komment und nuwe pfennige daruz gemäht werdent, es wer denne,
daz ein erber mensche uz solichem kleinen gellt ime selber daruz wolte machen
silberin geschirre oder kleinötter ungeverlichen daz mögent. . .' jo
[Auf der Rückseite sind folgende Artikel nachgetragen.]
1 Die Fortsetzung, welche auf einem angehefteten Blatte gestanden zu haben scheint, fehlt.
1397 (m
[-1]1 Unde sullent oueh alle niünser sweren, das sü alle kleine pfennige und
alles brnchsilber, daz in zu banden kommet, daz sü dazselbe kleine pfennige und
bri'iohsilber ob si lutzel oder vil deme antwurten, den die stat darzü setzet, wenne
er es gekouffet in den nebslen drigen tagen und sol der mit yme überkommen, obe
i er mag. und mag er not mit yme überkommen uff das glicheste, so sol der, der von der
slelle wegen do zu gesetzet ist, es uffsetzen, und wenne er es uffgesetzet und um-
gemaehet, so sol er yme also vil darumb geben, alse er andern lüten gewönlich git.
|~~J2 Es sollent ouch alle münscre und wesseler sweren an den heiigen, was
güldin sü kouffent, die do Rinschen guldin sint, sü sigent gebrochen oder gantz an
i« iegelichem nüt me denne einen pfennig nement zu gewinne und also balde sü in ge-
I kouffent, so sullent sü in den zu kouffende geben, der von der stelle wegen do sitzet
unde inen danne selber zu kouffende geben, ebe er in kouffen will, und sullent in nit
lenger behalten denne zwene tage ungeverliche.
5 1256. Colinar an Strassburg: dankt, dass man ihren Bürger Franz Thurnand
dingfest gemacht, weil derselbe «nüt bi sinnen ist», und sendet Wagen und Knechte
zur Abholung desselben. datum feria quarta proxima post beatorum Petri et E'auli
apostolorum anno 97. 1397 Juli 4.
Str. St. Ä. AA. 2010. or. eh. I. cl.
a" 1257. Herman Ebner der ältere an Strassburg : macht Mitteilungen über Borzi-
bo^ s Bericht beim König von dem Frankfurter Tage ; die Mordgeschichte auf Karl-
stein; Gesandtschaftsreise des Bischof Lamprecht von Bamberg und des Markgrafen
Wilhelm von Meissen zum König ; Absicht des lelzteren am 13 Juli in Eger und dann
in Nürnberg zu sein, Würzburger Streit. geben am piintztag vor Kiliani.
■ [Nürnberg 1397 Juli !>.]
Str. St A. AA. 118 nr. 45. or. ch lit. cl.
Gedr. : Wencker Collecta aichivi 395. — D. JB. A. II nr. 727.
1258. Härtung von Wangen an Strassburg : beklagt sich über die rohe Miss-
handlung seines Knechtes durch den Strassburger Bürger Schönmansze und erzählt aus-
3o führlich den Hergang: . . . do ist der Schönmansze dar gefaren uff derselben strosz und
slüg sinen spies under und kert daz stumpfe ende für und reit mir min armen man
an und stäche in hieher und doher. do sprach der arme knecht, waz er in zige. do
sprach er: er wer yme in siner matten gesin. do spräche der arme knecht: er wer
sin unschuldig, und waz er darumbe solt tun, daz wolle er tön. daz möchte der arme
35 knecht nüt geniessen, er fürte in gen Tanne und slüge in in einen stock zu stunde
und name ynen vier pfert. lieben herren, do er in in den stock gesli'ig, do name er
1 Wohl einzusetzen statt des gestrichenen Artikels [8].
* Wohl einzusetzen statt des gestrichenen Artikels [12].
684 1397
einen grossen bengel und lieffe über in und sprach: «her gebur, bist du noch mit in
miner matten gewesen ?» do sprach der gebur : «nein.» do slüg er in und het yme sin
arme und sin lende zerslagen und do er in genüg geslüg, do nam er ein züber mit
wasser und beschütte in dozü. do er daz alles getette, do spräche er: yme slotterten
die bein in dem stock, und nam ein schit und stiesse es yme undenan ufT in den 5
stock und het in gewundet in sine bein, daz doch keiner solte tun, so er einen ge-
fangen het. . . . Ferner habe Schönmansze auf ein Schreiben von ihm gesagt : fünde
er mich selber in der matten, er stiesse ein swert durch mich . . . geben an dem
samstag nach sant Peters und Paulus tag anno 13'.)7. 1397 Juli 7.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. M
1259. Herzog Leopold von Oesterreich an Strassburg: . . . uns hat der edel unser
lieber getrewer Brün von Rapolczstein verschriben, wie er gern ein trostbrief von
ew hiett, . . . und daz nur die mit namen in demselben brief getröstet werden, der
nam in ainer klain czedel stend, die wir ew auch hieinnen verslossen senden. ... Er
bittet dies Gesuch seinetwillen zu erfüllen. geben ze Ensisheim an mitichen vor w
sand Margarethen tag anno 97. Enatähetm 1897 Juli 11.
Str. St. A. AA. 79. or. eh. lit. cl.
Gedr. Rapp. ürkb II nr. 594.
1260. Johann, herr zu Vinstingen an Strassburg: beklagt sich über Gefangen-
setzung seines Läufers und Briefträgers, . . . den myn wip mit irme wasser zu Strasz- w
bürg hatte geschicket durch sichtenes wegen, den si hait zu besehen . . und bittet
um sofortige Antwort und Freilassung. geben uff s. Margaretendag 1397.
1397 Juli 15.
Str. St. A. Abt. IV. 72. or. eh. 1. cl.
1261. Breisach an Strassburg: verwendet sich für seinen Bürger Hamman V61- «
schölin gegen den Ritter Peter von St. Diedoldt, der ersterem einen Schiffstransport
von 10 Fuder Wein nach Mainz, bezüglich Frankfurt um 2'/a bez. 3 Golden das Fuder
aufgetragen habe und jetzt wegen der Bezahlung Schwierigkeiten mache datuin
feria quarta post Margarethe virginis anno 97. 1897 Juli IS.
Str. St. A. AA. 2009. or. eh. I. cl.
1262. Schwicker von Sickingen, Vogt zu Germersheim, Eberhard von Sickingen,
Vogt zu Trifels, und Volmar von Wickersheim vereinbaren sich im Auftrage Pfalz-
graf Ruprecht des älteren und jüngeren mit Bischof Wilhelm von Strassburg und der
Stadt Strassburg wegen eines Tages zur Schlichtung des Streites des Bischofes
1397 685
und der Stadt mit den Herren von Bitsch. Der Tag wird auf s. Sixtus zu Germers-
heirn angesetzt. Strassbury i:ii»7 Juli 24.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 203.» or. eh.
Ret/. Koch u. Wille nr. G789.
1263. König Wenzel an Strassburg: teilt mit, dass er den Schultheissen und Rat
der Stadt Bern im Ueehtlande in die Reichsacht gethan, und befiehlt, mit diesen als
Aechten] keinerlei Gemeinschaft zu pflegen. geben zu Prag 1397 an sand Jacobs
abende a. reg. boh. .'55 reg. rom. 22. Frag 1397 Juli 24.
Str. St A. AA. 113 nr. 70. or. mb. c. sig. impr.
1264. Küntze Lentzelin an Johans Berlin den Meister und den Rat von Strass-
burg über den Besuch und Gang des Frankfurter Tages: Borziboy von Swinar hat
die Johanniter von Hagenau arg verklagt beim Könige, doch sagen ihre Gesandten,
dass sie sich gut verantworten könnten ; wegen der Klage der Städte Colmar, Kaisers-
berg und Schlettstadt sei es ratsam einen Bevollmächtigten zu senden ; die Ver-
sammlung ist noch nicht vollständig, täglich kommen neue Boten, doch sind bereits
anwesend: die von Frankreich, England, von der Stadt Cöln und der Herzog von
Baiern. geben zu Frankenfurt uf sante Jacobs [Johans5] dag.
Frankfurt [1397] Juli 25.
Str. St. A. AA. 110. or. eh. I. cl. ib. 115. eop. coaev.
Gedr. D. B. A. II nr. 295.
1265. Lauwel Lentzelin an Strassburg: berichtet über die Versammlung zu Frank-
furt; dieselbe ist noch nicht eröffnet, weil erst Wenige anwesend sind, ausser den
drei rheinischen Kurfürsten, denen der Strassburger Bote Contzeman indessen schon
die städtischen Briefe überreicht hat. [1397 zwischen Juli 2ß und Augusts.]
Str. St. A. AA. 115. or. eh. I. cl.
Gedr. I). B. A. II nr. 298.
1266. Johann Klobelouch der Meister und der Bat von Strassburg an Basel:
teilen mit, dass die «huffunge» deren wegen sie um Hülfsvolk gebeten haben, . . .
wendig si, unde nit versehenlich sy, das die huffunge vür sich gange . . , und danken
so bestens für die Bereitwilligkeit Hülfe zu schicken, die nun nicht mehr nötig sei . . .
doch lont dis in heimlichkeit bliben, uff des man sich deste minre daruff wider huffe
dalum feria sexta proxima post f es tum beati Jacobi apostoli. [1397 Juli 27.]
Basel Sts. A. Neb. Reg. G. III nr. 298. or. mb l cl.
1 Ebenda eine Anzalü kleinerer Briefe von Bittern und Herren, die sich auf die Bitscher
's Fehde beziehen
8 Steht irrtümlich im Text.
686 1397
1267. Graf Emicho von Leiningen an Strassburg: berichtet vom Frankfurter Tage.
Frankfurt (1397 Juli 28.]
Basel, St. A. G. III. cop. eh.
Gedr. Wencker, appar. 268.
Gedr. D. B. A. II nr. 296. *
1268. Johann, Herr zu Lichtenberg an Strassburg bemüht sich um Wiederer-
langung seines Anteils an der durch die Stadt eroberten Burg Herrenstein : . . . laszen
üch wiszen, daz ich noch nie eigentlich wiszende bin gewesen, ob ich mit eren und
bescheidenheit mynen teil zu Herrenstein haben solt miner gemeiner halb und unsers
burgfrieden. harumb, so habe ich uch noch nit ernstlich noch vil gebetten umb io
mynen teil, lieben herren. nü habe ich es uszgetragen, daz ich wol weisz, wie ich
mich halten sol mit mynen gemeinem, und bitte uch fr&ntlich und ernstlich und durch
mins dienstes willen, daz ir mir mynen teil wider gebent und laszent volgen, als
ich den von rechtes wegen haben sol. uwern willen wellent mich hie von wider
laszen wiszen. geben uff mentag nach seti Jacobs tage. [1307 Juli 30.] n
Str. St. A. V. C. G K. 30b. or. eh. I. cl.
1269. Herzog Leopold IV von Oesterreich an Bruno von Bappoltstein : ... als du
unsz . . verschriben hast von deiner brieff wegen, so dir die von Strassburg heraus
geben sollen, und daz dich darumb wol benug, als daz die bucher sagendt, der wir
eins, du eins und die von Strassburg eins habent, daz unsz auch wol gefellet und
billig dabey belibet, undt haben auch jetzundt zu stundt Clausen von Haüsz hinab
wider gehn Strassburg gesandt, dem alszo einen ausztrag zu geben geben
zu Tann an sanet Peters tag. Thann 1397 August l.
Colmar, Ben. Arch. Ann. Rapp. (E 1039) fol. 142b Transcription des 17 Jahrhunderts.
Aussägl. gedr. Rapp. Urk. II nr. 596.
1270. Johann Klobelouch der Meister und der Bat von Strassburg an Basel:
von des tages wegen zu Franckefurt, der do ist, hant uns der edelherre graff Emyche
von Lyningen der lantfogt und ouch Lawelin Lentzelin unser guter frnnt zwene
brieffe verschriben, der wir üch beder abschriften harynne sendent verslossen, uff daz,
wenne wir vernomen habent, daz ir uwer erbern botten nit hinabe geschicket hant, *>
und wir ouch kein erbern botten aldo habent, daz ir denne wissent, das wir wissen! . . .
datum feria quinta post dominicam sti Petri. [1307 August •>./
Baseler St. A. Neb. Reg. G. III nr. 242. or. mb. 1. cl.
Gedr. B. B. A. II nr. 297.
1271. Saarburg an Strassburg wegen einer Schuld von 150 Gulden: . . . do lant wir
üwer wiszheit wiszen, daz wir die selbe golden noch nit uf bntht hant unmuszen
1397 m
halb, die wir gehabet hant, alz ir selbes wol mfihgent wiszen. do bitten wir üver
wiszheit durch ymer unser.s dienstes willen,rdaz ir uns zil daran geben wellet . . .,
wand wir kurzliche schaffen wellent, daz ir gütliche bezalt werdent . . . datum
sabbato post festum inventionis hoali Stephani prothomartiris 1397. 1397 Auyust 4.
IStr. St. Ä G. ü. P. lad. 45/46. or. eh. I. cl.
1272. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: schickt einen an ihn ge-
richteten Brief seines Oheims von Bitsch [welcher fehlt] und bittet um Bücksendung
desselben. datum Pfortzheim feria seeunda ante festum assumptionis beate Marie
virginis anno 1397. l'/orzlieim 1397 August 13.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. el
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1744.
1273. Saarburg an Strassburg: bittet um Unterstützung und Rechtshülfe gegen
den Schultheissen von Zabern Gerhart Dünne und . . . andere des erwürdigen unsers
gnedigen herrn dienere von Strazbürg, die unsern bürgern ettewie dicke daz ir ge-
is Dornen habent in den dörfern umbe unser stat, darumbe wir in alle ziit besant habent,
und kan den unsern keine kerünge von yme widerfaren. datum feria seeunda
post festum saneti Laurentii anno 1397. 1397 August 13.
Str. St. A. G. D. P. lad 45/46 pr. 74. or. eh. I. cl c. sig. in. v. impr.
1274. Borsiboy von Swinar, Landvogt im Elsass an Strassburg: beglaubigt seinen
M I loten Bitter Heinrich Kemmerer zu mündlicher Unterhandlung . . . geleicherweise, als ob
ich selber muntlich mit euch redt und gegenwertig were. geben zu Pulsen an
unser üben frowen tag snmptionis anno 131)7. Pilsen 1397 August 1.1.
Str. St. A. AA. 113 nr. 55. or. eh. I. pat. e. s. impr.
1275. Ilagenau an Strassburg: meldet von feindlichen Rüstungen . . . wie aber
gl houffunge in Westrich sie gewesen, und daz man sicherlich uff morne aber in daz
lant welle lassen louffen, und ouch das vaste werben umb dienst sie do niden im
lande besunder umb unsers herren des lantvoglz gebiete . . . datum crastino assump-
tionis dei genitricis virginis Marie anno 97. 1397 August ltl.
Str. St. A. AA. 2017. or. eh. I. cl.
so 1276. Ordnung für die Verteidigung der A'rulenau gegen das Volk der Herren
von Bitsch. 1397 August 20.
Es ist zu wissende, das in dem jore, do man zalte von gottes gebürte 1397 an
dein nehslen mendage vor sanele liiulliolomeiilage des heilgcn zwelff hotten, do was Aug«tt*t.
VI. 87
688 1397
ein mehtig volck von der von Bytsch wegen in dis lant Eilsas gezogen uf das bys-
tüm und die stat von Strazburg. do wart under andern dingen die hüte in Krutenowe
bestellet und geordinieret in dise wise : •
[1] Zum ersten wurdent vier letzen in Krutenowe gemäht, die man behüten
solte und zu ye der letzen zwene houbtmanne :
Der ersten letzen soltent höbetlüte sin : her Burekart von Mülnheim und Hanse-
man Peyger. zu den soltent schicken, alse man des heiigen geistes glocke lute, die
brotbecker 15 man wol gewoffent; die goltsmide und schilter 20; die würte 20; die
schiflüte 40.
Item der andern letzen süllent höbetlüte sin: her Thoman von Endingen unde io
Rülman Voltze. zu dem sullent uf dieselbe zit dischtüchsüter senden 25 man wol
gewoffent ; die wagener 10; die smide 15 und die gremper 25; die saltzmütter 6 und
die küffer 25.
Item der dirten letzen sullent höbetlüte sin : her Reinbolt Wetzel und her Wil-
helm Metziger, zu den sullent schicken uf dieselbe zit: die winsticher 10 man wol ii
gewoffent; die zimberlüte 8; die scherer und bader 8; die kornlüte 15; die kremer
20; die weber 6; die metziger 15; die murer 8.
Item der vierten letzen süllent höbetlüte sin : her Johans Berlin und her Ulrich
Gosse, zu den sullent senden uff dieselbe zit : die snider 30 man ; die gartener 50 ;
die tücher 12; die kürsener 10; die oleylüte, tuchscherer und müller 8; die vischer so
15 ; die wynrüffer und wynmesser 20.
[2] Was ouch die vorgeschribene antwereke überiges volckes hant, süllent sü ge-
woffent uf dieselbe zit für das Münster schicken.
[3] Item dozü sollent ouch alle constafeln alle die iren, die do gut werent sich
zu werende, schicken uff dieselbe zit geweffent in Krutenouwe, uszgenommen die uff 25
pferde und zu glefen geleit sint und uszgenommen die bescheiden unde geschriben
sint zu den toren.
Str. St. A. G. U. P. lad. 20 nr. 30. Papierzettel eingeheftet in das Aufrüstungsbüchlein
von 1392 [vgl. nr. 706.] Ebenda lad. 20 fasc. 6. Aufzeichnung : Wie die porter, die
turne und die letzen bestalt und versorget sint anno 1388 und 1389. 3n
Ebenda : Batsbeschluss, dass nach Pfingsten eine Untersuchung stattfinden solle über die
vorhandenen Pferde, zu deren Stallung Bürger und Bürgerinnen verpflichtet sind.
Ebenda 1386 : Aufzeichnung über Tlwr- und Thurmbesatzung : Diewile man vor Geraar
lag anno 1386.
1277. Johans Klobelouch der Meister und der Bat von Strassburg in Sachen der
Bitscher Fehde an Basel: haben gehört, däss die Herren von Bitsch sie bei Basel
verklagt haben, und weisen alle Anschuldigungen zurück ; der wahre Thatbestand
sei der, dass die Herzöge Buprecht und Clemens von Bayern ihre Bäte geschickt
und sie zu einem Sühntage mit den von Bitsch zu Germersheim eingeladen hätten.
Diesen haben sie geleistet, aber die unberechtigte Forderungd erer von Bitsch, die Feste 40
Herrenstein wieder herauszugeben, entschieden zurückgewiesen, worauf die von
1397 089
Bitseli jede weitere Verhandlung abgelehnt haben. datum feria seeunda ante fes-
iiim beati Bartholomei apostoli hora meridiei. [1397 August 20.]
Basel. Sts. A. Neb. Reg. G. III nr. 292. or. mb. I. cl.
12711. Johann Klobelouch der Meister und der Rat von Strassburg mit der Bitte
um Kriegehülfe an Basel : . . . noch demme also ir in unserm briefe wol verstanden
habent, in welher mossen die herren von Bitsche uns und den unsern unreht tönt
unde geton habent, do vernement wir, das sie sich huffetent und uns meindent zu
aberziehende, unde wände wir üch dicke, so sü sich huffetent, anrufftent zfl helffende
und danne die hulTungen alles wendig wurdent, do gedahtent wir, do würde villihte
aber nit usz, unde sparetent uwer früntschafft üch ane zu rüfTende. nu ist ir huf-
funge ie in das lant gezogen, unde wile wir vernommen und verstanden habent, das
ir das volck, so ir nu durch unsern willen gewunnent, noch fürderliche, so ir iemer
snelleste mügent, zu uns sendent, alse wir uwere guten früntschaft das ane zwifel ge-
truwent, das wellent wir ewecliche umbe üch zu wider dienende haben. datum feria
seeunda proxima ante festum beati Bartholomei apostoli hora meridiei. [1397 August 20.]
Basel. Sts. A. Neb. Reg. G. III nr. 283. or. mb. I. cl.
1279- Markgraf Bernhard an Meister und Rat von Strassburg: hat ihren Brief «von
der von lutsch und des zogs wegen» erst sehr spät hier in Heidelberg erhalten und
kann desshalb seinen Boten an sie erst nach Abschluss seiner augenblicklich mit
80 denen von Speier stattfindenden Verhandlungen abfertigen. datum Heidelberg feria
quarta ante Bartholomei apostoli anno 1397. Heidelberg 1397 August 22.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1745. (vgl. nr. 1747)
1280. Breisach in Sachen der Bitscher Fehde an Strassburg: ... es löffent etwas
« rede by uns, wie das ein gross volk in das lant kommen und gezogen sy uff üch,
das uns in ganlzen trüwen leit ist, . . . bittet deswegen um Auskunft. datum feria
quarta ante Bartholomei apostoli anno 97. 1397 August 22.
Str. St. A. AA. 2009. or. eh. I. cl.
1281. Markgraf Bernhard von Baden in Sachen der Bitscher Fehde an Strass-
burg : hat zu seinem Bedauern vernommen, dass die von Bitsch «mit einer huffung
uf üch ziehen» und damit «ein offen krieg und fyntschaft» eingetreten ist. Nun sind
die von Bilsch zwar . . . unsere gebornen magen, darumb ir selber wol versten mügent,
daz uns in solicher offner fyntschaft nit füglich were, uch die unsern zu schickend
. . . mohtend ir uns aber der sach nit überheben, dez wir uch doch nit getruwen,
so mügend ir darezu schicken nach unser eynung sag, so wollen wir allzu unser
690 1397
eynung gnüg tun und das durch nyemans willen laszen. datum Mulnberg in vigilia
Bartholomei apostoli anno 1397. Mühlburg 1397 August 23.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. oi.
Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1746.
1282. Saarburg an Strassburg (in Sachen der Bitscher Fehde?): ... alz üwer wisz- t
heit ignotte von den herren schaden gelitten und genommen het, do lant wir üwer
wizheit wiszen, daz uns das in gantzen truwen leyt ist. und was üch zu missefalle
beschiet, daz ist uns in truwen leyt. üwer wiszheit gebytte uns alle ziit. datum
feria seeunda post festum beati Bartholomei anno 97. 1397 August 27.
Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46. nr. 74. or. eh. I. cl. c. sig in. v. impr. mut. |U
1283. Gräfin Hertzeloide von Saarwerden, Rappoltstein und Hohenack an Strass-
burg: bittet, in dem Kriege zwischen der Stadt und den Herren von Bitseh ihre
eigenen und die Besitzungen des Erzbischofes von Cöln im Falle eines Durchzuges
möglichst zu verschonen. geben uff sant Adolffs abende anno 1397.
1397 August 28.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1284. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: beglaubigt seinen Amtmann
zu Baden, Hans Conzman von Staffurt. datum Baden feria quinta post decolla-
tionis seti Johannis baptiste anno 97. Baden 1397 August 30.
Str. St. A. AA 85. or. eh. I. d.l 20
Beg. d. Mrkgr. v. Bad nr. 1749. (vgl. 1751).
1285. Die Stadt Strassburg verzichtet auf alle von Bruno von Rappoltstein her-
rührenden Schuldbriefe, deren Bezahlung Herzog Leopold von Oesterreich über-
nommen hat. [1397 August.]
Begest nach : Bappoltst. Urkb. II nr. 602 aus dem Innsbrucker Staats-Archiv. «
1286. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: ant-
wortet auf ihr Schreiben und verspricht, nach Kräften zu hindern, dass Feinde der
Stadt aus Anlass der Fehde mit den Herrn von Bitsch . . . uwer vihe, daz umb die
Kintzich get, angriffen . . . und die name durch unser lant getriben wurd. datum
Baden dominica post Egidii anno 97. Baden 1397 September 2.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1752.
1 Ebenda: Derselbe beglaubigt den Bitter Burkard Hummd von Staufenberg. Baden 1397 September 2.
1397 691
1287. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet dafür zu sorgen, dass
der bischöll. Vogt Gcrspach seinen Diener Wilhelm von Bartenstein ' aus der Gefangen-
schaft entlasse und seine etwaigen Ansprüche anstehen lasse bis auf den Austrag
laut der Stallung zwischen ihm, dem Markgrafen, und dem Bischof Wilhelm. datiim
I Jaden feria quinta ante nativitatis anno 97. Baden 1397 September 6.
Str. St. A. AA 85 or. eh. I. cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1753. (vgl. 1755.)
1288. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : ... alz es in gütlicher
stallunge zwuschent dem bischoff von Strassburg und uns sten söl biez uff sant
io Martinstag nebst kommt, als ir daz vor ziten beredt hant und sunderlich in der stallunge Noebr. u
beredt wart, ein tag miteinander zu leisten, wenn wir üch den vorhin wiszen lieszen.
also bescheiden wir uch einen tag mit dem selben bischoff zu leisten zu Buhel und
Windeck von mitwoch nehst kommt über aht tage . . . daz wollent furbasz dem vor- Siptbr.H.
genanten bischoff verkünden, daz er also uf den tag komme oder aber sin frunde
darzü schicke, daz selb wollen wir ouch tun. wil aber der bischoff selber darzü, so
wollen wir ouch darkomen und bitden uch mit ernst, daz ir uwer frunde ouch denn
darzü schicken wollent, und daz man gedencke und besehe, wie unser spenne . . . gutlich
oder rehtlich übertragen werden . . . datum ipsa die nativitatis virginis gloriose
anno 97. 1397 September 8.
Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1754.
1289. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Bat von Strassburg: teilt
mit, dass ihm die Diener des Markgrafen Bernhard nach Ablauf des von der Stadt
/.wischen ihnen beredeten Friedens widersagt haben, und bittet um Auskunft, ob der
p Friede mit denselben verlängert sei oder nicht . . . wissent, daz wir denselben, die
unser viende worden sint, nützit gelten söllent, und rüret von dez von Lt'itzelsteins
wegen bar. datum sundags nach frowentag nativitatis. [1397 September 9.]
Str. St. A. AA. 1482. or. eh. I. cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1756.
K
1290. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Bat von Strassburg : sein
Hofmeister Johann von Kagenecke habe ihm berichtet, dass die Stadt Gesandte au
den Markgrafen von Baden geschickt habe wegen der badischen Amtleute und
Diener, die ihn angreifen und schädigen. Die von dem Markgrafen ihm zugeschickte
1 Desselben wegeit schreibt der Markgraf am S September : er finde die Antwort des Biscliofs von
35 Straßburg, dass die Gefangenhaltung des Bartenstein ihrer Stallimg nicht widerspreche, ganz unbilllig
und bitte beim Bischof auf die Freilassung m dringen. Baden ipsa die nativ. virg. — Ebenda A. A.
85. or. eh.
692 1397
Antwort wegen einer Tagleistung liege bei. datum Dachenstein montagos nach
nativitatis. Dachstein [1307 September 10.]
Str. St. A. AA. 1482. or. eh. I. cl
Reg. d. Mrhgr. v. Bad. nr. 1757. vgl. dort die Nötig über die Datierung.
1291. Markgraf Bernhard von Baden an Strasshurg : sendet und beglaubigt seinen ■
getreuen Abrecht Bodern «unsers wibes hofmeister.» datum Baden sabbato post
exaltationis scte crucis anno 97. Baden 1307 September IS,
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d Mrkgr. v. Bad. nr. 1758.
1292. König Wenzel an Strassburg: teilt mit, dass er einen Beichstag nach io
Nürnberg ausgeschrieben, und begehrt, dass man unverzüglich Bevollmächtigte dorthin
sende. geben zu Nuremberg des dinstages vor sand Mathias ' tage reg. boh. 35
rom. 22. Nürnberg 1307 September 18.
Str. St. A. AA. 108. nr. 53. or. eh. lit. cl. — ibid. cop. eh. coaev.
Gedr. D. R. A. II, nr. 299. 15
1293. Pfalzgraf Buprecht der ältere an Strassburg : schickt und beglaubigt
seine Amtleute, welche wegen der Grafen Hannemann gen. Wecker, und Sigmund
von Zweibrücken, Dietrich Kemmerer und Conrad Lantschaden mit der Stadt ver-
handeln sollen. datum Heidelberg ipsa die Mathie anno 1397.
Heidelberg 1307 September 21. 20
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1294. Bitter Burckard von Lichtenstein an Strassburg: bietet sich an als
Söldnerführer mit zwölf Spiessen. geben uff sant Mauricien tag anno 1397.
1307 September 22.
Str. Si. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. 25
1295. Hagenau an Strassburg : beschwert sich über ungerechte Zollerhebung von
ihrem Bürger Gerin Lawlin, . . . der einen karrich mit brote gen Bergheim ufhin
schickete, und wanne derselbe karrich mit brote ein naht bi scte Aurelien usser uwer
stat stünt, nüt in uwer stat kam und nuwitt do vor uft ging, so vordert uwer torwart
am wissen turn zwene Schillinge pfennige zö zolle von dem selben karriche 30
datum feria quarta post Mathie apostoli anno 97. 1397 September 2 tu
Sir. St. A. AA. 2017. or. eh. I. cl.
Vgl. D R. A II, 299 über d<z Datierung, doch mvl es der 18, nicht wie dort der 17 sein.
1397 an
1296. Graf Bernhard von Tierstein an seinen Freund den Bürger Bock ' von
Strassbarg: bittet ihn, zu erkunden, ob die Stadl Sliassburg jetzt die 00 oder 80
spiesse Truppen gebrauchen könne, über deren Beschaffung durch einen ihm bekannten
Herrn . . . ich und du nu ze Brugg an der Ar mit enander redten t. geben an mii-
& wochen vor Michabelis i:5!)7. Z4CT Atpfemdw M.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. el
1297. Johann von Mülnheim-Rechberg an seinen Vetter Lütold von Mülnheim :
hat gehört; das* die Slädl Gesandte oach Nürnberg schicken wolle, erbietet rieh deshalb
gegen blossen Ersatz der Zehrungskosten zu reiten und bittet um Nachricht . . . gen
10 Hagenouwe. und gip den brief eime kerricher von Hagenouwe, die vindest du
alle tege vor dem münster. geben an sant Michels tag 1397.
i:tU7 September 2U.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
12915. Hans Cuntzman von Staffurt,2 Vogt zu Baden, an Strassburg: bittet zwei
reisige Knechte, welche sich von der Stadt als Söldner haben anwerben lassen, zu
i' entlassen, weil sie Kigenleute seine? Herrn, des Markgrafen Bernhard sind und ge-
schworen Indien, Niemandem ohne seine Einwilligung zu dienen. datum Baden die
dominica proxima posl MichaheUs archangeh anno 97. Baden i.tu7 September 80.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. el.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1760.
ai 1299- Instruction für die Strassburger Gesandten an den König zu Nürnberg:
Thomas von Endingen und Conrad Armbruster.
[1] Sie sollen sieh melden als auf besonderen Wunsch des Königs gekommen.
[2] Sie sollen die Klagen wegen der von Bitsch und der Feste Herrenstein als
unberechtigt zurückweisen.
''■ [3] Auf die Klugen C.olmurs3 wegen allerlei Schädigung, während der Belagerung
Ivon Gemar, sollen sie antworten, dass die Strassburger nicht allein im Lager ge-
wesen; von der Wegnahme einer Glocke aber wisse man nichts.
[4] Ebenso seien die Schlettstädter Enlsehädigungsansprüche zurückzuweisen, weil
Strassburg in dem Kriege nur «Helfer» gewesen sei, und Schlettstadt die Abhaltung
3» eines Tages verweigert habe.
[5] Sollen sie sagen : . . . wie wir sie nit anders in unser stat zollent also uns
selber etc.
I datum feria quinta post diem seti Michaelis anno 13D7. **•* Ortober 4.
Str. St. A- AA. 115. eone. eh. vel. cop.
Gedr. D. B. A. II, nr. 301.
1 Claus oder Ulrich Bock der Junge, Batsmitglieder 1396 btz. 97.
2 Am 14 October dankt derselbe für die Zusage, die beiden meineidigen Knechte nicht hatten tu
wollen, denen sonst, wie er fürchten müsse, der Markgraf oder seine Amtleute «ein iinzübte» anthun
würden, ibid. or. eh. I. cl. — Beg. d. Mrkgr. nr. 1761.
■lo 3 Vgl. unten nr. 1307 Strassburgs Brief an Colmar vom 31 October.
694 1397
1300. Hagenau an Strassburg: ' bittet dringlich, seine Bürger von dem neueinge-
richteten Zolle freizulassen . . . mit namen von iedem zentner wollen, den sü kouffent,
zwene pfennige; von iedem fader wins vier pfennige und bi dem wissen turn von
iedem wagen, der ussewendig uwer stette vor gat, vier pfennige und von iedem
karriche zwene pfennige, alse unsere bürgere uns das gesaget hant. . . . datum 5
feria quinta post Michahelis anno 97. 1397 October 4.
Str. St. A. AA. 2017. or. eh. I. cl.
1301. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: . . . bescheident üch von
des egenanten unsers burgers [Wilhelm Botzheim von der anspräche an üch] wegen
octobv. /«.einen früntlichen tag, gein Erstein uff sante Gallen tag. geben uf mentag nach io
sante Reinigen tage anno 97. 1397 October 8.
Str. St. A. AA. 2036. or. eh. I. cl.
1302. Hagenau an Strassburg: bitten um Abstellung ungerechter Zollerhebung
von ihren Bürgern, denn früher . . . do sü husgelt in üwerm koufhuse gebeut, do nemo
man es von inen nüwet von solichen stücken, die sü in üwerm koufhuse kouftent, u
darumb es ouch zitlich husgelt hiesz. sitmals ir aber zol von inen nement in dem
zolkelre, so müssent[sü von allen stücken zol geben, sü kouffent sü in dem koufhuse
oder ussewendig des koufhuses in uwere stat. . . . datum sabbato ante Galli
anno ... 97. 1397 october 13.
Str. St. A. AA. 2017 or. eh. I. cl. 20
1303. Thomas von Endingen und Konrad Armbruster, Strassburger Gesandte auf
dem Reichstage zu Nürnberg, berichten an ihre Stadt: über den Landfrieden,- Bitsch,
Eroberung von 3 Raubschlössern, die Anwesenden etc. geben an samstag for sante
Gallen dag. [iß97 October 13.]
Aus Str. St. A. an der Saul or. eh. I. cl. 25
Gedr. D. B. A. II, 495 nr. 309.
1304. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: ... als unser diencr Merklin
Glatz fyntschaft mit uch hat und nit sicher vor üch ist, da wissend, daz wir mit im
gerett haben, die wile wir mit uch vereynt sind, daz uns nit lieb were, daz er zu
uch griff, und wil gern ein satze mit üch haben . . . entweder auf die Dauer des Bünd-
nisses zwischen ihm und der Stadt oder auf Kündigung. Erwartet Antwort . . by disem
botten. datum Mülnberg feria tertia ante Symonis et Jude apostolorum anno 97.
Miihlburfß 1397 October 23.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I cl.
Eeg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1765.
Vgl. nr. 1295.
1397 DBB
1305. Markgraf Bernhard an Strassburg: antwortet, daäfl die beiden von der Stadt
in Dienst genommenen Knechte Flcinlzmann Kunscher und Peter Schlosser . . . meyn-
eidig an uns geworden sind und nit gehalten, daz sie uns an den heiligen gesworn
hand . . . und daher wohl dort ihre Zeit ausdienen, aber sich in Acht nehmen mögen,
5 weder ihm noch den Seinigen in die Hände zu fallen, da sie verdient hätten . . . daz
wir sie gern straffen wollten. datum Baden feria quinta ante Symonis et Jude
apostolorum anno 1397. Baden 1397 October 2S.
Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl.
Reg. d. MrJcgr. v. Bad. nr. 1766.
io 1306. Meister und Bat von Colmar an Strassburg : wissen dass . . . herr Johans
von Oberkirch ritter vorziten bi uch in gefengnisse gelegen ist von des gemeinen
friden wegen, so fürsten, herren und stette do ze ziten mitainander hatten, und aber
6
derselbe von Oberkirch mit Sicherheit und urfehte von der gefengnisse geloszen wart
noch wisunge eins besigelten briefs, so er und die sinen über sich gebent und der
u von des gemeinen friden wegen hinder iuch als ze gemeinen handen geleit wart . . .
und erbitten von diesem Urfehdebrief ... ein abgeschrift und vidimus gebent under
uwer stat anhangendem insigel, wand wir des notdurftig sint . . . datum feria
secunda ante festum omnium sanctorum anno 97. l 1397 October 29.
Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. or. eh. I. cl.
1307. Strassburg an Colmar: entgegnet auf die Klagen über die Schädigungen
durch das Strassburger Belagerungsvolk : Heu, Stroh und Holz müsse man im
Kriege nehmen, wo es zu finden, das würden die Golmarer in ähnlicher Lage auch
thuti. Vom Raub der Kirchenglocken ' wisse man nichts, werde aber nachforschen und
für Wiedererstattung sorgen, sowie auch sonst den Ihrigen möglichste Schonung
fremden Eigentums anempfehlen. datum vigilia festi omnium sanctorum anno 97.
1397 October 31.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fasc. 4. conc. eh.
1308. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sondel und beglaubigt seinen
Getreuen Gergen von Bach, seinen Hofmeister, und Hans Gontzman, seinen Vogt
so zu Baden. datum Baden festo omnium sanctorum anno 1397.
Baden 1397 November 1.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1768.
> Vgl. unten nr. 1314.
2 Vgl. oben nr. 1299. die Instruction da- Strassburger Gesandten vom 4 October.
VI. 88
696 1397
1309. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg : verlangen Lediglassung
ihres Söldners, des Schiffmannes Claus Appeter, dem . . . daz sine by nch gefrönet und
verbotten sie wider unsere stette friheit. geben uf aller selentag anno 97.
1397 November 2.
Str. St. A. AA. 2036. or. eh. I. cl.
1310. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: hat
den Herrn von Winsberg zum Vermittler zwischen sich und dem Bischof von Strass-
Novbr. 23. bürg bestellt, der versprochen hat Freitag vor Katharinen zur Tagleistung in Bühl
unterhalb Windeck zu sein, und bittet sie, den Bischof ebenfalls um Vollmacht an den
von Winsberg zu ersuchen. datum Pfortzheim feria quinta ante Martini anno 97. i»
Pforzheim 1897 November 8.
Str. St. A. AA. 85.« or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1771.
1311. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: dankt für den Brief und die
Botschaft der von Speier wegen und sagt seinen Beistand zu, . . . dann wir meynen mit ^
den von Spire von der Sachen furbazz niht lassen teidingen, sie geben und keren
uns dann vor unsern behalten schaden, und meynen, daz uch daz ouch billig düncken
solle. datum Pfortzheim feria sexta ante Martini episcopi anno 1397.
Pforzheim 1397 November 9.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl. 20
Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1772.
1312. Heinrich von Blankenberg (Blamont) an Meister und Rat von Strassburg, so-
wie an Ritter und Knechte der Stube zum Mülstein und zum Hohensteg und allen andern
Stuben: beklagt sich über Treubruch und Verletzung des eidlich geschworenen Burg-
friedens zu Falkenberg durch Johann von Finstingen, der «ein erlös, trüwelos mein- '">
eidiger böswiht» sei und auch keiner Vorladung vor den Bischof von Metz, den
Herzog von Lothringen oder die Aebtissin von Reymelsberg nachkomme . . . darumb
wil ich üwer früntschaft ernstlichen bitten, das ir dem vorgenanten herrn Johannes
dafür wellent haben und halten, als do vorgeschriben stat. . . . geben . . . uf sant
Martins tage des jares 1397. 1397 November 11. 30
Str. St. A. Abt. IV, 29 fasc. EE. transl. vel. cop. eh. coaev.
1313. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Rat von Strassburg : hat
ihr Schreiben und den Briefwechsel des Markgrafen2 mit dem von Winsberg erhalten.
Auch er hat diesen gebeten, ihm und dem Markgrafen einen Tag zu bescheiden, wor-
1 Ebenda das Originalschreiben des Engelhard von Winsberg an Bernhard v. B. in derselben An- 35
gegenheit. 1397 Nov. 5.
a Vgl. Bernhards Brief vom 8 November.
1397 097
auf jedoch nocli keine Antwort erfolgt ist. datum Dachenstein mentags nach sanct
Martinsdage. Dachstein 1397 November 12.
Str. St. A. AA. 1483. or. eh. I. cl.
Eeg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1774.
5 1314. Colmar an Strassburg: bittet mit wendendem Boten um Abschrift ... des
briefes, so hinder uch als ze gemeinen handen lit, den die von Oberkirch und die
iren vor ziten über sich geben band gegen fürsten, herren und stetten, als sich die
in vergangenen ziten ze einander verbunden band . . . und nötigenfalls auch um
leihweise Ueberlassung des Originals. datum feria quarta post beati Martini episcopi
io anno 97. 1397 November 14.
Str. St. A. AA. 2010. or. eh. I. cl.
1315. Protokoll einer Münzverhandlung über Aufrechterhaltimg des Curses der
Straßburger Münzen nach Maßgabe des Münzvertrages mit dem Bistum und dem
Reiche und über Ausprägung von Groschen. [1397 jedenfalls vor November 17.J1
15 Die bienander warent von der munssen wegen, duhte gut sin:[l] also ein brief
begriffen ist von der munssen wegen zwüschent dem bystüme,
dem riche und der stat, das der solte also sin und bliben, und das man an
den bischof und die riches stette suchen solte, daz sie darzü gehüllent.
[2] Item sie duhte ouch gut : umbe das, das der guldin deste basz besät blibe
20 und deste minre irrunge an den Pfenningen blibe und ie eins daz ander deste basz
geweren möhte, das man solte slahen grossen, do ein grosze also swer unde also
gut were, also ein Schilling Stroszburger pfenninge. und solte man ie zehen groszen
vür ein guldin geben und nemmen und solte einre also swer sin als die andern.
Man solte ouch slahen halbe grossen, der einer also gut were also sehs pfenninge.
m man solte ouch slahen drier, do einre also gut were also vier pfenninge.
[3] Wenne die grossen geslagen würden, so ist gerotslaget, daz man uns unser
münsse lot bliben und sie nit hinweg fürt noch verburnet, so setzet sich der guldin
selber und wurt die münsse und koufmanschaft rihtig und geschiht, doch daz alles ane
der stette schaden, daz sie sin kein verlust het, und soltent dennoch dise Straszburger
so pfenninge, die ietzent sint, bliben, also sie sint, und soltent nit verbrant werden, danne
sie soltent by den grossen gon. und sol men ouch darzü pfenninge und heilbelinge
slahen. und sol man an allem vorgenanten gelte den seyer bruchen, daz daz gelt
deste glicher würde.
[4] Ouch soltent die münssere sweren allewege zu dem [monat]2 alle andere munssen
35 von silber dun zu versuchende, die alhie genge sint, in dem füre und solten die nach
dem werde setzen.
[5] [Item die münsser sollent ouch sweren, von niemanne kein gelt zu empfohen
ungekosen.]3
1 Das heißt vor dem BatsbcscJduß vom 17 November. Siehe dort nr. 1318.
40 * Gestriclien und darunter geschrieben: vier(teil) jores.
:1 Dieser Artikel ist gestriclien.
698 1397
[6] Item also im begännet ist in dem briefe von des wehsels wegen an dem
golde, weres, daz ein munsser daz verbreche, wo denne ein ander mensche 10 lib.
bessert, do sol ein munsser 50 lib. den. bessern, do duhte ein teil gut, daz der ar-
tickel abe sy, und es die münssere sweren und halten sollent alz ander lüte ; der ander
teil meinde, daz es by dem artickel bliben sol. 5
[7] Item würde ouch ein mensche grossen wehsein, do sol nieman kein vorwehsel
annemmen, ussgenommen an zehen grossen mag ein weheseler zu wehsei neminem
[8] Item ouch sol man die marg silber setzen, was der hüter umbe ein marg
geben sol.
[9] [Item ein teil duhte gut, daz man die grossen vin sol slahen.]1 io
[10] Ein teil duhte gut, das man die grossen slahen solte. und solte man ein grossen
slahen, daz er also swer wer also zwelf pfenninge und also vil züsatzes hettent also
zwelf pfenninge. so duhte aber den andern teil und ouch den merren teil, das man
grossen slahen solte, do ein grosse also vil silbers hette also zwelf pfenninge und
solte man des züsatzes des kupfers minre darzü dun denne den vierden teil, so wur- 15
dent die grossen vin, und wer denne unser miinsse sehe, der sehe, daz sie gut were,
und slüge deste minre valsche munsse uff unser münsse. wenne slüge men die grossen
mit dem vierdenteil kupfer, so werent sie allewege rot, und sluge men deste e die
valsche grossen dar uff, die werent von kupfer ouch rot, so künde men nit gemercken,
welher der beste were, wie wol einre vaste krencker were denne der ander. 20
[11] Die münssere sollent sweren, kein gelt von der hant zu gebende, sie habent
es denne e zu rehte gekosen, und was geltes sie empfohent oder hinder sie kommet,
daz böse ist, daz sollent sie nit von handen geben, danne sie sollent es zu dem
stocke antwurten, daz nuwe grossen oder pfenninge darusz gemäht werdent.2
[12] Gedenckent, wie man mit dem güldin du, daz er geweger werde.
Str. St. A. AA. Monnaie lad 24 nr. 17. conc. einzelnes PapierblaU.
1316. Fragment eines Münzberatuugs-Protokolls. [1397.]
Die herren, die byenander worent von der münssen wegen, mit namen : her Julians
Klobelouch der meister,3 her Dietherich Burggrafe, her Claus . . . , her Claus Mansse,
her Heinrich Limer,*4 her Wilhelm Metziger, her Hesseman Hesse, Reinbolt Swarber, so
Thoman Lentzelin, Kleinhenselin Pfaffenlap, Hug Ripelin*, Claus Merswin,* Wernher
Schöppfelin, Rülman Voltze, Jacob Friburger,* Walther Rinowe unde Hans Steffan,*
duhte ein teil gut sin, das man grossen slahen solte unde sä machen, das einre alse
vil tete also ein Schilling Strazburger pfenninge noch dem körne darumbe, das man die
Pfenninge nüt erlesen noch beschroten möge. 35
1 Vgl. die zum Teil gleichlautenden Artikel der Beratung vom Juni 27.
2 Gestrichen ist hier folgend: Die münssere sollent ouch sweren.
3 Ist wohl nicht der 1390 amtierende Johan Klobelouch, sondern sein als Langhansen seligen sun
bezeichneter Sohn, der 1397 Meister war.
4 Die mit einem * bezeichneten bilden den am 17 Nov. eingesetzten Fünfmänner- Münz- Ausschuß. *o
Vgl. nr. 1318.
1397 088
So duhtc das ander teil gut sin, das man grossen slfige unde die also gfit mähte,
wie man sä uff das nehste erzogen mohte, alse das die slat weder gewin noch Ver-
lust daran hette.
Str. St. A. AA. lad. 21 nr. 11. conc. eh. coaev.
i 1317. Meistor und Rat von Scblettstadt an Strassburg : bitten nochmals, nachdem
der erbetene Tag zu Erstein wegen ihres im Kriege der Strassburger mit Burkard
von Lützelstein durch Brand geschädigten Bürgers Wilhelm Botzheim bereits abge-
balten, . . . daz ir unserm vorgenanten burger sinen schaden wider kerent oder yme
aber darumbe lassend widerfarn, daz recht ist, vor eime gemeinen manne uf ge-
io legenlichen tagen und stunden. geben am nehsten samstage nach sante Martins
tage anno . . 97. 1397 November 17.
Str. St. A AA. 2036. or. eh. I. cl.
1318. Meister und Rat von Straßburg beschließen die Altsprägung von :»■>■; „■
Mimen: des Groschen und Dreiling und setzen einen Finfmänner-Auschvß ein tur
is Besserung des städtischen Münzwesens.1 1397 November 17 und :".i.
[Unsere herren meister unde rat, schöffel und amman sint übereinkommen unde
hant es ouch erteilt]*2 von des grossen gebresten wegen der münsse, der ietze lange
zit gewesen ist, das die Straszburger pf'enninge besnitten wurdent und darnoch also
gantz hinweg gefürt wurdent, das ir vaste wenig worden ist, dovon grosser schade
20 kommen ist. unde das hinnan furder ze versehende, das die Straszburger pfenninge by
uns blibent und eine gute werunge ginge, darumbe do schichtent unser herren meister
und rot ire erbern hotten darzü zu rotslagende, wie man daz besorgen sötte, und
rotslagetent ouch die daruff, das man grossen [halbe grossen]* unde drielinge
slahen und münssen solte, die do gingen by den Pfenningen und heübelingen, dovon
85 das man dester me pfenninge hette. und do die erbern botten daz wider vür meistere
unde rot gebrohtent, und meister und rot dise sache gefielen, es vürbasser vür BchöfTel
und amman zu bringende, und wände der botten, die daz rotslagetent, ettewie vil
was, daz sie alle zu den sachen mittenander nit wol getün kundent, do ordentent
darzii meister und rot fünf erbere botten mit namen : hern Heinrich Lymer,
30 Claus Merswin, Hug Rippelin, Jacop Fryburger und .lohans Steffan,
daz sie die sachen von der münssen und der grossen wegen vür sich nemmen soltent
und mohtent schicken noch dem müntzemeistere zu Metze und andern und mohtent
au den erfaren, wie und in weihen weg man allerbeste zu den grossen und der münssen
kommen mohte, daz mengelichem aller glicheste geschehe und man by dem gelle
85 möhto bliben, daz ez nit me zersnitten würde, noch hinweg gefflrt muhte werden
oder erlesen
1 Vgl. oben die Münzberatung vom 27 Juni, sowie die Beschlüsse des Fun) "mannet- Ausschusses
vom 21 ßecember, nr. 1325.
2 Die mit * bezeichneten und eingeklammerten Stellen sind in der Vorlage gestrichen.
700 1397
Das dotent die obgenanten fünf botten und brahtent das alles wider vür meistcr
und rot, schöffel unde amman unde seitent und erzaltent den, was sie dovpn 1><>-
duhte ze dünde, und in welher mossen in der müntzemeister geseit betle, und ouch
woby die grossen uffe der gemeinde nutz aller glichest gestan möhten. und was ir
meinunge, daz man solte [65 grossen sniden uff ein marg silbers, also daz 05 grossen 5
eine vine marck silbers wugent. doch solte man darzu zu der marck ein halb lot
kupfers setzen und nit me.]* usser 15*/2 lote vines silbers und eime halben lote Zu-
satzes 65 groszen schroten, und solte man 10 grossen oder zehen Schillinge pfenninge
[und der halben grossen]* und der drier nach marggzal ein iegelich mensche vür ein
güldin geben und nemmen und nit hoher. ln
Und do die fünf erbern botten vor meister, rote, schöffele und amman erzaltent
die vorgenanten sachen und andere dinge, die noch darzü notdürftig wurdent sinde,
do koment unser herren meister und rot,"schoffele und amman mit rehter urteil über-
ein und hant es ouch erteilt, daz man grossen [halbe grossen]* und drier slahen sol,
also daz usz 15 '/2 lote vines silbers und eime halben lote Zusatzes 65 grossen ges- "
roten werdent und ein gross also swer sy alz der ander und das man zehen grossen
oder zehen Schillinge Straszburger pfenninge vür ein güldin geben und nemmen sol,
uszgenommen, die da güldin wehselent, sollent ein güldin umbe einen (den.) und zehen
Schillinge wider von in [harusz geben]* von der baut geben und nit hoher, und
was ^güldin, die, die do wehselnt, koffent, die sollent sie harwider usz umbe 10 sol. 20
oder 10 grossen und 1 den. verkoffen und daz niemanne versagen, und wer güldin
hoher gebe oder nemme danne umbe 10 sol. oder 10 grossen oder also güldin ver-
seite, die er in wehselswise geköft hette, der bessert 5 lib. den., also dicke daz
geschiht.
Und darzu so hant die vorg. unser herren meister und rot, schöffel und amman 25
erteilt, daz die vorgenanten fünf erbern botten wider züsammene sollent gon und
sollent die grossen und die drier dun slahen und alle andere dinge, die dozügehorent,
wie die grossen [halbe grossen] * und drier gemäht werdent, der güldin und die grossen
und unsere pfenninge versorget werden und ouch die münsse, wie man silber har gebringe,
wie man daz behüte und wie man daz silber geben oder nemmen solle, wie man mit 30
dem sleigeschatze dun solle, und was sie in disen sachen, nütschit uszgenommen, unsere
stette unde der gemeinde, rieh und arm, allernützest, und notdürftige st beduncket
sin geton, daz sie daz alles dun sollent und mögent, und was die vorgenanten fünfe
oder daz merreteil under in darumbe ordent, machent, ufsetzent, erteilent, sprechent
und erkennent, das daz alles sol stete und kreftig sin unde bliben. 85
Novbr. n. Actum sabbato proximo post diem seti Martini episcopi. und hant nach der urteil
die vorgenanten fünf erbern gesworen an den heiligen vor offenem rote, die vorgen.
dinge also nach irre besten verstentnisse uszzetragende, also daz eigenliche in dem
Novbr.so. heimlichen buche verschriben ist. et hoc juraverunt predicti vigilia seti Andree
apostoli anno 97. «'
Str. St. A. AA. Monnaie lad. 24 nr. 12 Concept auf einem losen Blatt mit vielen Correcturen.
Abdruck Hegel : Königshof. II, 1004.
1397 701
1319. Markgraf Bernhard1 von Radon an Heister und Rat von Strassburg: . . .
als ir uns wider geschriben und geantwürt band von der sache wegen swnsehen dem
byschoff von Strassburg und uns etc., han wir wol verstanden, und als ir uns schri-
bent, daz derselbe byschoff den von Winsperg oueh gebetten habe, duz er sich unser
sache annome und uns ein andern tag damit beschcident gen Ruhel zu leisten uff
den liebsten zinstag nach sant Katherinentag . . den Tag wolle er gerne leisten und smbr. *7.
auch den von Winsperg bitten sich dazu einzufinden. datiun Raden an L'lyzabeth-
tag anno 1397. Baden 1397 November in.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1777.
1320. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: verwenden sich für ihre
Rürger Lawelin von Herlisheim und seine Frau Anna, welche von dem Strassburger
Rürger und Wirt zum Schilde . . . mit geistlichem gerichte bekümbert wirt . . . geben
sante Niclaus abend anno 97. 1397 December 6.
Str. St. A. AA. 2036. or. eh. I cl.
1321. Markgraf Bernhard von Raden an Meister und Rat von Strassburg: em-
pliclill ihrem Wohlwollen . . . den erwirdigen unsern lieben gelruwen apt von Selse
der etwas sach von sin selbs wegen, daz die von Hagenow antrifft, an uch zu
werben hat. datum Etlingen sabbato post beati Nycolai episcopi anno t397.
Ettlingen 1397 December 8.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. c.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1778.
1322. Hagenau an Strassburg: meldet Kriegsgerüchte ... ist uns uff hüte früe
warnunge klimmen von unsern guten fründen, wie daz die von Ritsch ein grosse
28 houffunge habent, und enweis man nit eigentlich, war sich die keren werdent. ouch
Iist uns gesagt, daz jungherr Ludewig von Lichtemberg uf hüte früe Sultze stürmt t
zu ros und zu li'is . . . datum dominica post Lucie anno . . 97. 1397 December 16.
M
Str. St. A. AA. 2017. or. eh. I. cl
1323. Dietrich von der Weitenmülen, Landvogt im Elsass, an Strassburg: . . . losse
»0 uch wissen, das unser herre der römische kunig uff hütte gen Frankenfurt kumen
ist, und hat man ime koste bestalt uff 14 dage und den fürsten und herren uff \2
tage und nicht lenger, und meinet man, unser herre der künig belibe kein lengen zu
' Am 13 December bittet derselbe die Stadt nochmals, Ort und Stunde einer Tagleistung zwischen
Eberh. v. Winsberg und dem Bischof festzusetien. datum Etlingen in die Lucie. — Ebenda AA. 81.
85 or. eh. — Reg. d. Markgr. nr. 1780.
702 1397
Frankenfurt, do wissent i'ich noch zu rihtende. geben zu Frankenfurt uff mittewuche
vor sant Thomansdag des heiligen zwölf botten anno 1397. Frankfurt 1397 Deeember 19.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl.
Gedr. D. B. A. III, nr. 33.
1324. Markgraf Bernhard von Baden wegen der Beschickung des Reichstages zu 5
Frankfurt an Thomas von Endingen, Johann Bock und Ulrich Gosse, Altammeister
zu Strassburg : ... als ir uns aber geschriben habend von der fart wegen zu unserm
herren dem künig zu ritend etc. . . . herumb wissend, daz uns uf gestern bottschaft
komen ist, wie daz unser herre der kunig zu Franckenfurt sy, und mügen uch so
schnelle nit wissen lassen, ob wir selber zu im dar riten oder unser fründe dar 10
Decbr. 35. schicken wollen, dann uns duncket gut syn, daz uwer einr uf disen heiligen cristag
by uns zu Baden sy, so wollen wir zu rät werden umb unser riten oder uns aber
mit demselben vereynen, uf welch zit wir die unsern gen Franckenfurt schicken
wollen, daz derselb und ir uch furbazz umb daz riten wissend zu rihten. da-
tum Baden sabbato post Thome apostoli anno 97. Baden 1397 Deeember 22. »s
Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1782.
11525. Beschlüsse des städtischen Fünfmänner- Ausschusses über das Münzwesen.
1397 Deeember 21.
Dis ist der brief, der an dem lettner gebotten ist. 20
Alse unser herren meister und rat, schöffel und amman fünff erbere manne
gesetzet hant * mit namen : herr Heinrich Lymer altenammanm eist er, Claus
Merszwin, Hug Rippelin, Jacob Friburger und Johans Steffan
über die münsse, die zu versorgende, alse das eigentlichen in der stette buche ver-
schriben stot, do ist zu wissende, das dieselben funffe erbere botten dise nachge- 25
schribene stücke gerotslaget und geordent hant :
[1] Zum ersten sol man lüte orden unde darzü setzen, die alle vierteil jores und
wenne es sü noldürfflig duncket, alle andere münssen, die allhie nüt genge und gebe
sint, sullent versuchen in dem füre, und sullent danne ye die münsse noch irme werde
schaffen gesetzet, und sol man die münssen nemen noch irme werde und nit anders, so
[2] Die münsser und wesseler, die zu bancke sitzent unde huszgenossen sint
sullent nüt nie danne an zehen grossen einen pfenning zu gewinne nemen.
[3] Die münsser unde wesseler, die zu bancke sitzent, sullent kein gelt von der
hant geben, sü habent es danne e zu rehte gekosen, und wer das verbrichet, der
bessert 30 sol. den. 35
[4] Es sullent alle münssere und wesseler sweren, das sü alle kleine pfenninge
und alles bruchsilber, das in zu handen komet, es si lützel oder vil, das sü die selben
Pfenninge und bruchsilber in den nehsten drigen tagen, noch dem es in zu handen
komet, antwurtent demme oder den, die die stat dozü setzet, und sol der oder die,
die von der stette wegen dozü gesetzet werdent, mit dem oder den, der oder die
1 Vgl. nr. 1318 u. nr. 1316.
1397 703
in semliche kleine Pfenninge oder bruch.silber antwortet, darumbe überkommen, obe
sä mugent. möble aber der oder die, die von der stette wegen dozü gesetzet werdent,
m'il. mit in überkommen uf das glicheste, so sol der oder die, die von der stette wegen
dozü goselzot werdent, semliehe kleine pfenninge oder bruehsilber mit von banden lossen
5 und siillenl es uffsclzen, und wenne es uffgesat und vin gemäht wurt, so sollent der oder
die, die von der stette wegen dar/.ii geeetzel werden, also vil darumbe geben, also sü
andern lülen gewönliche darumbgent. doch ist dis zu verstonde ungeverliche, also wer es,
das derselben münsser oder wesseler eyme soliches kleines geltes bruchsilbers zu einre
zile xii banden keine, das minre tete denne eine marg Silbers, das mag er behalten,
io ehe er wil, untz er des eyne marg gesammelt unde donoch, wenne er sin eyne marek
gesammelt, sol er es in den liebsten drigen tagen antwurten den, die von der stette
wegen darzu gesetzet wurdent, bi dem vorgenanten eide. unde sullent die also vil
darumbe geben und sol man darumb geben und domitte tun, also nehst beseheiden
ist, und sol es bi demselben eide nieman anders zu kuffende geben in denheinen weg
"• ane geverde.
[5] ' Item die, die von der stette wegen an der münssen sitzende und das silber
köffende werdent, sullent kein bruehsilber kouffen danne, das in die münsser und wes-
seler anlwurtent, und sullent darumbe geben und damitte tun, alse nehst ünderseheiden
ist. unde sullent sus vin silber und ander silher von unserre stette wegen köffen
m noch demme in empfolhen ist.
[0] Man sol einen (guten) ' Rineschen güldin für 10 grossen oder für 10 sol. den.
geben und nüt hoher an allen dingen, unde sol sich ouch des nieman gegen dem
andern mit widern, uszgenommen (die münsser)1 und die wesseler, die mugent einen
güldin uinbe einen (den.) und 10 Schillinge geben unde nüt höher, noher mugent sü
2» in wol geben, und wer das verbrichet, der bessert fünff pfunt pfenninge, alse dicke
Ier das tut. aber die münsser oder wesseler sullent von deme stücke 20 pfunt bessern,
do ein ander mönsche fünf!' pfunt- bessert.
[7] Was güldin ouch hünder die münsser oder wesseler komment in wessels
uise, in weihen weg das ist, die güldin sullent sü gehorsam sin her wider usz zu
to gebende den ersten personen ungeverliche, die sü an sü vordernt, unde sullent * ouch
Ivon nieman anders kein gelt hünder sich nemmen denne soliche güldin zu kouffende.
und dis sullent sweren alle münssere unde wesselere. und welre münsser oder wehs-
eler das verbreche, der bessert den meyneyl.
[8] Item wer aber der ist, der wesselt anders danne die münsser und wesseler,
die gesworen hant, der bessert 5 it. den., alse dicke er das tut.*
|9] Item die münsser und wehsseler sullent sweren, was güldin die überrine-
schen güldin sint, die in zi'i banden komment, das sü an der güldin eime nüt me
1 Dieser Artikel fehlt in dein Concept A. u. steht in B.
a Hier folgt in dem zweiten Coneept D. lad. 24 nr. 13 der dann wieder gestrichene Passus : sich do-
<" mitte mit schämen, das su sprechen mohtent, sü hettent die güldin vor verkouffet oder do lege gelt
hünder in von den, die sü umb sü gekonffet hettent. nnde wer das verbrichet, der bessert 50 ST., also
dicke das geschiht. — 3 Zusatz in B.
* An dieser Stelle hat das eine Concept C (nr. 13) einige besondere Artikel, die unten als Nachtrag
dieses Stückes gedruckt sind. Art. 22-29.
VL 89
704 1397
danne eynen pfenning zu gewinne nemmen sullent, uszgenommen an eime nobel, an
deme mügent sü wol zwene pfenninge zu gewinne nemmen und mit darüber, was aber
guldin underrineschen sint, die mügent sü geben hohe oder nohe, wie in dasgefüglich ist.
[10] Es ensol ouch kein münsser noch wesseler noch nieman anders denheinen
grossen pfenning verbürnen noch zerbrechen noch enweg schicken, das sü gebraut •
werdent noch die sweren von den lihten erlesen, und wer das verbrichet, der bessert
lip unde gut.
[11] Es ensol ouch kein münsser noch wesseler noch nieman anders an keinre
nuwen münssen, do man guldin oder pfenninge sieht, wellerhande münsse das were,
oder slahen wil, wo das were, weder teil noch gemein haben noch do zu roten, sturen io
oder helffen in denheinen weg ane alle geverde. unde wer das verbrichet, der besserl
funffzig marck, alse dicke er das tete. unde sullent die münssere das sweren also zu
haltende, und welre münsser das verbreche, der bessert den meyneyt und mit fünfl'zig
marck. wer aber das stücke nüt versworen het, der sol die fiinffzig marck bessern, u
alse vor bescheiden ist.
[12] Es ensol ouch dehein münsser, wehsseler noch nieman anders, wer der ist,
uszgenommen die goltsmide in iren gademen, deheine esse haben, unde sullent die
münssere sweren das also zu haltende unde ouch das sfl rügende noch hörsagen, obe
es ieman verbreche, unde verbreche es ein münsser, der sol einen meyneit bessern,
verbreche es aber yeman anders, der nüt gesworen het, der bessert 20 marck. n
[13] Es sol ouch denhein goltsmit nieman denhein silber oder bruchilbser ver-
bürnen, er welle es danne by demme goltsmide lossen, das er es imme zu geschirre
verwürcke, unde sol es ouch der goltsmit donoch nüt von handen geben, er habe es
danne e zu redelichem geschirre verwürcket. unde sullent dis alle goltsmide sweren
zu haltende unde ouch das stücke von der essen wegen zu rügende, wo sü iemant «
wustent, der ein esse hette, also vor bescheiden ist.
[14] Was silbers ouch in diseme bistüme gekoufTet wurt, das sol denhein- unser
burger, er si ingesessen oder uszgesessen burger oder denheinre, der under unserm
stabe sitzet, oder yeman von sinen wegen usz dem bistüme schicken noch daz schaffen
getan werden, wo aber ieman, der ussewendig dis bistümes silber kouffte, es si zii w
Cölle, zu Franckfurt oder anderswo, das silber mügent sü schicken unde füren, war
sü wellent ane geverde.
[15] Unde sullent das alle münssere, goltsmide unde underköffer unde kouffelerin,
die do mitte umbe gont, und alle die, die über die münsse gesetzet sind, beduncket,
das sü domitte umbegont und das su sweren sullent sweren das vorgeschribene ss
stücke zu haltende, und wer das verbrichet, das sullent meister und rot vestecliche
rihten. unde wer aber anders es verbrichet, der es nüt gesworn het, der bessert 20
mark silbers, alse dicke er das tut. unde wurde das silber ergriffen, das sol er darzü
verlorn han.
[16] Brehte aber ein frömede man silber harin in dise stat zii verkouffende 40
unde beduhte in, wie er das silber nüt wol noch sinem willen verköffen möhte, der
mag das silber wol wider enweg füren, ebe er wil ane geverde.
[17] Es sol ouch dehein unser ingesessen noch uszgesessen burger oder deheinr,
1
1397
706
r ünder unseren Stabe sitzet, noch nieman von .-inen «ragen ieuiarme BS di.-em
bistüme enjjesiene gon, riten oder varen, das er iiiiiiic sin silber abekoiillc in de-
heitien weg ane gewerde, durch das, das das silber dein stocke zu Strasburg em-
pfAret werde.
6 |is| Ks ensol mich nieman denhein silber us disem bist&m füren, es si gebrant
silber oder geflecket gesebirre, wie das genant ist, der kein silber bar bringet, unde
wer das veibricliel. dem sol man das silber gerwe nemen und zu sime übe unde g&te
ribten und rehl fertigen nflf den eyt. dis süllcnl alle münsser, wesseler, goltsrnide,
underkeuffer unde keüWelerinfrowen zu ballende und zu vollefürende und dann, wo
io su bedunckel an iemanne, dergebranl silber oder verwireket silberin gesebirre können
wil und der es enweg schicken welle, das sn es denne nul zu koiilfende gebent noch
nieinane von sinen wegen danne sü sullenl es iren obersten für bringen, unde got
dis nut an nuwe gesebirre, das goltsrnide machent, ane alle geverde. unde wer der
ist, der dis rüge! unde der do gerüget ist, vellig wart, so sol dem rüger das dirteil
it von dem silber werden.
|1!>| Kill yegelich goltsmit, der zi'i gademe sitzet, mag ouch wol gebrant silber
oder brucbsilber koullen so vil, alse er in sime gademe verbruchen oder verwünktn
wil und mit me, unde sol ouch ir ieglicher nüt nie kölfen Silbers unde bruchsilbers
danne so vil, alse er mit sime gesinde verwüreken wil. und sol ouch ir deheinre
■■-'< dem andern silber koullen, danne iederman sol iinme selber silber kouflen. unde sullent
das die goltsrnide sweren.
[80]' Item die von der stette wegen do zu gesetzet werdent, sullent kein brucb-
silber köffen danne, das in die münsser und wesseler antwürtent.
[21 1 Item die, die von der stette wegen an der münssen sit/.ent, sullent kein
« bruchsilber kouflen danne, daz in die münsser und die wesseler antwürtent. und sul-
lent sus vin silber und ander silber von unser stette wegen kouflen [und darmitte
ti'in und daruinb geben, alse reht unde schiedlich ist] * noch dem in empfolhen ist.
lYonimlialmn est ipsa die soti Thome apostoli anno !)7.
[Die foh/ viid cii Artikel 22 — 29 finden sich nur in den Concepten C. u. D.
:tu ii ml stehen dort zwischen Artikel 8 und 10].-
1[22] Item man sol einen guten ducaten süben Strazburger pfenninge höher geben
denne einen gaten Hineschen guldin und Dil höher.
[23] Item einen <>ülen allen fruueken zehen pfenninge höher danne einen guten
Hineschen guldin.
|"JI| Item einen schilt ein unt/.e höher danne einen Rinescben guldin.
[2b] Die vorgeschobene stucke goldes sol ie eins von dem andern nemen und
geben noch vorgeschribener wise und nil höher, uszgenomineii die wesselere. die
mügent an einem guldin einen pfenning zu gewinne nemen und nüt me, wie er ioch
den guldin nimmet.
[86] Ks sullent alle Metzer guldin, Lützelnburger guldin, bislege unde andere
SOliche guldin gen nach irme werde oder ander stücke jroldes nacb mankizal doch
1 Die Artikel 20 und 21 und das Ihüum stehen nur in A; B. bricht ab mit Art. 19.
- Steht am Bande.
706 1397
sullent die wesselere alles nüt me danne einen pfenning an dem guldin zu gewinne
nemen. minre mag ein ieglicher wol nemen, wie er soliche giildin nimmet oder wie
er genant ist.
[27] Item einen nuwen Ungerschen guldin oder einen Genewer giildin fünff der
höher danne einen guten Rineschen guldin. s
[28] Es ensol ouch dehein münsser noch wesseler noch nieman anders denheinen
Metzer guldin, Lützelnburger guldin, bislege oder ander soliche giildin under andern
guldin für gute giildin hinweg geben, wenne ein iegelich mönsche sol ieden guldin
für sinen wert hinweg geben, also vorgeschriben stat. und wer das verbrichet, der
bessert zehen pfund pfenninge. '"
[29] ' Es sullent ouch alle münssere und wehsselere sweren an den heiligen, was
giildin sü kouffent, die under Rineschen guldin sint, sü sigent gebrochen oder gantz
oder über einen Rineschen giildin sint, die do vor nüt besetzet sint, das sü ouch an
der giildin ieglichem nüt me danne einen pfenning zu gewunne nemen sullend und an
eime nobel zwene pfenninge, unde also balde sü in gekouffent, so sollent sü in zii «
kouffende geben dem, der von der stettc wegen darzu gesetzet wurt, ebe er in köffen
wil. und sullent semliche guldin nüt lenger behalten denne zwene tage ungeverliche.
Str. St. A. AA. lad. 24 nr. 10. A. B. nr. 13. C. u. D.
A. Papierconcept zusammengeheftete Rolle — B. eine wohl unvollendete Pergament-Rein-
schrift. Nur ersteres enthält die obige Datierung. Letztere Jutt allein die Ueberschrift : m
Dis ist der brief, der an dem lettner geboten ist. — Ebenda nr. 13
finden sieh 2 kürzere Concepte C. D. mit vielen Correcturen, gleichen Inluüts; die ab-
weichenden Artikel sind hier als Artikel 22—29 gedruckt.
1326. König Wenzel an Strassburg: gebietet, der Stadt. . .wann wir durch not-
licher unserr und des reichs Sachen willen und ouch von etlicher gebrechen wegen, »
als sich unsere und des reichs burger und stat zu Colmar 2 von ewch beklagen, ewrer
gegenwertikeit wol bedurffen . . . bevollmächtigte Boten nach Franckfurt zu senden,
wo wir denn sein werden. . . .3 geben zu Frankenfurt uf dem Meyne des suntags
vor dem heiligen Cristes tage a. reg. boh. 35 reg. rom. 22.
Frankfurt 1397 December 23. 30
Str. St. A. AA. 113 nr. 73. or. eh. I. cl.
Gedr. D. R. A. III, nr. 1.
1327. König Wenzel verordnet die Ausführung der Judenschulden-Aufhebung für
das Strassburger Stift und dessen Bürgen und den jetzigen Bischof Friedrich III zu
Utrecht, der zur Zeit jener Aufhebung Bischof von Strassburg gewesen war, gegen- :
über von 2 genannten Juden, bei denen sie nicht zur Ausführung gekommen.
/ 1307*1
Aus Prag. Univ. Bibl. cod. Przemisleus VI, A. 7. fol. 59 b. cop. eh.
Gedr. D. R. A. II, nr. 202.
1 Der Artikel ist durchgestrichen; am Rande steht: Für die botten.
2 Vgl. den Brief Golmars an Strassburg vom 31 October.
3 Vgl. über Wenzels damaligen AufentJwIt in Frankfurt D. R. A. II S. 415.
1398
707
lappoltstein beurkundet, dam Ihm sämtliche Schuldbriefe,
welche die Stadt Strassburg bisher von ihm in Händen hatte, durch \'*tiii i 1 1 f -t unjz dei
Herzogs Leopold IV von Oesterreich ausgeliefert .sind. Ii:t07.f
liegest von einer l'apierabschrift des General-Landes- Archiv in Karlsrulie. Vgl. Kupp.
Urk. II, nr. 603.
1329. Verzeichnis von 540 Personen, welche der Stadt Strassburg während der
Fehde mit den Herren von Bitsch abgesagt und einzeln oder in Gruppen in den
Jahren 130778 Widersagebriefe geschickt haben. '
/ i:t 07/08./
Str. St. A. Abt. IV. Papierbüchlein aus 10 Blättern.
I
l&JO. König Wenzel gebietet allen Reichsständen, insbesondere Strassburg,
Köln, Frankfurt, die Schwäbischen Städte, welche ihre Hälfte an der zu Bam-
berg 1380 zwischen Fürsten und Städten vereinbarten Summe von 00 (MM) fl. nicht
zahlen wollen, nicht zu schützen gegen Mainz, Worms, Speier, wenn die letzteren
drei Städte, welche die ganze Summe ausgelegt haben, sich an Leib und Gut der
15 Schwäbischen Städte entschädigen würden, wozu sie hiemit Vollmacht erhalten
geben zu Frankfurt nach Crists gcburte druczehenhundert jare und darnach in
dem achtundnunczigisten jare am nesten dinstage nach dem obersten tage zu wy-
henachten reg. boh. 35 reg. rom. 22.2 Frankfurt 1.W8 Januar 8.
Gedr D. B. A III nr. 20 S. 45—48 nach dem or mb. im Worms. St. A.
2o lieg. Boos, Worms. Urkb. II nr. nr. 1037.
1331. Cüntzel Reiszer, Stettmeister zu Hagenau und Claus zur Thannen an .lo-
hans Hock und Ulrich Gosse, Altammanmeister zu Strassburg: haben gehört, dass
Strassburg eine Gesandtschaft nach Frankfurt zum König schicken wolle, und bitten,
dass sich dieser ihre Roten anschliessen dürfen, die der Johanniter und der andern
zu St. Georgen wegen zum Könige ; reisen sollen. datum feria quarta post Epi-
phanie anno 98. 1308 Januar O.
Str. St. A. AA. 2017. or. eh. I. cl.
1332 Der Rat zu Rottweil an Strassburg: empfiehlt seine Bürger Claus Gieryg
und Erhart der Welzel, die gern in üwern dienste . . . kommen wollen, zu freund-
licher Berücksichtigung. geben an fritag vor sant Hylarien tag episcopi anno do-
mini . . 98. 1308 Januar 11.*
Str. St. A. AA 2034. or. eh. I. cl.
1 Vgl. unten den Brief Dietrichs voti der Witenmülen 139S Juli 4.
" Die ganze Urkunde ist inseriert einem Notariatsinsir ument vom äl Jan nur 1398.
3 Wenn als Wlarientag der 13 Januar angesetzt wird.
708 1398
1333. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : bittet, dem Bischof von
Strassburg mitzuteilen, dass er seinen Diener Gerhard Dünne, welcher mit seinen
Helfern dem Heinrich von Fleckenstein d. alt. widersagt hat, angewiesen habe, ein gleiches
Becht gegen den von Fleckenstein aufzunehmen und zu gelegenen Tagen zu kommen.
datum Baden feria secunda ante diem beati Anthonii confessoris anno 98.
Baden 1308 Januar 14.
Sir. St. Ä. AA. 104. or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. von Bad. nr. 1788. (als Aufbewahrungsort dort versehentlich Stuttgart
statt Straßburg.)
1334. König Wenzel an Strassburg : hat den Bischof Wilhelm von Strassburg io
schon oft vergebens ermahnt, dem Herrn Styslaus von der Witenmüle seine Schulden
zu bezahlen . . . do begern wir an euch und wollen, das ir den egenanten bischof
underweiset, das er dem egenanten Sdislawen und seinen sonen solche schulde
genczlichen beczale, wo das nicht beschee, so mochten wir nicht gelassen, wir mus-
ten darzu tun, das der egenante Sdislaw und seine sone beczalet wurden ... 15
geben zu Frankenfurt des dinstages vor sand Anlonii tage a. reg. boh. 35 reg.
rom. 22. Vranhfurt 1398 Januar IS.
Str. St. A. AA. 113 nr. 51. or. eh. I. pat. c. s. i. v. impr.
Ebenda nr. 62 Brief desselben Inlialts : dat. dinstag nach St. Valentin a. reg. boh. 37.
reg. rom. 24. — 1400 Februar 16. M
1335. Saarburg an Straßburg : dankt für den gegebenen Ausstand und verspricht
nächste Mittfasten seine Schulden zu bezahlen. 1398 Januar 18.
Den erbern wisen und bescheiden, dem meister und dem rate zu Straz-
burg embiethen wir der schultheisze und der rat von Sarburg unsern undertenigen
willigen dienst, alz üwer wiszheit uns versryben het von der anderhalb hundert gülden 25
juni 2i. wegen, die wir uch zu sünigeten verfielent zu gebende nehst vergangen, daz hant wir
wol gesehen, do dankent wir uwer wiszheit ernsliche, daz ir alz lange gebeitet und
uns entragen habent, und bittent uwer wiszheit mit gantzem flisze durch ymer unsers
Märt 17. dienstes willen, das ir uns zil gebent untze halb fasten nehst kommet, wand wir
uch uf dazselbe ziil unvertzögeliche und ane hindernisze gütliche bezalen wellent, und 30
hettent es ignotte geton, danne wir sicherliche unmüszen halb nit dar zu verston
kündent. herzu wellent tun, alz wir uwer wiszheit alle ziit wol getrüwent. gebyttent
uns alle ziit. datum ipsa die beate Prisce virginis anno etc. 98.
[In verso] Den erbern wisen und bescheiden dem meister und dem rate zu
Strazburg. m
Str. St. A. Q. 0. P. lad. 45/46 nr. 74. or. eh. I. cl. c. sig. in v. impr
1336. Hagenau an Strassburg : beschwert sich wiederum über Zollbelästigung
eines Bürgers und verlangt Abstellung, dann . . . Hanseman Spengeler unser initte-
burger (hat) uns gesaget, wie das er viertzig füder wines oben in dem lande kouft
1398
709
c lind d;is man in dem zolkelre hie bi uch von iedem fflder riefe pfenirig pflichte
zol .... datum sabbato poet Anthonij anno 08. i:tus Januar /.**.
Str. St. A. AA. 2017. or. eh. I. cl.
1337. König Wenzel an Strassburg : sendet und beglaubigt zu mündlicher Unter-
handlung seine Räte : Graf Friedrich von Oetingen und Borziwoy von Swinar und
seinen ( »berschreiber Niclau.s von der Gewicz. geben zu Franckenl'nrt an sand
Agnethen tage a. reg. boh. 35 reg. rom. 22. Frankfurt MUS .lanuar 21.
Str. St. A. AA. 119 nr. 71. or. eh. I. cl.
Erwähnt D. R. A. III S. 3.
1338. Eicnhard Zorn genannt Schultheiss, der Meister und der Rat von Strass-
burg an Markgraf Bernhard von Baden : bitten, seinen Diener Cunz von Durmencz
zu veranlassen, dass er ihren genannten Bürgern für das ihnen bei Sulz geraubte
Tuch Schadenersatz leiste. datum feria quarta ante diem conversionis beati Pauli.
[1398 Januar 23.]
Str. St. A. AA. 103. or. eh. I. cl.
Reg. d Mrkgr. v. Bad. nr. 1793.
1239. Markgral Bernhard von Baden an Götze vonGrostein: bittet um Auskunft,
ob es den Strassburgern genehm sei, wenn Herzog Glemm (Tfalzgraf Ruprecht III.)
-"> die Vermittlung zwischen ihnen und den Herrn von liitsch übernehme. datum
Baden dominica posl conversionis seti Pauli anno 88. Baden 1898 Januar 27.
Str. St. A AA. 85. or. eh. I cl.
PReg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1794.
1340. Gerhard Schoup an Strassburg: beklagt sich über einen Mordanlall . .
3f> als ich in uwer slat gewesen bin vor disem winaht tage nehest, do mir her Thu- onbr. «.
man von Endingen Irostunge an uch gewan, zu derselben zit da ist mir vürkumen,
daz uwer barger einre, ein winman, mich meinde zi'i ermürdende und zu erste-
chende heimelielien. da hat mich unser herregot vor behüt, daz er mich mit ankam,
und kam an uwern burger einen, der öch ein winman ist, denselben er ouch un-
111 derstunt in der meinunge, daz ich es were, verwundet ... Es heisse, der Am-
meister Conrad Armbruster habe inzwischen den Namen des Uebelthäters erfahren.
hesshalb bitte er . . . daz ir dozü v\ellent ti'm uwer bestes. geben lif menlag
vor unser frowen tage der liehtmessen anno 98. 1898 Januar 98.
Str. St. A. Abt.. IV, 72. or. eh. I. cl.
710 1398
1341. Heinrich von Blankenberg an Strassburg:' also ir mir ingenoten zum
hinclersten mole gesriben hant von her Claus wegen von Grostein und sprechent :
ich habe üch vil worte versriben in welsch, die ir nüt verston künnent, do mügent
ir wol wissen, daz ich uwer tütschen brief ouch nüt wol verston kan, wen ich ein
walch bin, aber doch by guten truwen hette ich einen scriber, der wol tütsch künde i
verston und üch künde sriben minen sin und minen willen, so wolte ich üch gerne
tütsch sriben. also ir mir ouch vil worte versriben hant und sprechent under den,
ich habe üch versriben: ich wolte her Ciawez von Grosstein helfen ... das sei
nicht wahr und Strassburg deshalb zu keinen Forderungen berechtigt. Ebenso sei es
unwahr, dass er mit Claus von Grosstein geredet, ja ihm in Strassburg begegnet sei w
und ihm die Hand gedrückt habe. Sie seien sich feind wie immer, doch sei er bereit
Gesandten, die zur Friedensvermittlung zu ihm nach Blankenberg (Blamont) kommen
wollten, sicheres Geleit zu gewähren. anno 1397 an dem ersten tage des hornungs
nach zale Tollen bistümes.2 139& Februar 1.
Str. St. A. Abt. IV, lad. 15. cop. oder Ueber Setzung, coaev. 15
1342. Constanz an Straßburg : dankt für die anläßlich ihres Brau dun glucks
bewiesene Teilnahme. 139S Februar 12.
Unser willig getrüw dienst sig iuwr wishait allzit von uns vorgeschriben. be-
sundern lieben und guten fründ. wir dankend iuwr wishait mit gantzem ernst vlissig
iuwrs fruntlichens schribens und klagens, so ir uns von der brunst wegen getan hand, 20
und habend ouch nit zweifelz daran, wann daz es uch lait si, wan waz üch soliehs
oder anders widerfür, darob ir betrübt wurden, sond ir uns wol gelouben und ge-
truwen, daz wir darinn ain gantz mitliden mit üch hettin, aber von den gnaden gotz,
so ist der schad nit alz gros gesin, alz wir selber wonden. daz verkünden wir üch
alz unsern guten fründen. geben an zinstag vor Valentini anno nonagesimo octavo. 25
Burgermaister und raut ze
Costentz.
Str. St. A. AA. 2011. or. ch 1. cl.
1343. Heinrich Gryers, Bürger von Lausanne an Strassburg: . . . bidden uwer gnade
und fruntschaft myt allem ernste und flisze umb ein strag fry geleyde, daz ich daz habin so
und sin gebruchen möge in uwerre stat Straszburg und uwerme gebyete zu uch und
1 Hierher gehört noeh ein undatierter Brief des Heinrich von Blankenberg an Straßburg: derselbe ant-
wortet auf die Forderung, den von den Seinen wegen vielfacher früherer Schädigungen gefangen genommenen
Claus von Grostein freizulassen, daß nach früheren Briefen, die ich noch vor handen habe, er n ü t
nwer bürge r were und ir nüschent mit ime zu schaffende hettent und botent mich ouch in den-
selben briefen, daz ich üch nüt me verschribe von sinen wegen, wenn ir woltent üch nüschent an
sine sache keren, daz ich ouch getan habe, und habe minen krieg gegen ime gehalten untze uf dise
zit, dennoch will er gerne mit sicherem Geleite zu einem Tage kommen und Bede und Antwort stehen.
— Str. St. A. Abt. IV, 15. transl. coaev.
2 D. h. Jahresanfang am 25 März, wodurch sieh hier nach der Neujahrsrechnung das Jalir 1398
ergiebt.
1398
711
mgeengel and ungedvenget zfl komen, und daz leb daz habe seht dage u.-z
ane geverde zusehen hye und phingisten, zö «reichet ctyl myr aller ebenste her «•***■.
gein Straszborg zu komen ist. und bidden uwer gnade und^fruntschafft, myr des eyne
gütliche gnedige antworte mit bodden disz bryeves widder czfi .schriben. geben
cx.i'i Mentze off eschtmitwoche anno nonagesimo oetavo. Mainz 1308 Februar 20.
tStr. St. A. Abt. IV, 75. or. eh. I. cl.
1344. Markgral Bernhard von Baden an Strassburg: l)illet, seinem Ritter Rein-
hard von Windeck endgültig auf seine Bitte um freien Ein- und Ausritt in ihrer
Sladl Antwort zu erteilen. datiini Baden feria miarta aide dominicam Invocavit
'" anno 98. Baden 1308 Februar 20.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. el
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1795.
1345. Rudolf von Höllenstein auf Burg Girbaden an Meister und Rat von Strass-
burg: der Bischof ha) ihm mitgeteilt, dass er das Scbloss wiedereinlösen wolle, und
ihn aufgefordert, den Original-Pfandbrief nach Molsheim auszuliefern. Seinen Gegen-
vorseblag, auf Girbaden selbst eine Abschrift nehmen zu lassen, ist vom Bischof
unwillig zurückgewiesen und mit einem Fehdebrief beantwortet. Desshalb erbietet er
sieh mit der Urkunde nach Strassburg zu kommen und ersucht um gütige Vermitt-
lung, gelien an samstag nach der groszen vastnacht anno 1398. 1308 Februar 23.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1346. Hans von Pfettensheim der junge an Strassburg: bittet, ihm 8 Tage den
Zutritt in die Vorstadt zu erlauben . . . wenne mich der uwern etliche bekumbert
hant, den ieh nüt weis schuldig zu sinde. geben an mentage noch der grossen
Vasthnaht anno 08. 1398 Februar 25.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
'
1347. Meisler und Rat von Schlettstadt an Strassburg: verwenden sich für ihren
Bürger Conrad Müller den jungen, dem . . . Clein-Ulrich Rock üwer burger sinen
hoff yn uwer Stat mit gerichfe gefronet und verbollen habe. geben am sanistage
nach sanle Mathis tage anno 98. 1308 Mär» 2.
Str. St. A. AA. 2036. or. eh. I. cl.
1348. Markgraf Bernhard von Raden an Meisler und Rat von Strassburg: ant-
wortet, dass C.ünz von Durmenez bereit sei Kehrung zu leisten für die Beraubung der
Sliassburger Bürger Claus l.angwilr und Katharin Hornbechin bei Sulz nach Massgabe
VI. 90
712 1398
der Einung zwischen der Stadt und dem Markgrafen. datum Stein f'eria secunda
post dominicam Reminiscere anno 98. Stein 1398 Milrz 4.
Str. St. Ä. AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1796.
1349. Bischof Wilhelm von S'lraßburg, Dietrich von der Witenmiile Landvogt »
im Elsaß, die 10 Reichsstädte und die Stadt Slraßburg schließen eine Einigung
auf fünf Jahre. 1398 März 5.'
In gotes namen amen, wir Wilhelm von gottes gnaden erweit und bestetiget
byschof zu Strazburg zu eim teile, ich Dietherich von der Wytenmülen lantfogt in
Eilsazz von der selben lantfögtye in Eilsazz und irer zu gehorde wegen, oder wer io
denne zu ziten lantfogt in Eilsazz ist, und darzu die schultheissen, meistere, rete,
bürgere und gemeinde der hie nachgeschriben riches stette mit namen Hagenow,
Colmar, Sletzstat, Wyssenburg, obern Ehenheim, Keysersperg, Düringheim, Rossliehn,
Münster und Selsz zu dem andern teile ; wir Lienhart Zorn dem man sprichet schult-
heisse der meister und der rat von Strassburg von unsern, unsere bürgere und u
unsere stette zu Strazburg wegen zu dem dirten teile verjehen und tun kunt allen
den, die disen brief anesehent oder gehören lesen, das wir gotte zu lobe dem heiigen
römischen riche zu eren und umbe gemeinen nutz des landes und aller lüte, die
darynne wandelnde, wonende oder seszhaft sind und umbe das, daz alle biderbe und
gerehte lüte dester bazz mögen sicher gesin libes und gutes uf wasser und uf lande 2»
und an allen enden vor den ungerehten gemäht und ufgesetzet habent ein gemein
eynunge von gebottes, geheisse und empfelhnisse wegen des aller durchlühtigisten,
hochgebornesten fürsten und herren, herren Wenczlaw römischen küniges czu allen
ziiten merrer des riches und küniges czu Beheim unsers gnedigisten herren, von des-
wegen wir daz geheissen sind und empfolhen ist von dem edeln wolgeboren herren, 25
e
herren Fryderiche graf zu Otingen und demme edeln herren Borziboy von Swinar,
houptman in Peyern und lantfogt in Eilsazz, die er darumbe zu uns gesant het mit
sime gewaltzbriefe, den sy uns gegeben haben besigelt mit des selben unsers gnedigen
herren des römischen küniges majestät ingsigel. und sol dise gemein früntliche eynunge
anegen uf disen hütigen tag und sol weren von disem hütigen tage fünf gantz jor, 30
die nehest nocheinander körnende, und wollen ouch, daz man uf wasser und uf
lande in diser gemeinen einungen weren sol allen roup, allen brant, mort, gefeng-
nisse und unreht widersagen, allen gewalt und unreht, die den widerfarent, die diser
gemeinen eynungen zu gehorent. were ouch, das andern kouflüten und andern erbern
lüten, sie sien geistlich oder weltliche, die unargwenekliche ritent oder varent, gent 35
oder wandeint und diser eynunge nit sind, dehein unlust geschee von den vorge-
schriben stücken, darzu mögend die sübene oder das neheste teil, do sogetone sache
bescheen ist, tun, so es vür sy broht wurt oder von in selbs empfinden, noch ge-
legenheit der sachen, alse si truwent, daz es diser eynungen nützliche und erliche
sie one alle geverde. und sollen die vorgenanten teile einander getruweliche beraten 4:1
und beholffen sin czu allen yren kriegen und nöten, die in uferstand in disen vor-
1 Vgl. die Anmerkung am Sehluss dieses Stückes.
1398
7i:t
5
10
M
25
I
geschritten zilen und czyten von den Bachen; die die gemein eynungen anerurenl
one geverde und gegen allen den, die Ire vigende enthalten!, busent, hofent, essend.
trenckent oder inzulegende sind mit worten oder werken und wider alle die Botichc
misztot deten, alse doTor geschriben etat, alse es die sübene oder der merretei] ander
in af ir eyde erkennent, die; daran benennet und geselzet werden vor den vor
naiden teilen, das ist zu wissende, von den drien leiln, von yedeme teile zwene
man, und so] dar/u ein gemein sübendeman sin der Ironie veste Jeratheufl von liaczen-
liusen vom Sleyne. und sollend oucli die sübene sweren an den belügen, da/, vürder-
liclie und one verlzog zu spreehende umbe alle die saclien, die vur sy kommend
von der gemeinen eynunge wegen in alle die wise, alse obe die teile in Fremde
werenl und sy zu inen noch zu deheim teile under in nit gehorten, und sol oueh
ir debeinr uiht mftte noch mütewon nemmen noch nieman von iren wegen one
gewerde, und isl es, das under ynen den rorgenanten teiln deheins deheinr bände
not oder hresie anegionge in die wise, daz man es anegriffe, kriegete oder schedigete
oder dehein teil deheine elage an iemans notdürftig were, so mag daz teil, das man
also schedigete oder zu clagende bette, oder die indem teile, den der schade gesehen
ist, demme «übende manne ver.sehriben und den manen, <laz er die andern seh
sin gesellen unverczogenliche zu ime besende zum ersten lantage gen Strasburg,
zum anderen gen Mollesheim und zu dem dirlen gen Hagenow und also die lantage
Tür sich iizz. und sollen der sübendeman undc die sehsse sine gesellen by iren eyden
unverczogenliche raren in die stat, dar sy denne von demme sabendemanne gemant
worden sind, die Bachen verhören und nit von dannan komen, sy oder der merreteil
under inen haben denne erkant by iren eyden, waz si duuckel, das denne zu der
selben Sachen zu tunde sie, es were danne, daz sy es mit des klagenden teils willen
übertragen mühten, und waz dieselben sübene oder der mererenteil under in darumbe
bekennent, daz dem klagenden teile zu tunde, zu helfTende oder zu rötende sie, und
wie verro mau ime helffen solle noch gelogenheit der sachen, es sie mit uzzogende,
mit eim besesz und mit allen sachen, daz sollen die vorgenanten teile by iren eyden
getruweliche voilefüren on alles ander erkennen, one alles sinnen und hindernisse. wer
oueb, daz ieman, wer der were, der drier teile deheins anespreche, war umbe oder
von waz sachen wegen daz were, und den teil, der anegesprochen wurde, mit rehte
darumb wolte benügen vor den sübenen dieser eynunge, wolte darüber den anesprechex
gegen dem anegesprochen teile sich mit rehte vor den sübenen nit lossen benügen
und in darüber bekriegen, darzu sollen die anderen zwey teil demme anegesprochen
teil beroten und beholffen sin; und sollen die sübene erkennen, wie man dem teile
darzu helffen solle, doch usgenommen kantliche lehen. were ouch, daz ieman der
driger teile deheins anespreche und wolte daz teil, daz angesprochen wurde, sich mit
rehte gegen dem anesprecher nit lossen benügen vor den sübenen diser eynunge,
so sol dise eynunge, darumbe es angesprochen ist, dem teile nit beholffen sin, da-
rumbe es sich mit rehte nit wolte lossen benügen ouch uzgenommen küntliche lehen.
doch also, waz helffe die selben sübene oder merreteil ander inen erkennet, das zu
der hebte dieselben vorgenanten drüteil ein teil alse vil helffen und dienen sol alse
das ander, es sie mit gerillem oder füszgandem Volke oder mit kosten zu habende
714 1398
one geverde. wurde man ouch einen besesz also tunde, so sollend die, die zu diser
eynungen gehörend und den sachen gesessen sind, den gezüg, so sy hant, und daz
man darzu bedarf vürderliche darzu lihen, und werez, das üt von soliehem gezüge
verloren oder gekrencket werde, daz sol man widerkeren noch der sü bener erkcnt-
nisse oder des merrenteils under inen, und waz kosten dar uf gel, welhr hande der »
ist, den sol dise eynunge gemeinliche liden und geben, und sol ye daz teil sinen
teil des kosten geben und bezalen in dem nehesten monote darnoch by dem eyde
one verczog, so das von demme sübendemanne an es gevordert wurt. werez ouch,
obe dise eynunge dehein slozz oder vestin gewünne, wo denne die sflbene oder der
merreteil wider in erkennent, daz man das slozz oder die vestin brechen solte, so iu
sol man das slozz oder die vestin unverczögenliche brechen mit gemeinen kosten der
eynungen. erkanten aber die subene, das man das slozz oder vestin behaben solte,
so solte es der obgenanten teile gemein sin. weres ouch, obe man in solichen slos-
sen oder vestin gefangen oder gut gewünne oder obe sus anderswo der gemeinen
eynunge glefen und dienere deheinrhande gefangen oder gut gewünnent, do sol man 13
die gefangen und das gut teiln ieglichem teile noch markezal alles ungeverlichcii.
wer aber, das der vorgenanten sehsser einre oder me, so sy uf soliche tage varen
sollent, nit daheime werent oder daruf nicht kommen möhtent oder ein teil die si-
nen andern wolte, so sol das selbe teil ander an der stat schicken unverczögenliche.
und sollend denne die oder der, die also darzu geschicket werdent, sweren das reht m
zu sprechende in alle die wise, alse davor ist bescheiden, und alles das mäht haben
zu erkennende, das der oder oder die hettent, an der stat sy denn do sind, one alle
geverde. waz krieges ouch in diesen zilen der gemeinen eynungen dehein teil under
in anegefallen were und vor den sübenen uzgetragen were, das man dem teile helffen
solte, und die kriege, die in disen zilen nit gerihtet noch gesünet werden, darzu n
sollend sy einander ein jar beraten und beholffen sin noch disen fünf joren, alse die
subene, die das moles worent, do sich der krieg erhup, oder der merreteil under
inen erkennent one alle geverde. waz redelicher schulden der vorgenant teil deheins
schuldig were, bezalt das teil die schulde nit, so sol man ime nit darzu beholffen
sin. were aber, das ieman an der vorgenanten teile deheins deheine unredeliche s°
schulde vorderte oder darumbe anegriffe, und das anegesprochen teil beduhte, das
die schulde nit redeliche were, wil do der anegesprochen teil dem anesprecher da-
rumbe rehtes gehorsam sin vor den sübenen diser eynungen, und verspreche der
anesprecher des rehten darumbe von dem anegesprochen teile und wolte in darüber
bekriegen, so sollent ime die andern teile wider den oder die beraten und be- ^
holffen sin, und sollen die subene erkennen, wie man dem angesprochenen teile dar-
zu helffen solle one alle geverde. doch griffe ieman den andern an vür schulde, der
sol mit den pfänden pfentliche gehören und umbe das, daz die strazzen uf lande und
uf wasser dester baz gefridet werden mögen, so sol iegliches teil under den vorge-
nanten drien teiln mit sime kosten und schaden uzrihten und haben zehen glefen, «
ye die glefe mit zweien pferden und einspennige gewoffente knehte, yeglichen mit
eim pferde, und das der gewoffente kneht habe mit namen : sin pantzer, ein ysin
hüt und ein spiesz in der hand oder sin armbrost alle wol uzgerüstet. und sollen ye
1398 71".
<\c* teils glefen ein hoptman haben und sollend die drie houptmann deme houptmanne,
der denne diser gemeinen eynunge rolkes bouptman ist, so er selber uf dem relde
gegenwertig ist, gehorsam sin, wanne dise eynunge ein gemeinen bouptman haben
sol, der von der gemeinen eynunge wegen dar gegeben und gekosen sie von ersl
i ein gantz jor uzz und darnoch sise lange, alse die snbene oder der merreteil ander
in erkennent, das es diser eynunge gefügliche und nutze sie. und sol der houptmana
und gesinde des riches renlin mit in f&ren, so «Jas notdurftig ist, und stellende sin
Beb bösen argwenien (!) und iihellcligcn löten, die uiil Domen, rohe, morde, brande,
gefengnisse, unrehtem widersagende und andern bösen werken den Stacken glich
in leman schedlgent an übe oder an g&te, so verre das sy soliche getal nit verantworten
mfthtenl mit eim gemeinen glichen rehten. und darumbe sy nit gemeines glichen
rehten sieh erbietent zu gebende und zu nemmende und des gehorsam sind vor den
sübenen. und wo zu soliche löte vürkommend oder sy su wustent oder befunden!,
do der vorgenanten gemeinen eynunge Volkes höplman mit bi yn uf dem velde were,
15 die sollen sy by iren eyden vohen, anegriffen und ufenthalten und die zustund ant-
wiirtcn in die nehesle stat, die zu dieser eynunge geboret, in der subener nammen
demme obirsten meister, der denne zu der zijt in der stat ist. und sol ouch der
Btetmeyster dieselben in der gefengnisse also enthalten nutz uf der subener spre-
chen, und war in denne die sübene heissenl, vürbasser antwurten oder do mitte*
20 tun, das sol denne der stetmeysler, dar er denne geantwurtet ist, unverezogenlich
halten, tun und vollefürcn. und sol ouch kein slelineyster uoch oleman BOÜchen
efangen anders dehein tag noch zil geben one der subener geheisse und willen,
were aber, das der vorgenant houplman selber by dem volke uf dem velde were
und vornan gefangen wurde, den sol der hoptmann in sinen gewall f&ren und in
H hallen nutz, uf der subener sprechen, und was die subenc erkennen, daz man demme
oder den gefangen tun oder man von inen rihten solle, das sol der vorgenant houplman
einen unverczogenliche heissen Um und von inen tun rihten, alse es die subenc
denne erkant habent, und sol ouch den gefangen dehein /.il geben one der subener
urlop und erkennen, wände ouch die subenc V Orderliche sollend erkennen und tun
io von inen rihten noch dem rechten und noch der getal, alse sy denne begangent
an! mit den obengenanten bösen stücken, noch gelegenheit der sachen mit einer
solichen bösen und besserungen, alse sy denne noch dem rehten verschuldet haut
'noch erkentnisse der vorgenanten subener oder des merrenteils ander inen, und sol
Iman ouch die von handen nit lossen one aller der vorgenanten teile willen, es sollen
ouch aller derselben teile, stette und vestin dem selben volke und ouch allen andern,
die zu den teilen gehörenl, von aller der sachen wegen, die zu diser gemeinen ey-
nungen treffent, ofl'eim sin, dar inne und dar uz zu behelflende und in selber daz
beste zu tunde zu iren nöten der gemeinen eynungen one alle geverde, doch un-
schedeliche den, des die slosse werent. weiht stat ouch zu gesprochen wurde umbe
in schaden, der einie usser eim slosse oder stat diser eynunge oder wider dar in ge-
scheen were, do sol die slat, der also zu gesprochen wart, dem sfibendemann ver-
BChriben, daz es der den andern sehssen sinen gesellen vürbasser verkünde, und
sollend denne die teile in diser eynunge ire sehsse zu dem sübendeman schicken.
716 1398
glich als obe dise eynunge noch denne were, und sollend die sübene uf ir eyde be-
kennen, wie man sich gegen der stat, der do zu gesprochen ist, von der zuspräche
des schaden wegen halten wolle und wie die sübene oder der merreteil ander in
erkennent, daz man der stat tun oder mit in liden sol noch gelegenheit der sachen,
daz sollend die andern teile halten und voilefüren, und sol die angesprochen slat t
sich do mitte lossen benügen one geverde. dieselben vorgenanten teile sollend oueh
bestellen und besorgen, das man in in allen stetten und vestin diser eynungen den
vorgenanten glefen und dienern, iren pferden und in selber koste geben sol umbe
bescheiden zitlich gelt ungeverlichen. in welhes teilsgebiete gebiete oder gerihte ieman
kerne, der ein schedelich übeltetig man were und den andern teiln oder ir eim oder 10
den iren schaden geton hette in den zijten dieser eynungen, und das selbe teil oder
der rat des selben teils erkanten uf iren eyt, daz er ein schedelich man were und
sy wider reht geschediget hette, do sol das teil, do hin er kommen ist, in anegriffen
und in büssen und bessern noch dem rehten gliches wise, alse obe demselben teile
dazselbe unreht gescheen were. wo ouch dieselben teile befündent, das ieman, wer 15
der were, der under ir deheins teils gebiete seszhaft were, ein frömde volk oder krieg
in der teile deheins brehte unervolget sinre sachen vor den sübenen, den sol das
teil, under deme er denne seszhaftig ist, herteklichen und vesteklichen straffen, durch
das sich es ander löte dester e erlossend zu glicher wise, alse es denne die sübene
oder der merreteil under in erkennent ouch one geverde. weihe herren rilter, knehte 20
oder stette, die in diser eynungen zilen sitzent, dise eynunge nit gesworen haut, wo
do die egenanten sübene oder der merreteil under in erkennent, obe es sie ehte
notdurftig beduncket sin diser eynungen, das der oder die dise eynunge sweren
sollend, die sollen unverezogenliche dise eynunge sweren mit allen puneten und
artickeln zu haltende und vollefürende und ze tünde alles das, daz dovor geschriben -5
stat in eim solichen zile, alse es denne die sübene oder der (der) merreteil ander
in erkennent und ouch zu der eynungen zu dienende noch erkentnisse der vorge-
nanten sübener oder des merrenteils under ynen. welhr das nit endete und daran
ungehorsam were, demme oder den sol dise eynunge nit beroten noch beholffen sin.
und sol dise eynunge den oder die solich haben und underwisen, das sy gehorsam 30
sient zu swerende dise eynunge und zu tunde, alse davor geschriben stot. würbe
ouch ieman in dise eynunge, do die vorgenanten sübene oder den merrenteil under
in beduhte, daz er diser eynungen nit gefügliche were, den sol man nit dar in
nemmen noch empfohen. und sol ime ouch dise eynunge nit beholffen noch in schir-
mende sin ungeverliche. wer ouch, daz ieman diser teile der eynungen empfände, 35
daz ein frömde volk in dis landt züge oder ziehen wolte, das sol es zu stund unver-
zogenliche dem sübendemann verkünden, und sol denne der sübendeman zu stund,
so es ime verkündet wurt, oder obe er es von ime selber wüste oder empfünde, die
anderen sehsse sin gesellen besenden und beschicken an eine stat der vorgenanten
stette, wo in das aller gelegentlichste duncket, und sollen ouch die sehsse vurder- jo
liehe aldar komen und zu rote werden, waz man darzu tun oder sich dogegen stellen
solle, und waz die sübene also überkoment, daz sollend die vorgenanten drü teil tun
und vollefüren one alle geverde. es sol ouch dehein teil under den vorgenanten
i
1398
717
• i 1 1 1 ieman trösten in sine statte, restin oder Blosse wider diese eynunge nn<l er
neme denne dise eynunge azz. wer onch, das dehein anegriff in den obgenanicn
zilen diser eynungen den obgenanten teiln oder deheine ander in bescfaee, do sollen
ye die nehesten zu ziehen vi'irderliehe und mit eim geschrey noelivolgende sin und
i das weren imd daizu beholffen zu sinde getrnweliche noch irem besten vermögende
darzu zu tunde glicher wise, alse obe yn die geschihl und schade selber gescheen
were ungeverlichen. und mögen ouch die subene die vorgenante summe glefen wol
Imerren, so es sy notdurftig bedunckel sin, one geverde. ouch sollend alle lierren und
sielte, die in diser eynunge sind oder dar in kommend, von keinr bände sache wegen,
dovon krieg uferstanden were, in diser eynunge deheine tedmge, friden, sftne, rihtunge
Ioder nrsagen nit. \i( nemmen one der egenanten teile aller wille und gehelle one
geverde. wir wellent ouch und setzent, daz man dehein clostar noch kirchofe nit
röben, stürmen oder stören so! in dehein*! hande weg in diser eynungen, es
werent denne soliche clöster oder kirchofe, daruz oder darin dise eynunge gesche-
digel were worden oder würde ungeverlichen. ouch sollend die subene, die über dise
eynunge gesetzet sind, alle mole zusammen körnen an yedem nehesten suntage noch
yeder fronvasten in der Obgenanten stelle eine und die eynunge aldo besitzen und
all«' clagen und sachen, die vür die eynunge gehörend, verhören und usrihten getru-
weliche uf ir eyde one geverde. duhle aber den sübendeman, der denne zu zy teil ist.
tt daz es notdürftig were do /wüschen! zusammen zu koinmende, so mag er die andern
sehsse sin gesellen verschriben und sy zi'i ime besenden in der vorgenanten stette
eine oder aber in ein ander slat, wo es in denne beduncket, das ez aller nützlicheste
und gelegenlichsle sie. wer ouch das yeman, der zu diser eynungen gehört, an deme
dien8te, so er zu diser eynungen tnn so], sinnig were, also das er sine löte mit den
25 glefen gewofl'enlen knehleii oder den pferden, so darzü gehörent, nit bereitet noch
wol uzgerüslel hellen uf die zyl, alse ime von dem houptmannc diser eynungen, der
denne zu zyten ist, verkündet were, was bresten denne ieman also hette, sin sie
Kitzel oder vil, den sol derselbe botiplm; len vorgenanlen sübenen sinen gesellen
tlr^ nehesten, so sy zu saineu körnend, vurderliche verkünden und sagen, und sollend
lenne der oder die, an den der breste gewesen ist, vor ye die glefe alle tage der
ler gemeinen eynungen zwen guldin gehen und vür ye den einspennigen ein goldin
nich gehen und sollend das gell die vorgenanlen subene hy ireu eyden nieman varen
lossen und sol ouch ye das teil sin gelt, das es gehen sol, geben und bezalen in dem
nehesten mönote darnoch one verezog, so es an unsern teil eins von demme Bttben-
lemanne gevordert wurt. wer ez ouch, obe dehein herre oder stat oder wer die
Werent, die zu diser eynunge gehörend, zu der zi.jl. so sy zu der eynunge dienen
sollen, semmeliche löte mit glefen darzu schicketent, die dein houptmann und ilen
BObenen diser eynungen nit gevelliche werent, die mögen der houplman oiler die
subene wider heiin senden und ander heissen an der stat schicken in den nehesten
hie tagen darnoch, die do göl redelidie iiml reisig sind zu rilende one verezog oder
lie löte mit den glefen und die reisigen knehte mit), die1 in nit gevelliche werent.
1 Dies Wort muß wohl eingesetzt werden statt des in der Vorlage stehenden: nit.
718 1398
alse do vor stat, bi in behoben, untz ander, die man an irer stal dar sendende wart,
komend. wer es ouch, das ieman widerseite offenn vigentschaft oder kriege in diso
eynunge broht hette, waz schaden oder Sachen do von vormals uferstanden und
gescheen were, darzü sol dise eynunge nit beholffen sin, sy dete es denne gern,
wolle man aber den selben vurbasser kriegen, über das er sieh rehtes erbütte und >
gehorsam weite sin vor den subenen diser eynungen, so sol man ime auf den eyt
von diser eynungen wegen beholffen sin umbe alles daz, waz ime darnoch beschee
und widerfure. ouch sol dise eynunge ein gemein ingesigel haben, und sol ouch das
der sübende man allewegen by ime behaben. und sol ouch dise eynunge ein gemein
geswornen schriber haben, der nit domitte besigeln sol one des subendeinans wissende w
und willen, und sol ouch nieman kein vurgebot geben one des subendeinans geheisse,
wissende und willen, es ist ouch beredt : wer ez, do vor got sie, das der vorgenant
herre Wilhelm byschof zu Strazburg in disen zilen abegienge, das got lange wende,
oder von dem bystum kerne und zu eim andern bystum kerne, oder in weihen weg
das beschee, so sollend wir die andern zwey teil mit namen : die stat von Strassburg 15
und die riches stette dise eynunge die vorgenanten zile uz halten und vollefören in
der mossen, alse diser eynunge brief vorset und seit one alle geverde. wer ez sache,
das her Wilhelm byschof zu Strassburg vom bystum keine, solte man denne dise
eynunge gegen dem bystum halten, so sol man ouch har inne besorgen, das daz
bystum mit helffe, dienste und allen dingen den vollen tüge, alse obe der selbe herre 20
der byschof do by bliben were one geverde. in allen diesen stucken sol usgenommen
und behalten sin allen vorgeschriben herren, stetten und andern, die in diser eynunge
sind oder harnoch dar in komend, und ir yeglichem besunder alle ir friheite, gerillte,
rehte und gewonheit, alse si die biezhar broht und gehept hant, und alse von alter
har komen ist. ouch sol sich nieman reisig machen noch sin,' er sy denne von dem 25
woppen geboren oder habe ein herren, geistlichen oder weltlichen oder stette, die
dem lande gesessen sind und die in zu dem rehten versprechen wollen oder zu dem
rehten mehtig sind, in diser eynungen nement wir alle gemeinlichen usz den vorge-
nanten unsern herren, herren Wenczlaw dem römischen kunig und das heiige rieh
mit sinre herrlichkeit. so nemen wir Wilhelm byschof zu Strassburg harinne uz die m
stat und bürgere von Strazburg. so nemen wir die von Strasburg harinne uzz den
herren, herren Wilhelm byschof zu Strazburg und das bystum und die stifte zu
Strazburg den durchluhtigen hochgeborenen forsten und herren herren Lütpolden
e e
hertzoge zu Osterrich und unser gnedige herschaft von Osterrich ; den hoherbornen
fürsten und herren, herren Bernhart marggraff zu Baden ; die erbern wisen unser 3r>
besundern guten frunde und eytgenozzen, die burgermeistere und rat der stat Basel,
alse wir mit der yeglichem besunder vereynet sind und die früntschaft, die wir hant
mit unsern guten frunden dem schultheizzen und dem rate der stat Sarburg, also und
mit der bescheidenheit, wer ez, das der eynungen oder früntschaft deheine uzgienge,
daz wir denne die vurbasser erlengen möhten und das uns daz an diser eynungen nit 40
sol schaden in deheinen weg, doch das die büntnissen und eynungen, daryn wir uns
vurbasser verbundent oder vereynient diser eynungen ir zil uz unschedeliche sien.
wer ouch, das unser dehein teil oder eins besunder uf disen hütigen tag mit iemanne
1398
H9
deheine ursage hetten, die nemment wir ouch harynne uz. also wurde dise eynunge
ützit mit in zu schaffende gewinnen, so sollen wir yn unser ursage vurderliche abe-
sagen, und darnoch vigentliche gegen in tun alse gegen andern, alle vorgeschriben
dinge und ir yegliches besunder habent wir die vorgenanten Wilhelm byschof zu
Strassburg, Diethcrich von der Wytenmülen lantfogt in Eilsaz und ouch wir die vor-
genannten stette vür uns und unser nochkomen gelopt und lipliche an den heiligen
gesworen getruweliche stete und veste zu haltende unverbröchenliche und zu volle-
lurende in alle die wise, alse vorgeschriben stat. und darzu, wenne unser rete in den
stetten obgent, das denne die alten abgenden rete den nuwen anegenden reten dise
eynunge yn iren eyt geben unde empfelhen sollend zu haltende, zu habende und zu
vollefürende in alle die wise, alse diser eynunge brief seit, alle argliste und geverde
harynne uzgeslossen. und zu eim woren Urkunde aller vorgeschriben dinge so haben
wir der obgenante byschof Wilhelm, Dietherich von der Witenmülen lantfogt und wir
die vorgenanten stette unser ingesigele an disen brief geton hencken. der geben
wart an dem nehesten zinstage vor sant Gregrorientage des heiligen babstes in dem
jore, da man zalte von gottes gebürte drützehenhundert jore nüntzig und ahte jore.
und sind dirre briefe drie glich : der eine by dem byschofe von Strassburg, der ander
by dem riche und der dirte by der stat von Strassburg, die ouch by in bliben söllent.
Str. St. A. Q. ü. P. lad. 44/45. nr. 84. 1. 2. 3. or. mb. lit. pat. c. 1 sig. pend. 3 Exem-
plare vorhanden mit je 13 Siegelbändern, bestimmt für die Siegel von: Setz, Münster,
Rosheim, Türkheim, Kaysersberg, Oberehnlteim, Weissenburg, Schlettstadt, Colmar,
Ilagenau, Straßburg, Landvogt, Bischof von Straßburg. Nur das Siegel des ImikI-
vogtes hängt, die andern 12 Bänder sind unbenutzt. •
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1797.
I
1350. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt . . .
unsere lieben getruwen Georgen von Bach unsern hofmeister und Hansen von Seibach,
etwaz sach von dez bischofes wegen von Straszburg an uch zu werben . . . datum
in castro nostro Stein feria quinta ante dominicam Oculi anno 1398.
Schlots Stein 139H März 7.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1798.
1351. Buprecht von der Pfalz an Strassburg: mahnt, Boten zu dem von ihnen
unter seiner Vermittlung gewünschten Sühnetage mit den Herren von Bitsch zu
schicken, und beglaubigt seinen Bevollmächtigten Volmar von Wykersheim.
Heidelberg feria 5 post dominicam Oculi anno 1398. Heidelberg 139S März 14.
Str. St. A. AA. 105. or. eh. I. cl
i Vgl. über diesen Vertrag, der wohl niemals Oiltigkeit erlangt hat, die Bemerkungen i. d. D.
R. A. III S. 10. Doch ist dort irrthümlich dinstag vor sant Gregorien aufgelöst als 11 März, während
es der 5 März ist. — Vgl. unten nr. 1369 den Brief Dietrichs an die Reichsstmite im Klsass.
VI.
91
720 1398
1352. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : er solle ... an zinstag
März to. nehst kummet gar einen ernstlichen tag bii uns zu Baden leisten . . . und bitte
deshalb um Zusendung zweier Batsfreunde, da es «um solche sache» sich handle,
bei der er der Strassburger dringend bedürfe. datum Baden sabbato ante do-
minicain, qua cantatur Letare anno 1398. Baden 1398 März 16. »
Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1799.
1353. Wilhelm byschoff zu Strazburg einsite und Graff Eberhart von Kirchperg
dechan und das cappittel der merren stifft zu Strazburg andersite verjehent und be-
kennent, . . . dass des Meisters und Bates zu Strassburg bevollmächtigte Boten : io
Herr Bfilman Swarber stettmeister, Thoman von Endingen, Bülin Barpfennig amman-
meister, Dietherich Burggraf, Johans Bock, Ulrich Gosse altenammanmeister, Claus
Billung dem man sprichet gfiten Claus . . . eine Bichtung und Sühne zwischen ihnen
zu Stande gebracht haben. . . . von sogetaner zusprachen und gebresten wegen, so
wir gegeneinander gehept hant. actum feria seeunda proxima post diem seti Gre- u
gorii papae anno 1398. 1398 März 18.
Str. St. A. AA. 1422. or. mb. Ut. pat.
1354. Hagenau an Strassburg: will sofort Nachricht geben, sobald irgend etwas
über «houfmngen» und dergl. verlautet, und erwartet dasselbe von Strassburg, dem es
jederzeit bereit sei zu Hülfe zu eilen . . . wir habent ouch mit unserm herren dem 20
lantvogte dovon geret, ist sin meynunge, allen richsstetten daz zu schriben, und obe
man üt zi'i den sachen tiinde würde, daz sü daruf gewarsam sin wellent. datum
feria quarta post Letare anno 98. 1398 Mars 20.
Str. St. A. AA. 2017. or. eh. I. cl.
1355. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet, einen Aufschub für 25
den zwischen dem Grafen von Salm und dem Bischof von Strassburg in ihrer Stadt
angesetzten Tage bis zum 25 März zu erwirken, weil der von Salm durch eine Tag-
leistung mit Ludwig von Lichtenberg in Anspruch genommen sei. datum Baden
feria sexta ante dominicam Judica anno 98. Baden 1398 März 22.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl. 30
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1800.
1356. Der Abt des Klosters Liltzel an Slraßburg über seine Haltung gegenüber
dem Pabste von Rom und Avignon. JBnrtrtrtm 1398 März 23.
Erbern wisen und lieben frund und furderer . . uns ist furkomen, wie ellich
h'ite geistlich und weltlich vor uwerer . .' uns ze smechen geret habent und zihend uns, 35
wie wir uns halten gein Avion und niht gein Borne, wir sprechen aber, daz uns die,
1 Zu ergänzen gnaden o. dergl.
1398 724
die daz geredt habent und noch redent, niht gütlich tünd und vcrbcrgeiit zwar die
warheit, wer sü sind, nieman uszgcnomen, wan wir und unser gotzhufl uns nie
niiderswa gehieltcn denn gein Rome. davon bitten wir uwer erberkeit, früntschaft
und wisheit mit demütigem Hisse, daz ir fürbas von uns ein solichs nit weint glöben,
5 wan ir wol mügent verstan, daz ein solichc unworheit kumt von valschem bertxeo
und getrüwenl, ir lant üch unser bitten und geschrift niht verdriessen, wann mähten
wir üch üt getün, daz üch dienst und lieb were, dez weren wir willig. geben zu
Ensisheim an samstage vor Judica in der vasten anno etc. nonagesimo octavo.
Brüder Heinrich von gotes gnaden abte zu Lützela.
, Str. St. A. V. C. G. K. 22. or. eh. I. cl.
1357. Raimund von Ettendorf, Herr zu Hohenfels an Strassburg: bittet um
Freilassung seines gefangenen Dieners Kuntz von Wiltenheim, der myn wartet und
niemans anders, och nüst mit uch zu schaffen het. geben ulT fritag vor dem
palmentagc anno 1398. *<*»* MUrz Mfc
Str. St. A. Abt. IV, 29. or. eh. I. cl.
1358. Markgraf Bernhard1 von Baden an Strassburg: ist bereit, den vom Bischof
vorgeschlagenen Tag am 13 April in Strassburg zu leisten, und bittet, dies dem
Bischof sowie dem Ritter Rudolf von Hohenstein mitzuteilen. datuin Baden feria
tertia proxima post dominicain Palmarum anno 1398. Bade» 1398 April 2.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1805.
1359. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet, den Wein zollfrei
durchgehen zu lassen, den sein Kammerknecht Hans Zelter für ihn gekauft habe.
datum Baden feria quarta post festum pasche anno 1398. Baden 139 s April lo.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1807.
1360. Rüleman an Meister und Rat von Strassburg: wünscht freies Geleit, um
seine Unschuld darzuthun. geben sabbato post diem pasce anno 1398.
1398 April 13.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1361. ('.nutze Felleberg an Strassburg: bittet um Aufenthalt in der Vorstadt bis
21 Juni, da er «ernstlicher sachc wegen mit den uwern zu reden babfl von schulden
wegen». geben uff samstag nach dem heiligen ostertage anno domini 1398.
139S April 13.
3j Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1 Derselbe an den Ammcister Konrad Armbruster : sendet und beglaubigt seinen Amtmann Hatts
Conzman von Staffurt. Baden 1398 Miirz 31. — Ebenda AA. 103. or. eh. I. cl. — Reg. d. Mrkgr. ».
Bad. nr. 1S03.
722 1398
13(52. Schultheiss und Rat von Gengenbach an Strassburg : . . . wissen, daz wir
ein personen hant by uns, die belümdet ist von der malendrige, die öch so
krank an irme libe ist, daz wir sü in die stat gon Straszburg nit geschicken mögent
zu den meistern, die ir gesetzet hant, die lüte ze besuchend; bitten desshalb, dass
jene . . . zu uns (nach Gengenbach) koment zu derselben personen . . . datum •
feria secunda post dominicam Quasimodogeniti anno domini 98.
Gengenbach 1398 April 15.
Str. St. A. AÄ. 2016. or. eh. I. cl.
1363. Bernhard von Schauenburg an Meister und Rat von Strassburg : kann
Albrecht von Neueneck nicht, wie er versprochen, vor sie nach Strassburg bringen, io
da letzterer inzwischen durch Fehde genötigt sei, auf seiner Burg zu bleiben. Bittet
Mai 26. desshalb die Ordnung der Angelegenheit bis Pfingsten zu verschieben. geben an
der nehsten mittwochen vor sant Gergentag anno 1398. 1308 April 17.
Str. St. A. Abt IV, 72. or. eh. I. cl.
1364. Strassburg an Bernhard von Schauenburg : . . . alse du uns verschriben ' n>
hest von Obrehtes von Nuwenecke wegen, do wellent wir die sachen in guten dingen
gegen Obrehte lassen geston bitze uszgonder pfingestwuchen nehst komet ane geverde,
alse das du für in sprechest alse vor und uns des dinen brief mit disem hotten wider
schickest unde mäht in dozwüschent zu uns bringen in der mossen, also du mit uns
und wir mit dir dovon geredt hant. datum sabbato proximo ante festum beati 20
Georgii martiris anno 1398. 1398 April 20.
Str. St. A. E. E. or. mb. I. cl. c. sig. i. v. impr.
1365. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet, dem von ihnen ge-
fangenen Falkener seines Oheims von Bitsch, Meister Walther, «ein zil zu geben biz
Mai 16. uf den pfingstag». datum Baden feria secunda ante Georgii anno 98. 25
Baden 1398 April 22.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1809.
1366. Dietherich von Wasselnheim an Meister und Rat von Strassburg: die
Gefangennahme des Saarburger Bürgers Hans Kropf2 sei geschehen, als er im Dienste 30
Strassburgs im Kriege gegen Bitsch am Kochersberg und an der Zorn Wache gehalten
habe; ausserdem habe jener ihn und die Seinigen früher geschädigt, so dass er
mindestens völlige Kehrung verlangen müsse. geben uf st. Gergentag anno 1398.
1398 AprU 23.
Str. St. A. Abt. IV, 74. or. eh. I. cl.
35
1 Vgl. vorige Nummer.
2 Die Namensform wechselt zwischen Kropf, Krepfe, Crape.
l.TJK
723
1367. Dietrich von Wassclnheim an Meister und Hat von Strassburg: bittet
iinl ihr Schreiben hin um freies Geleit nach dort . . . um ueh zii orzalen, in welicher
mossen micli Hans Krepfe geschediget het. geben uf miltewucben noch sct. Gergen
tag anno 98. 1398 April 24.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. tt
1368. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Rat von Strassburg:
Hans und Albrecht genannt Heide von Diffenowe, die zu dem Markgrafen gehören,
hätten ihm widersagt, und desshalb bitte er sie, den Markgrafen von Baden zum Ein-
schreiten gegen dieselben zu veranlassen, widrigenfalls er keinen weiteren Tag mit
10 dem Markgrafen halten werde. geben mittenw\>chen nach Georgentage.
[1398 April 24.] «
Str. St. A. AA. 1483. eop. eh. coaev.
Beg. d. Mrkgr. v. B. nr. 1810.
I
1369. Landvogt Dietrich von der Witenmüle an die Reichsstädte im Elsass:
Hagenau, Colmar, Schlcttstadt, Weissenburg, Oberehenheim, Kaysersberg, Rosheim,
Türkheim, Münster und Selz : mahnt sie dringend in des Königs Namen, in Gegen-
wart des von ihm gesandten Schreibers Jose von Pfortzheim, die jetzt ausgefertigten
Einigungsbriefe der Einigung, «die die sehsse von der drier teile wegen gesworen
haben», zu beschwören und mit den Stadtsiegeln zu besiegeln.* datum ipsa die
festi seti Marci evang. anno 1398. 1398 April 25.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 45/46. or. eh. I. cJ.
Gedr. Als. dipl. II, 302.
Beg. D. B. A. III S. 10.
1370. Saarburg an Strassburg: dankt für die Hilfe, die Strassburg ihrem von
25 Dietrich von Wasselnheim gefangenen Bürger Hensel Crape gewährt hat. Bittet, ihm
weiter behilflich zu sein, dass er ledig gezahlt werde . . . wand er ouch in unser
botschaft waz zu Lütholde von Kolbeczheim, alz er und her Wolf üwer wiszheit wol
sagende werdent. den selben wellent glouben, was si üch mit dem münde von unser
wegen sagende werdent. datum ipsa die beati Marci evangeliste anno 1398.
so 1398 April 25.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 45/46. or. eh. I. d.
1371. König Wenzel an Strassburg: fordert auf, bevollmächtigte Gesandte zu
schicken, die zu mitwochen über virezehen tag zu Koblencz sein sollen. geben zu
Luczemburg des sunabendes noch des heiigen creuezs tage reg. boh. 35 reg. rom. 22.
Luxemburg 1398 Mai 4.
Str. St. A. a. d. Sani I. 18. VIII nr. 72. or. eh. c. s. •'. v. impr.
Gedr. D. B. A. III nr. 38.
• Vgl. Anmerhg. 1 zu nr. 137C Bernhards Brief vom 22 Mai 98.
2 Vgl. oben nr. 1349.
.l/.ii tt.
724 1398
1372. Lienhart genant Schultheisz ritter, Reimbolt Huffelin der eilter, Johans
Bock, Claus Merswin die vier meistere, Cünrat Armbrosler ammanmeister der stille
ze Stroszburg und darzu ich Thoman von Endingen ritter und ich Ulrich Gosse alt-
ammanmeisler verkündigen, dass sie eine Sühne zu Stande gebracht haben zwischen
Bischof Wilhelm von Strassburg und Ritter Rudolf von Hohenstein in ihren Streitig-
keiten wegen Pfandschaft und Lösung der Burg Girbaden.1 geben des nehesten
zinstages noch sante Philippes und sante Jacobes tage . . . do man zalte 1398.
1398 Mai 7.
Str. St. A. AA. 1422. cop. eh. coaev.
1373. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : antwortet auf die Einladung i«
zu einem Sühntage in Strassburg in der Streitsache seines Ritters Rudolf von
Hohenstein und des Bischofs von Strassburg . . . nü mögend ir wol wissen, daz wir
Mai is. mit dem bischoff ein tag zu obren Bühel an mitwoch nehst komet leisten sollen,
als der dar berett ist. dez selben tage wir ouch da warten oder gen Lichtenow durch
uwern willen dann schicken wollen denselben tag zu leistend in der masz, als er «
berett ist . . . Sonst müsse er bitten einen andern Tag anzuberaumen und ihm davon
rechtzeitige Mitteilung zu machen. datum feria quinta proxima post dominicam
Cantate anno 1398. 1398 Mai 9.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad nr. 1812. K
1374. Claus Lauweler der ältere von Strassburg : urkundet, dass er zu Baden
und anderswo geredet habe, der Wein, den die Badener Wirte schenkten sei «gemacht>
so dass ihn kein «Biedermann» trinken solle, dass ihn darauf vorgenannte .Wirte vor
Meister und Bat verklagen wollten und dass er Markgraf Bernhard, dessen Räte und
die Wirte gebeten habe, davon abzustehen ; diese Bitte sei gewährt worden und so &
erkläre er, dass er den Wirten unrecht gethan habe. datum sabbato proximo
ante festum ascensionis domini anno domini 1398. 1398 Mai 11.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. pat.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1814.
1375. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: ersuchen . . ., daz ir 30
Ulin Apt und Swob Heinrich underwisent und solich haltent, daz sie uns und die
unsern uszer vorhte lassent . . . denn hätten sie Anforderungen, so seien sie bereit . . .
darumbe rehtes gehorsam zu siend uff gelegenlichen tagen und stunden vor gemeinen
litten . . . datum feria seeunda ante festum ascensionis domini anno 98.
1398 Mai 13. 35
Str. St. A. AA. 2036.» or. eh. I. cl.
1 Vgl. oben nr. 1345 den Brief des Rud. v. H. an Straßburg 1398 Febr. 23.
2 Ebenda Brief v. 9 Mai : worin berichtet wird, daß Swob-Heinrich gesagt Itabe, er wolle Schlcttstädter
Bürger angreifen und schädigen, wo und wann er sie anträfe.
1398 ?25
1376. Markgraf Bernhard von Baden ' an Strassburg : haben uwern brieff von
des tages wegen, der uf mitwoeh nehst komet zu Liehtenow sin sol, wol verstanden ««. m.
und wollen die unsern also uf denselben tag schicken, dann were der tag zu Buhel
gewest, wir wollten selber da sin gewesen, wölt aber der bischolT1 in solicher genehe
by Liehtenow sin, so wollen wir zu Stalhofen sin. datum feria seeunda ante
ascensionem domini anno ejusdem 1398. 1398 Mai 13.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. 1. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1814. (vgl. 1815 u. 1816).
1377. König Wenzel gebietet Straßburg, den Brüdern vom Deutsch-Orden zu
ihrem Rechte zu verhelfen. Luxemburg 1398 Mai 13.
Liben getrewen. wir lassen euch wissen, das uns furbracht hat der meister
dutsches ordens, das etliche von ewern burgern bey euch zu Strasburg und ouch
andere mit in frevelichen gefangen sint in irer kirchen und freyheit, die sie von
kaiserlichen, kuniglichen und unsern gnaden haben, und da iren köre gewalticlich
15 und frevelich uffgestossen haben und da böse lesterliche und unrechte brive gelesen
über brudere des dutschen ordens von des bischoffs wegen zu Strasburg und sun-
derlich über den kompthur desselben dutschen huses zu Strasburg mit namen genant
Johans von Prussen ein prister und dorzu yme und andern brudern des ordens
frevenlich, böse und lesterliche wort zugesprochen haben und in ir messer und waffen
20 gen in gegriffen haben, sie damit zu schedigen. wann nu derselbe dutsche orden gefriet
ist von unsern vorfaren, keisern und kunigen, und ouch von besündern gnaden, so
wer in ir friheit frevelich geet oder brichet, das der verfallen ist dem heiligen reiche
in unser camer umb hundert pfunt goldes, halb den klegern. hirumb begern wir von
euch und wollen ernstlichen, das ir die vorgenanten freveler und alle die andern ir
26 freveler, die euch der obgenante Johans Malkow kompthur des dutschen huses zu
Strasburg benennen wirt, und ir iglichen besunder, die euch angehören, in sulcher
masse verburgent, ob sie des freveis mit recht überwunden werden, das wir danne
der pene und der busse der hundert pfunt goldes, die sie vorfallen sint, von eyme
iglichen der vorgeschriben gewisse und sicher sein, wer es aber, das ir hiran sumig
3' wurdent und sie nicht also haltent, das sie dem rechte darüber entwichent und uns
unser bussz und gerichte also entginge, so musten und wolten wir das zu euch der
stat von Strasburg suchen und fordern, ouch so wellen wir mechtig sein des vorge-
nanten kompthurs vur unsz um rechten zustand, ouch begern wir und wollen ernstlichen,
was der egenante dutsche orden und sine brudere freyheit von dem heiligen reiche
W nfi zumal haben oder von dem romischen stule oder von uns erworben haben, du
1 Mai 22 derselbe an Straßburg: er wolle die Saclie mit dem Bisehof Wilhelm bis zum 24 Juni
anstellen lassen uttd inzwischen einen Tag zu Lichtenau oder Ober-BiM beschicken, sowie auch dafür
sorgen . . . daz die Heide von Ticffenow (vgl. nr. 1368 oben den Brief vom 24 Aprü) und ouch die
frdnd von des todslages wegen . . . so lange Frieden hielten. — Str. St. A. AA. 1426. or. eh. 1. cl.
2 [Nach dem 22 Mai] Bisclwf Wilhelm an Straßburg: erklärt sich einverstanden mit dem Aufschub
[undatiert], — St. St. A AA. 1426. or. eh. I. cl. — Vgl. unten nr. 1393 Bernhards Brief vom 21 Juni.
726 1398
ir sie dobey beschirmen sullet bis an das recht und wie sie beyde bebstliche, keiser-
liche und unser freiheit sullen offenbar machen nach uswysung des rechten, daran
sollent ir sie in keinem wege irren sunder schirmen, und nicht gestatet, das in ymand
doran keinen gewalt tue in dheineweis by unsern hulden. geben zu Luczemburg
des montags in der crewczwochen unser reiche des behemischen in dem 35 und des
romischen in dem 22 jaren.
Str. St. A. AA. 113 nr. 86. or. eh. I. el.
1378. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg antworten: sie hätten die
Hafer- und Gerstevorräte des Strassburger Kornhändlers Henselin Eckestein beschlag-
nahmt, weil . . . wie vor etwie langen ziten by uns ufgesetzet habent, daz man nieman io
weissen, habern und gersten von unser stat sol füren, der by uns gekouft wirt one
unsern urlop. da hat derselb uwer burger etwie vil habern und gersten by uns
kouft und ist zu unsern zollern komen und hat ouch frömde lüte zu yn geschicket
und hant die alle zu verstände geben, sie brehtent es von Colmar. und also ist er
schelklichen mit behendikeit, wan er etwenne sprach, er brechte muze, so waz es 15
habern, unbegangen, und sind uns etlich zolle damitte entpfurt worden und uns unser
habern und gerste enweg gefürt, und ist ouch er des gihtig vor uns gewesen . . .
Ebenso sei es mit dem andern Strassburger Kornhändler Heinze Kistener. datum
sabbato post festum ascensionis anno 1398. 1398 Mai 18.
Str. St. A. AA. 2036. or. eh. I. cl. *>
1379. Hagenau an Strassburg: beklagt sich, dass der Strassburger Bürger Lütold
von Mülnheim zweien der ihrigen auf offener Strasse, Wagen, Schiffe, Geschirr und
Wein abgenommen habe. Habe jener Forderungen an die Geschädigten, so möge er
vor ihnen Recht suchen, jetzt aber die beschlagnahmten Sachen wiederherausgeben,
datum feria quinta ante Urbani anno 98. 1398 Mai 23.
Str. St. A. AA. 2017. or. eh. I. cl.
1380. Reinhard von Windecke an Meister und Rat von Strassburg: erinnert
daran, dass ihm vor Zeiten durch den Domprobst Burckard von Lützelstein das Dorf
Pfaffenheim im oberen Mundat verpfändet sei, und bittet desshalb, dass sie mit den
Strassburger Bürgern, welchen «zinsen und gülte» in Pfaffenheim zustehen, ... 30
reden wellent, daz sie zu denselben von Pfaffenheim fürbasz mit angriffen und sie
herinne min loszent genyeszen zu disen ziten. daz wil ich allzit umbe üch und umb
sie verdienen, und dnnt dozü, alsz ir woltent, daz ich gegen den uwern dete. ouch
sende ich üch die, die ich nü zemol weisz der uwern in disen zedel verschriben,
mit den ich uch bitte zu reden und zu underwisen von mynen wegen von der sache a»
1398
727
wegen, uwere verschriben antworte by disem botten.
quinta ante festtrat pentecostes anno 98.
Str. St. A. V. C. G. K. 22. or. eh. I. cl.
datum Windecke feria
Windeck 1398 Mai 23.
1381. Heylmann Sny delach von Kestenburg an Strassburg: teilt aufs neue mit,
dass er ohne sein Verschulden und Erwarten fortdauernd von den Ihrigen geschädigt
werde, und bittet um Abstellung und Ersatz oder Ansetzung eines Sühnetages.
gehen off den heiligen phyngest dag anno 1398. 1398 Mai 26.
Str. St. A Abt. IV. or. eh. I. el.
1382. Heimburger und Geschworne von Dachstein an Strassburg: rechtfertigen
m sich, dass sie dem Strassburger Bürger Johans Leheman die ortsübliche Steuer auf-
gelegt haben, denn dieser wohne vollständig bei ihnen und nehme an allen Nutz-
niessungen der Almende teil. geben uff den pfingest mendag anno 1398.
1398 Mai 27.
Str St. A. G. ü. P. lad. 271 fasc. 4. or. eh. I. cl.
Vergl. W encker, de ußburg. 224.
1383- Pfalzgraf Ruprecht (III) an Strassburg : ersucht die Stadt, dem Cuntzel
von Allorf, der von ihnen gefangen genommen wurde, Ziel zu geben zu einem güt-
lichen Tage. datum Heidelberg seeunda feria post festum penthecostes.
Heidelberg [1398 Mai 271.
Str. St. A. G. U. P. lad. 203. or. eh. I. cl.
Reg. Koch u. Wille nr. 6809.
1384. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt Herrn
Rudolf von Hohenstein den alten Vitzlum . . . datum Baden feria quinta post festum
pentheCOStes anno 98. Baden 1398 Mai 30.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1818.
1385. Die vereinigte Kanfmn naschaß ron Mailand an Straßburg: senden und
beglaubige» Frandscus de Conago zur Unler/una/hing über die Ausbesserung des
Verkehrsweges nach Deutschland . Mailand 1398 Mai 31.
so Egregii et honorandi domini carissimi. cum pro communitate mercatorum Medio-
lani transmittamus discretum virum Francischum de Conago mercatorem Mediolani
ad partes vestras et Allamanie causa proenrandj de reparationibus itineris Allamanie,
et idem Francischus informatus de intentione dictorum mercatorum habeat vobis
dicere aliqua ex parte dictorum mercatorum causa predicte reparationis, rogamus
vos, quod in dicendis et requirendis per eum nomine dictorum mercatorum lidem
VI.' 92
728 1398
adhibere dignemini et placeat sie agendo, quod mercatores et eorum nuneii et factores
cum eorum mercantiis habeant causam comode per partes vestras hinc inde visilandi.
. . abbates et comunitas datum Mediolani die ultimo Madii
mercatorum Mediolani. 1398.
[In verso] Egregiis et sapientibus viris dominis magistro et eonsciliariis Argen- s
tinensibus honorandis amicis carissimis.
Str. St. A. V. C. G. K. 23|24. or. eh. I. cl. c. s. i. v. impr. del. mit starken Abkürzungen
geschrieben.
Gedr. Oberrh. Zeitschr. VI, 2. S. 320. Fritz, zur Gesch. des deutsch-lombard. Handels.
1386. Heinrich von Geroldseck und Lahr an Meister und Rat von Strassburg: io
bittet sie, ihm bei den Bürgern, denen er noch schuldet, bis Michaelis Aufschub zu
erwirken, da auch ihn seine «armen lüte» bisher nicht bezahlt hätten. datum feria
seeunda post oetavam penthecostes anno 1398. 1398 Juni 3.
Str. St. A. V. C. G. 23. or. eh. I. cl.
1387. Hartman von Rumlang an Strassburg : bittet, seinem . . . gedingeten knecht u
Claus Herbst von Nüburg, der wol zwöy jar bij mir war in dem krieg, so min
gnedige herschaft von Ostrich hat wider die walstett . . ., dazu zu verhelfen, dass
er in Besitz der Hinterlassenschaft seines verstorbenen Mitknechtes und Vetters
Erhart Herbst von Nüburg komme. geben Zurzach uff den mentag vor unsers
herren fronlicham tag under minem uffgedrukten insigel anno 98. 20
Zurzach i. Aargau t398 Juni 3,
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. pat. c. sig. impr.
1388. Schwartz Rudolf und die Gemeinde von Andlau ' an Meister und Rat von
Strassburg: wollen einen Knecht hinrichten und bitten, ihnen dazu den Strassburger
Scharfrichter zu senden . . . wenne wir nieman anders wissent darumbe anzurollende
denne üch uf dise zit, wenne der schultheisz in uwerre stat nüt in lande ist.
geben uf sunnendag nach unsers herren lichnamentag anno 1398. 1398 Juni 9.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. pat. c. s. impr.
1389- Saarburg an Straßburg .• teilt mit, daß der Herzog von Lothringen
Fehde angesagt habe, und bittet um sofortige Hülfe. 1398 Juni 10.
Den frümen wisen herren dem meister und dem rate zu Strazburg entbiethen
wir die gemeinde gemeinliche der stette zu Sarburg unsern undertenigen dienst und
lant üwer wiszheit wiszen, daz der hochgeborn forste, der hertzoge von Lothringen
1 Vgl. oben nr. 1052 Andlau verkündigt die Hinrichtung eines Knechtes 1396 Mai 21.
1398 729
uns wyderseit het uf disen mendag vergangen zii abende, und ist sin Belia zu Sar- ./um 3.
eoke mit eime barste, Dnd ist uns vorkommen, wie du/, eise Bebte houfünge erst sin
solle af disen nehsten kommenden mitlewüche. und wer es jöwer wille, daz uwer mm
wiszheit bij uns wolle schicken der üwercn sexczig oder ahczig mit glewen bij
Sarbarg in ein holcz, alz danne Lülhold von Kolbeczheim gilt dünket, und daz sie
in dem holcze werent uf disen bätigen zynstag zu abende und das uns daz imAH.
Löthold mit eime knehte lasze wizzen in die stat, so hoffete wir mit der gottes
bilfen zii schaffende mit dem ersten harste, daz üwer wiszheit und uns wol möhte
kommen und erlich und nüczlich möhte sin. zu disen Sachen welle üwer wiszlieil
ti'in, alz ir triiwont, daz uch und uns wol mag kommen, und als wir öwere wiszheit
sünderliche alle ziit wol gelrüwent. gebyttent uns alle ziit. datum feria seeunda
posl festum corporis Christi anno etc. 98.
[In verso] Den frümen wisen, dem meister und dem rate zu Strazburg.
Str. St. A. G. U. P. lad. 45|46. B. 41. or. eh. I d.
1390. Bischof, Landvogt und Stadt Straßbwrg verbünden sich zu einem gemein-
samen Zug gegen die ihren gemeinsamen Feinden den Herrn von Bilsch gehörige
Feste Lemberg. J39& Juni 10.
Wir Wilhelm von gottes gnaden erweit und bestetiget byschof zu Strazburg von
ansern und unsers bystumes wegen an eim teile, ich Diethcrich von der Wyten-
mölen lantfogt in Eilsazz von der lantfögtye und der richestetle in Kilsazz wegen
an dem andern teile und darzu wir Johans Bock der meister und der rat von Straz-
burg von der stotte und bürgere zu Strazburg wegen an dem dirten teile verjehent
und kündent mengelichem mit disem briefe von des grossen schaden und unrebten
wegen, so die herren von Bytsche und ir helffere uns allen drien teilen zügefüget und
::, geton haut wider reht, alse uns beduncket, daz wir uns do des früntliche miteinander ver-
eynet haben in dise wise, das wir yegenote miteinander ein gemeinen gezog und ein ritd
tun sollend und wellent vür die vestin Lemberg, alse das drie bezeiebenungen be-
wisent, der wir ye das teil ein het. werz do, das uns von gotte gelückete, das wir
die vesliu oder gefangenen oder ander gut uf dem ritte gewünnent, do sollen wir
drü teil, waz do gewunnen wurt, glich in drü teil teilen, und sol eime teile alse
vil do werden, alse demme andern, und sollend ouch wir alle drü teile den krieg
hynnanfürdcr getruweliche triben, und sol sich dhein teil one das ander nit friden,
siiuen oder vürworten one der andern teile wissende und wille ungeverliche. und zu
eim Urkunde so sind unser ingesigele an disen brief gehencket. der geben wart
an dem nehesten mentage noch unsers herren fronlichamen tage in dem jore, do
man zalte von gottes gebarte drülzenhundert jore nüntzig und ahte jor. und sind
diser briefe drie glich, der yetweder leil einen bot und by ime blibet.
[in cersö] Wie der lantvogt, der bischoff und die stat von des rittes wegen gon
Lemberg sich vereynigetent.
Str. St. Ä AA. 1422. or. mb. lü. pat. c. 3 sig. pend.
730 1398
1391. Herzog Leopold von Oesterreich an Meister und Rat von Strasburg: Eber-
hard von Württemberg hat ihm seinen «Zuspruch», den er an Strasburg zu haben
meint, mitgeteilt . . . auch hat er uns gebotten, wie er derselben zusprach gern auf
uns und unser rete komen und der bey uns beleiben welle . . Rittet, um zu wissen,
wie er antwurten solle, um ihre Meinungsäusserung. datum Friburg in Rrisgow
an donrstag vor sant Vitstag anno 98. Freihury i. Hr. 1398 Juni J.'i.
Str. St. A. AA. 79. or. eh. I. cl.
t392. Kleinwilhelm von Lienstat macht bekannt, dass er mit der Stadt Strass-
burg gesühnt sei und sich aller Ansprüche an die Stadt begehen habe. geben an
der nehsten mittewochen vor des heiigen sanete Johans baptislen tage zu sungihten u
in dem jare, do man zalte drützehenhundert nüntzig und ahte jare. 1398 Juni 19.
Str. St. A. G. ü. P. lad 165/166. or. mb. I. pat. e. sig. pend.
1393. Markgraf Rernhard von Raden an Meister und Rat von Strassburg: teilt
mit, dass er zwar um ihretwillen die Stallung mit Bischof Wilhelm von Strassburg
bis zum 15 Juli erstrecken wolle, jedoch den Tag zu'Obern-Rühel nicht am 1 sondern 15
erst am 3 Juli leisten könne.1 datum Pforczheim feria sexta ante nativitatis Joh.
bapt. anno 1398. Pforzheim 1398 Juni 21.
Str. St. A. AA. 1426. or- eh. I cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1820.
1394. König Wenzel an Strassburg: erklärt sich einverstanden mit der von 20
Strassburg und andern Städten getroffenen Wahl des Landvogts Rorziboy von Swinar
zum Hauptmann des Landfriedens im Elsass, muss aber bitten, die Geschäfte vor-
läufig dem Unterlandvogt Dietrich von der Witenmüle zu übertragen, da er desselben
Rorziboy . . . durch notlicher sachen willen, die wir kurczlichen zu Nuremberg zu
schaffen haben, niht wol emperen (können) sunder seiner gegenwertikeit notlichen s>o
bedurffen .... geben zu Frankenfurt des freytages vor sant Johannes tage baptiste
a. reg. boh. 35 reg. rom. 22. 1398 Juni 21.
Str. St. A. AA. 113. ur. 79. or. eh. I. cl.
1395. Die Städte Straßburg und Saarburg schließen ein Bündnis auf 5 Jahre.
1398 Juni 22. so
In gotes namen amen, wir Johans Rock der meister, der rat und die bürgere
gemeinliche der stette zu Strazburg und ouch wir der schultheisse, der rat und die
burger gemeinliche der stette zu Sarburg verjehent und tünd kunt allen den, die disen
1 Vgl. oben nr. 1376 Bernhards Brief vom 13 Mai und die Amnerkg. dazu.
1398 731
brief iemer anesehenl * >*icr gehorenl lesen, das wir gotte zu lobe und unrehtem ge-
walte zu widerstünde und durch sunder früntschaft und gegensehender liebe, die wir
zu einander habent, uns anderwerbe zusammen vereyniet habent vur uns und alle
unser nochkommen dise nehest künftigen fünf jore uzz, die anefohen sollent uf sant
Jacobstage des heiigen zwölfbotten schierst künftig, einander getruweliche beholffen j«u is.
zu sinde by den eyden, die wir lipliche an den heiigen dar umbe gesworn haben in
die wise, alse harnoch geschriben stot. zu dem ersten : so söllent wir die von Sar-
burg den von Strazburg und allen den iren die selbe stat Sarburg uftun, und sol
ouch die selbe stat Sarburg dem meister, dem rote und den burgern gemeine und
besunder der stat zu Strazburg, allen iren helffern dienern und den iren, es sie mit
lützel oder mit vil lüten offenn und ufgeton sin vürderliche und one alles vertziehen,
wenne und wie dicke sy wellent, in den hienoch geschriben fünf joren, es sie by
tage oder by naht, das sy sich in der selben stat zfi Sarburg in und dar uz behelffen
mögent und daryn und daruz gefaren, wenne und wie dicke sie wellent, wider menge-
lichen uf iren kosten, den selben kosten und ouch veilen kouff wir die von Sarburg
sollend schaffen den von Strazburg und allen den iren zu Sarburg gegeben werden
umbe ire pfenninge noch bescheidenlichen dingen, dar zii sollend ouch wir die von
Sarburg, unser bürgere und alle die unsern den vorgenanten den von Strazburg, iren
burgern und allen den iren getruweliche beroten und beholffen sin wider mengelichen
zu allen der von Strazburg und ire bürgere kriegen, die sy hynnanfürder gewinnent,
zu glicher wise, alse obe es uns die von Sarburg und unser bürgere selber anegienge,
nutze an die stunde, das soliche der von Strazburg und ire bürgere kriege gentzliche
gesünet werden, doch also, wag offener kriege die von Strazburg mit iemanne habent
oder gewinnent, darzü sie wellen, das wir in beholffen sien, die sollend sy uns Ver-
as künden, so si wellent, das wir yn die helffe kommen in der mossen, das wir uns gegen
den houptlüten des krieges ahte tage vor bewaren mögent ungeverlichen. wer aber, das
ire dienere by uns uzz oder in rjten wolten und woltent stellende sin noch bösen übel-
tetigen lüten, die argwenekliche indem lande riten, gegen den dörffent sy uns nützit ver-
künden, danne wir sollend in und den iren daran geroten und beholffen sin undsy by uns
3o uz und yn lossen glich, alse do obenan geschriben stot. dogegene uud umbe den guten
willen, so die von Sarburg zu uns den von Strazburg habent, darumbe so hant wir der
meister, der rat und bürgere der stette zu Strazburg viir uns und unser nochkommen
uns vereyniet in dise wise: wer es, das ieman, wer der were, der yn dem bystum
S& Strazburg yetzent mit huse und mit siner huszere seszhaft ist oder in demme hie
. ?s nochgeschriben zile, die wile dise selben zile werent, mit huse unde sime huszeren
darynue seszhaft wurde, die von Sarburg oder ire bürgere hynnan furder anegriffe,
kriegete oder schadigete in dem bystum zii Strazburg, welhem danne under denselben
die von Sarburg oder ire bürgere rehtes gehorsam wellent sin zu tünde vor unserme
rote zu Strazburg, der danne ist, oder dohin sye danne die selben meister und rat
40 zu Strazburg, die danne sind, wisent, des selben ouch die von Sarburg und ire
bürgere gehorsam sin sollent und die selben, die sy danne also geschadiget
hetten, das nit von yn uf nominell woltent und sich do mitte nit woltent lossen
gegen in benügen, gegen demme und den sollend wir die von Strazburg den von
732 1398
Sarburg und iren burgern geroten und beholften sin in dem byslinn zu Stras-
burg und nit vürbasser zu glicher wise, alse obe es uns die von Strazburg und un-
ser burger selber anegienge untz an die stunde, das den von Sarburg und iren bur-
gern das widerton wurt, das in denne von den selben also gescheen were und sy
dovon unklagehafft werdent gemäht, alse es meister und rat zu Strazburg, die danne .->
sind, denne erkennent, das sie unklagehaft gemäht sind und yn do von volleton sie
one geverde. wer es ouch sache, das ieman, wer der were, der ginesite der steygen
seszhaft were, die von Sarburg und die iren bekriegen und benötigen wolte oder be-
kriegete oder beschedigete und dar zu wir den von Sarburg nit beholflen woltent
sin umbe das, daz danne die von Sarburg den, die also mit in kriegen oder sie be- 10
nötigen wolten, deste baz widersatz gegeben möhtent und sich gegen yn geweren,
so habent wir den von Sarburg gegünnet und erlöbet, das sie sich gegen andern
lüten ouch vereynigen oder verbinden mögen, die yn wider die zu helfle kommen,
die sye also beschedigent oder bekriegent, doch gedingliche uzgescheiden, das sie uns
und unser bürgere und die unsern der stette zu Strazburg und dise eyniunge und ti>
früntschaft vor allen dingen uznemment, und 'das soliche verbüntnissen oder verey-
niungen uns und unser slette zu Strazburg und diser vereyniungen gentzliche un-
schedeliche sient. werez ouch, do vor got sie, das die von Sarburg von yemanne
besessen wurdent, oder die von Sarburg küntliehe erfündent, das man sy besitzen
wolte, und uns den von Strazburg das verkündetent und uns darumbe manetent 20
umbe hilffe, ieman zi'i in in die stat Sarburg zu schickende und zu irme rote uf ir
eide erkant hettent, das sye der hilffe notdurftig werent, das sollen wir tön und stil-
lend yn danne zu stund vürderliche in den ahte tagen noch der manunge zu hilffe
schicken zehen der unsern mit glefen und zehen schützen, die in yre stat helffent
weren und yn von unsern wegen geroten und beholflen sind 0. a. g. was. kriege in «
disen fünf joren unser dheine stat hette, do zu ir die ander stat beholften were,
do sol sich dheine stat under uns beden mit den, mit den sie krieg alsus habent, nit
friden, sunen oder vürworten, sie habe danne die ander stat in die friden, sfincn
oder viirwort begriffen und dar ynne versorget, glich alse sich selber ungeverliHi.
wir nemment ouch zii beden siten har ynne uzz das heiige römische riebe, durzii "
nemment wir die von Strazburg harynne uzz, zu wemme wir uf dise zyt vereyniel
oder verbunden sint; so nemment wir die von Sarburg har inne uzz unsern gnedigen
herren den byschof und die stifte zu Metze, das was wir demme selben von rehtes
wegen schuldig sind zii tünde, das wir das tön mögen und uns das un schedeliche
sye an diser vereyniungen und verbüntnissen. und darzu wer es sache, daz unser 35
gnediger herre der byschof und daz cappittel der stifte zu Metze ire reht, so sie in
der stette zu Sarburg habent, ieman vürbasser versattend, fünde sich danne mit
rehte küntliche, das wir die von Sarburg den, demme die rehte also versetzet wur-
dent, ouch uznemmen soltent oder mustent, so nemment wir yn ouch har inne uzz,
und wenne sich das erfindet, und wir in uzgenommen hant, so sol darnoch unser 4»
herre der byschof noch die stifte von Metze nit me von uns uzgenommen sin. wir
gelobent ouch zu beden siten by unsern eyden, das alle jore, die wile die vorge-
schriben fünf jore werent, der rat zu Strazburg, der alle jore do wurt, und die ge-
1398 733
meindo miteinander zu Sarburg sollend sweren an den heiigen alles daz, das an
disem briefe geschriben stot, stete und vesle zu haltende getruweliche alle geverde
und argliste har inne uzgeslossen. und zu eim woren steten Urkunde, so sind unser
der vorgenanten zweyer stette Strasburg und Sarburg ingesigele an disen brief ge-
hencket. der geben wart an dem nehesten samstage vor sant Johans tage zu sun-
gihten in dem jore, do man zalte von gotes gebi'irte drützehenhundert jore nüntzig
und ahte jore. und sind diser briefe zwene gliehe, der ye die stat einen het und by
ir blibet.
Str. St. A. G. U. P. lad. 168 nr. 2. or. mb. lit. pat. Das Pergament der Urk. ist oben
und unten kurz über dem Text abgeschnitten, weshalb wohl die Siegel fehlen.
1*596. Herzog Leopold von Oestereich verlängert sein am 9 Mai 1393 geschlossenes,
am 24 Juni ablaufendes Bündnis ' mit Strassburg auf 5 Jahre von Datum dieses
Briefes an ; Bischof Wilhelm und Basel sind ausgenommen von beiden Seiten ... als ob
sy in der von Straspurg buntbrief, den si uns gegeben haben mit namen und eygen-
lich usgenomen weren ungeverlich. geben ze Tann an sand Johans tag ze
sungichten nach Krists geburd drewtzehenhundert jar darnach in dem acht und
newntzigistem jare." Thann 1398 Juni 24.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 45/46 nr. 86. or. mb. lit. pat. c. 1 sig. pend.
1397. Herzog Leopold von Oesterreich erklärt für sich . . . unser lieben bruder
2" hertzog Wilhalmen, hertzog Ernsten, hertzog Fridreichen und unsern lieben vettern
Ihertzog Albrechten, . . . dass er das am Tage der Ausstellung dieser Urkunde ablaufende
liüudnis mit Strassburg auf weitere fünf Jahre verlängert habe. geben ze Tann
am sand Johannstage ze sungichten nach Christa geburde drewtzehen hundert jar
darnach in dem acht und newntzegistem jare. Thann 13»s Juni 24.
Str. St. A. G. U. P. lad. 44/45 nr. 87. or. mb. I. pat. c. sig. pend.
1391t. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Bat von Strassburg :
dankt für die seinetwegen an Markgraf Bernhard gesandte Botschaft und Mitteilung
von dessen Antwort bezüglich des Termines am 8 September. Sein Vogt zu Orten-
berg solle den Auftrag erhalten ... zu besehen, obe er [der Markgraf?] yme das
.so gelt also versprechen welle zu sant Michelsdag. geben am zinsdag nach
Johansdag. [i;t!>8 (?) Juni 25. P
Str. St. A. AA. 1483. or. cA. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1821.
1 Vgl. oben nr. 767.
»5 * Die Gegenurkunde Strasburgs, ausgestellt durch den Stettmeister Reimbold Hüffelin, vom gleichen
Datum liegt nur als Copie vor. G. D. P. lad. 48/49 C. fasc. 6.
8 So datiert i. d. Reg. d. Markgr. v. Bad.
734 1398
1399. Saarburg an Strasburg: sendet und beglaubigt seine Boten . . . Hensel
Colin und Johannes Mürvogel mit üch ze redende von unsern wegen . . . datum
feria secunda post festum beatorum Petri et Pauli anno 1398. 1398 Juli 1.
Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46 nr. 74. or. eh. 1. cl. c. s. i. v. impr.
1400. Dietrich von Wasselnheim an den Vogt Hans Pfettensheim zu Kochersberg: 5
die von Bitsch haben eine grosse Häufung am Sonntag, Montag und Dienstag, und
sein Gewährsmann meint . . . daz sü die bürg zu Nuwenburg understan werdent,
und hand die besehen by der naht zehen, als mir daz ouch geseit ist, und meinent
ouch domitte in daz lant ze ziehende . . . Doch sagt man, dass sie nur über 200
Glefen verfügen. geben uf sant Ulrichestag 1398. 1398 Juli 4. 10
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1401. Ottemann von Ochsenstein verpfändet seine sämtlichen Burgen auf 3
Jahre an Bischof Wilhelm von Strassburg und die Stadt Strassburg, für welche sie
im Kriege gegen die Herren von Bitsch von grossem Wert sind, gegen die in bestimmten
Raten und Terminen zahlbare Summe von 1000 Gulden. geben des zinstages noch 15
sanete Ulriches tage in den joren, do man zalte . . . 1398. 1398 Juli 9.
Str. St. A. AA. 1421. or. mb. mit Siegelschnitt ohne Siegel. — ibid. cop. eh. coaev.
1402. Bischof Wilhelm von Strassburg und Johann Bock der Meister und der
Rat von Strassburg beurkunden die an sie geschehene dreijährige Verpfändung der
Schlösser des Herrn Ottemann von Ochsenstein, dem sie dafür dauernde Hülfe und -'o
Schutz sowie die regelrechte Abzahlung der Pfandsumme von 1000 Gulden ver-
sprechen, geben . . an dem nehesten dunrestag vor sante Margreden tage des
jores . . . 1398. 139s Juli 11.
Str. St. A. AA. 1421. cop. eh. coaev.
1403. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: hat zu Bühl mit Thoman J
von Endingen, Hans Bock und Ulrich Gosse dem langen eine Unterredung gehabt,
welche seinen Mann Hans Speten von Bach «für ein geburen geriht dringen wellen,
da er noch nit hin gehöre», und bittet jene anzuweisen, dass sie ihm das gehörige
Becht zu teil werden lassen. datum Baden feria quinta post Margarete virginis anno 98.
Baden 1398 Juli 18. 3n
Str. St. A AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1822.
1404. Bitter Beinhard von Windecke an Strassburg : nimmt seinen Knecht Peter
Oely gegen ausgestreute Verleumdungen in Schutz und versichert ... daz er ein
frumer biderbe knecht were und keinen ring an dem halse getrüge . . . Auch sei er 35
1398
786
>erei1 ihn zur Rechtfertigung nach Strassburg zu schicken,
largarethe virginis anno domini etc. '-»8.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
ilatuiii feria sexta pori
139H Juli 19.
I
1405. Saarburg an Strassburg: • • ■ wir lont &wer wisheit wiszen, das der
ardian und der convente der barfflszin by uns uns gescit hant, das unsers herren
on Strasburg schaffener zu Zabern in ein rüder wines, sehs phert und einen wagen
enommen habest in der moszin, als ach der brüder sagen sol, der uch dieszen brief
ringet, und deszes faste schaden genommen habent und noch hütis tages alle tage
eminent und meynel, daz ers darumb geton habe, das die unsern pherde uf der
straszin nomment, den die unsern viande initz würbent und Bpisetent, daz uns doch
unbillich nymmet, wand den unsern uf derselben ströszin in kürtze ziite me dann drü
hundert guldin wert genommen ist und uns nit kan gekört werden . . . Bitten, den
chaffoer zur Herausgabe zu veranlassen, damit sie ihn, der auch noch andern Saar-
burgern Meide und Knechte genommen habe, nicht anzugreifen brauchen. datum
sabbato ante festum Marie Magdalene anno i)8. t.tus JuH 20.
Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46 nr. 74. or. eh. I. cl. e. s. i. v. impr.
1406. Wilhelm Hummel von Stauffenberg an Meister und Hat von Strassburg:
will nach Strassburg kommen, um sich wegen der Gefangennahme der Leute von
Oberchenheim zu verantworten und bittet . . . daz ir mir uwern trostbrieff schickent,
w daz ich vertrustet sye zu uch und von ucli für die von Ehenheim und die im. . . .
I datum sabbato proximo ante festum beate Marie Magdalene anno 98.
1.?»« Juli 20.
Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl.
1407. Boemund von Eckendorf, Herr zu Hohenfels, an Meister und Bat von
*■ Strassburg: beklagt sich über Ollemann von Ochsenstein, . . . der krieget mich wider
tre und recht und bescheidenheit ... nü ist uwer houbtman Heinrich von Botenbürg
nd ander die uwern [am 22 Juli] uff dem felde gewest und hant mir gefangen 5
<irme lud, 8 pferde und wagen und 20 firtel habern und och anders und hant das
Ottcman von Ochsenstein geben . . . Bittet, dem Strassburger Hauptmann Abstellung
*° und Entschädigung der Feindseligkeiten anzubefehlen und erbietet sich zur Leistung
eines Tages mit Ottcmann zu Strassburg. geben uff zinstag noch sant Marigen
Madelenentag anno etc. 98. 1398 Juli 23.
Str. St. A. Abt. IV. 72. or. eh. I. cl.
1408. Hagenau an Conrat Beisz unde Claus zu Thannen ' zi Strassburg : meldet
iber bedrohliche Rüstungen . . . wie das die herren von Bytsche vaste groott
l Vgl. oben nr. 1331.
VL
93
736 1398
huffunge habent und ie me zu ziehen!, aber wer sü sich leerende oder ziehende
werdent, wissint wir nüt . . . wellent ez ouch der stat Strazburg verkünden . . .
datum feria quarta ante Jacobi. (1998 Juli 24.]
Str. St. A. AA. 2017. or. eh. I. cl.
1409. Frau Anna zu Ochsenstein an Strassburg meldet: . . . daz min junglier.
min vetter die schlosz, die er üch versetzet hat, dieselben sloss er ouch grafe
Emichen und Heinrichen von Fleckenstein versetzet hat wider die von Lichtenberg . . .
und erbittet Antwort, ob das mit ihrer Zustimmung geschehen sei oder nicht, in letz-
terem Falle will sie helfen . . das sü nüt darin komment. geben uffe sanete Ja-
coben abent anno 98. 1999 Juli 24.
Str. St. A. AA. 2077. or. eh. 1. cl.
1410. Johans von Wasselnheim an Meister und Rat von Strassburg: . . . Ion
üch wissen, daz ich die kirche zu Künigesheim lange zit vür min schulde ynne lian
gehabt in der mossen, als ich üch vor verschriben han, und bitte üch ernestlichen
iemer durch mins dienstes willen, daz ir denselben hern Johans underwisen wellent,
daz er mich dovon losse. möhte aber daz nit sin, so wil (ich) mich mit demme rehten
vor mime herren von Strasburg, under demme doch die kirche lit, mil demme rehten
wol genügen. datum feria tertia post Jacobi apostoli anno 98. 13HS Juli 30.
Str. St. A. Abt IV, 72. or. eh. I. cl.
1411. Colmar an Strassburg: bittet um Auskunft über einen bei ihnen gefangenen n
Strassburger Küferknecht Härtung Lauwelin, . . . der vaste und ser belümt ist, wie
das er mit ungerehten Sachen umbgangen und sünderlich mit bösem spile, das er
tegelich tribe . . . jetzt aber alles leugne. datum feria sexta post beati Petri ad
vineula anno domini 98. 1999 August 2.
Str. St. A. AA. 2010. or. eh. I. cl. 25
1412. Raimund von Eckendorf, Herr zu Hohenfels an Strassburg: beklagt sich,
. . . daz die uwern gemeinlich, die ietzunt zii Richenshofen ligent, einem
seiner Unterthanen übel mitgespielt haben. geben uff zinstag vor unser frowen
tage der eren anno 1398. 1398 August 13.
Str. St. A. Abt. IV, 29. fasc. E. E. or. eh. I. el
1413. Die in Schlettstadt beim Landvogt versammelten Roten der Reichsstädte
Colmar, Schlettstadt, Weissenburg, Münster, Ehenheim, Kaysersberg und Türkheim
an Strassburg : verwenden sich für Meister und Rat von Rosheim, welche die einigen
1398
7: »7
Btrassburger Bürgern schuldigen Summen noch Mehl zahlen können, am einen Auf-
schub bis Michaelis. geben samstag nach unser frowen tag der eren anno
1399 August 17.
Str. St. Ä. AA. 2010. or. ch. I. cl.
1414. Markgraf Bernhard von Baden an St rassbarg: sendet und beglaubigt seine
Diener Gergen Bach und Hans Cuntzman . . . datum Baden feria seeunda poei
festum assumptionis beute Marie virginis anno 1398. Baden 1399 August tu.
Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad nr. 1825.
U5. Rottweil an Strassburg: wünscht Aufkläning über beunruhigende Ge-
rfichte, . . wie daz ain grosser gewerbe ietzo in dem lande sig, besunder, wie daz
heircn, ritter und knechte umb üch ze Elsas und in Brisgöw vast werben herüber
über wald umb uns. und ouchwie die wolerbornen herren grftf Eberhart von Wirtem-
»erg und hern Bernhart marggriif ze Baden und ouch ander ritter und knehte grossen
gewerbe haben, doch wissen wir nit, wohin oder uf wene daz gange. . . . geben
an zinstag vor Bartholomei anno ... 98. 1308 August 20.
Str. St. A. AA. 2034. or. eh. I. cl.
1416. Heinrich von Geroldseck und Lahr an Strassburg: hat gehört, . . . daz
Emich von Lyningen ein groz hulfung habe und her uf ziehen welle . . . und bittet
um Auskunft, ob dies gegen ihn gerichtet sei. datum feria tertia ante Bartho-
lomei 1398. 1308 August 20.
Str. St. A. Abt. IV. 72. or. ch l. cl.
1417- Bisehof Wilhelm von Strassburg an Strassburg: erklärt sich bereit, mit
lem Markgrafen Bernhard von Baden einen Tag zu leisten am Montag nach s. Adolf. stpex
datum Dachenstein zinstag nach frowentag assumptionis.
Dachstein [1399 August 20].
Str. St. A AA. 1426. or. ch. I. cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1820.
1418. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt seine
Getreuen, den Ritter Rudolf von Hohenstein, Hans von Seibach und Hans Contsman
vnn Staffurt. . . . datum Baden feria quinta aide diem seti Bartholomei apostoli
mi in 1398. Baden 1398 August 22.
Str. St. A. AA. 85. or. ch. I cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1828.
738 1398
1419. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: zeigt an, dass er wegen al-
lerlei «gewalt und unreht» der Stadt Speier abgesagt habe, und bittet auf Grund
ihres Bündnisses, dasselbe zu thun und ihm innerhalb von 14 Tagen nach Schloss
Graben zu senden . . . zehen mann mit glen gewappent und wol erzugt mit den
knehten, die darczu gehören. Baden feria quarta ante diem beati Bartholomei 1398. ■
Baden 1398 August 22.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1827.
1420. Meister und Bat von Strassburg erklären öffentlich : dass sie an den Herrn
Ulrich von Blankenberg und seinen Vater Heinrich fernerhin keinerlei Ansprache it>
und Forderung erheben wollen wegen der Gefangennahme ihres Bürgers Niclaus von
Grostein durch Friedrich Stahel und die Herren von Oberkirch. geben an dunres-
tag vor s. Bartholomeus tag 1398.' 1398 August 22.
Str. St. A. Abt. IV, 15. eop. eh. coaev.
1421. Heinrich von Geroldseck und Lahr an Meister und Bat von Strassburg : 15
... als ir mich gebetten hant, daz ich üch zehene mit glefen senden solle bi üch
sept. 13. ze sinde uf fritag nehst zu naht, laz ich üch wissen, daz es mir zu kurtze em-
botten ist, daz ich myne gesellen nüt haben mag. bitt ich üch, daz ir ez nüt vür
übel habent, wan ich üch uf dise zit nit gedienen mag. were aber, daz ir übertzogen
wurdent, alz in ziten ist geschehen, ... so will er schleunigst kommen. datum 20
feria quarta post nativitatis beate virginis Marie 1398. 1398 September 11.
Str. St. A. Abt. IV, 29. or. eh. I. el.
1422- Saarburg an Strassburg: . . . alz von des dages wegen, den der erwürdige
unser gnediger herre von Strazburg und wir mitleinder leisten sullent in üwer stat
sept. 23. zu Strazburg uf disen nehsten kommenden mondag, alz ir selbes wol mühget wiszen, m
do bitten wir üwer wiszheit . . . daz ir zu den sachen verstan wellent, daz den
unsern glych geschee und keine vertzüge daran werdent. ouch bitten wir üwer wisz-
heit, ist es, das ir keinen vertzüg wiszent an dem vorgenanten dage, und daz sich
derselbe dag nit alzo geleisten mühge uf den obgenanten mondag, daz ir uns das
wellent versryben lan wiszen. . . . datum feria quarta ante festum beati Goerici 30
anno 1398. 13<js September 18.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 45/46 nr. 74. or. eh. I. cl. c. s. i. v. impr.
1423. Eberlin von Greifenstein an Meisler und Rat von Slraßburg .• bittet, seine
Entlassung aus der Gefangenschaft zu bewirken. 1398 September 22.
Den wisen bescheiden dem meyster und dem rate zu Straszburg enbüt ich a|
Eberlin von Griffenstein minen dienst, zu den ziten, so ich mich baz vermag denne
1 Mit dieser Erklärung scheint ein langer Streit beendigt zu sein, auf den sich noch einige
hier nicht aufgenommene Briefe von 1397/8 beziehen. (Ebenda Abt. IV. 15.)
1398
739
zu dirre zil, alzo ich in der stette friheit und leistunge und in de/, ratet Irostunge
und in refiten fürworten in den stock bin gefeit, do ich doch in derselben friheit
und fürworten mins libes und mins gutes unbesorget waz, do bitte ich üch, lieber
herre der meyster und den rat gemeinlich, daz ir mich uwere friheit und fürworte
5 wellent Ion geniessen. daz wil [ich] allezit umbe die stat und meyster underete verdienen,
und lont mich geniessen, daz doch mengelich bieze har genossen hat mit nammen
alle lantlute, beide ritter und ouch knehte, arm und rieh, edel und unedel, duhte
aber Hügelin Berner, oder wer der were, daz ich mit in semelichen trostunge und
in fürworten enwer, so zühe ich dieselben fürworten uffmeister und uff den ganezen
io rat und beger mit anders, wenne stellent mich für den rat. vindet es sich denne,
alzo ich sage und hie geschriben habe, so getruwe ich wol, ir lossent mich der für-
worten geniessen. vindet ez sich aber nüt alzo, waz ich sin denne entgelten
sol, daz wil ich gerne liden, noch denne so getruwe ich wol allen minen schuldenern
zii bezalende, den ich redeliche schulde schuldig bin, der mich lot mins brieffs ge-
15 niessen, der do lit hünder meyster und rat, do mir doch ussze stot vier und zwen-
czig hundert gülden von zinsen one daz hübetgöt. und wellent harzü dün, alzo ich
üch wol getruwe und ich ouch alle zit umbe uch und umbe die uweren verdienen
wil. und laut mich uwern willen wisszen, daz ich doch wissze, wornach ich mich rihten
sol, und nüt lant mich alzo in diseme unflote ligen, alzo ich lige in disen fürworten
H und friheit, die ich meine in vorgeschribener mosszen. datum ipsa die Mauricii
anno domini 1398.
Str. St. A. Abt. IV, 74. or. eh. I. p. c. »ig. itnpr- laes.
1424. Walter von Geroldseck an Strassburg: ... alz ir mir geschriben hant
von der von Basel wegen und ouch do mit ein abgeschrift mir geschikt hant, alz üch
i5 die von Basel geschriben hent by demselben brieff, dez ir mir ein abgeschrifft ge-
schikt hent, ir wol merkent, daz sy mir und den min daz reht usschlahent, darum
mich wol benflgt, wolt han für üwerm rat in die moss, alz ich und üwer erber bott-
schafft von einander gescheiden werent. do von so bitt ich üch ernstlich, daz ir daran
gedenkent, daz sy mir und den min daz reht alsso ussschlahent ffür üwerm ritt
io und öch vormals mir und den min daz reht ussgeschlagen hent für den raten zii
Friburg, ze Brisach, ze Colmer, zu Slettstatt. datum ipsa die Mauricii anno etc. 98.
1898 September 22.
| ""— "*
1425. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: beglaubigt seinen bevoll-
lächtigten Gesandten, den Amtmann Contsmann von Staffart zu Baden. Baden
eria seeunda post Mathei 1898. /;,„/, „ 130s September 23.
Str. St. Ä AA. 85. or. eh. I. cl.
Eeg. d. Mrkgr. v. Ba<i. nr. 1839.
740 1398
1426. Meisler und Rat von Straßburg entscheiden einen Streit zwischen Ange-
hörigen des Wagener-, Kistner- urd Drechslerhandwerks. 1398 September 27.
Wir Reimbolt Hüffelin der eilter der meister und der rat von Straspurg ti'int
kunt allen, den die disen brief anesehent oder gehörent, das vür uns konunent Johans
Mentzer der meister, Erhart Schotte, Johans Stecke, Hug Drützehene und Ciintze i
Fröschewiler von iren und des gemeinen antwerkes wegen der wagener, kistenere
und dreschelere wegen einsite und Oberlin Kilian von Wirtzeburg, Claus Hurusz
von Balingen, Hanseman Triser, Bürckelin Wagener von Rinuwe, Heintze Wangen,
Heintze Wangen sun von Ehenheim, und Henselin, Henselin Zimbermans sun von
Schertzheim, von iren und der wagener knehte wegen andersite und sprochent : sie i<
hettent etwas gespannes under einander gehept, der hettent sie sich früntliche mit-
einander gerihtet und übertragen in die wise, alse harnoch geschriben stot. und
botent uns, das wir den Übertrag verhören und donoch mit urteil bekennen und
erteilen woltent, das der Übertrag und die rihtunge stete und kreftig sin soltent,
umbe daz sie zö beden siten vürbasser deste fridelicher und früntlicher mit einander »
geleben möhten. und sind dis die stücke und artickele :
Zu dem ersten so sollend die antwergmeister ir yeglicher sinen kneht dügentliclio
bezalen, wenne des knehtes zil kommet mit Pfenningen und nit mit pfänden, wes sie
einander gihtig sind, und sol das gescheen bi der tagezit, alse sie mit einander ge-
rechent hant. und wer ez, das es der meister nit endete, so mag der kneht an ein *
wurt gon und do bescheidenliche zeren alle die wile, das in der meister nit bezalet
het, und das sol der meister gelten, wer aber, das der meister oder der kneht gespan
umbe die schulde hettent, so sol der kneht mäht haben, sime meister vür des ant-
werkes der wagener, kistener und dreschelere gerihte zu gebietende, und sol des
gemeinen antwerkes meister, der danne zu ziten ist, dem knehte vürderliche ein ■
gerihte machen one vertzog, und sol der meister, an den der kneht klaget, das ge-
rihte niergen vürbasser ziehen, gebütte aber ein meister eime knehte vür des ant-
werkes der wagener, kistener und dreschelere gerihte, so mag der kneht ime antwurten
vor dem gerihte, obe er wil. beduhte aber den kneht, das ime ein ander gerihte ge-
fellicher sye in der stat zii Strazburg, es sie vor uns und unsern nochkommen oder so
vor geistlichem oder weltlichem gerihte, weders der kneht wil, do sol ime der meister
noch hin volgen. und waz vor dem gerihte umbe die anesprachen und vorderungen
erteilt wurt, das sollend sie bedersite halten, wurdent aber sie bedersite von eime
solichen gerihte wider vür des antwerkes wagener, kistener und dreschelere gerihte
gewiset, waz danne vor dem gerihte darumbe mit urteil erteilt wurde, dobi solte 35
es bliben und umbe das, daz die meistere und die knehte deste fridelicher gelebent,
so sollen alle die knehte, es sient lonknehte oder lerknehte, die zu iren tagen
kommen sind, die nu zu mole in unser stat sind oder harnoch darin komment,
sweren an den heiigen, alse es ouch alle die knehte, es sient lonknehte oder lerknehte,
die zu iren tagen kommen sind und uf dise zit in unser stat sind, yetzent anges- 40
woren hant, das sie dheime meister, der in unser stat Straspurg sitzet, dheinen kneht
verbietent noch ouch, das dhein kneht dem andern dheine gesellen verbieten sol. und
1398
741
er es, das die üsseru knehte, die uszwcndig unser stelle vverenl. dlieiine knehte
gesellen oder laichte vcrbuttent, das sie sich bi dem selben inne eyde nützit daran
enkerent noch do von halten)., wer es ouch sache, das ein kneht eim meister gelt
(Hier dienst empffirte, so möhte der meister, dem das gelt oder dienst empfurt were,
l wol noch verbotscheflen meisten) und knehten, und sich von demme knehte beklagen,
der iinc das gelt oder den diensl empfurt hete.
kOuch ist bered, das die knehte under einander einer den andern mag stroffen
d besoheidenliche zühügen von unzuhte wegen, die gesehent von winea gewalt
er obe einre eime wurte ein bette entreingete oder unbezalt den gesellen asser
tt einre i'irlen giengc und desglich, alse das von alter har kommen ist ungeverliche.
vürhasser ist bered, das dhein meister an dem vorgenanten antwerke der wagener
(Iheinen wagener kneht anders dingen sol bi ime zu siende, er dinge in yn dem jore,
weihe zit das ist, danne untz wihinahten. und welhr meister einen kneht uf ein ander
zil dingete danne uf wihinahten, also vor bescheiden ist, der sol in des gemeinen
« antwerkes bühssen fünf Schillinge Pfenninge bessern, alse dicke einre das düt. welhr
kneht ouch in diso stat kommet und dar inne dienet, wenne der ahte tage in unser
■tat gestet zu erbcitcndc, der sol disen brieff und alle vorgeschoben dinge sweren stete
zu habende, und welhrc das nit sweren wolte, dem sol dhein meisler darüber nil zu
arbeitende geben, und welhr meister das verbreche und eime knehte, der also unge-
'" horsam were zu swerende, darüber zu arbeitende gebe, der sol fünf Schilling pfenninge
bessern und sollen die bessernngen ouch vallen in des gemeinen antwerkes bohsse.
darzü, wer es sache, das ein solieb kneht, der ungehorsam wer gewesen zu swerende,
des antwerkes reht kouffen und meister werden wolte, der sol zwürent, alse vil umbe
das reht geben, alse ein ander git. und dar uf, wenne die obgen. wagener, kistener
■s und drescheler jores ir gerihto besetzent, so sollend die abganden geswornen den
anegonden geswornen disen brief mit andern iren briefen tun vor lesen und in in
tun sweren zu hallende und domitte glich zu rihlende dem armen, alse den riehen,
und noch demme das wir meister und rat zu Straspurg die vorgen. personen von
den meistern und den knehten verhortent, das sie die obgen. stücke und artickele
i» undereinander gutliche miteinander übertragen hetten in die wise, alse von worte
zu worte do vorgeschriben stot, do komment wir mit rehter urteil überein und hant
R ouch erteilt, das die selben stücke, punete und artickele stete und kreftig sollend
n und hlilien doch mit beheltnüsse unser und unser stette reht, friheit und ge-
onheit. und des zu eime woren Urkunde so haben wir unser stette ingesigel an
[i disen brief geton hencken. der geben wart an dein aehesten l'iitajie vor sant
Michelstage des ertzengels in dem jore, do man zalte von gottes gebürte drützchen-
hundert jore nüntzig und ahte jore. [folgt der JtaL]
Str. St. A. G. U. P. lad. 14 nr. 18. or. mb. lit. pat. c. 1 sig. päd.
1427. Gräfin Klise von Veldentz-Z weibrücken an Strassburg: beklagt sich, dass
e ... als ir und die uwein in der nehsleii wochen noch dez heyligen erützes tag »jw. u-u.
742 iS98
exaltatio nehst 'vergangen ubir die herren von Bytsche getzogen sint . . . allerlei
Schädigung erfahren habe und bittet um Kehrung derselben.
[1398 September 21.]
Str. St. A. Abt. IV, lad. 28 or. eh. I. cl.
1428. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg: bittet
sie, dem Abt von Selz in Angelegenheiten seines Stiftes und der Frau von Lichten-
berg eine Unterredung zu gewähren. Baden feria secunda post scti. Michaelis 1308.
Baden 1398 September 30.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v Bad. nr. 1830.
1429. König Wenzel an Strassburg: . . . uns seint für kumen grosse gebrechen,
hindernuss und scheden, die ir unser stat und burger zu Colmar unsere liben ge-
trewen swerlichen angeleget habt wider recht und sie dorumb von euch gleiches und
rechtes uncz her nicht bekumen mögen, dovon so ermanen wir euch und gebieten
euch ernstlichen und vesticlichen bey unsern und des reichs holden, das ir derselben ir.
stat und burgern zu Colmar umb alle zuspruche gleich recht und genug tut an alles
verczihen und in ouch furbasmer keinen schaden zuczihet in dheineweis. . . . Zeige
sich aber die Stadt dieser Mahnung ungehorsam, so werde er sie trotz des könig-
lichen Privilegs, welches sie von dem Hofgericht ausnimmt, vor dasselbe laden müssen,
um Colmar Hecht zu verschaffen. geben zu Nuremberg des dinstages noch sant 20
Michelstage a. reg. boh. 35 reg. rom. 22. Nürnberg 1.39S October 1.
Str. St. A. AA. 113 nr. 52. or. eh. I. pt. c. s. t. v. impr.
1430. Constanz an Strassburg: teilt mit, dass ihr Bürger Conrat Koler, der mit
Tuch und Kleidungsstücken (Hosen) aus Flandern kam, im Bitscher Lande von Strass-
burger «genden knechten, die man nempt die frihait» beraubt sei. geben an mit- 25
wochen nach Michahelis anno 98. 1398 October 2.1
Str. St. A. AA. 2011. or. eh. I. cl.
1431. Veldel von Phetesheim versichert der Stadt Strassburg, dass er niemals
weder gegen sie noch den Junker von Ochsenstein gekriegt habe. geben uf fritag
noch Michahelis anno 98. mos October 4. 30
Str. St. A. Abt. IV. or l. el.
1432. Reinhart, Büchsenmeister des Königs von Ungarn, an Strassburg: . . . ez
chumpt zu euch Claws Ziegler, und waz euch der sagt ze disen zeiten von meinen
1 Vgl. unten nr. 1445 den Brief von Constanz vom 18 November denselben Bürger betreffend.
1398
743
wegen, das gelaubl im alz mir selber.
)yonisii anno 13ÜS.
Str. St. A. Abt. IV, 29 or. eh.
geben /c Ofen am negsten montag vor
Ofen 1899 October 7.
1433 Obreht von Nuwenegg beurkundet, dass er die mit der Stadt Strassburg
geschlossene «Ursage» treulich halten, bezüglich wenigstens einen Munal zuvor kiin-
Hgen wolle. gebejue Nuwenegg an dunrnsiag nahst Dachsani Dyonisientaganno 1396,
Neueneck 1899 October 10.
Str. St. A. Abt. IV. or. eh. lit. pat. c. sig. impr.
1434. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet, seinen Unterthanen
.amprecht und Wilhelm von Brunne ihre, wie sie behaupten, unrechtmässig von der
3tadt eingenommene Burg Wasenburg zurückzugeben. geben zu Baden uff frytag
»ach Dvonisii. Hoden 1899 October 11.*
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. el.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad nr. 1832.
1435. Kbcrhard von Bamberg, kaiserlicher Schultheiss zu Hagenau, und Hugo
von Bamberg an Strassburg: bitten, in dem Kriege mit den Herren von Bitsch ihrer
Pii Dörfer ß&mefsheim und Freisbach zu schonen. geben uf sant (lallen tag
1 : ö >8 J.i9S October 16.
Str. St. A. Abt. IV, lad. 28. or. eh. I. cl.
143(5. Walter von Geroldseek an Strassburg: beklagt sich über Ottemann von
Mülheim, . . . der mir ein pf'ert genomen hett und min schnider derab geworffen
ict. in üwer statt zi'i Strassburg, daz ich doch nutz wist mit im zc schaffen han
renn giitz . . . daz öeh derselb schnider min knehl und öch ander min knehl awerm
tmmeister verkünt hent . . . datum ipsa die Galli anno etc. 98. 1398 October 16.
Str. St. A Abt. IV, 72. or eh. I. cl.
1437. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: ... als ir uns verschriben
band von lastkeriehe wegen, die mit kouffmanschafft zwuschen Wurmsze und Spire
uff gehalten sind, und vordernd darumbe kerunge ... so sei er gern bereit, solche
für das nachweislich Strassburger Kaufmannsgut unter diesen Waren zu leisten.
datum Baden in die seti Luce evangeliste anno 11598. Baden 1398 Octolter 18.
Str. St. A AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1834.
1 Vgl unten nr. 1440 die Briefe desselben in gleicher Sache vom 20 October n. 2 Nov.
VI. 94
744 1398
1438. Heinrich von Geroldseck und Lahr an Strassburg: ... laz ach wissen,
daz her Reymbolt Huffelin der junge, Wilkin Goltschlaher und ir gemeinder mich
und myne burger von Läre aber gemant hant umb den zins, der in dem krieg gefiel
und umb abgangen burger, do haben ich und myne burger unser botschaft zwürent
bi in gehaben, daz su ein notarye her usz santtent, der die burger empfing, so
wolten wir in den abgang ir burger erfollen, daz su doch mit ufnemeh wellent. sü
wellent och den zins im krieg von uns haben und welleu mich darumb angriffen,
alz mir geseit ist . . . Bittet, dass man die Strassburger Bürger von diesem Angriff
abhalte. datum feria 0 post Galli confessoris anno 1398. i.-iUH October ls.
Str. St. A. V. C. G. 23. or. eh. I. cl.
1439. Die Städte Straßburg und Hagenau schließen ein Bündnis für die Dauer
von 5 Jahren auf Geheiß und Empfehlung des Landvogtes Dietrich von der Witen-
mule. 1398 October J!K
In Gotes namen amen, wir Claus Merswin der meister und der rat der stette
zu Strassburg und ouch wir der meister und der rat der stette zu Hagenow tund n
kunt allen den, die disen brief anesehent oder gehörent lesen, das wir vor uns und
alle unsere nachkomen in den vorgenanten stetten mit wolbedahten mute und rehter
wissende in rehten truwen früntscheften und gegensehender liebe, so wir züsamen
habent, dem heiigen romischen riche und uns zu eren und zu nutze uns züsamen
vereynet habent und vereynent mit disem gegenwertigen briefe by den eyden, die m
wir bedersite darumbe lipliche gesworen haben mit ufgehabenen handen und gelerten
worten fünf gantze jar, die nehest nocheinander koment und uf disen hütigen tag
anefahen sollend, alse diser brief gegeben ist, von geheisse und empfelhnisse des vür-
nemen, vesten Dietheriches von der Witenmülen landfogtes in Eilsazz, der uns das
alles geheissen und empfolhen hat zu tünde von wegen und an statt des aller durch- 25
luhtigisten fürsten und herren herren Wentzlaus romischen küniges und küniges üz
Beheim unseres gnedigsten herren, der yme das ouch mit sime briefe empfolhen het
zu tünde, alse er sprach in dise wise :
Zum ersten, wer es, das under uns zweien stetten einre stat yren burgern oder
den yren unreht beschee, von weme das were, und der rat derselben stette, der 30
das unreht bescheen ist, uf iren eyt erkennent, das yn, iren burgern oder den yren
unreht bescheen sie, und die ander stat manet und der hilffe notdurftig sie, so sol
die selbe stat, die die manunge also tüd, zwene irer rete und fründe in die ander
stat, der die manunge geschiht, schiken. und sollend danne die gemante stat one
vertzog drie irer rete und fründe zu den zweien setzen und sollend die fünfe zu m
sammen sitzen und uf ir eyde bekennen in den nehesten zweien tagen darnach nie-
man zu liebe oder zu leide und ouch glich, alse obe in bedeteil frömde werent, wie
die helffe der gemanten stat sin solle, und was die funfe oder das merre teil under
in bekennent uf ir eyde, das der stat, die die manunge tüd, zu helffende sie, es sie
mit gerittem volke, füszvolke oder gezüge, das sollend die zwo stette undertzogenliche 10
1398 745
tun und vollefüren. und siilhüid ouch Ire eine stal der anderen die helfTe, die in be-
kennet wurt zu l finde Dach vorgeschribner wise, in den nehesten ahte tagen noch
der bekentnisse .schicken mit irem widersages briefe an die stat, die un.s zweien
sielte oder unser einre besunder zu gehorent und dohin danne die stat, die die
Imanunge lad, beduncket lr aller nützlichste Binde one [geverde].1 und sol ouch ye
eine stal der andern und yren dienern und helffern olTenn sin zu allen iren kriegen
und noten gegen inengelichem, keiner uszgenommen, sieh daryn und darusz zu be-
lielll'ende mit lülzel oder mit vil, so by tage, so by naht, und sollend [ouch] ' zu
beden siten bestellen, das unser soldener und dienere koste in unsern stetten habent
10 und vindent umbe bescheiden zitlich gelt one geverde. was kriege oder vigentschafTt
Iin der zit diser vereyniungen unser dewederm teile uferstünde, do eine stat der
andern zu bcholffen were gewesen, do sol eine stat der andern noch der zit diser
vereyniungen umbe beroten und beholffen sin glich, alse vor geschriben stat, untz
an die stunde, das solich kriege gentzliche versünet werden, von was kriegen ouch
eine stat in der zit diser vereyniungen oder nach der zit der vereyniungen der an-
dern beholffen ist, do sol sich in solichen kriegen unser deheine stat one die ander
nit sunen, friden oder vürworten. in diser vereyniungen nemment wir zu beden siten
Iharynnc uzz das heiige römische rieh; so nemment wir die von Straspurg harynne
besonder uzz den erwurdigen herren, herren Wilhelmen bischoft* und die stifte zu
ii Straspurg, den durchlühtigen hochgebornen fürsten und herren, herren Lütpolden
hertzogen zu Osterrich und sine gebrüdere und vettere, alse wir mit den vereiniet
sind, den hoherbornen fürsten und herren, herren Bernharten marggrafT zu Baden,
unsere besundere guten {runden unde eitgenozzen, den burgermeyster, rat und bürgere
der stette Basel und den schultheissen, rat und bürgere der stette Sarburg, mit den
wir allen zii disen ziten vereyniet sind, alse die briefe besagent, die darüber gehorent,
mit der besoheidenheit, wanne so der vereiniungen deheine uszgat, das wir uns danne
mit niemanne vürbasser verbindent oder vereynient, wir nemment danne dise ver-
eyniunge vor uzz. wer es ouch, das ein gemeiner lantfride in Eilsazz mit herren und
stellen gemäht, überkommen und versigelt weide, und besonder do wir zwo stette
so inne begriffen werent, so sol dise vereyniunge abe sin und keine krafft me haben,
alle vorgeschriben stücke und arlickele und yegliches besunder gelobent wir, die
vorgenanten meisler und rete vür uns, unsere bürgere, die unsern und, alle unser
Hochkommen der obgenanten zweier stelle stete, veste, getruweliche und unverbröchen-
liclie zu haltende und zu habende und zu vollcfürende und besunder wir die von
llagenowe uns do mitte nit zu schirmende, sit doch dise vereyniunge mit unsers
herren des küniges willen zugangen und bescheen ist, alse uns das der obgenante
berre der landfögt geseit und empfolhen hei von unsers herren des küniges wegen,
daz wir gesprechen möhtent, unser berre der künig oder unser öbirsten hettent uns
verhotten, das wir dise evniunge oder ützit, das har ynne begriffen ist, nit soltent
1» hallen, und sollend ouch wir die rete von beden stetten alle jar die alten abgonden
rete den nuwen reten dise vereyniunge die vorgenante zit in yre eyde empfehlen zu
1 Loch im Pergament.
746 1398
haltende one alle geverde. und zu eime woren Urkunde ho haben wir die vorgenanten
meister und rete beder stette unser stette ingesigele an disen brief geton hencken.
ich Dietherich von der Witenmülen lantfogt in Eilsazz vergihe und bekenne, alse
die obgenanten zwo stette Straspurg und Hagenowe sich zu sammen vereyniet habent
in die wise, alse vorgeschriben stat, das ich yn do geseit und empfolhen habe sich t
zusammen zu vereyniende von geheisse und empfelhnüsse wegen mines gnedigen
herren des römischen kiiniges, der mir das durch friden willen des landes mit sinen
königlichen briefen empfolhen het, in das von sinen wegen zu heissende und ze
sagende, wanne es sine ernstliche meynunge ist. und des zu eime Urkunde und zu
merrem gezügnisse so habe ich min ingesigel zuvor an disen brief gehencket. 10
der geben wart an dem nehesten samstage nach sant Lucas tage des evangelisten
in dem jore, do man zalte von gottes gebürte drützehenhundert jore nüntzig und ahte
jare. und sind diser briefe zwene gliche, der yedie stat einen het und by ir blibet.
Str. St. A. G. U. P. lad. 44/45. nr 85. or. mb. lit. pat. c. 3 sig. pend. an Seidenschnüren
[Straßb.: rot-weiß, Hag.: blau-weiß, Dietr. rot]. — Ebenda lad. 48/49 B. nr. 85. '5
conc. v. cop. eh. coaev. u. nr. 52. eone. eh.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1835.
Erwähnt D. B. A. III pg. 10, doch mit der wohl nicht zulässigen Auflösung des Datums
in Mai 11.
1440. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg in Sachen der Gebrüder
Brunne, denen die Stadt ihre Burg Wasenburg genommen hat: derselben unser bott- 20
schaff hand ir . . . geentwurtet daz ir daz [Rückgabe der Burg]1 nit meynend zu tünd, daz
uns doch unbillich und unfruntlich an uch nympt, wann doch unser eynung wiset, wer
ez, ob ir oder die uwern mit unsern mannen . . . spennig und miszhellig wurdent
und die ansprach uwer were, daz sollent ir uns verkünden, daz ir doch uns noch
in nit getan hand, und dann darumb zu tagen sollend schicken gen Offenburg oder 25
gen Baden . . . bitten wir uch aber mit ernst und manen uch ouch der eynung, die
wir mit uch haben, daz ir den vorgenanten unsern man . . . ir vestin und daz ir
ane schaden wider entwurtend, wann sie kein fyndtschaft mit uch gehabt hand. . . .
Bleibe dann noch Grund zur Ansprache, so wolle er für Abhaltung eines Tages
sorgen. Baden dominica post seti. Luce. Baden 13'JS October 20? 3U
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. dl. c. sig. impr.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1836.
1441. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg: nach-
dem seine Boten Heinrich Truchsess von Hefingen und Claus Contzman 3 ihre Antwort
1 Vgl. nr. 1434 Bernhards Brief vom 11 October.
* November 2 Baden. Derselbe fordert die Stadt auf, wegen derselben Angelegenlieit ihre Boten ent- 35
weder auf den Tag zu Baden, den sie mit den von Bitsch zu leisten haben, oder zum
10 November gen Bühl zu schicken, (ibid. AA. 85. or. eh.)
3 Dieselben waren laut Credenzbriefes (AA. 85. or. eh.) am 16 October abgeschickt.
i .-ins
747
gemeldet, ladel or sie zu einem Sühnelag zwischen der Stadt, dem Bischof and 'Ich
Ierrcn von Bitscb zu Baden am 12 Nov. und sichert beiden Parteien 4 Tage lang
rcies Geleit zu. Wahrscheinlich .sei auch der Herzog (Pfalzgraf Ruprecht) dann in
ler Nähe, um erforderlichen Falls mitwirken zu können. Pfoilzheim fcria Bexta
Mite Symonis et Jude 1308, l'forzheim 1896 October 26.*
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1837. vgl. nr 1833.
1442. Heinrich von Geroldseck und Lahr an den Ammeistcr zu Strassburg":
sendet seinen Prior zu Lahr und seinen Schreiber und bittet, diese in den Geschäften
mit seinen Schuldnern gewähren zu lassen und ihnen in den Sachen, die sie mit ihm
verhandeln sollen, volles Vertrauen zu schenken. datum ipsa die Symonis et .lüde
ino 1398. 1398 (Mober 28.
Str. St. A. V. C G. 23. or. eh. I. cl.
1443. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : verspricht, den durch die
«gen Durenkein gefurte name» geschädigten Strassburgern Kehrung, wenn sie am
November vor seinem damit beauftragten Amtmann in Dürkheim erscheinen, ver-
weigert solche aber den Baselern, denn . . . dieselben von Basel sind unser fynde,
ien keren wir unmöglich, das verstend ir selb wol. datum Baden feria tertia post
Symonis et Jude apostolorum anno 13D8. Batlen 1398 October 2».
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. el.
Eeg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1840.
1444. Borsiboy von Swinar, Landvogt im Elsass, an Strassburg : ich habe meinen
lerren von Bytsche gemeinclich vorschriben und sie gebeten umb einen finde czu
kalten ewischen in und euch bis uff allermann vasnacht nu schirste. dorumb bite te""ts.
» ich euch ouch mit ganezem fleisse, das ir den also ouch uffnemen und halden wollet.
derezeit hoffe ich bey euch czu sein und mich dann beweisen noch ewnn rate.
ias ich hoffe, das die Sachen redlich übertragen sollen werden. geben czu Wirlz-
surg des montags nach aller heiligen tag anno 131)8. Wilrzburg 1899 November 4.
Str. St. A. Abt. IV, lad. 15. or. eh. I. cl.
1415. Conslanz an Strassburg: wie am 2 October wegen ihres Bürgers (ainrat
dez Kolers, . . . dem Strassburger Leute ... in unsere herren von Bitseh gelail
entzwischen Rainungen und Knchenberg ain pfarit, ain tüch, Tierzehen par hosen,
sehen hüt, fin gürtelgewand und swaiger guldin wert bars geltz genomen band und
1 Von demselben Datum liegt eine Einladung Bernhard' s an Bischof Wilhelm vor. (ibid. AA. 85.
85 cop. ch- eoaev.)
748 1398
in darzü zwungen, das er sweren müst nit wider hinder sich ze komen, daz ze klagen,
das allez im noch usstat, usgenomen dez t&eha und dez gürtelgewands. das uns nit
früntlich dunket. nu het er ietzo darumb ainen iwern burger Dielen Böschwiler by
uns verhaft und verbotten, der haftung wir in aber ledig geschaft haben, wan uns
nit lieb wäre, das dehainer der iwer, alz verre wir das vorkomen mochten, bi uns
nidergeleit noch gesumpt würde . . . Bitten, ihrem Bürger bald zu dem Seinigen zu
verhelfen, denn dieser sei . . . ain sollicher yunger wilder knecht, daz ze besorgen ist,
er geb sin burgkrecht uff und griffe die iwern darumb an, daz uns doch nit lieb were
. . . geben an mäntag nach Othmari anno 98. 1398 November 18.
Str. St. A. AA. 2011. or. eh. I. cl.
1446. Pfalzgraf Ruprecht und Markgraf Bernhard verkündigen, daß sie eine
Sühne zu Stande gebracht haben zwischen Bischof Wilhelm von Straßhurg, der
Stadt Straßburg, dem Landvogt und den Städten Hagen.au und Sulz einerseits und
den Grafen zu Zweibrilchen und Bitsch, Hanneman und Friedrich und Hanneman's
gleichnamigen Sohne anderseits. Neuburg am Mliein 1308 November 19.
Wir Büpreht von gots gnoden pfaltzgrofe bi Bine des heiligen römischen riches
oberster druchsesse und herezoge in Peyern nnd wir Bernhart von denselben gnoden
marggrofe ze Baden bekennen und tünd kund offenbar mit diseme briefe allen den,
die in sehent, lesent oder gehürent lesen : von solicher vigentschaft, krieg missehelle
und zweyunge wegen, so der erwirdige her Wilhelm bischof ze Strazburg und die i
erbern wisen meister und rot und die bürgere gemeinliche der stat ze Strazburg und
Dietherich von der Witenmülle lantvogt in Eilsasz, die stette Hagenowe und Selse
und die pflegde, die darezü gehörent, uff einesite und die edeln Hannemann und
Friderich gebrüdere grofe von Zweinbrücke und herren zu Bitsche und Hanneman
grofe von Zweinbrücken, desselben Hannemans des alten sun, unser herezoge R&prehts i
lieben getruwen und unser marggrofe Bernharts lieben öheimen uf die andersite bieze
bar miteinander gehebet hant, daz wir obengenanter herezoge Rüpreht und wir marg-
grofe Bernbarte dieselben parthien mit ire beder wissen und willen uf disen hütgen
tag, also datum disz briefes sagt, geriht, gesünet und vereinet habent für sich, alle ire
helffere, dienere, bürgere und die iren und die darezü gedienet und des ze schaffen <
gehebet hänt, daz es mit in allen ein gancz luter süne und ewig verezig sin sol
umbe alle sache, die sich in demselben kriege von des krieges wegen verlouffen hant,
in aller mosse, also harnoch geschriben stat. darezü hant wir geretd, das alle ge-
fangen, die zu bedensiten von desselben krieges wegen gefangen sint, derselben ge-
fengnisse genczliche lidig und losz sin sollent und ouch ledig gelossen und gesaget i
sollen werden uf ein slehte alte urfede unverzog und one alle geverde. darezü sol
ouch alles gelt, es sy von brantschaezunge, burgschaft, gedingnisse oder anders von
disz krieges wegen, daz noch nit geben und unbezalt ist, ouch genczliche abesin und
die bürgen dafür losz sin und ledig gesaget werden one wider rede und one alles
vereziehen. ouch hant wir geretd und gemäht, das der obgenante bischof Wilhelm ,
dem vorgenanten Hanneman von Bitsche dem alten oder sin erben geben und be-
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frünlschafl und vur sinen dienst, den er hno geton hat in simc
kriege wider den von Lüczelstein zwölf hundert guter geber liiiischer guldin, al.-o
derselbe bischof Wilhelm demselben Hanneman das mit andern briefen verschribcn
und versieliei'l bat. ouch hau wir goreld und geledhigcl, VU anesprochen die obe-
i genanten herren von Bitscbe gemeinliche oder sonderliche an dem obegenanten herren
bischof Wilhelm oder an einem stift zfl Strasburg betten umbe .schulden von sine«
aehesten vorfarn bisehof fYideriches oder ander simc vorfarn bischofe sc Strasburg
«regen, dieselben schulde und zuspräche sollent sie und ire erben lossen stan und
rerliben und tmerfbrdert, also lange derselbe bischof Wilhelm ein bischof des stiftes
n zi'i Strazburg ist, ane geverde. was ouch der obegenanten herren von Bitsche dienere
anesproche hetten umbe schulde, die do were vor dato disz briefes an den ege-
nanten bischof Wilhelm und an sinen stift zu Strazburg. woltent dieselben ire dienere
bischof Wilhelm und sinen stift ze Strazburg darumbe anesproch nit erlossen und
anegriffen, so sollend die obegenanten herren von Bitsche und ire erben denselben
'• iren dienern in den sachen nit zu legen noch beholffen sin, noch sie vurscheben (?),
Imsen noch halten in dheinen weg wider den obgenanten bischof Wilhelm und sinen
stift ze Strazburg, ouch also lange er ein bischof ze Strazbnrg ist, one geverde. ouch
haut wir hcrczoge 'Büpreht und wir marggrofe Bernhart obegenant beretd und bete-
dinget also von der vesten Herrenstein wegen, die die von Strazburg ge-
vo wunnent haut, das die von Strazburg den obgenanten herren von Bitsche und iren
erben von des teilea wegen, das dieselben von Bitsche an derselben vesten in pfant-
scliall inne gehebet haut, geben beczalen und antwurten sollen sübenliundert und
nünczig guter geber Binscher guldin, die sie uf dasselbe teil geluhen hattent. und al>
danne sollent die von Strazburg dasselbe teile an der vorgenanten vesten Herrenstein,
ii daz die obgenanten von Bitsche do gehebet haut mit den rehten und zügehorungen
in der mosz, also es den von Bitsche versaczet ist, haben und halten und als danne
sol Hanneman von Bitsche der alle solich pfantschaftbriefe über dasselbe teil zi'i
Herrenstein, der do besaget fünf hundert und vierczig guldin, den von Strazburg zu
!ir haut geben und antworten und solichen briefe, also Friederich von Bitsche obe-
o genant und Johann, herre zu Liehtenberg 6ber dasselbe teil in pfantschaft hant, der
do sagt fünf hundert guldin, daran demselben Friederiche von Bitsche gebarend
dirtehalp hundert guldin, sol derselbe Kriderich von Bitsche an ein gemeine hant
legen dem obgenanten Johann, herren zu Lichtenberg und ouch den von Strazburg
bedersit zu irem rehten und uotdurft des zi'i geniessen one alle geverde. und söllent
19 di(> von Büsche, die von Strasburg vi'ubasser nie an denselben teilen rehten und zu
gehorden an der vesten Herrenslein ungehindert und unbekuinbeit lossen one geverde.
und sol ouch keiner von Bitsche vurbasscr me zö Herrenstein inkommen, teil oder
gemein daran zu habende, also lange das slosz in der von Strazburg banden stot, one
geverde. ouch so ein bischof von Metse das slosz Herrenstein umbe die gancz
imune, also es ieezunt stet, wider losen wil, so sollenl die von Strazburg obegenant
iselben losunge ouch gehorsam sin ane verezog und geverde. ouch hant wir geretd
d gemäht, daz Syinund, grofe von Zweinbrücken,' des obegenanten grafen Hanne-
ans suu, und die stelle Hagenowe und Selse und die pllegde, die darczi'i gehorent,
750 1398
also umb die vigentschaft von Schillings wegen verriht sin sollent; und sollent ouch
desselben Symundes kneht, die die von Hagenowe, und ouch die kneht, die er gefangen
hant von derselben vigentschaft wegen, derselben gefengnisse ledig und losz sin und
ledig gesaget werden uf ein alte urfede ane verczog und geverde.
Ouch sollent derselbe Symond und dieselben knehte demselben Schillinge von der i
vigentschaft wegen wider die von Hagenowe, die von Selse und die pflege, die darczü
gehörent. nit helffen noch zu legen, also lange dieselbe vintschaft weret, one geverde.
und harus sollent die obegenanten parthien vür sich, alle die iren und alle die, die
darczi'i gedienet und des zu schaffen gehebet hant von desselben krieges und zwey-
unge wegen und umbe alle sache, die sich darinne und dovon ergangen und verlouffen 10
hant, es sint todsiege, brande, nome, dienste, gefengnisse oder anders, keynerleyge
uszgenommen, genczliche gutliche und früntliche gerihtet, gesünet, vereynet und
gesliht sint und sol ouch zwüschent in allen, also vorgeschriben stot, umbe daz alles
ein gancz luter süne und ewig verczig sin, uszgescheiden allerley argelist und geverde.
und des alles zu Urkunde und vester stettekeit, so hant wir herczoge Rupreht und ir
marggrofe Bernhart obgenant unsere eygin ingesigel an disen brief dun hencken und
wir Wilhelm, bischof ze Strazburg und wir Hanneman und Friderich gebrudere, grofen
von Zweinbrücken unde herren ze Bitsche und Hanneman der junger, grofe von
Zweinbrücke und wir der meister, rot und bürgere gemeinliche der stat Strazburg
und Dietheriche von der Witenmnlen, lantvogt in Eilsazz und der meister, rot und 2f
bürgere der stette Hagenowe und Selse mit der pflege, die dazu gehöret, obegenant
bekennen offenbar mit disem briefe, daz der durchlühtige, hochgeborne fürste und
herre, herre Ri'ipreht, pfaltzgrofe bi" Rine, des heiligen römischen riches oberster
druchsesse und herczoge in Peyern und der hoherborne fürste, herre Bernhart, marg-
grafe ze Baden, uns und alle die, als vorgeschriben stet, mit eine umbe alle kriege »
unde zweyunge bicz uf disen hütigen tag datum disz briefes gerieht, gesünet und
gesliehtett hant in aller mossen, also vor geschriben stot, mit unserme guten wissen
und willen, und wir hant ouch alle dieselbe rihtunge und süne mit allen iren stucken,
puncten und artickeln gelopt unde globent mit craft disz briefes wir bischof Wilhelm
mit unsern fürsteclichen truwen und wir die herren von Bitsche obgenant und der x
meister, rot und bürgere der stat zu Strazburg und Dietherich zu der Witenmülen,
der meister, rot unde bürgere der stette Hagenowe und Selse obegenant uf unsere
eyde, die wir darüber zu den heiligen gesworn hant, vür uns und alle die unsern
ewicliche, veste und stette zu haltende und niemer ze überfarende noch darwider ze
tünde noch schaffen geton werden in dheine wise, uszgescheiden alle argelist und 3j
geverde. und des alles zu worem sichern urkünd han wir bischof Wilhelm und wir
drie herren von Bitsche obgenant vür uns und andere min Hannemans obegenant
süne unsere eygene ingesigele und wir der meister, rot und bürgere der stat zii
Strazburg obgenant derselben unser stat ingesigel und ich Dietherich zu der Witen-
mülen obegenant min eygen ingesigel und wir der meister, rote und bürgere der «
stette Hagenowe und Selse obegenant derselben unsere stette ingesigel an disen brief
gehangen, und wir alle andere des obegenanten grofe Hannemans süne bekennen
uns ouch der obgenanten süne und aller Sachen in aller mosse, also vor geschriben
1398 751
slot, ouch feste and stette ze haltendende under unsere retten, vettern und bruders
obegenanl ingesigeln. geben zA Nuwenburg an dem Ryne uf dinstag sant Eliza-
bethen tag noch Cristus gebürte drüzebenhondert jor und daraoch in dem ehte und
nnnczigstem jöre.
» Str. St. A. AA 1422. cop. eh. coaev- (Papierlieft).
Heg. d. Mrhgr. von Bad. nr 1844.
1447- Wilhelm und Lamprcchl Brunne .sehliessen mit Bischof Wilhelm von Strass-
burg und der Stadt Strassburg nach Rückerstattung des innen abgenommenen Schlosses
Wagenburg eine Sühne und erklären, dass sie sich damit aller aus dem Bitscher
10 Kriege stammenden Entschädigungsansprüche begeben. Dieser Sühne sehliessen sich
an: Bürghart von Mansperg, seine Frau Lyse und Reinhard von Rietbür. geben
uf die nehste mitwoch vor sant Katherinen tag in dem jar 1398.
l.'iUS November 20.
Str. St. A. Q. ü. P. lad. 165/166 nr. 88. or. mb. lit. pat. c. 4 sig. pend. quor. 2 del.
s 1448. Hans Billung, des Hofgerichts und der Stadt Rottweil Schreiber, an
Strassburg: . . . mir hat fürgeleit der edel jungherr Egloff von Wartemberg hofrichter
des hofgerichtz ze Rotwil an stal mins herren grave Rudolfs von Sultz, wie daz im
schuldig sient uwers spitals pfleger ze Sträszburg vier pfund halber minder fünf
Schilling, daz doch maister Rausch der zimberman früntlich mit im verrechnet hab
*o von zolle wegen, so si im schuldig sient uf der Schiltach von holtzes wegen, nu hat
mich derselbe hofrichter ankert umb fürgebott über si ze schicken von desselben
gelts wegen . . so lian ich in nu zemäl erbetten, daz er daz underwegen gelassen
bat, untz daz ich üch darumb ze rede satzte . . . Bittet deswegen mit den Spital-
pflegern zu reden, damit der Streit friedlich beigelegt werde. geben an fritag vor
85 sant Katherinen tag anno 98. 13US November 22.
Str.mS:.'A. AA. 2034. or. eh. I. cl.
P1445). Claus Merswin der Meister1 und der Rat von Strassburg an Diether
Cemmerer und Conrad Lantschaden : . .'. alse ir uns verschriben hant von eins
tages wegen gen Selsz uf dunrstag nehest, also wissent, das wir unser erbern botten no». u.
»o gern aldar uf den tag schicken wellent und uwer vorderunge verhören und sollent
unser erber botten uch bescheidenliche darzu antwurten. datum sabbato proximo
ante diem sanete Katherine virginis. [1398 November 23.]
Aschaffenburg, Dalberg Arch. or. mb. I. cl-
1450. Saarburg an Strassburg: wir laut üwer wiszheit wissen, daz unser burger
»J einre Nicclos ane sele vor uns ist kommen und het uns geseit, wie daz sin swieger,
Claus Merswin war 1398 Meister.
VL
752 1398
sines wibes mutier, in üwer stat zu Strazburg vervaren sie und die habe ettewas
gelaszen. das habent die minre brüder zu den barvüszen in uwer stat genommen,
und sie sin wip, derselben frowen dohter, bij denselben minren brudern zu Straz-
burg gewesen und habe in ir mütter gut geheiszen. und sie woltent ir keine antwurte
dovon geben, in weler maszen sie es genommen hettent . . . Bittet, der Frau zu
helfen und die Sache zu untersuchen. datum feria quarta post festum beate Ka-
tharine anno 1398. 1398 November 27.
Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46 nr. 74. or eh. lit. cl. e. sig. in v. impr. mut.
1451. Meister und Rat von Rosheim an Strassburg: verwenden sich für Frei-
lassung und Entschädigung eines ihrer Bürger, der trotz Strassburger Geleitbriefes
von dem Strassburger Bürger Pfetzheim gefangen und beraubt worden ist. geben
uf sunentag nehest nach sant Andres tag in dem 98 jore. 1308 December l.
Str. St. A. AA. 2033. or. eh. I. cl.
1452. Lütolt von Kolbotzheim, ein edelkneht, vergihe und bekenne, als ich der
erbern wisen meister und rates der stette zu Strazburg, mine lieben herren houptman
und diener gewesen bin in dem vergangen kriege, den sie gehept hant mit den herren
von Bytsche, daz sie mir do gentzlich volleton hant von aller der ansprachen und
vorderungen und von alles des kosten, kumbers und schaden wegen, den ich in
demselben irem dienste gehept und gelitten habe, in weihen weg das ist etc. geben
an dem nehesten montage noch sant Andrestage des zwölfbotten 1398.
1398 December 2.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 198 nr. 7. or. mb. lit. pat. c. sig. pend.
1453. Claus Merswin der Meister und der Rat von Strassburg an Basel über
den Krieg mit den Herren von Bitsch und die Eroberung von Herrenstein : . . dieselb
vigentschaft darkam, das die herren von Bytsche von deme selben herren dem byschofe a
[Wilhelm] woltent haben 12,000 guldin schulde, so in der erwurdige herre byschof
Friderich sin vorfar schuldig waz bliben, und griffent in dovür an und dotent uns
und unsern burgern in den anegriffen sovil widerdriesse und schaden mit brande,
nomen und totsiegen, daz wir der nit vergessen möhtent, daz wir noch der vestin Her-
renstein stunden und die gewunnen und ouch in die vigentschaft getrenget wurden, sc
so dotent die herren von Bytsche den richesstetten und dörffern ouch sovil übergriffe,
daz daz der lantfögt und die richesstette ouch durch unsern willen und in selber
zu helffe in die vigentschaft koment. nu wart mit uns allen drien teiln geredt und
wurdent wir besunder des erbotten, das die vorgenanten herren der bischoff, der
lantfögt, selber wir und die andern stette unser erbern botten gen Baden vür den 3ä
hoherbornen forsten den marggrafen von Baden biten und schicken woltent und mit
den herren von Bytsche aldo ein tag leisten, so wolte der durchluhtige hochgeborne
1398 753
forste hertzoge Rüpreht von Peyern etc. in die genehe gen Baden riten und woltent
alle durch gemeines friden willen des Landet gedencken und durzü reden, duz wir
miteinander gerihl wurden, und kommend alle also noch vorgeschribner wise zu
läge und wart des erwürdigen herren des bischoffes suche unegefangen und über-
i I lügen, das die herren von Bytsche der schulden, die sie an in vordertent, darumbe
der krieg anevieng, sollen! lassen gestan ungefordert, alle die wile er bischoff zu
Strasburg ist, und andre stücke, darnach wart unser sache wegen geredt und besunder
von der vestin Herrenstein wegen, die wir gewunnen hetten, die hübet uns ouch,
doch beschult den herren von Bytsche etwaz vür ir teil der pf'antschafft. darnach
i« wart geredt von des riches wegen, den beschach ouch ein benügen, das alles zu lang
wurde zu schribende . . . Darauf ist diese Richtung zu Neuenburg vor Pfalzgruf
Ruprecht ' bestätigt, beschworen und verbriefet. Doch können sie leider noch keine
Abschrift mitschicken . . . da ez sich mit den briefen bitz bar vertzogen het, das sie
uns noch nit worden sind . . . und bitten deswegen um Entschuldigung. datum
's feria quarta proxima post festum conceptionis beute Murie virginis.
il.VJH December 11.]
Basel. St. A. Neb. Reg. G. III nr. 260. or. mb. I. cl.
1454. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : sendet und beglaubigt seinen
Hofmeister Georg von Bach. datum Baden feria quinla ante Lucie virginis anno 1398.
20 Baden 1398 December 12.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Mrkgr. v. B<td. nr. 1847.
1455. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: hat nach langen fruchtlosen
Kinigungsversuchen dem Ludwig von Lichtenberg Fehde angesagt und bittet nun
:.»5 die Stadt dasselbe zu thun und ihm nach Massgabe ihres Bündnisses Hülfe zu leisten.
Baden feria quinta ante Lucie virginis 1398. lSlts Decemlter 12.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
1456. Drei genannte Bürger von Saavbvrg an Straßburg : berichten über die
bisherigen Friedensvermittlungen mit dem Herzog von Lothringen und .schlagen
:.<» einen neuen Tag vor-, UM December 21.
Frömen wisen herren unsern uiidertenigen gewilligen dienst, alz uwer wisheit wol
weis, daz dez hochgeborn fortzainmen dürchlüeheden fursten unsers gnedigen herren
von Lothringen rates eins teiles, uwers rates eins teiles und ouch wir uffe diesen
liebsten zinstag zu Sant Pult uffe eyme gutlichen tage gewesin sint wege zu suchende, i>~-. n.
•:' wie beide laut in frieden und gnade gestellet mohte werden, und do man die sache
urt unheben, do worent unsprechin, der wir nyt wüslent von schuden, den der er-
:
1 Vgl. oben die Vertragsurkunde vom 10 November.
754 1398
wirdige furste unser gnediger herre von Strasburg und ouch ir dem obgenanten un-
serme herren von Lothringen sollent geton haben und woltent vorbenommen haben,
ob die eynekeit zu ginge, umbe daz, daz alle dinge zwuschin uch sieht und luter
bliebent. und daz woltent die uwern nyt und sprachint, sie werent keyns alzo von
uch gewertiget noch gescheiden, aber darumbe sie dar gesant werent, der das an- i
heben wolte, do woltent sie zu verston und ir bestes darzü tun und daz möhte zu
der zijt nyt gesin, daz uns doch in ganzen trüwen leit ist. were aber uwer wisheit
amühtig, daz ir zu eyme andern gutlichin tage zu Sarburg schicken woltent und do
verhören die anspräche dez obgenanten unsers herren von Lothringen und do wieder
uwer antwurte und ouch uwer anspräche, waz wir danne gutes darzü getün mügent, w
daz die sachin fruntlichin uvertragen werdent, daz wellen wir gerne tun. uwer ant-
wurte mit diesem boten gebietent uns alle ziit. geben uf sant Thomas tag dez
heilien zweifboten anno domini etc. nonagesimo octavo. besiegelt mit Heinsil
Cropphen ingesiegel.
Wolf Luperster (?), Reymbolt schultheisz 15
und Heinsil Cropphe von Sarburg.
[In verso] Den frümen wisen herren dem meister und dem rate zu Strasburg.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 46/46. B. 41. or. chart. lit. cl. e. sig. in v. impr.
1457. Bischof Wilhelm von Strassburg an den Ammeister Conrad Armbruster und
den Altammeister Ulrich Gosse zu Strassburg: bittet, dem Herrn Reinhard zu Wester- 20
bürg gemäss früheren Abmachungen «sehczig zolfüder wynes . . . zolfry faren zu
lossen an uwern zollen in Strazburg» oder, wenn dies nicht möglich sei, die Zoll-
summe lieber nachträglich von ihm (dem Bischofj zu erheben. geben zu Dachen-
stein uf sant Thomans tag vor wynahten anno 1398. Daclistein 139S December 21.
Str. St. A. AA. 1422. or. eh. I. cl. 2a
1458. Der Schaffner Hermann in Kirchgasse legt cor Meister und Rat Rech-
nung ab über das Frauenhaus. 13U8 December 31.
Anno domini millesimo trecentesimo nonagesimo octavo feria tertia ante diem
festi circumcisionis domini, do her Claus Merswin meister waz, do verrechente her
Herman in Kirchgasse, schaffener uf unser frowen huse, do zu gegene werent meister m
und rat zu Straszburg.
Do hat her Hermann ingenommen und empfangen 897 lib. 17 sol. und 3 den.
Do hat er wider gerechent, was er uszgegeben het, 855 lib., 4 sol. minre 4 den.
und blibet das wengst schuldig 398 lib. 7 sol. minus 4 den.
So blibet ymme vorstände von den rebelüten 424 lib. und 7 sol. »
So blibet ime vorstände von rocken 14 vierteil und 2 vierteil.
So blibet ymme vorstände von wine 214 füder.
Str. St. A. V. D. G. 63. B. 46. fol. mb.
1399 755
1459. Verlegung des Stifts zu Rheinau in die Pfarrkirche Alt-Sl. Peter zu
Iraßburg.1 [i:ats.]
Alse die erwürdigen herren der probest, dechan, eappittel der stifte zu Rinowe,
ODszere burger, koment. für meister und rol zfi Strazbnrg und scylent, wie das sä efl
Rinowe in der stat nüt bliben mölitent wassers und Rines und gebresten balp, unde
werent har in die stat zu Strazburg kommen : so hettent su ouch geret mit den er-
bern hüten in dem kirspelc zürn alten sanete Peter, das sü in günnen woltent, in
die kirche zürn alten sant Peter zu kommende, die hettent sich selber darumb besant
und netten! es m Oäch gegunnet und botent meister und rot, sit sü ire burger we-
rent unde bresten halp des Rines und wassers zu Rinowe nüt bliben mohtent und
inen danne von den kirlüten zürn alten sanete Peter gegunnet were zürn alten sanete
Peter ZÖ kommende, alse vor bescheiden ist, das danne meister und rot voran durch
gottes willen und irre »rossen notdurft willen inen ouch erlouben und günnen wol-
len! in die kirche zürn alten sanete Peter zu kommende.
Kl
Aus ^Heimlich Buch* fol. 119 » (i. d. Stadtbibl. verbrannt 1870).
Gedr.: Hegel: Königsh. II, 1049. ibid. vgl. pg. 640 Not. 3.
1460. König Wenzel an Strassburg: befiehlt, seinen Diener Otto den jungen
vom Reyseich der für Hans Rock übernommenen Bürgschaft* zu entledigen, da der-
selbe hierdurch «erblos worden und zu grossen verderblichen schaden kamen ist» ....
!0 geben zu Präge an des newen jares tage a. reg. boh. 30. reg. rom. 23.
Frag 1309 Januar 1.
Str. St. A. AA. 113 m\ 63. or. eh. I. cl.
1461. Graf Heinrich von Ziceibrücken verkauft seinen halben, zum Teil weiter
versetzten PfandanleiP an Her renstein, Dellweiler, Dossenheim an die Stadt Slraß-
l| bürg. I.vju Januar 7.
Wir Heinrich graff von Zweinbrücken verjehent und bekennent, also wir die
halb vestin Herrenstein mit den halben dörffern Detwiler und Dossenheim und allen
ziigehörungen in pfandes wise innegehept hant von dem bystüm zu Metzen, an dem-
selben halben teile wir ein teil versetzet hettent dem durchlühtigen hochgebornen
to fürsten und herren seliger gedehtnisz herren .lohanse hertzoge zu Luthringen und
marggrave und ein teil min brüder Hanneman greve von Zweinbrücke und herre zu
1 Die entgegenstehende Bestimmung des Stadtrechtes, keine neuen Klöster und Stifte in der Stadt
zuzulassen, kam hier nach Ansicht von Meister und Bat nicht zur Anwendung, weil das Stift die bereits
vorhandene Alt St. Peterkirche benutzen wollte.
2 Diese Bürgschaft ist wohl 139ö für das Lösegeld des Hans Bock aus der Gefangenschaft derer
von Schwanberg geleistet.
;l Vgl. hierzu folgende ebenfalls im Herrensteiiibüchel V. G. G. K. 30''. enthaltene Urkunde :
Graf Heinrich von Zweibrücken bekennt, dem Herzog Johann von Lothringen und seinen Erben
ZOO Gulden schuldig zu sein, wofür er ihm die Hälfte seines Anteils an Herrenstein zum Pfände ge-
4) geben. geben uff unser frouwen tage assnmptio anno 13Ü9. JM9 AnV„At is.
756 1399
ßitsche und Sygelman Windeberg, dieselben teil die erbern wisen meistere rat und
bürgere zu Strazburg an sich gelöset hant, das wir do vür uns unser erben und
nachkommen mit rehter wissende durch unsern nutz und notdurft den überigen
unsern teil und herlicheit, den wir über die vorgenanten versetzeten teile an der
vestin Herrenstein an den dörffern Detwiler und Dossenheim an lüten, gemeinden, ■
gerillten der selben dörffere an twingen, bennen, weiden, weltbennen, wassern zu ge-
hörungen, nützen und gevellen, wie die genant sint, gesucht und angesucht nutzit
uszgenomen, die zu der vorgenanten vestin Herrenstein und den dörffern ge-
hörent oder das sich harnach fünde, das darzü gehöret hette und darzü hören solle,
und besunder die losunge und reht, die uns an den versetzeten teilen zügehörtent iu
oder ziigehören möhtent, hant verköft reht und redeliche und zu kouffende gegeben
den erbern wisen dem meister, rate und burgern der stette zu Strazburg, die in und
allen iren nachkomen unser teil und reht nach vorgeschribener wise gekouft hant.
und söllent ouch dieselben meister rat und bürgere der stette zu Strazburg und alle
ire nachkomen die vorgenante halbe vestin Herrenstein mit den dörffern Detwilr 15
und Dossenheim mit lüten, gemeinden, gerihten, twingen, bennen, walt, wasser, weiden
herlichkeiten, wiltbennen mit allen nützen und gevellen nützit uszgenommen hin-
nanvürder in eins rehten pfandes wise inne haben, besitzen, nützen und niessen,
wie in das aller bast füget, one Widerrede und irrunge unser und mengliches, so
lange bitz derselbe halbe teil von eime byschofe von Metze, der danne ist, von in 20
mit zweien tusent guter guldin und mit dem gelte, daz do zwüschent an der vestin
ietzont verbuwen ist oder vürbasser verbuwen wurt, gelöset wirt, denne sü ouch
der losunge gehorsam süllent sin und nieman anders, und ist diser kouff und ver-
satzunge gescheen umbe vierhundert guter guldin und fünfzig pfunt guter und geber
Strazburger pfenninge, die uns meister und rat zu Strazburg bar darumbe gegeben 25
und bezalt hant und in unsern nutze kummen sint, do mitte uns wol benüget zu
disem kouffe. und setzent uns vür uns und alle unser erben und nachkommen des
egenanten halben teiles der vestin Herrenstein und den halben teile der dörffere
Detwiler und Dossenheim mit allen vorgeschriben dingen und rehten reht schuldener.
und wer, das wir sü niemanne vürbasser verseret, versetzet, verkouft noch ver- 30
kümbert habent in deheinen weg gegen den vorgenanten meister, rat und burgern
zu Strazburg und iren nachkommen und sprechent, daz by dem eyde, so wir lipliche
an den heiligen gesworn habent. wir gent ouch uff vür uns, alle unsere erben
und nachkommen den obgeschriben meister, rate und burgern zu Strazburg und iren
nachkommen und mit namen hern Rülman Swarber ritter stettemeister und hern 35
Rülin Barpfenning ammanmeister der stette zu Strazburg, die von iren und derselben
stette wegen empfingent alle die reht, eygenschaft, herschaft und besitzunge, die wir
an dem egenanten halben teile der vestin Herrenstein und den halben dörffern Det-
wiler und Dossenheim und an allen vorgeschriben dingen und rehten zügehörtent
und zügehören möhtent, in weihen weg daz were. und harüber und über alle vor- 40
geschriben dinge und ir iegliches besunder verzihent wir der vorgenanten grave
Heinrich uns vür uns und alle unser erben und nachkomen, das wir sprechen möhtent,
die vorgenanten guldin werent uns nit worden gegeben noch gezalt und in unsern ■
1 390
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"
ulz nil kommen, wir wcrcnl betrogen über das halp, man solle uns wider setzen
n gewalt und gewere oder wir betten! die restin zu der zit tut iunegehept, do wir
ü verkooftent, and werent do von getrenget und aller ander schirme, l'riheii und
elff'e, so ieinan erdencken kan oder mag one aller slaht geverde und argliste, und
zn eime woren Urkunde, so hant wir grall' Heinrich unser insigel an disen brief geton
rucken und habenl darzi'i gebetlen die fronien vesten hern Stislaw von der Witen-
niülen, rilter Diothcrichcn von der Witenmüien lantvogt in Eilsazz, einen mui. und
Vohnar von Wickersheim, das sü iro ingesigele uns der vorgeseliriben dinge zi'i über-
Mgende ouch an disen brief bant geheneket; das ouch wir Stislawe und Diethericfa
on der Witenmüien und Volmar von Wigersbeim gerne geton habent durch des
orgenanten grave Heinrichs bette willen. der geben wart an sant Veltins tage
es byachoffes in dem jore, do man zalte von gottes geburte drüzehonhundert jore
üntzig und nun jore.
Str. St. A. V. C. G. K. 30. Herrensteinbüehel cop. eh. coaev.
Ibid. AA. nr. fi6. Briefb. fol. 96.
Ibid. Herrensteiner-Urkunden aus frvixerer und späterer Zeit
1462. Schwörbrief von Meister und Rat zu Straßburg. i:tao Januar li.
In1 gottes namen amen, wir die meistere der rat, die rittere, die knehte, die bürgere,
ie antwereke und die gemeinde beide riche und arme zu Strazburg verjehent [ireiter
n in'r m Schwörbrief von 1349 vgl, Bd. V nr. 199 bis.- geniset. (2)] und wenne ouch also
und in die vorgen. wise ein ander ammanmeyster gekosn wurt an des ammanmeysters
stat, der danne dot und verfaren ist oder syech ist worden, so sol man doch darumbe
des selben jores nit anderwerbe vor dem münster sweren, danne man sol das selbe
Jar uzz gege n dem selben ammanmeyster, der danne anderwerbe gekosen wurt, und
-' der selbe ammanmeyster widerumbe verbunden sin unde alles das stete halten und
haben, das man des selben jores vor dem münster und ouch der ammanmeister, der
danne abegegangen oder syech worden ist, des selben jores gesworen het by dem
selben cyde, den man des selben jores vor dem münster gesworen o. a g. darnach
so sol der rat [toeittr wie 1340 bis: ingesigeln, die hienach geschriben stant] wir
31 Swartzgötze von Grosteil), Johana von Wickersheim, Lienhart Zorn dem man sprichet
Schultheisse, Wetze] Marsilis, Rfibnan Swarber, Burekart von Mülnheim dem man
sprichet von Rechperg, Johana von Stille, Heinrich von Mülnheim in Brantgasse,
Johans von Kagenecke der eilter, Thoman von Endingen, Heinrich von Mülnheim dem
man sprichet von Landesperg rittere, Heimholt Hüffelin der eilter, Johans Schilt,
M Dietherich Burggraff, Johana Zorn dem man sprichet von Eckerich, Wilhelm von
Mülnheim und Adam L&selin, die har zu gekosen wurden! von der rittere und
knehte wegen disen brief zu besigelnde. und wir Wernher Sturm der eilter, Johana
Bock, Lawelin von Wintertur, Claus Mansse, Hesseman Hesse, Thoman Lentzelin,
Claus Merswin, Thoman zur Megede, Johans Berlin, Hans Bihter dem man sprühet
in
1 In der Vorlage schön gezeichnete Initiale.
758 1399
Dütscheman und Ber von Heilgenstein, die har zu gekosen wurdent von der bürgere
wegen, und wir Götze Wilhelm, Wilhelm Metziger, Heinrich Kranich, Conrat Arm-
broster, Ulrich Gosse, Rülin Barpfennig, Heintze Meiger, Peter Sünner, Hanseman
Karle, .lohans Messerer, Rülman Voltze, Peter Museler, Johans Riffe, Johans Müniche-
lin der eilter, Hanman von Colmar, Hug von Wangen, Hanseman Peyer, Johans i
Heilman, Johans Betscholt, Johans Lumbart, Cüntze Kesselring, Jocop Herman, Ülricli
Hünter, Pritsche Wiszgerwer und Walther Schanlit, die ouch har zu gekosen wurdent
disen brief zu besigelnde von der antwerke wegen, verjehent, das wir unsere inge-
sigele zu eime waren Urkunde der vorgen. dinge an disen gegenwertigen brief zu
der stette ingesigel zu Strazburg hant gehencket. der wart gegeben uf den nehesten »
samstag nach sant Erhardes tage des heiligen byschofes in dem jare, do man zalte
von gottes geburte drützehenhundert jare nüntzig und nun jare.
Wernherus Spatzinger
prothonotarius civitatis Argentinensis.
Str. St. Ä. AA. 61. nr. 7. or. mb. lit. pat. c. 54 sig. pend. quorum nr. 19 delaps. n
Vgl. Hegel, Kinigsh. II, 934 Beilagen.
1463. Johann von Lichtenberg und Meister und Rat ton Straßburg Urkunden
über die gemeinsame Hinterlegung eines Schuldscheines auf ljA der Burg Hcrrcn-
stein. 13!ß!ß Januar 12.
Ich Johans herre zu Liehtemberg und wir der meister und der rat von Strazbm
verjehent und dünt kunt aller menglichem mit diseme briefe, als ich der obgenante
Johans herre zu Liehtemberg einen brief hinder mir ligende gehept han, der do stat
fünfhundert guldin und wiset und seit über ein vierdenteil der vestin Herrenstein,
daz selbe vierde teil ziigehorte halber dem edeln Symunt Wecker seligen greven
von Zweinbrücken und herrrn zu Bitsche minem swoger, das ietze gevallen ist an die u
edeln hern Hanneman und Friderichen gebrudere greven von Zweinbrücken und
herren zu Bitsche, und der ander halbteil mir zügehöret. und wanne die obgenanten
von Strazburg der egenanten hern Hannemans und Frideriches teil an der egenanten
vestin an sich broht hant und an sü komen ist, darumbe so habent ich der egenante
Johans herre zu Liehtemberg und wir der meister und der rat von Strazburg den 30
obgeschriben brieff, der do wiset über das obgeschriben vierdenteil der vestin
Herrenstein, zu gemeiner getruwer hant geleit und bevolhen hünder den vesten, edeln
kneht Volmar von Wickersheim, ' also das derselbe Volmar oder sine erben den-
selben brieff von unser bederteil wegen sol inne haben und den getruwelichen be-
hüten und gehalten und sin bestes darzü tun, so verre er kan, also sin eren wol 35
anestat, und als wir ime das besunder wol getruwent, one alle argelist und geverde.
und sol ouch derselbe Volmar noch sin erben denselben brief unser deheime teil nit
geben noch lihen one des andern teiles wissen und willen, doch were es, daz unser
dehein teil desselben briefes bedürffende wurde, so sol und mag der egenante Volmar
oder sin erben demselben teil ein videmusz des selben briefes geben ' oder in loszen 40
1 Vgl unten nr. 1470 dazu die Urkunde des Volmar von Wickersheim v. 7. März 1399.
1399 750
seilen und lesen, so das an in gevorderl wirt, one des andern teilet Widerrede und
zorn one alle gevenle. des zu Urkunde, so hau ich JohaiM lierre zu Liehtemberg und
wir der mei.ster und der rat von Strasburg unsere ingewgeic geton hencken an disen
brief. der gehen w;nt des liebsten sunnentages noch dem zwölften tage des jai
als man zalt in Strazburger bystuin nach Cristus gebiirt drützehenhundert nuntzig
und min jare.
Str. St. A. V. C. Q. K 30b. Herrensteinbüchel cop. eh. coaev.
Gleichzeitige Notiz unter dieser Cojiie: Diser brief ist mit juncher Johans ingcsigel von
Lichtenberg alleine besigelt. — Ibid. AA. 66. Briefbuch. B. 66. fol. 99.
14G4. Pfalzgraf Ruprecht III. schickt an Strassburg die Abschrift eines an
ihn ergangenen Sehreibens der Grafen Friedrich und Hannemann des jungen von BiUefa
und ersucht auf Grund desselben um Freilassung des Colbe und erbietet sich zu
einem Tage mit dem Markgrafen von Baden, datum Heidelberg in die beati Tymothei
apostoli anno 1399. ll,idelberg IMS .Januar 24.
Str. St. A. Q. ü. P. lad. 203. or. eh. I. cl.
Reg. Koch und Wille nr. 6812.
I4(i-r). Konig Wenzel an Strassburg: fordert auf, den Bischof von Strassburg
zu veranlassen, dass er dem Stislaw von der Wcyleniniile die Schulden, um die er
schon oft durch Briefe und Boten gemahnt ist, endlich bezahle. geben zu Präge
20 des dinslags vor unser frawen tage purificationis a. reg. boh. 36 reg. rom. 23.
Prag 1399 Januar 28.
Str. St. A. AA. 113 nr. 87. or. eh. lit. el.
I4(if). Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt . . .
von etwa/, suchen mit uch zö reden . . . Hans Cuntzman, seinen Vogt zu Baden, datum
25 Baden in vigilia purificationis Marie Virginia anno 99. Baden 1399 Februar 1.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1854.
14(57. Graf Heinrich von Zweibrücken • beurkundet, dass ihm die Stadt Strassburg
220 dulden ausgezahlt habe, damit er sein Achtel von Herrenstein, welches zu der
3(1 ihm von Strassburg bereits abgekauften Hälfte der Burg gehöre, aus der Pfandschaft des
(verstorbenen) Herzogs Johann von Lothringen löse und bis längstens nächsten Ostern
ausliefere, widrigenfalls er sich seiher in Strassburg zur Haft stellen wolle. . . .
flarzu geloben wir hy unserni eide . . . zu schaffende hie zwüsehent und untz unser
frowen tage der lesten nehest kommet ein brief von dem erwurdigen herren dem a*t«i
ss byschole von Melze. daz er sin willen zu dem koufTe tut. den die stat von des
halben teils der vestin Herrenstein wegen umbe uns geton hat. der selbe kouff doch
1 Vgl. oben nr. 1461 die Urkunde Heinrichs vom 7 Januar und die dazugehörige Anmerkung.
VI. 98
760 1399
allewegen in eines kreften bliben sol. und wenne wir das geschaffent, so söllent die
von Strazburg dem egenanten herren dem byschofe ein brief dergegen geben, das si'i
ime die vestin Herrenstein wider wellent geben zu lösende nach des burgfridebriefe
sage, den wir und Diether Cemmerer und Cuntze Lantschade mit einander gesworen
hettent one alle geverde . . . Ausser dem Aussteller siegeln Stiszlawe von der W'iten- *
mulen und sein Sohn Dietrich, Landvogt im Elsass. geben an dem nehsten sams-
tage vor sant Mathis tage .... 1399. 13U9 Februar 22.
Str. St. A. V. C. G. K. 30b. Herrensteinbüchel cop eh. coaev.
1468. Kleinhenselin von Heiligenstein, ein Edelknecht, der von Strassburg ge-
fangen gehalten war, schwört der Stadt und allen den Ihrigen Urfehde. datum m
nechsten mendag nach sant Mathistage .... 1399. 1890 März 3.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 168. nr. 13. cop. mb. coaev.
1469. Graf Hannemann und Friedrich von Zweibrücken, Gebrüder und Erben
ihres Bruders Symunt Wecker, beurkunden, dass Meister und Rat von Strassburg
mit ihnen übereingekommen sind : . . . . umbe daz halbe teil an eime vierdenteil der 15
vestin Herrenstein, do daz ander halbe teil zu gehöret dem edeln unserme lieben
swager Johans herre zu Liehtemberg mit aller herschaften, besitzunge, lüten, dörffern,
gerihten etc. und entsagen damit allen Ansprüchen auf diesen Teil von Herrenstein.
geben des nehsten fritages vor dem sunnentag Letare des jores 1399. 139» März 7.
Str. St. A. V. C. G. K. 30b. cop. eh. coaev. Herrensteinbüchel. — Ibid AA. 66. Briefbuch 2"
C. fol. 100.
1470. Ich Volmar von Wickersheim tönt kunt aller menglichem mit disem brieve,
als der edele herre juncher Johanns, herre zu Liehtemberg, und die erbern wisen
und bescheiden meister und rat zu Straszburg einen brieff hinder mich In mine
getruwe hant geleit hant, der do stot funff hundert güldin und wiset und seit über a
einen vierdenteil der vestin Herrenstein,' dar an das halbe teil zu gehorte dem
edeln herren, herrn Symunt Wecker seligen greve von Zweinbrücken und herren
zu Bitsche, das nu von erbes wegen gevallen ist an herrn Hanneman und juncher
Friderichen gebrüdere greven von Zweinbrücken und herren zu Bitsche etc. etc., das
ich do denselben brief getruwelichen sol behalten und behüten und min bestes darzü :"
tun, so verre ich kan und mag one alle geverde. und sol ouch ich noch mine erben
denselben brieff deheinem teile geben noch lihen one des andern teiles wissen und
wille. doch were es, daz dehein teil des selben brieffes bedürffende wurde, so sol
und mag ich oder mine erben demselben teile desselben brieffs ein vidimus geben
oder inen zöugen und loszen sehen, so sü das an mich oder min erben vordernt <«
one des andern teiles Widerrede und zorn one geverde. dise obegeschriben stücke
1 Vgl. oben nr. 1463. Urk. vom 12 Januar 1399.
1399
761
globe ich (\cv egenante Voimar im mich und alle mine erben getrnwelichen stete und
vesle zi'i hallende . . . und <\c* zu eime Urkunde 80 hau ich der vorgenanf Voimar
min ingesigel »ehenckel yn disen brielf. d« geben warl an dein nche-len fiil;i<r<- vor
dem rannentage Letare 1399 t:tuu ttän t.
Str. St. A. AA. 86. Briefb. B. fol. 101.
1411. König Wenzel an Strassburg: kann nur dann ihre Bitte erfüllen, den Otto
von Reysecb zur Zurücknahme seiner Ladung vor das Hofgericht zu veranlassen, wenn
sie demselben unverzüglich zu seinem Rechte gegen Hans Bock verhelfen, denn . . .
des solt ir wissen, das wir euch solche freyung (vom Hofgericht) in der meinung gegeben
i» haben, das ir einem iglichem kleger, der zu den ewern zusprechen helle, als ölte des
not geschee, eines volkomen rechten helfTen sollet, und isl ouch unsere mevnung
nyt gewesen, das von solcher freyung wegen yemande an seinem rechten geswechet
wurde, so schreibet ir uns ouch das . . . .lost marggraf zu Merhern unser vetter
und Przimislav herezog zu Teschin unser oheim und fursten und etliche andere
is herren, rilter und knechte demselben euerm mitburger gesagt haben, das in der
richlung, die (zwischen uns und unsern lantherren von Beheim gescheen ist, begriffen
sey, das BÜe gefangen ledig sollen sein, und was in burgschaften stunde, das solle
ouch abesein. doruf wisset, das wir das ouch dofur gehabt haben, sint aber uns das
nicht gescheen mochte, haben denn euch die egenanten unsere fursten oder yemande
so anders ichtes gesaget oder zu wissen getan, die moget ir dorumb monen und zu rede
setzen, als euch das aller beste dünken wirdet. doruber so habt ir vor czeiten dem
egenanten unserm dyner einen brife gesant . . . des abschrift wir euch hierynne
senden ' verslossen, dorynne ir im danket der fruntschaft und trewen, die er dem-
selben ewern mitburger beweiset und getan hat . . . Nochmalige Ermahnung ihm jetzt
i.i Recht zu verschaffen. geben zu Präge des sunabendes vor Letare in der vasten
a. reg. höh. :S(> reg. rom. 23. r,af/ l.iutt Miirz S.
Str. St. A. AA. 113. nr. 68. or. eh. I cl.
1172. Hannemann von Zweibrücken und Bitseh und Sigelman von Windeberg
beurkunden, dass Meisler und Bat von Strassburg ihnen die 540 Gulden bezahlt
n haben, welche Herzog Buprecht von der Pfalz und Baiern und Markgraf Bernhard
von Baden als Vermittler zwischen ihnen und Strassburg (wegen Leberlassung von
Besitzanteilen an Burg Herrenstein) festgesetzt haben. geben des nehsten mentages
nach dem sunnentage Letare des jores . . . 1 :!!»!>. 1399 März 10.
35
Str. St. A. V. C. G. K. SO*'. HerrensteinbiicM. cop. eh. coaev. — Ibid. AA. 66. Briefb.
B. fol. 101.
1 Liegt nicht mehr vor.
762 1399
1473. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt
seinen Getreuen Hans Bach . . . datum Pfortzheim feria sexta ante dominicam Miseri-
cordia domini 1399. Ffttnketm 1399 April 11.
Str. St. Ä. AA. 85. or. eh. I. el.
Bcg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1864. 5
1474. Herzog Karl zu Lothringen, Bischof Wilhelm und die Stadt Straßburg
schließen einen Vertrag zum Schutz und Sicherung ihrer Kaufleute und Waren.
1399 April 20.
Wir Karle von gots gnaden herzog zu Lothringen und marggrave und wir Wil-
helm von den selben gots gnaden herweiter und bestettegter byschoff dez stifftes von 10
Stroszburg und wir der meister und der rat und die gemeynde der stette von Strosz-
burg tunt kunt aller menglichen und erkennent uns öffenlichen mit crafft disses
offen brieffes, das wir einer gutlichen früntlicheit umbe des willen, das unser lant,
lüte und gütere deste basz beschirmet, befrydet und behütet werdent, als daz ein
yeglicher kouffman, pilgerin und ander byderbe lute deste sicher, fryger und fryde- 15
licher rittent, varent, gon und wandeln mügent und ir kouffschatz und ander ir
gewert und pfennigwert bewenden mügent yederman noch sime nütze überkomen,
übertragen und vereyniget sint in die wise, als hie nach geschriben stat zu wissende:
wer ez sache, das yeman, wer der were, der den obgenanten byschoff Wilhelm oder
sine stifft von Straszburg oder die stat von Straszburg und die iren schediget mit 20
namen, oder wie das were, und durch unsers hertzoge Karies lant tribent, fürtent
oder trügent, so sollen wir oder unser amptlüte, den wirs ouch empfellen süllent,
zu stünt so wirs befyndent, dar zu varen und das beschütten und erweren getruwe-
lichen nach aller unser vermügeden, als unser eygen gut und das zu dem rechten
behalten one alle geverde. zu glicher wise, wer ez sache, das yeman, wer der were, 2.1
den obgenanten herrn Karle hertzoge zu Lothringen und marggrave oder die sine
schediette mit nommen, oder wye das were, und durch unser byschoff Wilhelms lant
und unser der stat von Stroszburg lant und gebieten triben, trügent oder fürtent, so
sollent wir oder unser amptlüte und die unsern [weiter wie oben bis one alle geverde].
ouch werez sache, das der dehein koufman, pilgerin oder ander lüte, wer die werenl, 30
die dem obgenanten hern Wilhelm byschoff zu Stroszburg oder der stat zu Stroszburg
zu gehörte, in unser hertzoge Karies lant gefangen, beröbet oder geschediet wurdent,
in welichen weg das were, so süllent wir oder unser amptlüte zu stünt und unver-
züglichen, so wir das befyndent, [treuer wie oben}, zu glicher wisze, werez sache,
das der dehein köfman, pilgerin oder ander lüte, wer die werent, die dem obgenanten 3:,
hern Karle hertzoge von Lothringen und marggrave zügehörtent, in unser Wilhelms
byschoves zu Stroszburg oder der stat zu Stroszburg landen und gebietten geschediet
wurdent, in welichen weg das were, so süllent wir oder unser amplüte und die
unsern etc. etc. beschirmen und beholffen sin in alle weg glich als unser eygen lüte
ouch on alle geverde. es ist ouch beret, daz wir hertzoge Karle uff eyne sytte und 40
wir Wilhelm byschoff zu Stroszburg und die stat von Stroszburg uff die ander sytte
nyt widernander dün sollen noch schaffen geton werden in deheinen weg, als lange
1399
so diese götliche fruntlicheit weret on alle geverde. werez ouch, das ein under uns
bertzoge Karle hohcnman (!) wider den obgenanten byschoff Wilhelm oder sine stillt
oder die stut von Stroszburg und die iren dön wolle unrl wolle vme mit eime glichen
gemeynen rehle von siner anspreche wegen benügen und möhte yme das nyl wider-
i raren, so [so] mögen wir unserm hohenmanne wol beratlen und beholfen sin zu syme
rehten. wolte aber dem hohenmanne mit eime glichen gemeynen rehte nyt benügen,
so sollen! wir yme weder beratten noch beholffen sin in deheinen weg one alle
geverde. zu glicher wise, werez, das ein under uns byschoff Wilhelm hohenman wider
den obgenanten hern Karle hertzoge zu Lothringen und marggrave und die sinen lün
u wolte und solte etc. wie oben bis one alle geverde). und sol ouch dise gutliche frunt-
licheit ane gan off diesen nehsten kommenden sancte Georgien dag und sol dar nach Aj-ruu.
weren diszen nehsten drü jor nacheinander kommende, usz gescheiden in allen diszen
stücken arglist und geverde. wir Karle von gots gnaden hertzoge zu Lothringen
und marggrave und wir Wilhelm von denselben gots gnaden erweiter und bestedi-
ia Retter byschoff zu Stroszburg und wir meister und rat und gemeynde gemeynlichen
von Stroszburg erkennent uns, daz wir diser gütlicher fruntlicheit mit wol bedahtem
mute und unser lant und h'ite nütze und notdürffte eindrehteklichen überkommen
sint, und globent wir alle gemeynclichen und besunder dise gütliche fruntlicheit, und
waz in disem briffe und underscheiden etat, wir hertzoge Karle by iinsern fürstlichen
h truwen und wir byschoff Wilhelm ouch by unsern fürstlichen truwen und wir die
stal von Stroszburg by unsern eyden, die wir unser stette zii Stroszburg geton hant,
gentzlichen und gar zu haltende, zu habende und getruwelichen zu folfürende on
allen argelist und geverde. wir hertzoge Karle nement uz in diszen sachen unsern
herren den romschen künig und unsern bereu den künig von Franckrich, den hert-
i» zogen von Aureliens, den bertzogen von Burgognien, den hertzogen von Beyern,
unsern lieben valter und sweher hern Friderich von Lothringen graven zu Wyde-
munt, unsern lieben brüder den marggraven von Baden und den graven (von) Wirtem-
berg unsern vetter. wir Wilhelm byschoff zö Stroszburg nement uz unsern herren den
romschen künig, unser fröwe die hertzogynne von Brobant, den marggraven von
st Baden, den graven von Wurtenbcrg und die stal von Stroszburg. wir meister und
rat und die stut von Stroszburg nement uz unsern herren den romschen künig. den
9
duichhihtigen höchgebornen forsten bertzoge Lüpolt bertsogen zu Usterich, den cr-
wurdigen herren liern Wilhelm byschoff * lA Stroszburg. den hochgeboren herren
Bernhart marggraven zii Laden, die wisze und beselicidc die stat von Basel, die stal
H von Hagenöwe und ouch die slat von Sarburg in der fruntlicheit, als wir mit \n
sint. zii Urkunde so hau wir Karle hertzoge zii Lothringen und marggrave und wir
Wilhelm von gots gnaden erweiter und bestetügeter byschoff zii Stroszburg und wir
inevster und rat und gemeynde der stal zii Stroszburg unser ingesigele an diszen
brieff dön bencken uns alle gemeynlichen zii abersagen aller vorgeachriben dinge.
.(u der geben warl des jors, do man zalelte dusenl drühundert nünlzig und nun jor
dez zwenlzigesten dages in dem April.
Str. St. A G. IL P. lad. 45/46. or. mb. I. pat. c. 3 sig. p. quor. 1 (Arg.) exttat.
Reg. d. Mrkgr. >. Bad. nr. 1865.
764 1399
1475. Conrad Blaurer von Constanz an Strassburg : erzählt ausführlich, wte der
Strassburger Gesandte Hans Bock seinerzeit zu Prag seine und des Herrn Beoiscn
Hülfe und Vermittlung in Anspruch genommen habe, damit die Strassburger Sachen '
vor den König kämen, und verlangt nun die damals in Aussicht gestellte Belohnung,
besonders da er von Borziboy, der ihm wegen dieser Dienste gram Bei, durch Ver- ■
hinderung an seinem Amt in Schlettstadt um. 600 Gulden geschädigt sei. geben
am samstag nach Georii anno 1399. 1999 April 26.
Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl.
1476. Strassburg als Schiedsrichter zwischen Herrn Waller von Geroldseck
Wilhelm und Peter Messerer einerseits und dem Bürgermeister und Bat von Basel io
anderseits urteilt, dass Friedr. Messerer sich vor dem Gericht zu Basel zu stellen und
dessen Spruch anzuerkennen habe. datum dinstag ante Festum ascensionis domini
anno 1399. 1399 Mai 6.
Basel, Sts. Vrk. nr. 766. geh. Reg. (deutsch.) or. mb. c. 5 sig. pend.
1477. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meisler und Bat von Strassburg: bittet, u
dem Lütold von Kolbelzheim und Büdolf von Berge, von denen er wisse, . . . da/.
Mai is. sü sich üch uf disen nehsten sundag antworten süllent, fürbasaer zil zu geben
ahtage langer umb unsern willen . . . wan wir der vorgenanten zweiger . . . be-
sunder wol bedörffent uns zu fürende (zu einem Tage nach Lauterburg mit dem
Herzog von Baiern), wan sü die wege wol wissent. geben zu Zabern uf fritag 20
nach dem heiigen pfingest dage anno etc. 99. Zabem 1999 Mut 23.
Str. St. A. AA. 1422. or. eh. 1. cl.
14715- Graf Heinrich von Zweibriichen verkündet, daß die Lösung des früher
von ihm an Lothringen verpfändeten Anteils an Bar;/ Herrenstein der Stadt Slraß-
burg als Käuferin seines ganzen Herrensteiners Anteils obliege. 1399 Mai 23. 25
Wir Heinrich greve von Zweinbrücke verjehent und bekennent und kündent
menglichem mit diseme brieve, als wir vor ziten ein teil an der vestin Herren-
stein versetzet habent dem durchlühtigen, hochgebornen fürsten und herren, herren
Johanse hertzoge zi'i Luthringen und marggrave seliger gedehtnisze mit den vürwor-
ten, das derselbe herre der hertzoge oder sine erben uns oder unsern erben den- so
selben teil wider zi'i lösende sol geben umbe zweihundert güldin, als ein brief be-
wiset, den wir von dem vorgenanten unserm herren dem hertzogen seligen darüber
habent, und wenne wir vür uns alle unsere erben und nochkommen unser reht des-
selben unsers versetzten teils und ouch alle andere reht, die wir hettent oder haben
möhtent an der vestin Herrenstein und an den dorffern, die darzii gehörent, reht
1 Wohl die Befreiung von der Reichsacht.
1399 765
und redelicb verkoufl baten! und zu kouffende gegeben den erbern wysen meiste*
und rat zfl Strazburg, also das ein kouffbrieff bewiset, den sä von uns darüber
habent. daz wir uns do nemeliche bekennent, das die losunge des teilea vor unserme
herren, dem hertzogen zu Lothringen zö tünde der stat Strazburg zflgehort und uns
s nil. und ist unser guter wille und gevelle. daz die von Strazburg daz teil von un-
serme herren dem hertzogen zi'i in lösent, und gebent in oucli des mäht ze tünde,
glich als ohe wir das teil seiher zfl uns losen woltent. und zfl eiin Urkunde, so
babenl wir der vorgenante Heinrich unser ingesigel an disen brielT geton heneken.
der geben wart an dem nehsten frytage noch dem heiligen plingsttage in dem jare,
10 do man zalte von gottes geburte drützehen hundert jor nüntzig und nun jore.
Str. St. A. V. C. G. K. 30b. Herrensteinbüchel. cop. eh. eoaev..
Ibid. AA. Briefbuch B. fol. 102
1479. Reinhart von Remchingen, markgräflicher Vogt zu Pforlzheim an Hans
Bock, Bürger zu Strassburg: lieber Hans, als ich und du nun nehst zu Raden mit
is enander retten von ainer aynung wegen zwuschent minem herren und den von
Strassburg, lasz ich dich wissen, daz min vorgenanter herre und ich uf disen nehsten
fritag zu Raden sin wellen, darumb so wellest uf denselben fritag ouch gen Raden /u*t «.
komen und mit dir bringen, wen dich dunkt, der da zu nütze und gut sy, von
den sachen zu redent. datum dominica post festum corporis Christi anno 99.
20 1399 Juni 1.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I el
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1871.
1480. Graf Ludwig von Oettingen an Wilhelm von Mülnheim [den Meister] und
den Rat von Strassburg : hat aus ihrem Rriefe erfahren, dass die zu Strassburg zwischen
25 seinem Schwiegersohn Rernhard von Raden und Ludwig von Lichtenberg gepllogenen
Verhandlungen gescheitert sind, und ist auf ihren Wunsch bereit, wenn Ludwig zu-
stimme, über acht Tage einen Sühneversuch zu Raden zu machen, zu dem er dann
auch ihre Räte erwarte. datum feria sexta ante Viti anno etc. 99. 1399 Juni 13.
Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl.
so Beg. d. Mrkgr v Bad. nr 1872.
14111. Frankfurt an Strassburg: weiss nichts von 1400 Gulden, die es Strassburg
schuldig sein soll, und bittet, solche Anmutungen zu unterlassen. datum ipsa die
Viti el Modesti anno 99. 1399 Juni 15.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 221. or. eh. I. cl.
35 14112. Herzog Karl von Lothringen quittiert dem Grafen Heinrich von Zwvi-
brücken den Empfang von 200 Gulden ... für wellichen güldin er unserme herren
und vatter seligen ... sin teil an dem slosse zu Herrenstein mit sime zügehörunge
766 1399
halbes versetzet hefte, als der losunge brieff inhaltet. geben in dem jare, als man
zalt in Metzer bistön) noch Cristus gebürt tusent dreihundert nüntzig und min jore
des fünffttzehenden tages des monades junii. 1.(99 Juni 18.
Str. St. A. AA. 66. Briefb. B. fol. 102. - Ibid. V. C. G. K. 80»». eop. eh. (Herrenstein-
büchel).
:.
14553. Graf Ludwig zu Oettingen an Wilhelm von Mülnheim, den Meister und
den Rat von Strassburg . . . bitten ew (in Sachen des auf nächsten Donnerstag zu
Baden zwischen seinem Schwiegersohn Bernhard von Baden und Ludwig von Lich-
tenberg angesetzten Tages) mit gantzem vlisse und ernst, das ir Ludewigen von
Liechtenberg bitten wollet, das er durch unsern willen voll herüber gen Ettlingen 10
reyten wolle, das wollen wir besunder umb in und ew verschulden, und das ir auch
ewer freund daselbs hin mit im sekicken wollet, wann wir da zu Baden niht gern
sien von solhes gebresten wegen, der daselbs ist. datum Pfortzheim feria seeunda
post beatorum Viti et Modesti anno 99. ' Fforzheim 1X99 Juni 16
Str. St. A. AA 85. or. eh. I. cl. 15
1484. Arnold von Berenfels der Bürgermeister und der Rat von Basel an Strass-
burg: weisen die Beschwerde des Strassburger Fischers Bruchei Lawelins über Verzollung
seiner Ladung zurück und . . . bitten ach mit ernst, daz ir die uwern underwiseni
sich sSlicher sach hienach ze erlassent, wand waz si nidewendig so nach unser stat
lüdent und schiffung und stierlüt by uns nöment, daz verzollent si billich, als daz
by uns harkomen ist. datum anno etc. nonagesimo nono quinta ante Johannis
baptiste. 1899 Juni 19.
Str. St. A. AA. 1799. or. mb. I. cl.
14116. Edelknecht Johann von Gerningen urkundet: . . . gihe und bekenne, daz
mir die erbern wysen meister und rat der stat zu Straszburg gegeben und bezalt 26
habent zweihundert guter güldin von wegen und anstat des durchlühtigen hochge-
bornen fürsten und herren hern Karlen hertzoge zu Luthringen und marggraven
mins gnedigen herren von des teils der vestin Herrenstein wegen, den sü den
obegenanten mime herren dem hertzogen wider in gegeben soltent haben, den teil sü
domitte von dem edeln herren juncher Heinrich grave von Zweinbrücke und ouch 3"
der stat zu Straszburg gelöset hant. und sage ich sie für mich und min erben von
des obegenanten mins herren von Luthringen wegen die egenanten meister und rat zii
Straszburg und alle ire nachkommen das teil an der vestin Herrenstein, so min herre
daran hette, und ouch der egenanten zweihundert güldin quit ledig und losz. geben
an sant Johanns obent zu süngihten in dem jore do man zalte 1399. isgg juni 23. »>
Str. St. A. AA. 66. Briefb. B. fol. 102.
ibid. V. C. G. K. 301). eop. coaev. im Herrensteinbüchel.
1 Dies Stück fehlt »'. d. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. zwischen nr. 1872 73.
1399 767
1487. Straßburg an seine Glefcn/i'H'/tllni/r im Felde: übersendet einen von Ila-
genau erhaltenen Waruungsbrief mit der Weisung sich danach zu richten.
[1399] Juni 24.
Wir Wilhelm von Miilnheim ' der meister und der rat von Strazburg embieten
e
Johanse Zorne und hern Ulrich Gossen unserme alten amanmey.-tcr unsere glefen-
houptlüten, was wir gutes vermögen! uns haut unser guten fründe von Hagenau ein
warmiiigesbrief rerschriben, des wir (ich ein abgeschrüR harynne sendeni rorolomon,'
do wisscnl ueh noch zu richtende, do tiind unsere dienere, die warten dester bttz
und witer verstehen und darnach ein erfaren habent, dasselbe wellent wir ouch tun.
und was wir \ ürbasser empfindent, wellent wir üch lossen wissen, empfindent ir aber
von solicheme volke ützit, das nil uwer mosse were, so machent üch vürderliche zu
uns har heim, das ist gentzliehe unser meynunge. und wenne ir gehaltent bitz uf
morn, so sollend ir üch aber har heim machen. geben uff den morgenimbes an
sant Johanstage zu süngihten.
Str. St. A. AA. 118. or. mb. I. cl.
14811. König Wenzel an Strassburg: befiehlt, den Bürger Hans Bock, . . . vor den
Otyk von Chrasl unser über getrewer sein gelt usgeben hat . . . , zu veranlassen, dass
er diesem die Schuld endlich bezahle, widrigenfalls er einschreiten müsse.5 Prag
des montags nach sand Peters und Pauls tage a. reg. boh. 37. reg. rom. 24.
Prag 1399 Juni 30.
Str. St. A. AA. 113. nr. 65. or. eh. I. cl.
1489. Günther Marschalk der Bürgermeister und der Bat von Basel4 an Strass-
burg: haben durch ihre Schiflleute vernommen, . . . daz der grosse zol uf dem Bine
im ki'iitzliehen aber werde angan und gesteigert werde: bitten wir ueh früntlich und
25 ernstlich, werden ir die uvveren in dehein wise besorgen von der zollen wegen
danide an von inen ze nemende als dahar, daz ir die unsern darinne ouch also be-
sorgen und begriffen wellent als die, die zu den uweren gehörent und wir durch
uweren willen gern und billich tun woltent. datum seeunda post Ulrici episcopi
anno nonagesimo nono. 1399 Juli 7.
30 Str. St. Ä. AA. 1799. or. mb. 1. cl.
1490. Dietrich von der Witenmulen, Landvogt im Elsass bekennt: .... von der
gespenne und anesprache wegen, die ich gehept habe ane Bernharten von Bebeln-
heim und er widerumbe an mich, wo von daz ist oder was saehen daz sint, die wir
aneinander gehept hant ... sei er durch Vermittlung von Meister und Bat zu Strass-
1 Wilhelm von Miilnheim war 1399 Stettmeister.
2 Liegt nicht mehr vor.
3 Vgl. unten nr. 1499 und 1501 Wenzels Briefe in derselben Sache vom 31 August und 2 Sept.
* Vgl. unten den Brief derselben vom 28 Sept. 99.
VL 97
768 1399
bürg völlig gesühnt und wolle diese Sühne halten. geben an dem zinstage nach
sant ülriches tage . . in dem jore do man zalte 1399 jore. i:t99 Juli S.
Str. St. A. G. D. P. lad. 166. or. mb. I. pat. c. sig. pend.
Ebenda die gleichlautende Gegenurkunde des Bernh. v. Beblenheim.
1491. Markgraf Bernhard von Baden erklärt, daß er mit Ludeman von Lich-
tenberg übereingekommen sei, sich wegen ihrer gegenseitigen Ansprüche dem Schieds-
sprüche von dreüehen genannten Straßburger Räten zu unterwerfen, und stellt die-
selben gegen alle künftigen Ansprüche eines von ihnen beiden sicher.
[1399 vor Juli 19.] ■ 10
Wir Bernhart von got gnaden etc. verjehent von sogetaner Zuspruch und
vorderungen wegen, so wir haben an den edeln Ludewigen, herre zu Lichten-
berg, und er widerumb an uns, dieselben Zuspruch wir zu beden siten geschriben
geben habent den vürsihtigen wisen Dietherich Burggrafen stetmeister zu Stnis-
purg, Burekarte von Mülnheim dem man sprichet von Bechperg, Heinrich von Müln- is
heim, Thoman von Endingen, drie rittere, Beimbolt Wetzel, Johans Bock, Ulrich
Bogk, Wilhelm Metziger, Heinrich Kranich, Ulrich Gossen, drie altamanmeister zu
Straspurg, Peter Sünner, Claus Billung, dem man sprichet guten Claus, und Johans
Heilman, bürgere ze Straspurg, also das die drützehene unser beder clage, züsprüche
und antwurte verhören sollen und darnach ein reht sprechen nach irer verstentnüsse. *>
und was der merreteil under yn erkennent, do by sol es bliben. und sollend es zu
bedensiten stete halten, das wir der vorgenante marggraf Bernhart uns do ver-
sprechent in krafft dis briefes vür uns und alle unsere erben und nachkomen, was
die obgenanten drützehene oder der merreteil under yn noch vorgeschribner wise er-
teilent, sprechent oder erkennent, das wir das stete halten und vollefüren wellen. u
nemlich so haben wir Bernhart marggraff zu Baden, erlöbet den vorgenanten drüt-
zehenen, wer es ob deheine under ynen were oder wurde, der unser und unser
herschafft man were, das denen daz reht zu sprechende, es sie mit uns oder wider
uns, ime an sime eyde, so er uns von siner lehen wegen geton hat, nit schaden
bringen sol in deheinen weg. ouch ist beretd, weres das der vorgenanten drützehener 30
einre oder ine nit wol uf den tagen, die danne sinde werdent by dem rehten zu
sprechende und uz getragende, möhtent gebliben libes not oder anderer ehaftiger
sachen halb ungeverlich, so sollend meister und rat ze Straspurg one vertzog und
geverde einen oder me usser iren reten an des oder der stat geben und setzen, der
glieher wise verbunden sie zu sprechende und zu bekennende noch siner verstentnüsse sb
und dem rehten, alse der getan solte haben, der danne gegenwertig gewesen sin
solte. und wellent darumbe und umbe alle vorgeschriben stücke wir unser erben
unde nachkomen an die egenanten meister und rat und bürgere zu Staspurg noch
ire nachkomen noch an die vorgenanten drützehene oder der erben niemer kein ane-
Diese Datierung wird bedingt durch das Stück nr. 1493 vom 19 Juli.
1399 780
spruch haben in deheinen weg, sunder si sollend eweklieh dovon von uns und unsern
nachkomen ane notrede und ane schaden sin und hüben one alle geverde.
Str. St. A. AA. 84. sr. 30'< cop. eh. coaev.
Reg. d. Mrkgr. v. li. nr. 1878.
5 1492. nie dreizehen zu Schiedsrichtern bestellten Strassburger Räte erklären:
also der hochgeborne Purste unde herre, herre Beinhart marggrafe ze Baden und der
clclc jungherre Ludewig herre zii Lichtenberg ufT drizehene unserre rete des rehten
konicn sinl der zuspräche, so sie uns verschriben geben haben und daz ze beden-
siten versichert hant, ie daz teil vür 10000 guldin, also daz briefe besagent, die
in dar über gehören!, weres do sache, das jungher Ludewig dem obgenanten herren,
dein marggrafen ützit. nit endete oder vollel'ürle, das ime gesprochen würde ze dünde
von den drizehenen, das wir do dem vorgenanten herren marggrofe geroten unde
beholPPen wellen sin gegen jungherr Ludemane sin erben und den sinen nutz an die
stunde, das dem vorgenanlen herren, dem marggroPen und den sinen von jungherr
i., Ludemane geschieht uns die drizehene danne gesprochen unde bekant habent ane
aller slahte geverde. [MSW0 rot- Juli tu.]
Str. St. A. AA. 84. cop. c/i coaev.
Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1879.
14!)3. Markgraf Bernhard von Baden und Junker Ludemann von Lichtenberg
n unterwerfen sich dem Schiedssprüche einer aus Straijharger Bäten bestehenden Drei-
;e///irr-A'ommission und stellen Bürgschaft im Werte von 10 000 Gulden.
l.iiiit Juli 19.
Also beredt und bedetinget ist zwüschent dem hochgebornen fürsten und herren,
herren Bernharte marggrafe zii Maden, einsite und dem edeln juncher Ludeman
j, herre zu Liehtemberg andersite, das sü das reht, (U>< sii hedersite kommen sint ulTe
drizehene der rel.c zii Sirassburg, das einander zii liinde. nml was von den drie/.ehen
bekant WOTt, der slat von Slrazhurg versichern sullcnt, iegUcb teil vür zehen tusenl
gttldin unde domitte beredt ist, wie die drüzehen bekennent, daz ie das teil sine
zehen tusent guldin versichern 90I, das ouch ie das teil die Sicherheit das tun süllent,
so das bede partyen in gegenwertikeit der driezehener sieh bekant habent, das es mit
rede und ledingen als« i zu gangen ist.
Do ist zii wissende, das die dnizeliene bekant habent, das der vorgenante herre.
der marggrafe sine zehen tusent guldin versichern sol mit der halben stelle Bein-
heini und mit siner zii gehorden, also verre, also es ime pfandes stat und er rehtes
:,, dar/u hei und mit der stelle Slollhofcn mit aller BÖgeh&rde, BO zu der selben stette
Sliillhol'en geboret, und wenne der vorgenante herre. der marggral'e die zwei slosse
mit ireu ziigehördeu der stette von Slrazhurg ingegit. also vertedinget ist, so sol
damilte ein henügen sin.
So sol juncher Ludeman sine zehen tusent guldin versiehern mit der halben
40 bürge und sielte Werde und mit der halben hinge und stette Buhzwilre mit
770 1399
allen dörffern zügehörden und rehten, so zu beiden stetten gehöret, wenne juncher
Ludeman das der stette von Strazburg ingegit, also vertedinget ist, so sol domitte
ouch ein benugen sin.
Umbe das vorgeschoben innemen hant bede partyen vor den driczehenen ge-
willkürt, das unser herre der marggrave sine zwei slosze der stette von Strazburg s
juuh. ingeben sol uf disen künftigen mentag; so sol juncher Ludeman sine zwei slosse
juii u. der stette ingeben uf disen künftigen zinstag. datum sabbato proximo ante Marie
Magdalene virginis anno 1399.
Str. St. A. AA. 84. nr. 30. c. u. d. cop. eh. coaev. — Ibid. Abt. IV. 128.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1880. io
1494. Friedrich von Entzberg an Strassburg: bittet um Freilassung seines von
den städtischen Söldnern bei Hagenau gefangenen Freundes Cunlz von Dürment*.
geben samstag nach sct. Jacobs tag anno 1399. 1399 Juli 2ö.
Sir. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
1495. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: . . . uns 15
hand unser fründe, die wir ietzund, als wir in uwer stat gewesen sin, hinder uns
da lieszen, wol gesagt und ouch nottel laszen sehen, wie ir miteinander gerett habend
und ouch von uch gescheiden sien von der sach wegen zwuschen uns und Ludwigen
von Liehtenberg und loszen uch heruff wissen, dez wir an unser fründe rät nit
fynden, daz wir uch dehein briefe geben sollen über die Sicherheit, die wir uch in 20
gesetzt han, und meynen, daz ir damit wol sicher und habend sient, uf daz uwer
rete, die zu derselben sach geben sin, erkennen sollen, so ist es ouch in dem anlasz,
dez wir uns vormals darumb vereynt haben, nit begriffen noch mit worten verte-
dinget, daz wir uch briefe geben sollen, da by meinen wir ouch zu bliben -und dez
rehten zil warten uf die Sicherheit unserre slozz, die wir uch ingesetzet han. und dez k
habend für kein Unwillen an uns, wann ir prüfent selber wol, daz wir darin den
vollen getan han. ouch lieben fründe, als sich die unsern von der eynung wegen
ietzund ouch mit uch underret han, dartzü mügen wir nit ee zii üch geschicken vor
Au/pui ». andern unsern unmüssen dann von fritage nehst komet über aht tag, daz wirt an
fritag nach sant Sixtustag nehst komet. uf dieselb zit wollen wir die unsern zu uch 30
senden furbazz, von der eynung wegen mit üch zu reden, als sie üch dann von
unsern wegen wol sagen sollen, ouch liebe fründe, senden wir üch die briefe, die
wir hinder üch legen sollen von der sach wegen zwuschen uns und Ludwigen von
Liehtenberg, und der haben unsere fründe ietzt vergessen, daz sie üch die nit geent-
wurt haben. datum Baden dominica post diem beati Jacobi apostoli anno 99. 35
Baden 1399 Juli 27.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 177. <rr. eh. I. el.
Beg. d. Mrkgr. v Bad nr. 1882.
1399 771
14%. Dur •fffriedcnsoer -trag der Stadt Straßburg mit Dietrich Kämmerer »»</
Konrad Landsehaden über die zu einem Drittel der Stadt gehörend* Feste ff&rrM-
stein. 199» August 2S.
Wir Diederich Burggrafe der meister und der rat der stat von Straszburg
» bekennen und verjehent uns uffinlich mit diesem briefe für uns und unsere nach-
kommen und dün kunt allin den, die diesen briefT iemer ansehent oder horent lesin,
daz wir einen vestin, stetten burgfrieden halten sullint und wüllint mit den fromen,
edeln Diether Kemmerer von Worms und Cunrat Lantschaden von Steynach inne-
wendig der bürg zu Herrenstein und uszwendig der bürg als verre, als ein ein-
i« fflssig armbroat mit eime stegereifTe gezogen mit drien armbrostschussen von der bürg
getriben und geschiessen mag umb und umb die bürg ane geverde. wir der meister
und der rat vorgenant sullin auch an der vorgenanten Diethers und Cünrats und an dar
Iren, die yn mit dem rechten zu verantworten stent, lib noch gut nit griffen oder sie
schädigen in deheine wise in der obgenanten bürg Herrenstein und burgfrieden, als
ii er davor begriffen ist, weder darusz noch daryn ane alle geverde. wir sullint auch
kein der vorgenanten Diethers oder Cünrats lute oder gut, die yn mit dem rechten zu
verantworten stent, in die vorgenante bürg Herrenstein und in den egeschriben burg-
friden triben oder füren, were aber, daz ez besehe ungeverlich zu hant, so sy dann
von yn oder von iren amptluden an uns oder an unser amptluden gefordirt mit botten,
20 briefen oder mit dem munde, daz sullin und wullin wir yn unverzogenlich keren an
den nehsten vier Wochen nach der geshicht. wir sullin auch nyeman in die vor-
genante bürg und burgfrieden füren, der der vorgenanten Diethers und Cünrats fynt
sy, were aber, daz ez beschehe ungeverlich, als balde als ez dann an uns gefordirt
wirt, so sullin wir zu stund den oder die seibin ire fynde die bürg und burgfrieden
25 dün rümen, und wann er oder sie also gerüment, so sol er oder sie den tag und
die nacht ir lib und ir gut frieden han. auch wann er oder sie also gerüment, so
sol er oder sie vorgenanten Diethern und Cunrat und den iren auch keinen schaden
dün in demsclbin tage und nacht ane alle geverde. auch ist beretd, weres, da/ der
vorgenante Diether oder Cunrat ir einer oder sie beide abegiengen von todes wegin,
3» do got lange vor si, desselbin eibin sullint auch disen burgfrieden sweren zu hal-
lende in der maszen. als vor und nach beschriben stet, und zu hand, so sich der
erbe darzü büted den burgfrieden also zii sweren, den eyt sullin wir unvcrzo^cnlich
von yme nemen und yn zii stünt in sin teil der obgenanten vestin Hcrrcnstein mit
aller ir Engehorden lassen, und sullint wir yme alsdann w icderumb virbunden sin
3s in all der massen als er uns one alle wiederredde und hindernisse. auch ist beret,
weres, daz der vorgenante Dielher oder Cunrat oder ir erbin, die unsere gemeinen
zii Herrenstein werent, ir einer oder mee sin teil virkeuffen, virsetzen oder virphen-
den wültent, sultent sie ez vorhin uns bereden, und wülten wir yn dann nit aho
vil darüml) gebin oder darüff liehen daz kiinllich were, daz ein ander darumli
M gebin oder darüff liehen wult, so mochten sie ez eime andern verkeuffen oder
virsetzen. und wer ez dann also keuffet oder virpfendet, derselbe sol aucli diesen
burgfrieden sweren zii halten, als hie geschriben ist. desselbin keuffers oder virplcn-
772 1399
ders eyt sullin wir von yme nemen und sullin yn dann zu stunt zii sime teil der
vorgenanten vestin Herrenstein laszen ane alle wiederredde. auch sullin wir meister
und rat vorgenant die egenanten vestin zu unserm teile bewachen und behuden :
porten, muren, turn und vestin mit 9 knechten oder mee tages und nachts ane allin
virzog und wiederredde, die uns und den vorgenanten unsern gemeinen auch sweren 5
sullint uns gemeinlich die vestin zii behütende und zu bewarende und uns yet-
wedersyt vor unserm schaden zu warnde. des glich und auch allis daz, daz an diesem
burgfrieden briefe von yn geschrieben stet, sullint unser beidersyte amptlüte, die
wir off der vestin habint, auch sweren zii haltende, und wer es, daz unser ein teil
sin amptman entsetzen oder virandern wult oder ir einre von töds wegin abegienge, ">
so sol der amptman, den unser ein teil ane des abegangen stat dann machet in die
vestin Herrenstein nit gelassen werden, er habe dann vor gesworen glich, als der
abegangene oder abegesetzete amptman gesworen hette, zii haltende ungeverlich. und
weres, daz man die vorgenante vestin Herrenstein besitzen oder benotigen wült, so
sullin wir zii stunt und unverzogenlich, so wir des ermanet werden, zii der vorge- u,
schriben zale der knechte zii unserm teil zweff gewaffente manne und die vorgenanten
Diether und Cünrat, so sie des ermanet werden, zu irme teil 4 gewaffente manne
dryn senden, die bürg getruwelich helffin zii weren, so lange sie besessen und be-
nötiget ist. und sullin daz dun, so dicke des not geschiht ane geverde. wir sullin
auch unsere dienere und die unsern, und wer von unsern wegen in die obgenante m
vestin qweme, darzii halten, daz sie diesen burgfrieden haltin, als hie vor und nach
geschriben stöt ane alle geverde. und wer es, daz der burgfriede gekrencket oder
ubirfaren würde von unsern dienern oder den unsern, in welchen weg daz were, die
sullin wir darzii halten, daz sie den burgfrieden bessern und keren, wie dicke des
not geschiht, daz den vorgenanten unsern gemeinen gevellig und gnüglich ist. und »
sullin daz dün unverzoglich, so wir des ermanet werden ane geverde. auch ist
zu wissen, daz die egenanten vestin Herrenstein mit allir ir zügehurde drüwteil
unser sint und daz ander teil virteil mit der zügehorünge der vorgenanten Diethers
und Cunrats. und auch weres, obe hernach fanden wurde, duz ftsschüt mee zii
derselbin vestin horte oder hören sulte, daz sol ouch unser yetwedersyt gemeine sin 3»
nach margzal. und globin wir sie an demselbin irme teil der vestin und zügehorünge
nit zii hindern noch irren in deheine wise ane alle geverde. auch ist züsschen uns
dem meister, dem rat und Diethern und Cünrat gemeinen zu Herrenstein vorgenant
geretd, welcher under uns einen enthalten wil, der sol ez virkunden dem portener
und türnknechte, und welcher under uns drien partien der erste entheiter ist und 35
sin enthalts gelt gebin hat, des entheltniss sol vorgeen, die wile der krieg weret,
ob er andirs sine fynde mit name oder brande in eins jars frist angriffet und sche-
diget. tede er des nit, so sol nach dem jar der enthalt usz sin, und wer da also
enthalten wirt, der sol vor globin und sweren diesen burgfrieden zu hallende glich
uns für sich und für alle die, die er in dem slosse usz und infüret, die wile sin 10
krieg weret ane geverde. und wer es, daz unser einer der gemeinen zu Herrenstein
einen fürsten oder eine frye stat da enthalten wült, derenthalb sol nit für sich geen,
der furste gebe und antwu^t dann vorhin den gemeinen amptlüten zu Herrenstein
1399 773
00 guldin und 1 gute armbroste und die frye stat auch also vil. wer es aber ein
licire oder ander stat, so sol der berre vorhin gebin und antwürten den gemeinen
euoptlüden zii Eierrenstein 30 guldin und 2 gute armbroste und die stat auch also
vil. wer es alicr susl einer, der sol vorhin gcbin und antworten den gemeinen
■ aniptlulcn zii Herrensloin 1 0 guldin und 2 gute annhroslc. und sidlint die vorgenanten
armbroste sin iegetichfl von drien guldin ane geverde. und dasselbe enlhalts gell siillinl
wir gemeinlich legin ane den buw derselbin vestin, wo ez allernot d&rfiftigisl ist. und
die armbroste zii der geineinen gewere der bürge ane geverde. auch sullin wir
die gemeinen zii Herrenstein die bürg Herrenstein in burglichen, gewonlichen, gut-
i" liehen) biiwe halten und sullin darzii dön und gebin iegelicher nach margzal nach
dem, als er teil an der bürge hat ane alle geverde. und waz wir von enthalts gelt
oder susl da also virbüwent, daz sullin wir gemeinlich slahen off die pfantschalli
derselbin vestin iederman zil sime teil ane alle geverde. alle vorgeschoben dinge
und ir iegelichs besunder han wir die vorgenanten meister und rat zu Slraszhurg
ii vor uns und alle unser noehkoinmen globet und gesworen liplich zi'i den heiligen
siele, vesle. gctruwelich und unverbrüchlich zii hallende, zii haben und zii fullen-
furende und dowider nit zii tfinde, zu klimmende noch das schaffen geton werden
nii oder hernach in deheinen weg, alle geverde und argeliste herinn oszgeslossen.
und des zu eim urk'inde so habent wir unser stette ingesigel geton hencken an
m disen brief, <U'v zu eime arkönd . . . geben wart an dem nehsten dunrestag nach
sanl Bartholmes tage in dein jar do man zalte . . . 1391).
Str. St. A. V. C G. K. 30. cop. eh. eoaev. — Ibid. AA. 66. Briefb. c. fol. 102 ff
14!)?. Mitister und Rat von Straßburg bekennen und versprechen, jederzeit dem
Dietrich Kemmerer und Konrad Landschaden oder deren Erben gegen Zahlung von
:■:, 500 Gulden '/v der Burg Herrenstevn zurückgeben tu wollen. 1899 Auynat 28.
Wir Dietrich Burggrafe der meister und der rat zu Strassburg bekennen offen-
lich in disem briefe für uns und unsere (nochkommen), * als wir jetzunt sitzen! in ge-
meinschafift in der vesten zii Herrenstein mil den frommen edelknechten Diether
Kammerer von Worms/, und Conrat Lantschaden von Steynach mit namen wir in
R dem druleii und die vorgenanten Diether und Conrat in dem vierteil derselben vesten.
do erkennen wir: welhes jores die egenanten Diether und Conrat oder ir erben
komment zii uns oder unsern nachkommen mit fünffhundert guldin guter und genemer
und begerenl ein vierteil der vorgenanten vesten Herrenstein mit sinre zogehörde von
uns zu losende, so sollenl wir ine ein vierteil derselben vesten mit sinre zugehörde
u zii losende geben unil) die egeschriben fünffhundert guldin ane allen verzogk und
Widerrede und sollent sie uns darzii zii den vorgeschriben funll'hundcrt guldin geben,
was wir nach margzal desselben vierteil» an muren, an dechern. an siegen, an
brücken oder an porten oder an andenn notlichem burglichem buwe harnoch ver-
buwen werden on alle geverde. doch so sollent wir ietweder site keinen gemeinen
Fehlt in der Vorlage.
774 1399
nuwen buwe anheben oder machen, es ensy dann ietweder site mit unserm traten
willen, und sollent dann die egenanten Diether und Conrat oder ir erben, oder welich
under inen die lerunge ti'it, dasselb vierteil für sich behalten und sich des in keinen
weg verüssern, verkouffen oder verpfenden, sie haben es vorhin uns gebotten. und
were es, daz wir ine dann nit also vil darumb gebent cder daruff lihen woltent,
so möchtent sie es dann eim andern verkouffen oder versetzen, wenime sie wollen,
one alle unser Widerrede und hindernisse. und zu eim Urkunde so haben wir die
vorgenanten meister und rat zi'i Strassburg, unser stette ingesigel an disen brieff
geton hencken. der geben wart an dem nehsten donrestag noch sant Bartholomeus
tag des zwölffbotten in dem jore, do man zalte von gottes gebürte drutzehenhundcil
jore nüntzig und nun jore.
Str. Si. A AA. 67. Biiefb. 6 fol. 55/56."
14911. Heinrich von Otterbach an Meister und Rat von Strassburg: bittet, ihm
als Erben seines Vaters den grossen Schaden zu kehren, der jenem in dem grossen
Kriege zwischen Herren und Städten von Seiten der Stadt zugefügt sei, und erklärt i&
sich bereit, deswegen einen Tag zu leisten vor dem Herzoge von Baiern, dem Herzog
von Lothringen, dem Markgrafen von Baden oder dem Bischof von Speier zu Weissen-
burg oder Selz. datum of den nehsten dünrstag nach sant Bartholomeus dag a. 1399.
139!* August 28.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl. 2Ü
1499- König Wenzel an Strassburg: hat die geschehene Ladung vor das Reichs-
hofgericht aufgeschoben, begehrt aber jetzt nochmals dringend, dass man den betref-
fenden Bürger zur Zahlung seiner Schulden an den von Otyken anhalte.- Prag des
suntages vor Egidiitage a. reg. boh. 37 reg. rom. 84. Prag 1899 tufjnt 91
Str. St. A. AA. 113. nr. 64. or. eh. I. cl.
1500. König Wenzel an Strassburg: will 14 Tage nach Michaelis mit seinem
Bruder König Sigmund von Ungarn in Nürnberg sein und gebietet, zu dieser Zeit
bevollmächtigte Boten dorthin zu schicken . . . und lasset des niht in deheineweis,
und were es sache, des wir niht glowben, das yemandes dheine newekeit an euch
suchet oder mutet, die uns und dem heilige reiche widerwertig und schedlich sein
mochten, das ir denn in sulcher trewe und biderkeit trewlichen und genczlichen
bleibet . . . geben zu Präge an sand Egidiitage a. reg. boh. 37. reg. rom. 24.
Prag 1399 September 1.
Str. St. A. AA. 113. nr. 59. or. eh. I. cl. pat. e. s. i. v.
Gedr. D. B A. 111 nr. 72.
x>
1 Ebenda noch andere auf Herrenstein und die genannten Mitinhaber bezügliche Urkunden, von
deren Abdruck hier abgesehen werden konnte.
2 Vgl. oben nr. 1488. Kg. Wenzels Brief vom 30 Juni in derselben Angelegenlteit.
1399
775
1501. König Wenzel an Sirassburg: setzt einen Tag BU zum endlichen Aus-
gleicb der Schuldforderung des Herrn Olyken an Hans Hock vor Graf Friedrich zu
Leiningen, dem Landvogt im Llsass. gehen zu Präge des dinstages nach Egidii a.
Pflg. höh. .'IT reg. rom. 24. l'ray 1399 Sejttemtter 2.
Str. St. A. AA. IIA nr. f>9. or. ch. I. cl.
1302. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: senden uch herin ver-
selnüten ellich, der wir bedurften ein warheit zu sagen vor den dryzehen, die
/.wuschen uns und Ludewigen von Lichtenberg zu dem rechten gesetzt sind, und
bitten uch mit ernst, daz ir mit denselben schaffen wollend, daz sie für die dritzehen
10 komen am samstag nehst komet uf die zit und an die stette, da denn die dritzehen ->,,/. «.
sitzend werden, und da ein warheit zu sagen, daz uwre oder die unsern von unsern
wegen uf sie ziehen werden, mit namen : her Hans von Wickerszheim, herr
Götz von Groszstein, Hügelin Süsse, Hans Sturm von Sturmeck und auf den deinen
rat, der daz malsz was, do Hans Sturm von Sturmeck ein meister waz, • und uf
15 Gerbotten den gerwer und uf den schriber, der vor Wernherns Spatierus* uwer
schriller waz, und ti'ind herzu, als wir uch dez wol gleuben und getruwen. datum
Mülnberg feria sexta ante exaltalionis acte crucis anno 99.
Milhlburg 1999 September 12.
Str. St. A. AA. 85 or. ch l cl.
20 Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1892.
150:5. Markgraf Bernhard von Baden an die bestellten dreizehn Schiedsrichter
in Strassburg: . .. als ir nehst uf fritag vor unser frouwen nativitatis zwischen' uns -,,,i. $.
und Ludewigen von Lichtenberg zu Strassburg zu den predigern zu dem rehten ge-
sessen sind, . . . habe sein Bote Heinrich Tiuchsess von Hesingen mit ganzer Voll-
a5 macht alles das gesprochen, was er dort gespiochen habe. datum Mülnberg feria
sexla ante exaltationis sete crucis anno 99. MüMburg 1399 Sejtiember 12.
Str. St. A. AA. 1422. or. ch. lit. pat.
Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1891.
1504. Die 4 rheinischen Kurfürsten verbünden sich auf Lebenszeit, die Er-
3o richtung neuer Rheinzölle zwischen Strassburg und Rees nicht zu dulden. datum
zu Mentze da man zalte 1399 jare off den nehsten mitwochen nach des heiligen
cruces tag exaltatio. Mainz 1399 September 17.
München, St. A. Urkb. or. mb. c. 4 sig. pend.
Gedr. D. B. A. III. nr. 61. vgl. dort die Anmerkungen.
Reg. Koch und Wille nr. 6001.
1 Derselbe war Meister 1395-1396.
* Werner Spatzinger.
VI.
98
776 1399
1505. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: . . . bekennen uns offenbar
sepi. to. mit disem briefe, als wir uff morn samstag ein tagleisten sollen zu Strassburg mit
Ludwigen von Lichtenberg von solich spenne wegen, der wir uff dritzehen personen
dez rats zu Strassburg zum rechten komen sint, wann wir im selber uff dem tage
nit gesin mögen, so schicken wir dar unsere lieben getruwen Heintz Druchsessen i
von Hesingen, Beinhard von Bemchingen und Wernhern unsern schriber, denselben
tag von unsern wegen zu leisten, und den geben wir gantze macht und vollen ge-
walt . . . Urkunde disz briefs versigelt mit unserm uffgedrucktem insigel zii ende
dirre geschrift. datum Mulnberg feria sexta unte diem beati Mathci apostoli et
ewangeliste 1399. MiUUburg 1399 September 19. w
Str. St. A. AA. 85. or. eh. lit. pat.
Reg. d- Mrkgr. v. Bad. nr. 1894.
1506- Martin von Altheim genannt durchs Husz an Bulin Barpfennig * Ammeister
von Strassburg über Kriegsgerüchte : . . . uwer gnade wisse ouch, daz nienian zii
diser zit do sy, wenn die alle wegent do ligent, daz mir daz der hotte geseit hat. 15
daz wissent ouch, daz umb Bollichen ein grosz gewerbe sig, aber men weisz mit,
wohin oder woher in dem lande, und wissent ouch, daz die von Vingestingen uwer
figent wellent werden, daz ist mir ouch geseit worden, do wisse uwer gnode ouch
darnoeh zu rihten und wissent ouch, daz Hanesz von Albe sol uwer figent sien, das
ist mir geseit worden . . . Bittet um Antwort . aller diser vorgeschriben stucke. ««
geben uff sondag zu mittem dage noch des heyligen cruces dage. [1399 September 21.]
Str. St. A V. C. G. K. 30. or. eh. I. cl.
1507. Günther Marschalk der Bürgermeister und der Bat von Basel an Strass-
burg: bittent üch flizzig, als wir üch vormols ouch verschriben und gebetlen hant, daz
ir unser schifflüte und ander unser bürgere, die den Bin mit irrem gute bruchent, gegen u
den zölleren von üch hinab besorgen und betägedingen wellent, als die uweren, die
wir ouch in allen uweren Sachen meinent ze sinde . . . datum dominica ante
Michaelis anno etc. 1399. 1399 September 28.
Str. St. A. AA. 1799. or. mb. I cl.
1508. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : sendet und bevollmächtigt 30
zur Tagleistung am C> October mit Ludwig von Lichtenberg: Heinrich Truchsess von
Hesingen und seinen Schreiber Wernher.3 mit unserm uffgedrucktem insigel . . .
geben zu Gernspach an dnrnstag nehst nach sant Michelstag anno 1399.
Gemsbach 1399 October 2.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. lit. pat. 35
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1896.
1 Rulin Barpfennig war 1399—1400 Ammeister.
2 Vgl. nr. 1489 den Brief derselben an Strassburg vom 7 Juli.
3 Am 19 October sendet Markgr. Bernhard dieselben Boten zu einem in derselben Sacfte am 21 Oc-
tober zu Strassburg angesetzten Tage. geben zft Durlach an suntag nehst nach Luce ov. anno 1399. 40
— Str. St. A. AA. 85. or. eh. lit. pat. — Reg. d Mrkgr. nr. 1898.
1399 777
1500. Markgraf Bernhard von Baden an Strasburg: erbietet sich im Schlichtung
des Streites der Stadt mit den Herren von Bitsch «von Georien von Colmsheims und
sincr fründe gefengnisee wegen» aof Wunsch letzterer einen Sühne tag an Ettlingen abm-
balten. datum Durlachferiaaecundaposl beaü Loce 1309. ituriacu t:tuu (Mober 20.
Str. St. A. AA. 86. ur. eh. I. cl.
lieg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 18'Ji).
1510. Pfalzgraf Huprecht an Strassburg betr. Einführung der neuen Goldguldcn '
vom 19 Sept. 1899. datum Heidelberg tertia feria |)ost heati (ialli confc.-soris
anno domini 1399. • Heidelberg i:tvy october m.
Aus Wenckera Exccrpten gedr. D. M. A. III nr. 03.
1511. Domherr Johann von Lichtenberg zu Strassburg sein Bruder und Ludwig
von Lichtenberg verkaufen, um ihre Schulden an den Grafen Friedrich von Bitscfa
und andere bezahlen zu können, die Burg Lichtenau und die halbe Stadt Lichtenau
an die Stadt Strassburg für 14 000 Gulden unter Vorbehalt einiger Rechte und
i6 Nutzungen . . . gebend ouch uff in crafft dis briefes vür uns, unser erben und
lehena erben mit dem halme, alse es site ist, hern Dietherich Burggraffen stettemeisler
und herrn Rülin Barpfennige dem ammmanmeister, die an »tat unde in namen der
vorgenanten meister, rates und bürgere der kouffere und ir nachkommen wegen
empfiengent alle reht, besitzunge, eigenschafft, herrschafft und des glich, die uns,
20 unsern erben und lehenserben und nachkommen an der bürge garwe zu Liehtenöwe
und an der halben stat Liehtenöwe und an allen vorgeschriben rehten und zu ge-
hörden zu gehörten! oder zu gehören möhtent. . . . die vorgenanten koffere haut
uns ouch die früntschaft geton, wenne daz were oder wenne das ist, das wir die
vorgenante bürg und halb stat Liehtenöwe mit der mülen an der bürge und die ander
25 zügehörde woltent wider zu uns lösen, das wir daz wol dun mögent also, das wir
das den koffern ein halb jor vor verkünden sollent, das wir die losunge dün wellent.
und wenne das halbe jor uszkummet, so sollent wir in geben viertzehen dusent
güldin und den kosten des gebuwes noch vorgeschobener wise . . . Ebenso soll der
halbe Rückkauf gestattet sein, aber auch nach geschehener ganzer Lösung2 . . . dic-
n selbe bürg und stat Liehtenöwe der stette von Strasburg und den iren ir offen husz
sin ein jor nach der losunge. [datum 4 kal. Novembr. a. 1399]' l.vto October 28.
Str. St. A. 1694. conc. eh. sehr lange Papierrolle. — Ibid Pfennigturm lad SO. or. mb.
latein. notarielle Beglaubigung für diese Verpfändung durch den judex curia« »rg.
vom 12. Nov. 1399.
:,,, 1512. Adelheid von Veldenz, Krau zu Lichtenberg an Meister und Rat von Strass-
burg: hat gehört . . . wie das ir Liehtenöwe die bürg gar und die stat halber mit
1 Ueber diese Goldguldcn vgl. die Müntvereinigung der rhein. Kurfürsten vom 19 Sept. 99. gedr.
1). B. A. III, nr. 62.
* Dieser Pfandbesitm hat gedauert bis 1525. Unter AA. MM bewahrt das Stadtareluv eine Reihe
40 von Briefen und Actemtückcn aus dem 15. Jahrh.. welche sich auf diese Verpfändung beliehen.
:l Dies Datum ist entnommen aus der notariellen Bestätigungsurkunde vom 12 Nov. 1399.
778 1399
iren rehten und gefellen verphant hant, . . . dozft so hant ir ouch gekoufft allen
huszrat, liegende und farende, das zii Lichtenowe uff der festen ist und in die festen
gehöret . . . Gegen beides muss sie ernstlich Verwahrung einlegen, du, wie Wilhelm
von Staufenberg und viele andere bezeugen können, Lichtenau zur Hälfte ihr Witwen-
gut ist. geben an mittwoche nach Symonis et Jude anno domini 1399.
1300 October 29.
Str. St. A. AA. 1693. or. eh. I. cl.
1513. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und bevollmächtigt
zu dem dort angesetzten Tage am 5 November: Heinrich Truchsess von Hesingen
und seinen Schreiber Wernher1. mit unserm ufgetrucktem insigel . . . geben zu Muln-
berg an mentag nach aller heiligen anno 99. MülUbury 1300 November 3.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. pat.
Reg. d. Mrlcgr. v. Bad. nr. 1902.
1514. König Wenzel an Strassburg: kann nicht, wie geplant, nach Deutschland
kommen aus Gründen, die seine Bevollmächtigten : Patriarch Wenzel zu Antiochia,
Herzog Swantibor zu Stettin, Landgraf Johann von Leuchtemberg und Borsiboy von
Swinar genauer darlegen werden. Zu ihnen soll Strassburg nach Nürnberg auf
oec. 7. Sonntag nach St. Niclaus Gesandte schicken. geben zu Betlern an sand Merteins
tage a. reg. boh. 37 reg. rom. 24. Betlern 1390 November 11.
Str. St. A. AA. 113 nr. 89. or. eh. I. pat. e. sig. i. v. impr.
Gedr. D. B. A. III nr. 85.
1515. Straßburg und Basel erneuern ihr ablaufendes Bündnis auf vier Jahre.
1300 November 11.
Wir Thoman zur Megede der meister, der rat und die bürgere gemeinliche der
stette zu Straspurg einesite und wir Günther Marschalgk ritter der meister, der rat «
und bürgere gemeinliche der stette zu Basel andersite tönt kunt allen den, die disen
brief anesehent oder gehörent lesen, alse wir die drü nehesten vergangenen jore uns
wo*. //. zusammen vereyniet hettent, die drü jore usgiengent uf disen hütigen sant Martins
tag, das wir uns do widerumbe zusammen vereyniet habent vier jore die nehesten
nocheinander kommende und gelobent zu bedensiten vür uns und alle unser nach- 30
kommen bi den eyden, die wir lipliche darumbe gesworen haben, dieselben vier jor
usz die eyniunge glicher wise, alse die vor gewesen ist und die eyniungsbriefe stant,
der wir unser ietweder partie einen het, von worte zu worte und puneten, stücken
und artickeln und iegliches besunder stete, veste und unverbrochenlich zu haltende,
zu habende und zu vollefürende alle gewerde und argliste harynne usgeslossen. doch 35
1 Am 19 November sendet und beglaubigt Markgr. Bernhard dieselben Boten in derselben Angelegen-
heit zu einem Tage in Strasburg am 21 Nov. datum Baden ipsa die Elisabeth anno 1399. — Str.
St. A. AA. 85 or. eh. I. pat. — Beg. d. Mrkgr. nr. 1909.
13JJ9
779
nemmcut wir die von Strazbnrg usz in discr vereyniunge die eyniunge, die wir
liiilieni mit iinscni guten (runden von Hagenowe. und das zu eime woren Urkunde,
ho haben wir die vorgenanten beede Btette Strasburg und Basel uuscri.' sielte inge-
sigele an disen brief getan hencken. der geben wart an sant Martins tage des
6 beugen bischofs in dein jore, do man /alte von gotes gebürte drützebenbundert jore
nunlzig und nun jore. und sint diser briefe zwene gliche, der einen het die stat
Slraspurg und den andern die stat Basel, die ouch by in blibent.
Str. St. A. AA. 1830. or. inb. c. 1 sig. pend. (Strassburgs grossen Stadtsiegel an rot-weit» sei-
dener Schnur,) das Baseler fehlt.
io Basel Staats-Ar. St Urk. nr. 778. or. mb. c. 2 sig pend gr.
Reg. d. Mrkgr. v Bad. nr. 1905.
1516. Die bestellten dreizehn Schiedsmänner setzen für Markgraf Bernhard
von Baden und Lndvig von Lichtenberg einen neuen Tag an. l.tvu November 21.
Feria sexta ante diem scte Katherine virginis anno domini 139t) do hant die /v0». */.
15 drutzehene dem hocligebornen fi'irsten und herren herren Bernharte marggraf zu Maden
und dem edelen juncher Ludewige herre zu Lichtenberg ein tag gesetzet uf den
mentag nach sant Nicolaus tage nehest an dem suntage darvor zii naht zu Strazbnrg /*■<•. i.
an der herberge zä Binde, und uf dem tage sollend bede partyen anderwerbe vor
den drutzehenen iren clagen und antwurten erzalen, und weihe partye do zwü-
2o schent bedarf die gezugnisse, die von beden partien geleitet und verschriben ist, zu
verhörende, die parte mag zu dem schriber schicken, das er in die gezügnüsse lese,
und mögent die verhören, wie dicke sie wellent. und sol in ouch der schriber die
gezugnisse lesen, ouch hant in die drutzehene nemeliche behalten, weres das die
drutzehene uf den egenanten tag nit byenander kundent gesin, das die drutzehene
2.-. den partien den tag* mögent widerbieten und in ein andern tag3 setzen.
Str. St. A. AA 85 nr. 39. Gleichzeitige Notiz auf einem Papier- Zettel.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1911.
1517. Ein ungenannter Strassburger an einen ungenannten Probst: macht Mit-
teilungen von den Berichten der Strassburger Gesandtschaft, auf dem Frankfurter
N Tage Ober das Reichsvicariat und das Schisma. [Stvassbury 1890 .\orcmlxr.!
Str St. A. AA. 1419—1422. conc. eh. latin
Gedr D. R A. III, nr. 93
1518. Meisler und Bat gewähren dem Junker Ludirig nm Lichtenberg unter
gewissen Bedingungen Zottfreiheit für die neue Rheinbrücke. t&99 December l.
3b Unser herren meister und rat sind uberein komen, das man junchcr Ludewige
von Lichtemberg, sime vogte noch den sinen nit gestatten sol vergeben und un-
I
' Dasselbe war abgeschlossen am 12 Juni 1396 auf 3 Jahre. Vgl. oben nr. 1056.
2 Vgl. oben nr. 1491 Juli l'J über die Einsetzung derselben.
s Am 10 December beglaubigt Bernhard aufs neue Boten zu einem am 18 Dec. stattfindenden
Tage zwiselten ihm und Ludw. v. Lichtb datum Baden feria 3 post Lucie virg. anno 99. — Ibid. AA.
8ü. or. eh. I. cl. — Reg. d. Mrkgr. nr. 1914.
\
780 1399
verzollet über die Rinbrucke zu varende, es wer danne, das er den gunnunge brief,
der ime vorgelesen ist, mit allem dem, so daran geschriben stat, nutzit uss gesetzet,
besigeln wolte, so mag man ime also vor stat, wol gunnen ungezollet über die
Rinbrucke zu varende und anders nit in dehein wise untz uf ein abesagen. und sol
ouch dis ein rat dem andern alle jore in den eid geben zu haltende. actum sub i
domino Thoma zur Megede magistro feria secunda proxima ante festum beati Nicolai
episcopi anno domini 1399.
Str. St. A Schilter, jus Btatutarium fol. 288.
1519. Ratsbeschluß betreffend die Zollerhebung an der Rheinbrücke.
[1399 Devember 1.] \»
Unser herren meister und rat sint ubereinkomen und hant es ouch erteilt, das
her Johans von Kageneck der hofemeister und sine eliche wurtin sullent geben und
bezalen, was su und ir gesinde untz har über die Rinbrucke zu zolle versessen hant
zu gebende, dagegen so sol in die stat tun bezalen die wellen, die dem Röckelin se-
ligen genommen wurdent. und sullent ouch herr Johans von Kagenecke, sin eliche u
wurtin und ir gesinde, oder was des iren darüber get oder vert, das zolber ist, hin-
nan vürder zollen als andere unsere burger. actum ut supra. und sol man in das
bi dem eide nit varen lassen, und sol es ie ein rat dem andern in den eit geben.
Str. St. A. Schilter, jus statutarium fol. 288/9.
1520. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet, dem Huglin von 20
Morsmunster mit offenem Briefe zu bezeugen, dass er unschuldig sei der Anschuldigung
«er solle uwer heimlicher goldener worden sin und ein retscher». Baden Feria
secunda post Thome appostoli 1399. 1399 Dvcember 22.
Str. St. A. AA. 85. or eh. I cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1916. 2i
1521. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: will
auf hr Ersuchen mit Heinrich Rüderer und Hansen Riepure, ' falls sie Weihnachten
kommen, reden, dass sie ihrem Gefangenen Jenchen von Bischofsheim bis aiil'Licht-
jfoo mess Ziel geben. datum Baden feria secunda ante festum nativitatis Christi anno
Febr. i. °
ejusdem 1399. Baden 1399 Deceitiber 22. 31
Str. St A. AA. 85. or. eh. I. cl.
Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1917.
1522. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: antwortet auf die Beschwerde
eins uwers mitburgers (wegen) genant Schollen Fritsche dez schiffmans, wie der an
unserme czolle zu Schrecke gezollet habe und furgefaren sij, und daz ime Götze 3:
unsere czolner daselbs zu Schrecke nachgefaren sij und an in fordert, daz er nit
1 1400 Februar 28 Ettlingen. M. Bernh. an Strassburg : kündigt eine Tagleistung an zu Bühl 28 März
mit Ludw. v. Lichtenb., zu der auch Hans Biepbre und Heinr. Bbderer kommen wollen. — Str. St. A.
AA. 8i5. or. ch — Beg. nr. 1928.
1400
781
verzollet solte haben, und wolt in darumbe gefangen han und lies/, in doch uff
Sicherheit faren . . . und will die Sache untersuchen lassen. dal um Maden in vi-
gilin nnlivilalis Christi anno ejusdern l.'5i)i). Baden I ;:>:> Derember '44.
Str. St. A. AA. 86, er. eh. I. cl.
linj ii. Mrkgr. v. Bad, «r. 1818.
152:5. RaUibtschluß über Anlag« eines städtischen Archiv ff ewfflbes.
1399.
Anno 1390 sini herren tnetvter und rat, scböffel und anuma übereinkommen,
nachdem sie der stall brjef und bächer gesehen und etliche verhört haut, dass ein
grosse nolduill ist, dass man ein gewölh mache, dass gut für füer si, darin man die
< brief und biieher tue: so soll der ammanmeister hott darzu machen, die da be-
nehmt, wohin man dass gewölb machen solle, und soll man es auch fürderlieh
machen, weil es ein grosse noturft ist.
Str. St. A. Archiv. Verwalt. Act. Bericht des Stadtschreihem Joli. Vir. Fried vom Jahre
1623 (wold nach iten Ratxprotokiilleii).
1 1524. Die Stadt Esslingen an Sirassburg: berichte! von städtischen Verhand-
lungen mit königlichen Unterhändlern zu Nürnberg am 13 Derember 1 :!!>!) wegen Hilfe,
dann zu Esslingen am 17 Januar, wo ein neuer Tag mit dem König für den 1 1 März
ausgemacht ist. geben an mentag nach sant Vicentijen tag.
Esslingen [1400 Januar 26].
:i<> Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl. c. sig. i. v. impr.
Gedr. DBA. III, nr. 101.
|.r>25. Herzog Leopold von Oester reich an Straßburg: mahnt um hindesmäßiffe
Hülfe. Ensislieini 1400 Januar 27.
Erbern weisen und besundern lieben, wir beuten ew fleizzig und manen ew auch
■ von der aynung wegen, so wir und ir milenander haben, [das ir| rössvolkh, alsvil ir des
gehaben mügt, unverzogenlieh gen Bergheim schikhel und ew darnach richtet, als wir
ew furbasscr cmhicl.cn werden, das ir uns dem fusvolkh auch zufüget, und getrawen
ew wol, daz ir darinnc s'it, als ir wollet, daz wir gen ew in solichen sachen tun
sollen, ob ir des bedurft und uns darumb anruffen und manen wurdet. geben ze
v' Etisisheim an zinslag nach sand Pauls tag conversionis anno domini etc. quadrin-
genlesimo.
26. Herzog Leopold von Oesterreich an Siratiburg : mahnt nochmals um Hülfe.
Ensisheim 1400 Januar 20.
Erbern weisen und besunder lieben, wir lassen ew wissen, daz Heinreich von
Andala, .leralheus von Katzenhusen und die burger ze Rapreswilr den edeln unsern
Ieben Oheim und lantvogt Hannsen von Luphen mit gewalt und an recht entwert
782 1400
habcnt der obern stat ze Rapreswilr, über daz in derselb von Luphen rocht gebot ten
hat, und daz wir in ouch by unserm kamermeister gebotten haben von des obge-
nanten von Luphen und der sach wegen, bitten und manen wir ew der aynung, da
wir und ir mit einander halten, und als wir ew auch vormals verschriben und ge-
mant haben, daz ir uns wellet beholffen sein den gewalt und das unrecht ze under- 5
körnen und uns uf der stat und an alles vertziehen rossvolkh und füssvolkh wol
ertzeugts, als ir maist gehaben muget, gen Bergheim zuschikhet und dartzu ettwivil
ewers getzeugs von guten buchsen. und getrawen ew wol, daz ir ew des nichtes
sumen lasset und darinne ti'it, als ir denn woltet, daz wir in solichen sachen gen
ew tun sotten, des wir auch gern willig sein wellen, wenn das ze schulden komt '•
und sunderlich den vorgeschriben dem von Andala, dem von Ratzenhusen und den
burgern zu Rapreswilr daruf absaget, wan wir den nu abgesagt haben. geben ze
Ensisheim an donrstag vor unser frowentag ze der liehtmessen anno domini qua-
dringentesimo.
Str. St. A. G. 0. P. lad. 166 E. E. or. eh. lit cl. c. sig. i. v. impr. is
1527. Edelknecht Hanneman von Loubegasse verkündet, dass der Streit zwischen
ihm einerseits und der Stadt Strassburg, Claus Marschalgk und Cüntzelin von Nu-
mrt 7. wiler anderseits durch einen Frieden bis Invocavit beigelegt sei, und dass er diesen
Frieden treulich halten wolle. geben ufT durnstag nebst vor unser frowentage der
liehtmess, da man zalte 1400. 1400 Januar 29. so
Str. St. A. Abt. IV, 71. or. eh. I. p.
1521$. Wilhelm Metziger Ammeister zu Strassburg sendet den Altammeistern
Reimbold Hüffelin, Johans Bock und Rülin Barpfennig abschriftlich folgendes Schreiben,
welches der Stettmeister Johans von Kagenecke der elter und der Bat von Strass-
burg an Johans von Lupfen, den Landvogt des Herzog Leopold von Oesterreich und »
die Hauptleute im Felde vor Bergheim gerichtet haben: es sint by uns gewesen der
erwirdige herre, herre Wilhelm byschof zii Strazzburg und der wolgeborne herr, herre
Friderich graf zu Lyningen lantfogt in Eilsasz und hant uns geseit, das in die zwey-
traht leit sy, die do ist zwuschent unsers herren von Osterrich gnade und üch
einsite und ouch zwuschent den edeln herren von Bappoltstein andersite, und das sie 30
darumbe bede ir erbern rete und botschaft zu unsers herren von Osterrich gnade
und ouch den von Bappoltstein schicken wellent zu besehende, obe si üt gewerben
oder gereden künnen, das die sachen gutlich gerihtet und übertragen wurden, daruf
schickent si ouch yetze ir erbern rete hinuf und meinent die zum ersten gen Bap-
poltwilr zu ritende und mit den zu redende, . . . do bitten wir üch früntlich, das ir be- 35
stellent, daz dieselben erbern rete und botschaft und die iren sicher ritent, durch das
in keine widerwertikeit widerfare . . . und wellent uns harumbe uwer antwurte
wider lassen wissen mit disem botten, das sich die erbern rete und botschaft wissent
darnach zu rihtende. geben uf unser frowen liehtmessen tag. [1400] Februar 2.
Str. St. A. G. D. P. lad. 166. cop. eh. coaev.
140O 783
152!) Du' Kurfürsten Johann von Mainz, Friedrich von Cöln, Werner von
Trier, Jitiprecht von der Pfalz, Rudol f ton »Sachsen an Siraliburg : laden ein zum
Frankfurier Tage am 20 Mai. Frankfurt 1400 Februar 4.
Lieben frunde. wir laszen ach wiszen, daz wir und auch etliche andere Fürsten
I iczunt etwedicke zusammen gerieden sin von gebrechen und notdurfTt wegen, die
in der heiligen kirchen, in dem heiligen riche und in dem gemeynen lande groszlich
sin, daz wir gerne woldeti bedenken, raden und helilcn, so wir beste mochten, daz
soliohe gebrechen und ootdurffl gewendet und daz gemeyne land zu beszern frieden
und wesen gestalt mochten werden, herumbe begern wir und bidden uch mit ernste,
io ob eynicho ander rede soliche wege und sachen antreffende an uch quemen und ob
ymand uch uff andere wege und leuffe ziehen wolde, daz ir uch dan nit wollet
vergaben und uffhalden, wan wir hoffen, daz ir kurczlich von uns soliche wege ver-
neinen sollet, die der heiligen kirchen, dem heiligen riche und dem gemeynen lande
nutz, gut und bequemelich sin und uch mit uns wol gefallen sollen, des wir wol ge-
i5 truwen. und begern und bidden uch, daz ir darumbe uwer frunde mit macht von
solicher sache und notdurfft wegen der heiligen kirchen, des heiligen richs und
der ganezen cristenheyde zu uns in die stad gein Frankenford uff dem Meyne
uff den andern dag nach sante Urbans dag nehst körnende sekicken wollet, uwern Hat n.
willen und antwurte uff die sache begern wir uns widder zu schrieben mit diszem
an boden. datum Frankenfordie anno 1400 feria quarta post diem purificationis beate
Marie virginis.
Str. St. A. AA. 116. or. eh. I. cl. c. 5 sig. »'. v. del. Die Namen der ü Absender stehen
über dem Brief.
Gedr. Obrecht, apparat- pg. 27. — Erwähnt D. R. A- III. zu nr. 113.
u 1530. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg: . . .
I
uns hat unser herre von Oslerrich ernstlich geschriben und gemant umb hilf zu
ime zu ziehen für Happoltzwilrc von der geschieht wegen, alz sye unsem öheim von
Luppfeil uszgestoasen hand. dieselben hilft; meynen wir ime zu di'inde: herumb
bitten wir uch lieben frunde mit ernst, daz ir bestellen wollent, daz wir mit anserm
«' h&rsche über uwer brücken gelaszen werden und ob wir jensyt des Bynes yrgent
lygenl wurden, daz das ouch nit wider uch were, dann wir meynen koste mit uns
zu füren, so haben wir unsern herren von Straszburg ouch darumb beschriben, duz
das ouch nit wider ine sin wolle. datum Baden ipsa die beate Agathe virginis
anno 1400. Baden 1400 Februar r>.
Str. St. A. AA. 87. or. eh. 1. el.
Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr- 1933.
1531. Abgeordnete aus dem Bat1 der Stadt Strassburg vereinbaren vor den
äten des Herzogs Leopold IV von Oesterreich eine Beendigung der Feindseligkeiten
' Dieselben sind nicht genannt, doch aus dem folgenden Stück ergiebt sich, dass es fünf oder sieben
•to Ratsmitglieder sein sollen.
VI. '-»9
784 140O
zwischen Johann von Lupfen und der Herrschaft Rappoltstein. dise vorgeschriben
vertegeding ist beschechen uff dem fritag früge nach unser frowen tag der liechtmesse
anno . . . quadringentesimo. 1400 Februar (l.
Colmar, Bz. Ar. E cop. eh. coaev. — Gedr. Bappoltst. Urkb. II. nr. 640.
1532. Zehn genannte Personen verbürgen sich unter Anhängung ihrer Siegel 5
dafür, daß Gaßmann und Ulrich von Rappoltstein den durch Vermittlung der Stadt
Straßburg geschlossenen Frieden mit Johann von Lupfen hallen werden. 1400 Februar 8.
Heinrich von Andelah genant Stoltzman, Conrat von Hunnenwilre rittere, Jeratheus
von Ratzenhusen vom Steine, Peter von Schuttern vogt zu Landesburg, Claus Bern-
hart schaffener, Hanneman Bernhart, Clewelin Rossen, Jeckelin Phortzheim der eilter, io
Claus Koffer und George Zeheleder bürgere in der nidern statt zu Rapoltzwilre tönt
kunt menglichem mit disem briefe, alse von semlicher spenne und missehelle wegen,
so gewesen sint zwüschent dem edeln herren, herren Johanse von Lupffen lantgrefe
zu Stülingen und lantfögt unserre gnedigen herschafft von Osterich uf einsite und
den edeln unsern gnedigen jungherren, junghern Smassmanne und junghern Ulrichen u
gebrudern herren zii Rappoltzstein uff die andersite, derselben spenne und missehelle
sie zu beidensiten kommen sint uff fünfe oder sübene, die ynen die statt von Strazz-
burg uss yren reten zum rehten darzu geben und setzen sSlIent, alse daz in drien
notteln begriffen ist, der der vorgen. herre Johans von Lupffen eine und wir von der
egen. unserre jungen herren wegen von Rappoltzstein die andere und der slette botten m
von Strazburg die dritte in hendes (!) habent. were ez, daz dieselben spenne
und missehelle mit der minne nüt usgetragen würdent und die fünfe oder sübene,
die also darzu gesetzet und daz reht sprechende würdent, alse daz ouch dieselben
notteln uswisent und sagent, wie dann dieselben fünfe oder sübene daz reht für
sich nemment und sprechende werdent, da versprechent wir alle von wegen in namen 25
und an stat der vorgen. unserre beider jungen herren by den eiden, so wir unsern
herren getan habent, waz dieselben fünfe oder sübene sprechent oder erkennent,
daz das gehalten und vollefürt werden soll von den egen. beiden unsern jungen herren,
wenn wir dabij gewesen sint und ez von yren wegen also vertegedinget habent, und
daz dieselben beide unsere jungen herren denheine anspräche an dieselben fünfe 30
oder sübene, an die statt von Strazburg noch die yren niemer gehaben noch ange-
sprechen söllent noch geleidigen noch daz schaffen getan werden in denheinen weg
ane alle geverde. und dez zu Urkunde so habent wir alle, uzgenommen George Zehe-
leder, unsere ingesigele gehencket an disen brief. und wan ich, derselbe George
Zeheleder, eigens ingesigels nit enhabe, so vergihe ich mich aller vorgeschribenen ss
dinge under derselben vorgen. personen ingesigele aller. geben uff sunnentag nehst
nach unserre lieben fröwentage der liehtmess, da man zalte nach gottes gebürte
viertzehenhundert jare.
Str. St. A. AA. 166. or. nib. c Ü sig. pend. quor. 1 (Hanneman Bernhart), lacs.
Regest Bapp. Urk. II. nr. 641. ' 40
1 Biese Urkunde ist hier deswegen in extenso gedruckt, weil sie zur Zeit des Abscldusses des Bapp.
Urkb. II nicht aufzufinden war (vgl. dort Anmerk. 3 zu nr. 641), jetzt aber bei der Ordnung des Archivs
wieder zum Vorschein gekommen ist. Das Begest dort nr. 641 müßte also anders lauten.
1400
785
rkgraf Bernhard ' von Baden an Meister und Bat von Strassburg: als ir
uns gesohriben band von dez tags wegen zi'i Babel z.i leisten und meynent, die wile
wir dez zogs wendig sin, da/ dann derselbe tag zu Buhel wol zu leisten si, . . . dez
ist ez im der valisnaclil zi'i nahe und mögen vor andern unmüssen dez tags u(T die-
5 selbe zit zu Babel nit geleistet] . . . sondern Heber . . . off den aehstea zinstag nach »**#.
[nvoeavil . . . datum Baden in crastino beate Scolastice Virginia anno 1400.
Hatten 1400 Februar HA
Str. St. A. AA. 87. or. eh. I. cl.
lieg. (1. Mrkgr. v. Bad. nr. 1925.
io 1334. Markgraf Bernbard von Baden an den Ammeister Wilhelm [Metziger]:
bittet um Auskunft über . . . Hagelin Süsse, der von üch hinder uns komen ist . . .
da auf seine bisherigen Anfragen beim Rat keine Antwort erfolgt sei. datum feria
secanda posl diem Petri ad kathedram anno 1400. 1400 Februar 23.
Str. St. A. AA. 87. or. eh. I. el.
•5 Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1927.
1535 Konig Wenzel an Strassburg: beklagt sich, dass die Stadt der Ladung
vor sein Hofgericht wegen der Bürgschaft des von Otyk für Hans Bock nicht Folge
geleistet habe. Werden des von Otyks Forderungen nicht demnächst befriedigt, . . .
so wollen wir des hofgerichtes urteil über euch lassen furgank haben an lenger
■o sawmpnisse und ewer ungehorsamkeit fursten, herren und steten des reichs vor-
kunden . . . geben zu Präge des dinstags an der vasnacht a. reg. boh. 37 reg.
rom. 24. Prag 1400 März 2.
Str. St. A. AA 1 13. nr. 66. or. eh. I. pat. c. sig. i. v.
1536- Herzog Leopold von Oesterreich an Strassburg: dankt für zugesagte Ver-
millelung in seiner Sache mit dem Bischof von Straszburg »von Herboltzheim wegen
und der quarten in Basler bistuin und bittet nun Gesandte zu einem Tage nach
Bergheim auf Sonntag Laetare zu schicken. geben Ensisheim an der aschrigen utn i«.
rittichen anno 1400. BmMthttm 1400 März 3.
Str. St. A. AA. 79. or. eh. I. cl.
\
1537. Markgraf Bernbard von Baden an Meister und Rat von Strassburg : haben
ff gestern mit. uweren erbern botden, die ir bi uns gehabt haltend, geretd und sie
gebettenj üch von ungern wegen zu bitten, daz ir der edeln frowen der von Blanckem-
berg gunnen und gestatten wollend iren pfennig bi uch in uwere statt zu zeren,
doch also, daz sie von uch oder zu uch .lohansen von Liehtembcrg keinen schaden
»5 i Derselbe an Straßburg, Ettlingen 1400 Februar 2%. Will mit Ludw. v. Lichtenb. am 28. Märt
einen Tag zu Bühl halten, zu dein auch II. v. Kieptre u. H. Rüderer kommen wollen. — Str. St. A.
A. A. 86 or. eh. I. cl.
* Unter dem gleichen Datum bittet Mrkgr Bernhard den Ammeister Wilh. [Metziger], seinen Bürger
Scholle in Ettlingen beim Eintreiben seiner Forderungen an Hügel Pfaffenlapp zu unterstützen. [Str.
io St. A. AA. 87 or. eh. I. el]
786 1400
tun oder zufügen sulle .... datum Baden feria quinta post dominicam Invocavit
anno 1400. Baden 1400 Mär* 11.
Str. St. A. AA. 87. or. eh. I. cl.
1538. Frau Gütichin Landschaden von Steinach, Dietrich Camerers Witwe,
schliesst sich als Erbin ihres Mannes, der Teilhaber an Burg Herrenstein war, dem 5
Burgfrieden an, welchen dieser und ihr Bruder Cuntz Landschaden von Steinach mit
der Stadt Strassburg wegen Herrenstein früher geschlossen haben. geben an dem
nehesten mentage vor dem sunnentage, als man singet in der heiligen kirchen Oculi
in der vasten in dem jore, do man zalt 1400. 1400 März 15.
Str. St. A. AA. 66. Briefbuch. B. fol. 103/4. ibid. V. C. G. K. 30. cone. v. cop. eh. coaev. io
1539- Ich Haneman von Loubegasze edelkneht tun kunt mengelichem mit disem
briefe, als spenne stosz und miszehelle gewesen sint zwüschent mir und minen
helffern zii eime teile und Cüntzelin Schaffener und Claus sinem brüder von Nuwilre
zürn andern teile, da von ich Otteman zum Slüszel, der von Straszburg burger, ge-
fangen gehebet habe, da vergihe ich mit disem briefe, das ich dar umbe mit den 15
egenanten gebrüdern und mit Cüntzen von Nuwilre wilent schaffener zu Rufach
irem vatter und mit dem vorgenanten Otteman und besunder mit den wisen und be-
scheiden dem meister und dem rate der stat zu Straszburg mit allen den iren gerihtet,
übertragen und gentzlichen gesünet bin von allem deme, daz da von ufentstanden ist
mit sunderheit, als Ludeman Schencke min vetter und etliche mine knehte gefangen 20
gewesen sind .... Er gelobt die Richtung zu halten. geben uf den nehsten
samstag nach unser frouwen tage in der vasten 1400. 1400 März 27.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 165/66. or. mb. I. p. c. 1 sig. pend.
1540. König Wenzel an Strassburg : hat zu dem festgesetzten Termin nicht nach
Nürnberg kommen können, wird aber 14 Tage nach Ostern dort eintreffen und er- 25
wartet daselbst bevollmächtigte Boten. geben uff dem berg zu Chuttin des dinstags
nach dem suntag Judica a. reg. boh. 37 reg. rom. 24. Kuttenberg 1400 April 6.
Str. St. A. AA. 113 nr. 90. or. eh. I. el.
Gedr. Obrecht, appar. pg. 31. — D. B. A. III nr. 123 nach der Frankfurter Ausfertigung.
1541. Meisler und Rat ton Slraßburg verkünden die bei ihnen erfolgte Yerur- »
leiluug und Verbrennung eines der "Ketzerei» schuldigen Mannes und bitten auf
seine Mitschuldigen zu, fahnden. 1400 April 8.
Wir Johans von Kagenecke der eilter der meister und der rat von Strasburg
kündent menglichem mit disemme briefe, das wir einen, genant Johans Rorer, ein
bader by uns gevangen gehept hant von lymuntes wegen, daz er ein ketzer gewesen *
sin solte, und habent den nach sinen geschulten tun fragen in der maszen, also
1400
787
man solche bclümelo töte biQiche fraget, der hat verjehen der ketzerien siikt nnsse-
tat in der maszon, duz er SO vil getriben hat, das er hy uns mit rehtem gerihte und
urteil bekennet und verteilt ist zu burnende und ouch gebrant ist. und also er daz
verjehen het, so hat er darzü under andern dingen geseit, daz er und Heinczeman
llillebrant der zimberman einander geketzert haben mit sogetanen wüsten geberden,
also wir die Heinczeman Swebelin unserme gesvvornen muffenden hotten an ebne
zedelin verschriben geben habent. darumbe bittent wir alle die, den Heinczeman
Swebelin unser louffender botte disen brief zöget, das su zi'i dem egen. Hcim-zeiuan
llillebrant tügent, also sich geheischet, wenne hettent wir in by uns, wir detent zu ime,
talso sich das gehiesche. datum feria quinta proxima ante diem palmarum a. d. 1 100.
Str. St. A. V. D. G. lad. 3. or. mb. I. p. c. sig. i. v. impr.
1542. Markgraf Bernhard von Baden1 an Strassburg: verwendet sich in Erb-
scliallssachen für den Hofmeister seiner Frau, Albrecht Rüderer, gegen den Strass-
burgcr Bürger Claus Bernhartzweiler, datum Baden feria quarta post festurn pasche
'•' anno 1 100. Baden 1400 April 21.
Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl.
1543. Die Strassburger Gesandten auf dem Fürsten- und Städtetag zu Frankfurt
an ihre Stadt : Ulrich Bock und Rülin Barpfennig berichten über ihre und anderer
Stände und auswärtiger Bevollmächtigter Ankunft, sowie von der des Vertreters König
M Wenzels und dessen Konferenzen mit den Fürsten und Städten. geben zu Francke-
furd an dem mendage vor dem pfingesttage. Frankfurt [1400 Mai Hl].
Str. St. A. AA. 116. or. eh. I. cl.
Gedr. D. B. A. 111 nr. 155.
1544. Verzeichnis der auf dem Frankfurter Tage vom 26 Mai 1400 anwesenden
« Keichsstände. [Frankfurt 1400 nach Mai 81.]
Str. St. A. AA. Hfl. cop. eh. coaev. ohne Versendungsschnittc ; ebenda Folioblatt mit Ver-
sendungsschnitten.
Gedr. B. X. A. 111 nr. 138.
I
1545. Schwarz Rudolf von Andlau und Hans von Wildesperg an Meister Rein-
bold [Hii/felinY in Straßburtj über die Ermordung des Herzogs von BratmscAveig
bei Fritzlar. Mumien 1400, tuni 0.
Min grusz bevor, meister Heimholt, lieber frunt. ich lan üch wiszan, daz der
lieizoge von Sachszszen und von Brüneswig nieder geworden sint by Frichelat in
1 Derselbe beglaubigt am li) Mai in derselben Angelegenlieit seinen Vogt Hans Vontzman von
Staffurt. Baden feria 4 post Cantate. — AA. 85. or. eh. Ebetula Beglaubigungsschreiben für denselben
vom 9 September u. 29 Decembcr 1100.
* Der Meister Beinbold ist tvolU der 1)98199 als Stettmeister begegnende Beinbold Hüffelin der alte.
B Hüffelin der junge ist 1400 Batsmitglied aber nicht Meister.
788 1400
Juni s. Hessen uf den phingstabet uf mittendag. und waz ich und min geselschaft uf den-
selben morgen furgeritten. und die wile wir assen zu Fritscbela, da lagent die bereu
hinder uns nieder, und sind wir niht uf dem felde gesin. und bristet unsz von
gottes gnaden niht, und hant gute geselleschafft und farent für unsz unszer fart. disz
wollent minem sweher sagen und diszen briffe geben, und heissent es heyn enbitten 5
und gen Zabern. disz han ich darumbe geschriben, ob ander mer heyn kernen, das
ir dene wisten, wie es unsz gangen wer. geben zu Münde fire dagweide von
dem heiigen blude, geben uf den phingstdage firzehenhundert jare. geschriben mit myncs
selbes hant.
Swartz Rudolf von Andela 10
wiztum und Hans von Wildesperg.
Str. St. A. Abt. IV, 122. cop. eh. coaev.
Gedr. Weneker, collecta arch. f. 400. — D. B. A. 111 nr. 186.
1546. Günther Marschalk der Bürgermeister und der Rat von Basel : begehren
Auskunft über den Abschied des Frankfurter Tages mit den Fürsten und Städten 15
[Mai 1400], den sie selbst mit Rücksicht auf den nahen Tag von Nürnberg [Mai 2]
nicht beschickt haben. datum quinta ante festum Trinitatis anno etc. quadrin-
gentesimo. 1400 Juni 10.
Str. St. A. AA. 116 nr. 22. or. mb. I. cl.
Gedr. D. R. A. III nr. 159. 20
1547. Strassburg an Rasel: über die Verhandlung zwischen den Kurfürsten und
Städten auf dem Tage zu Frankfurt. feria seeunda ante corporis Christi anno 1400.
[1400 Juni 14.]
[Org. od. cop. nicht erhalten, doch von Weneker appar, 271 erwähnt.]
Gedr. Reg. D. R. A. III nr. 160. *
1548. Erzbischof Johann II von Mainz an Strassburg: beteuert seine völlige Un-
schuld an der Ermordung Friedrichs von Braunschweig. datum Benszheim in
crastino corporis Christi anno domini millesimo quadringentesimo.
Ilrns/irim 1400 Juni IS.
Str. St. A. AA. 116 nr. 8. or. eh. I. cl. 30
Gedr. D. R. A. III. nr. 189.
1549. König Wenzel an Strassburg: dankt für ihre Treue und Anhänglichkeit,
von der ihm sein Rat Hubert von Eltern berichtet hat, und die ihm auch ersichtlich
ist . . . us der antwort, die ewer frund yetzund zu Frankenfurt getan haben den
kurfursten ... und bittet bei derselben fest zu beharren, besonders falls ... die kur- 35
fursten oder yemand anders von iren wegen an euch ichtes mutend wurden, das
wider unsere ere und wirde anlangend wurde . . . Uebrigens komme er demnächst ins
Reich und werde dann ihre Boten zu sich laden. geben zu Präge des sunnabend
nach des heiligen leichnams tage. a. reg. boh. 38 a. rom. 24. Prag 1400 Juni 19.
Sir. St. A. AA. 113 nr. 83. or. eh. I. cl. 4ü
Gedr. D. R. A. III nr. 183. nach der Frankfurter Ausfertigung.
1400 789
ilüdlelages zu Mainz: Aufsetzung einer Antwort
auf den von den Kurfürsten zu Prankfurt durcJi Kitter Johann von Talburg am
4 Juni gemachten Vorschlag, Verabredung eines neuen Städtetags zu Mainz auf den
5 August. [Mainz 1400 Juli 1-12.]
Str. St. A. AA. 116. cop. eh. coaev.
Gedr. D. B. A. 111 nr. 168. - Janssen, Frank/. B. K. 1. nr. 898.
Reg. Boos, Worms. Urkb. nr. 10G6.
1551. Die Straßburger Gesandten Hans Bock und Ulrich Gosse an ihre Stadt:
berichten vom Reichstage zu Mainz. 140O Juli 9.
io Lieben herren. wir embieten üch unsern willigen undertenigen dienst und lont
(üch wissen, daz unser herre der künig und die dryge kurfürsten uf dem Rine zu
Mentze sint und noch uf hüte der stette keine by unserme herren dem künige ge-
wesen ist. und habent do erfaren, daz daz sachen machent, daz unser herre der
kunig und die fürsten alleine by enander gewesen sint. öch wiszent, daz die von
15 Kßlle, Mentze, Wurmeaxe und Spiro und Frankefurt und die stette in der Wedderöwe
und wir ettewie dicke by enander gewesen sint und uns mittenander underret habent,
daz wir truwent, daz wir uf einre antwurt blibent zu güttem mosse, also wir von
üch gescheiden sint. öch wissent, daz wir uns faste underret habent von der guldin
münsse wegen, und ist aller stette meinunge, daz vor unsern herren den kunig zu
20 bringende und für die fürsten, also wir uch wol sagende werdent. lieben herren.
wissent, daz wir vor unserm herren von Luttringen gewesen sint, und ist herr Cunrnt
Peyger und her Arnolt von Sierck by yme und wil uns verhören zu sinen müssen,
so er es erste gedün mag. do wellen wir von Erhart Hensz seligen wegen reden,
waz wir truwent, daz gut und nütze sy. wissent och, daz unsers heiigen vatter des
25 bostes botten zwene zi'i Mentze sint und unsers herren rette von Osterich und des
marggraven von Baden, und sint ander herren vil zu Mentze, die do umb geseszen
sint. wissent och, daz gar ein gros folk zühet uf den graven von Waldeck wol mit
11000 pferdes und wirbet unser herre von Mentze faste und het me den 100 glefen
in Hessen geschicket sin schlos zu bestellende, also uns daz geseit ist. geben uf
so unser frowen dag also men nenet fisitazionis anno etc. etc. 1400.
. . . Hans Bock und Ulrich Gosse.
[In verso]: Den furnemen, wisen und bescheiden dem meister und dein rata zu
Strasburg unsern lieben herren.
Str. St. A. AA. 123. or. eh. I cl.
m 1552. Abschied des Städtetags zu Mainz vom 1 .luli 1 100: neue Redaction der
Antwort an den Kurfürsten und Bestimmung des neuen Städtetags zu Mainz auf 5
August. [Mainz 1400 zurischen Juli 1 u. 12.)
Str. St. A. AA. 116. cop. ch coaev.
Gedr. D. R. A. III nr. 168 nach der Vorlage i Frank/. Archiv. — Janssen, B. K. I nr.
•»o 897.
790 1400
1553. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt den
Bitter Budolf von Höllenstein . . . mit uch zu reden eigenlichen underwiset von der
spenne und bruche wegen zwusehen uns und Ludwigen von Lichtenberg, daz wir
zum rechten hinder dritzehn uwers rates kommen sien .... datum Schreck in
crastino beati Kyliani et sociorum eius anno 1400. Schreck 1400 Juli .9.
Str. St. A. AA. 87. or. eh.
1554. Worms an Speier : sendet die Abschriften ' zweier Briefe von Mainz und
Cöln, worin sie und die andern rheinischen Städte aufgefordert werden einen Städte-
tag zu Coblenz zu beschicken. und waz uch von den von Straszburg davon
entwurt wirt, daz wollent uns mit uwere meynunge, so ir furderlichste mogent, fur-
laszen wissen, daz wir ez dann den vorgenanten uwern und unsern eitgenoszen
basz verschriben den von Meintze mit unsere meynungen hendelingen furter ver-
schriben mögen. datum feria sexta post Marie Magdalene [1400 Juli 23]
Str. St. A. AA. 116. eop. eh. coaev.
Gedr. D. B. A. III nr. 173.
1555. Markgraf Jobst zu Brandenburg und Mähren an Strassburg: Landvogt
Dietrich von der Witenmülen habe dem König erzählt, welch guten Willen die Stadt
gegen den König und seinen Landvogt habe, dafür danke er im Namen des Königs
und bitte darin zu verharren, da der sich jetzt mit einigen Fürsten verbündet habe
und selbst für seine Sachen als von des Beiches wegen bald eintreten werde,
datum Prag ipsa die Jacobi. Prag [1400] Juli 25.
Hegest 1). B. A. III. pg. 223 Anmk nach Wencker apparatus 271.
1556- Heinrich von Bertholtzheim bekennt, dass er von der Ansprache wegen,
die er an die Strassburger gehabt . . . umbe solichen schaden und Verlustes wegen,
den ich meinde, den sy mir geton hettent uff der vestin zu Herrenstein, do sy die
vestin gewunnen, gutlich übereingekommen ist und verspricht für sich und seine
Nachkommen keine Ansprüche mehr zu erheben. geben an der nehesten mit-
wochen noch sant Jacobstage des zwölfbot ten 1400. 1400 Juli 28.
Str. St. A. Q. ü. P. lad. 166. or. mb. I. p. c. sig. p.
1557. Arnold von Berenfels der Bürgermeister und der Bat von Basel an Strassburg : 30
danken für die Aufklärung, welche sie durch Gesandtschaft und Briefe* von Strass-
burg über die Haltung der Städte auf dem Tage zu Mainz [1 Juli 1400] und die
Stellung zu dem beabsichtigten Thronwechsel erhalten haben, halten den Absetzungs-
1 Dieselben sind gedruckt D. B. A III nr. 171 u. 172.
2 Vgl. oben nr. 1547 den Brief Straßburgs an Basel vom 14 Juni.
1400
791
plan für bedenklieb und bitten, . . . wenne der tag za [janstein rergat, dai ir uns
denne verschribeu lassen! wissen, wie und in weler mftsze ir und ander nwer fründ
von demselben tage ze Lanstein geecheyden syent, and wie sich die suchen dasein»
ergangen habent etc. geben an dem necnsten zinstag vor san< Oswaidestag anno
s etc. quadringentesimo. 1400 August a.
Str. St. A. AA. 116. or. mb. I. H
Gedr. D. R. A. III. nr. 175.
1558. Hie Kurfürsten von Mainz, Cöln, Trier and Pfalz an Strassbnrg: verkünden
die Absetzung Köuig Wenzels und fordern auf, den von ihnen zu erwählenden
10 Königanzu erkennen. datum Lanstein sexla feria proxima post festum assumptionifl
»t>eate Marie virginis anno 1400. Ober la hüsteln 1400 August 20.
Str. St. A. AA. 116. or. eh. I. pat. c. 4 sig. impr. del.
Gedr. D. B. A. III. nr. 207.
1559.
folgte Wah
erkennen.
Die 3 geistlichen Kurfürsten an Strassbnrg: verkünden die zu Rense er-
1 des Pfalzgrafen Ruprecht zum König und fordern auf, denselben anzu-
datum in campis* prope Rense sabbato proximo posl festum assump-
tionis heute Marie virginis anno domini 1-100.
Str. St. A. AA. 116. or. eh. I. p. e- 3 sig. impr. del.
Gedr. D. B A. III. nr. 210.
Rense 14O0 August 21.
1560. Strassburger deutsche Aufzeichnung über die am 20 August erfolgte Ab-
setzung König Wenzels und die Tags darauf stattgehabte Wahl König Ruprechts
unter der Ueberschrift : Dis sint die [9] artickele, die die Fürsten imme riehen
habent Widder den konig Wentzelaum römischen konig zu Behemen.
[Oberlahnstein 1400 um August 21.J
Str. St. A. AA. 1 16. Fapierzettel, auf dessen Rückseite steht : ex parte regis Bohemie.
Gedr. I). R. A. III. nr. 215.
1561. Roltweil an Strassburg: bittet um Auskunft über die Absetzung und
Neuwahl des Königs und wie das alles gekommen und wie man sich dem gegenüber
Pu verhalten habe. datum feria quarta post Pelagii anno 1 100.
Str. St. A. AA. 116. nr. 25. or. eh. I. cl.
Reg. D. R. A. IV. pg. 130 Anmerkg. 1.
1 In Sachen dieser Absetzung und Neuwahl sendet Speier an Straßburg den an Main» ergangenen
Berieht des Grafen Philipp von Nassau. 1400 August 22. (Erwähnt D. R. A. III pg. 285 Anmk. 1.)
M * In andern Ausfertigungen lieisst es: datum in sedo regali prope Rense.
VI.
100
792 1400
1562- König Ruprecht an Strassburg : begehrt, ihm als neuerwählten römischen
König zu seinen gemeinnützigen Absichten zu Willen zu sein. datum Heidelberg
in die beati Egidii confessoris anno domini 1400. Heidelberg 1400 September 1.
Str. St. A. AA. 123. or. eh. I. cl.
Gedr. D. B. A. 111. nr. 211.
1563- Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg : sendet
und beglaubigt den Bitter Götzen von Grostein ... an uch zu werben von des briefs
wegen, der hinder uch und uwern frunden zum rehten lit in der sache zwuschen
uns und Ludwigen von Liehtemberg, als ir wol wissend. . . . datum Baden feria sexta
post diem beati Egidii abbatis anno 1400. Baden 1400 September 3.
Str. St. A. AA. 87. or. eh. I. cl.
1564. König Ruprecht an Strassburg : beglaubigt Emicho von Leiningen und Mar-
schall Bitter Diether von Hantschuheini als Gesandte in Sachen Beiner Erwählung,
datum Heidelberg sabbato ante nativitatis Marie. Heidelberg [1400 September 4].
Str. St. A. AA. 123. or. eh. c. cl.
Regest D R. A. 111. pg. 271 Anmk. 1.
1565- Arnold von Berenfels der Bürgermeister und der Rat von Basel an Strass-
burg: tund uch ze wissend, das uns von unseren lierren den kurfürsten zwen briefe '
gesant sint von der erwelung wegen, so si getan hand, eins nüwen künigs des hei-
ligen richs. derselben briefen wir uch abgeschriften in disem sendent verschlossen, t»
an den ir wol sehent ir meynung. und wond wir uf dem tage ze Lanstein, da sölich
sach gangen ist, bi uwer noch ander stette botten unser botschaft mit gehept hand
und üwer noch ander stetten meynunge noch antwurte nüt wissent, daz wir uf sölich
briefe ze dirre zite nüt geantwürten könnent und wir uch ouch getrüwent, sölich
briefe kommen sin, so bitten wir uwer gute früntschaft mit Bisse, daz ir uns uf 25
dieselben briefe und sach uwern getruwen rat und meynunge, waz uns uf die ze
dirre zit ze tünde sie, und ir ouch meinent ze tünde, ob uch sölich briefe kommen
sient, und ouch waz briefen uch hienach umb sölich sachen gesant werden, uns und
domitte uweren getruwen rat wissen lassen, daz wir uns ouch danach wissen mögen
ze richtende durch unsers dienstes willen und als wir uch wol getrüwent. dal um w
vigilia nativitatis Marie virginis anno etc. quadringentesimo. 1400 September 7.
Str. St. A. AA. 116. or. mb. I. cl.
Reg. D. R. A. IV. pg. 130 Anm.
1 Sind wohl inhaltlich gleich den oben unter nr. 1558 u. nr. 1559 als Regest mitgeteilten Briefen der
Kurfürsten vom 20 u. 21 August. 35
1400
788
1566. Rottweü an Strassbnrg: dankt für die früheren Mitteilungen' and begehrt
Auskunft Qber den Vertauf des von Mainz und Speier angeregten Städtetagea zu
Main/ [H Sept.] König Ruprecht bähe die Boten der schwäbischen and der Bodensee-
Btftdte auf nächsten Sonntag zur Huldigung nach Gonstanz entboten; sie werden den
I Tau besenden und etwa wissen wertes über den Verlauf der Stadt Strassbnrg mitteilen.1
daiimi Babbato post exaltationern sete crucis anno etc. 1400. moo September is.
Str. St. A. AA. 116. nr. 20. or. eh. I. cl.
Gedr. D. R. A. IV. nr. 124.
1567. Werner Spatzinger, Stadtschreiber zu Strassbnrg, an Mathias Sobernheim,
den Kanzler König Ruprechts: bittet um Portsetzung ihrer guten Beziehungen auch
nach seiner Erhebung zum Vorstand der königlichen Kanzlei. datum Argentine
Babbato ante Malhei apostoli. StratiHbury [1400 Sejttemher IS.]
sann
Str. St A. AA 116. conc. eh. latin.
Gedr. D. li. A. 111. nr. 230.
i5 15611. König Wenzel an Strassburg: ermahnt zur Treue und zur Abweisung
taller Anerbietungen seitens der abtrünnigen Kurfürsten . . . wann wir von den
gnaden gotes von stadan mit dem durchleuchtigisten fürsten, hero Sigmunden kunig
/.u Ungern etc., dem hochgebornen Josten marggralfen zu Brandeburg und zu Merhern
und andern unsern fürsten etc. mit ganezer machte gen dutschen landen czihen
20 wollen etc. geben zum Betlern des sunabends vor sand Matheus tage a. reg. boh.
;58 a. reg. rom. 25. Betlern 1400 Sejttember IS.
Str. St. A. AA. 113. nr. 85. or. eh. I. cl.
Gedr. D. lt. A. 111. nr 23G.
1569. Ludwig von Lichtenberg beurkundet, daß ihm die Stadt Straßburg freie
25 Passage über ihre Rheinbrücke gewährt habe. 1400 September IS.
Ich Ludewig herre zu Liehtemberg vergihe und bekenne, alse die erbern wisen
Imeister und rat zu Straspurj; durch früntschaft und liebe, die si zu mir habent,
mir gegünnet habent, wenne so ich selber über ir Rinbrucke rite, das ich danne und
alle min dienere, die danne zu mole mit mir rilent, und nieman anders, danne die,
die zu mir gehöreat und in mim mi'ise und brote sint, sollent vergeben über die
Rinbrucke riten. darzö haut si mir gegännet, wenne so min vflgl zu l.iehtenöwe über
ii brücke ritet, das der oder einre oder zwene sinre knehte, ob er?einen kneht oder
ZWene knehte bi ime bei, die sine knehte sint und in sime müse und brote sint, und
nieman anders ouch vergeben über die Rinbrucke söllent riten. ritte ouch minre
1 Vgl. oben de)i Brief liottweils vom 1 September.
s Vgl. unten den Brief Rottweils vom 26 Suptember.
794 1400
knehte einer oder zwene, die min wissenthaften knehte sint und in mim müse und
brote sint, in mim dienste über die Rinbrucke, die sollent zu der zit ouch vergeben
Überriten ungeverliche und alles nit anders in deheinen weg. und sol das weren und
bliben so lange untz, das es meister und rat zu Strazburg widerrüffent. und wennc
si es irem zoller uf irer Rinbrucken absagent, so sol es mir abgeseit sin, und ver- 5
spriche mich des vür mich und alle mine erben und nochkommen umbe das, daz n
mir die vorgenanten günnunge zu frünt schafften und zu liebe geton habent, das ich
daz doch darumbe gegen in meinen vürgeziehen sol, das si mir die günnunge von
rehtes wegen tun soltent oder geton hettent in deheinen weg one alle geverde. und
des zu eim Urkunde so habe ich der egenante Ludewig herre zu Lihtemberg min 10
ingesigel an disen brief gehencket.1 der geben wart an dem nehesten samstage
vor sant Mathistage des heiligen zwölfbotten in dem jor, do man zalte von gottes
gebürte dusent jor und vierhundert jore.
Str. St. A. AA. 1695. or. mb. I. pat. c. sig. pevd. delaps.
1570. Rottweil an Strassburg: der Städtetag zu Constanz* hat am 14 September 10
stattgefunden; der Gesandte des neuen Königs hat den ganzen Hergang der Ab-
setzung und Neuwahl dargelegt und zur Huldigung, der Gesandte des alten Königs
eindringlich zur Treue gegen ihn aufgefordert. Die Städteboten sind ohne Antwort
abgereist, um Vollmacht einzuholen. datum in vigilia scti Michahelis anno 1400.
1400 September 28. 20
Str. St. A. AA. 116. nr. 30. or. eh. I. cl.
Gedr. D. B. A. IV. nr 126.
1571. Heinrich zum Jungen aus Mainz an Wilhelm Metziger Ammeister zu Strass-
burg: berichtet über die Anerkennung König Ruprechts durch Köln, Mainz, Worms,
Speier und über den Empfang von Nachrichten aus Paris. datum dominica die 25
post Dyonisii martyris meo sub sigillo. [1400 Octeber 10.]
Str. St. A. AA. 116. or. eh. I. cl
Gedr. D. B A. IV. nr. 165.
Reg. Boos, Worms, ürkb. II. nr. 1079.
1572. Rottweil an Strassburg : berichtet über die Haltung der schwäbischen Städte 30
gegenüber dem neuen König und von dem abermaligen Bevorstehen einer Zusammen-
kunft derselben, datum feria quinta ante Galli anno domini millesimo quadringentesimo.
1400 October 11.
Str. St. A. AA. 116. nr. 26. or. eh. I cl
Gedr. D. R. A. IV. nr. 127. 35
1 Auf der Bückseite steht von gleichzeitiger Rand: 1) ein brief, wie man sich gegen juncher
Ludewige von Lichtenberg nf der Rinbrncke halten sol. 2) feria tertia ante diem scti. Martini epis-
copi (10 November) do wart juncher Ludewige der zoll uf der Rynbrucken mit urteil aberteilt, das
er hinan fürder zollen sol als andere, anno domini 1405.
2 Vgl. oben den Brief Bottweils vom 18 September.
1400
71*5
1573. Werner Spatzinger Strassburger Protonotar und Johannes Werder von
Esslingen kaiserlicher Notar bestätigen der Stadl Strassburg das Vorhandensein und
die Echtheil ihres königl. Privilegs vom 25 Nov. 1347 [gedr. Bd. V nr, 156.] Ober
Lelien und Pfandgüter. sub anno 1 loo die ricesima seenndi octobris.
^m t4oo
Str. St. A. AA. lad. 4. nr. 6. or. mb. sine sig. mit llandzeidien
1574. Arnold von Berenfels der Bärgermeister und der Rat von Hasel an Strass-
burg: als ir uns vetzuni rerschribeo hand von der sach wegen des nüwen kunigs,
haben wir wol verstanden und dangkent üch mit flisz des guten willen und der
lo liiinlschalll, so ir zu uns habend, der wir ze dienst gegen üch und den üweren nit
vergessen söllent noch wellent. und wand die sach vast grosz und ernstlich ist und
guter bedengknüsse in der notdürftig sint, so köndent wir üch by disem üweren
botten uff die als snelliklichen unbedacht unser meynunge nit gentzlichen verschriben
lassen wissen, als üwer wisheit daz wol verstät. darumb so wellen wir fürderlichen
15 mit guter bedachtnüsze über die sach sitzen und uff die ze rat werden, wazz uns
tin der notdürftig und uff daz beste sie ze tünd, und wezz wir ze rat werden, wellen
wir üch lassen wissen, so wir schierest könnent. denne von der bottschafft wegen.
so ir zu uns meynent ze tünd, als wir üch gebetten hand, dangkent wir üch ouch
mit (lizz und bittent üch der nit ze vergessent. datum sabbato ante Symonis et
■ Jude anno etc. 1400. 1400 October 23-
Str. St. A. AA. 116. or. mb. I. cl.
Beg. D. B. A. IV. pg. 140 not. 1.
1575. König Wenzel an Strassburg: ermahnt «solchen frömden sachen» gegen-
über «so die kurfursten an dem Reyne, herezog Clemmen von Beyren wider uns
" und das reiche frevelichen ufgeworffen und erhaben liant, doran sie gen uns und dem
reiche erloze und trewloze worden sind, . . . denen er aber mit Hülfe der befreundeten
Fürsten und böhmischen Landherren erfolgreich zu widerstehen hoffe, zu ausdauernder
Treue und erwartet ... zu das ir im (dem Landvogt Ditrich von der Weitenmülen) mit
ewer macht zu cziehen und im geraten und beholffen seit bis uff unsere zukumft gen
deutschen landen. geben zu Präge des suntages vor sand Symon und Band Judas
tag. a. reg. boh. 38. reg. rom. 25. 1400 October 24.
Str. St A. AA. 113. nr. 84. or. eh. I cl. c. sig.
Gedr D. B. A. III. nr. 238.
1576. Die Strassburger Gesandten : Heinrich von Mülnheim, Thomas von Endingen,
Ulrich Bock und Rülin Barpfennig an ihre Stadt : haben in Mainz Nachrichten ein-
gezogen, welche sie mitteilen, und zeigen an, dass sie anderntags zu Wasser nach
Frankfurt reisen wollen. datum feria seeunda post cenam ante diem sct. Symonis et
Jude anno 1 100. 1400 October 25.
Str. St. A. AA. 123. or. eh. I. cl.
Qedr. D. B. A. IV. nr. 166.
796 1400
1577- Die Strassburger Gesandten Heinrich von Mülnheim, Thomas von Endingen,
Ulrich Bock, Rülin Barpfennig an ihre Stadt: berichten ausführlich ober die Frank-
furter Unterhandlungen der Städte: Cöln, Mainz, Speier mit König Ruprecht, von
der Haltung Nürnbergs, der Lage König Wenzels in Böhmen, von ihren noch bevor-
stehenden Unterredungen mit den königlichen Räten zu Mainz am 30 October etc. . . .
besigelt mit Thomans von Endingen ingesigel von unser aller wegen. geben uff dem
Mön by dem zoll zu Höchste uff dem wasser an der mitwochen vor Symonis et Jude
anno domini 1400, doch wart der botte erst von uns gevertiget uf Symonis et Jude
früge. ouch lieben herren bestellent, daz wir die pferde uf disen künftigen dunrestag
zu Wormsze haben. Zollhaus bei Höchst 1400 October 2?]»S.
Str. St. A. AÄ. U6.i or. eh. I. cl.
Gedr. D. R A. IV. nr. 167.
1578. Die Straßburger Gesandten* an Straßburg: berichten über den Einzug
König Ruprechts in Mainz und die Unterhandlungen daselbst wegen Bestätigung
der städtischen Privilegien und die vorhergehende Verhandlung von zwei genannten is
Bevollmächtigten des Straßburger Bischofs Wilhelm mit König Ruprecht u. a. m.
[Mainz 1400 October 30.]
Also unser herre der künig uff hüte samstag zu Mentze inreit, indemme schulten
des küniges rete noch uns, daz wir kernen zu den Bredigern. daz dotent wir und
koment dar. do koment her Johan von Talberg, her Rudolf von Zeissekeim der 20
probest, der do ist des küniges pfaffe, und her Malthis des küniges oberster schriber.
so was ouch do her Heinrich zürn Jungen, den hettent des küniges rete dar gebetten.
do bolent wir in ouch. und vingent die an und rettent mit uns, also vor an üch und
uns ettewie dicke gevordert ist worden, darzü antwurtetent wir und seitent, daz wir
von unserme herren dem künige begertent, das er uns unser friheit bestetigete, noch 25
demme wir die von keysern und künigen und ouch von künig Wentzelaus hettent.
unde besunder, also wir die friheit in ein nottel hettent geton zeichen, do frogetent
sie uns, obe unser friheit briefe öbene 3 stündent, also die nottel wisete und abe (!)
wir ützit darzü gesetzet hettent. do sprachent wir: «Jo wir hant etteliche wort fürbasser
lossen dorin schriben, derselben wort wir ouch in andern briefen gefryet sint. und 30
umbe eine luterunge und ouch uuibe daz, so wir harnoch unser friheit zögende
wurden, daz wir unser friheit in eime briefe hetten und nit dörffent vil briefe wider
und für füren.» do frogetent sie uns noch den zügesetzeten worten und dotent uns
die briefe zögen, die wir über die stücke hettent. daz dotent wir und zugeteilt in
vidimus derselben brife unde lusent in die. do verstunden sie zu stunt, daz die briefe m
die stücke nit also luter seitent, also sie in den notteln begriffen sint. und retent
uns wider die stücke vil unde vaste. züleste sprochent sie, sie woltent es bringen
1 In d. D. B. A. irrtümlich AA. 111
2 Vgl. die Namen in den beiden vorigen Berichten nr. 1576 u. nr. 1577.
3 = eben, genau.
1400 797
an iinscrii herren den kunig and boten! uns in unsers herren des kitmget her berge
noch dem vinhisse trotten, das dotent wir Dil gerne, do sprach her Heinrich heimlich
zu uns, er wolle uns in ein sunder gemach diin, do die tele würden zu uns kommen.
und also koment wir noch dem ymbissc in hern Heinriche« husz, do der kunig inne
» zfl herberge ist. do schütte der konig zfi uns in eine kanuner den bischof von Mentze,
den hertzogen von Lothringen, grofe Philipsen von Nassowe und hern Johan von
Talberg, do was her Heinrich zürn Jungen by uns. die herren vordertent aber an
uns, wir soltent dem kiinige gehorsam diin, so wolle er uns unser fryheit bestetigen,
was wir der hellen, also er ouch den andern stetten geton hette. do vordertent wir,
i° also wir vor zii den Bredigcrn gefordert hettent. do sprochent sie, der künig helle
sieh mit den kurfursten underret und wen: mit den zu rote worden, daz er den
stetten in solicher mossen ir friheit bestetigen solte, also sie sü vor hetten und
anders nit. und botent uns, unserme herren dem künige nit vürbasser anzemötende
oder ■/.{', suchende, wanne, wo er einer stat vürbasser dete danne der andern, du
I» brehte ime grossen gebresten von andern stetten und Unwillen gegen den kurfursten
und sprochent, wir soltent unserme herren dem künige glöben und getruwen, wände
er ein biderber fürste were; wir hettent doch dem ersten sime briefe glöbet und
getruwet, dem doch nit also wol ze getruwende ist also diseme. und wenne di.-e
sachen vergingen, hettent wir danne keine gebresten, den solten wir ime vürlegen,
M wir soltent an ime empfinden, daz wir ein gnedigen fürsten an ime hettent. wir
koment abe unser sachen nit und tribent daz wider und vür bitz in die naht, zfileste
habent wir es darzii broht und kundent es nit neher gebringen in dehein weg danne,
da/, man uns den brief, also ir in habent geton machen, besigeln wil und bestetigen,
uszgenommen von des zolles wegen das wort «unwiderrfiffeliche», daz künnent
' eh mogenl wir nit darin gebringen, man wil uns aber gerne ein sundern brief mit
der majeslat über den zoll geben und sol der brief ston, daz uns unser herre der
künig den zoll bestetiget ., und soll weder «widerruflich» noch «unwider-
rüfflieh» nit darinne ston. es sol ouch nit do inne ston, also die ersten briefe
besagent. domitte meinet her Heinrich und andere, daz es gnüg sy. darzü hant die
so herren und ander des küniges rele gesprochen und hohe geretd, daz unser herre
der künig selber gesprochen habe, daz wir den zoll billiche haben, er wolle in uns
ouch nöte nenunen. und wenne diso zit vergot, so sollent wir ime wol getruwen;
begeren wir dovon ützit an in, wir sollen in gnedig rinden.
Sodanne von dos Übertrages wegen, also wir mit dem bischofe und cappitel über-
ü tragen sihl, darüber künne er uns keinen brief gegeben und daz cappittel betent in
danne ouch darumbo. wanne in die darumbe bittent, es sie müntlich oder mit
brieten, so welle er uns gerne ein brief darüber geben, daz ist uns versprochen
zu diinde.
Wissent ouch, do wir uff disen vergangen zinstag gen Franckfurt koment, daz
4" do desselben molcs hör Heinrich von Wachenheim und Heinrich von Fleckenstein
ouch koment ingeritten, und wissen! wir nit anders, wanne, daz sie von des bischofes
wegen by dem künige worent. was sie aber by ime dotent oder was sie wurbent,
wissen! wir nil. sie scilenl uns ouch nit, wiewol sin hy uns woren. und do wir also
798 1400
hüte zu den Bredigern mit des künigs reten in gespreche worent, do soitent sie hern
Heinriche zürn Jungen und uns, das der bischof dem künige gehuldet hette und ime
geton, was er solte, daz den künig wol mitte begnüge!, wir vcrstont aber nit anders,
danne daz sin heimlich hulden uns gespan und hinderunge gebrolit het grosliche,
und das unser sache gar rihtekliche were dargangen, wer sin heimlich hulden [nit]1
gewesen, das uns bicz hüte verswigen ist, [das uns allen an ime vaste missevellet].*
Wir redent ouch morne fr&ge mit dem hertzogen von Lutringen von Erh;ul
Hanses und sins sünes wegen. 3
Str. St. A AA. 123. ohne Schnitt und Siegel4; nach Inhalt und Handschrift von detiselben
3 Gesandten, von denen das Schreiben vom 25 Oct. u. 3 u. 8 Nov. unterzeichnet ist.
Gedr. D B. A. IV. nr. 169. — Vgl. dort die zugehörige Anmerkung.
1579. König Ruprecht nimmt Strassburg, das ihm gehorsam sein will, in seinen
und des Reiches .Schirm und macht der Stadt, zusammen mit den drei geistlichen Kur-
fürsten gewisse Versprechungen. datum uf den suntag vor allerheiligentag etc.
anno 1400.
Die Straßburger Ausfertigung dieses gleichlautend an viele Städte erlassenen Schutzbricfrs
liegt im St. Arch nicht vor ; ein Coticept oder Copie bewahrt ilas Würzburger Kr.
Ar. Mainz- Aschaff. -Ingross B 13 fol. 212 "• b
Gedruckt nach der Kölner Atisfertigung D. B. A. IV. nr. 158.
1580. Instruction für die bei König Ruprecht befindlichen Straßburg er Gesand- ?o
ten. [1400 zivischen October 31 u. November S.J
[1] Item gedenckent an die botschaft, die die von Nurenberg den von Ment/.c
geton hant.
[2] Gedenckent ouch, daz ir mit den botten redent, was sü gerihten . künnent
oder mügent durch zweier oder drier tage, [die sie dann dort] s deste lenger sient, daz m
sü daz tiint. wer es aber, daz daz nit gesin möhte, daz sü denne einen under üch
oder zwene do loszent, die die sache vollendent, durch daz daz wir nit anderwerbe
hinabe bedürften senden, und nit ensehent an 100 guldin.
[3] Gedenckent an ein steinbockin vingerlin.
[4] [Gedenckent an die külhute. item an den kleinen rot.] ''• 30
Str. St. A. AA. 114. not. eh.
Gedr. D. B. A. IV. nr. 170.
1 Fehlt in der Vorlage.
8 Gestrichen in der Vorlage.
3 Vgl. unten den Brief Kg. Ruprechts an den Herzog von Lothr. v 8 Nov. „
4 In d. D. R. A. irrtümlich AA. 114.
5 Diese Worte felüen in der Vorlage.
6 Diese unten verkehrt und abgesondert stellenden Worte gehören vielleicht nicht zu dieser Instruction.
1400
709
1581. Diodroi Slrassburger Gesandton Mülnheim, Kndingen und Barpfennig an ihre
Stadt: König Huprecht i.st in Worms eingezogen, will nach Heidelberg; König Sigmund
und Wenzel sind in Frag in Feindschaft von einander geschieden, mehrere Reichsstände
haben Wenzel widersagt, feria quarta post diem festi omnium sanetorum anno 1400.
1400 November .7.
Str. St. A. AA. 123. or. eh. c. cl.
Gedr. Wenckcr collecta arch. 405.
Gedr. D. B. A. IV. nr. 171.
Reg. Boos, Worms. Urkb. II nr. 1086.
1582. König Ruprecht bestätigt der Stadt Straßburg den Rheinzoll.
Heidelberg 1400 November 7.
»Wir Ruprecht von gotes gnaden romischer künig zu allen zijten merer des richs
ekennen und dun kunt offinbar mit diesem briefe, daz wir haben angesehen stete
und truwe dinstc, die uns die bürgere der stad czu Strassburg unser und des riebfl
15 lieben getruwen offt nuczlichen getan habent, dün sollent und mogent in künf-
tigen zijten. darumb so haben wir den furgenanten burgern und der stad Straszpürg
den zolle mit Damen : die viere thornose, die sie by yn haben off dem Rine von yedem
fuder wyns und ander kauffmanschaft nach marczale, der yn vor gegeben ist von
romischen keysern und künigen unsern furfarn, bestetiget und bestetigen yn den mit
so krafft dijs brieffs ane alle geverde. und haben yn darüber zu Urkunde diesen unsern
brieff gegeben, versiegelt mit unser romischen königlichen majestad ingesiegele. geben
zu Heydelberg off den sontag nach allerheiligentage nach Cristi geburte dusent und
vierhundert jare, unsers richs in dem ersten jare.
[Auf dem Bug] Ad mandatum domini regis Johannes Winheim.
2.'> [In verso] R. Nicolaus Buman.
Str. St. A. AA. lad. 4. nr. 4. or. mb. pat. c. sig. regis laeso.
1583. König Ruprecht an Straßburg: ladet ein zur Teilnahme an einem Tage
der Elsässischen Städte, den er in Straßburg abhalten wolle.
Heidelberg 1400 November 7.
3° Ruprecht von gots gnaden römischer
kunig zu allen zijten merer des richs.
Creamen wijsen unser und des richs lieben getruwen. wir han unsern und des
richs stedten in Elsasz geschriben, daz sie etliche yr treffliche fründe usz yren reten
mit macht uff mitwoch nehst kumpt zu abent zu Straszburg haben uff den dunrstag No».to.
35 sant Martinstag fruw by unsern reten doselbst zu sin, die wir alsdann auch meynen w. u.
da zu haben, von denselben unsern reten unser meynunge in unsern und des richs
Sachen zu verneinen und gein uns darinne zu dun, als sie billich dön unde wir yn
»etruwen. begern wir mit ernst, daz ir uwer frunde usz uwerm rade uff den obge-
VI.
800 1400
nanten durnstag by denselben unsern reten by denselben reden (!) wollent haben und
daz ir der vorgenanten stedte frunde daran wiisen wollent, so ir beste mogent, daz
sie in den sachen uns willig sin und ane furczog und indrag dun, als sie uns als
eyme romischen konige billich dun sollent. daran bewisent ir uns auch besunder
danckneme behegelichkeit. geben zu Heidelberg uff den sontag nach allerheiligen-
tag nach Cristi gebürte dusent und vierhundert jare.
Ad mandatum domini regis
Mathias Sobernheim
[In verso] Den ersamen unsern und des richs lieben getruwen meistere und
rate zu Straszburg.
Str. St. A. AA. 126. or. eh. I. cl.
Reg. D. R. A. IV. pg. 198 Anmerk. — Benutzt Strobel, III, 61.
15(54. Die Straßburger Gesandten an ihre Stadt: berichten über Verhandlungen
mit den königlichen Räten und dem König zu, Heidelberg.
Heidelberg 1400 November 8. \b
Lieben herren. wir embieten üch unsern gewilligen dienst, also ir hern Ulrich
Bock wider zu uns gevertiget hant, der het uns wol geseit, wie er von üch
gescheiden ist. und hant dovon also gestern und hüte mit unsers herren des kuniges
reten geretd und getedinget so vil, daz es blibet noch uwer und unserme willen, und
daz uns daz besigelt und bestetiget wurt. und geschach die rede und tedinge in gegen- 20
wertikeit des burggrofen von Nürenberg burggrofe Frideriches, hern Rafans des
bischofes von Spire, grofe Emiches von Liningen, des grofen von Veldentze, des von
Talberg und andere, und do unsere sachen sieht wurdent, do fürtent uns dieselben
rete vür unsern herren den römschen künig. und wart vor demme erzalt alle dinge
glich, also es uszgetragen ist. do hiesz 'es uns unser herre der künig verbriefen und «s
besigeln, also wir üch das und anders wol vollekliche sagen unde erzalen sollent
und wollent, so wir by üch kommen, do das erging, do wünscheten wir erste dem
künige glückes, und hüb do der künig uff und rette mit uns : er were geneyget zu
friden und bitt uns, wir soltent ime dar zu helffen friden machen, so wolte er uns
ouch helffen, daz kein unfride in dem lande were ; und andere vil gnediger wort, und so
under andern Worten do seite er uns, daz er den richesstetten in Eylsasz ein tag
Nnv. ii. in uwer stat bescheiden hette uff disen nehesten dunrestag. dar wolte er zu in sine
fründe und rete schicken und mit namraen sin vitztüm Hanneman Jöler. und bat, uns
üch ze bittende, uwere erbern hotten mit sinen reten zu der richesstette botten ze
schickende und uwere fürderunge und ernest darzu ze kerende. und meinde üch darumbe 35
ze schribende. und bat uns, üch ouch von uns daz ze schribende. dez antwurtetent
wir, daz wir das gerne dün woltent. und also so duncket uns gut und nütze sin, daz
ir daz tügent. und danckent dem vitztum Göler, wenne er sich früntliche in uwer
Nov. 7. sachen bewiset het. und diese sache ist uff disen sunnentag zu naht zu Heidelberg
14ÜO
801
geendiget und boffenl wir, daz uff mentag uns unser brife gevertiget werdent. geben
an d(!iii mentage frage vor Martini anno 1 100.
Heinrich von Mülnheiin, Thoman von Büdingen
■i
rittere, Ulrich Bock und Rftlin Barpfennig alt-
amma(n)meistcr uwon; holten etc.
[In verso] Den fürsichtigen wisen dem meister ande dem rote der stelle zu Strosz-
burg unsern liehen herren.
Str. St. A. AA. 123. or. eh. I. cl.
Gedr. D. Ii. A. IV. nr. 172. — Vgl. dort die Anmerkungen.
io 1585. König Ruprecht an Herzog Karl von Lothringen: uns haut unsere liehen gelruwen
ineisler und rat von Strazburg vürbraht, das Arnoll von Sink /.wem; ire mithurger
gevangeo habe: Erhart Hensz und Claus Erhart sin ran. wanne nü derselbe Arnolt
von Sirck din man und dienor ist, herumbe begeren wir und bittent dich fruntlichen
mit ganlzem ernst., das du mit im wellest reden und bestellen, das er die obgenanten
15 zvvTiir bürgere von Strazburg irs gefengnisz und ir gut genzlichen lidig sage umbe
unsern willen . . . Habe er wirkliche Ansprüche, so wolle der König ihm bei der
Stadt. Hecht verschaffen, . . . wanne die von Strazburg ouch zügesaget habent, duz
sie uns gehorsam tön und gewarten wellen .... geben zu Heydelberg uf montage
vor sunt Martins tage in dem jare etc. 1 WO, Heidelberg l 100 November S.
Str. St. A. AA. 125. or. eh. I. cl.
N lieg. 1). Ii. A. IV, 197 Anmerkg.
1586. König Ruprecht bestätigt der Stadt Straßburg ihre alten Privilegien be-
treffend ihre Güter, Kaufmannswaren, Schiffahrt u.dergl. Heidelberg 1400 UTovombai 8.
Wir Rüpreht von gottes gnaden römischer kunig zu allen zyten merer des
riehs hekennent und ti'int kunt offenlichen mit disem briefTe allen den, die yn ane-
, sehen! oder hörenl lesen, das wir habent anegesehen stete and truwe dienste, die
uns die bürgere der stat zii Straszburg unser und des richs lieben getruwen olTte
nützlich geton habent und tun söllent und mögent in künftigen zyten. darumbe so
habent wir zu einer glichnisse römischer keyser und künige unsere vorvarn die vor-
genante stat Straszburg und alle ire bürgere und inwonere in unsern sehinne und
p gnade empfangen von der fryheit unser hohe und derselben stal CO Straszburg gün-
nent wir und bestetigent yn eweclichen, wo derselben statt bürgere eygenschafft oder
deheinre bände gfttere besitzent, daz nieman erloabt sye von ir eygenschall't oder ir
gute wegen oder von iren löten dheinen dienste zii nenunen oder zii fordern oder
dhein bürde, bette oder sture äff sie legen, und sollent sie und alle Ire bürgere
I wimne und weide nutzen und nieszen in allen stellen, wo sie gesessen sint, oder do
sie ire guten; ligende hanl, one mengliches Widerrede, darzii setzen wir, geben und be-
stetigenl mit unser königlicher gewall den uffsatze und das rehte, das dieselben
bürgere von Straszbarg gehabl haben! von römischen keysern und künigen unsern
orvarn Lolhardo und Philippo und keyser Karlen etc. seliger gedehtnisse und
802 1400
Wentzelaus künig zu Beheim und zu zyten römischen künig, daz dhein undor yn
geirret oder geleydiget werde yemer von dheinre personen geiselilichen (!) oder welt-
lichen oder vor gerihte geczogen oder geladen werde usz der statt Straszburg oder
von yeman getwungen werden umbe sine eygenschafTt oder umbe sine götere yeman
zu antwurtende. wanne hat ieman, wer der ist, nieman uszgenommen, gegen ir 5
dheine clage oder anesprache, do sol er yn ansprechen innewendig der vorgenanten
stette Straszburg vor derselben stette rihtern, und sol ouch do er yme antworten
und volletün.
Wir1 legent ouch zu dem vorgenanten ulTsatze der obgenanten unsere vorvarn
seligen und witternt und bescheident genediclichen von unser römischen künig- ,«
liehen gobe, daz der vorgenante uffsatz nit alleine sye zu verstünde von gutern. wir
wellent yn breiten und stereken yn ouch an ein yegliche anspreche, die man möhte
haben an ir personen. darzü verlihen wir und günnent yn von unserm küniglichem
gewalte, daz ir koufflüte, die uff wasser farent, an weliche stat die schiffunge kom-
ment. und were es, daz von geschihte die schiffunge breche oder uff den grünt kerne, 15
die also mit irem g.'ite verfallen sint, die söllent keinen schaden lyden an iren gutern
und söllent darumbe nützit gebunden sin zu gebende von gruntrüre wegen, und sol
die schiffunge und der schifflüte gutere behalten sin, den, die sie vor anhörte, ee die
gruntrüre geschach. und sol darwider niht sin dhein gewonheit der stette oder der
gegene, do die gruntri'ire geschiht. .#,
Den vorgenanten burgern von Straszburg günnen wir und bestetigent mit
unser romischen küniglicher gewalt, daz sie von allen unrehten zollen, von wem
die uff gesetzet sint, uszgenommen der zolle, die von uns und dem riche gent, fry söllent
sin und uszgenommen, daz sie sich schirment wider ir betröber und anefechter, es
sye uff wasser oder uff lande, umb das daz sie sich also schirment gegen iren ane- 25
fechtern und betrubern, do mit erezürnent sie uns nüt und vallent ouch darumbe nit
in unser ungenade.
Wir geben in ouch die gnode und fryheit, daz sie mögent in ir stat Straszburg
setzen und entsetzen alles, das sie erkennent und truwent, das ir stette nütze und
gut sie on menglichs Widerrede, darüber alle die reht und fryheit, alle ire lehen, 30
pfantgütere und widerköuffe, die sie numole habent oder hernoch gewinnent, mit
welicher formen oder worten sie bescheiden sint von römischen keysern und künigen
unsern vorvarn, die der vorgenanten stette zu Straszburg und iren burgern, wo die
sint, und iren inwonenden verluhen und gegünnet sint und ir ere und derselben
bürgere zu Straszburg gewonheit von alten zyten römischen keysern und künigen 35
unsern vorvarn, die dieselben bürgere und ire vorvarn gehabt und gehalten hant
und ouch ir gewonheit, die sie herbroht hant, bestetigent wir von unser römischer
küniglicher gewalte mit disem gegenwertigen brieffe.
Wir wollen ouch, das die bürgere von Straszburg sient in allen den rehten, eren
und uffsetzen, als sie von römischen keysern und künigen unsern vorvarn gehabt 40
und gefryet sint.
1 Wo unser Druck Absätze hat, zeigt die Vorlage im Copialbueh rotgemalte Initialen.
1400 803
fit setzen miil gebietten ouch vestecHchen mit unser kuniglieheu gewito, das
dheioe mensche, es sye hohe oder in der geistlichen oder weltlichen, «lern diaer
unser gunst and bestetigunge ( — ?) erlaube sie zu brechende oder mil feveler getorstikeit
getöre getnn. wer darwider dete, der bo) geben drissig pfunl golez, and boI du halbe
:, Valien in unser cainmer und das ander halbe, den das unrelil geschehen ist. mit
mkunde dis brieffs versigelt mit unserm römischen käniglichen majestal ingesigel.
geben sfi Heidelberg off den mentag vor sunt Martinstag in denn jare, als man
schreibe Dach Christi gebürte dusent und vierhundert jare unsers richs in dem
ersten jare.
Str. St. A. AA. ö(>. Briefbuch fol. 29/30. cop. mb. coaev. Darüber mit roter Schrift die
Ueberschrift : Daz die statt von Straszburg und ihre bürgere deheine dienste, bette
noch stüre sollent geben von iren gutem etc.
U
15117. König Ruprecht1 an Straßbarg: teilt mit, daß er nach Speier komme,
und fordert auf, dorthin oder nach Germersheim die Bestätig nngsbriefe zur Vornahme
der Besiegelang durch das Majestälssiegel zu schicken. Heidelberg 1400 November 14.
Wir Ruprecht von gots gnaden romischer konig zu allen czyten merer des richs
enbitden den ersamen meister unde rade der stat zu Staszburg unsern und des richs
lieben getruwen unser gnade und alles gut. lieben getruwen. wir laszen och wiszeni
daz wir meynen uff fritag nebst kumpt zu Spire inne zu ryten und der von Spire sov.t».
m gehorsamkeit inne zu nemen. herumbe begern wir, daz ir uwer frunde uff fritag nehst
kumpt zu morgen zu Spire oder uff denselben fritag zu nacht by uns zu Germersheim
haben wollent mit uwern bestetigungsbrieffen, daran wir unser majestat ingesigel
wollen laszen hencken, die wir uch mit unserm kleynen königlichen ingesigel für
vcrsigelt geben ban. so wollen wir unser majestat ingesigel, daz nu bereit ist, daran
a-, laszen hencken und uwern frunden entwurten uff fritag nehst zu Spire oder zu
Germersheim und auch unser und unser kurfursten versigelten bystantsbrieff, darumbe
uwere frunde für mit uns gcredt baut und von uns gescheiden sint. und meynen
also von Germersheim fürte uff hin zu ryten und uff mantag von morne mantag
über achte tage by uch zu Straszburg inne zu ryten und uwer gehorsamkeit zu .%■„„. tx
30 enpfbaen. herumbe laszent uns mit diesem unserm bodten verschriben wissen, ob ir
uwere frunde in solicher maszen by uns zu Spire oder zu Germersheim haben wollent.
geben zu Heidelberg uff den sontag nach sant Martinstag nach Cristi geburte
dusent und vierhundert jare unsers richs in dem ersten jare.
Ad mandatum domini regis
n Mathias Sobernhcim
1 Aus einem undatierten Briefe Kg. Iiupr.'s an Straßburg ist (nach Hetht de obsidione lä) mitge-
teilt D. R. A. IV. pg. l'Jl) Zeile 34: dilcctionem vestrara cupieutes nou latere, qnod inclitorum prac-
decessorum nostrorum divorum Uomanorum regum solito more insigne oppidum Franckefort prope
Mogenum diocesis Mogunt sex septimanis et tribus diebus numerosa prineipum. magnatum et pro-
.ii) cerum sacri imperii nobis assistente militia tinna obsidione vallavimus ; qua feliciter peraeta in prae-
fato oppido et in aliis adjacentibus fortalitiis gloriose suseepti snmus
804 140O
[In verso) Den ersamen unsern und des richs lieben getruwen meistere und
rade zu Straszburg.
Str. St. A. AA. 123. or. eh. I. cl.
Reg. Ii. R. A. IV, 199 Z. 20. — Ebenda ist aus dem Str. St. A. ein von mir nicht auf-
gefundener Brief erwähnt : Landvogt Friedrich von der Witenmüle an Straßburg : sendet t
der Stadt den [nicht erhaltenen] Brief König Ruprechts und bittet, demselben gemäß zu
handeln... daz ich ime das von üch zft rftraen habe und ich besunder umbe üch
verdienen will . . . datum feria sexta ante sete. Cecilie Virginia anno 1400. — 1400
November 19.
1588. Die Strassburger Gesandten Ulrich Bock der Junge und Rülin Bar- i0
pfennig an ihre Stadt: berichten vom Einzug König Ruprechts in Speier und
Unterhandlungen wegen Nichtzulassung der Aechter gelegentlich des bevorstehenden
Einzuges in Strassburg. . . do unser herre der kunig üwern und unsern ernest
ersach, do antwurtete er uns : sit es nit unser gewonheit were, so wolte er
es uns erlossen. daruf dunket uns gut, daz ir nit enlossent, ir diigent an sunnen- 15
tage fruge ein gebot, daz kein ehter in üwer stat kome noch sie nieman halte,
huse noch hofe, noehdemme üch das allerbest dunket. danne er meinde, keine debein
ehter ungeverliche mit ime hinnin, den solte man zu stunt heissen wider
hinweg gon etc. [1400 November 10.]
Aus Wenekers (nicht mehr vorhandenen) Exceipten 2,376 mitgeteilt in den 1). R. A. IV, n
nr. 173. vgl. dort über die Datierung.
1589. Bottweil an Strassburg: uns ist fürkomen, wie das der nuw künig ietzo
uf dis zit zu üch in üwer stat Straszburg geritten sye, und das ir in ouch enpfangen
habint und im mainent ze hülden und für ainen romischen künig ze halten. . .
fragen an, ob das wahr sei und . . . wie oder in weihen weg ir das getan habent. n
datum feria quarta ante Katherine anno 1400. 1400 November 24.
Str. St. A. AA. 116 nr. 27. or. eh. I. cl.
Erwähnt D. R. A. IV. pg. 198 Z. 45.
1590. König Ruprecht an Strassburg: . . . uns ist fürkomen, als wir uch das
auch vormals han geben zu versten, wie daz Hans von Schonecke da bii und damit sii 30
gewesen, daz Heinrich Kemerer rietter unser lieber getruwer, als er in unser botschafft
reyde, gefangen ist worden, des haben wir Heinrich von Fleckenslein, den man nennet
den Graszer, unserm dienere und lieben getruwen ernstlich enpholhen und ym follen
gewalt geben etc. dem obgen. Hansen von Schonecke und sinem gute zu zusprechen
von der obgen. sache wegin an dem geriechte zu Straszburg. . . . und begehrt des- 3-.
halb, dass die Stadt seinen Bevollmächtigten in jeder Weise unterstütze. geben
off den fritag nach sant Katherinentag der heiligen junckfrauwen nach Gristi geburte
1400 jare, unsers richs in dem ersten jare. 1400 November 26.
Str. St. A. AA. 126. or. eh. I. pat. c. s. i. vers. impr.
1400 805
trassburg: wir bcgcrn mil ernste, das ir unser lieben
andchligen den apl und den convent desz dosten zu Nuwenburg grawes ordens bij
llagenauwc gelegen laszent cnlpliollien sin. und liellenl oder gewünnent sie ichtis zu
schaffen vor ach oder uwern gerihten, daz ir ien dann desz glichen und desz rehten
vorderlich beholffen sient. daz ist uns von neb sanderlich zn danke. datum Wissen-
burg feria sexta post Catherine Virginia anno domini 1400 regni vero oostri anno
primo. Weisaenburg 1400 November 20.
Str. St. A. AA. 126. or. eh. I. cl.
1592. Sirassburg an Rottweil: antwortet auf den Brief vom 21 November, da —
io die Stadt dem Könige Ruprecht anhänge, weil wir ansahen ... die biderkeit, fride-
lichkeit und gerecht igkeit, die unser herre der nuwe künig an ime het, von der wir
vil und lange gehört haben . . . datum sabbalo proximo post die sete Katharine vir-
ginis anno etc. 1400. 1400 November 27.
Nach Wencker, appar. 272.
,:, Vgl. D. B. A. IV. pg. 199 Z. 33 u. die Anmerk. dazu.
15!)."}. Ausgaben gelegentlich der Anwesenheit König Ruprechts in tilraßburg.
1400 November 29.
Künig Ruprehtes schenck, als er hie gewesen ist.
Anno domini 1 100 feria seeunda, que est vigilia seti Andree apostoli, als kunig
h Ruprecht hie was, ist im geschencket drü föder wins, zeheo pfände wert visch, ein sm.n
saline und hundert vierteil habern. frowe Adelheiten der ki'inigin zwei füder wines,
zelien pfunde wert visch, ein saline und fünfftzig vierteil habern. den vier hertzogen
iren sunen icgclichem ein silberin dach, den drien hertzögin iren döhtern Jeglicher
ein guldin düch, dem hertzogen von Lothringen irem dohterman ein füder wins
2.r> drn pfunde wert visch, ein sahne und drissig vierteil habern. item hern Raban bischoff
zu Spire irem obersten cantzler ein halp föder wins, zwei pfunde wert visch, ein
sahne und zwentzig vierteil habern. item iren spillüten und loiflern wol zwentzig
guldin und von dem dinge allen zu tragen, zu messen, zu füren und in alle ander
wege, das ist alles zusammen geslagen und düt die summe miteinander drühundert
ko sübenlzig guldin 28 lib. 4 sol den.
Anno domini 1 100 feria seeunda post Martini episcopi. item zu costen gen Nm. it.
Mentze, gen Franckfurt und gen Heidelberg zu dem nüwen künige, nemlich künig
Ruprecht : 12 lib. 21 sol. 3 den. und 163 guldin; item her Johanns von Mülnheim
10 nutze vier pferden ; item her Thoman von Findingen tantundem;' item Ulrich Bock
■ dem jungen tantundem; item her Rülin Barpfennig; item her Wernher Spatzinger
tantundem ; item dem koch 1. lib. uff die zit hat kunig Rüpreht der stat ir friheit
1 Es steht hier die Abkürzung: tm.
not
l'ebr. IS
806 1400
bestetiget und stet im costbueh nit geschriben, das ützit umb die friheit geben sy,
doch meint man, es sy in die egmelt sume des costens gerechnet.1
Str. St. A. AA. 66. Briefbuch B. fol. 1 unmittelbar folgend auf das Anfangsblatt mit
einer künstlerischen Stiftzeichnung der Madonna mit dem Kinde.
Gedr. Hegel, Königsh. II, 1049. s
1594. König Ruprecht an Strassburg: laszen uch wiszen, das wir mit Arnolt
von Syrke ritter müntlich gerett und auch die unsern hant dün reden, als von der
zweier wegen, die er uch abgefangen hat, daz er yn wil ziele geben bisz vastnaht
nehst kompt uff bürgen, und wil hieczwuschen einen gutlichen tag mit uch leisten
vor uns oder an gelegen stetten ... bis dahin soll Friede herrschen. datum Ma- 'o
guncie crastino Andree apostoli anno domini 140Ü regni vero nostri anno primo.
Mainz 1400 December 1.
Str. St. A. AA. 126. or. eh. I. cl.
1595. Adelheid von Veldentz, Frau zu Lichtenberg an Strassburg: beklagt sich
abermals über die Verpfändung von Lichtenau. datum in vigilia Nicolai anno 1 100. u
1400 December 5.
Str. St. A. AA. 1696. or. eh. I cl.
Ibid. 2 Briefe desselben Inhalts vom Jahre 1401.
1596- König Ruprecht an Strassburg: ... als ir uns geschrieben und gemanet
hant an die kaüfflüte üwere bürgere, die hinder Arnolde von Sircke gefangen sint, da o
haben wir für selbes angedacht und mit dem selben Arnolde davon geredt, daz er
"•' denselben gefangen wil zil geben biz vahssenacht . . . und dazwischen ein Tag ab-
Febr. IS.
halten will (vgl. nr. 1594) und gevellet uns wol, daz ir daz auch also offnement und dann
laszent verüben. datum Heidelberg in oetava beati Andree apostoli anno domini
1400 regni vero nostri anno primo. Heidelberg 1400 December 7. 25
Str. St. A. AA. 126. or. eh. I. cl.
1597. König Ruprecht an Strassburg: wir han unser erber rete mit namen : die
edeln grave Emichen von Lyningen unsern hoffmeister und Engelart herren zu
Winsperg, Wiprecht von Helmstat den alten, Tham Knebel unsern schulthiszen zu
Oppinheim rittere und Johannes von Winheim unsern schriber ytzunt gen Straszpurg 30
geschicket uff einen tag gein des hochgeborn hertzog Lupolts hertzogen zu Osterich etc.
unsers lieben oheims und fursten reten. begern wir mit ernst, daz ir den obgenanten
unsern reten beholffen sint zu unsern sachen, die sie uff demselben tag handeln
werdent. . . . datum Heidelberg sexta feria ante beate Lucie virginis anno 1400
regni vero nostri anno primo. Heidelberg 1400 December 10. 3ä
Str. St. A. AA. 126. or. eh. I. cl
1 Hier folgt unmittelbar die Abrechnung über den Bömerzug vom Jahre 1401 unter der Ueberschrift :
Künig R&prehts dienst, als er über berg zoch. — Gedr. Hegel, Königsh. II, 1049 ff.
1400
807
1598. König Ruprecht an Strassburg: als wir uch für gebeten han für Reinhari
von Wyndecke ritter, daz ir den wieder in die stad Straszburg woltent laszen kom-
men, alse begeren wir und biedlen uch des aber mit ernste, daz ir daz also tun und
erleuben wollent . . . und wollcnt auch darinne glauben unsern reten, (folgen die
Namen wie in nr. 1597) waz sie uch davon zii dieser ziit von unsern wegen sagende
sin. datum Heidelberg scxta feria ante beate Lucie virginis anno domini 1400 regni
vero nostri anno primo. Heidelberg 1400 December 10.
Str. St. A. AA. 126. or. eh. I. cl.
1599. Der Ammeister und die Altammeister von Strassburg bestätigen die von
»o den Webern unter sich vereinbarten Artikel. der geben wart feria sexta post
Nicolai episcopi anno domini 1400. 1400 December 10.
Str. St. A. Stadtord. B. 20. fol. 10.
Gedr. Schmoller, Tucher- und Weberzunft S. 17 nr. 19.
i6 1600. König Ruprecht an Meister und Rat von Strassburg: teilt mit, dass die
schwäbischen Städte, denen er seine Wahl zum König angezeigt habe, auf einem
Tage zu Heilbronn seinen Räten erklärt hüllen, sie könnten ihn wegen ihrer dem
König Wenzel geleisteten Eide nicht anerkennen . . . herumbe begern wir früntlich
und ernstliche an uch, daz ir «wer holschafft, als uch duncket zum besten sin, an
so die schwehischen stedte wollent dun, sie als von uch selbst zu underrichten und yn
zu raden, daz sie uns gehorsam und undertenig werden als eyme romischen kunige,
als sie doch billich dun sollen, daran erezeuget ir uns geneme fruntschafft, der wir
uch sunderlichen gern dancken wollen, unde waz ir des glichen getun mochtent an
die von Rasel und die von Colmar, die uns noch nit folleclich entwurt von ir
»s gehorsamkeit geben haut, unde an ander stelte, die uns noch nit gehorsam worden
sinl, do delent ir uns zu male liebe an. und waz uch von den swebischen oder den
andern slcdl.cn widerferet und von yre meynunge vernement, daz wolet uns dann
auch laszeo wiszen und uch in diesen und andern unsern und des richs sachen
hewisen, als wir ein besunder gancz gelruwen zu uch han. dalum Heidelberg tertia
so feria post beate Lucie virginis anno domini 1100 regni nostri anno primo.1
Heidelberg 1400 December 14.
1 Ein beiliegender Zettel enthält die Nachschrift, daß auch Aachen mit Bücksicht auf den Herzog
von Geldern mit der Anerkennung zaudere, so daß er der Stadt bereits gedroht habe, die Krönung nicht
3b dort, sondern in Kein r/ilhichrn .-» INMN und der Sta<lt alle ihre l'riviligien zu nehmen. — Noch i. J. 1101
I August (AA. 126. or. eh ) befiehlt Kg. Kupr. der Stadt, allen Kaufleuten und Waren aus Aachen Ge-
leit zu versagen und sie überall anzugreifen und zu hindern.
VI.
102
808 1400
1601. Mathias von Sobernlieim, Notar König Ruprechts, an Wernher Spatzinger,
Stadtsehreiber von Strassburg: berichtet über die Thronumwälzung und die dazu
führenden Versammlungen. (Lateinische Rechtfertigungsschrift.) datum quinta
feria post Lucie virginis et martiris etc. [Heidelberg 1400 December 16.]
Str. St. A. AA 116. nr. 10. cop. eh. coaev. ling latin. 5
Gedruckt Wencker app. arch. 267—70.
Gedr. D. B. A. 111. nr. 231.
1602. Wernher Spatzinger, Strassburger Stadtschreiber, an Mathias Sobernheim,
königlichen Kanzler: freut sich über die Thronumwälzung und bittet von neuem um
unveränderte Fortdauer ihres persönlichen Verhältnisses.1 (Undatiert.) >o
[1400 nach December 10.]
Str. St. A. AA. 116. nr. 11. cop. eh. coaev. ling. latin.
Gedr. D. B. A. III. nr. 232.
1603. König Ruprecht an Strassburg: als ir uns geschriben hant, daz ein unser
burger zu Anwilre eyme uwerm burger genant Johanns Sewer sin gute und kauif- is
manschafft daselbs zu Anwilre bekümmert habe mit gerichte, . . . hat er wohl ver-
standen, und da gerade einge Ratsmitglieder von Annweiler bei ihm waren, sofort
dafür gesorgt, dass Abhülfe und Genugthuung geschähe. datum Heidelberg in die
beati Thome apostoli anno domini 1400 regni vero nostri anno primo.
Heidelberg 1400 December 21. 20
Str. St. A. AA. 126. or. eh. I. el.
1604. Ludwig von Lichtenberg an Strassburg: entschuldigt sich, dass er ernst-
licher Sachen wegen nicht nach Strassburg habe kommen können [zur Reratung über
die Lichtenauer Pfandsache und den Brief] . . . den üch myne frowe min müter ge-
schriben hat.2 geben uff sant Thomas tage anno domini 1400. 25
1400 December 21.
Str. St. A. AA. 1696. or. eh. I. cl.
1605. Burggraf Johann Friedrich von Nürnberg an Strassburg auf Anfrage über
einen Ritter . . . der auser der heidenschaft kumen solle sein, do haben wir kein
eygenschaft von und auch bey uns nicht gewest, dann ir seint so vil kumen, die 30
sulche rede gefurt habent, die alle teuseher seint, daz ir keinem zu glaubend ist,
dann wir burggrafe Johanns haben unsere botschaft mit cristen und Juden, die gewiz
und redlich ist, getan in alle Dhürkey, also wen man findet von cristen, daz man
die ledig machen wirt, ez seint unsere diner oder andere, also daz wir hoffen, ob
dheiner sey, dem zu helffen sey, daz wir dez innen werden. . . sonst sei er zu 95
Dienst und Hülfe gegen Strassburg immer gern bereit. . . geben zu Onoltzspach
am montag nach dem heiligen Gristtag anno 1400. Orwlzbach* 1400 December 27.
Str. St. A. AA. 2028. or. eh. I. el.
1 Vgl. oben den Brief Spatzingers an Sobernlieim vom 18 September.
2 Vgl. oben deren Brief vom 5 December. «o
3 Heute Ansbach. - Vgl. sachlich oben nr. 1218 u. 1229.
8<)0
Slraßburger Achtbuch .• Verzeichnis
I iOO aus der Stadt. Verbannten und ihrer Vergehen.
aller in den Jahren 1388 bis
138H— J400.
nun
episcopi £Ä
Hub domino Johanne Zorn de Bülach magistro, qui ingressus
fuerat die dominica proxima post diein scti Erhardi
5 anno etc. 88.
ttem*' Henselinus dictua Weiszeman et Amin uxor sua hanl dise stal sehen jor
versworen tag und naht ein mile umbe daz su den kleinen zol unsers herren des
byschofes umbescheidenliche empfingent und in bertekliche von den lüten noment und
onch anders und me noment, denne an unserme b&enelin geschriben stot, und sü
iu gesworen hattent und haut darztt gesworen by demselben eyde reht zu gebende
linde zu nemende vor meister und rote zu Stroszburg, die denne zu ziten sint, oder
ilo su von meister und rote bingewisel werdent, umbe alle die ansprochen, so sü an
unsere bürgere oder unsere bürgere widerumbe an sü baut, und waz in dieselben
meister und rot darumbe sprechent, erteilent oder erkennent, duz süllent su by irme
ir. eyde halten und rollefuren one aUe geverde. actum feria secunda proxima post Febr.n.
Kiem scü Valcnlini episcopi.
Hein* jungfrowe Adelheil von Wimncsze bei. fünf jor ober l!in gesworen. und
vene die fünf jor iiszkuninient, wenne sü denne wider in kununel, so sollen! Ir die
rowen sante Cloren ire pfrunde geben alz iegenote. und darumbe wenne dieselbe
2« Adelbeil ir tip und göl an daz closter sante Cloren gegeben hette, darumbe so sol
oucb den l'rowen die hundert güldin bliben, uszgenummen, waz dieselbe Adelheit
schuldig ist, daz sol men, von den güldin bezalen. waz sü och verstolens gutes
lünder ir het, daz sol men oucb den löten wider geben, der es denne ist, do men
es werliche befindet, und wo |man] dieselbe Adelheit in den zilen dozwüschent ergriffet,
t> so sol mau sü erlreneken. actum feria quarta ante diem Mathie apostoli. *w«-. t$.
Iltem* dictua Hürsin Heitzeman murarius juravit domino Johanne Zorn de
Miilach magistro et Johanne de Mollesheim quinque annos feria se.xta ante diem tri»-. *i.
scti Mathie apostoli et dabit 2'/M libr. ad instanciam Erhardi dicti Reinfril murarii,
quem vulneravit. et debet componere cum conquerenti et composuit se cum actore
30 feria secunda ante diem f'esli resurrectionis domini anno etc. 91.
BItem Jeckelinus (iriner de Offenburg panifex hei dise stat zwei jor versworen
tag und naht ein mile weges von diser slat hie dise site Rines. und sol oucb in
den zweien joren nit über Rin kommen, und weres sache, daz man in in den zilen
do ginesite Rines oder hie dise site in der mile weges ergriffe, so sol man in er-
35 trencken, umbe daz, daz er ein erber kneht wolte erstochen haben, in dem daz er
ein groszen korp mit kacheln uffe ime trüg und sin unbesorget waz. und do man
den egenanten Jeckelin frogete, wes er den kneht zech, do sprach Jeckelin, der
kneht hette eins moles ein lute geslagen und erweckete in do mitte uss dem slofle.
actum feria tertia post Mathie apostoli.
tr, > •.
Man 5.
1 Die mit einem * verseltenen Artikel sind in der Vorlage wohl als erledigt durchgestrichen.
810 1400
Hermannus de Gottensheim het dise stat zehen jor versworen tag und naht ein
mile und het gesworen nit wider unser stat noch unsere bürgere zu tünde und
ouch reht zu nemmende und zu gebende vor meistere unde rote zu Stroszburg, die
denne zu ziten sint, alz man die selben eyde gewönliche uszdinget und bescheidet
Mm-z 13. etc. actum feria sexta proxima ante dominicam Judica. 5
Item Henselinus de Hag [enowj der grempper juravit domino .Johanne Zorn de
Bülach magistro et Johanne Mollesheim quinque annos et dabit 2 '/2 libr. ad instanciam
Apni 7. dicti Jomer, quem vulneravit. et debet componere cum conquerenti. actum feria
tertia post diem scti Ambrosii.
Item eidem (!) Henselinus composuit se cum predicto actore sabbato proximo ante io
1390 diem scte Katherine virg. anno etc. 90.
Nov. 19.
Sub domino Ulrico Bock juniore.
Item * Lyse, Sichelers frowe, in dem nuwen hofe het dise stat fünf jor ver-
sworen über Ryn, umbe daz sü zu einre erbern dohter sprach : sü wolte sü zu eime
guten dienste füren und fürte sie in ein snürhusz, des sü ouch erzüget wart. 15
hfifu actum m vigilia festi pentecostes.
Item* Henselinus dictus Swertzing ein winknabe juravit domino Ulrico Bock
o
magistro et Ulrico Bader caupo quinque annos ante diem sanctorum Viti et Modesti
et dabit 2*^ libr. ad instanciam dicti Keser Laüwelin junioris, quem wulneravit.
et debet componere cum conquerenti. 20
Sub domino Hetzelo Marx magistro.
Item dictus Wergmeister Lawelin juravit domino Hetzeloni Marx magistro et
Nicoiao Manszen quinque annos et dabit 2'/s libr. ad instanciam Cüntzlini dicti Ant-
vogel, quem wulneravit. et debet componere cum conquerenti. actum feria tertia
August 11. proxima post diem scti Laurencii martiris. «s
Item* Lawelinus dictus Gestelin murarius juravit domino Hetzeloni Marx magi-
Awjust in. stro et Nicoiao Manszen feria tertia proxima post diem festi assumptionis beate Marie
virg. quinque annos et dabit 2'/2 libr. ad instanciam dicti Groszen sartoris, quem
wulneravit. et debet componere cum conquerenti.
Item* Wölfelinus frater dicti Bitsch Cuntzelin des stubeknehtes juravit domino »o
Sept. i. Hetzeloni Marx magistro et ipsa die beati Egidii confessoris quinque annos et dabit
2V2 libr. ad instanciam Andree sartoris de Nördelingen des gilers, quem wulneravit.
et debet componere cum conquerenti.
Item Wildeman Dine die varende dohter het dise stat fünf jor versworen tag und
naht ein mile. und wo man sü in den zilen ergriffet, so sol man sü ertrencken. 35
und sol ouch kein rot mäht haben ir hie zwüschent herzu zu erlöbende. actum sab-
8«p«. ». bato ante diem scti Mathei apostoli.
Item Petermanus de Spire olim famulus Johannis de Ingelberg juravit quinque
annos et dabit 2 '/2 libr. ad instanciam Ottemanni dicti Decker, quem wulneravit. et
oktob. e. debet etc. actum feria tertia proxima post diem scti Remigii episcopi. *»
Sub domino Hugone dicto Rihter nuncupato Dütscheman
magistro.
1400 811
Item Lienhart Walther des houbtkannen sweger zfl Mulstein juravit domino
Hugoni Dijlscheman magistro etc. dicto jungher Klobelöch quinque anno» et dabit
21/» Hbr. ad in.stanciam dicti Kleinbübelin, quem wulneravit. et debet etc. actum
in vigilia beate Katherine virginis. n.
Item Götze de Ingenheim juravit quinque annos nahtes ein mile und dages an
den burgban, und bet darzü. gesworen Gerbotten von Nuwewilre ussewendig den zilen
und begriffes der gerihte unde benne, do Gerbotte zu ohte geton ist, niemer laster
noch leit zu tünde noch daz schaffen geton werden in denhein weg one alle geverde.
und het die besserunge gesworen umbe daz, daz er schuf und antrug, daz der scliül-
10 meister von Rotwiler, der zu sant Peter Schulmeister waz, in sant Peters kirchhof , "' * .
ermordet wart. actum sabbato proximo post diem festi circumcisionis domini anno
»etc. 80.
Sub domino .lohanne dicto Wiszorn magistro, qui ingressus fuerat
die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno etc. 89. Januar /o.
15 Item dictus [Schulder Hanseman de Hag[enowe] et]' Degenhardus famulus suus
juraverunt domino Johanne dicto Wiszorn magistro et Nicoiao dicto Gnipping cuilibet
eorum decem annos et dabit cuilibet eorum quinque libr. umbe daz sü Obreht von
Albe erstochent, der unserer stette gefangen waz und uff sine Sicherheit wart ge-
loszen in unsere stat gon. und süllenl ouch niemer in unsere stat kummen, sie
au sient denne e mit Obrechtz von Albe seligen nehesten frunden iiberkummen und sie
denne mit irme willen. actum feria tertia proxima post diem scti Anthonii /«»■*■ i».
confessoris.
Item Lüwelin Sternecke juravit 2 annos feria quinta ante Mathie. fw«-. /*.
Hein Pritsche ictus Klobelöch ortulanus juravit predicto magistro et Ulrico dicto
« Goszen quinque annos et dabit 21/» libr. ad instanciam dicti Klowen .leckelin, quem
wulneravit. et debet etc. actum sabbato proximo ante diem festi annunciationis k« te.
beate virginis Marie.
Sub domino Heinrico de Mülnheim fiater domini Heintzonis de
M u 1 n h e i m.
N Item dictus Möckels Luwelin juravit predicto magistro et Nicoiao dicto Hock
feria sexta proxima post diem sanete Sophie virginis quinque annos et dabit 2 ',', »'"' *'
libr. ad instanciam Petri dicti Hebstrit, quem wulneravit. et debet etc.
Hein dictus Sc-lin'itzcn Cüiilzclin cupaiius juiavil predicto naagistro <'l ülrioo Goszen
decem annos et dabit quinque libr. ad instanciam dicti Mulstein LAvelin, qttem
sä oeeidit. actum feria proxima post diem beate Sophie virginis. mm *«.
Item lleinlzeinaiuis dictus Ganser juravit predicto domino magutro et .lohanni
Ganser frater predieli lleiiitzemanni quinque annos et dabit 81/, libr. ad inslaneiain
dicti Swartz Peter, quem wulneravit etc. actum feria quarta proxima post diem
■BDOtorum Viti et Modesü. item sabbato proximo post diem nativilalis scti .lohan- ./..»i /«.
io nis baptiste do kam der vorgen. Swartz Peter viir meister und rot und seite den
1 Gestriclien.
812 1400
./um ss. vorgen. Heintzeman sinre besserunge lidig. item er ist ouch einmol gesehen, ebe
er uszswiir.
Item Eilsa dicta Weckerin quere in registro.
Item* Waltherus dictus Buman juravit quinque annos et dabit 30 sol, si autcin
dedit vel non, hoc nescio, umbe daz er Ellewibelin von Lichtenowe, die vormoles »
sin gespuntze was, in ein garten fürte und ander gesellen ouch darin gefüret hette
und die dohter gab den gesellen zu geminnende. dieselbe dohter daz von ime und
juii 7. den andern daz klagete. actum feria quarta proxima post diem scti Udalrici episcopi.
Sub domino Johanne de Stille magistro.
Item Heinricus et Johannes Heinrich de Widergrin fratres de Stöffcnberg jurave- iQ
runt quilibet eorum decem annos nahtes ein mile und tagea an den burgban umbe
daz sü unserre stette bürgere worent. und do der krieg zwüschent herren und stetten
verriht wart, daz sü do durch iren mütwillen botent, daz man sü ires burgrehtes
erliesze, daz ouch geschach. darzü so hant sü ein brief über sich geben iiiemer wider
unser stat oder die unsern zu tünde, als daz ein brief beseit, der hinder Hag Süszen "
juii n. lit. actum sabbato proximo post diem scte Margarete virginis.
Heintzemanus dictus Switzer der winrüffer juravit domino Johanne de Stille
magistro et Jeckelino dicto Beildecken decem annos et dabit quinque libr. denar.
ad instanciam quondam Cüntzonis dicti Dannenfeilsz, quem occidit. et debet com-
ponere cum Johanne Dannenfeilsz, qui erat pater predicti quondam Cüntzonis et etiam ■
juii S7. fuerat conquestus. actum feria tertia proxima post diem scti Jacobi apostoli.
Nesa* filia Heintzonis dicti Roten juravit duos annos unum sine gratia et reli-
Augmt u. quam ad gratiam Lamperti olim scriptor dicti Neuwilre. actum in vigilia assump-
tionis beate virginis Marie.
Petrus* dictus Klobelöch juravit duos annos. und sol man ime ouch in disen ■
zilen nit herzu erlouben, wenne er ouch dise stat tag und naht ein mile die zile
versworen het, umbe daz er ein armen kneht under sine ougen slüg, daz er blutende
wart, darumbe daz ime der arme kneht sine snebel ane sach, und daz och Peter
darzü sprach: «gang und klage es dem arnmanmeister.» und sol doch demselben armen
knehte alle sine rechte behalten sin von der unfügen wegen zu klagende. actum 30
August ss. sabbato proximo ante diem decollationis scti Johannis baptiste.
Ulrich* zürn Türlin het dise stat zehen jor versworen tag und naht ein mite
und het ouch gesworen und Sicherheit gegeben reht zu gebende und zu nemende
sePi. is. etc. und het des ein brief über sich geben. actum feria quarta proxima post
diem exaltationis scte crucis. 35
Item dicta Gertrut uxor dicti Köpfelin des schölmenschinders juravit duos annos
tag und naht ein mile by ertrenckende umbe daz sü swür : «summer bockes blutenden
Sept. s-. zwer sien lochien loch» (?) actum feria secunda ante diem scti Michahelis.
Item dictus Keyser Läwelin juravit quinque annos tag und naht ein mile by
Sept. ss. ertrenckende. actum in vigilia beati Michahelis archangeli. 40
Item Henselin filius Henselini sartor uff sant Eilsebettegasze juravit duos annos
unum annum sine gratia et reliquum ad gratiam Anne uxoris Heintzonis dicti Langen
sePi. so. carpentarii. actum feria proxima post diem scti Michahelis.
Nim U.
1400 813
üb domino 0 r I 8 1 i n 0 M an B z o n in agisl r O.
Item fJicins Schilling de Zweinbracke bei diae stat selten jot reraworen tag
und naht ein mile by ertrenckende ambe das er sprach die leboflele des nidera gn-
rihtea hettent ralsche urteil gesprochen und alle schöchsütere zii Bpire wcrcni
6 meineydig und ander semlicher anzi'ihte vil. actum feria quarta ante dum sete
Lnce ewangeliste. und het Sicherheit gegeben reht zu gebende und zu nemende, alz o
daz ein brief beseil.
[tem* Hensclinus Cuttellifer juravit 22 wochen vur 30 sol. den. actum vigilia
Katherine virginis.
i» Item Henselinus dictus Slöckelin filius quondam Petri dicti Treger juravit quat-
tuor annos ei d;iliil quinque libr. umbe daz er Hartman Nühterlin den Treger blüt-
unsig mähte, und sol bessern vier jor an desselben Hartmans gnode oder aber
it ime uberkummen, alz daz buch etat, und wart ime darumbe zwo besserunge er-
eilt ambe daz, daz Hartman in dem rote waz, do die unfüge an ime geschach.
actum feria quarta proxima po»l diem seti Nicolai episcopi.
Item* dictus Ecken Hcnsz juravit tres annos tag und naht ein mile. actum feria
osl diem seti Andree apostoli.
Waltherua dictus Swarber juravit decem annos et dabit quiuque libr. ad instaa*
ciani Ottonis hospilalis de Molleshoim, quem oeeidit. et debet componere cum con-
I« querenübus. actum die antedicto.
Hannemanus de Surburg scriptor juravit quinque annos et dabit 21/» libr. ad
instanciam Johannis Hitter filius Hermanni dicti Ritter, quem wulneravit. et debet
componere cum conquerenti. actum ipsa die bcati Erhardi episcopi anno etc.
90 mo.
25 Sub domino Wilhelmo zürn Riet magistro, qui ingressus fuerat
die dominica proxima post diem seti Erhardi episcopi anno etc.
90 mo.
[Lücke.]
Sub domino Johanne dicto Rock magistro filius quondam do-
j» mini Cüntzonis dicti Rock anno etc. 90 mo.
Item* dictus Pfaffe pischator juravit duos annos sine gratia et quinque annos
ad gratiam domini Götzonis olim magistri schabinorum umbe daz er hern Götzen uffe
ein vischmerkete übelrette. actum feria seeunda post Urbani pape.
Item Hensclinus Axman junior juravit predicto domino magistro et Heinrico de
i'ilnlicim aliter de Rechberg quinque annos et dabit 2'/j, libr. ad instanciam Nese
dicte Kursenerin, quam wulneravit. et debet se componere cum actrice. actum sabbato
ante diem saneti Medhardi episcopi.
Item Nicolaus dictus Rrünlin cambiarius juravit decem annos umbe daz er ein
brif det schriben an daz gerillte zu Rrumot von eins gastes wegen, den Peter zu
h Börne do behebet hette. und in dem briefe behiib by sime eyde, daz er des gastes
bürge were vür Peter zum Röme und sich daz nit enfant, daz es also waz und daz
er rot vur ein moineyt uffnam. actum feria quarta ante diem seti Medhardi jm> i
piscopi.
Itre. 8.
Ili-r. I.
1390
Jamuir 8.
IM '<"
Juni 4.
814 1400
Rülinus* Barpfennig het dise stat zwey jor versworen und sol geben fünfe und
drissig pfunt wahses, des wahses zwentzig pfunt an unser frowen werg, zehen pfunt
an den spittal und fünf pfunt an die eilende herberge umbe daz er varenden döhtern
gelt gab darumbe, daz sü boht in ire wüde slügent. actum sabbato proximo post
j„,ii ii. diem scti Medhardi episcopi. s
Item* dictus Köllin von Basel hat zwey jor in dise stat und burgban gesworen
und het gesworen by demselben eyde do zwüschent nit anders zu zerende ungever-
liche denne an offenen würten, alz daz buch stat, und nit usz dirre stat noch burg-
ban zu kummende one urlop, wissende und wille meister und rotes zu Stroszburg, die
denne sint. er het ouch gesworen, wer es sache, daz er an unserre stat unserre 10
bürgere oder die unsern iemer üt zu [zu] schaffende oder zu tünde gewünne oder
sü wider umbe an in, darumbe sol er vor meister unde rote zu Stroszburg, die danne
sint, oder do in denne dieselben meister und rot hin wisent, reht nemmen und geben
und niergent anderswo, und waz ime denne dieselben meister und rot oder die, dar
er denne hingewiset wurt, darumbe sprechent oder erteilent, daz sol er by sime eyde »&
halten und vollefüren one alle geverde. und sol daz also versichern zu tünde. darzü
so sol er also vil wahses geben also Rülin Barpfennig und an dieselben stette, umbe
daz er by der getot waz, do Rülin Barpfennig den varenden döhtern daz gelt gab
und daz er selber den döhtern wut in ire mehte slüg. actum die predicto.
Item* dicta Bolant Neselin, Ellewibelin dicta Oley et Dyna filia dicti Slickelin de 20
Illekirche juraverunt quelibet earum duos annos et dabunt quelibet earum tantum
cera sicut Rülin et Kölinus ad locas prenotatas, wenne sü in daz boht in ire
(wüde ?) lieszent slahen und gelt darumbe noment. actum die antedicto.
Seman famulus olim domini Johannis de Ohsenstein . . . ecclesie Argentinensis
juravit quinque annos tag und naht ein mile umbe daz er eine müstrancie zerslüg, 25
die Henselin von den engein in dem Münster vor unserre frowen in dem gegettrede ver-
stal. und sol dieselbe sine besserunge nit anegon, er habe denne dieselbe müstrancie
wider gemäht.
Sub dominoReinboldo Wetzel magistro.
Gerge dictus Rotswantz tractor vasorum juravit domino magistro predicto et 30
diclo Voltzen Hensz tractor vasorum quinque annos et dabit 2*/, libr. ad instanciam
Hermann« de Heidelberg fabri filiaster dicti Möwelin fabri, quem wulneravit et debet
juii a. etc. actum sabbato ante diem scti Jacobi apostoli.
Item* dictus Santpeter der winrüffer juravit zwey jor one gnode und fünf jor
an gnode Peter Yfrions, den er do übel handelte, diewile er in dem rote waz. 35
Juli n. actum feria quarta post diem santi Jacobi apostoli.
Item* Billungus zu der Megde juravit unum annum von einre notwere wegen,
Sept. 24. aiz er Scholder Hanseman wunte. actum sabbato proximo ante diem scti Michahelis
archangeli.
Item* Johannes dictus Bildehower juravit dimidium annum sine gratia et dimidium *o
annum ad gratiam dicte Howeschiltin propter hoc, quod ipsum percussit. et dabit 2'/s
octob. 3. libr. actum feria secunda proxima post diem scti Remigii episcopi.
1400
Peyer LÄwelin copariiu juravit domino nost.ro predicto et Fritsehoni
issebach 44 septimanas vur 5 libr. den. von eins totslages wegen, und ist mit dem
Idtiger (überkommen. actum sabbato ante Dionisii. oemh.»
Sub domini Johanne Klobelöch magistro anno predicto.
6 Item dictus Scherer Bürckelin de Erschein) rasor juravit domino magistro predicto
et Hansemann Roten sutori quinque annos et dabit 2' J2 libr. ad instanciam Waltheri
de Pfortzheim rasoris famnlns Johannis rasoris an Schintbrucke, quem wulneravit. et Nm. i.
debet etc. actum in die omnium animarum.
Item* Jeckelinus rasor filius Nicolai de Trutersheim juravit decem annos et dabit
in quinque libr. ad instanciam dicti Heimen, quem oeeidit. et debet componere cum
diclo Heimen Bartori seniori pater predieli quondam Heimen, qui fuerat conquestus.
el lioc juravit predicto domino magistro et Henselino dicto Slolhofen rasori die do-
minica proxima ante diem sete Katterine virginis. No°- **•
Item* dictus Fleckenstein der murer juravit predicto domino magistro et Nicoiao
u zu der Birken 44 septimanas vur 5 libr. den. von eins totslages wegen, et composuit
so cum aetore. und sol her in bessern mit dem swerte. actum feria quarta ante
diem seti Thome apostoli. '"<•■ m.
Hein Fritschemanua balneator filius Nicolai balneatoris in Krutenowe juravit ante
diclo domino magistro et Nicoiao Merswin quinque annos et dabit 21/» libr. ad in-
2» stanciam dicti Mülnheim Berchtolt scriptoris, quem wulneravit. et debet componere
cum conquerenti. und ist einmol gesehen von eime in dem rote, ebe er usz swftr.
actum sabbato ante diem seti Thome apostoli. "«•■ n
Item dictus Uselhanseman et dictus Melchior Erhart juraverunt antefato domino
magistro Cunrado Müller juniori quilibet eorum quinque annos et dabit quilibet eorum
*« 2'/2 libr. ad instanciam predicti Mülnheim Berchtolt scriptoris, quem wulneravit et
debent etc. atum in vigilia nativitatis domini. Der- u
Item * Cüntzelinus Pfettensheim et Bernhardus dictus Böckelin juraverunt quilibet
eorum unum annum umbe daz sü ein knaben ein wenig dümelten. actum feria
f39f
seeunda post Erhardi anno etc. 91. ja»uar h.
so Item* dictus Kappelherre juravil duos annos umbe daz er sich usz det, daz er
der jungen Eckendörffiu eine e gelobet hette. actum feria quarta post Erhardi
piscopi anno etc. 91.
Sub domino Johanne deKagenecke m agistro sen iori, quiingres-
sus fuerat die dominica proxima post diem seti Erhardi e p iscopi Januar /#.
an no etc. 91.
Item dictus Groshenselin filius dicti Dunen Henselin pischatoris juravit domino
Johanne de Kagenecke seniori magistro et Cftntaemanno diclo Rebestocke 32 septi-
manas vür 2 */, libr. von einre ungeklageten wunden wegen. actum sabbato post
Anthonii. J&nwir ti
Item Gleselinus de Mentze pellifex juravit unum annum von einre notwere wegen
et dabit 21 , libr. umb das er Kleselm Horiches helll'er waz actum teiia seeunda
inte diem seti Mathie apostoli. Febr. *o.
103
VI.
816 1400
Item Philippus filius quondam domini Johannis Philipo juravit domino Nicoiao
Berer et dicto Rösselin quinque annos et dabit 21/» libr. ad instanciam Friderici
Winmesser, quem wulneravit. et debet etc. actum die dominica ante diem festi
Mai 21. corporis Christi.
Item Gerge Unsinnig von Rotwilre Hansen sun in der Laden und Hans Swop 5
von Breitenstein by Rütelingen hant dise stat fünf jor versworen tag und naht ein
mile by ertrenckende, umbe daz sü uff dem gelöiffe worent, do sie die snider knehte
Juni 6. erstochen woltent haben. actum feria tertia ante diem scti Medhardi episcopi.
Item* Heintzeman, der des brotbeckers in Kirchgasse knehte was, Thoinan
Büheler und Henselin Memgolt von Könsheim Baselers kneht brotbecker knehte ju- io
Juni 19. raverunt ieglicher fünf jor sicut predicti. actum feria secunda ante diem scti Johan-
nis baptiste.
Hansemanus filius dicti Cantzeler fabri in Gieszen juravit domino Nicoiao Berer
magistro et Johanni dicto Rosselin quinque annos et dabit 2 '/2 libr. ad instanciam
Pfaffenhofen fabri, quem wulneraverunt. et debet componere cum conquerenti. actum >s
juni 2i. feria tertia ante diem sanctorum Peter et Pauli apostolorum.
Sub domino Burckardo de Mülnheim de Rechberg magistro.
Item* Nicolaus de Schönecke armiger juravit quinque annos usz dem bistüme
und het burgschaft und ein brief vor geistlichem gerihte über sich geben hie reht
zu gebende und zu nemende etc. umbe sine umbescheidene rede und daz 'er got 20
juii 27. übel handelte. actum feria quinta proxima post diem scti Jacobi apostoli.
Item Hansemanus filius Heintzonis de Werde juravit quinque annos et dabit 2 '/,
Augusi 9. libr. von einre ungeklageten wunden wegen. actum vigilia scti Laurencii martiris.
Item Heinricus dictus Groszkopf filius Jeckelin dicti Groszkopf institoria juravit
domino Burckardo de Mülnheim magistro et Johanni de Waszelnheim quinque annos m
et dabit 2ilt libr. von einre ungeklageten wunden wegen. actum feria sexta
Awjust 11. proxima ante diem festi assumptionis beate virginis Marie.
Item* Erhardus de Spire pellifex juravit domino Burckardo de Mülnheim magistro
et Gossoni Sturm seniori quinque annos et dabit 2'/s hbr. ad instanciam Lauwelini
in der Hellen pellifici, quem wulneravit. et debet etc. actum feria quinta proxima ■
Augusi st. post diem decollacionis scti Johannis baptiste.
Petermanus* Schafflützel textor juravit quinque annos predictis et dabit 2'/2 Hbr.
ad instanciam Heintzonis dicti Giengers textoris, quem wulneravit. et debet etc.
actum ipsa die festi nativitatis beate virginis Marie et composuit se cum filiis quon-
sept. 8. dam Heintzonis dicti Gienger textoris eadem die. »5
Sub domino Johannis Berlin magistro.
Item Henselinus Schalhase murarius juravit quinque annos et dabit 21/.. libr.
ad instanciam Heintzonis dicti Lamp corppentarii, quem wulneravit. et debet etc.
et juravit hoc domino Johanni Berlin magistro et Jacobo de Diemeringen die domi-
ociob. 22. nica proxima post diem scte Luce ewangeliste. <0
Sub domino Leonhardo Zorn nuncupato Schultheiss magistro,
qui ingressus fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi
episcopi anno etc. 92 mo.
1400 817
Jeckelinus Lentzelin juravit quinque annos usz dem bystüme und sirien
fründen noch nieman anders der unsern weder laster noch leit zu tünde. actum
..... , an
fem sexta proxima post diem scti Anthonn confessons. Januar i».
Item Martin Diergertelin het dise stat fünf jor versworen tag und naht ein mile.
und sol die wile der rot sitzet im halsysin ston. actum feria tertia proxima
post diem scte Agnete virginis. Januar u.
Item* Klein Dietherich der zimberman juravit unum annum und erzügete ein
notwere. actum feria tertia proxima post diem festi purificationis virginis Marie, vtbr. «.
Item* Paulus Klaus der küffer juravit quinque annos et dabit 2'/s Hbr. von
einer ungeklageten wunden wegen. actum feria quarta proxima post diem scte
I Agathe virginis. rebr 7
Item* Hans Heinrich von Mülnheim juravit quinque annos et dabit 21/, libr. von
einre ungeklageten wunden wegen, actum feria quinta ante diem sancti Valentini /.'„•. ».
episcopi.
15 Item Rüfelin Trag uf der scheider knappe het gesworn fünf jor von der stal
Itag und naht ein mile by erlrenckende umbe das er ein rippen reiger ist gewesen,
actum die predicto.
Item Gerge Rotswantz het uszgesworen 22 wuchen vür 30 sol. den. und het usz
gesworen aber fünf jor und git 21/» hbr. den. von einre ungeklageten wunden wegen.
au actum feria secunda ante Mathie apostoli und stet vor ouch in anderer besserunge Mr. 19.
verschriben.
Item* der junge Swenninger juravit quinque annos et dabit 21/» hbr. von einre
ungeklageten wunden wegen. actum die predicto.
Item Hanscman von Barre der murer juravit quinque annos et dabit 21/, libr.
25 vdii einre ungeklageten wunden wegen. actum feria sexta post Mathie apostoli. utn 1.
Item* Dettelinger juravit sicut predictus Hanse de Barre eodem die et dat etiam
2'/, libr.
Item* Otteier der Küffer juravit quinque annos et dabit 2'/» libr. von einre unge-
klageten wunden wegen, actum feria secunda ante diem scti Gregorii pape. . //
m Item Syfrit Snidera br&der des winknehtes juravit quinque annos et dabit 2'/3 libr.
von einre ungeklageten wunden wegen. actum die predicto.
Item Heintze Wölfelin der kürsener juravit domino Leonhardo Zorn et Johanni
Lorer fabro et dicto gremper Hens Underwagener quinque annos et dabit 21/» libr.
ad instanciam dieti Hirtzfelder, quem wulneravit. et debet etc. actum feria tertia
n ante diem scti Gregorii pape. u ■ « t.
.lohans* Knorsheim het dise stat, disen rot versworen unde zwey jor darnach
an Nese Elippelerin gnade, und sol sin besserunge nit anegan, er habe denne e dem
rote 5 libr. den. geben. actum feria sexta post diem scti Gregorii. Ml,r. Is
Hern dictus Mennelius Lftwelin oitulauus juravit decem annos umbe das er in
40 der Btette besserungen was und usz gesworen hefte und by nahl zii Keule ergriffen
wart, actum feria tertia ante Ambrosii. Apr ,.
S u b domino N i c 0 1 a o Bock m a g i s t r o.
818 1400
Item der schöne Burekart der vischer juravit quinque annos et dabit 2,/i libr.
ad instanciam dicti Roser Hens?, quem wulneravit. et debet etc. et juravit domino
Nicoiao Bock magistro et Heinrico de Mülnheim de Landesberg feria quarta post diem
April n. seti Georii martiris.
Item Cöntzeman Northüser von Lore, Arnolt, Arnolt Brandeis sun von Liehtenowe 5
und Hans von Ulme brotbeckersknehte juravit iegelicher ein halb jor usz vür 2 libr.
April 3o. den. von Langennesser ' wegen, actum vigilia setorum Philippi (et Jac.) apostolorum.
Item Heinricus dictus Groszkopf juravit decem annos umbe daz er usz gesworn
hette fünf jor und darüber her inging und meyneydig wart. actum feria seeunda
Mai e. post diem inventionis sete crucis. u
Item Hens^elin) von Rotwilre der schüchsüter juravit dimidium annum von eins
Mail«, langen messers wegen, actum feria quinta proxima post diem seti Gangolfi.
Hein* Jacobus dictus Heilbeling juravit domino Nicoiao Bock magistro et Wilhelmo
de Mülnheim quinque annos et dabit 2'/2 libr. ad instanciam Jeckelin Keller de Dieffcn-
dal, qui conquestus fuerat ex parte fratris sui. et debet etc. actum feria seeunda J5
Juni 4o. post Medhardi.
Item* der vorgen. Jacob ist mit den klegern übereinkommen und hat vür 2lj.l
libr. den. usgesworen 32 wochen und her Claus Clobelouch dem meister, und Heintze-
N<tMlt man Gürteler. actum die dominica post Martini episcopi anno 1400.
Item dictus Klotz Hug juravit quinque annos et dabit 2'/» libr. von einre unge- 20
klageten wunden wegen. actum feria sexta proxima ante diem sanetorum Viti et
jmu u. Modesti.
Item dictus Jeckkels Hensz ortulanus juravit decem annos domino Nicoiao Bock
et Hugoni zum Stoff et dabit 5 libr. ad instanciam domini Nicolai Frünt presbyteri,
iiai tu. quem oeeidit. et debet etc. actum feria sexta ante diem festi pentecostes 25
Item Uselhantz und Blolsz Cüntzelinus Lawelin juravit iegelicher 10 jor und git ir
iegelicher 5 libr. umbe das sü Erwin erstochent. und süllent übereinkummen mit dem
jwü a. kleger. actum in vigilia nativitatis beati Jahannis baptiste.
Item Heintzeman Judenkirchhof juravit dimidium annum sine gratiu et dabit
2l/ä libr. ad instanciam Dine uxor Johannis carpentarii in Wahsenecke et dimidium 30
Juni 28. annum ad gratiam predicte Dine. actum in vigilia sanetorum Petri et Pauli
apostolorum.
Uxor predicti Heintzmani juravit similiter sicut predictus Heintzemannus maritus
■'»'' 1. ejus et juravit hoc feria seeunda post diem setorum Petri et Pauli apostolorum.
Item Hans Greselins, Greselins seligen sun juravit zwey jor usz von eins totslages 35
wegen, do er doch ein notwer erzüget het. actum feria sexta ante diem Marie
juii 19. Magdalene virginis.
Sub domino Dietherico Burggrofen magistro.
Item Hanseman Ditzeler von Pfortzheim juravit unum annum umbe das er by
juu 2i. naht umbescheiden waz. actum in vigilia seti Jacobi apostoli. und git 4 sol. von «
eins nahtsehens wegen.
1 So die Vorlage, richtiger vielleicht : von langen messeis wegen
1400
819
JmU vi
Juli I.
13 m
J'tnutir IX.
U'u !7
ritze Latze, Hefntze Lutzen ran rator juravit domino Dietherico Burg-
grafen et Reimboldo Wetze! deoem annos el dabil quinque 1 ihr. den. ad instanciam
quondam Sigelini Völtschen, quem oooidh. el debet etc. et erat Sigetinue Völtsche
senior paler predicti qoODdam Sigelini eonquestiis. actum sabbato ante diem sei.
Jacobi apostoli.
Hein Schür-IIeint/.cman Hansz juravit unuin.annum von einte notwere wegen.
actum sabbato ante Margarete virginis.
Suli (loinino Nicoiao de Heiligenstein magistro.
\Fol(/l eine leere Foiioseito.]
Sub doinino Nicoiao Zörnelin de Bülach magistro, qui ingressus
fuerat die dominica proxima pösl diem seti Erhardi episcopi anno'.)::.
Sil 1) domi no Nicoiao Rihter nu neu pato D ü tscb man magistro.
Hein Hensekn Boppen Hertscben juravit usz vur 5 libr. den. 44 wochen. actum
abbato proximo ante diem sete Margarethe virginis. •'"" "
Sub Domino Lutoldo de Mülnheim magistro eodem anno etc.
Hein dictua Grosze sartor juravit dimidium annum sine gratia et dabit 2'/«libr.
ad instanciam liercbtoldi Wehinger sartoris, quem pereussit et ilimiiliimi annum ad
ratiam predicti Herchtoldi. actum feria quinta proxima post diem sanete Margarete ./><<; n.
virginis.
Hein* Rüf'elinus dictus Wollesleber juravit decem annos et dabit quinqae libr.
ad instanciam quondam dicti Erwin lapieide. et debet etc. actum feria tertia pro-
xima post diem festi pentecostes.
Item Überlinus dictus Hofelich sutor juravit unum annum et dabit 2 '/, libr.
uinbe daz er ein notwere erzügte, alz er böse Heitzelin wundete. actum vigilia seti
■b Johannia baptiste.
Item lleintzemanus dictus Howe in die helle pellifex juravit domino Lütoldo de
Mülnheim magistro et Heintzemanno Sellosen quinque annos et dabit 21/2 libr. ad
tnstanciam Heint/.onis dicti Ilirsfclder pellificis, quem wulneravit. et debet etc. ac-
tum die dominica post diem festi asromptionis beate virginis Marie.
so Item* Gösseiinus Schalk het dise stat versworen zwey jore und git 30 sol. den.
umbe das Hans T6be von ime klagete, das er ime ein meineyt gesworen vor gerihte
solle haben und in ouch des erzügete] undSdoch der rot erkante, das es ime ungever-
liche were besehenen. actum feria tercia proxima ante diemdecollationis sctiJohannis.
Item* Wissen Hanseman der vischer seiler het uszgesworen ein halb jor und
ss gil 21/« libr. umbe das er'Mittes den metziger slüg. und sol ouch ein halb jor usse
sin an desselben Miltes gnode. und het denne fünf jor uszgesworn umbe das er der
stelle angehorsam was. actum feria quarta proxima post diem festi assumptionis
beate virginis Marie. A"o *°
Item* dictus Kappelherre juravit duos annos ein mile und dages an den burgban
40 umbe daz Landowen swester des metzigers von ime klagete, daz er ir ein e gelobet
hette über das er ein ander elich wip helle, die in mit gerihte gewan. und doch
meister und rot erkantent, das es ime von torheit unde einfeltikeit geschach und
nil mit geverde. actum feria sexla ante diem decollationis seti Johannis baptiste. t«». »».
Juni !3.
a,„j. n
.tu.'/, x$.
820 1400
Item* Hansemanus dictus Bieger filius Jeekelini dicti Bieger balneator juravit
quinque annos et dabit 2'/s übr. ad instanciam Grede uxoris sue legitime quam
xoo.K. wulneravit et debet etc. actum die dominica ante diem scte Katherine virginis.
Sub domino Nicoiao Manszen magistro.
Item dictus Uselhanseman juravit duos annos de hac civitate pro eo quod quon- 5
dam dictum Philips Lüdelin occidit und doch ein notwere erzügete. actum ipsa
Dec 13. die beate Lucie virginis.
Item * ipso et eodem die juravit Bülinus dictus Hofesesze pellifex domino Nicoiao
Manszen magistro et Bülino dicto Barpfennig quinque annos et dabit 21/» libr. ad
instanciam Johannis dicti Geiszman sartoris famulus dicti Brünnotz sartoris et Cüntz- u
onis sartoris famulus Merckelini sartoris, quos wulneravit. et debet componere cum con-
querentibus.
Sub domino Heinrico de Mülnheim aliter de Landesberg magis-
m'ua,' h tr0' I1" ingressus fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno
etc. nonagesimo quarto. i»
Sub domino Johanni de Kagenecke juniori magistro.
Sub domino Beinboldo Spender magistro.
Item Johannes de Spire carpentarius juravit quinque annos et dabit 2 1/i libr.
ad instanciam dicti Heintzen Hensz earpentarii, quem wulneravit. et debet etc.
Aug. 31. actum feria secunda post diem decollationis scti Johannis. 80
Sub domino Hessone Hessen magistro.
Item* Läwelinus dictus Howeschilt ortulanus juravit duos pro eo quod quondam
dictum Stopfeloch occidit und doch eine notwere erzügete. actum crastiuo scti
Nov. a. Martini episcopi.
Item dictus Dolden Peter sartor juravit unum annum pro eo quod Bichardum «
Wannenmacher wulneravit und doch eine notwere erzügete. actum feria secunda
Nov. is. proxima ante diem scte Elysabeth.
Item Erhart zum Salmen het dise stat zehen jar versworen tag und -naht ein
mile von der stat, und wo man in in den zilen do zwüschen ergriffet, so sol man in
erhencken umbe den gezig, den er hern Wilhelm Metziger dem ammanmeister, hern m
Heinrich Lymer, hern Cunrat Armbruster, hern Andres Heilman, hern Cüntze Geistpoltz-
heim und hern Heinrich Kraniche die alten ammanmeistere geton het, des er sie doch
unschuldig geben het. und het dar zu gesworn noch den zehen joren ewekliche von
der stat an derselben ammanmeistere gnode. ouch het er gesworn nit wider unsere
stat, unsere bürgere noch die unsern zu tünde etc. und hie in der stat reht zu gebende 35
und zu nemmende etc., als das ein brief beseit, den er über sich geben het. und het das
versichert zu haltende, alz ouch derselbe brief beseit. actum die sabbato proximo
Nov. ss. ante diem scti Andree apostoli.
Beimbolt* Surer het dise stat zwey jor versworen nahtz ein mile und tages an
den burgban und het gesworn nit wider unsere stat zu tünde etc. er und her Eber- in
lin sin brüder und hie reht zu gebende und zu nemende etc. und het daz versichert,
alz alles ein brief seit, der darüber gemäht ist. actum feria sexta ante diem scti
߄c. 4. Nicolai episcopi.
1400
Sub domino Berch I . oldo Zorn seniori magislro, qui ingressus fuerat
die dominica proxima post diem seti Krhardi epi.scopi anno 96.
Item Hensolinus dictus Sucher ortulanus juravit domino Berchtoldo Zorn magistro
t Johanni Zorn de Eckerich ((iiinque annos et dabit 2l!.i libr. pro eo, quod Dynarn
dictam Drüsenheimi juniorem wulneravit. et debet etc. actum feria tertia post
iem scti Valentini episcopi.
Item* Grede die closenerin, die uff sant Nicolaus eapell ein closenerin waz, hat
ise slal zwei jar versworen und hat gesworen, daz sie niemer von der sachen sol
esagen, darumb sie gebessert het, sie wolte denne vor dan rote davon sagen,
actum sabbato proxima ante doniinicam Letare post Gertrudis virginis.
Hein Heinrich der underkoch zürn Hohenstege juravit unum annum von einre
wunden wegen, wenne er ein notwere erziigete. actum feria quarta ante diem festi
anuncialionis beate virginis.
Item Ci'mlinus Fusor cantor fraler Leonhardi dicti Sunt am Sallzhofe juravit
i5 domino licrtholdo dicto Zorn seniori et Hansemanno dicto Schencken 5 annos et dabit
I2'/2 libr. ad instanciam Johannis dicti Verwer dez kannengiessers ulT dem kleinen
sl übelin, quem wulneravit. et debet etc. actum feria secunda proxima post diem festi
annuncialionis beate virginis Marie.
Item Dieboldus Röbelin olim sütor juravit domino Bcrtholdo dicto Zorn et Jo-
so hanni Zorn de Eckerich quinque annos et dabit 2'/8 Hb. ad instanciam Grede uxoris
dicti Mollesheim hospitis zur spangen, quem wulneravit. et debet etc. actum feria
quarta proxima ante festum annunciationis virginis Marie.
Item Albertus liliaster dicti Cappelon carpentarius juravit domino Bertholdo Zorn
etc. 10 annos et dabit 5 lib. ad instanciam Fritschemani quondam de Wingersheim
tolim stipendarii, quem oeeidit. et debet etc. actum sabbato proxima ante festum
annuntiationis beate virginis Marie.
Item Henselin genant Broderlin hat diso stat 5 jare versworen tages an dem
burgbau und nahtz ein mile von der stat zii siende von einre ungeklageten wunden
wegen und git 21 ._. lib. und umbe daz er vormals dicke und vil gesehen ist von der-
8« selben wunden wegen, darumbe er oueh gesuchel wart und er dagegen meynet,
das ime die stat schuldig sie von der steingruben wegen zu Kentzingen, do ist zii
wissende, das mit urteil erteilt ist, das ime das sehen (!) varen ist gelossen gegen sinre
anspräche und sol ein anspräche gegen der andern ab sin. actum feria secunda
ante diem scti Urbani episcopi.
■ Item Herman von Heidelberg der Smit hat dise stat 10 jor versworen tages an
den burgban und nahtz ein mile von der Stat und git 5 lib. pfennige umbe das er
Beckelin von Herde den küffer erstach etc. und noch ungeklaget ist. actum vigilia
festi corporis Christi.
Item Cleselinus dictus Rörich pellifex de Spire juravit quinque annos et dabit
«' 2'/2 Hb. von einre ungeklageten wunden. actum feria sexta post diem festi cor-
poris Christi.
Item Behtolt zum Hirtzhorne hat usgesworen ein halb jar die stat und burgban
zu rümende by tage den burgban by naht ein mile weges one alle gnade und donoch
r 10.
,1/ur: 10.
M/Irt U.
W»n t'J-
Mlln II.
Mni 14.
Juni 0.
Jur.i II.
822 1400
ein jar an scherer Tyrilins gnade, und sol die besserunge nit anegan, er habe denn
vor drissig Schilling pfennig verbessert umbe das, daz er der vorgenante scherer Tyrilin
juii 7. ein kleffelote heim gesante hette und gesprochen si sie malotzig. actum feria
quarta proxima post diem scti Udalrici episcopi anno 95. und ist ym anderwerbe die
stat 5 jar verteilet umbe sine umbescheiden rede, so er dem rote getan het. und i
sol ouch Sicherheit geben nit wider unsere stat zu tünde und reht zu gebende und
zu nemende etc. datum ut supra.
Item Brächelinshenselin von der nuwen mülen der schifkneht dictus Rincke
juravit domino Reimboldo Wetzel magistro et Johanni dicto juniori 10 annos et dahil
5 lib. ad instantiam quondam dicti Erwini, quem occidit. et debet etc. actum feria n
Aug- '•'• sexta proxima post diem scte Margarethe virginis anno etc. 95.
Item Störckelin der snider und Cleinhansemans Hayse der schuchsüter hant dise
stat ein jor versworen, darumbe das sü Heinrich Kranich dem Jungen nachließen!
Aug. s. mit swerten und halinbarten und in erstochen woltent han. actum feria quarta et
ipsa die beati Oszwaldi regis. M
Januar 5. item feria tertia proxima ante festum Epiphanie domini do ist Cleinhansemanne
dem schuchsüter dise stat zehen jor fürbasser verbotten unde verteilet umbe das er in
Krutenowe ging an die stette, die imme verbotten werent und indewendig des begriffes,
das er versworn hette.
Item Johannes Trflsenheim senior Johannes et Nicolaus ejus filius juraverunt ad
quilibet eorum quinque annos et dabit quilibet eorum S'/j üb. ad instanciam Druwe-
line uxoris dicti Spitzkopf de Waseneck, quam wulneraverunt. et debent etc. actum
Aug. /«. feria quarta post diem festi assumptionis beate Marie virginis.
Item Johanns Trüsenheim der alte, Hans und Clauwelin sine süne juraverunt
infra quinque annos non intrare civitatem vel ejus suburbia nahtes ein mile und »
tages an den burgban und sol ir iegliches geben 2'/2 lib. pro eo, quod wulneraverunt
dictam Druwelin uxorem dicti Spitzkopf de Wasenecke. et debent etc. actum feria
Aug. u. quarta proxima post diem festi assumptionis beate virginis Marie.
Item* Ketternesen ist dise stat fünf jor verteilet nahtes eine mile und tages an
der burgban umbe das sü sich annam metzen von wegen eins meindes (!) zu erzü- .10
gende und das nüt erzügen möhte. actum sabbato ante Adelfi episcopi. et juravit
Aug. 28. crastino festi decollationis scti Johannis baptiste.
Item* Hans von Dürnigheim, Diether Kolben sun des küffers, dem die oren
Aug. 30. abgesnitten sint, het dise tat . . .
Item Ulricus filius dicti Cünenhannes Terdoms (?) juravit domino Reimboldo Wetzel at
magistro, Johanni Schilt juniori et Rurckardo Buman quinque annos et dabit 2'/2
lib. ad instanciam [Name fehlt] et composuit actorem secum. actum feria sexta
fepi. 3. proxima post decollationis scti Johannis baptiste.
Item Heinricus de Ulme filius Eberhardi carnificis juravit quinque annos domino
Reimboldo Wetzel magistro, Johanni Schilt juniori et Burckardo Buman et dabit 2'/2 w
lib. ad instanciam [Name fehlt] et debet se componere cum actore. actum die
predicto.
1400 823
Item* Heinricus Göbellin juravit duos annos darumb das er Retwin erstach und
ein notwere erzugete. actum die seti Martini episcopi. n*>. ".
Item Johannes Blotzheim pellifex juravit domino Wilhelme- de Mulnheim magistro
et Heintzmanno dicto Selosz pellifici quinque annos et dabit 2'lt lib. ergo, quod wul-
& neravit dictum Geiszman filium dicti Brümat. et debet componere etc. actum feria
f'i'J'i
tertia ante Viti et Modesti anno etc. 99. Ju,„- 10
Sub domino Johanni Zorn de Eckerich magistro, qui ingressus fuerat
dominica proxima post diem seti Erhardi episcopi anno 1397. Ja ""
Item* Johans Pfettesheim der junge, also dem vormoles die stat 10 jore verteilet
i» wart umbe sine ungehorsamkeit, also er unser stette ungehorsam was, do ist zu
wissende, das demselben Pfettensheim yetz ein anderwerbe erteilt ist, was er an den
zehen joren usz gewesen ist, das sol ime an den zehen joren abe gon und sol in
disen drien tagen hinwegvaren und sol solange von der stat sin bitze die zehen jore
gar uszkumment. actum feria tertia proxima post dominicam Invocavit, que nun «.
i5 fuit crastino beati Gregorii pape. und ist zu wissende, das gerechent ist, das er drü
jare usz gewesen ist. und sol noch me usz sin denne süben jore similiter sicut Gösz-
lino. actum ut supra.
Item* Erstheim Hanseman dem schriber juravit quinque annos sub domino.
Johanne Zorn magistro coram consilio umbe das er der stette nit gehorsam was.
au actum ut supra.
Item * Johannes Rappoltzwiler notarius juravit coram consilio quinque annos
consulibus ergo, quod fuerat contumax civitati Argentinensi. actum ut supra.
Item* Hans von Spire het usz gesworen zehen jare umb daz er unser stat nit
gehorsam gewesen ist. und sol ein brief über sich geben nit wider unser stat, unser
185 burger zu tun etc. actum ut supra.
Item* Samson dem schriber ist die stat verteilt 10 jore etc. sicut Johanni de
Spira. actum ut supra.
Item Dielehin von Sigen ist dise stat zwei jor verteilt und Dinen der vilspinnerin
sime bülen 5 jore umbe daz sii unbescheiden worent gegen iren nachgeburen. und
so süllent by irme eide sweren den, die von in geclaget hant, niemer laster noch leide
zfl tünde noch schaffen geton werden, et sie juraverunt. actum ipso die dicti
Gregorii pape anno 1397. tun it.
Item * Gösselin Sturm hern Wernher Sturmes sun ist dise stat zehen jore verteilt
tages und nahtes ein mile und do zwüschent nit in die mile zu kummende. und sol
8» ouch er weder schöffele noch ratherre zu Strazburg niemer me werden, er sol ouch
sweren niemer me alle die wil er iemer gelebet wider unser stat, unser bürgere
noch die unsern zu tünde noch schaffen geton werden, were es ouch, das er üt ge-
wünne zu tünde mit unser stat, mit unsern burgern oder den unsern oder unser
stat oder die unsern mit ime widerumbe, so sol er sinen nachbotten von sinen wegen
«o zu uns senden und sol ouch der von sinen wegen darumbe reht geben und nemen
vor unserme rat zu Strazburg oder aber an den stetten, dohin in dieselben meister
und rat wisent. und was ime danne dieselben meister und rat oder die, vür die es
gewiset wurt, darumbe erkennent oder erteilent, das er das by sime geswornen eyt
VI. 104
824 1400
halten sol und vollefuren. und sol ouch er dazselbe und ouch die vorgen. besserunge
in disen nechsten vier wochen sweren also zu haltende und zu tünde. und süllent
meister und rat sich zu stunt und iegnnote alles, sines gutes underziehen und es
nemmen, das er ietzen hat oder harnach gewönnet, uffe das, ob er das nit sweren
wolte, so sol uns dasselbe sin gut alles verfallen sin, und süllent meister und rat 6
danne erkennen, wie sü es vürbas zu ime und zu sime gute rihten wellent. sweret
aber er in disen selben nehesten viere wochen und tut, also do Vorbescheiden ist,
so sol alles sin gut lydig sin. meister und rat süllent ouch keine gewalt noch mäht
haben ime in die mile weges zu erlöbende by irem eyde. und sol es ouch kein meister
an keine urteil setzen ouch by sime eide. und sol es nieman vor in vordem, und io
ist ime dise urteile geschehen umbe daz, das er uns und allen unsern gebotten un-
gehorsam gewesen ist in unsern nöten. ' und sol dise vorgenante artikel alle jore
ein rat dem andern in den eit gegeben. et sie juravit feria quinta proxima post
mrz is. diem beati Gregorii pape. und wart uf denselben tag gerechent, das er noch süben
jore usz sol sin. actum sub anno domini 1397. *
Item Hans von Mülnheim der Küsin dohterman ist dise 10 jore verteilt similiter
sicut Göszelinus Sturme prescriptum est. et sie juravit ipsa die beate Margarete virginis
jmis SUD domino Reinboldo Hüffelin seniori in presentia Cünradi zum Rüste anno etc. 98.
Item Peter Böckelin ist dise stat verteilt 10 jore, und het uszgesworen die 10
jore zu glicher wise, also von Hans von Mülheim und Göselin Sturm do vor ver- 20
juu <s. schriben stat. et sie juravit ipsa die festi beate Margarethe virginis sub domino Rein-
boldo Hüffelin magistro et Cünrad zum Rüst anno etc. 98.
Item Peterman von Dürningen ist dise stat verteilt zehen jore zu glicher wise
also Hans von Mülnheim und Göszelin Sturme, et sie juraverunt sub domino Nicoiao
Januar n. Merswin magistro et Johanne Bersche feria sexta proxima post diem beati Erhardi 25
episcopi anno ut supra.
Item* hern Heintze Ottefriderich ritter ist dise stat verteilt 10 jore glicher wise
also Göszelin Sturm und Johanse von Mülnheim. actum ut supra.
Item Claus Jungzorn ist dise stat 10 jore verteilt tages an den burgban und
nahtes ein mile von unser stat zu sinde und do zwüschent nit herin zu kummende. 30
et alias similiter sicut Göszelino Sturm, actum anno 97.
Item Reinbolt Kleine dem ist dise stat 10 jore verteilt tage und nahtes ein mile
et alias similiter sicut Göszelino Sturm et Johanni de Mülnheim. et sie juravit sab-
Mai 9. bato proximo post inventionem sete crucis anno domini etc. 94 sub domino Johanne
de Kagenecke juniore magistro. actum 97. »5
Item * Heintzeman Swop ist dise stat 10 jore verteilt tages an den burgban und nahtes
ein mile von unser stat zu sinde. et alias similiter sicut Göszelino Sturme und supra.
Item* Cüntz Velleberg dem smide ist dise stat zwei jore verteilt tages an den
burgban und nahtes ein mile und drü jore an Herman Lorers gnade umbe daz der-
selbe Cüntze Herman Lorer schuldigete, das er ein diep were und sinre diepstal halp *o
1 Auf diese Stelle im Text weist eine am Band gezeichnete Hand.
1400 825
in des tümprobstes seligen hofe von Ohzenstein vor ziten entrunnen were, das sich
doch nit funden het. juravit feria post festum beati Gregorii pape anno etc. 97. ^ÄrI M
Item Kridewis Lienhart Hünrers sun, dem ist dise stat 10 jore verteilt similiter
sicut Johanni de Spira. actum die et anno ut supra.
5 Item* Otteier der kufler sol usz sin 32 wochen für 2*/, lib. den. von einre ge-
clageten wunden wegen, actum feria sexta ante dominicam Oculi anno domini etc. 97. nun k.
Item* Lawelin Sifrit Sniders brüder fsolj usz sin 32 wochen vür 21/» lib. den.
von einre ungeclageten wunden wegen. actum sabbato proximo post dominicam man $4.
Reminiscere anno predicto.
i» Item Berhtolt von Halle ist dise stat 10 jore verteilt, und sol man ime in den
den zehen joren nie herzu erlöben und sol niemer me burger zu Strazburg werden
und sol sweren by demselben sime eide glicher wise also Johanse von Mulnheim
und Göszelin Sturme gesworen hant. et illa juravit sabbato proximo post dominicam ,3>>
Märt 8.
Oculi anno domini etc. 99.
iä Item* Heintzeman Ruszer ist dise stat 10 jore verteilt tages an den burgban
und nahtes ein mile von unser stat zu sinde. et alias similiter sicut Johannes de
Mulnheim et Göszehnus Sturm predicti juraverunt. illud juravit pridie beatorum Viti Juni n.
et Modesti martirum anno ut supra.
Item * Cüntzman Möchelin dem vischer ist dise stat fünf jore verteilt nahtes
so ein mile und tages an den burgban, und sol zwentzig pfunt pfenninge geben an die
stette, dar sü danne der rat hin erteilt zu gebende, umbe daz er ein nünjerig döh-
terlin geminnete. und sol der zwentzig pfunt pfenninge lidig sin, die er dem kinde
geben solte haben, also das von Möchelins wegen mit des kindes fründen vertedinget
wart, et id juravit prefatus Cüntzmannus feria secunda proxima post diem Palmarum Ä"^1S
6 anno etc. 97.
Item* Hansemanus Schmirtzmage proclamator vini juravit quinque annos et dabit
2'/, lib. ad instanciam Henselin Liebegüt, quem vulneravit. et debet componere cum
conquerenti. actum ipsa die beatorum Petri et Pauli apostolorum anno etc. 97. Juni t».
Item Lawelinus Gengenbach juravit quinque annos et dabit tertiam dimidiam
30 libram ad instanciam Lawelini Zoller carnificis, quem cum uno glebo volubili wul-
gariter mit einre walkugeln in faciem suam projecit et graviter lesit, debet com-
ponere cum conquerente. actum feria quinta proxima post festurn beate Marga- Juli <».
rethe virginis anno domini etc. 97.
•Item* Otteier der küffer sol uszsin 32 wochen vür 2x/t lib. den. von einre un-
35 geclagelen wunden wegen. actum feria sexta proxima. * Mi to.
Item * Lawelin Sifrit Sniders bri'ider sol uszin 32 wochen von einre ungeclageten
wunden wegen. actum feria sabbato post Reminiscere anno ut supra. * min u.
Item feria tertia ante Laurentii martiris do vieng des jungen Wasenecken ein
jore an, also ime und andern die stat ein jore verteilt wart umbe, das sü einen
«0 gewünnent, der in dem bohte tröschen solte. und het ouch uf den vorgenanten tag
1 S«eft« oben Zeile 5—11 dieselben Notizen mit fast gleichem Wortlaut.
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die 30 sol. den. gerihtet, die ime zu besserunge erteilt wurdent zu gebende, ut supra
anno predicto.
Item * Vogel dem tragekneht ist dise stat ein jore verteilt ob causam predictam.
und sol 30 sol. geben an den spital, e sin besserunge anegat. actum ut supra.
Aug. n. und het die 30 sol. gerihtet feria sabbato post festum assumptionis beate Marie vir- &
ginis donoch. und get uf denselben tag sin besserunge ane.
Item Cuntz Obereht der trösche het ein jore uszgesworen umbe das er sich ver-
dingete in dem bohte zu tröschende, also do vorgeschriben stat.
Item Hans Eschöwen dem tücher ist dise stat fünf jore verteilt nahtes ein mile
und tages an den burgban, und wenne er herwider in kummet, so sol er niemer io
uffe des antwerckes der tücher stube kommen, darüff zu zerende oder zu wonende
danne mit urlop, wissent und wille des antwerckes der tucher. er sol ouch sweren
keine geselleschaft von sime antwercke zu habende in sime garten noch an keinen
andern stetten, danne kerne ieman von sime antwercke zu ime ungeverliche und wolte
by ime zeren, den sol er mit über ein ymbis oder ein ürten by ime lossen zeren. iä
octob. 9. et juravit hec feria tertia proxima ante diem scte Aurelie virginis juravit etiam die
predicta anno 97.
Item Johans Boltembach dem schiffeman ist dise stat 10 jore verteilt usz dem
bystum, und wo er do zwüschen ergriffen wurt, so sol man in erhencken umbe die
diepstal, die er geton het. et id juravit feria quarta proxima post diem beati Dyonisii ^o
ociob. to. anno predicto.
Item also Hensz Francke von Roszheim, Groszclaus Rebestocke zu Roszheim in
der stat wundete und derselbe Groszclaus denselben Hensz Francken darumbe ane-
greiff und ving und zu dem rehten darumbe vür meister und rat komment, do ist
zu wissende, das Henselin Francken erteilt ist, das er sweren sol und ouch uff disen •«
hütigen tage gesworen het fünf jore usz der stetten Strazburg burgban und der
stette Roszheim und usz irem banne zu Roszheim und tages nit neher den stetten
zu kommende, danne die benne und nahtes ein mile weges von ieder stat zu sinde
und nach den fünf joren ewicliche also usz zu sinde ane Claus Rebestockes gnade.
und wenne nach den fünf joren Groszclaus Rebestocke Henselin der besserunge er- so
lat, so sol er nit in die stette kommen denne mit ieder stat urlop und wissende, und
sol in iedie stat bessern also ein ehter. wurde er ouch iemer in den zilen ergriffen,
e er der besserunge lidig wurde geseit, so sol man von ime rihten also von eime
sept. to. ehter. actum vigilia scti Mathei apostoli anno 97.
Item Cüneman Flesseler sol bessern disen rat uf tages an den burgban und ss
nahtes ein mile umbe daz er seite, das die ammanmeistere hettent besendet und tun
sweren, das sü soltent sagen, was sü uff iren drinckstuben hortent, das doch nit wor
sept. i6. was. et juravit feria quarta proxima post Mathei apostoli anno ut supra.
Item* Johannes Billeman senior et Hannemannus ejus filius juravit domino Jo-
hanni Klobeloch quinque annos et quilibet eorum dabit 21/2 lib. pro eo quod Peter- *o
mannum de Wingersheim juniorem vulneraverunt et debent componere cum querenti.
sept. 28. actum vigilia beati Michahelis archangelis anno ut supra.
Item Lawelinus Obesser Lawelin juravit duos annos et dabit 21/* lib. erga.
140O 827
Waltherum Mentag sutorem, quem fecil blutrünstig, et debet componere cum querente.
und sol zwei jare usz sin an des vorgenanten Walthers gnade. actum feria quarta
post Dyonisii anno ut supra. oeiob. to.
Item Wilhelm Seckeler sol dem rate ein jore bessern und ein jore an Greden
i Moserin gnaden darumbe das er sü übelhandelte mit bösen untugenlichen Worten.
actum crastino beati Galli confessoris. ouch ist zu wissende, das Wilhelm Seckeler <>cu*>. n.
sich sithar gegen derselben Moserin unbescheidenliche gehalten het domitte, das er
ir ein kleffelote an ir dach het gehencket. darumbe und zu der ersten besserungen
ist Wilhelm dise stat vürbasser verbotten, und sol er sweren in ahte tagen die bes-
te serunge zu haltende, dete er daz nit und were ungehorsam, so sol man in halten
für einen ehter, und ist dem ammanmeister vürbaszer empfolen darzü zu tünde.
actum sabbato post Nicolai episcopi . . anno domini 1399. D'c- /J-
Dine Coptenlawelins frowe des schiffknehtes ist dise stat und burgban verteilt
zwei jore ane gnade, et dabit tertiam dimidiam libram et debet componere cum que-
15 rente ad instanciam Katherine dicte Oheimlawelins Katherine, quam fecit blutrünstig.
und sol bessern zwei jore an derselben klegerin gnade. actum feria tertia pre-
xima ante festum beatorum Symonis et Jude apostolorum. anno ut supra. 0c,ub- "■
Item Wolfeshanseman und Grofen Anshelm ist dise stat fünf jore tages an den
burgban und nahtes ein mile [verteilt], und sol ieglicher bessern fünf pfunt pfenninge,
2o und sol sin besserunge nit ane gon, er habe denne das gelte e geben, umbe das sü
usz unser stette nuwen greben vische gevangen und genommen und die verköftent.
actum feria tertia proxima ante festum beatorum Symonis et Jude apostolorum. oeub. */.
anno ut supra.
Item Hansemanus dictus Wolfeshanseman persolvit suas quinque Hb. feria tertia
o
25 proxima post diem beati Udalrici episcopi anno etc. 98. ,39B
Item Rftlmans Henselin und Martin von Honowe ist dise stat verteilt ieglichem
fünf jore tages an den burgban und nahtes ein mile. und sol ieglicher bessern fünf
pfunt pfenninge. und sol sin besserunge nit anegon, er habe denne das gelte e geben
umbe daz sü usz unsere stette nuwen graben vische gevangen und genommen hant
30 und die verköftent. actum feria tertia proxima ante festum beatorum Symonis et
Jude apostolorum anno domini etc. 97. ociot. u.
Item Rüdolff Sieher von Zürich juravit unum annum extra civitatem et ejus
suburbia, ut moris est, pro eo quod Egidium Sieher de Brisaco vulneravit et tarnen
eidem (!) Rödolffus probavit necessariam defensionem. actum feria quarta proxima (Mob. u.
äs ante festum beatorum Symonis et Jude apostolorum anno ut supra.
Item Lawelinus Flexsberg der welker et Henselinus Flexsperg sartor juravit do-
mino Johanni Berlin magistro et Nicoiao Wurmszer quinque annos et quilibet ipsorum
dabit tertiam dimidiam libram et debet componere cum querente ad instanciam
Petermanni zu der Wellen, quem vulneraverunt. actum feria sexta proxima ante
*o festum beatorum Symonis et Jude apostolorum anno ut supra. oaob. t«.
Vessenheim dem gerwer ist dise [stat] und burgbanne 10 gantze jore verteilt tages
und nahtes ein mile. und sol man ime in disen zilen nit herzu erlöben. und sol 10 lib.
den. geben und sol sin zil nit ane gon, er habe danne das gelt e geben, und were es
828 1400
sache, das er iemer mit unser stat, unsern burgern und den unsern zü schaffende oder
zu tünde gewunne oder unser stat unser burger und die unsern hinwider mit imme,
darumbe sol er sine sache an ieman setzen und der sol darumbe von sinen vvegen reht
geben und nemmen vor meister und rat zu Strazburg, die danne zu ziten sint oder do
in danne meister und rat hinwisent. und was imme meister und rat oder die, vür die »
er danne gewiset wurt, darumbe erteilent, sprechent oder erkennent, das er das by
sinem eide sol stete halten und voilefüren, und sol in öuch do mitte wol benügen.
und ist ime die urteil darumbe beschehen, das er offenliche Sprech mit zornlichen
worten1 uff der gerwer stube, das den ammanmeister und alle, die in kusent, daz
vallende we müsse anegon und sprach domitte zu Fritsche Wiszgerwer: «Nu gange 10
Nov. s. zü dem ammanmeister und sage es ime.» actum et firmatum feria quinta proxi-
ma ante festum beati Martini episcopi. et sie prescripta juravit pro domino Johanni
.von. ig. Berlin magistro et Hanselario filio Hanselarii Cerdonis crastino festi Martini episcopi
anno domini 1397.
Brünlin* dem harnescher ist dise stat fünf jore verteilt nahtes ein mile und i&
tages an den burgbanne umbe die bletsche und wücher, die er Johanse Rudolf gap
und ouch umb das er unser stette ir ungelt nit engab von ahte fuder wines wegen, die
er koufte. und sol Hans Rüdolff geben drie guldin, die Hans Rüdolff Brünlin gap
einzelehte in fünf pfunden und in also solichem gelte umbe das Brünlin Hanse Ru-
dolfe zil gap an solichem gelte, das Hans Rüdolff Brünlin schuldig was. doch süllent m
an den zwentzig pfunden Brünlin ahte pfunt pfenninge abe gon an den versessen
zinsen, die Hans Brünlin schuldig was. so sol Brünlin geben 17 Hb., die Hans Rüdolff
Brünlin gap, darumbe das Brünlin Hans Rüdolff zil gap an 40 üb. den., die Hans
Rüdolff Brünlin schuldig was, und Hans Rüdolffe doch an dem höptgüte nütschit abe-
ginge. item also Brünlin Hanse Adolfe von Schaftoltzheim, Hanse Rudolfe und Walther 25
von Endingen 8 fuder wines zü kouffende gap und sü in die botent wider zu ver-
koffende. und er sprach, das er das tun wolte, das er do die wine verkoufte und
den drien umbe die wine brehte 52 gülden, die er sprach, die er dar abe gelöset het
[das sol er ouch Hanse Rüdolffe keren und sol Brünlin dar unser stette geben] 8 do
er doch die wine zü der zit höher verköfte, was er do über die zwene und fünfzig 30
guldin abe den winen gelöset het, das sol er ouch Hanse Rudolfe keren. und sol Brü-
lin darzü unser stette geben 20 lib. und süllent die fünf jore nit anegon, er bezale
denne vor unser stette die 20 lib. dieselben 20 lib. er ouch unser stette bezalet het. et
Nov. s. sic juravit ut prescriptum est feria quinta proxima ante festum beati Martini epis-
copi anno etc. 1397. S!t
Waltherus* Mentag sutor juravit domino Johanni Berlin magistro et Reimboldo
Wetzel quinque annos et dabit tertiam dimidiam libram et debet componere cum
conquerente ad instanciam Obesser Lauvelin fusorem cancrorum (?), quem vulneravit
.vot>. «. actum feria sexta ante festum beate Katherine virginis anno domini etc. 97.
1 Hier ist am Bande eine auf diese Stelle hinweisende Hand gezeichnet.
2 Dieser Säte ist gestrichen.
1400 829
Vigilia scti Andree apostoli anno domini 1402 do ist erzüget, das der vorgen.
not
Walther Mentag mit den klegern übereinkommen ist. No». %».
Item sabbato post Andree hat Walther Mentag gesworen vür die 2'/, lib. den.
32 wochen in presentia Hessemanno Hessonis magistro et Jacobi dicti Mansse anno
» domini 1402.1 i,rc. t.
Scherhenselin dem metziger knehte ist dise stat. ein jore verteilt, und sol nit
herwider in kommen, er habe denne e 30 sol. den. geben, et hoc juravit vigilia An-
dree apostoli anno ut supra. darumbe das er einen frömden manne under der
metzigen sliig und einen bürgen vür den rat hiesch, der imme doch nit schuldig was,
10 und dem er schuldig was, Scherhenselin predictus expedivit predictos 30 sol. die cra-
stino festi beati Nicolai episcopi et eodem die ineipit annus suus. /J97
* Ludewige von Wickersheim ist dise stat und burgbanne fünf gantze jore verteilt
nahtes ein mile und tages an den burgban und sol 5 lib. den. an den spitel geben
und sol sin besserunge nit ane gon, er habe danne die fünf pfunt e geben, und ist
15 ime dis urteil darumbe geschehen, das er hern Johans Ratesbotten einem priester in
des probestes hoff zürn jungen sant Peter nach nahtymbis zeich, er hette ime einen
guldin verstolen und in mit sinre fi'iste under sin anllit sli'ig und donach uz dem
hofe ging und wartete hern Johanscs mit eime uffsatze untze mitternaht und do her
Johans usz dem hofe kam und heim wolte slaffen gon und Ludewiges unbesorget was,
'"' das do Ludewig zuhte ein blosz swert über hern Johansen und sliig do mitte hinder-
wert uff hern Johansen und satte imme das swert an den buch und twang in, das
er ime globen müste mornens den guldin wider zu gebende, und umbe andern frevel,
mütwillen und gewalt, den er also mit gewalt an dem vorgen. priester by naht und
by nebel begangen het, das er eins teiles selbes gihtig und eins teiles erberliche er-
if> züget ist. were ouch, das her Johans Ratesbotte iemer von iemanne der sachen
halp anegesprochen oder angelanget wurde, von wemme das were und in weihen
weg das were, die anesprochen und vorderungen süllent imme Ludewig von Wickers-
heim oder sin erben mit irme kosten lidigen und abetfin. fürbas sol Ludewig sin
fründe und alle die sinen dirre sachen halp hern Johannen weder laster noch leit
30 tun an libe oder an gute noch schaffen geton werden durch sich oder durch andere
lüte one alle geverde. dogegen sol her Johanse dirre sachen halp an Ludewig sin wip,
kint oder die sinen hinnan vürder keine anesprache haben noch sü anelangen oder
zu schaden bringen mit geistlichem oder mit weltlichem gerihte oder das schaffen ge-
tan werden heimlich oder offenliche von der vorgen. sachen wegen ane alle geverde.
«6 et hoc juravit Ludewicus predictus feria quarta ante festum beati Andree apostoli *o». »*.
anno etc. et dedit quinque libras ipsa die Andree apostoli et tunc ineipiunt ejus nm>. s*.
anni.
Rülin dem küffer ist dise stat und burgban ein halp jore verteilt und das bys-
tüm ein halp jore an Lawelins von Ettenheim gnade umbe das er sin messer zuhte
«o über denselben Lawelin. actum vigilia festi nativitatis domini anno domini etc. 97. o«. xi.
1 Diese beiden Einträge von 1402 sind von anderer Iland hineugefügt.
830 1400
Also Johans Brüderlin dem schiffeknehte vor ziten die stat und burgban nahtes
ein mile und tages an den burgban verteilt wart von einre ungeclageten wunden
wegen und er ouch also uszgesworen het, und danne also ouch Wasenecke dem
jungen dem trageknehte ouch die stat und burgban ein jore verteilt wart und also
lange uszswur ouch von einre unfügen wegen, do wurdent die zwene öbe iegliches 5
zil uszging by naht indewendig dem zil begriffen der mile weges gevangen und er-
griffen und darumbe und umbe den egen. zweien anderwe dise stat und burgban
zehen jore verteilt nahtes ein mile und tages an den burgban und sol ir iegliches
zil nit anegon, sin erste zil sie danee e us. et sie juraverunt. actum 15 kal.
März «. aprilis anno etc. 98. 10
Item die vorgen. zwene hant geseit by irme eide, das der, der usz dem schiffe
sprang, also sü gevangen wurdent, und heisset derselbe Rülin kursener von Hagenowe.
Valwe* Henselin von Valfe und Germündelius Henselin Germündelius Henselins
sun von Mollisheim sin swoger die koffere juraverunt domino Reinbolde Hüffelin
seniori magistro et Beroni de Heiligenstein decem annos et quilibet eorum dabit 5 15
libras den. Argentinensium pro eo, quod interfecerunt quondam Heinricum de Nurem-
berga cuperum Argent. ejusmodi homieidium Eylsa uxor ligitima ipsius quondam
Heinrici fuit conquesta. et debent componere cum querente. actum die crastino
Juni 7. corporis Christi, que fuit septima dies mensis junii anno domini etc. 98.
Dielman * von Marburg der scherer het dise stat versworen 97 wochen umbe 20
das er Böldelin von Kunheim mit Unschulden gefrümete geleit in das gerihte und ein
wunde uf in clagete, das vor dem rate kuntliche erfunden wart, das er ime unreht
geton hette und darumbe wart Dielman erteilt nach der stette buche lute und sage,
also manigen tage er Böldelin in gerihtez wise behaben, das Dielman so manige woche
Der.. 3. Böldelin bessern solte. actum ipsa die beate Atale virginis anno ut supra. 25
Der Seiler bi Bischoffburgetor sol bessern zwei jor tages an den burgban und
nahtes ein mile. und sol sin besserunge nit anegon, er habe danne e gegeben fünf
pfunt an den spital ein pfunt an die eilende herberge und ein pfunt zu den guten
lüten umbe das er sin stiefdöhterlin geminnete. et sie juravit feria seeunda proxima
Aprii 1. post diem Palmarum anno ut supra. 30
Dietherich der brotbecker an dem dorhus sol bessern zehen jore von dirre stat und
naht ein mile, und wo man in in der mile weges ergriffet, so sol man in erdrencken und
ist ime die urteil geschehen umbe das, also meister und rat in und andere sin ant-
werckgenossen vür sü besantent, daz sü sweren soltent noch dem, also meister und
rat, schöffele und amman überkommen sint, das es menglich an der brotbeckerant- 3i
wereke, die do husz haltent, sweren sullent, das er do sich wider meister und rat
sich widerte und nit gehorsam wolte sin und kerte sich freveliche in dem rate umbe
und sprach, er wolte nit sweren, das doch wider den artikel, der in dem brief ge-
schriben stat, den man alle jore offenliche vor dem münster liset und man in sweret
stete zu haltende. et sie juravit, ut premittitur, feria quinta proxima ante festum 40
Mai m. penthecostes anno domini etc. 98.
Lawelin * von Reinichein dem brotbecker ist dise stat fünf jore verteilt tage
und naht ein mile, und wo man in in der milen ergriffet, so sol man mit dem swerte
1400 831
von ime rihten. und ist ime die urteil geschehen umhe die stücke, die von dem
egenanten Dietherichen geschriben stant und der ime nachvolgende was. et sie
juravit feria quinta proxima ante festum penthecostes anno predicto. mm ts.
Her Peter Koche dem ist erteilt, daz er fünf gantze jore sol usz sin von dirre
6 stat tages an den burgban und nahtes ein mile und daruf sol man in dem official
antwurten, daz er ime den eit also gebe, den eit er ouch also vor dem official det,
also vorgeschriben stat. und ist ime die urteil darumbe geschehen umbe das er nahtes
ein lang messer trog und domitte in frowencleider ging und do die scharwehter
woltent lugen, were er were, das er in do übel rette und sich mit in wolte gestochen
io haben und in übel flüchete. actum feria quarta post Johannis baptiste anno etc. 99. _,"**„
Heintze * Brendelin der schüchsüter het zwei jor uszgesworn umbe das er Cüntzlin
Gölder libelozz det und des ein notwere erzügete vor meister und rat. actum
crastino die beate Marie Magdalene. anno domini etc. 99. H* «•
Schollen Henselin het usz gesworn 32 wochen vür 2'/2 üb. den. von einre ge-
i5 clageten wunden wegen domino Dietherico Burggrave magistro et Beinboldo dicto
Bebestock. actum feria tertia post diem beati Jacobi apostoli anno ut supra. /«M n.
Güntz* Velleberg der smit het uszgesworn ein jore und sol geben 30 sol. den., die
er ouch gegeben het von einre unzuht und freveis wegen, den er gegen Erhart
Cantzeler und Guntzen Wolgemüt beging. actum feria seeunda post corporis Christi
20 anno predicto. J,mi "■
Item Johannes Busse junior in dem Dumelloch juravit quinque annos sub domino
Bülmanno Swarber magistro in presentia Wilhelmi zürn Biet ergo, quod vulneravit
dictum Brehter Hanseman mensuarium vini, quod vulnus idem Hansemannus con-
querebatur. actum ipsa die beati Valentini episcopi anno etc. 99. Febr. u.
25 Lawelinus Gölder nauta juravit domino Bülmanno Swarber magistro et Nicoiao
Gnipping decem annos et dabit quinque libras ergo, quod oeeidit quondam Cünradum rnin ».
dictum Breitswert nautam et debet componere cum querente. et illam1 occisionem
conquesta fuerat Dina quondam Cünradi predicti (?). et sie juravit sabbato proximo
ante diem beati Gregorii pape anno ut supra. und ist mit den clegern überkommen
»o actum feria sexta ante festum seti Martini episcopi anno domini 1399. no* 7.
Hans Zoller von Dübickheim het uszgesworen zehen jore von dirre stat tage
und naht ein mile, und wo man in in der milen ergriffet, so sol man mit dem swerte
von ime rihten. und het ouch domit gesworen niemer me diewil er gelebt und des
ein brief über sich geben wider unser stat, unser bürgere noch die unsern zii
85 tünde noch schaffen geton werden und weres etc. und ist ime die urteile darumbe
geschehen das er einre frowen ein lade mit slegern nam uf frier strazzen, die was
wol vier pfunt pfenning wert und fürte die uff Hünenburg. et sie juravit feria
sexta proxima ante diem beate purificationis Marie virginis anno 99. j,mvar3i.
* Bötzen Hug de Eckbrehtzwiler juravit domino Bülmanno Swarber magistro
40 et Nicoiao Gnipping quinque annos et dabit tertiam dimidiam libram ergo quod vul-
1 In der Vorlage steht illum.
VL 10Ö
832 1400
neravit dictum Schahteltey et debet componere cum querente. actum feria tertia
Man 11. ante diem scti Gregorii pape anno ut supra.
Nicolaus Swop textor juravit domino Wilhelmo de Mülnheim magistro et Heinrico
dicto Messinger textori quinque annos et dabit tertiam dimidiam libram et debet
componere cum querente ergo quod vulneravit Henselinum dictum Bijber textorem. 5
Apra a. et sie juravit vigilia scti Georii martiris anno predicto.
Claus* Laweler dem eiltern, der do ein vürspreche was, ist dise stat zehenjore
verteilt tage und naht ein mile von dirre stat. und wo man in in den zilen ergriffet,
so sol man von ime rihten mit dem swerte und sol dem spital zehen pfunt geben
und sol sine besserunge nit anegan, er habe dem spital danne e die zehen pfunt w
Pfenninge gegeben, und sol sweren niemer wider unser stat, unsere bürgere noch
die unsern nit zu tünde etc. und sol man ime ouch in den zilen der zehen joren
niemer har zu erlöben in keinen weg. und sol ouch keine rate gewalt noch mäht
haben ime in den zilen dozwüschen harzö erlöbende oder der besserunge oder der
vorgeschribener dinge deheins zu erlosende, und sol es ouch kein meister an kein is
urteil nit setzen und sol ouch deheinre in dem rate dehein urteil darumbe sprechen,
und welre meister es an ein urteil satte oder welre in dem rate urteil darumbe
spreche, der sol meineidig sin. und sol ouch der vorgen. Laweler schöffel, ratherre
noch vürspreche zu Strazburg niemer me werden, und was geltes er von den per-
sonen, der rede er geton solte haben, und nit usz getragen worden ist, dasselbe gelte so
sol er in wider keren. et sie juravit feria quarta proxima post festum purificationis
Januar i9, beate Marie virginis anno ut supra.
Friederich * der vogeler hat gesworn ein jore usz one gnade und sol geben 30
sol. und sol Obrehte von Berregart bessern ein jore an sin gnade umbe daz er in
slug in einre trostunge, also er von meister und ratz wegen getröstet was. et sie 25
Febr. 1. juravit sabbato proximo ante Helene virginis anno etc. 99.
Item * des vorgen. Frideriches besserunge ist uzz und hat vür die drissig Schillinge
Pfenninge uszgesworen 22 wochen in gegenwertikeit hern Bertholtz von Roszheim
des stetmeysters und Walther Oleymans. actum feria quinta ante festum Epiphanie
Januar e. domini anno domini 1402. x f
Lawelin Sante der kürsener het usz gesworen zehen jore sub domino Dietherico
Burggrave magistro in presentia Reimboldi Wetzel et Heintzmanni dicti Selosz et
dabit quinque libras et debet componere cum querente umbe daz er einen schuchzter
1399 U^ ^er owen erstochen het. et sie juravit feria sexta ante exaltationem sete crucis
Sept. n. anno domini 99. 1
Rünseler Dinlin het uszgesworen 1 jore one gnade und 1 jore an Hügelin Seiffe-
maehers gnade tages an den burgban und nahtes ein mile. und ist ir urteil darumbe
geschehen umbe daz sü den vorgenanten Hügelin zu drien malen frönde, der in
doch nützit schuldig was, das sich vant. et juravit feria seeunda post Thome
Dec. a. apostoli anno predicto. 4
Hans zu Megede N. B.
Späterer Nachtrag.
1400 833
Es hant Hans zii Megede und Arbogast der winrüffer uszgesworen ieglicher fünf
jare tages an den burgban und nahtes ein mile, und wenne die fünf jare usz kum-
ment, so süllent sü beide ieglicher zwei jare bessern an der nachgeschriben cleger
gnode, also vorgeschriben stat. und süllent ouch sü beide in den zilen nit in Krute-
s nouve kummen. und ist in die urteil geschehen umbe das sü beide by naht und by
nebel stigent in Werlin Heinrichs seligen hus des vogelers hinter sante Katherinen
und geminneten darinne Jüntelin sin dohter und Katherine, Gerhart Henselins des
bü(h)senmachers dochter beide über iren willen, darzü sü sü beide nütigetent und
trengetent und Hans zur Megede die vorgen. Katherinen hüb, bitz das sü der vorgen.
10 Arbogast geminnete. und man doch keinen notzoge do erzügen möhte. actum cras-
tino festi nativitatis beate Marie virginis anno predicto. Sept. #.
Und wenne die vorgen. fünf jare usz kumment, so sol Hans zur Megede darnach
ein jar von dürre stat sin umbe das er Völtzen Lawelin den vaszicher wunte und
ein notwere erzügete. et sie juravit feria seeunda ante diem sanetorum Viti et
15 Modesti martirum anno domini 1401. junm.
Kese Heitzelin der metziger het 10 jare usz dem bystüm gesworen. und wo man
in do zwüschent ergriffet, so sol man in ertrencken. und het darzü gesworen und des
ein brief über sich geben niemer wider unsere stat, unsere bürgere noch die unsern
zu tünde noch schaffen geton werden mit worten noch mit wereken heimlich noch
ao offenlich, und weres, da/, er üt mit unsere stat, unsern burgern zu schaffende ge-
wunne oder wir, unsere bürgere an ieman setzen, der von sinen wegen vor meister
und rat zu Strazburg oder vor den, vür die es denne gewiset wurt. und was danne
dieselben meister und rat oder die, vür die es denne gewiset wurt, darumbe erteilent,
sprechent oder erkennent, das sol er alles halten und voilefüren by dem vorgen.
äs sime eide. und ist ime die urteil geschehen umbe daz er und sin bruder wollent
einen uflof gemacht haben, do die ahthundert byenander worent. und sprach domitte,
wenne sü wurdent löffen, so wolte er die baner nemen und wolte lüffen in etteliche
hüser, die er wol wüste und sü vür die grinde slahen. et juravit sabbato ante
139»
Mathei apostoli anno predicto. sepi. to.
30 Lawelin Krebs der metziger des vorgeschriben Heintzelins bruder het fünf jare
usz dem bystüm gesworen glicher wise also der obgen. Heintzelin sin bruder ge-
sworen het. actum ut supra.
Kyenast,* der do schriber was an des schultheissen gerihte, het uszgesworen
fünf jore von dirre stat tage und naht ein mile und sol darnach niemer kein schri-
35 ber an keinem gerihte ine sin. und ist ime die urteil geschehen umbe das er ein
gezügnisze schrieb und dieselbe gezügnisze den schöffeln vorlasz und nach dem lesen
me zu der gezügnisze schreib one der schöffele wiszen. und ouch darumbe das er
Rudolf Dinckelsbühel dem snider sin date an einre frönunge hinder sich schreib,
der doch one einre der erste was an der frönunge, die do geschach und schreip
« ander lüte vür den vorgenanten Rüdolffen. darumbe Rüdolff ouch sin schulde verlor.
et sie juravit oetava corporis Christi anno etc. 99. Jun> '*■
Kettener Jeckelin der vürspreche het uszgesworen zehen jare tage und naht
ein mile von dirre stat, und wo man in in der milen ergriffet, so sol man in erdren-
834 1400
cken. und het darzö gesworen und des einen brief über sich geben nit wider unser
stat etc. zu tunde glicher wise, also sich Kese Heintzelin dovor verbunden het. und
ist ime die urteil darumbe geschehen, umbe das er mengeliche an dem gerihte
sprach: «man satte toren in die rete» und darumbe daz er von beiden partien gelt
genommen het, der rede er tun solte, und ouch darumbe, das er sin elich wip in der 5
heiligen karwochen usztreib und ein ander unelich wip in derselben karwochen mit
Nov. g. ime gen Baden fürte. et juravit feria quinta post omnium sanctorum anno predieto.
Friderich von Kirwilr der schöchzter het dise stat 10 jore versworen tage und
naht ein mile dovon zu sinde und sol darzü niemer schöffel noch ratherre zu Straz-
burg werden und sol sich ouch keinre ander sachen annemmen weder an den gerih- 10
ten noch susze. und het ouch gesworen in den ban zu Kirwilr nit zu kummende
ane Agnes Hartungin wissent und wille die vorgen. zehen jare. und het ouch geswo-
ren wider unser stat, unsere bürgere noch die unsern nit zu tunde noch das schaf-
fen geton werden, und weres, daz er ützit mit unsere stat etc, und ist ime die ur-
teil darumbe geschehen, das er die vorgen. Agnes Hartungin anegreift vür einen »
meineit, den er sü zeich, das sü ime sin gut do mitte solte abgesworen haben, das
sich doch mit guter kuntschaft funden het, das sü reht gesworen het. et juravit
Dec u. vigilia nativitatis domini nostri Johannis Christi anno 1399.
Schier *^Henselin der snider het uszgeworen drü jare von dirre stat tages an
den burgban und nahtes ein mile umbe das er offenliehe vor dem deinen gerihte so
gestanden ist und sprach: «die schöffele an des schultheissen gerihte hettent ime sin
eigen und erbe abegesprochen mit einre valschem urteil und das woltent sü ime vor
dem deinen gerihte aber tun mit gezügnisze, die sü sagen solten von sinen wegen. >
und ouch darumbe, do die schöffel nit woltent, also er wolte, do zögete er einen
brief und zu dem deinen gerihte, also der brief stat, also ist es und nit anders, den *>
brief het mich geheiszen der ammanmeister üch vor tun lesen, das sich doch nit also
Afot it. funden het. et juravit feria quarta ante festum pentecostes anno domini 1399.
Item* Günrat Speckelin der brotbeckerkneht, Gerwarten sun von Höfen ginsite
Rines juravit unum annum umbe das er einen gewundet het und domitte ein
dk. ii. notwer erzüget het. et juravit feria quinta post diem scti Nicolai episcopi anno 30
ut supra.
Ackesser Lawelin wart die stat verteilt vier jare zwei jare ane gnade und zwei
jare an Mentage des schüchmachers gnade, do sint die zwei jare us, die er unsere
stette bessern solte und het dem vorgenanten Mentage sine zwei jare an gnade
Jan. 2. usz gesworen. et sie juravit crastino circumeisionis domini anno domini 1400. 35
Thoman* Aentzelin der junge het fünf jare gesworen tage und naht ein mile
von dirre stat zu sinde. und sol man ime in den ziln nit in der mülen erlöben und
sol darzü sweren wider unser stat unsere bürgere noch die unsern nit zu tünde etc.
und weres, das er ützit mit unser stat unsern burgern etc. und ist ime die urteil
darumbe geschehen das er uff unsere pfaltzen gestanden ist und ouch anderswo und
het gesprochen: einre habe ime ein katzenurteil gesprochen und die andern habent
es ime gevolget und die habent ime ein scheffln urteil nach gesprochen. et juravit
Dec u. feria quinta proxima ante diem dicti scti Thome apostoli anno predieto.
1400 835
Subdomino.Tohanni deKageneckeseniori magist ro, qui ingressus
fuerat dominica proxima post diem sancti Erhardi episcopi annojJl'',,
domini millesimo quadringen tesimo.
Ulrich Gecke der kursenerkneht het uszgesworen fünf jare tage und naht ein
» mile von dirre stat. und ist ime die urteil darumbe geschehen, das er zu einre
fromeden dohter, die er in Krutenöwe in eins wirtes huses vant und sprach zd ir,
wolte sii dienen, so wolte er ir zu erbern lüten helffen, do sprach die dohter: «Jo».
also nam er sü und fürte sii in biegger in ein hi'irhüs, darinne lies [er sü] und ouch
darumbe, daz er andere bösen sachen belümet ist. et juravit feria quinta ante
10 diem Palmarum anno predicto.
Cleinhenslin der schi'ichzter het uszgesworen fünf jare tag usz dem bystüm, und
wo man in in den fünf jaren ergriffet indewendig dem bystüm [ergriffet], do er uns
in unser geriht ervolgen mag, so sol man in erhencken. und ist ime die urteil
darumbe geschehen, daz er Blümstein dem schüchzter sime meister ein kennelin und
i5 ein pfanne stal und des vorg. Bli'imsteins fröwe ein fünfzig. et juravit die predicto Aprn s.
anno ut supra.
Heintze Peyger der schüchzter het uszgesworen disen rat tage und naht ein
mile und nit harwider in zu kummende, er habe denne der schüchzter antwercke und
den geswornen des gerihtes geton, darumbe sü ime vür gerihte gebuttent. und ist ime
2o die urteil darumbe geschehen, das ime der schüchzter drie werbe vür sü gebuttent
und in ungehorsam was und sprach: wer ime in sin hus ginge, den wolte er zu
riemen zerhöwen. et juravit feria sexta ante purificationis beate Marie virginis anno jammr 30.
domini 1400.
Dine* Ysenhartin het uszgesworen disen rat tages an den burgban und nahtes
2b ein mile an cantzeler Ennelius gnade und sol darzü bessern^meister und rat 30 sol.
den. in drien tagen, und ist ir die urteil geschehen umbe das sü in der vorgen.
Ennelius husz zins und gewalt ging und sprach : sü hette iren meineit an eime brief
in einre kisten beloszen, das sich doch nit funden het. et juravit feria quarta ntr. //.
ante Valentini episcopi anno ut supra.
30 Wissen Hanseman der vischer het uszgesworen 32 wochen vür 21/, Hb. den.,
die er meister und rat verfallen waz von besserunge wegen. et juravit feria quinta
proxima ante diem beati Valentini episcopi sub domino Johanne de Kageneck seniore ran /*.
magistro in presentia Bügelini dicti Völtsche anno predicto.
Walther* Erlin het usz gesworen fünf jare tages an den burgban und nahtes
35 ein mile und sol derzü bessern 10 lib. den. 5 lib. dem spital und fünf pfunt den
guten lüten und sol sin besserunge der jare nit anegan, er habe denne die vorg.
zehen pfunt gegeben und ist die urteil geschehen umbe das er unrehten wehzel ge-
triben het an der münszen und eime fromeden gast an eime mechele nobel zweier
alter groszen minre gap, danne er ime von rehtz wegen geben solte haben. et «" »•
»0 juravit feria quarta post diem beati Mathie apostoli. anno domini 1400.
Waltherus antedictus satisfecit hospitali die ut supra.
Peterman Anefang und Johans Beldenlop die sniderknehte von Keiserslutern
hant gesworen fünf jare usz dem bystüm, und wo man sü in dem bystüm ergriffet
836 1400
in den fünf jaren, do sü uns in unser gerihte ervolgen mügent, so sol man sü er-
drencken. und ist in die urteil darumbe geschehen umbe daz sü uffelöffe mit ge-
uärz /. zuckten messern in unser stat gemacht hant. et juravit feria secunda post diem
beati Mathie apostoli anno predicto.
Heinrich * Bünckelin der brieftreger het fünf jare uszgesworen tages an den 5
burgban und nahtes ein mile und het darzü Sicherheit und ein brief über sich geben
wider unser stat unsere bürgere nit zu tünde etc. ut in littera continetur. und ist
ime die urteil darumbe geschehen, umbe das er Claus von Roszheim unsern lonherren
unter geistlichem gerihte understanden het gut, das er ime geben het, anderwerbe anzü-
gewinnende und sich mit kuntschaft funden het, daz er desselben gutes vormals 10
mrz i3. bezalt ist. et juravit sabbato ante dominicam Reminiscere anno predicto.
Witzen * Götzeman der metziger het zehen jare uszgesworen tage und naht ein
mile, und sol man ime in den zehen jaren nit indewendig die mülen erlöben und
sol es ouch kein meister an keine urteil nit setzen und hat darzü gesworen wider
unser stat, unser burger nit zu tünde etc. und weres sache, daz er üt mit unser 15
stette unser burgern oder den unsern zu schaffende gewünne oder wir und die
unsern widerumbe an in, darumbe sol er sin sache an ieman setzen, der von
sinen wegen vor meister und rate zu Strazburg, die denne zu ziten sint, reht geben
und nemen. und was ime dieselben meister und rate oder die, vür die sü es denne
wisent, darumbe erteilent, sprechend oder erkennent, das sol er alles halten und »0
voilefüren by dem vorgen. sime eide. und ist ime die urteil darumbe geschehen,
das er fleisch gehöwen het wider den artikel, der in unsere stette buch geschriben
stat, und ouch darumbe, das er sich wider sins antwerckes gerihte gesetzet het in
der massen, also wolte er partyen under in machen. et juravit sabbato proximo
tun so. ante annuciationem beate Marie virginis anno millesimo quadringentesimo. •«
Jacob* Gobelin het uszgesworen zwei jare tages an den burgban und nahtes
ein mile und sol darzü geben fünf pfunt pfenninge, die er ouch gegeben het. und
ist ime die urteil darumbe geschehen, das er Michel Glaser zu drien malen bürgen
hiesch vür 44 lib. den. und der im doch nit me schuldig was denne 4 lib. den. et
Märt «. juravit feria sexta ante annunciationem beate virginis Marie anno ut supra. 30
Claus * zur Bircken, Hermans sun zu Birken, Ulins frowe von Berne, die do ist
von sante Rifore, Kumbereilse von Sweigern usz Swoben, die hant fünf jare usz dem
bystum gesworen. und wo man sü in den fünf jaren in dem bystüm ergriffet, so
sol man sü bürnen und hant darzü gesworen und des einen brief und Sicherheit
geben wider uns, unser stat, unsere bürgere noch die unsern nit zu tünde noch 35
schaffen geton werden mit worten noch mit wereken. und weres, daz sü iemer ützit
an unser stat, unsere burger oder an die unsern zu sprechende hetten oder ge-
wünnen, von was sachen daz were oder wir unsere bürgere des glich wider umbe
an sü darumbe süllent, sol ir iegliche sin sache an ieman setzen, der von sinen
wegen vor meister und rat zu Strazburg oder vor den, vür die es denne hin ge- 40
wiset wurt. und was in denne dieselben meister und rat oder die, vür die es hin
gewiset wurt, darumbe erteilent, sprechent oder erkennent, das sullent sü alles halten
und voilefüren by dem vorgen. ireme eide. und ist in die urteil darumbe geschehen,
1400 837
umbedas sü unser und dem lande grosze smehe und unere zügefuget hat mit der irrunnge
ires bösen glöben, den sü in dise stat und in dis lant braht hant, und ouch darumbe,
daz sü verlümet sint, das sü schulde süllent haben gehept daran, das sü mit gelte
und busze süllent darzü geholffen haben des Weidehofer selige unschuldeclichen er-
5 mordet wart, das sü aber nit veriehen woltent, das doch kündig ist, das Weidehofer
ermordet wart, umbe das er sich von der irrekeit irs bösen glöuben kerte, do
vorhtent die irrer, daz sü verrüget wurdent und schüffent in ermordet. et juravit
feria quinta post anunciationem beate Marie virginis anno domini 1400. APrit '•
Berner* Cüntzlin der tücher, Adelheit von Ohzenbach by Heilburnen Harteman
10 des biermans frowe und Elkint Hüterin vor dem münster hat fünf jare uszgesworen
tage und naht ein mile von dirre stat glicher wise, also Claus zur Bircken und andere
do vor geschriben stant, und von der selben geschult wegen. et juraverunt die
predicto.
Lawelin* Lorhenselins sun von Offenburg het uszgesworen zehen jare usz dem
'» bystüm, und wo man in in den jaren in dem bystüm ergriffet, so sol man in er-
drencken. und ist ime die urteile darumbe geschehen umbe das er offenliche sprach :
Symunt Bühzener hette sin dohter uf dem Stoffenberg by Baden an eime böme
stonde ufreht geminnet, das doch nit enist. et juravit feria tertia post anuncia-
tionem beate Marie virginis anno domini 1400. «'« jo.
20 Wissense Lawelin der kürsener het fünf jare uszgesworen tage und naht ein
mile von dirre stat, und ist ime die urteil darumbe geschehen umbe daz er Jeckelin
den höptkannen zum Bippernantz vor des schultheissen gerihte zeich, er solte zwene
manne erstochen und zwene manne ermordet haben, des doch der vorgenante Jecke-
lin unschuldig ist. et juravit die et anno predicto.
« Lawelin* het fünf jore uszgesworen nahtes ein mile und tages an den burg-
bane et dabit 2'/4 üb. den. et debet componere cum querente. et juravit feria
tertia ante festum corporis Christi sub domino Lütoldo de Mülnheim magistro et in j.<m /*.
presentia Nicolai de Wintertur consule anno domini 1400.
Kefer * Lawelin der winsticher het uszgesworen zwei jore tages an dem
■m burgban und nahtes ein mile und sol darzü geben 30 sol. den. und ist ime die urteil
darumbe geschehen umbe daz er ein füder wines zwentzigwerbe trincken gab vür 20
füder wins und 10 füder vür 29 füder und vier füder vür fünfe. et juravit feria
quarta post inventionem scte crucis anno 1400. Mai s.
Betzinger * der junge het uszgesworen ein jore tage und naht ein mile von dirre
:» stat und ist ime die urteil geschehen umbe die groszen swiire, die er gesworen het.
et juravit sabbato post pentecostes anno predicto. tm* /».
Ulin Wurffeier von Hagenau het fünf jare uszgesworen tage und naht (ein naht)
ein mile von dirre stat und ist ime die urteil darumbe geschehen, daz er Gerhart Arm-
broster unsern diener schuldigete, daz er ein diep were, und hette sime meister, der
4D in sin antwercke gelert hette, zehen güldin verstolen, daz doch nit enist et juravit
feria quinta ante festum pentecostes anno domini 1400. ;„„■ j.
Johans* Götfried der nahteritter het uszgesworen ein jare tages an dem burg-
ban und nahtes ein mile umbe daz er ein notwere erzügete. et juravit die predicto.
838 1400
Denter Eilse het uszgesworen zwei jore tages an den burgban und nahtes ein
mile. und ist ir die urteil darumbe geschehen, das in Ulin Wurffelers fröwe schalt
und sprach: sü were ein diebin und hette hern Stislawe zur Witenmülen etwie ma-
nige silberin schalen gestolen, das doch nit war enwas. et juravit sabbato ante
Juni n. diem beatorum Viti et Modesti martirum anno domini 1400. 6
Henselinus Sucher der gartener het uszgesworen 32 wochen für 21li üb. den. von
einre wunden wegen. actum sub domino Lütoldo de Mülnheim magistro et in
j,mi n. presentia Johannis Bock, et juravit sabbato ante festum corporis Christi anno predicto.
Heintzelin von Hagenowe oder geschrampte Heintzelin oder böse Heintzelin der wurt
zur kuwe am Vischemercket het zehen jare usz dem bystüm gesworen und het ouch io
einen brief und Sicherheit geben wider uns, unser stat nit zi'i tünde etc. und sol
ouch er oder ieman von sinen wegen vor uns reht geben und nemmen etc. und ist
ime die urteile darumbe geschehen, das er einen slüg, der in sime huse mit andern
gesellen zerte, und do sü bezalten, do heischen sü x|s mosze wines, die sü vorhan-
den hettent, ouch darumbe, daz er unserme rotesbotten nit wolte win geben umbe sin 15
gelt und ouch darumbe daz er belümet ist, das er nit reht mit sime wine umbe
Juni is. gange, den er verschencket het. et juravit feria tertia ante festum corporis Christi
anno predicto.
Sant Peter der winrüfer het uszgesworen zwei jare tage und naht ein mile. und
sol darzü geben 30 sol. den., die er ouch geben het. und ist ime die urteil darumbe 20
geschehen, das er Reinbolt Brüninges seligen sun übel handelte und sprach under
andern worten: er were ein diep und ein mörder und were diebes und mörders geslehte.
Juni ts. et juravit crastino festi scti Johannis baptiste anno 1400.
Jacob * Brünlin der harnescher het uszgesworen ein jare tages an dem burgban
und nahtes ein mile und sol darzü geben 30 sol. den., die er ouch gegeben het. und »
ist ime die urteile darumbe geschehen, das er Voltzen Claus dem zimberman einen
bürgen hiesch vür ahte pfunt pfenninge, do er ime doch nit me schuldig was denne 0
Juni m. s0\ pfennige. et juravit crastino festi scti Johannis baptiste anno domini 1400.
I
Rubel Dine von Hagenowe, Ulin Wurffelers fröwe het disen rate uszgesworen
und sol darzü geben 30 sol. den. und sol die zit nit ane gon zu rechende, sü habe *>
denne die 30 sol. den. gegeben, und ist ir die urteil geschehen umbe das sü Denter
Eilsen schalte, sü were ein getümelte gedürnet diebin und hette unseren herren bulfer
Juni so. und armbrost verstolen. et juravit crastino Petri et Pauli apostolorum.
Lawelin Brünckelin der winmesser het fünf jare uszgesworen tages an dem burg-
ban und nahtes ein mile und sol darzü geben 2l|, Hb. den. umbe daz er Wolleben «
den winmesser gewundet het; et debet componere etc. et juravit sub domino
Lütoldo de Mülnheim magistro in presentia Nicolai de Wintertur juniori. actum
Juni it. sabbato proximo post festum pentecostes anno domini 1400.
Voltzen Hensz der vaszieher het uszgesworen ein halp jore one gnode von Sum-
mer Ennelin, Henselin Unfriden frowen wegen und sol darzü geben 2'^ üb. den. *o
umbe das er die vorgen. Ennelin mit füsten slüg und sol danne ein halp jare darnach
uszsweren an Summer Ennelins gnade, er het ouch nemmeliche gesworen der vorg.
Ennelin Hensz ireme elichen wurte irem süne noch den iren weder laster noch leit
1400 889
zu tfinde in doheinen weg. actum sabbato ante diem scte Marie Magdalene anno jm 91.
predicto.
Copten Lawelin het disen rat uszgesworen tags an den burgban und nahtes ein
mile umbe das er Reinhart Francken den schüchzter usz sime husz hiesch by naht
* und by nebel. et juravit feria lertia ante diem scti Jacobi apostoli anno pre-
dicto. jM tr.
Schotten Hanseman der schiffeman het uszgesworen zehen jore tages an den
burgban und nahtes ein mile. und sol darzi'i geben fünf pfunt umbe das er [Lücke]
erstach. et debet componere etc. et sie juravit feria quarta post diem sancti
»Laurentii prothomarliris sub domino Adame Löselin magistro in presentia Nicolai *»a- ".
de Wintertur juniori anno domini 1400.
Dyetherich zum Hirczhorn der wurt in Krutenöwe het zwei jore uszgesworen
tages an den burgban und nahtes ein mile [und sol darzü geben 30 sol, die ouch
gegeben er ouch geben hat) ' und ist ime die urteil darumbe geschehen, daz er ge-
is zigen wart, daz er Lentenlöffel sin döhterlin geminnet solte haben und ouch von
ander stucke, darumbe er zu rede gesetzet wart. scriptum in registro de anno
1400. et sie juravit feria seeunda ante diem scti Michahelis archangeli anno do- $ept. n.
mini 1400.
Cleselinus de Wissemburg textor juravit quinque annos et dabit 2", lib. et
2o debet componere cum conquerenti ergo quod wulneravit Phynam de Wingersheim
ejus uxorem filiam Cüntzonis dicti Decke. et sie juravit sub domino Nicoiao
Clobeloch magistro in presentia Heintzemanni Gürteler consuli. actum feria seeunda
ante festum scti Martini episcopi anno predicto. /vo». *.
Bintzelerin * het ein jore uszgesworn tages an dem burgban und nahtes ein mile.
25 und sol darzi'i geben 30 sol. den. umbe daz sü Bride Krösin übelhandelte. et sie
juravit sabbato ante festum omnium sanetorum. item dedit 30 sol. den. crastino
Marie (?) anno domini 1400. ocu*. so.
Wilhelm * Klobeloch het ein jore uszgesworen tages an den burgban und nahtes
ein mile umbe das er Thoman von Heiligenstein wunte und ein notwere erzügete.
so et juravit feria quinta post Luce ewangeliste anno predicto. ocu*. «.
Swobes * Lutzeman het zwey jore uszgesworen tages an den burgban und nahtes
ein mile und ist ime die urteil darumbe geschehen, das er Oberlin Fleischtür den
weber under andern Worten schalt und sprach : er were ein diep umbe das, daz in
der vorgen. Oberlin rügete von swerendes wegen. et sie juravit feria tertia post
85 setorum Symonis et Jude apostolorum. n<*>. *.
Frowe * Dine von Nidecke het zwey jore uszgesworn tages an den burgban und
nahtes ein mile und sol darzü geben 30 sol. den. umbe das sü Walther von Wintertur
den alten geschuldiget het ettelicher stücke, der er unschuldig gewesen ist. et sie
juravit feria sexta post festum omnium sanetorum anno 1400.
«o Der * hertzogin sun, dem man sprichet Klebesattel, het zwei jore uszgesworen tage
und naht ein mile von dirre stat. und wo man in den zweien joren in der mile
.Vor. s.
1 Gestrithen.
VL 106
840 1400
weges ergriffet, do er uns in unser gerihte ervolgen mag, so sol man in erdrencken.
und ist ime die urteil geschehen umbe daz er got und sin liebe müter übel gehandelt
het mit sin ungewunliehen swüren, die vor menglichen nit zu sagende sint und der
Dec. ig. er mit erbern lüten erzüget ist. et juravit feria quinta ante diem scti Thome
anno predicto. ■
Murlawelin * der vischer het ein jor uszgesworen one gnade tages an den burgban
und nahtes ein mile und denne zwei jore an Sifrit Unrumen gnade, und sol der
zu geben 30 sol. den. umbe daz er den vorgen. Sifrit Unrüwen übelhandelte. et
Dec. io. juravit vigilia scti Thome apostoli anno predicto.
Nycolaws 01er filius Nicolai 01er de Zabern juravit quinque annos tages an den io
burgban und nahtes ein mile et dabit 21/* hb. et debet componere etc. ergo quod
Heintzemann Sesterer de Zabern wulneravit. et sie juravit sub domino Nicoiao
Clobeloch magistro in presentia Heintzemanni Gürteler consuli. actum feria seeunda
Nov. 8. ante diem festi scti Martini episcopi anno 1400.
Bernhartz* Heintzelin het ein jor uszgesworen tages an den burgban und nahtes '»
ein mile und ist ime die urteil geschehen umbe daz er einen usz unsere stette ent-
fürte uf eime karriche, der unserm burger zwei pferde genummen het. et sie juravit
Dec. i. feria quarta post diem saneti Andree apostoli anno predicto.
Grosz Johan von Monburne in der grafeschaft von Lüczelnburg der wagener
Henni Grafz des wageners kneht het fünf jore usz gesworen tages an den burgban a»
und nahtes ein mile und sol geben 2'/s lib. den. und ist mit dem kleger überkomen
uff disen nochgeschriben tag und het Sicherheit geben, als ein brief beseit, wider
unser stat nit ze tünde etc. und ist ime die urteil geschehen umbe das er Peters
von Hagenow des seilers kneht wundete, mit dem er ouch überkomen ist. actum
De«, u. feria quarta ante diem scti Thome apostoli anno 1400. 25
Wilde* der kannengiesser juravit quinque annos tages an den burgban und
nahtes ein mile et dabit 21 '2 lib. et debet componere etc. ergo quod dictum Lumbardi
Cüntzlin thecienlatorem (?) wulneravit. et sie juravit sub domino Johanni de.Wickers-
heim magistro in presentia Andree liinow consuli. actum feria sexta post diem
A/rf'z°« saneti Gregorii pape anno domini 1401. 3,,
Und ist mit vorgen. Cüntzelin Lumbardi dem cleger überkommen und het ime
geben 2*/j lib. d., als er daz vor offeme rat geseit het. feria sexta post festum
juni%e. nativitatis scti Johannis Baptiste anno domini 1405 sub domino juniori magistro. '
Nachtrag zu der Aech terli s te.8
Ins dei nomine amen. . . Sub anno domini 1398 sub domino Johanne dicto s!>
Zorn aliter de Bulach nuneupato magistro civitatis Argentinensis pre-
scripte sunt persone subscripte propter ipsorum delicto a civitate Argentinensi, qua-
rum nomina subscribuntur in hunc modum primo etc.
[Leerer Jiaum].
1 Nun folgen weitere ähnliche Eintragungen von 1401 an bis 1413 incl. 40
2 Dieser Nachtrag beginnt auf fol. 37b und reicht bis fd. 41.
8 In der Vorlage hier eine hübsch gezeichnete Initiale mit Karrikaturen.
1400 844
Sub domino Ulrico Bock juniore anno predicto.
Item1 Henselinus dictus Swertzing der winkneht proscriptus est sabbato primo
post diem festi corporis Christi ad instanciam Läwelin dicti Keser juniorem, quem /"/,
wulneravit.
» Item Läwelinus dictus Gestelin der murerkneht proscriptus est sabbato proximo
ante diem sancti Johannis baptiste ad instanciam dicti Grossen sartoris, quem wul-
neravit. Juni tt
Item Jeckelin, der der schiflüte hümppeler kneht waz, proscriptus est feria se-
cunda ante diem scti Johannis baptiste ad instanciam quondam Eberlini dicti Pfot-
io man, quem occidit. im* n.
Item Peterman von Spire Johans kneht von sant Ingelbreht proscriptus est feria
uinta proxima post diem scti Udalrici episcopi ad instanciam Ottemanni dicti Decker,
quem wulneravit. juu H,
Item* dictus Wergmeister Lauwelin proscriptus est feria sexta ante diem scti
■ Laurencii martiris ad instanciam Cüntzelini dicti Antvogel, quem wulneravit. Aug. $.
Sub domino Hetzelone Marx magistro.
Item Bitsch Wölfelin ein tragekneht proscriptus est feria quinta proxima ante
diem festi assumptionis beate virginis Marie ad instanciam Andree dicti Snider de
Nördlingen ein giler, quem wulneravit. Aug. i.
Item dictus Klobelöch Fritsche ortulanus proscriptus est feria secunda ante diem
festi nativilatis beate virginis Marie ad instanciam dicti Klowen Jeckel ortulani, quem
wulneravit. Sept. *.
Item Henselims Grempper Heitze Gremppers sun under wagenern proscriptus est
sabbato primo post diem sancti Bemigii ad instanciam . . . oeu*. s.
2f, Sub domino Hugone Bihter nuncupato Dutscheman magistro.
Item dictus Wiszkopf de Marley proscriptus est vigilia beate Katherine virginis
ad instanciam famuli Nicolai de Sarburg muravit. . *<.
Sub domino Johanne dicto Wiszorn magistro, qui ingressus fuerat
die dominica proxima post diem santi Frhardi episcopi anno 1399. Januar ii.
80 Sub domino Heinrico de Miilnhcim magistro anno antcdicto.
Item dictus Schrötzen cuparius proscriptus est feria proxima post diem inventio-
nis scte crucis ad instanciam quondam dicti Mulstein cuparii, quem occidit. *<«' '■
Item dictus Wurtzer Hansemai] inurarius proscriptus est die predicto ad instan-
ciam quondam Heintzonis dicti Swachen, quem occidit.
».■> Sub domino Johanne de Stille magistro.
Item dictus Jeckels Henselin ortulanus proscriptus est feria secunda et vigilia
sanetorum Petri et Pauli apostolorum ad instanciam domini Nicolai dicti Frünt pres-
piteri, quem occidit. ju», i$.
Item dictus Switzer der winrufTer proscriptus est feria secunda proxima post
411 diem scti Jacobi apostoli ad instanciam Cuntzonis Dannenfeilsz, quem occidit. ** u.
Sub domino Ortelino Manszen magistro anno predicto.
1 Gestrichen.
842 1400
Item Hannemanus de Surburg scriptor proscriptus est feria tertia proxima ante
diem festi epiphanie domini ad instanciam* Johannis Ritter filius Hermanni Ritter, quem
Dec 3i. wulneravit.
Sub domino Wilhelm o zu Riet magistro, qui ingressus fuerat die do-
jjxill 9. minica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno domini 1390. &
Item Johannes Kirchherre nuncupatus Ritter filius Hermanni Ritter procuratoris
curie Argentinensis proscriptus est feria tertia proxima post diem scti Mathie apostoli
ad instanciam Jeckelini Keller de Dieffental, qui conquestus erat ex parte fratris sui,
März 1, cum fratrem suum, qui beneficiatus erat, wulneravit.
Sub domino Johanne Bock filius quondam domini Cüntzonis dicti Bock io
magistro.
Item Henselinus dictus Axman filius dicti Axman proscriptus est feria sexta pro-
xima post diem inventionis scte crucis ad instanciam Nese dicte Kursnerin, quam
Mai «. wulneravit.
Item Hügelinus dictus mit der fleschen ein winkneht proscriptus est sabbato pro- 15
Mai h. ximo post diem scte Sophie virginis ad instanciam Läwelini Harnesch, quem wulneravit.
Item Gergo dictus Rotswantz junior tractor vasorum proscriptus est feria sexta
Mai so. proxima ante diem festi pentecostes ad instanciam Hermanni de Heidelberg fabri, quem
wulneravit.
Sub domino Reinboldo Wetzel magistro. *o
Item [Henselinus filius Cdnradi de Brende scriptoris]1 et Philippus filius quondam
Johannis dicti Philips olim magistri schabinorum proscripti sunt sabbato proximo
juii 30. post diem scti Jacobi apostoli ad instanciam Friderici dicti Winmesser, quem wul-
neravit.
Item Reinboldus dictus Zorn filius domini Leonhardi dicti Zorn nuncupati Schult- «>
heisz militis proscriptus est feria sexta proxima post diem scti Laurencii martiris
Aug. 12. ad instanciam Hansz dicti Saltzrnitter, quem wulneravit.
Item Bürkelinus de Scheffersheim rasor proscriptus est feria quinta proxima post
diem exaltationis scte crucis ad instanciam Waltheri de Pfortzheim famulus Johannis
Sept. ts. rasoris an Schintbrucke, quem wulneravit. m
Sub domino Johanne Klobeloch magistro.
Item Jeckelinus rasor, residens prope ecclesiam scti Thome filius rasoris de Tru(h)-
tersheim proscriptus est feria quarta ante diem scti Martini episcopi ad instanciam
Nov. 9. dicti Heime sartoris, cui filium suum occidit.
Item Hansemanus Cantzeler faber filius dicti Cantzeler fabri im Gieszen proscrip- »
tus est die predicto ad instanciam Johannis Pfaffenhofen fabri, quem wulneravit.
Item dictus Uselhanseman der schifkneht, dictus Melchior Erhart et Fritschemanus
balneator filius Nicolai dicti Bader in Krutenöwe proscripti sunt feria quarta proxima
oec. 7. post diem scti Nicolai episcopi ad instanciam dicti Mülnheim Berchtolt scriptoris,
quem wulneravit. ,0
1 Gestrichen
1400 843
Sub domino Johanne de Kagenecke seniori magistro, qui ingressus
fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno etc. 91. janiai u.
Sub domino Nicoiao Berer magistro.
Item Lawclinus panifex filius dicti de Giselheim proscriptus est feria sexta post
5 diem scti Bonifacii ad instanciam Nicolai Vastnaht sartoris, quem wulneravit. Juni».
Sub domini Burckardo de Mi'ilnheim magistro.
Item Jacobus filius quondam dicti Heilbeling de Hagnow proscriptus est feria
quinta ante diem scti Oswaldi regis ex parte dicti Münsser Lawelin, quem wul- -<«»• *•
neravit.
«u Item Erhardus de Spire pellifex proscriptus est feria secunda ante diem scti
Laurencii martiris ad instanciam Lawelin in der Hellen pellificis, quem wulneravit. a<«j. t.
§Item Hensz Schallehase murarius proscriptus est sabbato post Bartholomei apo-
oli ad instanciam Heintzonis dicti Lamp carppentarii. Aug. ««.
Item Rüfelinus Wolleslaher, Uxhansz et dictus Rüsserhans proscripti sunt feria
is sexta proxima post diem exaltationis scte crucis ad instanciam quondam dicti Erwin s«p«. «.
lapicide, quem occiderunt.
Item Heintzemannus dictus Howe in die Helle de Constentze et Heintzemanus
dictus Wolf de Gemünde pellifex proscripti sunt feria tertia proxima ante diem scti
Michahel ad instanciam Heintzemanni dicti Hirtzfelder pellificis. s«j* u.
!« Sub domino Johanne Berlin magistro.
Item der schöne Burekart der vischer proscriptus est sabbato ante Martini ad
instanciam Roser Hensz, quem wulneravit. N<»> *■
Item BIosz Lawelin der schifkneht proscriptus est vigilia scti Andree apostoli ad
instanciam quondam dicti Erwin, quem oeeidit. Nm>- *»■
>6 Item Rincken Hans der schifkneht von der Nuwenmüle proscriptus est sabbato
proximo post diem scti Nicolai episcopi ad instanciam dicti Erwin, quem oeeidit. Dee- *•
Sub domino Leonhardo Zorn nuneupato Schultheisze magistro,
qui ingressus fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno etc. 92. Ja"u" «,
Sub domino Nicoiao Bocke magistro.
iio Item [Lücke] Blütelosz sun proscriptus est ad instanciam [Lücke] Rülinus seligen
des snyders zwüschent brücken, den er wundete.
Item Heinricus Lutze sutor filius Heintzonis dicti Lutzen sutoris proscriptus est
die sabbato proximo ante diem nativitatis Johannis baptiste ad instanciam quondam •''"»•' "■
Sygelini Völtschen junioris, quem oeeidit et erat Sygelinus Völtsche conquestus.
i# Item Hans von Esselingen der küffer proscriptus est feria secunda post diem scti
Jacobi apostoli ad instanciam Ulrici de Mentze dicti Judenlöffer, quem wulneravit. j«u *».
Item Cüntze der wöberin sun ein küffer proscriptus est feria quarta ante diem
scti Laurencii martiris ad instanciam Ulrici de Mentze, quem wulneravit. Aug. i.
Sub domino Nicoiao de Heiligenstein magistro.
<o Item Henselinus dictus Gerotwol faber proscriptus est in vigilia scte Katherine
virginis ad instanciam Hartmanni dicti Gütgesellen fabri famuli Lawelini dicti Mo- vo». u.
welin, quem wulneravit.
Item Cüntze dictus Fuhs de Gügenheim scriba proscriptus est feria quinta post Januar n.
844 1400
diem scti Erhardi episcopi ad instanciam quondam dicti Düsthansz carpentarii, quem
occidit et erat dicta Manegolt Dine relicta quondam Hansz predicti conquesta.
Sub domino Nicoiao Zörnelin de Bülach magistro, qui ingressus
janual3n fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno 1393.
Sub domino Lütoldo de Mulnheim magistro. s
Mathis der messerer von Hagenowe, der do messer veil hat vor dem Münster,
Sept. is. proscriptus est feria sexta proxima ante diem scti Mathei apostoli ad instanciam
Hansemanni dicti Swertfeger Argentine residentis in Sporergasze, quem wulneravit.
Nicolaus dictus Swop textor proscriptus est sabbato proximo post diem Michahelis
sepi. !7. ad instanciam Henselini dicti Biber textoris, quem wulneravit. «•
Sub domino Nicoiao Mansze magistro.
Item dictus Blotzheim, item Rullinus der Döldi sun, Cleselin von Spir ein bader-
kneht, Hanseman Jeckelins sun des baders am Klantzhofe, Oberlin von Duwingen,
Lawelin Schetzelin unde Peterman dintzeman von Kolmar die karpenerknehte proscripti
sunt feria secunda ante dominicam sancti Martini episcopi ad instanciam dicti Geiszman is
Nov. io. famuli dicti Brümat sartoris et Cüntzonis famuli Merckelini sartoris, quos wulnera-
verunt.
Item eodem die proscriptus est Hansemannus balneator filius Jecklini balneatoris
am Klantzhofe ex parte Grede uxoris sue, quam wulneravit.
Sub domin o Leonhardo Zorn nuncupatus Schultheisse magistro etc.' «o
Sub domino Heinrico de Mulnheim aliter de Landesberg ma-
gistro, qui ingressus fuerat die dominica proxima post festum beati Erhardi episcopi
januaVu. anno etc. 94.
Gerung dem schiffzimbermanne ist dise stat fünf gantze jor verteilet alse einem
andern ehter umbe das er ein vesselin nam in Münchelins huse des wurtes und a
wolte es han enweg getragen, do erwuschete es imme der gast uf dem halse und
juii 29. müste es widerumbe tragen. actum feria quarta proxima ante diem scti Petri
ad vincula.
Item dictus Hirtenhenselin proscriptus est feria sexta proxima ante dominicam
März «. Reminiscere ad instanciam Uliin dicti Harre, quem wulneravit.
Item Ulricus Smiders dohtersun der Schuhmacher proscriptus est feria secunda
Mai is. proxima post dominicam Cantate umbe daz er die zur Spangen gewundet sol han.
Sub domino Johanne de Kagenecke juniore.
Theobaldus. filius filie quondam Ulrici dicti Smider sutoris proscriptus est feria
"«' /s- tertia proxima post dominicam Jubilate ad instanciam uxoris hospitis zur Spangen, »
quam wulneravit.
Item Heinricus von Ulme der wirt zum Salmen in Krutenow ein lantman pro-
juni is. scriptus est sabbato proximo post festum penthecostes ad instanciam Nicolai dicti
Rebestock, quem vulneravit.
Item Hans von Ulme ein vihetriber ouch ein lantman proscriptus est sabbato *>
M
1 Hier folgen (später durchgestrichen) die gleichen 5 Einträge wie oben 8. 843 Z. 30 bis : Cftntze
diutus Fuchs . . .
1400 845
proximo post festum penthecostes ad instanciam prefati Nicolai Rebestock, quem Juni m.
vulneravit.
Item Spirhannes der zimberman proscriptus est feria sexta [Lüde] ad instanciam
dicti Heinriches Heintzeman Henselin, quem vulneravit.
Item Richardus Wannenmacher proscriptus est feria quinta post Bartholomei ^»«- *?•
apostoli ad istanciam Doldenpeter, quem vulneravit.
Item Albertus de Bavaria olim famulus .Johannis dicti Zorn de Eckerich filiaster
dicti Cappelon carpentarii proscriptus est circa festum beate Marie virginis ad in-
stanciam Margarete Kelre, quondam Fritschonis de Wirigsheim pro eo quod pre-
scriptum Fritschonem occidit.
Item Johannes dictus Trüsenheim senior, Dina ejus uxor, Henselinus, Lauwelinus
st Dina ipsorum liberi proscripti sunt sabbato proximo post diem feria scti Luce
äwangeliste ad instanciam dicte Truwelin uxoris Spitzkopf de Wasenecke, quam
rulneravit. _ '*'*
Octob. 13.
Item dictus Siicherhenselin Dietherich der murerknecht zii Wasenecke proscripti
sunt ad instanciam domine Drüsenheimii der jungen, quam vulneravit. actum feria
secunda ante diem epiphanie domini anno 1)5. jammr t.
Item Hertelin . . .
Sub domino Reinboldo Wetzel magistro.
ü Item Hertelin Mertze, Peter vom Glene, Jeckelin Hofe, Hans von Zweinbrücke, Hen-
ne der alte Stöybe, Henne von Necke und Hans Wildenstein die sniderknehte proscripti
sunt ad instanciam Ulrici Suntheim sartoris famuli Merckelini sartoris in Smidegasse,
quem vulneravit. actum feria quarta post diem exallacionis scte crucis anno
etc. 95. **pt. '*•
25 Sub domino Johanne Sturm de Sturm ecke magistro.
Item Hans Genseschopt von Vilingen, Claus Swartz, Hering Vilingen, Johans
Fribuger von Rotwilre und Hans Geburlin von Basel die kürsenerknehte proscripti
Isunt ad instanciam Henselini Münchelin des jüngesten des kurseners, quem vulne-
ravit. actum feria tertia ante diem scti Martini episcopi. y01>. ».
30 Item Götzen Hug von Eckebrehteswilr proscriptus est feria quinta post diem
sancti Nicolai episcopi ad instanciam Lauvelini Schachtoldei junioris, quem vulneravit n«. ».
anno supradicto.
Sub domino Reinboldo Hüffelin magistro, qui ingressus fuerat
dominica post Erhardi sub anno domini 1390. «»«
Januar 45.
Sub domino Wernhero Sturm magistro.
Item [Johannes Kantzeler et Johannes Closener] ' et Cüntze dictus Isenlin
proscripti sunt sabbato proximo ante diem sancti Georii ad instanciam Burckardi
dicti Syferman, quem vulneravit. Aprti u.
Item eodem die proscriptus est dictus Fründesz Heintzeman ad instanciam relicte
<o quondam dicti Bodecken Henselin pro eo quod eundem Bodecken Hens occidit.
Sub domino Thoma de Endingen magistro.
1 Gestrichen.
846 140O
Item StefTan von Ogesburg der metzigerkneht proscriptus est feria secunda ante
Juli 10. diem scte Margarete virginis ad instanciam quondam dicti Gartener Lauwelin carni-
ficis, quem occidit et fuerant conqueste Anna dicta Gartenerin, Greda soror ejus et
Lauwelin Becher.
Item Johannes dictus Böschwilr junior textor proscriptus est feria quinta proxima &
dk $8. post scti Stephani ad instanciam Johannis dicti German, quem vulneravit.
Item Petrus de Nuwilre tratulator Lauwelinus de Flexberg tratulator et Hense-
linus de Flexberg sartor frater suus proscripti sunt feria tertia proxima ante diem
Noo. ii. scte Katherine virginis ad instanciam zur Wille, quem vulneravit.
Sub domino Johanni Zorn de Eckerich magistro, qui ingressus >«
JaJ,lr71t fuerat dominica post Erhardi anno 97.
Item Frantzo perpetuus vicarius in Geistboltzheim proscriptus est feria quinta
April 5. proxima post dominicam Letare pro eo quod unam (quam) puellam filiam Nicolai de
Truhtersheim famuli domini Volmari de Lützelstein decani scupravit et hujusmodi
scuprum fuit conquestum per prefatum patrem. »
Sub domino Heinrico de Mülnheim in Brantgasze magistro.
Item Heinrich Mümpelgart der spengelerkneht proscriptus est feria secunda post
Juni i. diem beati Erasmi ergo quod Heinricum Dambach famulum Lawelini de Heiligenstein
vulneravit.
Item Contze Freischspecher de Spira proscriptus est circa diem beati Erasmi pro 20
um Juni 3. eo quod Ellewibelinam dictam Swemmerin . . .
Item* Waltherus Mentag sutor proscriptus est feria sexta infra octavam pente-
juni is. costes ad instanciam Lawelini dicti Obesser, quem wulneravit.
Item Henselinus Smirtzmage der winrüffer proscriptus est feria quarta post Jo-
juni v. hannis baptiste ergo quod Henselinus Donliebegüt (?) wulneravit. ifl
Sub domino Johanne Clobeloch magistro.
Item dictus Clein Ulin de Esselingen famulus dicti Hichwin pellificis, dictus
Santlauwelin, dictus Cleinlawelin famulus Heinrici dicti Selosz pellificis et dictus
Spiesselin famuli pellificum proscripti sunt ad instanciam quondam Hannemanni dicti
Lange, quem occiderunt. et erat Dina Wolfelerin relicta quondam Hannemanni con- so
juii is. questa. actum feria quinta proxima post festum beate Margrete virginis.
Item Jacobus Bendeler de Franckenfordia scriptor proscriptus est feria tertia post
festum beati Mathei apostoli pro eo quod Andream Kauffmann de Ulma sartorem
sept. xs. famulum Egidii Brötzelin, (quem) interfecit. et erat prefatus Egidius conquestus.
Item* Johannes Billeman et senior et Hansemannus ejus filius proscripti sunt ss
Sept. 28. vigilia Michahelis ergo quod Petermannum de Wingersheim juniorem vulneraverunt.
Sub domino Leonhardo Zorn aliter Schultheiss magistro, qui in-
jammr '«. gressus fuerat dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi sub anno domini 1398.
Item*HenselinusKniewelin textor proscriptus est sabbato proximopost dominicam(?)
videlicet sabbato proximo post festum beati Georii martiris [ad instanciam Cuntzelini i»
APra n. Weber, quem wulneravit et composuit cum Ennelina ejus relicta et Johanne ejus filio.]1
1 Von anderer Hand mit anderer Tinte hinzugefügt.
1400 847
Item Johannes Starcke de Basilca und Julians Klemming pellifices proseripti sunt
ad instanciam Jeckelini dicti Münchelin famuli conducti Johanna dicti Münchelin
senioris pellificis, quem vulneraverunt. actum feria sexta proxima infra octavas festi
pentecostes anno ut supra. v<" 3/'
s Item Heintzeman Kurlze der kolerkneht proseriptus est ad inslanciam dicti
Un'imat Henselinus ejus trageknehtes, quem wulneravit. actum die et anno ut supra.
»Item * Johannes dictus Busse ein tragekneht in dem Dumeloche proseriptus est ... .
Sub domino Nicoiao Merswin magistro.
Item dictus Briden Heintzeman textor proseriptus est feria tertia proxima ante
kp dieoi sete Luce ad instanciam dicti Bitsche Hans, quem wulneravit ut supra. oeiob. «.
»Sub domino Lütoldo de Mülnheim magistro.
Cleselinus de Wissemburg textor proseriptus est crastino Petri et Pauli aposto- Juni so.
lorum ad instanciam Phine de Wingersheim (ilia quondam Cüntzonis dicti Decke?
uxoris predicti Cleselini anno domini 1400.
h Lawelinus Brünckelin der winmesser proseriptus est feria quarta ante festum /■**
pentecostes ergo, quod dictum Wolleben den winmesser vulneravit anno predicto.
Sub domino Nicoiao Clobeloch magistro.
Fritschemanus * de Gengenbach, Johannes Heiden de Esselingen pellifices et Ulricus
de Zürich pellifex ejus famulus proscripti sunt crastino seti Nicolai episcopi ad in- Bm. i.
20 stanciam Enneline dicte Tiergartin relicte quondam Jeckelini dicti Hurst, quem ipsi eum
oeeiderunt anno predicto. 1
Str. St. A. G. U. P. 1 Perg. Heft in Fol. {Achtbüchlein.)
(Achtbüchlein) enthaltend 46 grösstenteils in 2 Columnen beschriebene Blätter. — Die
oben gedruckten Eintragungen reicheii von fol. 1—21 incl.; die Nachträge von fei.
,h 37>'.- 41b.
1607. Ordnung für die städtischen Totengräber. 1400.
Von den groben.
Ois hant dise naehgeschriben personen gesworen stete zu haltende, wie die orde-
iiiingc wiset und seit, die hie nachgeschriben stat. und wart die ordenunge gemacht
under hern Lütoltc von Mülnheim dem meister anno domini millesimo quadringen-
tesimo.
[1] Item zürn ersten so süllent alle dotengroiber, alle gröiben und alle schelmen-
schinder, die by uns wonende sint, teile und gemeine haben an dem gelte, das in.in
jares von den zehen zübern git, do mitte man das wasser zum füre treit.
[2] Sü süllent ouch bestellen, wenne es darzii kumt, das füre usz got, das gotte
lange wende, so süllent sü mit den zehen zübern vürderliche und an allen verzog
und ouch bi dem eide, den sü darumbe getan hant, ie zwene mit eime zuber zu
dem füre löffen und wasser domitte tragen, so sü iemer getruwelichest künnent oder
II
1 An dieser Stelle folgen Nachträge aus den Jahren nach 1400.
VL 107
848 1400
mügent und süllent ouch nit von dem füre kummende mit wassertragen, es sie
danne vor verloschen, do es danne bürnet.
[3] Es süllent ouch alle dotengrebere, alle gröiben und alle schelmenschinder,
die by uns seszhaf't sint, nit me mitteeinander teil noch gemeine haben denne drie,
was arbeit sü ouch tönt, das in danne zügehöret. und weres, das dieselben drie
ettewas gutes oder arbeit verdinget hettent, darzü sü me lütes bedörffetent, die sül-
lent sü under in selber nemmen und niergent anderswo.
[4] Sü süllent ouch nützit schütten in den graben by dem pfennigturn, es sie
danne das daz waszer bitze an die kerbe gat. die do gezeichent ist under der p f en ni g-
br u c k e n. und welher der vorgen. stücke deheins verbreche, der bessert 30 sol.
den also dicke er das tut.1
Auf der nächsten Seite folgt von gleicher Hand unter der Unterschrift ; Und sintdis
die knehte, den do di züber empfolhen und geluhen sind, eine Aufzählung folgender
Art.- Item Werlins Lawlin dem totengreber, dem ist ein zuber alleine gelühen, wenne
er vürbroht het, das ime ein zuber alleine bliben sol. [Gestrichen].
Item Heintzen Haletsch het einen zuber.
Item etc. etc.
Str. St. A. G. D. P. lad. 1. (Achtbüehlein.)
ir,
1 Hier folgt von anderer (etwas späterer ?) Hand eine Aufstellung über den Lohn der Totengräber.
Dis sint die stücke, die ein greber halten sol: zäm ersten von ein grab, do kein sarck ob ist, N
sol er nemen 3 sol. den. — item von ein grap, do ein sarck ob ist, sol er nemen 4 sol, den. —
item von eim nuwe gebornen kind 1 sol den. untz daz es jorig wurt and darnach nntz an die vier
jor. — item von einem jerigen kinde bitz es aht jor alt wurt, sol er nemen 16 den. oder ein üntze.
— item von 8 joren untz an zehen jor 2 sol. den. — item von zehen joren oder von dem. als man
es von ersten bewaret, sol er nemen 3 sol. den. und dannenthin von ein ieglichem, das elter ist, sol 25
er nemmen ouch 3 sol. den. — item von eim kind, das vier jar alt ist, das er leit under einen
stein, sol er nemmen 2 sol. den. — item ob eins oder zwey in ein grap legent die kinderwert
werent, mit den er arbeit mftst haben us und in zu heben, do mag er me Ions von nemmen. wolte
er aber ze strenge sin, so sol es sten an dem werck, das im reht geschehe und ouch den lüten. —
item ob ein grap were gefrorn in dem winter, das er müste füren oder arbeit haben, do mag er tn
ouch me Ions nemmen. wolte er aber ze strenge sin, so sol es an dem weroke ston, das im reht ge-
schehe und ouch den lüten. — item ob ein sarck also gros were, das also vil arbeite dozfi gehorte,
do mag er ouch me lones nemmen, wolte er aber ze strenge sin, so sol es etc. — item ein ieglich
grap sol sin 6 sehn dieff und nit minder, dise vorgeschritten stücke und artickel het der greber ge-
sworen stete ze halten, und was im also wurt zu lone, das sol er unverzüglich halber geben dem (I
wereke by demselben eyde.
BERICHTIGUNGEN.
s.
16 Zeile 26 statt Ageifolien lies Agrifolien.
s.
69 «
17 .
September lies December.
s.
73 .
26 i
1382 lies 1383.
B.
109 ■
4
. 23 lies 24.
B.
151 >
16 .
1383 lies 1385.
S.
ln6 ■
12 i
8 lies 7.
s.
157 ■
21 >
22 lies 21.
s.
158 ■
33 »
Salentiii lies Valentin.
8.
160 >
15 >
21 lies 12.
s.
189 ■
10 zwischen Luce u. id ist einzuschieben VII.
s.
190 .
6 stc
Ut 22 lies 27.
B.
192 >
10 ■
17 lies 27.
B.
205 -
26 ■
Thenne lies Henne
B
217
19 u
26 statt 17 lies 18.
s.
267
32 sü
itt Mülenburg lies Mühlburg
B.
312
21
1360 lies 1390.
8.
330
8 zwischen feria u. proxima ist einzuschieben II.
S.
336 ■
38 Ar
imerk. statt s. oben lies s. unten i. Nachtrag
S.
343 i
33 stc
itt 4 lies 3.
&
341
2
20 lies 21.
8.
348
4
. 20 lies 21.
S.
376 .
35
November lies December.
8.
495 ■
31
8 lies 5.
s.
512
19
Huttelin lies Hüffelin
B.
516 .
8
Herchemberg lies Hertemberg
s.
520 ■
19
Mentzlaw lies Wentzlaw.
s.
571
4
or. eh. lies or. mb.
S.
599
31
. 6 lies 5.
8.
601
5
• Marggraf lies Markgraf.
s.
619
32
> appostoli lies apostoli.
s.
626
. 11 zu
ischen feria u. ante ist einzuschieben VI.
s.
655
2 sU
itt 3 lies 2.
s.
711
. 15
> Seinen lies Sein.
s.
735
24
Eckendorf lies Ettendorf.
s.
736
> 58
> Eckendorf lies Ettendorf.
B.
738
5
> feria quarta lies quinta.
s.
748
. 13
> Sulz lies Selz.
s.
784
6
> Gassmann lies Swassmann.
s.
815
9
► Trutersheim lies Truhtersheim .
Das Verzeichnis nachträglich aufgefundener Originale siehe S. 866.
NACHTRAG.
1608. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: willigen auf den über-
sandten Brief Saarburgs und Göffelin Quinkners ein, mit letzterem einen Tag zu
Lützelstein zu leisten vor Graf Heinrich von Lützelstein und . . ., wan wir noch an
derselben sachen bisher gefolgig gewesen sind, so bitten wir üch ernstlich . . . daz
» ir üwer erbern boten zii demselben tag mit unserm boten schickend . ., die nechsten
Samstag in Strassburg sein sollen, um am Montag den Tag zu Neuweiler oder /v<>*. tt.
Lützelstein abhalten zu können. datum feria quinta ante festum beate Katherine vo». «.
virginis anno 82. 1382 November 20.
Str. St. A. AA. 2036. or. eh. I. cl.
i« 11)09. Straßburger Gesandten- Aufzeichnung von einem Slädtetag (zu Worms f)
[91385 Mai].
Gedechtnisse heyin zu bringen.
Mit dem ersten, alse von des zollis zu Hoste wegen zu bestellende uszgesprochen
ist, darumb auch die von Mencze verschriben sint, ir frunde an unsern herren den
a bischoff von Mencze zu schickenne.
Item als die von Worms das gelt, als man yn von irs zollis wegen gebin sol,
zu Juden schaden genomen hant, dar umb sie und auch die von Mencze und von
Franckenfurt mit den Juden uff das nehste umb den gesuch tedingen sollent und
dann houbtgelt und gesuch rechen, was iglicher stat dar an geburt zu geben, und
ao ez iglich stat lassin wissin, das sie ir anzal den von Worms schicken.
Item als die von Franckenfort gefordert hant von etlicher des landtgraven von
Hessin stetde wegen in den bund zu nemen (umb ires') herren willen.
Item semelicher masse von grave Emichen von Lyningen seligen witewen
wegen.
1 Lücke im Papier, doch wohl so tu ergänzen.
854 1385-1387
Item von der 200 guldin wegen, die der von Mencze und von Franckenfurt frunde
in dem leger für Burg Solms1 wergluden mit willen und geheisse anderre stedte
frunde, die do by warent, zu Juden schaden gnomen hant.
Item ob furbas deheine stedte des bundis under yn stosse und bruche gewiin-
nent, wie das begriffen und versorget wirde, das in solichen sachen das mere teil [aus- i
gestr. der stetde] das mynre teil wisen mochte.
Item zu verbieten von der gemachten wyne wegen.
jtem als die von Worms 260 gülden von des gemeinen bundes wegen uszgebin
hant und das selbe gelt gerechent in die nehste rechenunge, die zu Spire geschehen
ist, so geburt dannoch iglicher stad an derselbin rechenunge zu gebin von ie dryn gleen, io
die sie zum bunde hettet, einen guldin, und geburt dar an den von Strazburg 33
flor. 4 grosse, das gelt sie den von Mencze sollent schicken, und so iglich stad ir an-
czal gut, so blibent daran uberig 24 guldin und 4 grosse dem gemeynen bunde.
Item von den von Colne und Metze wegen.*
Item umb das heimlich westfelsche gerihte. '*
Str. St. A. G. D. P. lad. 168 nr. 11. or. chart.
1610. Claus Richter gen. Dütschman an Meister und Rat von iStraßhunj .■ be-
richtet über den Umlauf schlechter Straßburger Münze im lireuschthal und erbittet
Verhaltungsmaßregel in anderer Angelegenheit. [1387.]*
Minen gewilligen undertenigen dienst bevor bereit zu allen ziten. lieber here so
der meister und here der ammeister und der rat gemeinliche, ich losz üch wiszen,
daz daz böste gelt got in dem Brüstal von Straszburger,4 der ich en (!) deil schicke
mit diszem briefe, daz ir sü gesehent den groszen schaden, der dem lande zu Eilsasz
geschiht. und geschiht daz als sammen von wellescheme lande, also men mir seit,
wölten ir üt dozü gedenken, also uwer wisheit wol betraten (!) kan, wie daz es ge- 25
wert würde, wenne ich fürston mich nüt anders, wenne es der gröste schade ist
arm und rieh, dem lande zu Eilsasz, der mir gedenket, wenne wert men es nüt in
eime jore oder in zweyn, so werden alle Stroszburger 4 werden, also daz gelt, daz
ich üch schicke, öch bitte ich üch genediklichen : do sint des erbern knechtes frünt,
Mai is. wip und kint und sine bnider, der do herschlagen wart am pfingest oben, die rüffen 30
mich an und bitten mich iemer durch gotz willen, daz ich in düge und losze für sich
gon ein reht gerihte, so gedar ich es nüt gediin, wenne ir hant es fürbotten. nü wer
es in öch gut, die den schaden gedon hant, daz men rehtet, wenne ir einre ist zu
Schirmecke ime durne gelegen sit pfingesten, wie demme geschehe, ebe er stürbe, so
möchten etzliche lüte sprechen, ich hette in gedötet, daz mir doch leit wer, daz es 35
1 Vgl. ob. nr. 271 u. 273.
2 Vgl. ob. nr. 273 art. 3.
3 In dies Jahr meint Cahn, Münzgesch. S- 50 d. Brief setzen zu müssen.
4 seil. Pfenninge.
1387—1388 xv,
mir in minen sin kerne, gnedigen heren gebiiten mir zu allen ziten. here der meister,
gol gebe üch glucke und heil, also vil ich gerne hette, daz ir uwer meister.schafft
wol und mil eren usz u.szrihten.
Claus Rihter dem man
sprichet Tul/.si lunan.
[In verso] Den frummen wisen und bescheiden, dem meister und dem rate zu
Straszburg.
Str. St. A. AA. Monnaie lad. 23/24 nr. 15. or. eh. I. el.
Ebenda lad. 26. 4. Meister und Bat kündigen die Absicht an, eine neue Münzordnung
zu erlassen 1389.
1611. König Karl VI. von Frankreich an Slraßburg : warnt dringend vor
offener Feindseligkeit gegen seinen Schwiegervater Herzog Stephan von Baiern.
[1388] August 23.
Karolus dei gratia Francorum rex dilectis nostris de consilio ville de Stram-
15 bourc salutem et dilectionem cum sincere dileclionis afiectu. dilecti nostri. ad no-
slram pervenit notiliam, certas discordias1 intcr dilectissimum patrem nostrum ducem
Stephanum Havarie et vos motas esse vcl in brevi moveri debere vosque sibi et
suis dampna et injurias pro posse intulisse et inferre cognari, quod nobis in non mo-
dicam cedit displicenliam nee immerito, nam amore filiali moti nequiremus ipsum in
20 quibuseunque suis necessitatibus derelinquere, quin, si et quociens fuerit opportunum,
auxilium, consilium et favorem, quos poterimus, sibi prebeamus et vobis displiceatiam
qualitercunque facere nollemus. quare vos rogamus affectuose, quatenus ab ineeplis
desiatere velitis et in futurum nil dampni sibi vel suis inferre, nobis quaeeunque
grata volueritis nos facturos rescribentes. datum in hospitio nostro de belle Osamie
•_>, XXI II die augusti.
Str. St. A. V. D. G. Bd. 84.« or. mb. I. cl. (ohne Adr. i. verso.) Auf dem Bug : Blanchet.
1 Bezieht sich auf den Fürsten- u. Städtckricg i. Schwaben u. Baiern, in dem Straßburg und der
rlieinische Städtebund auf Seiten der Städte standen und von letzteren immer wieder zur activen Teil-
nahme am Kriege gedrängt wurden. Vgl. bez. d. Stellung Slrassburgs z. B. nr. 423.
«> 2 Aus demselben Bestände sei hier gegeben: 1) ein Brief König Karls an Strassburg ohne Jahresangabe:
Karolus dei gratia Francornm rex honorabilibus et potentibus dominio et communitati de Estrabourc
salutem et sincere dilectionis affectum. lionorabiles et potentes, nolentes amiciciam vestram prolixis
accedere scriptaris dilecto et fideli scutifero nostro Johanni de Rapella baillivo de Monte qnedam
nuper intimavimus nostra et regni nostri negocia concementia amicicie vestre nostri parte per ipsum
15 clarius oxponenda. eapropter lionorabiles et potentes amiciciam vestram rogamus attencius. quatenus
ipsius relacionibus velit tidem indubiam adhibere. altissimus vos conservet feliciter et longeve.
scriptum in acie nostra juxta villam Bituricensem in Bituris die XX mensis junii. [Auf dem Bug :
Grasset. ] l-ag»r bri Bovrge» Juni DO.
2) Karl VI an Herzog Stephan : gavisi sumus, nos per Bruni de Rebapetra (!) militis vestri vivas
io voces comperisse, vos super vestros illarum partium Alemanie inimicos triuraphum reportasse et
multas civitat.es oboedientiae vestrae snbegisse. datum Parisins jannarii die nono.
/'.iri.« | i:iH!>] Januar 9.
3) Königin Elisabeth v. Frankreich an ihren Vater Herzog Stephan : ist erfreut so gute Nachrichten
über sein Befinden zu haben u. d. gl. scriptum in monasterio Marie regalis prope Pontisaram VII
45 die septembrio.
VI. UM
856 1388
1612. Kurfürst Ruprecht I und andere genannte Fürsten, die zu Würzburg
versammelt waren, laden [S'lraßburg] zu einem neuen Tage in Würzburg ein.
Würzburg [1384-13S8??] Ende April/Mai. I
Von uns Ruprecht dem eitern, Steffen und Fridrich, Ruprecht der jungest
und Albrecht der junger pfallenczgraufen by Rine und herczogen in Payern, Lamp- s
recht zi'i Bamberg und Gerhart zu Wirczburg byschoff, Wilhelm markgrave zu Missen,
Herman lantgrave zu Hessen, Fridrich burcgrave zu Nürenberg und Ludwig grave zu
Ötingen, alz wir ietzonden ze Wirczburg bij einander gewesen sien:
Unsern grüsz bevor erbern wisen löte, wir lan iuch wissen, daz wir und die
andern erczbischoff von Mencz, von Triere und von Cölne rate und ouch der andern m
forsten ieczunt ze Wirczburg bi ainander gewesen sin, daselbs hant uns etlich
von den fursten und herren unser eynunge faste zu gesprochen umb etlich artikel,
alz man zu Mergentheim ' da von geschaiden sy, daz in daz noch vollenzogen sy und
ouch etlich ander bruch, die in der ainung sider her geschehen sy von iuwer
etlichen stetten. dezselben glichen mainent ir villichte ouch, daz üch wider umbe u
brüst (?) sie gen etlichen fursten und herren, und wir besorgen, daz grosz irrung dar
in vallen möcht, daz wir niht gern sehen, so hat ouch unser herre der künig ietzo
sin bottschaft bi uns gehabt und hat an uns geworben, daz er an sumnisse zu ainen
andern tag umb diz pfingsten gen Heytingesfelt komen wolle, dar umb han wir ainen
andern tag uffgenomen, daz wir alle gen Wirczburg wider komen sullen uff den sun- 2»
nentag dry wochen nach dem hailigen pfmgsttag nechst komt umb notorft willen der
egenanten bruch und artikel, die etlich von uch und ir gen uns hettent, alz vorge-
schriben stet, durch daz wir helffen understen in der zit. dar umb begeren wir mit
ernst, daz ir ouch uff den obgenanten sunnentag gen Wirczburg mit macht komen
wollent umb die egenante sach helffen zu understen, alz vorgeschriben stet und sen- 2s
c
dent dar umb zu iuch den edeln Fridrichen graufen zu Otingen, dem wollent geloben,
waz er iuch zu disen ziten von unser wegen sagende sy. geben zu Wirczburg an
mittewochen nach dem sunnentag Cantate under unser herczog Ruprecht dez eitern
und Steffen pfallenzgraven bi Ryne und herczogen in Payern, Gerhart bischoff zii
Wirczburg, Wilhelm marcgraven zu Missen und Fridriches burgraven zu Nürenberg so
insigeln versigelt.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 C. cop. eh. eoaev.
1613. Entwurf eines Bündnisses der rheinischen und schwäbischen Bundes-
1 Die Datierung des Stückes ist unsicher .' Fürstenvcrsammlungen zu Würzburg sind bekannt 1386
Febr. und 1387 März, auf beide Jahre scheint dies aus dem April oder Mai stammende Schriftstück M
nicht zurückzugehen. Vgl. nr. 1613 den Vertragsentwurf v. Würzburg, zu dem dies Stück schon wegen
seines Tagesdatum, selbst bei frühstem Osterdatum, nicht gehören kann.
* ? = Zusammenkunft v. 13Si Febr. oder v. 3. Aug. 1387. D B. A. I, 518. S. auch oben nr. 404
Nov. 1387.
1389 an
städte mit den (trogen.) Fürsten und Herren gültig bis 0. Georg (28 24. April) und
von da auf ein Jahr. actum WyrtzbOTg, [ohne Datum.]
Wttrzburu [J.'iS2—J8tl'J vor April Zu].*
Str. St. A. G. U. P. lad. 48(49 C. fasc. 4.
Abdruck einer Stelle : Wencker, de ußburg, 142.
Hill. Kleinhenselin von Heiligen stein schwört Urfehde der Sladl Slrasshurg
und ihren Bürgern, besonders dein Allammeister Cuntze Müller, dessen Sohn Conrat,
Frau Engele. von Heiligenstein, seiner Schwester, seincni Bruder .lolians von Heiligen-
stein dem brediger, Frau Nese von Schönecke, seiner Muhme . . . von soliches an-
io griffes und gefengniszes wegen, so ich gefangen bin gewesen von den erbern wisen
meister und rate zu Straszburg. geben an dem nehsten mentage nach sant Mathis-
tage des heiligen zwölfhnlleii des jores 1389. 1889 S*)>t<»iber 27.
Str. St. A. 0. U. P. u. 168|169. or. mb. I. pat. sig. delaps.
1 Von dem nachträglichen Abdruck dieses Stückes ist angesichts seines Umfangs, seines Charakters
als wohl nicht ausgeführten Entwurfes und der Unsiclierhcit der Datierung abgesehen! Einen für Stras-
burg interessanten Teil des sich sonst in den üblichen Bündnisbestimmungen haltenden Textes, Ab-
machungen über das Außenbürgerwesen, hat Wencker, de usburg. 142 ff . abgedruckt. Dieselben besagen:
1. Daß man keine Stadt oder ganze Ortschaft der fürstl. Contraltenten zu Außenbürgern annehmen dürfe.
2. Daß hingegen die Annahme einzelner Personen aus fürstlichen Gebieten gestattet sei, doch unter
der Bedingung, daß sie sich alsbald «bftweliche und habelichein die statt setzen und ziifaen,
in der sie burger worden sint». El ist aber dazu ein verbrieftes Uebereinkommen mit ihren bisherigen
Herren innerhalb Jahresfrist nötig oder späterer eidlicher Nachweis.
3. Daß Grafen, Herren, Ritter, Klöster und Pfaffen zn Bürgern anzunehmen, auch fernerhin er-
laubt sei, wie «von alter her».
4 Daß zu Bürgern aufgenommene Eigenleute und Bauern solcher Fürsten und Herren, die nicht
zu diesem Bündnis gehören, auch fernerhin außerhalb der Stadt (uszenan off dem lande) sitzen dürfen.
5. Daß zu Außenbürgern angenommene bwidesfürstliche Leute nach ihrem Abzug aus ihrem bis-
herigen Ort in die Stadt ihres neuen Bürgerrechts ein Jahr lang «sture, gälte, nntzal und freveln», tu
denen sie verpflichtet waren, zahlen sollen, und daß man sie an Leib und Gut ungehindert ziehen lasse.
WenQker hat das mitgeteilte Stück ins Jahr 1388 gesetzt. Weizsäcker [D. R. A. II. Einl S. 7 Z.
8—27] verwirft mit Recht diese Datierung, ja er bezweifelt überhaupt einen solchen sonst garnicht be-
kannten Tag zu Würzburg und meint, Wencker habe die in der Uebersehrift zu jenem Außenbürger-
excerpt gemachte Angabe: Verhandelt 'in Würzburg' nach eigener Vermutung eingesetzt. Das ist
jedoch nicht der Fall, sondern unser Stück hat als Schluß die Angabe .actum Wirtzburg» Laß
Wenckers Auszug, der sich nach Weizs. mit Bestimmungen des Ehinger Bündnis vom 9 April 82 deckt,
aus unserm Stück gemacht ist. wird außer durch Wortlaut und Schreibweise dadurch bestätigt, daß
unsere Vorlage zu Anfang und Ende der von Wencker mitgeteilten Stelle ein altes, wolU von seiner Hand
herrührendes Merkzeichen, ein Kreuz, aufweist. Die Existenz eines Würzburger Tages oder wenigstens
des Vor haben s zu einem solclien, von dem nach Weizs. 'die Geschichtsschreibung Umgang zu nehmen
hat*, kann also wohl nicht mehr in Zweifel gezogen werden.
Die Datierung desselben ist jedoch sehr schwierig. Der von Wencker gemachte Ansatz (de usb. 140)
zwischen dem Mcrgentheimer-Tage (Jan. 89) und dem Egerer Reichstage (April 89), der also nicht das
Jahr 1388, sondern März-April 1389 ergeben würde, hat jedoch keine große Wahrscheinlichkeit für sich.
Er bezeichnet nur das letzte mögliche Datum ! Die Würzburger Tage von 1386 und von 1387 März
sind nach D. R. A. 518 bloße Fürstentage gewesen. Doch ist sehr wenig, besontlers über ersteren be-
kannt !
858 1390
1615. Wilhelm zu dem Riet der Meister und der Rat von Strassburg an die
Städte Mainz, Worms, Speyer, Frankfurt : haben wegen der bei ihnen jährlich üblichen
Ratserneuerung bisher keine Zeit gefunden, ihnen wegen der Zahlung der 28 <X)0 fl. an
Ruprecht den älteren und den jüngeren zu antworten. Sie sind zwar entschlossen,
demnächst ihren Anteil an der Zahlung gegen Quittungsbriefe an Mainz abzuliefern ; 5
wollen jedoch, um endlich zu der ihnen im Friedensschluss (in der sünen, die
zwischent herren und stetten zuging) zugesicherten, aber bisher nicht gezahlten Ent-
schädigung für Brandschatzung und Gefangenschaft ihrer Bürger zu kommen, von
diesem Anteil 970 Gulden zurückbehalten. dal um feria seeunda proxima post diem
sete Agnetis virginis anno 1390.' 1390 Januar 24. 1(l
Str. St. Ä. AA. 111. conc. eh.
1616. Jean de Vergy an Strassburg: entgegnet, dass seine [schon am 18. Juli2
von ihm bezeichneten] Schädiger doch Strassburger Bürger seien, und verlangt Ent-
schädigung, scriptum die 4 septembris anno 90. 1390 September 4.
Str. St. A. G. D. P. lad. 22. or. eh. I. cl. ling. tat. )5
1617. Bischof Friedrich von Straßburg, der Abt ton Mvrbach, Landvogt rom
Elsaß, die Stadt Straßburg und die Städte Ilagenau, Colmar, Schlettstadt, Ehn-
heim, Rosheim, Kaysersberg, Türkheim, Münster, Mülhausen und Seh schließen
einen Vertrag über Gültigkeit und Conlrolle der im Elsaß umlaufenden Straßburger
Pfennige. 1390 December 2. m
Wir Friderich von gottes gnaden bischof zu Strazburg, Rudolf von denselben
gnaden appet der stifte zu Murbach und lantvogt zu Elsas und wir die meistere, die
schultheissen und die rete der stette Strazburg, Hagenowe, Colmer, Sletzstadt, Ehen-
heim, Rosheim, Keisersberg, Turenkeim, Münster, Mülnhusen und Sels verjehent und
kündent mengelichem mit disem briefe, alse etwas spannes und bresten gewesen ist »
in den stetten und in dem lande zu Elsas und öch anderswä von sölicher kleiner und
böser Strazburger pfenninge wegen, die untze har aldä gegangen sint, und man ge-
nommen het, daz doch dem lande und den lüten und mengelich darinne grössliche
zu schaden kommen ist, das also wir darumbe und durch dez landes und der lüte
darinne und mengeliches notdurft und nutzes willen zusammen geritten und kommen 30
sint, sollichen gebresten zu versehende und des landes und der lüte nutz von söllicher
Strazburger pfenninge wegen zu überkommende, und sint öch wir die vorgenanten
herren und stette einhelleklichen und mit wohlbedahtem mute überkomen, das man
hinnanfürder keine andere Strazburger pfenninge geben noch nemen sol danne solliche
Strazburger pfenninge, die nit gefallen mügent durch die ritern, die in ieglichen un- &
serre der vorgenanten herren stetten und in unsern den vorgenanten stetten sint.
1 Das Stück sollte stehen oben zwischen nr. 567 und 568.
2 Vgl. oben nr. 591.
1391 8M
und sol öch dis vesteküche also wenn und stete sin und hüben in alle die WIM,
an
also davor ist bescheiden, und wenne sante Georien dag, der nü zu nohe-t kommet,
Ivürkommen und vergangen ist, so sol man darnach in allen unsero -teilen, vesten
und gebieten keinen andern Stra/burger pfenning nemmen danne, der nit durch die
vorgenanten ritern gefallen mag. welre Slruzburger pfenning aber danne durch die-
selben ritern vellet, den sol nieman andern geben noch von iemanne nemmen. und
sol och danne dieselben Strazborger Pfenninge mengelich sniden äne mengeliches
irrunge und Widerrede, und süllent wir öch bestellen, das das also geschehe und
vollefürel werde und öch hüten darüber setzen, und were es, daz ieman denheinen
i» nuwen oder alten besnitten Strazburger pfenning in unsere stette, vesten oder gebieten
I Drehte, darnach süllent wir stellen, wie die gerehtvertiget und gebeszert werden)
nach den schulden, alse danne da mit geschehen ist äne alle geverde. und wände
wir die vorgenanten herren und stette allesament gelobet hant in guten truwen alles
daz zu haltende und getruweüche zu vollefürende, daz da vorgeschrihen slat, so hant
15 wir dez zu einem Urkunde unsere ingesigele allesament an disen brief gehencket.
der wart gegeben an dem ersten fritdage vor sante Nicolaus dage des heiligen bischofes
in dem jare, da man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare und nüntzig jare
und sint dirre briefe drie gliche : der einre bi uns Friederich bischof zu Strazburg,
der ander bi uns dem vorgenanten Rudolfe appet zu Murbach und lantvogte und dez
ao riches sletten in Elsas und der dritte bi uns der stat zu Strazburg bübent.
Nachschrift: Dis wurt also uff disen hütigen sant Nielaus tag gebotten und "•• •
verkündet in allen des bysehofes stetten unde gebieten und in allen riches stetten
in Eylsasz, daz man dis aldo und hie hinnanfürder vestekliche halten sol zu glicher
wise, alz do vor gelesen ist, wände man es umbe und umbe also halten wil.
Str. St. A. Monnaie lad. 24 nr. 2. cop. eh. coaev.
Kit II. Götze von Grostein der jünger und Claus von Grostein ritten gevettere
schwören der Stadt Strasshurg Urfehde wegen der Sache, da . . . die erbern wisen
der meister und der rat Thoman von Grostein ritter unsern vetter und uns anegriffen
unde gefangen hant. geben des nehesten frytages vor dem Sonnentage l.etare zu
an inittenvaslen des jores . . . 1391. 13U1 März :/.
Str. St. A. AA. u. 1417. or. mb. I. pat. c. 8 sig. pend.
1619. Zebische von der Wkenmüln verkündet, dass er aus der Gefangenschaft
der Stadt Strasshurg bis zum 8 September entlassen sei, und verpflichtet sich unter
Stellung von Bürgen, an dem genannten Tage in die Haft zurückzukehren.1 geben
■:> an dunrslage nach unsere frowen tage der erren des jores . . . 1391.
l.VJl August 17.
Str. St. A. Abt. IV u. 46. or. mb. I. put. C, i sig. delaps.
1 Unter V. C. G. K. u. 23a. liegen Urkunden gleichen Inhalts vor: 1) vom Miclulstuge für die Frist
bis cum s. Martinstag u. 2) vom Mittle, vor s. Martin (c. 4 sig.) für die Frist bis llilarientag sowie
*» 3) unter Abt. IV u. 4G t). s. Jergen obent 13:>2 für die Frist bis Johaustag de teuffers.
860 1393—1395
1620. Bischof Friedrich ton Utrecht an den Rat von Slraßbnrg . bittet, seinem
Diener Ltdo Frieden zu gewahren, da dessen Spotllieder auf Slraßbnrg doch nur
die Antwort auf viel ärgere 6'traßbnrger Lieder auf ihn den Bischof gewesen seien.
Deventer [nach 1393].1
Unse vrientlike gruit voirscreben. eerbere güede vriende. in dien tiden, doe 5
wy tiegen u in orloge ende in kryge weren, worden in der stad van Strae.sburgh
vele smeliker sprüeke ende lyede gemaict op ons, onse hulpere ende vryende, daer
Luto ons dyenre oic sprüecke ende lyede teghen makede van onsen gehete, die doch
bescheydeliken begrepen syn. ende, als wy verstaen, wert Luto angebracht und ge-
watent, dat hi hem voir u ende voir die uwe hüede, want ghi hem ongünstich w
zyt omme der zacken wille voirscreben, des wy doch nyet woil geloeven enkonnrn,
want wy u of den uwen synt, dat wy voir ons ende voir alle onse dyenre oner-
dragen ende gezwoent syn noede enygen krodt of hynder mit ongelike doen solden.
ende begheren daerome an u, dat ghi den vorscreben Luto uyt dyer vrüchte(!) ende
anxte wilt laten, soi dat hi ons ende anders syne herrn vrylike dyenen ende veldes lfi
ende Straten sonder anxt van u moeghe gebrüken, dat wy tiegen u ende die uwe, of
sy onser erghent bedorften, gerne voir oeghen willen hebben. ende hier af wilt ons
uwe bescreven antworde senden by desen bode. got sy mit u. gescreven tot De-
venter des manendags na den sonnendage vocem jocundüatis.
[In rerso] An den eerberen meisteren ende raet der stad van Straesborgh Düsen m
güeden vrienden.
Str. St. A. AA. 1414 nr. 13. or. eh. I. cl.
1621. Schwartz Reinhart von Sickingen,* Amtmann zu Lauterburg, bekennt,
dass Götze Bösebast, Schultheiss zu Lauterburg, zwischen ihm und der Stadt Slrass-
burg einen Frieden bis S. Johanstag beredet habe, und dass er denselben getreulich »
halten wolle. geben zu Luterburg uff den wiszen sündag anno 1394. •
Lanterbura 13U4 März 8.
Str. St. A. Abt. IV u. 71-72. or. eh. I. pat. c. sig. i. v. impr. delet.
1622. Bischof Wilhelm von Strassburg verkündet, dass er eine Sühne gemacht
habe zwischen der Stadt Strassburg und Gerhart Schoup. geben zu Mollisheim uff so
zinstag nach des heiligen erützes tag als es funden wart in dem jare 13!».").
Mols/ieim 1890 Mai 4.
Str. St. A. AA 1418. or. mb. I. p. c. 3. sig. pend.
1623. Pabst Bonifaz an Strassburg: bittet Ludwig von Lichtenberg zu veran-
lassen, die drei Lütticher Cleriker Beynerus de Meckenborgh, Arnoldus Jonchere und 3ä
1 Weil bis zur Mitte des Jahres 13'J3 Friedrich noch Bisehof von Strasburg war, vgl. oben z. B.
nr. 775, nr. 783 u. a.
ä Vgl. oben nr. 811.
1395-1398 «H
Wynandus de Mosa, welche er überfallen und gefangen gesetzt hat, wieder frei tat
damit sie ihre Heise nach Rom fortsetzen können. datnm Home apud Sanctum-
petrum VII id. junii pontificatus nostri anno VI. Rom 1395 Juni 7.
Str. St. A. V. D. G. u. 88. or. mb. I. p. c. bulla plumb.
1(524. Schwarte Rudolf von Andela, bischöflicher Vogt des Districtes Molsheim,
und der bischöfliche Prokurator Gerhard von Dachstein nebst Vertretern der bischöf-
lichen Ortschaften : Mols heim, Börse h, Mutzig, Dachstein, Bischofsheim
bei Rosheim, Sulz, Ergersheim, Ernolsheim bekennen, dass mit ihrem Wis-
sen und Zustimmnng Bischof Wilhelm der Stadt Strassburg für eine Schuld von
2000 //. den., die noch von der 10000 //. Schuld seines Vorgängers Bischof Friedrieb
herröhre, die Steuer und Bette in den obengenannten Orten bis zur völligen Zahlung
der Schuld verpfändet habe. actum 4 kal. sept. anno 1395 — IC kal. mart. anno
1396. 1395 August 29-1396 ltbr. 14.
Str. St. A. AA. u. 1425. or. mb. I. pat. c. 8 sig. pend.
I(>25. Swartz Rudolf von Andelo vogt zi'i Mollesheim und pfleger in der pflege
zu Berncslein, ich Burgkart Ilumbel von Stoffenberg vögt zu Ortenberg und ich
Julians von Kagenecke hofemeister rittere verjehent: . . . inbetreff des zwischen
Bischof Wilhelm, dem Decan Volmar von Lützelstein und der Stadt Strassburg ab-
geschlossenen Vertrages, dass sie . . . alle die stücke, puneten und artickele, die in
Li0 den selben briefen von unserre ambahte wegen verschriben staut, gesworn hant, stete
zii haltende und ze vollefürende one alle geverde. geben an dem nehesten fritage
vor dem sunnentage . . . Judica do man zalte 1300. 1396 März 17.
Str. St. A. AA. u. 1422. or. mb. I. pat, c. 3 sig. pend.
Ebenda Urk. gleichen Inhalts von Burekart von Landesperg.
l()2(i. Barkard Humbel von Stouffenberg, bischöflicher Vogt zu Ortenberg, Ul-
rich Krese, bischöflicher Procurator des Districtes Ortenberg, sowie Einwohner der
bischöflichen Ortschaften: Oberkirch, Renchen, Griesheim, Appenweier,
Ulm, Achern und Sa s sb a ch bekennen, dass mit ihrem Wissen und Zustimmung
Bischof Wilhelm der Stadt Strassburg für eine noch von seinem Vorgänger Bischof
Friedrich aus der Schuldsumme von 10000 U. den. herrührende Schuld von 4000 t&
den. die Steuer und Bette in obengenannten Orten verpfändet habe bis zur völligen
Bezahlung dieser Schuld. actum 2 id. sept. 1395—5. id. junii anno 139G.
1.3'.m September 12-1396 Juni 9.
Str. St. A. AA. u. 1425. or. mb. lit. pat. c. 5 sig. pend.
Ki2?. Johann von Lichtenberg1 bekennt für sich und seine Erben, keinerlei An-
1 Derselbe u. sein Bruder Ludwig, Domherr z. Straßb., schließen mit der Stadt einen Burgfrieden
wegen ihrer Burg u. Stadt Lichtenau. 1399 raentag nach s. Andrestag. Str. Str. A. AA. n. 1792. or.
mb. c. 3 sig. pend. '•'*S9 **•«• *
862 1396—1397
sprüche und Forderungen mehr an die Stadt Strassburg zu haben. gehen an der
nehesten mitwochen nach sant Ulrichs tage 1:596. 1300 Juli ">.
Str. St. A. AA. u. 1693. or. mb. I. pat. c. 1 sig. pend.
1628. Graf Friedrick von Hohenzollern an Strasburg : } billel um Entsendung
zweier Ratsfreunde zu einer Tagleistung in Erbschaftssachen. 1806 Juli 7. s
Von uns grauff Ffritz von
Hohen Zolr dem eitern.
Unser gros und waz wir gütz vermugen voran, lieben die von Strauszburg,
maister und raut. wir bitten üch iemer durch unsers dienstes willen und alle, die wir
sin erbitten mügen, daz ir uns wellent lihen üwers rautes zwen oder dry gen Rott- io
wil zu ainen tag, da unser wip und grauff Hainrich von Ffürstenberg tag la(i)sten
wellent von ires bruder erbes wegen, grauff Hansen säligen von Ffürstenberg, won ir
daz grauff Hainrich langzit entwert und röplich genomen hant. dez sint auch fünff
ainen gemain komen uff unser genädigen herrschaft landvogt herr Engelharten von
Winsperg, won uns der ainen tag ze baiden siten verkünden sol hiezwüschen und u
sante Jacobs tag ahtag vorhin. . lieben die von Strauszburg, haben wir ie wider üch
getan oder ir wider uns, daz ist doch in uns gentzlich abe, daz getrawin wir, ez
sige üch auch, und wollen üch ez wider dienen, wazü ir unser gerüchent, daz wir
getün mügent, won ir uns doch lieber wissent und horent unsern gelimpff und un-
gelimpff, reht und unreht denhain unser nauchgebur. lieben die von Strauszburg, tq
wellint ir uns daz ze lieb tun, so land uns dez uwer verschriben antwurt wissen
by disem botten, so wellen wir üch zu genüg enbieten uff den tag ze koment.
o
datum feria sexta post Udalrici episcopi a,nno domini etc. 96.
[In verso] Den ersamen wisen wolbeschaidenn maistern und raut der statt zu
Strauszburg. «
Str. St. Ä. Abt IV, 22. or. eh. I. cl.
1629. König Karl VI. von Frankreich an Meister und Hat von Slraßburg .
hat ihre Briefe erhallen, versickert sie seines Interesses an allem Gemeldeten, be-
sonders an dem Schicksal der bei Nicopolis gefangenen tilraßburger und beglaubigt
den Ueberbringer des Briefes zu mündlichen Mitteilungen. Paris [1397] Mai 13. 3"
Karolus dei gratia Francorum rex nobili viro Johanni Zorn alias de Eckerich1
militi magistro et consulibus civitatis Argentinensis amicis nostris carissimis cum
intima dilectione salutem. amici carissimi. litteras vestras nuper per dilectum conci-
vem vestrum Johanem Michaeus (?) ad nos missas vestra noverit amicitia reeepisse
1 Vgl. oben nr. 435 d. Brief Bottweils üb. Fried, v. Hohz. u. nr. 440 d. Sühnebrief Fried.' s mit 3r,
Straßb.
2 Joh. Zorn-Eekerich war 1397 Stettmeister.
1397—1398
contentaque in eisdem ac omnia et singula, que idem Johanes parte vestra nobis re-
ferre voluit audivisse mentioncm inter cetera facientern super nonnullis proceribus
ac viris nobilibus civitatis vestre, qui latncntabiiili conflictui jam dudum in Bulgaria
dcprope villam Nicupoli, proth (!) dolor, in tanta strage christianorum commissa inter-
fucrant, sub |)otestate perfidorum Turcorum ot potissime in Bruxia captivitatis jugo
(Iclcntis et miserabiliter laqueatis.1 quare non lateat eadem vestra dilectio, nos sem-
per erga quevis sua rogata paratos fore, prout hec et alia prefatus concivis vester
baium portitor, cui in diccndis lidcm adhibere velitis, orethenus vobis latius referet
parte nostra. datum Parisius (!) die XIII maii.
[Auf d. Bug] J. d'Aunoy.
Str. St. A. V. D. G. Bd. 84.3 w. „&. j. d (0hne Adress. »'. verto).
630. Johans Klobelouch der Meister und der Rat von Strassburg an Basel :
also wir üch nehest schribcnt* so getane mere, alse uns von Franckefurt bar
uff embottcn waz, und wir üch schribent, befündent wir dovon üt fürbasser, wolten
ii wir üch ouch lassen wissen, also hat uns Lawlin Lentzelin uff hüte prime zijt ein
brieff verschriben von des tages wegen zu Franckefurt, des wir üch ouch aber ein
abschrifft bar inno scndcnl verslossen, das ir vch darnoch wissent zu rihtende.
datum die dominica ante diem saneti Laurencii martiris. [1307 August 6.)
Basel St. A. Neb. reg. Cg. III n. 239. or. mb. lit. cl.
2» 1631. Saarburg an Strassburg: lant üwer wiszheit wiszen, daz wir gebotschaft
sint von unsern glitten fründen, daz uf disen sundag zfi naht ein folk ligen sülle zu
Herbctzheim und zu Rymelingen und uf disen mondag in Elzas ziehen welle ....
geben uf sundag noch veschber zit anno 1397. 1397.
Str. St. A. G. ü. P. lad. 4ö|46. or. eh. I. cl.
2-r> 1632. Meister und Rat von Straßburg quittieren über den Empfang von 2000
(litlden, als Teil einer Schuld des verstorbenen Bruno von Rappollstein an die Stadt.
1398 März 13.
Wir Lienhart Zorn genant Schultheizz der meister und der rat von Strazburg
o
kündent mengelichem mit disem briefe, das uns Ulrich von Altenkastel und Peter
so von Schutter gegeben, geantwurtet und bezalt habent 2000 guldin von der drier
tusent guldin wegen, die der durchlühtige, hochgeborne fürste und herre hertzoge
Lüpolt hertzoge zu. Osterrich etc. unser gnediger herre uns und etlichen unsern
burgern schuldig und verfallen waz zu gebende zu unser frowen tage der lichtmessen F<*r. j.
nehest vergangen von der schulden wegen, die derselbe unser herre der hertzoge uf
i Vgl. hierzu oben nr. 1218 u. 1229, die sich ebenfalls auf Strassb. Bürger, die der Schlacht r. AV
copolis a. 1390 beiwohnten, bezielten.
» Vgl oben nr 1270 Brief v. 1397 August 2.
VI.
109
864 1398
sich verfangen het uns zu bezalende vür den edeln seliger gedehtnisse herren Brunen
von Rappoltstein.1 und sagent ouch wir vür uns, unser bürgere, den die schulden
zugehörent und vür alle unsere und ire nochkommen den obgenanten unsern gnedigen
herren, hertzoge Lütpolden zu Osterriche, sine erben und nachkommen der zweyer
tusent güldin, die uns uf dise zit also bezalt sint, quit, lidig und lozz. und zu eim '•>
urkünde so hant wir unser stette ingesigel getan drucken zu rücke uf diesen brief.
datum feria quarta proxima post diem seti Gregorii pape anno 1398.
1898 März 13.
Str. St. A. V. C. G. K. n. 23 <=. or. mb. c. sig. impr. del.
1633. Johann von Mülnheim Rechberg an Johann Bock [Stettmeister] in io
Strassburg: wisse, daz die herren von Bitsch eine huffunge hont uf samstag und sich
veste beworben hant. geben uff mitwoche noch Agli (?) 1398. 1398.
Abt. IV, 72. lad. 28. or. eh. I. cl.
1634. Lienhart Zorn genant Schultheiz2 der Meister und der Rat von Strass-
burg an den Bürgermeister und den Bat zu Basel in Sachen der Bitscher Fehde ' . . . u
wir hant üch vor verschriben und verkündet, in welcher mossen wir mit allen herren
von Bytsche ein tag leistetent zu Buckenheim vor dem hochwurdigen fürsten und
herren herren Frideriche ertzbischofe zu Colne, und wie sie uns aldo eren und rehtes
uzgingent, als üch das noch wol indengkig ist, des wir getruwen. darnoch so hat der
durchlühtige hochgeborne fürste und herre hertzoge Bdpreht pfaltzgraff by Bine des 2»
heiigen römischen riches öbirster truhssesse und hertzoge in Peyern sin erbern botten
zu uns geschicket und uns geton bitten und ouch verschriben, das wir die unsern
zu eime tage gen Germersheim zu ime gegen den herren von Bytsche schicken wol-
lent, so wolte er sich mögen, obe er uns verrihten möhte; demme habent wir des
tages gevolget und hant zu sinen gnoden gen Germersheim unser erbern botten mit »
des erwürdigen herren herren Wilhelms byschoffs zu Strazburg botten geschicket
mr: g7. und uf die mitwoche vor dem heiigen palmtage nehest vergangen mit allen herren
von Bytsche ein tag aldo geleistet, und noch vil reden, die sich uf dem tage wider
und vür verlieffent, so hant unser erbern botten vor dem vorgen. herren, dem
hertzogen die kerunge, die uns die herren von Bytsche billiche detent, underwegen 3"
gelossen und hant allen herren von Bytsche gebotten reht zu tünde umbe alles das,
daz sy uns semetliche oder besunder ane zu sprechende habent, waz wir in von
eren oder rehtes wegen tun sollent also, das si uns des glichen an stund hinwider
deten und uns das versichertent, das wolten wir in ouch hinwider tun. das hant sy
1 Hiernach ist der Tod Bruno's früher anzusetzen als 14. Mai, teelches Datum Albrecht (Rapp. 35
Urkb. II, nr. 612) nach einer Notiz im Colm. Arch. giebt.
2 Meister 1398.
3 In Abt. IV nr. 29 findet sich ein, 465 ritterliche und fürstliclie Namen umfassendes Verzeichnis
aller der Widersager Strassburgs in dem Kriege der Stadt mit dem Herrn von Bitsch, deren Absage-
Briefe dem Bäte in den Jahren 1397 und 1398 vorgelegt sind (presentate sunt). 40
1398—1400
»J5
von uns vor dem vorgn. herren dem hertzoge uz geslagen. dis verkünden wir uwere
Killen fründschaft. were das ir von ieman üt anders hortent, das ir daz nil gelöbent,
denne es sieh in der worheit also vindet, alse wir üch sehribent und uns des ver-
antwurtent, alse wir üeh besunder getruwent, das wellen wir gern umbe üeh zu
widerdienende haben. datum feria quarta proxima post dominicam Palmarum.
(1898 Ajtril 3.]*
Basel. St. A. Neb. Reg. G. III nr. 259.
1635. Burckarl von Wangen dem man sprichet von Altdorff bekennt, dass er vor
Meister und Hat das Strassburger Bürgerrecht erhalten und beschworen habe. geben
samestag nach s. Martins dage 1398. iws November 10.
Str. St. A. G. ü. P. u. 272. or. mb. I. c. 1 sig. pend.
163CJ- Herzog Przemislaw an Strassburg.
noch Valentini.
Str. St. A. AA. 113. or. eh. I. cl.
gebet) zu Mencz am sunabende
Mainz (1400 Februar 21.]*
1637. Wilhelm Metziger, der Ammeister, und Heinrieh Kranich, Ulrich Gosse
und Hülin Uarpfennig, Altammeister, entscheiden auf Antrag einen Streit der Obesser
und Altgewänder, der entstanden, weil erstere auch «kouffent und verkouffent gewant,
mentel, rocke, sleyger, harnesch, hemede, brüche und ander dinge • und letztere auch
handeln mit «obesz, hunre, kese und eyger und des glich», dahin, dass jeder bleiben
soll bei seinem einmal gewählten Handwerk »und ouch mit der geselleschafft, mit den
er das antwergk tribet, liep und leit liden zu der stöben und in gehorsam sin zu
allen iren dingen als ouch die andern one alle geverdc. wer es ouch, das dhein
obesers und kesers frowe, der von den grempern zu den altgewendern yegenote
kumpt, obesz, kese, hünre und desglich veil wolte haben, die mag es wol tun mit
solichem underschide, das si den gremppern und obessern dovon zur wochen einen
pfennig in zur buhsse sol geben, und wer es, das die grempper den pfennig zur
wochen zu gebende in selber abliessent, so solltent der altgewender frowen, die also
zu in komment, diwile sie obesz oder der vorgen. dinge glich, das der grempper
antwergk zu gehöret, veil habent und tribent und nit vi'irbasser, alles ungeverliche,
doch mit beheltnisse meistere unde reten der stette zu Straspurg etc. geben an
dem nehesten mentage vor unser fröwentag der jünger in dem jare 1400.
140O September 6.
Str. St. A. G. U. P. u. 11. or. mb. c. 4 sig. pend. delaps.
i Vgl. oben nr. 1351.
35 » Das unter diesem Datum i. D. li. A. III nr. 122 gedruckte Stück ist oben S. 9 nr. 17 Anmerkg.
gegeben, weil es (mich Qwi&äl, Sldteb.) nicht ins Jahr 1400 sondern 1381 gehört
866 1400
1638. Probst Rfilman von Allerheiligen im Schwarzwalde bekennt, dass er vor
Meister und Rat das Bürgerrecht empfangen und beschworen habe für 10 Jahre,
geben uff donnerstag vor . . . do man zalt 1400. 1400.
Str. St. A. G. U. P. u. 272. or. mb. (stark beschädigt) c. 1 sig. pend. delaps.
Originale sind nachträglich im hiesigen Archiv gefunden zu folgenden Stücken,
die oben nach Copien, Briefbüchern u. drgl. oder nach Originalen anderer Archive
mitgeteilt sind :
Zu nr. 157. (1383 Nov. 24) G. U. P. 222/23 u. or. mb. lit. pat. c. 3 sig. pend.
Zu nr. 348. (1387 Febr. 7) V. D. G. u. 88. or. mb. c. bul. delaps.
Zu nr. 425. (1388 Febr. 17—24) Abt. IV u. 122 \ or. mb. 1. pat. c. 2 sig. pend.
delaps. (rot u. grün.)
Zu nr. 665. (1392 Mai 22) V. C. G. K. u. 23 b. or. mb. c. 1 sig. pend.
Zu nr. 751. (1393 März 16) Abt. IV u. 131—132. or. mb. c. 1 sig. pend.
Zu nr. 803. (1393 October 19) AA. 113 u. or. mb. c. 1 sig. pend.
Zu nr. 817. (1394 Januar 2 geben off den fritag nach dem jarestage) G. U. P. lad. 15
166. or. mb. 1. pat. c. sig. pend. mut.
Zu nr. 1402. (1398 Juli 11) AA. 1421 u. or. mb. 1. pat. c. 2 sig. pend.
Zu nr. 1446. (1398 Nov. 19) V. C. G. K. u. 38. or. mb. 1. pat. c. 10 sig. pend.
Zu nr. 1497. (1399 Aug. 28) und andere (nicht aufgenommene, aber oben S. 774 An-
merk. 1 nach Copialbuch erwähnte) Herrensteiner Urkunden. V. C. G. K. u. 38. so
or. mb. c. sig. pend.
Zu nr. 1586. (1400 Nov. 8) AA. 4 u. or. mb. c. 1 sig. delaps.
le
REGISTER.
NAMENREGISTER.
A.
Aachen Ache 369. 548.
Wilhelm zu Wide Probst zu — 158.
Aalen Ahm i. Würtb. 17. 21. 64.
Aar FIuss 28. 147.
Aargau Ergew 472.
Abrara Sohn von Hnd' (Jehnda) Jnde von München
Abraham von Spire Str. Jude 199. 211.
Abraham Mann der hinkenden Belin Str. Jnde 95.
Absperg Steffan von — 598.
Ache s. Aachen.
Achenheim w. Str. 359.
Berthold von — Ritter 152.
Johana — Claus seligen snn Const v. St. Tho-
mas 379. 393.
Röselin von — 215.
Achern in Baden 416. 861.
Acolonie Cardinal von — 480.
Adehart Reimbold von - Saarbarg 630.
Adelheid Königin Gemahlin König Ruprechts 805.
s. Baiern — Pfalz.
Adelnhofen ? Adelhof b. Denzlingen i. Baden 522.
Ageifolie s. Agrifolio.
Agersheim s. Oggersheim.
Agnese Henselin — der Wollschlägerknecht 23.
Agrifolio ( = Aigrefeaille b. Limoges i. Frkr )
der widercardinal (Wilhelm) von — 16.
Air Jehan d' — lothr. Ritter 633.
Alb Obrecht von — 433.
Albe Colon von — ein Schütze 521.
Albe.fIünS. T. (= Johan» von B'tsch s. auch Bitsch)
lbd. 165. 180. 190. 207. 212. 224. 225. 231
421. 422. 426. 427. 430. 432. 518. 776.
Alben Heinrich — Str. Söldner 518.
Albesheim Gobel von - Str. Söldner 518
Albrechtsthal Obrehtztaldas - 272.273.639.641 .642.
Aldendorf (? ;= Altdorf, welches?)
Johann Graf von — 150.
Ruprecht Graf von — 150.
AIe"«£S ^'ipp VOn *" Cardinal Bischof v. Ostia
Alestein Johan — g. Harleston.
Alfesheim 610.
Allerheiligen Kloster i. bad. Schwarzwald
Kfllmnnn Probst von — 866.
Altperg Burg (?) i. d. Gegend v. Nürnberg 245.
Alsacia s. Elsass.
Altdorf Altorf ö. Molsheim
Cuntzel von — 727.
s. Wangen Burckard von — gen. von — .
Altencastel Burg ^ Hoh-Rappoltstein b. Rappolts-
weiler Ulrich von — s. Rappoltstein.
Altheim? =- Altonheim i. Baden Kr. Offenbare.
428. 429. 6
Heinmann von -- 521.
Martin von — gen. dnrehs Hus 776.
Altorf s. Altdorf.
Alzei Alczei sü. w. Mainz 169. 523.
Amberg n. w Regensburg 189. 219. 564.
s. Heckel Hans — .
Ameville Jehan Noiret de — 638.
Ammerschweier sü. Rappoltswciler 656.
Andegoye s. Anjon.
Andela s. Andlau.
Andlau Andelau Andela Andelaho Andelahe sü w
Barr 610.
Aebtissin von — 679.
Herren von — 645.
Eberlin von — Vetter des Heinr. 648.
Friedrich Jörge von — 648.
Georg Jerge von - Hauptmann der Gesellschaft
mit den Martinsvögeln 551. 553. 648. 676
870
Andlau
Baiern
Heinrich von — gen. Stoltzmann 522. 648. 781.
782. 784.
Klein Rudolf von — 648.
Schwarz Rudolf von— Vogt zu Molsheiui 111.
522. 551. 589. 592. 617. Wi. 728. 787. 788.
861.
Tarc Heinrich von — 648.
Jeckelin — Städtebote v. Speier 222.
Andres der Bergknecht Str. Bürger in Lingols-
heim 62.
Anjou (Andegoye) Herzog von — 61. 63.
Anneheim ? = Auenheim i. Baden n. Kehl 436.
Ansiel Herzog von — 58.
s. Anthonienhaus s Isenheim.
s. Anthonienhof Frantze in — 390.
Antiochia Wenzel Patriarch von — 778.
Appenweier i. Bad. 861.
Appesberg Heinrich von — 491. 492.
Appeter Claus — 696.
Apt Ülin — 724.
Arge Heinrich — Arameister 2.
Argentina s. Strassburg.
Ariga Jaquelinus — 595.
Armbmster Armbroster
Cftntz Conrad Cnnrad — Str. Büiger zeitw.
Ammeister Mitglied der Goldschmiedszunft 48.
181. 182. 184. 319. 387. 389 416. 508. 509.
513. 571. 594. 598 661. 667. 693. 694. 709.
721. 724. 754. 758.
der Tochtermann des C&ntz — 389.
Katharina — Frau des Cftntz.
Obrecht — i. d. Tucherzunft 508.
Armleder s. Massembach.
Arner Heinzmann — Str. Söldner 425. 522. 676.
Arnoidesheim (= Arnoldsheim Hessen-Nassau.)
Henne von — gen Babest 213.
Henne D&de von — 213.
Arras i. Frkr. 177.
Arzenheim sü. Markolsheim 522.
Aschaffenburg 286. 287. 288.
Archiv zu — 670. 673.
Schloss von — 28.
Aschau s. Eschau.
Aszel (? sü. Beifort ??) 456.
Andre Jacomi von — ein Bogener 522.
Augsburg Augspurg Ogspurg 17. 21. 31. 35. 64.
68. 109. 124. 128. 161. 224. 234. 241. 369.
Bischof von — 124.
Juden von — 128.
Ismahel von — 128.
s. Steffan.
Aunoy J. d: — 863.
Aureliens Herzog von — s. Orleans.
Aveley Gairet d' — lothr. Ritter 633.
Avignon Avion der Widerpabst von —
7. 720
8. Elyot von — Str. Jude.
Avion s. Avignon.
B.
Babenberg s. Bamberg.
Babest Hartliep — 665.
Bach abgeg. Sohloss zw. Bühl u. Kappelwindeck.
Claus von — Ritter 209. 241.
Georg Görg von — markgr. bad. Hofmeister
28. 627. 695. 719. 737. 753.
Hans Johans von — Edelknecht markgr. bad.
Diener 298. 300. 762.
Hans Spet von — 734.
Bacharach Bacherach a. Rhein
Peter von — Str. Söldner 520.
Backe Claus — von Löwenstein Str. Söldner 520.
Backerat Kimm von — Str. Söldner 520.
Backurt Menrin von — bogener Str. Söldner 522.
Baden Markgrafschaft
Markgrafen 45. 48. 236. 258. 299. 467. 491. 752.
753.
Bernhard 21. 89. 99.
137. 151. 153. 154.
253. 267. 274. 298.
355. 357. 359. 360.
374. 402. 403. 433.
454. 455. 459. 471.
499. 505. 516. 536.
558. 560. 564. 566.
582. 588. 589. 592.
603. 604. 605. 606.
621. 623. 624. 627.
666. 674. 677. 678.
694. 695. 696. 701.
718. 719. 720.
730. 733. 734.
748. 750. 752.
768. 769. 770. 774.
780. 783. 785. 787.
721.
737.
753.
105. 110.
157. 214.
307. 320.
361. 363.
444. 445.
472. 482.
542. 547.
568. 569.
594. 599.
607. 613.
634. 640.
687. 689.
702. 708.
722. 723.
738. 739.
759. 761.
775. 776.
789. 790.
111. 119. 127.
217. 247. 249.
322. 326. 354.
364. 368. 370.
451. 452. 453.
487. 495. 498.
550. 554. 557.
571. 573. 580.
600. 601. 602.
615. 617. 619.
645. 653. 659.
691. 692. 693.
709. 711. 712.
721. 725. 727.
742. 743. 745.
763. 765. 766.
777. 778. 779.
792.
Rudolf 21. 99. 137. 151. 209. 213. 226. 228.
236. 241. 243. 287. 289. 306. 307. - Herr
zu Röteln 635. 642. 650.
s. Hochberg Markgrafen von — .
Baden-Baden 100. 140. 151. 175. 190. 209. 214.
258. 287. 306. 445. 454. 467. 472. 505. 551.
554. 555. 557. 5.-8. 568. 569. 570. 582. 588.
592. 594. 598. 599. 600. 605. 606. 617. 623.
624. 627. 634. 653. 659. 666. 667. 674. 675.
678. 690. 692. 693. 695. 701. 702. 708. 709.
711. 720. 721. 722. 724. 727. 737. 738. 739.
742. 743. 746. 747. 753. 759. 765. 770 778
Anmerk. 780. 781. 783. 785. 786. 787. 792.
834. 837.
Amtmann zft — s. Staffurt s. Contzman Hans —
8. Knnrscber Heintzeman von — Str. Söldner.
s. Slaffer Cüntzelin von — Str. Söldner.
Baden in Ergowe Aargau i. Schweiz 163. 164.
167. 457. 534.
Bader
Fritscheman — filius Nicolai balneator i. Kru-
tenau 842.
Nicolaus — i. Krntenau 842.
Ulrich — caupo 810.
Baiern Beiern Beyern Peigern Peygern 28. 171.
436. 463.
Städte in — 196. 197. 227. 242. 274. 853. 855.
Hauptmann des Landfriedens in — s. Swinar
Borziboy von — .
Herzöge 37. 45. 55. 124. 217. 220. 221. 227.
228. 234. 235. 237. 239. 244. 250. 255. 259.
260. 436. 541. 685. 764. 774. 791. Vgl. Pfalz-
grafen.
Adelheit Gemahlin Rupr. HI. 805. s. Baiern-
Pfalz.
Adolf 113.
Albrecht (von Straubing) 564. 856.
Baiern — Beffort
871
Clemm Klenn s. Baiern-Pfalz Rupr. III.
Ernst Sohn von Hans v. München 564.
Friedrich 5. XI. 10«. 109. 118. Pfalzgraf 159
171. 219. 221. 276, 491. 856.
Hans Johans 21. 26. Bruder v. Stephan 35.
276. Herzog v. München 564.
Ludwig Sohn von Stephan 547. 548. 556
558. 564.
Ruprecht s. unter Baiern-Pfalz.
Stephan Herzog u. Pfalzgraf 21. 25. 26. 31
32. 33. 35. 92. 157. 159. 274. 276. 514.
547. 548. 550. 554. 556. 558. 561. 565. 566.
569. 573. 855. 856.
Thaddaea Gemahlin von Herz. Stephan Toch-
ter des Herzogs Barnabas Visconti 26. s. V.
Baiern-Pfalz
Pfalzgrafen Herzöge
Ruprecht (I. f 1390. Febr. II. 1390—1398. III.
1398-1410.) 4.5.92. 98. 113. 121. 125. 140
169. 181. 219. 221. 211 242. 245. 251 252
253. 254. 267. 281. 327. 328. 330. 331. 332.
357. 479. 482. 688. 719. 747. 748. 749. 750.
753. 759. 761. 777. 783. 856. 858.? 864.
— der ältere (? Rupr. I. — 1390) 21. 29. 30.
45. der alte 77. 98. 124. 126. 127. 132 134.
143. 147. 150. 171. 207. 220. 231. 236. 43
249. 275. 281. 282. 285. 286. 288. 290 299.
300. 301.
— der ältere (Rupr. II. nach 1390) 281. 285
301. 311.312. H33. 367. 369. 375! 396. 398.
495. 504. 522. 523. 536. 546. 547, 594. 606
684. 692.
— der jüngere (Rupr. II. bez. nach 1390
Rupr. III.) 2l. 29. 45. 77. 99. 220. 236. 301.
308. (der junge 599.) 606. 684. 858.
— der jüngste (Rupr. III.) oder Herz. Clemm
Klemm Klenn (Klein ?) Sohn Rupr. d. Jün-
gern (Rupr. II.) 2J. 29. 99. 171. 219 492.
553. 688. 709. 727. 783. 795. 856. derselbe
als König (1400- 1410) s. Ruprecht König.
Baicrsdorf Pairstorff i. Baiern (Mittelfrank.) 245.
Bajesid Sultan 667. Anm.
Baldack Johann — Diener des Jobst v. Mähr. 619.
Baldemar Peter - Gesp. d. const. i. Oberstr. 512.
Baideringen Klesichin von — Str. Söldner 518.
Balcix de Esche Niclaus — lothr. Ritter 641.
Baldoltzhein s. Balzenheim.
Balgshofen Balshofen? - Balzhofen b. Bühl i. Baden.
Eberhart von — 544. 594.
Balingen ? = Bahlingen i. Würt. oder = B. i.
Baden 740.
Balbronn n. w. Molsheim 433.
Balshofen s. Balgshofen.
Baistat (? = Baalstadt i. Franken).
Schult Cftntz von — 334.
Balzenheim Baldoltzheim sii. Markolsheim 522-
Baltzweiler? = Balschweüer n. w. Altkirch 637.
Bamberg Babem— Bobenberg - bürg 93 273
274. 275. 276. 280. 285. 286. 299. 316. 348.
463. 707.
Bischof 124. 130. 250. 251. 253. 281. 288. 307.
327. 329. 348. 369. 376. 399. 401. 402. 404.
491. 556. 596. 630.
Lamprecht (s. a. Brunne) 5. 6. 9. 171. 280.
362. 3C5. 397. 440. 145. 449. 462. 463. 464
683. 856.
Bar Bore Herzog von — (? = Bar le Duc) 369.
547. 643.
VI.
Bären Sigbot zu — der retscher 532 Anmerk.
Baerer Str. Bote 183. 184.
Barkemot Schloss des v. Blamont-Blankenberg 643.
Barme g. Parme.
Barpfennig
die - 264. 432.
Claus - (cremer Zft.) 389. 507.
Rfilin — (cremer Zft) 467. 507.508. 509. 510. 513.
genannt kremer ammeister 668. 720. 756.
76«. 776. 777. 782. 787. 795. 796. 799. 801.
804. 805. 814. 820 altam. 865.
Barr Barre Borre n. w. Schlettstadt 334. 386. 651 .
Hanseman von — der murer 817.
s. Wepferman.
Barschebo — Borziboy s. Swinar.
Bartenheim Brant von — Hauptmann 176.
Bartenstein Wilhelm — markgr. bad. Diener 691.
Basel Basilea Basilia 6. 75. 81. 119. 125. 142. 147.
157. 158. 160. 163. 164. 166. 175. 179. 183.
190. 193. 216. 217. 247. 248. 249. 257. 258.
259. 281. 291. 298. 355. 357 Anmerk. 358. 369.
374. 472. 482. 505. 517. 595. 611. 612. 615.
616. 627. 629. 635. 638. 642. 643. 646. 653.
654. 658. 676. 677. 685. 686. 688. 689. 718
739. 745. 747. 763. 764. 766. 778. 779. 788.
790. 807. 863. 864.
Bürgermeister von —
s. Berenfels Arnold u. Werner von — .
s. Eptingen Joh. Püliant von — .
s. Marschalgk Günther — Ritter,
s. Ramstein Hanneman von — .
s Riche Heinrich — Ritter,
s. Ziboll Jacob — .
Ammeister von —
s. Wissenhorn Walther — .
die Kauflente von — 482.
der Büchsenschiesser von — 183.
s. Kfillin dictus de — .
s. Rote Hartman — .
s. Starcke.
s. Sunnen Christian zer — .
Basel Bistum 333. 354. 438. 467. 785.
Bischof von — 39. 177. 614.
Imer von Rarastein 97. 126.
Wolfhart von Grenfels 39. 132.
Pfleger des Bistums — Friedr. Bisch, v. Str.
333. 354. 438.
Baseler der brotbecker 816.
Baselevin Luche — 589.
Basemunt Ulrich von — lothr. Ritter 641.
Bastenach = Bastognc i. Belgien 127.
Banldoiche Nemerioh — Ritter Bürger v. Metz 637.
Bavaria s. Baiern.
Bavaria Albertus de — famulns 845.
Beblenheim Bebclnheim sii. Rappoltsweiler
Bernhard von — 7.
Johans von — 767.
Becher Lawolin — 846.
Becker Johans Hcnselin — Bürger u. Gesandter
von Worms 217. 222. 224. 242. 281.
Beckingen
Heinrich von — 34.
Johans Hans von — Speirer Kriegshanptmann
176. Str. Söldner 521.
Bedel königl. Diener 195
Beffort s. Beifort.
110
872
Beger — Besenkeim
Beger v. Geispolsheim
Albrecht Obrecht von — Ritter 5ol. 64«.
Hans von — Bruder v. Albr. 648.
Wilhelm — Bitter Vetter v Albr. 551.
Beheim s. Böhmen.
Beheim Agnus von — ein bogener Str. Söldner
522.
Cftntze — Schuhmacher 70. 563
Germe von — Str. Söldner 520.
Wantelot von — ein bogener Str. Söldner 520.
Wentzlaw von — Str. Söldner 520.
Behnen R&tschman — von Münster 334.
Beyer Beier Peyger (v. Boppard.)
Conrad - her 86. 88 Anmerk 425. 437. 789.
Heinrich — her 86. 88 Anmerk. 425.
Beyern s. Baiern.
Beildecken
Fritsche — Bürger u. Schöffe z. Str. 25.
Jeckelin dictus — 812.
Beiler Ludwig — Str. Söldner 521.
Beinheim ö. Hagenau a. Rhein 274. 320. 769.
Claus von — Caplan d. Markgr. v. Bad. 542.
Beitton Heinrich der — ein bogener Str. Söldner 522.
Beldenlop Johann — der sniderkneht v. Keisers-
lutern 835.
Beifort Beffort 456.
Belis Herzog — 134.
Bellegarde Mondin de — lothr. Ritter 633.
Bellenstein Cunrat — Str. Söldner 519.
Beltzwilre Heinczeman von — Str. Söldner 522.
Bendeler Jacob — de Frankfordia scriptor 846.
Benestot Conrat von — ein bogener Str. Söldner
522.
Benfeld Benefelt n.ö. Schlettstadt 53. 107. 110.
111. 121. 170. 200. 286. 526. 527. 625. 632.
644. 662.
der Vogt von — 663.
der bisch. Schaffner zu — s. Ensisheim Walter
von — .
Henselin — der kremer 473.
Benisch Herr — 764.
Bennweier n. Colmar 501.
Bensdorf Benserdorf i. Lothr. ö. Mörchingen 88.
s. Ruldingen Johann von — Herr zu — .
Bensheim i. Hessen 788.
Benweiler Benwilre Kreis Rappoltsw.
Anshelm von — 641.
Beraun Bernau Berne Pernaw i. Böhmen 123.
142. 559. 659.
Berbay Hanry de — lothr. Ritter 633.
Berenfels Berenvels
Arnold von — Bürgermeister v. Basel 635. 638.
643. 646. 653. 654. 677. 766. 790. 792. 795.
Werner von — Bürgermeister v. Basel 81.
Berer
der — 632. 662.
Claus Nicolaus — scab. 73. Gesehwm. d. Münze
94. Gesandter 175. 258. mag. 326. const. i.
Oberstrasse 379. 393. Geschworn. d. Münze
497. houptman a d. wissen turn 509. — const.
i. Oberstr. 512. 663. — mag. 816. 843. — sin
sun 393.
Hans — const. i. Oberstr. 379. 393.
Läuwelin — Berers sun Hausgenosse 341.
Berer (? auch Verer) Concze — 123.
Berg Rudolf — 764.
Berge
Johans am — 663.
Walther am — Meier im Albrechtsthal 641. 642.
Bergau Bergaw Bergftwe der von — 307. 328.
Bergheim Bercheim n.ö. Rappoltsweiler 178. 437.
457. 537. 582. 624. 625. 627. 628. 631. 652.
Anmerk. 655. 656 692. 782. 785. Ober — 539.
Bergzabern i. Pfalz 147.
Berlin
Hans — houptman 268. const. z. Münster 512.
Johans — (? = Hans) mag. 334. 336. 343. const.
z. Münster 384. 390. mag. 685. houptman
688. cons. 757. mag. 816. 827. 828. 843.
Mürsel — const. z. Münster 385.
Bennan Clans — Ammeister 553. 567. 592. 594.
Altammeister 667.
Bern Beine i. d. Schweiz 139. 147. 148. 149. 369.
685.
Berne Uliin von — Str. Bürger 45. 664
Bernau Pernau s. Beraun.
Bernbach Jeckelin — Ritter 224.
Berner
Cftntzelin — der tucher 24. 837.
Hügelin — Gesp. d. schiflüte 513. 739.
Bernhard Markgr. v. Baden s. Baden.
Bernhart
Claus — der schaffener 784.
Hanneman — 784.
Heintzelin — 840.
Bernhardsweiler Bernhartz — Bernaltzwilre n.
Barr oder sw. Andlau
Claus - Str. Bürger. Gesp. d. schiflüte 388. 787.
Bernstein Bernestein Burgruine oberhalb Dambach
n.w. Schlettstadt 207. 300. 654.
d. bischöfl. Amt — 593. 861.
d. bischöfl. Vogt zu — 531. 544.
s. Andlau Rudolf von — .
s. Grostein Thomas — .
8. Türkheim Heinr. v. — .
s. Werdenberg Graf — .
Berregart = Beauregard b. Diedenhofen i. Lothr.
639. 641. 648. 649.
Obrecht von — 832.
Berrit Johann — Str. Söldner 521.
Bersche Johans — 824.
Bersch&t Johan Clar von — ein schütze Str.
Söldner 521.
Berse s. a. Börsch.
Cloren Hanseman von — 635. 636. 649. \
Midehart von — der wolieslegerkneht 23.
Lawelin — v. d. metzigern 473. 508. Anmerk.
510.
Wilhelm — v. d. würten 389. v. d. metzigern
508.
Berster Peter — Str. Bürger 264.
Berthold der Schenk v. Herz. Stephan v. Baiern 35.
Bertholzheim Heinrich von — 790.
Bertsche Bertsc.hin
— ein Priester u. Conventbruder v. St. Wil-
helm 39.
Henselin — Gesp. d. const. i. Spettergasse 2b8.
512.
Johans — const. v. St. Thomas 379. 393.
Nicolaus — canonicus v. St. Thomas 375.
Bertschin ? = Bertsche.
Berwangen Albrecht von — 623.
Besenkeim s. Besigheim.
Besigheim — Blotzheim
873
Besigheim Besenkeim i. Wärt. a. Neckar 605.
Besselin Conin — de St. Diey lothr. Ritter 633.
Betenhofen s. Bettenhofen.
Betlern Beteler Bctlarn = Zebrak süw Prag 85.
250. 289. 290. 306. 308. 373. 374. 37ö. SM.
397. 402. 403. 443. 463. 487. 499. 500. 567.
778. 793.
Betschelin von Rosheim const z. Münster 386.
Betscholt Betzscholt
Henselin — Gesp. d würte 389. Gesp. der
metziger 508. 509. 513.
Johans — herr 668. 758.
Bettenhofen Betenhofen n. Str. 413. 414.
Bettingen (welches?)
Arnold Kroge von — Str. Söldner 519.
Michel von — Str. Söldner 519.
Betzinger der junge 837.
Beumelin Hense — v. Küngeshofen s. K. 183.
Benren Bure = Lichtenthai bei Baden 213.
der Klosteramtmann zu — 213.
Biber Henselinns — textor 832. 844.
Biberach Bybrach i. Würtb. 17. 21. 22. 28. 64.
Bicardy s. Picardie
Bicdieschehan ein bogener Str. Söldner 520.
Bicke
Johann von — Ritter 155.
Robin von — Ritter 155.
Bicken Bickere die von — 224. 231.
Bickenbach Byckenpach i. Hessen Kreis Bensheim.
Conrat der elter von — 158.
Conrat — (der jüngere) s. Sohn 158.
Dietherich von — (Sohn v. Cour. d. ä.) 158.
Bickere die von — s. Bicken.
Bietenheim Bfttenh— Bütenh— n. w. Molsheim
Rudolf von — const. v. S. Peter 383. 391. 392.
8. Schmit Claus von — .
s Sturm Gosse von — .
Bildehower Johannes — 814.
Billeman
Hanseman Hanneman — filius Joh's. 826. 846.
Johannes — senior 826. 846.
Billung (als Str. Gesandter) 316. 455. 456.
Claus — gen. Guten-Claus 664. 668. 720.
Hans — Schreiber d. Hofgerichts zu Rottweil
751.
Bussen s. Pilsen.
Bilstein Burgruine sü. w. Rappoltsweiler 250.
Bingen Binge a. Rhein 28. 51.
Bynheim Haas von — Str. Söldner 520.
Bintzelerin die — 839,
Bippermantz Jeckelin der hftptkanne zürn — 837.
Birer Claus — 181.
Birken Bircken
Claus z&r — Sohn v. Herman — 836.
Herman — von Sweigern usz Swoben 836.
Läwelin zur — const. z. Münster 385. 390. 391.
473. 474.
Niclaus zu der — (? = Claus Sohn v. Herman)
815.
Bischof Byschof
Heintzeman — v. d. tuchern 21. 508. 513.
Henslein — ein arman des Bischofs 416.
Bischofsheim Schloss ? b. Gr. Gerau 28.
b. Molsheim 861.
Bischofsheim Byschofesheim (welches?; 207.
Jenchen von — 780.
Bitgeh Bitsrhe Bytsche 605. 611.
die Herren von — die von — 14. 20. 29. 67.
283. 596. 619. 623. 649. 653. 665 670. 673.
674 Anmerk. 685. 687. 688. 689. 690. 693.
694. 701. 707 709. 719. 722. 729. 734. 735.
742. 743. 746. 747. 749. 751. 752. 756. 777.
864. s. Zweibrücken.
Friedrich von — 654. 749. 759. 619 Anmerk.
623. 777. s. Zweibr.
Hanneman von — der junge 503. 504. 516. 759.
609. 619 Anmerk. 623. 749. 750. •. Zweibr.
Johann von — 8. Albe Hans — .
Symunt jungher von — 418.
Symunt Simon Wecker von — Bruder v. Fried-
rich — u. Hanneman — 619. 623 Anmerk. 8.
Zweibr.
Wecker von — (wohl = Symunt Wecker) 118
619. s. Zweibr
Bitsch Bitsche
Cuntzelin — der stubenkneht 810.
Göldelman der lange von — Str. Söldner 519.
Hans - 847.
Wolfelin — tragekneht Bruder von Cuntzelin
810. 841.
Bituricensis villa Bituri s. Bourges.
Blamont Blanken— Blanckemuerg Blanckenburg
i. Frankr sü. w. Saarburg 637.
die von — 625.
Herr von — 48. 640.
die Frau von - 785.
- der Vater (? a Heinr.) 687.
— der junge (? = Ulrich) 643.
Heinrich Herr zu - 81. 82. 162. 233. 634. 638
647. 696. 710. 738.
Thiebalt von — selig Vater v. Heinr. 81.
Ulrich von — sire de Fanlconmont 633.
Blanchet 855.
Blanckenberg s Blamont
Hans von — ein genwer Str. Söldner 520.
Blankenheim Blanckenheim
die Frau von - 286.
Friedrich von — Bischof von Strassburg s. Str.
s. Basel 8. Utrecht.
Gerhart von — 655.
Blanckenstein Gerie von — Str. Söldner 519.
Blappoltzheim = Plobsheim bei Erstem
Johans - 295.
Blaufer 147.
Blaurer Plarer Plarrer Conrat — Bürger v. Con-
stanz 630. 631. 764.
Bieger
Hanseman — balneator filius Jcckelini 820.
Grede — uxor Hansemani 820.
Jeckelinus — 820.
Blenckelin
Lawelin — (Vater) const. z. Münster 327. 384.
389.
Lawelin — (Sohn) const. z. Münster 3^4.
Blenuille Grimont de — lothr. Ritter 638.
Blochholtz der alte 391.
der schaffener 391. 394.
Blolsz s. Blosz.
Blopsheiraer s. Plobsheimer.
Blopzein s Plobsheim.
Blosz Blolsz Lawelin — der schifkneht 818. 843.
Blotzheim
Johannes — pellifex 844.
874
Bludenz — Bösebast
Bludenz i. Vorarlberg 142.
Herr zu — s. Werdenberg
Blümelin
Hanneman - const. z. S. Peter 383. 391.
Peter — const. z. Münster 385. 388.
Blumenau Blftmenowe
ung. - 268.
const. z. Mülnstein 381.
const. i. Kalbesgasse 391.
juncher — const. z. S. Peter 383.
Clauczelin de — 311.
Dietmer de — 311.
Hans von — 570.
Blumenberg Blömenberg — Florimont b. Beifort
456.
Blumstein der schnchzter 835.
Blfttelosz 843.
Bobenberg s. Bamberg.
BÖblin Cftntz - 622.
Bochbartten s. Boppard.
Bock Bocke Bogk Bog Bok
der — 134. 693.
— der Meister 184.
Claus s. Niclaus.
Cftntze — Stettmeister 1. 2. 36. 41.
Conrat — in Westhus 651.
Cüntzelin — der gremper 668.
C&ntzo — pater Johannis — 813. 842.
Friedrich — 221.
Hans s. Jobans.
Hans — in Northus 651.
Hans Conrat — in Mutzich 651.
Hans — von Rotweiler 524.
Johans — der eilter const z. Mülnstein 381.
der eilter i. Kalbesgasse 373. 512.
Johans der jünger ? = Hans der jünger i.
Kalbesgasse? H. der junge 353. 381. 511.
517. 543. 630. 631.
Johans — Sohn von Cüntze 71. 363. 451. mag.
813. 842.
Johans Hans — (wohl = obig. Joh. Cüntzes
Sohn) mag. 165. 166. 168. 180. 269. unser
burger 271. Gesandter n. Prag a. d. Kg. 327.
329. 445. 446. 542 Anmerk. 543. 547. 548.
549. 550. 553. 561. 562. 566. 573. 574. 590.
596. 598. 609. 616. 617. 619. Bockenhans
herr 661. 662. 664. 677. 702. 707. 720. mag.
724. 729. 730. 734. 755. 757. 761. 764. 765.
767. 768. 775. 782. 785. 789. 838. mag. 864.
Johans — von Bockenhein Bockenstein 389. 391.
Katharina — Frau von Johans — des Gesand-
ten n. Prag 562.
Nicolaus Claus — Geschw. d. Münze 94.
mag. 112. H.H. 120. 341. mag. 351. 352. 353.
const. z. Mülnstein 381. mag. 391. 392 475.
houptmann a. Steffanstor 693 Anmerk. 509.
mag. 811. 817. 818. 843.
Peter — houptm. a. Steffanstor 268. Hausgen.
d. Münze Bruder v. Claus u. Dlrich 341.
const. z Mülnstein 381. const. i. Kalbesgasse
392. Geschw. d. Münze 476. s. a Böckelin
Peter — .
Steffan - 651.
Dlrich — 71. 94. Bruder v. Claus 341. Dir. zftm
— 376. const. z. Münster 384. 390. 474. 663.
693. Anmerk. 768. Gesandter 787. 795. 796.
800. 801. 804. 805.
Ulrich — Sohn von Ulrich 71. 94.
— junior mag. 810. 841.
Grosz-Dlrich — const. z. Mülnstein 381. const.
i. Kalbesg. 392. 512.
Klein-Ülrich — Hausgenosse 341. const. z.
Mülnst. 381. const. i. Kalbesg 392. 511. 711.
Wolfhelm — houptm. 268. Gesp. d. const. i.
Kalbesg. 512.
Boeckelin
— selig 780.
— in Grünwerdergesselin const. i. Oberstr. 380.
Bernhart — const. z. Mülnst. 381. const. i.
Kalbesg. 388. 511. dictus — 815.
Heinrich — gen. Pfetzman 220.
Johans — houbtman 48.
Peter — const. z. Mülnst. 381. const. i. Kalbesg.
388. 392. Gesp. d. const. v. S. Peter 511. 824.
Swartz — const. i. Oberstr. 394.
Bockenheim Buckenheim = Saarunion 864.
s. a. Bock Johans — .
Bockenstein s. Bock Johans — .
Bodensee die Städte am — 142. 600. 793. \
Bog s. a. Bock.
Bogener Jeckel — Bürger v. Weissenburg 242. 349.
Böhmen Beheim Behem Peheim Bohemia 253.
289. 290. 329. 357. 491. böhm. Münze 494.
555. 556. 559. 565. 567. 570. 573. 575. 586.
597. 609. 611. 796.
König von — 3. 5. 7. 13. sonst siehe Wenzel.
Königin von — 598.
Margaretha von — Schwester des Königs 16.
Bolant Neselin — 814.
Bolchen Bollichen i. Lothr. 776
Bölier Rickart - Str. Söldner 521.
Böllelin Peter — 268.
• Bollichen s. Bolchen.
i Bolsenheim ö. Oberehnheim.
Diebolt von — 651.
Boltembach Johans — der schiffeman 826.
Bommersheim Bumraersheim Schloss i. Nassau A.
Königstein 479. 528.
Johans von — 528.
Bon Johans — Str. Söldner 521.
Bondorf Burekart von — der elter Str. Söldner
518.
Boner Jannin — Str. Söldner 521.
Bonn Brechtel (Albrecht) - Gesandter v.Worms205.
Bonn die Stadt 251.
Bopfingen Bopphingen i. Würtb. 17. 21. 64.
ülricus de — clericus August, notar publ. 534.
Boppard Boppart, Bochbartten 133. 327.
s. Beyer von — .
Boppe der junge goltsmid — 513.
Boppen Bertschen Henselin — 819.
Boer Peter - 548.
Bore Bar s. Bar.
Borne Börne s. Brunne
Börsch Berse süw. Rosheim I. 414. 467. 861.
s. a. Berse Cloren-Hanseman, Lawelin, Wilhelm
etc.
Borsiboy Borsiwoy s. Swinar.
Bosch Walram von dem — aus Lüttich kaiserl.
Schreiber i. Str. 39.
Böschwiler
Dielen — 748.
Johannes dictus — junior textor 846.
Bösebast Götze — Schultheiss zu Lauterburg 860.
Bosse — Bruxia
875
Bosse IIoszc Bfts Herman - von Waldecke ein
Edelknecht 112. 119. 190. 192.
liosselor die — 505.
Bossenheim s. Bosenstein.
Büsenstein Bossen— Boszenstcin Bossenheirn b.
Achcrn i. Baden
Johans von — bisch. Vogt zu Ortembcrg 221.
800. 875.
Botdclcr? 574.
Botzheim Wilhelm — fi94. 699.
Bötze Bug — de Eckbreht.swiler 831.
Boullenvilleir (BoulainvilliersV Dep. Soinrae).
Peirceralz de — lotln-. Bittet <>3:(.
Thiebalt de — Bruder des vor. 633.
Borne Peter zft — 813.
Bourges villa Bituricensis i. Frankr. D6p. Cher
8.;>5.
Bourgon Janeroy lou — lothr. Ritter 633.
Brabant Prafant 556.
Herzog von — u. Lutzelburg s. Luxemburg
14. 20.
Wenzel (iO. 67.
Herzogin von — 763.
Hcnikin von — Str. Söldner 521.
Brftchelinshenselin von der nuwen müle der
schifkneht dictus Kincke 822. 843 s. R.
Brag s. Prag.
Brager Broger
Hesseman — const. z. Münster 385. 390.
Wetzel — Geschw. d. Münze 341 const. v. S.
Thomas 379. 393.
Brackonhcim i. Würtb. Neckarkr. 599.
Brandeck Zinken v. Durbach b. Offcnburg.
Hans von — der junge 531.
Brandeis
Arnolt — (d. ältere) v. Lichtenau brotbecker-
kneht 818.
Arnolt — (d. jung.) brotbeckeikneht 818.
Brandenburg
Markgraf von —
Johann — (Herz v. Görlitz) 540. 567. 569. 570.
571. 572. 573. 574. 586. 587. 590. 790. 793.
Brantgasse s. Miilnheiin in — .
Braunfcls Brunenfeyls Schloss der Grafen v. Solms
b. Wetzlar s. S. 123. 135.
Braunsberg Brunsperg
Conrad von — Meister des Johanniterordcns in
Deutschland 84.
Braunschweig
Herzog von —
Friedrich 787. 7f8.
Otto 63.
Bregenz Bregentz
Conrad Graf v. Montfort u. Heir zu — 21.
Brohter Hanseman — mensurarius vini 831.
Breisach Brisach in Biisgftuwo 46. 47. 50. 75. 87.
126. 160. (Münzwesen von — 178. 179.) 291
(Rheinfiächerei 326. 331.) 457. 514. 523. 524.
525. 529. 538. 582. 586. 610. 613. 615. 618.
646. 671. 684. 689.
s. Dünilieim Eberhart de — 546.
s. Mathis von —
s. Sieher von —
Breisgau Brisgöuwe 737.
Landvogt in — s. Malterer.
Breitenbach (? Kr. Schlettstadt). Philipp von —
Procurator d. geistl. Gerichts i. Str. 404.
Breitenstein b. Reutlingen 816.
s. Swop Hans — .
Breitswcrt
Cftnrat - nauta 881.
Diu - Frau des Cunr. Ml
Blende
Cftnrat de — 842.
Henselin de — scriptor Vater des Cour. 812
Brendclin Heintze - der schuchsütcr 831.
Bretheim
Yselin von — Jude 211.
Moises von — Jude 95. 118. 208. 209. 211.
Breusch Brown« Fluss b. Str 206. 229. 320.
Breuschthal Bri'ischtal das — 48. 121. 6X5 688
655. 657. 854
Vogt dos — s. Wintzenheim Heinrich -.
Brichsen s. Brixen.
Briden Heintzeman — textor 847.
Brieg Bryge Herzog von — 121.
Britonos Engländer 97.
Brixen Brichsen
Doraprobst von — 479. Meister Walther von - 480.
Bröderlin Henselin — 821.
Bronchorst Willem here van — 363.
Brötzelin Egidius — 846.
Brucan Castel von — Str. Söldner 520.
Bruchei Lawelin — der vischer 766.
Brnchusen Gotschalk von — 171.
Brücke Wilhelm von — Str. Söldner 522.
Bruckekast Claus - der genwer Str. Söldner 521.
Brftderlin Johans — der schifkneht 830.
Brug monseignenr — 641
Brügeler Johans — schöffe an der kftfer antwer^k
143. 145. 214.
Brugg Brücke i. Aargau i. Schweiz 168. 171. 632.
633. 693.
Brügge Brftghc in Vlandern 556. 557.
Brumath Brflmat Prftmat 269. 270. 271. 272 312
419. 481. 813.
— sartor (? = Cftntze — ) 844.
dictus — 823.
Cftntze — der snider 633.
Henseünus — der tragekneht 847.
Klein-Hug von — 270. 334 420
Brun Lawelin — const. i. Oberstr. 511.
Bn'inckelin Lawelin - der winmesser 838. 847.
Bn'mig Reinbolt — selig 838.
Brünlin (? s Brun)
der harnescher 828. s. Jacob —
Claus — Geschw. d. Münze 94. const. i. Oberstr
380. 393.
Jacob — der harnescher 838.
Lawelin — Geschw. d. Münze 341.
Nicolaus wohl = obig. Lawelin carabiarius 813.
Brunne Burne Bftrne Borne
die Gebrüder - (Besitzer d. Wasenburg) 746
Lamprecht von 743. 751. s. Bamberg Bi-
schof von — .
Wilhelm von — Bruder v. Lampr 6. 9 336
348. 365. 376. 743. 751.
Brunnen Hans - Str. Söldner 519.
Brftnnotz sartor 820.
Brunsperg s. Braunsborg.
Einsehe s Breusch.
Brnssa Bruxia i. Türkei 863.
Bruxia s Brussa.
876
Bube — Teschelin
Bftbe Heinrich — Leutpriester zu Rappoltsweiler
664.
Bubendorf Gygat von — Str. Bürger in Lingols-
heim 62.
Buchau Buchowe i. Würt. 17. 21. 64.
Bnehhorn Bftchorn i. Obeibaiem 17. 21. 64. 142.
Bachsweiler Bühswilre n.ö. Zabevn 674. 769.
Bnckenheim 8. Bockenheim.
Budweis 526. 598.
Buhard Fridericus — prepos. s Thome 375.
Büheler Thomas — 816.
Bühl u. Ober- i. Baden 555. 674. 691. 696. 724.
725. 730. 734. 746. 780. 785.
Bühsener Bühzener Büssener
Claus — const. z. Mülnstein 268. 381.
Simunt — const. z. Münster 384. 390. 837.
s. Swarber.
Bulach B&lach s. Zorn.
Bulachhans B&lachhusz das — in Durbach 272.
299. s. Durbach s. Zorn.
Bulgaria 863.
Bulpeszheim Erbe von — const. z. s. Peter 383.
Bülin der junge i. Aufrüstung d. schinute 507.
Buman Buman
Burghart Bürckelin — const. i. Oberstr. 380.
388. 512. 822.
Johans — burger u. schöffe 71. magist. 138.
const. i. Oberstr. 379.
Nicolaus - 799.
Reinbolt — 665.
Walther — const. i. Oberstr. 380. 388. 812.
burger z& Luterburg 491.
Bünckelin Heinrich — der brieftreger 836.
Bnmmersheim s. Bommersheim.
B&r Peter von — 600.
Bure s Beuren.
Burekart der schöne der vischer 818. 843.
Bürgeleins s Bürglitz.
Bürgelin Burgelin meister — Str. Baumeister 123.
183. 184.
Burges Jehan.de — lothr. Ritter 641.
Burggraf — grave — grofe — graff
Dietrich Diether — stettmeister 170. 353. 363.
368. juncher const. i. Spettergasse 377. stett-
meister 398. 394. 423. 510. 542 Anmerk. 543.
571. 664. Geschw. d. Münze 698. cons 757.
720. stettmeister 768. 773. 777. 818; 819.
831. 832.
Gosse Gosze — juncher Sohn v. Dietrich const.
i. Spetterg. 378. 393.
Burggraf der zu Strassbnrg s. Strassburg.
s. Mülnheim.
s. Pfaffenlap.
Burgheim ö. Barr
Hans von — (i. d. Aufrüst. d. schiflüte) 388.
Str. Söldner 521.
Bürglitz Bürgeiis Burgelein Burglins b. Beraun i.
Böhmen 156. 168. 194. 195. 198. 243. 277. 364.
Burgöwe Andres — seiler 667.
Burgund Burgun
comitatus Burgundie 465.
die Burgunder Burgundi 61.
Herzog von - 177. 369. 550. 645. 763.
Philipp — 54. 587.
Bürkelin
ein Knecht des Heinr. v. Mülnheim 664.
— von Rotwilr 184. 302. s. Rottweil.
Lauwelin — von Roszwilre (Rosenweiler) der
gerwer 563.
Burlebach 40.
Burna Heinrich von — ein bogener Str. Söldner
522.
Burne Burne s. Oberbronn.
Burne Bftrne Wilhelm von — s. Brunne.
Burnentrut Puntrut s. Porrentruy.
Burtelgrifft 312.
Busse Johannes dictus — tragekneht 847.
Büssener s. Bühsener.
Bfttenheim s. Bietenheim.
Butterin die — Str. Bürgerin 582.
G s. K.
D u. T.
Tachau Dachowe n.w. Pilsen i. Böhmen 492. 553.
554. 555. 556. 559. 560. 566. 609.
Dachstein DabichensteinDachenstein Dapohenstein
w. Str. 62. 110. 111. 112. 132. 134. 136. 137.
303. 304. 358. 414. 417. 531. 564. 595. 596.
619. 643. 692. 697. 727. 754. 861
Gerhard von — bisch. Prokurator 861.
Dachstuhl Dagstöl rheinl. Kr. Ottweiler 267. 326.
s. Fleckenstein Herr zu —
Dagsburg w. Zabern 272.
Tayszloch i. Baden 522.
Talburg Talberg Johann von — Ritter 789. 796.
797. 800.
Dambach Tanbach n.w. Schlettstadt 427. 433. 654.
Schultheiss u. Rat von — 207.
Claus von — const. v. S. Nicolans 382. 390.
Diebolt von - const. z. S. Thomas 379. 393,
Erledomus de — Decan v. S. Thomas 375.
Heinricus — famulus 846.
Hesse von — Vater des Diebolt 379.
Tanbach b. Dambach
Danne s. Thann i. Pfalz.
Tannenberg (? bei Schongau i. Baiern) 23. 47.
Dannenfeilz s. Tannenfels.
Tannenfels Dannenfeilsz
Cfintzo dictus — 812. 841.
Johans — pater C&ntzonis — 812.
Tarc Heinrich — 648. s. Andlau.
Dattenried Tattenried — Delle i. Frankr. b. Mon-
beliard 456.
Taus Daus b. Pilsen 565.
Degenhardus famulus 811.
Decker Decke
C&ntzo dictus — 839. 847. s. Wingersheim.
Otteman dictus — 810. 841.
Denter Eilse — 838.
Terdom
C&nehans — 822.
Dlricus — Sohn v. Ctinenhans 822.
Dernen Peter — Herr 47.
Desche Hans — 323.
Teschelin Jeckelin — von Zofingen Str. Söldner 518.
Teschen — Donliebegut
877
Teschen Teschin i. Böhmen
Herzog von — dux de — 4. 8. 113. 114. 121.
184, 140. 141. 142. 146.
Conradus dux de — 8. 9.
Przimislav Przemyslav Herzog von — vicarius
des röra. Reiches i. deutsch. Landen 9. 101.
190. 761
Dettlingen Detlingen i. Hohenzollcrn.
Fritsche — Str. Söldner 519.
Hans von — 678.
Menloch von — 519.
Dettelinger 817.
Det.tweilor n. Zahern 755. 756.
Deutschland
Kaiser u. Könige von —
s. Carl IV.
s. Lothar,
s. Wenzel.
8. Ruprecht.
Kurfürsten s. K.
Deutschordon
Comthur d. deutsch. Hauses i. Str.725. s. Preusscn
Johans von — s. Malkow .Tohans — .
Deutsche Herren i. Str. 263. 725.
Deutschherren-Kloster i. Coblenz 133.
Meister des — 138. 280. 281. 725.
s. Veningen Siegfr. von — .
Deventer i. Niederl. 860.
Thaddaca, Tochter des Herzogs Barnabas Visconti
v. Mailand, Gemahlin H. Stephans v. Baiern
26 s. Visconti, s. Baiern.
Thann Than Tanne Tan i. Ober-Elsass 106. 200.
472. 516. 526. 537. 683. 686. 733.
Thann Danne i. d. Pfalz 181. 182. 188.
Hans von — Ritter 69. 188. 237.
Johann von — Ritter 40. 672.
Yliane Frau von — Mutter des Hans von —
69. 119.
Thannen Claus zur — 707. 735.
s. Theodat. s. s. Die.
Thierstein Tyers— Diers— Tierstein sü. Basel Ct.
Solothurn
Bernhard von — Graf 633. 635. 642. 643. 693.
Contzel Cunze von — 167.
Otto von - Graf 17. 479. 480.
Walraf d. ältere von — Graf 75.
Thymen Johann — von Langenau Ritter 42 An-
merk.
Thur Fluss i. Eis. 147.
Thurand Franz — Bürger v. Colmar 683.
Thussenheim Schloss des Gerhart Dünne b. Lei-
ningen 482.
Dick Walther von der — Herr zu Spechsberg 47.
Diecheman le salier s. Dütschman.
s. Die Diedalt Deodat Theodat i. franz. Lothr. 648.
Peter von — Ritter Schultheiss zu Colmar 302.
537. 545. 653. 657. 658. 664. 684. s. Colmar.
Diechelin — Stiefsohn Schröters 473.
Diedersdorf Dietersdorf sü.w. Falkenberg i. Lothr.
Clesichin von — Str. Söldner 519.
Dieffenau Diffenowe Tieffenow gen. Held von —
Albrecht - 723.
Hans — 723.
Diefenthal b. Schlettstadt
s. Keller Jeckel — von — .
Dieffental
der junge 382.
Johann — 505.
Diel Diele Dielen Dylen
Hans Johann — Speirer Städtebote 131. 216.
222. 223. 224. 281.
Diel man von Marburg der scherer 830.
Diemeringen ö Saarunion
Claus von — Bruder von Jacob const. i. Kalbs-
gasse 392 const. z. Mulstein SSI.
Jacob von — 263. 371. 816. const z. Mülnstein
381. const. i. Kalbsgassc 388. 510. 611. 672.
Kinder von — 676.
Ticrgartin Ennelin dieta — Witwe von Hurst
Jeckelin 847. *
Diergertelin Martin — 817.
Dierolff Johann - Städtebote v Worms 205. 224.
242. (281.
Diersberg
der — Str. Bürger und Bote 175. 257. 628.
Dicrsburg Tiersberg b. Offenburg 427.
Diersheim Merczen von — 421.
Dierstein Tierstein s. Thierstein.
Diest Tyes i. Südbrabant 488.
Johann von — Bruder des Bischofs 535.
Wilhelm von — Canonicus v. Lüttich dann
Bischof v Strassburg 169. 468. 469. 472. 479.
480. 488. 489. 490. 522. s. Str Bistum.
Diether Einwohner v. Nenweiler 269.
Dietherich der lange — Gesp. d. kremer 513.
der brotbecker a. d. dorhus 830. 831.
Klein — der zimberman 817.
Dietsche Ailff von — Graf 218.
Dietschin Niglin — von Wietlisbach 334.
Dieuze Dose Düse Thuse i. Lothr. 643. 654.
Diffenau s. Dieffenau.
Tigensheim Tygcshcim
Friedrich von — Schultheiss zu Offenbnrg 221.
Johans von — const. z. S. Thomas 379. 393.
Dina uxor Johannis carpentarii i. Wasenecke 818.
die vilspinnerin 818.
Dinkelsbühl Dinkelsbühel Dinckelsbohel i. Würt.
17 21. 37. 64. 246. 555.
Rudolf — der snider 833.
Tyrilin der scherer 822.
Tyrol 582. 686.
Graf zu — s. Oesterreich.
Tischinger Ulrich von — Str. Söldner 520.
Dislach
Herr - 329.
Martin — sun 547.
Dysolf Henne — von Worms 281. wohl — Dierolf
s. dort.
Ditzeler Hanseman — von Pforzheim 818.
Tobelich Heinrich Hase von — Str. Söldner 519.
Döchendorf s. Douchendorf.
Dolde Peter — sartor 820. 846.
Döldi Rftllinus — 844.
Tollen s Toul.
Döse 8. Dieuze.
Tösel? Berg i. Schweiz 147.
Domevre Dunnftfer Dftnyfer Tnn&fer i. Frankr.
sü.w. Blamont 123. 643 648. 655.
Hans von — Str. Söldner 520.
Domprobstei von Strassburg s. Str.
Donerstein Colman von — Gesandter K. Wenzels
168.
Donliebeg&t Henselinus — 846.
878
Doppeler — Tütschman
Doppeler Casper — 661.
Torberg der von — 583.
Dorlisheim Doroltzheim b. Molslieim
Kloster zu — 272. 651.
Dorrenbuch Heintz von — 36.
Doroltzheim s. Dorlisheim.
Dossenheim n. Zabern 674. 755. 756.
Volmar von — 622.
Tobe Hans - 819.
DouohendorffJohannes de — officialis curic Argent.
322 534.
Toul Tollen Bistum — 710.
Trag Rftfelin — uf der scheiderknappe 817.
Trajectum Trajocensis ecclesia s. Utrecht.
Tränheim n. Molsheim 2.
Treger Peter — Vater v. Stöckelin Henselin — 813.
Trey Hennekin de — lothr. Ritter 633 Anmerk.
Trier Trire 369.
Erzbischof von - 28. 45. 67. 132. 133. 300.
328. 6c5. 678. 791. 856.
Cuno von Falkenstein Erzb. von — 16. 20. 67.
Werner Erzbisch, von — 369. 783.
Trifels Burg i. Pfalz 684.
Vogt zu — s Sickingen Eberhard — .
Drig ein Bürger v. Saarburg 424.
Triser Hanneman — Wagnerkneeht 740.
Tristram Herr — 32i).
Troppau i. Mähr.
Hans Herzog von — 618.
Trubel Trubel
Hanse Hensel zum — 665 const. z Münster 385.
Reinbolt zum — const. z. S. Peter 384. 388.
const. z. Münster 512.
Truchtelfingen Ulrich von — Str. Söldner. 220. 518.
Truchtersheim Truhters— n.w. Str.
Jeckelinus — rasor 815. 842.
Nicolaus de — famulus Volmari de Lützelstein
decani 846.
Trftschel Herr von Wachinheim 36. 38. s. Wachin-
heim. s. Rotenburg.
Drusenheim Tr&senheim n. Str.
— die junge 845
Dina Dyne — junior 821.
Tochter Johans — 845.
Gattin Johans — 845.
Hans 'Henselinus — filius Johannis 822. 845.
Johannes — senior 822. 845.
Johannes — junior? = Henselinus 822.
Lawelinus — filius Johannis 845.
Nicolaus = Clawelin = Lawelin — filius Jo-
hannis 822.
Drützehene Hug — Wagener i. Str. 740.
Truwelin s. Spitzkopf de Waseneck.
Duben Duba Hynaczko Hynasco von der —
Henricus Scopek de — magister camerae et
curiae regalis — königl. Hofmeister Wenzels
329. 335. 348. 36n. 556.
Tübingen Duwingen.
Hans Zoller von - 623. s. Z.
Oberlin von — 844.
Dubins Nebenfluss d. Mosel b. Chatillon 201.
Tüfel Tifol Lauwelin — der gremper 389. 508. 513.
Tulleire Simont de — lothr. Ritter 638.
Dune Groshenselin — filius Henselini — piscator
815.
Dünne Dünne Gerhard — Burgmann zu Lein-
ingen 481. 482. 594. Scbultheiss von Zabern
687. 708.
Tnmmeler - Str. Bote (?) 663.
Tuufeld
Otto von — Ritter 152.
Peter von — Ritter 152.
Dunnenheim? =: Donnenheim w. Brumath
Anshelm von — von den kremern 507.
Dunufer Dnnyfer s. Domevre.
DunzenheimDuntzenheimTuntzenheim sü.w. Hoch-
felden 286.
Friedrich von — Str. Söldner 323. const. a. Hol-
wig 386. 392. 509.
Peterman von — const. a. Holwig 386. 508.
509. 513. 608.
Düppigheim Dübickheim w. Str. s. Zoller Hans —
Durbach Turbach w. Offenburg,
das Bulacbes hus in — 272. 299. 433. s. Zorn
von Bulach.
Dürkelstein s. Türkstein.
Türkei Dhftrkey 808. 863.
Sultan von — Bajesid 667 Anm.
Türkheim Dürkheim Düringheim Durenkein Dürin-
keim Thüringheim bei Colmar 46. 249. 304.
575. 712. 719. 723. 736. 747. 858.
Heinrich Eckebrecht, von — bisch. Vogt zu
Bernstein 654.
Türkstein Dürkelstein Durquestein i. Lothr. sü.
Saarbnrg
Heinrich von — Str. Söldner 520.
Werry de - lothr. Ritter 638.
Durlach i. Baden 111. 249. 659. 776. 777.
Türlin Ulrich z&m — 812.
Turn Hans — von Riet Str. Söldner 521.
Turne Ludewig zum — wolleslaher 24.
Dürnheim Eberhart dictux — de Brysach nota-
rius curie Argent 546.
Dürnigheira Hans von — Sohn des Kolbe Diether
— der kftffer 822
Dürningen Dftrn — Dürningen sü. Hochfelden
Erbe von — Str. Söldner 323.
Peterman const. v. S. Peter 268. 383. 391.
511. 600. 824.
Rudolf — Vetter des Peterman const. v. S.
Peter 391.
Durquestein s. Türkstein.
Türren Durren Peter — Söldnerhanptmann 166. 176.
Dürrmenz Durmentze s.o. Maulbronn.
Albrecht von — Str. Söldner 518.
Cftnrat von — Str. Söldner 518.
Cunz von — 677. markgr. Diener 709. 711—770.
Friedrich von — Str. Söldner 518.
Gerlach von — Str. Söldner 518.
Dftse Thuse i. Lothr. s. Dienze.
Düsthansz carpentarius 844.
Tntenstein Walther — Diener des Br. v. Rappolt.
437.
Dütschman s. Tütschman.
Tütschman Tütz— Dütsche— Dütsch— Dutzsche —
Düschman Diechemen le salier s. a. Richter
der - 272. 273.
Arbegast — Bruder Henselins — Hausgen. 341.
392. const. a. Holwig 386.
Claus Niclaus Rihter gen. — Stettmeister 72.
Hüter der Münze 94. mag. 96. 100. 175. 258.
419. 451. 452. 453. 459. 460. 465 470. 497.
der eilter 665. 819. 864. 855.
Tutschman — Enchenberg
87!»
Hans — const. i. Spettergasse 393. Henselin —
llausgen. 341. 757. Johans 587. const. a. Hol-
wig 38(5. 392. juncher Johans 386. Johans
Hugcs snn const. i Spettergasse 378.
llug — Stettmstr. 47. 48. 50. 52. 53. 54. 57
94. 250. houptman 268. const. i. Spettergasse
378. 393. houptman 509. Inhaber d. Burg
Werde 419. 665. 810. 811. 841.
Dnwingen s Tübingen.
Twingonberg s. Zwingenberg
Twingei Wilhelm — const. i. Spcttcrgasse .'178.
398. const. /.. S. Nidaus 511.
E.
Kber zum Gypel Frankfurt. Städtobote 222. 224.
Eberhart meister — von Nftrcnbcrg ein Clerikei
382.
Rbersheimmünsler sü.w. Benfeld 676.
Abt von — 619. 662.
Kloster — 625.
Eberstein Schloss n.ö. Baden-Baden 155. 274
Neu-Eberstein 621.
Graf von - Wolf 236.
Vogt zu — s. Seibach Hans — .
Ebcstein Eckebrecht von — oder von Lambcs-
heim — Str. Söldner 519.
Ebner Bürger von Nürnberg
Albrecht - 559. 565.
Herman — der eltir 538. 553. 554. 556 An merk.
559. 561. 563. 564. 565. 667. 597. 598. (509.
618. 683.
Echtornach Echtirnach i. Luxemb. 132.
Eckbolsheim Eckboltzheim w. Str.
der Schultheiss von — 184.
Eckebach die von — 224.
Eckebreht Heinrich — pfiilz. Amtmann zu Zwei-
brücken 275.
Eckebrchteswcilcr Eckebrehtcswilcr ? = Eckarts-
weicr bei Zabern oder bei Kehl 831. s. Botze.
Hug — de.
Ecken Hensz — 813.
Eckondorf lies u. s. Ettendorf.
Eckestein Henselin — Kornhändlcr zu
Str.
726.
430
Eckwersheim Eckfersheim sü. Brumatb 486
Edolman
Hans — der junge Str. Söldner 519.
Hans — 571 Anmerk.
Hans — von Wissemburg us Swoben Str. Söldnci
521.
Egelbart Heinrich - Str. Söldner 518.
Egenolf Schultheiss von Zabern s. Lützclhnrg.
Egcnstein Herr von — 23.
Eger i. Böhmen BS. 809. 274. 277. 280. 286. 317
332. 364. 434. 439. 683.
Landfrieden von — 277. 278. 279. 298. 857 An-
merk.
s. Jäcklin Rabbi aus — .
Egishcim sü.w. Colmar 502. 676.
Ehonheim haim (Obern-1) sü.w. Str. 10. 30. 34.
86. 36. 48. 52. 56. 64. 75. 86. 87. 1114. 106,
120. 138. 151. 152. 156. 159. 160. 162. 167,
172. 175. 176. 192. 193. 238. 242. 249. 256
257. 258. 259. 260. 273. 281. 284. 304. 335
VI.
341. 369. 476. 482. 483. 486. 57ö. 712. 719.
723. 735. 736. 740. 868.
Nieder— 62.
die Weber von - 809.
s. Faber.
Mi nselin von — const. z Münster 385. 390. 473.
Hügclin von — const. z. Münster 386.
s. Landolf Götze von —
Nicolaus der Stadtschreiber 205. 281.
s. Schenckc Hans — .
Sigelin von — const. z. S. Niclans 383. 390.
s. Wangen Heintze — .
Ehingen i. Würt. 857 Anmerk.
Eiche Eyche
Hans von — Str. Söldner 521.
Niclans von — lothr. Ritter 641
Einhardshausen Einhartshnsen = Pfalzburg i. Loth.
425:
Einselcheim Hennichin — der jnnge Str. Söldner
518.
Einsiedeln Eyns— i. d. Schweiz Abt von — 479.
480.
Eisenach Ysenach Dietrich von — Procnrator d.
geist. Gerichts i. Sü-. 404.
Elyot (Elias) von Avion (Avignon) Str. Jude 199.
211.
Symont Elyatz snn 95.
Elkirhusen — Elkerhausen i. Nassau Eckehard
von — 218.
Ellehart Elhart Str. Städtebote 52.
Hans — der junge 341 Anmerk.
2 gebrftder Elleherte bi juncher Cünrat Müller
in dem huse — const. v. S Thomas 379.
Ellekurt = Hericourt Schloss sü.w. Beifort 73. 103.
Ellenheira Lawelin — v. d. schiflütcn 388.
Ellenwiler = Ellweiler Kr. Saargemünd Erhart
von — lothr. Ritter 641.
Ellewibelin die appetekerin 182.
Elnbach Hans von — 109.
Elsass Alsacia Alsatia Eyl— Eilsasze Elsas 103
106. 107. 120. 123. 193. 201. 214. 239. 313.
343. 351. 352. 367. 376. 471. 737. 854. 868.
863.
Landfriede in — 14. 20. 67. 615.
Landvogtei von — 298. 482. 616.
Landvögte advocati provinciales 20. 22. 48 68.
67. 118. 125. 184. 203. 206. 304. 328. 886,
396. 433. 434. 481. 544. 675. 616. 747.
s. Leiningen Friedrich von — .
s. Finstingen Ulrich von — .
8. Hertonberg Habart von — .
s. Malterer Martin — .
s. Murbach Abt Rudolf von — .
s. Oettingen Graf von — .
s. Swinar Borziboy von — .
s. Wickcrshoim Volniar — .
s. Winsberg Engelhard von — .
s. Witenmüliv
s. Zweibrücken Syraund von — .
Reichsstädte in — 22. 29. 46. 67. 68. 77. 187.
242. 277. 281. 298. 537. 548. 575. 799. 800.
859.
Elsenheim b. Markolsheim 522.
Eltern Hubert von — Rat König Wenzels 788.
Eltville Eltfcl i Nassau 617.
Enchenberg i. Lothr. Kr. Saargemünd 747.
111
880
Endingen — Eurfour
Endingen n.ö. Breisach 521.
die von — 229.
Hans (Johans) Rudolf von — usz Spettergasse
(Sohn des Thomas von — ) const. v. S.
Niclaus 378. 390. 611.
Heilcken frowe von — 665.
Thonian Thomas von — Ritter 71. 72. 268.
859. const. v. S. Niclaus 382. 389. 390. 391.
Inhaber d. Burg Niedeck 419. 433. 509. 512.
538. 619. 623. 624. 625. 626. 628. 629. 631.
632. 634. 635. 638. 639. 640. 642. 643. 644.
646. 647. 649. 652. 653. 655. 656. 662. 665.
677 678. 688. 693. 694. 702. 709. 720. 724.
734. 757. 768. 795. 796. 799. 801. 805. ma-
gister 845.
Walther von — const. v. S. Niclaus 511. 828.
s. Schultheisz Hans — .
Engassen Egon von — Str. Söldner 519.
Engelbreht
Gosse Gosze — Ritter 354. const. z. Mülnstein
380. 394. 438. Gesp. d. const. i. Kalbesgasze
512. 671.
Han8 — const. i. Kalbesgasze 388.
Johans — const. z. Mülnstein 380.
Engeische Hocygin - Str. Söldner 522.
Engelschman Wilhelm — Str. Söldner 521.
England 197. 556. 685.
König Richard von - 154. 187. 201.
Köni|in Anna von - 187. 204. 242. 307. 328. 443.
Johanniter Kreuzritter von — 130.
Ritter von — s. Harleston.
8. Weyskle Heinrich — .
Engländer Britones 97.
Ennelius cantzeler s. Kantzeler.
Ensisheim Einsis - Ensiszheim sü.ö. Gebweiler 456.
459. 499. 503. 514. 523. 538. 539. 546. 605.
632. 642. 643. 644. 650. 652. 655. 657. 675.
677. 684. 720. 721. 781. 782. 785.
Walter von — bisch. Schaffner zu Benfeld 170.
Entzeberger Reinhart — Str. Söldner 518.
Enzberg Entzeberg Schloss sü. Maulbronn 125. 126.
127. 140. 153. 154. 173. 176. 257. 260.
die Herren von - 127. 132.
Friedrich von — 770.
Georg Görg Gerien Jerygen von — 112. 116.
119. 125. 132. 140. 150.
Jöler Göler von — 125. 500.
Epfig Epfiche bei Schlettstadt 617. 618. 648.
s. Mülnheim Hans von — .
Epficher Eppficher
der junge — Str. Söldner 323.
Reinbolt — const. v. S. Peter 383. 391.
Epinal Espinal Espinalz Spinnal i. Frankr. 123.
657. 658.
Bauldewin Jehan d' — lothr. Ritter Str. Söldner
520. 633.
Conins d' — lothr. Ritter 633.
Cftnin von — Str. Söldner 520.
Gerge der Bastard von — Str. Söldner 520.
Johann von — ein Schütze Str. Söldner 521.
Perin von — ein Bogener 520.
Priat de — Str. Söldner 520.
Eppenheim s. Heppenheim.
Eppingen i. Baden. 605.
Eppstein Eppenstein n.ö. Wiesbaden
Eberhard von — 54.
Werner von — 213.
Eptingen i. Schweiz n.w. Aarburg
Johans Puliant von — Bürgermstr. v. Basel
165. 611.
Peter von — 49 Anmerk.
Erbach Erpach i. Pfalz Kr. Homburg 181.
Cftnrat der elter Schencke von — gen. Rauch 158.
Eberhart Schencke von — 68. 116. 119. 150.
216. 226. 237. 301. 327. 350. 365 I-andvogt
am Rhein 312. 316. 464. 465. 466. 482. 488.
Heinrich Schencke von — 158.
Erbe
Hans — Inhaber der IU-Fähre zu Grafenstaden
435.
Johans - Ritter 38. 39. seine Witwe 229.
Ergersheim b. Molsheim 861.
Ergew Ergowe s. Aargau.
Erhalt
Claus — Bürger v. Str. Sohn des Hans 323. 801.
Hans Hensz — Bürger v. Str. 798. 801.
Melchior — 842.
Erlenbach Kr. Schlettstadt
Bappelin von — 534.
Erlikeim Albrecht — Edelknecht 592.
Erlin
Hans — 651.
Hesseman — Hausgen. 341. const. i. Spetterg.
378. 393.
Walther — juncher Hausgen. 341. const. z. S.
Thomas 379. 474. 835.
Erlon Henry d' - lothr. Ritter 633.
Erpach s. Eibach.
Ernolsheim Ernoltz— bei Zabern 674.
— bei Dachstein 861.
Erstein Erstheim sü. Str. 41. 694. 699.
Hanseman — der schriber 823.
s. Meyger Burkard — .
Erstheim s. Erstein.
Erwin Erewin 474. 475. 476. 818. 822. 843. lapi-
dex 819. 843
Eschau Eschöwe Aschau sü. Str. 425. 472.
Hans — der tftcher 826.
Escheim Nicolaus von — Str. Söldner- 519.
Esche Nicolaus Baleix de — lothr. Ritter 641.
Eschero ? — Escherey Eckerich Kr. Rappolts-
weiler 104.
Eseral i. Frankr. D. Vosges? 649.
Essichman Henselin — der gantener 215.
Esslingen Esselingen i. Würt. 17. 21. 50. 53. 64.
68. 78. 79. 80. 81. 83. 104. 126. 156. 157.
158. 168. 171. 192. 193. 194. 196. 197. 214.
237. 246. 257. 290. 781.
Johannes Werder von — kais. Notar i. Str. 7.
545. 546. 795.
Hans von — der kftfer 843.
8. Heiden Johans de — .
Estrabourc = Strassburg 855.
, Ettendorf n. Hochfelden 427.
Boemund von — Herr zu Hohenfels 88. 427. 735.
Raimund von — Herr zu Hohenfels 721. 736.
s. Hohenfels.
Ettenheim n.ö. Kenzingen i. Baden 170. 290. 418.
419. 522. 526.
Lauwelin — Schiffer i. Str. 507. 829.
Ettlingen Ettelingen sü. Karlsruhe 312. 659. 701.
766. 777. 785.
badisch. Vogt zu — s. Contzman Clans — .
s. Scholle.
Eurfour Jehan d' — lothr. Ritter 63'H Anmerk.
Faber — Velschelin
»81
F. V.
Faber Tlicoderich — von Ehenheim 62. 63.
Vaduz Vadotz Heinrich Oraf von — 21. 8. Sar-
gans.
Valfe Valwe s. Walf.
Falkenberg Valkenberg Valkenburg Faulconmont
i. Lothr. 633. 696.
Hans von — Str. Söldner 519.
Ulrich Olry de Blantnont sire de — 633. s. Bla-
mont.
Valkenborgh Reymont van - here van Borne ende
van Zickart — niederlünd. Ritter 363.
Falkenstein Valkenstein am Donnersberg
Cuno von - Erzbisch v. Trier 16. 20. 67.
Philipp herr z& F. und Münzenberg 17. 20.
67. 99.
Vascones 97. a. a. Welschen.
Vastnaht Nicolaus — sartor 843.
Vaudemont s. Widomunt.
Faulconmont s. Falkenberg.
»8. Blamont Blankenberg.
Fecht Vech Fluss im Eis 632.
Veder Contzeman — von Speier 34.
Fegersheim Vegersheim sü. Str.
IHeitzeman von — 268.
Rudolf von — const. z. Münlnstein 380 const.
i. Kalbsgassc 391.
s. Sturm Gosse — .
Veldenz Veldentz sü.w. Berncastel i. Rheinprov.
Adeleid von — Frau zu Lichtenberg 98. 588.
777. 806.
Elise Gräfin von — s Zweibrücken 741.
Graf von — 800.
Feldkirch Veitkirch i. Vorarlberg 545.
Rudolf von Montfort herre zu — 21. 192.
Felleberg Cuntze — 721. der smit 824. 831.
Velny Renalz de — lothr. Ritter 633.
Vclvyl Vilwile Bertram von — 207. 208.
Vendene Bemekin de — lothr. Ritter 638.
Vonygen s. Venningen.
Venningen Venygen i. Pfalz.
Sifridvon — Meister des deutschen Ordens 138.
155. 179. 255. 281.
Verer(? Berer) Concze - 123.
Vergy Vergcy Vergis Vcrschey Versey Verse Virsey
Fersü Fersches
Henri (II) de — Herr von Fouvens Champlite
Blamont Vater des Jean de — 48.
Jean (111 la laffre) Jehan Johan de — 48. 50.
51. 52. 53. 54. 55. 68. 60. 61. 73. 103. 110.
111. 113. 114. 121. 123. 132. 187. 188. 193. 194.
200. 201. 203. 310. 311. 635. 638. 639. 641. 649.
858.
Vcrwer.
Heinrich — von Ehenheim 62. 63.
Johann — der kannengiesser 821.
Fessenheim Vessenheim B.w. Str. 382.
— der gerwer 827.
Vessingen Rudolf von — 334.
Vetterhans Johans — Küfer i Str. 143. 145. 214.
Vettinger der — 27.
Vettoeper Gadert — Burger von Nyrawegen 557.
Fetzer Georg — 34.
Feuchtwangen Feucbtwank in Baiern 246.
Vianden in Luxemburg 132.
s. a. Sponheim.
Vilair Jehan - lothr. Ritter 633.
Villingen Vilingen i. Baden.
Hering — der kürsenerkneht 845.
s. Genseschopf Hans — kürsenerkneht.
Vilwile s. Velvyl.
Finelin Symundes dohterman Str. Jude 199. 211.
Finkweiler Vinckewilre Oertl. i. Str s. Str.
Claus von — 636.
Finstingen Vinstingen Vingestingen i. Lothr. 641.
776.
Heinrich von — dapifer 533. 676.
Jacob von — 134. 169. 170.
Johann von — 684. 696.
Kftosze von — 641.
Dlrich von — Landvogt 53. 54. 60. 111. 162.
s. Schölin Henselin — .
Firdenheim s. Fürdenbeim.
Virnekorn der junge 382.
First Ernst von - Str. Söldner 519.
Vischer Henselin — Wollschlägerknecht 23.
Visconti Barnabas — Herzog von Mailand 26.
8. Mailand s. Thaddaea s. Baiern.
Vitztum der bischöfl. s. Str. Bistum s. Höllen-
stein s. Landesberg.
Flachenecke von der Witenmüle 8. Weitenmühl.
Flandern Vlandern 557. 742.
Fleckenstein Ruine w. Weisscnburg i. Eis.
Herr von — 150. 420. 646.
der von — 270.
die von — 436.
Eraicho von — 736.
Heinrich der ältere von — 320. 708.
Heinrich der jüngere von — 138. 159. 191. 192.
349 571.
Heinrich von — herr zft Dagstül (Dachstuhl)
267. 326.
Heinrich von — 736. 797.
Heinrich von — genannt der Graszer 804.
Fleckenstein der murer 815.
Fleischtür Oberlin — der weber 839
Flesche Johans — 664.
Flemming Johans — pellifex 847
Flenille Walther von - Str. Söldner 520.
Flesseler Cftneman — 826.
Flexberg? = Flexburg B.W. Molsheim.
Henselinus de — sartor 827. 846.
Lawelinus de — der welker tratulator 827. 846.
Flintze Hensel — 641.
Florenz Florencia i. Italien 63.
Floriet Moregin — Bote Heinr. v. lilankeiibergs MO.
Florimout = Blftmenberg b. Bclfort i. Fratikr. 456.
Flösze Hans - 610.
Fofansz Fonvens s. Fouvent
Herr zu — s Vergy.
Vogel der tragekneht 825.
Vogcsen Wasgen Wahsichen 156.
Volde s. Fulda.
Volkoltzheim bi Brisach? 125.
Volmar der würt zu Hagenowe 184.
Volschölin Ilamman — Bürger v. Breisach 684.
882
Veltsche — Frünt
Völtsche Föltsche Föltzin
Ennelin — Frau 81.
Henselin — 133.
Hügelin — Hausgenosse 341. 835. const v. S.
Thomas 379. 388. 508.
Johans — pfründner zum mi'mster const. i.
Oberslrasse 380.
Reinbolt — const. i. Oberstrasse 268. 380. 393.
Sigelin — Hausgenosse 341. senior 819. junior
819. 843.
Walther — const. i. Oberstrasse Bruder Rein-
bolds 380.
Walther — Junker Sohn der Frau Grede.
Wetzelin — const. i. Oberstr. 380.
Voltze, Voltzen (? = Völtsche).
ungen. — von Wiwersheim Küfer 113. 145. 214.
die — 473.
Claus — der zimberman 838.
Hans — der vaszieher 814. 833. 838.
Läwelin — v. d. kremern 389.
Rudolf — v. d kremern 391. 507. f>08. 509. 513.
Rftlman — 268. 377. 391 (kremer) 509. 688. 698.
758.
Fontenoy fr. Dep. des Vosges.
Kerlle de — 633.
Wiriant de - 633.
Fontere Henri dit le — 633.
Fontiswenna s. Fouvent s. Vergy.
Forchheim Vorcheim Worcheim bei Bamberg 9.
Graf von
255.
Forner Cftntz — 182.
Vorster
— der elteste const. i. Kalbsgasse 512.
Johan — Str. Söldner 521.
Fötzer Ulrich — Str. Söldner 519.
Föthenselin 317.
Fouvent Vofantz Fouvens Fontiswenna i. Frankr.
Dep. Haute Sadne 53. 310. 311. s. Vergy.
Frainez Jehan de — lothr. Ritter 633.
Francke
Hensz — von Rosheim 826.
Reinhart — der schüchzter 839.
Franken das Land 28. 125. 149.
Bundesstädte in - 149. 166. 196. 197. 217. 242.
250. 274. 353. 463.
Franken Läuwelin — (v. d. zunft der obeser u.
keser) 667.
Franckenstein ? bei Kaiserslautern
der von — 116.
Conrad von — her 150.
Frankfurt Frankenfurt Frankfordia 5. 8. 10. 11.
14. 15. 16 17. 20. 21. 28. 29. 30. 33. 34. 36.
42. 43. 45. 46. 47. 50. 51. 52. 54. 55. 56. 58.
59. 64. 67. 77. 78. 79. 80. 81. 85. 86. 88. 99.
104. 105. 106. 107. 112. 113. 114. 116. 117.
118. 120. 122. 123. 1*4. 135. 136. 146. 150.
152. 153. 154. 156. 159. 162. 164. 165. 172.
173. 174. 176. 192. 194. 199. 202. 205. 208.
217. 218. 220. 221. 222. 224. 226. 237. 242.
261. 269. 281. 284. 285. 289. 300. 302. 329.
338. 341. 346. 352. 357. 369. 442. 477. 479.
485. 494. 496. 522. 523. 554. 559. 566. 567.
590. 597. 683. 684. 685. 686. 701. 702. 704.
706. 707. 708. 709. 730. 763. 766. 779. 783.
787. 788. 789. 795. 797. 803. 805. 853. 854.
858. 863.
Bürgermeister von — s. Wisze Adolf — .
s. Bendeler Jacob — scriptor von — .
s. Grynach Heinrich — Hauptmann des Frankf.
Kriegsvolkes.
s. Widdel .loh. von — .
Frankreich 101. 120. 625.
König von - 132. 203. 547. 550. 635.
Carl VI. 177. 565. 645. 855. 862.
Königin von —
Elisabeth Tochter Stephans v Baiern 855.
Cardinal von — (Gegenpabst) 473. 479. 480.
Frauenhaus Frowenhaus das —
s. Strassburg.
Frantze in S. Anthonienhof const. z. Münster
385. 390.
Frantzo vicarins perpetuus i. Geispolzheim 846.
Fredeberg s. Friedberg.
Freiburg Friburg Fryburg i. Breisgau 16. 97. 98.
107. 108. 160. 161. 163. 164. 175. 178. 229.
258. 291. 298. 456. 498. 605. 618. 623. 659.
678. 730. 739.
Bürgermeister von — s. Meinwart.
Grafen von — Egon 74.
Freiburg (Friburg) Michel von — Münsterbau-
meister i. Str. 83.
Freiburger s. Friburger.
Freisbach > bei Edenkoben i. Pfalz Dorf d. Herren
v. Ramberg 743.
Freisbecher (Freischpecher) Cüntze — von Speier
Str. Söldner 522. 846.
Freisdorf Hans Kobe von — Str. Söldner 518.
Freising Frysingen
Bischof Berthold von — 514. 517. 524. 530.
Freischpecher de Spira (Speier) s. Freisbecher.
Frenckelin 663.
Freudensheim s. Friedolsheim.
Frezontin Jehan de — lothr. Ritter 633.
Vry Hennair de — lothr. Ritter 638.
Friburger Fryburgcr Fryburg Jacob — Str. Gold-
schmied 389. 497. 508. 513. Münz-Deputierter
698. 699. 702.
Johans — von Rotwilre der kürseneckneht 845.
s. a. Freiburg.
Frichelat Fritschela s. Fritzlar.
Fiiedberg Frideberg Frydeberg Fredeberg i. Hessen
20. 45. 67. 68. 69. 85. 104. 106. 113. 180.
125. 152. 153. 154. 159. 172. 192. 194. 205.
216. 217. 218. 222. 224. 242. 261. 284. 312.
s. Zit neinr. von der — .
Friedolsheim Freudensheim ö. Zsbern 114.
Friedrich ein Diener der Str. Gesandten i. Böhmen
553. 554.
Friedrich der vogeler 832.
Fritsche Einwohner von Neuweiler Bürger v.
Str. 269.
Hans — 357.
Fritscheman Hug — v. d. zunft der keser 667
— balneator filius Nicolai i. Krutenau 815.
— de Gengeubach pellifex 847.
— de Wingersheim stipendiarius 821.
Fritze Hans Hcnselin — Gesandter d. Stadt Speier
z. Esslingen 194. 2>4. 238. 281. 496. 523.
Fritzlar Frichelat Fritschela i. Hessen 787. 788.
Fröschewiler Cftntze — Wagnerraeister 740.
Frowenberger Kristan der — Diener H. Steph. v.
Baiern 26.
Frowenhaus das — s. Str.
Frünt Nicolaus — presbyter 818. 841.
Fründez — Gertenstiel
88;j
I
Früudcz lleintzeman — 845.
Fuchs
Ci'mt/.e de — Gugenheiin scriba 843.
r,awelin — vou Alfesheim ein Knecht 610.
Fulda Volde Abt vom — 20. 07.
Ffirdenheim Firdenbeitn n ö. Molsheim
Walter von — const. i. Oberstr. 380.
Fürsten Peterman — Küfermeister 214. 215.
Fürstenberg s.ö Donaueschingen
Grafen von —
Heinrich (d. ältere) 234.
Heinrich (d. jüngere) 234.
Heinrich 077. 862.
Fötor Continus — cantor frater Leonbardi dieti
Sunt am Salzhofe 821.
G.
Gaffeler Johans der junge — Schultheiss zu Lin-
golshn'm 02.
Gaffry Bernot von — Str Söldner 521.
s. Gallen i Schweiz 17. 21. 64.
Gambsheim (iamesheim Gamsheim n. Strassburj;
297. 413. 414.
Gertringen s. a. Montfort
Ganser Hans Johannes — der obesermeisler607.811
Hcintzeman — frater Johann» 811. 812.
Gartener
Anna dieta — 846.
Greda — soror Lawelini 816.
Lawelin — oarnifex 840.
Gebur
Claus — 501).
Lawelin — der winsticher 508.
Geburlin Hans - von Basel der kürscneikneht 845.
Gecko Ulrich der kArsenerkneht 835.
Gehling — königl Hofmeister 563.
(iehningen Wilhelm von — Str. Söldner 51'.».
Geiler Geyler Walter — const i. Kalbs«asse
898. 511.
Geinglicheim wo? b. Renchen i. Baden 622
Gcirn der Schenke von — 26.
Geldern Gelre s. a. Jülich
Wilhelm Herzog von — 132. 363. 309. 807.
Anmerk.
Gelnhausen Geilnliusen n.ö. Hanau 20 45 07 68
85. 86. 104. 106. 113. 120. 172. 192. 210 217'
222. 242. 201. 284. 312.
Gcispolsheim Geispoltz — Geysp - Geistboltzheim
sü.w. Str.
Bürger u Schöffen von — 73.
Cüntze Cftnrat von — altamnuister 214. 259
20(1. 306. 377. 820.
der von — 510.
Jeokelin der brotecker von - 508.
s. Heger von | Riitcrgcschlecht.
s. Frantzo vicarius in—.
Geist Str. Goldschmied 513.
Ceis/.man Johann — der snidcrknelit 820. 844.
iilius dicti Brumat 823.
Gomar Gemer ö. Rappoltsweiler 356. 359. 398. 437
412. 455. 582. 581. 618. 623. 024. 020. 689
631. 632 033. 0:14. 635. 637. 638. 689 640
012. 043. 014. 045. 647. 648. 649. 650. 651
652. 053. 054. 050. 057. 058. 059. 001. 002
003. 664. 071. 091.
Gemünd s. Gmünd.
Genf Geneff
der «Widerpabst» von - 462.
Gengelin — Str. Bote 257.
Gengenbach ö. Offenburg 130. 137. 174 2>8 506
563. 722.
FriUcbeman de — pellifex 817.
Hanneman - 825.
Lawcliuus — 825.
Geiiseschopf — schopt Hans — von Villingen kiir-
senerkneht 815.
Genua — Gennower Genewer Gulden 477. 484
494. 495.
s. Georg Gerien Rittcrgesellschaft von — 10. 37.
587. 707.
üerbevillc Gerbeviller Gerbcuilleir Scherbebelies
Schirbsbele i. Frkr. I). Meurthe et Moselle
01.
Conins de — 633 Anmerk.
Erhart von — 641.
Pander von — 641.
Scheckmy von — 641.
s. Wisse Arnold — von —
Gerbott
— der gerber 775.
— von Nüwenwilre 811.
Gerhart
Hans — Einw. v. Ingweiler u Str. Bürger 989,
419.
Henselin — v. d. fächern 508. 513.
Gerien s. St Georg Riltergesellschaft von -
Gerliiiges.dori i. Pfalz {? = d. unbek. Gerleichcs-
dorf Trad. Wiss.) 180. 273. 608.
German Johannes dietas — 816.
Germeney Gathier de — 633 Anmerk.
Gcrmersheim 117. 118. 150. 326. 594. 685. 688. 80f.
864.
Rheinzoll zu — 446.
Vogt zu — s. Sickingen 541.
Germorsheimer Dolde — Str. Söldner 520.
Germingen
Haus von — Str. Söldner 520.
Johann von — Edelknecht 700.
Gerningen = Germingen.
Germüiidelinus Henselin — v. Molsheim küfer8-M>.
Gemsbach Genrspach ö. Rastatt 505. 621. 776.
Gcrnsheim i. Hessen 312. 446.
Geroldseck Gerolcz — Geroltzegkc — Ruine sü.w.
Zabern.
Adelheid von - frowe zu Wangen 168.
Volmac juncher von — 272.
Waltpurg von — u. Lützelstcin s dort.
Geroldseck u. Lahr I.arc L.Ire Lor i Baden
der von — 87.
Heinrich von - 86. 97. 98. 107. 360. 303. 402.
128. 471. 655. 675. 728. 737. 738. 744. 747
Walther von — (246. 249.) 600. 739 743. 764.
Geroldseck b. Tübingen (?)
Walthei von — 246. 249.
Gerotewol Henselin — f.ilnr B48.
Gertbacfa Gertpaob i. Baden A Schopfbann
herr von — 405. 411. 678.
Heinrich von — bisch. Vo^t zu Oitenberg • 1
649. 691.
Gerstheim sü.ö. F.rstein
der von — 6)1,
Gertenstiel von Halle — Str. Söldner 521.
884
Gerung — Grostein
Gerung der schifzimberman 844.
Heinczman — 632.
Gessler Heinrich — österr. Rat 525. 583.
Gestelin Lawelin — der murerkneht 810. 841.
Geudertheim Geidert- Gödert- Göidertheim ö.
Bramath 426. 430.
C&ntzelin von - const. v. S. Thomas 379. 393.
Hanneman von - const. z Mülnstein 381.
const. i. Kalbsgasse 392.
Peter von — const. z. Mülnstein 381. const. i.
Kalbsgasse 392.
Gewicz Niclaus von - königl. Oberschreiber 709.
Giengen Gingen i. Württb. 17. 21. 64. 108. 109.
110. 220.
Gienger Heintzo — textor 816.
Gieryg Clans — Bürger v. Rottweil 707.
Gilbeir — franz. Ritter 633 Anmerk.
Giltelingen Heinrich von - Hauptmann der Schleg-
ler 545.
Gypel zürn Eber Frankf. Städtebote 222. 224.
Gir Heinrich - Str. Bürger 668.
Girbaden Gyrbaden Burgruine w. Molsheim 467.
711. 724.
der von — const. v. S. Peter 383.
Hans Heinrich von — 269.
der Priester — 564.
Giselheim Lawelinus - panifex 843.
Gisingen Gerie von — Str. Söldner 520.
Glaser Michel — 836.
Glatt Friedrich von — 169.
Glatz Merklin - markgr. bad. Diener 694-
Glene Peter vom — 845.
Gmünd Gemünd Gemünde i. Würtb. 17. 21. 64.
Reimbolt von - Str. Official 7.
s. Wolf Heinzman — .
Gnipping Claus - const. i. d. Oberstrasse 268.
380. 393. 394. 509. 811. 831.
G8belin Heinrich - v. d. kornlüten 508. 823.
Godelman Hans Jacob - von Ingweiler Str.
Söldner 520.
Godelman der lange von Bitsch — Str. Söldner
519. s. Bitsch.
Gödertheim s. Geudertheim..
Gölder
C&ntzelin - 831.
Lawelin — nauta 831.
Golt Str. Diener 553. 554.
Goltschlaher Wilkin — 744.
GomersheimG&mersheim i. Pfalz b.Edenkoben 743.
Görlitz Johann Herzog von - (Mrkgr.v. Brandenb )
Bruder König Wenzels 567. 574. 586. 590.
s. Brandenburg Markgr von — .
Gorze Gorse w. Metz 121.
Göselin Jöselin von Mollesheim Str. Jude 199. 211.
Gosse Gosze
herr — Bruder Heinmans 435.
Heinman — herr selig 435.
Ulrich — Ammeister u. Altammeister 268. 320
392. 508. 509. 513. 598. 599. 617. 682. 623.
624. 625. 627. 633. 637. 643. 646. 648. 649.
663. 667. 669. 677. 678. 688. 702. 707. 720.
724. 754. 758. 767. 768. 789. 811. S65.
Ulrich — der lange 734.
Ulrich — Gesp. der salzmitter 508.
Gesp. der wüite 513.
Göszelin 823.
G&tfrid Johans — der nahteritter 837.
Gottesheim Gottensheim b. Buchsweiler
Herman de — 810.
g. Gotthard Gothart der Pass 147.
Götze Wilhelm — altammanmeister 214.
— dominus olim magister scab. 813.
Gournay de Metz Renalz Ion — franz. Ritter 633
Anmerkg.
Graben Dorf u. Schloss i Baden b. Karlsruhe 605
738.
Graben Hanneman am — Bürger von Colmar 524.
Graenstein s. Grostein.
Graf Henni — wagenerkneht 840.
Grafen Grofen Anshelm — 827.
Grafenhausen Grafenhusen b. Ettenheim i. Baden
522.
Grafenstaden Grafen — sü. Str.
Ill-Brückenbau zu — 304. HI-Fähre bei — 327.
435.
Gray Graycura oppidum in comitatu Burgundie
Dep. Haute-Saöne 465.
Gralap Burkel — Bürger v. Str. 2.
Grandvillars Grandvillers Grandevilr i. Frankr.
n w. Delle.
Wilhelm von — 194. 200.
Granse Wilhelm von — könig. franz. Kämmerer
645.
Grasset 855 Anmerk
Graueisbaum Krewelsboum i. Baden sü.w. Rastatt.
Zollstätte a. Rhein 673.
Grawenstein Granestein s. Grostein.
Grede die closenerin uf S. Nicolaus Capell 821.
Grerape Bürger v. Hagenan 610.
Gremper
Hans Henselin — wagener 817. 841.
Heitze (Zeitze) - 841.
Gienesque Jehan de — lothr. Ritter 641.
Grenfels Wolfart von — Bischof von Basel 39.
132. s a. B.
Greselin Hans — 818.
Gretzingen die statt s. Groetzingen
Gryers Heinrich - Bürger von Lausanne 710.
Griesbach Grieszpach bei Zabern 433.
Griesheim Grieszheim i. d. Ortenau 416. 861.
Greifenstein Griffenstein Gryfelstein Burgruine b.
Zabern
Eberlin von - 159. 500. 630. 667. 738.
Peterman von — 630
Grimsel der Pass 147.
Grynach Heinrich — Frankf Kriegshanptmannl76.
Griner Jeckelinus - de Offenburg panifex 809.
Grofen s. Grafen.
Groszclaus Johannes - clericus Arg notarius
public dictus Netzebart. 375. procurator 404.
534. 662.
Grosze sartor 810. 819. 841.
Groskopf
Heinrich dictus — 816. BIS
Jeckelinus — institor 816.
Grostein Graue- Grawen- Graen— Groszstein
die von - 121. 354.
jungherr von — 1. 2.
Claus von — schnltheiss u. hofmeyster 314.
635. 636. 638. 649. 653. 657. 658.710.738. 859.
Grostein — Hans
88f>
Clans Niclaus von — ritter. Claus des schult-
heiszen und hofmeyster seligen sun 314. 315.
377 Anmerk. 738.
Götze von — (meist als bevollm. städtischer
Gesandter «Städtebote») 9. 10. mag 42. 77. 78.
93.114. 135.136 173. 174. 204. 217. 222. 223.
231. 242. 257. 259. 260. const. a. Holwig
386. 709. 775. 792. — der jünger 869.
Hans Götze von — houptman a d Rftwcrin-
porte 269. ungen Sohn desselben Gesp. d.
const. a Holwig 513.
Johann der ältero von — 314. 315.
Johann der jüngere von — 314. 315.
Johann von — hern Gfitzen sun münzmeister 91.
Thomas von — Vogt zu Bernstein Sohn des
Schultheissen Götze von — 300. 314. 315.
377. Anmerk 435. Schultheiss 438. (a. 1393).
859.
Schwarz Götze von — stettmeistcr 42. 45. ritUl
72 const. z. S. Peter 383. soab. 757.
Grossweior Kraswilre i. Bad. b. Achern.
Reinhart von — mkgr. Diener 249.
(iroetzingen Gretzingen würt. O.A. Nürtingen 246.
Grlinberg Hans von — Str. Söldner 519.
Grönenberg Hügelin zft — v. d. würten 389.
Grünes Grünes/.
Friedrich Walich von — Str. Söldner 520.
Peter von - Str. Söldner 521.
Gugenheim sü.w. Brumath
s. Fuchs Cuntze de — .
Gulich 8. Jülich.
Gnmersheim s. Gomersheim.
Gumransch Claus — einer der drei Ungelt-Männer
672.
Günderdingen Mathis von - lothr. Ritter 641.
Gnntershcim Guntramsheim
Claus der alte — v. d. würten 507 Anmerk.
Claus der jung — v. d. würten 507. 513.
Gurney Scheckeme — von Metz lothr. Ritter 641.
Gürteler
Heitzeman — const i. Spettergasse 378. 388.
Heinzman Heinrich — 818. 839. 840.
Wilhelm — const. z. Münster 385.
Gürtelerin der Sohn der — const. i. Spettergasse
(wohl der .Sohn des Heitzman Gürteler) 512.
Gfttelin Str. Jude 211.
Gfttenberg i. Raden A. Mosbach 549.
Gutenclans 662.
Gfttgcselle Hartman — faber 843.
H.
Habsburg Ruine n.ö Aarau
Grafen von —
Hans Landgraf im Klettgan 359.
Rudolf 242.
Hadeslat 8. Hattstatt.
Hagen i. d. Pfalz? (Landau) 218.
Hagenau — awe — ow — ftw — owe 10. 11. 12. 14.
17. 20. 21. 25. 29. 30. 34. 36. 45. 46. 48. 52.
56. 64. 67. 78. 79. 80. 81. 84. 86. 104. 10(5.
113. 120. 140. 152. 156. 172. 175. 192. 191.
197. 216. 217. 218. 222. 224. 242 219. SM.
259. 260. 261. 273. 275. 279. 281. 284. 822.
326. 341. 348. 349. 376. 382, 395. 396. 397.
398. 399. 400. 401. 402. 403. 404. 405. 435.
436. 438. 439. 440. 441. 442. 443. 444. 449.
450. 41,2. M8. 4ML 467. 468. 470. 471. 472.
475. 476. 481. 482. 483. 486. 487. 488. 035.
545. 575. 576. 680. 590. 596. 608. 660. 657.
667. 871, 676. 678. 687. 692. 693. 694. 701.
707. 708. 712. 713. 719. 720. 723. 726. T.i\
743. 744. 745. 746. 748. 749. 750. 763. 767.
770. 779. 805. 868.
die Brotbäcker 184. 481.
der Forst 349.
der Johannitcr-Orden zu — 84. 686.
die Juden von — 194. 195.
das Kloster zum Spital zu — 514.
das Kloster zu St. Walpurgcn zu — 513.
der Münzvertrag zu — mit. Str. 482. 483. 486.
der kais. Schnltheiss zu — 513. 743. s. Ram-
berg Eberhard von — .
Stadtschreiber zu — 84. s. Kentzingen Julians —
Stettmeister von — 707. s. Reis/.cr Cüntzel — .
die Weber von — 308.
Cfiutzelin von — gespann der würte 613.
s. Grompe.
s. Hans der ritter von — 8. a. Ritter
s. Henselin de — der gremper 810.
8. Heilbeling von — .
Heinzelin von — oder geschrampte oder bAse
H. von — der würt an Vischmerkt 838.
Johans von — raeister 382.
8. Kürsener Rülin von —
s. Lawelin Gerin — von —
Mathis der messerer de — 844.
Peter von — der seilerkneht 810.
s Rubel Dine — von —
s. Scholder Haneman — von —
s. Seiler Hug — .
a. Spengeler.
Volmar der junge von — Str. Söldner 520.
Volmar der wirt zft — gen. der ammenmeister
181.
Weldel von — Str. Söldner 520.
s. Wurffeier Ulin — von —
s. Zipperer Johuns — .
Hagenbach Hans von — 517.
Hagentorn Franz von — 633 Anmerk.
Haggen Conrad — Bürgermeister von Rottweil 178.
Hagut Johannes — päbstlicher Capitän 63.
Haidinn die — 27.
Hayse Cleinhanseman — der schfthsüter 822.
Hake Hennekin — 171.
Hackens Henslin — Str. Bürger 433.
Hacker Johans — von Landesperg (s. a. dort)
Edelknecht 62.
Haletsch Heintz — 848.
Hall Halle (Schwäbisch-Hall) 17. 21. 64. 245.
Bertholt von — 825.
Gertenstiel von — 521.
Werlin Wernlin von — const. z. Münster 386.
388. 508. 512. 666.
Hanau Hanouwe Graf von — 256.
Handschuhheim Hantschuhheim w. Str.
Diether von — 792.
Haniko — kgl. Rat Wenzels 250.
Hanuenburg Frantze von — Str. Söldner U8,
Hans
nng. von dem Hofe 519.
ung. der Jägermeister Herzog Stephans 26.
ung. der imppeler 27.
ung. der satJer 27.
Hans
Herrenberg
Bruno — 519.
C&ne — der gerwer 392.
Herwart, — 519.
Ludewig — 323.
Lütolt - 510.
Ritterhans der Städ'.ebote v. Ungenau 217. 222.
224. 242. 281. s a. Bitter.
Hans Herzog v. Baiern s. Baiern 21.
Hans Herzog Bruder König Wenzels 548. 561.
Hanseman balneator 844.
Greda — seine Frau 844.
Jeckelin — sun am Klanzhofe 844.
Harleston Harlestein Alestein (Harlestone i. Engld.
Grafsch. Northampton).
Johann John von — englischer Ritter 154. 187.
189. 190. 197. 294.328. 364.368. 385. 436. 438.
Harnesch Lawelin — 842.
Harre Ulin - 844.
Harteman der bierman 837.
Hartmut Claus — der küfermeister 143. 145. 214.
666
Hartungin Agnes — 834.
Hase
Heinrich — von Tobelich Str. Söldner 519.
Rftlin Stöibe — const. z. Münster 385.
Haselo s. Haslach.
Haslach Haselähe Dorf u. Schloss i. Kinzigthal i.
Baden 136. 234.
Haslach Haselo bisch. Dorf w. Molsheim 419.
Heinricus de — magister secretarins Arg 3.
Hasli-Thal i. Schweiz 147.
Hatstein
Cünrat von — 213.
Herman von — 213.
Hattmatt w. Strassburg 674.
Hattstatt Had— Hadestatt b. Rufacb
die von — 359.
Alexius von — Sohn Eppos 49.
Cnntze von — 49.
Eppo von - 49. 551. 663. 664.
Friedrich von — Sohn Eppos 49. 435 (?) 551.
628. 650.
Friedrich von — Cantzen seligen snn 49. 435 (?)
551.
Heinrich von — 49.
Petermann von — Sohn v. Eppo 49.
Hauenstein Hauwinsteyn Berg i Schweiz w. Aaian
171. 611.
Hauenstein Dorf des Grafen v. Leiningen 188.
Ilausbergen Husbergen — ober— mittel— unter —
Dörfer w. Strassburg 432.
Hausgenossen die — s. Strassburg.
Hebstrit Petrus dictus — 811.
Heckel Heckil Hans — von Amberg 504. 546.
Heckesheim Herbord von — Rat d. Erzb. v. Trier 133.
Hefingen s. Höfingen.
Heffnigen Hans von — gen. Ossemberg Str.
Söldner 520.
Heidelberg Heydelberg 98. 99. 109. 113. 114 120.
124. 126. 130. 134. 136. 147. 207. 209. 210.
217. 221. 230. 231. 238. 282. 284. 286. 288.
289. 301. 312. 33*. 337. 403. 468. 493. 495.
504. 546. 547. 554. 594. 689. 692. 719. 727.
759. 777. 792. 799. 800. 801. 803. 805. 806.
807.
Herzog von — 164. s. Baiern- Pfalz.
Herman von — filiaster Moewelini faber 814.
821. 842.
Möwelin von — 814.
Heiden Johannes — de Esslingen 847.
Heidingsfeld Heitinsfelde Heytingesfelt ö. Würz
bürg 189. 856.
Heilbeling Jacob — de Hagenau 818. 843.
Heilbronn Heilbrunn Heilpronne 17. 21. 64. 152.
236. 280. 587. 807. 808. 8-17.
s. Ochsenbach.
Heiligenstein Heilgenstein n. Barr
der von — 393.
Bero von — const. i. Spettergasse 378. 394.
Gesp. d. const. v. S. Nicolaus 512—758. 830.
Billung von — Str. Söldner 324.
Claus Niclaus von — 71. 177. 268. 277. 353. 382.
389. 509. 510 Stettmeister 177. 382.389. 819.
843
Claus' der junge 382. 390. 512.
Engele Fran von — 857.
Friedrich - Sohn des Claus (des älteren?) 382.
390.
Goetze von — 268. 378. 393. 512.
Hans von — Bruder des Thoman 382.
Hans von — Bruder des Claus 390.
Hügelin von — 268. 382.
Johans von — der brediger Bruder des folg. 857.
Kleinhenselin — 760. 857.
Lauwelin de — 846.
Thoman von — Bruder des Claus 383. 390.
839.
Heilgenstein zum Rosse Fritsche von - 379.
Heilman 123.
ung. der sun 389.
ung. der stettmeister 434.
Andreas Andres — genannt als Ammeister,
Alt-Amtneister, städt. Gesandter n. Böhmen
248. 256. 260. 353. 354. 481. 491. 492. 502.
510. 547. 548. 549. 553. 561. 562. 583. 820.
Else Wibelin — Frau des Andreas 562. 566.
Johans — 665. 758. 768.
Heimbach Heymbach b. Speier 238.
Heime Heim sartor 842.
— senior 815.
— junior 815.
Herbotzheim s Herboltzheim.
Herbst
Claus von — Knecht 728.
Erhart von — Knecht 728.
Herehemberg lies u. s. Hertembcrg.
Herde s. Hördt
Hergesheim s. Herxheim.
Hericonrt = Ellekurt i. Frankr. sw. Beifort 73.
103.
Heringen
Hans von — Str. Söldner 519.
Henselin — von Vinstingen 641.
Herlisheim Kr. Colmar.
Anna von — Frau des Lawelin von — 701.
Lawelin von — Bürger v. Schlettstadt 701
Herman
Herr — in Kirchgasse der Schaffner des Frauen-
hauses 285. 754.
Jacob — 758.
Heirenalb i. Würt. Schwarzwald
Kloster zu — 253.
Herrenberg i. Würt. Schwarzw. 451.
Herrenstein — Höningen
887
Herrenstein Burgruine n. Zabern 273. 270. 608.
610. 660. 671. 673. 674. 686. 688. 608, 71!)
752. 753. 755. 756. 758. 759. 760. 761. 764.
765. 766. 771. 772. 773. 774. 786. 790. 866.
Hcrsfeld Hersfclden i. Hessen 118.
Hertelin s. Mcrtze.
Hertonberg Hertemberg (? = Burgruine Kr. Gcb-
weiler oder s bei Lörrach i. Baden.)
nng. herr von — 353. 548. 574.
nabart von — Ritter Vogt zu Kaysersbcrg Un-
torlandvogt des Elsass 445. 516. 540.
Herwart Hans — Str Söldner 519.
IHerxlieim Hergesheim sü.ö. Landau 218.
Hesebach Hans von - Str Söldner 519.
Hesingen lies u. s. Hefingen Höfingen.
Hesse
IUans — 384. 390.
Hans — zftm Hawart 384. 390.
Heinrich — Sohn des folgenden 384. 389.
Hesseman — gen. als Bürger, Schöffe, Con-
stoHcr z Münster, Stettmcister 73. 384. 389.
(? 510.) 538. 689. 512. 543. 665. 698. 757.
820. 829.
Hesseman s. Hesse.
Hessen 788. 789.
Landgraf von — 77. 93.
nerman 853. 856.
Hessenheintzelin 662.
Hesser Werlin — 474.
Hesso s. Hochberg Markgraf von — .
Hetzel herr — von Ungersheim 405. 411.
Hctzelmarkes der Meister s. Markes.
Ilctzil Kirchherr zu Tränheim 2.
Hiltobrant Hiltbrant
Groszhans const z. Mülnstein 381. const. i. Kal-
besgasse 391.
Heintzeman — ein Zimmermann 787.
Heinbolt — const. z. Mülnstein 380. const. i.
Kalbesgasse 391.
Himbrecht ander Dagosburg (Dagsbnrg w. Zabern)
273.
Binden Henselin zft der — 518.
Hindisheim w. Erstein 362.
Hirtenhenselin 844.
Hirtzberg Martin von — 275. 276.
Hirtzfclder Heintzeman — pellifex 817. 819. 843.
Hirtzhorn Hirczhorn
Behtolt zum — 821.
Diether — der wirf. i. Krutonowe 839.
Hans von — pfälz. Hofmeister 479.
Hochberg HochpurgHoichberg Hohenbcrg — Hach-
berg Schlossruinc n. w. Waldkirch i. Rreis-
gW 136. 298. 433. 451.
Markgrafen von — 139. 174.
Hans 136. 521. 531 Anmork.
Hesso 136. 170. 290. 418. 433. 516. 663. 664.
679.
Rudolf 21. 222. 236. 359. 633. 643.
Otto 136.
Hohensteg Heinrich der underkneht zftm — 821.
s. a. Str. Oertl.
Hochfelden Hochvcldon n.w. Strassbnrg
Friedrich von .— const. z. Münster 385. 388.
608.
Hans — der Gerber 668.
Wölfelin von — const. z. S. Peter 383.
VI.
Höchst Host a. Main
der Zoll zu - 112. 114. 116. 125. 153. 157.
226. 230. 853.
Höchstettin Katharina — Witwe Ilcnsels von Muln-
heim Bürgerin von Hagenau 671.
Hofe Jeckelin — 834. 845.
Höfelich Oberlinng — gutor 819.
Hofesesze Rnlinus — pellifex 820.
Hofewilre s. Offweiler.
Hofgericht das königliche 195. 620. 622. 680.
Höfingon Hefingen (Hesingen)? = Hofingen i. Bad.
b. Donaueschingen oder e Höfingen i. Würtb.
A. Leonberg.
Heinrich (Heinz) Truchsess von — markgr. bad.
Diener 623. 746. 775. 776. 778.
Hohcnack Burgruine b. Zell Kr. RappolUweiler
532. 626.
s. Rappoltstein.
s. Saarwerden Heinr. von — .
Hohcnburg Honburg by Löwestein Ruine b.Wingen
Kr. Weissonburg 180. 181. 183.
Burckard von — gen. v. Wangen 600.
Hohenfcls Burgruine n. Niederbronn
s. Ettendorf Bocmund u. Walter von — .
Hohcnklingen Walther von der — 683.
Hohcnlohe Hohenloch der von — 47.
Höllenstein (? a: Howenstein s. dort) Burgruine
b. Oberhaslach Kr. Molsheim
herr von — 645. — die von 60.
Claus Heinrich — Gesp. d. const. z. Münster 512.
Dietrich von — 74.
Rudolf von — vitztnm des Bisch. Friedr. v. Str.
47. 287. 551 ritte 598. 599. 648. 711. 721.
724. 737. 790. der alte vitztnm 727.
Hohenwilre s. Hohweiler.
Hohcnzollorn
Grafen Burggrafen zu Nürnberg s. a. Nürnberg
Friedrich (Fritz) d. iilt. Graf zu — 223 227.
228. 856. 862 s. Nürnb.
Johann 16.
Hohweiler Hohenwilre Kr. Weissenburg 191.
Holbein Hans — Meister d. obeser u. kesor 667.
Holman der junge v. d. tuobern 508.
Holtzappel
Friedrich — von Runckel 208 s. R.
Rftleman — Sohn v. Friedr. 208.
Holtze Burkard im — Str. Söldner 520.
Holtzhoim w. Strassbnrg 295.
Holtzhcimer Herman — Bürger v. Wetzlar 205.
Holtzhuscn (= Holtzhausen i. Hessen)
Heinrich von — Frankf. Städtebote 217. 222. 224.
Johan von — Frankf. Städtebote 216. 281.
Holvingcn Cftnrat von — Str. Söldner 519.
Holwig holweg Strasse in Strassbnrg s. Str. Oertl.
Homberg Gcbürichin von — Str. Söldner 521.
Homburg Burg i. Lothr. b. Metz, Besitz d. Peyger
v. Boppard 88.
Honan
Aubertin von — Str. Söldner 522.
Wellemcrt von — Str. Söldner 522.
Honan Honowc i. Baden n.w. Str. 414.
Martin von — 827.
Honburg s. Hohenburg.
nönheim n. Str. 360 Anmerk.
Hönhcim Honeheim Schloss i. Diöo. Mainz 28.
Höningen = Höhingen (eh. Schloss der Markgr.
v. Hochberg) b. Emmendingen 136.
112
888
Honowe — Jeckelin
Honowe s. Honau.
Höppekin der bogener 259.
Hördt Herde sü.ö. Brumath
Beckelin — der köffer 821.
Hornbeckin Katharin - Str. Bürgerin 711.
Hornberg Horemberg Burg n. Stadt i. Kinzigthal
i. Baden 86. 127. 129.
die Herren von - 86. 88. 97. 98. 107.
Brun der elter 97. 98. 107.
Brnn der junge 97. 98. 107.
Hans 97. 98. 107.
Heinrich 97. 98. 107.
Ulrich 97. 98. 107.
Wernher 97. 98. 107.
Hörne Fritscheman z&m — von den würten 389. 507.
Hörnern Ritter-Gesellschaft die mit. den — 67.
Horwwohl = Horben (Horwen) bei Freiburg 498.
Horwe (? = Horb i. Würtb.)
Hans Richter von — Str. Söldner 521.
Hostiensis episcopus s. Ostia s. Pileus.
Howe
Heintzeman — in die Helle pellifex 819.
Heintzmann — dictn3 de Constanz 843.
Howenstein s. Hartenstein Berg bei Basel 456.
Howenstein (? = Hohenstein s. dort.)
Obrecht von — const. z. Münster 269. const. z.
S. Niclaus 388. H. n. sin sun 382.
Hower Henselin — Wollschlägerknecht 23.
Howescheit
die — 814.
Lawelin — ortulanus 820.
Hubischman Heinczman — Bürger v. Str. 303. 304.
Hüfelnhart s. Hüffenhard.
Hüffelin Hftffelin Hüffel
Reinbolt — const. z. Münster 384. 387. 388.
512. 662 altammeist. 782 meister 787.
der eilter 268 const. z. S. Thom. 379. 392.
724. 733. 757.
der alte (? = d. vorig.) 39. 391. 509. 824.
mag. 830.
der junger 509. der junge 596. 601. 744. mag.
787. 845.
der lange const. z. S. Nicl. 383. 390. 391.
Volzo — cantor z. S. Peter jun. 375.
Werlin — const. z. S. Nicl. 511. const. z. S.
Thom. 379. 393.
Hüffenhard Hftfelnhart i. Bad. Kr. Mosbach 549.
Hng
— der seiler 184.
Klein — von Brftmat s. a. dort 270. 420.
Götze — von Eckebrechteswilre 845.
Hügel der artzot const. z. Münster 385.
Hügelin
Philips — 665. — dictus mit der fleschen der
winkneht 842.
Huller 662.
Hüller der metziger 391.
Humbel Hummel s. Stauffenberg.
Humbreht
Claus — juncher const. i. Spcttergasse 378.
Claus — selig 665.
Hummel s. Staufenberg
Hunaweier Hunewilre Hunnenwilre sw. Rappolts-
weiler.
Cuntze von — 664. 784.
Hünenburg Hüneburg Ruine sü.ö. Lüt.zelstein 647.
831.
Hnndsfeld Hunesfelt um 1580 abgebrochenes Dorf
i. d. Gemarkung Eckartsweier b. Kelil 600.
Hunesfelt s. Hundsfeld.
Hungerstein Schloss b. Gebweiler
Andres von — 664.
Cftnrat von — 49.
Keintzman von — 49.
Wilhelm von — 49.
Hftnrer
Kridewis — Sohn von Lienhart 825.
Lienhart — 825.
Ulrich — von d. kornlüten 391. 508. 662.
Huntbisz Heinikin — Bürger von Ravensburg 524.
Hünter Ulrich — 758.
Hnrbesche Guerray de — 638.
Hürsin Heitzeman — murarius 809.
Hurst Jeckelin — 847.
Hürtigheim Kr. Strassburg
Hans von — 659.
Hurusz Claus — von Balingen Wagnerknecht 740.
Hurzbach Rutsche von — 517.
Hus Husc Hftse Hausz
Claus vom — 46. 632. 663. 664 686.
Dietrich vom — Probst zu Lnttenbach 45. 46.47.
Hanneman vom — 325. 418.
Hanneman vom H. von Isenheim 46. 316. 405.
411.
Hanneman von Isenheim — der banghart 325.
Hans von dem — von Isenheim 46.
Hans Ulrich (Ulin) vom — 46. 325.
Härtung vom — 45. 46. 50.
Heinrich vom — 46.
Johann vom — 45.
Husbergen s. Hansbergen.
Husch Johans Perim von — Str. Söldner 518.
Hüttelin s. Hüffelin.
Hüttenheim Kr. Erstein.
der von — 651.
Hüter Marx — von den würten 389.
Hüter Lienhard — const. i. Spetterg. 378. 393.
Hüterin Elkint — vor dem Münster 837.
I. J. Y.
521.
Jacob der Jude Arzt 26.
Jacob herr — insigeler des Bischofs v. Strassb.
Jacop Prior zu S. Veitin zu Rnfach 355.
Jalney Fcrry de — lothr. Ritter 638.
Ichenheim Ychenheim sü.w. Offenburg 429.
ung. — Einwohner von Neuweiler 269.
Fritsche — koufherr 419.
Heicze von — schühemacher 563.
Idecke Heinrich von — Str. Söldner
Jäcklin der Rabbi aus Egcr 33.
Jeckelin
balneator am Klantzhofe 844.
Jude zft Str. 199. 211.
der lange der walich 473.
rasor de Truhtersheim 815.
der Riffen kneht waz 389.
der schiflütekneht 841.
Jeckelin
Herman — brotbecker 508.
Sygelin — v. d. würten 507. 510.
287
842.
Jeckkels — Kagenfels
8<S<J
I
Jeckkels Jeckel Heiiselin Hensz — ortulanus 818.
841.
Jenöwe Tliomas von — der bogencr 622.
Jerraine Hans der banckert von — 520.
Yfrio Peter - 814.
III Yll der Fluss i. Eis. 434.
Krücke über die — 304. 305.
Fähre über die — 327. 43:').
Inhaber der Fähre s. Erbe Hans — .
lllkiich Illekircbe sü Str. 38 _
Fähre hei — 327.
s. Slickelin von —
Imbshcim sü Buchswciler 674.
Imer (Ymer, Bischof von Hasel s. Basel.
lagt -brecht Ingelbrecht (J Kngelbrecht) 841.
Hans — der Alte const. ■/.. Münster 385.
Hans Hensel — der junge const. z. Münster
385. 390.
Ingelberg Johannes de — 810.
Ingenlieim sw. Ilochfelden.
Götze de - 811.
Johann von — 303.
Ingersheim b. Kappoltsweilcr 650.
Ingolstadt Ingelstadt 219.
Ingweiler Ingewilr n. Huchsweiler 2<>9.
Ilanscman von — gesp. d. ti'ichcr 513.
Hans Gerhart von — 419.
s. Godelman Hans — von —
Innsbruck 650 Anmerk.
Inslinger Cftnrat — Str. Söldner 519.
Jobst Jose von Mähren s Mähren.
Johao Claus — der wolleschlegermeister 24.
Johann Markgraf Herzog s. Mähren.
Johannes carpentarius i. Wascnecke 818.
Johannes der Hofschreiber 550.
Johannes Meister — der Söldner 183.
Johannes dictus — junior 184.
Johans brftder — Meister des Anthonicnhanses zu
Isenhoim 325.
Johans der scherer 184.
(Johanniter Johanser Johans Orden 140. 175. 238.
258. 377. 707.
die — von Ilagenau 685.
Meister des Ordens 84.
s. Braunsberg Conrad — .
Ordenshaus zu Ilagenau 84.
Creuczer von Engilland von sand Johans Orden
130. 131.
Jöler Hanseman — der vitztum 800.
Jomer 180.
Jonohere Amoldus — Cleriker aus Lüttich 860.
Josef Sohn v Samuel ha-Cohon Jude aus M Buchen 33.
Jöselin von Mollcsheim Str. Jude 211.
Ippcnburg Wolf von — Str Söldner 518.
lrslingen s. Urslingen.
lsaak Y'sak
— von Mollcsheim Str. Jude 95.
— Jude von München 25. 26. 27. 31. 32. 33. 35.
Ysenhartin Diue — 835.
Yscnach s. Eiscnach.
Iscnburg b. Rufach
Gerlach von — 158.
Valentin von — 15H.
lscuheim n.ö. Sulz i. O-El« l, a. llusc.
das Anlhonieiihaus zu — 325.
Meister des — Bruder Johans 325. .
Yscnlin Yselin von Bretheim — Str. Jude 199. 211.
Isenlin Cüntze dictus — 845.
Ysin Heinze — Str. Söldner 521.
Ismahel Jude von Augsburg 128.
Isny Ysny i Würtb. 17. 21. 64.
Yspani Alfons von — der bogener Str. Söldner
522.
Italien 62.
Juden dio — 18. 44. 46. 50. 8«. 128. 129. 134.
140. 141. 143. 147. 154. 158. 173. 109. 191.
195. 199. 204. 205 207. 208. 209. 211
272. 273. 322. 538. 853.
s. a. Augsburg Mainz Molsheil» München Nord-
lingen Strassburg Wetzlar.
Judenbreter
Minnelin — frowe 665.
Obrecht — Str. Söldner. 323.
Judenkirchhof Heintzeman — 818.
Judcnlftffor Ulrich — de Mentzc 813.
Jülich (ii'ilch (inlche
Herzog von — 368. 369.
Wilhelm 363.
s. a. Geldern.
Jüllenont Synion von — bogener Str. Söldner 522.
Jangsorü ('laus — s. Zorn.
Jungen Junge
Claus — const z S. Peter 384. 391. sein Sohn
510.
Johans —const. z. Mü Istein 381. const i. Kalbes-
gasse 391
Lawelin — 391.
Jungen
Heinrich zum — her Bürgermeister v. Mainz
117. 242. 274. 281. 335. 348. 351. 365. 366.
376. 467. 496. 794 796. 797. 798.
Juvenc Hügclin von — Str. Söldner 520.
K ii. G.
Kage Heintze — u. sein Sohn 421.
Kageneck —ecke Kagnegg
Claus von — der jüngere Str. Söldner 520.
Diepolt von — (gefall, b. Sempach) 169.
Erhard von — prepositus S. Thoiue 375.
Hans von — 427 (Gesandter nach Prag) 491.
492. 501.
Gosse Gösselin von - const z. Münster 384.
388. Gesp. d. const ?.. S. Peter 511.
Johans von — meistcr 189. 217. 259. 260. am
Holwige 268. 302. const. z. Münster 385. 389.
const. i. Spettergasse 393. ritter 394. 404.
481. der meister 509. const i. Oberstr. 511
const. a. Holwig 513. ritter 523. meister 815.
820.
Johans von — der eilter const. i Spetterg. 511.
scab. 757. meister 786. 782. 843.
Johans von — der alte 509.
Johannes de — junior meister 188. 189. 507.
510. 824. 835. 844.
Johans von — der junge 306.
Johans de — bischöfl. Hofmeister magister curn
episcopi 534. 646. 691. 780. 861.
der Karat von — Bitter const. i. Spettergasse
(? - Joh. von — ) 878.
Kagenfels Burgruine w. Barr 87.
890
Kainel — Kyenast
Kainel Peter Wust von — Str. Söldner 519.
Kaysersberg Kaisers— Keisers- Keysersperg w.
Colmar 45. 72. 248. 249. 304. 545. 575. 597.
628. 631. 635. 650. 652. 685. 712. 719. 723.
736. 858.
Vogt zu — s. Hertenberg Habart — .
Kaiserslautern Keyserslfttern 29. 283. 835.
s. Anefang Peterman — .
s. Beldenlop Johans — .
Kaldar Heinrich — Str. Söldner 522.
Kamerer der goltsmit 513.
Kamrnerer Cammerer s. Keramerer v. Worms.
Kämmerer Hans — v. d. Goldschmieden 389.
Karamin Camyn
Bischof Johann von — königl. Kanzler 243.
electus de — 2Ü0. 316. 356. 397. 440. 449. 462.
463. 464.
Kampte Hans — von Neuweiler Str Sold. 520.
Kantzier Cantzeler
Ennelius — 835.
Hanneman — faber 842.
Hanneman — (d. ältere) 842.
Herman — faber 816.
Johans Hans — ammeister 96. Verbannter 161.
164. 845.
Kappel Capelle Cappeln n.w. Ettenheim i. Bad.
419. 522.
Cappelle Hans von — Str. Sold. 520.
Kappler magister monete regis 195.
Kappelherre dictus — 815. 819.
Cappelon Albertus — carpentarius 821.
Kärnthen 582. 586.
Herzog von — s. Oestr. Leop. v. — .
Karl Karle
Cuntzeman — 666.
Hans — 665.
Hanseman — scab. 758.
Heinrich — v. d. kremern 389.
Karl IV deutscher Kaiser 6. 279. 301. 541. 801.
Karl VI König v. Frankreich 177. 855. 862.
Karlestein v. d. kremern 507 Anmerk.
Karlstein Karlestein Schloss i. Böhmen Kr. Prag
549. 558. 561. 563. 564. 565. 618. 683.
Carnificus Wilhelmus — magister scabinorum s.
, Metziger.
Karricher Jeckelin — v d. metzigein 508. 513.
Caspar der Goldschmied v. München 31.
Hans von — 507. 600.
Symont von — her 191.
Kastei Castel b. Mainz 312.
Castellio terra s. Chatillon.
Katzenellenbogen Katzenelnbogen i. Nassau
Grafen von — 45.
Diether 255.
Katzman Gyso — procurator in Rom 2. 3.
Kaufbeuren Kouffburen i. Baiern 17. 21. 64. 234.
235.
Kauffmann
Andreas — de Ulm sartor 816.
Wenczslaw — Wirt u. Bürger zu Nachau i.
Böhmen 559.
Cedingen This von — Str. Söldner 521.
Kefer Lawelin — der winsticher 837.
Kehl Keule i. Bad. 660. 817.
Keyser Läwelin — 812.
Keisersberg s. Kaysersberg.
Keyserslutern s. Kaiserslautern.
Cellenberg s. Zellenberg.
Keller Jeckelin — de Dieffental 818. 842.
Kelre Margarete — Witwe v. Fritscho de Wirigs-
heim 845.
Kember Götze — Schaffner im Bruderhof 593.
Kemmerer Kemrer Kemerer Cammerer Camerer
von Worms
Diether von — 69. 119. Bürgermstr. v. Worms
188 237. 336. 343. 348. 349. 350. 351. 528.
606. 608. 610. 654. 670. 671. 692. 751. 771.
772. 773. 774. 786.
Heinrich von — Ritter 191. 270. 419. 481. 495.
661. 580- 594. 606. 687. 804.
Heinrich von — Edelknecht Sohn v. Heinr. 191.
s. Lantschaden Gutichin — Witwe von Diet-
rich —
Kempten i. Baiern 17. 21. 64.
Weckerle Hans — Str. Söldner 519.
Kentzinger Ulrich — her Cleriker 382.
Kenzingen Kentzingen n. Freiburg i.Bad. 160. 291.
457. 526. 528. 529. 544.
die steingruben zu — 821.
Johans — Stadtschreiber zu Hagenau 84.
Keppenbach Burg n.ö. Emmendingen 133. 136.
175. 257.
Dietrich von — 307.
Cerdo Hanselarius — 828.
Kese
Heitzelin — der metziger 833. 834.
Obreht — Str. Bürger 588.
Keser Lawelin — junior 810. 841.
Kesseler Dietherich — der bühssenschiesser 183.
Kesselring Cftntze Cftntzelin — i. Aufrüst. d. korn-
lüte 389. scab. 758.
Kestenburg ? = Kenstenberg (ehem. i. Diöc. Speier)
s. Snydelach Heilman — von —
Kestenholz -holtz b. Schlettstadt 256. 651. 654.
Kettener Jeckelin — der vürsprech 833.
Ketter Nese — 822.
Keule s. Kohl.
Ceupeman Hans — 467.
Chacepol dit Savoye Peterman — lothr. Ritter 633
Anmerk.
Chaitellet Perin de — lothr. Ritter 638.
Chambre Richer de la — lothr. Ritter 638.
Chateir
Hargnour de — lothr. Ritter 633 Anmerk.
Pechair de — li Moinne de — lothr Ritter 633.
Thirion de — lothr. Ritter 633.
Chatillon Chastellon Chastoillon Chatilion Ca-
stellio terra Schettelo Schettelon Schechtelon
Schehtelien Zschechtelon Schloss des Jean de
Vergy i. Frankr. Dep. Vosges 47. 48. 50. 54.
61. 176. 187. 188. 192. 194. 201. 203. 311.
Chrast Otyk von — 767.
Christian Eberlin — 509.
Christian zer Sunnen von Basel 164.
Chrümpnau s. Kruman.
Churwalden Curwalchen i. Schweiz K. Graubün-
den 147.
Chusnik Benessin de — 163.
Chuttin s. Kuttenberg.
Kyenast der schriber am Schultheissengericht 833.
Kienheim — Kolbsheim
m
Kienheim Kftnhciin sü, Huchfcldcn
Boldclin - 830.
Bogelin — 268.
Kienzhcim Kientzheim Kr. Rappoltsweiler 866
s. a. Künigo8licim.
Kilstett Kilstette n. Str. 413. 414.
8. Syfrit Hensel.
Kilwilre s. Kirweiler.
Kinzig Kintzig Fluss 690.
Kinzigthal 234.
Kippenheim i Bad. b. Ettenhcim
Jockei — 323.
Kirchberg Kirchporg Eberhard Graf vom — Port-
ner d. Str. Domstift 524. 530 Dekan des Str.
Domstifts 720.
Kirchon Johannes von — Hofschrciber Kg. Wen-
zels 630. 631.
Kirehgasze — gaszc Horman in — Schaffner uf un-
ser frowenhus 285. 751. der altammeister 668.
Kirchherre
Hermann — 842.
Johannes — nuncupatus Ritter 842.
Kirkel Kirkele Kirckl i. Pfalz b. Homburg
der von — 118. 175.
Johannes von — 130. 131.
Kyrperg
Sftftie von — Witwe Claus Kftfers 677.
Kirse der Jude - 199. 211.
Kirwarto Hanneman — Str. Bürger i. Lingols-
heim 62.
Kirweiler Kilwilre sü. Buchsweiler 423. 834.
Friedrich — der schftchzter von — 834.
llenzelin Schaffener von — Str. Söldner 520.
Kislcncr Heinzo — Str. Kornhändler 726.
Kladrau Cladrun i. Böhmen Kr. Pilsen 565. 556.
558. 572.
Cladrun s. Kladrau.
Klamman Andres — 182.
Claramontc Ulricus de — camerarius 533.
Claus der gebur 389. 509. 632. 662.
— der lange ein Rheinschiffer 556.
— von Wissenburg ein Seiler 667.
Paulus — der kftffer 817.
Cleberg Henne Stftsse von — 42.
Klebesattel der herzogiu sun 839.
Cleinbubelin 811.
Kleine Heinbold — 8/>4.
('leinhanseraan der schftchstUer 822.
Clcinhenselin der schftchzter 835.
Klein-Hug von Brftmot 270.
Cleinlawelin der ki'irseneikncht 816.
Clein-Ulin de Esslingen famulus 846.
Cleraau Peter — Str. Söldner 519.
Clesclin
de Mentzo pellifex 815.
de Wissenburg textor 839. 847.
de Spir baderkneht 844
K li silin (wohl ident. mit Kleskein) 491.
Kleskein Diener d. Str. Gesandt, i. Trag 553.
Klette
Friedrich — Herr Str. Söldner 323. 391. const.
z. S. Peter 383.
Hug - Herr const. z. S. Peter 383.
Klettgau Landgraf von — s. Habsburg.
Cavel Johan von — Str. Söldner 521.
Klinghart Ileinlze - v. d. obesern u kesern 667.
Clobel Johann — 662.
Klobeloch Klobelouch s. Knoblodi
Klopsbeiraer Clobsheim (s. a. Plobsheim mit
welchem offenbar identisch)
Bürger u Stitdtcbote von Schlettstadt 216.
217. 242.
Closeman Alexius — const. z. Mülnstein 381.
const. i. Kalbesgasse 392.
Closener Klosener 377.
Johannes — 815.
Knebel Tham — Schultheiss zu Oppenheim Hin;.
Knese der junge 507.
Kniewelin Henselinus — textor 846.
Knobeloch Klobel- Clobloch
ung. der Jungtier (V = Reinbolt d. j.) 273. 394
const i. Spetterg. 378. Klobelochelin 268.
811.
Clans Niclans - 476 497. mag. 818. 839. 840. 847.
Fritsche — ortulanns 811. 841.
Gosse — hftter (der Münze) const. v. S. Niclaus
382.
Hans — const. v. S. Niclaus 512.
Hans — zftm güldin s. Johans.
Hetzel — Bruder des Reinbolt const. v. S. Tho-
mas 379. 393. 394.
Johans — const. v. S. Niclaus 382. 390. meister
672. 685. 686. 688. 689. 698. 815. 817. 8ati.
842. 846. 863.
Johans - genant Ytel 378.
Johans — zftm güldin 378. Hans — zftm gül-
din const. i. Spetterg. 388. 512.
Itel Ytel - Bruder v. Wilh. const. i. Spetter-
gasse 378. 393. 394. 508. 509. s. Johans.
Langhaus — 698. Anmerk.
L.luwclin — Hausgenosse 341. zftm güldin const
i. Spettergasse 378. 393.
Lienhart — Bruder v. Lauwel 341.
Nicolaus — s. Claus.
Peter Petrus - 812.
Peterraan — zftm güldin Bruder v. Johans
const. i. Spettergasse. 378. 393.
Reinbolt — const v. S. Thomas 379. 388. const.
v. S. Niclaus 511.
Reinbolt — (der jüngere) Sohn v Reinbolt s.
const, i. Spetterg. 511. 512. s. ob. Klob. der
jungher.
Wilhelm — Bruder v. Johans u. Itel const. i.
Spettergasse 378. 393. 394. Gesp d. const. v.
S. Niclaus 512. Verbannter 839.
Klowen Jeckelin — ortulanns 811. 841.
Kobe Hans — von Freisdorf Str. Söldner 518.
Koblenz Koblencz Kobelentzc 132. 134. 135. 139.
141. 723. 790.
Rftlman von — meister Cleriker ans Trier 17.
Koch Hauptmann d. Wormscr Kriegsvolkes 176.
Peter — Herr 831.
Kochersberg der — ö. Zabcru 643. 722.
bischotl. Burg — 526. 527. 534.
bischön. Vogt zu - 544. 734.
s. Pfettensheim Hans — .
Kolb Götze — 163.
Kolbe Colbe 759.
Diether — kftffer (s Dürnigheim) 822.
Colbczcey s. Kolbsheim.
Kolbsheim Kolbetzhcim Koboltzheim Colmsheim
Colbezcey w. Str.
Cftne von — 311. Stiassb Hauptmann 387. 472.
671. 640. 647.
892
Kolbsheim — Culiers
Georg Gerien Jörg - 311. 351. 596. 660. 666.
Edelknecht 670. 777.
Lütold 311. Anmerk. 333. 351. 640. 723. 729.
752. 764.
Koler Conrat — Bürger v. Constanz 742. 747.
Coler Clewelin — in Lingolsheim Bürger v. Str. 62.
Colignon franz. Ritter 633 Anmerk.
Colin Coli Henselin — von Saarburg Str. Söldner
519. Gesandt, v. Saarb. 734.
Kölle Jacop von — 476.
Colmar Colmer 25. 45. 175. 242. 257. 279. 304.
305. 306. 434. 505. 565. 575. 597. 625. 628.
631. 640. 647. 650. 652. 658. 659 Anmerk.
661. 683. 685. 693. 695. 697. 706. 712. 719.
723. 726. 736. 739. 742. 807. 858.
Schultheiss von — 302. s. St. Thiedot (Die)
Peter von — .
die Juden von — 194. 195.
Bertholt von — (Aufr d. kremer) 607.
Hanneman von - Str. Bürger 304. 473. 758.
Hanneman am Graben von — 524.
Kolmar die zwei — Diener d. Str. Gesandten i.
Prag 553.
Köln Kölle Cöln Collen Colonia 16. 139. 140. 150.
153. 338. 341. 346. 369. 478. 485. 494. 685.
704. 707. 789. 790. 794. 796. 807 Anmerk.
854.
die von — 150.
Erzbischof Kurfürst von — 16. 45. 204. 254.
328. 678. 690. 791.
Friedrich — 29. 124. 251. 369. 586. 783. 856.
864.
Köllin Kölinus dic.tus — v. Basel 814.
Colniiz der von — königl. Hat 58.
Conago Franciscus de — Kaufmann v. Mailand
727.
Königshofen Königs— Künges — Künigeshofen
bei Str. 377. 424.
s. a. Beumelin Hense — .
Könsheim ? = Kiensheim s. Mengolt Henselin — .
Constanz Constentze Constenze 7. 17. 21.64. 147.
148. 163. 164. 165. 168. 222. 369. 710. 742.
747. 793. 794.
s. Schwartze Conrad von — .
s. Howe in die Helle von — .
Bistum — 470.
Bischof von — 142.
Niclaus 168.
Chorherr zu — s. Murer.
Contzeman — Str. Bote 685.
Contzman von Staffurt 739.
Claus — 746. bad. Vogt zu Ettlingen 659.
Hans — oberster Amtmann 444. Vogt zu Pforz-
heim 445. Vogt zu Baden 674. 690. 695. 737.
759. 787 Anmerk.
Köpfelin der schölmenschinder 812.
Gertrut — uxor ejus 812.
Copte
Dine — Lauwelins frowe 827.
Lawelin — der schifkneht 839.
Kortelangen Wilhelmus - Registrator der Reichs-
kanzlei 4. 6.
Köshirner Schultheiss v. Neuweiler 269.
Coucy Cftssin Cussin i Picardie
Herzog von -• 237.
Rudolf von -- Bischof v. Metz 359.
Kraft Henselin — v. d. schiflüten 507.
Krain das Land 582. 586.
Herzog von — s. Oesterreich.
Crampurg Diether von — 34.
Kranich
der — 134.
Heinrich — altammeister 363. 451. 594. 652.
667. 820. ammeister 670. 677. 758. (der junge
822.) 865.
Heintzeman Heitzeman — 391. 392. v. d. würten
507. 513. 631.
Johans — 123 Anmerk.
Krantze Berhtolt — Diener Sigra. v. Zwcibr. 351.
Crape s. Kropf.
Kraszwilr — Grossweier i. Bad. b. Achorn 219.
Reinhart von — markgräfl. Diener 249.
Krebs
Heintzelin — Bruder v. Lawelin 833.
Lawelin — der metziger 833.
Krebsser Cflntze — const. i. Oberstr. 380.
Kreenfelt s Kreienfeld
Kreienfeld Kreinfelt Kreenfelt i. hess. Kr. Fulda
Henne von — Gesandter von Gelnhausen 205.
216.
Johan von — der alte 242.
Kreigk Kreyger Kriege Conrat von — königl.
Rat 9. 141
Kremer Rftlin — s Barpfennig.
Krenkingen i. Baden sü.w. Bonndorf
Heinrich von — junghcrr 14. 20. 67.
Krese Ulrich — bisch. Procurator 861.
Kressig der Bastard von — Str. Söldner 521.
Krewelsboum s. Graueisbaum.
Kreutzlingen Creutzl- i. Schweiz thurg. A. Gott-
lieben
der Abt von — 165.
Kreuznach Crützenach 181. 189. 191. 192. 369.
Graf zu — s. Sponheim.
Kridewis s. Hftnrer.
Kriese Hans — v. d. kremern 389.
Krigchingen Johann von — königl. Rat 127.
Kristan der Frowenberger Diener v. Herz. Stephan
v. Baiern 26.
Cristian Cristion Kristion
Eberlin — const. z. Münster 269. 385. 390.
Hans — const z Münster 384.
Lawel — const. z. Münster 384.
Lawelin - der eilter const. z. Münster 389.
Kröge Arnold — von Bettingen Str. Söldner 519
Cronenberg n.ö. Wiesbaden
der von — 652. 655.
Kruuenburg b. Strassb 263. 265. 371.
die Porte zft — 368 s. Strassb. Oertl.
Cronheim Henselin von — 36.
Kropf Cropphen Krapf Krepfe Crape
Hans (Heinsil) — Bürger v. Saarburg 722. 723.
754.
Krösin Bride — 839.
Krowel Itel — Str. Söldner 519.
Krumau Chrümpnau i. Böhmen Kr. Budweis 587.
Crunez (? oder Grunesz) Friedrich der Walich v. —
Str. Söldner 520.
Krutenau die — s. Strass. Oertl.
Kfiffer Claus — 677. 784.
Witwe desselben Sftffie von Kyrsperg 677.
Culiers Syraunt von — Str. Söldner 521.
Cuncz — Lauterburg
WA
Cftncz der wergmeister Bürger u Schöffe 73.
Cnnczman 8 Contzman v. StafTurt.
Cime junghcrr — 508.
Kimen .lohan — Städtebote v. Worms z. Mainz 21(1.
Kftnheim s. Kienheira.
Künigesheim Ki'ingeszlieiin — Kienzhcitn b. Kap-
poltsweiler 736.
Dicthcric.h von — const.. v. S. Peter 383. 391.
510.
Kün(r)scher Hcintzeinan — von Baden Str. Söld-
ner 520. 695.
Cnntzc der vogt von Rufach 269. 419.
Cöntzelin
ilor lonliorr i. Str. 371.
der scliaffener 389.
Cftntzeman Petcrman — karpenerkneht 844.
Cuntzraan Cnnczman s. Contzman v. Staffurt.
Cftntzo sartor 820.
Kurnagel
ans. der pfcnnigmi'insser 475.
Julians — 133.
Lawelin — const. z. S. Niclaus 382. 390.
Kurfürsten die - 47. 590. 679. 685. 775. 791. 792.
793. 795. 798. 803.
Kürin s. s. Quirin.
Kursen«! Rftlin — von Hagenau 830.
Kürsenerin Nesc dieta — 813. 842.
Kürsman Kurs- von Speier Str. Jude 207. 208.
Kurtze Neintzeman — der kolerkncht 847.
Küsse Cüssey der von — 132. 641.
Cussin Cftssin s. Coucy.
Cutfelifcr Hcnselin — 813.
Kultenborg Chuttin der borg zu — i. Böhmen
Kr. Pardabitz 786.
Lampert M9.
Hanseman
der kornlüte 513.
Lafranc.ke Str. Bürger 473.
Lahnstein Lanstein Lonstein Ober— b. Koblenz
28. 791. 792.
Lahr Lare Lftrc Lore i. Baden 290. 600. 744. 747.
Heinrich jnncher von — und Geroldseck vgl.
Geroldsock.
Hcnselin (Lorhonselin) von Offenburg 837.
Götze von — Strass. Söldner 519.
Lawclin — Sohn dos TIcnsel. 837.
s. Northüscr dor lange von —
Peter von — Str. Söldner 519.
s. a. Lorer.
Laier Schochman — const. z. S. Peter 383.
Lalloman Jehan — lothr. Kitter 633 Anmcrk.
Lambart Hcnselin — der junge Gesp. d. schiflüte
513.
Larabesheim s. Larasheim.
Lamersheim Pawels snn von — 507.
Lamsbeim Lammesheim Lambeshcim i. Pfalz Kr.
Frankenthal
Eckebrecht von - oder von Kbcstcin Str.
Söldner 519.
Hans von — gen. Moy Str. Söldner 519.
Lamp Hcintzo dictus — carpontarins 816. 848.
gesp.
Lampertheim n.w. Str.
Ulrich von — Str. Söldner 519.
Lamprecht meister — 661. 663.
Landau Landowe die swester des metzigers 819.
I, aiideck Landegg (welches ?)
Jobans Swewclin von — Ritter 165.
Landenberg (?J Ruine s.o. Winterthur i. Schweiz
s. Streiff Stronffe HciibcI Hennyn von —
LandBbcrg Landesberg Landesperg Ruine n.w. Barr
der von — 645.
Burekart von — Vitztum des Str. Bischofs 295.
316. 551 861.
Clans von — Vater Julians 62.
Claus von — (der jüngere) Bruder Heinrichs 62.
Hanneman von — Vetter von Burck. 62. 551.
Härtung von — Bruder v. Bnrck. 62. 316.
Heinrich von — Bruder v. .loh Hacker von
— 62.
Henricns de — presbyter prebend. altar. i. Str.
Münster 546. s. Mülnhcim.
Julians Hacker von — Brndcr v. Clans n. Heinr.
ein edclkneht 62.
Landesberg s. Mülnheim.
Landsberg Landes— Landsburg (Höh—) Bnrg w
Colmar 656. 784.
Vogt zn — 8 Schuttern Peter von — .
Landskron Landcskron b. Pfirt
Bnrgkart der Münich von — 525. 630. 583.
Landolf Götze von Ehenheim — ein edclkneht 75.
Lantschaden (v. Steinach'
Cnntze Cftnrat von - 608. 610. 654. 692. 761.
760. 771. 772. 773. 774. 786.
Gfitichin von — frowe Witwe des Dietrich
Keramerer Schwester von Cftntz — 786.
Lange
Anna — uxor Heintzonis — 812.
Hanneman dictus — 846.
s. Wolfelerin Dina — seine Witwe.
Heintzo — carpentarius 812.
Langenan Langenowe Bnrgrnine sü.ö. Nassan
Heintzeman von — 618.
Langenan s. Thymen.
Langestein Ort u. Burg i. Lothr. ? 635.
Langnefe Johans — schoffc a. d. antwergk der
kfifer 143. 146. 214.
Langocha Claus von — Bürger v. Saarburg 1. 2.
Langwilr Claus — Str. Bürger 711.
Lappe
Claus — Gesp. d. const. z. Münster 512.
Rcinbolt — juncher const. z S Peter 383. 388.
511.
Laubgassen Loube — Lobegassen
Bnrkart von — Ritter 248.
Hanneman von — Ritter 248. 782. 786.
Laufen Loftffen i. Baiern.
Graf von — 436.
Lanfcnburg Louffcnbnrg a. Rhien 466.
Lausanne i. Schweiz 710.
s. Gryers Heinrich — Bürger von —
Lausitz 571
Markgraf zu — s. Brandenburg.
Lautenbach s. Luttcnbach.
Lauterbnrg LnterbnrgDorf u. Schloss sü.ö. Wcissen-
burg 105. 491. 605. 764. 860.
894
Lauterburg — Lingolsheim
Amtmann zu — s. Sickingen.
Schultheiss zu — s. Bösebast.
s. Buraan Walter — von —
Lauweler Claus — der eilter ein vüisprecli 724.
832.
Lawelin Läwelin Louwelin 837.
— der gebur winsticher 508.
— der weber 207.
— der wurt Jnde zu Str. 199. 211.
Brun Brünle — 474. Gesp. d const. i Oberstr.
511. 512.
Gerin — Bürger v. Hagenau 692.
Härtung — kftferkneht 736.
Walther — Gesp. der kornlüte 513.
Wemlin — der totengreber 848.
Lecher ein Bauer 662.
Legaleys Johan — Str. Söldner 522.
Leheman Johans — Bürger v. Str. 727.
Lehein Chunrat - Gesandter Kg's. Wenzels öl 14.
Leiningen Linin— Lyningen Ruine sü.w. Grünstadt '
i. Pfalz 482. s. a. Dünne
der von — 283.
Grafen von —
Emicho 138. 150. 159. 188. 191. 197. 238.
269. 270. 271. 272. 427. 433. advoeatus
provincialis Landvogt 537. 575. 578. 581.
582. 686. 737. 792. 800. 806. selig 853.
Friedrich 482. 518. 528. 536. 609. Landvogt
775. 782.
Hans - n. Graf zu Rückesingen (s. Rixingcn) 641 .
Johans 351. 625. 666.
Leiterberg Werlin — const a. Holwig 268. 386.
392.
Leyterlin Walter — Str. Städtebote z. Speyer 113.
114.
Leraberg Burg sü.w. Bitsch 729.
Lemmel Mathis — 631.
Lennberg Peter von — der junge Str. Söldner
519.
Lentenlöffel 839.
Lenzelin Lentzelin
Cftntze — 268. 357. const. a. Holwig 386. 392.
hftter 496. 513. 567. 662. 685.
Frantze - const. a. Holwig 386. 392. 475.
Hans — Sohn v. Thomas Hausgenosse 341.
Johans — juncher Thomans sftn consl v. S.
Thomas 379. 393.
Jeckelinus — 817.
Johans — Bruder v. Clein-Rftlin const. v. S.
Thomas 379. 393.
Lawelin — 686. 863.
Rftlin — der elter const. a. Holwige 268. const.
v. S. Thomas 393.
Rftlin — juncher Bruder v. Thoman const. v.
S. Thomas 379.
Rftlin — Bruder v. Hans Hausgen. 341.
Clein Rftlin — Bruder v. Johans const. v. S.
Thomas 379.
Thoman — der hftter (der Münze) 91. 285.
341. const. v. S. Thomas 379. 475. 509. 698.
scab. 757.
Leopold Herzog v. Oesterreich s. Oester.
Leppichin Gesp. v. d. kremern 389. 507. 513.
Leschen Eberhart — ein Ritter 36.
Leuthelin Str. Söldner 520.
Lenchtenbcrg Lfttenberg i. Oberpfalz
Landgrafen zum — 160. 243.
Johann 140. 141. 142.
Leutkirch Lütkirch i. Würt. 17. 21. 64.
Lichtenau LiechtenaweLiehten — Lyehtenöwe (Burg
u. Stdt.) i. Baden n.ö. Str. 214. 226. 228. 322.
557. 570. 724. 725. 777. 778. 793. 806. 808. 861.
s. Brandeis Arnolt — von —
Ellewibelin von — gespuntze des Walter Bu-
man 812.
der Vogt zu — 793.
Lichtenberg Liechtem - Liehtem— Kr. Zabern n.
Bnchsweiler
die Herren zu — 410. 598. 645. 736.
der Landgraf von — 121. 250. 254.
der Domprob8t v. Str. 424.
Adelheid frowe zft — Gemahlin des Heinr. von
— (geb. v. Veldenz) 588 (742?) 777.
Cftnrat von — Vetter Johans von — 1. 423. 426.
Heinrich von — 98. 99. 153. 360. 361. 363. 370.
402. 421. 433. 455. 471. selig Gemahl der Adel-
heid v. Veldenz 588.
Johann von — 38. 75. 153. 165. 167. 180. 190.
191. 269. 276. 329. 331. 332. 333. 354. 360.
363. 367. 370. 375. 402. 416. 417. 419. 420.
432. 467. (Hans 471.) 646. 686. 749. 785. 758.
759. 760. 778. 785. 861.
Johann von — Domherr zu Str. 777.
Ludwig von — 556. 570. 588. 594. 602. 607.
622. 654. (Ludcman 673.) 701. 720. 753. 765.
766. 768. 769. 770. 775. 776. 777. 779. 790.
792. 793. 794. 808. Domherr 860. 861.
Sigmund von — Domherr zu Str. 669.
Ulrich von — canonicus camerarius ecc. Arg. 309.
310. (424?) 535. 669.
Lichtenfels — feils (welches ?)
Heintze von — Str. Söldner 519.
Lichtenstein
Burkart von — Ritter 519. 630. 692.
Lichtenthai i. Baden s. a. Beuren.
das Frauenkloster zu — 226. 228.
Lye Heinrich von — ein Schütze Str. Söldner 521.
Liebegg Hanman von — 334.
Liebegut Henselin — 825.
Liebeheinze Henselin — von Rückesingen (s Rix-
ingen) 641.
Lienhart gen. Schultheisz s. Zorn.
Lienslat s. Lnneville
Lile
Jehan de — lothr. Ritter 633 Anmerk.
Coupin de — lothr. Ritter 633 Anmerk
Limburg Limpberg b. Hall a. Kocher 74.
s. Schenke Berthold von — .
Limburg Lymperg Ruine auf d. Limberg am Rhein
b. Breisach 435.
Limer Lymer Lymmer
Hans — amnieister 588.
Heinrich auch Heinzeman Heitzeman — altara-
meister 204. 214. 260. 353. 389. 391. 393.
ammeister 440. 451. 467. 46?. 501 Gesp. d.
kremer 507 houptman 509. 542 Anmerk alt-
ammeister 543. 594. 664. 667. 698. 820. i. B
Männer Münz-Ansschuss 699. 702
Jacob — Gesp. d. kremer 507.
Limpberg s. Limburg.
Lindau Lindowe a. Bodensee 17. 21. 64.
Lindenschmidt jetziger Name der Burgruine Lö-
wenstein s. dort.
Lingenwelt Eckrich von — Str. Söldner 519.
Lingolsheim Lyngolfesheim sü.w. Str. 62.
der Schultheiss zu — s. Gaffeler Johann — .
Lyntkesz — Macher
»*
Lyntkesz ein Lichtenberg. Unterthan 622.
Lis Kftoppfclin von — 517.
Loberaberg F61ke von — Str. Söldner 519.
Lombardei die — 549.
Lombard s. Lumbart.
Loran von Motze der gcnwer Str. Söldner 521.
Lorbechcr Ileintzichen — 154.
Lore s. Lahr.
Lorer
Herman — 510. 524.
Johan — fabor 817.
Löselin
ungen. — 420.
Adam — jnncher const. v. S. Peter 383. 388.
const. z. Mülnstein 512. scab. 757. mag. 839.
Adolheit — frowe Witwo von Johans — 112.
Ansheltn — 392.
Bernhart — const. z. Münster 385. 390.
Cftntzel — const. z. Münster 385.
Erbe — const. z. Münster 385. 390. 391. 508.
609. 512.
Johans — jnncher const. v. S. Peter 112. 383.
Ulrich — der alte 509.
Ulrich — const. z. Münster 885. 390. juncher
const. a. Holwige 386. 388.
Loser Symundes dohterman Jude zu Str. 199. 211.
Lothar deutscher Kaiser 801.
Lothringen Lothor — Lotr— Luttringen 637. 635.
637. 649. 657.
Herzog von - 45. 111. 132. 133. 134. 177. 233.
236. 369. 531. 547. 624. 636. 637. 639. 641.
642. 643. 647. 648. 649. 650. 653. 654. 666.
696. 728. 753. 754. 774. 789.
Friedlich 635. 763.
Johann 37. 233. 273. 313. 755. 759. 764. 765.
Karl 536. 634. 762. 763. 765. 766. 797. 798.
801. 805.
Lonbegasse s. Laubegasse.
Louffen s. Laufen.
Louvivalz Andrict de — lothr. Rittor 638.
Löwe Lowe von Ulm Jude zu Str. 95. 162. 199
211. s. a. Ulm.
— von Wesel Jude zu Str. 95. 199. 211.
Peter — bevollmächtigter Städtebote von Ulm
524.
Löwen = Hittergesellschaft Lewengeselleschaft 10.
37. 649. 560. 587.
Löwenstein Löwen— Löwen — Lawonstein Burg
(Ruine heuto i. Volksmund Lindenschmidt) w.
Weissenburg i. Eis. 117. 119. 165. 174. 180
184. 186. 191. 426. 430. 435.
Löwenstein (welches ?)
Backe Claus von — Str. Söldner 521.
Lübeck
Bischof Conrad von — 4. 6. 36.
Lucca Luca i. Italien 189.
Lucern s. Luzcm.
Lucze königl. Diener 195.
Luderfingen Nickelman von — 641.
Ludewig zftm Turne wolleschleger 24.
Hans — 323.
Ludiger bystum s. Lüttich.
Lumbart Lunbart Lumbard
Cftntzelin — 840.
Hans (Johans) — (mehrmals als Str. Gesandter)
174. 217. 258. 259. 260. 268. 758.
Hans — ein bogener Str. Söldner.
VI.
Henselin — v. d. schiflüten 388. 507.
Johans s. Hans.
Luneville Lienstat i. Lothr. 88. 648.
Klein Wilhelm von — 730.
Luperster Wolf — Bürger von Saarburg 754.
Lupfen Lupffen Hans Johans von — 781. 782. 783. 784.
Lussey ? Ort i. Lothr. 103.
Lüsze
Heinrich — const. i. Oberstr. 611.
Lutenslaher Hans von — Str. Söldner 521.
Luttenbach Lüttem— Lutterbach sü.w. Münster i.
Ob.-Els. 418. 583.
der Probst von — s. Huse Dietr. vom — .
Luto Diener Bisch. Friedr's. v. Utrecht 860.
Lüttich Leodium eccles. Leodiensis Ludiger bys-
tum 39. 408. 514. 860.
Chorherr zu — s. Diest Wilh. von — u. Str.
Bischof,
s. Bosch Walram von dem — .
8. Jonchere.
s. Meckenborgh.
s. Mosa. .
Lützel Lützela sü. Altkirch
Heinrich Abt des Klosters zu — 720. 721.
Lützel Klein Hans — juncher 642.
Lützelburg Liitzelnbuig w. Zabern
die Grafschaft - 840.
Egenolf von — Schnltheiss zu Zabern 60. 300.
Lntzelnburg Lützelburg s. Luxemburg.
Lützelstein Luczelstein Lützclnstein Parvapetra
n.w. Zabern 425. 853.
die von - 60. 169. 691. 749.
Grafen von — 48. 187. 188. 194. 200. 425. 468. 674.
Borekart Str. Domprobst u. Gegenbischof
296. 314. 315. 459. 460. 489. 497. 498. 499.
500. 501. 502. 503. 505. 506. 510. 514. 517.
522. 523. 524. 525. 526 527. 528. 529. 630.
543. 699. 726.
Heinrich 46. 88. 147. 201. 232. 286. 360. 370.
375. 402. 424. 426. 471. 518. 674. 853.
Volmar Decan des Domstiftes 296. 314. 315.
460. 501. 542. 543. 592. 593.846.861.
Waltpurg frowe zft Geroltzecke am Wasichcn
189
Wilhelm 203.
Lützemberg Peterman — oin Bogener Str. Söldner
522.
Luxemburg Lutzein— Lützel — Luczembarg 101.
130. 131. 132. 134. 173. 174. 187. 190. 257.
723. 725. 726. Münze (Gulden) von — 337.
344. 477. 484. 681. 705. 706.
Herzog von —
Johann 187.
Wenzel 101.
Walram Graf von — u. St Paul 101. 113.
der Hauptmann zu — s. Pflug Hinczik — .
Luzern Luccrne Lucern 148. 149. 163. 164. 165.
168. 307. 464.
M.
Machcfröide .Teckelin — der gantener 215.
Macharis Macheris Sygel — Wormser Bürger u.
Gesandter 216. 222.
Macher
Hans von — Str. Söldner 521.
Rollin von — Str. Söldner 518.
113
896
Madenburg — Marx
Madenburg Mademberg Burgruine i. Pfalz b.
Landau 181. 182. 951.
Magdeburg Mcgdeburg
Erzbischof von — Kanzler 547. 556. 561 567.
Maguntium Moguncium s. Mainz.
Mähren Merhern Moravia
Markgrafen von — 121. 574.
Jobst Jodocus Jose 123. 301. 491. 523. 548.
559. 561. 563. 564. 565. 567. 586. 590. 611.
616. 617. 618. 619. 761. 793.
s. Brandenburg s. Meissen.
Johann Hans Bruder Kg. Wenzels 522. 597.
Procop (Brokorp) 491. 499.
Mailand
Herzog von — s. Visconti Barnabas u. Thaddaea
s. Baiern.
die Kaufmannschaft von — 727. 728.
Main Mön
der neue Zoll auf dem — 124. 150. 257. 796.
Mainniere Jacqnemy de — lothr. Ritter 633.
Mainz Menze Meucze Mentze Moguntia Moguncium
5. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 17. 19. 22. 23. 28. 29.
30! 33. 34. 36. 43. 44. 45. 46. 47. 51. 52. 54.
56. 57. 61. 61. 65. 66. 68. 69. 77. 78. 79. 80.
81. 85. 86. 88. 103. 104. 105. 106. 108. 112.
113. 117. 118. 119. 120. 121. 122. 124. 125.
129. 131. 135. 136. 137. 140. 141. 146. 117.
148. 150. 151. 152. 153. 154. 155. 156. 158.
160. 162. 165. 166. 170. 171. 172. 173. 174.
176. 177. 180. 182. 183. 188. 191. 192. 193.
194. 198. 199. 204. 205. 209. 213. 216. 217.
218. 220. 222. 223. 224. 225. 226. 227. 229.
230. 231. 234. 237. 242. 252. 255. 258. 260.
261. 269. 274. 275. 281. 281. 285. 289. 300.
301. 306. 312. 326. 327. 329. 343. 348. 350.
351. 352. 353. 357. 365. 366. 367. 369. 376.
404. 446. 467. 482. 495. 559. 467. 597. 662.
670. 684. 707. 711. 775. 779. 789. 790. 791
Anmerk. 793. 794. 795. 796. 798. 805. 806.
853. 854. 858. 865.
Bürgermeister von — s. Medetrost Jacob — . s.
Jungen zum — .
Juden zu - 44. 45. 159. 223.
Städtebote von — s. Medehost s Waldertheim.
Claus von — Str. Söldner 519.
Cleselin de — pellifex 815.
s. Judenlöiffer Ulrich dictus — de 843.
s. Mentzer.
Mainz Erzbistum 28. 678.
Capitel 13. 20. 67.
Erzbischöfe 4.28.45. 67. 77. 93. 114. 119. 126.
132. 164. 180. 243. 250. 251. 255. 272. 281.
283. 284. 288. 300. 328. 329. 396. 479. 587.
599. 608. 609. 619. 656. 791. 797. 856.
Adolf 29. 124. 171. 244. 280. 353.
Conrad 369. 606.
Johann 783. 788.
Maleficz Johannes de — 489.
Maler
Schmasman — 268.
Schochman const. v. S. Peier 391. 392.
Malkow Johans von — von Preussen Comthur des
Deutschen Ordens 277. 725.
s. Deutsch. Ord. s. Str.
Maisch i. Baden b. Ettlingen 253.
Malterer Martin — Landvogt i. Elsass u. Breisgau
47. 50. 154. 155.
Manegolt
Dina — Witwe v. Hans 844.
Hang — 844.
Mänlin s. Mennelin.
Mannheim Mansheim 44. 106. 116. 118. 150. 275.
Münze von — 337.
Rheinzoll zu - 446. 493. 495.
Mansheim s. Mannheim.
Mansperg
Burkard von — 751.
Lyse von — seine Frau 751
Mansse Mansze 174. 258. 622.
Albrecht — s. Obrecht.
Böldel — const. z. Münster 384. 390.
Claus Niclaus — houptman 269. const. z. Münster
385. 388. mag. 483. 486. 490. 497. const. z.
Münster 512. Geschwor, d. Münze 698. 757.
mag. 810. 820. 844.
Cftne — const. z. Münster 385. 390. 509. des
Cftne sun ( = Henselin) 512.
Friedrich — const. v. S. Peter 383. 391.
Henselin Hensz — Sohn v Cftne const. z. Mün-
ster 385. 390. (512.)
Jacob — 829.
Obrecht (Albrecht) — meister 208. 209. 210.
Gesandter d. Stadt i. Speier 242. const. z.
Münster 384. 387. 388.
Örtelin — mag. 69. 70. 72. 174. 231. 260. 277.
280. 283. 285. mag. 291. 297. 298. 316. 363.
const. z. Münster 384. 389. 391. 445. 451.
467. 468. 474. 481. 516. 534. mag. 551. 555.
558. 559. 561. 565. 618. 813. 841.
Schönmansze oder Johans — 272. const. z.
Münster 358. 385. 415. 426. 433. 512. 683. 684.
Marburg
Dielman von — der scherer 830.
Margaretha Schwester König Wenzels 16.
s. Böhmen s. Wenzel.
Maris Johans — Str. Söldner 521.
Marckes s Marx.
Markolsheim Marckoltzheim sü.ö. Schlettstadt 522.
526.
Cftntze von — const v. S. Niclaus 382. 390.
Hans von — const. v. S. Niclaus 382. 390. 391
Keiser Keyser von — Bruder v. Cuntze const.
v. S. Niclaus 382. 390.
Markus Münzmeister von Schaffhansen 202.
Marlenheim Marley Marie b. Wasselnheim 426.
430. 432.
Wiszkopf de — 841.
Marschalk — schalgk
Claus - 782.
Günther — Bürgermeister von Basel 767. 776.
778. 788.
Maigal Marsel i. Lothr. Kr. Chätean-Salins.
Thomas von — Str. Söldner 518.
Wigrich von — Str. Söldner 518.
Marsilis s. Wetzel.
Martin
— des ammemeisters kneht 182. 183.
— der gantener 215.
— scholasticus cancellarius domini regis 40.
130. 163.
— städtischer Diener (? — dem vorig.) n. Bote
553. 554. 569.
s. a. Schiltigheim Martin von — .
Martinsvögel die Rittergesellschaft mit d. — 551.
552. 553. 648. 676.
s. Andlau Georg von — .
Marx Marckes Markes
ung. — der münsemeister 475.
Marx — Mindefelt
«Ü7
ung. — Gcsp. der würtc 513.
Hutzel Hetzelo — mag. 230. 204. 207. 372. 512.
const, v S. Thomas 379. 512. mag. 810. 841.
Marzolf Martzolf Phye — Gesp. der schiftüte 507.
513.
Mascmvallis s. Masmünster.
Masmünster Masemünster Masemvallis sü.w. Thann
100. 200. 201. 202. 203. 573.
Heitzel — const. z. Münster 385.
Massembach Behtolt — dem man sprichet Arm-
leder Str. Söldner 520.
Mathis
— vonBrisach Str. Jude 95. 199. 211. s. Breisach.
— der messerer de Ilagcnau 844 s. Hugenau.
Matzenheim sü.w. Erstein.
Bernhart von — const. z. Münster 385. 388.
Gesp. d. const. v. S. Thoin. 512.
Maucrsmünster sü. Zabern
lliiglin von — 780.
Mcckcnborgh Reynerus de — Cleriker v. Lüttich
800.
Mcdctrost Jacob — Bürgermeister v. Mainz 129.
150. 217. 242. 274. 281.
Megcde Mcgde
Billung zft der — const. z. S. Niclaus 382. 390.
512. 814.
Claus zftr — Clausman zur — const. z. S. Ni-
claus Sohn des Cftntze 268. 382. 388.
Cftntze zur — const. i. Oberstr. 380 const. z.
S. Niclaus 382.
Hans zftr — 832. 833.
Thoman zftr — const. i. Spetterg. 208. const.
z. S. Nicl. 382. 388. 511. const. i. Spetterg.
512. 757 mag. 778. 780.
Megefiideriche Heintze — Gesp. d. const. z. S.
Peter 511.
Megenbftch Wolf von — Str. Söldner 518.
Moyger Meiger i. d. Aufrüst. d. wirte 507.
Burkhart — 304. const. i. Oberstr. 380.
Burekart von Erstheim (Erstein) städt.Amtman41.
Claus — altammeister 214. 259.
Heintze — 758.
Meyenberg — v. d. kremern 389.
Meinrich Hug — const. v. S. Niclaus 383
Meinsheim Mahtolff — 125.
Meinwart Cnnrat — Ritter Bürgermeister von
Freiburg i. Breisg. 164.
Meisscn Misen
Herren u. Städte in — 463.
Markgraf von — 77. 124. 548.
Jobst s. Mähren.
Wilhelm 083. 856.
Meissen
Bischof Cardinal von — 5.
Moitry
Huegueny de — 633.
,lehan bestair de — 038.
Melchior Erhart — 815. 842.
Meledunum s. Melun.
Mflun Meledunum i. Frkr. Dep. Seine 54.
Memgolt llenselin — von Könsheim 816.
Memmelot de Morschele der Jude der walich 198.
Memmingen Momyngcn i. Baien Reg. Schwaben
17. 21. 01. 104.
MenlochBockelin — von Liinstetten der eitere 220
Mennoini Mänlin von lllmo Str. Jude '.15. 162.
199. 211. ? = Mineliu der judo.
Mcnnelins Lawelin — ortulanus 817.
Mcnszheim (V «a Mansheim Mannheim) s. Ronflin
Uechtold u. Hcinr. — Gebrüder von — .
Mentag Walther — sutor 827. 828. 829. 834. 846.
Mentz Menze s. Mainz.
Mcntzer Johans — wagener 740.
Menuy Jehan — 633.
Merkweiler Merckwilre sü. Weissenburg 394.
Mergentheim Mergeltheim i. Würtb. 138. 139. 171.
179. 206. 209. 214. 216. 217. 250. 253. 255.
273. 274. 277. 492. 590. 856. 857 Anmerk.
Mcrleln s. Mähren.
Merswin
Behtolt — Gesp. d. const. v. S. Peter 511.
Claus Niclaus — 473. 474. Geschw d. Münze
698. 702. mag. 724. 744. 751. 752. 754. 757.
mag 815. 824. 847.
Cftntze — jungher const. i. Spcttcrgasse 378.
Lauwelin — Geschw. d. Münze 94. 341. 473. 476.
Mercklinus sartor i. Smidegasse 820. 844. 845.
Mertze Hertelin — 845.
Mcrzwciler Merzwilre sü.ö. Niederbronn 431.
Messerer Meszerer der — 174. 258.
des — seligen Erben 665.
Friedrich — 764.
Johans — ammeister 72. 174. 175. altamm. 205.
214. — 224. 225. 758.
Johans — der junge Bürger u. Schöffe 25.
Peter — 764.
Wilhelm - 764.
Messinger Heinrich — textor 832.
Meszersmit Claus — von Urbeis Str. Bürger i.
Lingolsheim 62.
Metz Mecz 120. 134. 135. 139. 140. 150. 153. 369.
370. 473. 636. 637. 641. 732. 854.
die Münze die Gulden von — 337. 344. 345.
477. 484. 081. 705. 706.
der Münzmeister von — 699.
die Schöffen u. Dreizehn von - 650.
s. Bauldoiche Nemerich — Ritter Bürger v.
Metz.
8. Loran von — .
s Musin de — .
s Thomas von — .
s. Winrant von — .
Metz Bistum Metcnsis diocesis 2. 201. 732. 755.
766.
Domstift 88. 233. 430.
Bischof 88. 120. 233. 313. 359. 531. 696. 749.
756. 759. 700.
Dietrich 29.
Peter 101 Anmerk.
Metziger Carnificus
Wilhelm — ammeister u. altamm. 214. 215. 260.
880. 306. 363. 88». BM. 394. 414. 451. 510,
533 538. 594. 635. 661. 667. 668. Geschw.
der Münze 698. 758. 768. 782. 785. 794. 820.
865.
Miohaeus Johannes — 862. 863.
Michel von Friburg wergmeister unser frowon-
uorkes (Münstoibaumei>ter) 83. s. a. Freiburg.
Midchart von Berse der Wollschläger 23. t. a
Börsch.
Miltenberg Mildenberg i. Baiern Reg. ünterfranken
28. 280.
Mindefelt Mindeveld Mincfelt Myndevelt? - Min-
feld i. Pfalz b. Germersheim 426. 481.
Golde von — Amtmann Emichos v Lein. 188.
898
Minelin — Mülnheim
Minelin Jeckelin dohterman Str. Jude 199. 211.
s. a. Mennelin.
Minninger Hans — 641.
Missebach Fritscho — 815.
Mittes der metziger 819.
Möchelin Cüntzeman — der vischer 825.
Möckels Läwelin — 811.
Moguntia s. Mainz.
Mojne Henselet le — lothr. Ritter 633.
Molin Joh. von — ein Schütze Str. Söldner 521.
Molner Cftnrat — Str. Städtebote 216.
Mollenköpf ein Ritter 221.
Molsheim Mollesheim w. Str. -167. 576. 711. 713.
860. 861. bischön. Amt (Pflege) 593. bischöfl.
Vogt zu — 544.
s. Wickersheim Ludwig von — .
s. Andlau Schwarz Rudolf von — .
Hans von — Johannes de — 670. 809. 810.
Heinrich Peterlin von — const. i. Oberstr. 380.
393. 394.
JSselin Göselin von — Str. Jude 199. 211.
Otto hospitalis de — 813.
Mömpelgard s. Montbeliard.
Monburne s. Mombronn.
Montbeliard (deutsch Mömpelgard) Muntpligart
Mfimpelgart Monsbiligardus 584. 595. 636.
Grafen von —
Heinrich dominus de Orba Sohn Stephans 595.
Stephan dominus Montisfalconis 589. 595. 638.
Claus — (Muntpligart) Str. Bürger u. Schöffe 73.
Hanneman — 473.
Heinrich — der spengler kneht 846.
Mombronn Monburne Kr. Saargemünd
Grosz Johann von — 840.
Montfaucon Monsfalco i. Frkr. b. Besanc.on Herr
zu — s. Montbeliard Stephan v. — .
Montfort Mondfort Monfort i. Vorarlberg
Grafen zu —
Conrad Herr zu Bregenz 21.
Heinrich Herr zu Gertringen 534.
Rudolf Herr von Feldkirch 21. 192.
Montat s. Mundat.
Moravia s. Mähren.
Mörchingen i. Lothr.
Johann von — der genwer Str. Söldner 521.
Morimont Mörsberg — perg sü.w. Pfirt.
Clara von — Schwester des Hetzel Nibelung 50.
Henneman von — Str. Söldner 518.
Heinrich von — 517.
Rudolf von — 330.
Mofnhart s. Murrhardt.
Mörsberg MÖrsperg s. Morimont.
Morschele Memmelot de — der Jude 198.
Mörser Paulus — Sir. Söldner 521.
Mosa Wynandus de — Cleriker v. Lüttich 861.
Moses Sohn von Isak ha Levi Jude v. München 33.
Moses Moises Mose von Bretheim s. Bretheim.
Mosel Müsse Müsel Musella Muszeln 132. 201. 636. 657.
Moserin Grede — 827.
Mosung
Johans — Sohn des Paulus const. i. Oberstr.
379. 393.
Paulus Pauwelin — const. i. Oberstr. 268. 379.
388. 393. 509.
sin sun (? = Johans) 388.
Möwelin faber 814.
Lawelin — 843.
Mühlbach Mülnbach i. Baden b. Eppingen 54'.J.
Mühlberg Mühlberg Mülnberg heute Stadtteil von
Karlsruhe 267. 298. 307. 617. 677. 690. 694.
775. 776. 778.
Mühlhofen Mülhoven Mülnhofen i. Pfalz n.ö. Berg-
zabern
Blicker von — Str. Söldner 521.
Götze von — der alte Str. Söldner 519.
Götze von — der junge Str. Söldner 519.
Hans von — Str. Söldner 519.
Mul Hans — Str. Söldner 521.
Mulhan der kirchherre const. z. S. Niclaus 390.
Mülhausen Mülnhusen i. O.-Els. 45. 158. 249.
250. 304. 575. 858.
s. Waltenheim Heinr. von — gen. v. —
Müller (? ss Mülner)
Cftntz Cftnrat Conrad — altammcister u. häufig
als städt. Gesandter zu Städtetagen u. dgl.
71. 112. 135. 136. 171. 172. 173. 175. 857. 185.
257. 258. 260. 265. 280. 327. 329. ammeister
363. (Mülner) 431. 433. 379. 387. Aufrüst d.
kornlüte 389. houptman 432.
Cftnrat — der junge Gesp. d. kornlüte 513. 815.
— Sohn d. Altamm. 857.
Cftnrat — der junge (? Bürger von Scblettstadt)
711.
Mülnbach s. Mühlbach.
Mülnecke Str. Oertlichkeit s. Str.
Mülner s. Müller.
Mülnheim Mftln — Müln— Muiln — Mülnheim
der von — 637.
die von - 430. 435. 598. 599. 640. 693.
der von Richenberg 155. const. a. Holwige 386.
Anna von — Tochter Johanns von — 189.
Benedicta von — Frau des Heinr. v. — 562
Anmerk.
Bechtolt — Vater der Gertrud - 351.
Berchtolt — scriptor 815. 842.
Böllelin von — const. z, Mülnstein 380. const.
i. Kalbesg. 388. 511. Gesp. d. const. z. S.
Peter 511.
Burekart von — gen. Richenberg Rechberg 133.
mag. 159. 161. 268. 329. 332. const. z. S. Peter
383. 391. — 392. 510. 511. 569. 573. 688. 757.
768. mag. 816. 843.
Burekart — Sohn des Burekart — const. z. S.
Peter 383. 391.
Burekart — der jungeste 268.
Cuntz von — 169.
Eberlin Eberhart von — Ritter 4. 5. 164. 171.
172. 174. 257. 258. Vater des Wilhelm von —
320. 432.
Gertrud von — Tochter Bechtolds 351.
Gertrud von — geborn. Zorn. s. Zorn Mutter
des Heinr. v. Mülnheim des i. Böhm, gefan-
genen 589.
Gosse von — Walthers seligen sun const. i.
Spettergasse 378. 388. 393. Gösselin ? 435.
512. 671.
Haneman von — 619.
Hans von — 183.
Hans von — hern Heintzen sun Gesp. d. const.
z. Münster 512.
Hans von — Bruder Walthers const. i. Oberstr.
388. 393.
Hans von — der Cusin dochterman const. z.
Münster 512. 824.
Hans von — von Epfiche const. z. Münster 384.
388.
Hans — von Ramstein 269. const. z. Münster
384. 390. s. a. Ramstein.
Millnheim — Mutzig
o.f.)
Hans von — kirchlierrc zu Vessenheim const.
z. S. Niclaus 582.
Haus Heinrich von — 817.
Hensel von — (— Johan — s. unten) 671.
seine Witwe s. Hoechstcttin Katharina — .
Heinraan — (?) her selig (? — Heinr. selig) 435.
Heinrich Hcintze Hcitze von — lütter 2. mag.
24. 27. 28. 89. — 263. 886. 880. der junge
mag. 285. mag. 320. 356. const. z. Münster
384. sin sun 384. 389. 394. 436. 438. 445.
495. 501. 545. 516. Gesandt, u. Gefangener
i. Böhmen 547. 548. 519. 553. 661. 562. 566.
572. 573. 574. 589. 596. 597. 598. 645. 652.
768. 795. 796. 799. 801. - de Rechberg mag.
813. 841.
Heinrich von — selig (V - herr Heinman selig
435.) 617. 664. 665.
Heinrich von — Burekarts sun const. v. S. Peter
891. 511.
Heinrich von — hern Heintzen brftder const.
z. Münster 512. 811.
Heinrich von — in Brantgasze const z. Münster
390. 509. 638. 642. 643. 644. 757. mag. 816.
Heinrich von — von Landesberg const. z. Münster
390. mag. 605. 509 Gesp. d. const. z. S. Peter
511. 040. 641. 642. 644. 757. 818. mag. 820.
844.
Heinrich von — von Landesberg presbyter 546.
Heinrich von — Rosenberg 686. 587.
Heinrich von — Roseneck 534.
Heintzman von — 583. 584.
Heitzeman — von Rechberg const. z. Münster
385. 390.
Johannes de — 805. 825.
Julians von — burggrilfe zft Strozburg 43. 70.
143. 145. 146. 189.
Johans von — gen. Richenberg (Reichberg) mag.
85. 86. 94. 96. 608. 864.
Johans von — Ritter 133. const. i. Oberstr. 380.
const. z. S. Peter 383.
Johans — von Rosenberg 268. const. z. S.
Thomas 379. 393.
Johans Ulrich von — Gesp. d. const. i. Kalbesg.
Lütolt Leopold von — const. v. S. Peter 383.
387. 388. mag. 479. 481. 482. — 589. 622.
641. 663. 693. 726. mag. 319. 837. 838.844. 847.
Lütolt von — juncher const. /.. S. Peter (juncher
L's sun) 511. 642. s. d. folg.
Lütolt Hans von — Sohn v. Lütolt const. z. S.
Peter 388. 509.
Otteman von — const. z. Mülnstein 380. const.
i Kalbesg. 391. const. a. Holwige 511. — 743.
Peterraan von — Bruder Johans const. i. Oberstr.
380. 393.
Roinbolt von — const. z S. Peter 383. Inhaber
der Burg Werde 419. const. i. Kalbesg. 512.
Roinbolt Hiltebrant von — 392. const. i. Kal-
besg. 511. s a. Hiltebrant Reinbolt — .
Reinhart von — Sohn des Heinrich const. z.
Münster 384. 388.
Walther von — des burggrafen (Johans) seligen
sun const z. S. Thomas 268. 379. const. i.
Oberstr. 380 const. z. S.Thomas 388. const.
i. Oberstr. 393. 394. 474 const. z S. Thomas
512. const. z. Münster 512.
Walt her von — probst zft Rynowe (Rbeinau)
896. 522.
Werner von — 503.
Wilhelm von — hern Ebcrlins seligen sun In-
haber des Str. Fischmeistertums u. Fischerge-
richtes 320. 321. 322. const. z. Mülnstein 380.
const. i. Kalbesg. 391. 511. 512. const. 757.
mag. 765. 766. 767. 818. 823. 832.
Mülnhofen s. Mühlhofen.
Mülstcin Str. Oertlichkeit s. Str.
Stube znm — s. Str.
Constofelcr zu — s. Str.
der houptkannc zu — 811.
cii pari us 841.
Clans — 1.
Law cli n — 811.
Mümpelgart s. Monthcliard.
Münchelin Str. Bürger 262. 265. 8. Str. de» —
garten s. des — tum.
— der würt 844.
— der junge v. d. kürsenern 389. 508. 513.
— der jüngeste der kürsener 845.
Jeckelin — pellifex 817.
Johans — der eilter pellifex 758. 847.
München Munichen 25. 26. 31. 32. 33. 35. 514.
564. 650 Anmerk.
s. Abram.
s. Caspar der Goldschmied von —
s. Isak Sohn des Benjamin Jude von —
8. Isak ha Levi Jude von —
s. Moses Sohn des Isak ha Levi.
s. Salonion Sohn des Märtyrers Juda.
8. Samuel Jude von —
Mundat Montat die obere von Rufach s. Rufach.
Münden welches? 787. 788.
Mundolsheim n.w. Str. 360 Anmerk.
Mün ich
Burkart — der von Landskron s. a. dort. Rat
d. Herz. v. Oest. 525. 530. 583.
Götzeman — bisch. Vogt zu Rnfach 300.
Münichingen Hng von — Str Söldner 518.
Münsser Lawelin — 843.
Münster Mftnster Munster i. Ob -EU. 45. 249. 304.
575. 712. 719. 723. 736. 858.
s. Behnen Rutschtnan von — .
Münster das — in Str. s. Str.
Mnntpligart s. MontbeJiard.
Münzenberg i. Hessen Obrh. Kr.
Philipp von — Herr zu Falkenstein 17.
Murbach b. Gebweilcr O.-Els.
Abt von — 317.
Rudolf u. Landvogt i. Eis. 858. 859.
das Haus des Johanniterordens zu — 238.
Murer Franz der — Chorherr u. Bürger zu Con-
stanz 142.
Murg FIuss i. Bad. 611.
Murlawelin der vischer 840.
Murrhardt Mornhart i. Würt.
A. Backnang der Abt von — 21.
Murssel Mursel
Fritsche — der gantener 215.
Hcnselin — der gremper 668.
Mftrvogcl Johannes — Bürger v. Saarburg 734.
Müscl s. Mosel.
Muselcr Peter — Str. Bürger 269. 271. 389. 427.
508. 654. 758.
Musin de Metze — der genwer Str. Söldner 521.
Mi, ss« s. Mosel.
Mussella s. Mosel.
Mftsseboin Oertlichkeit beiHerrcnsteinn.Zabern 610.
Muszeln s. Mosel.
Mntten Diebold von der — Str. Söldner 518.
Mutzig Mutziche w. Str. 467. 651 861.
Peter von — Gesp. d. schiflüte 513.
900
Nagelsberg — Nürnberg
N.
Nagelsberg Götze von — 500.
Nahe Nae — der Fluss 28.
Nancy Nansey Nansze i. Frankr. 625. 637. 657.
Nase Hans — von Zabern Str. Söldner 520.
Nasor Johannes — dictus Netzebart Notar v. Ha-
genau 375 Anmerk.
s. Grosklaus.
Nassau Nassowe Nassawe Nazöwe
Grafen von — 5. 140. 153. 181. 272. 649. 657. 658.
Adolf Alff 150.
Emicho 56. 57.
Johann 45. 67. 88. 119. 147. 150. 154. 155.
158. 160. 171. 176. 177. 191. 192. 204. 213.
216. 218. 224. 225. 230. 231. 272.
Philipp 639. 640. 652. 653. 656. 670. 791. 797.
Ruprecht 56. 67 Landvogt der Wetterau 05.
67. — 117. 118. 119. 150. 154. 160. 165. 177.
193. 216. 218. 226.
Landgraf von — 124.
Nast Sent — der genwer Str. Söldner 521.
Natten Götze von der — Str. Söldner 520.
Nauwer
Hans — 675.
— ung. const. v. S. Niclaus 382.
Neapel Neapols 63.
Neckar — Fluss 448.
Necke Henne von — der sniderkneht 845.
Nefe
Franz — v. Colmar 159.
Heinrich — Söldner der Stadt. Breisach 671.
Negel Friedrich — 323.
Nellesheim Nellis— Str. Bürger 213. gesp. d.
schiflüte 388. 513.
Clans — 175. 226. 228. 258.
Nesselbach Erhard — 630.
Netzebart s. Nasor.
Neuburg Nftwenburg a. Moder w. Hagenau
Abt Convent u. Kloster von — 805.
Burg i. Eis. ? 734.
Neuchätel Nftwenburg Novicastra Novum Castrum
i. Schweiz
der von — die von - 187. 188. 194. 200.
Theobald Thiebalt Graf von - 73. 103. 123. 201.
Theobald Sohn des Theobald 201.
Neu-Eberstein s. Eberstein.
Neuenburg Newen— Nuwen— i. Baden n. Basel
(Rheinzoll bei) 6. 7. 9. 98. 99. 103. 160. 446.
447. 448. 748. 751. 753.
Neuenburg b. Ingolstadt 108. (?) 219.
Neueneck Nüwenegg Nüwcnecke Burg i. Würt.
A. Freudenstadt 743.
Herr — von 221.
Albrecht Obrecht von - 722. 743.
Burkard von — 545. 547.
Georg von — 220.
Hans von — Str. Söldner 519.
Heinrich von — Str. Söldner 520.
Neugartheim Nügarte n.ö. Wasselnheim
Friedrich von — 616.
Neuhaus Nuwenhuse Nftwenhus i. Hessen b. Worms
151.
Bechtold von — Str. Söldner 520.
Eberhard von — Str. Söldner 520.
Heinrich von — Str. Söldner 520.
Bruder des Claus 782
Neumarkt Nnwenmerkete i. Baiern Oberpfalz 219.
220. 227.
Neustadt Nuwenstat a. d. Aisch w. Nürnberg 492.
Neuweiler Nuwilr Nuwenwilre n.ö. Zabern 269.
419. 674. 786. 853.
Schultheiss von — 419.
Köshirner 269.
Claus von — 786.
Cunz Cüntzelin von
der Schaffner 786.
Diether von — 419.
Gerbott von — 811.
Kampfe — Str. Söldner 520.
Lampert dictus — scriptor 812.
Petrus de — tratnlator 846.
Smicker von — 419.
Nibelung Hetzel — Edelknecht 50.
s. a. Moersberg Clara von — Schwesier dess.
s. Niclas zu Port 104.
Niclaus ane sele — Bürger von Saarburg 751.
Niclaus der stettescriber von Ehenheiui 281.
Nicopolis 667. 863.
Nidenstein Herraan — Str. Söldner 521.
Niedeck Burg i. Vogesen b. Haslach Kr. Mols-
heim 2. 419.
Dina frouwe von — 839.
s. a. Endingen Thomas von —
s. a. Richter Claus — gen. Dütschman.
Nierberg? viell. = Nürnberg 567.
Nigebür Bernhart — Bürger v. Frankfurt 281.
Nymwegen Nymeghen 557.
Nysz
Jehan de — lothr. Ritter 641.
Peter von — Bogenschütze 522.
Noppe Nope
ung. — 377.
Claus — const. i. Spettergasse 378.
Cftneman — const. i. Oberstr. 380.
Wilhelm — Hausgen. 341. Sohn des Claus — 378.
Noray Jehan de — lothr. Ritter 641.
Nordecke Henne von — 207.
Nordhausen Northus Nordhusen n. Erstein 415.
651. s. Bock.
Northuser Cüntzemann — v. Lore (Lahr) brot-
beckerkneht 818.
Rulmans — Ritter 161.
Nordheim Northeim ö. Wasselnheim.
Hans von — Str. Söldner 519.
Ludeman von — Str. Söldner 519.
Nördlingen Nordelingen i. Baiern Reg. Schwaben
17. 21. 64. 117. 125.
Juden zu - 125. 129.
Andreas de — sartor 810. 841.
Nosse
Claus - 393
Wilhelm - Sohn v. Claus 393.
Nügurtc s. Neugartheim.
Nühterlin Hartman — der treger 813.
Nürnberg Nurem— Nuren— Nuren — Nurim —
Nftrn— Nürnberg 3. 4. 5. 6. 7. 30. 51. 52. 59.
68. 79. 80. 84. 93. 97. 109. 121. 122. 124.
127. 128. 138. 139. 140. 141. 142.
152. 180. 198. 204. 219. 220. 221.
250. 251. 253. 255. 273. 286. 316.
369. 373. 374. 376. 403. 463. 491.
538. 553. 554. 559. 560. 561. 563.
567. 590. 596. 597. 598. 617. 618.
693. 730. 742. 774. 778. 781. 786.
798. 808.
146.
151.
244.
245.
317.
357.
492.
523.
564.
566.
683.
692.
788.
796.
Nürnberg — Ortenberg
901
Burgfeste von — 246.
Burggrafen von — (s. a. Holi-Zollern) 77. 98.
109. 243. 244. 245 491. f>(i4. GM.
Friedrich 124. 171. 223. 227. 228. 800. 808.
856. 862.
Johann 16.
Eberhart Meister — Cleriker 382.
s. Ebner Albr. u. Hcrman — .
Eylsa nxor Heinrici — 830.
Heinrich de — 830.
s. Pfinzing Bcrthold — .
Nussbach Nusbach w. Oberkirch od. ö. Triberg
134.
0.
Oberbronn Kr. Hagenati — Burne Dorf i. Besitz
d. Ochsenstein 431.
Oberkirch Oberkilch b. Oberehenhoim
die Herren von — 60. 697. 738.
Burkart 598.
Hans Johans Ritter Bruder des vor. Str. Kriegs-
hauptmann 135. 166. 173. 257.435. 598.695.
Obcrkircb Obcrkircho Oberkilch i. Baden 299.
Anmerk. 354. 355. 506. Anmcrk. 516. 861.
Obernhausen welches? i. Hessen od. i. Würtb.
Cftntze Unmfts von — Str. Söldner 521.
Obreht Cftntz — der trösche 826.
Obrehtzthal s. Albrcchtsthal.
Oberlin Kilian — von Wirtzcburg der wagner-
kneht 740.
Obesser Lawelin — fusor cancrorum 826. 828 846.
Ochsenbach Ohzenbach b. Heilbronn
Adalbert von — 837.
Ochsenstein Ohsen — Ohs — Ohszen — Ossenstein
Burgruine n. Zabern b. Manersmünster. Burg
426. 430. 432. 605.
Heilen von — 127. 153. 363.
der Junker von — 742.
Anna Frau von - 249. 736.
Friedrich von — const. z. Münster 385. 390.
391. 508. 512.
Johann von — keller d. raerren stift zc Strasz.
Vetter des Decan gleichen Namens 1.
Johann von — dechan d. merren stift 1. 44. Dom-
probst 8. 59. 88. 125. 126. 163. 164. (f bei
Sempach 169.) 814. 825.
Johans jungher von — 418.
Mene jungfrouwe von — Str. Bürgerin 40.
Ottoman von — 47. 69. 70. 426. 430. 433. 503.
504. 600. 654. 676. 734. 735.
Otto von — wohl - Otteman? 467.
Rudolf von — Bruder von Mene u. Otteman
40. 111. 432.
Odar
Johans — Str. Söldner 621.
Wilhelm — Bruder des vor. 521.
Odericke Adain d' - lothr. Ritter 633.
Oertelinus Johannes — thesaurarius s. Potri 375.
Oely Peter — knecht des Reinh. Windeck 734.
Oensbach
•
Onspach b Achern i Bad. 416.
Oesterreich Österlich 221. 615.
Herrschaft 435. 612. 728. 784.
Herzöge von — 37. 93. 109 117. 125. 155. 177.
258. 550. 598. 600. 606. 617. 629. 638. 789.
Albrecht Obcreht 111 456. 458. 491. 516.
514. 567. 572. 573. 574. 586. 587.
Ernst 73.1.
Friedrich 744.
Leopold III 16. 17. 21. 25. 47. 111. 114. 121.
159. 164. 165. 16& 167. 168. 171. 174. 175
202. 456. 458. 459. 465. 466. 468. 470.
472. 479. 480. 498. 499. 501. 502. 503. 504.
514. 516. 517. 523. 524. 525. 526. 527. 528.
536. 537. 538. 542. 513. 541. 546. 580. 588.
587. 607. 625. 628. 632. 633. 635. MO, Sit.
643. 614. 645. 646. 650. SM.
Leopold IV. 655. 65(1. 6M. 663. 675. 676. 677.
678. 684. 686. 690. 707. 718. 730. 733. 715.
763. 781. 782. 783. 785. 806. 863. 864
Wilhelm 572. 586. 587. 733.
Oettingen Otingen Otingen i. bair. Schwaben.
Qrafen von — die von — Herren von — 95. 96.
234. 243 244. 491. 549.
Friedrich 21 Hauptm. d. Landfriedens i.
Schwab. 504. 514. königl. Kammermeister
n. Rat 546. Landvogt z. Elsass 559. 561.
563. 565. 709. 712. 856.
Ludwig 21. 765. 766. 856.
Ofen Buda i. Ungarn 743.
Off.nburg a. d. Kinzig i. Baden 178. 208. 333.
834. 475. 500. 506. 550 Anmcrk. 5f>7. MS.
Anmerk. 600. 605. 746.
der Schulthciss von — 221. s. Tigcnsheim.
s. Griner Jeckel — .
8. Lahr (Lohrhenselin von (Ulli i
Offendorf n. Strass. a. Rhein,
der Schultheiss von — 424.
Offenheiin n.w. Strass.
Rnlman von — knfermeister 214.
Offweiler Hofewilre sü. Niederbronn Kr Hagen.iu
427.
Oggersheim Agershcim i. Bad. n. Mannheim 312.
Ogsburg Ogsbnrg s. Augsburg.
Oheimlawelin
Katharina dieta des — 827.
Ohzenbach s. Ochsenbach.
Oley Ellenwibelin — 814.
Oleyman Walther — 832.
Oler
Claus — v. d. kremern 389. 507.
Nicolaus — de Zabern 840.
Nicolaus — Sohn des vor. 840.
Olmütz Olomuncz 401.
Franciscus canonicus Olmuccnsis 397. 400. 401.
s. Omer Guillaume de — franz. Ritter 633.
Ongersheim s. Dngersheim.
Onolzbach s. Ansbach.
•
Onspach s. Oensbach.
Oppenheim Oppinheim Openheim i. Hessen 25.
42. 43. 51. 52. 54. 118. 168. 284. 806. Zoll-
stätte zu — 312. 446.
Schultheiss von — 47. 173. 174.257? 327. 328.
329. 366. Anmerk. 806.
Knebel Thom. — 806.
Heisse von — 257.
Orba dominicus de — s. Mömpclgard.
Orleans Aureliens Herzog von — 763.
Orschweiler Orswilr sü.w. Schlettstadt ML
Ortclinus s. Oertelinus.
Ortenberg Ortemberg Burg b. Offenburg i. Buden
300. 375. 634. 861.
bischöfi. Amt 593.
902
Örtenberg — Pflug
Vogt zu — 544. 595.
s. Bossenstein Joh. von — .
s. Hummel.
Osamia (in hospitio nostro de belle Osamie, Urk.
Carls VI. v. Frankr.) 855.
Ostertag
Cüntzelin — 637.
— der pfaffe 505.
— von Winstein 349.
Osterungen Friedrich von — Str. Söldner 519.
Osthausen — husen sü.w. Erstein 651.
s. Zorn-Bulach.
Ostheim Kr. Bappoltsweiler 632.
Osthofen n.ö. Molsheim 419.
Ostia Bischof von — Cardinal s. Alencon Phil.
de -.
Otyk Otyken der Herr von — 774. 775. 785.
Ottefriedrich Heintze — Bitter 824.
Otteier Otteier der kaffer 817. 824. 825.
Ottenheim sü.w. Offenburg Reichslehen des Heinr.
v. Geroldseck 429.
Otterbach i. Pfalz
Cuno von — 291. 572. 596.
Heinrich von — 571. 774.
Otterburg i. Lothr. 127.
Ottersvveiler sü ö. Zabern 570.
Ottewilre Heinrich von — Str. Söldner 519.
Otto Otte
der pfaffe Caplan d. Brun. v. Rapp. 455.
der pfälz. Schreiber 565.
Pabst der - 459. 472. 479. 789.
Bonifacius IX 309. 310. 375. 465. 468. 470. 488.
489.490. 504. 505. 506. 514. 515. 534. 541. 860.
ürban VI 62. 63. 189. 462. der Widerpapst von
Genf Cardinal von Frankreich 462. 479. 480.
Pairis Peris früh. Cistercienser-Kloster b. Kaysers-
berg i. Eis. 413. 434.
Pairstorff s. Baiersdorf.
Paissavant ? i. Gegend v. Mömpelgard 589.
Panfelin Panffelin const. z. Münster 385. 390.
Panter (Ritter-)Gesellschaft zum — 10.
Pappenheim i. Baiern Mittelfranken 31. 33. 35.
Paris 479. 480. 794. 855. 863.
Parme Barme Wilhelm von — scholasticus a. S.
Peter 375. Gesp. d. kremer 469. 507. 513.
665.
Parroy Andres von — lothr. Ritter 627.
Parvapetra Heinricus comes de —
s. Lützelstein.
Passau Passow der Bischof von — 480.
Paulus Claus — der küfer 214.
s. Paul Walram Graf von — u. Luxemburg u.
Herr zu Sempo 101. 120. 132 s.a. L. u. S.
Peiger s. Beier von Boppard.
Peiger Peyger Peyer Peigerlin
Hans ? = Hanseman — 662.
Hanseman — civ. et scab. 71. 73. 269. 393.
Anmerk. 394. Gesp. d. schiflüte 513. 662.
houptman 688. scab. 758.
Heintze — der sch&chzter 835.
Lftwelin — cuparius 815.
Peygern s. Baiern.
Pelius s. Pileus.
Pernaw Pernau Pein Bern a. Beraun i. Böhm.
Perrin lothr. Ritter 633 Anmerk.
Perugia Perusia 468. 469.
Peter mit der Reiffbiegen der gantener 215.
s. Peter der winrfiffer 838.
Peterlin Hans — const. z. Mülnstein 385.
Peterman de Spire famulus 810. 841.
Petgkar Johans — Str. Söldner 521.
Pety maistre Hanry li — lothr. Ritter 633 Anmerk.
Petit Str. Söldner 522.
Pfaffe piscator 813.
Pfaffenheim b. Rufach i. Ob. -Eis. 726.
Pfaffenhofen n.ö Buchsweiler 430. 432.
Johannes — faber 816. 842.
Pfaffenlap Pfafflap —läpp -lab
Cüntzelin — Hausgen. 341. const. i. Ober-
strasse 380. 393. const. z. S. Niclaus 382. 390.
Henselin — Hausgen. Bruder v. Cüntzel 341.
amptman des bisch. Gerichtes 438.
Hesse — der burggrofe const z. S. Niclaus 382.
390. 439. 563.
Hesse — Bruder v. Cleinhenselin 268. 287. hans-
gen 341. — 474. 475.
Hügelin Hügel — 475. 785. Anmerk.
Johans — der eitere stettmeister 191.
Johans — Bruder v. Cüntzelin const. i. Oberstr.
380. 393.
Kleinhenselin Cleinhensz — Geschworn. d.
Münze 94. 285. 287. 340. 341. const. z. S.
Niclaus 382. 390. 474. h&ter 494. 509. 698. des
Pfaffenlabes dohterman s. Pfettisheim.
Pfalz Pfalzgrafen s. Baiern.
Pfalz das Gebäude i. Str. s. Str. Oertlichkeiten.
Pfannenstil Fritscheman — lothr. Ritter 641.
Pfeddersheim Pedersheim i. Hessen Kr. Worms
17 20. 21. 29. 30. 35. 36. 46. 52. 54. 56. 64.
67. 82. 86. 106. 172. 261. 284.
s. Schnider Fritzlin — Gesandter von —
Piennigturm der — s. Str. Oertlichkeiten.
Pfettisheim Pfettens— Phetes— Pfeticzheim n.ö.
Str.
— const. z. S. Niclaus 382. 388. const. z. Münster
385. 390. Gesp. d. kremer 513.
— des Pfaffenlabes dohterman const. z. S. Ni-
claus 512.
— der lange const. i. Kalbesg. 511.
Claus — const. z. Mülnstein 381. const. i. Kal-
besg. 392.
Cüntzelin — Gesp. d. würte 389. i. Achtbuch 815.
Veldel von — 742.
Hans — bischön. Vogt zu Kochersberg 734.
Hans von — der junge 711.
Johans procur. d. geist. Gerichts z. Str. 404.
Johans — der junge 823 i. Achtbuch.
Pfetzheim Str. Bürger 752.
Pfetzman b. Böckelin Heinr. — gen. —
Pfinzing Berthold — Bürger von Nürnberg 403.
Pfirt Phyrt i. Ob. Eis. 456.
Pfister Heintze — Bäcker 181. 184.
Pflug Pflüg
ung. - 317. 364.
Hinczik — Hauptmann zu Luxemburg königl.
Gesandter 73. 204.
Pflug — Rappoltstein
!«!.•{
- arme man des Ottern, v Üchscnstein
431.
Pforzheim I'fottzlieim Phortzhcim 89. 109. 173.
253. 2f>7. 323. 495. 570 Anmcrk. 571. 573.
585. 691. 687: 696. 730. 747. 762. 766.
der Vogt zu — s. Cuntzman v. Staffurt s. Rcm-
chingen Reinhart — .
Jeckelin — 6R4 der eilter 784.
Jose von — Schreiber v. Dietr. v. d. Witcnmiile
723.
Walther de — famtilus rasoris 815. 842.
Pfotman Ebcilinus dictus — 841.
Pfowe Hans — in Kalbesgasse der Schuhmacher
563.
Pfrnmbaum Hans — Gesandter v. Spcier 281.
Philipp deutscher König 801.
Philipp von Alencon Cardinal Bischof von Ostia
309 s. a. Alencon.
Philipps Philips
Maus Johannes — altammeister 129. ammeister
161 Anmerk. 816. 842.
Johannes — s. Hans.
Lüdelin — 820.
Philippus — filius quond. Johannis 816. 842.
Pierpont
Jaqwin von — Str. Söldner 521.
G . . .? von — Str. Söldner 521.
Picardie Bicardy Hüttin von — ein bogener Str.
Söldner 522.
Pileus Pelius (de Prata) presb. cardinalis setc.
Praxedis Cardinal von Ravenna 8. 15. 16.
Pilgerin Lauwclin — der rotherre 667.
Pilsen Bussen i. Böhm. 550. 687.
s. Pilt w. Schlettstadt 753.
Plarer Plarrer s. Blaurer.
Ploben Reuss von — Ritter 559.
Plobshcim Blappoltzheim b. Erstein
Johans von — 295.
Plobshcimer Blopheimer Blopzein s. a. Klopshcim
Clobsheim Gesandter v. Schlettstadt 222. 224.
281.
Pokk s. Bock.
Pont (ä-Monsson) i. Frankr. D6p. Menrthe et
Moselle.
Markgraf von — 537.
Pontemonsz (? = Pont-ä-Mousson)
Johan von — Str. Söldner 522.
Fontisara 855.
Porrentruy Puntrut Bnrncntrut i. Schweiz sü.ö.
Bei fort 611.
Prag Proge Präge Prowo Brago 16. 37. 39. 40.
73. 159. 162. .209. 242. 274. 299. 316. 343. 351.
415. 449. 450. 455. 499. 501. 502. 503. 516.
517. 537. 539. 545. 546. 547. 548. 549. 550.
553. 554. 555. 556. 558. 559. 560. 661, 666
606. 568. 570. 571. 572. 573. 574. 575. 587.
590. 597. 598. 609. 616. 618. 620. 622. 630.
631. 659. 685. 755. 759. 761. 764. 767. 774.
775. 785. 788. 790. 795. 799.
Schan von — Str. Söldner 618.
Prce Danpicre de — lothr. Ritter 633 Anmcrk.
Preis Jaiquar doz — lothr. Ritter 633 Anmerk.
Pressburg Graf zu — s. Stibor.
Preussen Piftssen 556.
Johans von — ein priester comtur d. deutsch.
Ord. i. Str. 277. 725.
s. Malkow Joh. von — .
VI.
Princy Thicbalz de — lothr. Ritter 633 Anmerk.
Procuratoron s. Str. Bistnra.
Prtiggc Prnckt s. Brugg.
Prftmat s. Brnmath.
Przcmyslav Herzog s. Tcschcn.
Pnliant Johans — von Eptingen Bürgermeister
v. Basel 165. 611. s. Basel. ,s. Eptingen.
Puller (von Hohenbnrg)
Wirich — selig 184. 190. 191
Phyge Phye — Witwe des Wirich 181. 190.
191.
liintcl Gerhard - 273.
: Puntrut Burnentrut s. Porrentruy.
Püttelingen
Sibel von — Str. Söldner 519.
Spcngeler von — Str. Söldner 518.
Q-
s. Quirin Kürin i. Lothr. sü. Saarbnrg
Henszelin de — Ritter 633.
Qwinckcner
GöfTelin — R53.
Hcnsclin — von Saarbarg Str. Söldner 519.
R.
Rabalpicrre Rappoltstein.
Rafe Dietrich von — Str. Söldner 519.
Rafensbarg s. Ravensburg.
Halle Conradus dietns — notarius curie Argent.
546.
Ramberg n.w. Landau.
Eberhart von — kais. Schnllheiss zu Hagenau
7«.
Hugo von — 743.
Rambeuilleir Petit Jenan bastair de — lothr. Ritter
638.
Rammingen Conrad — Str. Söldner 519.
Ramstein
Hanneman — Bürgermeister v. Basel 142.
Herman (?) von — Ritter Bürgermeister v. Basel
125.
Imer Ymer von — Bischof v. Basel 97. 126.
Ramstein s. Mülnheim Hans von — .
Ramswilre Wernher von — Str. Söldner 520.
Randegg i. Baden w. Radolfzell.
Herr von — 642.
Heinrich von — Vogt zu Schaffhausen 643.
Raon Rafon Rafen Ravon i. Frkr. Dep. des Vosges
649. 658.
Poirey de — 633.
Rapella Joh. de — 855.
Rappoltstein Altencastel Höh— Rapol— Rapolcz—
Rapoltz — Roppoltstein Rabalpierrc Uebs-
petra Ruine n.w. Rappoltsweiler 566.
die Herrschaft - 664. 784.
die Herren von — 782.
s. a. Saarwerden u. Hohenack.
Bruno von — 111. 154. 162. 177. 187. 189.
190. 197. 204. 218. 242. 288. 301. 304. 816.
317. 328 350. 356 358. 360. 363. 364. SC5.
114
904
Rappoltstein — Rhein
367. 368. 370. 375. 402. 436. 438. 445. 455.
471. 531. 532. 534. 536. 537. 538. 541. 543.
544. 545. 547. 548. 550. 582. 583. 584. 585.
586. 587. 602. 608. 609. 611. 616. 618. 619.
623. 624. 625. 626. 627. 628. 632. 633. 635.
636. 638. 641. 642. 644. 645. 646. 647. 650.
652. 653. 654. 655. 656. 658. 659. 661. 663.
664. 666. 678. 684. 686. 690. 707. (Rebapetra
855 Anmerk.) 863. 864.
Herzlaude von — Gemahlin Heinrichs v. Saar-
werden 656. Anmerk.
Hugo von — Domprobst v. Strassb. 8. 59.
Swassman von — 784.
Ulrich von — (Altencastel) 304. 664. 784. 863.
Rappoltsteiner-Hof i. Strassb. 304. s. Str.
Rappoltswciler Roppoltz — Roppel— Ranpoltzwilrc
365. 398. 437. 438. 442. 532. 583. 624. 632.
635. 636. 637. 639. 645. 657. 666. 781. 782.
783
obere Stadt 274.
untere Stadt 219. 248. 273. 317. 656. 784.
Johann von — notarius 823.
Ratespotte Johans — ein priester 829.
Rathsamhansen vom Steine Ratzen— Rotzenhnsen
ö. Schlettstadt
Jeratheus von — 551. 576. 381. Hauptm. d.
Gesell, m. d. Martinsvögeln 676. 713. 781.
782. 784.
Liitelman von — 551.
Ranch s. Erbach Cunrat Schencke von — gen. —
Ravenna Rafenn Cardinal Pileus von — 8. 15.
16.
Ravensburg Rafensburg i. Würt. 17. 21. 64. 142.
163. 164. 227. 228.
Henselin — der schfthemacher 563.
Huntbisz Heinrich — von — 524.
Ravon s. Raon.
Rebapetra s. Rappoltstein.
Rebestock Reb— stog
Claus (Gross-Claus) — const. z. S. Thomas 379.
388. zu Rosheim 826. Nicolaus — 844. 845.
Cftntze Cftntzeman — 260. const. a. Holwig 386.
392. 509. 665. 815.
Dietrich — const. i. Spetterg. 378. 393.
Gosse — const. z. Mülstein 381. const. i. Kalbesg.
392. 508. 511. Gösselin — const. z. S. Thomas
512.
Hans — const. z. Münster 384. 390.
Hetzel — zum Bilde const i. Oberstr. 380.
Lawelin — const. am Holwige 386.
Peterman — const. z. Münster 384. 388. 512.
Reinbolt — Hausgen. 341. const. z. Münster
385. 831 .
Rülin — Bruder des Dietrich Hansgen. 341.
const. i. Spettergasse 378. 393. 474.
Rechberg s. Mülnheim.
Reckeringen Henselin von — 641.
Rees bei Düsseldorf 775.
Reddilnheim Claus von — 42.
Regelsburg s. Regensburg.
Regensburg Regelsburg 30. 68. 149. 164. 219.241.
369. 590.
die Kaufleute von — 152.
Bischof von — 124.
Martin von — Str. Söldner 521.
Regisheim n. Ensisheim
Heinrich von — gen. Stusse 49.
Herman von — gen. Stüese 49.
Rehtembach (auch Retenbach) Heinrich — Ge-
sandter v. Weissenburg 184. 217. 222.
Rey
Hyart von — der bogener Str. Söldner 522.
Richard le — Str. Söldner 521.
Rehter Hans — 610.
Reich s. Riebe.
Reichenan Abt von — 470.
Reichenstein Richenstein Anne frowe von — Herrn
Claus Zorn von Bulach Wittwe 665.
Reichenweier Richenwilre B.W. Mülhauscn 250.
299. 656.
Reichenweier Richenwilre abgegangenes Dorf b.
Grafenhausen (Ettenheim) i. Bad 522.
Reichshofen Richshofen sü.w. Hagenau 153. 432.
736.
Reichstett Rinstette n. Str. 414. 628.
Johann von — 469.
Reiffbiegen Peter mit der — der gantener 215.
Reimmolt Berchtolt — Speir. Städtebote 281.
(wohl ident. dem folgenden )
Reinbode Bechtolff — Speir. Städtebote 216.
Reinbolt Hans — s. Windeck
Reinfrit Erhart — murarius 809.
Reinhart der Büchsenmstr. d. Kgs. v. Ungarn 742.
Reinichen s. Renchen.
Reynicheim s. Renchen.
Reysech —seich
Otto von — 755.
Otto der junge von — 761.
Reisz Reiszer Conrad Cftntzel — Stcttmeister v.
Hagenau 707. 735.
Remchingen Reimchinchen ehemal. Burg i. Baden
b. Karlsruhe.
Reinhart von — bad. Vogt zu Pforzheim 623.
765. 776.
Reme Hans — obescr n. keser 667.
Renchen Reinichen Reini— Reynicheim i. Baden
570.622. 623. 861.
Bernhard von — mrkgr. bad. oberster Amtmann
605.
Claus von — v. d. kremern 507.
Lawelin von — der brotbecker 513. 830.
Rense 791.
Retenbach s. Rehtembach.
Retscher 532 Anmerk.
Rettenweiler — wilre (? oder Nettenwilrc) wo? 528.
Retwin 823.
Reutlingen Rüt- Rütelingen i. Würt. 17. 21 61.
235.
s. Swop Hans — .
Rhein Ryn Rin Rein 6. 10. 26. 218. 255. 557. 611.
679. 809.
Brücke (neue) über d. — b. Str. 324 359. 366.
410. 429. 440. 463. 464. 496. 660. 779. 780.
783. 793. 794.
Fähre über — (die var am — ) 353. 354. 410.
422. 660.
Fischerei i. — b. Breisach 326. 331. 618. b. Rhei-
nau 326.
Gesellschaften um den — 23.
Gruntrure auf dem — 307. 430.
Schiffahrt auf d. 591. 767. kgl. Privileg 801. 802.
Städte am — (Rheinische Städte rheinischer
Städtebund) 9. 10. 17. 21. 28. 30. 34. 37. 44.
52. 53. 59. 61. 64. 68. 69. 83. 85. 99. 101
103. 105. 106. 109. 110. 111. 114. 124. 126
Rhein — Roppoltzwilre
906
127. 128. 132. IM. 137. 138. 139. HO. 141.
146. 147. 148. 150. 152. 154. 155. 156. 157.
158. 159. 164. 165. 169. 170. 171. 176. 188.
I'.H. IM. 198. 198. 200. 201. 20"). 207. 215.
217. 221. 222. 224. 225. 226. 227. 229. 230.
231. 2:«i. 238. 212. 243. 245. 247. 248. 251.
252. 253. 254. 255. 256. 267. 269. 274. 275.
277. 278. 281. 285. 286. 299. 855. 856.
Hauptmann der rheinischen Städte vor Entz-
berg s. üborkirchc Juhans von — .
Zoll auf dem — b. Selz 9. 446. b Speier 61.
86. 99. I) Mannheim 106. 446. s. a. die Auf-
zählung von Zollstätten 312 Amnerk. 446.
I). Altheim 428. b. Nouenburg 446. 417. b
Schrecke (?) 446. 780. 790. b. Worms 678.
679. der groszc zoll 767. 775. Zollfreiheit auf
Str. Rheinbrücke 779. 780. b. Stassburg 799.
Zolltarif 446.
Rheinach Kynach Rudolf von — Siegelbewahrer
zu Str. 565.
Rheinan Rynowc Rynouwe n.ö. Schlcttstadt 412.
698. 740.
Fischerei bei — 326.
Andreas — 810.
Claus — Str. Bürger u. Schöffe 71.
Heinrich von — Procurator des geistl. Gerichtes
i. Str. 404.
Walter — Oeschw. d. Münze 698.
s. Wagencr Bürckelin — .
Rheinau Kloster zu — 522. 755
Capitel u. Decan 755.
Probst 755.
s. Mülnheim Walter von — .
Rheineck Rinccke
ung. — Knocht v. Dietr. Kemmcrer 350. 673.
Grafen von — 153.
Götze 158.
Ludwig 158.
Rheinfelden Rynvclden 171. 472. 644.
llicho Reiche
Heinrich — Ritter Bürgermeister v. Basel 190.
358. 374. 410 sine husfrowe 410.
Johann — 72.
Richenberg Rechberg der von — . s. Mülnheim.
Bichenshofen s. Reichshofen.
Richenstein s. Reichenstein.
Richenwilre s. Reichenweier.
Richter Rihter gen. Dütsch— Tatsch — Ti'itzman
Diechcmon le salier. der DiUscheman s.
Tütschman.
Richter Hans — von Horwc Str. Söldner 521.
Richwin pcllifex 816.
Ried das — bei Gamsheim 274. 297.
Riet Rielh
Berthold zum - const. a. Holwig 38'?. 388.
Peterman zum — 301. const. z. 8. Niclaus 382.
890,
Wilhelm zum — mag. 297. 298. 301. 302. const.
a. Holwig 386. 388 mag. 813. 830. 842. 858.
8. Tum Hans — von — .
Rieptür Riepüre s. Rüppur.
Riffe
Cüntzclin — gesp. d. cremer 507.
Hans — 323. 758.
Peterman — gesp. d. cremer 513.
Walter — 323.
Riffin
Jeckelin — der kneht 508.
Peter — 476.
Rimlingcn Rainungen i. Lothr. Kr. Saaigeiiiiind
747. 863.
Rimelnhi'iiu Rimlenheim Rümelnheim abgeg. Ort
a. Brcusch b. Eruolsheim
Cftne von — const. z. S. Peter 383. 391.
Gfltze von — const v. S. Thomas 379.
Wilhelm — Sohn v. Götze const. v. S. Thomas
379.
Rymmelsberg Reymelsberg ? = Remiremont i.
Frkr. D6p. d. Vosges
Kloster zu — 637.
Aebtissin 696.
Rynach s. Rheinach.
Rinckc Brächelinshenselin von der uuwen male
der schifkneht dictus — oder Haus — 822. 813.
Rinckclin Rinckel Str. städt. Diener 553. 551. 59?.
Ringenberg Rinckcuberg Schloss i. Schweiz ? 147.
Ringenberg
Clans — Slädtebote v. Spcier 281.
Ringsheim Ryngcsheiin sü.w. Ettenhciin i. Baden
522.
Rinstotte s. Rcichstctt.
Rintschnh Hans — rarkgr. bad. Hintersast.
151.
Rinurken Güssen von — Str. Söldner 521.
Rippelin Ripeliu
llagelin Hug — 268. Geschw. d. Münze 341.
const. z. Münster 385. 390. 173. 475. Geschw.
d. Münze 698 999. 702.
Nese — 817.
Rypo 2. 3.
Ritter
Hans der — Ritterhans Städtebote v. Hagenau
217. 222. 224. 242. 281.
Heinz gen. — Knecht d. Probstcs Dietr. v.
Huse 46.
II er man — const. z. Malstein 381. const. i.
Kalbcsg. 392. 813. procurator curie Arg. 812
Johannes — filius Hermanni 813. 812.
Rittergesellschaften 1 90.
s. Hörner s. Löwen s. Martinsvögel s. Pantcr
s. Schleglcr s. Schwarzwald s. Wilhelm.
Rixingen Rückesingeu sü.w. Saarburg i. Lothr.
Henselin Liebeheinze von — 641.
Heiuzckin von — 641.
Henselin Winter von — 611.
Peter von — 641.
Grafen zu — s. a. Leiningen.
Hans (von Leiningen) 641.
Rftbely Jacob — 417.
Rod Clcwesclin von — Str. Söldner 519.
Rodecken Henselin — 845.
Rodemberg s. Rotcnberg.
Röderer Rödercr Rodern
Albrecht — mrkgr. bad. Hofmeister 692. 787.
Heinrich — 780. 785 Anmerk.
Rohrbach RorbachKr.Saargemüudod. Kr.Chäteau-
Salins.
K.irman — Str. Söldner 519. 641.
Rflyto Andres — herr ein pfaffc 382.
Rom Roma 16. 23. 62. 63. 462. 472 489. 490. 501.
515. 540. 720. 721. 861.
s. Pabst.
Ronflin
Bechtold \ Gebrüder von Menszheim Str. Söld-
Heinrich I ner 521.
Roppoltzwilre s. Rappoltsweiler.
906
Rorer — Ruprecht
Rorer
Heintzman — 334.
Johans — der bader 786.
Rörich Cleselin — 815. pellifex de Spire S2I.
Hose Hosen
Joseph — Str. Jude 199. 211.
seine Brüder 211.
Röselin von Achenheim der gantener 215.
Kosen Jacob von — der bogener Str. Söldner 522
Kosenberg s. Mülnheim.
Heinrich von — 586. 587.
Johans von — 268. 379. 393.
Roseneek* Str. Oertlichkeit s. Str.
Heinrich von — 534.
Rosenweiler Roszwilre bei Molsheim 563. s. Bür-
kelin Lawelin — .
Roser Hensz — 818. 843.
Rosheim Roszheim sü.w. Str. 45. 189. 249. 482.
483. 486. 575. 712. 719. 723. 736. 752. 826.
858. 861.
Berthold Bechtold von — 268. 377. const. i.
Spetterg. 378. 393. 394. 510. const. z. S. Tho-
mas 511. 512. mag. 626. 629. 638. 639. 641.
647. 656. 658. 659. 670. 832.
Betschelin (? = Berth.) const. z. Münster 386.
Burkart von — const. z. Mülnstein 381. const.
i. Kalbesg. 392.
Claus von — der lonherre 532. 846.
Friedrich von — 268.
Heitze von — 268.
Johans von — 542.
Otto von — 268.
s. Prancke Hans — .
s. Rebestock Groszklaus von — .
s. Uetenheim Hans von — .
Rösselin
Claus — const. i. Oberstr. 379. 393. 394.
Johans — 816.
Rossen Clewelin — (? = obig. Rösselin Claus — ) 784.
Roszwilre s. Rosenweiler.
Rote Roten
Hanseman Johans — der schuhemacher 70. 509.
sutor 815.
Hartman — geächteter Bürger von Basel 5.
Heintzo die tu s — 812.
Röteln Röteln
Rudolf Markgraf von —
s. Baden, s. Hochberg.
Rotenberg Rodemberg ? = Rougemont i. Frankr.
sü.w. Masmünster 611.
Heinrich von — Str. Söldner 518. 735.
Rotenburg —borg Schloss i. Hessen ? i. Teilbesitz
des Trftschel von Wachinheim 38.
Rotenburg Rotenberg welches ?
Berwig — const. i. Spetterg. 268. 378. 393.
Blicker von — Edelknecht 570. 571. 600. 608.
Helwig — const. i. Spetterg. 512.
Pfleger zum Rotenberge 138.
s. Wolfesberg Ulrich von — .
Rothenburg a. d. Tauber Röten— Roten— Ro-
denburg 17. 21. 26. 64. 84. 86. 107. 109. 139.
245. 2oö. 273. 587.
Rotschilt Wilhelm — 268. 508.
Rotswantz Gerge — der vaszieher 814. 817. junior
842.
Rottweil Rotwil Rotwyl Rotwilre a. Neckar 17.
21. 64. 127. 129. 130. 147. 159. 164. 178. 214.
222. 223. 224. 235. 236. 246. 247. 249. 252.
291. 369. 612. 649. 707. 737. 791. 793. 794.
804. 805. 862.
Bürgermeister s. Haggen Conrad — .
Schulmeister von — der zii sant Peter (i. Str.)
Schulmeister waz 811.
Hofgericht zu — 751.
Schreiber am — s. Billung Hans — .
Hof lichter.
s. Wartemberg Egloff von — .
Landgericht zu — 3. 4.
Cftntzelin — v. d. kremern 389. 507.
Henselin — der sch&chsüter 818.
8. Bock Hans — .
8. Burekart Bürkelin von — 184. 302.
8. Friburger Johans — .
8. Gieryg Claus — .
8. Unsinnig Gerge — .
s. Wetzel Erhart — .
Rotzenhusen s. Rathsam hausen.
Rubel Dine — von Hagenau frowe von Dliu Wurf-
feier 838.
Rubiacum s. Rufach.
Rückesingen s. Rixingeu.
Rückorbe Rückorp
ung. der junge 507.
Johans — 666.
Rüdiger herr — 664.
Rudinhüsz C&ne von — 208.
Rudolf genannt Jude 564.
Rudolf Hans Johans — const. i. Spettergasse 508.
511. 517. 828.
Rufach R&ffach Rubiacum n.w. Mülhansen 58. 103.
106. 110. 170. 194. 203. 300. 365. 502 530.
605. 786.
des alten schaffeners von — sun 513.
der Vogt von —
Cftntze 269. 419.
s. Münich Götzeman — .
die obere Mündat von — 501. 502. 517. 528. 726.
Kloster S. Veitin zu — 365.
Jacob Prior von — 355.
Ruffer fleitzeman — 390.
Ruldingen Johann von — Herr zu Benserdorf (liens-
dorf) 88.
Rülin Rftlinus
der kftffer 829.
selig der snider 843.
Rfllman Rüleman
Abt des Klosters Allerheiligen. Str. Bürger
Bote 181.
von Kobelentz der meister 17.
von Offenheim der kftfer 214.
Henselin — 827.
Rümelnheim s. Rimlenheim.
Rftmlang Hartman von — 728
Rümlingen s. Rimlingen.
Runkel Prov. Hessen Oberlahnkreis
s. Holtzappel Friedrich u. Ruleman — .
der Turm des — 265. 271.
Rünseler Dinlin — 832
R&nzel Str. Bürger 677.
Rüppurr Riep&re Rietbür i. Bad. bei Karlsruhe 253.
Hans von — 780. 785.
Reinhard von — 751.
Rnprecht König v. Deutschland 789. 791. 792. 793.
794. 796. 797. 798. 799. 800. 801. 803. 801.
805. 806. 807. 808.
Kanzler des Königs s. Sobeinheim Mathias — .
Ruprechtsau — Schalhase
907
luprechtsau Rftpiehtesowe n. Str.
Patire bei — UÖ& 364. 4M2.
Il.iil.isch der zimberman 761.
Rutsche dohterman des alten vogtes von üemar
Bevollmächtigter des Bmno v. Rappoli Gut.
Russe
Dicther — Str. Söldner 519.
Juhannes — junior i. dem Dumelloch 831.
Russer Rüsscr Ruszer
Cliiitzel — const. z. Münster 385.
Bans — (Riissorhans) 843.
lloitzeman — const. z. Münster .'585. 825.
Küste Cftnrat zum — BS4.
Et&stelin — const z. S. Niclaus 383. 388. 612.
s.
Saarbrücken Sarbrückc 057. 070.
Herr von — 127.
Grafen von —
Emicho Eine 530. 030. 055. 057.
Saarburg Sarburg 1. 2. 48. 231. 232. 233. 332.
333. 351. 424. 580. 000. 013. 015. 050. 050.
677. 080. 087. 690. 708. 718. 722. 723. 728.
729. 730. 781. 732. 733. 734. 735. 738. 7dl.
753. 754. 703. 853. 863.
Erhard von — 419.
s. Koli Henselin — .
s. Mftrvogel Johannes — Bürger von —
8. Nicolaus ane Selo Bürger von —
Nicolaus de — faraulus b41.
Peterman von — 041.
s. Schultheis/. Reinbolt — .
s. tjwickener Henselin — von —
Wolf von — Bürger von — 055. 754.
Saarburg Saleburcum i. Rheinprenssen 311.
Saareck —ecke n. Saarburg 333. 729.
Saarunion s. Bockenheim.
Saarwerden Sarwerde sü. Saarunion
Grafen von — 111. 121. 256. 515. 631. 640.
641. 520. 653. s. a. Rappoltstein.
Heinrich 127. 102. 501. 531. 532. 530. 021.
026. 628. 634. 635. 644. 046. 617. 650 655.
656. 000. 674. 676.
Herzeloide 090.
s. Scrsey Vogt des Grafen von — .
Sachsen Sahsen
Herzöge von — 5.
Wenzel 124.
Kurfürsten von —
Rudolf 783. 787.
Meister .lohans von — 382.
Siiokingen Seckingen i Baden sü.ö. Freiburg
Walther von — 473.
Sahscnheiin Sahssenheim ? Saasenhcini i. Eis.
oder =; Sachsenheim i. Würtb. b. Vaihingen.
liornolt von — Str. Söldner 518.
Pritsche von — Str. Söldner 620.
Hans von — Sohn des Bernolt Str. Söldner
518.
Herman von — gen. der Swartzc Str. Söldner
518.
Wilhelm von — Ritter Str. Söldner 520.
Salamon s. Salomon.
Saleburcum s- Saarburg i. Rheinpreussen.
Salembach Hans von — Str. Söldner 619.
Salisbach wohl = Sahsbach s. Sassbach.'
Salm
ihr von — 031. 637. 650.
Grafen von — 652. 720
der junge Str. Söldner 518. 655.
Johann 88. 102. 518. 037.
Salinen
Claus zum - 184.
Erhart zürn — SSO.
Salomo Salamon
Sohn des Märtyrers Juda i. München 33.
Jude zu Strassbnrg des Malhis Bruder 199.
211. Witwe desselben 199. 211.
Salzburg Saltzburg
Erzbischof von — 55. 819 22i 1. 250.
Saltzmitter
Dietcrraan — 062.
Hans — 842.
Samsen der schriber 823.
Samuel
Sohn des Josef ha Cohcin Jude v. München 31.
Sohn von Josof dem alten Jude von München
33.
Sancgansz s. Sargans.
Santlauwelin pellifex 832. 846.
Santpeter der winrftffer.
Sargans Sanegansz Sant Gans i. Schweiz C. St.
Gallen
Graf von — 277.
Heinrich gen. von Vaduz 21.
Sassbach Sahsbach (s. a. Salisbach) b. Bühl i. Baden
417. 570. 608. 022. 861.
Sässolsheim Sehssclsheim ö. Zabcru
Hügelin von — 377. Hug von — const. i. Obcr-
str. 380.
Sausenberg Snscm— Saseuberg Schlossruine i.
Baden n. Kandern 033.
Philipp der elter von — 044.
8. Hochberg.
Savigney Werry de — lothr. Ritter 638.
Schach Hans — von Westerstetten Str. Söldner
519.
Schachtoldns Lawelinus — junior 845.
Schaden Walter — von Winstein 431.
Schaderen Hügelin — 641.
Schaf Werlin güldin — von d. saltzmittcrn 389.
Schaffener Cnntzelin — v. d. kremern 389. 507.
786.
Schaffhansen — husen i. Schweiz 202. 613.
Münzmeister zu — s. Markus.
Vogt zu — s. Randegg.
Schafhuscr Heinrich der — Str. Söldner 519
Schafflützel Peterman — textor 810.
Schäffcrshcim Schcffersheim ö. Erstem
Bürckelinns de — rasor 842.
Schäffolsheim Schaftoltzheim ? Ober— Mittel -
Nieder—, Kr. Strassb. od. Kr. Hagcnau.
Adolf von — 898.
Johann von — 229 295.
Schahteltcy dictus — 832.
Schain Hans von — 531.
Schälg Obrecht — v. d. schiflüton 513.
Schalhase Schallehasc Henselin — mnrarius 810.
B4S.
908
Schalk — Schöpfelin
Schalk
Gösselin — 819.
Obrecht — 474. 507.
Schampany (? Champagne) Lconhard von — Str.
Söldner 522.
Schandeney der Walche Str. Bürger i. Lingols-
heim 62.
Schanlit Walther — kftffcr 143. 145. 214. 215.
758.
Scharfenstein Johann von — 503.
Schauenburg Schowenburg b. Oberkirch i. Baden
239. s. a. Westerburg.
Herrn von - u. Stauffen berg 220. 221.
Bernhard von — 722.
Friedrich von — 241.
Mathcus von — Edelknecht 239.
Otteraan von — 221.
Rudolf von — Str. Söldner 520.
Sigelin von — Vater des Matheus 239
Volmar von — Str. Söldner 520.
s. Winterbach von —
Schehtelnn s. Chatillon.
Scheder Heinrich von — 127.
Scheffersheim s. Schäffersheim.
Schelodenbach daz hus ? 464. 465.
Schene Heinrich von — Str. Söldner 518.
Schenk Eberhard — zu Erpach s. Erbach.
Schenke Schencke
Berthold - Edelknecht 74. 435.
Hans — von Bischofesheim 75.
Hans — von Ehenheim 75.
Hanseman — 821.
Heinrich von — Str. Söldner 518.
Heintze — zu Mentze 496.
Ludeman — Bruder v. Berthold 75. 786.
Scheppelin Hanneman — 664.
Scherbebelies s. Gerbeville.
Scherer Bürckelin — 815.
Scherhenselin der metzigerkneht 829.
Scherweiler — wiler n.w. Schlettstadt
Wernher von — Str. Söldner 519.
Scherzheim Schertzheim i. Baden A. Kehl
s. Zimberman Henselin — von —
Schetelo Schettelon s. Chatillon.
Schettat de Pre Str. Söldner 520.
Schette ? = Chatillon
Cerban von — Str. Söldner 520.
Hans der Bastard von — Str. Söldner 520.
Schafrit von — Str. Söldner 520.
Schetzelin Lawelin — 844.
Schier Henselin — der snider 834.
Schilling 750 de Zweinbrücke 813.
Schillingsfürst Schloss i. Mittclfranken i. Baiern 56.
Schilt
Hans — const. i. Spetterg. 512. junior 822.
Johans — Meister 2. 16. 40. const. z. S. Tho-
mas 379. const. i. Spetterg. 388. 757.
Johans — der junge const. i. Spetterg. 378.
s. Hans.'
Schiltach FIuss i. Schwarzwald 751.
Schiltigheim Schiltikeim Schiltikin n. Strass.
Martin — Strassb. städt. Diener 558. 559.561.
566. 611.
Reinbold — 269. const. z. Münster 385. 390.
512.
Schintbrucke s. a. Str. Oertlichkeiten
Johann rasor an der — 815. 812.
Schirbebele s. Gerbeville.
Schirmeck — ecke w. Molsheim 657. 854.
Schlegler Rittergesellschaft der — 545. 599.
Hanptleute der — s. S. Theodat. s. Nuwenecke
s. Giltelingen.
Schlettstadt Sletzstat 10. 30. 34. 35. 36. 48. 52.
56. 64. 67. 86. 87. 104. 106. 120. 138. 151.
152. 155. 156. 157. 159. 160. 162. 167. 172.
175. 176. 192. 194. 195. 216. 217. 222. 224.
238. 242. 256. 257. 258. 259. 260. 261. 273.
284. 304. 322. 341. 437. 475. 482. 483. 486.
500. 501. 532. 536. 537. 543. 575. 625. 628.
635. 647. 650. 661. 671. 675. 685. 69.!. 694.
696. 699. 701. 711. 712. 719. 723. 724. 726.
736. 739. 764. 853. 858.
IUbrücke bei — 301.
Juden von — 194. 195.
s. Syferman Rudolf — .
s. Wanderer Bürger von —
s. Zaberner Bürger von —
Schlosser Peter — 695.
Schmit Claus — von Butenheim 184.
s. Bietenheira. s. a. Smit.
Schneit Hans von — gen. Bütgrosz 660.
Schochmann v. d. const. z. S. Peter 511.
Schof Werlin güldin — saltzmitter 508.
Scholder Hanseman — de Hagenau 811. 814.
Schölin Henselin — von Vinstingeu 641.
Scholle
Bürger v. Ettlingen 785.
der goltsmit 475.
Schollen
Fritsche — der schiffman 780.
Henselin — 831.
Schollenkort Lutze von — Str. Söldner 518.
Schomann const. z. Münster 508 Anmerk.
Schönan Schönowe Schönöwe a. Rhein sü.ö.
Schlettstadt
Albrecht von — 87.
Hanneman von — gen. Stetemberg Edelknecht
320. 322.
Schöne
Erlach — (? im Schöne Erlaches tal) 642.
Heintze — Str. Bürger 25.
Schöneck Schönecke abgeg. Burg b. Dambach n.
Niederbronn
der von — under der louben const. z. Münster
3H4.
die zwen jungen von — const. z. Münster 384.
Eberlin von — Geschw. d. Münze 341.
Hans von — under der loben const. z. Münster
390.
Hans von — 804.
Nese Frau von — 857.
Nicolaus de — armiger 816.
Reimbolt von — Str. Söldner 323.
Wi'helm — Geschw. d. Münze 341.
Wilhelms — seligen sun der eilteste const. z.
Münster 390.
Sigmund Symunt von — 72. 88.
Schönberg Schönenberg Burg i. Schwaben 245.
der Herr von — 567.
Schönmansze s. Mansze.
Schönmetziger Kuno Hans — bisch. .Schaffner z
Zabern 648.
Schöp s. Schoup.
Schöpfelin Schöpf - Schöppfelin
Werlin — 268. 373. 377. 394. 662. 664. 698
Schopfheim — Sickingen
<M)
Schopfheim b. Lahr i. Baden 550.
Schotte
Erhart — der wagenerraeistcr 740.
Hans — dem man sprichet Wcldel von Ha-
genau Str. Söldner 520.
Ilanseman — der schiffeman 8159.
Schottenhans Hansgen. v. d. gerbern 563.
Schoubo s. Schoup.
Schoup Schoube Schflp Schop
(ierhard - 419. 580. 709. 860.
Hngelin — Edelknecht 38. 39. const. z. Müln-
stein 381 i. Kalbcsg. 391. 392.
Schowenbnrg s. Schauenburg.
Schrecks Schreck (? = Schröck i. IIcsscn-Nassan)
Zoll zu — 446. 780. 790.
Schroter 173.
Schrötzen cuparius 811. 841.
Schult Cöntz — von Baistat 334.
Schul theisz — heisze
Berthold — 414. const. z. S. Peter 510.
Claus — juncher const. z. S. Peter 384.
Cftntzelin — Hausgen. v. d. Schuhmachern 563.
Hans — von Endingen Str. Söldner 521.
Herman — v. d. obesern n. kesern 667.
Hügelin — 664.
Lienhard — 304.
Reinbold — Bürger v. Saarbnrg 754.
Schür Heintzcman Hans — 819.
Schurberg Schloss i. Diöcese Mainz 28.
Sch&rpfesack Rüther — 675.
Schutter Peter von — 863.
Schuttern Schutter sü.w. Offenburg
Peter von — 664 Vogt zu Landesburg 784.
Schutterthal das — i. Baden 249.
Schutze Aberlin — mrkgr. bad. Diener 307.
Schwaben Swaben 23. 28. 30. 126. 259. 260. 262.
Landvogt in — s. Swinar s. Weinsberg,
die Herren in — 463.
Städtebund u. schwäbische Städte 5. 21. 22. 23.
30. 35. 36. 37. 43. 45. 46. 5«. 51. 53. 54. 55.
57. 60. 61. 64. 68. 78. 84. 85. 86. 99. 103.
104. 105. 110. Hl. 114. 118. 120. 124. 126.
127. 128. 136. 139. 140. 142. 147. 148. 149.
150. 151. 152. 153. 156. 158. 159. 165. 166.
167. 168. 175. 178. 191. 193. 195. 196. 197
204. 205. 209. 214. 216 217. 220. 221. 227.
228. 230. 235. 236. 237. 238. 239. 241. 243
244. 247. 248. 249. 250. 251. 258. 259. 273
285. 299. 353. 463. 548. 707. 794. 807. 855
856.
Juden i. d. schwäb. Städten 195. 205.
Schwanberg Swanberg Swanberk Schlossruine i.
Böhmen n.w. Pilsen 554. 555. 556. 558. 561.
562. 566. 567. 609.
Herren von — 553. 555. 556. 558. 559. 560.
561. 565. 567. 586. 587. 596. 755 Anmerk.
Bosko Buschu Buschko 561. 572. 589
Bnslap Busla 561. 596. 697.
Schwartz Swartz
Claus — der kürsnerkneht 815.
Conrad — von Constentze 524.
Eberlin — Str. Jude 199.
Heinrich — 648.
Peter — 811.
Rudolf — Bruder v. Heinr. 648. s. Andlau.
Walther - Str. Söldner 521.
Schwarzwald 547. 866.
die (Rittergescllschaft) Gesellschaft auf dem —
547.
Schwartzcnberg Dlrich von — 280.
Schweidnitz das Land zu der — 559.
Schweigern Sweigern i. Baden b. Tauberbiachofs-
heim 836.
8. Birken Herman von — .
Schweinheim sü.ö. Zabern
Peter von — 33.
Schweiz Schwyz 97. 164.
die Schweizer 162. 163. 164.
Städte 97. 147.
Waldstädte s. dort.
Schwindratzheim Swindratshcim Swindoltzheim h.
Hochfelden 423. 570. 571.
Schwirtzmage Smirtzmage Hanscman Henselinus
proclamator vini 825. 846.
Scopek de Duba Henricns — s Duben.
Seckeler Wilhelm — 827.
Seckingcn s. Säckingen.
Sehsselsheira s. Sässolsheim.
Sehseiingen Claus von — 641.
Seiffemacher Hügelin — 832.
Seiler Hug — von Hagenau 667.
Seibach i. Baden n. Gcrnsbach
die von — 231.
Gerhart von — 154. 158.
Hans von — markgr. bad. Diener Vogt zu Neu-
Eberstein 621. 627. 719. 737.
Sifrid von — 155.
Sellose Selosz
Heinrich — pellifex 846.
Heintzeman — pellifex 508. 819. 823 832.
Selz Sels a. Rhein sü.ö. Weissenbuig i Eis. (i.
9. 103. 104. 291. 317. 348. 433.435.446.571.
575. 611. 712. 719. 723. 748. 749 750. 7*1.
774. 858.
Kloster u. Abt zu — 99. 151 287. 289. 701.
742.
Rheinzoll bei — 9. 446.
Henselin von — 476.
Sempach i. Schweiz (Schlacht bei — ) 169.
Sempo Herr von — 113. s. St. Paul
8. Luxemburg.
Sendelin ? = Scngelin 184.
Sengelin Meister — Str. Bote 175. 181. 184. 663
Sennheim ö. Thann 200 Anmerk.
Sennern (?) 276.
Sersey Vogt des Grafen v. Saarwerden 642.
Sesterer Heintzcman — de Zabern 840.
Setzingen Fridel von — 323.
Sewer
nngen. — 473.
Johans — Str. Bürger 808.
Sicheler Lyse — 810.
Sicilien
König Carl von — 63.
Sickingen Syckingen i. Baden n.ö. Bretten
Eberhart von — Vogt zu Trifcls 684.
Hanneman von — 169.
Martin von — Amtmann zu Wcilbnrg 349.
Reinhart von — der junge 644. 594.
Swartz Reinhart von — Amtmann zu Lanter-
burg 860. zu Speier 491.
Swicker Schwicker von — Vogt zu Germersheim
349. 684.
910
Syde — Speyer
Syde
Cftne — 174.
Dietrich — Bürger v. Spcier 174. t>52.
Henny - 174.
Siebenbürgen der Woiwodc von — 672. 673.
s. Stibor.
Syfiit Hensel — von Kilstette 414.
Siegen Sygen i. preuss. Reg. Arnsberg 171. 177.
225. 273.
Dielchin von — 823.
Sierck Sick b. Diedenliofen
Arnold von - 789. 801. 806.
Syferman
Burckardus dictus — 845.
Rudolf — der teschenmacher Söldner v. Schlett-
stadt 671.
Sygebottc Cuntz — der schfthemacher 70.
Sigelman Gesandter v. Worms i Speier 217.
Sigismund König von Ungarn s. Ungarn.
Sigolsheim n.w. Colraar 651. 656.
Silberbürner Oetdelin — 183.
Symon
der jade 133. 211.
der liehe Str. Jade 143. 199.
Symunt der besemer 382.
Sippes Örtelin — Str. Söldner 323.
Syrien Syrie
Hüttin von — Str. Söldner 518.
Pernin von — Str. Söldner 518.
Siulberg ? = Saulburg i. Baiern B. Mitterfels
Raubritterburg 152.
Slaffer
Cftntzelin — von Baden Str. Söldner 520.
Peter — Str. Söldner 520.
Sleckezepffelin Reinbolt - Str. Bürger i. Lingols-
heim 62
Sieher
Egidins — de Brisacus 824.
Rudolf — de Zürich 827.
Sleingen
Hans von — Str. Söldner 519.
Ulrich von — Str. Söldner 519.
Slickelin Diua — de Illkirche 814.
Slossemberg Ulrich von — Str. Söldner 52J.
Slüssel Otternan zürn — v. d. würten 389. 786.
Sraal Rickard — Str. Söldner 521.
Smalstein Cftntze von — der jüngere 520.
Smande von Zabern — Str. Söldner 520.
Smicker Einwohn. v. Neuweiler 269.
Smider
Theobaldus — filius Ulrici 844.
Ulricus — der sehühemacher
Srairtzmage Henselinus — s. Schwirtzmage.
Smit
Clevelin — Str. Bürger i. Lingolshcim 62.
Lienhart — der saltzmittcr 268.
Sneider Cftntzel — Knecht des Joh. v. Lichten-
berg 423.
Sneit die — ein Wald des Heinr. v. Geroldseck
420.
Snesze Reinbolt — const. z. S. Peter 383.
Snewelin
Dietrich — 642.
Hanneman — 638. 643.
Johann — von Landegg 165.
s. Landeck.
Snydelach Heylman — von Kestenburg 727.
Snider
Andreas — de Nördlingen ein giler 841.
Claus — Seilermeister 668.
Johans — von Wasgenberg Str. Bürger in Lin-
golsheim 62.
Lawelin - 825.
Sifrit — brftder des winknehtes 817. 825.
Störkelin — von Strassburg i. Lingolshcim 62.
Sobernheim sü.w. Kreuznach 28.
Mathias — Notar Kanzler v. König Ruprecht
783. 796. 800. 803. 808.
Soburg Johann von — Janker 125.
Solingen s. Söllingen.
Söllingcn Solingen i. Baden sü. Rastatt.
Rheinzoll zu — 446.
Solms Schlossruine i. d. Wettcrau bei Braunfels
135. 136. 153. 173. 854.
Grafen 117. 123. 135. 171. 172. 173. 281.
Jobann (Vater) 67. 150. 156. 158. 170.
Johann (Sohn) 170.
Otto 67.
Solothurn Solotern Soloturn i. Schweiz 139. 147.
149. 165.
Sonnenberg ? i. Hessen-Nassau Bez. Wiesbaden
193.
Spangen die zur — 844.
Spanheim s. Sponheim.
Spatzinger Spatierus
Werlin Wernherus — Notar u. Stadtschreiber
zu Strass. 28. 175. 257. notarius et sigi Ilator
civ. Arg. 534. 545. 758. 775. 776. 793. 795.
805. 808.
Spechsberg s. Dick Walther von der — .
Speckelin
Cftnrat — der brotbeckerkneht 834.
Gerwart — Vater des Cftnrat 834.
Speier s. Speyer.
Speyer Speier Spire Spir Spyre Spira 5. 9. 10.
11. 12 13. 14. 15. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 28.
29. 30. 33. 34. 36. 37. 40. 42. 44. 45. 46.
47. 51. 52. 53. 54. 56. 60. 64. 66. 67. 78.
79. 80. 81. 83. 84. 85. 86. 99. 104. 105.
107. 109. 110. 111. 112. 113. 114. 115.
116. 117. 118. 119. 120. 121. 122. 125. 131.
136. 137. 138. 139. 141. 146. 149. 150. 151.
152. 153. 153. 155. 156. 157. 158. 159. 162
166. 168. 169. 171. 172. 174. 176. 179. 180.
192. 194. 198. 199. 204. 205. 206. 207. 208.
209. 210. 216. 217. 218. 221. 222. 223. 224.
227. 228. 230. 231. 234. 235. 238. 242. 252.
253. 255. 257. 258. 259. 260. 261. 267. 269.
270. 275. 276. 281. 282. 283. 285. 286. 289.
300. 301. 327. 353. 357. 358. 366. 369. 370.
404. 446. 452. 482. 495. 554. 559. 597. 608
617. 651. 652. 657. 662. 696. 707. 733. 743.
789. 791. 793. 794. 796. 803. 801. 854. 8Ö8.
Juden von - 208. 216.
s. Abraham von —
s. Moiscs von Bretheim.
s. Symund von — Str. Jude.
Rheinzoll bei — 61. 79. 80. 81. 83. 84. 85. 86.
99. 446.
Schuster (die schftchsütere zft — 1 813.
Söldnerhauptmann s. Beckingen Hans — .
Städteboten von — 216. 281.
Cleselin von —
Erhardus de — pellifex 816. 813.
s. Veder (Feder) Contzeman — .
Speyer — Störe
9H
Bürger v. Hagenaa 708.
von Püttelingen Str. Söldner 518.
s. Freischbecher C&ntze — .
s. Fritze Henselin — .
Johannes de — carpentarins 820. Hans 823.
825.
Peterraan de — famulus 810.
s. Pfrumbaura Hans — .
s. Rinckenberg Claus — .
s. Rflrich Cleselin — pellifex de — wohl
ident. mit obig. Cleselin.
s. Syde Dietrich — .
8. Sturm von — .
Speyer Bistum 14. 67.
Bischof 20. 133. 774.
Nicolaus 373. 491.
Rhabanus 306. 800. 805.
Bistumsverweser 243.
bisch. Amtmann s. Sickingen Schwarz Rein-
hard von — .
Spender
Reinbolt — 268. 359. const. zu s. Niclaus 373.
382. 387. 388. 512. mag. 514. 530. 531. 536.
820.
Spengeler
Hanseman
Hanseman
Spet
ung. — Ritter 36.
Hans — von Bach 734. s. a. Bach.
Spettergasse Str. Oertlichkcit s. Str.
Spiegel
Johans — const. z. s. Thomas 379. 393.
Walter — Geschw. d. Münze 341 .
Walter — juncher Johans sun const. z. s. Tho-
mas 379.
Spiessclin kdrsenerkneht 846.
Spinal s. Epinal.
Spirer
Anshelm — v. d. würten 392. 607. 508.
Spirhannes der zimberman 845.
Spitzberg Spitzenberg 132. 175. 257.? = ehm.
Schloss i. Wurtb. b. Gaislingen od ! = b.
Ellwangen.
Spitzkopf de Wasenecke 845.
Drowelina — uxor ejus 822. 845.
Sponheim Spanheim w. Kreuznach
Anterman von — Str. Söldner 520.
Johann Ulner von — Ritter 224. 225. 226.
Grafen von — 45. 182. 216. s. Vianden.
Heinrich 255.
Johann 119. 134. 138. 155. 179. 243. 250.
Kanzler des Königs Wenzel 254. 274. 366.
Johann der junge 276. 472.
Sigmund Symon 47. 59. 65. 77. 119. 160. 189.
199. 224. 225. 226. 230. Graf zu Crentze-
nach u. Vianden 369.
Sprcngelin v. d. würten 513.
Staden i. Hessen Kr. Friedberg 28.
Staffort Staffnrt i. Baden b. Karlsruhe 554.
Cuntzeman Hans — von — mrkgr. badischer
Vogt 444. 445. 690. 693. 721 Anmcrk. 787.
s. a. Cuntzeman s. Baden s. Pforzheim.
Stahel Friedrich — von Westhofen 87. 658. 738.
Starcke Johannes — de Basilca pellifex 847.
Staufenberg der — bei Baden 837.
Stanfenberg Stouffenberg i. Baden bei Offenburg
272. 273.
der kirchherre von — 520.
VI.
die von — 220 Anmerk. 272.
Heinrich von — 812.
Johans von — gen. Widergrin Str. Söldner
520. 812. s. W.
Humbcl Hummel Burekart — von — Ritter 277.
306. 326. Vogt zu Ortenberg 595. 690. 735.
861. s. a Hummel.
Stecke Johans — Wagnermeister 740.
Steffan
ung. — von Augsburg der metzigerkneht 846.
ung. — herr 257.
Hans - 672. Geschw. d. Münze 698. 699. 702.
Steiermark Steir Stcier Stire 586.
Herzog Leopold von — 582 s. Oesterreich.
Steige die — Vogesenpass bei Zabern 649.
Stein Steine Barg i. Baden Kr. Baden-Durlach.
712. 719.
Stein Steine i. Regbz. Wiesbaden 133.
Emicho vom — 133.
Stein Steyn bei Nürnberg 220.
Steinach s. Lantschaden.
Steinhnse Steynenhuse Eberhart von — Städte-
bote von Gelnhausen 217. 222.
Steinwilre Eckebreoht von — Str. Söldner 519.
Stemsberg (i. Diöc. Mainz) 29.
Steney ? i. Lothr. 648. 649.
Stengelin v. d. kremern 389. 473. 474.
Stephan herr — der schriber 119. 184. s. Steffan.
Sohn desselben 119.
Sternecke Burg ? = Sterneck i. Würtb. OA. Sulz
175. 257.
Lawelin — 811.
Stetemberg s. Schönau.
Stettin
Herzog von — • 616.
Swantibor 778.
Stibor Woiwode v. Siebenbürgen Graf zu Press-
burg 672. 673.
Stier Heinrich zftm — v. d. kornlüten 508.
Stille Still i. Brenschthal w. Molsheim
der von —185. 216. 323.
Johans von — mag. 95. 96. 100. 102. Ritter
112. 204. Str. Städtebote 205. 224. 260. 277.
280. mag. 286. 287. 288. 289. 363. const z.
Münster 385. 391. 451. 757. mag. 812. 841.
Dlrich von — const. z. Münster 385. 388. 508.
665.
Styrnat Styrnad Herr — 343. 547. 673.
Stislaw s. Witenmülc.
Stive (? Lothr.) 649.
Stöckelin
Henselin — 813.
s. Treger Peter — Vater des Hens. St.
Stöybe Henno — der alte der sniderkneht 845.
Stoffen Stoffe Stoffen Stoffe
Heinel — 117.
Heitzeman — Str. Bürg. 371.
Hugo zftm - 394. 608. 818.
Stollhofcn Stalhofen Stadelhofen i. Baden sü.w.
Rastatt 228. 33-1. 335. 516. 555. 634. 726. 788.
Henselin — rasor 815.
Stopfeloch dietns — 820.
Stopffos 133.
Store
Conrad — Rilter 59.
Franz von
49.
116
912
Store — Strassburg
Olli von — Binder de» Franz 49.
Wilhelm — Ritter Bruder des Conr. 59.
Störckelin
ung. — der snider Str. Bürger i. Lingolsheim
62. 822.
Werl in — 269. 385. 388.
Storni s. Sturm.
Stösse Stoesse
Henne — von Cleberg 42. s. C.
Hug zürn — 394.
Stotzheim n.w. Benfeld 676.
Strage ein höriger zu Sassbach 417.
Strarabourc = Strassburg. 855.
STRASSBURG.
Oertlichkeiten.
Allgeraeines
Almende 179. 188. 210. 229. 321. 407. 590.
Burggraben 206. 229.
pfele die — 206. 229.
Stadtmauer u. ihre Besetzung 262 ff.
Hetzel Markes ercker 264. 267. 372.
Cnntze Müllers ercker 265.
Nellesheim ercker 265.
stecke
Andres steck 264. 372.
stecke zu Vinckewilre 269.
Otengasser steck 262. 264.
Wageners steck 263. 264.
Brücken
s. Arbogastbrücke 184.
bedeckete gedeckete brücke 263. 265. 319. An-
merk. 354. 371. 377.
brnck an den Hunden (Nicolaus in nndis) 269.
pfennigbruck 848 s. Türme Pfennigturm.
Rheinbrücke s. Rhein.
Schintbrucke 815. 842.
Spitalbrücke 269.
s. Stephansbrücke 321. 377.
steinen brücke 377.
Gä rten
Jacobes von Diemeringen garten 263.
Lfiselins garten am Mülnecke 112.
Marckes garten 264.
Münchelins garten 262.
Gassen s. Strassen.
Gebäude Häuser Höfe
Archivgewölbe (Anlage eines solchen 1399) 781.
Bruderhof 100. 593. Schaffner am s. Kerabe
Götze — .
Deutsch-Ordenshaus 371. 725.
Frauenhaus frowenhus 186. 285. 754. s. a. unter
Münster.
hftrhfts 835.
hus das — zem thurne 81.
Judenschule 90. 92.
Kaufhaus köfhus 307. 308. 341. 694.
Klantzhof 844 s. Hanseman Jeckelin am — .
Kleinstübelin 821.
metzige die — 347.
Münster s. Kirchen Klöster.
des müntzemeisters hfts 574.
Ochsensteinerhof 825.
Pfalz pfaltze 42. 102. 407. 415. 417. 425. 426.
434. 690. 619. 667. 837.
priefeyge die — 264. 266. 267. 372.
Rappoltsteiner Hof 304.
Saltzhof 821.
Schuhmacherstube 563.
Spital 188. 590. 663. 751.
trinkstftbe zum Mülnstein 696.
Ziegelöfen a. d. gedeckten Brücken 354.
Zollkeller 692 s. a. Zollcr Zölle.
Zunftstube am Hohensteg 696.
Mühlen
Herrenmüle zft s. Thomas 321.
Hüffelinsmüle 321.
Stecke s. Allgemeines
Strassen Gassen Plätze Stadtteile
Blauwolkengasse 410 Anmerk.
Brantgasse s. Mülnheim Heinr — .
Dumelloch das — 831. 847.
s. Elisabethgasse 812.
Finkweiler vinckwilre 269.
Fischmarkt vischmerket 102. 317. 813. 838.
Giessen der — 354. 812. 816.
Grftnecke 263. 265. 371.
Grftnenwerde 263. 265. 380.
Gftnwerder gesselin 380.
Guttenbergplatz 102 Anmerk. 407 Anmerk.
Hohe-Steg 696. 821.
Holwig Holwege 179. 263. 266. s. a. Constofel
am — .
s. Johansgiessen 354.
Kalbesgasze s. Constofel in — .
Kirchgasse 754.
Oberstrasse s. Constofel in — .
Kronenburg 263. 266. 371. 372.
Krutenau Crutenowe 38. 185. 186. 595. 678. 687.
688. 822. 833. 835. 839. 842. 844.
Mülnecke 112.
Mülnstein 696. 811. s. Constofel zum — .
Rintsütergraben 321.
Roseneck 263. 371. s. Mülnheim.
Rossenmerket 318. 319. 320.
Saltzenecke das — 264.
Smidegasse s. Mercklinus.
Steinstrasse 263. 266. 371. 372.
Stoltzenecke 267. 372.
Sturmeck s. Sturm.
Utengasse 262. 264.
Wasenecke 112. 818. 845.
Thoie (i. d. Ringmauer) porfen törlin u. ihre
Besetzung 212. 213. 267. 268. 370.
Bischoffbürge tor 371. 410. 591. 830.
s. Elisabeth tor 509.
Vinckewilre törlin 263. 265. 370.
Heitzentürlin 377.
Hetzel Markes dörlin 264. 267.
Kronenbnrg porte z& — 268. 509.
Metziger tor 268. 319. 359. 509.
Thor zum alt s. Peter 319.
Thor zum jung s. Peter 319.
Rüwerin tor 229. 239. 268. 269. 509.
Spital tor 262. 264. 268. 269. 319. 509.
s. Steffans tor 268. 319. 508. 509.
Steinstrosze porte an der — 267.
Wagenertörlin 372.
Wissturmtor — porte am wissen turn 268. 509.
Türme (der Ringmauer)
Barpfennigen turn 264.
bedeckete turn 31.
Bersters Peter — turn 264.
Cüntzelin des lonherren knehtes turn 371. 372.
Diemerlins turn 265.
Turm hinder den dutzschen herren 371.
s. Elisabethenturn 262. 263. 265. 370.
Vinckewilre turn 263. 371.
Strassburg
'.»!.;
gemoltcr turn a. d. Steinstraaze 203. 206. 371.
372.
Uriincnwertl der grosso niiwcturn ara — 203.371.
güldin turn 202. 204. 321.
llcitzen her — türnelin 372.
Turm gegen Jacobes hof von Dicineringen 371.
Judentum 204. 269. 372.
Kagenecke turn 265.
Ketterinen turn 262. 264.
knöpheten turn 263. 265.
Turm zft Kronenburg 263. 268.
Turin zu s. Margareden 203. 205. 371.
Turm v. s. Marxhof 266. 371.
Metziger turn 262. 372.
nüwe turn hinder den Johansern 377.
Münchelins turn 262. 264.
Pfennig turn 651. 848.
Hoseneck türnelin am — 263. 260. s. Mülnheim.
Rftlmans turn 265.
s. Steffans turn 372.
Slftffen Heitzeinan — tarn 371.
Twingers turn 263. 265. 370.
Wahsichers Heinr. — turn 265.
wiszc turn undcr Wagener 263.
Beamte und Bewohner.
A in ni a n m e i s t e r Altammeistcr
213
S.
S.
8.
s.
8.
S.
8.
I,
S.
8.
41.
Meyger
101 (Wahl). 184. 185. 187. 204. 210. 212.
214. 215. 377. 807. 812. 828.
s. Arge Heinrich — .
8. Berman Claus — .
s. Cantzeler Johans — .
Geispoltzheim Cuntze — .
Gosse Ulrich — .
Hcilman Andreas — .
Hüffelin Reinbolt — .
Kranich Heinrich — .
Lyincr Heintze — .
Meyer Claus — .
Messcrer Johans — .
Metziger Wilhelm — .
Müller Cuncz — .
Philipps Hans — .
Wasicher Walter — .
Wilhelm Götze — .
Amtmann städtischer
Burekart — .
A u s s e n b ü r g e r uszbuiger phalbuigere erbe-
bnrgere 57. 114. 115. 160. 166.198.210.211.
212. 220. 235. 236 279. 280. 281. 283. 291.
292. 293. 294. 295. 290. 297. 298. 325. 350.
303. 397. 405. 410. 425. 434.
B u r g g r a f c n a m t 43. 44. 412.
Burggraf 70. 143. 144. 563. 564.
s. Mülnheim Johans — .
s. Pfaffenlapp Hesse — .
Burggrafengericht 563.
Bürgermeister meistcr magister stettmeister
Wahlbestinimungcn 41. 100. 101.
s. Berer Claus — .
s. Berlin Johans — .
s Bock Claus — .
s. Bock Johans — .
s. Human Johans — .
s. Burggraf Dietrich — .
Dütscheman Hug — .
Grostein Götze von — .
Heiligenstein Claus von — .
Hesse Hesseman — .
Hüffelin Keinbolt — .
Kagenecke Johans — .
s.
8.
8.
S.
s.
s.
Klobelouch Johans — .
Mansse Claus — .
Manssc Obreht — .
Mansse Oertelin — .
Marx Hetzel — .
Merswin Claus — .
Metziger Wilhelm — .
Mülnheim
Heinrich von — .
Heinrich der junge — .
Lutold von — .
Mülnheim gen. Landesberg Heinrich — .
Mülnheim gen. Kechbcrg
Hurekart — .
Johans — .
Pfaffenlapp Johans der clter — .
Riet Wilhelm zft dem — .
Hosheim Berthold von — .
Schilt Johans — .
Spender Reinbolt — .
Stille Julians von — .
Sturm von Sturraeck Johans — .
Swarber Rftlman — .
Wetzel Marsilis — .
Wctzel Reinbolt — .
Zorn Bechtolt — .
Zorn von Bulach Johans — .
Zorn gen. Eckerich Johans — .
Zorn gen. Schultheiss Lienhart — .
s. Zorn der Wisse Wisszorn Johans — .
Constavel Constofel Constofeler 101 212. 213.
240. 266. 267. 377. 510. 511. 688. constofeler-
meister 212.
am Holwige 263. 266. 268. 372. 386. 388. 392.
508. 511. 513.
in Kalbesgasze 262. 38S. 391. 508 511.
zum Mühlstein 264. 267. 268. 372. 380.
vor dem Münster 263. 264. 266. 267. 269. 372.
384. 508. 511. 512.
zft s. Niclans 262. 264. 265. 268. 372. 388. 390.
511. 512.
an der Oberstrasse 263. 265. 266. 268. 371. 379.
888. 511. 512.
zft s. Peter 263. 266. 268. 371. 372. 383. 388.
391. 508. 510. 511.
in Spettergasze 263. 265. 268. 370. 371. 378
388. 508 511. 512.
zft s. Thomas 263. 265. 268. 371. 379. 388. 503.
511. 512.
C o n s u 1 e s rete rat schöffele
757 (Schwöibrief v. 1399) n. i. Anfang aller
Ratsbeschlüsse.
Ratsbeschlüsse u. Verordnungen 89. 149. 212.
228. 229. 235. 239. 240. 254. 256. 287. 299.
323. 324. 325. 327. 330. 354. 356. 373. 376.
Fischer meist er 102. 321. 322.
8. Mülnheim Wilh. von — .
8. Schönau Hannemann von — .
vischmeistertftm 320. 321. 322.
vischereigericht 320.
vischerei 8. a. Rhein.
s. vischer.
Gewerbe Handwerke u. Zünfte
die antwerko 101. 377. 392. antwerkermeister 212.
tiinkstnben der — 161.
altgewander 8S&.
arzt jüd. s. Gutleben,
armbroster 102.
bader balneator 264. 266. 269. 372. 887. s. a.
scherer.
briefträger 836.
914
Strassburg
brotbecker panifex 263. 266. 268. 298. 319. 371.
372. 373. 386. 392. 508. 688. 830. die brot-
schau 298. s. pflster.
drehsler 740.
vaszieher tractor vasorum 263. 266. 268. 371.
387. 390.
vischer 102. 263. 265. 312. 320. 321. 322. 371.
387. 394. 688.
8. oben Fischermeister Fischmeistertnm Fi-
schergericht etc.
gantener 214. 215.
gartenere ortulani 263. 371. 387. 394. 508. 688.
gerwer 70. 263. 265. 268. 371. 386. 392. 563.
564.
goldsmide 72. 263. 266. 268. 338. 339. 346. 371.
386. 389. 392. 477. 478. 508. 513. 688.
greber 183. 847. 848.
gremper 40. 263. 266. 371. 387. 390. 508. 513.
667. 668. 669. 865.
keser 667. 668. 865.
kistener 268. 740.
köffelerin 340. 478. 494. 682.
kornhite 263. 265. 265. 371. 372. 387. 389. 390.
391. 508. 513. 688.
kouflüte 205.
kremer 268. 372. 387. 389. 390. 391. 507. 513.
688.
kftffer 143. 144. 145. 146. 214. 215. 262. 264.
268. 372. 387. 390. 594. 688.
kürsener pellifex 263. 265. 268. 371. 387. 389.
394. 508. 513.
messerer 844.
metziger carnifex (die des Bruderhofes 100.)
262. 264. 264. 268. 318. 319. 372. 381. 387.
390. 391. 508. 513. 688.
münssere s. Münze etc.
müller 264. 267. 372. 387. 394. 688.
murer 264. 267. 269. 272. 372. 387. 394. 688.
notarius 8. unten,
obser 667. 865.
olelüyte 264. 267. 372. 387. 394. 688.
pfiffer 176. 180. 183. 661. 662.
pfister 184.
saltzmütter 265. 263. 370. 387. 389. 392. 508.
513. 688.
sattler 82.
schelmenschinder 847. 848.
scherer (s. bader) 264. 266. 269. 372. 387. 390.
688.
schiflüte 262. 264. 386. 388. 392. 507. 513. 688
Schiffahrt 801. 802. Schiffverkauf 206.
schifzimberlüte 264. 267. 372. 392. 387.
schilt.er 263. 266. 268. 371. 392 s. goltsmide.
schriber 39. 261. 263. s. a. unten Stadtschreiber,
schahsüter Schumacher 70. 71. 195. 196. 263 266
268. 371. 372. 387. 392. 563. 564.
schftsüterknehte 195. 196.
seiler 184. 387. 389. 390. 667. 668. 669.
smide 72. 176. 262. 264. 266. 268. 387. 392. 688.
snider sartores 263. 371. 372. 387. 394. 688.
söldner s. Krieger u. Kriegswesen.
Steinmetzen 180. 181.
totengreber 847. 848.
tischtftchsüter 688.
tftchmacher tftcher 23. 24. 263. 268. 371. 372.
387. 389. 390. 508. 513. 594 Anmerk. 688.
tftchscherer 264. 267. 372. 387. 389. 394. 688.
underköffer 76. 338. 478. 494. 682.
vogeler 40.
wagener 263. 265. 371. 387. 392. 509. 740.
weber textores 76. 263. 269. 308. 372. 387. 390.
594 Anmerk. 688. 807.
wehseler s. Münze Münzmeister.
winmesser 263. 265. 268. 370. 387. 688. Wein-
verkauf 206.
winrftffer proclamator vini 263. 265. 268. 370.
387. 688.
winsticher 264. 267. 269. 372. 387. 389. 508. 688.
wollschleger 23. 24. 76.
würte 262. 264. 268. 386. 389. 392. 507. 513. 688.
zapfener 319.
zimberlüte 180. 264. 267. 296. 272. 372. 387.
390. 688.
Hausgenossen husgenoszn s. Münze Münzmei-
ster etc.
Juden 18. 50. 89. 90. 91. 92. 95. 96. 140. 141.
143. 147. 156. 162. 186. 192. 194. 195. 198.
199. 204. 205. 207. 208. 209. 211. 223. 272
322. 538. 706.
Eid 89.
Gericht 90.
Gesindehaltung der — 192. 204. 205.
Kirchhof 92. 264. 266.
Kleidung Judentracht 162. 204.
Schätzung 186.
Schule 90. 92.
Turm 264. 269. 372.
Wechsel (juden-wehsel) 205.
Krieger und Kriegswesen
Aufrüstung der Zünfte 378. 507 ff.
Banner meisterbanner 391.
Befestigungswerke Instandsetzung derselben 376.
377.
Besetzung von Mauern u. Türmen s. Str. Oert-
lichkeiten Thore Türme,
blutherste 181. 183.
bogener 518. 637.
büchsenschiesser 183.
s. Kesseler Dietrich — .
constofeler s. oben Constavel.
einspennige 518.
Feldgeschrei 510.
Feldzeichen: ein wisz krütze in eime swartzen
velde 510.
genwer 518.
glefener 323. 518.
koche b. Heere 180. 184.
Kriegshauptman s. Oberkirche Johans von — .
Kriegsrat der Sieben 362. 450. 451.
kagelhüte 633.
lantvesten 345.
Pferdehaltung durch Bürger 323. 324. 330. 357.
621.
pfiffer 176. 180. 183. 661. 662.
pfister b. Heere 184.
priester b. Heere 634.
reisige 637.
schildknehte 239.
schiltwachen 377.
schützen 181. 183. 268. 661.
söldner 212. 323. Liste der städt. Söldner 518 ff.
Söldnerhauptmann 323.
schützen 268.
swebelringe 634.
trumpeter 608.
Turnier 318.
Uniform der städt. Söldner 651.
wagenknehte 181.
Lohnherr lonherre 181. 183. 184. 185. 414. 661.
663.
Cftntzelin Cftntze der — 263. 266. 371. 372.
Rosheim Claus — 542. 836.
Meister s. Bürgermeister.
Strassburg-
Mir.
Münz meiste r u. Münze
mi'iiitzetneister 94. 574. 700. s. Orostein Johans
von — . s. Marx,
müntzmeisterampt 412.
miinsserc 336. 337. 338. 339. 340. 344 345. 346
347. 476. 477. 484. 485. 486. 493. 494. 680
681. 682. 683. 697. 702.
Münzcommission Fünferdeputation Geschworene
der Münze 94. 698. 699. 702.
husgenoszen 70. 71. 143. 145. 339. 341. 346. 563.
hftter 94. 341. 493. 494. s. Lcntzelin Cftntze
n. Thoman — . s. Pfaffenlapp Kleinhenselin
— . s. Richter gen. Diltschman Claus — ,
Schröter 344 (? ^ pfennigsnider 347.)
wehseler 342 484. 485. 486. 680. 681. 682. 683. 702.
s. a. underkoffer u. köfflerin (oben Gewerbe u.
Handwerk).
Müuzwesen (Münzordnungen Münzverträgei 76
117. 178. 179. 336. 338. 339. 340. 341. 344
405. 473. 476. 477. 482. 492. 493. 494. 495
496. 541. 591. 679. 680. 681. 682. 683. 697.
698. 699. 700. 702. 703. 704. 705. 854. 855.
858.
Notar notarins publicus s. auch Stadtschreiber
s. Bopfingen.
s. Bosch,
s. Groszclaus.
clericus notarins publicus
s. Heller de Lierheim.
mag. secretarius Arg.
s. Haslach Heinr. de — .
s. Werder Johannes — kais. Notar in Str.
Räte Katsbeschlüsse s. consules.
Schultheissenamt 314. 315. 412.
Schultheiss s. Grostein Claus — .
Schultheissengericht 90. 833. 834. 837.
schribor am — s. Kyenast.
Schreiber schribere die von Straszbura 261.
263. b
Siegelbewahrer 565.
Söldner s. Krieger u. Kriegswesen.
Stadt rechne r s. Süsse Hügelin — .
Stadtschreiber (secretarius notarins et sigil-
lator civ. Arg.)
s. Haslach Henricus de — .
s. Rynach Rudolf von — .
s. Spatzinger Wernher — .
U n gel ter 341. 672.
Zoller z611e zollkelre 43. 296. 341. 409. 412. 588
590. 592. 692. 708. 721. 754. s. a. Rhein-
Zölle am — .
Kirchen Klöster Orden Spitäler.
Allgemeines 93. 287. 407. 408. 410. 411. 591.
Arbogast Kloster 325.
Aurelien Kirche 692.
Barfftsser Kloster 735.
Bruderhof 100. 593.
Schaffner am — s. Kember Götze — .
s. Ciaren Kloster 267.
die frowen von — 809.
Deutschherren dütschenherren 263. 725.
Comthur der — 725.
s. Preussen Johans von — . s. Malkow.
Dom u. Domcapitel s. Münster.
Dominikauer (Predig er) -Kloster
pfleger des — 3. 187.
I Glocken
die fürglocke 267. 268.
dez heiligen geistes glocke 508.
die torglocken 372.
I ». Johann daz kloster zft — 354.
Johanniter Johanser 377.
s. Katharinen Kirche 833.
s. Laurencien Kapelle s. Münster.
s. Martin Kapelle u. Kirche 102. 407.
s. Marx Kloster 263.
Münster (das Gebäude) ecclcs. maj. Arg merre
stift unser frowen münster 179. 240. 2Hl. iill
347. 373. 407. 408. 412. 590. 591. 688. 693.
814. 844. s. Constofel vor d. -.
Altäre
8. Dieboldsaltar 542.
altaris prebend. presbytcr — g. Landesberg
Henricus — .
fronaltar 408.
capella s. Laurent» 240.
Chor 407. 408.
friheitdesmünstersdie — (vor dem Münster) 591.
Lettner 339. 341. 702.
Mü nste rcapitel Domcapitel capittel der
raerren stifft 296. 297. 459. 460. 500. 501. 526
535. 588. 591. 592. 593.
tftmherren des capitels 407. 410. 481. s. Lichten-
berg Joh. u. Ludwig n. Sigmund von — .
camtnerarius s. Lichtenberg Ulrich von — .
cellarius s. Ochsenstein Johans von — .
custos 501.
decanns 43. 44. 592.
s. Kirchberg Graf Eberhart von — .
s. Lützelstein Volmar von — .
s. Ochsenstein Johans von — .
portarius portener s. Kirchberg Graf Eberhart
von — .
prepositns probst tftmprobst 8. 59.
8. Lichtenberg.
s. Lützelstein Burekart von — .
s. Ochsenstein Joh. von — .
s. Rappoltstein Hugo von — .
Siegel des Capitels 591.
Münster fabrik fabrica unser frowenwerk 15.
83. 97. 408. 409. 590. lapidistina fabrice 546.
(bauliche Veränderungen 179. 240 )
Frauenhaus frowenhus 186. 285. 751.
Werkmeister (Münsterbaumeister) 83.
s. Friburg Michel von — .
pflegere unser frowen Werkes 83.
schaffener 83. 285. 754. uf unser frowen hus.
8. Kirchgasse Herman in — .
s. Niclaus s. Constofel zu — .
s. Nicla us-Kapelle
die closenerin Grede uf — 821.
s. Petrus (junior) 375. Jung St. Peter 410.
411. s. Constofel zu — .
kirchhof 811.
Capitel 219. 462 thftmherren 410. 665.
cantor 875.
s. Hüffelin Volczo — .
decanus 413.
prepositns 375. 829.
s. Kagenecke Erhart de — .
scholasticus schftlmeister zft — 375. 811.
s. Rotwilr (Rottweil),
s. Parma Wilhelmus de — .
916
Strassburg — Sulz
thesaurarins 375.
s. Oertelinus Johannes — .
s, Petrus senior 755 s. a. Rheinau Stift zu — .
Spital 188. 690. 663. 751.
s.Stephans Kloster 372.
s. Thomas Kirche 263. 375. 508. 675. 842. s.
Constofel zu — .
Capitel 61. 462.
canonicus s. Bertschin Niclaus — .
cantor s. Wctzelo Joh. — .
decanus 375.
s. Dambach,
prepositus 375.
s. Bahard Fridericus — .
prepositus et decanus 675.
s. Kageneck Erhard von — .
s. Wilhelm Kloster u. Kirche 38. 39.
Conventsbrnder von — 39.
s. Bertsche.
Kreuzgang zu — 38.
Bistum und Bischof.
Bistum 232. 271. 366. 459. 460. 467. 472.
479. 483.
Bischöfe 20. 22. 45. 48. 53. 67. 177. 178. 258.
359. 360. 361. 362. 363. 364. 366. 368. 481.
487. 551. 591. 614. 634. 640. 648. 696. 708.
Burckard von Lützelstein Domprobst erwähl-
ter Gegenbischof Wilhelms v. Diest. 482.
486. 497. 498. 499. 500. 505. 506. 510. 514.
515. 516. 517. s. Lützelstein.
Friedrich von Blanckenheim s. a. Basel, s. a.
Utrecht 6. 14. 29. 39. 43. 44. 5S. 60. 61. 69.
73. 88. 103. 104. 106. 107. 109. 110. 111. 121.
123. 124. 127. 132. 134. 136. 137. 139. 142.
160. 169. 170. 174. 194. 200. 201.202.203.
206. 207. 208. 232 234. 247. 256. 276. 277.
286 291. 292. 293. 294. 300. 302. 303. 304.
305. 309. 310. 313. 314. 315. 316.325.333.
354. 357. 358. 367. 370. 373. 374. 375. 394.
395. 402. 403. 405. 406. 407. 408. 409. 410.
411. 412 413. 417.419. 421. 438. 445. 459.
460. 461. 462. 465. 468. 470. 471. B. v. Dt-
recht 488. 489. 501. 526. 535.541 Anmerk.
592. 659. 706. 752. 858. 860. 861.
Lamprecht 533.
Wilhelm von Diest 169. 468. 4G9. 472. 479.
480. 488. 489. 490. 497. 498. 499. 502. 503.
504. 50V 506. 507. 510. 513. 514. 515. 516.
517. 518. 522. 523. 524. 525. 526. 527. 528.
529. 530. 531. 532. 533. 534. 535. 537. 540.
543. 519. 564. 575. 580. 531. 586. 588. 590.
592. 595. 606. 607. 619. 643. 64«. 674. 675.
676. 677. 684. 691. 701. 708. 712. 718. 719.
720. 723. 724. 729. 730. 733. 734. 737. 745.
747. 748. 749. 751. 752. 754. 759. 762. 763.
764. 782. 785. 79S. 860. 861. 864.
Bischof 1. Beamte und Aemter
geistliche Gericht 400. 590. 591.
schriber an dem — 409
hofmeister s magister curie.
iusigler 287. 412. 634 Anmerk.
judex officialis officialis curie Arg. hoftichter
7. 40J. 412. 413. 586. 591. 634. 660. 831.
s. Douchendorff Johannes de — .
s. Gemunde Reinbolt von — .
magister curie episcopi hofemeister
s. Kageneck Johans de — .
notarius curie Arg. 546.
8. Dürnheim Eberhart — .
s. Ralle Conradus dictus — .
prelat der bischöfl 412.
procuratores curie Argcnt. 404. 405.
s. Breitenbach Philipp von — .
s. Eisenach Dietrich von — .
s. Groszclaus Johans — .
s. Rynowe Heinrich von — .
s. Ritter Herman — .
vitztttm viccdominus 445.
s. Hohensteiu Rudolf von — .
s. Landesberg Burckart von — .
vogt vogtei 90. 412.
zollertum 412.
zollner 409.
zfllle 409. 590.
Streiffe s. Streuffe.
Streler Lienhart — ■ 474.
Strerame Conrat — 171.
Streuffe Streiffe Ströfen Strouffe
Hennin Hensel — von Landenberg 112. 119.
153. 180.
Stromer Ulman — 564.
Stroseil Fritsche — Edelknecht 334.
Strouberg wo? 29.
Strouffe s. Streuffe.
Stuchsse Peter — 659.
Stühlingen Stfilingen i. Baden a. Watach
Landgraf von — s. Lupfen.
Stumpfet Heizeman — Str. Gerber 563.
Sturm Storm
Gosse — der alte const. z. Mülnstein 381. 816.
Gosse — const. z. S. Niclaus 382. 3'JO. 394.
Gosse — von Bütenheim 268.
Gosse — von Vegersheim Sohn des alten Gosse
const z. Mülnstein 381. const i. Kalbsg. 392.
Gosse — Str. Söldner 323.
Gösselin — hern Wernhers sun const. z. Mülnstein
381. const. i. Kalbsg. 388. 512. 823. 824. 825.
Hans — 651.
Hanseman — const. z. Münster 385. 571. 608.
Henselin — hern Wernhers sun const. z. Mühl-
stein 381.
Heinrich 359.
Hügelin — Sohn des Werner const. z. Müln-
stein 381.
Hügelin der lange Langhügelin — const. z.
Mülnst. 381. 392. const. i. Kalbsg. 392. 511.
Johans — const. i. Kalbsg 511. mag. 592.
Wemher — der eilter der alte 134. 508. 757.
Wernher — Herr 131. 133. Stiidtebote 174.
Wernlin Städtebote 175. 176. 258. 260. const.
z. Mülnstein 381. 394. mag. 608. 823. 845.
(? oder = W. d. alt.)
Sturm von Spire
Hans von — const. i. Kalbsg. 512.
Sturm von Sturmecke
Gosse — Bruder des Joh. const. z. Mülnst. 381.
Hans — const. i. Kalbsg. 392. 511. 775.
Johans — const. z Mülnst. 381. 575. 585 mag.
594. 845.
Stuttgart 37. 598. 599. 708 Anmerk.
Stützheim n.w. Str
Egenolf von — Edelknecht 75.
Sucher Henselinus — der gartener 821. 838.
Sftcherhenselin Diether — der murerkneht z.
Waseneck 845.
Suffehveiersheim Sufelwihersheim n. Str. 414.
Sulms Sulmisze s. Solms.
Sulz Sultz Sültze bei Gebweiler 45. 110. 191 . 502.530.
Sultz — Ünterwalden
'.»17
Sultz Sultz b. Iiagenau 191 (?) 701. (748 ist i. d.
Ueberschrift Selz zu lesen.)
Sulz Sultz (welches? wohl bei Lahr i. Baden) 709.
711.
Sulz b. Molsheim 86).
Sulz Sultze i. Würtb. Schwarzwaldkreis
Grafen von —
Herman 659.
Rudolf d. ältere 600.
Rudolf Landrichter zu Rottweil 3. 751.
Sulzbach Sultzbach i. Überpfalz n.w. Regensburg
221.
Sulzbach Sultzbach i. Eis. n.w. Masmünster 426.
Summer Ennelin — frowo von Henselin Unfride
838.
Sundgau der — 625.
Sunnen Christian zer — von Basel 164.
Sunner Peter — 663. 758. 768.
Sunt Leonhart — am Saltzhofe 821.
Suntheim i. Baden b. Kehl.
Ulrich — der sniderkneht 815.
Surburg n. Hagenau
Hanseman de — scriptor 813. 842.
Surer
Eberlin — 820.
Reinbolt — Bruder des Eberlin const. z. S.
Peter 383. 391. 820.
Susenberg s. Sausenberg.
Süsse Sftsze
Heinrich — const. i. Oberstr. 511.
Hügelin — Str. Stadtrechner 74. 180. 184.299.
juncher const. a. Holwige 386. Hugo 496.
Hüglin 588. 633. Hug 661. Hügelin 775. 785.
Hug 812.
Hügelin — Sohn 608.
Rcimbolt — 268. 394. 509.
Wilhelm — der junge 588.
Swaben s. Schwaben.
Swachen Hcintzo dictus — 841.
Swan Swane Burekart — 419. 660.
Swantibor Herzog v. Stettin s. Stettin.
Swarbcr
ivng. — Bühsencrs dohterman 512.
ung. — der lange 509.
Claus — const. z. S. Peter 384.
Hans — 427. 473. s. a. Johans.
der lange const. z. S. Peter 383. 391.
Heinrich — Sohn von Hans const. z. S. Peter
388.
Johans Hans — i. Kirchgasse const. z. s. Peter
384. 387. 388.
Peter — const. i. Oberstr. 380. der lange 268.
Reinbolt — 268. const. z. S. Peter 383. 391. 698.
Rulman — 268. const. z. S. Peter 383. 391.
Ritter 392. mag. 720. mag. 756. 757. mag. 831.
Walter - 813.
Swartz s. Schwartz.
Swebelin Sweblin Sweblein Swcbell
ung. 559. ? b Heinr.
Erhart — Str. Söldner 520.
Heinrich Hcintzeman — Str. laufender Bote
616. 66!. 672. 787.
Sweigern s. Schweigern.
Swcmmer Cfintzelin — kfiffer 143. 145. 214.
Swemmcrin Ellewibclin dieta — 816.
Swenniger
der eltcr 268. Gesp. d. const. i. Kalbesg. 512.
der junge 817.
Swertfeger Hanseman — i. Sporergasse 844.
Swertzing Henselin — ein winknabe 810. 811.
Swerwer Andrea — v. d. saltzmittern 508.
Swinar Borziboy Worseboy Wnrseboy von — königl.
Hauptmann i. Baiern Landvogt i. Schwaben
u. i. Elsass 219. 307. 315. 317. 329. 335. 343.
348. 351. 352. 355. 357. 360. 361. 362. 368.
364. 366. 366. 367. 378. 874. 375. 376. 395. 396.
397. 398. 399. 401. 404. 439. 440. 443. 444.
449. 450. 463. 464. 466. 471. 476. 481. 482.
486. 487. 488. 492. 526. 535. 549. 556. 668.
659. 563. 565. 666. 567. 674. 589. 690. 696.
597. 698. 622. 631. 683. 686. 687. 709. 712.
730. 747. 764. 778.
Swindoltzheim wohl =r Schwindratzheim.
Swindratsheim s. Schwindratzheim.
Switzer Heintzeman — der winrftffer 812. 8U
Swobes Lutzeman — 839.
Swop
Hans — von Breitenstein bei Rütelingen 816.
Heinrich — 724.
Heintzeman — 824.
Nicolaus — textor 832. 844.
Walter — const i. Oberstr. 380. 394.
u.
Ueberlingcn Überlingen 17. 21. 64. 163. 164. 369.
ücbersorne ? bei Dagsbnrg 273.
Ülin Johann — 643. 648.
Ulm Ulme i. Würt. 17. 21. 53. 55. 60. 61. 64. 68.
83. 84. 107. 109. 110. 124. 129. 189. 140. 141.
142. 147. 152. 164. 167. 175. 178. 219. 221.
228. 234. 235. 236. 238. 241. 243. 244. 246.
250. 251. 252. 253. 257. 259. 260. 369. 614.
846.
Eberhart de — carnifex 822.
Hans von — der brotbeckerkneht 818.
Hans von — ein vihetriber 844.
Heinrich de — filins Eberhardi carnificis 822.
Heinrich von — der wirt zftm Salmen i. Krn-
tenau 844.
s. L6wo Peter von — Jude.
s. Mennelin von — Brftder des Löwe.
Walther von — der gantener 215.
Ulm b. Oberkirch i. Baden 622. 861.
Ulner Johann — Ritter 224. 225. s. Sponheim.
Ulrich Johans — 268.
Ulrich de Zürich s. Zürich.
Unfrid Unfride Str. Bürger 582.
Henselin — 838 s Summer.
Ungarn
König von — 63. 491. 650. 609. 667. 742. 774.
Sigmund 499. 667. 774. 793.
Münze von - (Ung. Gnlden) 477. 484. 495. 595. 793.
Ungersheim Ongersheim Kr. Gebweiler
Hetzel von — 406. 411.
Kraft von — 49.
Walther von — 50.
Unmfts Cftntze — von Obcrnhnsen Str. Söldner
521.
Unrftwe Sifrit — 666. 840.
Unsinnig
Gerg« — von Rotwilre 816.
Hans — in der Laden Vater des Qerge 816.
Ünterwalden C'anton i. Schweiz 163. 164.
918
TJrban — Wehingeü
Urban VI Pabst 7. 14. 16. 38. 62. 97.
Urbeis w. Schlettstadt 612.
s. Meszersmit Clans — .
Uri Schwz. Canton 164.
Urich Geselle des Bergknechtes Andres Str. Bürg.
i. Lingolsheim 62.
Urmatt w. Molsheim 657.
Urslingen Urselingen = heutig. Irslingen i. Würtb.
OA. Rottweil
Herzog Reinolt von — Str. Söldner 518.
Uselhanseman Usel— Uselhantz der scbifkneht
815. 818. 820. 842. 843.
Uttenheim Utenheim ? i. d. Nähe v. Speier 260.
306. 446. 491.
Hans von — z. Eosheim (w. Erstein) Edelknecht
75.
«
Utrecht Utrecht Trayacensis ecclesia
Bistum 310. 455. 459. 460. 461. 465. 467. 468.
469. 470.
Bischof
Florenz 455 Anmerk.
Friedrich (früher Str. Bischof s. a. dort) Er-
wählter 470. 488. 489. 706. 860.
V s. F.
W.
Wachenheim Wachinheim (welches? i. Rheinhessen
od. i. Pfalz.)
Heinrich von — 536. 797.
Trüschel von — 36. 38. s. a. Rotenburg.
Wagener Bückelin — der wagnerkneht von Rinowe
740.
Wahsichen s. Wasgau Vogesen.
Wahzicher Wahsicher s. Wasicher.
Waldaffen = Ober- u. Nieder Walluf a. Rhein n.ö.
Eltville 312.
Waldburg
Heinrich Truchsess von — 163. 164.
Waldeck welches? 609.
Grafen von — 789.
s. Bosse Herman — Edelknecht von — .
Waldener
Heinrich von — 49.
Herman von — 49.
Wilhelm von — 49.
Waldertheim — heimer — haimer Georg — Städte-
bote von Mainz 194. 205. 217.
Waldkirch Waltkilch n.ö. Freiburg i. Br. 248. 249.
Waldstädte Walstette die Schweizer — 117. 120.
150. 157. 158. 159. 168. 171. 174. 217. 222.
262.
Walen Walhen Walchen Walich Welschen 58. (Vas-
cones 97) 106. 110. 113. 121. 123. 203. 627.
648. 654.
s. Grünes Friedrich Walich von — .
welsche Land das — 214. 655.
Walf Valfe Valwe w. Erstein 830.
Henselin von — der kuffer 830.
Walheim (welches?)
Grafen von — 153.
Wallenbösze Zant von — 641.
s. Walpnrgen Kloster b. Hagenau s. dort.
Waise Friedrich von — der hofemeister 530.
Walstette? Dorf unterhalb d. Dagsburg 273.
Waltenheim sü.ö. Hochfelden 334.
Heinrich von — gen. von Mülnhusen 334.
Walther
ung. Meister — Falkner d. H. v. Bitsch 722
ung. von Ulme der gantener 215.
Lienhart — 811.
Waltherlin Str. Bote 174.
Waltmanshusen Johann von — 177.
Waltstestte s. Waldstädte.
Wandersieben Wandisleib b. Erfurt
Gregor von — 39.
Wandisleibin s. Wandersieben.
Wanfrisdorf der schütze von — Str. Söldner 522.
Wangen ö. Wasselnheim 17. 21. 64. 431. 433.
Adelheid (von Geroldseck) Frau zu — 168.
Burkart von — den man sprichet Altdorff 865.
s. Honburg.
Eberhard von — Hauptmann 166.
Härtung von — 683.
Heintze — der wagenerkneht von Ehenheim 740.
Hug von — 71. 758.
Wannenmacher Richard — 820. 845.
Warmessen Gylet von — Str. Söldner 521.
Warmunt 475. 476. s. Wermut.
Warsberg
Hans von — Str. Söldner 518.
Gürtdenhengest von — Str. Söldner 518.
Wartenberg Wartemberg i. Böhmen
Egloff von — Hofrichter zu Rottweil 761.
Johann von — Ritter 191.
Peter von — königl. Rat 9.
Wasenburg b. Niederbronn Kr. Hagenau 743. 746.
751.
Wasenecke Str. Oertlichkeit s. Str.
ung. — der junge der tragekneht 825. 830.
s. Sncherhenselin.
s. Spitzkopf de —
Wasgen s. Vogesen.
Wasicher Wassicher Wahsicher Wahszicher
Hans — 146.
Heinrich — 262. 264. 265.
Philipp - 146.
Rufelin — v. d. schiflüten 388. 507. 513. 666.
Walter — Ammeister 2. 3. 48. Str. Städtebote
77. 78. 93. 146. 161. 437. 513. Vetter des
Rftfelin 666.
Wasselnheim Waszelnheim n.w. Str. 177. 435.
Dietrich von — Jnuker 551. 722. 723. 734.
Hans Johans von — Ritter Vetter des vorig,
const. z. Münster 384. 390. 405. 411. 551. 736.
816.
Rudolf von — 569.
Weber
Cuntzelinus — 846.
Ennelina — uxor Cuntzelini 846.
Johannes — filius Cuntzelini 846.
Weckelin 330.
Wecker Simon gen. — s. Zweibrücken.
Weckerin Eilsa — 812.
Weckerle Hans — von Kempten Str. Söldner 5 19
Weckerlin 212.
Weckes Jeckelin — Str. Söldner 518.
Wehingen
Berthold — sartor 819.
Reinhard von — oester. Landvogt 369.
Weibe — Wetelsheim
919
Weibe Jacob — Bürger von Frankfurt 281.
Weidehofcr der — 887.
Weyoraheira Wihersheim z(lm turne sü.ö. Brumath
360. 414.
Weil^Wile i. Dargowe i. Thurgau 17. 21. 61.
Weil Wyle i. Würt. 17. 21. 64. 111. 227.
Weilburg Weyelnbarg i. pr. Bog. Bez. Wiesbaden
Amtmann zn — s. Sickingen Martin — .
Weinsberg Wirisperg Winesperg i. Würt. 17 21
64. 236.
der von — 135. 606. 701.
Engelhard von — Landvogt i. Schwaben 458
524. 530. 544. 583. 599. 616. 617. 696. 806
862.
Peter — Gesandter v. Worms 205.
Weyse Geylfart — ein Edelknecht 559.
Weyskle Wiskle
Heinrich — Gesandter des König Bichard v.
England 204. 242. 364.
Weisscnbuvg Weiszem— Wissem— Wyssem—
Wizzen— Wiyssenburg i. Elsass. 10. 11. 12.
14. 20. 21. 29. 30. 34. 36. 46. 48. 50. 51. 52.
56. 64. 67. 85. 86. 104. 106. 113. 120. 152.
159. 165. 172. 192. 193. 217. 218. 222. 238.
242. 249. 260. 261. 275. 279 281. 284. 349
528. 605. 712. 719. 723. 736. 774. 805.
der Stadtschreiber von — s. Niclaus.
Vogt zu — s. Wickersheim Volmar von — .
Kloster
Abt 20. 67.
Cleselin de — textor 847. s. Wingersheim s.
Decker.
8. Bogener Jeckel — .
s. Behtembach Heinrich — .
Weissenburg i. Franken 68.
s. Edelman Hans — .
Weiszeman
Anna — uxor Henselini 809.
Henselinus dictus — 809.
Weisze s. Wisse
Weiszorn Wiszorn s. Zorn Johans — gen. der
wisse.
Weitenmühl Weytenmül Witen— Witten— Wyten-
mülen — mülu (i. Böhmen)
Dietrich von — Sohn des Styslaw 195. 555.
556. Landvogt 701. 707 Anmerk. 712. 719.
723. 729. 730. 744. 746. 748. 750. 757. 760,
767. 790 795. 804.
Flacheneck von — s. Wlachinco.
Hynasco von — 317. 376.
Martin von — 558.
Stislaw Stislaus von — Bitter 27. 28. 89. Land-
vogt 195. 197. 201. 206. 207. 286. 288. 304.
305. 517. 556. 708. 757. 759. 760. 8MS.
Wlachinco Flacheneck von — Vetter des Stis-
law 123. 195. 356. 517. 547. 556.
Zebisohe von — 859.
Weldel von Hagenau s. Schotte.
Wellen Peterman zu der — 827.
Welschen s. Walen.
Welschland 214. 655. 854. s. Walen.
Wcnzol König von Böhmen Deutscher König 8.
5. 6. 7. 8. 13. 16. 19. 20. 25. 29. 30. 36. 37.
39. 45. 51. 53. 55. 58. 59. 65. 67. 73. 84. 89.
97. 101. 113. 114. 118. 121. 122. 124. 125. 127.
130. 132. 135. 137. 138. 141. 142. 146. 1.1.
155. 156. 157. 159. 162. 168. 169. 171. 179.
• 189. 194. 198. 204. 206. 207. 209. 219. 220. 221.
242. 243 249. 250. 251. 253. 254. 261. 273. 274.
275. 277. 278. 279. 280. 288. 289. 290. 298
301. 302. 306. 307. 308 315. 316. 317. 322
327. 328. 329. .(32. 335. 342. 343. 348. 350.
352. 355. 358. 360. 361. 862. 364. 365. 367
370. 373. 374. 875. 394. 395. 397. 400. 401.
402. 403. 406. 413. 434. 437. 439. 440. 442.
443. 449. 460. 454. 465. 463. 464. 466. 468
471. 487. 499. 501. 502. 503. 504. 516. 517.
522. 523. 526. 637. 538. 539. 540. 541. 545
548. 560. 555. 558. 559. 560. 564. 565. 567
570. 572. 574. 575. 581. 583. 584. 589. 690 597
598. 606. 608. 611. 616. 617. 618. 620 622
630. 645. 659. 678. 679. 683. 685. 692 693
701. 702. 706. 707. 708. 709. 712. 718. 723.
725. 730. 742. 744. 745. 746. 754. 759. 761.
764. 767. 774. 775. 778. 781. 786. 786. 787.
788. 790. 791. 793. 795. 796. 799. 802. 807.
856.
Gemahlin des Kg. Wenzel 598.
Schwester desselben Margaretha 16.
Wepfeiraan Hans — von Barr 334. 335.
Wepflar Wepphelor a. Wetzlar.
Werberin die — Str. Bürgerin 323.
Werde s. Wörth.
Werdenberg Werdemberg Ct. s. Gallen i. Schweiz
Grafen von —
ungen. Vogt zu Bernstein 207.
Albrecht Herr zu Bludenz 142.
Johann 468.
Werder
Hans — gerber i. Str. 563.
Johannes — von Esslingen kaiserl. Notar i. Str.
7. 545. 546. 795.
Wergraeister Lawelin — 810. 841.
Werlin
ung. — zum güldin schoffe v. d. saltzmittern
313. 389.
Heinrich — der vogeler 833.
Jüntelin — seine Tochter 833.
Lawelin — der totengreber 848.
Wermunt (s. a. Warmunt) St. Bürger 478.
Wem her
bisch. Str. Schreiber 425.
Schreiber des Truchsess von Hefingen 778.
s. a. Spatzinger.
Wernersberg Wernhersberg i. Pfalz b. Annweiler
188.
Wertheim i. Baden a. Tauber
Johann Graf von — 158.
Wesel 45. 279. 327.
Westerburg i. Nassau n.w. Hadamar
Beinhart Herr zu — 754.
Sifrit von — u. Herr zu Schauenbure 165. 177
193.
Westerstetten i. Würtb. b. Dlm
Hans Schach von — Str. Söldner 619.
Westfälisches Gericht
das heimliche — 864,
Wosthausen — hus n.ö. Mauersmünster 651.
Claus von — 133. const. z. S. Thomas 379. 393.
Westhofen — hoven sü. Wasselnheim 421. 422
483. 112.
Cftnin Hans von — const. i. Spettergasse 378.
s. Stahel Friedrich — von —
VVcsthus s. Westhausen.
Westminster Westmonasterium 154.
Westrioh der — 657. 658. 670. 687.
Wetelsheim 8. Wettolsheim.
VI.
116
920
Wetterau — Winterthur
Wetterau Wetreibe 20. 23
Landvogt von der — 20. 66. 67.
« Nassau Rupr. Graf von — .
Städte "der - 29. 45. 68. 125. 173. 274. 277.
281. 353. 789.
Wettingen daz kloster by Baden i. Schweiz 163.
Wettolsheirn Wetelsheim sü.w. Colmar
Hans von — 49.
Wetze der gremper 582.
Wetzel
Erhart der - Bürger v. Rottweil 707.
Grede frowe — Mutter des Walter V61tsche
380. . . l . o
Heitzeman — Ritter 72. juncher const. z. fc>.
Thomas 379. 393. 474. 509.
Johann - Cantor z. S. Thomas 37o.
Marsilis Marsilius - miles 71. mag. 201. 207
Wetzeis sun Marsilius Str. Söldner 324. const.
z S Thomas 379. 393. 394. 512. 665. 7o7.
Reinbolt - 183. mag. 312. 319. 320. const. z.
S Thomas 379. 393. 394. mag. 567. 068. 569.
const. z. S. Thomas 508. 509. const. z S.
Peter 511. mag. 572. 573. 688. 768. mag. 814.
819. 822. 828. 732. 842. 845.
Symunt — 269. const. z. Münster 384. 390. 391.
Wetzlar Wappnare Wesphlar Wetzpflor a. cL Lahn
20 45 61. 64. 67. 85. 86. 104. 113. 117. 120.
123. 125. 131. 135. 136. 150. 153. 154. 156.
173. 176. 205. 261.
Juden — von 154. 173.
Wich (? = Vic i. Lothr.)
Gan von — Bogener Str. Söldner 522.
Wichingen Fritsche von — Str. Söldner 519.
Wicke Johann — ein genwer Str. Söldner 521.
Wickersheim (? = dem eingegang. Illwickersheim
sü. Str. oderW. n.w. Hochfelden oder Breuscn-
wickersheim b. Str.
das hus zu — 419.
der schaffner von — 423.
der von — 394.
Cftnrat — juncher const. a. Holwige 38b.
Hanneman — const. a. Holwige 386. 392. 513.
Hans von — 588. 775.
Johans von — Vater des Hanneman 174. 1 ib.
258. const. a. Holwige 386. ritter 391. 392.
509. 757. mag. 840.
Ludwig von — Vogt zu Molsheim 300. const.
a. Holwige 386. 388. const. i. Oberstrasse
512. 829.
Volmar von — Landvogt i. Elsass 137. 155.
Vogt zu Weissen bürg 286. 295. 327. 329.
335. 349. 365. 376. 468. der alte Landvogt
528. 541. 684. 719. 757. 758. 760. 761.
Wide Wilhelm — Probst zu Aachen 158.
Widdel Widdil Johann von — Frankf. Bote i.
Speyer 217. 242.
Widemunt Widdemunt ? = Vaudemont i. Frkr.
Dep. Meurthe-Moselle
Graf von — Bruder des Herz. v. Lothr. 636
657.
Widergrün Widergrin Anteil v. Nesselried b. Appen-
weier i. Baden
Heinrich de — de Stauffenberg 812.
Johannes Heinrich de — de Stauffenberg fiater
812.
Wien 516. 568. 586. 652.
Wiedlisbach Wietlisbach n.ö. Solothurn
Stiglin Dietsohin von — 334,
Wifersheim s. Wiwersheim.
Wihersheim zftm turne s. Weyersheim.
Wikwer Peter — höriger Mann 165.
Wil Rip von — Str. Söldner 521.
Wile Anshelm von — 193. 194
Wilde der kannengiesser 840.
Wildeman Dine — die varende tohter 810.
Wilde" stein
Hans — der sniderkneht 845.
Sifrit von — 191.
Wildesberg — perg
Friedrich von — 628.
Hans von - 787. 788.
s. Wilhelm Rittergesellsc-haft von — 10. 37. 587.
s. Wilhelm Kreuzgang zu — i. Str. s. Str. Kirchen.
Wilhelm
ung. Herr Str. Gesandter i. Mainz 222.
ung. der alte ammeister oder altammeister 217.
231. 277. 445.
Götze — Str. Gesandter 175. 182. altam. 214.
242. 258. 429. 523. 758.
Heinzelin — 513.
Henselin — v. d. metzigern 521.
Wilhelmer die — s. S. Wilhelm Rittergesellschaft
von — .
Wille zur — 846.
Wilstätt Wilstette i. Baden bei Kehl 423.
Wilt nheim
Kuntz von — Diener Raimunds v. Ettendorf
721.
Wimpfen Wimphen 17. 21. 64. 152. 236. 279.
280. 587.
Windeberg
Hanneman von — Str. Söldner 520.
Sigelman — 756. 761.
Windeck —ecke Burg
696. 727.
Hans von — Diener d. Mrkgr. v. Baden 551.
557.
Hans Reinbolt von — oder Reinbolt von —
550. 557.
Reinhart von - Ritter 678. 711. 726. 734. 807.
Windsheim — hain Winsheim i. Mittelfranken n.w.
Nürnberg 68. 109. 243. 245.
Wingen Georg von — Str. Söldner 519.
Wingersheim sü.ö. Hochfelden
Fritscheman de — olim stipendiarins 821.
Petermanus de — junior 826. 846.
Phina de — filia Cuntzonis Decker et uxor
Cleselini de Weissenburg 839. 847.
Winheim Johannes von — Schreiber des König
Ruprecht 799. 806.
Winmesser Friedrich — 816.
Winrant von Metze der bogener Str. Söldner 521.
Winsheim s. Windsheim.
Winsperg — berg s. Weinsberg.
Winstein Ruine n. Niederbronn
Ostei'tag von — 349.
s. Schaden Walter — .
Winter Henselin — von R&ckesingen s Rixingen
641.
Winterbach bei Oberkirch i. Baden s. Schanenburg.
Winterthur — tur — dür i. Schweiz
ung. Bürger v. Str. 307.
Hanneman — 94.
Hans von — const z. S. Niclaus 382.
bei Bühl i. Baden 691.
Winterthur — Wurffeler
*.m
Honselin — Sohn desLawelin Hausgenosse const.
z. Mülnatein 381. const. i. Kalbesg. 392. 511.
Hügelin — 341.
Kleinhenselin de — Qeschw. d. Münze 94. const.
z. Mülnst. 381.
Lawelin von — Kleinhenselins sun Qeschw. d.
Münze 341. const. z. Mülnst. 381. 671. 767.
Lawelin — Bruder Walthers 341.
Nicolaus de — junior (? = dem ersten Lawelin)
838. consul 837. 839.
Peter von — 71. 73. 473. 474.
Walther von — 341. const. z. Mülnst. 381. 392.
476. 509. 839.
Walther von — der junge Sohn Walthers 341.
const. z. Mülnst. 381. const. i. Kalbesg. 392.
Wintertur zum Engel
Cftntzelin von — Str. Söldner 324.
Johans — Str. Bürger 73.
Wintertur der Geiler
Clausman — const. z. Mülnst. 381.
Walther — const. z. Mülnst. 381.
Wintzlöwe Hans von — Str. Söldner 519.
Winzenheim Wintzenheim b. Str. oder Colmar
Heinrich von — Vogt im Breuschthal 636. 649.
653. 655. 657. 658.
Wiry Wilame — lothr. Bitter 633.
Wirich Herman — const. z. Münster 385. 390. 391.
Wirigsheim Fritscho de — 845.
Wirtemberg s. Württemberg.
Wirtzeburg Wirzburg s. Würzburg.
Wischow Petrus de — 621.
Wisenecke Heinrich von — Bitter Diener des
Grafen v. Würtb. 248.
Wiskle s. Weiskle.
Wisse Wisze Weisze
Adolf — Bürgermeister von Frankfurt 156. 216.
281. 559.
Arnold — von Schirbele 641.
Wolf - Str. Söldner 519.
Wisseier Burekart — Str. Söldner 521.
Wissen Hanseman — der vischer 819. 835.
Wissenhorn Walther von — Ammeister v. Basel
248.
Wissense Lawelin — der kürsener 837.
Wissnitz s. Wistritz.
Wistritz Wissnitz Busik von — kgl. Bat 250. 251.
253.
Wiszgerwer Fritsche — 758. 828.
Wiszkopf de Marley 841.
Witenmüle 8. Weitenmühl.
Wittenheim n. Mülhausen i. Eis. 46. 47. 49.
Burekart von — 59.
Hauneman von — 437.
Witzen Götzeman — der metziger 836.
Wiwersheim Wifersheim n.w. Str.
Voltze von — Str. Küfermeister 214.
Wogedenhals Abgesandtor d. Stdt. Str. n. Bom 62.
Wolf
her — 723.
der Leutpriester 537.
Heintzoman — de Geraünde pellifex 843.
Wolf der glissende s. Wunncnstein.
Wolfach i. Kinzigthal 129.
Wölfolin Heintze — der kürsener 817.
Wolfolerin Dina — Witwe von Lange Hanneman
— 846.
Wolfesberg — perg
Ulrich von — Pfleger zftm Botenberg 138.
Wolfesganzen Wolfganzeu b. Neubreisach
Ulrich von — 179.
Wolfeshanseman Hanseman dictus — 827.
Wolfeskirchen Kr. Zabem
Heinrich von — 641.
Wolgem&t Cuntze — 881.
Wolfhart Bischof v. Basel
s. Basel, s. Grenfels.
Wolhusen Hanseman — v. d. metzigern 513.
Wolkesheim s. Wolxheim.
Wolleben der winmesser 847.
Wolleslaher Bufelinus — 819. 843.
Wöllstadt (Ober- u. Nieder-) Wulnstad i Hessen
312.
Wolxheim Wolkesheim n.ö. Molsheim
ung. Str. Bürger 268.
Heinrich von — const. z. S. Niclaus 382. 390.
Johann — Vater des Ueinr. const. z. S. Nicl.
382.
Joseph — Sohn des Joh. const z. S. Nicl. 382.
Wombolt Heinrich — Str. Söldner 519.
Wonnenstein s. Wunnenstein.
Wöppelinger Heintzeman — 87. 160.
Worcbeim s. Forchheim.
Worms Wormesz — raeze — mezze — misze — msz
Wurms Wurmes W&rmsz 5. 10. 11. 12. 13. 14.
17. 20. 21. 22. 28. 29. 30 34. 36. 38. 43. 44.
46. 47. 51. 52. 54. 56. 64. 65. 66. 67. 69. 78.
79. 80. 81. 83. 84. 85. 86. 99. 104. 105. 106.
107. 112. 113. 116. 117. 118. 119. 120. 125.
131. 136. 150. 151. 152. 153. 159. 162. 171.
172. 173. 174. 176. 192. 194. 197. 198. 199.
205. 210. 216. 217. 218. 221. 222. 128. 8*4.
228. 237. 242. 252. 253. 255. 257. 259. 261.
209. 281. 284. 285. 289. 299. 300. 301. 324.
353. 366. 369. 404. 482. 527. 559. 697. 617.
678. 67". 707. 743. 789. 790. 794. 796. 799.
853. 854. 858.
Bürgermeister von —
s. Kemmerer Diether — .
die Pfaffheit zu — 116.
Hauptmann des Kriegsvolk von — s. Koch.
Adelheit junefrowe von — 809.
8. Becker Henselin — .
s. Bonn Brechel — .
s. Dierolff (Dysolf).
s. Kemmerer von — .
s. Kftnen Johann — .
s. Sygelman.
s. Weinsberg Peter — .
Worms Bistum
Bischof 14 20. 132. 150. 171.
Eckard 122. 151.
Wörth Werde sü. Erstcin oder w. Hagenau 153.
419. 442. 769.
Hanseman de — 816.
Heintzo de — Vater des vorigen 816.
Wunderer Städtobote v. SchletUtadt 524.
Wulnstad s Wöllstadt
Wunnenstein Wonnenstein
der von — 564. 570. 571. 573. 589.
Hans der junge von —
Wolf von — der glissende 519. 558. 660 566.
568. 582. 587. 692.
Wurffeler Ulin — von Hagenau 837.
s. a. Kübel Dine — .
922
Wurmesz — Zorn
Wurmesz s. Worms.
Wurmser — sser
Bernhart — 651.
Nicolans — 827.
Wursyboy s. Swinar Borsiboy von — .
Wurst Cftntze — Str. Bürger 624.
Württemberg Wirten— Wirtem— Wirttemberg
die von — die Herren von — 93. 197. 234.
241. 243. 244. 250. 280. 366.
der junge von — 5.
Grafen von 47. 114. 192. 248. 361. 363. 427. 678.
763.
Eberhard 36. 37. 38. 77. 124. 171. 214. 320.
360. 364. 367. 374. 402. 403. 459. 471. 487.
491. 499. 522. 526. 528. 598. 606. 655. 676.
730. 737.
Ulrich 87. 193.
Wurtzer Hanse man — murarius 841.
Würzburg Wirze— Wurtzeburg 77. 78. 93. 109.
192. 198. 231. 616. 683. 740. 747. 856. 857.
s. Oberlin Kilian — .
Würzburg Bistum
Bischof 5. 77. 124. 157. 243. 279. 491. 596.
Gerhard 171. 369. 856.
Wust Peter - von Kainel Str. Söldner 519.
Zabern n.w. Str. 50. 57. 104. 121. 123. 124. 127.
200. 203. 208. 297. 300. 325. 415. 419. 510.
586. 608 Anmerk. 643. 644. 649. 678. 764.
788.
das bischöfl. Amt — 593.
dier bischöfl. Schaffner zu — 735.
s. Schö imetzi^er.
das bischöfl. Schloss in — 208.
der Schultheiss von — 687.
s. Dünne Gerhard — .
s. Lützelburg Egenolf von — .
der bischöfl. Vogt zn — 544.
die Weber von — 308.
s. Nase Hans von — .
s. Oler Nicolaus — .
s. Seslerer.
s. Sin nde.
Zaberner Bürger v. Schlettstadt 537.
Zebrak zw. Prag u. Pilsen = d. alte Betlern s.
dort.
Zeheleder Georg — 784.
Zeiger Andreas — Bote des Borsiboy von Swinar
488.
Zeinheim n.w. Str.
Jo..ans von — Wollschlägermstr. 24.
Zeinsikeim Zeinszkeim Zeissekeim ? = Zeiskain
i. Pfalz b. Germersheim
Heinrich von — Str. Söldner 519.
Rudolf von — der Probst Beichtiger des Kg.
Ruprecht 796.
Sigmund von — Str. Söldner 519.
Zellehans Johans — her der schaffneer ein pfaffe
382.
Zellenberg Zellemberg sü. Rappoltsw. 256. 415.
501.
Zelter Hans — bad. Kammerkneht 721.
Zenn Zenne i. Baiern b. Fürth 275.
Ziboll Jacob — Bürgermeister v. Basel 216. 247.
Ziegler Claus — 742.
Zimberman Henselin — ein Wagnerknecht von
Scherzheim 416.
Zimmerman Heintz — Knecht 416.
Zipperer Johans — Bürger von Hagenau S7&
Zit Zyt Zijd Ziit Heinrich von der — Städtebote
von Friedberg (nicht von Hagenau, daher S.
216 die Interpunktion zu ändern) 205. 216.
217. 222. 224. 242.
Zofingen i. d. Schweiz 518.
s. Teschelin Jeckelin von — .
Zoller
Hans — von Düppigheim.
Lawelin — carnifex 825.
Zollern Zoller Zolr Zolre Hohen-Zollern
s. a. Nürnberg Burggraf von — .
Grafen von —
Friedrich Fritz 227. 677.
Hans — von Tübingen 623.
Johann — Burggraf von Nürnberg 16.
Zorn Nebenfluss des Rheins i. Eis. 722.
Zorn Zörnelin
die Zorne 640. 767.
Clein-Zörnelin const. z. S. Niclaus 382. 390.
Berthold Behtolt — 219. ritter const. z. Münster
390. 509. 511. 667.
Berthold — der ältere 544 mag. 564 Anmerk.
596. mag. 821.
Claus — 322 const. z. S. Peter 383. 391.
seine Witwe s. Richenstein Anna — .
Diebolt — juncher const. z. Peter 384. 393. 394.
Erhard - 241. const. z. S. Peter 608. 509.
Gertrud — Mutter des Heinr. v. Mülnheim 589.
Hans — const. z. Münster 508. 509. 511.
Heinrich — const. z. Mülnstein 380. const. z.
Münster 380.
Hügelin — 323. const. i. Spetterg. Hug Zornes
seligen sun 378. const. z Mülnstein 380.
const. i Kalbesg. 391. Hug's sun 393. 665.
Johans — der höptraan 323 const. z. Mülnstein
380.
Johans — gen. der wisse (Wiszzorn) 38. 39.
mag. 269. 270. 274. Str. Gesandter 327. 329.
const. z. S. Peter 384. 393. 511. 419. Ver-
bannter 617. 618. mag. 811. 841.
Zorn Zörnelin von Bulach
ung. Ritter const. i. Spetterg. 268. 378. 393. 394.
des Bftlach hus i. Durbach 272. 299. 433.
Adam — 393 const. z. S. Peter 510. Gefang.
d. Sultan Bajesid 667.
Claus — mag. 442. 564. i. Osthusen 651. mag.
819. 844.
Claus — (jungzorn) 446. 824.
Johans — Ritter 71. mag. 220. 221. houptman
268. mag. 809. 810. 840.
Zorn von Eckerich
Hans — const. i. Kalbesg. 391. 392. Gesp. d.
const. z. S. Peter 511.
Johans — ~iag. 671. 673. 757. 821. 823. 845.
846. 862.
Heinrich — Bruder von Hans const. i. Kal-
besg. 391. 392. Gefang. d. Sultans Bajesid 667.
Zorn Heilant
Hüfeelin — const. i. Kalbesg. 391.
Zorn gen. Lappe
Ciaus — const. z. Mülnstein 380. 419.
Johans — mag. 2. 9.
Zorn von S. Peter 8. Zorn Diebolt — .
Zorn uff Rinecke
Reinbolt — const. i. Spetterg. 378. 393.
Zorn — Zwingenberg
038
Zorn gen. Schultheiss
Berthold — mag. 152.
Bertliold — hern Zorn Schnitt), seligen sun
const. z. S. Peter 510. 511.
Claus — const. z. S. Peter 391.
Lienhart Leonhart - mag. 75. 76. 96. 327. 343.
348. 349. 360. coiut. z. S. Peter 383. mag.
887. 388. 709. 712. 724. 757. 816. 817. 842.
843. 844. 846. 863. 864.
Reinbolt — Sohn des Lienhart 842.
Zorn der wisse Wiszorn s. Zorn Johans — der
wisse.
Zschechtelon s. Chatillon.
Zubeler der alte Jeckelin Jacob — küfer 25. 214.
215.
Zuckmantel Zackemantel
ung. der elter 295.
Hanneman — Str. Söldner 520.
Johans — Ritter 622.
Zug i. Schweiz 147. 149. 163. 165. 168. 169.
das Amt — 147. 149. 164.
Zulphen s. Zülpich.
Zülpich Zulphen 363.
Zftrgadmerin die — 27.
Zürich Zörch Zürich 117. 147. 148. 149. 150. 159.
162. 164. 165. 166. 167. 369.
s. Sieher Rudolf — .
fillin Dlrich von — der Schuhmacher 70. 563.
Ulrich de — pellifex 847.
Zurzach i. Aargaa 728.
Zweibrücken Zweinbruggen — bruggen 275.
Grafen von — u. Herren zu Ritsch 812. vgl.
Bitsch.
Eberhard 208.
Elisa von Veldenz 741.
Friedrich 312. 313. 536. 680. 669. 748. 750.
758. 760. vgl. Bitsch.
Hanneman Bruder von Fricdr. 276. 277. 312.
313. 830. 636. 669. gen. Wecker 692. 748.
750. 766. 758. 761.
Hanneman — Sohn des vorigen 312. 318.
vgl. Bitsch.
Hans 845.
Heinrich Bruder v. Fricdr. u. Hanneman 273.
312. 313. 325. 608. 610. 660. 755. 757. 759.
760. 764. 765. 766.
Symund gen. Wecker 147. 276. 312. 313. 330.
333. 351. 580. 608. Landvogt i Eis 611.
669. 692. 749. 760. vgl. Bitsch 758. 760.
Sy,. .und Sohn des vorigen 312. 313. vgl.
Bitsch.
Zweibrücken
Schilling de — 813.
Zwiler Berne — 667.
Zwingenberg Twingenberg a. d. Bergstrasse 312.
Universitäts-Buchdruckerei von J. H. Ed. Heitz (Heitz & Mündel), Strassburg.
0
B1NDING SECT. JAN 2 91973
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DD
901
S82A5
1879
Abt.l
Bd.6
Strassburg, Ger.
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